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Der Drogentrip der Homöopathen

Hugo Stamm am Samstag den 12. September 2015
drugs

Im Film «The Master» (2012) ist Freddie Quell (Joaquin Phoenix) einer Sekte mit ihren wilden Orgien und Sitzungen völlig ergeben. Screenshot: «The Master» (Youtube)

Rund um ein entlegenes Tagungszentrum bei Handeloh in der Lüneburger Heide spielten sich vor ein paar Tagen gespenstische Szenen ab. 29 Ärzte, Heilpraktiker und Homöopathen torkelten umher, getrieben von Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Krämpfen, Schmerzen, Atemnot und Herzrasen. Die Zentrumsleiterin alarmierte Polizei und Rettungskräfte. 160 Helfer rasten zum Unfallort, ein zusätzlicher Notarzt wurde mit dem Helikopter eingeflogen. Die Tagungsteilnehmer waren teilweise nicht ansprechbar. Die Rettungskräfte richteten ein Notlazarett ein und verteilten die Patienten auf die umliegenden Spitäler. Zwei Seminarteilnehmer befanden sich kurzfristig in akuter Lebensgefahr.

Die Ermittlungen ergaben, dass alle Tagungsteilnehmer die synthetische Droge 2C-E, ein Amphetamin, das auch unter der Bezeichnung Aquarust bekannt ist, eingenommen hatten. Nun rätselt halb Deutschland, wie sich ausgerechnet Ärzte und Heilpraktiker eine solche Amphetaminvergiftung zuziehen konnten. Die Medien spekulieren, ob ihnen jemand die verbotene Droge in den Tee geschüttet habe.

Es gibt eine plausiblere Erklärung: In den letzten Jahren hat sich im deutschsprachigen Raum eine grosse Szene gebildet, die sich der Psycholyse verschrieben hat, also der Drogentherapie. Ihre Anhänger glauben an esoterische oder spirituelle Heilsvorstellungen und sind überzeugt, dass Drogen die Türöffner ins Unbewusste oder zu einer magischen, übersinnlichen Welt sind. Deshalb gehören vor allem Naturheilpraktiker, Homöopathen und esoterisch verblendete Ärzte und Therapeuten zu dieser Szene.

Die Massenvergiftung von Handeloh passt in eine Reihe ähnlicher Vorfälle, die sich in den letzten Jahren im Rahmen psycholytischer Therapien ereignet haben. Am 19. September 2009 verabreichte der 50-jährige Arzt Garrik R. ­einem Dutzend seiner Klienten bei einer Psycholyse-Therapie Ecstasy. Plötzlich rutschten die Teilnehmer in einen Horrortrip ab. Sie halluzinierten, schrien, verdrehten die Augen, und Speichel lief ihnen aus dem Mund.

Garrik R. geriet in Panik, hatte aber Angst, die Ambulanz zu alarmieren. Als die ersten Klienten ins Koma fielen, löste er Alarm aus. Für einen 28-jährigen und einen 59-jährigen Mann kam jede Hilfe zu spät, ein weiterer Teilnehmer fiel zwei Wochen lang in ein Koma. Der Arzt hatte die Drogenrationen falsch dosiert. Garrik R. wurde zu 4 Jahren und 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Er war Schüler des Schweizer Psychiaters Samuel Widmer, der seit rund drei Jahrzehnten mit Drogen experimentiert. Widmer baute in Lüsslingen SO die Kirschblüten-Gemeinschaft mit rund 200 Anhängern auf, die sektenhafte Aspekte aufweist. Seine Anhängerschaft umfasst schätzungsweise mehrere Tausend Personen. Schon rund 2500 Klienten haben an den Drogensitzungen teilgenommen. Viele von ihnen hat er zu Psycholyse-Therapeuten ausgebildet. Etliche führen nun selbstständig die verbotenen Drogentherapien durch.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 13. März 2009 in Widmers Zentrum in Lüsslingen selbst. Bei einer Psycholyse-Ausbildung mit rund 60 Teilnehmern lief die Sitzung aus dem Ruder. Mehrere Personen zeigten Vergiftungserscheinungen und erlebten einen Horrortrip. Ein paar Teilnehmer wurden mit Valiumspritzen behandelt, wie Aussteiger berichten. Als Co-Therapeut amtete der Berliner Arzt Garrik R.

Ein ähnlicher Zwischenfall ereignete sich auch bei einer Drogensitzung in Zürich, die die Ärztin F. M. und ihr Ehemann, ein bekannter Wirtschaftsanwalt, leiteten. Als bei der Polizei eine Strafanzeige einging, setzte diese das Paar im Dezember 2009 in Untersuchungshaft. Die Ärztin hatte jahrelang viele Psycholyse-Sitzungen mit Ecstasy und LSD durchgeführt.  F. M. wurde zu einer 16-monatigen bedingten Gefängnisstrafe verurteilt. Auch sie war Schülerin des Psychiaters Samuel Widmer.

Nicht genug: Am 27. April 2014 nahm S. B. in Begleitung einer Freundin eine Substanz ein, wie sie es von ihren jahrelangen Psycholyse-Therapien und der Therapeutenausbildung bei Widmer gewohnt war. Sie bekam unerträgliche Kopfschmerzen und fiel in einen komatösen Zustand. Ihre Begleiterin suchte telefonisch Rat bei einer Therapeutin von Widmer, die auf Migräne tippte. Als sich der Zustand nicht verbesserte, rief die Freundin nach 50 Stunden den Notarzt. Im Spital diagnostizierten die Ärzte einen schweren Hirnschlag und zwei grosse Hirnblutungen, die von den Subs­tanzen ausgelöst worden waren.

Im vergangenen März führte die Solothurner Staatsanwaltschaft eine Razzia bei Widmer durch und eröffnete ein Strafverfahren gegen ihn und drei seiner Helfer, weil sie mutmasslich gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen haben. Ausserdem durchsuchte die Polizei am 29. August erneut die Räume von Widmer. Will die deutsche Polizei rasch verstehen, was sich im Tagungszentrum von Handeloh abgespielt hat, müsste sie sich wohl mit der Solothurner Staatsanwaltschaft in Verbindung setzen.​

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433 Kommentare zu “Der Drogentrip der Homöopathen”

  1. Bernhard Schlegel sagt:

    Mawi

    Wunderschöne Reverenz an Pasionaria und ihr Wirken in diesem Blog und darüber hinaus!

    Danke, starke Mawi

  2. Bernhard Schlegel sagt:

    Das es echte Barden noch gibt, habe ich auch nicht gewusst.

    Schönes Wissen

  3. Bernhard Schlegel sagt:

    Ich gehe jetzt weg.

    Weit weg von hier.

    Ich bin ein Tier. Ein liebes

  4. Pasionaria sagt:

    Bernhard Schlegel
    a propos clevere Kraehen: h ttps://www.youtube.com/watch?v=gT7MVD_YSMU
    e Guetnacht-Gschichtli.

  5. PAI-1 sagt:

    h ttp://www.taz.de/Krankheiten-und-Uhrzeiten/!5230856/

  6. andersen sagt:

    B

    Vielleicht können Sie die Flüchtlinge (die muslische Frauen) zum Beispiel das Fahrradfahren beibringen, weil in der Heimat wurde es oft verboten.

    Die meisten, die kommen, sind psychisch unstabil und sie müssen sich neu orientieren.
    Wenn die Menschen sie willkommen (ehrlich!)heissen, können sie vermeiden, dass sie radikal wird und das sie nicht in die Händen von Sekten, wie Scientology, Zeugen Jehovas, Freidenker oder Salafisten geriet.

  7. andersen sagt:

    Korrektur

    Muslimische Frauen.

  8. andersen sagt:

    Schlegel schreibt: Ich bin ein Tier

    Nein, ein Mensch ,sonst würde Sie auf vier Beinen gehen.
    Gehen Sie, wenn Sie wollen, an der wunderschöne Zürichsee und lassen Sie sich Spiegeln.

  9. Rolf Müller sagt:

    @ andersen und olive
    Da ich einen vertiefteren Einblick in die Verhältnisse in einem “3.Welt-Land” hatte, sehe ich die Sache mit der “Traditionellen Rollenteilung zwischen Frauen und Männern” und ihrem diesen äusseren Umständen entsprechenden Ausdruck in der Religion wohl etwas differenzierter.
    Wir sollten uns bei unseren vorschnellen Urteilen über “rückständige” Kulturen (seien sie jetzt islamisch, oder christlich, oder budhistisch, oder was auch immer beeinflusst) immer wieder bewusst machen, dass die allgemeinen Verhältnisse dort ganz und gar nicht gleich sind, wie bei uns!
    Schauen Sie sich nur mal die Grössenverhältnisse auf dem Globus an:
    Europa ist flächenmässig ein Zwerg, verglichen mit Afrika, Asien, oder Amerika.
    Die allgemeinen Verhältnisse im “Süden” führen dazu, dass das Kapital in den industrialisierten Norden abfliesst, weil es dort die höheren Renditen erwirtschaftet und weil es dort sicherer ist, mit oder ohne Euro. Dieses Problem zeigte sich schon seit vielen Kahrzenten in Italien, wo der Süden sich nicht gleich entwickelte, wie der Norden.
    Gesellschaften, aus denen das Kapital abfliesst, die materiell “verarmen”, können sich verschiedene Dinge nicht mehr leisten, die in reichen Ländern immer selbstverständlicher werden.
    Der “Staat” wird schwach und zur Beute von wechselnden Allianzen einflussreichster Mafia-Organisationen von Militärs, Oligarchen und “landlords”.
    Da vom Staat nur dann etwas zu holen ist, wenn die eigenen Leute drin stecken, versuchen alle anderen vernünftigerweise, diesen “Räuner-Staat” zu umgehen und zu betrügen. Das einzige einigermassen verlässliche Beziehungsnetz ist die “Familie”, beziehungsweise die “Gang” bei “Weisenkindern”.
    Für den/die EinzelneN bedeutet das aber auch, dass die Familie (bzw. die Gang) auch mehr zu sagen hat.
    Die existenzielle Abhängigkeit von der Familie fürt zu einer emotionalen Aufladung der Familienbeziehungen, da sie eine Frage von “Leben oder Tod” geworden sind.
    Daraus entstehen dann wieder Vorstellungen von “Ehre” und “Blutrache”, unter anderem.
    Im ganzen Zusammenhang von sich verknappenden Ressourcen sind von den Menschen sowohl extreme Beweglichkeit, als auch strenge Durchsetzungsfähigkeit gefragt. So ergibt sich das von mir provokativ (weil politsch unkorrekt) genannte “Tropenkopf-Syndrom”:
    Wir bestaunen ungläubig ein totales Chaos, Gewühl und Durcheinander, entdecken dann beim näheren Hinschauen aber eine ebenso erstaunliche Dichte an (ungeschriebenen) Verhaltens-Regeln, welche dieses Gewühl durchziehen, wie geladene Kuhdrähte, und jedes Mal, wenn ich als tollpatschiger “Gringo” einen solchen berühre, gibt’s ein lautes Gejohle und Gelächter, oder betretenes Schweigen und weg schauen…
    Ich beobachtete, wie sich die Kinder (Mädchen und Buben gemischt) in fröhlichen Gruppen durch die Haushalte und Grossküchen bewegten, und immer gehörte den Kindern die volle und liebevolle Aufmerksamkeit!
    Aber bei den Erwachsenen gab es ganz klar eine “weibliche Sphäre” und eine “männliche Sphäre”.
    Als seltsamer, undefinierbarer “Gringo” steckte ich meine Nase in beide Lebenswelten.
    Und so sah ich sehr tüchtige und sehr selbstbewusste Frauen, die den Haushalt, die Kinderbetreuung und ihre Geschäfte (z.Bsp. einen Laden auf dem Markt) manageden.
    Ich vergleiche solche Frauen mit den “Landfrauen” bei uns. Das passt noch am ehesten, wenn wir uns vorstellen wollen, worauf ich hinais will.
    Und dann gab es natürlich auch die Männer-Gesellschaft:
    Diese Männer sind überhaupt nicht zu beneiden!
    Sie sind nämlich für die “Beschützer-Rolle” zuständig, das heisst, sie müssen im Verlaufe ihres “Erwachsen werdens” lernen, wie man mit einer Knarre umgeht, und wie man sich in die Welt der grossen und kleinen “Mafia-Gangs” integriert.
    Dabei müssen diese angehenden “Machos” andere “Raubtiere” mit männlicher Entschlossenheit und Todesverachtung in Schach halten.
    Wer es nicht schafft, sich genügend Respekt zu verschaffen, wird gnadenlos fertig gemacht und ausgeraubt.
    Ein Afrikaner hat uns mal während einem Trommel-Kurs verraten, dass er -seitdem er in der Schweiz lebt (verheiratet mit einer Schweizerin)- sehr friedlich geworden sei. Wenn er in seinen Ferien nach Afrika zurück kehrt, erkennen sie ihn dort nicht wieder, weil er nicht mehr wie früher ständig mit agressivem Gehabe die Andern anrempelt. “Was für eine Memme ist nur aus Dir geworden!” sagen sie ihm dann…
    Offenbar ist es so, dass sich der Nord-Süd-Gegensatz weiter verstärkt, wie sich in der Natur Spannungen vor einem Gewitter aufbauen.
    In Italien versuchen sie, diese Spannungen durch Geldtransfers in den “Mezzogiorno” abzubauen, um ein Auseinanderbrechen des Landes zu verhindern.
    In der EU ist das Gleiche in einem noch grösseren Massstab notwendig, wie uns die Auseinandersetzung zwischen dem “Deutschland-Lager” und dem “Griechenland-Lager” zeigt.
    Und weltweit ist wiederum das Gleiche im grösst möglichen Massstab notwendig zwischen der “1.Welt” und der “3.Welt”.
    In der Schweiz heisst dieser gesellschaftlich höchst vernünftige Geldtransfer: “Ausgleichszahlungen zugunsten von Strukturschwachen Regionen”.
    Auch die Landwirtschaft des Berggebiets benötigt solche “Ausgleichszahlungen” (ungeschickterweise Subventionen genannt), die ihre Konkurenz-Nachteile gegenüber den Flachlandbauern aufzuwiegen helfen.
    Denn was wäre die Alternative ohne jegliche Regulierung-Versuche?
    Die Bergbauern geben ihre Betriebe ab und ziehen ins Mittelland, auf der Suche nach einer anderen Arbeit.
    Das alpine und hochalpine Kulturland vergandet und verwaldet. Die Touristen müssen sich auf ihren Wanderungen durch wild wucherndes Gestrüpp kämpfen und vermissen die grasenden Kühe und deren heimeliges Glockengebimmel.
    Es gilt das “Recht des Stärkeren”.
    Blocher hüpft als Vorzeige-Egoist in seinen Swimming-Pool mit Aussicht auf den Zürichsee und auf die Voralpen.
    Unten in der Stadt nehmen das Gedränge und die Hektik immer mehr zu und schon entstehen auch bei uns die ersten Barackensiedlungen und Slums…

  10. Champagnerriege sagt:

    Droge Alkohol, jetzt auf dlf
    h ttp://www.deutschlandfunk.de/lebenszeit.1175.de.html

    ich trinke z.B. keinen…weil er mir überhaupt nicht schmeckt….
    aber ICH muss mich dann ständig rechtfertigen, weshalb denn nicht
    und stehe automatish unter Verdacht, AA zu sein!
    So läuft das in vielen Bereichen der Gesellschaft.
    Wer sich raushält ist automatisch der Böse oder der Dumme…

  11. (m)ein Fahrrad frißt kein Heu sagt:

    Frau andersen, das ist sicher eine gute Idee 🙂
    noch bin ich da, wo die Flüchtlinge nicht sind, bzw. umgekehrt…
    das wird sich sicher noch ändern
    Da ich von meiner unsolidarisierten Kindergroßzieherniedrigrente nicht noch 200Euro für die Tankfüllung aufwenden WILL, um dort hinzu kommen (bin schließlich auch keine Champagnertrinkerin) und in Herbst und Winter fahre ich nicht gern 30km mit demn Rad hin und 30km zurück, dürfte sich das etwas schwierig gestalten.

    Es ist so wie mit den 3-fach verglasten Fenstern 🙂 …ich habe 60 Jahre lang in einfacheren Gläsern gewohnt und ziehe nun im Alter, wenn ich nicht so warm heize, auch mal zwei Pullover, Jacken, Socken mehr an…

    aber vielleicht könnte ich eine Familie o.ä. vorübergehend einquartieren….Dafür würde ich allerdings nichts abzocken (Kommune, privat…)

  12. Michael Bamberger sagt:

    @ Andersen

    Alle Dinosaurier, ausser die Sauropodomorpha, waren bipede Läufer (Zweibeiner). Gleiches gilt für alle Vögel (wobei die Pinguine ihren Köper aufrecht halten). Bipede Säugetiere sind z.B. die Kängurus und ihre Artgenossen. Bei den Primaten findet man – neben dem Menschen – die bipede Fortbewegungsart z.B. bei den Sifakars, den Gibbons, den Bonobos und den Nasenaffen.

    Zum x-ten Mal:

    “Der Mensch ein höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten. Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenaffen und dort zur Familie der Menschenaffen.” (Wikipedia)

  13. olive sagt:

    @ Rolf Müller
    18. September 2015 um 10:24

    “Wir sollten uns bei unseren vorschnellen Urteilen über “rückständige” Kulturen (seien sie jetzt islamisch, oder christlich, oder budhistisch, oder was auch immer beeinflusst) immer wieder bewusst machen, dass die allgemeinen Verhältnisse dort ganz und gar nicht gleich sind, wie bei uns!”

    Was Sie nicht sagen.
    Es geht nicht um vorschnell und nicht um Urteile, sondern um Fakten, die im Film von Frauen aus dieser Kultur/Religion ( Islam in diesem Fall ) berichtet werden und die uns auffordern , nicht blauäugig zu sein und zu akzeptieren, dass diese Steinzeitkultur bei uns Fuss fasst, nicht mehr und nicht weniger, weil es um Gleichberechtigung und Meinungsfreiheit geht in
    unserem Kulturkreis.

  14. Rolf Müller sagt:

    @ olive
    Wieder haben Sie etwas herausgepickt und abgemurkst und dabei den ganzen Inhalt meines Beitrags unterschlagen und für Null und Nichtig erklärt.
    So können wir nicht weiter diskutiern!
    Es hat ganz einfach keinen Zweck.
    Ich wünsche Ihnen Misserfolg beim Agitieren und Diffamieren…

  15. Rolf Müller sagt:

    @ Champagnerriege
    Alkoholfreies Bier schmeckt überhaupt nicht gut!
    Viele Geschmacksstoffe sind an den Alkohol gebunden, wie beim Kaffee und dem Koffein.
    Da haben wir wieder das “schmutzige Heilige” des österreichischen Philosophen Robert Pfaller, das einer “reinen Vernunft” gegenüber steht, die doch nicht so blöd ist, sich gehen zu lassen, was doch nur ungesund und lächerlich ist.
    Ist es eben nicht! Manchmal kann es ganz gut sein, sich gehen zu lassen.
    Ein wildes Pferd will auch mal im ausgestreckten Galopp durch die Prärie preschen und unberechenbare Luftsprünge machen.
    Gewisse Menschen sind so übermässig erzogen und selbstbeherrscht, dass sie ihre “innerlich angezogene Handbremse” nur mithilfe des Alkohols lösen können.
    Und da besteht dann natürlich die Gefahr einer Alkoholsucht, die sehr heimtückisch ist, da dem Alkohol als einer “bürgerlichen Droge” allgemein wohlwollend und Augenzwinkernd begegnet wird, und da der Prozess des “nur noch ein Gläschen mehr” schleichend und unmerklich zum “Pegelalkoholiker” führt, der schon morgens Alkohol intus haben muss, um normal leistungsfähig zu sein, mit dem aber abends nach einigen geleerten Flaschen überhaupt nichts mehr anzufangen ist.
    Vom Alkohol enthemmt kommt der “Kern” einer Persönlichkeit hervor, das ist schon so, und sehr aufschlussreich…
    Der Alkohol ist aber auch ein Koservierungsmittel und ein Reinigungsmittel.
    Ich habe das Glück, dass mein Magen auf Alkohol ähnlich reagiert, wie auf Zucker und auf Weissbrot: Mit Uebersäuerung.
    Und darum meide ich höherprozentige Getränke, zunehmend auch Bier.
    Die Uebersäuerung ist eine natürliche Abwehrreaktion meines Körpers, eine “Entscheidung aus dem Bauch heraus” sozusagen, die sagt, dass mir Alkohol nicht gut tut.
    Jetzt könnte ich natürlich Säureblocker einwerfen und dann trotzdem Alkohol trinken.
    Ich habe mich dafür entschieden, den Willen meines Körpers zu akzeptieren und die “angezogene Handbremse” im Kopf zu lösen. Jetzt kann ich mich freuen und lachen, wie ein Kind, ohne Alkohol.
    Kinder finden Alkohol übrigens instinktiv ekelhaft…

  16. hm sagt:

    B
    Ich weigere mich in die Virtualität Zeit zu investieren, jedenfalls all zu viel. Die Zeit vor der Glotze ist schlichtweg die qualitativ schlechteste und steht i.Ü. kaum über der versifften Zeit in Beizen (zwar herrscht dort mittlerweile Rauchverbot) oder irgendwelchen marihaunadunstgeschwängerten Lokalen der nicht öffentlichen Szene. Und dann noch die Zumutung, in eine Compi-GmbH (von webhosting zu webdesign und wieder zurück über die Wartung) zu investieren – echt jenseits von lächerlich (auch wenn das ein/e Sozialminister/in ja auch nur gut gemeint hat, jedenfalls aus dem Blickwinkel des Arbeitsethos gutbürgerlicher Moral).
    Wenn jemand für den zukünftigen Markt planen will, empfehle ich unbedingt auf den Google-Glass-Zug (natürlich im UMTS-Modus) aufzuspringen … zumindest als Verkehrsunfallversicherer für Fussgänger bzw. für dessen Werbeabteilung. Kann mir jetzt schon ein paar Werbespots ganz gut ausmalen ; -)

  17. Rabbi Jussuf sagt:

    Rolf Müller
    Ihre Wald- und Wiesenethnologie konnte in den 70ern vielleicht den einen oder anderen hinter dem Ofen hervorlocken. Sie war aber schon damals unbrauchbar.

    Olives Kritik haben Sie nicht verstanden, sonst hätten Sie nicht so reagiert.

    Plappern Sie weniger und denken Sie mehr.
    Mehr zuhören würde Ihnen auch nichts schaden.

  18. hm sagt:

    B, Zusatz
    … wegen den 30km hin und wieder zurück, ab 65 ( 🙂 ). Bei uns gibts die E-Bikes bald beinahe gratis beim E-Schrotthändler abzuholen … also ich denke ab zwei-, dreihundert € sind Sie dabei.

  19. Klara Brunner sagt:

    @ olive
    @ rolf müller

    Könnte sein, dass das demnächst – und schneller als uns lieb ist – ein Thema wird. Fragt sich wie wieviele Flüchtlinge auf Europa verteilt werden nachdem einige Länder ihre Grenzbewachung verschärft und zu ihrem Schutz Zäune und Mauern gebaut haben. Man erinnere sich an die Aussagen der Bundeskanzlerin…

  20. andersen sagt:

    @b

    Ich erinnere mich gerne an mein erste Fahrrad.
    Was für ein Freiheitsgefühl.
    Später bin ich zweimal in der Woche nach Kopenhagen (38 Km)mit dem Velo gefahren, bin oft auf ein Bank gesessen und somit mit die Leute im Gespräch gekommen.
    In Kopenhagen hab ich zum erste Mal Juden (live) gesehen(mit 13) und ich habe mich hinter ein Container versteckt, auch Afrikaner kannten wir nicht in unserem kleinen Dorf, aber durch die vielen Reisen als Stewardess, habe ich mit allerlei Nationaltäten zu tun gehabt.
    Es war sehr interessant.
    (ab 65 Jahre ist der Lack noch nicht ab):-)

  21. hm sagt:

    Ich fahre “Specialized”, der in Anthrazit gehaltene Aluminiumrahmen hats mir damals angetan – auch wenn ich ein inländisches Produkt an sich vorgezogen hätte (fuhr früher Cresta und noch früher Mondia), aber hier wars halt Liebe auf den ersten Blick.

  22. hm sagt:

    Nein, Virtualität hat ein nicht zu unterschätzendes Suchtpotential.

  23. Passionschlegeli sagt:

    @Bernhard Schlegel

    In Anbetracht unseres gestrigen Dialoges ohne konkrete thematische Stellungnahme Ihrerseits und (akzeptierter) Entschuldigung ausschliesslich bezueglich verbaler Ausrutscher (vom ‘Brunztopf’ ‘ueber Pisspott’ bis hin zu “Sie sind ein widerwärtiger Kerl, der sich für das Leid unzähliger blasiert stark mach”oder “Sie machen sich für (auch kommendes) Leid stark! Sie sind an Zynismus nicht zu übertreffen!” oder “Pizzpott ist einfach eiskalt und will in erster Linie nur Dummheit untermauern”oder “Kommen Sie erst zum Verstand und zur Vernunft.”)….. ohne auch nur einmal einer Ihrer Vorwuerfe mit validen Argumenten zu untermauern, verbleiben Sie definitiv in der Ballermann-Truppe (wen interessierts?). In Rolf Muellers Worten sei Ihnen mitgeteilt:

    “So können wir nicht weiter diskutiern!
    Es hat ganz einfach keinen Zweck.
    Ich wünsche Ihnen Misserfolg beim Agitieren und Diffamieren…”

    Somit verbleibt alles wie gehabt. Viel Spass beim Zuprosten…. 😉

    Schade dass die Themenbezogenen Links bezueglich ‘saept.ch’, ‘maps.org’, Peter Gasser und LSD-Studien aus diesem Medium geloescht wurden ( h ttp://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/mit-lsd-gegen-den-vergewaltiger/story/13532175 ).

    Empfehlung:
    Nils Frahm (virtuoser Pianist zwischen Keith Jarrett, Helene Grimaud, Klaus Schulze (ok, kein ‘Pianist’)):
    http://www.youtube.com/watch?v=Aln6DztAsMQ
    Have Fun

  24. olive sagt:

    @ Rolf Müller
    18. September 2015 um 14:38

    “Wieder haben Sie etwas herausgepickt und abgemurkst und dabei den ganzen Inhalt meines Beitrags unterschlagen und für Null und Nichtig erklärt.”

    Ich habe das einzige harausgepickt, das in Iher ellenlangen Belehrung über die Art und die Gepflogenheiten “des Südens” einen Bezug zu meinem post hatte.

    Wenn man Sie nicht bewundert, werden sie offenbar schnell mal gehässig
    “Agitieren und Diffamieren”
    potzblitz.

  25. andersen sagt:

    @Frau Brunner

    Ich bin überzeugt, dass es ein Lösung geben wird, betreffend der Verteilung von Flüchtlinge.
    Der Bundesrat hat die Hilfe vor Ort um 70 Millionen aufgestockt.

    Wir stehen in Europa vor der Wahl:
    Weiter im Furcht leben oder mit die Hoffnung?

    Die Länder in Europa sind sich durchaus bewusst, was für Hetzer die Salafisten sind, weil sie wollen nicht der Demokratie anerkennen.
    Niemand soll aufgeben.

  26. hm sagt:

    Ich weiss, was Sie meinen. Ein solches Damenfahrrad habe ich vor etwa zehn Jahren verschenkt. Aber diesen Sommer war ich in Kopenhagen auf Fahrradurlaub, nur um diese Metropole der fahrradgerechten Verkehrsführung mal näher kennenzulernen, und da fahren genau die gleichen wenn nicht die ähnlichen immer noch herum. Also schwarz lackiert (nicht Anthrazit).

  27. ha, Frau andersen sagt:

    nur befinden sich die Länder von Europa leider schon in einer Falle 🙁
    weil es (und ganz und gar nicht geheim) ganz andere Pläne gi-hibt…ätschbätsch
    dafür muß man aber bis 3 zählen können..und lesen

    und hin und wieder darf man auch mal arte schauen….Staatsgeheimnis Bankenrettung….aber das ist nur wieder ein Krakennebenarm, wenn auch ein enorm wichtiger

  28. hm sagt:

    (falls zum Anklicken klang-farblich so besser anspricht)

  29. hm sagt:

    auf story/13532176 bin ich nicht scharf.

  30. go by bike sagt:

    andersen+ hm

    bei den Straßen-und FahrradwegezZUSTÄNDEN hier in Albigs und Scholzens Norden – seit Jahrzehnten nichts mehr geflickt…Baumwurzeln, die den Asphalt bersten – wäre es als Autonomisierungsmaßnahme für muslimische Frauen sicher schlicht zu halsbrecherisch für den Anfang. …und dann mit Rock und Schleier :- ( und die ganzen Wassermeloen auf dem Gepäckträger ; -)

    das müßte dann wohl ein Dreirad sein

  31. hm sagt:

    Effektiv, liebe B, was Kommunen und Länder bzw. bei uns die Kantone für die Sicherheit der Fahrradfahrer im Verkehr ausgeben … ist aller Grund, in die Politik einzusteigen.
    (so, und das ist ein Beitrag zur Sinnfrage)
    🙂
    bis später einmal

  32. Rolf Müller sagt:

    @ olive
    Mit Ihrer furztrockenen Schnippigkeit können Sie mich nicht beeindrucken.
    Früher wäre ich bei solchen Bemerkungen noch explodiert, denn sie sind wie Oel ins Feuer eines emotionalen Menschen.

    Heute aber lässt mich das ebenso kalt, wie eine weitere blasierte Bemerkung von “Rabbi Jussuf”.
    Nimmt mich wunder, was für ein “Rabbi” das sein soll…
    Gehören Sie etwa auch zum “auserwählten Volk”?
    Mir doch egal!

    @ der Rest vom Schützenfest
    Jever fun? Danke für den Tip!
    Da hat sich dieser Blog ja doch noch mal gelohnt…
    Ich werde dieses alkoholfreie Bier nächstens mal ausprobieren.
    Sie schreiben autentisch von “der Schattenseite”. Das respektiere ich ebenso, wie Ihre berechtigte Wut, die natürlich raus muss, wie ich auch schon schmerzhaft bemerkt habe…
    Die gezielten Manipulationen und das scheinbar neutrale Getuhe von olive geht mir dagegen dermassen auf den Geist, dass ich ebenso ausfällig werden könnte, wie Sie! Aber wir wissen ja, was dann passiert:
    Die Löschung.
    So, als wäre nichts gewesen.
    Aber da war was! Einen kurzen Moment lang haben das einige wenige mitbekommen.
    Also mache ich eine gute Miene zum bösen Spiel, denn so sind die Spielregeln.
    Warum gibt Pasionaria dieser olive nicht mal eine ungenügende Note?
    Weil die sich als “fleissiges Mädchen” präsentiert, die besonders viel liest?
    Aber stattdessen machen sie immer auf “Frauenpower-Gemeinschaft” und die “Giftschlange” fährt wieder mir an den Karren…
    Eines sage ich jetzt mit plötzlich vorpreschender Deutlichkeit:
    Sollen sie doch kommen, die Syrer!
    Besser als das SVP-Wahlvolk und die Duckmäuser sind sie allemal!
    Ich hoffe, dass sie als “invasive Pflanzen” mithelfen, diese Fröntler-Gewächse aus dem “Braunen Sumpf” zu verdrängen!

    @ Bernhard Schlegel
    Was bedeutet die Abkürzung “SVP”?
    A: Stalinistisch Völkische Partei
    B: Sekten Versteher Partei
    C: Sadistische Volksverdummungs Partei
    D: Soldaten Verbands Polteris
    Die richtige Lösung gibt ein “Gut” und Sie dürfen auf dem Parcours auf der Schweizerkarte mit Ihrem Güfeli eins vorrücken.
    Möglichkeit zur Erreichung zusätzlicher “Gut”s:
    Erfinden Sie weitere passende Namen für die Abkürzung S.V.P. und rücken Sie vor auf die…
    …Weltkarte!

  33. olive sagt:

    @ Rolf Müller
    18. September 2015 um 18:19

    “Früher wäre ich bei solchen Bemerkungen noch explodiert, denn sie sind wie Oel ins Feuer eines emotionalen Menschen.”

    Sehr sympa, dass Sie sich unverdrossen im Recht fühlen.

  34. Rolf Müller sagt:

    @ olive
    sympa? wollen Sie etwa so was wie “sympatisch” andeuten?

  35. Michael Bamberger sagt:

    @ Rolf Müller

    “sympa? wollen Sie etwa so was wie “sympatisch” andeuten?”

    Erstens schreibt sich das Wort “sympathisch” und zweitens deuten Sie mit Ihrer infantilen Frage an, dass Sie vom Französisch etwa genauso wenig Ahnung gaben, wie von allem anderem, was Sie ununterbrochen vor sich her plappern.

  36. Michael Bamberger sagt:

    Die katholische Kirche, wie sei leibt und lebt:

    “The Catholic Church has allowed priests accused of sexually abusing children in the United States and Europe to relocate to poor parishes in South America, a yearlong GlobalPost investigation has found. Reporters confronted five accused priests in as many countries: Paraguay, Ecuador, Colombia, Brazil and Peru. One priest who relocated to a poor parish in Peru admitted on camera to molesting a 13-year-old boy while working in the Jackson, Miss., diocese. Another is currently under investigation in Brazil after allegations arose that he abused disadvantaged children living in an orphanage he founded there.” (17.9.15)

    http://www.usatoday.com/story/news/world/2015/09/17/us-priests-sex-abuse-relocate-south-america/32551455/

  37. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    USA – “Adding insult to abomination, the Catholic bishop of Syracuse testified in 2011 that a child sexually abused by a priest was “culpable” and “an accomplice” in his own victimization. Bishop Robert Cunningham’s stinging words, spoken as he was questioned for a lawsuit filed by the victim of the abuse, were reported Sept. 13 by Syracuse.com and The Post-Standard. They sent a wave of shock and horror through the community of Catholics and non-Catholics alike.” (18.9.15)

    http://www.syracuse.com/opinion/index.ssf/2015/09/syracuses_catholic_bishop_sexual_abuse_and_the_harm_that_words_can_do_editorial.html

  38. Alienus sagt:

    @Pasionaria vom 16.09.2015 um 23.40

    Wenn’s Du bist hier noch ein kleiner wissenschaftlicher Exkurs in die psychedelische Aeronautik.

    Nun, der Flug ist tatsächlich ohne Gefahr, da ja dieser durch den Ätherkörper erfolgt. Denn die modernste Wissensschaft ermöglicht es, dies mit dem System der Quantentheorie ganz einfach nachvollziehbar zu erklären. Mit dem Quantenquatsch kann man absolut problemlos die feste Masse einer gemauerten Wand durchdringen und mit den lauen Lüften sich treiben lassen. Da braucht es keinen Beschützer, höchstens einen guten Maurer.

    Hingegen ist die Startphase das größte Problem. Da liegt man im Bett und der im Inneren übermächtige Drang zu einer Levitation treibt den Probanden an das Fenster, um mit Schwung einen geeigneten Start zu ermöglichen. Nun, da mir der schnelle Fensterstart mit Gewalt verhindert wurde, blieb nur noch der Gang durch die Wände. Auch nicht schlecht, da der arme, ausgelaugte Körper im Bett verblieb und wie gesagt, der Ätherkörper auf Reise ging, eigentlich flog.

    Jedoch hat’s bei dieser Starttechnik noch ein zusätzliches Problemchen, seine eigene nabelschnurartige Verbindung mit sich selbst, welche zwischen dem armen Siech in Bett unten und seinem Ätherkörper in der Luft oben zu trennen. Dank der Inspiration, dieses Ding wie eine Gitarrensaite zu zupfen, kam diese in eine kräftige Eigenresonanz und schwuppdiwupp ward sie sogleich getrennt. Guten Flug mit der Äther Airlines.

    Fazit: Nix da mit grausamer ¼ Stunde! 😉 😉 und sofort in alle Ewigkeit.

    PS: Tampoco a la mota de María y Juan

  39. Solange sagt:

    @Olive

    Was meinst du zu diesem Interview im Migros-Magazin? Solange “Experten” solche m.E. völlig vereinfachten Erklärungen anbieten, muss man sich eigentlich nicht wundern, wenn Menschen wie Rolf Müller ihre naive Sicht nicht hinterfragen können/wollen.

    http://www.migrosmagazin.ch/menschen/dossier/artikel/vorurteile-und-aengste-zum-islam

  40. Solange sagt:

    @Rolf Müller

    Ich wünsche Ihnen Misserfolg beim Agitieren und Diffamieren…

    Wieder mal mies drauf? Nach dem Sie hier persönliche Dinge preisgegeben haben, verstehe ich Ihre mangelnde Kritikfähigkeit (Kritikerin = Giftschlange, Kritik = Diffamieren), Ihren Hang zu einem holzschnittartigen schwarz-weissen Weltbild (Blocher = tiefpechschwarz, Einwanderer = weiss, evtl. mit kleinen Flecken, die aber allein durch die miesen Lebensumstände verursacht sind) etwas besser. Ein solches Weltbild dürfte viel Sicherheit geben. Angesichts der Schilderung gewisser Lebensumstände kann ich auch Ihren Hang zum Dozieren mittlerweile etwas nachvollziehen. Nur ist es in einem Blog sehr schwierig auf jede Dünnhäutigkeit Rücksicht zu nehmen und Blogger auch dann nicht zu kritisieren, wenn sie Blech zusammenschwafeln. Und leider tun Sie dass des öfteren. Bitte nehmen Sie doch zur Kenntnis, dass die meisten Blogger im Reallife genug Kontakt mit Ausländern haben und Ihre Belehrungen zu diesem Thema nicht benötigen.

    Nimmt mich wunder, was für ein “Rabbi” das sein soll… Gehören Sie etwa auch zum “auserwählten Volk”?

    Gehören Sie etwa auch zum antisemitischen Club? Bei aller Spontanität wäre es vielleicht nicht schlecht, vor dem Schreiben etwas nachzudenken.

    Sollen sie doch kommen, die Syrer! Besser als das SVP-Wahlvolk und die Duckmäuser sind sie allemal!

    Was macht Sie so sicher, dass es unter den Syrern keine nationalistischen, fundamentalistischen und sonstigen rechten Typen hat?

  41. Bernhard Schlegel sagt:

    Pasioanaria

    Danke für die Fabel. Der Vorleser sollte sich aber echt das Vorlesegesetz Nummer 1 merken: Lies nur so schnell vor, dass Du auch selbst begreifst was Du vorliest. Ich hatte echt Mühe ihm zu folgen. Ehrlich gesagt habe ich die Geschichte nicht gecheckt… Wer will tausend Jahre alt werden und wieso?

    Was Pizpot anbelangt: Ja. Er gehört isoliert. Gestern dachte ich, Sie gehörten ja auch zu den wenigen, die mir wirklich auf die Sprünge halfen. Warum sollte das bei Pizpot nicht auch funktionieren. Trotz Ihres Verdrusses. Aber Sie behalten einmal mehr recht. Es ist hoffnungslos.

  42. Bernhard Schlegel sagt:

    Pasionaria

    Ehrlich gesagt weiss ich ganz allgemein nicht mehr wo mir der Kopf steht: Rechts erscheint mir blöd, links erscheint mit blöd, die Mitte erscheint mir blöd, religionen und all der Esokram erscheint mir eh blöd. Ich habe grosse Lust wie der Vogel Strauss meinen Kopf in den Sand zu stecken. Ich bin fast soweit fast gar nichts mehr wissen zu wollen. Dabei sind Sie, Banberger, Stamm und ein paar wenige andere noch die willkommene Ausnahme. Weil authentisch.

  43. olive sagt:

    @ Solange
    18. September 2015 um 19:05

    Habs jetzt gerade gelesen. Die Erklärungen sind vereinfacht, aber die Fragestellung wird in etwa dem entsprechen, was sich viele Leute ( die sich nicht ausgeprägt damit beschäftigen ) auch fragen, so gesehen überrascht mich der Beitrag weder positiv noch negativ.

    Sakib Halilovic enttäuscht mich am meisten, in der NZZ wurde er als Vermittler zwischen den Kulturen beschrieben:
    http://www.nzz.ch/imam-schlieren-1.528517
    Elham Manea hat bestimmt den Durchblick.
    Jedenfalls dramatisiert niemand unangemessen, auch Reimann nicht.

  44. Solange sagt:

    @Olive

    Ups, ich sehe gerade, dass ich den falschen Artikel verlinkt habe. Ich wollte eigentlich diesen posten http://www.migrosmagazin.ch/menschen/interview/artikel/islampexperte-huesken-im-gespraech-ueber-aengste

    Beim anderen Artikel überzeugen die Antworten von Elham Manea auch mich am meisten. Während Reimann mit gewissen Aussagen schon dramatisiert (die muslimischen Familien in meiner Nachbarschaft haben mehrheitlich zwei bis drei Kinder und nicht fünf bis sechs) und Sakib Halilovic zu viel schön redet (er soll und darf auch das Positive betonen, aber bitte nicht alles Problematische einfach unter den Tisch wischen).

  45. Cheshire Cat sagt:

    Nach rund 30 Stunden Dauergrinsen kann ich mich wieder konzentrieren und die Krallen wetzen. Das Serotonin alle. Danke, Cortex Hill. Oder war es nur die Freude, dass eine einundzwanzig Jahre alte CD auf dem Compi läuft… (gekauft ist gekauft).
    Für den Rausch die Musik, wenn es denn sein muss gibt es noch den Schlafentzug, auf der Tramschiene wohl nicht ohne Risiko. Gegen das Trauma kenne ich nur eines: Gamen. Tetris ist risikoarm. Gehen soll ähnliche Wirkung entfalten.

    Zur Lage der Nation:
    Allgemeine Ratlosigkeit. Der erste Wimpernschlag hat verloren. Es wird an die Menschlichkeit appelliert. Step out singen Pioniere. Geschichtsbücher wirbeln umher. Zaubertricks werden aufgeführt, Pferde vorgeführt. Die Klagemauer erhöht, Etiketten werden angebracht. (Wünsch DIR was).

    Ich meine, Menschenrechte sind noch nicht zu Ende gedacht. Weltweite Personenfreizügigkeit. Klingt das jetzt weniger hart als: Armband oder Patrouille? Beides leider schon ganz echt.

  46. Pasionaria sagt:

    Bernhard Schlegel
    Also mit dem Geschichtenerzaehler haben Sie total recht, undeutlicher und einschlaefernder geht’s wohl nicht.
    Die Fabel finde ich einfach und irgendwie passend zu unserem ‘multipeln’ Blogger: zeigt er sich nicht als ‘eklige’ Kraehe, die ‘waffenlose’ verachtet, und sich dafuer an Harmlosen (Schafen…..) festkrallt….. etc. etc.
    Die tausend Jahre beziehen sich wahrscheinlich darauf, dass die Kraehe meist das Leben eines Schafes um ein Vielfaches an Jahren ueberholt.
    Nun, mit Fantasie lassen sich die meisten Fabeln irgendwie deuten.

    Und sonst, guter Bernhard Schlegel, Kopf hoch – weder zu sehr nach links, noch weniger nach rechts, aber am allerwenigstens in den Sand…..
    Dazu moechte ich Ihnen gerne Victor Hugo auf’s Wochenende mitgeben:
    “Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie die Unerreichbare,für die Furchtsamen ist sie die Unbekannte, für die Tapferen ist sie die Chance.”
    Und Sie reihe ich durchaus in die Kategorie der Beherzten, also Tapferen ein.

    Go ahead! Gruss von ‘Schaf’ zu ‘Schaf’.

  47. Pasionaria sagt:

    Alienus
    um 18:58

    Jetzt wird es mir um, durch, mit Dir schon langsam unheimlich.
    Wie kannst Du nach – weiss natuerlich nicht, wievielen Jahren (?) – Deinen ‘Exkurs in die psychedelische Aeronautik’ dermassen glasklar, punktuell und in allen Details nacherzaehlen, dass man/frau mit Deinem Astralkoerper beinahe selbst ‘abhebt’, hm?

    Also gluecklicher- und beruhigenderweise haben Deine mystischen Erlebnisse, denke auch an Deine, Dich dazumal besuchten Goettinnen….., jeweils einen medizinischen Ausloeser, sonst kaeme man ja noch auf ganz andere Ideen…..

    Aus Deinen Smyles werde ich nicht schlau – soll ich Dir nun in’s offene Auge, oder in’s halbgeschlossene schauen?
    Noch eine Fragen vom letzten Mal ist noch offen: man invented beer and wine – God Invented grass. Whom do you trust?

    Ich sag jetzt nicht: Vitalkoerper gruesst Ex-Aetherkoerper…..

  48. Pasionaria sagt:

    Rolf Mueller
    Mister neunmalkluger Achterbahnpilot – wirklich nicht despektierlich gemeint, ehrlich.

    Ihre unbestritten (teilweise) bestechenden Ideen erkennt man daran, dass deren Verwirklichung im vornherein ausgeschlossen erscheint. Oder ist es Fantasie?
    Hingegen ist es nicht angebracht, Sie einfach als Fantast hinzustellen, absolut nicht.
    Einige Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken von Ihnen – da denke ich an Ihr Posting am 18.9. um 10.24h:
    “Da ich einen vertiefteren Einblick in die Verhältnisse in einem “3.Welt-Land” hatte, sehe ich die Sache mit der “Traditionellen Rollenteilung zwischen Frauen und Männern” und ihrem diesen äusseren Umständen entsprechenden Ausdruck in der Religion wohl etwas differenzierter.
    Wir sollten uns bei unseren vorschnellen Urteilen über “rückständige” Kulturen (seien sie jetzt islamisch, oder christlich, oder budhistisch, oder was auch immer beeinflusst) immer wieder bewusst machen, dass die allgemeinen Verhältnisse dort ganz und gar nicht gleich sind, wie bei uns!”
    und ff, kann ich bez. Philippinen, teilweise auch West-Afrika, durchaus bestaetigen.

    Fazit: weniger von Ihnen waere weitaus mehr…..

  49. olive sagt:

    @ Solange
    18. September 2015 um 21:19

    Dieser Huesken hat bestimmt in einigem Recht, aber es täte ihm gut, das Buch von Manea “Ich will nicht länger schweigen” zu lesen.

    Vieles, was er sagt, ist wohl gut gemeint, aber eher kontraproduktiv.

    Wäre es auch wichtig, dass wir aufhören, von «den» Muslimen zu sprechen, und stattdessen von Bosniern und Ägyptern?

    Das sagt Manea auch vehement zu Beginn ihres Buches, sie betont, dass sie sich erst als Mensch/Frau fühle, erst zuletzt als Muslima. Aber sie ist relativ frei erzogen worden.
    Diejenigen, die schon als Kind indoktriniert worden sind, ( und noch mehr die Konvertiten ) tragen ja gerade selbst ihr Muslim-sein nach aussen, ihr anders-oder sogar besser sein als die Unreinen.

    All die Werte, die in der Verarbeitung dieses Attentats so betont wurden – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit –, gelten eben genau für diese Leute nicht. Das ist der Hauptgrund für die Wut und die Gewaltbereitschaft. Mit der religiösen oder kulturellen Identität hat das nichts zu tun.

    Da würde ich ihn gerne fragen, was er genau darunter versteht und wie diese Gleichheit in diesem Kontekt umgesetzt werden soll.
    Damit rede ich keinesfalls der Diskriminierung das Wort.

    Er erinnert mich ein wenig an die unzähligen Islamexperten, die Neçla Kelek niedermachten als Antwort auf ihre Bücher.
    Ich habe mittlerweile allle ihre Bücher gelesen und die Vorwürfe, die ihr gemacht werden von vorwiegend deutschen Experten, sind absurd.

    Wir tun den Radikalen einen grossen Gefallen, wenn wir pausenlos über sie reden, weil wir sie damit zu legitimen Sprechern für eine Religion machen. Das sind sie aber nicht

    Nun, nicht über sie zu reden, ist etwas schwierig.

    Aber laut all diesen Frauen, die islamkritisch schreiben, ist es weitaus problematischer, den muslimischen Verbänden, die sich als selbsternannte allgemeingültige Islamvertreter aufspielen , freie Bahn zu lassen, denn diese wollen durchaus ihren Islam implementieren, und dieser Islam ist gegen Gleichheit und Brüderlichkeit und vor allem Schwesterlichkeit.
    ( In D ungleich viel aktiver und einflussreicher als bei uns )