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Spektakuläre Bekehrungen als Propaganda

Hugo Stamm am Samstag den 1. August 2015
Gott erscheint:

Der Beweis von Gottes Existenz: Moses und der brennende Baum in Cecil B. DeMilles Film «Die zehn Gebote» (1956).

Für enthusiastische oder radikale Gläubige ist die Suche nach Gottes Nähe der zentrale Lebensinhalt. Sie sind zwar vollständig von seiner Existenz überzeugt, klammern sich aber an jeden neuen Hinweis, der sein angebliches Wirken in der Welt belegt. Sie suchen quasi den Fussabdruck Gottes auf der Erde.

Zu den stärksten Signalen zählen für sie angebliche Wunder Gottes wie spektakuläre Heilungen und Bekehrungen. Die meisten Freikirchen führen regelmässig Heilungsgottesdienste durch, bei denen Gläubige berichten, von schweren Krankheiten geheilt worden zu sein.

Eine effiziente Methode, Gläubige vom wundersamen Wirken Gottes zu überzeugen und vom Glauben zu begeistern, sind radikale Bekehrungen. So laden Freikirchen immer wieder Referenten zu grossen Evangelisationsveranstaltungen ein, die von ihrer Verwandlung vom Verbrecher oder Mörder zum frommen Christen Zeugnis ablegen. Die Botschaft: Gottes Güte ist unendlich, er rettet selbst Straftäter, wenn sie Jesus in ihr Herz aufnehmen.

Ein Beispiel: «Vor Ihnen sitzt ein verurteilter Mörder. Und glauben Sie mir: Ich habe in meinem ganzen Leben keinen bösartigeren Menschen kennen gelernt als mich selbst!» Das sind die Worte von Thorsten Hartung. Der deutsche Mörder ist heute ein bekehrter Christ und betreut Gefangene. Christliche Magazine feiern ihn schon fast als Helden. Von seinen Opfern ist aber nicht die Rede, nur von seinen Gräueltaten und der wundersamen Bekehrung. In Freikirchen treten viele Thorsten Hartungs auf.

Auch die katholische Kirche nutzt das suggestive Propagandainstrument. Beim Weltjugendtag in Freiburg Ende April dieses Jahres trat Thorsten Hartung als Hauptreferent auf und dankte Gott für seine Bekehrung. Für die jungen Zuhörer ein klares Signal für das Wirken Gottes in dieser Welt.

Das christliche Werk «Jugend mit einer Mission» verbreitete eine noch dramatischere Wende. Ein Christ habe kurz vor seiner Hinrichtung einem IS-Mörder eine Bibel geschenkt. Als dieser das heilige Buch heimlich gelesen habe, sei ihm Jesus im Traum begegnet. Danach habe er sich bekehren lassen. Das Signal an die Gläubigen: Der christliche Märtyrer rettet im Angesicht des Todes eine verirrte Seele mithilfe des authentischen Wortes Gottes.

Solche Inszenierungen kennen auch andere strengreligiöse Gemeinschaften. Über die Metamorphose eines jungen Schweizers berichtete aktuell Tagesanzeiger.ch. Ein eingebürgerter Türke aus Winterthur entwickelte sich zum Säufer und Schläger. Alkoholisiert schlug er einen Mann nieder und verletzte ihn schwer. Der Täter liess sich zum strenggläubigen Muslim und militanten Salafisten bekehren. Seinen Wandel schmückt er gern aus. Inzwischen ist er abgetaucht und möglicherweise bereits ein IS-Kämpfer. Wie andere junge Leute aus Winterthur, die sich verführen liessen.

Es braucht viel Fantasie, in den Bekehrungen das Wirken Gottes oder Allahs zu erkennen.

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340 Kommentare zu “Spektakuläre Bekehrungen als Propaganda”

  1. andersen sagt:

    Pasionaria

    Ich denke, Sie haben wirklich nie das Gute gesucht.
    Wenn der Mensch sich erst selber als ein Geschenk von Gott annimmt, dann ist der Urvertrauen wieder hergestellt.
    Weil ich denke, Sie haben eigentlich immer nur eines gewollt:
    lieben und geliebt werden.
    Und Sie haben es selber in ihrer Macht stehende getan, um dies unmöglich zu machen.

  2. Rabbi Jussuf sagt:

    Rolf Müller
    Die von mir erwähnten Beispiele sind nur ein paar wenige unter so viel, das sonst noch zu berichtigen wäre an Ihren Texten. Eigentlich lohnt es gar nicht der Mühe. Jedenfalls nicht, bevor Sie sich ein wenig Mühe geben und erst selber etwas genauer recherchieren, BEVOR Sie irgendwelchen Unsinn veröffentlichen.

    Aber sei’s drum:
    Galilei (hat nichts mit Galiläa zu tun) hat nur darauf beharrt, dass die Erde nicht das Zentrum der Welt sei, indem er sagte, dass sich die Erde um die Sonne drehe. Das war der Hauptkritikpunkt der Kirche: Es ging denen darum, dass die Erde das Zentrum bliebe.
    Dass die Erde eine Kugel ist, wusste man schon sehr lange vorher – auch die Kirche.

    Die Region des heutigen Israel war vor 2000 Jahren eine sehr fruchtbare Gegend. Ägypten und Libyen bis Mauretanien, auch Sizilien, gehörten zur Kornkammer Roms. In einigen heutigen Wüstengegenden dort um Israel gab es blühende Kulturzentren (Petra, Palmyra, etc )
    Das Wahrzeichen des Libanon ist die Zeder. Das zeigt doch gut, dass damals die Gegend bewaldet war und eine sehr reiche Vegetation aufwies. Usw.
    Das änderte sich kurze Zeit nach den Römern und – unter anderem – wegen den Römern. Diese holzten grosse Gebiete ab für Schiffbau und anderes mehr. Das Land verödete. Ein Klimawandel erledigte den Rest.

    Ich hoffe, Sie geben sich in Zukunft ein wenig mehr Mühe begründen Ihre Behauptungen besser und schwafeln nicht einfach drauflos.

  3. Rolf Müller sagt:

    @ Rabbi Jussuff
    Sie kennen die “Aramäische Bibel” nicht?
    Das enttäuscht mich jetzt aber, dass ausgerechnet Sie das als Klassenprimus das nicht wissen…
    Ich kenne die “Aramäische Bibel” natürlich auch nicht!
    Bin ich Christ, oder was?!
    Mein evangelikal-protestantischer Gesprächspartner sagte im Verlaufe unserer hitzigen Diskusionen, dass das wahre Wort Gottes in der “Aramäischen Bibel” zu finden sei.
    Er habe im Verlaufe seines langjährigen Bibelstudiums drei Bibeln gelesen und miteinander verglichen: Die gewöhnliche Bibel-Uebersetzung, die Zürcher Bibel und die ursprünglichste, Aramäische Bibel. Und dabei komme er zum Schluss, dass die Aramäische Bibel die Echteste sei.
    Bis dato waren mir die Hebräer bekannt, aber die Aramäer? Die gab’s offenbar auch, und wie!
    Es gibt keinen Grund für mich, an den Aussagen dieses Bibel-Spezialisten zu zweifeln!
    Wöchentlich nehmen er und seine Frau an Treffen einer Bibel-Lesegruppe teil, die immer bei jemand anderem zu Hause stattfinden. Zudem ist er Mitglied bei der örtlichen Kirchenpflege und engagiert sich für die Mission eines Ausgewanderten seines Dorfes in Tansania. Jeden Sonntag leitet er eine Art “Sonntagschule” für Kinder, mit Spielen, Basteln und Geschichten aus der Bibel.

  4. Solange sagt:

    @Pasionaria: Das waere in der Tat ein Thema @ Dr. Jur. Thomas von und zu Jefferson, der uns sicherlich mit einer Antworte gerne wieder einmal auf die juristischen Spruenge helfen wuerde

    Sein juristisches Fach- und sonstiges enormes Wissen vermisse ich auch. Zum Glück gibt es neben den schnell eingeschnappten Schnörris und den Borderlinebloggern, die ihre Finger gerne auf nicht existente Wunden richten, immer noch Blogger mit viel Fachwissen, von denen man etwas lernen kann.

  5. Solange sagt:

    @Rabbi Jussuf: Eigentlich lohnt es gar nicht der Mühe.

    Was Müllers Beitrag von 22:45 erneut beweist. Er geht überhaupt nicht auf das ein, was du ihm geschrieben hast. Dafür versucht er sich auf einem neuen Gebiet als Besserwisser hervorzutun. Besonders köstlich ist dabei folgende Passage:

    Er habe im Verlaufe seines langjährigen Bibelstudiums drei Bibeln gelesen und miteinander verglichen: Die gewöhnliche Bibel-Uebersetzung, die Zürcher Bibel und die ursprünglichste, Aramäische Bibel.

    Als Zürcher Bibel wird die Zwingli-Übersetzung bezeichnet, mit der Aramäischen Bibel ist wohl die Peschitta gemeint (die Müllers Bekannter wohl kaum im Original gelesen hat), welche Übersetzung als “die gewöhnliche Bibel-Übersetzung” gilt, weiss wohl nur Müller allein (vermutlich hat er seinem Bekannten genauso aufmerksam zugehört wie den Ahmadiyya-Missionaren).

  6. Rabbi Jussuf sagt:

    Rolf Müller
    Es gibt dummerweise mehrere Möglichkeiten, was man unter einer “aramäischen Bibel” verstehen könnte.
    Es müsste sich um die Peschitta handeln, eine frühe Bibelübersetzung ins Aramäische. Da liegt aber auch gleich der Haken, es ist eben eine Übersetzung und eine Umgestaltung dazu. Ich frage mich bloss, warum Ihr Christ diese Übersetzung gut findet. Immerhin muss diese Bibel ja zweimal übersetzt werden, bis er sie verstehen kann. (aus dem Griechischen ins Aramäische, ins Deutsche (vermutlich auf dem Umweg übers Englische)

    Eine andere Möglichkeit wäre Mt, das nach Ansicht einiger Bibelforscher ursprünglich auf Aramäisch geschrieben worden sein soll. Dabei handelt es sich aber nur um EIN Evangelium.

    Sie sehen also, dass meine Frage durchaus berechtigt ist.

    Aramäer gab es, die verschwanden aber bald im Völkergemisch. Wichtiger aber ist die Sprache, sie wurde bis in die Römerzeit zur Verkehrssprache im Hinterland des Nahen Ostens (Assyrien), während an der Küste das Griechisch vorherrschte.

  7. Bernhard Schlegel sagt:

    Hypatia

    Alte Leute trinken weniger. Leider.

    Aber egal. Also im direkten Zusammenhang.

    Das Wasser ist nach wie vor zentral.

    Und der Rest lebt eben auch weiter. Die Moleküle und Atome etc. Immer in Schwingung. Ja, es gibt einen Hypatia nach seinem Tode. Ob es ihm passt oder nicht. It’s ä näveärending Story. Der Wissenschaft sei Dank.

  8. Pasionaria sagt:

    Alienus
    6. August 2015 um 14:38h in Kehrseite der euphorischen religiösen Gefühle

    A.S.: ich glaube, es waere an der Zeit, die zwar interessante Blogseite der euphorischen religiösen Gefühle zu kehren, obwohl immer noch Antworten vom Gottesfuerchtigen H. alias MarTell alias Prinz Eugen auf die aeusserst fundierten, pikanten Fragen von Marcel Mertz ausstehen. Von seinen Wettschulden gar nicht zu reden! Schade, schade, so gar nicht eidgenoessisch redlich, eher SVP-isch feige.

    Vielen Dank erneut, fuer Deine erhellende Logik und Zusammenhaenge, wirklich tipptopp. Ich habe mir F. Bodmer’s Buch gemerkt. Dies ist ein Materie, die mich sehr interessiert, da faszinierend.

    “Meinte, die Belgier seien DIE Kartoffel-Nation wegen ihrer Fritten.” – alles musst Du denen nicht in die Pfanne, eh…. Schuhe schieben, mit Hypatia’s Anwesenheit haben sie sonst schon ein schwerwiegendes Los gezogen…..!

    Auf Deine deutsche Volksweisheit > Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln, kann ich nur in eidgenoessischer Bescheidenheit antworten: “die kubischen Dimensionen der Solanum Tuberosum stehen in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazitaet ihres rustikalen Kultivators.”
    Und nun viel Erfolg bei der neuen Verarbeitungstechnik bei Frueh(geburts-)kartoffeln.Seid Ihr schon vorangekommen?

    .

    Alienus
    6. August 2015 um 13:46h

    “Nun, Pasionaria, erlaube mir, auf eine wesentliche lässige Vergeslichkeit in deinem Text hinzuweisen.
    – Propaganda wird doch auch in der Liebe (!) betrieben. Und wie!!! ”

    Nun, Alienus, erlaube mir, auf ein wesentliches unlaessiges Detail in Deinem Reminder hinzuweisen.
    – Propaganda wird (meist!) nicht IN der Liebe betrieben, sonder MIT der (Ware) Liebe, leider. Denn ‘wahre’ Liebe braucht niemals Propaganda, da sie Natur ist, und Natur IST Liebe!!

    P.S. Danke noch fuer die Entkakophemisierung (gibt es dieses Wort ueberhaupt?) des P-Wortes.

  9. Rolf Müller sagt:

    @ Rabbi Jussuf
    Danke für Ihre fachkundigen Erläuterungen!

    @ Solange
    Solange und so oft Sie Ihren “nickname” auch wechseln, immer wieder komme ich auf den Vergleich mit der Giftschlange.
    Warum ist das wohl so?
    An dem Vergleich muss irgend etwas dran sein, auch wenn er vom seriös-wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen natürlich unhaltbar ist.
    Ich glaube, Rabbi Jussuf dürfte mir in diesem Falle zustimmen, dass Sie vermutlich keine echten Giftzähne haben.
    Oder etwas doch?!…

  10. Rolf Müller sagt:

    Ueli gestern, 18h53:
    …”Das einzige Christentum, welches ich ernst nehmen kann, ist dasjenige, welches das “Paradies” schon hier auf Erden schaffen will und nicht immer auf ein Hyperwesen im Jenseits schielt, welches anscheinend “am Ende aller Zeiten” schon alles richten wird.”…
    Leider verwandeln sich solche “Paradiese” -von einer selbst ernannten “Avant Garde” angeführt- nach der “Revolution” sehr bald in einen realen Alptraum mit Straf- und Konzentrationslagern, mit jeweils einem zynischen Spruch am Eingangstor, wie “Arbeit macht frei”…
    Bei Leuten, die das “Paradies auf Erden” anstreben, bin ich instinktiv äusserst misstrauisch!
    Das “Paradies” ist ein “Wolkenkuckucksnest” in unserem Kopf, welches uns nur verwirrt und unzufrieden werden lässt.
    Das ist meine Meinung: Etwas besseres, als das, was wir haben, gibt es nicht.

  11. Alienus sagt:

    @Pasioanria vom 07.08.2015 um 05.31

    Zu AS: Auf gottesfürchtige Antworten kannst Du bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten.

    Tipp: Würde beim Hans-Georg Gadamer und seinen hermeneutischen Werken reinschauen.

    Noch’n Tipp: Überlege, ob sich ein Blog-Wechsel lohnt!

    MS: Dein Spruch mit Solanum Tuberosum ist echt gut! ,-)

    PS: Dieser Blog hier ist wie das Flanieren in einem großen Park. Dort wimmelt es voller verschiedenster Typen: Blogger, Bürger, kampfstiefelbewehrte Betonbauer, gottesfürchtige Spießer, geldüberbewertende Bünzlis, Phantasten, Phantasielose, Religiöse, Atheisten, polygraphische Ökonomen, Verunsicherte, Beglückte, Neugierige, Suchende, Erregte, Hand- und Geisteswerker, Einzelkämpfer, Guerilleros, Alles- und Besserwisser und die übrigen Fraktionen der Gesellschaft.

    Man sieht dort auch Stiere, Platzhirsche, Maulwürfe, Kiebitze, Schoßhündchen, Bulldogen, Terrier, Schleich-, Raub- und Miezekatzen, Kuckucke, Spottdrosseln, Pfauen und Paradiesvögel und und und …..

    Und auf all DAS möchtest Du verzichten?

    Ob es die „wahre / Ware“ in der Liebe gibt, ist sicherlich strittig. Denn da gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Für mich ist das kein Problem.

    Es löst immer wieder bei mir stille, aber äußerst kräftige Heiterkeit aus, wenn Du wie ne Schleichkatze (die aus dem Park) sehr bescheiden nach Dir bereits bekannten Dingen nachfragst. Mir schien für die Richtigstellung des P-Wortes im Zusammenhang der NS-Propaganda die Begrifflichkeit der Entnazifizierung etwas besser passend zu sein.

  12. andersen sagt:

    Müller schreibt:

    Etwas besseres als was wir haben, als das was wir haben, gibt es nicht.

    Genau, die Welt existiert genau so, wie ein Schneeflocke auch.
    Wäre sie in ein vollkommenen Zustand, hätte die Menschen nichts zu tun.
    Und denn wäre der Lebensprozess der Selbsterschaffung beendet.

    Der Spruch; Arbeit macht frei, hat die Nazis von die Römer geklaut, ich würde eher Sagen, Arbeit macht unabhängig.

  13. Rolf Müller sagt:

    @ andersen
    Darf ich bei Ihrem ansonsten sehr weisen “posting” etwas berichtigen?
    Unabhängig macht uns die Arbeit nicht unbedingt, da wir ja dann wieder von der Arbeit abhängig werden, wenn wir sie brauchen, um unabhängig zu sein. Eine Familie kann auch unabhängig machen, da wir dann zeitweilig ohne Arbeit sein können und von den anderen Familienmitgliedern mit getragen werden. Das macht uns wiederum abhängig von der Familie…
    “Abhängigkeit” ist die Schattenseite von “Verbundenheit”.
    “Unabhängigkeit” ist die Sonnenseite von “Einzelkämpfertum”.

  14. andersen sagt:

    Verbundenheit heisst nicht andere mit Argumente zu überzeugen.
    Das ist schon Besserwissenheit.

    Rolf Müller, Verbundenheit heisst, dass es eine Liebe in den Menschen sind, die sie mit andere teilen möchte.
    Und Sie sind so ein Mensch.
    Und Sie sind auch nicht Dumm.
    Und Sie sind auch nicht ausgeklügelt, wie manche in diesen Blog.
    Das ist gut so.

  15. gelesen sagt:

    Rolf Müller

    “Solange und so oft Sie Ihren “nickname” auch wechseln, immer wieder komme ich auf den Vergleich mit der Giftschlange.
    Warum ist das wohl so?
    An dem Vergleich muss irgend etwas dran sein, auch wenn er vom seriös-wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen natürlich unhaltbar ist.”
    An diesem Vergleich ist überhaupt nichts dran. Sie machen einfach in Ihrem Kopf aus dem Wort Solange eine Schlange, irgendwie eine kleine Legasteniephantasie, dann greift Solange Sie noch etwas an und dann sagt ihr System “Wahrnung” und Sie kriegen die Assoziationphantasie “Giftschlange”. Aber das ist rein nur IHRE Phantasiekonstruktion. Sie können sich fragen, warum dies bei Ihnen so funktioniert, aber nicht, “an diesem Vergleich muss was dran sein”.

  16. andersen sagt:

    Gelesen

    Nun, man kann sich auch für die innere Stimme für die Aufmerksamkeit bedanken.
    Vertrauen auf die Wahnsignale.

    Für mich ist Solange ein notorischer Schwarzseher, die oft wieder lernen können, wieder in alle Himmelsrichtungen zu schauen.
    Hat die Solange nicht die Nicknahmen gewechselt, weil sie vielleicht hier zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat?

  17. Ueli sagt:

    @Rolf Müller
    1. Ihre Behauptung, dass alles was nicht Kapitalismus heisst in einer Katastrophe enden muss – ist nur schon deswegen urkomisch, da der Kapitalismus für die meisten Menschen schon längstens die totale Katastrophe herbeigeführt hat.
    2. Sozialdemokratie ist die Begeisterung des Dienstboten darüber, dass sich zwischen dem Herrn des Hauses und einer seiner Dienstmägde ein Liebesverhältnis anspinnt, und die Empörung darüber, dass er sie schliesslich doch nicht heiratet. (G. Ruiss)

  18. hm sagt:

    Hm, wieso nicht auf Wahnsignale achten? Das dünkt mich jetzt mehr als unfreiwillige Komik.
    Bei Solange und ihrem Nickwechseln denke ich, dass es ihr peinlich wäre über Monate wenn nicht länger hinweg mit immer dem gleichen Nick sofort als DIE Solange (oder wie auch immer) erkannt bzw. identifiziert zu werden. Aber vielleicht ist es gar kein Gefühl der Scham oder so, sondern Kalkül: Indem ich regelmässig Nick wechsle bin ich nicht als Stammgast erkennbar. Das hat für mich und meine Schreibe wie auch für den Blog vielleicht gewisse Vorteile, jedenfalls den, zumindest für die Dauer eines Blogs durch mehr Leser gelesen als gescrollt zu werden.
    Gut, kann auch sein, dass sie an ihren zu hohen Ansprüchen scheitert. Ich denke aber nicht, dass dies etwas mit ihrem Nickwechseln zu tun hat.

  19. Rolf Müller sagt:

    @ gelesen
    “Solange” beisst immer wieder gnadenlos zu, sobald jemand eine nicht ganz politisch korrekte Bemerkung fallen lässt.
    Auch inhaltliche “Fehler” quitiert sie sofort mit höhnischem Gelächter.
    Mich erinnert das an die Schulzeit, in der die gehätschelten Lieblingsschühler sich mit der Diktatur des Paukers identifizierten, weil sie im Leistungswettbewerb im Vorteil waren und sie immer wieder mal Leistungprämien erhielten, wie zum Beispiel eine Farbstiftschachtel, während die Leistungsschwachen, zu denen überproportional viele Ausländerkinder gehörten, immer wieder mal nach vorne zitiert wurden, weil sie wegen einer bestimmten Anzahl “Tolggen” im Reinheft dem Lehrer das Lineal aushändigen mussten, worauf dieser das Lineal auf die ausgestreckten Finger des schlechten Scülers sausen liess.
    Dieses Terror-Régime in der Primarschule hat mich tief geprägt!
    Ich empfand tiefe Solidarität mit meinen “schlechten” KlassenkameradInnen.
    Die Dehmütigungen, die sie erleiden mussten, dehmütigten auch mich!
    Im gleichen Masse, wie mein Hass auf den heimatliebenden Tyrannen im Schulzimmer stieg, begann ich, seinen Unterricht zu sabotieren, indem ich absichtlich “blöd” tat.
    Und das tue ich heute noch, wenn ich eine ähnliche Grundkonstellation spühre, wie damals.
    Solange empfielt immer wieder Blog-TeilnehmerInnen, das Gespräch mit denjenigen BlogteilnehmerInnen abzubrechen, die ihr nicht passen, da das ihrer Meinung nach “nichts bringt”.
    Aber erstens ist es nicht an ihr, über die Art von Beziehungen zwischen anderen Blog-TeilnehmerInnen zu entscheiden, da sie das schlicht nichts abngeht, und zweitens ist es auch nicht an ihr, zu bestimmen, was etwas bringt und was nicht.
    Welchen Nutzen wir aus den einzelnen Blogbeiträgen gewinnen, ist jeder und jedem selber überlassen!
    Diese übermässige Kontrollsucht deutet von mir aus gesehen entweder auf Unsicherheit, oder auf Machtspiel hin, eventuell auch auf beides.
    Auch Machtspiele können hier gespielt werden. Das kann auch eine Motivation sein, an diesem Blog teil zu nehmen.
    Wie Alienus gesagt hat: Wir befinden uns in einer Art “virtuellem Park”, mit den verschiedensten Typen und allem möglichen und unmöglichen, das da kreucht und fleucht…

    @ andersen
    Das ist ein sehr schönes Kompliment, das Sie mir da gemacht haben!
    Ich möchte es gleich an Sie zurück geben!
    Wir “Schwaflis vom Parterre” halten zusammen!

  20. Rolf Müller sagt:

    @ Ueli
    Erstens gibt es DEN Kapitalismus nicht, sondern sehr viele unterschiedliche Varjanten davon, und zweitens haben wirklich alle Versuche von AnhähgerInnen eines anderen “-ismus” auf dem direkten Wege in die Katastrophe geführt.
    Auch der Kapitalismus führt als “-ismus” schleichend in eine sich laufend verschlimmernde Katastrophe.
    Einen Ausweg aus der Krise zeigt “Bio”!
    Das Grund-Prinzip von “Bio” heisst “Grösst mögliche Vielfalt statt Einfalt und Monokultur”.
    Dieses Grundprinzip ist sowohl traditionell, als auch modern, sowohl “rechts”, als auch “links”.
    Wir nehmen uns die Natur zum Vorbild, immitieren sie und lernen von ihr.
    Und die gesellschaftliche Kommunikation und Diskussion findet in einem “-ie” statt, in der Demokratie.
    Eine “Bio-Demokratie” wäre natürlich das Non Plus Ultra!
    Realistischerweise wird es aber bis auf weiteres sehr “konventionell” weiter gehen…

  21. gelesen sagt:

    Rolf Müller 14:00

    Warum schreiben Sie dies nicht Solange
    und bezeichnen sie stattdessen als Giftschlange?
    und vielleicht können Sie den, für mich auch berechtigten, Einwurf von Solange und Rabbi und Pasionaria etwas zu Herzen nehmen, etwas weniger dafür genauer zu schreiben, ohne dass Sie sich vergiftet und eingeschnürt fühlen.

  22. gelesen sagt:

    Rolf Müller

    p.s. “…genauer schreiben” schreiben kann man auch mit denken/schauen/hören/ usw. ersetzen.

  23. So kurz sagt:

    @ Solange

    Zu:

    Er habe im Verlaufe seines langjährigen Bibelstudiums drei Bibeln gelesen und miteinander verglichen: Die gewöhnliche Bibel-Uebersetzung, die Zürcher Bibel und die ursprünglichste, Aramäische Bibel.

    Mein evangelikal-protestantischer Gesprächspartner sagte im Verlaufe unserer hitzigen Diskusionen, dass das wahre Wort Gottes in der “Aramäischen Bibel” zu finden sei.
    Er habe im Verlaufe seines langjährigen Bibelstudiums drei Bibeln gelesen und miteinander verglichen: Die gewöhnliche Bibel-Uebersetzung, die Zürcher Bibel und die ursprünglichste, Aramäische Bibel. Und dabei komme er zum Schluss, dass die Aramäische Bibel die Echteste sei.”

    Du schreibt:

    Müllers Beitrag von 22:45 erneut beweist. Er geht überhaupt nicht auf das ein, was du ihm geschrieben hast. Dafür versucht er sich auf einem neuen Gebiet als Besserwisser hervorzutun. Besonders köstlich ist dabei folgende Passage:

    Er habe im Verlaufe seines langjährigen Bibelstudiums drei Bibeln gelesen und miteinander verglichen: Die gewöhnliche Bibel-Uebersetzung, die Zürcher Bibel und die ursprünglichste, Aramäische Bibel.”

    Frage: Wer ist mit dem ” er ” gemeint in Müllers Text ??

  24. Rolf Müller sagt:

    @ So kurz
    Ja genau, von wegen Genauigkeit…

  25. Michael Bamberger sagt:

    Rolf Müller: “Ja genau, von wegen Genauigkeit…”

    Und das sagt einer, der hier irrigerweise (unter völliger Absenz von Genauigkeit) postulierte, dass es in der ehemaligen christlichen Welt ein Faktum gewesen sein sollte, die Erde als flach anzusehen.

    Rolf Müller, aim first, shoot later, not the opposite!

  26. Solange sagt:

    @so kurz: Frage: Wer ist mit dem ” er ” gemeint in Müllers Text ??

    Der Bekannte von Herrn Müller. Ich habe den Text deutlich als Zitat gekennzeichnet, ein kurzer Blick in Müllers Kommentar hätte eigentlich genügt, um das rauszufinden. Da sich dieser Bekannte intensiv mit verschiedenen Bibelübersetzungen beschäftigt haben soll, darf man davon ausgehen, dass dieser Bekannte kaum von “die gewöhnliche Bibelübersetzung” sprechen würde (ich habe eine vage Vermutung, welche Bibel damit gemeint sein könnte). Herr Müller beruft sich auf die Autorität seines Bekannten, scheint diesem aber nicht so richtig zugehört zu haben. Interessant ist, dass in diesem Fall ein fundamentalistischer Christ plötzlich als Autorität gilt. Sonst scheint Herr Müller diese Art Menschen eher für Deppen zu halten (könnte dies mit einem Zitat belegen, aber verzichte lieber darauf, damit sich Herr Müller nicht noch weiter echauffieren muss).

  27. Odysseus sagt:

    Nach diesem Film segel ich doch nicht zurück in meine Heimat

    h ttp://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/heisser-sommer-in-hellas-100.html

  28. Solange sagt:

    @gelesen
    cc Pasionaria

    Herzlichen Dank für die Unterstützung.

    Mich treffen weder aus dem Tierreich entlehnte Bezeichnungen noch irgendwelche hobbypsychologischen Ferndiagnosen. Sagen diese doch vor allem etwas über die Schreibenden aus. Im aktuellen Fall offenbaren sie die Phantasielosigkeit der diversen Kommentatoren. Wenn statt der absolut unorginellen (Gift)schlange wenigstens mal auf andere Tiere zurückgegriffen würde, z.B. empathieloses Erdferkel, dass wertvolle Beiträge in den Dreck zieht, vulgäre Vampirfledermaus, die sich gierig auf mit Herzblut geschriebene Kommentare stürzt oder herzlose Hyäne, die sich voller Neid über gut gelungene Postings lächerlich macht.

    Schmerzen tut es mich nur, wenn ich mit meiner frechen Art geschätzten Bloggern versehentlich auf die Füsse trete. Zum Glück hat Alienus hohe interkulturelle Kompetenzen und trägt mir gewisse Kommentare nicht weiter nach. Zuerst hatte ich nämlich befürchtet, dass ich die in der Griechenlanddiskussion verursachten Flurschäden nur mit einem Geschenk (habe an eine Lavalampe gedacht, die würde seinen röhrenden Keramikhirsch ins rechte Licht rücken) wiedergutmachen könnte.

  29. Ueli sagt:

    @Rolf Müller
    You`re so green! Einen Bioapfel für eine bessere Welt essen? Irgendwie kommt mir das bekannt vor.. – ach ja die neuste Werbekampagne des Kapitalismus, der nun aber wirklich nur noch das beste für alle will.

  30. Alienus sagt:

    @Solange

    Aber, aber, ne Lavalampe!?! Welch ein Graus. Dies hätte mich zur Wallung gebracht.

    Zur Erleuchtung des damischen Hirsches hätte eine griechische Öllampe auch getan.

  31. Hallo RM sagt:

    Bei Ihnen tippe ich auf Widder :- )

    und ich muß wohl “Borderline” sein, ich armes Borderlein, Wutbürgerlein…, da ich von Campact (WeMove.EU) zu Compact, Elsässer, springe. Von einer Bürgerbewegung, die in Fahrt kommt zur anderen, wie gegen Gender. (Unterberger, Mannheimer lesen: welch Katastrophismus solch “Geständnis” auf diesen gepachteten Seiten! Ja, wunderbar die Sache mit dem “Aufstand oder Aufstehen “der Deutschen” ” mit ein bisschen mehr Selbstbewußtsein, statt der ewig leiernden vorauseilenden Schuldplatte. Man wird nicht müde, sie abzuspielen. “Gewisse Schreiber” dieses Blogs werden mir keinen Kniefall abringen. Und schon gar nicht rechtfertigend zur politischen Erpressung momentaner tendenziöser Machenschaften. (wie all, überall noch in den unausgewogenen Medien mit den schief hängenden Sprechern samt Fragetechnik, wie heute wieder dlf, Interview Brok)
    Sicher haben hier auch einige den Donnerstalk mit Dunja, ZDF, gesehen
    “Eltern statt Staat: Wer renoviert die Schulen?
    Fernsehmoderatorin Collien Ulmen-Fernandez schaute mehrfach entsetzt drein. Als Reporterin für den Donnertalk besuchte sie vor Ort völlig marode Schulen. Vielfach legen Eltern gerade jetzt in den Sommerferien selbst Hand an, um die Situation für ihre Kinder einigermaßen erträglich zu machen. Insgesamt beträgt der Investitionsstau bei Schulgebäuden rund 32 Milliarden Euro.

    Udo Beckmann vom Verband Bildung und Erziehung hält das Mantra der Politik, Bildung sei das wichtigste Kapital, für reine Sonntagsreden: “Das ist bundesweit ein Problem.” Es sei nicht Aufgabe der Eltern, zu putzen und zu renovieren, sondern die des Staates. Warum es trotzdem in der Realität oft anders aussehe? Jan Christopher Rämer hat darauf zwei Antworten: Zum einen fehle es in den Behörden an “Man- und Womanpower”, so der Schulstadtrat aus Berlin-Neukölln. Zum anderen wie so oft an Geld. …”
    Reiches Deutschland? “Bildungsrepublik”?
    Dann ist ja bekannt, wie es um die Kommunen steht und was uns bevor steht.
    Das Prinzip der Subsidarität längst verlassen in allen wichtigen Fragen.

    “War mal einer dieser afrikanischen Präsidenten in Lampedusea und hat bedauert und betrauert, daß ihm die jungen Leute weglaufen?” Elmar Brok heute in dlf
    h ttp://www.deutschlandfunk.de/eu-fluechtlingspolitik-verhindern-dass-menschen-sich-in.694.de.html?dram:article_id=327569

    Auch ich finde es richtig, dass die Menschen ihre Zukunft in ihren Heimatländern sähen.

    —-
    egal ob die Erde eine Scheibe oder ein Kugel (Birne oder Kartoffel) ist, ich verstehe sie nicht als Selbstbedienungsladen oder Verschiebebahnhof und habe mich entschieden, im Lande zu bleiben. D ist zwar nicht “so schön” wie GR…aber allmählich werde ich “patriotisch-nationalistisch” und sehe mit neuen Augen, was wir hier erschaffen haben (und was droht, weg zu brechen) , was UNSERE KULTUR ist, welche (unverdienten) Schönheiten der Landschaften sich in den Himmelsrichtungen erstrecken. Es gibt viel zu entdecken. (Offenbar auch von “Nachbarn”, von denen es gerade so wimmelt) In der NÄHE! Ferner zahle ich meinerJüngsten statt aufwendigzu reisen besser den Führerschein..dann könnte sie wenigstens mal Pakete ausfahren, falls sie keinen angemessenen Job ergattert, da die inter-nationale Konkurrenz zu groß ist :- ( (so was kann andersen nicht nachvollziehen…naja sie hat ihre Anne-Marlene Henning …Die Dänen – andersens post “Beine breit machen” – brauchen eben ihre Sexualtherapeuten…….
    Was man alles nicht braucht….wie dänische Weltmarktführer, größte
    Enzymkltische ….. h ttp://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/38987/Besser-gehts-nicht

    “Kulturgut Brot” ? Längst versaut….

  32. Hallo RM sagt:

    (bitte Link einfügen) was uns bevor steht:
    h ttp://www.kreisbote.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fluechtlingsmassnahmen-5321697.html

  33. Pasionaria sagt:

    Rolf Mueller
    Wie es sogar einer diskreten, zurueckhaltenden ‘gelesen’ aufgestossen ist – bleibt Ihr Ausdruck @ Solange voll daneben.
    Sollten wir im Blog unter uns Bestien > Tieren bleiben, so duerfen Sie (neuerdings Hand in Hand mit andersen) fuer sich selbst eine Kreatur aus Alienus’ Aufzaehlung um 09.24h aussuchen.
    Seine Ausfuehrungen, gemaess seinem und und und, wuerde ich noch u.a. mit belgischen Krallenfroeschen, Fadenwuermern und sowieso mit etwelchen wirbel- und zahnlosen Geschoepfen erweitern.

    Sie selbst, R. Mueller, koennen m.E. Ihre Naehe zum Chamaeleon kaum verstecken: manchmal treffende, sogar einfuehlsame, oft aber einschlaefernd lange und leider teilweise etwas puddingmaessige eher zum daenischen Plunder geeignete Inhalte. Sorry Herr Mue….

    Fazit: sage uns, wen Du als was bezeichnest, und ich sage Dir, was DU bist!

  34. andersen sagt:

    Wie gesagt, mir genügt es auf zwei Beinen zu gehen.

    Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
    Zitat: Otto Julius Bierbaum

    🙂

  35. Weltweites Netz sagt:

    ergänzend @ RM

    “kollektiv abgetaucht” (kannst mal sehen!)
    h ttp://www.idea.de/menschenrechte/detail/vorwurf-moscheen-kuemmern-sich-nicht-um-fluechtlinge-91697.html

  36. Pasionaria sagt:

    Alienus

    Wer spricht denn von einem Blog-Wechsel? Ich sprach natuerlich nur von einem Themenwechsel, die Blogseite der euphorischen religiösen Gefühle zu kehren und auf die, des Spektakulaeren…… hinzusteuern.

    Wie nur koennt ich diese von Dir schoen beschriebene Spielwiese auch verlassen “…. ist wie das Flanieren in einem großen Park. Dort wimmelt es voller verschiedenster Typen: Blogger, Bürger, kampfstiefelbewehrte Betonbauer, gottesfürchtige Spießer, geldüberbewertende Bünzlis, Phantasten, Phantasielose, Religiöse, Atheisten, polygraphische Ökonomen, Verunsicherte, Beglückte, Neugierige, Suchende, Erregte, Hand- und Geisteswerker.”
    Deine Aufzaehlung duenkt mich fast vollstaendig, es fehlen darin nur die Typen wie Du und ich > abgeklaerte, objektive, friedensliebende, besonnene, denkfaehige etc. etc. Welch eine Auslassung!

    Die Spielwiese mag satt gruen, matschig braun, mit Unkraut uebersaet und gar schwarze Loecher haben, es macht eigentlich oftmals Spass und fordert auch heraus.
    An dieser Stelle sei wieder einmal dem Platzwart HST gedankt, dass er das Spielfeld nicht buenzlihaft eingrenzt, sondern selbst manchmal spielt und spielen laesst.

    “Es löst immer wieder bei mir stille, aber äußerst kräftige Heiterkeit aus, wenn Du wie ne Schleichkatze (die aus dem Park) sehr bescheiden nach Dir bereits bekannten Dingen nachfragst.” – Ne, ne, entweder sind mir die Dinge nicht wirklich bekannt, oder ich brauche eine tiefere Einsicht darin. Wer waere dazu geeigneter als ein Schleichkatzendopteur zu Deutsch -baendiger?

    P.S. 1.- ) zu meiner Bescheidenheit, der Spruch mit Solanum Tuberosum ist nicht von mir, Woxikon sei Dank….. Trotzdem kannst Du ihn ev. bei Deinem Chef dokumentieren.

    P.S. 2.-) Dein bruenstiger Keramkhirsch auf der Vorrichte will mir in der Tat auch nicht gefallen, wie waers ev. mit einer Olivenoellampe oder ein Komboloi, verschiedentlich verwendbar: als Gluecksbringer, Fingergymnastik oder als Gebetssteine, wenn alle Gr-Rettungsplaene nichts mehr nuetzen……

  37. @ RM sagt:

    und warten Sie’s ab, RM: der Schlangenclub wird es immer wieder fordern, dass man hier (im Blog um schreiben zu DÜRFEN) ein bereinigtes Aufenthaltsrecht einführt: Bleiben darf nur, wer IQ 180 nachweist , wer mindestens eine Generation lang nicht in der selben Region lebt (und Heimat un dHiesige verachtet) und wer so tut, als sei er “besitzlos” . (eine Runde Tränen)

  38. @ andersen sagt:

    h ttp://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/evangelische-sexualethik-trendwende-ist-nicht-aufzuhalten-83405.html

    🙁

  39. so Schlange sagt:

    @ RM
    h ttp://www.sgipt.org/galerie/tier/schlang/schl_kult.htm
    h ttps://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Kosmogonie

  40. Rolf Müller sagt:

    @ Pasionaria
    Sie haben es anscheinend immer noch nicht begriffen:
    Ich habe doch überhaupt nichts gegen Schlangen!
    Schlangen sind phaszinierende Tiere!
    Wie sie sich wellenförmig fortbewegen, gut getarnt. auf dem Land, in den Bäumen, auf und unter dem Wasser, wie sie überall rein kommen, oder wie sie -vorher gespannt wie eine Feder- nach vorne schnellen und zubeissen, oder wie sie riesige Brocken verschlucken und verdauen, ohne zu kauen!
    Ein Chamäleon soll ich sein? Warum nicht! Farbenfroh und abwechslungsreich, ist doch gut!

    @ Weltweites Netz
    Ja da gebe ich Ihnen völlig recht: Das Schöne und Gute liegt so nah! In meinem Falle dort, wo ich wohne und in einem Dorf etwas weiter östlich (eine halbe Stunde Autofahrt), wo ich arbeite.
    Am besten wäre es natürlich schon, die Flüchtlinge müssten gar nicht flüchten und könnten ebenfalls ihre lokalen Eigenheiten und Besonderheiten pflegen und weiter entwickeln.
    Aber sie flüchten…
    Vor was und wem flüchten sie?
    Vom Militär!
    Im Falle von Eritrea vor einem lebenslänglichen Militärdienst!
    Mir war es vergönnt, als “untauglich” erklärt zu werden, nach einem Unfall mit bleibender, ganz leichter Behinderung.
    Der Hausarzt half mir dabei, diese “Behinderung” noch etwas zu dramatisieren und aufzubauschen, so dass ich weg kam vom stupiden Drill mit Marschieren bis zum Umfallen.
    Aber wie muss das für einen Eritreer sein, wenn er zum Militärdienst eingezogen wird, ohne eine Perspektive mit einem Zeithorizont, da je wieder raus zu kommen?!
    Für die SVP ist das “überhaupt kein Problem”…
    Ja klar, in einen solchen “ewigen Militärdienst” müssen ja nur die Eritreer!
    Die SVP will ja im Grunde auch einen solchen Militär- und Polizeistaat.
    Ueberall soll gespart werden nach dem Motto “Mehr Freiheit, weniger Staat”.
    Aber für die Militärausgaben soll neu eine Untergrenze von fünf Milliarden gelten!
    Ueli Maurer (eine Art Verteidigungsminister der Schweizer Regierung) möchte gerne noch mehr Geldmittel. Seine Wunschliste für “die beste Armee der Welt” (mit den verlorenen Panzern) ist lang…
    Das Volk hat ihm zwar die neuen Kampfjets nicht bewilligt, worauf er wieder mal “getrötzelt” haben soll, mit verschränkten Armen und seinem berühmten, mürrischen “Kä Luschd!”
    Aber dank den Wischiwaschi-Mitteparteien wird er doch noch bekommen, wonach er verlangt, für unsere Sicherheit!
    Ueberall auf der Welt sind die Militärköpfe das Hauptproblem!
    Sie wollen alles vereinheitlichen. Sie geilen sich auf an marschierenden Formationen, gebildet von charakterlosen “Maschinenmenschen”, die sie mit den Methoden der Einschüchterung und wohl dosierten Aufstiegsmöglichkeiten so weit diszipliniert haben, dass sie solche “Special Force -Truppen” in alle Richtungen los schicken können, voll hinein in heldenhaft dumme Kämpfe gegen ebenso heldenhaft dumme “feindliche Gegenmächte”.
    Dagegen hift nur Zivilcourage!
    Dieses “Ich muss gar nichts!” in allen Situationen und Lebenslagen vertreten und umzusetzen versuchen, mittels kleinen Sabotage-Aktionen in diesem Blog, oder mit anderen subversiven Aktionen, die irritieren und Gewissheiten und “Schubladen-Denken zum errodieren bringen!
    So bekommen der Steinmauern fester Strukturen allmählich Risse. Wasser dringt durch die Ritzen ein und sprengt ganze Blöcke weg, sobald es gefriert.
    Am Ende des Anarchischen Zersetzungsprozesses zerbröseln die “Imperialen Bauten der Macht” zu feinem Material, oder sie werden überwachsen vom Dschungel. wie die Tempel und Kanäle von Angkor. Würmer kommen gekrochen, vermantschen in ihrer Verdauung Sand und Lehm zusammen mit organischen Resten und drücken fruchtbaren “Wurmkompost”, den Humus hinten raus.
    Die Natur ist immer stärker, als das Militär!
    Unbemerkt dringt der “Feind” in Form kleinster Viren und Bakterien ein und dezimiert die Truppen, bevor sie auch nur einen einzigen Schuss abgeben konnten!
    Ihre Kanonen und Hightechdrohnen können nichts ausrichten gegen diese Kleinstlebewesen, die die Aufgabe haben, die Menschenpopulation auf ein für die übrige Natur erträgliches Mass herunter zu regulieren, bevor die vermeintlich “intelligenten” Trockennasenaffen einander gegenseitig mit Kriegen und mit hysterischem Streit den Gar aus machen und womöglich noch ein paar Atombomben zünden!
    Unser Dank gebührt unseren kleinen “Helferleins”!
    Ik bin auk eine Virus!

  41. Rolf Müller sagt:

    @ Pasionaria (ist das jetzt richtig geschrieben so?)
    Zu Ihrem posting zu Alienus:
    …”Deine Aufzaehlung duenkt mich fast vollstaendig, es fehlen darin nur die Typen wie Du und ich > abgeklaerte, objektive, friedensliebende, besonnene, denkfaehige etc. etc. Welch eine Auslassung!”…
    Da gibt die Oberlehrerin sich selbst und ihrem Lieblingsschühler die Höchstnote…
    Was halte ich davon?
    Erstens: Eigenlob stinkt. Hochglanzwerbung ist mehr Propaganda als Wahrheit.
    Und zweitens: Ist mir doch egal, was Sie hier für Noten verteilen.

  42. andersen sagt:

    B

    Ich habe mein Führerschein selber bezahlt.
    Deutschland hat Fachkräftemängel in der Pflegebereich und sie müssen sie aus der Ausland holen.
    Eins haben Sie Recht, Deutschland ist wirklich ein schönes Land.
    Die bayrische Mentalität gefällt mich am besten:
    Selbstbewusst, äussert Humorvoll und sehr offen.
    Hier kommt mich ein Zitat von Angela Merkel in Sinn:
    Auch wenn die Globalisierung gibt, sollte wir unser Eintöpfe nicht vergessen.

  43. Ueli sagt:

    @andersen
    Merkel hat glaub ich gesagt: “Auch wenn es die Globalisierung gibt, sollten wir nicht unsere Einfaltspinsel vergessen.”

  44. gelesen sagt:

    Solange
    20.05
    “empathieloses Erdferkel, dass wertvolle Beiträge in den Dreck zieht, vulgäre Vampirfledermaus, die sich gierig auf mit Herzblut geschriebene Kommentare stürzt oder herzlose Hyäne, die sich voller Neid über gut gelungene Postings lächerlich macht.”
    oder ein kreischendes Wildschwein, dem die Trüffel nicht schmecken… natürlich hätte ich mich bei solchen Phantasien nicht eingemischt und mich stattdessen, wie eine Hyäne gekrümmt vor lachen.

  45. andersen sagt:

    @Rolf Müller

    Ich habe eher ein gelassene Einstellung zur Militär.
    Mein Onkel war Major in der Nato und ich denke, ohne ein Schutzschirm wäre es schlimmer.
    Damit es nicht alles um die Ohren fliegt.
    70 Jahre Frieden in West-Europa, ist auch etwas.
    Seit der Terroranschlag in Kopenhagen, wissen aber die Menschen, dass Dänemark Feinde hat.

  46. Sebi sagt:

    @B
    Sie lesen die falschen Internetforen. Es wimmelt dort von “versteckten Nazi’s”.
    Zudem: DE hat leider nie wirklich aufgeräumt und hat die Geschichte nicht aufgearbeitet. Schliesslich schwieg eine ganze Generation, das kann man auch heute nicht einfach totschweigen.

  47. Ueli sagt:

    @Sebi
    Der moderne Wutbürger hat doch kein Problem damit, dass sich auf seinen Lieblingsforen “versteckte Nazis” tummeln – er ist ja in den meisten Fällen selber ein Krypto-Nazi, der sich nur nicht so ganz entscheiden kann ob nun die Juden, Muslime, Schwarzen, Türken, Amis, Russen, das böse Finanzkapital, die Flüchtlinge, die 68er, die “Linken”, die “Liberalen”, die Homosexuellen, die zu laschen Bürgerlichen, die “Lügenpresse” oder alle zusammen – an dem ganzen Schlamassel “Schuld” sind.

  48. Ueli sagt:

    @andersen
    Klar Frau Andersen – deswegen weil die Welt bis an die Zähne bewaffnet ist, haben wir “70 Jahre Frieden”. Dass in der Zwischenzeit etwa 100 Stellvertreterkriege mit Abermillionen von Toten stattgefunden haben, der Westen blutige Diktaturen noch und nöcher unterstützte, zynische Kriege für Rohstoffe, den militärisch industriellen Komplex geführt hat – all das gehört ja zum “Friedensprogramm”. Dieser Friede war vor allem ein Perpetual War, der nie aufhört solange wichtige Industriezweige massiv davon profitieren. Um was für Summen es sich handelt kann man nur spekulieren – es sind jedenfalls Billionen. Interessanter Fakt: Einen Tag vor 911 (10. September) hielt der Verteidigungsminister Rumsfeld eine Pressekonferenz ab (kann man auf youtube sich anschauen), in der er zugibt, dass die Buchhaltung des Pentagons Gelder in Billionenhöhe (2.3 Trillion Dollars) nicht nachverfolgen kann – sprich: nicht weiss wo diese Gelder gelandet sind. Einen Tag später wird bekanntlich genau die Seite des Pentagons zerstört, in der die Buchhaltung für diese “missing trillions” gemacht oder eben nicht gemacht wurde.

  49. andersen sagt:

    Verschwörungstheoriebücher soll man in ein Brunnen versenken.
    Ich finde es sehr falsch, wenn Menschen die Geschichte benützt um die eigene politische Zwecke durchzusetzen.

  50. Rolf Müller sagt:

    @ Ueli
    Ja klar, versetzen wir uns doch mal in die Lage der Rüstungs-Industrie!
    Gefährliche Feinde garantieren uns volle Auftragsbücher!
    Und wie werden diese Feinde gefährlich?
    Indem wir sie ebenfalls beliefern!
    Wie erhalten wir noch mehr Aufträge?
    Durch einen Krieg!
    In einem Krieg wird das Rüstungsmateriall zu Schrott geschossen und gebombt.
    Nach dem Krieg kommen die Militärs wieder mit vollen Einkaufslisten zu uns.
    So was schafft Arbeitsplätze und steigert das Brottosozialprodukt.
    Die Rüstungs-Industrie: Ein verlässlicher Teil unserer Wirtschaft…