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Franziskus bandelt mit den Fundis an

Hugo Stamm am Samstag den 13. September 2014
Pope Francis waves as he leads the Sunday Angelus prayer from the window of the Apostolic Palace in Saint Peter's Square at the Vatican

Auf gemeinsamer Mission mit den Evangelikalen: Franziskus am vergangenen Sonntag auf dem Petersplatz. Foto: Alessandro Bianchi (Reuters)

Papst Franziskus ist ein dynamischer Oberhirte der katholischen Kirche, in der Öffentlichkeit ungewohnt präsent und bei vielen Katholiken beliebt. Er gilt als Papst zum Anfassen, der oft auf ein pompöses Protokoll verzichtet und sich als Anwalt der Armen gibt.

Kritiker beurteilen seinen Aktivismus aber pragmatisch. Sie werfen ihm vor, er setze sich effektvoll in Szene und lenke davon ab, dass er eine rückständige, konservative Kirchenpolitik betreibe.

Ein neues Projekt bestätigt die Kritiker. So will Franziskus mit den Evangelikalen ein gemeinsames Missionspapier ausarbeiten. Damit verbündet er sich ausgerechnet mit den Freikirchen, die ein dogmatisches bis fundamentalistisches Christentum vertreten. Mit diesem Akt brüskiert der Papst wohl die reformierten Kirchen. Denn das Papier soll ausgerechnet 2017 umgesetzt werden, also im Jahr des 500-jährigen Jubiläums der Reformation, wie die freikirchlich orientierte Nachrichtenagentur Idea schreibt.

Professor Thomas Schirrmacher aus Bonn, Vorsitzender der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) – einer Art Dachverband der Freikirchen –, bestätigt die gemeinsamen Missionsbestrebungen. Die Initiative sei von Papst Franziskus ausgegangen. Dieser habe mehrere Repräsentanten der evangelikalen Bewegung gebeten, einen Entwurf zu formulieren. Das Papier wurde dem Papst bereits übergeben und trägt den Titel «Glaubenserklärung zur Einheit in der Mission».

Die gemeinsame Aktion erstaunt, denn die theologischen und kirchenpolitischen Differenzen der beiden Glaubensrichtungen sind beträchtlich. In Südamerika zum Beispiel liefern sich Freikirchen und katholische Kirche erbitterte Auseinandersetzungen. Die aggressiven Missionsbestrebungen vieler Freikirchen, die mit ihren bombastischen Gottesdiensten grosse Fussballstadien füllen, drängen die katholische Kirche in die Defensive.

Dabei scheuen sich fundamentalistische Prediger von Freikirchen nicht, die katholische Kirche als Sekte zu brandmarken. Die Kurie halte sich nicht an das Wort der Bibel. Allein schon das Papsttum ist für viele Freikirchen eine Irrlehre.

Weshalb biedert sich die freikirchliche Allianz trotzdem beim Papst an? Sie profitiert vom Bündnis mit der katholischen Kirche und führt zu einer indirekten Anerkennung und zu einem Imagegewinn. Ausserdem erhalten sie quasi einen Freibrief zur Missionierung von Katholiken. Falls der Papst nicht noch die Notbremse zieht, macht er sich zum Steigbügelhalter der Freikirchen.

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396 Kommentare zu “Franziskus bandelt mit den Fundis an”

  1. Roger Eggenberger sagt:

    Auf 20min wurde von Rolf Maag die Diskussion “Kann man Gottes Existenz beweisen” gestartet. Ich halte den Ansatz, der dazu verwendet wird, für irreführend. Warum?

    Alle, auch die Atheisten mit ihrer Gottesverneinung, gehen immer von einem Gott aus, den die Kirche definiert hat. Dort säuseln sie seit Jahrhunderten, Gott ist die Liebe. Und dann unterstellen sie ihm Allmacht, Akzeptanz des Bösen, Eingriff ins Schicksal usw. Macht ist eine Menschliche Eigenschaft, die nur in der Dualität bestehen kann. Wo alles eins und Liebe ist – der Gott, den ich meine – gibt es keine Macht. Und die allgegenwärtige Frage “Warum lässt er es zu?” braucht gar nicht erst gestellt zu werden. Der Mensch hat sich von dieser Einheit entfernt und selber in die Bredouille gebracht. Nun muss er sehen, wie er da wieder rauskommt, beziehungsweise wieder in die Einheit zurück findet. Und dazu bleibt ihm nur eine Möglichkeit: sich bei allem was ihm widerfährt im Geiste zum Guten zu entscheiden.

  2. Roger Eggenberger sagt:

    Einen wissenschaftlichen Nachweis für die Existenz Gottes zu erbringen ist nicht möglich. Weil der menschliche, duale Geist dazu gar nicht fähig ist. Es bleibt beim Glauben.

  3. Klara Brunner sagt:

    @ roger eggenberger

    Aus Jesaja 63, 1-6

    Da wird Jawhe gefragt: Warum kommst du von Edom, aus dessen Hauptstadt Bozra in einem GEwand daher, das nach Vergorenem riecht? Und warum ist es rot bespritzt, wie bei einem der bei der Weinernte die Trauben in der Kelter zerstampft? Die Antwort darauf ist:Jawhe wurde von Wut, Zorn und Rache erfüllt und hat die Völker wie Trauben in einer Kelter zerstampft und dabei sein Prachtgewand mit ihrem Blut bespritzt.
    Das ist zwar ein Versuch einer Interpretation weil erfahungsgemäss Krieg die Menschen “trunken” vor Wut und Zorn macht. Diese Trunkenheit wird als göttliche macht wahrgenommen wenn Konflikte nicht versöhnlich beigelgt werden können.
    Gott selber riecht nach Blut, beschmutzt sich das ist die dunkle Seite auch der Menschen.

  4. andersen sagt:

    Henrik Broder und Hamed Abdel-Samad fuhr mit der Auto durch der Europa, zirka 2000 Kilometer, besuchte auch der Dandy unter die katholische Pfarrer Wilhelm Imkamp.
    Er segnete das Auto, aber hat auch ausdrücklich, darauf hingewiesen, dass auch ein Auto nicht ein Automatische Bremssystem hat.

    So, da ich nicht Tom Cruise bin, freue ich mich jetzt auf meine Ferien, ich kann es.

  5. Klara Brunner sagt:

    @ roger eggenberger

    Ich bin weit entfernt davon zu “frömmeln” also aus Sicherheitsgründen gläubig zu tun und einer Religion treu zu bleiben von der ich nicht überzeugt bin. Keineswegs. Ich habe Katholizismus solcher Art erlebt und auch noch jene Form die das Gebot ernst nahm: Wer seine Kinder liebt züchtigt sie. Das ist eben nur Schein und nicht sein. Wer sowas als Glaube definiert den er überzeugt lebt täuscht sich. Er ist um “draussen” Geltung zu erlangen in eine Rolle geschlüpft die er nicht halten kann.
    Sowas würde krank machen und es macht auch krank. Als aktuellles Thema sind die Priester die Kindsmissbrauch begangen haben und dergl. mehr und sich ihrer Schuld nicht bewusst sind. Wer Teile von sich abspaltet, also ignoriert und nicht lebt, der wird sich ein Ventil dafür suchen, bewusst oder unbewusst. Die Folgen sind meistens eben “schrecklich”.
    Heil ist eben nicht vollkommen sein, man lese nach bei Jakob der Heiler; dünkt mich in dem Sinne eine gute Beschreibung.

  6. Klara Brunner sagt:

    @ roger eggenberger

    Die wichtigste Grundlage dieses Thema zu erörtern wäre doch die schlüssig zu werden “wer oder was ist Gott, wie nehmen wir das Göttlich wahr?”. Lässt die Alltagshektiv es denn überhaupt zu sich solche Fragen ernsthatft zu stellen und sie mit anderen zu erörtern?

  7. Rabbi Jussuf sagt:

    roger eggenberger

    Wow!
    Bewundernswürdig, wie Sie ihre zahlreichen Denkfehler zur Schau stellen!

  8. Roger Eggenberger sagt:

    @ Rabbi Jussuf
    “Bewundernswürdig, wie Sie ihre zahlreichen Denkfehler zur Schau stellen!”

    Sie haben recht, mit Ihren kann ich nicht konkurrenzieren.

  9. Roger Eggenberger sagt:

    @ Klara Brunner
    “Lässt die Alltagshektiv es denn überhaupt zu sich solche Fragen ernsthatft zu stellen und sie mit anderen zu erörtern?”

    Das hängt doch allein davon ab, wie wichtig es einem ist, nach dem Sinn des Lebens zu fragen. Leute wie gewisse Rabbis haben das natürlich nicht nötig, die wissen ja schon alles.

  10. Ueli sagt:

    @Klara Brunner

    Ich bin wie Gott, und Gott wie ich.
    Ich bin so gross wie Gott, er ist so klein wie ich.
    Er kann nicht über mir, und ich nicht unter ihm stehn.
    (Angelus Silesius)

  11. Roger Eggenberger sagt:

    @ Ueli, 21. September 2014 um 14:02

    Womit der Kern des Menschen gemeint ist und nicht sein Ego.

  12. Sebastian Johann sagt:

    @ Ueli

    “Heute ist Sonntag.”
    (Friedrich Schiller)

  13. Hypatia sagt:

    Roger Eggenberger am 21. September 2014 um 09:52

    “Auf 20min wurde von Rolf Maag die Diskussion “Kann man Gottes Existenz beweisen” gestartet”

    Man kann, Wie Gödel gezeigt hat:

    h ttp://sammelpunkt.philo.at:8080/1924/1/KIRCHNER_-_Bachelorarbeit_I_-_Kurt_G%C3%B6dels_ontologischer_Beweis.pdf

  14. Roger Eggenberger sagt:

    @ Hypatia

    Ja danke, das ist sehr schön. Und rein theoretisch. Ich habe aber noch nie gehört, dass ein Wissenschaftler aufgrund dieses Beweises bekehrt worden ist. Und fragen Sie mal Rolf Maag, warum er diese Frage jetzt noch stellt, wenn doch der “Beweis” so nett in schriflicher Form vorliegt. Wir wissen ja zum voraus, dass seine Rubrik zu einer nie endenden Diskussionsspirale ohne Ergebnis führen wird.

  15. olive sagt:

    @ Roger Eggenberger
    21. September 2014 um 09:52

    “Der Mensch hat sich von dieser Einheit entfernt und selber in die Bredouille gebracht.Nun muss er sehen, wie er da wieder rauskommt, beziehungsweise wieder in die Einheit zurück findet.”

    “Hat sich selber in die Bredouille gebracht”, das ist eine ziemlich lieblose Aussage dem Menschen gegenüber.

    Wenn ich annehme, dass die Evolutionstheorie in etwa richtig ist: Gar nicht einfach für den Menschen , mit seinem Erbe als Tier zurecht zu kommen, rsp. er ist ja selber eins, zwar ein hoch entwickeltes Tier, aber ganz bestimmt keine körperlose Seele ohne biologische Herkunft.
    Aber auch wenn ich annehme, dass die Genesis in etwa stimmt: Warum hat Gott ein solches Geschöpf geschaffen, mit all dem, was in ihm ist ( also auch mit der Möglichkeit, Böses zu tut ) , warum hat er nicht ein gutes Geschöpf geschaffen, eines , das lieb ist und sich nicht “von der Einheit” entfernt?

    ” Und dazu bleibt ihm nur eine Möglichkeit: sich bei allem was ihm widerfährt im Geiste zum Guten zu entscheiden.”

    Schauen Sie raus und Sie werden erkennen, dass diese Lösung zwar schön tönt, aber unmöglich zu realisieren ist.
    Oder erst in weiteren 500’000 Jahren.

  16. Roger Eggenberger sagt:

    @ Olive
    “Hat sich selber in die Bredouille gebracht”, das ist eine ziemlich lieblose Aussage dem Menschen gegenüber.”

    Lieblos, ja das stimmt und ist richtig so. Denn die Wahrheit ist nichts für Weicheier. Deshalb flüchten ja so viele in einen Glauben, der ihnen Trost bringt.

    “”Und dazu bleibt ihm nur eine Möglichkeit: sich bei allem was ihm widerfährt im Geiste zum Guten zu entscheiden.”
    Schauen Sie raus und Sie werden erkennen, dass diese Lösung zwar schön tönt, aber unmöglich zu realisieren ist.
    Oder erst in weiteren 500’000 Jahren.”

    Nein, nicht ganz unmöglich. Wie bereits erwähnt, ist das Universum geduldig. Sie können deshalb ruhig fünhundertausend oder mehr Jahre daran üben. Wichtig ist eigentlich nur, JETZT damit anzufangen.

  17. Roger Eggenberger sagt:

    Glauben Sie mir, Olive, ich hätte es auch lieber bequem: Mal schnell ein menschenfreundliches Leben führen und dann auf einer Wolke ins ewige Himmelreich fahren. Oder als Atheist den Schalter des ewigen Vergessens wählen. Doch kann ich das nicht akzeptieren, zuvieles deutet auf das Gegenteil hin.

    Denken Sie doch mal an Martin Luther King, Gandhi oder Mandela. Glauben Sie, diese Menschen seien hirnlose Idioten gewesen, die für nichts für andere ihren Ar… hingehalten haben? Solche ‘Stars’ sollten einem zum Nachdenken anregen, nicht Federer, Schwarzenegger oder Paul McCarthney. – Doch, jeder nach seinem Geschmack.

  18. Ueli sagt:

    @Hypatia
    Ich habe auch einen Gottesbeweis entwickelt:
    Um “Schwarz” definieren zu können – braucht man “Weiss” und umgekehrt. Alle “Existenz” muss also zwangläufig aus dem absoluten Gegensatz “Nichtexistenz” abgeleitet sein und umgekehrt. Ergo müsste der omnipotente Gott, der alles geschaffen hat das “absolute Nichts” sein. –

  19. Sebastian Johann sagt:

    @ Ueli
    1.) Seit wann gilt: Definition = Beweis?
    2.) Um “Zeit” definieren zu können – hilft “Zeitlosigkeit” kaum.
    3.) Wie definieren Sie “abstrakt” und wie “irrational”?
    4.) Welcher Raum ist mehr als dreimal so gross. wie der Mensch sich maximal vorstellen kann?
    5.) Können Sie Ihre Definitionen ohne Axiome formulieren.
    6.) Benennen Sie den Unterschied zwischen deduktivem und induktivem Denken.
    🙂

  20. olive sagt:

    @ Roger Eggenberger
    21. September 2014 um 17:31

    “Lieblos, ja das stimmt und ist richtig so. Denn die Wahrheit ist nichts für Weicheier. Deshalb flüchten ja so viele in einen Glauben, der ihnen Trost bringt.”

    Also in dem Fall:

    Was ist die Wahrheit??

    @ Roger Eggenberger
    21. September 2014 um 17:52

    “Denken Sie doch mal an Martin Luther King, Gandhi oder Mandela. Glauben Sie, diese Menschen seien hirnlose Idioten gewesen, die für nichts für andere ihren Ar… hingehalten haben?”

    Glaube ich nicht. Aber auch sie waren Menschen, zwar evt. mit mehr Zivilcourage und Gerchtigkeitssinn ausgestattet als der grössere Teil der Menschheit, aber Menschen, mit ihren guten und schlechten Eigenschaften , mit ihen Gründen, zu handeln, wie sie handelten.

    “Solche ‘Stars’ sollten einem zum Nachdenken anregen, nicht Federer, Schwarzenegger oder Paul McCarthney. – Doch, jeder nach seinem Geschmack.”

    Warum nehmen Sie an, dass mich Federer, Schwarzenegger oder Mc Cartney zum Nachdenken anregen?

    Und ich weiss auch, dass es viele andere Menschen gibt, die Gutes tun, die sich einsetzen für andere, ohne die Bekanntheit der oben Genannten zu erlangen.

  21. Roger Eggenberger sagt:

    @ Sebastian Johann

    Ueli: “Ich habe auch einen Gottesbeweis entwickelt”

    Mit diesem Beweis bestätigt er die Dualität und aus dieser Sichtweise ist “der omnipotente Gott, der alles geschaffen hat” tatsächlich das “absolute Nichts”. Darum kann ihn auch Hawkins nirgendwo finden.

  22. olive sagt:

    @ Roger Eggenberger
    21. September 2014 um 17:52

    “Glauben Sie mir, Olive, ich hätte es auch lieber bequem: Mal schnell ein menschenfreundliches Leben führen und dann auf einer Wolke ins ewige Himmelreich fahren.”

    Wie wer?

    ” Oder als Atheist den Schalter des ewigen Vergessens wählen. ”

    Wie wer?

    “Doch kann ich das nicht akzeptieren, zuvieles deutet auf das Gegenteil hin. ”

    Was deutet auf das Gegenteil von was hin?

    Sorry, aber ich möchte verstehen, was Sie genau meinen.

  23. Roger Eggenberger sagt:

    @ Olive

    “Warum nehmen Sie an, dass mich Federer, Schwarzenegger oder Mc Cartney zum Nachdenken anregen?”

    Immer diese nebensächlichen Details. Das waren nur Beispielsnamen, die müssen mit Ihnen nichts zu tun haben.

    “Und ich weiss auch, dass es viele andere Menschen gibt, die Gutes tun, die sich einsetzen für andere, ohne die Bekanntheit der oben Genannten zu erlangen.”

    Ja, wie ‘Aerzte ohne Grenzen’. Warum nehmen Sie nicht die zum Vorbild?

    “.. zwar evt. mit mehr Zivilcourage und Gerchtigkeitssinn ausgestattet …”
    Das nenne ich ein wunderbeispiel der Banalisierung. Das waren drei, die genau das erreicht haben, das Sie als “diese Lösung, die zwar schön tönt, aber unmöglich zu realisieren ist” genannt haben.

  24. Roger Eggenberger sagt:

    @ Olive, 21. September 2014 um 19:00

    Wurde von mir viel weiter oben schon erwähnt. Ich fange jetzt nicht wieder von vorne an. Und ich habe von Ihnen erwartet, dass schlau genug sind, die nicht extra erwähnten Zusammenhänge selber zu verbinden.

  25. Sebastian Johann sagt:

    @Roger Eggenberger
    Ja, Gott ist sowohl omnipotent – als auch das absolute Nichts. Gott ist mindestens alles.

  26. Sebastian Johann sagt:

    @ olive
    Wozu möchten Sie eigentlich immer alles ganz genau verstehen und wissen?
    Sind Sie wie gierig nach einer Macht? Oder etwa was genau?
    🙂

  27. Frage ... sagt:

    … an die hier versammelte Schwarm-Intelligenz: Weshalb braucht man die Existenz Gottes zu “beweisen”?

  28. Ueli sagt:

    @Sebastian Johann
    1. Habe ich gesagt, dass die Definition von Existenz eine Nichtexistenz voraussetzt. Nicht mehr und nicht weniger.
    2. Um Zeit erschöpfend definieren zu können – müssen sie die “Null” kennen.
    3. Die Definitionen von “abstrakt” und “irrational” finden Sie auf Wikipedia.
    4. Der Raum welcher drei mal so gross ist wie der Raum, den sich die Menschen vorstellen können – ist exakt so gross wie der Laderaum der Arche Noah.
    5. Die Definitionen von “Definition” und “Axiom” finden Sie auf Wikipedia.
    6. Siehe Punkt 3 und Punkt 5.

  29. Frage ... sagt:

    Aufgepasst (ein Einwurf). Man verwechsle nicht “irrational” mit “nicht rational”. Das nicht Rationale hat durchaus seine Berechtigung; das Irrationale weniger.

  30. Ueli sagt:

    @Frage
    Weil gerade nichts Gutes im Fernsehen läuft und morgen Montag ist.

  31. Frage ... sagt:

    Nun, es muss doch einen intellegiblen Grund geben, eine Causa sozuagen oder zumindest ein Motiv, weshalb man die Existenz Gottes beweisen will. Dazu zähle man (für einmal nicht) das (sowieso immer und die Billag-Gebühren nie und nimmer rechtfertigende) schlechte Fernsehprogramm oder den Arbeitsbeginn morgen früh, weil solcherlei nicht intellegibel ist.

  32. Frage ... sagt:

    Mit anderen Worten: Auch wenn man sehr viel Wert auf die christliche Bibel legt, ist es mir doch völlig wurscht, ob Gott “existiert” oder “nicht existiert” oder Gott vielleicht sogar etwas Anderes tut als “existieren” oder “nicht existieren”.

  33. Ueli sagt:

    @Frage…
    Und was wenn die Causa aller Causes (aka “Gott”) kein Motiv besitzt?

  34. Frage ... sagt:

    20:53 Korrektur

    “Dazu zähle man (für einmal) nicht das …” statt “Dazu zähle man (für einmal nicht) das …”

  35. Frage ... sagt:

    Ueli 21:04

    Es ist logisch, dass der unbewegte Beweger ein Motiv hat. Das ist ziemlich einfach: das Gute. Und wie schon Aristoteles bemerkte, ist es viel einfacher, das Schlechte zu erreichen, als das Gute zu treffen. Insofern besteht eine logische Abstufung zwischem dem “Guten” und dem “Schlechten”. Wir alle wissen doch unmittelbar und sofort, was nicht korrekt ist; aber es ist schwierig für uns, das “Gute” zu eruieren und dieses auch als Ziel und letzten Endes auch als Zweck zu setzen. Die genannte Abstufung ist in dem, was man “Gott” oder “Transzendenz” oder “unbewegten Beweger” nennen kann, königlich vorgebildet. Und genau dafür gibt es auf dieser Welt (das heisst unter uns Menschen) auch Botschafter, sozusagen Botschafter der Transzendenz, welche auf das “Gute” friedfertigerweise hinweisen. Man mag einwenden, dass diese Botschafter sozusagen eine “Elite” darstellen könnten. Das stimmt (man mag diese auch philosophoi nennen), aber irgendeinen Machtanspruch machen diese Botschafter überhaupt nicht geltend. Darum sei jeder Einzelne (auf welchem Wege auch immer) dazu aufgefordert, auf diese Botschafter zu hören und den wohlgemeinten Ratschlägen denselben nach Kraft und Möglichkeit nachzuleben. Das alles tönt vielleicht etwas abstrakt, ist aber – so erlaube ich mich anzumerken – auf keine besondere (einzelne) Religion oder sogar Sekte gemünzt.

  36. Enzo Transzendenzo sagt:

    Meine Badewanne ist durch Stacheldraht umzingelt, damit die Arche Noah nicht zu weit hinaus schwimmt.
    (Idealerweise gönnt man sich aber ein Yogidrink-Vollbad…)
    🙂

  37. Frage ... sagt:

    Ach, Enzo, Sie haben schon Sündflut, äh, Sintflut? Ich, Gott, hatte das in Form eines meiner solipsistischen Ratschlüsse (altgriechisch megaläs) erst für morgen geplant.

  38. Frage ... sagt:

    Falsch, nicht megaläs, sondern boulä (Nominativ).

  39. Hypatia sagt:

    Roger Eggenberger am 21. September 2014 um 16:41 @ Hypatia

    Ich zitiere:
    “Gottesbeweis (falls augenblicksweise dieses Widersinnige verstattet ist): Warum es keinen “Gott” nach christlichen Masstäben gibt? Er müsste gegen die riesenhafte Götzendienerei längst aufgetreten sein. Da diese aber schon dabei ist, zu errechnen, wie sie noch ihre Grenzen und Masslosigkeit überschreite und überschreie – und der christliche Gottweiterhin dabei seine Geschäfte macht, folgt, dass er nicht existiert und auch nur ein Götze das Geschäft betreibt.”

    Es wird Ihnen sicherlich nicht schwerfallen, den Urheber dieser Zeilen ausfindig zu machen.

  40. Frage ... sagt:

    Aber Herr Bamberger, der mich dankenswerter vor dem Abfall vom Glauben rettete, wird einzuwenden haben, dass die bronzezeitlichen Mythen, wie jener (vermeintliche) der Hebräer (hebr. ioutz für Ratschluss und phla für wunderbar bzw. gbur für meisterhaft; immer nach der Prophezeihung der Ankunft des Messias, des Kindes und Sohnes der Transzendenz, durch Jesaja), erst durch Lamarck überwunden wurden. Ausgerechnet durch Lamarck! Dabei übersieht Bamberger zumindest zwei Phänomene: den Nestle’schen Wechsel vom Mythos zum Logos oder die Jasper’sche Achsenzeit und den Universalienstreit zwischen dem Aquinaten und Ockham, welchletzterer die Moderne (samt Lamarck usw.) vorbereitete. Die bronzezeitlichen Mythen sind spätestens mit dem Urgrund gemäss dem einzigen Fragment des Anaximandros, welches auf Gesetzlichkeit, wenn nicht sogar auf die Rechtsidee des Bürgerstaates anspielt, überwunden: Woraus aber die Dinge ihre Entstehung haben, darein finde auch ihr Untergrund statt, gemäss der Schuldigkeit. Denn sie leisteten einander Sühne und Busse für ihre Ungerechtigkeit der Zeit.

  41. Frage ... sagt:

    @ Hypatia am 21. September 2014 um 23:03

    Vielleicht Nietzsche? Wegen:

    (1) “Warum es keinen ‘Gott’ nach christlichen Masstäben gibt?” – Hier fallen die “christlichen” Massstäbe auf.

    (2) “… und überschreie …” – Typische Dramatisierung wie bei Nietzsche.

    (3) “… das Geschäft betreibt …” – Typischer Pragamatismus in Anlehnung an das alltäglich Wirtschaftliche von Nietzsche.

    Aber sicher bin ich nicht. 🙂

  42. Frage ... sagt:

    23:15 Korrektur zum Zitat von Anaximander: “Untergang” statt “Untergrund”. 😉

  43. olive sagt:

    @ Roger Eggenberger
    21. September 2014 um 19:05

    “Das nenne ich ein wunderbeispiel der Banalisierung. Das waren drei, die genau das erreicht haben, das Sie als “diese Lösung, die zwar schön tönt, aber unmöglich zu realisieren ist” genannt haben”

    Das ist keine Banalisierung. Diese Menschen hatten zweifellos eine besondere Kraft und solche Menschen besitzen auch das Charisma, das nötig ist, um andere Menschen zum Guten zu bewegen.

    Aber auch sie haben ihre Begrenzungen wie alle Menschen und auch ihre Strahlkraft ist limitiert. Die ganze Welt wird deshalb nicht “zur einheit” zurückfinden, wie Sie als Lösung postuliert haben.
    Auf eine andere Art, aber ja, Ärzte ohne Grenzen sind bewundernswert.
    Auch hier PLU: einige , vor allem junge Ärzte geben das offen zu, dass sie auch mal einen Kick suchen und in armen Gegenden, wo ärztliche Hilfe noch etwas bewegen kann, zu leisten.

    “Und ich habe von Ihnen erwartet, dass schlau genug sind, die nicht extra erwähnten Zusammenhänge selber zu verbinden.”

    Da sehen Sie, wie man sich täuschen kann. Können nicht alle so helle sein wie Sie.

  44. olive sagt:

    @ Sebastian Johann
    21. September 2014 um 20:06

    “Wozu möchten Sie eigentlich immer alles ganz genau verstehen und wissen?
    Sind Sie wie gierig nach einer Macht? Oder etwa was genau?
    🙂 ”

    Neugier, Gwunder, Interesse

    🙂

  45. Roger Eggenberger sagt:

    @ Olive

    “Können nicht alle so helle sein wie Sie.”

    Danke!

  46. Dölf Meier sagt:

    Glaubt man an die Evolution, so fehlen viele Beweise. Glaubt man an die Schöpfung, so können wir Gott nicht fassen. Gott muss gigantisch sein, betrachtet man die unzähligen Schöpfungen. Wir Menschen sind nur Stümper! Gott ist in seiner Allmacht nicht auf Menschen angewiesen, doch wir auf ihn. Mein Schock: 26 Diktatoren und seine Helfer haben in den vergangenen zwei Jahrhunderten 110 Millionen Menschen ermordet und der IS Allahs und Mohammeds machen weiter. Gott hat das Leben erschaffen und nicht den Tod, doch er gab den Menschen den freien Willen. Unweigerlich wird der dritte Weltkrieg folgen.