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Religionen brauchen die Hölle

Hugo Stamm am Samstag den 30. Mai 2015
Hugo Stamm

Ausschnitt aus dem Bild «Das Jüngste Gericht» von Hans Memling (ca. 1471). Foto: Wikipedia.org

Ein reformierter Pfarrer sagte mir kürzlich, er habe in seinen Predigten noch nie die Hölle oder den Satan thematisiert. Er wolle die Gläubigen ermutigen und deshalb die frohen Botschaften der Evangelien vermitteln, nicht die Drohbotschaften.

Diese Haltung zu einem religiösen Grundthema ist lobenswert. Das Leben ist oft genug ein Jammertal, da braucht es die Moralkeule der ewigen Verdammnis in der Hölle nicht zwingend. Es darf aber nicht vergessen werden, dass viele Generationen mit dieser Drohung geängstigt und gefügig gemacht wurden.

Die Vorstellung von den endlosen Höllenqualen sind aber immer noch weit verbreitet. Gibt man beispielsweise bei Google den Begriff «Hölle» ein, erscheint an dritter Stelle die Website www.himmel-oder-hoelle.ch. Dort wird den Lesern wahrlich die Hölle heissgemacht. So heisst es beispielsweise: «Das unausweichliche Schicksal jedes Sünders ist der ewige Tod, die ewige Verbannung in die Hölle.» Gott wolle niemanden im Himmel, der «schmutzige, stinkende Sünden» begangen habe. «Oder möchtest du eine Ewigkeit lang ein stinkendes, schmutziges Schwein in deiner Wohnung haben?»

Der Glaube an das ewige Leiden in der Hölle ist vor allem in den Freikirchen verbreitet. Aber auch die katholische Kirche hält daran fest. Der vormalige Papst Joseph Ratzinger verkündete in einer Lehraussage: «Jesus ist gekommen, um uns zu sagen, dass er uns alle im Paradies haben will und dass die Hölle, von der man in unserer Zeit so wenig spricht, existiert und ewig ist für jene, die ihre Augen vor seiner Liebe verschliessen.»

Liberale Geistliche können natürlich die Bibelstellen auch nicht ausradieren, in denen von Satan und der Hölle die Rede ist. Sie interpretieren die Passagen indes humaner. Für sie ist die Hölle das Totenreich, wo die Sünder ihre letzte Ruhestätte finden, während die Erretteten das ewige Leben erlangen. Allerdings finden sich Bibelstellen, in denen die ewige Verdammnis ziemlich eindeutig formuliert ist. Zum Beispiel in der Johannes-Offenbarung (20,10). Vom feurigen Pfuhl ist die Rede, der «von Ewigkeit zu Ewigkeit» brenne.

Fortschrittliche Theologen tun sich allgemein schwer mit der Hölle, denn sie passt schlecht zum Bild vom liebenden Gott, der seinen Sohn für uns geopfert hat. Der Widerspruch lässt sich aber nicht auflösen, wenn man die apokalyptischen Szenarien aus der Johannes-Offenbarung als weitere Horrorbilder hinzunimmt. Dort erleiden die Sünder ebenfalls Höllenqualen.

Überhaupt ist die christliche Lehre ohne Satan und Hölle nicht denkbar. Es braucht den Teufel als Gegenspieler von Gott, es braucht die Strafandrohung als Anreiz für ein tugendhaftes Leben. Ohne diese Dualität würde die christliche Heilslehre in sich zusammenfallen. Ohne Hölle wäre der Himmel die Norm, und es brauchte keine Religion, die den Weg ins Paradies weist.

Ein kultureller Hinweis: Das Theaterstück «Die grüne Katze» von Elise Wilk, das das Junge Schauspielhaus Zürich einstudiert hat, handelt von der unbegrenzten Einbildungskraft des Menschen, die zur sektenhaften Verblendung führen kann. Der Schlüsselsatz: «Wenn du dir etwas lang genug vorstellst, beginnt es zu existieren.» In diesem Stück eben die grüne Katze. Sehr empfehlenswert. Premiere ist am 5. Juni um 19 Uhr im Schiffbau/Matchbox, Zürich. Weitere Daten: 6., 8., 9. und 10. Juni.

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221 Kommentare zu “Religionen brauchen die Hölle”

  1. Pasionaria sagt:

    Alienus

    Cool Alienus weit naeher den Spöttern
    tut sich logisch schwer mit hm und den Göttern.

    Seine Analyse stets witzig und klug
    vorgetragen in einem (Schüttel-)Zug.

    Seine Art Biographie, ja durchaus adäquat
    versucht wenigstens nie, zu machen ‘nen Spagat

    Doch sag schnell, welch Los spricht denn für Gott
    das tönt von Dir direkt fremd, gut erzogen, ja….. flott.

    Magst Dich lieber orientieren an Zeitgenossen
    und weniger an denen, die längst schon verflossen.

    Was hast denn Du gegen Bamberger / Jussuf?
    die haben doch einiges ‘theo’-logisch druff.

    Vergleiche ohnehin des Glückes Ende sind
    gar die Unzulänglichkeit darob beginnt.

    Wie gesagt: am 7.ten Tag Gott und seine Gehülfen ruhten
    darob wir Menschen an sieben Tagen müssen uns sputen.

    Trotzdem orientier mich gern an alten Geistesgrössen,
    sie tun einem viel Nachdenkenswürdiges einflössen.

    Mag auch Cod…..viel mehr als Kotiertes
    manch einen halt dies, und hm, irritiert es.

    Solang wir Gottlosen nicht aufhörn zu fragen,
    tun wir halt die Religiösen, hm…. arg plagen.

    Momentan nicht buenas noches aktuell
    nach KMJ sogar: bonne nuit – la Suisse si belle!

  2. Pasionaria sagt:

    Alienus

    “PS: Da ich zuvor in der „Weltwoche“ etwas rumgelesen habe, hatte ich mir natürlich standesgemäß die entsprechenden Kampfstiefel angezogen. Ansonsten kann man sich durch den dortigen Dreck und Schmiere nicht durchkämpfen!”

    A propos Weltwoche (olive bitte weglesen…..)
    Du darfst nicht so streng mit ihr in’s Gericht gehen, schlussendlich ist deren Chefredaktor, der Neo-SVP-Politiker, der sich mittels einer seiner gewohnheitsmässigen und jahrelang aufrecht erhaltenen Lügen, als politisch völlig neutral und ungebunden bezeichnete, – immerhin einer der treuesten und vehementesten Freunde bis zum endgültigen und mehr als überfälligen Sturzflug von Sepp von und zu Blattern geblieben. Diese Standfestigkeit, selbst in den schwersten Stunden, als Sympathieträger eines derart sauberen, integren und selbstlosen Cheffunktionärs einer noch fleckenloseren Institution, ist schon beispiellos und einfühlsam……..
    Wie verköppelt ist wohl diese Verbindung?

  3. Alienus sagt:

    @Pasionaria vom 07.06.2015 um 12.11

    Diese Verbindung ist sehr real „verköppelt“.

    Begreifen kann man es sehr gut, wenn man weiß, dass Köppel sich von der Herkunft auch auf „aufstoßen, rülpsen uam.“ also eine Reaktion des Magens vom Unverdaulichen, zurückführen lässt.

    Nomen est omen! 😉

  4. Sole sagt:

    @Pasionaria: Diese Standfestigkeit, selbst in den schwersten Stunden
    cc Alienus

    Standfestigkeit beim Zeitgeistsurfer Köppel, der sein Fähnchen immer schön brav nach seinen Geldgebern ausrichtet? Die Parteinahme für Sepp entspricht wohl schlicht der Vorgabe des Alten vom Herrliberg*, wie man gut erkennt, wenn man die Kolumne vom Somm im gleichgeschalteten Basler Käseblättchen liest. Korruption ist für diese Typen offensichtlich kein Problem, wenn sie in einer/m privaten Firma/Verein praktiziert wird, nur dem “bösem” Staat soll der Bürger auf die Finger schauen. Bei den Privaten kann der Bürger getrost wegschauen, da wird es die berühmte unsichtbare Hand schon richten. Zusätzlich zur Ideologie kommt bei Köppel und Somm noch das peinlich Spätpubertäre, dass sie zwangshaft gegen den angeblichen Mainstream schreiben lässt (ausser die Mehrheit stimmt mit den Ansichten des Herrn B überein, dann handelt es sich natürlich um einen klassischen Fall von Schwarmintelligenz). Der Somm lebt halt nochmals die Pubertät (damals ging es bei ihm gegen das Establishment) als Farce durch und Köppel holt die verpasste Pubertät nach, was mittlerweile nur noch Gähnen auslöst. Ärgern tue ich mich mehr über den TA, der die dahinschwindenen Leser mit glückspostartigen Artikel über die Konzertbesuche des Herrn Köppel aufzuhalten versucht.

    * weil Roger so brav bellt, was das Herrchen befiehlt, sollte man Köppel besser von Köpek (=Hund) herleiten

  5. Pasionaria sagt:

    Sole
    Alienus

    Gedanke zum Montag:
    Die Chefredakteure Köppel / Somm kommen einem in der Tat vor wie, na……, wie Kakadus: sie ziehen die Klauen ein, wenn sie gefüttert werden, und drücken ein Auge zu, wenn sie zu trinken bekommen.
    Darob sich der kritische Leser in hohem Bogen verköppelt > siehe Alienus 7.6. um 17.12h….

  6. zoe sagt:

    pasionaria

    Kakadus! du hast einfälle. 🙂

  7. Alienus sagt:

    @Pasionaria

    Um den Köppel sind die Ableitungsmöglichkeiten Legion.

    So z.B. auch für „gauckeln, wackeln, hin und her schwanken oder beuteln oder wechseln, umkippen, pendeln uam“.

    Man sieht es wieder: Seine eigenen Vorurteile kann man richtig lässig und auch noch treffend mit der Etymologie und Hermeneutik völlig skrupelfrei begründen!!!

  8. Alienus sagt:

    @Pasionaria vom 06.06.2015 um 22.56

    – Toll, da brauchen wir bei unseren Schüttel- und Rütteltexte keine reichsdeutsche Enigma um uns auszutauschen.

    – Deine Frage wegen Bamberger / Jussuf irritiert mich etwas.
    Habe gegen dieses „doppeltes Bloggchen“ nichts. Natürlich haben diese „theologischen“ Geminis gute Texte die ich immer sehr gerne lese, trotz der manchmal durchschimmernden und sich dabei möglicherweise etwas arrogant gebenden Glanzlichter.

    – Nun, die Sache mit dem göttlichen Pott ist doch sooooooo einfach. Hat Gott uns Menschen nicht ein schweres, ungerechtes und ungerechtes „Los“ aufgegeben? Der Griff in den Pott führen wir Menschen zwar durch, aber, und hier wird es doch recht trickreich von Gott arrangiert: Al zu viele Nieten und viel zu wenige Gewinne sind halt im Pott!

    Hierzu noch ein interessanter Nachtrag:
    Und wieder ein göttlicher Bezug zwischen Konsum, Essen und dem Gott. Denn Los lässt sich auch auf das Blutopfer eines Opferstieres zurückführen. Der Mensch erhält von seinem Gott ein Los (also ein Blut- und Trunk-Opfer), welches er dann zu Ehren dieses Gottes über diesen schüttet / gießt. D.h. „Gott = Der Übergosse“, der wiederum sein Los (Blutopfer) an die opfernden Menschen gibt.

    Wenn das uns nicht an die FIFA erinnert. Alle sind mit dem Einen verwoben, weil dieser wiederum einen geringen Teil seiner Opfergaben an die opfernden Spender zurück gibt. Halleluja, Sepp mich mal.

    Da könnte der Verdacht hochkommen: „Eine Hand wäscht die andere“

  9. olive sagt:

    @ Alienus
    7. Juni 2015 um 17:12

    “Begreifen kann man es sehr gut, wenn man weiß, dass Köppel sich von der Herkunft auch auf „aufstoßen, rülpsen uam.“ also eine Reaktion des Magens vom Unverdaulichen, zurückführen lässt.”

    Das hatten wir doch schon mal, Ihre Abneigung muss wirklich gross sein..
    Ich finde wie damals Zusammenhänge zu Köppel:
    geografische wie Kopf, Kuppe ( z.B. Schneekoppe )
    oder als Ruf/Übername für Jakob

    wie hier:

    Jakobus gibt es als Jacobs und Jacoby, die zweite, betonte Silbe hat den Volksmund pseudoetymologisch beflügelt – im Rheinland zu Köbes, anderswo zu Köpf, Köpfchen, Köpke und Köppel.

    koppen:
    Luftschlucken: beim Pferd
    mittelhochdeutsch : speien

  10. Alienus sagt:

    @olive

    Natürlich habe ich eine Abneigung gegen diesen Superpatrioten. Wenn ich denn höre oder seine Sachen lese wird mir schon oft speiübel.

    Nochn Hinweis: Beachten Sie bitte in meiner Schreibe „auch“! Es gibt oft verschiedene Bedeutungen, aber nur eine Klarheit: Köppel ist die Unverdaulichkeit in Person.

    Man kann schon zu seinen eigenen Vorurteilen stehen, wenn diese ununterbrochen durch das gemeinte Subjekt bestätigt werden.

  11. olive sagt:

    @ Alienus
    9. Juni 2015 um 08:59

    “Natürlich habe ich eine Abneigung gegen diesen Superpatrioten. Wenn ich denn höre oder seine Sachen lese wird mir schon oft speiübel”

    Das bleibt Ihnen unbenommen, ich stellte nur fest, dass ich Ihre Deutung des Namens nicht finden kann.
    Wenn Sie aber diese brauchen , um eine Begründung zu haben, auch okee.

    Man sieht es wieder: Seine eigenen Vorurteile kann man richtig lässig und auch noch treffend mit der Etymologie und Hermeneutik völlig skrupelfrei begründen!!!

  12. Pasionaria sagt:

    Alienus
    vom 8.6.15

    Da staune ich wieder mal, was Du stets aktuell aus Deiner etymologischen Schatzkiste…..auspackst.

    ” Toll, da brauchen wir bei unseren Schüttel- und Rütteltexte keine reichsdeutsche Enigma um uns auszutauschen. ”
    Klar, wenn jemand kein ‘reichsdeutsches Enigma’ nötig hat, dann selbstverständlich die Blogerscheinungen A…. und Pas……

    Jedoch nach meinem Geschmack billigst Du der Idee > Gott fast zuviel Raum und Trickmöglichkeit zu. Ist zwar äusserst unterhaltsam und belustigend aber eigentlich nicht der eloquenten Rede wert. Nicht wahrt?

    .

    olive

    wären wir wieder einmal beim Thema > WW > Köppel. Danke, dass Du bei meinem Beitrag weggelesen hast!

    Nun, Du wirfst Alienus vor, mit Vorurteilen behangen zu sein. Olive oh olive, es braucht keine Vorurteil gegen diese widerliche Windfahne – er offenbart seinen üblen Charakter durch seine Zeitung und seine Auftritte gleich selbst. Stichwort z.B. und unter vielen andern : Kauf von Bankdaten-CDs. Er wollte deutsche Minister angezeigt sehen, sein Argument: Aus kriminell erworbenen Daten dürfe kein Vorteil geschlagen werden. Mit anderen Worten – Köppel deckte mit seiner Argumentation kriminelles Verhalte von dreister Steuerhinterziehung seitens Schweizer Banken.
    Kurz danach griff er selber auf kriminell erworbene Bankdaten zurück, um Philipp Hildebrand von der SNB Spitze weg zu mobben. Zusätzlich bedient er sich der der Lüge und Verleumdung, um sein Ziel zu erreichen.

    Dies ist nur ein Beispiel unter vielen – olive, kann man da noch von Vorurteilen sprechen, wenn man diesen Herrn nicht ausstehen kann?

    Ich bin froh, Dich in andern Themen lesen zu dürfen……

  13. olive sagt:

    @ Pasionaria
    10. Juni 2015 um 23:36

    “Nun, Du wirfst Alienus vor, mit Vorurteilen behangen zu sein.”

    Liebe Pasionaria, das trifft keineswegs zu. Da sieht man, wie schnell das geht..

    Ich habe Alienus “vorgeworfen”, dass er zum zweiten Mal mit der etymologischen Erklärung, resp. dem etymologischen Unterbau für seine Gefühle Köppel gegenüber gekommen ist, koppen, speien, Übelkeit etc.

    Er darf doch jemand nicht mögen, er darf auch Vorurteile haben ( hat er ja selber so formuliert ) , wie wir sie alle haben.

    Die Erklärung stimmt offenbar nicht oder ich hab sie nicht gefunden.

    Koppen, das Verb kann speien bedeuten, und das Luftschlucken mit oder ohne Aufsetzen ist eine “Unart” beim Pferd, die allerdings nur in Menschenhand entsteht, also ist es eher eine Unart des Menschen.

    Köppel scheint von geografischen Verhältnissen zu kommen ( Kopf,, Koppe , Köppel ) oder von koppeln, zusammenkoppeln, eine Herde, gemeinsames Land etc.
    oder als Übername von Jakob.
    Mir ging es nicht um Köppel selbst, hätte Alienus nur gesagt: Köppel erregt bei mir Brechreiz , hätte ich doch keinen Pieps gemacht.

    Ich hoffe, dass das klar ist.

  14. andersen sagt:

    Nun, als die Frage : You are still confused, but on a higher level of confusion an Muschg gestellt wurde, hat er das zugeben, wie die meisten Wissenschaftsphilosophen auch…………………………………………..

    :-).

  15. Pasionaria sagt:

    Hallo olive,
    es scheint tatsächlich, dass ich etwas zu schnell überflogen habe – was mir im Moment aus Zeitmangel nicht anderes übrig bleibt – entschuldige.

    Du schreibst “Köppel scheint von geografischen Verhältnissen zu kommen…… hm….., vorallem aber ist er kleinbürgerlicher Herkunft und mittels Ellbogen und Lügen eine Aufsteigernatur, die mit seinem Ziehvater zusammen dem Schweizer Establishment zeigen will, wer die Deutungshoheit im Land hat……
    Dabei bekomme selbst ich das Luftschlucken…..

  16. Alienus sagt:

    @olive

    Nun, das Thema Köppel scheint zu verbinden.

    Sie haben es erkannt, die sinninhaltlichen Ableitungen sind je nach Sprachenbereich etwas differenziert und dadurch deshalb auslegungsbedürftig. Unsere Diskussion hat einen vergleichbaren Lustfaktor wie der arg lustige Spruch der Baden-Württemberger: „Wir können alles. Außer Hochdeutsch“

    Dabei hat ja die alemannische Sprache sicherlich überhaupt selbst eine wichtige Basis zur Hochsprache gelegt. Ansonsten würde zumindest die Hälfte von Deutschland so etwas wie das heutige Niederländische sprechen.
    Auch scheinen Sie bei der Ableitung die zugehörigen Umlautveränderungen nicht zu berücksichtigen, die dadurch bedingt die entsprechenden sinninhaltlichen Variationen ergeben.

    Da meine letztmalige Blutsverbindung zum (hoch)alemannisch-eidnenössischen-schwäbischen Volkskörper mindestens 500 Jahre zurückliegt, berücksichtige ich möglicherweise auch andere landsmannschaftlichen Gegebenheiten etwas stärker.

    Da es ein spezieller masochistischer Lustfaktor von mir ist, sich mit dem Köppel zu beschäftigen, bleibt innerhalb der Sprachlichkeit ein noch tolerierbarer Freiraum übrig, der jedoch die Sinnhaftigkeit nicht verändert.

    Sollte Sie tatsächlich die Sache um und mit dem Köppel Ihren Blutdruck steigern und die Herzfrequenz in die Höhe treiben, so könnte man es mit diesem Brandstifter und Biedermann entsprechen eines Hinweises einfach lassen, da er sowieso auf ein totes Pferd aufgesattelt hat und dieses auch noch reitet.

    Wer suchet der findet. 😉

  17. Sole sagt:

    @Pasionaria: Dabei bekomme selbst ich das Luftschlucken…..

    Aber hoffentlich vor Lachanfällen und nicht vor Empörung, der Typ ist doch mittlerweile die absolute Lachnummer. Einmal schlägt er vor, die Schweiz solle der EU mit der Umleitung des Rheins drohen, dann verspricht er die Schweiz im Eiltempo vor der bösen EU zu retten. Man fragt sich mittlerweile, ob der Typ permanent an Halluzionationen leidet, z.B. heute

    Der weltfremde Moralismus der Blatter-Hasser wird schon bald an der Wirklichkeit zerschellen. Vielleicht zahlt die Fifa dann in London oder in München Steuern. (rogers wundersame weltwoche)

    Als würde die Fifa irgendwohin ziehen, wo sie Steuern zahlen muss:

    Die FIFA ist in der Schweiz von der schweizerischen Steuer befreit. Eine Gesetzesinitiative zu einer künftigen gesetzlich verpflichtenden Steuerpflicht scheiterte im Schweizerischen Parlament. (wikipedia)

    Im übrigen ist der Ziehvater (so wie sich Roger in fremde Waden verbeisst, wäre “Halter” vielleicht die treffendere Bezeichnung) selbst Teil des Establishments, auch wenn dieser es immer wieder schafft, seine Wähler diesbezüglich an der Nase rumzuführen.

    @Alienus: so könnte man es mit diesem Brandstifter und Biedermann entsprechen eines Hinweises einfach lassen, da er sowieso auf ein totes Pferd aufgesattelt hat und dieses auch noch reitet.

    Der ist gut, mit RK sollte man sich nur noch auf lustvoll spöttische Art beschäftigen.

  18. Alienus sagt:

    @Sole
    Ja, ja, Roger das Emigrantenkind! In derb-lustvoller Art geht’s auch.

    Habe in einer kurzen Filmsequenz den Superoger gesehen, wie er im Schweizerland neben einer „Güllegrube und einem Mischthaufen“ stand und dann schwadronierte, wie Heimat schmöckt. Kurze Zeit danach hat er sich über den nördlichen Großkanton ausgelassen ob des Fehlens von Qualitäten.

    Ist doch logisch, da die dort nur „Jauchegruben und Misthaufen“ haben und diese auch noch ohne olfaktorischer Schweizerqualität.

    Da wird man den Verdacht nicht los, der Roger reitet gerne auf einer Sau durchs Dorf, dieses politische Ferkelchen.

  19. zoe sagt:

    alienus

    politisches ferkelchen 🙂