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Menschen heiligen Menschen

Hugo Stamm am Samstag den 3. Mai 2014
Hugo Stamm

Schein und Sein: Heilgsprechung der beiden Päpste Johannes Paul II und Johannes XXIII. Foto: Keystone

Die katholische Kirche hat sich einmal mehr effektvoll in Szene gesetzt. Die Bilder von der Heiligsprechung der beiden Päpste gingen um die Welt. Zwar leeren sich die Kirchen in Mitteleuropa rasant, doch wenn ein Grossereignis ansteht, ist das mediale Echo nach wie vor gross. Von diesem PR-Effekt kann die protestantische Kirche nur träumen. Sie hat zwar das gleiche Fundament, doch was die öffentliche Aufmerksamkeit betrifft, ist sie das Mauerblümchen neben der Diva.

Dies, obwohl die katholische Kirche sonst eher eine schlechte Figur macht und oft für unrühmliche Schlagzeilen sorgt. Prunksucht der Bischöfe, Übergriffe pädophiler Priester und unsensible Statements traditionalistischer Würdenträger besudeln das Image. Tritt aber auf dem Petersplatz auf, scheinen die Kirchenskandale vergessen.

Der Hauptgrund: Die katholische Kirche hat im Gegensatz zur protestantischen ein Oberhaupt, einen religiösen Führer, den Pontifex Maximus – ein Titel, den früher auch römische Kaiser trugen. In der modernen Medienwelt erreicht dieser den Status einer Kultfigur, manchmal eines Popstars. Mag der Inhalt noch so anachronistisch sein, die Auftritte der Päpste verzücken die Massen.

Diesem Syndrom der Personifizierung und Vergötterung entkommt auch Papst Franziskus nicht, der sich den Armen zuwendet und die Kirche vom Pomp befreien möchte. Das Amt des Stellvertreter Gottes, der in zentralen Fragen der Kirchenlehre unfehlbar sein soll, ist derart symbolträchtig, dass es kein Entrinnen gibt. Weite Teile des Kirchenvolkes verlangen nach einem Idol und einem Kirchenführer.

Zur Selbstinszenierung der katholischen Kirche gehören auch die Selig- und Heiligsprechungen. Diesen öffentlich zelebrierten Ritualen haftet aber einen Beigeschmack an, weil der Mensch die Heiligung vornimmt. Der Papst bestätigt damit, dass der Heilige von den Gläubigen verehrt werden und seine Vollendung bei Gott gefunden haben soll. Wie kann ein Mensch diese Entscheidung fällen?

Voraussetzung für die Heiligsprechung ist, dass der Kandidat ein Märtyrer war oder besonders tugendhaft gelebt und ein Wunder vollbracht hat. Wunder lassen sich nur schwer nachprüfen, sonst wären es keine Wunder. Mehr als fraglich ist auch, ob alle Heiligen besonders tugendhaft gelebt haben. Zweifel kommen beispielsweise bei Papst Johannes Paul II. auf, der lange Zeit die sexuellen Übergriffe vieler Geistlicher konsequent vertuscht hat. Ein zweifelhafter Heiliger ist auch Josemaria Escrivá, der Gründer des sektenhaften Laienordens Opus Dei, der mit dem faschistischen Franco-Regime sympathisierte. Vieles mag relativ sein, bei der Heiligsprechung wird die Sache absolut.

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300 Kommentare zu “Menschen heiligen Menschen”

  1. olive sagt:

    @ W. Woodpecker
    8. Mai 2014 um 19:23

    Genau, noch besser glaub’s , als die Artischocke;-)

  2. Eleni sagt:

    @Ecclesia

    Für einen Schulaufsatz mag ihr Englisch ausreichen., für einen gefälschten Zeitungsartikel jedoch nicht.

  3. Klara Brunner sagt:

    @ wen’s interessiert resp. auch betreffend die heilige Barbara

    Die Kriterien für Wunder resp. für Selig- und Heiligsprechungen haben sich im Laufe der Zeit genauso geändert wie die Glaubensgrundsätze. Der heilige Georg soll Drachentöter gewesen sein obwohl gar nicht gesichert ist, dass es Drachen überhaupt gegeben hat. Trotzdem wird er mit einer Lanze abgebildet, der Waffe mit der er mutig auf Drachenjagd gegangen sein soll. Eins der 10 Gebote heisst “Du sollst nicht lügen”. Nun müsste man sich fragen inwiefern auch Wunder rein metaphorisch zu verstehen sind und deshalb wahr.
    Ansonsten hätte man im Laufe der Zeit ziemlich viele Heilige aus dem Kalender streichen müssen.

    Mir ist ohnehin nicht bekannt welche Wunder die beiden Päpste konkret vollbracht haben. Johannes der XXIII war ein aufgeschlossener Mensch der die RKK m.E. in die richtige Richtung gesteuert hat, was seine Nachfolger leider dann irgendwie wieder fallen gelassen haben. Aber von Wundern seinerseits habe ich noch nie irgend etwas gehört, dass eine Heilung oder dergleichen durch Gebete zum einen oder anderen erfolgt wären.

  4. Klara Brunner sagt:

    @ wen’s interessiert

    Darum – wegen der Fragwürdigkeit der Wunder im Diesseits und aus dem Jenseits – habe ich Zoroastrismus eingebracht. Um darauf aufmerksam zu machen, dass grade dei RKK von anderen vorchristlichen Religionen des Nahen und Mittleren Ostens Glaubensinhalte und Rituale übernommen hat und offensichtlich nach wie vor beibehält.
    Allein diese Sache macht für mich vieles was von da als absolute Wahrheit kommt wirft ein ziemlich fragwürdigs Licht auf Heiligsprechungen an und für sich. Zumal die RKK vielerorts für sich in Anspruch nimmt die einzige richtige Religion zu sein. Sie ist eine Weltreligion, das würde ich nicht wagen in Frage zu stellen, aber m.E. eine ziemlich reformbedürftige.

  5. Ecclesia sagt:

    @ Eleni (8. Mai 2014 um 20:21):

    Ich bitte Sie, schöne Helena! Das ist nicht mein Englisch. Das ist Google-Englisch. Wobei ich mir nicht anmasse, dass mein im gymnasialen Stadium steckengebliebenes Englisch besser wäre als dieses Google-Englisch. Ich erinnere mich, wie mein Englisch-Lehrer (Gott hab ihn selig) ziemlich hässig wurde, weil sich an der mündlichen Maturaprüfung herausstellte, dass ich den Pygmalion von GBS gar nicht gelesen hatte. Für eine Genügende reichte es trotzdem. 😉

  6. Pasionaria sagt:

    olive
    Alienus

    A propos Leber und Schutzpatrone. Im Lande, wo ich momentan lebe, erklaerte man mir, wie es zum Namen > cerveza kam.
    Dafuer verantwortlich sei die im Altertum bekannte Goettin Ceres, die fuer das Getreide zustaendig war.
    Im Christentum habe man dann auch nach Schutzpatronen fuer das Bier gesucht(!) und staune, auch gefunden, wie u.a. St. Florian – St. Augustinus – St. Bonifatius.

    Also fuendig sind sie durchaus, unsere Christenverwalter, das muss man ihnen lassen.

  7. Ecclesia sagt:

    Wunder?

    Wir wissen doch alle, dass es keine Wunder gibt und gab, auch nicht bei Jesus in der Bibel. Aber darum geht es doch gar nicht.

    Es geht um Geschichten. Gut erfundene Geschichten. Es geht auch um das gemeinsame Fabulieren. Feiern wir doch tagtäglich das Fest der Erinnerung an solche gemeinsame Geschichten! Das stiftet Gemeinschaft, ob “vernünftig” legitimiert oder nicht. Das Andenken ist immerhin ein Wert an sich. (Das ist alles nicht von mir, sondern vom postmodernen und homosexuellen Turiner Philosophen Gianni Vattimo.)

    Gibt es nicht ein keltisches Sprichwort, welches ungefähr so lautet, dass man gute Geschichten nicht mit der Wahrheit zerstören solle?

  8. Klara Brunner sagt:

    @ pasionaria

    Da Bier als Getränk in jedem Haushalt üblich war dürfte man selbstverständlich auch Schutzpatrone dafür gefunden haben.
    Allerding wirkt der heilige Florian üblicherweise gegen Feuersbrünste. Auch da gibt es ein geflügeltes Wort: “Heiliger Sankt Florian verschon mein Haus, zünd lieber andre an”.

  9. Pasionaria sagt:

    Ecclesia
    Das keltische Sprichwort in Ehren….. und ganz nach meinem Geschmack, aber wenn Sie die abstrusen, an den Haaren und durch’s Weihwasser gezogenen Wunder > Geschichten der RKK als ‘gut erfunden’ empfinden, dann haben Sie mit einem wahren Kelten und den meisten Freigeistern aber rein gar NICHTS gemeinsam.

    Diese RKK Wunder-Geschichten sind eher Zeugnis von klerikalen, maechtigen Hirten ueber viele (gut)glaeubige Schafe…….

  10. Pasionaria sagt:

    Klara Brunner
    Cc M. Bamberger

    Sie haben in diesem Zusammenhang wahrlich wieder einmal ein Schmuckstueck von Wolferl verdient. Aus der Verfuehrung eines Moslem im Serail:
    https://www.youtube.com/watch?v=iMZdPZSo5ok

  11. Tabu Einsamkeit sagt:

    man kann Steven Emmott auch als paradoxe Intervention verstehen, um doch “was Positives” sehen zu wollen…
    mich macht das eben noch einsamen… inerhalb von
    ZEHN MILLIRADEN!

    war doch klar, dass Milchbubirentner und Niedermacher vom Dienst mit ‘Kitsch’ kommen,”Qualität” Cui bono…bo…
    den Ball nicht aufgenommen…Wie immer: Perlen vor die Säue!
    Die wider-sinnigsten Affen sind eben die um die 40…in iirgendeinem fragwürdigen Job geparkt und meinen, ihnen gehöre die Welt! WER oder WAS hat sie “ausgestattet”? die Muttermilch? Schüler-Blog! Brav gelernt! Wiki-Textpassagen ausgegraben und ausgespuckt.
    So ein Bibel vorlesender Ben Becker plärrt auch nur Banalitäten hinaus: “Die Welt ist schön! ”

    Ist sie das?

    die “Schuld” des Menschen besteht darin, dass er überhaupt lebt! :- (

    ok..bei mir sinds u.a. die Arthrosen (war nochmal ein lebenswertes kurzes Intermezzo mit dem center court) und seit vielen Jahren der Biorhythmus…(war schon in der CFS/Fibroselbsthilfe ein Thema VON FRAUEN, dass sie vereinsamen, weil sie dann, wenn alle Welt sich trifft – abends zwischen acht und zehn – nicht teilnehmen kölnnen…Der letzte Versuch :- ) 2 Kiwis vor dem Schlafengehen…
    Nun, auf manches Land (Insel der Seligen und Geheiligten) ja bekanntlich nicht, auf “unser” kommt was zu! Nachdem schon tausende von Ärzten abgewandert sind . Demografie und PFLEGE….

    Meinte der Artz: Ich bin nur ein ganz kleiner KassenARSCH,nicht Arzt, sondern ARSCH! und sagte darauf der Patient: Und ich bin nur ein ganz kleiner Patientenarsch.

    .. den Hinweis auf Christiane Florin (dradio und in der Zeitbeilage) .mit der Anfrage, ob wir denn eine solche Gesellschaft wollen, wie sie z.B. die dänische seit zehn Jahren eine ist…? (mit Ausmerzung von DS….) hat Herr HS gelöscht.

    Ich jedenfalls PASSTE nicht hier her…nicht wirklich…noch nie :-)..

    .in dem WISSEN

    mir STINKT dieser Blog und diese “Gesellschaft” schon lange!

  12. Eleni sagt:

    @Alienus: Solch eine Metamorphose erfolgt oft durch die Gläubigen.

    Vielen Dank für die Ausführungen. Die überlassen also die Suche, für was so ein Heiliger allenfalls taugt, den Gläubigen. Anscheinend braucht es aber schlussendlich doch eine offizielle Anerkennung (oder ich bin einmal mehr naiv in die Wiki-Falle gestolpert, wie beim Begriff “Schutzpatron”):

    Im Jahr 1598 wurde Isidor heiliggesprochen. 2001 war er als Patron des Internets im Gespräch.[6] Der Vatikan hat aber noch keinen offiziellen Schutzheiligen des Internets verkündet.

    Über die praktischen Auswirkungen der fehlenden Bestätigung bin ich mir nicht ganz im klaren. Darf sich ein Katholik bei Serverproblemen trotzdem an den heiligen Isidor wenden (z.B. mit “Heiliger Sankt Isidor mach, dass mein PC wieder läuft wie zuvor”)?

  13. Tabu Einsamkeit sagt:

    bitte korrigieren: Stephen Emmott

  14. olive sagt:

    @ Alienus
    8. Mai 2014 um 19:53

    Dank dem Hl.Prohibitus hat die Mafia gute Geschäfte gemacht.

  15. Ecclesia sagt:

    @ Pasionaria (9. Mai 2014 um 00:48):

    Kelte bin ich nicht. Stamme (nachweislich) aus germanischem Geschlecht. Ob ich Freigeist bin oder nicht, ist mir doch wurscht. Dito die Blökerei über die Kirche.

  16. olive sagt:

    @ Ecclesia
    8. Mai 2014 um 22:38

    “Gibt es nicht ein keltisches Sprichwort, welches ungefähr so lautet, dass man gute Geschichten nicht mit der Wahrheit zerstören solle?”

    Kennen Sie die Geschichte vom Granderwasser?

    Non è vero, ma ben trovato

    trotzsollte man sie zerstören..

    h ttp://homepage.univie.ac.at/erich.eder/wasser/

  17. andersen sagt:

    Ecclesia sagt:

    Stamme(nachweislich) aus germanischen Geschlecht.
    Richtig, ich auch, der Karl der Grosse hat der Bewusstsein der West-Europäer auch geprägt.
    Der Vater unser kennt fast jeder Kind und wenige ist in der Westeuropa von ein guten Weg abgekommen.
    Der Mensch lebt nicht allein von Brot.

  18. andersen sagt:

    Die Freigeister brauchen die totalen Aufmerksamkeit, die die Landes-Kirchen leider nicht bieten kann und will.
    Erlaube jeder Seele sein Weg zu gehen.

  19. Robin Wood sagt:

    Ecclesia
    8. Mai 2014 um 22:38
    “Wunder? Wir wissen doch alle, dass es keine Wunder gibt und gab …”

    An Wunder braucht man nicht zu glauben. Es reicht, an den Materialismus zu glauben und alles andere auszublenden. Es erspart einem das Nachdenken über den Sinn von allem.

  20. Alienus sagt:

    @Pasionaria

    Möchte ein Erlebnis mit einer „Schutzheiligen“ berichten. Vor etlichen Jahren hatte ich eine Zecken-Borelliose. Ausgerechnet habe ich mir diese auf einem Friedhof und auch noch am Geburtstag des „Führers“ geholt.

    Nach dem Bluthochdruck mit Werten von mind. 240 / 360 mm Hg hat sich das Gedächtnis und die Sprach- und Schreibfähigkeit sang- und klanglos verabschiedet. Was waren danach Buchstaben, Worte, Regeln und Sinninhalte? Nichts. Ohne Bedeutung, ohne Sinn und ohne Inhalten, einfach nur schwarze Zeichen und unerklärliche Dinge. Habe mich sogar im Wohnzimmer verirrt und nicht mehr die Tür gefunden. Alzheimer lässt grüßen. Um dieses Nichts zu überwinden wollte man mich in eine Nachsorgebehandlung stecken. Auf Rat eines befreundeten Psycho-Onkels solle ich mich besser selbst behandeln. Welch eine Entscheidungsqual!

    Eines Nachts, in einem somnambulen Zustand, erschien mir eine „Schutzheilige“. In einer Kaverne kam eine Person auf mich zu. So um die 10 mm über dem Boden schwebend. Sie war 1,5 m groß, hatte Ledertriemensandalen, einen halbdurchsichtigen seidigen Tüllstoff als Umhang mit einer schwarzen Bauchbinde und ihre Haare waren mit einem roten Band duttartig hochgebunden. Sie hatte alabasterartig sehr weiße Haut. Einfach ne altgr. göttlich-klassische Schönheit. Auf die Frage wer sie sein, antwortete sie ohne die Lippen zu öffnen: „Ich bin Verbalia, die Schutzgöttin“. Danach folgte ich ihr und stieg einen hohen Holzturm hinter ihr her. Beim Aufstieg sah man in einem 360°-Vollkreis bis zum Horizont eine riesige graue Masse. Je höher wir aufstiegen, umso besser konnte man erkennen, dass dies die Oberflächen von Hirnen waren. Oben angekommen sagte die „Verbalia“ ich solle mir was denken, welches ich mir momentan nicht erklären könne. Sie führte ein bestimmtes Ritual mit ihrem Stab durch. Danach öffnete sich ein großes Holztor unter dem Turm und eine unendlich lange Schlange, schwarz-braun und mit einem Durchmesser von 1 m züngelte heraus. Innert weniger Sekunden wandelte sich diese zu einem gleißenden Lichtstrahl von 10 cm Durchmesser mit einem grünlich-weißem Licht. Dieser Strahl war wie eine Plasmaerscheinung und bewegte sich über die Hirnoberfläche. Diese Hirne wandelten sich endgültig zu stein-grau lackierten Lagerregalen. An jedem Richtungswechsel-Punkt fuhren die entsprechenden Regale wie mit hydraulischem Antrieb in die Höhe und man konnte deren Inhalte, also die dort gelagerten Informationen, erblicken.

    Nachdem die „Schutzgöttin Verbalia“ mich hat die Aktivierung hat üben lasse, ist diese Figur danach dann sang- und glanglos verschwunden. Nach dem Fingerzeig dieser Schutzgöttin Verbalia war klar, was zu machen sein würde. Die Entscheidung war nun einfach. Es ist erkennbar, warum man die Kraft der Sprache, Worte und Inhalte nicht unterschätzen kann und auch darf. Denn nichts ist spitzer, schärfer und schmerzhafter als das Wort!

    Drum der Vorschlag: Die „Verbalia“ wird die Schutzgöttin der Internet-Blogger und der Sprachlosen. Denn: Nomen est omen.

  21. Rabbi Jussuf sagt:

    andersen
    “Der Mensch lebt nicht allein von Brot.”
    nee, auch von Bier.

    Haben jetzt Sie gesehen, wie man ein Zitat kenntlich macht?

  22. Rabbi Jussuf sagt:

    Apropos Bier:
    Hier der Patron der Brauer von Köln, der Hl. Petrus der Märtyrer:
    h ttp://4.bp.blogspot.com/-t8I-Jh_Ltak/T68HimOZp1I/AAAAAAAAAUc/z09z0rAnvP8/s1600/Etla,+San+Pedro,+cloister+San+Pedro+de+Verona.jpg

  23. Rabbi Jussuf sagt:

    Pasionaria
    Er wird auch speziell in verschiedenen dominikanischen Kirchen in Oaxaca verehrt. Obiges Bild ist von Etla, Oaxaca.

  24. olive sagt:

    @ Robin Wood
    9. Mai 2014 um 09:16

    “Es reicht, an den Materialismus zu glauben und alles andere auszublenden. Es erspart einem das Nachdenken über den Sinn von allem.”

    So, meinen Sie? Wie trostlos.

    Gestern sah ich im TV Forscher in der Antarktis die Eisdeckendicke messen

    Vorgestern an einer kleinen Insel bei Papua Neu-Guinea entdeckten Taucher auf dem Meeresboden, dass es dort viel mehr Korallen und Lebewesen gibt als sonstwo, unter anderem einen seltsam aussehenden Hai, der auf seinen Hinterflossen auf dem Meeresgrund läuft

    sie sagten, das sei eine Sensation
    Wunderschön und hochinteressant und fast ein Wunder

    Das alles genügt Ihnen nicht?

  25. Horizont sagt:

    ooch ja…die Armen! :- (
    wo s o o viiiille Unterstützung reinfließt….die letzte Gruppe mit Zuwachs und offenbar gar nicht einsam
    h ttp://www.deutschlandfunk.de/familienform-alleinerziehende-in-deutschland.1176.de.html?dram:article_id=284568

    h ttp://kreidfeuer.wordpress.com/2014/05/07/deutschland-im-wuergegriff-der-umerziehung/
    h ttp://kreidfeuer.wordpress.com/2014/04/29/stopp-der-oeffentlichen-genderismus-finanzierung/

  26. Toktok CuiBono sagt:

    Über die Kraft, die wir haben…Birte Müller… so kann’s kommen..”Das Leben ist nicht planbar….”
    h ttp://www.a-tempo.de/article.php?i=201405&c=2

  27. Wladimir sagt:

    Scientologen sind gefährliche Demagogen.

  28. olive sagt:

    @b

    Hab jetzt paar Mal Wagenknecht Wagenknecht geschaut ( bei Lanz, diesem Unsympathen)
    Die ist gut.

  29. Hanspeter Bamert sagt:

    Herr Stamm kritisiert den Umstand, dass Menschen andere Menschen zu Heiligen Machen können. Das kann sicherlich für den einen oder anderen befremdend wirken. Aber diese Möglichkeit basiert auf der Aussage Jesu für seinen Nachfolger, dass “alles auf Erden gebunden sein wird, dass von seinem Nachfolger gebunden wird, und dass alles gelöst sein wird, dass sein Nachfolger lösen wird”. Aber eben, auch das ist halt Glaubenssache. Jesus will seine eigene Kirche auf seinen Nachfolgern weiter führen. Insofern sind diese Heiligsprechungen nicht Menschensache, sondern Gottes Sache, gewirkt von Menschen.

  30. Ecclesia sagt:

    @ Hanspeter Bamert (9. Mai 2014 um 16:43):

    Naja, genau heisst es:

    “Ich [Jesus] aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.”

    (Matthäus-Evangelium, Kapitel 16, Verse 18 und 19 [Einheitsübersetzung])

    Mit Nachfolger meint die katholische Kirche nicht den Nachfolger Jesu, sondern den Nachfolger Petri. Ob man eine Nachfolgerschaft Petri aus den zitierten Versen herauslesen kann, ist eine andere (grosse) Geschichte.

  31. Halleluja sagt:

    @Hanspeter Bamert
    Heiligsprechungen sind eindeutig Menschensache. Aber die Menschen, besonders auch Jesus Christus, sind Gottes Sache.

  32. Michael Bamberger sagt:

    @ Hanspeter Bamert

    “Jesus will seine eigene Kirche auf seinen Nachfolgern weiter führen.”

    Dem biblischen Jesus liegt nichts ferner, als eine “eigene Kirche”, denn er erwartet (bekanntlich irrtümlicherweise) die Apokalypse innerhalb der Lebenszeit seiner eigenen Generation.

  33. Ecclesia sagt:

    Das ist es, was mich am Christentum am meisten irritiert.

    Wieso hat sich Jesus über den Zeitpunkt der Ankunft des Reiches Gottes geirrt? Wieso hat ihn sein Herr Papa in diesem massiven Irrtum belassen?

    Hier liegt für mich der gröbste Webfehler dieser Religion. Kunststück, schrie Jesus am Kreuz: Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen? Auf aramäisch: Eloi, eloi, lama sabachtani? Das ist immer der erschütterndste Augenblick, wenn am Karfreitag die Passion verlesen wird. In zweierlei Hinsicht …

  34. Michael Bamberger sagt:

    @ Hanspeter Bamert

    Hier die entsprechenden Verse:

    „Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft.“ (Mk 13,29-30)

    „Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt.“ (Mt 10,23)

    „Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.“ (Mt 16,28)

    „Selig, wer diese prophetischen Worte vorliest und wer sie hört und wer sich an das hält, was geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe.“ (Offb 1,3)

    „Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott!“ (Phil 4,5-6)

    „Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die noch übrig sind, wenn der Herr kommt, werden den Verstorbenen nichts voraushaben.“ (1. Thes. 4,15)

    „Denn nur noch eine kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll, und er bleibt nicht aus.“ (Hebr 10,37)

    „Ebenso geduldig sollt auch ihr sein. Macht euer Herz stark, denn die Ankunft des Herrn steht nahe bevor.“ (Jak 5,8)

    „Das Ende aller Dinge ist nahe. Seid also besonnen und nüchtern und betet!“ (1. Petr 4,7)

    „Meine Kinder, es ist die letzte Stunde. Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommt, und jetzt sind viele Antichriste gekommen. Daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.“ (1. Jh 2,18)

    Wenn biblische Prophezeiungen abstrus sind, was bleibt dann vom ganzen Gebilde noch übrig?

  35. Gummibaer sagt:

    @ Halleluja
    “Heiligsprechungen sind eindeutig Menschensache. Aber die Menschen, besonders auch Jesus Christus, sind Gottes Sache”
    Ist es vielleicht nicht doch umgekehrt und Gott ist Menschensache ? Je nach Geburtsort und sozialem Umfeld wird man Imam oder Papst , Pujari oder zoroastrischer Priester, Rabbi oder Dalai Lama.

    “Fables should be taught as fables, myths as myths, and miracles as poetic fancies. To teach superstitions as truths is a most terrible thing. The child mind accepts and believes them, and only through great pain and perhaps tragedy can he be in after years relieved of them. In fact, men will fight for a superstition quite as quickly as for a living truth — often more so, since a superstition is so intangible you cannot get at it to refute it, but truth is a point of view, and so is changeable.”
    – Hypatia AD 415 Alexandria –

  36. Robin Wood sagt:

    Ecclesia
    9. Mai 2014 um 20:38: Das ist es, was mich am Christentum am meisten irritiert.
    “Wieso hat sich Jesus über den Zeitpunkt der Ankunft des Reiches Gottes geirrt? Wieso hat ihn sein Herr Papa in diesem massiven Irrtum belassen?
    Hier liegt für mich der gröbste Webfehler dieser Religion. Kunststück, schrie Jesus am Kreuz: Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?”

    Stimmt doch alles gar nicht. Diese Texte wurde 1. geschrieben von Menschen, die Jesus gar nicht kannten, weil sie erst viel später geboren wurden. Und 2. ist vieles von der Kirche angepasst worden.

    Der neuste Beweis für die faulen Anpassungen stehen in der Bibelübersetzung der 80er-Jahre, die ich habe. Jeder kennt das Gebot “Du sollst nicht töten”. In meiner Fassung steht nur noch “Du sollst nicht morden”.

    Ich kann nicht verstehen, dass sich alle stets auf dieses manipulierte Buch beziehen. Es gibt doch inzwischen genug AUSGEGRABENES, das viel glaubwürdiger ist.

  37. Pasionaria sagt:

    Alienus

    Schritt fuer Schritt, Posting um Posting, Episode um Episode zeichnet sich ein Bild Deiner ‘myster_ioesen’ Biographie, die Du uns als mystisch-wundersame Puzzleteile schilderst, ab.

    Klar habe ich nicht mehr allles Vermittelte im Kopf, aber ich erinnere mich an den ‘Artilleristen bei atomaren Raketen’ mit anliegendem „Barbara-Stüble“…….
    Darauf nun noch die doch eher erschreckend-raetsellhafte Borelliose-Geschichte. Ich helfe Dir, versuche es wenigsten – wenn Du es mir erlaubst, diese Mysterien etwas zu entschluesseln.

    Koennte es nicht sein, dass Du Deine Artilleristen-Karriere (!) auf Plum Island bei Forschungseinsaetzen absolviert hast und dabei die beaengstigende, folgenschwere (Lyme-)Borelliose geholt hast. Wobei die atomare Versuchsanstalt einem Friedhof unschwer gleichkommen kann. Das wuerde erklaeren, warum es Dir die Sprache, sowie das Erinnerungsvermoegen teilweise zerschlagen hat – wuerde jedem normalen Menschen ebenso passieren.

    Des weitern, auch gut erklaerbar, dort hat sich die Schutzgoettin Verbalia, ihres Zeichens Freundin der Hl. Barbara, Deiner erbarmt und Dich vom unertraeglichen Nichterkennen und Erinnern, sowie des Nichtartikulieren Koennens erloest.
    Wobei ich als Laiin (richtige weibl. Form?) eher darauf tippe, dass der Sprach- und Gedaechtsnisverlust als Folge eines Schlaganfalls, der wiederum als Folge des rasenden Blutdrucks, war.

    Wie auch immer: ein Riesenglueck fuer Dich, Deine Umwelt und den Blog hat sich die SG Verbalia Deiner dermassen effizient angenommen und wieder hergestellt.

    Trotzdem halte ich immer noch nichts von SchutzpatronInnen – Deine….. in Ehren und in groesster Dankbarkeit!
    Solange es Global-Mundies-Schutzpatrone und aehnliches gibt, verzichte ich sehr gerne darauf.

    .

    .

    Rabbi Jussuf

    Danke fuer den Hinweis. Leider konnte ich Deinen Link nicht oeffnen, aber schau Dir auch diese Bilder an, es wird einem gerade warm um’s Herzen:

    einfach > Etla Oaxaca und > imagines eingeben.

    Salud y saludos

  38. Halleluja sagt:

    @ Gummibaer

    “Superstition”, so wie er im gleichnamigen Lied von Stevie Wonder besungen wird, kann Leid/Leiden bedeuten.

    Honi soit qui mal y pense.

    Gedanken werden Worte, Worte werden Taten, Taten werden Charakter, Charakter wird Schicksal.

    Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen kennen keine schönen Lieder (?).

  39. Carl Dal Pund sagt:

    http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Ich-wuerde-Scientology-niemals-verbieten-wollen/story/12768111#mostPopularComment

    @Hugo Stamm:

    Gratuliere zur Teilpansionierung. Hoffe, dass Sie spaetestens nach ihrer Vollpansionierung nicht mehr nur mit juristisch, sondern auch mit politisch maechtigen Theokraten fertig werden…..

  40. Halleluja sagt:

    @ Gummibaer
    Möglicherweise sind Gott und die Menschen gar keine “Sachen”… 🙂

  41. W. Woodpecker sagt:

    @ Robin Wood

    Knock on Wood.

    Papst Paul VI liess 1969 den Sankt Georg vergeblich aus dem katholischen Heiligenkalender entfernen….!
    Heute tragen in der Ukraine die prorussischen Separatisten das Sankt-Georgs-Band als Erkennungszeichen.

  42. W. Woodpecker sagt:

    @ Robin Wood

    “Knock on Wood” von Eddie Floyd… 🙂

  43. Robin Wood sagt:

    W. Woodpecker
    10. Mai 2014 um 01:47
    @ Robin Wood “Knock on Wood” von Eddie Floyd…

    Ich mag lieber “Pink Floyd”

  44. andersen sagt:

    Bamberger

    Ich bin nicht der Nachfolger vom Jesus, aus ein einzigen Grund:
    Die Ungläubigen(die Freidenker versuchen es seit 100 Jahren) werden immer, immer versuchen der Jesus am Kreuz zu schlagen,(Irgendwie ein grauenvollen Gedanke) wie gut, dass ich nicht der Universum zum Retten braucht, es lauft ja auch fliessend ohne mich, sogar auch ohne Sie, aber das haben Sie bis Heute nicht kapiert.

    Ich wünsche Herr Hugo Stamm viel Freude in der Natur und freue mich für ihm, dass er sowie ich, nicht der geistige Heimat in der Internet oder beim der E-Meter gefunden hat.

  45. b sagt:

    ja
    Olive! Wagenknecht ist die Beste! 🙂 z.Zt. (nicht nur die Schönste)

    und in dieser Sache kann ich nur lachen!:
    “DIe Befreiung der Frau zur Erwerbsarbeit”
    h ttp://www.wiwo.de/erfolg/beruf/familie-und-beruf-haltet-die-hausarbeit-in-ehren-seite-all/9845158-all.html

    Dazu gibt es im Gesamthause Oskar auch ziemlich abweichende Einstellungen zum mainstream-Konsens

  46. andersen sagt:

    Vielleicht werde irgendwann ein Verbraucherschutz für die Menschen eingeführt , die sich in ein fragile Lebenssituation befinden, somit das sie wirklich professioneller Hilfe sucht, in Statt in der Welt der Esoterik/Geistesheiler tauchen, wo es nur darum geht, die Menschen, dass Geld aus der Tasche zu ziehen.

  47. andersen sagt:

    Ich freue mich auf einen Tag in ein Schaukäserei, vielleicht wenn die selbstgemache Evolution von die Menschen so weiter geht, werde unser Kinder nicht mehr Wissen, von wo der Milch kommt, es wird wahrscheinlich ein Armbanduhr geben, die sie alles sagt, was sie zu tun haben und als Ersatz von echter Nähe zu der Natur und Menschen, werde die Menschen als Roboter leben, die nicht ein Leben zulässt, wo es nicht erlaubt ist zum Weinen und Lachen, aber das werde ich zum Glück nicht erleben.

    Wunsche alles Gute-die Gedanken sind frei übersetzt.

    🙂

  48. andersen sagt:

    Und Hugo Stamm, meine Kommentare brauchen Sie nicht zu Veröffentlichen, denn Mensch zu sein, ist viel wichtiger als jeder Heldentat.

  49. Gummibaer sagt:

    Lieber Andersen, ich beziehe mich auf folgende Aussage :
    Die Ungläubigen(die Freidenker versuchen es seit 100 Jahren) werden immer, immer versuchen der Jesus am Kreuz zu schlagen,(Irgendwie ein grauenvollen Gedanke)
    Sie irren sich sowohl was den Zeitraum als auch was die Absicht der frei Denkenden betrifft.
    Im Kontext der damals herrsechenden Doktrin war Jesus durchaus ein frei Denkender der an der bestehenden Ordnung ruettelte und er wurde auch dafuer bestraft.
    Es waren und sind nicht die frei Denkenden die seit tausenden von Jahren (siehe oben Hypatia, gest. 415) andersdenkende verfolgen sondern Anhaenger von Religionen aller Couleur welche Leid und Terror verbreiten (Karl der Grosse, Kreuzzuege, Jihad, Hexenverbrennung, Inquisition, Missionstaetigkeit in Afrika und Suedamerika, ethnische Saeuberung, Gefaengnis fuer das Lesen der Bibel, soziale Ausgrenzung etc. etc.)
    Frei Denkende haben nur eine Absicht : Ihr gottgegebenes Hirn fuer das zu brauchen fuer was es im Schaedel sitzt, naemlich fuers Denken. Ohne Zwang, Ich empfehle Ihnen es auch zu versuchen. Es fuehlt sich gut an.
    Cogito ergo sum (Descartes)

  50. olive sagt:

    @hugostamm

    gute Antworten im Interview

    surfen Sie weiter..