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Religionen sind keine Friedensstifter

Hugo Stamm am Samstag den 16. Mai 2015
Ein shiitischer Kämpfer betet nördlich von Bagdad. Foto: Thaier Al-Sudani (Reuters)

Der Glaube an die einzig wahre Lehre verhindert viel: Ein schiitischer Kämpfer betet nördlich von Bagdad. Foto: Thaier Al-Sudani (Reuters)

Die religiösen Spannungen und Konflikte haben in den letzten Jahren einen neuen Höhepunkt erreicht. In vielen arabischen und muslimischen Ländern hat die Christenverfolgung stark zugenommen, und die Scharfmacher des IS wollen mit bisher unbekannter Brutalität Gottesstaaten oder ein Kalifat erzwingen. In manchen Ländern Afrikas und des Nahen und Mittleren Ostens werden religiöse Minderheiten verfolgt. Ganz zu schweigen vom unlösbaren Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern.

Meist steht zwar ein politischer Machtpoker im Zentrum der Auseinandersetzungen, doch Religion und Glauben liefern oft die Argumente und Emotionen, die den Fanatismus anheizen und Männer zu Gotteskriegern machen.

Das Konfliktpotenzial der Religionen erkannte der kämpferische Theologe Hans Küng schon vor über 20 Jahren und arbeitete mit der Stiftung Weltethos globale ethische Standards aus. 1993 verabschiedete das Weltparlament der Religionen in Chicago eine Erklärung von Küngs Stiftung. Die Leitideen: «Kein Friede unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen, und kein Friede unter den Religionen ohne einen Dialog zwischen den Religionen ohne gemeinsame ethische Werte und Standards.»

Hans Küng und seine Mitstreiter haben Grundwerte, moralische Haltungen und Verhaltensweisen aus vielen Religionen und Heilslehren analysiert und vier Grundregeln herausgefiltert: Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit, Gegenseitigkeit, Wahrhaftigkeit und Partnerschaft von Mann und Frau.

Weltethos hoffte, dass die Religionen als Hüter von Ethik und Moral den Staaten und Gesellschaften universale Werte vermitteln und zur Befriedung der Welt beitragen würden. Der Ansatz war richtig, doch das Projekt ist weitgehend gescheitert. Denn manchen Religionen fehlt die Kompromissbereitschaft, um für gemeinsame Werte zu kämpfen. Denn jede Heilslehre erhebt den Anspruch, die einzig wahre Lehre zu vertreten. Der Absolutheitsanspruch verhindert eine wirkliche Ökumene, die über gemeinsame Gottesdienste hinausgeht.

Eines der Haupthindernisse: Weltethos vertritt vor allem westliche Werte, die radikale islamische Staaten und Gesellschaften nur bedingt teilen. Ausserdem sind Glaubensgemeinschaften Konkurrenten in einem religiösen Verdrängungswettbewerb. Christen – vor allem Katholiken und Freikirchen – missionieren selbst in radikalen islamischen Staaten und in China. Auf der anderen Seite expandiert der Islam im Westen. Respekt vor anderen Religionen sieht anders aus. Weltethos hat die richtige Vision, diese bleibt aber ein frommer Wunsch. Denn auch Religionen sind Machtgebilde, die Eigeninteressen verfolgen.

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357 Kommentare zu “Religionen sind keine Friedensstifter”

  1. Sole sagt:

    @Pizpot Gargravarr

    Haben Sie mal als phil beschäftigter Barbier gearbeitet?

  2. Pizpot Gargravarr sagt:

    @Sole, 21. Mai 2015 um 20:08

    @Pizpot Gargravarr

    Haben Sie mal als phil beschäftigter Barbier gearbeitet?

    Das war in Stil, Inhalt, Form und Smilies hoffentlich nicht zu verheimlichen, zumal pb sich schon lange und wiederholt auf ‘The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy’ bezogen hat…
    😎

  3. Albert Baer sagt:

    @Gwendolin

    “Albert Baer

    Die Liebe ist die Fähigkeit Menschen zu ertragen wie sie sind.

    Wenn Sie über Gott und die Welt schreiben, empfinde ich Liebe gegenüber Ihren Inhalten und der Form… Sie müssen das nicht kleiner machen als es ist. Zynismus ist nicht, was Sie leben. Sie sind ein mutiger, aufrichtiger Mensch. Und Sie lieben die Menschen. Das ist keine intellektuelle Schwäche. Das ist Ihre grosse Stärke!”

    Nun, es freut mich wenn meine Zeilen etwas zu ihrem Wohlbefinden beitragen und danke auch für ihre positiven Bewertungen von mir. Ich glaube aber nicht an Bewertungen, weder an positive noch an negative.

    Mein Kommentar, dass man “Menschen vergessen kann” und es vor allem auf intelligente Strukturen ankäme war nicht zynisch gemeint sondern einfach realistisch. Seit Jahrtausenden wird uns das “Gute” und das “Böse”, die “Tugenden” und die “Laster” von Religionen und Philosophen um die Ohren geschlagen. Was hat es gebracht? Nicht viel. Menschen beglücken die Welt mehr oder weniger “normalverteilt”, also von “sehr dumm” bis “blitz gescheit”, von “lieb” bis “bös” etc. Menschen werden nie Ideal sein, deshalb muss dieser Tugendterror versagen und deshalb arbeitet man besser an den Strukturen als an den Menschen rumschrauben zu wollen.

    Zu Ganser nur so viel: Interessant aber auch mit Vorsicht zu geniessen. Ich ziehe Noam Chomsky vor.

  4. s’Chile-Ughüür Orig. sagt:

    hm
    Sie sind auf der Suche nach einem neuen Nick, wie waers mit: Chile-Versátil, oder auch einfach > versátil?

  5. @ Ueli sagt:

    auch hier die (erweiterte) Frage

    @ Ueli
    21. Mai 2015 um 17:39

    Olive findet den Jonas-Text gut.
    Ist sie reaktionär? Oder erzreaktionär? Oder rechtspopulistisch?

    Hat sie braune Augen?
    Oder hat sie schlichtweg kein D im Gepäck?

    ——-

    (Manche Leute bleiben nicht am Ball, wenn man ihnen Argumente liefert…oder Differenzierteres zuspielt…dazu gehört vornehmlich auch andersen…
    von Sole zu Barnett habe ich auch nichts mehr gehört)

  6. aufschlussreich sagt:

    immer wieder

    “was religionen sind”

    guckst du….—>osamas pornosammlung

  7. Religion = Frauentrauma sagt:

    Religion war nicht gut für mich
    für meinen Weg als Frau
    weil Religion in meinem Fall SCHALGSEITE und “aus dem Gleichgewicht” bewirkt hat
    die versprochenen Hilfen :-), dieses UN-Gleichgewicht im Lot zu halten, blieben aus
    (Gott, wie naiv!)
    Was hat es gebracht? Nun ja, die bilogistische Identifizierung allemal…(aber das ist nicht der Religion zuzuschreiben!, sondern der Evolution und der eigenen Erfahrung)
    Schlimm war die Istrumentalisierung. Waren die Dogmen. Waren der Überbau (gesellschaftlich-politisch), die Strukturen.

    Frauen bleiben nicht dran. das ist eine der häufigsten und niederschmetterndsten Erfahrungen noch meiner Generation.
    Meine Schöpferkraft, meine Kreativität fiel diesem Trauma zum Opfer. Dabei sollte es doch das Gegenteil sein?? Für Männer ist es das meistens. Frau hätte mehr “üben” müssen. Einfach tun und learning bei doing. (So bin ich malende Hausfrau :-))

    Meine Studienkolleginnen meiner ersten Ausbildung (Illustratorinnen, Designerinnen) berichten: meine Kinder haben mir ständig meine Arbeiten versaut, waren eifersüchtig, haben reingepfuscht, konnten es nicht haben, dass man sich für einen Bruchteil anderem als ihnen widmete (haben andere die Erfahrungen mit ihren Männern?) Das kenne ich, bis ich denBleistift hinschmiss…und viele Jahre nichts mehr “für mich” tat…

    Das TRAUMA ist bis heute aktiv! Umschalten nur schwer möglich….(wenn man nicht auf dem Pfeil als Selbstgänger hocken geblieben ist…)

    Mit anderen Worten: Sch_ drauf! Auf Religion!

  8. Religion = Frauentrauma sagt:

    wenn schon Schlagseite, dann Schalk-Seite

  9. Religion = Frauentrauma sagt:

    was wäre die Konsequenz? Einer gesellschaftlichen Umstruktuierung? Neee -eben nicht Kita und Fremdabschiebung.. Sondern die Väter MEHR einbinden. Die Verwandtschaft…

  10. olive sagt:

    @ Albert Baer
    21. Mai 2015 um 20:55

    “Menschen werden nie Ideal sein, deshalb muss dieser Tugendterror versagen und deshalb arbeitet man besser an den Strukturen als an den Menschen rumschrauben zu wollen.”

    Was für ein gescheiter Satz. Wobei Tugendterror nicht nur von den Religionen kommt, jedenfalls nicht mehr so stark von der christlichen.

  11. olive sagt:

    @b

    Für U bin ich schon längst abgeschrieben.

  12. b sagt:

    Olive

    hatte ich nicht mitbekommen
    🙂

  13. Landeskirchler sagt:

    nein, Bäer’s Satz ist ein ausgesprochen dummer Gedanke. Baers Einschätzung Chomskys teile ich allerdings.Auch dass sich der Mensch kaum je verändert hat. Aber man kann die besten Strukturen schaffen, es nützt nichts. Der christliche Gedanken der Nächstenliebe ist und bleibt zentral.

  14. Klara Brunner sagt:

    @ olive

    Ja, gell, und Männer werden nicht schwanger. Darum sind ja die Frauen an allem schuld, logisch oder?
    🙂

  15. zoe sagt:

    pasionaria

    andersen ist und bleibt andersen, da hilft alles nichts. weisst du, irgendwie ist ES noch amüsant….

    du fragst

    Was macht Dein Glueck – das auf zwei m.- Beinen und das andere?

    mir geht es gut, meinen “weibern” auch, und das m-glück, naja, ich habe irgendwie nicht wirklich ein glückliches händchen dafür….
    aber es gibt schlimmeres, ich kann die Freiheit und selbstständigkeit immer noch geniessen, sollte das ändern, ja dann… geh ich ins kloster odereso 🙂
    ich grüsse dich herzhaft

  16. Klara Brunner sagt:

    @ albert baer

    Ich finde aktuell ihren Beitrag, der mich veranlasste meinen Text zu schreiben, nicht mehr.

  17. mawi sagt:

    zoe

    ….”geh ich ins kloster odereso” … wennd es guets findsch denn sägmers, chämti viellicht au mit. 😉
    herzlich, M

  18. what's left? sagt:

    Ueli
    meine Augen sind übrigens GRÜN mit eingesprenkeltem Bernsteinschimmer 😉

  19. what's left? sagt:

    ich muss gar nichts!
    schon gar nicht mich rechtfertigen für meinen “Unsachverstand”…und für etwas, was selbst die Experten nicht auf die Reihe kriegen!
    Der Brunu Jonas ist HAMMER!

    Und Herr Müller, Sie haben RECHT!!
    Ich *strotze* tatsächlich…… immer wieder, sogar mit Tatendrang (mit Humor usw…..) als Stehauffrau, mit Widerspruch….
    nö…ein Kampfhund bin ich nicht, aber wer will, kann von mir neuerdings eine gebasht kriegen!

  20. zoe sagt:

    Mawi

    Liebi mawi; manne / frauen / oder gemischt? Was meinsch .;)
    Ich grüsse au dich herzhaft. Ps viecher alle einigermasse ok? Du au??

  21. Rolf Müller sagt:

    @ what’s left?
    Bravo! Das sage ich in letzter Zeit auch immer wieder, reflexhaft:
    “Ich muss gar nichts!”
    Ein Reflex der Freiheit!

    Die drei grossen Weltreligionen Christentum, Islam und Judentum sind alle in der gleichen Weltregion (ohne die Sibe “li”) entstanden: Eine grosse Wüste, bzw. Halbwüste mit einigen Oasen darin.
    Die Propheten und Anführer dieser Religionen waren allesamt Männer.
    Hat sich schon mal jemand wissenschaftlich überlegt, warum das wohl so war?
    Als Laie kommt mir folgende “Erklärung” in den Sinn:
    Die hatten da alle mehr oder weniger einen Sonnenstich.
    Darum faselten sie wirres Zeug und hatten zwischendurch immer wieder mal hysterische Anfälle.
    Die Frauen hatten das viel weniger, denn die trugen zum Schutz vor Sonne und Staub ein Kopftuch…

    @ andersen
    Solche “AusländerInnen” brauchen wir:
    Solche, die sich NICHT anpassen!
    Angepasste “Schweizer”, die den Hut Blochers grüssen, haben wir schon genug!

    Zum Schluss noch ein Blick aus der Flugzeugperspektive:
    Das Schlamassel und das Durcheinander in den Arabischen Ländern ist eine Folge des Kolonialismus,
    welche mit äusserster Brutalität vonstatten ging, mit künstlichen Grenzziehungen nach dem Gusto der Kolonialmächte, mit dem Skllavenhandel und einer bevormundenden Einmischung mittels der Stützung von Marionettenregierungen, die bis heute andauert.
    Eine linke, säkulare Bewegung wurde wärend dem Kalten Krieg mit dem Ostblock gleichgesetzt und mit den Marionettenregierungen und deren Militär bekämpft. Ich weise insbesondere auf die Kommunistische Partei im Irak hin.
    So blieb am Schluss dieser “Säuberungsprozesse” nur noch die zähen Islamisten…
    Und jetzt haben wir wahrhaftig den hartnäckigsten Dreck!
    In einer Diktatur mit islamistischem Terror leben zu müssen, wünsche ich niemandem!
    Auf welche Seite soll man sich schlagen?
    Auf die Seite des Teufels, oder auf die Seite des Beelzebubs?
    Ich würde versuchen, zu flüchten, am besten nach Europa!
    Dort sind alle so demokratisch und tolerant!
    Oder etwa doch nicht?
    Wie war das noch mal mit dem Kolonialismus?…

  22. andersen sagt:

    Wie gesagt, Herr Müller.

    Populismus löst das Hirn auf, mit die Schweizer Gesetze hab ich absolut kein Problem, ich habe nicht Mal ein Busse beim Autofahren bekommen.
    Und ausserdem leide ich nicht unter ein Blocher-Stockholmsyndrom.
    Ich habe aber beim Schwingen keine Berührungsängste:-) (es ist immer lustig, man jemand flach legen kann und nachher zusammen ein Bier trinken kann), aber ich habe ein totale Abneigung gegenüber Gartenzwerge und ich liebe die Crémeschnitten von der Migros und das Way of Life in Genf und die Sinnlichkeit von meinem Schweizer Freunde.

    Wer, die Schweiz(als Tourist) in sein Vielfalt entdecken möchte, empfehle ich immer viel Zeit mitzunehmen.

    Dieser ganze Getöse und Angstmacherei von schleiende Eu-Beitritt der Schweiz, kann nicht ich nicht mehr hören.
    Wir mögen ja die Schweizer, wie sie sind, sie sind manchmal ein bisschen verklemmt, aber dann freue mich dann über Pfarrer, wie Herr Josef Hochstrasser und Herr Georg Schmid, die nicht alles verteufelt und Pfui-Pfui sagt, was gut tut.

  23. andersen sagt:

    Herr Müller.

    Ich empfehle Ihnen auch die Länder in Europa zu bereisen( Mein Metzger geht in August nach Dänemark).
    Ich bin schon Tolerant, aber wer der Hubbard Police und Scharia einführen will, hier hört die Grenze auf.

  24. andersen sagt:

    Hier sage ich STOP.

  25. Ueli sagt:

    @andersen
    Was ist Ihrer Ansicht nach moralisch “verwerflicher”: Eine befruchtete menschliche Eizelle in ihrer Entwicklung stoppen oder ein Tier, dass schon Schmerzen spüren kann und ein gewisses Bewusstsein entwickeln kann, zu töten?

  26. andersen sagt:

    Müller

    Hier sind meinem Grenzen und es bleibt so.
    Nach der kommunistische Zeit in Irak in den 50er-Jahren, waren wir Europäer zu naiv um zu Glauben, dass der Irak Demokratie einführen wollte, dann Schwupps kam der Baath-Partei an der Macht, mit der junger Saddam Hussein der das Land herunterwirtschaftete, noch bevor der Konflikt mit der USA begann.

    Wir in Europa müssen mit der Gedanke und der Hoffnung, dass die arabische Länder Demokratie einführen will verabschieden (gut sie probieren es in Tunesien), aber die meisten glauben an der Koran und meinen, dass der Koran eins zu eins der Gottes Wort ist.
    Trotzdem darf man auch nicht glauben, dass alle Einwanderer aus jener Weltgegend religiöse Fanatiker oder Dummköpfe sind.

  27. Mymei sagt:

    @ueli
    Die meisten menschen stellen die menschliche spezies generell über die der andern tiere und bestätigen sich mit dazugehörigen emotionen gegenseitig über die sogenannte moral. Speziell wenn es ums töten geht. Nüchtern gesehen sind diese unterschiede völlig vom menschen konstruiert. Auf alle fälle ist es besser tiere zu töten, die ein gutes leben gehabt haben, beim töten nicht leiden müssen, und einem neuen ebensolchen tierleben platz machen. Eine befruchtete eizelle hingegen kennt keinen schmerz und ist etwa soweit vom mensch entfernt wie ein hühnerei im supermarkt von einem huhn, diesbezüglich verstehe ich diese frage an andersen nicht.

  28. andersen sagt:

    Ueli
    Schwierige Frage, aber sehr berechtigt.
    Aber ich bin der Meinung, wenn man alles nur auf Moral reduziert, dann nimmt man die Menschen nicht ernst.
    Menschen, die ein befruchtete Eizelle stoppen, hat genug Gründen und man soll sie nichts vorwerfen und die Entscheidungen, die die Menschen treffen,,selber überlassen.
    Was sicher ist, dieser Entscheid war bestimmt nicht einfach.

    Nun, was in wirklich in den Köpfen von die Tieren vorgeht, wissen wir Menschen nicht so genau und wir werde es nie herausfinden.

  29. Sole sagt:

    @Mymei: Eine befruchtete eizelle hingegen kennt keinen schmerz und ist etwa soweit vom mensch entfernt wie ein hühnerei im supermarkt von einem huhn

    De Hühnereier im Supermarkt sind nicht befruchtet, aus denen wird nie ein Huhn.

  30. andersen sagt:

    Müller

    Ich bin noch Heute berührt, wie viele deutschen Flüchtlinge die Schweiz unter der zweiten Weltkrieg aufgenommen haben.
    Speziell Kinder, die über die Grenzen kam, sie wurde mit Kleider und Essen beschenkt.

    Heute ist der Verwöhnungsindustrie ein Milliardenmarkt.
    Wir leben in ein Verwöhn-Ära.

  31. mymei sagt:

    @sole da haben sie leider recht, nur bei bio eiern gibts befruchtete. Dann aber wird die Entwicklung gestoppt, indem man sie dem Huhn wegnimmt. Käfighaltung für Hühner gehörte m.E. generell verboten. Im Reagenzglas befruchtete eier werden eingefroren, um den vergleich des stoppens zu haben. die frage dazu wäre nun, ist das kochen eines befruchteten hühnereies vergleichbar mit töten?

  32. mawi sagt:

    zoe
    EIfach eis wo nöd so viell mit de Römer ztue het. Aber mit schöne Chrlütergärte und so. Und dicke Schteimuure.
    Ansonsten fliegt mir so grad ein wenig das Leben um die Ohren. Nicht nur schön. Anschtrengend.
    Was die Fiecher betrifft haben wir viel Boden verloren und mein liebes Ross musste ich einschläfen.
    Lass Dich mal drücken.
    Denke noch öppen mal an den Tannenschösslihonig.
    😉
    Das waren noch Zeiten.

  33. Ueli sagt:

    @andersen
    “Was wirklich in den Köpfen der Tiere vorgeht, wissen wir Menschen nicht so genau und wir werden es nie herausfinden.”
    Na da wäre ich mir aber nicht so sicher: Schauen Sie sich mal “das gehirn.info” den Artikel “Tierisch bewusst” an.

  34. Gwendolin sagt:

    Ein paar harte Fakten:

    199346 Stellensuchend im April 2015 in der Schweiz.

    250000 Ausgesteuerte April 2015 in der Schweiz

    10216 offene Stellen April 2015 in der Schweiz

    Die Zuwanderung in die Schweiz hat sich zu Jahresbeginn beschleunigt. Unter dem Strich lebten Ende März 2015 22’942 Ausländerinnen und Ausländer mehr in der Schweiz als zu Jahresende 2014.

  35. Sole sagt:

    @Mawi: mein liebes Ross musste ich einschläfern

    Wie traurig, hoffentlich gelingt es dir wenigstens all den Brocken auszuweichen, die dir um die Ohren fliegen. Viel Glück!

  36. Gwendolin sagt:

    Sorry, die 513000 Working Poor in der Schweiz habe ich vergessen.

  37. Gwendolin sagt:

    Aber für Herr Schneider-Ammann ist alles super.

    Politiker sind keine Wahrheitsstifter…

  38. mymei sagt:

    @ gwendolin Sie mögen auch Touristen nicht? Bauen sie doch eine mauer um sich herum, um sich vor dem Ausland zu schützen, möglichst hoch natürlich, und dick, dann werden sie irgend einmal erkennen, dass innerhalb der mauer nichts schützenswertes mehr vorhanden ist. Viel spass!

  39. Gwendolin sagt:

    Mymei

    Was hat Ihre Aussage mit meinen Fakten zu tun? Nichts. Mir geht es nicht um weniger Einwanderung sondern allein um ungeschönte Zahlen. Übrigens nachzulesen beim Bundesamt für Arbeit und Wirtschaft. Ihre Rassismuskeule können Sie meinetwegen sonstwohin stecken. Ich selbst bin ein Secondo.

  40. M.Andreas sagt:

    Vielleicht kommen wir in unserer realen Welt dem Frieden ein wenig näher, wenn sich die Schreibenden ob Männer oder Frauen darauf verständigen können, sich ungeachtet der ganz unterschiedlichen Ansichten als Menschen zu Achten und zu Respektieren?
    Als Menschen die vermutlich alle inklusive meiner eigenen Person kaum davon ausgehen können, alleine die Wahrheit zu kennen und wohl auch kaum Allwissens sind.

    Vermutlich jedoch wird auch diese Bitte um etwas mehr Respekt untereinander, von manchen als Angriff auf Sie selbst verstanden und entsprechend herab gewürdigt .

  41. Ueli sagt:

    @Gwendolin
    Die Fakten müssten aber auch erst mal analysiert werden – da ansonsten sich tatsächlich einfach jeder etwas aus diesen Fakten rauspickt was seiner Weltanschauung entspricht. Der Bundesrat versuchte bis jetzt jedenfalls vergeblich mit der EU über die einseitige Abschaffung der Personenfreizügigkeit ein Resultat zu erzielen. Es wäre jedenfalls grobfahrlässig das Volk nicht bald nochmal nach dessen Meinung zu den Bilateralen Verträgen zu fragen. Ansonsten stehen wir dann 2017 mit einem Verfassungsartikel da, der nicht das Papier wert ist auf dem er gedruckt wurde.

  42. mymei sagt:

    @ gwendolin
    Sie stellen “ungeschönten” Zahlen von Arbeitslosen, Ausgesteuerten und working Pools kommentarlos Zahlen der neu eingewanderten Ausländer gegenüber.
    Wieso?
    Wieso werfen sie mit “Rassismuskeulen” um sich?

  43. mymei sagt:

    @ gwendolin
    “Was hat Ihre Aussage mit meinen Fakten zu tun? Nichts.”
    Nun also zu ihren ungeschönten zahlen. Sie schreiben: 10216 offene Stellen April 2015 in der Schweiz.
    HIER BITTE VERMERKEN: 10216 DER RAV GEMELDETE offene Stellen. Auf der stellenbörse JOBAGENT sind in der Schweiz momentan 122 156 Jobs ausgeschrieben. Gwendolin, secondo hin oder her, so betreiben sie desinformation a la weltwoche, das stört mich. Soviel zu ihren gewünschten Fakten.

  44. Rolf Müller sagt:

    @ Gwendolin
    Arbeitslosigkeit in Manila?
    keine Ahnung…Niemand zählt sie.
    Ich schätze mal 70%.

  45. Gwendolin sagt:

    Mymei

    “Auf der stellenbörse JOBAGENT sind in der Schweiz momentan 122 156 Jobs ausgeschrieben.”

    Wenn dass einer aufrichtigen Zahl entspricht, muss man sich aber
    Fragen, ob das RAV eigentlich SEINEN Job macht…

    Zur Rassimuskeule: meinetwegen kann die Schweiz per sofort 100’000 Flüchtlinge oder mehr aufnehmen. Ich würde das begrüssen. Vielleicht sollten wir dann aber endlich auch die Arbeit hierzulande neu verteilen… 30h-Jobs etwa mit den damit verbundenen Lohneinbussen, aber Arbeit für alle die tätig sein wollen und würdig leben wollen.

  46. Gwendolin sagt:

    Ausserdem beziehnen sich die RAV-Zahlen auf den Monat April. Bei Jobsgent sind wahrscheinlich alle Jobs auf ein Jahr verteilt, d.h. auch solche mit möglichem Stellenantritt erst z.B. Januar 2016.

  47. Gwendolin sagt:

    Börsen aller Art, wohl auch Jobbörsen sind für Augenwischerei ja bekannt…

  48. Gwendolin sagt:

    Und mymei, verschonen Sie mich mit Ihren WW-Anwürfen. Wer auf dieses SVP-Schmierenblatt baut, dem ist eh nicht zu helfen. Andersrum strotzen aber auch die linkslastigen Blätter vor Desinformation. Hüben wie drüben geht es schon lange nicht mehr um die Menschen, sondern allein darum die eigenen Pfründe zu sichern.

  49. Rolf Müller sagt:

    @ Gwendolin
    Das mit der Verteilung der Arbeit auf alle mit 30%-Pensen ist ein konstruktiver Vorschlag.
    Leider geht das aber nicht, wenn das einzelne Firmen, oder Länder versuchen.
    Frankreich hatte unter einer sozialistischen Regierung einmal die 35h-Woche und ist damit sang- und klanglos gescheitert.
    Im unerbittlichen, kapitalistischen Wettbewerb geraten idealistische Firmen, oder Länder, die Teilzeit-Pensen im grossen Stil einsetzen wollen, sofort ins Hintertreffen, wegen steigenden Produktionskosten.
    Darum kann so etwas nur grossräumig, also möglichst weltweit, oder wenigstens Europa-weit, vorgeschrieben und umgesetzt werden.
    Aber bis wir jemals so weit sind, hat der wütende Mob der arbeitlosen “Verlierer der Globalisierung” längst wieder alles kurz und klein geschlagen…

  50. Gwendolin sagt:

    Müller

    Natürlich sollte das global umgesetzt werden!

    Aber: “Aber bis wir jemals so weit sind, hat der wütende Mob der arbeitlosen “Verlierer der Globalisierung” längst wieder alles kurz und klein…”

    Sie unterschätzen den Goodwill der Menschen…