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Sekten als Schmarotzer

Hugo Stamm am Samstag den 28. Juni 2014
SCIENTOLOGY, SCIENTOLOGE, FREIKIRCHE,

Angebote von Scientology sind so teuer, dass sie die Anhänger wirtschaftlich schwer belasten können. Foto: Lukas Lehmann/Keystone

Die meisten Gurus und viele sektenhafte Gemeinschaften zeichnen sich durch Egoismus und Rücksichtslosigkeit aus. Gleichzeitig gebärden sie sich als Hüter der letzten spirituellen Wahrheiten. Spiritualität trifft auf Egozentrik. Deshalb stört es sie auch nicht, wenn sie immense Kollateralschäden verursachen und sich als Sozialschmarotzer gebärden.

Ein paar Beispiele: Scientologykurse für Fortgeschrittene sind derart teuer, dass sie für viele Anhänger unerschwinglich sind. Die Sekte ködert sie mit dem Angebot, Mitarbeiter zu werden und kostenlos «studieren» zu können. Der Haken: Lohn gibts keinen, die Sozialleistungen sind minimal. Manche verschulden sich und werden im Alter Sozialfälle. Ausserdem isolieren sie sich und brechen oft den Kontakt zu Freunden und Familie ab, wenn diese kritische Fragen zu Scientology stellen. Opfer von Scientology sind deshalb oft nicht nur die Anhänger, sondern auch die Familien. Eltern leiden oft viele Jahre unter der Entfremdung ihrer Kinder.

Viel Leid erzeugen auch radikale Freikirchen. Rutscht ein Ehepartner in eine solche christliche Gemeinschaft ab, bricht die Beziehung meist auseinander. Eine Ehe mit einem «Ungläubigen» – dazu gehören auch Protestanten und Katholiken – geht gar nicht. Dramatisch wird es auch für Kinder, die gegen den radikalen Glauben der Eltern rebellieren. Manche werden mit Liebesentzug bestraft, der Kontakt wird auf Eis gelegt. Selbst die Eltern leiden, weil sie glauben, versagt zu haben und von Gott dafür bestraft zu werden. Ausserdem befürchten sie, ihre Tochter oder ihr Sohn sei dem Teufel anheimgefallen. Suizide sind nicht selten. Besonders hart trifft es Homosexuelle, die stigmatisiert werden.

Schwer geprüft werden auch Eltern, deren Kinder bei den Kindern Gottes (Schicksal der Ironie: auch «Die Familie» genannt) gelandet sind. Sie betteln sich durch das Leben und haben oft viele Kinder. Der Kontakt zu den Eltern wird auf ein Minimum beschränkt. Steigen die Mitglieder der «Familie» aus, stehen sie vor dem Nichts: keine Ausbildung, kein Job, keine Verbindung zur Aussenwelt. Oft springen dann die leiblichen Eltern ein, die jahrelang verteufelt worden waren. Oder eben der Staat.

Die meisten Sekten sind Sozialschmarotzer, hinterlassen Opfer und bringen viel Leid in Familien und Freundeskreis. In ihrem Egoismus fühlen sie sich von Gott oder einer kosmischen Instanz geleitet, in Wahrheit leben sie in einer absurden Parallelwelt.

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278 Kommentare zu “Sekten als Schmarotzer”

  1. Klara Brunner sagt:

    @ interessierter

    Welche Laus ist denn Ihnen über die Leber gekrochen? Zum einen gibt es keinen Beitrag unter dem nick karl martell junior und zum anderen gibt es keinen Beitrag auf den Sie so antworten könnten. Haben Sie zu tief ins Glas geschaut und sind wegen der nun unkontrollierbaren Koordination der Extremitäten nun im falschen blog gelandet?

    Nochmal als Orientierungshilfe: Sie sind hier im Sektenblog!

  2. R. E. Knupfer sagt:

    Denken statt Glauben !

    Religion ist Manipulation – Immer und überall !
    Missionare sind Volksbetrüger – Alle, ohne Ausnahme !

  3. Markus Schneider sagt:

    Umgekehrt sind Sekten aber auch eine prima Sache, um dumme Leute aus der Gesellschaft zu entfernen. Da könnte man den Sekten auch mal dankbar dafür sein.

  4. Klara Brunner sagt:

    @ interessierter

    Und welchen Zusammenhang stellen Sie mit dem aktuellen Thema her? Indem Sie einen unpassenden Beitrag an einen nicht anwesenden nick schreiben? Ist das Ihre kognitive Fähigkeit?

  5. Interessierter sagt:

    @ Klara Brunner heute um 18:08

    Sind Sie Spastikerin?
    Leiden Sie an Parkinson?

  6. M.White sagt:

    “Viel Leid erzeugen auch radikale Freikirchen. Rutscht ein Ehepartner in eine solche christliche Gemeinschaft ab, bricht die Beziehung meist auseinander.”
    Ehen gehen in die Binsen weil einer gläubig wird?
    Wie heuchlerisch und undifferenziert….hunderte Ehen zerbrechen, wegen ganz anderen Dingen und niemanden hier interessiert es wirklich.
    Im Gegenteil, dieser unverbindliche selbstzentrierte Lebensstil wird ja heute über alles gepriesen.
    Aber wenn eine Ehe weil einer zum Glauben kommt scheitert, ist es natürlich eine totale Katastrophe gell.
    Abgesehen davon kenne ich einige Leute mit ungläubigem Partner und die Ehen sind taufrisch.
    Sonst alles ganz nett was ihr so schreibt, und euch gegenseitig auf die Schultern klopft. Aber was bietet ihr an?
    Was bietet eure humanistische “Lebensbejahende”, “Tolerante” Weltanschaung, die sich rasant aller Zwänge und auch Gott entledigt?
    Hier haben wir den typischen Zeitgeist unserer Tage. Der autonome Mensch, der sich selbst zum Gott erhebt und sich dabei aller Erkenntnis sowie der moralischen und geistlichen Wahrheit widersetzt, die von Gott gegeben wurde. Hier liegt auch der Grund dafür, warum in jedem Lebensbereich ein moralischer Zusammenbruch zu verzeichnen ist. Die gigantischen Freiheiten, die wir einst genießen konnten, sind von ihren christlichen Beschränkungen abgetrennt worden und entwickeln sich zu einer zerstörerischen Gewalt, die ins Chaos mündet. Wenn so etwas geschieht, dann gibt es wirklich nur wenige Alternativen. Jegliche Moral wird relativ, die Gesetzgebung willkürlich, und die Gesellschaft bewegt sich ihrem Verfall entgegen. Im persönlichen wie im privaten Leben wird das Mitleid vom Eigennutz verdrängt.
    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird ein manipulierendes, autoritäres Regierungssystem das Vakuum ausfüllen, das dann entsteht, wenn die Erinnerung an den christlichen Konsens, der uns innerhalb der biblischen Ordnung Freiheiten gewährte, immer mehr verblasst. Hier spielen auch die Begriffe »rechts« oder »links« kaum eine Rolle. Sie sind nur zwei Straßen, die in dieselbe Sackgasse führen. Die Ergebnisse sind gleich. Eine Elite, in der Regel ein autoritäres Regierungssystem, wird der Gesellschaft schrittweise eine Ordnung aufzwingen, so dass sie nicht im Chaos endet .Und die meisten Menschen würden dies akzeptieren.
    Das ist eure Alternative die ihr bietet und die Menschheitsgeschichte beweist es am laufenden Band.
    Aber das ist ja egal, über uns ist ja nur ein werteneutraler Kosmos der schweigt und wir sind alle zufällige und ersetzbare Zellhaufen, mit allenfalls emotionaler Bindung zueinander.

    Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortstreiter
    dieses Zeitalters? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Tor-
    heit gemacht? Denn weil ja in der Weisheit Gottes die Welt durch
    die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch
    die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten (1. Korin-
    ther 1,20-21).

    Ich bin überigens seit 22 Jahren Sklave solch einer schrecklichen Weltfremenden christlichen Sekte und wurde nie gezwungen irgendwas zu tun….schon gar nicht Geld abzuliefern…. im Gegenteil ich wurde immer unterstüzt und nach meiner Drogenkarriere behutsam wieder in die Gesellschaft eingegliedert.
    Und zeigt mir einen Verein oder Institution die nicht Geld braucht für seine Arbeit zu verrichten.
    Aber natürlich ist nicht alles Gold was glänzt, und es gibt Schmarotzer, Missbrauch und der Mensch ist fähig aus etwas wunderbarem wie dem Evangelium des Friedens etwas schreckliches zu machen. Auch das zeigt die Geschichte leider nur zu deutlich.

  7. Schweizer Beat sagt:

    Sparen wir uns doch die Mühe, mit Personen aus den Sekten- und Freikirchenkreisen zu diskutieren. Bei soviel Selbstverleumdung und Dummheit ist jeder Aufwand zuviel. Lassen wir doch diese Leute in Ihrer Scheinwelt und Flucht aus der vernünftigen Welt in Ruhe leiden. Alle selber Schuld. Zum Glück ist die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung noch vernünftig. Und solange meine Familie, meine Freunde und ich nicht belästigt werden, befasse ich mich nicht mit solchen Blödsinn.

  8. D. Kreis sagt:

    Wann hören Sie einmal auf, Herr Stamm, Sekten und Freikirchen in den selben Topf zu werfen? Für seriösen Journalismus sollte mehr Differenzierung erwartet werden können.

  9. Luzifer sagt:

    @ D. Kreis
    28. Juni 2014 um 19:58 “Wann hören Sie einmal auf, Herr Stamm …”

    Der hört erst auf, wenn ihn der Teufel geholt hat.

  10. Raymond Funke sagt:

    @D. Kreis
    Kann man durchaus, auch wenn ich der Meinung bin, dass Freikirchen nicht apriori Sekten sind. Ich habe grossen Respekt vor dem tiefen Glauben und der Gemeinschaftspflege der Freikirchen, aber nur allzu oft führen darin aufkeimende sektiererische Formen der Obstruktion zu katastrophalen Folgen für die Beteiligten. Mir sind zwei solche Fälle bekannt, der eine hat zu einem Selbstmord geführt, der ohne der Einengung der Freikirche nicht geschehen wäre, der andere zu total zerrütteten Familienverhältnissen. Beides hat mich zutiefst geschmerzt, da ein Eingreifen wegen der sektiererischen Strukturen unmöglich war. Liebe Freikirchen, bitte hören sie auf sich von der “bösen” Welt abzukapseln!

  11. Wüthrich sagt:

    Bedenklich mit wie viel Aggression hier argumentiert wird. Wir sind nicht in China, wo Gläubige (egal welcher Couleur) sanktioniert und an den Pranger gestellt werden, auch nicht im Sudan, wo man Frauen steinigt, weil sie den christlichen Glauben angenommen haben. Wir haben Glaubens- und Gewissensfreiheit. Sorgen wir besser dafür, dass das so bleibt! Schade, dass Herr Stamm immer alles in den selben Topf schmeissen muss. Ich kann nicht glauben, dass ihm die Fähigkeit zu differenzieren derart fehlt.
    Ich finde Sekten wie Scientology auch problematisch, es wird aber niemand gezwungen dort beizutreten.

  12. Amy Berger sagt:

    @ Richard:
    DANKE, so gut gesagt.
    Mich schmerzt, wie hier von so vielen Leuten alles vermischt wird. Wegen den Sekten und Freikirchen etc gerade das Kind mit dem Bade ausschütten, dabei ist ein gesunder Glaube so etwas Positives und die Landeskirchen tun heutzutags soviel Gutes.

  13. Hans Müller sagt:

    Vor 150 Jahren in der Stadt Bern: Am Sonntagmorgen standen Polizisten vor der Tür einer freikirchlichen Familie, um die Kinder abzuholen und dann eine Zwangstaufe durch zu führen. Anschliessend stellten die Polizisten die Kinder vor die Haustüre. Dies muss sehr traumatisiserend gewesen sein. Ebenfalls die Ziviltrauung wurde von freikirchlichen Personen mit gefördert und in der Schweiz zum Durchbruch verholfen. Wie der Name Freikirche sagt: Sie erheben keine vom Staat sanktionierten, sogar von Firmen mit bezahlten Kirchensteuern. Sie sind Freiwilligkeitskirchen. Da sich Freikirchen auch keine Sektenberater leisten, wie die Landeskirchen, welche in gewissen Kantonen noch Staatskirchen sind, weil es noch keine Trennung von Kirche und Staat gibt, entscheiden deren Experten, wer dann als Sekte bezeichnet wird. Bei Hugo Stamm ist es der Tagesanzeiger, der ihn bezahlt und kann seine eigenwilligen Ansichten als Angestellter seit Jahren pointiert einseitig äussern.
    Wir dürfen evangelischen Freikirchen sehr dankbar sein, weil sie christliche Werte in der Gesellschaft stärker sichtbar und erlebbar machen. Sie beanspruchen kein Steuergeld und ihre Mitglieder kommen freiwillig dafür auf. Ich bin sehr froh, dass die Zeiten vorbei sind, wo man aus der Schweiz auswandern mussten, um seinen Glauben in Freiheit leben zu können. Deshalb wanderten ja viele christliche Familien, die unterdrückt wurden u.a. in die USA aus. Dort gibt es nur Freikirchen. Dort sind Reformierte, Lutheraner, sogar Katholiken Freikirchen, jetzt nicht religiös betrachtet, sondern sie werden vom Staat alle gleich behandelt. Sie schwingen die Sektenkeule viel zu leichtsinnig, Herr Stamm. Kann es sein, dass sie eine persönliche gemachte, negative Erfahrung nun in aller Öffentlichkeit verarbeiten?

  14. Andreas Müller sagt:

    @Müller 04:50
    Haben sie Mut sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Sie werden den Unterschied merken.

  15. ernüchternd sagt:

    ich würde mal sagen: mehr als 90Prozent der Leute hier wissen nicht, worüber sie reden. Für jemand mit Freikirchenerfahrung und ihren verheerenden Mechanismen und durchaus unterschiedlichen Auswirkungen ist das erschütternd und keine wirkliche Hilfe. Es ist immer wieder nichtsbringend, sich hier einzulassen und sich aus dem Fenster zu lehnen. Falscher Ort. …Empathie? Verständnis? Reputation? ein Stück weit ein Trauma angehen?
    Und selten “Mutige”, die von eigenen Erfahrungen berichten. Statt dessen immer wieder punktuell die überfahrenden Hardlinerdementierer: christliche Freikirchler auf Überzeugungstour. aber OHNE Einsicht, was bei ihnen fehl und faul läuft.

    Statusquo und Aufarbeitung NACH Freikirche:
    DAS IST GENERELL EIN MANKO im Gesamtglaubens-Komplex/Szenario . Und wird viel zu wenig professionell angeboten.

    Menschen, die in Freikirchen gescheitert sind, sind es nicht selten, weil sie überfordert worden sind, weil ein massiv hetzendes und gleichschaltendes Kollektiv sie unter Druck gesetzt hat oder sie gar ihrer (z.B. etwas abweichenden) Herkunft desavouieren…..weil Schamerlebnisse eine Rolle spielen, weil…was weiß ich…
    und damit wird grausam manipuliert, einfach MENSCHEN VERACHTEND! Das kann in meinen Augen nicht “christlich” sein!
    Und sehr schnell ist die Kategorie “Geistlicher Missbrauch” erreicht. Aber darüber kann man schon gleich gar nicht mit “Verantwortlichen” diskutieren…und wohl auch nicht mit denen, die sich als “Kenner” nur ausgeben.

    Bezeichnend, dass sich niemand outet – NICHT EINMAL :- ) – , die unter Heimatlose geposteten Links wahrgenommen zu haben! einfach nur ätzend…wie das ganze Brimborium um den richtigen Glauben, um Religionsthemen. Kann man nur froh sein, wenn man sich seine Ausstiege geschaffen hat, wenn es nach eigenen Mühen gelungen ist wieder ein Segment gefunden hat, wo man “Trost” ? findet…

    Ich komme so langsam zu der Überzeugung, dass man besser nicht mehr – nirgendwo – jenes Thema anschneidet. Es ist ABSOLUT PRIVAT!
    Und die, die sich ihre “Stärken und Kräfte” in einer Sektenfreikriche holen wollen, sollen dies tun. Sie BRAUCHEN es! 🙂

  16. ernüchternd sagt:

    sehr wohl!

    Ortlose/Heimatlose
    28. Juni 2014 um 12:42

    “Eine Ehe mit einem «Ungläubigen» – dazu gehören auch Protestanten und Katholiken – geht gar nicht. ”

    “Was Gott zusammengefügt hat” bringen diese Leute immer wieder erfolgreich auseinander durch ihr unablässiges Torpedieren. Und dann be…..”

    Wer gibt ihnen das Recht dazu?

  17. ernüchternd sagt:

    apropos…

    Freikirche (als Hobby) ist nicht billig!

    Freikirche (evangelisch-freikirchlich und unter gewissen Arbeitskreisen und Verbänden organisiert) oder Landeskirchliche Gemeinschaft (Methodisten)
    zocken immer wieder ab für alles und jedes. Jeder Besuch (mit dreimal die Woche mindestens liegen Sie richtig) “kostet”, jeder Hauskreis, und die monatliche Spendenüberweisung läuft automatisch. Gern wird gesehen, für dies und jenes zu “geben”…dem Hernn zu geben. Umgekehrt gibt dann auch ein großzügiger Herr…

    Aua Aua

  18. Luzifer sagt:

    @ ernüchternd

    Ernüchternd, bzw. erschreckend ist, was für Unsinn Sie hier schreiben.

  19. ernüchternd sagt:

    also mir wäre Glauben und Sekte und Kirche unter den gegebenen Umständen der heutigen Gesellschaft schlichtweg als Frau ZU TEUER! Jener Herr hat eindimensional nur genommen und gefleddert!
    Und für Golferausrüstung oder Katamarankauf oder Skihütte und Lifestyle oder Peter H. verköstigen (oder Ausrüstung für eine bis zwei Handvoll Kids) bin ich zu prachrig und nicht genug gesegnet. Dazu kommen die ganzen Abos und Reisen und Hinundherflippfahrten zu Vorträgen und Kongressen (Bibel Hörbücher, christliche Gesänge, christliche Castings, christliche Modeschauen, christliche Altenheime,CDs, christliche Kreufahrten und Einladungen…)
    Kann mich gar nicht erinnern an derartige Jesusgeschichten.

  20. ernüchternd sagt:

    sehr zutreffend z.B. auf der Seite Confessio (Lamprecht) beschrieben….

    was anderes ist es als “idiotisch”, nämlich das Gebaren von Freikirchen, ihre Schäflein vor Freunden und Freundschaften oder Nachbarn und anderweitigen Kontakten oder Denominationen zu warnen bzw. ihnen den Umgang “in der Welt” zu vermasseln (dieses “keine Vereine”…”Sport vom Teufel”… aber sich heute die Fußballer krallen…)
    oder auch vor ev.. oder kath. Kirche zu warnen, ich erinnere mich: diffamierende Predigten über den Papst …
    um ein paar Jahre später ausgerechnet mit der katholischen Kirche zu kooperieren (nicht nur das, sondern….viel “schlimmer”….)

    schizo!

    wer versteht denn das??? So biegsam bin ICH nicht….in dieser Hinsicht

  21. ernüchternd sagt:

    auf Confessio wird man schneller fündig mit diesem Link:
    h ttp://www.confessio.de/cms/website.php?id=/religionheute/grundlagen.html

  22. Felix Egli sagt:

    Ich bin mir sicher, dass es auf dem Planeten Erde friedlicher zu und her gehen würde, wenn es keine Religionen gäbe.

  23. Max Blatter sagt:

    Nicht nur Sekten, auch die etablierten “Offenbarungs”-Religionen können viel Unheil anrichten, wenn sie fundamantalistische Züge annehmen: Der Islam steckt aktuell mitten drin. Beim Christentum gabe es die Zeit der Kreuzzüge und der Inqusition; der “Kreativisimus” ist noch der Abglanz davon. Und beim Judentum lese man das teilweise brutal anmutende Alte Testament.
    Als durchaus sprituell veranlagter Mensch halte ich mich an das Gebot: Du sollst dir kein Bild von Gott machen. Im Grunde widersprechen alle genannten Religionen inklusive dem Christentum selbst diesem Gebot! Folgerichtig gehöre ich seit etlichen Jahren keiner Kirche mehr an.

  24. Luzifer sagt:

    @ Felix Egli
    29. Juni 2014 um 09:42
    “Ich bin mir sicher, dass es auf dem Planeten Erde friedlicher zu und her gehen würde, wenn es keine Religionen gäbe.”

    Ziemlich kurzsichtig gedacht. Das Problem bleibt immer der Mensch, nicht das System oder die Religion.

  25. Luzifer sagt:

    @ Felix Egli
    29. Juni 2014 um 09:42

    Die Bibel verbietet das Töten, die irdischen Gesetze auch. Trotzdem wird gemordet. Sie können alles verbieten, es wird trotzdem gemacht. Es ist alles eine Frage des geistigen Fortschritts. Es gibt immer zwei Möglichkeiten zum Entscheiden: Man kann an einer roten Ampel halten, weil es vorgeschrieben wird (und sich darüber ärgern) oder weil es vernünftig ist und der Sicherheit dient.

  26. andersen sagt:

    Wie bei Scientology sind auch bei Business Success die Kurse gestaffelt, werden immer teuer und versprechen immer mehr Erfolg.
    Thema im Verkaufsseminar ist u.a. der Umgang mit unliebsamen Mitarbeiterinnen.
    Die Teilnehmerinnen lernen, wie man andere gezielt überfordert, von Informationen fernhält und aus dem Betrieb ekelt.

    De re puplica

    Aus dem Dianetik S.487.
    “Vielleicht werden in ferner Zukunft nur die Nichtaberrrierten (aberrierten sind die, die nicht beim Scientology ist) die Bürgerrechte verliehen, eines Tages wird es vielleicht ein vernünftiges Gesetz geben, das nur Nichtaberrierten erlaubt, zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen” (Quelle: ebd.S.378).
    Was ist das für ein Staat, der da eine neue Art von Klassengesellschaft etablieren will?
    Kann man erraten wie jener Scientology-Staat aussehen konnte, der dieses “erstrebenswerte Ziel” darstellt?
    Eines lässt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit behaupten:
    Es wird keine Demokratie sein, wie sie uns vertraut und in der westlichen Welt bewährt ist.
    Denn diese ist für Hubbard (Police HCOPI 7 Feb 1965)”Demokraten hassen Intelligenz und Fähigkeit. Geraten sie nicht in diesen Trott”, oder

    Police (HCOPI 2 nov 1970)” Eine gänzlich demokratische Organisation hat- in Dianetik und Scientology eine schlechten Ruf”

    Im Klartext:
    Demokratie geniesst also keinen besonders Ruf in Scientology; dafür werden in diesem Gemeinwesen wohl wieder Mittel eingesetzt werden, von denen wir gehofft haben, sie wäre tief in der Mottenkiste der Geschichte vergraben:
    die Organisation der “Scientology-Kirche” lässt sich erahnen: dort gibt es nämlich ein ausgeklügeltes Berichtwesen.

    Ein besser Einblick wie die Scientologen sein “neue Welt” aussehen soll, gibt es der Film auf Youtube:

    Bis nichts mehr bleibt

    Viele hochrangige Aussteiger berichtet, dass der Brücke zur Freiheit, nichts andere als an die Weltmacht zu wollen bedeutet.

    Das die Scientologen von Grosswahn leidet, wissen die meisten, aber wer sich so Frechheiten sagen lässt, sind wirklich Reif für dieser Sekte.

  27. Christ sagt:

    Diese Sichtweise und der Hinweis auf Paulus von Herr Bamberger impliziert, daß das Neue Testament neue Erfordernisse für die Errettung bestimmt und dass das Gesetz des Alten Testaments überholt ist. Spiegeln diese Meinungen wirklich die Lehre Jesu wider?
    Die nachfolgend aufgelisteten Bibelstellen im Neuen Testament bestätigen, entweder durch eine direkte Aussage oder durch ein Beispiel, daß Jesus und die Apostel die Zehn Gebote für die wahre christliche Lebensweise als notwendig erachteten. Erstes Gebot: Matthäus 4,10; 22,37-38. Zweites Gebot: 1. Johannes 5,21; 1. Korinther 6,9; 10,7. 14; Epheser 5,5. Drittes Gebot: Matthäus 5,33-34; 7,21-23; Lukas 11,2; 1. Timotheus 6,1. Viertes Gebot: Lukas 4,16; Apostelgeschichte 13,14. 42. 44; 16,13; 1,2; 18,4; Hebräer 4,9. Fünftes Gebot: Matthäus 15,3-6; 19,17-19; Epheser 6,2-3. Sechstes Gebot: Matthäus 5,21-22; 19,17-18; Römer 13,9; Galater 5,19-21; Jakobus 2,10-12. Siebtes Gebot: Matthäus 5,27-28; 19,17-18; Römer 13,9; 1. Korinther 6,9; 10,8; Epheser 5,5; Galater 5,19-21; Jakobus 2,10-12. Achtes Gebot: Matthäus 19,17-18; Römer 13,9; Epheser 4,28. Neuntes Gebot: Matthäus 19,17-18; Römer 13,9; Kolosser 3,9; Epheser 4,25. Zehntes Gebot: Lukas 12,15; Römer 7,7; 13,9; Epheser 5,3. 5.
    Dass die Bergpredigt eine andere Dimension aufgreift, die dem allgemein bekannten -Ahteisten nicht zugänglich ist, lässt sich somit an der stümmperhaften Beurteilung der missverstandenen Stellen erkennen.
    Paulus gibt Ihnen Herr Bamberger aber noch weitere Hinweise um die Antwort auf ihre brennende Herausforderung zu finden: „Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag’s auch nicht. Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen“

    In dem Sinn, einen schönen regenreichen Sonntag.

  28. Steve sagt:

    In Irak und Syrien werden Menschen im Namen des Islams und dem Koran folgend in Massen massakriert, an Kreuze genagelt, massenvergewaltigt, enthauptet und gefoltert. Doch ueber was schreibt der Stamm zum hundertsetn Mal? Scientology! Vermutlich hat der Stamm nicht den Mut, den Elefanten im Raum zu nennen, geschweige denn ihn zu kritisieren. Deshalb mein Vorschlag an Stamm: solange Sie politisch korrekt nicht den Islam kritisieren, lassen Sie es bitte gleich ganz bleiben. Ich verstehe nicht ganz, ob Ihre Hypokrisie und Unterlassen mehr mit Feigheit oder falsch verstandener Toleranz zu tun hat. Vielleicht sollten Sie sich eine Scheibe von Geert Wilders abschneiden, der hat wenigstens den Mut und nennt die Dinge beim Namen. Aber eben, politisch korekt den Kopf in den Sand zu stecken und aus dem sicheren, bequemen Buerostuhl immer das selbe ueber diverse Sekten zu schreiben, wie Sie es tun, braucht halt weniger Mut und ist vermutlich auch fuer die Anti-Rassismuskommission so OK (anders beim islam). Ist eigentlich interessant, dass bei Islamkritik von den politisch Korrekten gleich befuerchtet wird, dass man “eine ganze Bevoelkerungsgruppe in eine Schublade steckt”. Interessanterweise gilt diese Befuerchtung bei anderen religioesen Gruppen offenbar nicht. Scheint ganz so, als ob die dauernde islamische Gewalt sogar dem Stamm das Muetchen genommen hat, denn Scientology wird ihm nicht den Kopf abschneiden und seine Frau nicht vergewaltigen. Ist eigentlich schade fuer die von Stamm verschwendete Druckerschawerze.

  29. Carl Dal Pund sagt:

    “Ziemlich kurzsichtig gedacht. Das Problem bleibt immer der Mensch, nicht das System oder die Religion.”

    @Luzifer (29. Juni 2014 um 10:17):

    Wenn der einzelne Mensch so gefaehrlich waere, haette er sich gar nicht erst so vermehren koennen, um sich zu Gaengs zusammenrotten zu koennen, die dann Staaten und Religionen bilden koennen….

    Wenn ein vom System geschaedigter Mensch als Einzeltaeter mal ein paar oder gar ein paar Dutzend ermordet, macht sich weltweites Entsetzen breit. Wenn eine bigottfemokratische Theokratie in einem fast schon gewonnenen Krieg Atombomben auf zwei Grossstaedte ohne jede militaerische Bedeutung abwirft, ertoent “Halleluja!” und “Hosianna!”….

    Die Gefaehrlichkeit der Theokratien oder anders ideoluegisch durchseuchten Systemen uebertrifft die kaum tierisches Nivo uebersteigende Gefaehrlichkeit des Einzelmenschen um das zigfache. Es werden Grundbeduerfnisse unterdrueckt, statt nur kanalisiert, Grundrechte bis hin zum Recht auf Zusammenleben der Kernfamilie offiziell oder mit einer hinterhaeltigen Geheimapartheidbuerokratie gekault, Menschen auch administrativ zu lange der Freiheit beraubt und Massen gemordet. “Natuerlich” sind auch theokratische und andere politkriminelle Systeme direkt oder indirekt von “Menschen” gesteuert; die aber von einem System hirngewaschen sind, und denen das System die politkriminellen Eskapaden bis hin zum Bruch von Gesetz und Verfassung auf Polit- und Juxtiztronen toleriert, statt samt dem politkriminellen Taeter kassiert….

    Ein Freiheit, Gleichheit, Bruederlichkeit und Sicherheit sowie den Grundbeduerfnissen und Grundrechten der Buerger verpflichteter saekularer Rechtsstaat mit der Herrschaft des Gesetzes statt krimineller Politiker und Richter stellt den Religionsfrieden durch Glaubensfreiheit mit Keulung theokratischer Anmassungen jeder Couleur sicher, entlaesst Straftaeter nach verbuesster Erststrafe fast immer, sieht – ausser im Landesverteidigungsfall – von der Todesstrafe ab, und haelt weniger als ein Promille seiner Buerger in nur staatlichem Gewahrsam gefangen statt einige Prozent auch theokratischer und privater Sklaverei mit Zwangsarbeit und sexuellem Missbrauch auszuliefern…..

  30. Michael Bamberger sagt:

    @ Christ

    “Diese Sichtweise und der Hinweis auf Paulus von Herr Bamberger impliziert,…”

    Wo haben Sie gestern um 16:38 auch nur einen einzigen Bezug zu Paulus gesehen?

    “Dass die Bergpredigt eine andere Dimension aufgreift, die dem allgemein bekannten Ahteisten nicht zugänglich ist, lässt sich somit an der stümmperhaften Beurteilung der missverstandenen Stellen erkennen.”

    Wo bleiben – neben Ihrem argumentum ad hominem – Ihre eigenen fundierten Gegenargumente?

    Und zu guter Letzt: Mit Ihrem Zitat aus Röm 8 giessen Sie üppig Öl ins Feuer, denn gerade diese Passage bestätigt die Leib- und Lebensfeindlichkeit, die ich gestern um 16:38 ansprach.

  31. andersen sagt:

    Gut erkannt, Herr Dührig.

    CvP’s Ideologie ist Ihm wichtiger als jene Frau.
    Somit hat er der Dr. Shiwago aus dem Mottenkiste geholt.

    Tanzen ist wirklich schön und eben zum jeden Tanz gehört immer zwei.
    Wünsche auch viel Spass und weiter so mit der Lebenswille.

  32. Michael Bamberger sagt:

    Auch der Ringelblume bleibt in ihrer Argumentationsnot nichts anderes übrig, als das argumentum ad hominem.

  33. Ringelblume sagt:

    “die Leib- und Lebensfeindlichkeit” von Paulus wurde in den Deuteropaulinen im NT massiv entschärft, darauf baut auch die ganze Interpretationsgeschichte auf,schon seit der Patristik.Aber die Interpr.geschichte wird von Bambi geflissentlich ignoriert.

  34. Klara Brunner sagt:

    @ interessierter

    Resp. Ist das Ihre einzige kognitivie Fähigkeit und sind Sie promiskuitiv?

  35. Klara Brunner sagt:

    @ steve

    Lesen Sie mal den Leittext des “letzten” blogs.

  36. Michael Bamberger sagt:

    @ Christ

    Die beschriebene Leib- und Lebensfeindlichkeit ist übrigens symptomatisch für Endzeitpropheten aller Couleur, wie z.B. für den biblischen Apokalyptiker Jesus, der sich bekanntlich mit seiner Naherwartung gewaltig irrte, siehe dazu u.a. Mk 13,29-30 oder Mt 16,28.

  37. Michael Bamberger sagt:

    @ Ringelblume

    “Wieso seh ich jetzt nicht mehr, was ich vorher geschrieben habe?”

    Weil Ihr himmlischer Kumpel Ihr argumentum ad hominem eben auch nicht besonders mag.

  38. andersen sagt:

    Seit Beginn des 20. Jahrhunderte suchten evolutionistische Biologen durch Züchtung mutierender Fliegen nach Beispielen für nützlichen Mutationen.
    Doch es kamen stets kranke und deformierte Kreaturen dabei heraus.
    Genau so besonderes Gefährlich ist die radioaktiver Strahlung.
    Meisten bewirkt sie so grossen Schaden, dass die Zelle ihn nicht mehr reparieren kann.
    Darum ist der Ethik und Moral, wie wir sie kennen, an der ETH nicht wegzudenken.
    Um an das Werk von Gott zu erhalten, damit alles weiter Blüht und Wächst.

  39. Michael Bamberger sagt:

    Eine Ringelblume (Calendula officinalis) ist nicht eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), sondern eine Blattlaus (Aphidoidea) aus der Familie der Pflanzenläuse (Sternorrhyncha).

  40. Michael Bamberger sagt:

    @ Ringelblume

    Zu den Deuteropaulinen (oder Pseudepigraphen) und zu Paulus im Allgemeinen:

    Als die ältesten Teile des Neuen Testaments und als früheste Berichte über Jesus werden mehrheitlich die Episteln des Paulus (die Paulusbriefe) angesehen. Zur Sachlage der Paulusepisteln ist es wichtig zu wissen, dass die Hälfte dieser 14 Episteln (z.B. die pastoralen Episteln) nicht Paulus, sondern unbekannten Autoren zugeschrieben werden. Gemäss heutigem Forschungsstand wird nur bei sieben Episteln Paulus als Autor angesehen.

    Obwohl in den umstrittenen Paulinischen Episteln einzelne Hinweise die Annahme eines Jesus „in Fleisch und Blut“ ermöglichen, sind diese Andeutungen in den unumstrittenen Passagen der Paulinischen Schriften sehr selten. Obwohl die Paulusbriefe als die ältesten christlichen Dokumente angesehen werden, enthalten sie kaum Hinweise zum Leben und Wirken Jesu, diese tauchten erst in den späteren Evangelien auf.

    Auf Paulus bezogen, kann man von einer Vielzahl „verpasster“ Möglichkeiten sprechen, Jesuszitate und Begebenheiten aus seinem Leben einzubringen – welche die späteren Evangelien enthalten – die seit dem Zeitraum der Vorkommnisse relevant und angeblich bekannt gewesen waren, insbesondere im Zusammenhang mit den Themen, die Paulus darlegte.

    Die Harvardprofessorin Elaine Pagels argumentiert, dass die unumstrittenen Paulinischen Episteln gnostisch sind. Das Christentum entstand unter dem starken Einfluss der hellenischen Kultur, wie Elaine Pagels zu bedenken gibt, und Paulus wuchs in Tarsus auf, dem Zentrum der grossen mystischen Religionen der damaligen Zeit. Unter Einbezug von Passagen gnostischen Ursprungs im Neuen Testament erklärt sich warum viele Erzählungen allegorisch oder metaphorisch verstanden werden und nicht historische Erklärungen sind. Hinzu kommt der Umstand, dass die Urschriften oft absichtlich so verfasst wurden, um nicht konträr zum römischen Gesetz und zur römischen Religion zu stehen, um somit Konflikte mit der römischen Obrigkeit zu vermeiden.

    Zum argumentum ad hominem (da Ringelblume Wiki-resistent ist):

    “Argumentum ad Hominem (abusive and circumstantial): the fallacy of attacking the character or circumstances of an individual who is advancing a statement or an argument instead of trying to disprove the truth of the statement or the soundness of the argument. Often the argument is characterized simply as a personal attack.”

    Source: http://www.philosophy.lander.edu/logic/person.html

  41. Ringelblume sagt:

    @ Michael Bamberger (29. Juni 2014 um 12:44):

    Das ist alles gut und recht, ändert aber nichts daran, dass die Auslegungstradition der Kirche seit der Patristik justement auf den Deuteropaulinen als Bestandteil des kanonisierten NT aufbaut. Sogar die Abfassung der Deuteropaulinen erfolgte ja schon mit dem Zweck, Paulus auslegend zu entschärfen. (Das ist natürlich nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern habe ich bei – aufgepasst – Elaine Pagels gelesen.)

    Zum argumentum ad hominem ist meine Quelle: Hubert Schleichert, Wie man mit Fundemantalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren, 6. Auflage, München 2008, S. 43-46, unter der Überschrift “Quellenargumente, Argumente ad hominem”. Wenn einem ein Argument aus einer Quelle nicht passt, verunglimpft man den Autor der Quelle selbst.

  42. Michael Bamberger sagt:

    Und schon kommt der nächste Argumentationsnotständler in Form von Spelunca Latronum (Raubnest!!) hervorgekrochen, dem neben dem argumentum ad hominem lediglich noch die Verunglimpfung des Blogmoderators und des TA übrig bleibt.

  43. Ringelblume sagt:

    Lies “Fundamentalisten” statt “Fundemantalisten”.

  44. Klara Brunner sagt:

    @ andersen

    Ordinär gesagt sind das etwas teuere Mobbing-Kurse. Da könnte ich Ihnen ein paar Gratis-Instruktoren und – Instruktorinnen nennen, die das genauso gut können und dabei völlig sicher sind das Richtige zu tun. Entweder man nutzt solche natürlichen Ressourcen oder man wirbt sie aktiv bei Scientology an. Sie sind u.A. in sich selbst überfordernder und überschätzender und deshalb meist mehr oder weniger desorganisierten Kreisen auch von andeskirchlich Geistlichen und ihrem Bodenpersonal zu finden. Da ganz besonders aber nicht nur. Mobbing ist sehr beliebt.

  45. Luzifer sagt:

    @ Michael Bamberger
    @ Ringelblume

    Von Bamberger erhalten wir immerhin handfeste Informationen, was man von der Ringelnatter … äh … blume nicht sagen kann.

  46. Klara Brunner sagt:

    @ andersen

    Es spriessen selbsternannte Besserwisser mit sog. mystischem resp. religiösem Touch wie Pilze aus dem Boden die ohne grosse Mühe in der Lage sind ganze Familien zu entzweien wenn nötig mit ausstreuen von Gerüchten und mit Hirnwäsche potentiell zahlender Mitglieder die wegen der Isolation von ihren nicht nur lieben Angehörigen zunehmend Willens sind zu glauben jene seien des Teufels oder gehörten in die Klappse.

    Wo ich wohne kann ich gleich drei solcher Clubs mit gehobenem Status mindestens ausmachen. Da betet man denn für die armen Sünder und lässt sich immer tiefer in eine Form desorientierter psychologischer Erkenntnisse einlullen. Hauptsache man hat einen gemeinsamen Feind wegen der Nächstenliebe.

    Was zählt ist nicht echte Beziehung sondern ausschliesslich echter Zaster. Beten im Wartezimmer ist billiger als das Wasser aus dem Wasserhahn, die Miete hätte man sowieso bezahlen müssen und so hat man zahlende Mitglieder. Echt clever.
    Und bitte lamentieren Sie nicht so blöd, freuen Sie sich gescheiter daran falls der rechte Fuss sie noch nicht schmerzt. Es gibt durchaus junge Hemi- und Tetraplegiker die auch nicht so blöd tun.

  47. Michael Bamberger sagt:

    @ Ringelblume

    “Wenn einem ein Argument aus einer Quelle nicht passt, verunglimpft man den Autor der Quelle selbst.”

    Eben!

  48. Ringelblume sagt:

    Michael Bamberger (29. Juni 2014 um 13:07):

    “Quelle” heisst jene Quelle mit Autorität, auf den sich der Argumentierende in seiner Argumentation beruft.

  49. Ringelblume sagt:

    Luzifer (29. Juni 2014 um 13:04):

    Wenn Sie dem ewiggleichen Zitieren von Bibelversen unter Nichtbeachtung jedwelcher Auslegung einer zweitausendjährigen Tradition (katholisch, dann auch protestantisch) “handfestes” Informieren sagen – wohlan!

  50. Michael Bamberger sagt:

    @ Ringelblume

    Zu Hubert Schleichert: “Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren.”

    “Zeit also für eine schöpferische Pause, Manöverkritik und technische Analyse; Bedarf für das Studium des Buches von Hubert Schleichert. Es sei hiermit empfohlen – falls: a) Bereitschaft zur kritischen Refexion besteht einschließlich des Zurückstellens persönlicher Eitelkeit, b) die Mühe tiefgreifender Beschäftigung mit den Sachthemen akzeptiert wird und man c) keine Rezeptsammlung bzw. Religionskritik traditioneller Art erwartet. Die Leser finden – in der Sprache des Schachspiels – wichtige Eröffnungen, viele typische Positionen und strategische Analysen. Schon Kapitel 2 “Elemente des Argumentierens”, dürfte mit Aha-Erlebnissen gespickt sein. Aus der breiten Palette anzutreffender Argumentationsmuster sei nur auf das häufig verwendetet Mißbrauchsargument und dem Angriff auf die Person des Kritikers verwiesen. Das letztere “Argument” (ad hominem) z.B. funktioniert geradezu reflexartig. Keine Abwehr Deschners ohne die Verwendung (meist erfundener) charakterlicher Besonderheiten dieses Autors. Eiserne Sachlichkeit und ausklammern aller persönlichen Bezüge scheinen deshalb immer zweckmäßig. Fallgruben und Strohmänner beleuchtet Kapitel 3 samt der “Moral”, sich nicht unnötig auf Glatteis zu begeben. Denkbar, aber nicht explizit beschrieben: selber Fallen zu bauen, Spuren vorzubereiten. Besondere Beachtung gilt an Kapitel 4 der Auseinandersetzung mit religiöser Intolerenz und Fanatismus. Spätestens hier sollten sich Kritiker/Aufklärer von der Illusion lösen, mit logisch-sachlichen Argumenten überzeugen zu können. “Contra principia negantem non est disputandum” (Quelle: IBKA)