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Heuchlerische Abtreibungsinitiative der braven Christen

Hugo Stamm am Sonntag den 2. Februar 2014
ABTREIBUNG, ABTREIBUNGSFINANZIERUNG IST PRIVATSACHE,

Plakat der Initianten: Abtreibungen werden auf ein pekuniäres Problem reduziert. Bild: Keystone

Die Abtreibungsgegner unternehmen wieder einmal den Versuch, vermeintlich leichtfertige Frauen zu stigmatisieren. Wer abtreibt, soll die Kosten selbst übernehmen. Darüber stimmen wir in einer Woche ab. Der Titel der Initiative: «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache.»

Das ist eine billige Mogelpackung. Denn es geht den Initianten aus dem christlich-dogmatischen Lager um viel mehr. Sie möchten eigentlich Abtreibungen ganz verbieten, viele sehen darin einen Mord. Da sie mit einem Verbot der Fristenregelung keine Chancen hätten – die Fristenlösung wurde einst mit über 70 Prozent angenommen -, wollen sie die Stimmbürger über das Portemonnaie ködern. In der Hoffnung, dass Frauen, die ungewollt schwanger geworden sind, stigmatisiert und ausgegrenzt werden. Die Superchristen hoffen sogar, dass manche abtreibungswillige Frau ihr Kind dann doch noch austrägt. Also ein «Mord» weniger passiert und sie sich moralisch nicht mitschuldig machen, weil sie diesen nicht über die Krankenkasse mitfinanzieren müssen.

Das ist das engstirnige Denken vieler Strenggläubiger. Es kümmert sie offensichtlich nicht, dass mittellose Frauen bei einer Annahme der Initiative zu sogenannten «Engelmacherinnen» gehen müssten, die mit gefährlichen Instrumenten einen Abort auslösen. Und dass dann Ärzte die Komplikationen eines unsachgemässen Abbruchs behandeln müssten, was über die Krankenkasse abgerechnet würde. Es gibt Schätzungen, wonach diese Kosten gesamthaft höher ausfallen könnten als die «normalen» Schwangerschaftsabbrüche. Apropos Mord: Schon viele Frauen sind in der Vergangenheit an den Folgen eines fahrlässigen Schwangerschaftsabbruchs gestorben.

Es ist auch ein Irrtum zu glauben, die Zahl der ungewollten Schwangerschaften werde rückläufig, wenn die betroffenen Frauen oder Paare die Abtreibung selbst berappen müssten. Mit den modernen Verhütungsmitteln ist zwar die Zahl der Abtreibungen drastisch gesunken, doch es wird auch in Zukunft «Unfälle» geben. Selbst im Lager von Freikirchlern, die mit allen Tricks versuchen, Abtreibungen zu verteufeln – man denke nur an die teilweise erfolgreichen Mordanschläge in den USA auf Gynäkologen, ausgeführt von fanatischen Christen.

Letztlich geht es bei der Initiative um eine Bestrafung der Frauen, die in einer Notlage sind und keinen andern Ausweg wissen. Die Initianten tun so, als sei die Entfernung eines Fötus’ heute ein kurzer Eingriff, den man rasch in einer Arbeitspause vornehmen lasse. Frauenärztinnen bestätigen aber, dass sich die meisten Frauen sehr schwer tun, den Entscheid zu fällen und den Fötus abtreiben zu lassen.

Die gläubigen Initianten hingegen reduzieren die Abtreibung auf ein pekuniäres Problem. Sie werben mit einer strahlenden  jungen Mutter, die ihr Kleinkind auf dem Arm trägt. Dieser Frau legen sie den Satz in den Mund: «Ich will doch keine Abtreibungen mitfinanzieren müssen!» Das ist ein Schlag ins Gesicht der vielen Frauen, die keinen anderen Ausweg finden. Eine wahrlich christliche Haltung, die viel Liebe zu den Mitmenschen verrät.

Viele Gläubige nehmen für sich in Anspruch, besonders verantwortungsbewusst und moralisch zu handeln und zu leben. Wer aber taktische politische Spiele bei einer so existentiellen Frage betreibt, lügt sich selber etwas vor. Dann heiligt der Zweck das Mittel. Es wäre interessant zu erfahren, wie Jesus Christus abstimmen würde, wenn er denn eine Stimme hätte.

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846 Kommentare zu “Heuchlerische Abtreibungsinitiative der braven Christen”

  1. Land unter sagt:

    Ueli
    Hypatia

    Sorry. Ich habe mich wohl unabsichtlich im Ton vergriffen… So “klein” ist meine Bitte wohl kaum…

  2. Ueli sagt:

    @Land unter
    Die “Dialektik der Aufklärung” ist bei näherer Betrachtung überhaupt nicht so furchtbar schwer zu begreifen:
    Der Mythos geht in die Aufklärung über und die Natur in blosse Objektivität. Die Menschen bezahlen die Vermehrung ihrer Macht mit der ENTFREMDUNG von dem, worüber sie die Macht ausüben. Die Aufklärung verhält sich zu den Dingen wie der Diktator zu den Menschen. Er kennt sie, insofern er sie manipulieren kann. Der Mann der Wissenschaft kennt die Dinge, insofern er sie machen kann. Dadurch wird ihr “An sich” “Für ihn”. In der Verwandlung enthüllt sich das Wesen der Dinge immer als je dasselbe, als SUBSTRAT VON HERRSCHAFT.

  3. Carl Dal Pund sagt:

    Rotgruen haette reele Chancen, die Wahlen 2015 zu gewinnen, wenn sie nun – wie im Tessin – einig die ECOPOP-Initiative foerdern, und die Gruenen die Arbeiteragenda (Reallohnerheohung, Entsteuerung des Arbeitserwerbs) uebernehmen und den zu Komminternisten degenerierten Sozis die erwerbsfaulen SozialschmarotzerInnen allein ueberliessen……

  4. Land unter sagt:

    Ueli

    Wow! Danke! Es beginnt zu dämmern bei mir. Sie scheinen “die” Materie exzellent im Griff zu haben. Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen, mir auf die Sprünge zu helfen. Was Sie schreiben, habe ich bereits geahnt, aber jetzt erscheint die Ahnung in klarem Licht. Sie sollten dozieren. Merci

  5. Ueli sagt:

    @Carl Dal Pund
    Ja – nur könnte sich “Rotgrün” dann auch “Dunkelbraun” nennen.

  6. hm sagt:

    Land unter
    Der Adorno (bzw. der Ueli) ist schon gut, v.a. hat er Wissenschafts- bzw. Fortschrittsgläubigkeit und ihre Auswirkungen auf die Ausformung von Herrschaft schon getroffen. Aber Adorno ist nicht der einzige Soziologe.

    @Ueli
    Vielleicht können Sie mir antworten, dann müsste ich nicht selbst das ganze von Ihnen zitierte Buch lesen: Was sagt Adorno zur Legitimität einer Herrschaft? Ich zitiere: “In der Verwandlung enthüllt sich das Wesen der Dinge immer als je dasselbe, als SUBSTRAT VON HERRSCHAFT.”
    Ich interpretiere: Macht ist also Know-how, und immer Instrument einer – darüber herrschenden – Gruppierung, Organisation, Elite, Klasse, Kaste, Struktur oder wie auch immer (eben Herrschaft).
    So. Abgesehen davon, dass die Menschen so ja gar nicht herrschaftsfrei gedacht werden können (also bei Rousseau sind sies noch in ihrem Urzustand, im Paradies übrigens auch noch), so nähme mich schon Wunder, ob sich Herrschaft bei Adorno in ihrer Form qualitativ unterscheidet in bestimmte, z.B. gute oder schlechte, Formen.

  7. Ueli sagt:

    @hm
    Sie sind auf dem Holzweg – es geht nicht darum was Adorno als “gute” oder “schlechte” Form von Herrschaft ansehen würde, sondern dass die “Vernunft” der Aufklärung von Anfang an keine inhaltlichen Ziele setzt und gerade wegen ihrer “Gleichgültigkeit” sich vor jeden Karren spannen lassen kann. Wenn alle Affekte einander gleich wert sind, so scheint die Selbsterhaltung, von der die Gestalt des Systems ohnehin beherrscht ist, auch die wahrscheinlichste Maxime des Handelns abzugeben. Mit der Formalisierung der Vernunft wird Theorie selbst, soweit sie mehr als ein Zeichen für neutrale Verfahrungsweisen sein will, zum unverständlichen Begriff, und Denken gilt als sinnvoll nur nach Preisgabe des Sinns. Eingespannt in die herrschende Produktionsweise löst die Aufklärung, die zur Unterminierung der repressiv gewordenen Ordnung strebt, sich selber auf.

  8. hm sagt:

    @ Ueli
    Hoffentlich wars Adorno nicht … (auf dem Holzweg)
    Aufklärung kennt durchaus Ziele und Aufgaben, insbesondere was die Bildung und die Emanziaption des Einzelnen (und der Massen) anbelangt. Die Ausgestaltung der einzelnen Affekte ist dabei zweitrangig. aber darum gehts ja nicht.
    Nein, es ist schon klar: Wenn jeder “Vernunft” an seine Fahne heftet, dann wird der Begriff schnell von jeglichem Sinn entleert sein und in der Kakophonie einer jeder Schwatzbude untergegangen.
    Aber das gilt m.E. nicht für das Denken an sich, das sich durchaus “nach Preisgabe seines Sinns” messen lassen kann (wenn nicht gar muss, denn nach welchem Massstab denn sonst?).
    Gut, bei mir schimmert wohl der Utilitarist durch. Ich fühl’ mich ja auch nicht in eine “herrschende Produktionsweise” eingebunden.

  9. Hypatia sagt:

    Eleni am 12. Februar 2014 um 14:06 @Hypatia

    http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Alle-arbeiten-bis-sie-tot-umfallen/story/26678080

    Dieses Beispiel zeigt, was ich unter “Weltverschlossenheit” verstehe.

  10. hm sagt:

    bez. dem vom Hypatia geposteten Artikel:
    das Diagramm unten ist aufschlussreich, man wird beim Lesen fast zum Topografen, so à la je steiler die Hänge, desto eingeschränkter die Horizonte.
    Und umgekehrt: Je flacher das Wasser, um so mehr öffnet sich einem der Horizont.
    (Gut. Man mag mich für ein arrogantes Städterschwein halten.)

  11. olive sagt:

    Editorial von RK

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2014-07/editorial-die-schweiz-bleibt-die-schweiz-die-weltwoche-ausgabe-072014.html

    Das ist auch ein “Andersdenkender”, nämlich anders als die meisten hier im Blog, aber eventuell deshalb trotzdem kein Bescheuerter und der Satan schon gar nicht.
    ( ganz vergessen, der Satan ist ja Blocher )

  12. olive sagt:

    @Sebastian

    das ist alles erlaubt, wenn man richtig denkt.

  13. Eleni sagt:

    @Olive: Das ist auch ein “Andersdenkender”, nämlich anders als die meisten hier im Blog, aber eventuell deshalb trotzdem kein Bescheuerter

    Vielleicht wäre es empfehlenswert mit der Lobeshymne auf Köppel und Blocher noch etwas zu warten, nämlich bis die versprochenen besseren Verträge mit der EU unter Dach und Fach sind. In der Trunkenheit des Abstimmungserfolgs grosse Töne spucken wie der Köppel ist ein leichtes, bessere Verträge auszuhandeln etwas ganz anders. Wenn ich an den Fluglärmstreit mit Deutschland denke, dann befürchte ich, dass es doch nicht so leicht ist, bei Nachverhandlungen bessere Konditionen zu erreichen.

  14. Optimus sagt:

    Der grosse Unterschied
    Bundesräte bei Hitler-Bedrohung gegenüber Bundesräte bei EU-Bedrohung

  15. olive sagt:

    @Eleni

    zu sagen, jemand sei nicht so bescheuert, wie hier im Blog mehr als unverblümt immer wieder gesagt wird, hat in meinem Fall mit Lobeshymne nichts zu tun.

    ” Wenn ich an den Fluglärmstreit mit Deutschland denke, dann befürchte ich, dass es doch nicht so leicht ist, bei Nachverhandlungen bessere Konditionen zu erreichen.”

    Diese Problematik bestand schon vorher.
    Dass es nicht leichter wird im Moment, ist gut möglich.

  16. Eleni sagt:

    @Olive:

    Du hast mich falsch verstanden, ich meinte nicht, dass es mit Flughafenverhandlungen schlechter wird. Die Fluglärmstreit ist ein Beispiel dafür, was passieren kann, wenn man ein ausgehandeltes Abkommen nicht ratifiziert, weil man glaubt in weiteren Verhandlungen mehr rausholen zu können.

  17. Ueli sagt:

    @hm
    So so – Sie fühlen sich also nicht in die herrschenden Produktionsverhältnisse eingespannt. Wie bezahlen Sie dann den Computer, die Stromrechnung und den Internet-Anschluss? Leben Sie in einer Holzhütte in Alaska, jagen hin und wieder paar Tiere, Stellen fallen und verkaufen dann die Bären- und Schneehasenfelle gegen harte Dollars? Der Strom wird von einem Dieselgenerator erzeugt und eine Antenne liefert die benötigte Konnektivität mit der Welt…

  18. Ueli sagt:

    @Eleni
    Es wird höchst wahrscheinlich nicht einmal “einfach” bei Nachverhandlungen die gleichen Konditionen wie vorher zu erreichen – geschweige denn “bessere”. Das einzige was mir ein wenig Spass an der “misslichen Lage” machen könnte – ist die Schadenfreude, dass solche überheblichen Gestalten wie Köppel und Blocher – von ihrer eigenen Klientel wohl bald nicht mehr ganz ernst genommen werden können. Unsere selbsternannten Retter des Vaterlandes überlegen sich vorsichtshalber schon mal eine Dolchstosslegende, die sie dann im Jahre 2017 publizieren können.

  19. Roland K. Moser sagt:

    In Resteuropa wird die Schweiz “das freie Europa” genannt. Was ist wohl der Grund?

  20. Ueli sagt:

    @Carl Dal Pund
    Die Sozialisten nicht nur in der Schweiz – aber dort ganz besonders (im Gegensatz zu den Kommunisten und Anarchisten) waren schon Ende des 19. Jahrhunderts erzreaktionär und liessen sich von den bürgerlichen Kräften immer mal wieder an den national-bornierten Karren spannen. Die ganze traurige Geschichte endete dann in der ultimativen Konsequenz, dass sich die “Genossen” der verschiedenen Vaterländer gegenseitig vom Klassenfeind in zwei Weltkriegen verheizen liessen und den Grosskapitalbonzen von Krupp bis Standard Oil – traumhafte Kriegsgewinne bescherten. Hundert Jahre später kann man freilich nur noch in “Nostalgie” schwelgen und sich wünschen, dass die “Genossen” aller Vaterländer sich mal wieder als nationalistische “Herrenmenschen” zum Deppen machen.

  21. Eleni sagt:

    @Ueli: Es wird höchst wahrscheinlich nicht einmal “einfach” bei Nachverhandlungen die gleichen Konditionen wie vorher zu erreichen – geschweige denn “bessere”.

    Sehe ich auch so, aber diverse Möchtegern-Diplomaten versprechen vollmundig was anderes.

  22. andersen sagt:

    Der Fahrt nach Brüssel wird umsonst sein, der EU wird keine Verhandlungen mit der Schweiz machen, die EU gehört nicht zu ein Drittland, sie erfüllt der Kopenhagener Abkommen.
    Durch der Entscheid von 9.2.14 hat der Schweiz ein Zeigen gesetzt, dass auch der EU wie ein Drittland behandelt wird.

    Also ich sehe es noch positiv, denn Blocher hat gesagt, dass der Schweiz kein ausländische Putzfrauen oder Müllmänner braucht.
    Und der Koppel muss sich auch nicht von seinen ausländische Frau scheiden lassen.

    Wo ist das Problem?
    Es kann doch nicht der Angst um die eigene Identität sein, dies ist ja durchaus gewährleistet.
    Bis jetzt holte der Wirtschaft die Kräfte von der Ausland, jetzt können und müssen alle Schweizer arbeiten.
    Das finde ich sehr gut und sehr positiv.

    🙂

  23. Ueli sagt:

    @Roland K. Moser
    Sie haben Recht – die “Mauer” muss wieder aufgebaut werden: Aber jetzt um alle noch funktionierenden “Hotspots” der Kapitalakkumulation. Um die Schweiz muss folgerichtig die grösste Mauer errichtet werden – der Granit ist ja schon in rauen Mengen vorhanden. Für Marmor langt der Vorrat wahrscheinlich nicht ganz…die Polen werden wohl nur schnöden Stacheldraht benutzen (die Armen). Das Kapital wird also auch in Zukunft nur in der Schweiz die maximale Sicherheit erwarten dürfen…

  24. Ueli sagt:

    @Andersen
    “…jetzt können und müssen alle Schweizer arbeiten. Das finde ich sehr gut.” Was? “Arbeitszwang” und “Mauer”? Ist auch schon der “3 Jahres-Plan” für die Ems-Chemie erstellt worden?

  25. andersen sagt:

    Korektur

    Kopenhagener Kriterien Wiki

  26. Eleni sagt:

    @andersen: denn Blocher hat gesagt, dass der Schweiz kein ausländische Putzfrauen oder Müllmänner braucht.

    Soso, heisst das, dass der Blocher jetzt seine Töchter zu den Fehrs zum Putzen schickt? Und vielleicht noch seinen Bruder Gerhart mit gezücktem Taschenmesser an den Verhandlungstisch nach Brüssel? Während all die SVP-Saubermänner wie der Zuppinger unsere Strassen auf Hochglanz polieren?

  27. Roland K. Moser sagt:

    @ Ueli
    12. Februar 2014 um 22:15

    Die Schweiz ist “Das freie Europa”. Was fuseln sie wieder zusammen?

  28. Ueli sagt:

    @Eleni
    Genau so ist es – jetzt macht sich jeder endlich mal nützlich fürs Vaterland! Aus die Maus mit Champagnerschlürfen, “Krumm und Würzige” rauchen auf dem “Herrliberg”. Fertig mit grosse Reden vor betrunkenen SVP-Anhängern schwingen. – Keine Zeit mehr für Glockenläuten und den ganzen Tag Alphornblasen “einfach so zum Spass” (allerhöchstens zur Steigerung der Arbeitsmoral und der patriotischen Gefühle!).

  29. Ueli sagt:

    @Roland K. Moser
    Wenn Sie das sagen – fühle ich die Wände schrumpfen. Ich leide unter Klaustrophobie Herr Moser – also lassen Sie das doch bitte schön sein.

  30. andersen sagt:

    @Eleni

    Eine Initiative muss immer zur Ende gedacht werden, Klarheit erschaffen und Transparenz, man muss auch bedenken, dass fast die Hälfe dagegen gestimmt haben, beides muss respektiert werden.
    Was einfach interessant ist, dort wo es am wenigste Ausländer lebt, hat die Initiative angenommen.
    Für mich einfach ein Widerspruch, die ich nicht nachvollziehen kann, sorry.

  31. Ueli sagt:

    @Carl Dal Pund
    Auch eine “Strategie” – wenn einem nichts mehr zur Diskussion einfällt – weist man mal einfach darauf hin, dass die “israelischen Politgangster” wieder ihr “Unwesen” treiben. Es “fürchte” sich wer wolle…

  32. Ueli sagt:

    @andersen
    Das ist weder “interessant”, noch ein “Widerspruch” – sondern beweist, dass die meisten Befürworter einfach Ihre “diffusen Ängste” mal zum Ausdruck bringen wollten und nicht zwangsläufig unter realem “Dichtestress” standen.

  33. Ueli sagt:

    @Carl Dal Pund
    “Da haben Sie leider Recht.” Dann müssen Sie mir mal erklären – wieso Sie sich vorher noch für einen nationalistisch ausgerichteten “Sozialismus” ausgesprochen haben. Was sind Sie nun – Konservativer Reaktionär, rechter Sozialromantiker, Sozialist, Kommunist oder Anarchist? Man kann nicht alles (je nach Tageslaune) sein Herr Pund – so viel ist sicher.

  34. Ueli sagt:

    @Carl Dal Pund
    Ihre Vorstellung von der “neuen sozialistischen Internationale” und ihren zukünftigen “Aufgaben” scheint mir aber auch mehr mit ihrer Rente, ihrem Teuerungsausgleich und ihrer Aversion gegenüber dem Schweizer Fernsehen zu tun zu haben – als mit irgendwas sonst. Ist ja schön, dass Sie die “35 Stunden Woche” als “Zückerli” für zukünftige Generationen wenigstens erwähnt haben. Bei so viel aufopferndem / zukunftsträchtigem “Heroismus” unserer “neu-alten” Genossen – kommen mir immer wieder die Tränen. Aber ich weiss – irgendwo muss man ja anfangen…bevor man noch konservativer Reaktionär wird.

  35. Ueli sagt:

    @Carl Dal Pund
    “Den Sozis und Gewerkschaften von 1918 kann man keinen Vorwurf machen.” Doch – die Herrschaften hatten sich schon lange vorher (wie oben erwähnt) selber verraten und Ihre Sache an die kriegslüsternen Klassenfeinde für ein Appel und ein Ei verschachert. Als sie aufwachten…lagen die Hälfte von ihnen schon tot auf den europäischen Schlachtfeldern verstreut und vermoderten mit oder ohne “Helden-Abzeichen”.

  36. Carl Dal Pund sagt:

    Mathematik ist Glueckssache. Von 1914 bis 18 sind einige erwacht, wenn auch 20 Jahre spaeter wieder eingeschlafen…..

  37. Ueli sagt:

    @Carl Dal Pund
    Falls Sie mich meinen – ich besitze nicht einmal einen Fernseher und selbst wenn ich einen besitzen würde, wäre der Channel vom Schweizer Staatsfernsehen nur beim durchzappen wegen einer Werbepause – als “kurzfristige Option” denkbar. Freilich bezahle ich trotzdem die vollen Billag-Gebühren, da ich ja schliesslich einen PC mit Internet-Anschluss besitze und somit potentiell in den Genuss von unserer “exquisiten” nationalen Kulturindustrie komme. Fuck, diese Rechnung muss ich auch noch bezahlen – gibt’s irgendeine Partei, die diese Zwangsgebühr abschaffen will? Nein, also bleibe ich “Anarchist” und bezahle meine Rechnungen auf den letzten Drücker.

  38. Maria sagt:

    Die Menschen sind heute hypnotisiert, sie leben im Stadium von Adam und Eva und können GUT und BÖS nicht mehr unterscheiden.

    Da meint doch Hugo Stamm, dass Jesus ABTREIBUNGEN gut heissen würde. Abtreibungen sind Morde !!!

    Hier ein Zitat aus dem syrische Didache aus dem ersten Jahrhundert:

    “””Das zweite Gebot der Lehre aber (heisst): “Du sollst nicht töten, du sollst nicht ehebrechen”, du sollst nicht Knaben schänden, du sollst nicht Unzucht treiben, “du sollst nicht stehlen”, du sollst nicht Zauberei treiben, du sollst nicht Gift mischen, du sollst nicht das Kind durch Abtreiben umbringen und das Neugeborene nicht töten, “du sollst nicht begehren nach deines Nächsten Gut”. “Du sollst keinen Meineid schwören, kein falsches Zeugnis geben” du sollst Schlimmes nicht nachreden, du sollst Böses nicht nachtragen. Du sollst nicht doppelsinnig noch doppelzüngig sein; die Doppelzüngigkeit ist nämlich ein Fallstrick zum Tode. Deine Rede sei nicht lügnerisch, nicht leer, sie sei inhaltsreich durch (die) Tat. Du sollst nicht habgierig sein, nicht auf Raub bedacht, nicht verschlagen, nicht boshaft, nicht hoffärtig. Du sollst keine schlimmen Pläne schmieden wider deinen Nächsten. Du sollst niemand hassen, sondern die einen zurechtweisen, [mit anderen Mitleid haben,] für andere beten, wieder andere lieben mehr als deine Seele. (Kapitel 2:1-7)”””

    Nur Jahweh, der Gott-Spieler aus dem alten Testament, mordet Neugeborenen und Kinder MASSENHAFT !!!

  39. Ueli sagt:

    @Maria
    Hier ein Zitat von mir (aus dem 2. Jahrtausend nach Christus): Das erste und letzte Gebot der Lehre heisst: “Du sollst dein Leben nicht nach Steinzeitgeboten richten, da du nicht mehr in der Steinzeit lebst.”

  40. Hypatia sagt:

    Eleni am 12. Februar 2014 um 14:06 @Hypatia

    Von Moergeli habe ich gestern abend gehoert, dass es durchaus vertraglich festgeschriebene Vorkehrungen gibt, falls einer der Vertragspartner mit den gegebenen Abmachungen Schwierigkeiten bekommt. Das ist ja jetzt offensichtlich mit der Zustimmung der Initiative der Fall. War Moergelis Einwand berechtigt?

  41. Hypatia sagt:

    Maria am 13. Februar 2014 um 09:49

    Was meinen Sie, wenn Sie schreiben: “Jahweh, der Gott-Spieler aus dem alten Testament”

    Meinen Sie damit, das Jahweh nur so tut als ob er Gott waere, oder wie muss ich das verstehen?

  42. Hypatia sagt:

    Ein interessanter Nebeneffekt religioeser Glaeubigkeit zeigt sich als psychische Resilienz. Glaeubige sind widerstandsfaehiger und leiden weniger unter Depressionen:

    http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch-gene/resilienz-schuetzt-der-glaube-vor-depression-12794604.html

  43. Roland K. Moser sagt:

    @ Hypatia
    13. Februar 2014 um 11:05

    Es dürfte kein Problem sein, eine anderslautende Studie zu erstellen. Z.B. dass Religion eine psychische Erkrankung ist.