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Schwule und Wiederverheiratete dürfen keine Hostien empfangen

Hugo Stamm am Freitag den 21. März 2014
Kommunion_Klein

Kommunion: Frauen, die die Pille nehmen, Schwule und Wiederverheiratete sollen ausgeschlossen werden. Foto: Keystone

Laut dem Churer Bischof Vitus Huonder sind Kirchenmitglieder, die sich zur Homosexualität bekennen, die Pille als Verhütungsmittel benutzen oder geschieden und wieder verheiratet sind, in einer «irregulären Situation». Eine nette Umschreibung für eine sündige Lebensführung. Oder eine Verfehlung, zumindest aus katholischer Warte. Deshalb werden sie von der Kommunion ausgeschlossen und dürfen keine Hostie empfangen.

Drückt man es ungeschminkt aus, klingt es so: Schwule und Wiederverheiratete sind Gläubige zweiter Klasse. Besonders krass ist das Verdikt für Frauen, die die Pille schlucken. Verhütung ist offenbar des Teufels. Über den Daumen gepeilt stigmatisiert die Kirche damit etwa die Hälfte der Gläubigen zu Personen, die nicht würdig sind, die Kommunion zu empfangen.

Laut Huonder sollen sie die Arme verschränken, damit der Pfarrer weiss: Aha, wieder ein Sünder, der die Hostie nicht verdient. Als Trost bekommen dann die Stigmatisierten den Segen des Pfarrers. Dumm nur, dass die ganze Gemeinde der Gläubigen mitbekommt, wer der Kommunion unwürdig ist. Die Gottesdienstbesucher können dann rätseln: Ist die Gläubige mit den verschränkten Armen lesbisch oder nimmt sie die Pille?

Doch was ist, wenn ein schwuler Pfarrer den Gottesdienst leitet? Also ein «Sünder» andern «Sündern» die Hostie verweigert? Dann führt das Gedankenspiel ins Absurde. So will es das Kirchenrecht, so verlangt es Hardliner Bischof Vituos Huonder.

Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass in der katholischen Kirche schwule Pfarrer tätig sind. Die aufgedeckten Skandale zeigen zudem, dass manche Geistliche pädophil sind. Der katholische Theologe David Berger, der das Buch «Der heilige Schein» geschrieben hat, behauptet, dass 50 Prozent der katholischen Pfarrer homosexuell seien. Es mögen weniger sein. Unbestritten ist aber, dass in der katholischen Kirche überdurchschnittlich viele Geistliche schwul sind.

Es mutet deshalb – um es vorsichtig auszudrücken – sonderbar an, dass Homosexuelle oder Pädophile die Hostie austeilen, schwule Gläubige sie aber nicht empfangen dürfen.

Die meisten Pfarrer in der Schweiz kümmern sich nicht um das Kirchenrecht und verteilen die Hostie allen Gläubigen. Dies mit dem Segen ihrer Bischöfe. Doch der Hardliner Vitus Honder will nun in seinem Bistum das Rad der Zeit zurückdrehen. Dabei scheint es ihm egal zu sein, wie viele seiner Vikare und Pfarrer homosexuell oder pädophil sind. Und somit auch nicht berechtigt, die Hostie zu empfangen. Wichtig ist nur, dass der Schein gewahrt wird und Reformen unterbunden werden können.

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527 Kommentare zu “Schwule und Wiederverheiratete dürfen keine Hostien empfangen”

  1. ueli sagt:

    @Eleni
    Judentum und Christentum hatten sich im Mittelmeerraum ja schon weit verbreitet – als Mohammed mit seinen wilden Mannen daherkam. Also musste die Story halt so erzählt werden, dass Moses, Abraham, König David und auch Jesus halt wichtige “Typen” aka Propheten gewesen seien – genau so wie Mohammed, aber da man langsam der Apokalypse und der Wunder überdrüssig geworden war und lieber Staaten gründete – verzichtete man schlicht und ergreifend auf den neuen Messias und verschob ihn wie die Juden auf den Sanktnimmerleinstag. Die Juden haben sogar solche “Furcht” vor dem Messias, dass nur an einem Schabbat an dem jeder Jude weltweit alle Gesetze den ganzen Tag nicht bricht – der Messias erscheinen könnte – also so gut wie nie!….die Juden besitzen wenigstens noch ein wenig Humor was diese Angelegenheit anbelangt.

  2. mawi sagt:

    Rabbi
    Wie hat Mosche die Israeliten aus der Knechtschaft von Ägypten geführt? Das Blut des Pessachlammes an die Türpfosten streichen, das Lamm ganz aufessen und bereit sein zu gehen. Durchs Wasser gehen und ankommen am Berg und die Weisungen JHWH empfangen und nach ihnen leben.
    Der Prophet, von dem Mose spricht, muss sein wie er. Er wird im Namen JHWH sprechen.
    Jeshua bedeutet JHrettet.
    Wovor rettet er?
    Vor dem Osterhasen?
    Schlaf guet, mir raucht der Kopf.

  3. Eleni sagt:

    @Mawi: Dass der Maschiach auch ein Nawi, ein Prophet ist, das ist klar. Aber die Aufgabe des Maschiach ist anders als die eines Nawi. Aber er ist auch Nawi.

    Natürlich hast du damit Recht, aber im Christentum wird Jesus mit anderen Begriffen assoziiert – Messias, Sohn Gottes. Wenn ich “der Prophet” lese, stelle ich deshalb keine Verbindung zu Jesus her. Weil die christlichen Bilder bei mir alles überlagern.

  4. um musad sagt:

    Nur schnell

    @ Eleni und mawi

    3. April 2014 um 06:19
    @Mawi: Dass der Maschiach auch ein Nawi, ein Prophet ist, das ist klar. Aber die Aufgabe des Maschiach ist anders als die eines Nawi. Aber er ist auch Nawi.

    Natürlich hast du damit Recht, aber im Christentum wird Jesus mit anderen Begriffen assoziiert – Messias, Sohn Gottes. Wenn ich “der Prophet” lese, stelle ich deshalb keine Verbindung zu Jesus her. Weil die christlichen Bilder bei mir alles überlagern.

    Ich habe geschrieben :
    Ich sehe jenem Bibelabschnitt ( 5.Mose 18: 15-22) noch eine andere Variante. Hier bezieht sich die ganze Prophezeiung wirklich nur auf den Messias/ Jesus mit seinem zweimaligen Auftreten. Und das in Achtnehmen vom “Masih ad Dajal “(= falscher Messias) / Anitichrist und falschen Propheten.
    ———————————————————————–

    An das was mawi aufzeigt habe ich eben auch gedacht und auch an was Eleni einwendet.Jesus ist dann eben so wie er nach islamischer Lehre gesehen wird ‘ Prophet’ , sobald Jesus als Gottes Sohn gilt, ist er halt doch nicht einer wie Moses es ist. – Das wäre ein ziemlich starker  UNTERSCHIED zwischen ihm und Moses.

    Um also mit dieser Bibelstelle klarzukommen , sieht man Jesus besser nicht als   Gottes Sohn. 

    U.M.

  5. um musad sagt:

    @ Jussuf

    ” Es gibt solche, denen eine Schrift offenbart worden ist, wie Moses, Jesus und Muhammad”
    Ach ja? Welche Schrift wurde Jesus offenbart?

     -Das Evagelium –

  6. um musad sagt:

    nochmals wegen Formatierung ,sorry !

    Nur schnell

    @ Eleni und mawi

    3. April 2014 um 06:19
    @Mawi: Dass der Maschiach auch ein Nawi, ein Prophet ist, das ist klar. Aber die Aufgabe des Maschiach ist anders als die eines Nawi. Aber er ist auch Nawi.

    Natürlich hast du damit Recht, aber im Christentum wird Jesus mit anderen Begriffen assoziiert – Messias, Sohn Gottes. Wenn ich “der Prophet” lese, stelle ich deshalb keine Verbindung zu Jesus her. Weil die christlichen Bilder bei mir alles überlagern.

    Ich habe geschrieben :
    Ich sehe jenem Bibelabschnitt ( 5.Mose 18: 15-22) noch eine andere Variante. Hier bezieht sich die ganze Prophezeiung wirklich nur auf den Messias/ Jesus mit seinem zweimaligen Auftreten. Und das in Achtnehmen vom “Masih ad Dajal “(= falscher Messias) / Anitichrist und falschen Propheten.
    ———————————————————————–

    An das was mawi aufzeigt habe ich eben auch gedacht und auch an was Eleni einwendet.Jesus ist dann eben so wie er nach islamischer Lehre gesehen wird ‘ Prophet’ , sobald Jesus als Gottes Sohn gilt, ist er halt doch nicht einer wie Moses es ist. – Das wäre ein ziemlich starker  UNTERSCHIED zwischen ihm und Moses.

    Um also mit dieser Bibelstelle klarzukommen , sieht man Jesus besser nicht als   Gottes Sohn. 

    U.M.

  7. Rabbi Jussuf sagt:

    Um musad
    ‘Evangelium’, wie das Wort im NT erscheint, meint keine Schrift, sondern eine frohe Botschaft, oder eine Siegesnachricht.

    Erst später wurde das Wort ‘Evangelium’ für die Geschichten um Jesus gebraucht. Es ist aber immer klar, dass diese Schriften von Menschen geschrieben wurden.
    Nach der Bibel hat Jesus weder eine Schrift empfangen, noch aufgeschrieben, noch diktiert. Er richtet sich ganz im Gegenteil nach den alten Schriften der hebräischen Bibel.

  8. Eleni sagt:

    @Rabbi Jussuf: Nach der Bibel hat Jesus weder eine Schrift empfangen, noch aufgeschrieben, noch diktiert. Er richtet sich ganz im Gegenteil nach den alten Schriften der hebräischen Bibel.
    cc Um Musad

    Richtig. Von der Art her entsprechen die Evangelien den Hadithen und nicht einer offenbarten Schrift. Dazu passt, dass es nicht alle Evangelien ins Neue Testament geschafft haben.

  9. Eleni sagt:

    @Um Musad: Um also mit dieser Bibelstelle klarzukommen , sieht man Jesus besser nicht als Gottes Sohn.

    Auch wenn ich “Sohn Gottes” im jüdischen Sinn verstehe, fällt es mir aufgrund der kulturellen Prägung schwer, wenn von “Prophet” die Rede ist, dies mit Jesus in Verbindung zu setzen. Wer Jude, Christ oder Muslim ist, oder in einem christlichen, jüdischen oder islamischen Kulturraum sozialisiert wurde, schafft es wohl kaum die Bibel unbefangen/neutral zu lesen.

  10. um musad sagt:

    @ Jussuf und Eleni 

    Was ich mit ‘Schrift’meine erkläre ich ein andermal.

    Nach der Bibel hat Jesus weder eine Schrift empfangen….

    Soll er also frisch fröhlich von seiner Leber weg gesprochen haben ? Wenn das Jussuf sagt, kann ich das noch verstehen. Aber wenn du Eleni das berichtigst, verstehe ich das nicht ganz. 

    Dann frag ich mich aber langsam, was soll der ganze Bibeltext ? Kommen wir dazu nochmals auf meinen erwähnten Bibel – Abschnitt  zurück . 

    Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde.

     5 Moses 18 : 18

    Nach eurer Erklärung über Jesus oben, trifft dann aber dieser Vers absolut nicht mehr für Jesus zu. Einverstanden  ?

    U.M.

  11. Hypatia sagt:

    Eleni am 4. April 2014 um 21:02

    “Auch wenn ich “Sohn Gottes” im jüdischen Sinn verstehe…”

    Mich würde schon interessieren, was Sie genau damit meinen. Denn wenn Sie das meinen, was Sie da geschrieben haben, sind Sie keine Christin. Ein Christ versteht den Ausdruck “Sohn Gottes” wörtlich und nicht irgendwie anders und “im jüdischen Sinn”.

    Damit aber haben Sie genau das zum Ausdruck gebracht, wofür Sie hier stehen, seitdem Sie sich dazu entschlossen haben, sich hier zu äussern: Sie geben sich hier als gläubige Christin, ohne doch eine gläubige Christin zu sein. Es ist genau dieser Widerspruch, der Sie hier schreiben lässt, es ist Ihre Motivation, Ihre Suche nach einer Antwort aus diesem Dilemma.

    Wer an Jesus Christus glaubt, der glaubt an den wieder auferstandenen Sohn Gottes ganz ohne falschen Klimbim und feiger Flucht in die Metapher, ganz ohne würde, hätte, könnte, sollte, müsste. Falls Sie damit Schwierigkeiten haben, sollten Sie sich überlegen, sich noch weiter als Christin zu geben. Wirklich glauben heisst eben auch, wirklich keine Kompromisse einzugehen, wenn es darum geht, zu seinem Glauben zu stehen. Und es ist genau dieses Kriterium, woran Muslime den Gläubigen erkennen. Wer sich nicht daran messen lassen will, der hat in den Augen jener orientalischen Religion nicht wirlich verdient, “gläubig” genannt zu werden. Dass man es sich verdienen muss, anstatt sich feige davon zu schleichen, können nur jene wissen, die wirlich glauben, sei es, an einen Gott, sei es an eine gottlose Welt, denn auch das letztere erfordert ein Geheimnis, um sein zu können, was ich bin und was ich nicht bin. Es fängt damit an, dass wir uns bekennen! –

  12. andersen sagt:

    Wer Christ sein will, hat Christus nachzufolgen.
    Tut er es nicht, ist er kein Christ.
    Es war Sören Kierkegaard, der mit seiner scharfen Zunge aufzeigte, dass Jesus keine ästhetisch anbetende Bewunderer sucht, sondern Nachfolger, solche, die seinen Willen tun.
    “Der Bewunderer will……sein Leben nicht umformen, nicht das sein, was er bewundert-aber im Worten, Ausdrücken, Versicherungen, wie hoch er das Christentum preise, ist er unerschöpflich.
    Der Nachfolger dagegen trachtet danach, das zu sein, was er bewundert….”
    An seinen Früchten kann man sehen, wer er ist.
    An den Früchten kann man Religionsgründer, ihre Nachfolger und die daraus entstandenen religiösen Institutionen beurteilen.
    Die Früchte der Christen lassen sich an ihrer Liebe zu Gott und (!) zu den Menschen erkennen-und am Frieden, den sie anderen Menschen bringen.
    Den ihr Meister ist der Friedenfürst.
    Und nur in der Nachfolge zu ihm bilden sie die echte Kirche.
    Erst als solche Kirche wären sie dann legitimiert, weiterhin über Frieden zu reden und die Menschen zu segnen.

  13. eigentlich Desinteressierter sagt:

    Hypathia
    andersen

    In der Angelegenheit der letzten beiden Postings haben Sie beide mal recht!

  14. Eleni sagt:

    @Um Musad

    Wurde Jesus eine neue Schrift offenbart oder erhielt er Offenbarungen darüber wie vorhandene Schriften auszulegen sind? Ich bezweifle, dass Jesus eine neue Religion gründen wollte.

  15. Eleni sagt:

    @Um Musad

    5. Moses 18:15 bezieht sich nach den von mir konsultierten Bibelkommentaren nicht auf einen, sondern auf eine Reihe von Propheten, d.h. auf alle die in der Bibel erscheinen. Abgeschlossen wird diese Reihe mit dem Messias, der nicht einfach als Prophet.

  16. Eleni sagt:

    @Hypatia

    Die Zeit der Glaubenswächter ist zumindest im Christentum abgelaufen. Wenn Sie sich als Ungläubiger in dieser Rolle gefallen, dann sei Ihnen das unbenommen. Ernst nehmen kann ich Sie dabei nicht.

  17. um musad sagt:

    @ Eleni

    5. Moses 18:15 bezieht sich nach den von mir konsultierten Bibelkommentaren nicht auf einen, sondern auf eine Reihe von Propheten, d.h. auf alle die in der Bibel erscheinen. Abgeschlossen wird diese Reihe mit dem Messias, der nicht einfach als Prophet.

    Ich fragte dich und Jussuf aber grad vorhin über 5.Moses18:18 und nicht 18:15. Aber auch dort steht von einen Propheten und nicht auf eine Reihe von Propheten.

    <blockquote15 Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen.

    Das mit einer ganzen Reihe Propheten kann man eher hier so sehen, wie in deinen konsultierten Bibelkommentaren:

    20 Doch wenn ein Prophet so vermessen ist, dass er redet in meinem Namen, was ich ihm nicht geboten habe, und wenn einer redet in dem Namen anderer Götter, dieser Prophet soll sterben.

    Wenn also Propheten die  ” in  meinem Namen” ( = in dem Namen 
    Gottes) reden, was Er ihnen geboten hat ( und nicht was Er ihnen nicht geboten hat) sind das Propheten von Gott.

    Darum kam ich dann auch auf die andere Möglichkeit, die ich dir und mawi antönte ( Posting: 1.April 2014 um 13:51), dass in Vers 15 und 18 wirklich Jesus/  Messias gemeint sein kann, aber Mohammed  trotzdem kein falscher Prophet ist, sondern einer unter der Reihe, die in Gottes Namen reden was Gott ihnen geboten hat.

    Abgeschlossen wird diese Reihe mit dem Messias, der nicht einfach als Prophet

    Scheint mir nicht ein vollständiger Satz zu sein. Kannst du diesen noch vervollständigen, bitte?

    Zu deinem Posting davor komm ich evtl. am Abend. Jetzt muss ich aber weg.

    U.M.

  18. Eleni sagt:

    @Um Musad

    Ich habe versehentlich das letzte Wort gelöscht, hier der vollständige Satz: Abgeschlossen wird diese Reihe mit dem Messias, der nicht einfach als Prophet gilt.

  19. Hypatia sagt:

    Eleni am 5. April 2014 um 06:08@Hypatia

    Sie verraten Ihren Glauben. Darauf habe ich Sie hingewiesen und ausserdem eine Frage gestellt, die Sie nicht beantworten wollen. – Die ganze Zeit schon L Ü G E N Sie uns hier etwas vor. – Armselig nenne ich ein solches Verhalten. – Armselig – .

  20. Eleni sagt:

    @Hypatia

    Sie wissen doch aus Erfahrung, dass ich keine Fragen beantworte, wenn Sie diesen Ton anschlagen. Wenn es Ihnen gut tut, mich weiter zu beschimpfen, dann lassen Sie Ihren Gefühlen freien Lauf. Falls es Ihnen hingegen ernsthaft um ein Gespräch geht, sollten Sie sich mal ein paar Gedanken machen bezüglich Ihrer Diskussionskultur.

  21. um musad sagt:

    Eleni

    Wurde Jesus eine neue Schrift offenbart oder erhielt er Offenbarungen darüber wie vorhandene Schriften auszulegen sind? Ich bezweifle, dass Jesus eine neue Religion gründen wollte.

    Jesus wurde eine Botschaft offenbart die Gottes Worte enthalten.  Das zeigt gerade der Vers 5 Mose 18:18 schön ( fals da Jesus gemeint ist). Ob darunter Ermahnungen / oder weitere Erklärungen der vorausgehenden Offenbarung / Richtigstellungen enthalten sind, hat nichts mit neuer Religion zu tun. Vielmehr ist es wohl die Aufgabe der Propheten einfach das offenbarte Wort von Gott zu vermitteln und nicht selbst etwas zu gründen.

    U.M.

  22. um musad sagt:

    Eleni

    Noch zu:
    Abgeschlossen wird diese Reihe mit dem Messias, der nicht einfach als Prophet gilt.

    Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Jesus nur als Prophet gilt, nein er ist zugleich der Messias.

    U.M

  23. Hypatia sagt:

    Eleni am 5. April 2014 um 14:18 @Hypatia

    Soweit ich das beurteilen kann, gehen Sie wirklich essentiellen Fragen grundsätzlich aus dem Weg. Wirklich schwach finde ich es dann besonders, wenn Sie andere für Ihr Schweigen verantwortlich machen. Damit kann man zwar unbedarfte Leser Ihrer Auslassungen hinters Licht führen, den offensichtlichen Betrug aber mit derart obeflächlichem Geschwätz zu camouflieren, zeigt mir nur noch deutlicher, um welche Art von Person es sich bei Ihnen handelt.

    Aber ich will ja kein Unmensch sein und Ihnen nochmals die Möglichkeit geben, sich zu verteidigen. Eine an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassende Antwort auf die Frage, ob Sie eine Christin sind und wie genau Sie ihr Christentum verstehen, könnte mich dahingehend umstimmen, dass ich wenigstens Verständnis für Ihre Glaubenssituation aufbringen könnte.

    Heutzutage muss man sich ja vor jedem geäusserten Wort fürchten, dass es einem genommen wird, hinterfragt wird oder schliesslich in allen Einzelteilen verworfen wird, sei dies von seiten anderer religiös gläubiger Menschen, sei dies von seiten atheistischer Positionen.

    Vielleicht wäre das doch die beste Weise, um mit seinem Glauben umzugehen: anstatt zu reden, zu schweigen und anstatt über den Glauben zu schwätzen, den Glauben konkret im Alltag und überall in Handlungen umzusetzen.

    Das letztere ist natürlich schwierig, denn wie sollten wir unsere Handlungen umsetzen können, wenn wir uns doch nur immer im Milieu der Sprache und des sprachlichen Ausdrucks aufhalten müssen; Andererseits bin ich mir sicher, dass Ihnen das gelingen wird, etwas zu tun, ohne die Sprache zu verlassen. Sie könnten vielleicht an mich addressiert sagen: “Entschuldigen Sie, dass ich Sie so missverstanden habe, tatsächlich sehe ich erst jetzt, dass Sie sich nur besorgt zeigten und dann, nachdem ich das nicht anerkennen wollte, Sie zu etwas giftigeren Äusserungen provoziert habe.” Das wäre doch wirklich eines Christen würdig, finden Sie nicht? –

  24. Etikettenschwindel sagt:

    nennt man das, wenn jemand nicht kongruent ist, in dem was er sollte, was er tatsächlich tut und was er vortäuscht, um sich die Optionen hier wie da offen zu halten.

  25. was ist mein Leben? sagt:

    was ist Glaube?

    Mein Leben ist Prozeß, Entwicklung, Widerspruch, Ent-täuschung, Wiederholung; es ist Grenzgang, manchmal “Gnade”?, Zufall, Erfahrung. Es ist Erkennnis und Stagnation und Illusion. Und schließlich Konsequenz. Was in diesem Zusammenhang (m)einen Glauben betrifft, so spielte er gut 40 ***Jahre eine w a n d e l b a r e Rolle. Zunächst hineingestellt in eine protestantisch-“liberale” Schublade. (Sippe, Schule, Kirche…lokalkollektiver Mainstream…)
    Aber die großen Aussagen (der Angebote der Glaubenslehren) sind überall mehr oder weniger gleich und doch (das wird an den Verlautbarungen von andersen und Hypathia so deutlich, welche auch 1 : 1 in das evangelikale Selbstverständnis paßten) ….unterschiedlich zur “Erfahrung religio”? (aber welchen “Wert” hatte nun wieder diese?)

    Und ich dachte immer, ich sei folgsam…

    Die letztliche Gewißheit auf die Illusion hatte sich nicht eingestellt.Ein Mensch braucht auch irgendwann einmal sowas wie einen “sichtbaren Lohn” (?) (…Erfolg?, Beweis?)

    *** Nie war ich in meinem Leben derart überfordert, wie in 20 Jahren (zehn akliv, 10 ablösend) chrisltichem Drucksystem. Erpressung und Deckelung: das nenn ich Gewalt und Zwang. Das Erfahrene weiterhin als Prüfung interpretieren?

    Schließlich sind es Menschen, die ultimative Forderungen stellen. Die ihre Dogmatik über einen auschütten.(in guter Absicht :- ) )
    Betrachtet man dieselben nach ihrem eigenen Handeln, entdeckt man die Diskrepanz zu ihrem Anspruch und Reden. Der Unterschied zu einem Skeptischen ist vielleicht der, dass Erstere ihre Entlastung gleich mitliefern..
    Somit kommt ein klassisch verlangetes (entweder-oder) Dogmen-Bekenntnis für mich nicht mehr in Frage.(was weiß denn ich heute, wohin ich mich entwickle?) Das statisch in Beton gegossene jedoch auf keinen Fall. ….
    (“Selbst” -” Höheres Selbst”? – Nur andere Namen? Und war das nicht längst Station?…was geschieht bis zum Sterben?)

    Ich bin heute keine “Fröhliche” mehr, weniger denn je…….und was auf keinen Fall zu mir passen würde, sind diese auf T.-komm-raus-Schablonen/Überzeugungen , wie “ich liebe _ _ _ _ _”……

  26. sind Mütter gierig? sagt:

    Sorry – oot

    Befindlichkeiten – was ist mein Leben? was ist mein Glaube?

    man “kennt” mich…man stürzt sich darauf, mich DOCH zu lesen :- ) weil man mir einerseits eins auswischen will *******

    [verwandtes Thema: Veganismus…kleiner Lesetipp analog zum neu aufgelegten Alternativmedizinthema (und der einzigen Sympathie für Bill Clinton) :
    Selbstversuch: Wie ich lernte vegan zu leben

    Sendezeit:
    4. April 2014, 14:23 Uhr
    Autor:
    Kolar, Isabella
    Programm:
    Deutschlandfunk
    Sendung:
    Deutschland heute
    Länge:
    04:40 Minuten
    MP3:
    Audio abspielen…..
    bleibe leider ein komplizierter Mensch: war nie 100pro gläubig, bin nicht 100pro vegan, nicht links, nicht rechts…kein Fan ausschließlicher Schuldmed…aber eben auch kein Kügelchenkäufer…und mag weder französische Spielfilme, noch abgelegte Männer ]

    *********hier geht es weiter
    (“Lauerstellung”….kenn ich vom neuerlich eroberten Billigtennis ohne Mitgliedschaft -auch ohne eigenen EAD-Tennisplatz- …meine andere von zwei einzigen SÜCHTEN jenseits der 60…sowie ungesalzene geröstete Erdnüsse) , andererseits verschwörerisch ignoriert. Das ist zum Schießen…
    Wenn man hier erwähnt, dass man eigentlich schon immer ein einsames Kind gewesen ist, trotz unkritischer, temporärer Phasen der Scheinzugehörigkeit und sich lieb Kind machender, verleugnender, “kompatibler” Ausrutscher, gilt man als Jammerer…usw….wenn man von seinem AUER (oder nicht normaler, sondern überstrapazierter Altersabnutzung) berichtet, gilt man als Jammerer
    Wenn man von den sich potenzierenden Problemen der (Frauen-)Altersarmut oder des Kinderreichtums in einer Welt berichtet, in der die Maßeinheit für Steuerhinterziehungs-und SteuerverschwendungsVERLUSTE in HOENESS gemessen wird, gilt man als Jammerer…
    Heute – bei der veröffentlichten Meinung gegenüber ÖFFENTLICHER Meinung- ist es schon fast so: wenn man (gegenüber der Kirche) konstatiert, dass man nicht bereit wäre, für die Beerdigung auf einem Hetero-Friedhof extra Kosten zu übernehmen, (gegenüber einem Lesben-oder Gender-Friedhof) wird man bestraft??? …wer ausschert, wird bestraft…bald mit neuem EU-“Recht”…kleiner Scherz?

    Aber: Wer in einem kleinen Land lebt, erfährt Nähe und Nachbarschaft…Wer in einem großen Land lebt, erfährt Anonymität…Hamburg, Berlin und München zusammen ergeben so viel wie…(mein Gast-Blog-Land) .Allein 800Millionen Euro Steuerverschwendung für einen Musiktempel für die Oberen Zehn sind hier schon eher die Regel; dafür schließen öffentliche Bücherhallen, Schwimmbäder und weiteres vergammelt (Straßen, Fahrradwege, Nahverkehr, Brücken…)
    D. Nuhr hat ausgerechnet, wieviel Hoeneß für einen Berliner Bürgermeister in Frage kämen, der den neuen Flughafen mit-versemmelt hat….

    IDENTITÄT…..
    Wo wollte/könnte ich heute DAZU gehören?
    Wollte ich überhaupt irgendwo dazu gehören?
    Sicher nicht mehr in den Kirchen…Nicht in den Parteien. Feige, nicht wahr? Gegen alles sein….
    Als Paläolibertarismus wird von manch veröffentlichter Meinung beschimpfend auch das bezeichnet, was zivilbürgerschaftliches Engagement beeinhaltet. (Und was Sie in der Schweiz ja schon haben. Wie heißt es denn da?)
    Nun, die veröffentlichte Meinung ist mir inzwischen relativ EGAL!. So weit habe ich mich immerhin entwickelt. :- (

    Christen sind viele Antworten schuldig geblieben. Die wiederholte Frage z.B. nach der “Übergabe des Lebens” (oft nur ein einzige Sekunde :- ) ) und den eigenen Entscheidungen, der eigenen Verantwortung für sein Leben. Was ist dann daran noch “gottgewollt”? Was ist mit der abgeleiteten Verantwortung von Gott/Jesus über “das Oberhaupt” auf die Frau? Der gern angewendeten Praxis, dem Mann die Entscheidungen und die Verantwortung zu überlassen? (Konsorten Steeb) Ist doch angeblich biblisch? Naja…mit solchen Spitzfindigkeiten gebe ich mich nicht wirklich mehr ab… in meinem noch knapp und zur Verfügung stehenden Restleben… Ich überlege vielmehr, ob ich nach Kopenhagen reise, andersen, der laut monocle magazine z.Zt. lebenswertesten Stadt der Welt! Tja…mit Gitte Haenning kann man Ihnen auch keine Freude machen..”No Hollywood Movie…”

    Von daher kann ich mir die Frage längst selbst bewantworten.

    Identität/falsche Identität bleibt das zentrale Thema….
    und wird diskutiert in etwa jenen Auseinandersetzungen

    h ttp://www.freiewelt.net/vater-staat-oder-elternhaus-wer-soll-die-kinder-erziehen-10029243/

    ….eine Kinderreiche stellte Fragen an zwei kinderlose :- ( Christen verschiedener Couleur…weiblich und männlich, reformatorisch und katholisch
    Also: sind Mütter gierig?

  27. andersen sagt:

    @Sind Mütter gierig

    Klar, das Leben ist zu kurz, um ein schönen Augenblick unbeachtet zu lassen.
    Wenn ich in die Badewanne liegt, dann spüre ich, wie mein Körper auf dem Wasser schwebt.
    Aber eben egal auf welche Art und was Sie geniessen, können Sie nur selber sagen.
    Genuss ist nicht eine Frage des Wohlstandes, denn wer in aller Eile durch der Wald stampft, wird kaum den moosig würzigen Geruch Wahrnehmen oder das weiche Federn des Waldboden spüren.
    Er wird sich auch nicht erinnern und seine Tagträume mit Bildern und Gerüchen des Waldes füllen können oder mit allen Sinnen das Leben wahrzunehmen.