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Die Sucht nach der Sehnsucht

Hugo Stamm am Samstag den 8. August 2015
epa03994811 (01/15) US James Joseph, a Catholic pilgrim originally from Detroit, Michigan, touches the picture of Jesus at the Church of the Holy Sepulcher at the Old City of Jerusalem, 07 May 2013. Joseph calls himself Jacob but is better known by many as ‘the Jesus guy’, mainly because of his appearance resembling Jesus Christ. He has visited about 20 countries in the world, spreading his message, and over recent years he has been visiting Israel, becoming a well-known figure in the old city of Jerusalem, where he explores the life and path of Jesus Christ.  EPA/ABIR SULTAN PLEASE REFER TO ADVISORY NOTICE  (epa03994810) FOR FULL FEATURE TEXT

Sehnsucht nach Jesus: Ein Jerusalem-Pilger. (Keystone/Abir Sultan)

Die Sehnsucht ist eine zentrale Lebenskraft, die uns besonders in schwierigen Zeiten hoffen und träumen lässt. Sinn macht sie auch in guten Zeiten: Wir können uns die Zukunft in den schönsten Farben vorstellen und in tollen Erwartungen schwelgen. Wenn wir etwas vermissen, sehnen wir es mit aller Kraft herbei: ein neues Auto, die Erlösung von einer schweren Krankheit oder einen Partner, eine Partnerin.

Die Sehnsucht hat aber auch eine Kehrseite: Wenn ein Wunsch unrealistisch oder gar unerfüllbar ist, treibt sie mitunter seltsame Blüten. Sie besetzt grosse Teile unseres Bewusstseins, beschäftigt uns permanent. Und: Je unsicherer die Umsetzung oder Erfüllung ist, desto obsessiver wird sie. Sie hält uns gefangen und macht uns zu ihrer Sklavin. Liebesdramen und Beziehungsdelikte zeugen von der destruktiven Kraft, die auch in der Sehnsucht steckt.

Im Extremfall führt sie zu krankhaften psychischen Reaktionen. Dann bleibt von der Sehnsucht vor allem die Sucht zurück. Sehnen ist schön, doch schon der Ausdruck enthält die problematische Seite des Phänomens.

Eine unerschöpfliche Quelle von Sehnsüchten sind religiöse und spirituelle Hoffnungen und Erwartungen. Das liegt in der Natur der Sache: Übersinnliche Phänomene entziehen sich der Überprüfbarkeit, wir können sie nicht nachweisen, wir müssen an sie glauben. Somit eignen sie sich ausgezeichnet als Projektionsfläche und fördern die Einbildungskraft. Wir finden, was wir suchen, weil es keine gesicherten Fakten gibt. Jeder fühlt, was er gern fühlen möchte. Oder sieht, was er sehen will.

Wenn die religiöse Sehnsucht zur Sucht wird, kann es gefährlich werden. Ein paar Beispiele: Manche Esoteriker verehren ihren Guru als Inkarnation des Göttlichen und neigen zur Selbstaufgabe. Zeugen Jehovas sehnen sich nach der Endzeit, flüchten in eine Parallelwelt und entfremden sich von der realen Welt. Der Pilger in Jerusalem, der sich plötzlich als Jesus wahrnimmt und in eine Psychose abrutscht, verliert die Kontrolle über sich und kann zur Gewalt neigen. Bei kollektiven Sektendramen begingen die Gläubigen aus Sehnsucht nach der Erlösung Suizid und brachten teilweise ihre eigenen Kinder um, wie die Anhänger von Jim Jones oder die Davidianer.

Es gibt aber auch aktuelle Beispiele, die demonstrieren, wie destruktiv die Sehnsucht im religiösen Milieu sein kann. Bei der Rekrutierung junger Europäer setzten die Missionare des IS, des Islamischen Staates, vor allem auf das Mittel der Sehnsucht. Den Umworbenen wird das idealisierte Bild einer heilen muslimischen Welt gezeichnet, die Hoffnung auf Lebenssinn, Geborgenheit, Abenteuer und Heldentum verdichten sich zu einer diffusen Sehnsucht, die das vermeintliche Paradies in den Köpfen entstehen lässt. Und wenn es schiefgehen sollte, warten im Jenseits 72 Jungfrauen.

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282 Kommentare zu “Die Sucht nach der Sehnsucht”

  1. Trin Tragula sagt:

    @Alienus, 14. August 2015 um 01:35

    @Pispot
    Da möchte man von Ihnen die Erklärung lesen, was Sie mit Ihrem Gedankenflug über diese „mystisch-religiöse“ Zahlenreihe den erklären wollen.

    Mein Gott, Alienus – Pizpot (bitte nicht Pispot) sowie die Wenigkeit seines Kuendigers haben niemals von einer Zahlenreihe gesprochen, sondern einzig die Bedeutung der Zahl 72 in die Diskussionsrunde geworfen, da diese Zahl schon im Alten Testament vorkommt (Turmbau zu Babel) und also lange Tradition hat.
    Die (duodezimale(?)) Zahlenreihe ist in den hiesig zur Diskussion gestellten Bezuegen alleine in Ihren Verstrickungen vorhanden – Pizpot hat auf alle Faelle nix damit am Hut. Ihre eigene Interpretation und Schlussfolgerung aus meinem Posting vom 13. August 2015 um 11:24 bleiben Ihnen beibehalten – aber bitte unterstellen Sie als offensichtliches Zahlengenie anderen nicht, 12, 22, 42, 72 sei als ‘Zahlenreihe’ deklariert worden. Es gibt Leute, die verstehen etwas mehr davon – diese Ziffern wurden einzig zur einfacheren Auffindbarkeit und Verstaendlichkeit des aber ohnehin schon angegebenen Wikitextes rund um die Zahl 72 einfach noch hinzugefuegt (einfach, damit man nicht irrtuemlicherweise bei den 72 Engeln verbleibt, sondern den Kontext miteinbezieht).. Offensichtlich hats verwirrt – sorry hierfuer. Offensichtlich wurde aber auch die dazugehoerige Seite weder gelesen, noch verstanden.

    Es spricht Baende, dass Sie dabei von “mystisch-religiöser Zahlenreihe” sprechen. Sie Schlingel drehen kulturhistorische Fakten einfach so mal um und unterstellen Ihrerseits in unzulaessigerweise, dass die angebenen Zahlen in eine Reihe zu gehoeren haetten. Das ist alleine Ihre Interpretation – darauf bauen Sie dann ein ganzes Konstrukt eigener Verstrickungen.
    Unherfreulich ist darueberhinaus, dass Sie sich In diesem Bliog mit solch einem Verhalten allerdings in bester Gesellschat befinden: Pizpots Spindoctor hat mit ‘Respekt’ und dem ‘Bruecken bauen’ auch so seine Probleme und unterstellt einfach mal. Das ist doch peinlich.

  2. Trin Tragula sagt:

    @Bernhard Schlegel, 13. August 2015 um 23:54

    Pizpot
    Sie sagen von sich, dass Sie ein Trockennasenaffe sind. Gleichzeitig beten Sie Litaneien herunter, die altestamentarisch sind. Wie geht das zusammen?

    Aus kulturhistorischem Respekt und Interesse. Aus wissenschaftlicher Sicht duerfen Sie kulturhistorische Bezuege und Ueberlieferungen nicht a priori ausschliessen, weil zB. einige atheistische Agnostiker eine Gottheit per se schon von anfang an ausschliessen. ‘Gott’ hat bisher immer und ueberall eine Rolle gespielt – ob es ihn nun gibt oder seine Existenz einzig einer geistigen oder seelischen Leistung zu verdanken ist: dabei spielt es keine Rolle, was Sie oder ich davon halten. So einfach ist das.

    Dabei haette ich noch eine Frage des Anstandes und Respekts an Sie: Wie kommen Sie darauf, solchen Triaden loszuschiessen?:

    andersen
    Wenn Blödheit Hörnli wären, Sie wären die Sauce Hollandaise obendrauf…

    …oder woher nehmen Sie die Gewissheit, folgende Aussage zu taetigen:

    Klara Brunner
    Muss hart sein, wenn eine Dame wie Sie Scientology auf den Leim geht…

    Sind Sie mit dem Ueberschallflieger durchs Kinderzimmer gejagt? Nie gelernt, anstaendig zu sein?

    Mit Spannung erwarten wir nun ueberdies Ihre Beantwortungen noch offener Fragen sowie der Beurteilung von Pizpots Leistung – da Sie sich ja anmassen, anderen Menschen helfen zu koennen und offensichtlich genau wissen, wie und wo der Hase laeuft (dies aber freilich anderen Pottsitzern einfach mal so unterstellen)…

  3. Bernhard Schlegel sagt:

    Trin Tragula

    Die Smarties scheinen jedenfalls geholfen zu haben: Sie schreiben immerhin grammatisch wieder einigermassen korrekt. Es freut mich, dass ichhelfen konnte, wenigstens nur damit Sie Ihre Medikamente nehmen. Sind Sie Pizpot? Mich hat seine Vernünftigkeit ehrlich gesagt überrascht. Bei Ihnen würde sie mich geradezu verblüffen. Aber es ist zu verwirrlich mit Ihnen zu kommunizieren. Ein unstehter Geist sind Sie. Sammeln Sie sich, bitte.

  4. Pizpot Gargravarr sagt:

    @Bernhard Schlegel

    Antworten Sie bitte ohne weitere Ausfluechte. Danke!

  5. Bernhard Schlegel sagt:

    Pizpott

    Wie war nochmal die Frage?

  6. Pizpot Gargravarr sagt:

    @olive, 14. August 2015 um 08:17

    ht tp://vsnd.ch/verein/ueber-uns.html
    Sag NEIN zu Drogen
    Gehören die zu Scientology?

    Fakten:
    – Der Domaeneninhaber von http://www.vsnd.ch heisst Gerhard Bürkli
    – Der Name eines ‘Gerhard Bürkli’ taucht auf der Seite http://www.truthaboutscientology.com unter ‘sponsors’ als ‘HONOR ROLL OF THE IAS’ auf.

  7. Pizpot Gargravarr sagt:

    @olive, 14. August 2015 um 08:17

    ht tp://vsnd.ch/verein/ueber-uns.html
    Sag NEIN zu Drogen
    Gehören die zu Scientology?

    Im Uebrigen gibt’s haufenweise Berichte im Internet – muessten also mal Ihre Referenzseite aufdatieren…

    Und auf folgender Seite gibt’s einen Link zu vsnd.ch:
    http://www.scientologyschweiz.ch/soziale_aktivitaeten_neinzudrogen.html

    Womit jetzt Ihre Frage definitiv geklaert waere, was aufgrund des vorhergehenden Posts aufgrund einzig ‘homonymer’ Vorkommnisse noch nicht zulaessig war.

  8. Klara Brunner sagt:

    @ m. bamberger

    Ich gehe davon aus, dass Sie eine Antwort von mir provozieren möchten. Das wird Ihnen nicht gelingen.

    Im übrigen nehme ich es mit der Wahrheit genau, bestimmt ebenso genau wie Sie das tun oder sogar ein bisschen mehr. Ich mag mich nämlich Ihres Hobby’s entsinnen anderer Leute Texte ein bisschen verdreht anzuprangern. Ich bin Mitglied eines Verein(chens) für Drogenprävention, das ist eine Tatsache. Und dieser Verein gehört nicht zu Scientology.

    Es handelt sich ganz simpel um einen Verein, der sich bemüht jungen Leuten (Kindern bereits) die Folgen von Drogenkonsum und-sucht zu erklären, auf dass sie es schaffen die Finger davon zu lassen. Dass “unsere Welt” deshalb nicht drogenfrei wird ist klar, aber ev. hilft hier doch manchmal die Vernunft wenn irgendwelche Dealer auf Pausenhöfen 13-jährigen was aufdrehen wollen, das ihr Leben kaputt machen kann. Ich weiss nicht, wieviele Leute Sie kennen die Kinder die drogensüchtig sind haben?

    Nein, meine Absichten sind ehrlich, ich habe keinen Grund – vor allem nicht in einem blog – Unsinn über mich zu erzählen, das wäre absurd.

    Allerdings stelle ich Ihnen anheim zu glauben, was Ihnen lieb ist.

  9. Michael Bamberger sagt:

    @ Klara Brunner

    “Ich gehe davon aus, dass Sie eine Antwort von mir provozieren möchten. Das wird Ihnen nicht gelingen.”

    Gratulation, dass Ihnen eine nicht-provozierte Antwort – nach obigem Gambit – trotzdem gelungen ist.

  10. olive sagt:

    @ Pizpot Gargravarr
    14. August 2015 um 12:38

    Also gehört dieser Verein dazu, aber versteckt.

  11. Klara Brunner sagt:

    @ m. bamberger

    Hätten Sie mein posting gelesen, hätten Sie das gewusst, ich habe es da nämlich geschrieben. Ich habe mein posting deswegen überhaupt geschrieben. Macht nichts.

    🙂

  12. Pasionaria sagt:

    Alienus
    “Es ist ein Esel und doch kein Pferd!”
    Wovon sprichst Du jetzt schon wieder, ah, natuerlich von Pi..potz’ Posting von gestern um 22.50h. Daraus koennte man auch schliessen, dass wenn es dem Esel zu wohl ist, er aufs Eis geht…

    andersen

    “ohne der Pascal Blaise zu erwähnen, die nun wirklich genial war.”
    Ein kleiner Hinweis fuer Daenenvertreterinnen: die Pascal hat nichts mit Ostern zu tun – und Blaise ebenso wenig mit > blasen.
    Aber sonst haben Sie es wohl wie immer gecheckt.

  13. Alienus sagt:

    @Pasionaria vom 14.08.2015 um 06.18

    „….als ob Ihr einem Pferde die Sporen gaebet,…..“

    Bitte nicht die Kandare vergessen ……..

  14. Pasionaria sagt:

    Alienus
    “Bitte nicht die Kandare vergessen ……..”
    Damiti wird’s natuerlich heikler, Ich bin der Meinung, dass sowohl der Reiter…. als auch das Pferd/Esel Kandaren-tauglich sein muessen, sonst kann’s fuer beide bedrohlich werden!
    Und noch mehr (Dach-) Schaeden vertraegt auch dieser Blog nicht.

    @ olive oder gelesen kann uns dies wahrscheinlich besser erklaeren.

  15. Bernhard Schlegel sagt:

    Hugo Stamm

    Sich nach etwas oder jemand zu sehnen reicht aus. Es ist schön dieses Sehnen befriedigt zu sehen. Süchtig macht das nicht. Sich sehnen ist meist schmerzhaft.

  16. Bernhard Schlegel sagt:

    Sehnsucht ist Dummheit.

  17. Häfliger sagt:

    Ich habe jeden Tag grosse Sehnsucht nach einem Glacé .
    Dann gehe ich an den Kiosk – und ich wähle aus der Tiefkühltruhe eins aus!
    Das Glacé esse ich schmatzend auf dem Heimweg.
    Wenn ich zu Hause angekommen bin, dann ist nur noch der Holzstengel in meiner Hand , diesen werfe ich in den Kübel und meine Sehnsucht ist gestillt !
    Dann danke ich Gott dass so feine Glacés hergestellt werden !
    Mit ein wenig Fantasie muss man nicht vor Sehnsucht kaputtgehen oder durchdrehen. Also : das ist meine Meinung !

  18. Bernhard Schlegel sagt:

    Häfliger

    Sie verwechseln Sehnsucht mit Gluscht. Ihr Icecream in Ehren. Aber das ist profane Lust auf etwas im Bauch. Ich sah heute wieder einmal das in die Jahre gekommene gläubige “Mädchen” mit den grünen Gummistiefeln. Eine tiefgläubig katholische Person. Irgendwann einmal haben wir zusammen Buchhaltung gepaukt. Sie kennt also mich und meine Familie.

    Sie radelte an mir und meiner Tochter vorbei mit einem Lächeln, dass mir all meine Sünden versinnbildlichen wollte und kurvte auf den Kirchenplatz, direkt vor die Eingangstür.

    Wenn man genau hinsieht, ist sie eine wunderschöne Frau. Aber dieses unbedingte Element gläubig zu sein macht sie leider zur Schrulle durch und durch. Keine Freundlichkeit. Totale Selbstaufgabe im Dienste irgend eines völlig bekloppten Herrns! Sünd und Schade, was für schöne und kluge Menschen sich aufopfern für eine Schimäre.

  19. Häfliger sagt:

    @ B. Schlegel

    Sie haben recht, die Gluscht nach Icecream ist keine Sehnsucht!
    Ich finde nur, wir sollten unsere Wünsche ernst nehmen und versuchen, sie zu erfüllen.
    Diese Person mit den grünen Gummistiefeln ist unsympatisch! Freundlichkeit ist eine Selbstverständlichkeit , zufriedene Menschen sind freundliche Menschen! In unserer Gesellschaft sind viele Menschen überfordert, dann verlieren sie die Zufriedenheit und sie werden unfreundlich weil sie sich andauernd im Stress fühlen. Darum : relax !

  20. gelesen sagt:

    Pasionaria 21:37
    Zu reiten mit Luftgespängstern:

    Frei nach Nena

    99 Luftballons
    auf ihrem Weg zum Horizont
    will man reiten darauf mit Sporrä
    oder mit der Kandare reissen an deren Schnorrä
    macht es peng bumm bamm bomm
    und man fällt tief hinab vielleicht auf einen Boum
    (Dach)Schaden nicht ausgeschlossen

    also, siehst du da am Horizont
    99 Luftballons
    denk an mich und lass sie ziehen

  21. Pizpot Gargravarr sagt:

    @Bernhard Schlegel, 14. August 2015 um 12:22

    Pizpott
    Wie war nochmal die Frage?

    etiam te,bimuli tremula, ignoramus et ignorabimus in christiana caritate, pax tecum
    🙂

  22. Bernhard Schlegel sagt:

    Pizpot

    Hä? Du kannst doch deutsch. Erwarte von mir nicht, dass ich Latein kann. Nur das: Bellum semper malum est. Krieg ist immer schlecht.

  23. Pasionaria sagt:

    Alienus
    Cc gelesen – olive

    Fazit: Die Herren der Schoepfung moegen es, dem Pferde, das sie nicht reiten, die Sporen zu geben und gar an die Kandare zu nehmen. Die Blogdamen hingegen reiten diese edlen Tiere lieber ganz ohne Sporen oder Kandare. Letztere sparen sie lieber fuer gewisse StammbloggerInnen auf!

  24. Alienus sagt:

    @Pasinaria vom 16.08.2015 um 01.52

    Als passionierter Asinus fällt mir noch ein Lebenssprüchlein ein, welches daraufhin hindeutet, ein anderes wichtiges Steuerungsmittel hier als vergessen anzusehen:

    Wenn du zur Vanitas gehst, vergiss die Peitsche nicht!

  25. Pasionaria sagt:

    Alienus
    Wie bitte, Du ein ‘pass. Asinus’ – das Gegenteil ist einmal mehr der Fall: Du bist fuer eine Pas…. wieder einmal zu intellektuell.
    Mit der Vanitas Vanitatum kann ich sehr wenig bis gar nichts anfangen, weder mit noch ohne Peitsche.
    Darunter verstehe ich nur eines > Eitelkeit. Was fuer micht bedeutet: in den Spiegel zu schauen, nicht eitel ist, dagegen NICHT in den Spiegel zu sehen, es ist…..
    Was machst Du denn um 04.05h – in den Spiegel schauen?

  26. Rolf Müller sagt:

    @ Bernhard Schlegel
    Kommt “Bellum” von “Bellen”?
    Oder umgekehrt?
    Hunde die bellen, beissen nicht.
    Cane bello bellum, non snappere.

  27. Alienus sagt:

    @Pasionaria

    Was ich um 04.05 Uhr so mache?

    Mich vorbereitem zum Gang auf den Jahrmarkt der Eitelkeiten. Wegen der Frühkartoffeln muss man nun halt früh aufstehen.

    Zur Aufheiterung und gegen die Eitelkeit ein Gedichtlein von Christian Morgenstern:

    .

    Die beiden Esel

    Ein finstrer Esel sprach einmal
    zu seinem ehlichen Gemahl:

    „Ich bin so dumm, du bist so dumm,
    wir wollen sterben gehen, kumm!“

    Doch wie es kommt so öfter eben:
    Die beiden blieben fröhlich leben.

  28. Pasionaria sagt:

    Alienus
    Jetzt verstehe ich…… somit sind die Fruehkartoffeln auch nicht mehr wie ‘albe’ (deutsch: wie frueher), sie verspaeten sich nach Lust und Laune!

    Deine Esel recht sympathisch. Da sind noch weitere, uns best bekannte, im Blog anzutreffen:

    Ein weiser Esel sprach recht oft
    und auf verstehen er doch hofft
    ‘ne Eselin vorallem eine,
    zwar mit ‘nem verkuerzten Beine

    verstand ihn ohne jede Mueh
    besonders wenn er schreibt gar frueh
    Makel dieser beiden – sie sind eitel
    besonders rund um deren Scheitel

    So eitel, dass auf Postings von Leuten
    die sie im normalen Leben scheuten,
    eingehen und laut opponieren,
    meinend, diese zu…… konvertieren.

  29. Alienus sagt:

    @Pasionaria

    .
    Tiefmut

    Manch einer denkt, Esel wären dumm,
    nun allerdings, zwar sind diese stumm,
    wenn sie tief gebückt im Grase weiden
    und senken ihre Häupter so bescheiden.

    Nur ab und zu beim kräftig Kräuterkauen
    sie träumend in die Landschaft schauen
    und friedlich ihre Schwänze schwenken,
    schweigen sie etwa, um nachzudenken?

    Denn ihr geduldig sanftes Haupt,
    ist so viel weiser, als man glaubt,
    vom Menschen, der viel schwätzt,
    wird dieser allzu oft geringgeschätzt.

    Wenn keineswegs als Kompliment
    er einen Menschen gar Esel nennt,
    der Burro klug ist und hier schweigt
    und dem Vergleich sich würdig zeigt.

    Der Esel meint, er sei doch koscher,
    sei kein Christoph, Toni oder Roger,
    hätte kein Hirn von einem Zwerge,
    auch nicht deren vom Herlliberge.

  30. Alienus sagt:

    Nachtrag: * Tiefmut * nach einer Gedichtsvolage von I. Rosemann / Insel Norderney

  31. Pasionaria sagt:

    Alienus

    Sehr sublim, das Gedichtlein, Dank Dir gilt.
    Fazit: Burro – Dein Freund und Vorbild.

    Es waren einmal……. zwei in einem Blog
    versetzten, ach so manchen, einen Schock.
    Doch dann des Esel’s Tiefmut sie erkannten
    niemals als dumm,. sie diese so benannten.

    Alienus’ Esel moege koscher sein,
    die Tonis, Rogers, mit Bestimmtheit: nein
    all diese queren Boeckelein
    sind alles andere als rein.
    Gekocht sie alle wurden in der Mutter-Milch
    namens Christoph, auch genannt der Knilch.

    Nun nehmen sich die beiden Blogger eben
    die Esel als ihr Vorbild im (el-)endlich Leben!