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Die Weihnachtskrippe als Folklore

Hugo Stamm am Samstag den 20. Dezember 2014
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Die Jesusfigur als Blickfang für die Kundschaft: Eine Weihnachtskrippe in einem Schaufenster. (Bild: Keystone)

Von der Weihnachtsgeschichte geht eine starke Symbolkraft aus. Egal, ob es sich bei ihr um einen reinen Mythos handelt. Egal auch, ob sie mit dem realen Leben von Jesus überhaupt etwas zu tun hat. Wir kennen die Geschichte seit Kindesbeinen: Jesus, der Sohn Gottes, kommt in einem Stall zur Welt und liegt auf Stroh. Der König der Christen verzichtet auf Pomp und Fanfaren. Zeugen sind die Tiere im Stall. Und die Engel erscheinen nicht den Schriftgelehrten, Reichen und Mächtigen, um das Ereignis zu verkünden, sondern den Hirten auf dem Feld. Diese Inszenierung ist Programm.

Die Botschaft lässt keine Zweifel offen und keinen Interpretationsspielraum zu: Jesus verzichtet auf Privilegien und zelebriert Bescheidenheit. Einfachheit wird zum religiösen Symbol. Und Jesus zieht das Lebensmotto konsequent durch. Er verzichtet auf eine Frau, eine Familie und zieht als Wanderprediger durch das Land. Ein entbehrungsreiches Leben.

Von diesem Geist ist im Christentum nicht mehr viel übrig geblieben. Vor allem wenn wir seine Geburt feiern. Denn nie im Jahr blühen Konsum und Luxus so sehr wie zur Weihnachtszeit. Die Umsätze der Boutiquen und Grossverteiler schiessen in Rekordhöhen. Und wir schlagen uns die Bäuche voll wie sonst selten.

Selbst die heutigen Diener dieses Jesus von Nazareth werden vom modernen Weihnachtsrummel erfasst. Schon der Ort im Vatikan, wo der Geburt des Sohnes Gottes gedacht wird, ist ein Prunkstück: Der Petersdom. Und die Kardinäle und Bischöfe schreiten im feinen Stoff in die Kirche. Auch der Gottesdienst ist eine prunkvolle Inszenierung.

Solche Veranstaltungen sind in der heutigen PR- und Kommunikationswelt auch effektvolle Selbstdarstellungen. Fernsehanstalten rund um die Welt bringen Bilder vom Weihnachtsgottesdienst. Deshalb muss die Inszenierung auch optisch attraktiv sein. Und viele Mitglieder der Kurie sind dem weltlichen Genuss durchaus zugetan. Ihr ästhetisches Empfinden verlangt einen würdigen Rahmen. Und man fragt sich, ob sie sich fragen, was Jesus wohl zu einem solchen Auftritt zum Gedenken an seine Geburt im Stall denken und sagen würde.

Ich entdeckte in diesen Tagen in Madurai, Südindien, im Schaufenster einer Kleiderboutique, eine Krippe mit Jesus, Maria, Joseph und all den Tieren im Stall. Der nackte Jesus als Blickfang für die Kunden, die gern teure Kleider tragen und sie im Laden kaufen sollen. Auch dafür muss Jesus herhalten. So ist er mit seiner Krippe zum Accessoire und zur Folklore verkommen.

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499 Kommentare zu “Die Weihnachtskrippe als Folklore”

  1. Amara sagt:

    @Pasionaria: ein Film wie ZG gehoerte schlicht und einfach verboten

    Nur das nicht, dann sind simple Gemüter erst recht der Meinung, dass es sich dabei um die Wahrheit handeln müsse, die von den bösen Verschwörer unterdrückt wird. Gegen Filme wie ZG hilft nur Aufklärung (ich bewundere die Geduld von Alienus, bei Ueli und Schlegel scheint zwar Hopfen und Malz verloren, aber vielleicht geht ja ein paar stillem Mitlesenden ein Licht auf) oder Spott.

  2. Bernhard Schlegel sagt:

    Amara

    Hopfen und Malz
    Sei bei uns verloren?
    Das ist noch nichts
    Gegen das hörige Schmalz
    In Deinen lieblichen Ohren.

  3. Bernhard Schlegel sagt:

    Amara

    Hast Du gerade richtig gehört?
    Nein!
    Richtig ist:

    Hopfen und Malz
    Sei bei uns verloren?
    Das ist noch nichts
    Gegen den hörigen Schmalz
    In Deinen lieblichen Ohren.

    Jetzt verstanden?

  4. Pasionaria sagt:

    Amara
    “@Pasionaria: ein Film wie ZG gehoerte schlicht und einfach verboten.
    Nur das nicht, dann sind simple Gemüter erst recht der Meinung, dass es sich dabei um die Wahrheit handeln müsse, die von den bösen Verschwörer unterdrückt wird.”
    Natuerlich hast Du wieder einmal zu 100 % recht! Nur, es reimte sich einfach soooo schoen und anstaendig auf …..Noten!
    Du kennst ja meine angeborene Hoeflichkeit!!! Es haette sich natuerlich auch auf > Idioten gereimt z.B. “ein Film wie ZG gedreht ja sowieso nur fuer Id……”, aber dies schien mir niedergeschrieben doch etwas zu deftig.
    Sicher verstehst Du nun.

  5. Bernhard Schlegel sagt:

    Pasionaria

    Beschränke Dich nicht noch mehr…
    Schreib immer frisch von der Leber.

  6. Pasionaria sagt:

    Bernhard Schlegel
    ….. bin doch kein Flegel

    Schade reimt’s bei Ihnen nicht mal mehr, eben,
    vorallem aber das ….Dichten such ich vergeben!

  7. Alienus sagt:

    @Bernhard Schlegel

    Nun, zum Abschied nochn Schüttelreimchen als eine kleine Nachdichtung bezüglich des Pensionistendarseins.

    Die Hosen gestrichen voll?

    Sicherlich ja!

    Das neue Problem: Woher gibt’s neue Clowns
    .

    Schlägel zur Tötung abgelebter Greise
    oder
    Die undankbaren Erben
    oder
    Thors Hammer löst alle Probleme

    Einer hatte Hab und geistig Gut,
    sowie noch etlich närrisch Mut.

    Das alles wollte er weiter geben,
    nach Höherem tat ihn es streben.

    Die Erben, die dumpf da leben,
    an niedern Bedürfnissen kleben.

    Die nur nach Materiellem gieren,
    trunken kriechen auf allen Vieren.

    Herniederreissen ihren Wohltäter,
    sogleich keulen tun, nicht später.

    Die Keule trifft des Hirnes Ziel,
    dem Erblasser war’s da zu viel.

    Die Moral dieser Geschichte ist,
    vererb nie, wenn’s bei Troste bist.

  8. :) Jim Knopf sagt:

    Amara = die perfide Richterin , die vorzugsweise anderen eine von ihr auserwählte Gesinnung anhängen will ; und das unerBITTERlich!

    Pasionaria = ein unbewegliche Raumschiff, manövrierfähig nur im Duo?…das sich gern temporär an eine Figur andockt und schließlich nachtragend die Bahn verläßt und nach neuen Fliegern in Weltenmeeren sucht, die ihren Kurs bestätigen

  9. mittwochs sagt:

    oot
    Fakten
    (“der geduldige deutsche Steuerzahler” (heute britischer Kommentar….)”

    sollte man wissen:
    “Flucht in die Kriminalität
    Ein kleiner Teil der jungen Flüchtlinge in Hamburg wird durch Gewaltbereitschaft zum großen Problem
    h ttp://www.abendblatt.de/hamburg/article136092983/Flucht-in-die-Kriminalitaet.html
    Das ist NUR Hamburg!
    Und dieser als Extremist, Dumpfbacke, und Rattenfänger, Ungebildeter und Ausländerfeind uvam. bezeichnete geduldige deutsche Steuerzahler kann sich nur wundern, dass darüber einmal in einer deutschen Zeitung berichtet werden “darf”!
    So.So siehts aus! (Wären GB oder CH auch “so geduldig” gewesen?)
    genug :- (

    —-

    [Ja… was war ich doch “labil”, nicht wahr, da ich mal mit einer Freikirche zu tun hatte….? Hätte ich noch vor einiger Zeit mich einschüchtern lassen, meine Meinung hinterm Berg zu halten und zu wenig Rückgrat gezeigt, mein Recht (was ist das?) einzufordern…Und nun bin ich auch noch gefährlich! :- )]

  10. olive sagt:

    Neben dem ganzen Verschwörungsbrimborium
    überschätzt der Filmer die menschliche Natur vollkommen, indem er darstellt, dass einzelne Personen oder manchmal auch “das System” vollkommen überlegen und überlegt die Vorgänge auf der Welt steuern.

    Die Einflüsse der individuellen Eigenschaften, die Einflüsse der Biologie des Menschen, der Hang zum Aberglauben u.v.a.m. wird ausser Acht gelassen.

    Ein Kitsch.

  11. Ueli sagt:

    Dichtender Kapitalist reimt sich auf Krypto-Faschist
    Verschwörungstheorie reimt sich auf Plutokratie
    Demokratie reimt sich auf Phantasie
    Geld reimt sich auf Antiheld
    Monotheismus reimt sich auf Jesus Christus
    Spiesser Refugium reimt sich auf dumm

  12. Ueli sagt:

    @olive
    Jedes mal wenn mit der “menschlichen Natur” argumentiert wird (egal in welchem Zusammenhang) werde ich mal aus Prinzip skeptisch. Abgesehen davon: Die Filmer haben nicht ohne Grund erst mal erklären wollen, dass die meisten anscheinend “natürlichen” / “unabänderlichen” Faktoren, die bei Menschen zu Kriminalität, Armut, Wahnsinn u.s.w. führen nicht einfach akzeptiert werden müssen und von der disfuktionalen Gesellschaft überhaupt erst ins Leben gerufen werden. Wenn 95 % der Gefängnisinsassen der USA z.B. direkt oder indirekt wegen Delikten, die mit Geld zu tun haben, im Knast sitzen – kann man doch nicht behaupten, dass in einer Gesellschaft ohne Privateigentum und Geld diese “Verbrechen” auch passieren würden…

  13. olive sagt:

    @ Ueli
    7. Januar 2015 um 17:27

    “Jedes mal wenn mit der “menschlichen Natur” argumentiert wird (egal in welchem Zusammenhang) werde ich mal aus Prinzip skeptisch”

    Ich tue dies im Zusammenhang mit der Evolution, nämlich damit, dass wir überhaupt eine Natur haben, resp. ein Teil der Natur sind und vieles, was wir tun, damit zu tun hat.
    Dass wir Triebe haben, z.B. den Überlebenstrieb, der dazu führen kann, dass wir egoistisch sind und andere verdrängen.

    Da wir aber hoch entwickelte Tiere sind ( vielleicht noch lange nicht so hoch, wie wir es gerne wären ) versuchen wir, dem rational zu begegnen, nicht zuletzt mit Überlegungen, wie es wäre, ohne Kapitalismus und ohne Geld zu leben.

  14. Rabbi Jussuf sagt:

    olive
    “Neben dem ganzen Verschwörungsbrimborium
    überschätzt der Filmer die menschliche Natur vollkommen, indem er darstellt, dass einzelne Personen oder manchmal auch “das System” vollkommen überlegen und überlegt die Vorgänge auf der Welt steuern.”

    Genau das macht ja das Verschwörungsbrimborium aus!

    Aber auch die Kommunisten…

  15. Ueli sagt:

    Geld lebt von der Angst der Gläubiger und Schuldnern – also der Gläubigen. Es ist offensichtlich kein Zufall, dass unser Geldsystem so viele Begriffe aus dem religiösen Bereich entlehnt hat. “In God we trust” – wie die Amerikaner so “ehrlich” auf ihre Dollarbills schreiben. Auf der alten schweizer Tausendernote waren Ameisen abgebildet – man mache sich seinen Reim…

  16. Nives sagt:

    @Ueli: Auf der alten schweizer Tausendernote waren Ameisen abgebildet – man mache sich seinen Reim…

    Ameisen? Uih nein, was für ein Zeichen! Das selbstverständlich nicht simpel damit erklärt werden kann, dass der auf der Note abgebildete Forel auch Entomologe war. Aber eben, wenn man unbedingt Zeichen sehen will, dann muss man nicht unbedingt in den Sternenhimmel gucken, es genügt auch ein Blick auf alte Geldscheine, Kaffeesatz usw.

  17. Ueli sagt:

    @olive
    Natürlich sind wir Teil der Natur. – Nur gibt es den klitzekleinen Faktor namens Kultur noch zu berücksichtigen (wie Sie ja auch zugegeben haben). Der evolutionär bedingte Überlebenstrieb muss sich beim Menschen mitnichten nur als Ellbogenmentalität und Krieg jeder gegen jeden äussern, sondern kann in einer friedlichen Kooperation der Individuen um einiges besser bewerkstelligt werden – vor allem auf einer Kulturstufe, die wir erreicht haben.

  18. Ueli sagt:

    @Nives
    Die Wahl musste ja auch erst mal auf den Ameisenforscher fallen – ob da den Entscheidenden in dieser Sache nicht unbewusst das Bild der Ameisen in den Kram passte?

  19. olive sagt:

    @ Ueli
    7. Januar 2015 um 18:13

    Der evolutionär bedingte Überlebenstrieb muss sich beim Menschen mitnichten nur als Ellbogenmentalität und Krieg jeder gegen jeden äussern, sondern kann in einer friedlichen Kooperation der Individuen um einiges besser bewerkstelligt werden – vor allem auf einer Kulturstufe, die wir erreicht haben.

    Das meine ich auch, aber wie schwierig das ist, erleben wir täglich.
    Im krassesten Fall, wenn wir grad in die Welt hinaus schauen, aber auch am eigenen Leib, wenn wir versuchen, als “gute Menschen ” zu leben.

    Hier sehe ich auch einen Grund für Religion: der Versuch, den Menschen zu befrieden und ihm zu helfen, sozial verträglich zu leben.
    Wie man sieht, mit zweifelhaftem Erfolg.

  20. Ueli sagt:

    @olive
    Unsere Kulturstufe beinhaltet beides. Einerseits die Möglichkeit uns im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft zu jagen und andererseits den friedlichen Ausweg zu suchen und zu finden. Je mehr sich diese zwei Möglichkeiten zuspitzen – um so mehr muss der einzelne Mensch und die Menschheit eine Wahl treffen. Wollen wir, dass unser grandioses kulturelles “Projekt” in einem Feuerball von Zerstörung und Wahnsinn endet oder kriegen wir es auf die Reihe dieser fatalen Entwicklung einen Riegel zu schieben? Ich weiss es nicht und Sie auch nicht. – Aber wir können und müssen uns an der Geschichte beteiligen – ohne Unterbruch…
    Die Religionen (vor allem die monotheistischen) haben, meiner bescheidenen Ansicht nach, zwar immer behauptet, dass sie den Menschen “befrieden” wollen – tatsächlich haben sie über Jahrtausende mehr Zwietracht und Gewalt über die Völker gebracht als das man die ganze Geschichte noch “rehabilitieren” könnte…

  21. Pasionaria sagt:

    Amara
    CC Jim Knopf (der Name steht eigentlich fuer etwas anderes…)
    Zum Glueck geniesse ich Deine Partnerschaft in Sachen J.K., es laesst sich’s noch problemloser ertragen.
    JK = perfide = anonym auch im Jaemmerlichsten noch der/die Beste sein zu wollen!

  22. Nives sagt:

    @Pasionaria

    Die Partnerschaft hat ja bereits gut funktioniert bei den primitiven Ausfällen von Aqua. Ich sitze gerne mit dir im selben Boot, bin aber mittlerweile etwas gelassener geworden und verzichte deshalb meist darauf, solchen Angreifern eins mit dem Ruder auf die aggressiven Schmierfinger zu hauen.

  23. Alienus sagt:

    @Ueli und Berni

    Oh Gott, Sie beiden lieben Verbal-Piraten dümpeln noch immer mit schlaffen Segeln in seichten Gewässern des Mare Blogicum herum.

    Liebe Bübchen gebt gut acht,
    ich habe euch etwas mitgebracht,
    .

    Ab nach Taka-Tuka-Land
    oder
    Pipi Blaustrumpf erwartet euch.
    .

    Wenn man sich nicht ausdrücken kann beim Blog,
    an Bord dann heißt: setzt Segel und die Fock.

    Um Erlösungen zu erlangen hier mein Reisetipp,
    Taka-Tuka-Land, denn es wird ein toller Trip.

    In diesem Pfefferland können sich junge Schnösel,
    so austoben wie die schlimmsten aller alten Esel.

    Dort sich mit Pipi Blaustrumpf im Sande verlustieren,
    uns nicht mehr mit Verschwörungstheorien irritieren.

    Ein Bloger meint, da reimet sich auf Krypto-Kapitalist,
    die honigliebliche Bezeichnung: dichtender Faschist.

    Diese Schleimereien fallen zu sehr aus dem Rahmen,
    da machme Schluss und schreiben nur noch Amen.

    PS: Bin beim „Zeitgeist 3“ nun bei der Position 1 h und 45 m angelangt.

    Zwischenfazit: Im Zeitgeist nichts Neues. Quäle mich aber mühsamst weiter.
    Es ist ein sehr langer Weg nach Waterloo.

  24. heinz ehrhardt sagt:

    noch ‘n Gedicht
    oder noch eine dieser unverschämten Unterstellungen?!

  25. Karl Valentin sagt:

    Ja.

  26. noch 'n Gedicht sagt:

    Ideologie unter dem Regenbogen
    schon so manchen hat betrogen
    reimt sich doch verlogen,verbogen
    oder aus dem Sumpf gezogen

    Häßlich Grätze-Funktionär
    “links-rot-grün”, aber doch die Taschen schwär

    “Alimente”? = kein Probläm …;- )
    Hauptsache: der andere SCHÄM !

    wechsel doch das Versmass schnelle
    komm vom Stöchschen dann zur Stelle

    18.000 …”das sind “Braune”….!?
    auf dem Alpkamm sitz der Klaune

    meint, er hätt’ den Überblick
    huscht schnell ins Versteck voll Glück
    (wie ein Murmeltier
    warmes Plätzchen, und ein Bier)

    Sicher aus dem Paradiese
    tönt auch gleich die and’re Liese:

    “30Prozent Na_is sind….
    Nein, noch mehr dies’ Geistes Kind!”

    Schließlich muß es sich doch lohnen
    so von 80 Milli-onen.

    Keine ‘Schans’, das mit dem grünen Zweig
    die vielen angefragten Kommentare: nothing! F E I G!

    Naja. So war das mit den Gesinnungsgenossen
    hauen gern mal auf die Flossen
    und nun ist die Munition versch

    nicht wirklich verdrossen

  27. ! sagt:

    Besuche demnächst einen Vortrag mit Linken
    natürlich mit Maske, denn die stinken!

    mach was Schönes mit Winken
    nicht Hinken
    nicht Sinken
    doch Finken
    und Trinken
    noch besser
    Ausklinken

  28. Die Pyramide sagt:

    hat unten einen breiten Sockel
    und obendrauf paßt kein Gockel
    eindimensionale Männer in das Fundament
    mehrdimensionale Frauen, immerhin, wo die Mitte (b)rennt
    wohin, wer das Geheimnis kennt?

  29. Die Pyramide sagt:

    in der Spitze
    machst du Witze
    war’n doch Fürze
    ohne Würze
    heute mal in aller Kürze

    kurz mal auf den Schlips getreten
    und nun Freunde: auf zum Beten!

  30. Sorry sagt:

    aber H.E., hab selig
    kann sich grad so beölen,
    mehlig

  31. ! sagt:

    und Bindestrich andersen schreibt Pergida
    ist noch niemand drauf gekommen: Perfida
    Ja, so endet jeder Quark
    zugegeben: es ist arg!

    schnell zurück zu andern Weiten
    andern Stoffen, anderm Tun
    läßt man sich nicht mehr verleiten
    besser in den eigen Schuhn

  32. hm sagt:

    @ Bernhard Schlegel
    Ich? Sonderbar? Mag sein, überspitzter Individualismus, sich den Anschein geben, etwas aber gaaanz Besonderes zu sein – passt irgendwie. Vielleicht Ausdruck eines Zeitgeists? Gegenwärtiges Kulturphänomen der des- … desillusionierten-desideologisierten Gefangenen im Beliebigkeitsstrom der nur noch in Freiheit berauschten und deswegen immer wieder zu spät gekommenen bzw. sowieso eh zu klein geratenen Individualistchen, die vor der Flut, den Wellen, die da immer wieder heranrollen, immer nur weiter hinaufzuklettern wissen auf ihren selbsterbauten Elfenbeinturm des über allem stehen wollenden, distanzierten Möchte-gern-alles-Chequer?
    Und das bin ich?
    Also hallo, bitte schön! So eine Frechheit! Verbitt’ ich mir!
    🙂

  33. Lore Volk sagt:

    Volk-Lore

    Immer dieser Piefkje
    bleibt so unbeliebt
    von Berlin bis Miefke
    alte Platte schiebt
    machst halt Hausfraunmusik, nix Aria…
    nimmst dein Mittelchen: Antimalaria
    nun auch noch Rheuma 🙂
    du elender Treuma
    wo doch das Lebm ansonsten verseuma
    hör schon den Schwarm hier: so einig am Scheuma

  34. Lore Volk sagt:

    So ein Gesellschafts-Granular
    ach, ist’s nicht wunderbar!
    Das Digitale hat mich aufgelöst
    und jetzt krieg ich was eingeflößt

    HILFE!

  35. . sagt:

    Fährt die Lor’
    so in das Moor
    öffnen sich da dunkle Tor’
    liest sie schnell noch den Beevor
    ok…Stuß, äh Schluß

  36. keins mehr sagt:

    von mir nicht

    ach, was war ich “wortgewaltig”
    einmal in fünf Jahren knallt ich
    nicht “Peer-Frieda” eins aufs Maul
    sie, sowie ihr weißer Gaul
    sind nicht so wie viele faul
    könnt noch stundenlang vergrützen
    lieber spring ich über Pfützen
    setz mir auf mei Mützn
    muß vielleicht auch jemand stützen
    und ihr Leut, mal wieder seht:
    s’ist für niemanden zu spät
    auch wenn ihr noch so verschmäht
    und das Reimen ist so einfach
    (bis dahin, der Klempner muß aufs Dach)
    Ein Fach – nur aus der lameng
    gern ich meinen Groll verseng

    sucht euch gewohnt die weitren Opfer…
    auf dem Dache…das war das Kupfer

    ___________________________________

  37. !! bitte spühlen sagt:

    wärst du doch nur in düsseldorf (oder sonstwo in deutschland) geblieben…

  38. plumps sagt:

    bin nicht geschaffen
    für digital
    und Buchhalterqual
    mach mich zum Affen in manch Überzahl
    sind die Medien voller Gestotter
    fisch ich mir n süßen Otter
    Ruhe vor dem Strum
    da kuscht geängstigt Wurm
    abgekanzelt wird man genug in den Autokratien
    Wesen und Seelen in Agonien
    doch wir Leute im Norden
    wir könnn auch gut “…”
    hams nicht so mit dicken “…”
    das sind mehr die Beiern
    könnn auch verarschen
    ganze Blöck (und Böck) vernaschen
    kehrn um manchen Spieß
    ganz ohne Verdrieß
    und endlich verließ
    wer sind nun die Flaschn?
    cheese

  39. . sagt:

    tschüß K_ _ _-Tuss

  40. Alienus sagt:

    Betreff: „Zeitgeist 3“

    Habe mit nakoleptischen Unterbrüchen ZG 3 angeschaut. Bin 2 mal eingenickt.

    In der äußeren Aufmachung muss man ihn als den retardieren Filmteil der gesamten Trilogie sehen. Der Film 0 ist mit seiner übersteigerten Kanonade als eine Angst einflössende Eröffnung zu erleben. Der Teil 3 ist dann die erstrebenswerte Endlösung / Erlösung!

    Die beim ZG 3 gewählte Schnittfolge, Ausschnitte, die montierten Szenen und der Text folgen der Diktion von Filmchen wie z. B. bei den Scientologen, den Zeugen Jehovas oder einer Waschmittelfirma. Man sieht fast nur Gefälligkeiten, kein echtes Elend und keine echte Zerstörung.

    Im inhaltlichen Sinne werden absolut keine Neuigkeiten, kein geheimes Wissen, keine irgendwie erhellende Information dargestellt.

    Es erfolgen Rückgriffe auf komplett altbekannte Sachstände, sicherlich für Nichtswissende nett und gefällig in einfache Zusammenhänge gepackt und auch eventuell informativ. Auch wird auf historische Gegebenheiten wie z. B. gefühlt auf Platons Atlantis, ein wenig auch auf Hauxleys Neue schöne Welt und Science-Fiction-Szenarien zugegriffen. Dadurch entsteht in der Gedankenwelt der Betrachter fast schon automatisch immer ein gewisser Wiedererkennungseffekt!

    Bedingt durch meine Tätigkeit im Umweltbereich von bis zu 90 % der Leistungen hatte ich doch mir mehr erhofft. Da wurde doch noch nach einer, wenn auch zumindest winzigkleine, Neuigkeit Ausschau gemacht. Mit dem Resultat: nix da. Irgendwelche realitätsnahe Lösungsansätze konnte man nicht finden.

    Es werden viele Bezüge als unrichtig, falsch oder sogar unterstellend auch als böse Ansicht bemerkt. Die technischen Aussichten mit den beispielsweise überbewerteten 3-D-Skannern für die Teileproduktion lösten nur noch schmerzhafte Zwerchfellkrämpfe aus. Der z. B. gezeigte einstellbare Verstellmaulschlüssel war einfach zu putzig, aber macht auf unbedarfte und / oder unkritische Gläubige einfach doch was her: auch wenn unbrauchbar, aber halt doch zu schön.

    Fazit: Für den Kindergarten nach Vorauserklärung noch brauchbar. Aber mehr nicht.

    Bewertung: Von 5 Sternen werden 0 Sterne vergeben!

    Schlafmodus: Von 5 Betten werden 6 Betten vergeben!

    Ergebnis: Habe ca. 3 Stunden der noch verbleibenden Lebenszeit für dieses Machwerk geopfert, aber das Ergebnis des Wissens darüber entschädigt.

  41. Ueli sagt:

    @Alienus
    Es hat hier niemand behauptet, dass es der beste Film aller Zeiten ist oder sonst irgendeinen Quatsch. Natürlich kann man sich über die Mache lustig machen – aber Ihr Verriss ist dann doch zu viel des Guten. Immerhin wird dort mal diskutiert wie sehr wir tatsächlich unsere “Kultur” immer wieder mit “Natur” verwechseln. Für viele Zeitgenossen ist nur schon der Fakt, dass unser System nicht “gottgewollt” / “natürlich” ist – eine Erkenntnis wert. Über die Lösungsvorschläge kann man sich freilich streiten, da weder die Wissenschaft, noch ein paar Filmchen uns vor der “Scheisse” in der wir als Menschheit tatsächlich drin stecken, retten können. Wo der Impuls her kommen soll – ist mir in meinen düsteren Stunden auch schleierhaft – aber glücklicherweise erlebe ich die Menschheit hin und wieder auch als fähig nicht nur an Maloche, Geld und Konsum zu denken, sondern als Menschen, die sehr wohl wissen, dass dies alles im Orkus der Geschichte verschwinden wird und wir vor allem nicht an den Bullshit glauben müssen, der uns tagtäglich vorgesetzt wird. Freiheit fängt im Kopf an – aber Sie endet dort nicht – die Welt wartet darauf zum Besseren verändert zu werden. Die Zeiten der ewiggestrigen Heuchler und Systemapologeten sind gezählt, da sie auf Sand bauten. Ziehen Sie sich warm an Alienus – die nächsten paar Jahrzehnte, falls Sie dann noch unter uns weilen, werden ein rough trip für alle die noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt haben.

  42. Wegruf sagt:

    Weg…Ruf
    Weckruf?

    Ami will den freien Handel
    sorgt für der Erde schlimmsten Wandel
    Welt mag so tickern, aber nicht ich
    Träume versickern, nun holts auch dich

    Menschen sollen noch gleicher sein
    doch sind so verschieden
    steht wer für sein “Reich” ein
    so wird er gemieden

    Biochemie und der Stoffwechsel sind
    ganz spannende Ding, zuerst noch beim Kind
    ein Bruchteil ganz anders, und schon wird daraus
    ein Heil oder Krankheit bis zum Garaus

    Hab so meinen Anspruch, wer Freund oder Feind
    die leichtere Übung? was wirklich vereint?
    kenn die ehrenwerte Gesellschaft mit SUwii
    sie aasen und prassen, umkehren nie

    Sie liefern den Griechen die U-Boot ins Meer
    und kaufen die Küsten und Inseln leer
    der Griech bestellt gleich dann alles auf Pump
    sein Land verliäßt so mancher Lump

    Der Kreis wird sich schließen, denn Infrastruktur
    ist ein Märchen von gestern, viel Kahlschlag nur
    Die Aussicht ist trübe, das Jahr ist noch frisch
    2015 – wie schrecklich – nach mehrmals 7 mageren Jahren für viele ein blanker Tisch

    Jedoch das Geld liegt auf der Straße nicht,
    dort quält sich hin manch hoffnungsloser Wicht
    wünsch jedem mehr als ein wärmendes Licht
    privates faules Kapitalistenwasser verschafft auch noch GIcht

    daß er bleiben darf, wo und mit wem er gern ist
    daß er sein darf ohne Zwang und List
    ohne Gedöns und viel Technik aus seinem Gehirn/Körper Bau
    eher “rein” und ursprünglich, von Natur aus schlau.
    – – –
    habe meinen Namen
    immer gut verkramen
    bei all den Dramen

  43. Weg Ruf sagt:

    sitz der Günstling in dem Neste
    denkt sich: Ist für mich das Beste
    7 volle Tage Feste
    auf, daß sich das Säckel mäste

    schimpft von dort aus wie ein Spatz
    und betreibt ne Art von Hatz
    nutz sein Stimmrecht, rühmlich trotzt
    vor dem Tor wird rangeklotzt

    mäkelt über andrer Unmut
    und behauptet: dir gehts doch so gut
    sieht nur, was er sehen will
    nicht nur Marco Rima fehlt die Brill

    😉

  44. Weg Ruf sagt:

    Mutter macht Gedichte
    Vater schreibt Geschichte
    aus der Distanz
    und ganz ohne Schwanz
    kommt die Analyse

    viel Diskrepanz
    bei diesem Tanz
    dank der Hypophyse

    turnend auf dem Türkensattel
    gleich zur Sache ohn Gedattel
    Sicht aus der Ferne
    und stürben die Sterne
    ich hab mich gerne

  45. Glandula pituitaria. sagt:

    Glandula pituitaria.
    bei den Endungen mit a…
    das Unterschätzchen macht gerne Mätzchen
    sucht sich nicht da ein Plätzchen
    wo vertuscht wird das gebilligt Gruppen-Verletztchen
    wo nobel Sprüch das Hirn bestimmen
    und Wertpapier und Knigge-Förmlein glimmen
    denn selbst beim Adel
    piekst die Nadel

  46. olive sagt:

    @Ueli

    na, immerhin waren Sie begeistert, vom dritten Teil am meisten..
    Was mich jetzt aber under nimmt:

    “Ziehen Sie sich warm an Alienus – die nächsten paar Jahrzehnte, falls Sie dann noch unter uns weilen, werden ein rough trip für alle die noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt haben.”

    Wie kann man welche Zeichen der Zeit erkennen, damit der Trip nicht allzu rough wird?

  47. Umbau der Gesellschaft sagt:

    “Füttert nicht die Trolle”
    “Schon wieder diese Olle….”

    und wenns drauf ankam, schwieg die Runde
    tat nur von Theorie laut Kunde

    war es doch so augenscheinlich
    in den meisten Fällen kleinlich
    Klüngel spielt die Position
    Konsens-Meinungshoheit-Thron

    Menschlein kannt auch Weg zum Pastor
    doch der schenkt kein einzig Hör-Ohr
    war da noch was?
    der Biß ins Gras

    Ganz oft in der Ärzte Praxis
    heißt die Diagnose, lax ist
    husch, husch, husch, gesund bist du
    geh schnell fort, gib endlich ruh

    mit Erfolg das neue Lied
    jeder seines Peches Schmied
    während du hier drinnen rot siehst,
    draussen ein Patient schon tot ist

    Irgendwann wirds spät
    fürs Bürokratiepaket
    alle Schmach ins Alter
    Mein Gott………
    …………………… :- ) was für ein schöner Falter!

    Ha’m schlon viele hier geschmissen
    Truppe konnte Flagge hissen
    gern wurd hinterher ge

  48. Alienus sagt:

    @Ueli

    Nun, den Film habe ich nicht verrissen, weil ich kein Filmkritiker bin.

    Den Film finde ich deshalb nicht toll, sogar schlecht, weil hier zunächst ein bedrohliches Szenario aufgebaut wird und danach mit vielen, zwar teils richtigen Ansätzen, aber unkonkreten, verallgemeinernden und perspektivlosen so genannte Lösungszielen aufgeführt werden.

    Nun, da ich mind. 2 Jahrzehnte im Umweltschutz tätig bin und mich zu dieser Thematik nebenbei wissenschaftlich-technisch, historisch, soziologisch und auch noch „vorausschauend“ damit beschäftige, möchte ich Ihnen kurz mein Fazit darstellen. Binden Sie sich am Stuhl fest und im Zweifelsfall brauchen Sie auch nicht mehr antworten.

    Die von Ihnen offensichtlich als schlimm empfundene Situation ist m. E. viel schlimmer als Sie sich dies denken können! Das ganze Geschwafel von Umweltschutz, Ressourcenrücksicht, Schutz, Hege und Pflege der Umwelt ist im Endeffekt zumeist eine PR-Maßnahme. Stehen ökologische und ökonomische Probleme an, so werden zu 99,5 % die Lösungen mit ökonomischem Ansatz bevorzugt.

    Viele Auftraggeber konnte man nur durch eine teils komplizierte Methode auch den ökologischen Nutzen dadurch näher bringen, weil der ökologische Nutzen satte geldwerte Vorteile brachte.

    Hier ein übles Beispiel: Ein Kunde hatte durch die Investition von 75.000 DM eine jährliche Gebührenreduktion in der Umwelttechnik von 80.000 DM. Setzt man 7 Jahre zur Abschreibung an und schätzt die jährlichen Unterhalt von 500 DM sowie Wartungs- und Sicherheitsüberprüfung mit 1.500 DM, also gesamtheitlich 13.000 DM an, so verbleit ein Reduktionsbetrag von 67.000 DM. Bei jedem Besuch wurde über die getätigte Investition und die jährlichen Kosten gejammert. Schnüff, heul und Tränenfluss.

    Auf meine Hinweise, sie würden ja die besagten 67.000 DM sparen kam natürlich diese Antwort, wie sie richtigerweise im Film anklang: das ist in der Bilanz so nicht zu berücksichtigen und also nicht darstellbar! Die entspr. Abteilung wurde ausschließlich mit den 13.000 DM belastet und eine buchhalterische Berücksichtigung / Reduktion um diese 67.000 DM erfolgte nicht.

    Ueli, so falsch liegen Sie m. E. nicht, ziehen aber leider doch die falschen Konsequenzen. Denn die notwendigen Entscheidungen werden erst fallen, wenn es fast zu spät ist. Das ist ein übliches menschliches Verhalten. Es war so, es ist so und es wird so bleiben! Alles andere ist offensichtlich Illusion.

    Meine Erkenntnis aus den Erfahrungen ist diese: Erst wenn der Mangel eintritt oder die Katastrophe vor der Tür steht, erst dann wird es richtige (hoffentlich) Weichenstellungen geben. Betrachtet man das Wirtschaften des Menschen, so kann man der Theorie der sog. Mangelwirtschaft schon seine Berechtigung zuerkennen. Die Mangelwirtschaft ist sehr effektiv, neigt zur Sparsamkeit und zur Ressourcenschonung, hat aber einen kleinen Makel: Sie ist ein schreckliches Kind des Krieges! Historische Beispiele gibt es zu genüge.

    PS: Auf den von Ihnen vorausgesagten „rough trip“ werde ich mit Spannung warten, denn es wird bei uns in Mitteleuropa wohl ein „hottspot“ für Probleme sorgen. D.h.: Palmen und Affen am Boden- und Zürichsee. Die Palmen werden dann auch noch wachsen.