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Die Kehrseite der Karma-Lehre

Hugo Stamm am Dienstag den 7. Januar 2014
(AP/Ajit Solanki)

Ein indischen Mädchen feiert Diwali, das hinduistische Lichtfest, 11. November 2012. (AP/Ajit Solanki)

Wie in den meisten asiatischen Ländern, ist der Aberglaube auch in Indien stark verbreitet. Es gibt eine ganze Industrie, die den Leuten bei irgendwelchen Problemen Hilfe der andern Art verspricht. Man trifft Glücksversprecher sogar in öffentlichen Bussen. Während der Fahrt bequatschen sie – wie bei uns die Verkäufer von Gemüseschälern an der Züspa – die Fahrgäste mit einem rhetorischen Feuerwerk. Sie verkaufen die abstrusesten Dinge, die bei bestimmten Sorgen helfen sollen: Tinkturen, Orakelsprüche, heilige Gegenstände, Broschüren mit Glücksrezepten und vieles mehr.

An den Strassen sieht man auch die Wahrsager und Handleser, die den Passanten die Zukunft vorhersagen und angeblich weise Ratschläge erteilen.

In erster Linie tragen die Inder aber ihre Sorgen und Nöte in die hinduistischen Tempel. In der Hoffnung natürlich, die Götter milde zu stimmen und von ihnen Unterstützung zu erhalten. Es gibt in den Tempeln auch viele Rituale und Opferzeremonien, bei denen die Gläubigen ihre Wünsche deponieren können. Im Vordergrund dürften verständlicherweise existenzielle Probleme bestehen, ist doch die Armut immer noch weit verbreitet. Die Gläubigen erhoffen sich aber auch Hilfe bei Krankheiten und Unfruchtbarkeit, die für die Betroffenen ein grossen Unglück darstellt. Ein Ehepaar, das keine Kinder bekommt, ist sozial stigmatisiert. Dabei ist in ländlichen Gegenden völlig klar, dass das Manko bei der Frau liegt. Im Norden passiert es auch heute noch, dass unfruchtbare Frauen getötet werden – ohne zu prüfen, ob es vielleicht am Mann liegt.

Dass die Götter nicht helfen wollen oder nicht können, liegt eigentlich auf der Hand. Denn in kaum einer andern Gegend der Welt glauben die Leute so intensiv und inbrünstig. Wenn Götter irgendwo auf der Welt wirken und direkte Hilfe leisten würden, dann müssten sie es in Indien tun.

Trotzdem leisten sie Hilfe, auch wenn sie keinen Finger krümmen. Sie spenden Trost und Hoffnung. Diese Hoffnung hilft vielleicht, das schwere Schicksal etwas besser zu ertragen. Erfüllen wird sich die Hoffnung aber nicht. Somit ist der Glaube, die Götter würden helfen, selbst ein Aberglaube. Einer, der für die Tempel und Priester sehr lukrativ ist. Die Spenden sind beträchtlich, denn ohne Obolus geht bei den Göttern erst recht nichts. Dieser Aberglaube freut die Tempelpriester, die gut daran verdienen.

Begünstigt wird der Aberglaube in Indien auch durch den Umstand, dass ein ganzes Heer von Göttern Schlange steht. Jede Gottheit steht für einen bestimmten Lebensbereich. Somit gibt es hunderte Gründe, Opfer zu bringen und Rituale durchzuführen.

Den Gläubigen wäre wohl mehr geholfen, wenn sie die Zeit und das Geld, das sie in die Pflege des Aberglaubens investieren, nutzen würden, ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern. Doch hier funkt die Karmatheorie ins Leben, die verlangt, dass man sich mit dem Schicksal abfindet, das einem gegeben ist. Es gilt, das schlechte Karma aus einem früheren Leben abzutragen, obwohl die Menschen kein Bewusstsein darüber haben, was sie damals verbrochen haben sollen. Ein weiterer Aspekt, der zeigt, dass der Glaube das Leben behindern kann.

Die Vertreter der höheren Kasten sorgen dafür, dass die Unberührbaren nicht aufmucken und unten gehalten werden. Sie sind die Profiteure dieses autoritären Systems. Sie können ihre Privilegien ungehindert ausleben, ihre Vormachtstellung auskosten und billige Arbeitskräfte rekrutieren. So hilft der Glaube, ein Unrechtssystem zu zementieren, statt es mit ethisch-religiösen Prinzipien zu bekämpfen. Die Religion macht sich zum Komplizen der herrschenden Kasten, statt für Gerechtigkeit zu sorgen.

Wenn sich spirituelle Sucher aus dem Westen fasziniert mit dem Hinduismus und der indischen Götterwelt befassen und sich vielleicht am Werk der Mahabarata ergötzen, ist das zweifellos ein fesselndes geistiges Abenteuer. Sie täten aber gut daran, auch die Kehrseite der religiösen Traditionen zu bedenken.

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470 Kommentare zu “Die Kehrseite der Karma-Lehre”

  1. Michael Bamberger sagt:

    @ Klara Brunner

    Melden Sie sich umgehend bei der James Randi Foundation an, da können Sie nämlich 1 Mio. Dollar gewinnen, wenn Sie die Existenz von Feinstofflichkeit belegen können.

  2. Edi Brugger sagt:

    @Klara Brunner

    Nach dieser Diskussion müssten sie eigentlich neugierig sein, ob ihre bisherigen Informationsquellen wahr sind oder nur etwas zusammenfaseln. Angenommen sie stellen fest, dass das Unsinn war, würde das ihre Überzeugung ändern, wären sie in der Lage, ihre bisherige Meinung zu korrigieren?

    Es steht ihnen selbstverständlich frei, uns von der Richtigkeit ihrer Aussage mit empirisch (ihre Aussage) gewonnen Faktenzu überzeugen.

  3. olive sagt:

    @Rabbi

    Das ist einer meiner Lieblinge
    “unsere heutigen Instrumente sind nicht fein genug”

    Ob es wohl jemals “Feingenuge” geben wird?

  4. Edi Brugger sagt:

    @Olive

    Wenn man sich den Aufwand vor Auge führt, der zur Feststellung von ein paar wenigen Neutrinos erforderlich ist? Wohl kaum.

  5. Edi Brugger sagt:

    Lacht nicht zu früh. Jetzt kommt die dunkle Materie ins Spiel! Da sitzt die Physik mit allem Messaufwand buchstäblich im Dunkeln. Und das Feinstoffteufelchen kichert.

  6. Schrödinger’s Katze sagt:

    „Geist, Bewusstsein (oder gar Seele) sind nichts weiter als leichte elektrische Ströme im Gehirn…Seh’ ich auch so, ohne Galvani zu zitieren“ (hm, 14. Januar 2014 um 16:15)

    Das ist eigentlich nicht, was ich sage.

    Zum Zusammenhang zur Quantenphysik, und da denke ich fehlt Ihnen etwas Wissen über Neurobiologie:

    Der Informationsfluss in unserem Zentralnervensystem geschieht mehrheitlich via Botenstoffe als Informationsträger, die dann an sog. Rezeptorzellen des Nervensystems andocken. Die Chemie dieser Übertragung und Andockung hat galvanische (‚ionische‘) Aspekte, die von ausserhalb über Elektroden gemessen werden können und damit indirekt Rückschlüsse über die Gehirnaktivität ermöglichen. Es ist also nicht so, dass das Gehirn ähnlich eines Computers seine Informationsstati als elektrischen Strom implementiert (eingeschaltet – ausgeschaltet usw.), sondern über die Präsenz bzw. Absenz diverser Botenstoffe und die Anordnung der Verknüpfungen zwischen Neuronen. Als Beispiel Endorphine: Endorphine schwächen die Empfindung von Schmerz. Bei grösserer körperlicher Aktivität (e.g. ‚Liebe machen‘) werden diese vermehrt ausgeschüttet. Ab einem gewissen Pegel der Ausschüttung erzeugen sie ein Gefühl des glücklich seins. Es gibt Substanzen, die chemisch den Endorphinen so ähnlich sind, dass auch sie an den neuronalen Rezeptoren für Endorphine andocken können und damit die gleiche Information übermitteln. Die Morphine. Sie unterdrücken Schmerz, aber eben auch die Vermittlung des Glücksgefühls, je nach Menge. Dies alles nur zur laienhaften Illustration der Mechanismen. Wichtig dabei ist, dass das zentrale Nervensystem durch eine Balance all dieser Botenstoffe betrieben wird, in einem konstanten Fluss dieser Boten, oder Informationsträger.

    Diese Botenstoffe sind Eiweissmoleküle einer bestimmten Konfiguration von Kohlenwasserstoffen, und dies auch in einer bestimmten räumlichen Ausrichtung des Moleküls. Diazepame etwa, die bei der Behandlung von Angstzuständen eingesetzt werden, haben eine andere Wirkung, abhängig davon, wie das Molekül räumlich angeordnet ist. Das bedeutet, es dockt an andere Rezeptoren an, abhängig eben von der räumlichen Anordnung.

    Ein Eiweissmolekül wiederum, wie jedes Molekül, ist eine Anordnung von Atomen und diese wiederum eine Menge von Quantenzuständen, die in unserem Beobachtungshorizont die Wahrscheinlichkeit 1 haben. Quantenzustände oszillieren innerhalb stochastischen Wahrscheinlichkeitsräumen, in denen unser Beobachtungshorizont eine beobachtbare Teilmenge ist. Das bedeutet: das Nichteintreten eines möglichen Quantenzustandes in unserer Beobachtung bedeutet nicht, dass er nicht existiert, sondern nur, dass die Wahrscheinlichkeit dessen Zutreffens in unserem Beobachtungshorizont nie die Wahrscheinlichkeit 1 erreichte, also nicht eintraf.

    Es gibt sehr vorläufige experimentelle Hinweise mit grossen Gruppen von Individuen, die darauf hinweisen, dass in einem grossen Kollektiv Gedachtes – oder Gewünschtes – die Wahrscheinlichkeit des Eintreffens dieses Ereignisses in Richtung 1 (= tatsächlich eingetroffen) beeinflusst.

    Somit: das Doppelspalt Experiment belegt, dass quantenmechanische Wahrscheinlichkeiten direkten Einfluss auf die Ausprägung von Atomen und Moleküle in Raum und Zeit haben (nämlich, ob sie da sind oder nicht) und diese Wahrscheinlichkeiten von der Präsenz oder Absenz eines Beobachters beeinflusst sind.

    Durch hypothetische Extrapolation der Quanteninformationstheorie stelle ich die Spekulation auf, dass Gedanken, gesehen als strukturierte Menge von Quanteninformationsbits, an der Ausprägung der neurochemischen Prozesse teil haben, weil sie die Wahrscheinlichkeit der Präsenz oder Absenz und die raum-zeitliche Konfiguration der Moleküle, die diese Botenstoffe sind, direkt als zugrundeliegende quantenphysikalische Phänomena bilden. Wie gesagt, eine Extrapolation, die ich z.Z weder beweisen noch falsifizieren kann. Es ist aber so, dass eine Interpretation der Schroeder‘schen Formel dies unterstützt.

  7. Schrödinger’s Katze sagt:

    Worauf Klara Brunner adressiert an mich hinwies, ist tatsächlich emprirische Forschung. EPFL etwa hat eine technische und realisierte Lösung, die einen Rollstuhl für Querschnittgelähmte durch den ‘blossen Gedanken’ und ein paar Gehirn-Maschine Schnittstellen manövrieren lässt. Dazwischen ist noch etwas zu adaptierende spezialisierte künstliche Intelligenz zur Kalibrierung der Gehirnmuster mit den Befehlsausgabegeräten. Noch nicht Massenproduktionsreif, aber technisch einwandfrei realisiert.

    Also bitte etwas vorsichtig mit dem witzeln, ok?

  8. Schrödinger’s Katze sagt:

    Edi, unter Quantenphysikern geistert das humoristische Meme des Horror Vacui. Das klassische Universum existiert nicht. Das Quantenuniversum sehr wohl. naürlich ist dies unter klassischen Physikern (inklusive Einstein) Haeresie.

    item.

    Schrödinger’s Katze wird häufig wegen (Licht)Geschwindigkeitsübertretungen gebüsst. Von Albert Einstein notabene. Sie putzt sich ihren Pelz kokett im Ueberlichtraum. 😉

  9. Edi Brugger sagt:

    Es ist doch ein alter Hut, dass Gehirnströme gemessen und folglich auch zur Informationsübertragung verwendet werden können. Was ein Messgerät bewegen kann, kann bei genügender Verstärkung sogar einen Bagger bedienen.

    Erstaunlich ist , dass die Maschinen heute derart komprimiert gebaut werden können und dass die gewünschten Ströme hochpräzis lokalisiert erfasst werden. Ich denke darin zeigt sich die moderne Technik.

  10. Edi Brugger sagt:

    „Das klassische Universum existiert nicht. Das Quantenuniversum sehr wohl. naürlich ist dies unter klassischen Physikern (inklusive Einstein) Haeresie.“
    Sorry, verstehe ich nicht.
    Kennen sie einen lebenden Physiker, der noch nie etwas von der Quantenstruktur der Materie gehört hat.

  11. Klara Brunner sagt:

    moin, moin liebe Leute, nich mehr heute nich mehr heute, sonst bringe ich mich um meinen wohlverdienten Schlaf.
    Also morgen oder übermorgen, ganz nach den Möglichkeiten meines sonsitgen Pensums.

    Sleep well…

  12. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    “Studie: Religion fördert Gewalt – Religiöse Konflikte in den Staaten der Welt haben einer neuen Untersuchung zufolge im Jahr 2012 einen Sechsjahreshöchststand erreicht. Wie das in den USA ansässige Pew Research Center am Dienstag mitteilte, wurde in einem Drittel von 198 untersuchten Ländern ein hohes oder sehr hohes Niveau an solchen Konflikten gemessen. Dazu zählt das Institut etwa mit Religion in Verbindung stehende Gewalt, Anschläge oder Schikanen. Im Jahr 2010 lag der Anteil der Staaten demnach noch bei 20 Prozent, im Jahr 2011 bei 29 Prozent. Den höchsten Zuwachs religiöser Konflikte maß das Pew Research Center im Nahen Osten und im nördlichen Afrika, wo noch die Nachwirkungen des sogenannten Arabischen Frühlings der Jahre 2010 und 2011 zu spüren seien. Als Beispiele nannte das Institut etwa vermehrte Angriffe auf koptische Kirchen oder von Christen geführte Geschäfte in Ägypten. Unter den 25 bevölkerungsreichsten Staaten der Erde gibt es demnach in Ägypten, Burma, Indonesien, Pakistan und Russland besonders viele religiöse Konflikte. Weiter hieß es, auch in China sei das Niveau religiöser Konflikte angestiegen. In den meisten der untersuchten Staaten würden Christen oder Muslime unterdrückt. Vor allem Muslime und Juden seien zuletzt weltweit häufiger Angriffen ausgesetzt gewesen als noch vor sechs Jahren. Verbesserungen wurden laut der Untersuchung, die nach Angaben des Pew Research Centers 99,5 Prozent der Weltbevölkerung abdeckte, in Äthiopien, der Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire), Rumänien, Serbien und Zypern festgestellt.” (14.1.14)

    http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/top_news/600205_Religion-foerdert-Gewalt.html

  13. Carl Dal Pund sagt:

    @Michael Bamberger (14. Januar 2014 um 21:58):

    “Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schaedel ein!” ist seit Jahrtausenden der offensichtliche oder larvierte Hauptgrund fuer viele (Buerger)kriege. Nur mit Entmachtung und Entsubventionierung der Theokraten durch wirklich saekulare Staaaten, welche die orgnisierte Glaubenspraktizierung hoechstens noch im Rahmen scharf kandarierter und besteuerter Verreine dulden und kollektive und individuelle Verstoesse gegen staatliches Recht, insbesondere den Kindes-, Tier- und anderen Opferschutz immer scharf ahnden statt selektiv grosszuegigst beguenstigen, ist Religionsfrieden statt homozider Religionskriegs-GAU noch moeglich…..

  14. Fred sagt:

    Weltverfolgungsindex 2014
    Weltweit werden etwa 100 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Christen sind damit die am meisten verfolgte Glaubensgruppierung.

    Der jährlich veröffentlichte Weltverfolgungsindex ist eine Rangliste von 50 Ländern, die anzeigt, wo Christen wegen ihres Glaubens am stärksten verfolgt und diskriminiert werden. Damit wird das Ausmaß von Verfolgung und Unterdrückung von Christen in aller Welt erfasst und dokumentiert.

    Der Weltverfolgungsindex hat noch eine weitere Botschaft: Selbst in hochgradig christenfeindlichen Staaten gibt es eine lebendige und wachsende Kirche. Christen halten im Verborgenen an ihrem Glauben fest.

    http://www.opendoors.de/verfolgung/weltverfolgungsindex2014/

  15. Der Prohpet Roland k. Moser verkündet sagt:

    @ Carl dal Pund
    “Und willst Du nicht mein Glaubensgenoss sein,
    folter ich dich ein wenig und schlag dir dann den Schädel ein”

    Hat in Europa beinahe 2000 Jahre Tradition. In Nord- und Südamerika ca. 500 Jahre.

  16. hm sagt:

    @ Schrödingers Katze
    Ich mag den Experimenten folgen, dass man mit Gedanken/Hirnströmen Maschinen steuern kann, dies wurde ja offenbar auch bewiesen.
    Auch Gehirnaktivität, Botenstoffe, Andocken an Rezeptoren/Verknüpfung von Neuronen etc. vermag ich zu folgen und es dünkt mich nicht frei von Plausiblität, was Sie sagen.
    Wie gesagt, mehr Mühe macht mir der nächste Schritte, vom Eiweiss/Molekül zu seinen Quantenzuständen.

  17. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Polen – “Die katholische Kirche in Polen wird von einem Missbrauchs-Skandal erschüttert: Erzbischof Wesołowski soll in der Dominikanischen Republik minderjährige Jungen zum Sex gezwungen haben. Papst Franziskus hat ihn deshalb abberufen. Doch der Bischof ist längst nicht der einzige polnische Geistliche, der sich mit solchen Vorwürfen konfrontiert sieht.” (15.1.14)

    http://www.sueddeutsche.de/politik/katholische-kirche-in-polen-sex-vorwuerfe-gegen-den-erzbischof-1.1863156

  18. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Geneva / Vatican – “Vatican braces for public grilling over priest sex-abuse scandal – The Vatican is gearing up for a bruising showdown over the global priest sex abuse scandal, forced to defend itself publicly for the first time against allegations it enabled the rape of thousands of children by protecting pedophile priests and its own reputation at the expense of victims. The Holy See on Thursday will be grilled by a UN committee in Geneva on its implementation of the UN Convention on the Rights of the Child, which among other things calls for signatories to take all appropriate measures to protect children from harm and to put children’s interests above all else.” (15.1.14)

    http://www.montrealgazette.com/news/Vatican+forced+defend+record+abuse+public+first+time+rights/9388098/story.html

  19. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    California – “A Roman Catholic priest who spent 39 years at parishes within the Diocese of Stockton has been indicted on criminal child molestation charges. A Calaveras County grand jury indicted the Rev. Michael Kelly on Monday on three counts of lewd and lascivious conduct on a child and one count of oral copulation.” (14.1.14)

    http://www.sanluisobispo.com/2014/01/14/2876023/former-stockton-priest-charged.html#storylink=cpy

  20. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    UK – “Sisters of Nazareth become second Catholic order to admit to child abuse – Nuns join De Le Salle Brothers in admitting at institutional child abuse inquiry that children in their care were abused.” (14.1.14)

    http://www.theguardian.com/uk-news/2014/jan/14/de-la-salle-brothers-order-admits-abuse-boys-care-home

  21. Hypatia sagt:

    Rabbi Jussuf am 14. Januar 2014 um 15:13@Hypatia

    “Feinstofflichkeit hat natuerlich nichts mit Metaphysik zu tun, eher wohl verwendet die Esoterik den Ausdruck “Metaphysik” missbraeuchlich.”

    “Das dürfte für heute stimmen.
    Früher aber, bis mindestens Descartes konnte die Feinstofflichkeit durchaus ein Begriff der Metaphysik sein.”

    Fuer Descartes war die Feinstofflichkeit ein Phaenomen des aeusseren Universums und spielte eine Rolle innerhalb seiner Physik. In seinen metaphysischen Erklaerungen hatte Feinstofflichkeit nichts zu suchen.

    Das heisst aber nicht, dass Feinstofflichkeit ueberhaupt nie eine Rolle spielte in metaphysischen Konzepten. Man schaue sich einmal den Streit zwischen Traduzianismus versus Kreatianismus in der kath. Kirche an. Oder die Vorstellungen von pneuma oder aether.

  22. Carl Dal Pund sagt:

    “Weltverfolgungsindex 2014
    Weltweit werden etwa 100 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Christen sind damit die am meisten verfolgte Glaubensgruppierung.”

    @Fred (15. Januar 2014 um 00:03):

    Der Index ist sehr interessant und lehrreich. Insbesondere erhellt er fuer den Laien die strukturelle Gewalt in Theokratien mit der “Kirche” als oberste Instanz. Zu der fisischen Gewalt wirkt in Bibeltheokratien das vom Tausch- und Wertaufbewahrungs- zum strukturellen Machtmittel bis hin zur Lohn- und Erbschuldsklaverei degenerierten Geld in alle Bereiche, immer mehr gar auch ueber korrupte Politgaengster auch den staatlichen;;;;.

    Den Christen waere in wirklich saekularen Staaten wohler als in von anderen Theokraten beherrschten. Und den Andersgleubigen waere in wirklich saekularen Staaten wohler, als in als Demokratien nur larvierten Bibeltheokratien.

    Den Index koennten auch Ungleubige und Andersgleubige erstellen….

    Auch hier waere jeder Theokratie zu empfehlen, zuerst die eigenen Augiasstaelle auszumisten. In der Schweiz mobben die Katoliban einen Ungleubigen, der sein Recht auf Freiheit seiner Kinder von religioeser Hirnwaesche in der obligatorischen staatlichen Volksschule durchzusetzen versucht, gar auch mit fisischer Gewalt aus der Gemeinde, Die Polizei ruehrt ebensowenig einen Finger wie gegen bigottfemokratische Terroristinnen, die Attentate mit chemischen Waffen auf Spielplaetze von Maennern begehen. Der Kipfel ist aber, dass dann eine Nationalraetin des politischen Arms der Papisten sich nicht entbloedet zu fordern, den oeffentlichen Raum (- NUR -) fuer christliche Symbole freizugeben, anstatt die Wiederherstellung von Ruhe, Ordnung und Landfrieden gegen die Katolibanden. Und ihre Forderung wurde gar von ihrer Schwatzbude ueberwiesen. Erst der Staenderat beerdigte knapp die selektive theokratische Ungeheuerlichkeit….

  23. hm sagt:

    Mösi, Mösi
    Jetzt machst du dich aber sehr unglaubwürdig: Agricola steht nicht für einen weiblichen Vornamen …
    h ttp://de.wikipedia.org/wiki/Agricola

  24. falls doch noch sagt:

    wirklich Wichtiges interessiert:
    http://www.maskenfall.de/?p=3924

  25. hm sagt:

    @ Carl del Pund
    Im Ernst? Offenbar können das Möche auch, einfach auf die Endung -us, wie z.B. R.K. Verdingmoser, als, ach, ja, Karol-us Martell-us.
    Wie wärs mit Endsilbe -aia, -ia, -ua oder -echiel? Nickvariante für den verkündenden Propheten also: Roland-aia Moser-echiel.
    Klingt gut und gibt auch Autorität, sowas.

  26. Carl Dal Pund sagt:

    @hm (15. Januar 2014 um 15:42):

    Agricola als Vorname gibts sogar in den Telefonregistern AG und ZH…..

  27. hm sagt:

    h ttp://tel.search.ch/?name=Agricola#pos10
    Tatsächlich!
    Telefonbücher voller Nonnen!!
    🙂

  28. Tierpfleger sagt:

    @hm

    Das Füttern der Trolle ist strengstens untersagt. Dass sich die anderen Blogtierchen alle noch im Winterschlaf befinden, können wir nicht als Entschuldigung durchgehen lassen. Bitte halten Sie sich an diese durchaus sinnvolle Vorschrift, wir wünschen Ihnen weiterhin einen angenehmen Aufenthalt in unserem einzigartigen Blogzoo.

  29. hm sagt:

    @ Tierpfleger
    Will mich daran halten. Aber haben Sie nicht festgestellt?
    Was Mösi und Carl del Pund behaupten ist wahr: In den Telefonbüchern hats auch Mönche!
    Beweis:
    h ttp://tel.search.ch/?name=Agricolo

    Einfach unglaublich!

  30. Tierpfleger sagt:

    @hm

    Ich gehöre nicht zu den Personen, die in ihrer Arbeitszeit Telefonbücher lesen und in der Freizeit schon garnicht. Trotzdem herzlichen Dank für Ihren wertvollen Hinweis, sollte es dieses Jahr bei den Mönchsrobben Nachwuchs geben, werde ich den Namen “Agricolo” in die engere Auswahl miteinbeziehen. Falls unser Publikum für diesen Vorschlag stimmen sollte, werden Sie zur Taufe eingeladen und dürfen Ihrem “Patenkind” persönlich seinen erste Fisch verabreichen.

  31. Karl Martell junior sagt:

    @Fred
    Ja, die Christenverfolgung in unseren Staatskirchen zu erwähnen oder gar zu bedauern, das ist fast tabu. Aber eben, in unseren Kirchen wird Sonntag für Sonntag Geld gesammelt für irgendwelche humanitäre Aktionen, sicher nicht für die die verfolgten Christen.

  32. Michael Bamberger sagt:

    @ Tierpfleger
    cc. hm

    “…werden Sie zur Taufe eingeladen…”

    Haben Sie nicht eben gesagt, Trolle sollen nicht gefüttert werden? Was meinen Sie denn, beim Barte des Propheten, wer bei Taufen wen füttert und mit welchem Futter?

  33. Michael Bamberger sagt:

    @ Tierpfleger
    cc. hm

    Nochmal und etwas tauffreundlicher formatiert:

    “…werden Sie zur Taufe eingeladen…”

    Haben Sie nicht eben gesagt, Trolle sollen nicht gefüttert werden? Was meinen Sie denn, beim Barte des Propheten, wer bei Taufen wen füttert und mit welchem Futter?

  34. Rechtsabteilung Blogzoo sagt:

    @Werter Herr Bamberger

    Ihr Einwand erfolgt völlig zu Recht. Wir bedauern ausserordentlich, dass unser Tierpfleger unbefugterweise von einer “Taufe” gesprochen hat. Selbstverständlich wird dieser anrüchige Ausdruck in unserem weltanschaulich absolut neutralen Tierpark längst nicht mehr verwendet. Bei den Namensgebungsfeiern für unsere kleinen Schützlinge handelt es sich um religionsfreie Rituale, an dem Besucher jeder Weltanschauung bedenkenlos teilnehmen können. Wir halten unsere Tiere selbstverständlich artgerecht und können Ihnen deshalb versichern, dass die Tiere bei besagtem Ritual weder unter Wasser gedrückt noch mit unhygienischen Wässerchen besprengt werden. Wir möchten uns nochmals für die antiquierte Ausdrucksweise des besagten Tierpflegers entschuldigen und werden ihn entsprechend instruieren.

    Freundliche Grüsse

    M. Antis

  35. Michael Bamberger sagt:

    @ M. Antis

    Herzlichen Dank für Ihre prompte Rückmeldung. Ich hoffe sehr, dass Ihr geehrter Tierpfleger durch meine Intervention keine nennenswerte Nachteile bezüglich seines Anstellungsverhältnisses in kauf zu nehmen hat. Das wäre nämlich jammerschade was auch die RAF unumwunden zu bezeugen wüsste. Sollte er nun trotzdem seine Anstellung verlieren, wäre eine Taufe des benannten Tierpflegers eventuell dennoch eine gangbare Option, da ein mit allen Wassern gewaschener Tierpfleger per definitionem um einiges umweltfreundlicher ist, als ein ungewaschener.

  36. gelesen sagt:

    Tierpfleger

    Sie haben sich wohl im Beruf geirrt. Die Mönchrobbe ist kein Mönchshut und diesen Mönchshut würden sie im Wald antreffen, sowohl auch die Trolle und beide finden Sie nicht im Zoo und wenn Sie sich an die RAV wenden, anstatt an die RAF, wäre ihr Berufswunsch, anstatt des Pflegers, denn da scheinen Sie sich nicht wirklich kompetent, doch eher der Gärtner, mit Verlaub.

  37. gelesen sagt:

    Ach, natürlich meine ich den Kopf, den Mönchskopf, ich Hut..

  38. monachus monachus sagt:

    @gelesen: Die Mönchrobbe ist kein Mönchshut

    Darauf können Sie Pfeffer nehmen, von mir aus gerne Mönchspfeffer. Ein Kapuzineräffchen ist keine Kapuzinerkresse, nichts desto trotz gibt es beides. h t t p ://milos-greece.com/moenchsrobbe.html

  39. monachus monachus sagt:

    @gelesen: Ach, natürlich meine ich den Kopf, den Mönchskopf, ich Hut..

    Da haben Sie bei mir eine Bildungslücke geschlossen, den habe ich nicht gekannt. Dafür hätte ich noch die Mönchsgrasmücke aus dem Hut zaubern können.

  40. gelesen sagt:

    …und ich lasse mir darauf einen Mönchsbart wachsen, verehrte/r Monachus, und zweifellos gibts Mönchrobben, auch wenn sie sich selber nicht so nennen.

  41. Lobo sagt:

    Alles, liebe Freunde, alles ist Lüge.

    Die Wahrheit ist eine dumme Blüte der Lüge.

    Das Leben ist eine Lüge.

    Kein Traum.

  42. monachus monachus sagt:

    @gelesen: und ich lasse mir darauf einen Mönchsbart wachsen

    Den Mönchsbart (barba di frate) ess ich lieber, als dass ich mir einen wachsen lasse:
    http://www.giallozafferano.it/ingredienti/Barba-di-frate

  43. gelesen sagt:

    Monachus
    Mönchsbart
    http://www.natuerlich-online.ch/magazin/artikel/hier-ist-ein-kraut-gewachsen/
    “Das Gemüse sieht aus wie dicker Schnittlauch und beim Essen fühlt man sich ein bisschen wie eine Geiss.” Interessant interessant.., das könnte ich doch, ganz entgegen meines nordländischen Gaumens, auch mal probieren… als Geiss wäre der Bart ja dann inbegriffen.

  44. Rabbi Jussuf sagt:

    Also der Mönchskopf schmeckt super gut!
    Mit einem Semmelstoppel verfeinert noch besser!
    Aber auch mit einem Ziegenbart lecker!

    Man muss nur aufpassen, dass man keine Bauchwehkoralle anstelle des Ziegenbarts erwischt.

  45. Gottes Stellvertreter auf Erden Roland K. Moser verkündet sagt:

    http://www.youtube.com/watch?v=sfISpslIQgc

  46. Gottes Stellvertreter auf Erden Roland K. Moser verkündet sagt:

    Das erste Lied ist gemeint für das Verhalten betreffend die Religionen.

  47. hm sagt:

    @ Tierpfleger
    Vielen Dank für die Einladung. Bis dann zieh’ ich mir noch ein paar Pingufolgen rein.
    Ich fang’ doch gleich mit dieser an: h ttp://www.youtube.com/watch?v=d44RHDhfU9s

  48. hm sagt:

    Ich dneke das Blog hier ist hie und da konfrontiert mit einer allzu wortwörtlichen Auslegung von Lk 18, 16 (Sie wissen schon: Lasset die Kinder zu mir kommen, denn …)