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Das Klassentreffen der unheimlichen Patrioten

Hugo Stamm am Samstag den 31. Oktober 2009

Krise und Klima der Verunsicherung fördern den Aberglauben und sind Wasser auf die Mühlen von Sektierern und Weltverschwörern. Diese nutzen die Gunst der Stunde und rotten sich immer mehr zusammen. Ausserdem wagen sie zunehmend den Schritt an die Öffentlichkeit. Wohin dies führt, habe ich in einem Artikel im Tages-Anzeiger vom 31. Oktober aufgezeigt:

Grosser Empfang für Weltverschwörer und Sektierer in der Olma-Halle: Stargast beim Anti-Zensur-Koalitions-Kongress ist Scientology-Boss Jürg Stettler.

Zum Kongress der Anti-Zensur-Koalition (AZK) von heute Samstag in St. Gallen hat der 53-jährige «Apostel» Ivo Sasek eingeladen. Der ehemalige Zürcher Automechaniker verbreitet mit seiner grossen, international tätigen Sekte Organische Christusgeneration (OCG) seit vielen Jahren Drohbotschaften. Nach biblischer Doktrin propagiert er beispielsweise die Züchtigung der Kinder mit der Rute. «Du errettest sein Leben», behauptet Sasek, «blutige Striemen schützen vor der Hölle.»

Sasek wurmt es seit langem, dass seine Gemeinschaft mit Sitz in Walzenhausen AR in der Öffentlichkeit als Sekte wahrgenommen wird und seine Anliegen in den Medien kaum Gehör finden. Deshalb startete er zusammen mit seiner Frau politische Aktionen und gründete die AZK. Aus dem Sektenumfeld stammt auch die Anti-Genozid-Partei (AGP), die gegen die staatliche Überwachung kämpft. Die AGP hatte Unterschriften für das Referendum gegen die biometrischen Pässe gesammelt. Die Partei ist überzeugt, dass die Bevölkerung bald mit implantierten Chips überwacht wird.

Die Anti-Zensur-Koalition hat sich in kurzer Zeit zu einem Forum für Sektierer entwickelt. Sasek organisiert regelmässig Konferenzen, die Hunderte Besucher anlocken. Die Stossrichtung lässt sich aus den Artikeln der «Anti-Zensur-Zeitung» ablesen. Es geht um die «tödlichen Mobilfunkstrahlungen», die «Nebenwirkungen der Homosexualität» («hohe Suizidrate, Depressionen, Ekel vor sich selber»), den Schwindel über die Klimaerwärmung, die neue Weltordnung und die Unfruchtbarkeit durch Gennahrung. In dieses Themenfeld passen auch antisemitische Töne. Die AZK-Zeitung zitiert einen Artikel der «Basler Nachrichten» vom 13. Juni 1946, wonach sich die Zahl der jüdischen Opfer im Zweiten Weltkrieg lediglich zwischen 1 und 1,5 Millionen bewegt habe. Ausserdem äussert das Blatt die Vermutung, dass die Schweinegrippe mithilfe der Gentechnik hergestellt worden sei und nun als militärische Waffe für biologische Kriegsführung diene.

Aufschlussreich ist auch die aktuelle Referentenliste. In der Olma-Halle wird Scientology-Chef Jürg Stettler erklären, «was Scientology wirklich ist». Weitere Redner werden den «Impf-Terrorismus» anprangern und gegen die Klimalügen wettern.
Warnung vor den Illuminaten

Bei einer früheren Konferenz in Chur propagierte Harald Baumann die «Germanische Neue Medizin» des Scharlatans Geerd Hamer, ein anderer Referent beschwor die drohende Eugenik und die neue Weltordnung, und die Impf-Kritikerin Anita Petek Dimmer vom Verein Aegis warnte vor den Impf-Gefahren. In einem weiteren Vortrag wurde die Gefahr der Illuminati, der geheimen Weltregierung, thematisiert.

Obwohl der Eintritt in die Olma-Halle gratis ist, zieht die AZK die Konferenz professionell auf. Die Referenten werden auf mehrere Leinwände projiziert und ihre Vorträge in verschiedene Sprachen übersetzt. Ein grosser Kamerakran kann Publikum und Vortragende effektvoll ins Bild rücken. Selbst die Verpflegung in den Pausen ist kostenlos. Moderiert werden die Grossveranstaltungen von Sektengründer Sasek persönlich. Ein grosses Orchester sorgt für einen würdigen Rahmen. Die eigens komponierte AZK-Hymne wird von sechs seiner zehn Kinder gesungen, wobei die Töchter in züchtigen langen Röcken auftreten.

Ralph Engel, Abteilungsleiter bei den Olma-Messen St. Gallen, stützt sich auf den Entscheid der Gewerbepolizei ab, die den Kongress bewilligt hat. «Wir halten uns aus der politischen und gesellschaftlichen Diskussion heraus», erklärt er. Er werde aber genau prüfen, ob die Veranstalter sektiererisch auftreten oder gegen Sitten und Gebräuche verstossen werden.

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1.020 Kommentare zu “Das Klassentreffen der unheimlichen Patrioten”

  1. erna sagt:

    @ earthworm

    As far as I know, there is no obligation to blog in here, so it is free to your decision to stay out….

  2. heidi reiff sagt:

    @ Morgenstern

    Kleine Aufklärung ich bin alles andere als braun angehaucht. Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig als in die Mottenkiste zu greifen. Mein älterer Bruder anderthalb Jahre älter als ich war ein Holocostleugner, ein fanatischer Hitlerfan, hat sich stundenlang als junger Mann Hitlerreden reingezogen ist, hat sich auch getroffen mit Holocostleugnern, andererseits war er auch eine Alchemist, hat eine einfache Dampfmaschine erfunden, in dieser Beziehung hab ich ihm den Rat gegeben, seine Erfindung an den Mann oder Frau zu vermitteln. Ich habe sehr viel von meinem Bruder bekommen, der war so vielseitig begabt, hat CDS mit schöner Musik gebrannt und sie mir geschenkt. Als ich mal eine Freundin einlud zu einem Fondue-Chinoise und kein Sprit hatte ein Telefon an meinen Bruder, er brachte Sprit vorbei, nicht verzagen, Lorenz fragen. Vor vier Jahren hat mir mein Bruder telefoniert er habe da eine Wahrnehmungsstörung, er laufe unbewusst einfach in die Leute rein. Mein jüngerer Bruder hat sich dann eingesetzt , durch ein Röntgenbild wurde in seinem Kopf ein eiergrosses Miom festgestellt. In einer 5 stündigen Operation wurde das Miom unter Vollnarkose entfernt, kurze Zeit darauf ist mein Bruder gestorben. Ich hatte eine intensive Beziehung zu meinem Bruder als Kleinkind, wir haben zusammengehalten wie Pech und Schwefel, muss sagen ich habe von meinen Lausbubenbrüdern viel gelernt, zum Glück waren es keine Moralisten und Prediger. Ich bin eine wissende Zeugin meines älteren Bruders, es bleibt mir nichts anderes übrig als all das zu akzepteren, jeder Mensch geht ja anders um mit Trauerarbeit, die Quintessenz hab ich in den Büchern von Alice Miller gefunden. Alice Miller operiert mit Fakten ohne zu diffamieren. Humanismus heisst für mich nach wie vor Menschlichkeit, hat für mich Null und Nichts mit Religion und Dogmen zu tun. AMEN

  3. erna sagt:

    @ wen’s interessiert

    Noch eine mögliche Sichtweise der allgemeinen Verkleidungsstaffel zur religiösen Erleuchtung aus Willem van de Wetering’s “Reine Leere”:

    “Als ich mich während eines Blizzard auf dem Logan Airport herumtrieb – alle Stühle waren besetzt,die Toiletten quollen über – entdeckte ich Baba, dessen ungewöhnliches Aussehen ihn aus der Menge hervorhob. Immer begierig zu lernen, näherte ich mich dieser Gestalt in fliessenden Gewändern (!!!!!Anm. von mir) und mit wallendem Haar.
    Sind Sie ein Guru, Sir? – Gewiss doch – Baba sprach mit einem scharfen hohen kantigen indischen Akzent. “Sind Sie ein Wahrheitssucher?” – ” Ich war Zen-Schüler, Sir.”- S”Sie haben aufgegeben?” – “Nicht, was meine Fragen betrifft, Sir-” – “Aber Zen haben Sie aufgegeben?” – Eigenlich nicht Sir. Aber ich bin jetzt, glaube ich auf meinem eigenen Weg.”
    Bab nickte. Er wusste alles über Zen. ÜBer die Praxis des “Zazen”, die Meditation, das Koan-Studium und das Lösen von Dharma-Rätseln beim “Sanzen”, der frühen morgendlichen Begegnung im Tempel des Meisters, während man einem Lehrer gegenübersitzt. ………….”Wie kommt es, dass Sie ein Guru sind, Baba?” – Er sah mich unter eindrucksvoll buschigen Augenbrauen hervor hochmütig an. Hatte ich dieses entwickelte Wesen falsch angeredet? Ich hatte ihn nicht beleidigen wollen. “Shrih Baba? Shrih Baba Maharaj? Haben Sie einen Titel, Sir, Eure Heiligkeit vielleicht?” Er lächelte und verbeugte sich: ” Kümmern Sie sich icht um meine Titel. Heilige Titel sind Quatsch,mein Freund.”….Er erzählte mir, dass er sich auf Flughäfen wohl fühle, denn er habe seine Karriere auch auf einem Flughafen, dem JFK in New York, begonnen. Vor seiner Zeit als Guru war Baba ein illegaler Ausländer gewesen und hatte mit dem Säubern von Restauranttischen seinen Lebensunterhalt verdient. Auch dies waren wieder die sechziger Jahre, eine spirituelle Zeit. Amerika entwickelte eine Nachfrage nach Esotheriklehrern. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage liess heilige Männer ins Land kommen. Kellner Baba fiel auf, dass die Lehrer, die aus seinem Heimatland zum JFK strömten, weisse Kleider und viel Haar im Gesicht trugen. Sie waren Hindus. Sie hatten grosse, ausdrucksvole Augen und scharfe Gesichtszüge. Sie zitierten die Baghavatgita. Sie rezitierten Mantras, mit heiligen Kräften versehene Sanskritsilben, und hielten ihre Hände in bestimmten Stellungen, die als “Mudras” bekannt sind. Sie wurden stets von gutgekleideten Damen und ihren langhaarigen männlichen Begleitern abgeholt, von Paaren mit teuren Autos, die auf dem Flughafenparkplatz auf Sie warteten.

    “Was” fragte mich Baba,” hielt mich davon ab, mich selbst zum Guru zu erklären?” Der Titel ist nicht geschützt. Baba hatte mitteilenswürdige Einsichten in rauhen Mengen gesammelt, in früheren Leben und in der Armut und im Leid der Gegenwart. Um seinen wahren Status zu zeigen, brauchte er einen weissen Dhoti und eine passende Jacke sowie Sandalen, um mit seinen langen muskulösen Zehen anzugeben, Dinge, die nicht schwer zu bekommen waren……………

    Es lohnt sich weiter zu lesen, weil erheiternd und Bestätigung einer relativ nüchternen Sicht der Dinge.

  4. erna sagt:

    Also wallende Gewänder in Varianten als Medium auf dem Weg zur Erleuchtung?…….die überlasse ich definitiv gerne dem männlichen Teil der Menschheit weil behindernd, wenn man von A nach B zügig gehen möchte ohne Aufmerksamkeit der Umgebung auf sich zu ziehen. Bühne frei für jene, die noch nicht angekommen sind. Sollen sie sich ruhig ein wenig anstrengen. Der Weg ins Himmelreich ist eben steinig und voller Unannehmlichkeiten……..wer das erkannt hat ist doch irgendwie geistig schon ein wenig wenigstens erhellt und kann sich ungehemmt seine Kästen mit bequemen alten Jeans und T-Shirts aus der Migros füllen. Keine weissen wegen der Verschmutzung in öffentlichen Verkehrsmitteln, das wirkt dann irgendwie doch zu vergammelt.

  5. Morgenstern sagt:

    heidi reiff: “bin alles andere als braun angehaucht…. Mein älterer Bruder anderthalb Jahre älter als ich war ein Holocostleugner, ein fanatischer Hitlerfan,…

    Meine Rede, Heidi.

    Doch keinen Glauben aufgezwungen. Trotz Umfeld.

    Amen, Heidi, Amen.

  6. Janine sagt:

    @ Steinlaus

    Sie leiden auch langsam an Wahrnehmungs-Verzerrung. Wenn so ein verbaler Amokläufer wie “b” , der sonst unter anderem Namen seine Ergüsse zum besten gibt, hier jenen Schwachsinn verbreitet und dann so tut, als habe er das alles erlebt, dann liegen Sie ihm zu Füssen und klatschen Beifall. Wenn aber Leute, welche es besser wissen, Ihnen sagen, dass sowas alles erstunken und erlogen ist und dass sie in ihrem Umfeld nie sowas erlebt haben, dann wischen Sie das einfach vom Tisch. Sie kann man echt nicht mehr ernst nehmen. Seit Sie eine Gehirnwäsche verpasst bekamen, kann man mit Ihnen gar nicht mehr normal reden. Sie stellen hier nur noch das Moria-Niveau dar.

  7. heidi reiff sagt:

    Mit 66 Jahren sagt auch Udo Jürgens fängt das Leben an, aber bitte mit Sahne, ist wirklich kein Witz, schätze einfach nach wie vor den Suppenkaspar, “ICH ESSE DIESE SUPPE NICHT” GUTE ENTSCHEIDUNG”

  8. erna sagt:

    @ earthworm

    As you have a good command of several languages wouldn’t you mind to use the german language. You may do a big favour to some of us.

  9. Steinlaus sagt:

    @ Janine

    b ist NICHT Dobra. Garantiert nicht! Ich kenne Dobra ein ganzes Stück besser als Sie, Janine. Wie kommen Sie bloss darauf?

    “Wenn aber Leute, welche es besser wissen, Ihnen sagen, dass sowas alles erstunken und erlogen ist…”

    Erstens: Leute, die es besser wissen, sind Besserwisser.

    Zweitens: Wie kommen Sie drauf, dass alle, die etwas anderes erleben, als Sie es hier proklamieren, Lügen verbreiten? Vieles von dem, was b schildert, habe ich persönlich ganz ähnlich erlebt und somit sind ihre diesbezüglichen Aussagen für mich absolut nachvollziehbar und glaubwürdig.

    “…und dass sie in ihrem Umfeld nie sowas erlebt haben, dann wischen Sie das einfach vom Tisch.”

    Ich wische Ihre eigene Erfahrung nicht vom Tisch, sondern bestätige, was ich selber ebenfalls erlebt habe. Das ist ein grosser Unterschied!

    “Sie kann man echt nicht mehr ernst nehmen.”

    Das ist Ihre persönliche, subjektive Einschätzung, die nicht viel über mich auszusagen vermag. Es ist Ihnen überlassen, ob und in welchem Mass Sie mich ernst zu nehmen gedenken.

    “Seit Sie eine Gehirnwäsche verpasst bekamen, kann man mit Ihnen gar nicht mehr normal reden.”

    Ich bitte Sie! Damit “man” mir eine Gehirnwäsche hätte verpassen können, hätte ich mich dem zuerst ausliefern müssen. Aber ich bin unbestritten klarer geworden in meiner persönlichen Haltung. Sie, Janine, haben mir unter anderem dabei geholfen und mir die Augen weiter denn je geöffnet für die Destruktivität eines fanatischen religiösen Fundamentalismus.

    Im Übrigen bin ich ein Mensch, der gegen Gehirnwäsche weitgehend immun ist, da ich sehr früh erfahren habe, was es bedeuten kann, einen freien Geist zu haben: Mit einem freien Geist kann man Dinge überleben, die ansonsten den Tod bedeuten würden.

    Ich bin nicht bestechlich, Janine, und der Wind meines Geistes weht, wie er will.

  10. heidi reiff sagt:

    Ich würge einfach nichts mehr herunter was mir nicht passt, ist auch ein Weg.

  11. Steinlaus sagt:

    @ Moria

    Wenn mir schon Moria-Niveau unterstellt wird, will ich zumindest mir dir, der ehrenvoll genannten Begründerin dieses nennenswerten Niveaus, darauf anstossen und darauf einen ausgeben. Prost! 🙂

  12. Michael Bamberger sagt:

    Alltäglich religiöser Wahn:

    Somalia – Ehebrecher in Somalia zu Tode gesteinigt – Schwangere Geliebte soll ebenfalls hingerichtet werden – Ein Urteil im Gebiet der radikalislamischen Al-Shabab-Miliz in Somalia hat weltweit für Entrüstung gesorgt. Wegen Ehebruchs wurden ein 33-jähriger Mann und seine Freundin zum Tod durch Steinigung verurteilt. Das Urteil an dem Mann wurde bereits vollstreckt, bei der Frau soll die Geburt abgewartet werden. (7.11.09)

    http://www.nzz.ch/nachrichten/international/ehebrecher_in_somalia_zu_tode_gesteinigt_1.3983439.html

  13. Michael Bamberger sagt:

    Alltäglich religiöser Wahn (Teil II):

    Innerhalb des vergangenen Jahres haben Gerichte unter der Kontrolle von Al Shabab bereits mehrere Steinigungen angeordnet. Besonderes Aufsehen erregte die Steinigung eines 13-jährigen Mädchens als angebliche Ehebrecherin in der Hafenstadt Kismayo im Süden des Landes. Nach Angaben einer Tante war das Mädchen geistig leicht behindert und von drei Männern vergewaltigt worden. (7.11.09)

    http://www.nzz.ch/nachrichten/international/ehebrecher_in_somalia_zu_tode_gesteinigt_1.3983439.html

  14. Anna sagt:

    @ Pufendorf und Moria
    Ein Grund für die Verehrung Castros Kuba und nun auch des kubanisierten Venezuelas von Hugo Chávez ist m.E. die Sehnsucht nach einer besseren, gerechteren Welt, die auf diese Länder projiziert wird. Zur Zeit würden gerade noch 17 % der Venezuelaner Chávez wiederwählen, nachdem immer deutlicher wird, dass er die einheimische Wirtschaft mit seinen Verstaatlichungen langsam aber sicher zerstört. Auch die brasilianische Landlosenbewegung MST hat den Rückhalt in der brasilianischen Bevölkerung inzwischen verloren, nachdem sie sich immer mehr radikalisierte und nun auch vor brutaler Gewalt und Verbrechen gegen Menschen, Tiere und Pflanzen nicht mehr zurückschreckt. Trotzdem werden sowohl Chávez, der ausserdem nachweislich mit den Farc verbunden ist, wie die brasilianischen Landlosenbewegung (via assoziierte NGOs, denn MST selbst ist keine juristische Person und deshalb z.B. auch strafrechtlich “unfassbar”) von linken Parteien aus dem Ausland, auch aus der Schweiz, finanziell und moralisch unterstützt. Für mich ist das unverständlich. Nichts gegen den Traum von einer besseren, gerechteren Welt, aber Tatsache ist, dass die Menschen in den Ländern, in denen der Traum verwirklicht werden soll, und die den Preis dafür bezahlen müssen, das vielleicht gar nicht wollen?

  15. PlainCitizen sagt:

    Michael Bamberger:

    Erstaunlich, dass es einen Mann erwischt hat. Da waren wohl 4 Zeugen anwesend.

  16. Michael Bamberger sagt:

    Alltäglich religiöser Wahn:

    Grossbritannien – “Verpflichtende Sexualkunde für alle 15jährigen – In Großbritannien soll der Sexualkundeunterricht für alle Schüler verpflichtend werden, was Glaubensgruppierungen in Rage versetzte. Diese sagten, der Schritt verletze das Recht der Kinder, in Übereinstimmung mit dem Glauben ihrer Eltern erzogen zu werden. – Der katholische Erziehungsdienst für England und Wales sagte, er sei „enttäuscht“, dass das „umfassende Recht auf Entzug“ entfernt worden sei. Über diese Themen zu sprechen müsse die natürliche Sittsamkeit der Kinder tendenziell stören.” (6.11.09)

    http://hpd.de/node/8160

  17. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Slovenien – Gefängnisstrafe für pädokriminellen Priester und internationale Fahndung für zweiten pädokriminellen Priester: “The former parish priest of Ormoz who has been found guilty on three counts of sexual assault started serving his sentence at the Dob prison this week. Meanwhile, police have issued an international warrant against the first priest ever to be sentenced for child sex abuse in Slovenia, daily Vecer reported on Friday.” (6.11.09)

    http://www.sta.si/en/vest.php?s=a&id=1445579

  18. erna sagt:

    @ earthworm

    …and escpecially to yourselve. Namely as the only effect of your amazing message could be the one to put yourselve in glamorous light so that people would look up to your “holyness”……so why not in German.

  19. Fräulein Melanie sagt:

    @ Erna

    “Hatte jene Mutter nach Heilung der Hautkrankheit ihrer Tochter den Arzt zu seinem Schreiben an die Heilerin veranlasst? und warum? Was nämlich gegen solche Heilungen spricht, ist, dass auch für eine Hautkrankheit eine andere organische Erkrankung zugrunde liegt, die man durch pragmatisches Ausschliessen eruieren kann. Grade bei Kindern ist das wirklich wichtig, weil, unerkannt und nicht behandelt diesem Menschen bis weit ins Erwachsenenalter Beschwerden bereiten kannn. Und je nachdem nimmt später jeder andere Arzt an, wäre es dieses oder jenes hätten seine Kollegen dies im Kindesalter abgeklärt und therapiert. Es spricht nichts gegen die Aktivierung von Selbstheilungskräften aber deswegen die Schulmedizin zu diskreditieren erachte ich als fragwürdig.”

    Es ist sehr richtig, was Sie anführen.
    Hauterscheinungen können Indikatoren sein für schwere Krankheiten, insbesondere Krebs.

    Da das Kind sich zuvor monatelang in schulmedizinischer Behandlung befunden hat, will ich jedoch schwer hoffen, dass der Hausarzt diesen Schaverhalt geklärt hat.

    Gegenüber der Heilpraktikerin stellte die Mutter das Problem auf die Haut isoliert dar.
    Ich habe mit dieser Heilpraktikerin auch schon persönlich gesprochen, Sie hatte einen sehr grossen Respekt vor der Schulmedizin und gab dieser auch den Vorrang bei der Krankheitsabklärung.

    Aber es gibt einige Schulmediziner, welche sehr gereizt reagieren,
    wenn man sie mit den Erfolgen der Alternativmedizin konfrontiert.

    Was bei der Homöopathie gegenüber anderen Alternativheilmethoden u.a. besonders ist,
    ist gerade eben, dass die Haut als Indikator eine essentielle Rolle spielt,
    sei diesals Heilmitteindikator oder ganz wichtig, als Indikator für den voranschreitenden Heilungsprozess.
    Die Homöopathie schenkt der Haut eine wesentlich grössere Beachtung als die Schulmedizin es tut.

  20. heidi reiff sagt:

    @ Steinlaus

    Ich schätze ihre autentische Haltung, hoffe Sie bleiben sich selbst treu, das schaffen Sie, wir sind niemandem Rechenschaft schuldig, der Tod läuft mit, bin etwas sensibel wenn ich so mit Totenköpfen konfrontiert werde, mich schüttelln einfach solche Bilder durch, es sind Bilder die mir einfach Angst machen ich fürchte mich vôr dem Tod.

  21. Der Drache sagt:

    Anna schreibt. Zur Zeit würden gerade noch 17 % der Venezuelaner Chávez wiederwählen..

    Das ist offensichtlich reines Wunschdenken. Die Unterstützung für Chavez lag und liegt recht nahe bei 50% und das wird sich auch so leicht nicht ändern. Es stehen sich zwei unversöhnliche Blöcke gegenüber, die sich nicht so sehr als Individuen, sondern vielmehr als Vertreter einer gesellschaftlichen Klasse verstehen, wenn sie ihre Stimme abgeben.

    Dann habe ich auch in Mitteleuropa während der vergangenen zehn Jahren niemanden getroffen, der Castro oder Chavez VEREHRT hätte. Man ist gelegentlich in der Lage, die Leistungen des Ersteren neben all den offensichtlichen Schwächen und Verbrechen zu würdigen. Chavez wird eher als Witzfigur mit beträchtlichen demagogischen Fähigkeiten gesehen. So etwa wie ein Berlusconi eben.

  22. Zweifler sagt:

    @Steinlaus:
    07.11.2009 um 12:28

    Mit meinem Beispiel wollte ich überhaupt nicht sagen, dass eine christliche Erziehung besser als eine andere sein soll. Damit wollte ich zeigen das überall Fehler passieren, grössere und kleinere. Es ist weniger gefählich für ein Kind bei extremen Freikirchlern aufzuwachsen, als wegen Beruf und so alleine gelassen zu werden.

  23. erna sagt:

    @ Fräulein melanie

    Diese Darstellung ist relativ. So kann es sein, kann aber sein nicht. Letzteres stellt zumindest ein Risiko dar, als die Gesundheit des Klienten von der Wahrnehmung der Heilpraktikerin oder des Heilpraktikers abhängt. Natürlich könnte man sich sagen, na dann bleibt man eben weg. Aber so einfach ist das nicht, weil “man” möglicherweise grosse Hoffnungen in den Therapeuten setzt und an seine Möglichkeiten und Kräfte glauben will. Die einzige Variante, die ich gelten lassen würde, wäre Zusammenarbeit vom Schulmedizin und Alternativen Therapeuten, so dass Fehlinterpretation soweit möglich ausgeschlossen werden können.

    Und was wir nicht ausser Acht lassen sollten ist, dass in Heilmitteln chemische Stoffe wirken, in der Grossindustrie in verlässlicher Dosierung hergestellt.

    Und zum Letzten: Auch Homöopathen können sich gründlich irren und dann ist zu hoffen, dass sie in Konsequenz dazu stehen und verantwortlich handeln. Das mit dem Auspendeln ist nicht in jedem Fall zuverlässig, kann auch ganz schlimm daneben liegen.

  24. erna sagt:

    @ Fräulein Melanie

    Ich möchte hier nicht einfach gegen Ihre Überzeugung reden, stelle selbst aber solche selbsternannten Heiler zutiefst in Frage. Auf diesem weitläufigen Markt Seriöse und Scharlatane zu unterscheiden scheint mir fast unmöglich. Da wo letztlich Selbstheilungstendenzen aktiviert werden kanns dem einen helfen und der andere wird krank und kränker und dann, wie erkennt der Laie, dass ultimativ Schuldmedizin angesagt ist? Und dass z.B. gegen Krebs nach wie vor nur die sggressiven chemischen Keulen wirken und die andere Wahl Palliativ-Medizin ist? Wie gesagt, jeder nach seiner Wahl, ich bin grosse Skeptikerin gegenüber allen “Heilsangeboten”, die mir nicht nachvollziehbar sind.

  25. Steinlaus sagt:

    @ heidi reiff

    “Ich fürche mich vor dem Tod.”

    Was ist es, Heidi, das Sie fürchten? Ist es die Ungewissheit, was mit Ihnen passiert? Oder ist es gar nicht der Tod, sondern das Sterben – der Schmerz, die Einsamkeit, die Not, das Ausgeliefert-Sein – das Sie fürchten?

    Für uns alle ist der Tod ungewiss. Wir wissen nicht, was nach dem Tod mit uns passiert, ob das grosse Nichts uns empfängt oder ob die Seele an einem anderen Ort weiteratmet. Diese Ungewissheit kann, muss aber nicht zwingend, beunruhigen.

    Vielleicht kann ich ein ganz klein wenig dazu beitragen, Ihre Angst zu mindern, indem ich Ihnen davon erzähle, wie es sich anfühlt an der Schwelle zwischen Leben und Tod. Ich war unzählige Male an dieser Schwelle und kenne auch den Zustand des Komas.

    Vorher werde ich aber kurz auf die Angst vor dem Prozess des Sterbens eingehen:

    Manchmal ist unsere Welt kein behütender, schmerzlindernder, tröstlicher und Geborgenheit spendender Ort. Unsere hochtechnologisierte Medizin, die oft über die Menschenwürde hinweg geht, um um jeden Preis Leben zu erhalten, wird der Seele, dem Leben, mancher Menschen nicht gerecht – weniger wäre oft mehr. Dem sind Sie aber nicht ausgeliefert, Heidi, Sie können eine Patientenverfügung verfassen, in welcher Sie mitbestimmen können, was mit Ihnen geschieht. Hier einige Links dazu (Sie müssen einfach noch www. davorsetzen):

    fmh.ch/files/pdf1/Patientenverfuegung_D.pdf
    dialog-ethik.ch/humandokument_d.php
    redcross.ch/activities/health/pv/index-de.php

    Um noch sicherer zu gehen, dass die eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht übergangen werden, können nahe Personen (Familienmitglieder, Freunde, Hausarzt, Therapeuten) informiert und darum gebeten werden, im Bedarfsfall sich für die Umsetzung dieser einzusetzen. In solchen Situationen liebevolle und verständnisvolle Menschen, die sich für uns und für menschenwürdige Bedingungen einsetzen, von grossem Wert.

    Eine weitere Möglichkeit ist auch, um eine Sterbegegleitung zu bitten. Es gibt Menschen, die dafür ausgebildet sind, sterbende Patienten nicht als Pflegende, sondern als anwesende Mitmenschen, zu begleiten. Der Wunsch nach einer solchen Begleitung kann ebenfalls in einer Patientenverfügung festgehalten werden. Vielleicht können Sie so Ihrer Angst vor dem Tod etwas in Ihrem Sinne Hilfreiches, Beruhigendes, entgegensetzen.

    Ich selber habe den Grenzbereich zwischen Leben und Tod immer als etwas unmittelbar Erlösendes erlebt, wo alle Fragen, aller Schmerz, alle Angst sich auflösen. An dieser Schwelle trat jeweils eine unglaublich lichtvolle, tiefe Seelenruhe ein, ein Gefühl des absoluten Einverstanden-Seins. Dieser pulsierende, lichtdurchflutete Raum, wo sich im selben Augenblick alles verdichtet und gleichzeitig das Ewige atmet, hat mich zutiefst berührt und überwältigt. Das Einzige, was mein verbleibendes Bewusstsein (?) erfüllte, war eine liebende, absolut innige, unvorstellbar sinnliche Energie (Energie ist nur ein unbehofener Ausdruck dafür, was es wirklich war), nach der sich mein ganzes Wesen sehnte und in die es eintauchen und mit der es eins werden wollte.

    Im Gegensatz dazu hat mir das Koma zwar Erleichterung betreffend des Schmerzes, nicht aber diese tiefe, erlösende Seelenruhe verschafft. Es gab ruhige, friedliche Momente des Ausruhens im Koma, aber es gab auch Verzweiflung darüber, dass ich meine Mitmenschen nicht “erreichen”, nicht beruhigen und trösten, konnte. Ich hörte alles, was sie sagten, aber ich konnte keine Zeichen geben und mit ihnen in Verbindung treten. In diesem Sinne unterschied sich der Zustand von demjenigen an der Schwelle zwischen Leben und Tod grundlegend – da gab es keinerlei Wollen mehr, sondern nur noch liebendes Sein.

  26. Steinlaus sagt:

    @ Zweifler

    Lieber Zweifler, ich bin echt erschrocken über Ihre Aussage. Dass Sie diese nun relativieren, beruhigt mich.

    Dennoch gibt es meiner Meinung nach in den von Ihnen aufgeführten Beispielen kein “besser” oder “schlechter”! Ein vernachlässigtes Kind leidet genau so wie ein eines, das in einem fundamentalistisch-rigiden Umfeld aufwächst – beides zeigt Folgen, die weit über die Kindheit hinausreichen.

    Damit, dass überall Fehler passieren, bin ich absolut einverstanden! Und ich möchte anfügen, das Fundamentalismus keinesfalls nur eine Frage der Religiosität ist – es gibt ihn in allen Sparten.

  27. Steinlaus sagt:

    @ Zweifler

    Ergänzend zu Ihren Beispielen: Müssten wir ein “Besser” oder “Schlimmer” definieren, müsste das jeweilge Mass an Vernachlässigung / Instrumentalisierung miteinbezogen werden.

  28. erna sagt:

    Zu @ Zweifler an Steinlaus

    Da regt sich nun mein Widerspruchsgeist. Nur grad diese beiden Möglichkeiten zu vergleichen scheint mir unhaltbar. Zudem Freikirchenmitgliedschaft ist in so manchem Fall eine Wahl, dass Eltern ausser Haus sind weil sie einem Broterwerb nachgehen, nicht.

    Was Sie in Ihrem vormaligen Posting beschrieben haben nennt sich Wohlstandsverwahrlosung und hat denn eher mit der Familiendynamik an sich zu tun, welches Verhalten sich innerhalb einer Familie entwickelt. Das sind Leute, denen es salopp gesagt zu gut geht. Jugendliche z.B. haben Eigenverantwortung wahrzunehmen, die müssen nicht zwingend Anlass zum Einschreiten öffentlicher Organe werden, da sind arbeits-abwesende Eltern in meinen Ohren faule Ausrede für mieses Verhalten. Auch Drogenkonsum kann mit Kirche nicht unbedingt vermieden werden, weil da ganz andere Faktoren ausschlaggebend sind (z.B. Drogendealer im Pausenhof von Primarschulen und so). Ich will damit nicht sagen, dass man Jugendliche Delinquenten fürs Leben “brandmarken” soll, da aber NUR Eltern und die Kirche als Allheilmittel heranzuziehen scheint mir unzulässig. Die Kinder, die Sie beschreiben haben eben schlechte Charaktereigenschaften entwickelt und sind offenbar trotzdem inzwischen die Justiz auf sie aufmerksam wurde nicht einsichtig. Der no-return-Punkt ist da wohl schon überschritten.

  29. erna sagt:

    @ Zweifler

    Menschen, die ihrem Leben keine Ausrichtung geben können oder wollen kann niemand “retten” resp. ihnen “helfen”. So hart das tönt, es ist so. Entscheidet sich jemand nicht zu irgend einer Form von Lebensstil verliert er sich eben irgendwo im nichts. Auch wer sich Hilfe holt oder der erst Recht ist für sein Leben selbst verantwortlich. Wenn da Menschenverführer (manche Freikirchen und Sekten oder selbsternannte Gurus) am Werk sind kann das absolut zerstörerische Folgen zeitigen, ganze Familien regelrecht kaputt machen. Ich nehme an, H. Stamm hat in dieser Hinsicht manche Geschichte erzählt bekommen.

  30. poi sagt:

    @ erna
    Ich möchte ihre Aussage, dass sich Homöopathen gründlich irren können gerne ergänzen. Homöopathen sind nicht in der Lage sich zu irren, da ihre Methode auf einer völlig irrationalen Basis, auf einer Idee eines Arztes aus dem 18 J.H. beruht.
    Quasi auf irrationalen Grundannahmen ( wie z.B. Wasser habe eine Art Gedächtnis, könne also Denken, von Nichts kommt Viel, etc.).
    Das ganze Praxis-Rundherum-Brimborium dient der emotionalen Anbindung des Hilfesuchenden (Zuhören, Trösten, Placebos verabreichen, Rechnung stellen). Da übernehmen dann die sogenannten Alternativheiler alles von konventionellen wissenschaftlich fundierten Fachärzten. Homöopathen sind Trittbrettfahrer, sobald es ernst wird mit dem Leiden der Hilfesuchenden verschwinden sie ins geliebte 18 J.H. zurück und verdünnen weiter.
    Ich kenne keinen Arzt (abgesehen von ein paar Abendteurer , sie selber aus irratiionalen Gründen oder Gewinnsucht da mitmischeln) der mit Homöopathen zuammenarbeiten würde.

  31. Olive sagt:

    @Frl.Melanie

    “Die Homöopathie schenkt der Haut eine wesentlich grössere Beachtung als die Schulmedizin es tut.”

    Das ist eine reine Erfindung. Ich kann nur jedem Homöopathigläubigenempfehlen, einmal ganz genau nachzulesen, was Samuel Hahnemann tat, was er mit seinen damaligen Kenntnissen von Anatomie und Krankkheiten für Schlussfolgerungen zog .

  32. erna sagt:

    @ poi

    Das Gefährliche daran ist, dass diffuse Symptome und Auswirkungen auf ernsthafte Erkrankungen mit möglicherweise unbehandelt irreversiblen Schäden hinweisen können. Und da muss die Schulmedizin seriös abklären, ausschliessen, beobachten und allenfalls einem Spezialisten zuweisen können. Deswegen würde ich schon gar nicht mit Kindern, die noch im Wachstum sind, so jemanden aufsuchen.

  33. erna sagt:

    @ poi

    Aber so kurbelt man mit Volkes Willen verschiedene Märkte an. Kürzlich habe ich die etwa 20%-ige Prämienerhöhung mitgeteilt bekommen, was nicht anders zu erwarten war. Denn, wie Sie vermerkt haben, auch relativ erfolglose, aus irgendwelchen Gründen aber anerkannte, Gesundbeter stellen Honorarrechnungen aus.

  34. Fräulein Melanie sagt:

    @ Olive

    Hahnemann war ein Genie.

    Er hatte Schulmedizin studiert und begleitete hernach Joseph Quarin,
    den Leibarzt der österreichischen Kaiserin auf seinen Visiten.

    Mit dieser Reputation wäre es ihm ein leichtes gewesen, eine höchst erfolgreiche Laufbahn als Arzt einzuschlagen.

    Hahnemann erkannte jedoch, dass er mit der damaligen Medizinalkunst den Menschen mehr Schaden als Nutzen zufügte.
    Ein Tatbestand, welcher heutzutage kaum ein Arzt in Abrede stellen würde.
    Diese Erkenntnis hatte für Hahnemann weitreichende Konsequenzen.

    Statt es sich gut gehen zu lassen als angesehener Arzt führte er ein unstetes Leben, das eher von Armut geprägt war.

    Es gibt im Haug Verlag ein dickes Buch mit Hahnemann Briefen.
    Darin kann man mit erstaunen feststellen, Hahnemanns denkt wie ein moderner Mensch,
    es ist kaum zu glauben, wenn man diese Briefe liest, dass Hahnemann vor 200 Jahren gelebt hat.

  35. Moria sagt:

    STEINLAUS
    Dein ehrlich und menschliches Engagement in diesem Blog beeindruckt – danke auch Herrn Stamm, auf solch berechtigte Befindlichkeit einzugehen!

    Doch, doch stosse noch so gerne mit Dir an – machen wir dann vor, nach oder bei einem offiziell bekannten Geheimtreffen der anderen Art, unter Ausschluss der Blogoeffentlichkeit, wobei wie gewohnt jedermann/frau (sogar sambatanzende Transvestiten) willkommen sind……! Die ‚secrete mailinglist’ publizieren wir dann unerkenntlich im Blog…… Salud pfiffige Steinlaus!

    b oh beh….:
    tut halt den Evangelikanen weh….

    JANINAIA
    Sie muessen einfach stillschweigend und demuetig (darin sind Sie ja geuebt…..worden…..) zur Kenntnis nehmen, dass Ihnen STEINLAUS und b) himmelhoch, beinahe goettlich, geistig aber vorallem menschlich ueberlegen sind!
    Das kann’s geben – ist doch nichts dabei…….nur lehnen Sie sich dagegen nicht auf diese widerliche Art auf, sonst wird’s noch eindeutiger!
    Wenigstens wir beide treffen uns dann in der Hoelle…..

    Homoeopathie – Anbeter…….
    Die ‚beeindruckendsten’ Beispiele aus der erfolgreichen Alternativmedizin ueberzeugen mich stets restlos, nachdem diese nach verschiedenen schulmedizinischen Eingriffen erfolgreich wurden….. Unglaubliche Effizienz, ja erschlagende Zauberei! Einfach Magie!

    FELIX
    Spaeter zu passivem und aktivem Mord……durch Hunger!

  36. Olive sagt:

    @Frl.Melanie

    das war er ganz bestimmt nicht. Einige Erfolge hatte er tatsächlich, weil die damals drastischen Heilmethoden der Schulmedizin oft gefährlich waren ( Laxieren, Purgieren ) und er deshalb mit seinen Mitteln weniger Schaden anrichtete.
    Ansonsten beruhte schon seinChinarindenversuch auf einem Irrtum.
    Finde leider grad den Originalartikel zum Chinarindenversuch von Prof. Dr. med. Ernst Habermann nicht mehr, aber hier einiges dazu
    http://www.aerzteblatt.de/V4/archiv/artikel.asp?id=8418

    Was er sonst für moderne Gedanken hatte, entzieht sich meiner Kenntnis, aber seine Schlussfolgerungen im Bezug auf die “geistartigen Verstimmungen ” und deren Behandlung mittels “potenzierten”, sprich unendlich verdünnten Mitteln sind eindeutig dem Reich der Phantasie zuzuordnen.

    Einer, der aus dem Auge des Hurrikans schreibt:
    http://www.heise.de/tr/artikel/Homoeopathika-sind-Placebos-275378.html

  37. erna sagt:

    @ Fräulein Melanie

    Dann empfehle ich Ihnen gelegentlich den dicken Schmöker “der Medicus” zu lesen – gibts auch als Hörbuch, das man bequem beim Bügeln hören kann – was da mit medizinischem Fortschritt umschrieben wird. Es gab einen namhaften arabischen Arzt dessen Werk unsere heutige Medizin nachhaltig beeinflusst hat, das nicht eben im Sinne des “Heiligen Stuhls” war.
    Man kann unterschiedliche Überzeugungen hegen aber das eine mit dem anderen verquicken funktioniert nicht.

  38. Olive sagt:

    @Frl.Melanie

    das war er ganz bestimmt nicht. Einige Erfolge hatte er tatsächlich, weil die damals drastischen Heilmethoden der Schulmedizin oft gefährlich waren ( Laxieren, Purgieren ) und er deshalb mit seinen Mitteln weniger Schaden anrichtete.
    Ansonsten beruhte schon seinChinarindenversuch auf einem Irrtum.
    Finde leider grad den Originalartikel zum Chinarindenversuch von Prof. Dr. med. Ernst Habermann nicht mehr, aber hier einiges dazu
    aerzteblatt.de/V4/archiv/artikel.asp?id=8418

    Was er sonst für moderne Gedanken hatte, entzieht sich meiner Kenntnis, aber seine Schlussfolgerungen im Bezug auf die “geistartigen Verstimmungen ” und deren Behandlung mittels “potenzierten”, sprich unendlich verdünnten Mitteln sind eindeutig dem Reich der Phantasie zuzuordnen.

    Einer, der aus dem Auge des Hurrikans schreibt:
    .heise.de/tr/artikel/Homoeopathika-sind-Placebos-275378.html

    Bei den links noch die nötigen Adress-Buchstaben davorsetzen.

  39. Janine sagt:

    DIE TOLERANZ DER ATHEISTEN IM BLOG:

    SEI TOLERANT, SOLANGE DER ANDERE GLEICH DENKT, WIE DU…………………..!!

  40. Janine sagt:

    @ Moria

    “Sie muessen einfach stillschweigend und demuetig (darin sind Sie ja geuebt…..worden…..) zur Kenntnis nehmen, dass Ihnen STEINLAUS und b) himmelhoch, beinahe goettlich, geistig aber vorallem menschlich ueberlegen sind!”

    Aber hoppla !! Es hat mal eine Zeit gegeben im Blog, als die gleiche Steinlaus Ihnen bös an den Karren fuhr und den Blog sogar wegen Ihnen und Ihrer menschenverachtenden Truppe verliess. Aber irgendwie fehlten ihr dann die Streichelheiten des Rudels der Verlogenheit. So schloss sie diesen erniedrigenden Kompromiss, sich wieder Ihrem bedenklichen Weltbild zu unterwerfen, um dann solche Beiträge lesen zu dürfen.

  41. Fräulein Melanie sagt:

    @ Erna

    Der Medicus IST EIN ROMAN: Das heisst FIKTION.
    Ich konfrontiere mich lieber mit der Realität.

    @ Olive
    Ich kenne diese Gegenargumenteleier zu Genüge, die Orgel rauf und runter …

    @ Janine

    Ganz genau, sie bringen es auf den Punkt.
    Oder anders ausgedrückt,
    die intolerantesten Chläuse der ganzen Schweiz dürften unter den Atheisten im Hugo Stamm Blog zu finden sein.

  42. Fräulein Melanie sagt:

    @ Janine

    Nein Janine wirklich, Steinlaus hat diesen dramatischen Wandel durchgemacht ?
    Jaja, Steinlaus ist halt Sternbild Löwe, die halten es nicht lange durch, wenn sie nicht im Mittelpunkt stehen können.
    Und Moria mit ihren intuitiven Astrologiekenntnissen hat diesen Umstand gnadenlos ausgenutzt.

  43. Janine sagt:

    @ Steinlaus

    Anscheinend will “b” mit Ihnen im Schlepptau ja alles besser wissen………also sind Sie beide die Besserwisser.

    Und wer sagt, dass das was “b” und Sie hier verzapfen, der Wahrheit entspricht ? Sie wissen genau, dass seit Jahren immer wieder idiotische Geschichten im Blog erfunden werden, weil die Argumente gegen religiöse Menschen fehlen. Seit Sie sich wieder der Moria-Verlogenheit unterworfen haben, ticken Sie genau gleich. Auch der Moria-Schutz wird Ihnen da nicht helfen. Moria ist kein Gegner, sondern jemand, der mir leid tut. Destruktiv ist einzig und alleine Ihr Weltbild und die Fundamentalisten werden Sie einzig und alleine in Ihren Reihen finden. Die wahre Freiheit finden Sie nur in Gott………alles andere ist reiner Selbstbetrug.

  44. Fräulein Melanie sagt:

    @ Janine

    Also, dass b Dobra ist, das können Sie vergessen.

  45. Janine sagt:

    @ Fräulein Melanie

    Tatsache Melanie…….Steinlaus war mal ganz normal und hat den Blog wegen immer primitiveren Intrigen von Moria für eine ganze Weile verlassen. Zurück kam dann die “Steinlaus 2”, von der ich bis heute nicht überzeugt bin, ob sie nicht ein Kunstprodukt von Moria ist, um die eigene Niederlage zu beschönigen. Wer die Steinlaus von früher kannte, wird keine Gemeinsamkeiten mit der Steinlaus von heute finden. Und wenn man sieht, wie sich Steinlaus gerade bei “b” und Moria anbiedert, dem wird einiges klar………….

  46. Fräulein Melanie sagt:

    @ Janine

    Danke für die Warnung, Moria began gerade etwas an Sympathieboden bei mir gut zu machen.

    Ich schätze Sie so ein, dass sie die Erste sein wird,
    welche das sinkende Atheistenschiff verlassen wird, wenn sie die Wahrheit erkennen muss.

  47. erna sagt:

    @ Fräulein Melanie

    Natürlich ist das ein Roman, habe ich was anderes gesagt? Ein Roman der Archiv-Material aufgebaut ist. Jener Zeit nachempfunden. Haben Sie ihn auch gelesen? Wenn Sie Briefe gebunden von einem zeitgenössischen Schriftsteller kommentiert, liegen ebenfalls Unsicherheitsfakten vor. Nämllich, ist die Sammlung wirklich echt und vollständig und werden Sie richtig interpretiert. Wie haben sich Zeitgenossen und Patienten dazu geäussert. Prüfen können wir diese Zusammenhänge nicht mehr, weil alle Betroffenen tot sind und grade von armen Leuten nichts Schriftliches erhalten ist, weil die vermutlich gar nicht schreiben konnten oder verstorben sind ehe sie zum Arzt gingen oder es sich gar nciht leisten konnten einen Arzt aufzusuchen oder Letzteres nicht taten, weil Krankheit u.A. als Folge von Sünde ausgelegt werden konnte. Ich lege Ihnen einen Besuch im Basler Apotheker-Museum warm ans Herz, damit Sie vergleichen können, welche Alternativen Menschen aus jener Zeit hatten. Vielleicht werden Ihnen da noch andere Zusammenhänge klar, die nicht auf Beharren auf etwas beruhen und etwas einseitiger Lektüre (auch wenn sie auf handschriftlichen Dokumenten beruht).

  48. Fräulein Melanie sagt:

    @ Erna

    Selbstverständlich kenne ich das Basler Apothekenmuseum.
    Gefällt mir sehr gut, fühlte mich dort wie zu Hause.
    Ich war sogar da in einer der Museumsnächte, wo eine interessante, alchemistisch angehauchte Führung stattfand.
    Schummrige Dunkelheit, ausgetrocknetes Krokodil hängend vor giftgrüner Beleuchtung, einfach heimelig.
    Auch Mörgelis “Museum” kann ich Ihnen sehr empfehlen.
    Herzlichen Dank für Ihr Engagement,
    aber die Medizingeschichte ist mir nicht gänzlich fremd.

  49. Olive sagt:

    @Frl.Melanie

    “Ich kenne diese Gegenargumenteleier zu Genüge, die Orgel rauf und runter …*
    Dass Sie es Gegenargumentenleier nennen, zeigt , dass Sie sie eben nicht kennen. Ich sag ja, lesen und nachdenken.

  50. Steinlaus sagt:

    @ Janine
    @ all

    “Steinlaus war mal ganz normal und hat den Blog wegen immer primitiveren Intrigen von Moria für eine ganze Weile verlassen.”

    Nein, ich war damals nicht “normal” (was immer das auch ist). Ich war zerrissen und ausgespannt zwischen der unendlichen Weite meiner Seele und religiösen Ideologien, die mich über viele Jahre geprägt und meinen Geist, mein ganzes Sein und mein Denken auf unerträgliche Art und Weise beengt haben.

    Ich habe notwendigerweise die Auseinandersetzung damit gesucht. Es war eine unglaubliche Herausforderung für mich, für das Empfinden der Weite meines Geistes und meiner liebenden Seele passende Worte zu finden. Heraus kam über Monate oft ein pathetisches Gesäusel, das für mich selber zunehmen unerträglich wurde. Oft bin ich fast erstickt an meiner Unfähigkeit, adäquat zu beschreiben, was so dringlich hätte ausgedrückt werden wollen.

    Ich bin aus unerfindlichen Gründen davon ausgegangen, hier, im Stamm-Blog, einen geschützten Raum zu finden, um über wichtige Lebensfragen, über Spiritualität und Religion zu diskutieren. Dabei habe ich mich sehr exponiert und immer wieder schockartig den Boden verloren. Diesbezüglich hat meine traumatische Vergangenheit mir auch immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

    Manchmal habe ich den Glauben an gelebte Menschlichkeit verloren und dabei fiel meine Seele in altbekannte Abgründe. Ich haderte mit mir selber, mit dem Blog, mit der Welt. Verlor dabei ab und zu sogar meinen Lebensmut, weil ich meinte, für Liebe und Licht sei kein Platz mehr auf dieser Welt. Ich meinte, mein Mensch-Sein genüge nicht und ich hätte meine Chance, Mensch unter Menschen sein zu dürfen, verwirkt.

    Und ich konnte nicht verstehen, dass das Wunderbare in diesem Blog oft mit Füssen getreten wird. DAS war der Grund für meinen Ausstieg damals. Es stimmt, dass ich mit Moria eine Auseinandersetzung hatte. Ganz sicher aber war nicht Moria der Grund für meine offensichtliche Überforderung hier! Moria, es tut mir sehr leid, dass du damit in Zusammenhang gebracht wirst.

    Heute bin ich unendlich dankbar dafür, dass dieser Blog keiner “geschützten Werkstatt”, keinem “Kuschelblog” gleichkommt. Nur so konnte ich mich dieser so notwendigen Herausforderung stellen, konnte überprüfen, ob meine Weltanschauung, meine Sicht, mein Fühlen und Mensch-Sein standhält. Dass ich den Weg in ein religionskritisches und nicht in ein Hallellujah-Forum gefunden habe, war für mich aus heutiger Sicht eine existenziell wichtige Chance.

    Ich habe mich auf verschiedenen Ebenen befreien und weiterentwickeln können und dafür danke ich allen, auch Ihnen, Janine. Ein ganz besonderer Dank geht an Hugo Stamm und sein Team. Was ich hier mitnehme, ist ein unbezahlbares Geschenk. Dazu gehören auch einige Freundschaften, die Teil meines Glücks, meiner Zufriedenheit, meines Reichtums sind.

    Ob ich deswegen heute normaler bin? Ich weiss es nicht – normal wird eine Steinlaus wohl niemals sein. Aber etwas weiss ich: Ich habe einen weiteren Teil meines Lebens zurückerobert!

    Damit beende ich für den Moment die Diskussion mit Ihnen, Janine, denn ich bin nicht hier, um Krieg zu führen und gegen jemand oder etwas zu kämpfen. Meine Motivation, hier zu schreiben, steht dem diametral gegenüber: Ich möchte aufbauen, nicht niederreissen.

    Damit wünsche ich allen einen schönen Sonntag!