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Aberglaube mit fatalen Nebenwirkungen

Hugo Stamm am Samstag den 18. Oktober 2014
Burial team remove body of suspected Ebola virus victim in Freetown

Helfer unter Verdacht: Männer in Schutzanzügen transportieren in Freetown die Leiche eines Ebola-Opfers ab (28. September 2014). Foto: Reuters

Mit der Esoterikwelle und dem Boom der Alternativmedizin erlebt der Aberglaube eine neue Blütezeit. Viele Menschen sind überfordert von der rasanten Zivilisationsentwicklung und komplexen Realität: Sie fühlen sich fremd in der eigenen Umgebung und sehnen sich nach einfachen Erklärungen und sanften Heilmethoden. Auf der Suche nach der heilen Welt vertrauen sie sich oft Scharlatanen und Verschwörungstheoretikern an, welche die Welt uminterpretieren und simple Rezepte für drängende Fragen in vielen Lebensbereichen haben. Doch ihre Erklärungen und Ideen beruhen auf einem Aberglauben und führen in eine Traumwelt.

Die Gefahren des Aberglaubens werden oft unterschätzt. «Lasst die Sucher doch träumen, wenn es ihnen hilft, das Leben besser zu meistern!», lautet eine Standardantwort. Wirklich? Ist die Flucht in eine Parallelwelt ein probates Rezept, um die Realität besser zu ertragen?

Ein Blick nach Westafrika zeigt, wie verheerend sich der Aberglaube auswirken kann. Ebola ist zwar ein Extrembeispiel, das Muster ist aber stets das gleiche. Denn auch bei uns kann der Aberglaube tödlich wirken.

Ein Beispiel aus Guinea: Bewohner in entlegenen Dörfern behaupteten, die Helferteams aus dem Westen hätten die tödliche Krankheit importiert und verantworteten die Epidemie. Dorfbewohner verschleppten sieben Helfer und schnitten ihnen die Kehle durch.

In anderen Regionen erklärten die Bewohner, Ebola sei eine Erfindung der westlichen Helfer. Diese benützten die angebliche Krankheit, um die Westafrikaner in den Spitälern zu ermorden. In einem Dorf riegelten die Leute die Zufahrten ab und sperrten das medizinische Hilfspersonal aus. Solche Anfeindungen sind für die ausländischen Spezialisten besonders hart zu ertragen: Sie riskieren ihr Leben und werden als Mörder verschrien.

Aus Unkenntnis umarmen viele die Toten nach alter Tradition und stecken sich mit dem tödlichen Virus an. Deshalb müssen die Helfer viel Zeit aufwenden, um Aufklärungsarbeit zu leisten.

Auch bei uns kann der Aberglaube tödliche Konsequenzen haben. Für viele Esoteriker sind Schulmedizin und Pharmaindustrie die Ursache vieler Krankheiten, tödlicher Diagnosen und gefährlicher Medikamente. Sie verweigern ärztliche Behandlung und sterben teilweise an Infekten, die leicht zu heilen gewesen wären. Auch die Leugnung gefährlicher Viren ist nicht nur im afrikanischen Busch zu finden: Bei uns streiten auch heute noch Esoteriker und Verschwörungstheoretiker die Existenz von Aids-Erregern ab. Der Aberglaube kann harmlose Auswirkungen haben, doch wer abergläubisch ist, kann Opfer tödlicher Fehleinschätzungen werden.

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184 Kommentare zu “Aberglaube mit fatalen Nebenwirkungen”

  1. Und täglich grüßt das Gejammer hier sagt:

    Nee mutig is es nicht dieses Scheissleben-Kriegsenkel-Männer-zu-kurz-gekommen-trotz-Eigenheim-Gejammer! Öfter was Neues – nee immer dasselbe.

  2. olive sagt:

    @ M.Brandenberger
    20. Oktober 2014 um 21:33

    Trotz freier Meinungsäusserung würde ich mir wünschen, dass man sie nicht mehr an so prominenter Stelle zu Wort kommen lässt, da Worte Macht haben und insofern eine zumindest basale Sorgfalt erfordern, was Ihnen aus meiner Sicht immer wieder mangelt, was ich dem immer wieder „religiösen Eifer“ und den mitunter aufhetzend anmutenden inhaltlichen Darlegungen ihrer Berichte leider so nicht entnehmen kann.

    Wenn Sie in den Artikeln von HS “aufhetzend anmutende Darlegung” sehen und “religiösen Eifer” sehen, hat das mehr mit Ihnen als mit HS zu tun.
    Überlesen Sie, dann werden Sie nicht verwirrt. Dass Sie wünschen, dass die Beiträge versteckt werden, spricht auch für sich.

  3. täglich! sagt:

    man muß sich doch wundern, dass die Arbeit von Sektenbeauftragten nicht fruchtbarer und wirksamer durchgeschlagen war in all den Jahren bei täglich aus dem Kraut schiessenden Gemeinschaften bis Guru-ismus.. Berlin für 80 Millionen? (von den anderen hört man noch weniger) Ich bin nicht nach Berlin gekommenund Berlin ist nicht zu mir gekommen…. . Leider hat die ev. Kirche (haben die ev. und kath. Kirchen) die flächendeckende Bedürfnisversorung und Aufklärung von Betroffenen und Geschädigten nicht aufgegriffen. Der Pfarrer = Gott und den Menschen dienen?

    Freikirchler sind ja der Meinung, Paare, Familien können nur einer Gemeinde angehören. Das gibt ihnen ds Recht abzuwerben, in die eigene Gemeinschaft rüberzumissionieren. In dem Falle wird ignoriert, dass andere auch an denselben Jesus glauben….(glaubten…glauben lernte, mußten)
    Es geht um den angeblichen Kavaliersdelikt, mit diesem massiven Eingriff (einer Umpolung und geforderten SElbstaufgabe und Herkünftedenunzierung) umzugehen…

    @
    übrigens hatte man es hier im Blog schon mit vielen Spielarten von Ablehnung, Beschimpfung, Zurückweisung, Verhöhnung, Deutschenfeindlichkeit, usw. und Hausfrauen-sowie Hüttenbesitzer-.Rassismus zu tun!

    Ich grüße!

  4. at 6.39Uhr sagt:

    Und täglich grüßt das Gejammer hier
    21. Oktober 2014 um 06:39

    Nee mutig is es nicht dieses Scheissleben-Kriegsenkel-Männer-zu-kurz-gekommen-trotz-Eigenheim-Gejammer! Öfter was Neues – nee immer dasselbe.

    wenn Sie höchstens bis Konstanz, Lörrach oder Lindau kommen und dort bei Aldi zum Einkaufen gehen oder einen Eindruck der großen Limousinen und Boote gewinnen, der vielen Freßtempel, dann setze ich dem ein etwas anderes Bild gegenüber und lade Sie ein, auch mal in andere Winkel (des Denkens) vorzudringen. Mit Kriegskinder-Thematiken scheint “sie” sich noch nicht tiefer auseinander gesetzt zu haben…mit den anderen inputs auch nicht Lieber fabuliert man selbst in WIEDERHOLTER Brürokratenwiederkäumanier….aber selten über Naheliegendes und cc “Sekten”. .

  5. dieses schöne Scheissleben sagt:

    Ja, wo sind sie denn, all die Männer…die Männergeneration um 70, die für diese Strukturen verantwortlich war…

    Füße hoch an den Bayerischen Seen? Das wär noch bescheiden…

    Wo kriegt man sie mal zu fassen? In ihren Nischen? In Talkshows (mit Begleitschutz) Sonst lassen sie nicht blicken (da wo Frauen sind :- ) ) Sie ANTWORTEN NICHT.

  6. - sagt:

    Also, wenn man die Zeile von Brandenberger liesst, muss man sich Kopf langen und dann erkennt man wie unverantwortlich, die Esoteriker handelt.

    Die Salafisten verkündigt auch unverantwortlich auf die öffentliche Plätzen:
    Operation: Suche Schweinebache und sie schreien, weil sie der Rasierapparat in der WC verloren hat:

    Lustig ist das Sharialeben, Sharia, Shariaheiho und verlangt, wenn man nicht der Koran Lies, kommt man in die Hölle.
    Koran Lies! Aber, wenn man Lies von deutsch in der englische übersetzt, wird der kein ein Bestseller.

    Wahnsinn, schickt du mich in die Hölle, Hölle,Hölle, eiskalt lässt du meine Seele erfrieren.

  7. Hausbesitzerin sagt:

    Omas klein Häuschen
    damit habe ich kein Problem
    Anne Donath ist auch Hausbesitzerin
    Ich bin der Meinung, JEDER sollte ein Häuschen haben…aber viele zieht es eben in die Städte…
    würde ich den Ggenwert in Miete zahlen und verrotten lassende Investoren (Konzerne) noch reicher machen, wüßte ich in ein paar Jahren nicht wo ich wohnen sollte…als Kindergroßzieherin war Frau die Gelackmeierte (das Haus habe ich meinen Eltern und Großeltern zu verdanken…trotz Kriegen…die waren keine Nazis, Nada!)

    ich hätte den Klump auch verreisen, verfr_ _ _ _ _ , mir goldene Klimperketten, Handtaschen und Designer-Klamotten übern A. ziehen können …
    hab ich nicht
    fliege nicht, fahre nicht mit der Schrottbahn, buche keine Rentnerschiffsreisen…lieber Fahrrad oder AUTO!
    Hausbesitzerin, Ja.. Pferde-, Segelschiff-…Poolbesitzerin bin ich nicht. Und meinen Tennisschläger mußte ich an den Nagel hängen…In der Zwischenzeit warte ich auf den Rollator….
    Ich esse viel Gemüse und wenig Tier oder vom Tier…nur Gummikäse…den billigen aus Irland…inkonsequent, gell?
    🙂

  8. - sagt:

    B sagt, ich esse nur Gummikäse.
    Oh

    Also, eins kann mich keiner nehmen und das ist die pure Lust am Leben.

  9. Abrechnung sagt:

    ich finde schon, dass meine Anfragen, wie diese, hier hergehören (schießlich habe ich keine Gemeinde und keine Kollegen, das zu diskutieren), weil ich glaube, dass die unsichtbaren Männer, die sich der Antworten entziiiiiehen, hier mitlesen….
    Vielleicht in Gestalt von Pastoren, die dafür keine Zeit haben und als Bespaßer auf Kreuzfahrern mitdümpeln? Ist ja oft noh so eine Art “Anschlußverwendung” nach einem abwechslungsreichen , honorigen und geforderten Leben.

    “Man kann nur einer Gemeinde angehören”.
    __________________________________
    (was die flippigen Erweckungsbewegten, auf allen Hochzeiten tanzend, dann wohl für sih selber nicht so ernst nahmen)

    Wie begründen sie(Sie) das?
    Und das darf dann natürlich nur eine evangelikale Gemeinde sein! Während die andere für ungültig erklärt wird, nicht wahr? Damit wird konnotativ ein Mensch für ungültig und minder-wertig erklärt!

    Heißt es doch sonst oft in den evangelikal-heiligen Hallen “Zukunft braucht Herkunft”…aber Herkunft von Frauen war denen offensichtlich nicht so wichtig. Schnelles Ausmerzen/Austauschen inbegriffen….
    Ich bin keine Fundi-Kusche. Fundamenatlismus-Evangelikalismus, biblisches Gesetzesdenken wurde mir nicht in die Wiege gelegt.
    Ich empfinde es als fatal, dass ein solcher MASSIVER EINGRIFF!, jawohl DAS IST ES!! (auch ins Seelenleben und direkt in alltägliche Konsequenzen) und die geforderte Umpolung nicht als solche anerkannt werden, sondern als Bagatelle, Kavaliersdelikt!
    Wo einst, besonders in Bayern, katholische Kirche mit evangelischer stritt, leiden enfalls die betroffenen Eheleute und Familien noch nach Jahrzehnten unter den spalterischen Verhältnissen! Zurechtkommen mußten sie damit alleine!

    Ist Jesus nicht in “anderen” Kirchen auch Mittelpunkt? Zeigt doch, dass Evangelikale nichts von anderen Kirchen wissen…Was für ein niederes Konkurrenzgetue!
    Eine ungeheure Diffamierung war das! Damals. Mit Auswirkungen bis zum heutigen Tag. Aber heute gilt es für mich nicht mehr. Mich für eine Gemeinschaft entscheiden zu müssen….Der Effekt war, ungläubig zu werden.
    Wenn ich dann lese, was Hauszellengemeinde z.B. über Baptisten schreibt (BEFG)…dann kann ich ebenfalls froh sein, dass das (Glaubenmüssen) und das ganze Missionierungstheater nicht mein primäres Thema ist!

  10. @ Andersen sagt:

    B ist auch Gemüse!
    Und freut sich auf einen Kaffee!

  11. @ Andersen sagt:

    isst….

    die neue Tastatur ist schon ein wenig besser

  12. @ Andersen sagt:

    isst

    die neue Tastatur ist schon ein wenig besser!

  13. "Es" schreibt sagt:

    Es kommt immer auf die Auslgeung an! Auch bei Evangelikalen gibt es Scheidungen. Aber noch häufiger Trennungen.
    Dieses “versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen” bedarf einer Schläue es zu umgehen, um seinen Arsch doch fürs Himmelreich zu retten, nachdem die Ehe unauflösbar ist :- ( Oder?

  14. Ueli sagt:

    Apropos “Aberglaube mit fatalen Nebenwirkungen”! – Habe gerade gelesen, dass 53 % der schweizer Stimmberechtigten zur Zeit für Ecopop stimmen würden. Schon nach der MEI-Initiative beschlich mich ein mulmiges Gefühl – aber jetzt wirds langsam grotesk. Der “Aberglaube” des gewöhnlichen “Bünzlis” ist offensichtlich, dass für die Schweiz andere Naturgesetze als für den Rest Europas gelten. Nachdem die EU schon die Phantasten der MEI-Initiative daran erinnert hat, dass es für die Schweiz keine “Extrawurst” in dieser Sache geben kann – kommen jetzt die total Durchgenallten, die noch einen drauf setzen wollen mit ihrer mittelaterlichen Vorstellung von Gesellschaft / Wirtschaft / Diplomatie / Politik und haben noch Erfolg. Mir grausts bei so viel Ignoranz in der Bevölkerung…

  15. - sagt:

    Es steht nicht Geschrieben, dass der Mensch für ein Gott/Allah/Guru sterben muss.
    Gehorsam ist kein Schöpfung.
    Und Despoten kann nicht erlaubt werden, sich auszutoben.
    Denn was hat einer gelernt, der feststellt, dass der Missbrauch akzeptiert wird?
    Und was wird ihm zu entdecken erlaubt, wenn er begriffen hat, dass der Missbrauch nicht länger geduldet wird?
    Andere mit Liebe zu begegnen heisst nicht , dass man diesen gestattet zu tun, was sie wollen.

    Kämpfen und Sterben für Allah, dieser Weg hat ein 16 Jährige Junge mit sein Leben bezahlt, die Mutter weiss nicht Mal, wo er begraben wurde.
    Vielleicht hat dieser Jungen, vielleicht ohne Händen und Armen in die letzte Minuten vor seinem Tod nach seinem Mutter gerufen?

  16. Ueli sagt:

    @Roland K. Moser
    “…Auf der Suche nach der heilen schweizer Welt vertrauen sie sich oft rechten Demagogen und EU-Verschwörungstheoretikern an, welche die Welt uminterpretieren und simple Rezepte (Ecopop) für drängende Fragen in vielen Lebensbereichen haben. Doch ihre Erklärungen und Ideen beruhen auf einem Aberglauben (das die Schweiz eine Insel sei) und führen in eine Traumwelt (in der moderne “Winkelrieds” alias “Mosers” ihr Unwesen treiben und lustige Homepages mit gar nicht seltsamen Namen wie “NSDAP” in die Welt setzen).”
    Das tönt mir (auch) nach braunem Gedankengut.

  17. Hugo Stamm sagt:

    @ Roland K. Moser

    ich lösche alle Ihre Kommentare, die einen unsinnigen Namen als Absender enthalten.

  18. at StalkerIN sagt:

    was wollen Sie eigentlich immer NUR von mir mit Ihren persönlichen Unterstellungen ? Wenn Sie in dieser Gesellschaft hier mitmischen wollen und nicht allein verrecken (Isolation ist tödlich), dann brauchen Sie – nicht erst mit 66 Jahren – entweder ein soziales Fundament oder ein ausreichendes Budget. Es scheint nicht bekannt zu sein, dass Freikirchenberührungen beides ebenso vernichten können und nicht nur Wohlsatnd vermehren :- ) ) Meinen Sie, dass Islamspezialwissen der relevante Burner ist?
    – – –

    “Ich will ein Geständnis”
    Das Feature
    Medikamentenversuche an Kindern in der Schweiz
    heute 19.15h

  19. at StalkerIN sagt:

    apropos Omas klein Häuschen

    wohl wissend, dass da etliche Interessengruppen lauern, auch das enteignen zu wollen!
    Und das ist KEINE Verschwörungstheorie!

  20. Hörtipp sagt:

    Ergänzung…
    Ich will ein Geständnis
    auf dlf

  21. an Folgen leiden sagt:

    (nicht nur fatale “Nebenwirkungen”)
    zu
    Ich will ein Geständnis

    “Zufällig finden sich in verschiedenen Vormundschaftsakten Patientenprotokolle der psychiatrischen Klinik Münsterlingen im Kanton Thurgau. Ehemalige Zöglinge aus Kinderheimen und Pflegefamilien müssen nun feststellen, dass in den 60er- und 70er-Jahren an ihnen Tabletten getestet wurden – Psychopharmaka. Niemand hatte es ihnen gesagt. Als Kinder hatten sie im Heim des katholischen Klosters Fischingen oder in Pflegefamilien gelebt. Geliefert wurden die Pillen vom Basler Konzern Ciba, heute Novartis. An den Folgen der Versuche leiden die Betroffenen bis heute, sagen sie, an extremem Bluthochdruck, an Panikattacken und ständigen Kopfschmerzen. Wie war es möglich, dass man an diesen Kindern experimentieren konnte? Wer ist verantwortlich, trägt Sorge für die Folgen? Und heute? Kümmern sich Pharmakonzerne um ethische Standards, wenn sie in Indien, Rumänien oder Argentinien Arzneimittel testen? Unter welchen Umständen sind solche Tests überhaupt vertretbar?”

  22. Neubau sagt:

    Ueli
    Ihre politische Meinung gehört in den Politblog.

  23. olive sagt:

    http://www.srf.ch/news

    “Oskar Lafontaine: «Ich rate der Schweiz von einem EU-Beitritt ab»

    “Man muss Zuwanderung immer steuern.
    Wer Zuwanderungsängste nicht versteht, der lebt auf einem anderen Planeten.”

  24. Ueli sagt:

    @Neubau
    Der Hinweis auf die Ähnlichkeit von politischer Propaganda (da nehme ich übrigens auch bei der linken Seite kein Blatt vor den Mund – die sind teilweise genau so bescheuert wie ihre rechten Kollegen) und esoterischer Quacksalberei – gehört sehr wohl in einen “Sektenblog”. Übrigens: Unsere politischen Parteien sind auch nichts anderes als Sekten – bei den christlichen Parteien sogar mit direktem Bezug auf einen “Gott” namens Christus. Ob der Jesus mit diesem “Highjacking” seines Namens zufrieden wäre – sei jetzt mal dahingestellt…

  25. .. sagt:

    oot
    Bestseller
    h ttp://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/bestsellerautoren-matthias-weik-und-marc-friedrich-uns-muss-das-finanzsystem-um-die-ohren-fliegen/10177482.html

  26. Ueli sagt:

    @olive
    Das der Lafontaine sich jetzt noch ins Bett mit rechten “EU-Skeptikern” legt – spricht nur Bände über die Armseligkeit der deutschen “Linken” und ihrem abgehalfterten “Führungspersonal”. Aber was erwartet man auch von Menschen, die im Jahre 2014 der DDR immer noch etwas “Positives” abgewinnen können und behaupten, dass der Kasernensozialismus des Ostens tatsächlich eine “Alternative” zum Kapitalismus darstellte. Erinnert mich an gewisse RAF-Mitglieder, die am Schluss noch zu Nazis mutierten. – “Links” und “Rechts” sind im verwirrten Hirn eben nicht mehr allzuweit voneinander entfernt. Diese traurige Verwirrung kann man immer mehr eben auch auf der politischen Bühne sich zu Gemüte führen – Grün-Rot-Braun eine regierende “Zukunftsmischung”? Na dann, prost Mahlzeit.

  27. Nada sagt:

    @Olive: “Oskar Lafontaine: «Ich rate der Schweiz von einem EU-Beitritt ab» “Man muss Zuwanderung immer steuern.
    Wer Zuwanderungsängste nicht versteht, der lebt auf einem anderen Planeten.”

    Ach der Lafontaine hört dem jetzt in Deutschland niemand mehr zu oder weshalb sonst, meint er die Schweiz mit seinen Ratschlägen beglückwünschen zu müssen? Vielleicht ist jemand so nett und kann dem klar machen, dass ein EU-Beitritt gar nicht zur Debatte steht. Die Zuwanderung wird in der Schweiz gesteuert – durch die Wirtschaft und Zuwanderungsängste-Versteher oder besser gesagt – bewirtschafter hat es in der Schweiz bereits im Überfluss.

  28. Spaghetti Carbonara sagt:

    Kann man den Afrikanern in diesem speziellen Fall Aberglauben unterstellen, wenn sie es nicht anders wissen?

  29. Anti-Theopath sagt:

    “…Auf der Suche nach der heilen Welt vertrauen sie sich oft Scharlatanen und Verschwörungstheoretikern an, welche die Welt uminterpretieren und simple Rezepte für drängende Fragen in vielen Lebensbereichen haben. Doch ihre Erklärungen und Ideen beruhen auf einem Aberglauben und führen in eine Traumwelt….”
    Das tönt mir nach dem Aberglauben der Religionen. Wer sagt eigentlich, dass der Glaube an einen Gott nicht auch Aberglaube ist?

  30. Nada sagt:

    @Ueli: Apropos “Aberglaube mit fatalen Nebenwirkungen”! – Habe gerade gelesen, dass 53 % der schweizer Stimmberechtigten zur Zeit für Ecopop stimmen würden.

    Ups, diese Form von Aberglauben sollten Sie hier nun wirklich nicht thematisieren, es leiden nämlich nicht nur rückständige Christen und leichtgläubige Esoteriker daran, sondern auch aufrechte Atheisten. Die durchgedrehten weißen Schäfchen des Herrn B. hören nicht mal mehr auf die Stimme ihres Herrn und treten nun nicht nur schwarze Schäfchen weg, sondern alle die sich der Schweiz nähern. Und das im festen Glauben, dass es mit dem Trickledown-Trick endlich klappen wird, wenn nur die Zuwanderung gestoppt wird. Aber man sollte sich über solch naiven Glaubensvorstellungen nicht lustig machen, sondern wie Lafontaine sagt, die Zuwanderungsängste von Menschen verstehen, die einem Land leben, wo altgediente Maskottchen durch komplett anspruchslose chinesische Zuwanderer ersetzt werden.

  31. Fondue sagt:

    de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberbev%C3%B6lkerung

  32. Ueli sagt:

    @Spaghetti Carbonara
    Aberglaube bedingt Unwissenheit – aber frei nach Heisenberg kann man auch an den Quatsch glauben, weil einem versichert wurde, dass es “nützt” – auch wenn man nicht dran glaubt.

  33. Ueli sagt:

    @Nada
    Die “komplett anspruchslosen” chinesischen Zuwanderer sind mir auch zuwider. Gibts vielleicht welche, die “alte chinesische Liebesgedichte” lesen und Arbeit im kapitalistischen Sinne als sinnlose Schinderei für den Mehrwert betrachten? Die würde ich gerne in “meine schöne Schweiz” “integrieren”, da die Bünzlifraktion schon genug Eidgenossen in unserem Lande stellt.

  34. Ueli sagt:

    @Anti-Theopath
    “Aberglaube” ist eine nachweisbar falsche Vorstellung der Welt und ihrer Zusammenhänge, während Glaube an einen monotheistischen Gott zum Beispiel, zwar nicht komplett widerlegt – aber rational kritisiert werden kann. Hier besteht ein kleiner – aber feiner Unterschied.

  35. Anti-Theopath sagt:

    @ Ueli
    21. Oktober 2014 um 22:26
    Der Glaube existiert, oder existiert nicht.
    Ganz anders beim Objekt des Glaubens: Dem Gott, bzw. den Göttern. Da seine Existenz, diejenige des Gottes, nicht bewiesen ist, existiert er auch nicht. Gemäss den heutigen weltweiten Gebräuchen zumindest, denn wenn jemand behauptet, es gäbe etwas, muss er die Existenz auch beweisen. Somit die Existenz an einen oder mehrere Götter auch Aberglaube ist.

    Spaghetti Carbonara muss ich recht geben. Die Leute in Afrika handeln nach deren Wissensstand. Also sind sie zwar aus unserer Sicht abergläubisch, aus deren Sicht handeln sie aber korrekt. Ueli: Sind sie ein Rassist?

  36. olive sagt:

    @ Ueli
    21. Oktober 2014 um 18:35

    Tagesgespräch Radio:

    Schon interessant, wie richtig Gesinnte zu schäumen beginnen, wenn Andersdenkende eine Meinung äussern.

  37. Thomas M. Germann sagt:

    Wohin ist eigentlich der geschätzte Mitkommentator (und vielleicht noch -leser) entschwunden?

  38. Thomas M. Germann sagt:

    Auf jeden Fall liebe Grüsse aus dem stürmischen St-Gall.

    😀

  39. Ueli sagt:

    @olive
    Ich habs nicht nötig zu “schäumen” liebe Olive – das überlasse ich anderen. Aber zurück zum Thema: Lafontaine ist ein weiterer Demagoge, der sich vor seiner wildgewordenen Wutbürgerwählerschaft profilieren will und nun halt in die unterste Schublade der Trickkiste greift, indem er “Verständnis” für die rechte Agenda der EU-Skeptiker aufbringt. Ist das originell? Ist das intelligent? Nein, nur der übliche politische Zirkus, den ich überhaupt nicht mehr ernst nehmen kann, da einfach die niedersten Instinkte bedient werden. Nicht umsonst hat Herr Lafontaine seine Wählerschaft auch beim Bildzeitungspöbel rekrutiert – gleich und gleich gesellt sich eben gern.

  40. Klara Brunner sagt:

    @ anti-theopath

    Bei Ebola gehts v.A. darum, die hochansteckende Erkrankung einzudämmen, Aufklärung wie Ansteckung funktioniert usw..
    Die Schutzanzüge müssten m.E. auf den Schweregrad dieser Kranhkeit hinweisen.
    Wenn jemand da findet, mann müsse die Fakten veranschaulichen und mit Aberglauben aufräumen ist er noch lange kein Rassist. Was ist wichtiger für Sie: Wenn Fachleute eine hochansteckende Krankheit eliminieren können oder aber, dass man den Leuten ihren Aberglauben oder was immer zugesteht und dann deswegen Menschen wie die Fliegen sterben weil die Seuche sich uneingeschränkt ausbreiten kann?
    Mir scheint gute Aufklärung und Anleitung breiter Bevölkerungsschichten sei elementar um Schlimmeres zu verhindern.

  41. olive sagt:

    @ Ueli
    22. Oktober 2014 um 09:44

    Abgesehen von Ihrer Ansicht –
    würden Sie jetzt oder überhaupt in die EU wollen?

  42. Nada sagt:

    @Olive: Schon interessant, wie richtig Gesinnte zu schäumen beginnen, wenn Andersdenkende eine Meinung äussern

    Ebenfalls sehr interessant wie du diejenigen wahrnimmst, die anders denken als du, die sprechen nicht sondern schäumen oder kreischen (hast du jedenfalls mal von einer Muslima in einer Talkshow geschrieben, mir hingegen ist nicht aufgefallen, dass diese Frau laut wurde). Der Graben in diesem Land ist mittlerweile sehr tief und man darf annehmen, dass es nicht nur auf einer Seite eine verzerrte Sicht gibt.

  43. Anti-Theopath sagt:

    @ Klara Brunner
    22. Oktober 2014 um 11:21
    Sie haben meine Aussage nicht verstanden.
    Die Leute dort wissen nichts von Viren usw. Also erklären sie sich die Krankheit anders. Mit Aberglauben hat das gar nichts zu tun.
    Aus unserer Sicht schon.
    Nur ist in Afrka nicht unsere Sicht massgebend, sondern die Sicht der Afrikaner.
    Den Leuten dort Aberglauben und Rückständigkeit zu unterstellen, könnte man schon schon schwer als Rassismus interpretieren, denn wie gesagt, haben diese Leute dort ganz einfach ein anderes Weltbild, das wir zu akzeptieren haben.
    Bei uns läuft es so, und in Afrika läuft es anders. Ganz einfach.

  44. Anti-Theopath sagt:

    @ Klara Brunner
    “…Was ist wichtiger für Sie: Wenn Fachleute eine hochansteckende Krankheit eliminieren können oder aber, dass man den Leuten ihren Aberglauben oder was immer zugesteht und dann deswegen Menschen wie die Fliegen sterben weil die Seuche sich uneingeschränkt ausbreiten kann?..”
    Mir ist wichtig, dass man die Leute dort so akzeptiert, wie sie dort eben sind. Um es in ihren Worten zu sagen: Man lässt sie am Besten wie die Fliegen sterben. Anderes ist kultur-imperialistisch oder rassistisch.

  45. alter Mann sagt:

    @ Anti-Theopat
    Danke für Ihre Zeilen, die für mich zutreffend sind. Was sollen die Afrikaner uns weissen Gangstern denn abnehmen?

  46. Michael Bamberger sagt:

    @ Anti-Theopath

    “Den Leuten dort Aberglauben und Rückständigkeit zu unterstellen, könnte man schon schwer als Rassismus interpretieren, denn wie gesagt, haben diese Leute dort ganz einfach ein anderes Weltbild, das wir zu akzeptieren haben. Bei uns läuft es so, und in Afrika läuft es anders. Ganz einfach.”

    Ihrer These zufolge, legitimieren Sie also die in gewissen Regionen Afrikas praktizierte Hexenverfolgung und Ermordung von Kindern? Auch die afrikanischen Staaten haben die Allgemeinen Menschenrechte ratifiziert, demnach haben sie daran zu halten, zu was sie sich verpflichtet haben.

  47. Amara sagt:

    @Michael Bamberger

    Antitheopath (=Roland Moser?) hat es halt nicht so mit den Menschenrechten, dafür um so mehr mit blöden Stammtischbehauptungen wie Die Leute dort wissen nichts von Viren usw. und perversen Wünschen wie Man lässt sie am Besten wie die Fliegen sterben. Anderes ist kultur-imperialistisch oder rassistisch.

    Absurd, wenn ein Rassist wie Antipath andere des Rassismus und Kulturimperialismus bezichtigt.

    Und bitter*, dass welche wie alter Mann um 12:54 Uhr drauf reinfallen.

    *was mich zum längst fälligen Nickwechsel inspiriert.

    Schätze übrigens, dass diese engagierte Frau mehr von Viren wusste als Antipath:

    Sie ist tot, Ärztin Stella Adadevoh aus Lagos, dem Ebola-Virus erlegen. Ihr Eingreifen aber bewahrte Nigeria vermutlich vor einer Katastrophe. «Eine spektakuläre Erfolgsgeschichte», nannte die WHO die Tatsache, dass Nigeria als Ebola-freies Land bezeichnet werden konnte, vor wenigen Tagen. Dieser Grosserfolg ist vermutlich zu einem guten Teil Stella Adadevoh zu verdanken.

    Die Ärztin in Lagos war es, welche die drohende Gefahr eines aus Liberia eingereisten Ebola-Patienten erkannte. Sie kümmerte sich mit ihrem Team um die Pflege des Liberianers. Sie organisierte eilends ein Notfalldispositiv in einem Gesundheitssystem, das mitnichten auf eine solche Krise vorbereitet war. Und sie war darum bemüht, dass ein Screening von potenziell gefährdeten Personen aufgebaut wurde.

    http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Die-EbolaHeldin-von-Nigeria/story/14859889

  48. Michael Bamberger sagt:

    @ Amara

    Spannender Nickwechsel, Nada. Geht dieser in Richtung Bitterstoffdrogen, wie z.B. Gelber Enzian, Tausendgüldenkraut, Fieberklee, Andorn, Benediktendistel, Isländisches Moos, Hopfen, Mariendistel, Löwenzahn, Condurango, Basilikum, Bohnenkraut, Rosmarin, Thymian, Calmus, Kurkuma, Engelwurz, Liebstöckel, Galgant, Anis, Kümmel, Fenchel, Koriander, Dill, Schöllkraut oder Chinarinde? Oder liege ich da völlig daneben und es wäre der Amarasee in Rumänien oder die Stadt Amara in Irak oder doch die französische Politikerin und Feministin Fadela Amara? Wieso tippe ich eher auf die Letztgenannte?

    Sehr eindrücklich, die Geschichte der Ärztin Stella Adadevoh, danke fürs Reinstellen.

  49. Amara sagt:

    @Michael Bamberger

    Im Moment ist es eher die Bitterkeit, die mich befällt, wenn ich News lese/höre. Die aktuellen Rückfälle in längst vergangen geglaubte Zeiten sind schwer zu ertragen.

    Falls Amaretti auch unter Bitterstoffdrogen fallen, besteht bei mir eine leichte Suchtgefahr.

  50. olive sagt:

    @Amara

    ” Der Graben in diesem Land ist mittlerweile sehr tief und man darf annehmen, dass es nicht nur auf einer Seite eine verzerrte Sicht gibt.”

    Diese verschiedenen Sichtweisen sind nicht neu.
    Welche Sicht ist eine verzerrte?
    Gibt es eine Richtige, nicht verzerrte?

    Schwierig, oder?
    Gut, gibt es verschiedene , meine ich.