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Religiöser Wahn in Jerusalem

Hugo Stamm am Donnerstag den 13. Februar 2014
Ein Gläubiger in Jerusalem. (Keystone/Brennan Linsley)

Ein Gläubiger in Jerusalem. (Keystone/Brennan Linsley)

Religiöse und spirituelle Phänomene gehören zu den stärksten seelischen Kräften, die in uns Menschen schlummern. Werden sie auf unheilvolle Weise geweckt, entfalten sie mitunter destruktive Energien und stürzen Menschen in psychische Grenzzustände. Im Extremfall drohen auch psychische Auffälligkeiten bis hin zu Wahnvorstellungen und Psychosen. Die Psychologie hat denn auch den Begriff ekklesiogene Neurose kreiert.

Doch dies ist in vielen Fällen schon beinahe eine Beschönigung eines verhängnisvollen Syndroms. Es gibt unzählige Beispiele dafür. Da sind die Massensuizide im Sektenmilieu. Zum Beispiel die Volkstempler von Jim Jones, die sich in einem Wahn umbrachten. Welche psychischen Kräfte am Werk waren, zeigte die Tatsache, dass Mütter ihren Babys Gift in den Mund spritzten, bevor sie selbst das tödliche Gebräu tranken. Die religiösen Überzeugungen waren also stärker als die Mutterliebe. Insgesamt kam es zu einem Massensuizid mit über 900 Toten.

Auch die Sonnentempler in der Schweiz demonstrierten, welche Kräfte religiöse Überzeugungen freisetzen können. Der harte Kern der Sekte brachte zuerst 23 Glaubensgeschwister um, um sich einen Tag später auf Anordnung ihres Gurus Jo Di Mambro selbst umzubringen. Dabei glaubten sie, die bevorstehende Endzeit zu überleben.

Was für eine Dynamik ein fundamentalistischer Glaube entwickeln kann, zeigt auch das Jerusalem-Syndrom. So entwickeln Pilger in der «heiligen Stadt» in ihrer religiösen Verzückung oft solche Suggestivkräfte, dass sie restlos von Sinnen sind. Es beginnt meist mit Wahrnehmungsverschiebungen und endet in psychotischen Schüben. Die Überzeugung, das Leiden von Jesus in der Via Dolorosa authentisch nachzuempfinden, führt zu einer unkontrollierbaren emotionalen Überflutung. Besteht eine psychische Latenz, kann es zur Depersonalisierung und zu psychotischen Reaktionen kommen.

Die «Irren», die in ihrer Überidentifikation mit Jesus glauben, der Sohn Gottes zu sein, verhalten sich auffällig und werden meist in eine psychiatrische Klinik geführt. Spezialist für solche Fälle ist der Psychiater Gregory Katz. Er kennt über 1000 Gläubige, die in Jerusalem psychotisch wurden. Viele konnten mit Medikamenten «ausgenüchtert» werden und nach ein paar Tagen heimreisen. Manche wachten aber nicht mehr aus ihrem Religionstrauma auf.

Religiöse und spirituelle Überzeugungen und Rituale können zweifellos beglückende Gefühle auslösen. Man sollte sich aber auch bewusst sein, dass ein radikaler Glaube eine Dynamik entwickeln kann, der Gläubige in psychische Extremsituationen führt und einen rligiösen Wahn bewirkt. Deshalb sollten sich Gläubige immer mal wieder kritisch mit ihrem Glauben auseinandersetzen, Fragen stellen und die Vernunft einbeziehen. Natürlich ist es ein Rausch, sich von den überwältigenden Gefühlen mitreissen zu lassen. Doch es besteht die Gefahr, dass man nicht mehr rechtzeitig aufwacht.

Gläubige interpretieren diesen Religionsrausch oft falsch. Sie glauben, die starken Gefühle seien Ausdruck ihrer starken religiösen Überzeugung und Gottesnähe. Man kann aber auch argumentieren, die Emotionen würden lediglich von Sturzbächen von Glückshormonen ausgelöst und hätten wenig mit Glauben zu tun.

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636 Kommentare zu “Religiöser Wahn in Jerusalem”

  1. Ueli sagt:

    @Rolli K. Moser
    Wenn Sie Stil hätten (aber das haben Sie nicht) müssten Sie zugeben: Ich bin Ihr einzig ernst zu nehmender “Feind”. Watch out!

  2. Pius Hubacher sagt:

    Zitate aus der kritisierten Web-Site:

    “Im Gegensatz zu den beiden asozialen sozialistischen Parteien haben wir das “D” nicht vergessen, weil wir die Demokratie nicht vergessen haben – Eben im Gegensatz zu den Sozialistischen Populisten SP und den Jung-Sozialisten JUSO. Zudem ist die NSDAP nicht sozialistisch, sondern sozial.”

    “Das Asyl- und Flüchtlingswesen inkl. aller Integrations-Progrämmli usw. und die Entwicklungshilfe kosten pro Jahr mindestens 10 Milliarden Franken.

    Das Asyl- und Flüchtlingswesen und die Entwicklungshilfe sind sofort, vollständig, dauerhaft und rückwirkend auf den 1.1.1980 zu stoppen. Alle, welche als Asylbewerber oder Flüchtlinge in die Schweiz gekommen sind, werden repatriiert. Auch deren Nachfahren und inzwischen Eingebürgerte.
    Das dabei freiwerdende Geld ist für Rentenalter 60 für Frau und Mann einzusetzen.”

    “Die Politiker haben aktuell viel zu viele Kompetenzen. Sie können nach eigenem Gutdünken entscheiden und Milliarden verlochen oder andere Fehlentscheidungen treffen, ohne vorher die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger fragen zu müssen. Das gilt sowohl für die Ebene Bund als auch für die Kantone und ist skandalös. Deshalb braucht es dringendst Änderungen.

    Das braucht es!

    Bei Initiative und Referendum muss die Anzahl der benötigten Unterschriften halbiert werden. Bei der Initiative muss die Sammelfrist auch halbiert werden, auf 9 Monate.
    Initiativen auf Bundesebene müssen zwingend beim übernächsten Abstimmungstermin, der auf die Einreichung der Unterschriften folgt, zur Abstimmung kommen. Dasselbe gilt für Initiativen auf Kantonsebene.
    Angenommene Initiativen müssen spätestens 6 Monate nach der Annahme umgesetzt sein. Auf den Ebenen Bund und Kantone.”

    Der Vorwurf des Rechtsextremismus oder National-Sozialismus ist haltlos

  3. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Ich nehme vorweg, dass ich den Holocaust ebenso entsetzlich erachte wie Sie das tun. Aber roland k. moser das Gewicht zu geben, als treibende Kraft des Nationalsozialismus anno 1930ff scheint mir massiv übertrieben. Glauben Sie, dass mit verbieten irgend etwas erreicht werden kann? Zudem wer soll das durchsetzen? Wo grade in den Reihen der braven Ordnungshüter so manch einer unverhohlen eine eher rechtslastige Gesinnung durchblicken lässt? In diesem Zusammenhang empfehle ich Ihnen Shakespearse’s “Der Kaufmann von Venedig” nochmal sorgfältig zu lesen.

    Ohne für irgendwen oder irgend etwas Stellung beziehen zu wollen erinnere ich Sie daran, dass es egal welcher Zugehörigkeit und Herkunft sog. bessere und schlechtere Menschen gibt und das in Berücksichtigung was die Gesellschaft jeweilen als solches definiert. Hätte Hitler nicht starke Unterstützer im Rücken gehabt, er hätte nie und nimmer den Aufstieg erlebt aber möglicherweise den Niedergang als armes Würstchen schon. Die Industrie war interessiert an Gratis-Arbeitskräften und wusste wer sie waren, Forschung und “Entwicklung” nutzte “Menschenmaterial”. Es gibt eine lange Liste namentlich bekannter Grössen – auch Mediziner die doch den Eid des Hypokrates schwören – die daran beteiligt waren. Es ging worums in solchen Fällen immer geht umd Reichtum und Macht.

    Dass die Opfer heute schon fast in dritter Generation traumatisiert sind respektiere ich sicher. Dass diese Traumatisierung zuweilen sehr seltsame Folgen zeitigt war mir schon mehrmals nicht wirklich einsichtig, ich habe dazu immer geschwiegen in der Hoffnung dass Menschen zum menschlichen Anstand zurückkehren können. Denn es gibt nun mal unterschiedliche Menschen und hüben wie drüben Leute mit sadistischen Zügen und der Neigung des Missbrauchs in Eigeninteresse.
    Es gibt nicht einfach – weil das nicht einfach sondern insgesamt komplex ist – auf der einen Seite die guten und auf der anderen die bösen Menschen, das sollten Sie eigentlich wissen.

    Wenn Sie gegen rechtslastige Bewegungen vorgehen möchten rate ich Ihnen das nicht auf privater persönlicher Ebene zu tun sonst werden Sie selbst unmittelbar zum Opfer-Täter. im Sinne von mitgehangen mitgefangen und das ist alles andere als harmlos. Mir ist immer mal wieder aufgefallen wer sich gegen die “Nationalsozialisten” und Neo-Faschisten zu erheben erzählt und wer in den eigenen Reihen auf viel einfacherer Ebene Konflikte nicht auszutragen in der Lage ist. Da ist es dann plötzlich was ganz anderes, dass man den X oder die Y sozusagen ausgrenzt und diffamiert und fast jahrhunderte alte Dynamik immer weiter kultiviert um nicht etwa was symbiotisches das gut funktioniert ändern zu müssen. Ganz vorne wo’s um Welt- resp. Europa-Politik geht und fast unsichtbar in Sachen Menschlichkeit im persönlichen Umfeld wenns ein bisschen schwieriger sein könnte.

    Der Kaufmann von Venedig schildert die Thematik eindrücklich, und die Folgen daraus wenn niemand wirklich dazu lernen will.

  4. andersen sagt:

    @Ueli

    Wenn der Moser jetzt alles , was er als Last(Menschen) bezeichnet, abzieht geht ihm ja wunderbar.
    Ich werde der Moser nicht eine Sekunde stören, denn wer erbarmlos mit andere Menschen konkurrieren unter unglaublichen Stress-wundert sich und können nicht fassen, wenn sie ein Schlaganfall sie niederstreckt.
    Es gibt auch solche Menschen, die der ganze Leben lang in einem Zustand der Wut und Zorn und dann überrascht sind, wenn sie ein Herzinfarkt bekommt.
    Hass ist der am schwersten schädigende mentale Zustand, es vergiftet der Körper, und seine Auswirkungen sind faktisch irreversibel.
    Um dieser Zustand zu erheben braucht nur die Schweizer nach Brüssel und der Verträge kündigen-so einfach ist es.
    Der Abstimmung ist ja Tacheles , worauf wartet die Schweizer?

    @Edi Brugger

    Mein Frage an Moser, haben Sie im Sand gesetzt, ich wiederhole, wollen die Schweizer Friedennobelpreisträger in sein Land?

  5. Ueli sagt:

    @Rolli aka Kara Brunner
    Was für ein armseliger Versuch die “arme Klara” als Name zu highjacken (aber vielleicht war ja das schon immer dein Alterego? ups). Du bist ein wahres “Theater-genie” – aber ja “der Kauffmann von Venedig” deine Lieblingsgeschichte von Shakespeare – natürlich auch dort muss “Judas” für dich den Sündenbock spielen – wie du das gewohnt bist. Wie sagt man: Fuck You!

  6. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Ich bin nicht roland.k. moser, ich bin Klara Brunner. Lesen Sie “den Kaufmann von Venedig”, ich vermute Sie kennen den Inhalt nicht und haben auch noch nie versucht sich das im gwöhnlichen Alltag vorzustellen. Da gibt es nciht wirklich Sündenböcke, das ist das geniale an diesem Stück, es schildert die Situation aus dem ganz gwöhnlichen Leben einflussreicher und reicher Leute. Da ist noch eine Art von “Romeo und Julia” mit drinn enthalten was das Spezielle am Gewöhnlichen aufzeigt, dass Menschen eben Menschen mit menschlichen Fähigkeiten und Schwächen sind, die einen wie die anderen.

  7. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Und noch was möchte ich klarstellen, ich habe kein alter ego im blog, ich schreibe unter einem einzigen nickname.

  8. Ueli sagt:

    Some fuckers got owned. Keep on fighting the dirty nazis – so we get rid of them – forever Brothers and Sisters – forever an ever ever…- Peace.

  9. Ueli sagt:

    @Klara Brunner aka whatever
    Es ist mir eigentlich ziemlich egal ob Sie ein Alter-ego von Moser sind oder nicht. Der Inhalt bleibt der gleiche Müll und deswegen immer noch: Fuck You!

  10. Ueli sagt:

    @Jakob
    Hey Rolli – get a fuckin life and go to sleep becuz You`re a fuckin joke. Over and out.

  11. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Ja ja, dachti ichs mir doch, Ihnen gebrichts an Wortschatz. Das dürfte Ihr eigentliches grundlegendes Problem überhaupt sein. Wer abschliessend nicht anderes zu bieten hat als “fuck you” sollte sich vielleicht mal ein gutes Synonymwörterbuch anschaffen oder überhaupt mehr lesen resp. in Gedanken durchspielen, was seine Schreibe und Rede so an Reaktionen auf der anderen Seite erzeugen könnte.

    Aber es ist tatsächlich so, wenn fuck xou ihre einzige Möglichkeit ist weils Ihnen an etwas anschaulicherem Wortmaterial gebricht, dann haben Sie sich zu meinem posting halt so geäussert weil Sie nicht anders können. Versuchen Sie’s mal mit ein bisschen Amateur-Rethorik, vielleicht erkenen Sie dann vor ihrem geistigen Auge die Unterschiede.

    Sie plädieren nämlich in etwa für dasselbe wie moser: Sie möchten den anderen Teil ausschaffen, eingrenzen, wer nicht ihre Ansichten teilt mundtot machen. Sie schreiben beide von Demokratie, meinen aber Diktatur aufgrund jeweils ihres persönlichen Diktats. Ein bisschen einseitig, finden Sie nicht?

  12. andersen sagt:

    In der Arena heute Abend diskutiert man, ob man über die Verträge mit der EU abstimmen soll, der Altbundesrat Blocher sagte, es wird nicht über die Verträge abgestimmt, ups, ich dachte, das Volk kann bestimmen über was sie Abstimmen möchte.

    Im Klartext denn, durch der Abstimmung am 9.Februar 2014, die mit der Mehrheit angenommen wurde, ist mit die Verträge der EU nicht Vereinbar, ergo die Abstimmung war deutlich ein Nein zum die Verträge mit der EU.

    Warum sprechen die Schweizer dann von das Retten, was nicht zu Retten ist?
    Wenn man Abstimmt muss man doch genau wissen, warum man an der Urne geht.

    Es ist echt merkwürdig.

  13. Ueli sagt:

    @Klara Brunner
    Nice try bitch! Aber wir veranstalten hier keinen “wer nicht böse Wörter gebraucht – gewinnt” lahmen Wettbewerb. Also wieso begreifen Sie nicht einfach, dass zu einer “richtigen Frau” auch “sexyness” gehört. Nazitussen (ob sie nun real oder nicht sind) sind etwa so sexy wie ein Rhinozeros, dass FDP wählt – also beleidigen Sie nicht meine “Libido” und check out my new Album: “Bitches gone wild – cuz on nazidope”.

  14. andersen sagt:

    In dem Fall wird in der Schweiz ja Marine Le Pen, Geert Wilders und der FPÖ wühlen, dar der SVP die Zuwanderung selber steuern will, oder?

  15. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Jetzt haben Sie sich aber definitiv verrannt und verkennen mich als Person ganz ausgeprägt. Ich bin eine gewöhnliche ältere Frau und weder wilde bitch noch Nazitusse, einfach Durchschnitt und da eher graue Maus. Parteilos aber mit eingenen Gedankengängen und Überzeugungen. Nichts sonst.

  16. Ueli sagt:

    @andersen
    “Wenn man abstimmt muss man doch genau wissen, warum man an die Urne geht.” Eben nicht Frau Andersen – das war der ganze “Trick” dieser ganzen Abstimmung. Man muss einfach mal das Volk an den Eier haben – dann besorgen die “vermeintlichen Feinde” schon den Rest – sprich: sie pochen auf die abgeschlossenen Verträge. Das bornierte Volk reagiert mit einer “Trotzreaktion” drauf und schon hat man sie noch mehr in der Hand – und wenn die wirtschaftliche Situation sich in den nächsten drei Jahren noch ein bisschen eintrübt – kann “man” so richtig loslegen und alle möglichen Sündenböcke ausmachen – nur keine “einheimischen”…abgefuckte Taktik – hat meistens funktioniert in der Vergangenheit.

  17. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Aber eins bin ich trotz allem: Ich bin eine richtige Frau!!! Ob in meinem Alter Sexyness tatsächlich noch eine Rolle spielt oder ob sowas nicht eher lächerlich wirkt darüber könnte man wohl streiten. Angealtertes Mami im Knallengen Leopardendress, mini, vorne hängt der Busen raus und hinten quillt der Arsch raus. Highheels im Bauerntramp wegen dieverser Gelenkunpässlichkeiten. Stellen Sie sich Frau so vor, möchten Sie z.B. so eine Grossmutter? Für solche Vorstellungen von Outfit habe ich bestenfalls ein müdes Lächeln auf Lager, weil für mich Kleider Kleider sind und Schuhe Schuhe. Daneben bin ich so alt an Jahren wie ich das nun mal eben bin. Ist so, ich hab’s nich so mit bitches oder so in der Art.

  18. Ueli sagt:

    @Klara Brunner
    Na dann – sie “graue Maus”. _gehen Sie ins Kloster und hoffen Sie auf einen Mönch^, der auch kein Lust mehr – auf sein Gelübde hat. Ich habe jetzt leider keine Zeit mehr führ sie, da ich Mineralwasser trinken muss.

  19. Edi Brugger sagt:

    @Fragwürdig

    Machen wir mal einen Vergleich Deutschland –Schweiz (Quelle Wikipedia)

    Fläche D: 357‘000 Qkm, 80 Mio Einw. mit 8.4% Ausländeranteil
    Fläche CH: 41‘300 Qkm , 8.11 Mio Einw. 1.9 Mio Ausländer = 24%

    Werfen sie einmal einen Blick auf die Karten. In der Schweiz ist nahezu die Hälfte Gerbirgsland (inkl. Jura mit einem sehr geringen mittl. Nutzungsgrad für Landwirtschaft, von Intensivnutzung entspr. den deutschen Möglichkeiten auf den grossen Ebenen wollen wir schon gar nicht reden, nicht einmal im nur hügeligen Mittelland. Ich schätze den Nutzungsgrad der Gebirgsfläche auf 10 bis 20% also 15%.
    In Deutschland beträgt der Gebirgsanteil ca. 15% der Fläche.
    Daraus ergibt sich eine bereinigte Nutzfläche von:
    D: 87.25% = 312‘000 Qkm > rel. Bevölkerungsdichte 256 Einw. / Qkm davon 21.5Ausländer
    CH: 57.5 % = 31‘000 Qkm > rel. Bevölkerungsdichte 261 Einw. / Qkm davon 62.6 Ausländer
    Laut Wiki zählt D zu den dicht besiedelten Flächenstaaten.
    Die Schweiz hat z.Zt. eine Zuwanderung von 85‘000/J. d.h. 2,7 Ausl. /J. / Qkm zusätzlich, das wären in 20 Jahren 54 und die Bevölkerungsdichte wäre 315 / Qkm.

    Man kann über die Details diskutieren, aber bei dem Gedanken wird auch mir ein bisschen mulmig, besonders wenn vermutlich ein erheblicher Anteil Muslime islamistischer Prägung dabei ist.

  20. olive sagt:

    @Klara Brunner

    ” Sie schreiben beide von Demokratie, meinen aber Diktatur aufgrund jeweils ihres persönlichen Diktats. Ein bisschen einseitig, finden Sie nicht?”

    Genau getroffen.
    Was den Wortschatz anbelangt, erklimmt er um Mitternacht herum jeweil die blauesten Höhen..

  21. Zweifelhaft sagt:

    @Ueli: Mal Ganz im “Ernst”: Ich bin auch von a-z gegen irgendwelche braune Propaganda. Aber wir müssen diesem armseligen Phänomen mit einer anderen Taktik ENTGEGENTRETEN. Bis jetzt haben viele so getan – als müsste man das überhaupt krass ernst nehmen. Ich war einer der wenigen (ohne mich jetzt zu loben) die dem Schwachsinn mit Humor begegnet ist.

    Moser säät hier sein Gedankengut seit längerem, länger jedenfalls als Sie hier schreiben. Sie sind nicht der Erste, der auf die Idee kommt, dass “Lächerlichmachen” ein gutes Hilfsmittel dagegen ist. Die Mehrheit hat sich für konsequentes Ignorieren entschieden. Moser kratzt das nicht, der macht weiter, so lange die TA-Media ihn gewähren lässt. Ihn stört es nicht, wenn ihn 99% für einen Spinner halten, ihm ist wichtiger Grenzen zu verschieben und Deutungshoheit über Begriffe wie “Rechtsextrem” zu gewinnen. Lesen Sie die Kommentare von Pius Hubacher und Edi Brugger aufmerksam, dann verstehen Sie möglicherweise, was ich meine. Roland Moser ist ein Extremist und wird in der Schweiz nie politisch Karriere machen. Harmlos sind seine Ideen deswegen noch lange nicht, wenn die TA-Media AG solche Ideen täglich unters Volch bringt, kann das unangenehme Folgen haben. Kopf in den Sand stecken oder lächerlich machen, bringt nichts, evtl. kommen Hugo Stamm und die TA-Media noch zur Besinnung, wenn sich alle Blogger, denen dieses Gedankengut zuwider ist, konsequent zurückziehen. Überlässt man den Blog komplett den rechten Spinnern, ist der Spuk möglicherweise schneller vorbei, als wenn man mit Ihnen diskutiert oder inmitten dieser braunen Brühe ernsthafte Beiträge verfasst, die dieses peinliche Forum nur unnötig aufwerten.

  22. Pius Hubacher sagt:

    @ Ueli

    Ich habe ihren Satz ein wenig abgeändert. Vielleicht merken sie jetzt, wie sie wahrgenommer werden.

    “…Some fuckers got owned. Keep on fighting the dirty sozis – so we get rid of them – forever Brothers and Sisters – forever an ever ever…- Peace….”

    Hat es genützt?

  23. Pius Hubacher sagt:

    @ Zweifelhaft
    22. Februar 2014 um 08:11

    Es würde genügen, wenn der Modarator konsequent ALLE themenfremden Kommentare löscht.

  24. Libido sagt:

    Ueli
    Dein Liebesleben scheint etwas aus den Fugen, Klara Brunner kannst Du das bestimmt nicht vorwerfen, wenn sie nicht in Deine Vorstellungen passt und Deine Libodo nicht beflügelt. Ueli vielleicht schaust Du mal selber, dass Du an Sexiness gewinnst und Frauen und Männern etwas bieten kannst und dabei nicht zur Bitch wirst.

  25. Roland K. Moser sagt:

    @ Klara Brunner
    21. Februar 2014 um 23:36
    Ich will nicht einfach so reptriieren. Da ich Anhänger der totalen Demokratie bin, braucht es dazu gesetzliche Grundlagen, welche vom Parlament/Stimmbürgern gutgeheissen werden.

    Ich bin Demokrat.

  26. Klara Brunner sagt:

    @Pius hubacher

    Vom Menschen zur Bitch ist m.E. ein sehr langer Weg, wenn Mensch ein minimum an Selbstwertgefühl hat. Man muss nicht gefallen sondern sich selbst sein, was immer das ist. Das Leben bietet nun mal auf und abs, Krisen und Höhepunkte, ist ständig im Fluss. Im übrigen ist Liebesleben nicht in erster Linie kopulieren wie die Karnickel. Deshalb sollte der Anreiz zur Annäherung der Geschlechter nicht geschmacklose Kleidung sein, die die sekundären Geschlechtsmerkmale ausprägen und dadurch die andere Seite anlocken. Ein übergewichtiger Busen ist nun mal keine Frau und ein zwei Meter langes Glied kein Mann – solche Lockmittel taugen höchstens zur Abschreckung halbwegs zum Denken befähigter Menschen.

  27. Pasionaria sagt:

    Alienus

    Deine Sensibilität gegen Neo-Nazis ist mehr als berechtigt und ehrt Dich. Deine geschilderte, frühere Begebenheit ist eindrücklich, deren Bildlichkeit einzigartig.

    In der BRD (nicht nur dort) wird sowieso nach meinem Geschmack die Gefahr von rechts oftmals heruntergespielt. Es ist hinlänglich auch bekannt, dass nach Gründung der Bundesrepublik der Verfassungssschutz als antikomunistischer Geheimdienst aufgebaut wurde, und darin NS-Verbrecher ‘dank’ ihrer ‘Erfahrung auf diesem Gebiet’ beschäftigt wurden, anstatt diese für ihre begangenen Taten zu bestrafen.
    Auch schützte der Staat, nach der Wiedervereinigung, als rechte Gewalttäter verschiedene Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verübten, die leidtragenden Opfer NICHT. Nein, das Asylrecht wurde in der Folge abgeschafft. Wenn ich da richtig orientiert bin?

    Bedenklich, bedenklich – unterdessen stösst sich hüben wie drüben der Durchschnittsbürger viel zu wenig an diesem braunen Gedankengut.

    Beim Schreiben kommt mir der Songtext von ‘We are the world’ in den Sinn – worin einfach > * ‘God’ durch ‘human’ ersetzt werden MUSS:

    There comes a time when we need a certain call
    When the world must come together as one
    There are people dying
    Oh, and it’s time to lend a hand to life
    The greatest gift of all

    We can’t go on pretending day by day
    That someone, somehow will soon make a change
    We’re all a part of God’s*great big family
    And the truth – you know love is all we need

    We are the world, we are the children
    We are the ones who make a brighter day
    so let’s start giving
    There’s a choice we’re making
    We’re saving our own lives
    It’s true we’ll make a better day
    Just you and me

    Well, send’em your heart
    So they know that someone cares
    And their lives will be stronger and free
    we all must lend a helping hand

    We are the world, we are the children
    We are the ones who make a brighter day
    so let’s start giving
    There’s a choice we’re making
    We’re saving our own lives
    It’s true we’ll make a better day
    Just you and me

    When you’re down and out
    There seems no hope at all
    But if you just believe
    There’s no way we can fall
    Well, well, well, let’s realize
    That one change can only come
    When we stand together as one

  28. andersen sagt:

    Viele Schweizer haben nicht so überzeugt, dass sie irgendwann zur Besinnung kommen, der Blocher-Stockholm-Syndrom hat eher mehr verstärkt.
    Ich brauche, nicht die Menschen zur erklären, was Nationalismus ist ,dass wissen alle, die Politik-Sozialkunde in der Schule gehabt hat, offensichtlich ist es bei die Fuchs-und Hasegebiete nicht durchgekommen.

    We are the World , we are the Childern, singt die Menschen nicht, die an Kurzsichtigkeit leidet, der Michael Jackson war einfach zu gut um Wahr zu sein.
    R.I.P.Michael.

  29. Ueli sagt:

    @andersen
    Mag schon sein, dass der Michael kein schlechter Kerl war – aber nur “We are the world” trällern – nützt offensichtlich auch nicht allzuviel. Übrigens finde ich gerade irgendwelche schnulzig vorgetragenen popigen “Antikriegs” oder “Wir sollten uns doch alle ganz lieb haben” – Lieder, einfach nur unerträglich, da sie noch das “Leiden dieser Welt” als kulturindustrielles Produkt auf den Markt werfen wollen.

  30. andersen sagt:

    @Ueli

    Ja, offensichtlich ist der Drang nach der persönliche “heile” Welt ein noch zu grösser Illusion für die Menschen geworden, ich denke aber, der Don Quixote wird die Menschen immer begleiten, in Bewegung sein ,zumindest innerlich.

    Halbheiten hab ich auch nie ertragen können, so mag ich es:
    “Seid kalt oder heiss, denn wenn ihr lau seid, werde ich euch aus meinem Munde spucken.”

    Und eigentlich geht es immer um die Suche nach Ithaka als der Metapher von Geburt und Tod, diese grosse Reise, die wir alle machen müssen, ob wir nun wollen oder nicht.
    Und es kommt immer wieder an den Punkt, Aleph, dass alles zugleich umfasst.
    Von ein Mensch, der geht, stolpert und fällt und gelangt, ohne es zu wollen, an den Punkt des Raumes, von dem er alles auf einmal sieht:
    alle Menschen
    den ganzen Wald
    alle Flüsse
    das ganze Universum
    Eben Besinnung.

  31. Alienus sagt:

    Pasionaria

    Sag zum Abschied traurig Servus

    .
    Es gibt ka’ Verstand ewig,
    und ka’ Friedenszustand innig,
    so ist’s halt im diesen Leben.
    Und drum kann’s auch eben,
    ew’ge Fried’ hier nicht geben.

    Doch die wirklich’n Triebe,
    das Wörter’l ‘Nächstenliebe’,
    ist ein lieber letzter Gruß.
    Wenn es ist a an arg’r Verdruss,
    dass Abschied man nehmen muss.

    Es gibt Jahraus und Jahrein,
    immer neue Schreiberrei’n.
    Sag’ beim Abschied traurig ‘Servus’,
    und gibt’s auch ein Wiedersehen,
    man kann sich wieder versteh’n.

    .
    Nach dem Lieder’l von Peter Kreuder.

    Nun brauche ich etwas Distanz. Drum das kleine Schüttelreimchen für Dich. Brauche etwas Luft für neuen Schnauf.

    Es läuft gut bis sehr gut mit den technischen Lösungen. Ein möglicher Partner ist in Triest gefunden. Dorthin fahren wir in einigen Tagen hin. Schauen mal was die Jungs so einem bieten.

    Für mich wird Triest auch eine familien-historisch interessante Sache werden, denn mein Vater hat dort im Feldlazzaret den letzten Kriegstag des 1. WK erlebt. Nach einer Blut-Route von den Dolomiten, über den Isonzo und der Piave nach Triest. Was danach folgte, war nicht minder ein Grauen.

  32. Pasionaria sagt:

    Alienus

    Klug ist, wer stets zur rechten Stunde geht,
    doch klüger, wer nicht nach dem Winde weht.
    Es sei für Dich Triest:
    just all the best

    Auf ein Abschied mit ‘servus’
    ist ein Wiederschreiben > muss
    Lass an jenem Orte eben
    Deines Vaters Historien auferleben.

    Passiert’s auch mit gemischten G’fühlen
    Lass in Triest einen neuen Schnauf erfühlen.

    Sind gespannt auf Streich, welche Nummer?
    einer, der niemals bereiten soll etwelchen Kummer.
    Servus, good-byde und adios
    mein Gwunder ist und bleibt recht gross…..

  33. andersen sagt:

    Naja, langsam wach die Schweiz auf und sie begreift, dass der Abstimmung “Masseneinwandrung” ein Morgelverpackung war und sie merkt, dass die Ängste ursprünglich von der Blocher selbst erzeugt wurde, dar Er langsam Senil wird.

    Die Welt braucht ja auch die alten Rentner, aber es ist Zeit, dass dieser Leute von der Politbühne abdankt und die jungen Menschen die Welt öffnet für die Globalisierung und das sie dort Reisen, Studieren und wohnen, wo sie wollen und Studentenaustauch machen UND keine Beschränkungen machen, nur weil die Alten in den Hosen vor voller Angst für das “Unbekannte” macht, sonst bleiben die jungen auch ewig an der Ufer sitzen.

  34. Ueli sagt:

    @andersen
    Dieses “Aufwachen” konnte ich noch nicht so ganz feststellen. Aber “ihr Wort in Gottes Ohren” –

  35. andersen sagt:

    Ueli

    :-)Es kommt, wer zu viel einsperrt wird, öffnet somit alleine ein Ventil, dass war auch in die 1968 Jahre so.

    Es lebe die Vielfalt und alle Menschen sind erwünscht, ich wurde nie an ein Abstimmung gehen und die Zugang für die Schweizer verbieten, sie gehören auch zu Europa.

    Ich würde mich freuen, wenn Sie einmal nach Kopenhagen kommen würde, in Sommer ist es fast so schön, wie in der Schweiz.

  36. Alienus sagt:

    @Pasionaria

    Servus
    .

    Düstere Gedanken – verscheucht aus’m Hirne,
    braucht’s etwas frische Luft in so einer Birne.

    Was ich die letzte Zeit hier im Bloge monier,
    war die Wirkung vom @Moser sein Klistier.

    Dessen Einführungen ins politische Rektum,
    war leider ein arg verbal-grausiges Faktum.

    Der lobte sein Werk als politische Potenz,
    dabei war’s nur eine verbale Inkontinenz.

    Erlöst man sich aus solch geistigen Engen,
    ist man frei von diesen wirren Zwängen.

    Sind verflogen Düsternisse aus der Birne,
    hat man Platz für Erbauliches im Gehirne.

    Beendet ist das Sticheln mit spitzen Nadeln,
    drum Servus Buam – und auch die Madeln.