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Der «Gottkönig» als tragische Figur

Hugo Stamm am Samstag den 7. Februar 2015
Hugo Stamm

Der Dalai Lama hat seinen Lebensmut noch nicht verloren. Foto: Reuters

Basel steht an diesem Wochenende im Bann eines «Gottkönigs»: Tendzin Gyatsho, der 14. Dalai Lama und 79-jährig, füllt zweimal die St.-Jakobs-Halle, die 6500 Personen fasst. Der buddhistische Mönch, der 1959 im Alter von 23 Jahren vor den Chinesen aus Tibet flüchten musste, jettet seit Jahrzehnten wie ein Superstar durch die Welt und verzaubert mit seinen Unterweisungen ein Millionenpublikum. Selbst hochrangige Politiker buhlen um seine Gunst und sitzen dem Nobelpreisträger ergeben zu Füssen. Wie ist das Phänomen zu erklären?

Eigentlich ist der Mönch ein Anti-Star, sein Leben eine einzige Tragödie. Er sollte sich von seiner Bestimmung her von der Welt abkehren und sich ganz auf seine spirituelle Entwicklung konzentrieren. Die Vertreibung aus Tibet und seine Verfolgung durch die Chinesen zwingen ihm aber eine Rolle auf, die so gar nicht seinem Wesen entspricht. So verwandelt sich seine Mönchsklause oft in einen Privatjet, sein Kloster sind Stadien und Hallen. Eine paradoxe Situation, lebt er doch vom Stigma, ein Heiliger und Märtyrer zu sein. Sein Leiden macht ihn im Westen zu einem Popstar. Ein Schicksal, das ihn eigentlich in die Flucht vor seinen Fans treiben müsste.

Der tragische Held muss es auf seiner Mission «Free Tibet» erdulden, dass das spirituell und esoterisch interessierte Publikum seine übersinnlichen Sehnsüchte ungefiltert auf ihn projiziert. Er kämpft für sein geschundenes Volk und predigt Bescheidenheit und Demut, sein Publikum lebt aber im Wohlstand. So erfüllt die Galionsfigur eine tragische Alibifunktion. Sein Leiden für Tibet wird als Event zelebriert, denn seine Mission, Tibet von der Knechtschaft Chinas zu befreien, ist längst gescheitert. Doch der «Ozean der Weisheit» bleibt in seiner Rolle gefangen, er muss die Erwartungen seiner Fangemeinde weiterhin erfüllen. Er ist ein Getriebener; gejagt von den Chinesen, verfolgt von seinen Verehrern. Dabei sind Personenkult und Mitleid für einen Mönch eigentlich eine Pein. Kein Wunder lacht der Mönch manchmal selbst dann unmotiviert vor sich hin, wenn er über das Schicksal Tibets spricht.

Seine Fans lassen sich bei der Verehrung ihres spirituellen Idols kaum beirren. Es irritiert sie nicht, dass der Dalai Lama noch immer sein politisches Orakel – einen Mönch mit angeblich seherischen Fähigkeiten – befragt, um Handlungsanweisungen zu bekommen. Der «Gottkönig» unterhält sich zwar gern mit hochrangigen Wissenschaftlern über die Quantentheorie, ist aber gleichzeitig im magischen Denken verhaftet. Sein Publikum übersieht auch, dass die tibetischen Klöster bis in die Neuzeit Feudalsysteme waren und die patriarchale Mentalität zur Unterdrückung der Frauen führte. Geduldet vom Dalai Lama.

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350 Kommentare zu “Der «Gottkönig» als tragische Figur”

  1. Optimus sagt:

    @Pasionaria
    Wauw ein Albertfan im Blog, wo hast Du das her? Um den Zusammenhang besser zu verstehen ist der Anfang noch interessant:
    “Wer von der kausalen Gesetzmäßigkeit allen Geschehens durchdrungen ist, für den ist die Idee eines Wesens, welches in den Gang des Weltgeschehens eingreift, ganz unmöglich – vorausgesetzt allerdings, dass er es mit der Hypothese der Kausalität wirklich ernst meint. Die Furcht-Religion hat bei ihm keinen Platz, aber ebensowenig die soziale bzw. moralische Religion. Ein Gott, der belohnt und bestraft, ist für ihn schon darum undenkbar, weil der Mensch nach äußerer und innerer gesetzlicher Notwendigkeit handelt, vom Standpunkt Gottes aus also nicht verantwortlich wäre, sowenig wie ein lebloser Gegenstand für die von ihm ausgeführten Bewegungen. Man hat deshalb schon der Wissenschaft vorgeworfen, dass sie die Moral untergrabe, jedoch gewiss mit Unrecht……….

  2. Marcel Mertz sagt:

    Optimus 9. Februar 2015 um 23:04

    “Man kann alles im Detail zerreissen”,

    Ich finde nicht, dass ich etwas “zerrissen” habe. Nur problematisiert.

    “aber die Selbstanalyse bestätigt mir, dass ich gegenüber den Menschen, zu denen ich ein Mitgefühl empfinde, mich aus Freude ethisch richtig verhalte und gegenüber denen, die ich hasse ethisch falsch verhalte.”

    Und das finden Sie – aus ethischer Sicht – nicht gerade bedenklich? (Wen ich mag, behandle ich moralisch richtig, die, die ich nicht mag, nicht – und bin über die Mitgefühlsthese darin sogar noch gerechtfertigt, das so zu tun?).

    “Zuerst müsste man natürlich genau definieren was man unter Ethik versteht, jeder Philosoph hat dabei seine eigenen Ansichten”

    Nein, darüber, was “Ethik” bedeutet (mit was sie sich beschäftigt, was ihr Gegenstand ist), besteht überraschend viel Einigkeit in der akademischen Philosophie (sehen wir mal von Habermas ab, der strikt dabei bleibt, “Ethik” anders zu verstehen). Es ist allgemein eher ein Vorurteil, zu meinen, eine Sache x würde von jedem Philosophen jeweils zwingend anders gesehen (es gäbe u.a. keine Schulen/Positionen, wenn dem wirklich so wäre).

    “Für mich ist vor allem auch ein anderes Kriterium wichtig, dass es mich fröhlich stimmt und dazu darf es nicht zu kompliziert sein.”

    Finde ich ein eher bedenkliches Kriterium, das Sie, so würde ich zumindest vermuten, in der Ingenieurswissenschaft kaum akzeptieren würden; es scheint mir jedenfalls nicht so gewinnbringend zu sein für eine kritische Hinterfragung von Annahmen/Behauptungen/Theorien usw.

  3. Alienus sagt:

    @Pasionaria

    Da die Aussage über die verlorene Zeit stimmt, drum nur ein verbal-homöopathischer Text.

    Ein Dalai Lama der Mathematik
    oder
    Nichts von Bedeutung.
    .

    Ein blubbernd Bloger aus unseren Kreisen,
    der hält sich für einen großen Matheweisen.

    Er sollt sein mathematisches Genie beweisen,
    sein Hirn tut nicht mal ein Mäuschen kreißen.

  4. Truth is within sagt:

    @ Wissen allgemein: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Siehe wissensmanufaktur.net und weiterführende Links oder Dr. Daniele Ganser. Schönen Tag!

  5. hm sagt:

    Eine in der Tat tragikomische Figur, dieser Dalai Lama. Und einverstanden mit Stamm, wenns darum geht, die offensichtliche Hypokrisie seiner westlichen Fangemeinde zu entlarven. Da würden sich einige Sketches für Giacobbo-Müller drehen lassen.
    Aber, hm, dass ein „in magischem Denken verhafteter“ gern mit hochrangigen Wissenschaftlern über die Quantentheorie diskutiert, oder dass jetzt „tibetische Klöster bis in die Neuzeit Feudalsysteme waren und die patriarchale Mentalität zur Unterdrückung der Frauen führte“ …
    Ich weiss nicht, dünken mich eher Gemeinplätze, die der China Daily kolportieren könnte, auch das Ausblenden der Menschrechtssituation in Tibet im Impulstext weist nicht gerade darauf hin, dass Stamm das Problem im Kern erkannt hat. Aber vielleicht schon, und dann wäre ihm wohl eine tibetanische PKK lieber.
    Aber dann sollte er das auch sagen, statt einen zugegeben etwas ulkigen alten Mann und seine westliche Fangemeinde an den Pranger stellen zu wollen. Wie gesagt – dies wäre eigentlich ein Job für Giacobbo und Müller.

  6. hm sagt:

    @ Christian Dürig
    Dürrenmatt versoff im Bordeaux? Hat da sein Verlag (oder zumindest dessen Name) auf ihn abgefärbt?
    Ja und wie war dass denn mit Sartre, der röhrchenweise Amphetamintabletten reinschmiss? Hat der dafür schneeweisse Lacken?
    Weiss ehrlich gesagt nicht, was Sie damit sagen wollen …

  7. Michael Bamberger sagt:

    @ hm

    “Aber dann sollte er das auch sagen, statt einen zugegeben etwas ulkigen alten Mann und seine westliche Fangemeinde an den Pranger stellen zu wollen. Wie gesagt – dies wäre eigentlich ein Job für Giacobbo und Müller.”

    Das eine tun und das andere nicht lassen lautet die Devise, denn heitere Persiflagen à la Giacobbo und Müller zu den diversen Rattenfängern von Hameln, ob diese nun als Dalai Lama, Bergoglio, Mohammed oder John Hagee daherkommen, dienen der Aufklärung. Deckungsgleiches gilt für Hugo Stamms kritische Betrachtungen in einem Blog wie diesem.

    Wo bliebe denn sonst die Aufklärung?

  8. Rabbi Jussuf sagt:

    Michael Bamberger

    Aufklärung?
    Wen soll man aufklären? Wie?
    Die, welche schnurstracks zu dem Guru laufen, der die möglichst inhaltsleersten Floskeln von sich lässt?
    Oder die, welche stante pede den Rattenfängern mit den meisten selbstgebastelten Welterklärungsrätseln hinterher rennen?

    Meistens handelt es sich um Faulheit, oder grandiose Selbstüberschätzung, gekoppelt mit einer marginalen Selbstkenntnis, sprich: Dummheit.
    In beiden Fällen wird man mit Aufklärung gegen die Wand laufen.

  9. andersen sagt:

    hm

    Solange, dass immer alte”Kaffee” aufgewärmt wird, bleibt die Menschen stehen.
    Wir in Europa müssen uns mit die Gedanken befassen, dass wenn die diplomatische Bemühungen mit Putin scheitet, gib es Krieg mit Russland.
    Was die Tibetaner betrifft, können wir nur die Möglichkeit erschaffen, dass die Tibeter der Zugang zum Bildung und Arbeit hat, damit sie ein unabhängiges Leben führen kann.
    Mehr nicht.
    Was vorher war, ist nicht Heute.
    Der Himmel draussen ist blau, es gibt nur ein paar Wolken und dieser Moment zu geniessen zu können , ist viel tiefer als das Meer und ich freue mich jetzt auf mein Arbeit, weil dies bringt mein Essen auf dem Tisch.
    Schönen Tag.

  10. hm sagt:

    @ Michael Bamberger
    Jaja, weniger erheiternd ist dann aber die Kritik an der Kritik.
    So ist m.E. die Verwendung des Begriffs „Gottkönig“ im Zusammenhang mit dem Dalai Lama insinuierend, wenn sie dazu dient, die (i.Ü. ach so sympathisch trollig-ulkig-lustige) Figur schlecht zu machen. Zudem ist der deutsche Begriff „Gottkönig“ sowieso Quatsch, wenn schon heisst das „sakraler König“, d.h. ein König mit auch priesterlicher Funktion, jedenfalls wenn man dem Frazers Goldenen Zweig zugrunde legt. Aber wo schreibt Frazer etwas über den Dalai Lama als Gottkönig bzw. sacred king?
    Nun …

  11. hm sagt:

    Ist der Begriff etwa irreführend? Jedenfalls garantiert, wen man im Buddhismus nach „Gott“ sucht – und dazu wohl auch noch eine Person vor Augen hat, meinen Sie nicht?

  12. andersen sagt:

    hm

    Menschen, wie die Esoteriker braucht ein Gott zu anfassen, somit ist es Widerspruch.
    Ich habe der Gott nicht in meiner Tasche.

  13. hm sagt:

    Jedenfalls wird man garantiert falsch landen (ich meine in seiner Interpretation) wenn man westlich geprägte Termini oder Konzepte wie Gott oder Gottkönig (bekannt auch: “Sünde” und “Teufel”) einfach auf aussereuropäische Kulturkreise projiziert und meint, dass man damit dann auch nur das Geringste erklären kann.

  14. hm sagt:

    @andersen
    Ich verstehe nicht, was Sie meinen. Ich bin kein Esoteriker, brauche keinen Gott anzufassen und habe verschiedene Gegenstände in meiner Tasche. Zudem habe ich im Moment auch keinen Hunger.
    Wenn Sie sich also darauf beschränken, mir sinnlos leere Worte an den Kopf zu schmeissen, so spricht ja das zu IHNEN – nicht zu mir. Warten Sie also getrost nur auf die Kommentare des Rabbis zu Ihrer Béchamelsauce-
    oder anders – etwas direkter gesagt: Dummheit ist nur nur lernbar (Jörg Jecke), manchmal ist einfach nur dumm, ansteckend und penetrant

    ,

  15. Christian Duerig sagt:

    @ h
    Die Menschen, die über Göttter oder Gott spotten, wissen nicht wie blöd sie sind. Spott, Lästerung, Narrentum, … decken die Verzweiflung dieser Menschen an. Unsere Menschwerdung wird schlicht ausgeblendet.
    Herr Bamberger hat mich aufgefordert, folgende Videos anzuschauen, damit ich mich nicht mehr blamieren würde:
    The Nature of Reality – Theory of Relativity, Quantum Science and Buddhist Theology (2-teilig)
    Am Schluss versucht sich der Dalai Lama aus der peinlichen Situation zu retten, indem er aus ihr einen Witz macht. Das Geheimnis des Witzes soll ein Geheimnis bleiben. (Kurz zuvor meinte der Dalai Lama, dass die Natur alles offenlegen würde und keine Gemeinisse verbergen würde.)
    Das Blabla in diesen Videos ist so widerlich (jeder interessierte Primaner am Gymi weiss mehr als in diesen Gesprächen tangiert wurde), dass mir Dürrenmatt mit seinen Lächerlichkeiten in Erinnerung kamen. Ich fragte mich, wie kann ein Herr Bamberger auf diese Videos verweisen. Das sich gegenseitige Zunicken bezeugt kaum das gegenseitige Interesse. Ich weiss, dass der Dalai Lama nicht über die Fähigkeiten verfügt, um dem gymnasialen Tratsch zu folgen. Wo sind die Lorentztransformationen, aus welchen all diese Merkwürdigkeiten folgen?
    Ich weiss, dass Sie mit Ramamurti Shankar Physics I Lesson 12 – 16 mehr Nutzen ziehen können. Jeder Interessierte kann sich via You Tube davon überzeugen.
    Ich weiss, dass sich ein Dalai Lama für die Naturwissenschaften nicht interessieren kann, denn ihm fehlen schlicht die Voraussetzungen dazu. Das sich Löslösen von den alten Schriften ist der erste Schritt, der getan werden muss, damit Mathematik einfliessen kann. Ohne Mathe geht nichts !

  16. andersen sagt:

    hm

    Habe ich gesagt, dass Sie ein Esoteriker sind?
    Nein.
    Also.
    Und was ein Rabbi sagt, interessieren mich auch nicht.
    Ich habe Sie nur ein schönen Tag gewünscht und noch darf man in diesem Land, nette Worte verschenken.

  17. Michael Bamberger sagt:

    @ Rabbi Jussuf

    “Aufklärung? Wen soll man aufklären? Wie?”

    Hier nur ein Beispiel:

    Was anders hat denn Franz-Peter Tebartz-van Elst demaskiert und schliesslich verjagt, sowie sein Image bei seinen Schäflein und in der öffentlichen Meinung in den Keller gesandt, als die Karikaturen in der Presse und die Persiflagen anlässlich des Faschings, gekoppelt mit dem Recherchierjournalismus, welcher zur Aufdeckung seiner Machenschaften und zu seinem “Ehrentitel” als Protzbischof führten?

    Welche Alternativen schlägst Du denn vor?

  18. hm sagt:

    @ Christian Duerig
    Ich wollte mich eigentich auch der Physik zuwenden, jedenfalls die doch relativ einfach anmutende Gleichung zum Big Rip nachvollziehen. War bisher aber zu faul, doch zu wenig motiviert und hatte v.a. Bessers zu tun. Aber naja, vielleicht bin ich in Vielem einfach zu oberflächlich: Auch hier, beim Themenkreis Dalai Lama, Buddhismus (und Gott) weckt v.a. der sog. Tulku mein Interesse. Bevor Sie nun aber den ganzen Wiki-Artikel lesen: Das sog. Tulkuystem wurde in Tibet unter Fremdherrschaft eingeführt. Es schwächt die lokale Herrschaft, da diese nicht z.B. über Erbfolge oder Wahl weitertradiert wird, sondern eben über dieses System. Es ist da vielleicht ein wenig vergleichbar mit der Messiaserwartung im späthellenistischen Judentum.
    Jedenfalls ist der Dalai Lama in etwa so machtlos wie der Rex Judaeorum.

    @andersen
    Der Dalai Lama schenkt Ihnen ein Meer an netten Worten !
    🙂

  19. andersen sagt:

    hm
    Das kann er soviel er will, wie andere auch.
    Mein grösste Glück habe ich, dass ich mit zwei Ohren geboren bin.

  20. hm sagt:

    andersen
    Aber tuts mehr als andere, dünkt mich. Gut, die Queen ist ja auch immer äusserst höflich und zuvorkommend, wenn auch vielleicht ein wenig steiff. Aber auch sie ist ja sakrale Königin, schliesslich ist sie auch Oberhaupt der anglikanischen Kirche. Die dänische Königin hingegen ist keine sakrale Königin mehr – war es aber bis ins 19. Jh.!
    Sicher wissen Sie mehr dazu.
    Noch bez. Ohren: Im Moment gehe ich NUR mit Kappe oder Stirnband raus! (und darunter ‘nen Radiowalkman)

  21. Rabbi Jussuf sagt:

    andersen
    ja, Ihre Ohren sorgen für eine gute Durchlüftung der inneren Hohlräume. Mehr wird da nicht sein.

  22. Rabbi Jussuf sagt:

    Michael Bamberger
    Gut, dafür benötigt man schon Aufklärer. Aber ist das wirklich Aufklärung? Ist es nicht doch eher ein Beeinflussen der Massenmeinung?
    Aber einen einzelnen aufklären? Ich weiss nicht. Was gewisse Leute in der Schule und im Elternhaus verpasst haben, lässt sich kaum mehr aufholen.
    Dafür haben wir hier im Blog ja einige Musterexemplare.

  23. hm sagt:

    @ Christian Duerig
    Ich mussnoch mein 13.23 korrigieren: Das Tulkusystem wurde natürlich nicht “eingeführt”, aber es entstand während der Zeit der mongolischen Fremdherrschaft.

  24. hm sagt:

    Dabei ist der Dalai Lama natürlich nicht der einzige Tulku, aber der wichtigste – oder hält sich zumindest dafür – aber der Ehrentitel “Dalai Lama” wurde durch Altan Khan verliehen, i.Ü. auch als Zeichen wohlwollender Schirmherrschaft des Mongolenfürsten über Tibet. Diese “wohlwollende Schirmherrschaft” über Tibet übernahmen in der Folge ja dann auch Chinesen, Russen und Engländer – und zuletzt dann wieder Chinesen, diesmal als antiimperialistische Säkularisten und radikale Modernisierer …

  25. nobody sagt:

    @hm
    Es gab keinen “Big Bang” und es wird auch keinen “Big Rip” geben. Das Universum ist zeitlos, unendlich und die Rotlichtverschiebung von Hubble wurde von Hawkings et al. im letzten Jahrhundert falsch interpretiert. Hawkings selber sprach in den 90er Jahren des letzten Jahres davon, dass er in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts die Wissenschaftsgemeinde erst von seiner Hypothese überzeugen musste – um dann in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts sie wieder vom Gegenteil überzeugen wollte. Ironischerweise hatten sich dann schon alle namhaften Institutionen / Wissenschaftler / Medien so an seine Hypothese aus den 70er Jahren “gewöhnt” (sprich: haben all ihre Forschungsarbeiten / Prestige und Gelder dort hinein gebuttert), dass keiner mehr “Lust” verspürte nun wieder eine radikale Kehrtwendung zu machen.

  26. nobody sagt:

    @hm
    Nachtrag:
    Wenn schon die angeblich “exakten” Naturwissenschaften einen solch krassen “Lapsus” produzieren konnten (wie oben beschrieben), kann man sich kaum vorstellen wie sehr solch ideologisch verbrämte “Wissenschaften” wie die Wirtschafts”wissenschaften” in den letzten paar Jahrzehnten Potential besassen zu versagen (sprich: nicht einfach Propaganda für den Status Quo zu liefern, sondern tatsächliche Erkenntniss über die Funktionsweise des Kapitalismus und inwiefern dieses System überhaupt noch zeitgemäss ist).

  27. Karl Martell junior sagt:

    Da loben wir uns schon den Aga Khan, der sich einer etwa gleichen Anhängerschaft wie der Dalai Lama rühmen kann. Aber er macht kein Brimborium und hat ausser seinen Anhängern keine andere. Erstaunlich,dass der eine Mohammedaner der andere Buddhist bist .Aber alleweil fordern beide ihre Angehörigen nicht auf, anders Gläubige umzubringen.

  28. Pasionaria sagt:

    Alienus
    Cc Ch. Duerig

    “Ein blubbernd Bloger aus unseren Kreisen,
    der hält sich für einen großen Matheweisen.

    Er sollt sein mathematisches Genie beweisen,
    sein Hirn tut nicht mal ein Mäuschen kreißen.”

    Nichts von Bedeutung
    oder
    doch gefaehrliche Nullen

    Der blubbernde Blogger bei ‘Gott’ nicht aus unseren Kreisen
    Kopf voran ab dem Karren gefallen, dem der Weisen.

    einer der mit seinen Pseudo-Mathekenntnissen tut prahlen
    beweist, dass die Summe von Nullen doch sind gefaehrliche Zahlen!

  29. Pasionaria sagt:

    K. Martell(en) Sohn
    “Da loben wir uns schon den Aga Khan, der sich einer etwa gleichen Anhängerschaft wie der Dalai Lama rühmen kann. Aber er macht kein Brimborium und hat ausser seinen Anhängern keine andere. Erstaunlich,dass der eine Mohammedaner der andere Buddhist bist .Aber alleweil fordern beide ihre Angehörigen nicht auf, anders Gläubige umzubringen.”

    Welcher Aga Khan ist gemeint?? Sicherlich, der IX, bei dem 2 + 2 = 6 geben (> behalte 2), der dabei nicht nur wie Sie mit behalte 1 wohlhabend wurde, sondern einer der reichsten Maenner der Welt, mit einem Vermoegen von mindestens zehn Milliarden Euro! (Zum Glueck ist der nicht mehr so viel wert!!)

    Uebrigens, fuer blauaeugige Dalai Lama und den tibetanischen Buddhismus Verklaerende á la KMJ oder Duerig, aber auch fuer alle anderen:
    http://www.gottkoenig.de/node/30.HTML

    .
    hm

    “So ist m.E. die Verwendung des Begriffs „Gottkönig“ im Zusammenhang mit dem Dalai Lama insinuierend.”

    So weit ist dieser ‘Kosename’ nun auch wieder nicht hergeholt. Wird doch hochoffiziell von > Seiner Heiligkeit, als von > Gott, gesprochen; auch ist er der oberste Repraesentant des “spirituellen Tibet” ergo > Koenig. Somit haben wir durch und durch ‘unseren’ Gottkoenig. Noch fragen, guter hm?
    Auch dazu ist obenerwaehnter Link hilfreich.

    .

    andersen

    aha Sie haben zwei Ohren, auch eine Zunge? Wissen Sie eigentlich warum? Damit der Mensch doppelt so viel hoeren kann, wie er spricht. Wieso befolgen Sie denn dieses Naturgeschenk in keinster Weise?

  30. Rabbi Jussuf sagt:

    hm
    Man kann leicht von innerem Hohlräumen in die Kosmologie einsteigen, indem man die Grenzschicht zwischen innerem und äusserem Hohlraum als Mittelpunkt eines andersenpozentrischen Weltbildes beschreibt.

    Da gilt es eigentlich nur noch ein wenig den Almagest des Ptolemäus umzuschreiben.

  31. Brunhild Steiner sagt:

    @Optimus:

    “Marcel Mertz 10. Februar 2015 um 05:33 Optimus 9. Februar 2015 um 23:04
    “Man kann alles im Detail zerreissen”,
    Ich finde nicht, dass ich etwas “zerrissen” habe. Nur problematisiert.
    “aber die Selbstanalyse bestätigt mir, dass ich gegenüber den Menschen, zu denen ich ein Mitgefühl empfinde, mich aus Freude ethisch richtig verhalte und gegenüber denen, die ich hasse ethisch falsch verhalte.””

    Wie genau sieht die letzte Aussage in der Praxis aus? Nehme ja nicht, dass Sie Ihrem “fehlenden Mitgefühl” da die Steuerung übergeben?
    Aber eigentlich genau der Punkt, weshalb mich das Ding mit Ethik und ab wann das in der Schule unterrichtet werden sollte (aus dem TA Artikel über die Veranstalung in Basel), so stört.
    Damit Menschen sich grundsätzlich mit Anstand, Respekt und Mitgefühl begegnen können, egal ob einem das Gegenüber sympathisch ist oder nicht, egal ob es besonders nett, oder vielleicht sogar hinterhältig (diesen begegnen wir ja durchaus ebenfalls) ist, ist es von Vorteil dies von Beginn weg im Auge zu haben und altersentsprechend aktuell und präsent als “Familienthema/Menschenthema” zu leben.

  32. Pasionaria sagt:

    Optimus
    05.23h
    Danke fuer die Erweiterung…… von dieser Geistesgroesse kann ich nicht genug kriegen.
    Zum Beispiel als Abendweisheit:
    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt (und im Stammblog Anm. Pas.) sein.

    .

    Rabbi Jussuf
    “Meistens handelt es sich um Faulheit, oder grandiose Selbstüberschätzung, gekoppelt mit einer marginalen Selbstkenntnis, sprich: Dummheit.
    In beiden Fällen wird man mit Aufklärung gegen die Wand laufen.”

    Das trifft selbstverstaendlich in vielen Faellen zu, aber dann existiert auch noch eine Kategorie > labile Menschen, aus welchem Grund auch immer. Bei denen kann man eventuell mit Aufklaerung doch etwas bewirken. Vielleicht helfen ihnen gewisse Tatbestaende aus dem Erfahrungsschatz von Beteiligten, ihr ‘Glueck’ nicht total zu kanalisieren, sei es in die Esoterik, in einen Glauben oder sonst eine Verblendung.

    Vorallem auch bei der Homoeopathie kommt die Offenlegung von Maengeln und Schwindel doch beim einen oder andern an.

    Fuer mich ist die erste Stufe der Aufklaerung ohnehin, wenn der Mensch bereit und faehig ist, ueber seinen Zustand nachzudenken und zu hinterfragen.

  33. Relax sagt:

    @ Pasionaria
    “Fuer mich ist die erste Stufe der Aufklaerung ohnehin, wenn der Mensch bereit und faehig ist, ueber seinen Zustand nachzudenken und zu hinterfragen.”

    Dann fangen Sie doch endlich damit an, statt wie eine Oberlehrerin (gibt es das?) Ratschläge zu erteilen.

  34. andersen sagt:

    @Relax (pasionaria 1:19)

    Sekten benützen immer das “Reparaturtrick”, eben ob der Mensch” bereit” und ” faehig” ist über seinen “Zustand” nachzudenken und zu hinterfragen.

    Ja, wer auf solche Frechheiten reinfällt, ist wirklich Reif für die dieser Pasionaria-Freidenkersekte.

  35. Rabbi Jussuf sagt:

    Pasionaria
    Zwischen unseren Beiträgen haben wir doch grad die Klassiker, die ich meinte. Ja, sie wehren sich sogar mit Händen und Füssen (ohne Kopf natürlich) gegen eine Aufklärung, deren ersten Schritt ich genau so sehe wie du.
    Aber du hast recht, es gibt noch eine Gruppe dazwischen. Nur sind die sehr rar gesät, oder öffnen sich erst, nachdem sie viele unerträgliche Erfahrungen gemacht haben. Ja nicht einmal das genügt, die meisten rennen dann einfach in die nächste geistige Abhängigkeit um ja bloss nicht ihr Gehirn benützen zu müssen.
    Es ist schon eine Sisyphusarbeit, die unter anderen Hugo Stamm und sicher auch Georg Schmid da leisten.

  36. andersen sagt:

    @Herr Duerig

    Darum brauchen wir auch keinen geistlichen Führer in Europa, wie Dalai Lama oder sonst jemanden.
    Herr Junker hat die Bundespräsidentin in Brüssel ein Kuss auf die Wange gegeben.
    Das war’s.

  37. hm sagt:

    @Pasionaria
    Man braucht nicht auszudiffernzieren, wenn man nicht will. Dalai Lama? Ah, ein Gottkönig, wie etwa Tutanchamun, Nebukadnezar, Alexander der Grosse, Jesus Christus, Julius Cäsar, versch. Heilige Könige (ich meine nicht nur die drei, auch z.B. Harald Schönhaar), mit noch direkteren Kontakten nach oben natürlich der Stuhl Petri, Tenno oder der Sohn des Himmels, mit Stellvertretungscharakter dann auch der Dalai Lama oder der König von Thailand (als Bodhisattvas), alle Ihre Heligkeiten haben sie irgendwie mit Religion aber auch mit weltlicher Herrschaft zu tun, nicht?
    Also ich bin da mehr für Ordnung: Der Dalai Lama ist Oberhaupt der Gelug-Schule des tibetanischen Buddhismus, dort höchster sog. Tulku, also lebender Buddha oder Bodhisattva, oder eben, je nach Lesart, auch “Gottkönig” (aber dann bitte nicht zu verwechseln mit dem “Sonnenkönig”, zwar auch ein charismatischer Herrscher und i.Ü. auch Oberhaupt der gallikanischen Kirche, jedenfalls sofern der Gallikanismus als Kirche betrachtet werden kann); Weitere Hintergrundinformationen wie immer durchgoogeln: http://www.info-buddhismus.de/index.html

    @Rabbi Jussuf
    Ja, auch ein passendes hm-zentrisches Weltbild lässt sich auf Ptolomäus zurückführen, mit den dafür notwendigen paar kleinen Anpassungen am Modell, d.h. unter Einbezug von nobodies augenöffnenden Informationen über den sphären- und damit endlosen Raum des Steady-State Universums! Endlich raus aus der 4-D-Kugel! Was wollen wir denn schon mit Mikrowellenhintergrund und Rotverschiebung?

  38. olive sagt:

    @ Pasionaria
    11. Februar 2015 um 01:19

    “Vorallem auch bei der Homoeopathie kommt die Offenlegung von Maengeln und Schwindel doch beim einen oder andern an. ”

    Wenn du bei Amazon in die Buchrezensionen reinschaust, wird dir erst richtig klar, dass es bei der H. um einen Glauben geht.

    Zum Beispiel die Bücher “Die Homöopathielüge” oder “In Sachen Homöopathie – eine Beweisaufnahme”
    ( contra)

    oder “Homöopathie für Skeptiker” !!!

    ( pro, von einer konvertierten Medizinerin )

    da entbrennen wahre Kriege, zum Glück nur virtuell, dazwischen Mediziner und eine Chemikerin, die mit Sachverstand und Engelsgeduld ausgestattet, versuchen, durch Information in die hasserfüllten Angriffe der Pro-Homöopathiker klärend einzugreifen, alles umsonst.

    Wer glaubt, der glaubt .

  39. alles Roger sagt:

    @ Olive

    “Wer glaubt, der glaubt.”

    Glaube ich nicht.

  40. Grain sagt:

    …Hier kommt die flüssige Intelligenz zum Tragen…
    Welche flüssige Intelligenz meinen Sie? Den Flaschengeist? So wie Wein, Schnaps usw. Bei manchen solls zu Erkenntnissen führen.

    …Im nächsten Beitrag äussere ich mich zum Kontext GESCHICHTE…
    Bitte nicht!!!!!!!

  41. hm sagt:

    Geschichte?
    Ist Rekonstruktion. Man soll sich dabei quantitativer Methoden bedienen, was ja die heutige Sozial- und Wirtschaftsgeschichte auch macht. Die Aussagen sind in der Folge ja eindeutig und plausibel oder dann aber anhand der Überprüfungsmöglichkeit der Quellen bzw. des darin enthaltenen Zahlenmaterials zumindest widerlegbar. Das ist die exakteste Form von Geschichte, hier werden Strukturen aufgedeckt.
    Bei Sitten und Bräuchen, wie das früher einmal hiess, z.B., also bei menschlichen Gesten, Ritualen oder Habits oder beim Betrachten von Mode- und Stilformen, sind eindeutige, absolute Aussagen natürlich nicht möglich bzw. es kommt auch niemand darauf zu fragen, wie viele Männer während der Revolution von 1848 Zylinder, wie viele Melonen und wie viele Mützen trugen. Trotzdem sind Melonen, Zylinder und Mützen Gegenstände mit historischem Interesse, wie schlussendlich jeder Gegenstand, wobei sich im Vergleich und im Bemerken von Unterschieden und Veränderungen der Sinnzusammenhang immer mehr ausweitet. Und wer nicht neugierig ist, braucht ja auch nicht ins Museum zu gehen.
    So. Die Anordnung von Abbildern vergangener Realität können beim Betrachter gar eine Art innere Vorstellungswelt produzieren, aus der heraus sich Alltagsleben, Mentalitäten, Menschenbildern, Weltanschauungen oder Lebenswelten rekonstruieren lassen. Natürlich grenzen wir hier an dann den Bereich der historischen Fiktion, das dazu nötige Hineindenken in eine Zeit oder Epoche ist dabei aber etwas aufwändiger als das blosse Durchrechnen verschiedener Parameter, Herr Duerig.

  42. hm sagt:

    @ Christian Duerig
    Natürlich ist für den “Kontext Zeit (Geologie)” mein Ansatz nicht gedacht, sondern für den Kontext Geschichte. Darunter versteht man üblicherweise die “historische Zeit”, die mit den ersten erhaltenen schiftlichen Quellen zu laufen beginnt.
    Das mag für Sie Illusion oder Fata Morgana bleiben, aber wenn Sie in fremde Länder reisen, schauen Sie dann nur auf den Boden? (im Kontext Geologie)

  43. Christian Duerig sagt:

    @ hm
    Es ist das Lachen, das die Blutzirkulation anregt und zu nützlicheren Gedanken führt. Der Humor kann am Galgen enden. Er wird mit Galgenhumor bezeichnet und soll angeblich die “wertvollste Form” von Humor aufweisen.
    Der Humor vom Dalai Lama ist ein Geheimnis ! Können Sie damit etws anfangen ?
    Hoffentlich haben Sie genügend Mathe, damit Sie Ihre Dosis von Alkohol, LSD, … , Humor so abwägen, dass Sie überleben können. ( Der Schurke Paracelsus meinte: “Auf die Dosis kommt es an !”
    In Kinderspitälern sind es die Clowns, die das Lachen aus dem Hut zaubern. Die Kleinen, wissen noch nicht was Humor ist; aber sie Lachen.

  44. Karl Martell junior sagt:

    Geschichte. Eine nur noch an Hochschulen geübte Erinnerungskultur. Ansonsten gilt doch Karl Poppers Diktum: Wir wollen aus der Geschichte nicht lernen. Siehe Ukraine, Siehe Russland, siehe Nordnigeria, siehe Irak, siehe Haiti, siehe Lübien, siehe Somalia, siehe Afganistan, siehe Abessinien, siehe China, siehe Venezuela, siehe Kuba. et cetera. Ausnahme: Schweizerische Eidgenossenschaft und Deutschland (modisch BRD). Ich erwarte Widerspruch.

  45. Stiller Leser sagt:

    @ Karl Martell junior
    11. Februar 2015 um 18:03

    Ihr Widerspruch liegt darin, dass Sie den gleichen Fehler machen wie alle. Sie reden zwar in WIR-Form, meinen aber nur die Anderen, die nichts aus der Geschichte lernen wollen. Tatsache ist, Sie können weder die Ukraine, Putin, den Dalai Lama usw. noch die Schweiz ändern – nur sich selber.

  46. Karl Martell junior sagt:

    @Stiller Leser.
    aber nicht doch können wir Eidgenossen die Schweiz ändern, siehe Abstimmung 9.2.14. und SNB 15.2.15, Wir Eidgenossen sind nicht wie die UNO aufgerufen, die Welt zu verändern. Die UNO war ja sehr erfolgreich im Palästinakonflikt., im Ukrainekonflikt, im Kosovokonflikt, im Ruandakonflikt et cetera. Aber wir unterstützen mit Steuergeldern die erfolgreiche UNO, ebenso die EudSSR.
    Wir, die Nettosteuerzahler, derer einer ich bin, eine abnehmende Zahl. Alles unklar? Pluralis minoritatis.

  47. Alienus sagt:

    @Karl Martell junior vom 11.02.2015 um 18.57

    Irgendwie scheinen Sie auch wie der Dalai Lama eine undurchdringliche und verworrene Aura zu besitzen.

    Vor kurzer Zeit meinten Sie gemeinsam mit der NATO (hier besonders die USA) hätten Sie den kalten Krieg gewonnen. Nun, wenn dies so sein sollte, so können Sie doch nicht diesen Schwachsinn „EudSSR“ schreiben. In der offiziellen Lesart würde dieses Erbrechen wie folgt lauten: „Europäische Union der Sozialistischen Sowjet Republiken“! Aber das ist doch Geschichte. Eigentlich ein recht krankes Denken. Wenn Sie es brachen, so sollten Sie lieber „EuRF“ Europäisch Union und Russische Föderation“ schreiben.

    Drum die Frage an Sie:
    1. Haben Sie diesen Blog mit Ihrer Aussage bezüglich Ihres Mitkämpfens zum Sieg im kalten Krieg angeschwindelt?

    Oder
    2. Sind Sie in der Zeit des kalten Krieges stehen geblieben?

    Oder
    3. Haben Sie komplett die Orientierung verloren?

    Oder
    4. Verscheißern Sie etwa diesen Blog?

    Oder
    5.Lernen auch SIE nichts aus der Geschichte?

    PS: Habe inzwischen das Schlachtfeld, auf welchem Sie den grandiosen Sieg im kalten Krieg errungen haben wollen, recht präzise verortet! Würde dieser bekannt werden, könnte es sehr peinlich werden!!!

    Ihr Sie immer gerne lesender Fremder.

  48. Hypatia sagt:

    hm am 11. Februar 2015 um 16:15

    “Geschichte?
    Ist Rekonstruktion. Man soll sich dabei quantitativer Methoden bedienen….”

    Es erstaunt mich doch immer wieder, wie sehr doch die heutige Zeit der Zahl vertraut. Dabei ist doch jede Zahl so leer wie die Null, wenn in ihr nichts Substanzielles, sprich nichts Qualitatives zu finden ist. Nichts plus nichts gleich nichts. Der Nihilismus blüht, wo nur Zahlen gezählt werden zu Milliardenmillionen und noch mehr. Aber nichts hinterlässt eine Spur aus leeren Stunden. Leere, so lehrt die Zahl, ist nichts. Nichts, so lehrt die Weisheit, ist die Erfahrung des Seins. Und so schöpft denn der Mensch seit seinem Ur-Sprung aus Nichts sein Sein.- und keine Zahl vermag dies zu zählen, nur das Wort hört zu und erzählt seine Geschichten…

  49. Optimus sagt:

    @nobody
    Das ist das Prinzip der Wissenschaft, dass man eine Hypothese aufstellt und die zu beweisen versucht. Gibt es eine bessere Methode um der Wahrheit näher zu kommen?

    Es gibt auch das umgekehrte, Einstein hatte man jahrelang als Spinner ausgelacht, als er die Hypothese der Zeitdilatation aufgestellt hatte und was war mit Galileo

  50. hm sagt:

    @Hypatia
    So zwischen dem voranfänglichem und dem posthumen Nichts ist aber schon etwas. Ziemlich viel sogar.