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Suizide bei den Zeugen Jehovas

Hugo Stamm am Samstag den 7. Juni 2014
Scheinbar auswegslos: Zeugen Jehovas halten  im Hallenstadion in Zürich den Berzirkskongress 2009 (25. Juli 2009).(Keystone/Alessandro

Ausweglose Isolation: Zeugen Jehovas halten im Hallenstadion in Zürich den Bezirkskongress ab (25. Juli 2009). (Keystone/Alessandro Della Bella)

Die Zeugen Jehovas gelten bei uns als eine etwas sonderbare Freikirche, im Ruch einer Sekte stehen sie aber kaum. Sie werden allenfalls als lästig empfunden, wenn sie von Haustür zu Haustür gehen, um Leute zu bekehren.

Die problematischen Seiten der Zeugen Jehovas sind aber kaum bekannt. Da wäre die soziale Isolation. Mit Ungläubigen wollen sie möglichst nichts zu tun haben. Weltlicher Einfluss gilt als Verführung. Öffentliche Ämter werden meist gemieden, die einzig akzeptierte Autorität ist für sie Gott. Deshalb verweigern viele auch den Militärdienst.

Geburtstage werden nicht gefeiert, alle Ehre gehört Gott. Weihnachten, Ostern sind verpönt, Theaterspiel ebenso. Darunter leiden Schulkinder, die nicht an den Feiern teilnehmen dürfen.

Diese Entfremdung zeigt sich vor allem beim Endzeitglauben. Die Zeugen Jehovas sind überzeugt, wir lebten in den letzten Tagen. Doch das tun sie schon seit 100 Jahren. Bereits 1914 prophezeiten sie das Ende, danach weitere Male. Doch alle Pleiten hindern sie nicht daran, sich weiterhin auf den baldigen Untergang vorzubereiten. Manche überlegen sich deshalb, ob sie noch eine Ausbildung absolvieren oder Kinder auf die Welt stellen sollen.

Lebensgefährlich wird es bei Operationen oder Unfällen, die mit Blutverlust verbunden sind. Aus religiösen Gründen lehnen sie Bluttransfusionen kategorisch ab. Lieber verbluten sie, was immer wieder vorkommt. Manchmal sterben dabei auch Ungeborene.

Die Religionsfreiheit schützt die Zeugen Jehovas, von denen es weltweit rund acht Millionen gibt, in der Schweiz ungefähr 20’000. Doch in Finnland regt sich nun Widerstand. Es geht um mehrere Suizide und den Verdacht auf Menschenrechtsverletzungen, wie die finnische Zeitung SVT berichtet. Eingeschaltet haben sich auch das Innen- und das Justizministerium.

Ein Beispiel: Ein junger Zeuge verliebte sich in eine «ungläubige» Frau – und wurde ausgeschlossen. Die Familie brach den Kontakt zu ihm ab, er wurde beschuldigt und bedroht. In seiner Verzweiflung beging er Suizid. Oder: Ein Homosexueller wurde ausgeschlossen und gemieden. Sein Bruder grüsste ihn nicht mehr auf der Strasse. Heute leidet er unter psychischen Problemen. Ausserdem berichten junge Frauen von Vergewaltigungen durch Führungskräfte der Zeugen Jehovas. Sie seien danach unterdrückt und beschuldigt worden, die Übergriffe provoziert zu haben, berichten die Opfer. Justizministerin Anna-Maja Henriksson möchte nun die Fälle gerichtlich abklären lassen.

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403 Kommentare zu “Suizide bei den Zeugen Jehovas”

  1. olive sagt:

    @Klara Brunner

    Nein, quengeln brauchen Sie nicht.

    Ich hatte eine Frage gestellt und eingesehen, dass ich keine Antwort bekommen werde.

  2. Rabbi Jussuf sagt:

    Hansruedi R.
    Wenn ZJ keine Sekte sind, dann auch Scientology nicht. Dann gibt es überhaupt keine Sekten.

  3. Rabbi Jussuf sagt:

    olive
    Das kennen wir doch schon zur Genüge. 🙂

  4. Plump sagt:

    @olive
    Nicht alle die spinnen sind in Sekten: Spinnen sind keine Insekten.

  5. Hansruedi R. sagt:

    @ Rabbi Jussuf
    Wenn Sie behaupten wollen, Scientology und die Zeugen Jehovas wären einfach Sekten – und dies in einem Atemzug und ohne zu differenzieren, so weiss ich nicht, was Sie hier verloren haben.
    Sehr kompetent in Glaubens- und Sektenfragen scheinen Sie mir nicht zu sein.

  6. andersen sagt:

    Hansruedi R.

    Mir fehlt die Betroffenheit über der Suizid von dieser junger Mann.
    Alle Zeugens Jehova, die hier geschrieben hat, ging es nur um die Anerkennung als eine Religionsgemeinschaft.
    Man nennt es Burn by the Sun (Verblendung), oft sehen die Mitglieder die Ursache nicht und ich finde es schon wichtig, wenn man die Aussteiger glauben und auch ernst nimmt.

    Die Weltuntergang wurde schon von die Zeugens Jehova Probezeit, die natürlich nicht eingetroffen ist, dies ist schon ein Hauptgrund, dass man sie nicht ernst nehmen kann.
    Ich besitze nicht solche Fähigkeiten, dass ich weiss, was der Zukunft bringt.

  7. Hansruedi R. sagt:

    @ andersen
    Es gibt Studien die belegen, dass Gläubige weniger selbstmordgefährdet sind als Ungläubige. Dies gilt auch für die Zeugen Jehovas. Man kann nicht mit der Darstellung eines oder ein paar weniger Einzelfälle auf ein grosses Ganzes schliessen wollen.
    Zudem verstehe ich nicht, was Sie mit “die Zeugens Jehova Probezeit” meinen.
    Auch Sie erwecken bei mir nicht unbedingt den Eindruck, kompetent und glaubwürdig in Sektenfragen zu sein, tut mir Leid.

  8. andersen sagt:

    Hansruedi R.

    Sie verstehen nicht, was ich mit die Zeugens Jehova Probezeit(Weltuntergang) meinen.
    Glauben Sie im Ernst, dass die Zeugens Jehova, Ihnen dieser Einblicke gewährt?
    Ich habe eine Mitglied hier gefragt, wo sie die Angaben über der Christo Tod haben?
    Er wollte mich nicht Antworten.

    Einzige Einblicke kriegen die Menschen nur durch die Aussteiger.
    Dieser Menschen wäre wohl nicht Ausgestiegen, wenn als in Ordnung wäre.
    Wie in dieser Fall von Suizid kann man erkennen, dass die Zeugens Jehova nicht der optimal Schutz bietet.

  9. Rabbi Jussuf sagt:

    Hansruedi R.
    “Sehr kompetent in Glaubens- und Sektenfragen scheinen Sie mir nicht zu sein.”
    Wenn Sie meinen?

    Sie stellen einfach irgendwelche Behauptungen auf, die Sie nicht belegen können:
    Was soll die JZ von Scientology unterscheiden wenn es um das Merkmal Sekte geht?
    Beide glauben an irgendwelches übersinnliches Zeugs.
    Bei beiden wird den Gläubigen ins Detail vorgeschrieben, was sie zu glauben haben.
    Beide haben eine straffe Organisation im Hintergrund, die die Doktrinen herausgibt.
    Beide haben eine Art Guru, die Scientologen den Hubbard, bei den Zeugen Rutherford/Russel, die von der “Leitenden Körperschaft” abgelöst wurden.
    Beide horten Geld, das sie ihren Mitgliedern aus den Taschen ziehen.
    Beide sind missionarisch. (Was nicht unbedingt ein Sektenmerkmal ist.)

    Wo also ist da ein Unterschied, der berechtigt, die einen eine Sekte zu nennen, die anderen aber nicht?

    Ich habe den Verdacht, dass Sie entweder keine Ahnung über die Zeugen haben, oder selber einer sind.

  10. Sektenmerkmale sagt:

    Es fehlt noch ein ganz typisches Merkmal: das Gefühl des Auserwähltseins.

  11. Jolene sagt:

    @Rabbi Jussuf

    Ergänzend noch:

    Beide Organisationen schreiben ihren Mitgliedern vor, dass der Kontakt zu Aussteigern abgebrochen werden muss. Ebenfalls etwas sehr sektentypisches.

  12. Rabbi Jussuf sagt:

    Jolene
    Hab ich vergessen. Klar gehört das dazu.

  13. Sektenmerkmale sagt:

    Nach der Liste von Rabbi Jussuf wäre die Römisch-Katholische Kirche nämlich auch eine Sekte, mit dem Papst als Guru. 😉

  14. Carl Dal Pund sagt:

    “Ich bin natürlich völlig dagegen, dass die JZ den gleichen Status bekommen sollten wie andere Religionsgemeinschaften. Im Gegenteil sollte den anderen Gemeinschaften der Sonderstatus aberkannt werden.

    Das wäre dann endlich eine rechte Trennung von Staat und Religion, wie sie unseren Verhältnissen angepasst wäre.”

    @Rabbi Jussuf (12. Juni 2014 um 13:38):

    Bingo!

    Die (echte) Trennung von Staat und Religion sollte – fuer einen globalen Religionsfrieden – allerdings global werden. Eine Theokratie ist keinen Verhaeltnissen “angepasst”. Von der nur noch historischen in den Bergen Tibets bis zu den aktuellen “christlichen” Zwangsmissionierungsfischerdoerfern fuer Budis und Zwangsarbeitsanstalten fuer auch sexmuendige Frauen am Indischen Ozean…..

  15. Rabbi Jussuf sagt:

    “Es fehlt noch ein ganz typisches Merkmal: das Gefühl des Auserwähltseins.”
    Wenn das Merkmal dazu gehören soll, dann handelt es sich bei praktisch jeder religiösen Gruppe um eine Sekte.

    Das führt dazu, dass man den Sektenbegriff diskutieren sollte.

  16. Sektenmerkmale sagt:

    Rabbi Jussuf (12. Juni 2014 um 17:40):

    Das mit der Auserwählung ist nicht von mir, sondern aus einem gedruckten Lexikon und dort als für Sekten “kennzeichnend” benannt. Protestanten, Katholiken und Anglikaner fühlen sich nicht “auserwählt”.

  17. Rabbi Jussuf sagt:

    Sektenmerkmale
    War schon klar.

    Nur, wenn man der “Auserwähltheit etwas auf den Grund geht, dann ist es längst nicht mehr so eindeutig.

    Wenn man “Auserwähltheit” als zwingendes Merkmal nehmen wollte, dann würden beispielsweise die ganzen buddhistischen Sekten nicht mehr darunter fallen.

    Andererseits ist eine monotheistische Religion ohne “Auserwähltheit” gar nicht denkbar. Demnach wären alle christlichen, jüdischen und islamischen Strömungen Sekten.
    (Das wäre auch eine Möglichkeit “Sekte” zu definieren, als Teil einer grösseren Religion. Nur bringt diese Definition in unserem Zusammenhang hier keinen Nutzen.)

  18. Sektenmerkmale sagt:

    Rabbi Jussuf

    Ich weiss nicht, was Ihnen heute ein christlicher Geistlicher antworten würde, wenn man ihn früge, ob er sich auserwählt fühle.

  19. Sektenmerkmale sagt:

    Aber ich habe ohnehin den Verdacht, es handle sich hier um einen Atheisten-Blog und nicht um einen Sekten-Blog. 😉

  20. Pasionaria sagt:

    Hansruedi R.
    Im Anschluss an Rabbi Jussufs u.A. zutreffenden Ausfuehrungen, was eine Sekte charakterisiert, moechte ich Ihnen noch folgendes von Steven Goldner mitgeben:
    “Wir gebrauchen den Begriff “Sekte” nur wenig. Dieser Begriff lenkt die Aufmerksamkeit zu sehr auf das Religiöse. Wir halten die Frage nach der echten oder vorgetäuschten Religiosität von “Sekten” für einen eher oberflächlichen Aspekt. Viele “Sekten” arbeiten bereits ohne religiösen Anspruch. Überwiegend verwenden wir den Zungenbrecher “totalitäre Organisation”. Dabei geht es um Gruppen, bei denen die Mehrzahl der folgenden Merkmale zutrifft:
    1.Unangemessener Umgang mit der Realität
    2.Religiöse oder ideologische Heilsbotschaft
    3.Finanzielle Ausbeutung von Menschen oder Unternehmen
    4.Demokratiefeindliches Machtstreben
    5.Methoden des Psychoterrors, z.B.:Würdeloser Umgang mit Menschen, Systematischer Aufbau von Abhängigkeit, Infantilisierung und Demütigung

    Hansruedi R., wuerden Sie nun die ZJ eher als Sekte oder als totalitaere Organisation benennen. Fuer eines der beiden MUESSEN Sie sich, wenn Sie auch nur einen Hauch von Objektivitaet und gesundem Menschenverstand besitzen, entscheiden. Uebrigens vom zwangshaften Missionieren sprechen wir schon mal nicht.

  21. Jolene sagt:

    @Rabbi Jussuf: Im Gegenteil sollte den anderen Gemeinschaften der Sonderstatus aberkannt werden.
    Das wäre dann endlich eine rechte Trennung von Staat und Religion, wie sie unseren Verhältnissen angepasst wäre.

    Wenn das unseren Verhältnissen anpasst wäre, muss man sich aber fragen, weshalb entsprechende Initiativen von wenigen Ausnamen in der Westschweiz abgesehen imm er wiefern scheitern. Woran könnte das liegen?

  22. Jolene sagt:

    Hier eine weitere Aufzählung von typischen Merkmalen von Sekten:

    Merkmale von Sekten
    Sekten werden manchmal als Kulte bezeichnet. Der amerikanische Psychiater Robert Jay Lifton beschreibt fundamentalistisch-totalitärer Kultgruppen (cults) und ordnet diesen bestimmte Merkmale zu:

    ein charismatischer Führer, als Objekt der Verehrung
    Bewusstseinskontrolle
    ökonomische, sexuelle oder andere Ausbeutung der Gruppenmitglieder durch den oder die Anführer
    Milieukontrolle: Kontrolle aller Kommunikation in einer bestimmten Umgebung, damit auch Isolation vom bisherigen sozialen Umfeld
    Mystische Manipulierung: Interessenten und Mitglieder werden auf eine Weise manipuliert, die ihnen nicht offensichtlich ist
    Reinheit und Beichte: Reinheit bedeutet eine hier radikale Trennung zwischen Gut und Böse in der Umwelt und in sich selbst ohne Grauschattierungen. Da von jedem Sektenmitglied eine nie erreichbare Perfektion verlangt wird, kommt es zur Scham. Der Prozess der “Reinigung” wird oft mit Beichten ritualisiert, wobei sich die Mitglieder selbst oder gegenseitig kritisieren. Häufig verbirgt sich hierbei Arroganz hinter einer Fassade der Demut.
    “Heilige Wissenschaft”: Die Behauptung, wissenschaftliche Grundlagen zu befolgen, um plausibel zu wirken (vgl. Pseudowissenschaft)
    “Verformte” Sprache: Buchstabenglaube, Vergötterung von Wörtern oder Bildern und eine vereinfachte, klischeehafte Sprache. Einige Sekten definieren auch gezielt Begriffe neu, so dass diese beträchtlich vom üblichen Sprachgebrauch abweichen können.
    Doktrin über Person: Wenn persönliche Erfahrungen dem Dogma widersprechen, wird das Dogma als richtig angesehen und die eigene Erfahrung als falsch. Dies erzeugt weitere Schamgefühle.
    Leugnung der Existenzberechtigung Anderer: Wer die Wahrheit nicht erkannt hat, gilt als verworfen und hat in letzter Konsequenz keine Existenzberechtigung (meist im metaphorischen Sinne). (Psiram)

    Viele dieser Merkmale treffen durchaus auf die Zeugen Jehovas zu.

  23. Patrick Hugentobler sagt:

    Ausserdem berichten junge Frauen von Vergewaltigungen durch Führungskräfte der Zeugen Jehovas.

    Kann ich mir schlecht vorstellen, dass so etwas bei ZJ vorkommt

  24. Patrick Hugentobler sagt:

    Mit Ungläubigen wollen sie möglichst nichts zu tun haben.

    Mit Grüssen aus dem Neuen Testament

    Oder: Ein Homosexueller wurde ausgeschlossen und gemieden.

    Leider kann die feindliche Haltung gegenüber Homosexuellen aus der Bibel entnommen werden.
    Gut, die Bibel konnte nicht voraussehen, dass
    1. die Welt noch weitere 2’000 Jahre existieren würde
    2. die Welt sich schnell ändern würde.

  25. Thomas M. Germann sagt:

    Jolene am 12. Juni 2014 um 20:01:

    “Das wäre dann endlich eine rechte Trennung von Staat und Religion, wie sie unseren Verhältnissen angepasst wäre.”

    Amüsant ist ja, dass nicht nur Freidenker und Atheisten darauf hinarbeiten, sondern auch das zu dogmentreue bischöfliche Ordinariat von Chur, dort namentlich Dr. habil. Martin Grichting, im Einklang mit anständigen und weniger anständigen katholischen Traditionalisten, bisweilen auch Katholiban genannt.

    “Woran könnte das liegen?”

    Diese Frage ist interessant. Es muss daran liegen, dass es sich bei den Landeskirchen um relativ alte Institutionen handelt. Alt muss aber nicht bewährt heissen. Hinzu tritt der bisweilen an der Öffentlichkeit aufblitzende Filz zwischen Kanton und Landeskirche, so etwa, wenn Regierungsrat Martin Graf mit Rückendeckung der Zürcher Katholiken gegen den Bischof schiesst. Das mag materiell mehr oder weniger nachvollziehbar sein. Aber als Magistrat hätte er sich da dringendst zurückhalten müssen.

  26. Thomas M. Germann sagt:

    Carl Dal Pund am 12. Juni 2014 um 19:19:

    “Und damit auch eine Abgrenzung … ueberfluessig …”

    Ich weiss nicht, ob ich Sie richtig verstanden habe. 😉

    Aber wenn wir “Sekte” definieren könnten: Was haben wir davon?

  27. Patrick Hugentobler sagt:

    1.Unangemessener Umgang mit der Realität
    trifft auf die RKK zu.
    2.Religiöse oder ideologische Heilsbotschaft
    trifft auf die RKK zu.
    3.Finanzielle Ausbeutung von Menschen oder Unternehmen
    trifft auf die RKK zu.
    4.Demokratiefeindliches Machtstreben
    trifft auf die RKK zu.
    5.Methoden des Psychoterrors, z.B.:
    Würdeloser Umgang mit Menschen, Systematischer Aufbau von Abhängigkeit, Infantilisierung und Demütigung
    kam in der RKK auch vor.

  28. Pasionaria sagt:

    Thomas M. Germann
    “Die Passionsfrucht fällt ja nicht weit vom Stamm …”

    Sie drolliger, total mit Weisheit, Stilistik und Eifer beschlagener Direx, sollten aber schon noch wissen, dass die Passionsfrucht von einer Kletterpflanze stammt und somit keinen Stamm besitzt.
    Nicht ueberraschend, aber sehr bedenklich, dass Sie offensichtlich im Religionsunterricht geistig anwesender waren als in Biologie!!

  29. Thomas M. Germann sagt:

    Redakteur, Sie sind ganz leicht parteiisch.

  30. Carl Dal Pund sagt:

    “Redakteur, Sie sind ganz leicht parteiisch.”

    @Thomas M. Germann (12. Juni 2014 um 22:59):

    (-:

    Das ist ganz schwer untertrieben…..

  31. Thomas M. Germann sagt:

    Tja, wir haben die Passionsblume eben nur in der Religionsstunde behandelt:

    “Christliche Einwanderer erkannten in den Blüten Symbole der Passion Christi. Dabei symbolisieren die zehn Blütenblätter die Apostel ohne Judas und Petrus, die Nebenkrone (violett-weiss) die Dornenkrone, die fünf Staubblätter (gelb, pentagon-ähnlich) die Wunden und die drei Griffel (rotbräunlich, oben) die Kreuznägel. Die Sprossranken sollen auch die Geisseln symbolisieren.”(Quelle: Wikipedia)

    😀

  32. Carl Dal Pund sagt:

    🙂

  33. Carl Dal Pund sagt:

    “Beide Organisationen schreiben ihren Mitgliedern vor, dass der Kontakt zu Aussteigern abgebrochen werden muss. Ebenfalls etwas sehr sektentypisches.”

    @Jolene (12. Juni 2014 um 17:33):

    Und eine “Organisation” versucht nicht nur ihre Anhaenger und Mitleufer, sondern auch Un- und Andergleubige zu noetigen, von ihr Verhasste ebenfalls auszugrenzen…..

  34. Pasionaria sagt:

    Thomas M. Germann
    um 00.06h

    Welch erniedrigendes Eingestaendnis, dass Sie Ihr Wissen, im vorliegenden Fall das Wissen fuer Biologie, von Ihrem Religionsunterricht haben. Dass Sie somit vieles verfaelscht und tendenzioes weitergeben, erstaunt selbstverstaendlich wenig und spricht fuer sich selbst.

    Das ist das eine, dass Sie sich aber anmassen, andere > ueber die Grenzen weg anerkannte Autoren > des schlechten Stils wegen zu ruegen – kann nur noch ein muedes Laecheln und Kopfschuetteln ausloesen…..

    Gehen Sie einmal in der Ecclesia oder der Spelunca Latrinum in sich hinein….., waere hoechste Zeit, Ihrem Eifer abzuschwoeren.
    Gruss in die Vollmond-Nacht.

  35. andersen sagt:

    Die Passionsblume lochen durch das Absondern gezielt Ameisen und Wespen an.

    Was für ein Botanik und Heute gibt es die Spraydose.

    Sie sagt: Sie MÜSSEN sich entscheiden.
    Das sind Verhaltensweisen, wie sie historisch gesehen die Monarchen von ihren Untertanen verlangten-meist egomanische, unsichere, tyrannische Herrscher noch dazu.
    Nein, man kann nur empfehlen, jemand sich selbst an die erste Stelle zu setzen.
    Die Menschen in die Sekten arbeiten sich fast Tod für “Gottes/Gurus” Lohn.
    Eigentlich ist es ein komische Phänomen, denn es gibt nur wenige, die da wirklich absahnt.

  36. andersen sagt:

    Die Zeugen Jehova gehen nicht bei die Abstimmungen an der Urne, weil sie glauben, dass ihre Gott auf der Erde kommt und das er die Regierung bildet,, wo nur die Zeugen Jehovas das Sagen hat und das sie die einzige sind, die hier überleben werde, andere landet in die Hölle.
    Somit verlassen sie den Himmel, um in den Himmel zu gelangen-und gehen durch die Hölle.

    Hm-was für ein Strategie-aber ein ziemliche heisse Luft, wo eben der Schuss nach Hintern geht.

  37. Branco Ahner sagt:

    Bevor hier irgendwelche voreiligen Schlüsse gezogen werden, bzw. Artikel verfasst werden, sollte man sich doch mal richtig darüber informieren was Jehovas Zeugen denn wirklich glauben, und auch was dazu in der Bibel steht!
    Jehovas Zeugen betreiben ein gut organisierte Website die über all das informiert und nichts zurückhält.
    http://www.jw.org
    Erst informieren, dann schreiben! So viel Zeit sollte sein, danke.

  38. andersen sagt:

    Branco Ahner sagt:

    … und auch was dazu in der Bibel steht!

    Das nennt man Einfrieren, dass es eben kein Raum für kritische Fragen gibt.
    Das ist nicht gut.

  39. Ishi Rnighscisesi sagt:

    Rabbi Jussuf, Jolene
    Interessanter Vergleich zwischen Zeugen Jehovas und Scientology gestern Abend.

  40. Carl Dal Pund sagt:

    “Die Menschen in die Sekten arbeiten sich fast Tod für “Gottes/Gurus” Lohn.”

    @andersen (13. Juni 2014 um 08:37):

    Da habens die Ketzer auf bigottfemokratischen Abwegen besser. Immer mehr Anhaenger und MitleuferInnen werden aus fetten “eigenen” Steuereinnahmen sogar von seelenlosen juristischen Personen und staatlichen Subventionen aus Staatssteuergeldern fuer frueher ehrenamtliche oder gegen Kost und Logis geleistete Arbeit fettest honoriert.

    Dieser Sonderschutz vor dem heute mit offenen Grenzen fuer Lohndoemper und Streikbrecher ueblichen Brotkorbterror sorgt auch fuer das noetige Stimmvieh fuer theokratische Vorlagen bei den Minderheiten, die heute noch stimmen und waehlen….

  41. andersen sagt:

    Ich erinnere mich an meinem Schulzeit.
    In der Klasse gab es ein Mädchen, die von der Zeugen Jehovas war.
    Ich konnte nicht verstehen, warum sie nicht an die Schulreisen und an der Biologie-und der Religionsunterricht, Musikstunde teilnehmen dürften, geschweige auch nicht bei der Lateinunterricht.
    Eines Tages wurde die Klasse bei sie Zuhause eingeladen, es stand auf dem Tisch leckere Kuchen und zum Trinken gab es heisse Schokolade, ziemlich Geil, dar ich nicht so gewohnt waren, so viele Süssigkeiten zu Essen.
    Klar, hab ich mich gefreut, aber dann wurde es gesagt, dass wir es erst Essen dürfte, wenn wir aus Bibel gelesen hat, denn es wurde auch gesagt, dass was wir in der Religionsunterricht mitbekommen hat, war nur eine Lüge und von der Satan.
    Das machte mich ziemlich durcheinander, weil in der Unterricht wurde nur von ein liebevolle Gott gesprochen, die alle Menschen ,Tiere und Pflanzen gewollt haben.
    Heute weiss ich, dass die Schulkollegin von damals, nicht mehr in der Org, Zeugen Jehovas ist.

  42. Thomas M. Germann sagt:

    andersen am 13. Juni 2014 um 10:28 bis 10:30:

    “Das machte mich ziemlich durcheinander …”

    Bingo!

  43. olive sagt:

    @ andersen
    13. Juni 2014 um 10:28
    Eines Tages wurde die Klasse bei sie Zuhause eingeladen, es stand auf dem Tisch leckere Kuchen und zum Trinken gab es heisse Schokolade, ziemlich Geil, dar ich nicht so gewohnt waren, so viele Süssigkeiten zu Essen.

    Diese Schulzeit scheint erst vor kurzer Zeit zu Ende gegangen zu sein..

  44. olive sagt:

    @ Plump
    13. Juni 2014 um 13:15

    Welche Ehre, von einem anonymen Plump so genannt zu werden.

  45. Rabbi Jussuf sagt:

    Branco Ahner
    Was die Zeugen wirklich glauben und was dazu in der Bibel steht, darüber wollen wir lieber nicht sprechen. Sonst stehen die Zeugen nicht nur als Sekte da, sondern auch noch als ziemlich bescheuert.
    Die Sache mit dem Blut wurde ja schon oberflächlich abgehandelt..
    Kreationismus, 1914, 1975, Zerstörung von Jerusalem, etc.
    Soll ich wirklich weitermachen?
    Sollen wir die Zeugen noch ganz lächerlich machen?

  46. Branco Ahner sagt:

    Lächerlich machen hier nur sie sich ganz allein damit, dass sie scheinbar gar nicht wissen was in der Bibel steht!

  47. Branco Ahner sagt:

    Ich finde es immer wieder erstaunlich wie so geniale und kluge Menschen sich immer für die Wirklichkeit verschließen.
    Habt ihr alle mal rausgeschaut und das was ihr da seht mal mit dem was in Gottes Wort steht verglichen?
    Ich glaube ganz ehrlich nicht das ihr das schon mal in Erwägung gezogen habt.

  48. andersen sagt:

    Gefühlskontrolle

    Sektenmitglieder wird Furcht davor eingeredet, dass jede Ausübung (Religion/Weltanschauung), ausser der Sekte zum weiteren “Dunkelheit und weitern Elend” führe, es wird auch Verboten mit ehemaligen Mitgliedern zu reden und ihnen werden Prospekte zu lesen gegeben, welche ihnen beschrieben, wie sie von “Deprogrammieren” gewaltsam verschleppt, unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und physisch missbraucht werden.
    Leute, die der Druck innerhalb der Sekte nicht mehr aushalten kann und sich entschliessen zum Aussteigen, in einer Beratung geht, waren sehr erstaunt, dass nichts davon passierte.
    Das Verständnis der Furchtindoktrination ist entscheidend für jeden, der eine Aussteigsberatung erhält.
    Schimpfen Sie und sagen Sie einfach nichts, wenn Sie auf eine Sektenmitglied trifft, weil das zieht der Mitglied noch tiefer in der Org ein.

  49. andersen sagt:

    Quelle: 19:18

    Pignotti, Monica, 1998 (Ehm.Sektenmitglied von Scientology.)

  50. Pasionaria sagt:

    Branco Ahner
    Um etwas wie die Wirklichkeit auch nur annaehernd zu entdecken, muss man frei von Glauben, frei von aller Autoritaet (in Ihrem Fall > Gott und die ZJ…!) sein. Nur dann kannst du selbst herausfinden (und nicht nur ahne(r)n), ob es so etwas wie ……Wirklichkeit gibt.