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Das Klassentreffen der unheimlichen Patrioten

Hugo Stamm am Samstag den 31. Oktober 2009

Krise und Klima der Verunsicherung fördern den Aberglauben und sind Wasser auf die Mühlen von Sektierern und Weltverschwörern. Diese nutzen die Gunst der Stunde und rotten sich immer mehr zusammen. Ausserdem wagen sie zunehmend den Schritt an die Öffentlichkeit. Wohin dies führt, habe ich in einem Artikel im Tages-Anzeiger vom 31. Oktober aufgezeigt:

Grosser Empfang für Weltverschwörer und Sektierer in der Olma-Halle: Stargast beim Anti-Zensur-Koalitions-Kongress ist Scientology-Boss Jürg Stettler.

Zum Kongress der Anti-Zensur-Koalition (AZK) von heute Samstag in St. Gallen hat der 53-jährige «Apostel» Ivo Sasek eingeladen. Der ehemalige Zürcher Automechaniker verbreitet mit seiner grossen, international tätigen Sekte Organische Christusgeneration (OCG) seit vielen Jahren Drohbotschaften. Nach biblischer Doktrin propagiert er beispielsweise die Züchtigung der Kinder mit der Rute. «Du errettest sein Leben», behauptet Sasek, «blutige Striemen schützen vor der Hölle.»

Sasek wurmt es seit langem, dass seine Gemeinschaft mit Sitz in Walzenhausen AR in der Öffentlichkeit als Sekte wahrgenommen wird und seine Anliegen in den Medien kaum Gehör finden. Deshalb startete er zusammen mit seiner Frau politische Aktionen und gründete die AZK. Aus dem Sektenumfeld stammt auch die Anti-Genozid-Partei (AGP), die gegen die staatliche Überwachung kämpft. Die AGP hatte Unterschriften für das Referendum gegen die biometrischen Pässe gesammelt. Die Partei ist überzeugt, dass die Bevölkerung bald mit implantierten Chips überwacht wird.

Die Anti-Zensur-Koalition hat sich in kurzer Zeit zu einem Forum für Sektierer entwickelt. Sasek organisiert regelmässig Konferenzen, die Hunderte Besucher anlocken. Die Stossrichtung lässt sich aus den Artikeln der «Anti-Zensur-Zeitung» ablesen. Es geht um die «tödlichen Mobilfunkstrahlungen», die «Nebenwirkungen der Homosexualität» («hohe Suizidrate, Depressionen, Ekel vor sich selber»), den Schwindel über die Klimaerwärmung, die neue Weltordnung und die Unfruchtbarkeit durch Gennahrung. In dieses Themenfeld passen auch antisemitische Töne. Die AZK-Zeitung zitiert einen Artikel der «Basler Nachrichten» vom 13. Juni 1946, wonach sich die Zahl der jüdischen Opfer im Zweiten Weltkrieg lediglich zwischen 1 und 1,5 Millionen bewegt habe. Ausserdem äussert das Blatt die Vermutung, dass die Schweinegrippe mithilfe der Gentechnik hergestellt worden sei und nun als militärische Waffe für biologische Kriegsführung diene.

Aufschlussreich ist auch die aktuelle Referentenliste. In der Olma-Halle wird Scientology-Chef Jürg Stettler erklären, «was Scientology wirklich ist». Weitere Redner werden den «Impf-Terrorismus» anprangern und gegen die Klimalügen wettern.
Warnung vor den Illuminaten

Bei einer früheren Konferenz in Chur propagierte Harald Baumann die «Germanische Neue Medizin» des Scharlatans Geerd Hamer, ein anderer Referent beschwor die drohende Eugenik und die neue Weltordnung, und die Impf-Kritikerin Anita Petek Dimmer vom Verein Aegis warnte vor den Impf-Gefahren. In einem weiteren Vortrag wurde die Gefahr der Illuminati, der geheimen Weltregierung, thematisiert.

Obwohl der Eintritt in die Olma-Halle gratis ist, zieht die AZK die Konferenz professionell auf. Die Referenten werden auf mehrere Leinwände projiziert und ihre Vorträge in verschiedene Sprachen übersetzt. Ein grosser Kamerakran kann Publikum und Vortragende effektvoll ins Bild rücken. Selbst die Verpflegung in den Pausen ist kostenlos. Moderiert werden die Grossveranstaltungen von Sektengründer Sasek persönlich. Ein grosses Orchester sorgt für einen würdigen Rahmen. Die eigens komponierte AZK-Hymne wird von sechs seiner zehn Kinder gesungen, wobei die Töchter in züchtigen langen Röcken auftreten.

Ralph Engel, Abteilungsleiter bei den Olma-Messen St. Gallen, stützt sich auf den Entscheid der Gewerbepolizei ab, die den Kongress bewilligt hat. «Wir halten uns aus der politischen und gesellschaftlichen Diskussion heraus», erklärt er. Er werde aber genau prüfen, ob die Veranstalter sektiererisch auftreten oder gegen Sitten und Gebräuche verstossen werden.

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1.020 Kommentare zu “Das Klassentreffen der unheimlichen Patrioten”

  1. Moria sagt:

    HEUBAUCH
    es ist schon nicht einfach, sich von Deinen abstrusen Unterstellungen so locker zu erholen….. man(n) muss schon eine verdorbene Fantasie haben, wenn man durch das Erwaehnen eines in der Tat einmalig kuenstlerisch wertvollen Friedhofs auf Mord, Totschlag und Folter schliesst. Was fuer eine Fantasie belastet denn Dich zur Zeit?
    Aha, jede Aussage laesst sich von drei Seiten kommentieren:
    – von derjenigen, was der/die VerfasserIn wohl ausdruecken wollte
    – von einer hinterfragenswuerdigen
    – von einer perfiden
    Leider bist Du seit geraumer Zeit letzterem total verfallen.

    Wie der Blog doch wechseln mag
    HB Honig bracht am ersten Tag
    doch seither – schwer ich es ertrag
    Unterstellungen, die ich gar nicht mag!

    b:
    Utensilie fuer Dich gebucht……

  2. b sagt:

    Moria
    kanns kaum erwarten! 🙂
    Das einzige, was meinem Kopfe steht!

  3. Moria sagt:

    Heubauch
    noch was, so locker kann man uebrigens aus solchen, wie Du sie nennst “satan-unter-den-füsslein-sekten” gar nicht immer austreten. Frag einmal H. Stamm dazu – er hat offensichtlich schon unvorstellbare Dramen dazu erlebt. Denke ich da z.B. an die Biographie und den Ausstieg von Lea Laasner > Alleine gegen die Seelenfaenger!

  4. Moria sagt:

    b:
    Du musst aber noch bis naechsten Maerz warten……
    Aber eigentlich weisst Du ja, es kommt nicht darauf an, was fuer eine Kappe man auf dem Kopf hat, sondern was fuer einen Kopf man/frau unter der Kappe. Und das ist bei Dir auch schon so erstaunlich……!

  5. b sagt:

    bei Dir aber auch!! 🙂

    Meine Reiseleiterin durch Chile hatte so ein Ding drauf… original aus Kuba… lebt halt “das andere Modell”…heute Schuhe aus Brasilien, morgen einen Silberschmuck aus Peru
    ich mache höchsten mal eine Stipvisite
    und ich freu mich schon! DAS MUSS ich noch EIN MAL haben!

    (Du glaubst es nicht?? da gibt es bei uns entsolidarisierte Republikflüchtige, die sich einen tollen Lenz machen in kapitalistischen Staaten, zu Operationen zurück kommen, und sich nach 65 auf einen weiteren Wechsel nach Chile einstellen, weil ihre Rente in USA oder Kanada nicht ausreichen würde und sie auf die Gemeinschaft und biligere Lebenshaltunmgskosten hoffen)

  6. Moria sagt:

    b:
    …entsolidarisierte Republikfluechtige > heisst es da nicht so zutreffend: zustaendig ist da eine Geisteshaltung, die sich selbst nie entflieht?!

  7. b sagt:

    @ Ronnie (im Regen)

    lieber Blocken als Bloggen! 😕

  8. Steinlaus sagt:

    @ Anna

    “Ich habe lediglich eine Frage gestellt, und geschrieben (von Anfang an), dass ich auf diese Frage keine Antwort weiss. ….Mir scheint, dass Sie mir nun eine Meinung unterstellen, die ich nie vertrat.”

    Es ist richtig, dass Sie in Ihrem ersten Posting einzig diese Frage aufgeworfen haben. In Ihrem zweiten Beitrag dazu haben Sie geschrieben: “Aber vorstellen könnte ich es mir durchaus, genau so wie ich auch vermute, dass ein Journalist “Realität” nicht nur abbildet, sondern schafft.”

    Und genau dazu (also zu Ihrer Vorstellung) habe ich Stellung genommen. Es liegt mir fern, Ihnen etwas zu unterstellen zu wollen, allerdings sehe ich wirklich nicht, wo ich dies getan haben sollte.

  9. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    “Piusbruderschaft lobt Meisner für NS-Vergleich – Nach seinem umstrittenen NS-Vergleich hat Kardinal Joachim Meisner Zuspruch von der Piusbruderschaft erhalten. Der Kölner Erzbischof hatte dem Evolutionsbiologen Richard Dawkins ein mit der Nazi-Ideologie vergleichbares Weltbild vorgeworfen. Es war nicht der erste umstrittene Vergleich, den Meisner zog.” (5.11.09)

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article5095138/Piusbruderschaft-lobt-Meisner-fuer-NS-Vergleich.html

  10. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches aus der Kräuterküche der erzkatholischen Internetseite kreuz.net:

    Zitat: “Sogenannte Wissenschaftler haben den nächsten sensationellen Fund gemacht. Doch bei genauerem Hinschauen erweist sich die Sache als heiße Luft. – Ein schönes Beispiel für das gegenwärtig populäre Evolutions-Märchen lieferte der Journalist Jonathan Amos am 1. Oktober auf der Webseite des ‘Britischen Rundfunks’…”

    http://www.kreuz.net/article.10107.html

  11. vietcong sagt:

    @ Romeo

    träum weiter. jeder der sich in allmachtsfantasien suhlt, wird eben deshalb blind für die wirklichkeit und wird eher über kurz denn lang, vom schnellzug der zeit überrollt. scientology lebt nur von den schwachen und dummen, was euch jegliche basis entzieht. ihr habt gar nichts. mit lügen und betrügen schafft man es zuweilen recht weit, aber: ehrlich währt am längsten. darum währt ihr nicht am längsten.

    @ ronnie

    “Zurück zu den Wurzeln, Leute. Und diese Zeit, so GLAUBE ich, liegt in nicht allzuweiter Ferne. Denn: Was die Milliardäre gerade mit uns abziehen, geht auf keine Kuhaut!”

    da muss ich dich enttäuschen. früher, bei den roots, da war es nicht anders. es gibt immer ein paar wenige, reiche, mächtige die mit dem rest spielchen spielen.

  12. vietcong sagt:

    janine schreibt:

    “Jedes Land, wo sich Leute nicht frei für oder gegen ein Regime entscheiden können, ist das Hinterletzte”

    das schreibt ausgerechnet einer, der für einen christlichen gottesstaat kämpft, bei dem es nur ein für oder wider gott gibt. der religiöse diktator der sich für einen demokratischen staat einsetzt. lächerlich.

  13. vietcong sagt:

    janine kritzelt

    “Seit wann kann man jemanden zum Glauben zwingen ?”

    schon seit jeher kann man die leute zum glauben zwingen. einfach ein dickes buch schreiben, ein paar todsünden benennen, kirchen bauen und unschuldige frauen verbrennen. die leute werden in schaaren kommen um zu glauben. das kann jeder, darum gibts ja auch so viele sekten.

  14. swisswulf sagt:

    Die Seele baumeln lassen, entspannen, sich verwöhnen lassen, und dabei die Geissheit haben, dass Leutz wie Atajana hier nicht auftauchen. Sie würden unweigerlich “das Böse” (fremde, entblöste) Frauen sehen. Viele Wellnessbereiche sind ja ausschliesslich unbekleidet zu betreten.

    Ich wünsche allen einen entspannenden Tag.

    Greetz swisswulf

  15. Fräulein Melanie sagt:

    @ alexia-mimosa dominguez:

    05.11.2009 um 11:48
    was verstehen sie eigentlich konkret unter “wissenschaftsgläubigkeit”? meinen sie damit,
    (1) dass man einfach jedem der einen doktortitel hat alles glaubt
    oder meinen sie,
    (2) dass man (nur) glaubt was nach wissenschaftlichen methoden bewiesen worden ist?

    weder noch.
    Ich schrieb von BLINDER Wissenschaftsgläubigkeit, was mir ein grosser Unterschied erscheint.

    Ich gebe Ihnen ein Beispiel, was ich unter blinder Wissenschaftsgläubigkeit verstehe.

    Ein Kind litt monatelang unter einer Hautkrankheit, welche die Schulmedizin nicht in den Griff bekam.
    Schliesslich suchte die Mutter in ihrer Hofnungslosigkeit eine Heilpraktikerin auf,
    welche mit Pendeln die benötigten homöopathischen Heilmittel ermittelte.

    In kurzer Zeit verschwand die Hauterkrankung unter dieser Therapie, die Heilpraktikerin freute sich sehr über diesen Erfolg.
    Aber schon bald bekam sie grossen Aerger.
    Ein Arzt schrieb ihr mit der tatkräftigen Unterstützung der Mutter einen ganz bösen Brief,
    worin zu lesen war, was für eine unmögliche Kurpfuscherin sie ist.

    Einige Jahre später wurde die Mutter mit einem jüngeren Kind bei der Heilpraktikerin vorstellig.
    Dieses Kind hatte dasselbe Problem.
    Die Mutter tat so, als ob sie die Heilpraktikerin nicht kenne.
    Am Liebsten hätte die Theapeutin die Mutter zurück zur Schulmedizin geschickt,
    aber mit Rücksicht auf das Kind führte sie dann doch die nötigen Behandlungen durch.

    Blinde Wissenschaftsgläubigkeit ist für mich z.B., wenn man der Alternativmedizin gar keine Chance gibt.
    Und dann, wenn man in der Not hingeht, den Erfolg dem Zufall zuschreibt.

    Alles hat seinen Platz, in diesem Fall die Schul- und die Alternativmedizin.
    Alles zu seiner Zeit am rechten Ort, das erscheint mir der beste Weg.
    Alles andere hat mit unseliger Rechthaberei zu tun, welche nur schadet.

  16. Ronnie sagt:

    Ich wünsche allen BloggerInnen einen wunderschönen, erfüllenden, sinnträchtigen Tag. Ganz besonders denke ich dabei an den lieben, guten Felix Brunschwiler.

  17. Olive sagt:

    @Fräulein Melanie

    was genau hat denn diese Heilpraktikerin gemacht?
    Wenn sie einen solchen Fall als Beispiel bringen, dass man der Wissenschaft nicht blind trauen darf, müsste man mehr wissen, sonst ist das halt eine Geschichte.
    “Zurück zur Schulmedizin”
    Erzählen Sie doch mal Geschichten von Leuten, denen diese geholfen hat, aber das macht von den Alternativgläubigen niemand, im Gegenteil, sie freuen sich, wenn sie von jemand hören, dass “die Schulmedizin” versagt hat, aber der Placeboeffekt oder die Selbstheilungskraft wohl.( die übrigens bei jedem Heilungsprozess die grösste Rolle spielt)

    Zu glauben, dass einem ein Arzt möglicherweise weiterhelfen könnte, ist bestimmt keine blinde Wissenschaftsgläubigkeit, sondern nur vernünftig, denn das hat er ja gelernt. Das wichtigste ist mal die Diagnose.
    Die können meist die gut stellen, die sich in Anatomie, Physiologie und Pathologie auskennen, bezw. das gründlich gelernt haben, was man von pendelnden, wabernden Heilpraktikern nicht immer sagen kann.
    Sie gehen ja für einen Hausbau zum Baumeister und Architekten und nicht unbedingt zu Mike Shiva. Der kann evt. für andere Sachen nützlich sein.

  18. Olive sagt:

    @Ronnie

    Ihre Stimmungswechsel sind frappierend.

  19. Fräulein Melanie sagt:

    @ Olive

    Ich kenne einige Fälle, in welchen die Alternativmedizin gute Dienste geleistet hat.
    Dieses konkrete Beispiel erwähnte, um BLINDE Wissenschaftsgläubigkeit zu illustrieren.

    “was genau hat denn diese Heilpraktikerin gemacht?”
    Aus meinem Text geht klar hervor, dass die Heilpraktikerin homöopathische Mittel benutzt hat.

    Wenn ich Leute, welche sich schulmedizinisch behandelt haben lassen,
    frage, was der Arzt konkret gemacht hat,
    bekomme ich auch keine besseren Informationen.
    Ganz schlimm sind diese Patientenrückmeldungen, wenn es um Operationen geht.
    Deshalb verweise ich die berichteten Erfolge trotzdem nicht in die Welt der Fantasie.

    Dass Sie einen Zusammenhang herstellen zwischen Mike Shiva und einem Baumeister oder Architekten verstehe ich nicht.
    Mike Shiva hat sich bisher nicht angemasst, irgendetwas vom Bauen zu verstehen.

    Eine Heilpraktikerin betätigt sich aber schon per definitionem im Heilwesen.

  20. Nada sagt:

    @Olive: Sie gehen ja für einen Hausbau zum Baumeister und Architekten und nicht unbedingt zu Mike Shiva.

    Es gibt auch Architekten und Mediziner, die pfuschen. Eine Portion Skepsis schadet deshalb beim Arztbesuch nicht. Trotzdem gehe ich mit ihnen einig, dass bei ernsthaften Krankheiten ein ausgebildeter Mediziner zu konsultieren ist. Dass Mike Shiva in der Baubranche tätig ist, ist mir neu. Was baut er denn? Luftschlösser?

  21. Rabbi Jussuf sagt:

    @Olive
    Ich könnte Dir einige krasseste Beispiele aufführen, was für verkehrte und gefährliche „Diagnosen“ von Heilpraktikern gestellt wurden. Es hätte sogar ein Laie gemerkt, dass die grundfalsch waren.
    Nichts dagegen, dass man zu Homöopathen oder Heilern geht, so man dafür empfänglich ist – wenn man zuvor bei einem richtigen Arzt war.

    Ich denke auch, dass z.B. die Homöopathie durch ihren enormen Plazeboeffekt helfen kann, Kosten zu sparen.
    Aber, immer wieder zu sehen, der Besuch bei Heilpraktikern führt leicht zu einem psychischen Abhängigkeitsverhältnis, dass sich katastrophal auswirken kann.
    Warum? Alle Heilpraktiker (inkl. Homöos) bedienen sich einer undurchsichtigen Praktik. Es basiert auf „besonderen“ Gaben (Charisma) der jeweiligen Personen, oder auf eine Art „geheimwissenschaftlicher“ Lehre (Reiki, Homöopathie, Bachblüten, etc).

  22. Ronnie sagt:

    Olive:
    06.11.2009 um 09:41
    @Ronnie

    Ihre Stimmungswechsel sind frappierend.

    Wenn Sie mich erst ein Bisschen besser kennengelernt haben, werden Sie vielleicht verstehen, dass ich eigentlich meistens guter Dinge bin. Erschrecken Sie nicht von gewissen Thematas, die ich manchmal auf den Stammtisch lege. Es sind Thematas, die unser kollektives Bewusstsein gerne verdrängt und für die ich mich bereits früh sensibilisiert habe. Ich will Unbewusstes, Verdrängtes zur Sprache bringen. Das dies manchmal brüskiert oder frappiert lässt sich kaum vermeiden. Wichtig ist vorallem, dass man dennoch darüber nachdenkt. Was zum Beispiel bedeutet es, dass die IV eine anonyme Kampagne startet, die auch um 1938 in Deutschland hätte stattfinden können? Was erhofft Sie sich davon? Und darf man nazionalsozialistische Parolen als Werbemittel instrumentalisieren? Ist das nicht pervers? DAS, meine Liebe, ist FRAPPIEREND!

  23. vietcong sagt:

    @ ronnie

    “Was zum Beispiel bedeutet es, dass die IV eine anonyme Kampagne startet, die auch um 1938 in Deutschland hätte stattfinden können?”
    “Und darf man nazionalsozialistische Parolen als Werbemittel instrumentalisieren?”

    darf ich fragen, was genau sie meinen? mir ist eine solche kampagne nicht bekannt…

  24. Ronnie sagt:

    Ich gehe davon aus, dass das Menschenbild der Aufklärung und ihre vielgepriesene Ethik die Menschen kalt macht. Schwache, kranke Menschen werden auf subtile Weise ausgegrenzt. Das Gemeinschaftsgefühl von archaischen Gesellschaften ist gesund und intakt, während der Hyperindividualist unserer Zeit sich nur noch am eigenen Ego orientiert. Alter, Krankheit, Behinderung wird stigmatisiert und “nobel” ausgegrenzt. Der “Gesunde” jedoch erfriert währenddessen an der eigenen Gemütskälte.

  25. Fräulein Melanie sagt:

    @ Rabbi Jussuf

    Ich könnte ihnen einige krasse Beispiele aufführen,
    was für verkehrte und gefährliche Diagnosen von Schulmedizinern gestellt werden.
    Eines dieser Beispiele hockt auf meinem Schoss K., die Katze.

    K. kam eines morgens mit einem wüsten Gesicht vorbei, ein Auge quoll aus dem Gesicht,
    der Kiefer hing schräg und konnte nicht mehr geschlossen werden, und die Nase schien aufgebissen.

    Wir vermuteten, dass K. Opfer geworden war von einem Marderangriff,
    da die Nachbarskatze erst kürzlich einen solchen durchlitten hatte.

    Der Tierarzt hingegen setzte auf eine internistische Krankheit, K. müsse eingeschläfert werden.
    Die nötigen Tests wollte er nicht durchführen, dass sei teuer und bringe nichts.

    Kein Tierarzt könne dem Tier mehr helfen, wir könnten hingehen wohin wir wollen, das garantiere er uns.

    Ich sagte, ich würde das Tier wieder LEBENDIG mitnehmen, weil ich seine Diagnose für unwahrscheinlich halte.
    Dann kam auch noch die Praxisassistentin mit ins Spiel.
    Zu zweit stürmten sie auf mich ein.
    Sie würden den Tierschutz informieren.

    Ich sagte, ich werde mit dem Tier in die Tierklinik gehen.

    Da war kein halten mehr.
    Ja, in der Tierklinik würden sie natürlich alles machen, so die Praxisasistentin, das koste von vornherein FR.800.-,
    aber da würden leicht Fr.2000.- zusammenkommen und letzendlich würde die Katze dann doch eingeschläfert.
    Am Schluss wollten sie die Katze umsonst einschläfern.
    Sie meinten es nur gut mit mir und der Katze, wollten unnötiges Leiden und finanzielle Kosten ersparen…

    Zudem wusste ich nicht, wem K.gehörte, ich sagte, ich lasse kein Tier einschläfern, dessen Besitzer ich nicht kenne.

    Der Chirurg in der Tierklinik sagte prima vista, so wie das aussehe sei das eine kleine Sache,
    Kieferfraktur, wahrscheinlich nach Kollision mit Auto.

    Die Besitzer, welche ich ausfindig machen konnte, waren sehr zufrieden mit meinen Entscheidungen.
    Die Kosten lagen weit unter Fr. 800.-
    Und K. geht es heute wieder tip top.

    Ich könnte Ihnen noch ähnliche solche Beispiele bringen auch aus der Humanmedizin, aber das ist mir zu heikel.

  26. Ronnie sagt:

    Die IV-Kampagne führt es kristallklar vor Augen:

    Ethiker haben keine Moral.

  27. Ronnie sagt:

    Und wer keine Moral hat, kann nicht aus der Geschichte lernen.

  28. Nada sagt:

    @Ronnie: Das Gemeinschaftsgefühl von archaischen Gesellschaften ist gesund und intakt,

    In den meisten archaischen Gesellschaften wurden Alte und Kranke ausgesetzt und offensichlich behinderte Säugling gleich nach der Geburt getötet. Was die Geschmacklosigkeit dieser von der IV lancierten Plakate betrifft, bin ich mit ihnen absolut einig. Hier werden tatsächlich Gefühle massiv verletzt, dass wieder mal eine offizielle Stelle dahintersteht, wundert mich nicht mehr. Dass der Mensch immer mehr nur als Kostenfaktor gesehen wird, ist tatsächlich äusserst besorgniserregend.

  29. Rabbi Jussuf sagt:

    @Melanie

    Ich nehme Ihnen Ihr Katzenbeispiel nicht ab.

    Dabei ist es keine Frage, dass auch in der Schulmedizin Mist gebaut wird. Dagegen gibt es aber ein Mittel: Zweitmeinung einholen.

  30. Ronnie sagt:

    Nada

    Ich hätte mich präziser ausdrücken müssen: Eine archaische Gesellschaft mit religiösem Empfinden. Es gibt solche Gesellschaften auch heute noch. Ich habe unlängst eine zeitlang in einer solchen Gesellschaft verbracht. Die Kranken und Behinderten waren auf eine Weise integriert, die mich glücklich machte. Ich sage nicht, dass in der Schweiz diesbezüglich alles im Argen liegt. Aber aufgrund meiner beruflichen Erfahrung darf ich Ihnen mitteilen, dass uns Welten trennen von der Menschlichkeit und Verbundenheit jener Dorfbewohner im Vergleich zu gewissen sterilen, eiskalten Heimen hierzulande. Es gibt Institutionen, Ballungszentren der Behinderung, die eine derart depressive Aura verströmen, dass es einem das Herz zerreisst. Gesunde und Behinderte sollen zusammen leben, durchmischt wie in einem Dorf. Die Trennung ist es, die alle krank macht. Die Ausgrenzung. Wenn wir Behinderung als etwas zutiefst menschliches begreifen, werden wir uns bewusst, wieviel heilsames gerade von behinderten Menschen ausgeht.

  31. alexia-mimosa dominguez sagt:

    @fräulein melanie

    komische geschichte. die mutter muss ja echt doof sein. aber mit blinder wissenschaftsgläubikeit hat das meiner meinung nach wenig zu tun. eher mit – wie gesagt – dummheit der mutter.

  32. vietcong sagt:

    @ ronnie

    jetzt muss ich sie aber mal etwas in den schwitzkasten nehmen mein lieber.

    sie schreiben:
    “Erschrecken Sie nicht von gewissen Thematas, die ich manchmal auf den Stammtisch lege. Es sind Thematas, die unser kollektives Bewusstsein gerne verdrängt und für die ich mich bereits früh sensibilisiert habe. Ich will Unbewusstes, Verdrängtes zur Sprache bringen. Das dies manchmal brüskiert oder frappiert lässt sich kaum vermeiden.”

    die von ihnen erwähnte kampagne baut auf genau dem prinzip auf, das sie beschreiben. das man brüskiert und tabus bricht um wach zu rütteln und um zum nachdenken anzuregen. warum regen sie sich darüber auf? die machen nur, was sie auch machen.
    (falls ich sie jetzt falsch interpretiert habe bitte ich um entschuldigung)

    ps: mit den nazis hat diese kampagne genau überhaupt nichts gemein.

  33. Ronnie sagt:

    Vietcong: “falls ich sie jetzt falsch interpretiert habe bitte ich um entschuldigung”

    Entschuldigung angenommen. Ich würde nie provozieren oder brüskieren, indem ich Menschen zum reinen Kostenfaktor degradiere.

  34. alexia-mimosa dominguez sagt:

    möglicherweise übersteigt die kampagne ein bisschen die geistigen möglichkeiten eines ronnie?

  35. Ronnie sagt:

    alexia-mimosa dominguez

    Sie sprechen eine mögliche geistige Behinderung bei mir an. Dann ist das Plakat also nur für die gesunden Normalbürger wie Sie einer sind gedacht? 1938 lässt grüssen.

  36. Ronnie sagt:

    So, ich mache jetzt eine mindestens dreitägige Blogpause. Wenn ich das nicht schaffe, lasse ich mich wegen Internetsucht behandeln, versprochen Steinlaus.

    Ein schönes Wochenende Euch allen.

  37. Nada sagt:

    @alexia-mimosa dominguez: möglicherweise übersteigt die kampagne ein bisschen die geistigen möglichkeiten eines ronnie?

    Möglicherweise bestätigt diese Kampagne nur das “gut gemeint” das Gegenteil von “gut” ist. An diesen Plakaten stossen sich nämlich nicht nur Ronnie und ich, sondern auch diverse Behindertenorganisationen. Statt dämlicher Kampagnen würde die Bürokraten besser direkt auf Unternehmen einwirken, dass Arbeitsplätze für Behinderte geschaffen werden. Seit ein paar Jahren wird immer von Integration geredet, gehandelt wird aber nicht. Eine Freundin von mir musste ihre Arbeit im Zimmerservice (17. Fr. Stundenlohn) wegen Rückenschmerzen aufgeben. Ihr Hausarzt meldete sie bei der IV für eine Stellenvermittlung an (keine Umschulung oder Rente!), der IV-Vertrauensarzt hielt das nicht für nötig. Also stempelte sie, bis sie ausgesteuert wurde.

  38. Rabbi Jussuf sagt:

    @Nada
    Die Kampagne ist selbstverständlich diskutabel.

    Aber nicht auf Ronnie Schiene!

  39. erna sagt:

    @ rabbi jussuf

    Da stimme ich Ihnen zu unter dem Vorbehalt, dass es sich bei Ronnie um einen jungen erwachsen Werdenden handelt, der einfach den richtigen Ton nicht findet und dem der faktische Hintergrund trotz entsprechender Schulbildung fehlt!

    @ melanie

    Hatte jene Mutter nach Heilung der Hautkrankheit ihrer Tochter den Arzt zu seinem Schreiben an die Heilerin veranlasst? und warum? Was nämlich gegen solche Heilungen spricht, ist, dass auch für eine Hautkrankheit eine andere organische Erkrankung zugrunde liegt, die man durch pragmatisches Ausschliessen eruieren kann. Grade bei Kindern ist das wirklich wichtig, weil, unerkannt und nicht behandelt diesem Menschen bis weit ins Erwachsenenalter Beschwerden bereiten kannn. Und je nachdem nimmt später jeder andere Arzt an, wäre es dieses oder jenes hätten seine Kollegen dies im Kindesalter abgeklärt und therapiert. Es spricht nichts gegen die Aktivierung von Selbstheilungskräften aber deswegen die Schulmedizin zu diskreditieren erachte ich als fragwürdig.

  40. erna sagt:

    sorry @ melanie

    Das

    “….dass auch für eine Hautkrankheit eine andere organische Erkrankung zugrunde liegt, …”

    sollte heissen:

    “dass auch für eine Hautkrankheit eine andere organische Erkrankung zugrunde liegen kann….”

  41. Olive sagt:

    @Frl. Melanie
    cc Nada

    Mike Shiva brachte ich als Beispiel, dass man zu einem Fachmann geht im Normalfall. Nur in der Medizin wissen heute alle Bescheid und wissen drum ganz genau, wie böse die “Schulmedizin ” ist.
    Warum Skepsis beim Arztbesuch, Nada? Da die meisten Ärzte, gerade Hausärzte, ihren Job mit Sachverstand und Herzblut betreiben, würde ich ihm zuerst einmal vertrauen, dann wird auch die Heilung besser vonstatten gehen. ( Placebo-Effekt)
    Oder vertrauen Sie eher einem darum, weil er keinen Arzttitel hat? Weil er mit Sicherheit weniger versteht, Ihnen aber besser den Schmus bringt?
    Ist es ein Problem mit Autorität?
    Sollte man dann wirklich das Gefühl haben, nicht am richtigen Platz zu sein, ja dann, wie Rabbi sagt:Zweitmeinung, zum Beispiel vor schwierigen Operationen.

  42. Morgenstern sagt:

    @ Moria: “JANALAIA “Seit wann kann man jemanden zum Glauben zwingen?” > seit es die Taufe an Kindern gibt – ‘Herrgott’ nochmal!

    sowie

    @ vietcong: “schon seit jeher kann man die leute zum glauben zwingen.

    Nein, meine Damen und Herren. MAN KANN KEINEN ZUM GLAUBEN ZWINGEN. Das geht schlicht nicht. Denn was der Mensch in seinem Kopf und Herzen (also Verstandes- und Gefühlsmässig) für wahr hält, kann man ihm nicht aufzwingen!

    Sicher, man kann Foltern und dort das “Geständnis” erpressen, dass einer dieses oder jenes glaubt. Das heisst trotzdem nicht, das er es tut.

    Und sorry, Moria, welches Kind erinnert sich denn schon an die eigene Taufe? Was wurde da denn aufgezwungen, wenn man es nicht mal weiss? Das ist nur populistisches Geschwafel, Moria.

    Moria: “noch was, so locker kann man uebrigens aus solchen, wie Du sie nennst “satan-unter-den-füsslein-sekten” gar nicht immer austreten. Frag einmal H. Stamm dazu

    Nicht mal davon hat Moria eigene Erfahrung.

    @ Rabbi Jussuf: “Nichts dagegen, dass man zu Homöopathen oder Heilern geht, so man dafür empfänglich ist – wenn man zuvor bei einem richtigen Arzt war.

    Ich hoffe doch sehr, der Jussuf habe auch schon bemerkt, dass es eine ganze Reihe von ausgebildeten und langjährig tätigen Schulmedizinern gibt, die Behandlungen mit Akupunktur und Homöopathie anbieten.

    Rabbi Jussuf: “Alle Heilpraktiker (inkl. Homöos) bedienen sich einer undurchsichtigen Praktik.

    Klar doch, nur die Wege der Schulmedizin sind über jeden Zweifel erhaben. Warum nur finden Schulmediziner den Weg zu Homöopathie und Akupunktur?

    Aber mir ist schon klar, dass der Rabbi nur einem Labor-Mediziner über den Weg traut, der auch Kochbücher für GVO-Food schreibt. Schliesslich ist die Verquickung des forschenden Mediziners mit der Pharmaindustrie ganz ohne Undurchsichtigkeiten – die Interessen liegen ja glasklar auf der Hand.

  43. Rabbi Jussuf sagt:

    @Nada
    auch für Melanies Beispiel gilt dasselbe wie für Ronnie.
    Da wird unter bewusster? Auslassung von Fakten ein Schluss gezogen, wie es dem Schreiber grade passt.
    Die Frage, wieso die Mutter sich genötigt fühlte, einen Brief zu schreiben, wird nicht beantwortet.
    Wenn wirklich eine Heilung stattgefunden hätte, gäbe es keinen Grund zu schreiben.
    Also muss man vermuten, dass gewisse Fakten, wie Sie schon angetönt haben, absichtlich? von Melanie nicht erwähnt wurden, nur um irgendeine Theorie zu stützen.
    Das ist kein redlicher Diskussionsstil.

    Ich kaufe Melanie auch dieses Beispiel nicht ab.
    Es lohnt sich einfach nicht auf diesem Niveau zu diskutieren. (Gilt auch für Morgenstern)

  44. Morgenstern sagt:

    Rabbi Jussuf: “Es lohnt sich einfach nicht auf diesem Niveau zu diskutieren.

    Der Rabbi ist kein Mediziner. Er kann also eh nicht auf dem Niveau diskutieren, auf dem es diskutiert werden müsste.

    Wenn Jussuf über Homöos redet, insinuiert er eh nur Darkrooms. Das ist das Jussuf-Niveau.

    😉

  45. Morgenstern sagt:

    Aber immerhin hat er bei den Homöos: “Nichts dagegen, …, so man dafür empfänglich ist

    Jetzt fehlt nur noch der Bamberger mit einem Pädo-Link, und die stammitische Gay-Schnullerparade ist perfekt auf gewünschtem Niveau gelandet. Dann kann auch Moria wieder mitreden.

  46. Anna-Paula sagt:

    @ Pufendorf

    Sie scheinen ja ein riesiges Problem mit mir zu haben – hoffentlich können Sie nachts noch schlafen!

    Diese Mitteilung über mich war ganz klar an Olive gerichtet und zwar in Antwort auf einen Beitrag, welchen er an mich gerichtet hat. Im Gegenteil zu Ihnen hat er das wohl auch verstanden.

    Ja, ich habe geschrieben, wir hätten genug Geld um uns zu leisten was wir brauchen und auch so einigen Luxus, den wir nicht brauchen. Das gilt in meinen Augen aber für ziemlich viele Menschen in der Schweiz, nur dass dies vielleicht nicht alle so sehr zu schätzen wissen. Für Sie heisst das, dass wir viel Klotz haben. Die Frage ist jetzt, was bedeutet für Sie viel Klotz? Wahrscheinlich nicht dasselbe wie für mich. Auch Luxus bedeutet für mich wohl etwas anderes als für Sie. Es reicht bei uns zwar für ein Zweitauto, jedoch nicht für ein Auto mit Stern oder so. Brauche ich aber auch nicht, mein alter Opel hat mich bisher immer sicher von A nach B geabracht. Trotzdem habe ich – verglichen mit so vielen anderen – das Gefühl reich zu sein, eben weil ich eine glückliche Beziehung führe, wir alle gesund sind und ein Haus (keine Villa) und genügend zu essen haben usw. Das ist ja wohl nichts Verwerfliches.

    Sie können mich gerne für einen Nowbody halten und Sie können gerne glauben, ich nutze dieses Forum um auch mal wer zu sein. Was bitte sehr würde mir das nützen, ich gehe jetzt mal davon aus, dass Sie und die allermeisten auf diesem Forum ja nicht wissen, wer ich bin. Wollte ich mich wirklich darstellen, hätte ich schreiben können, ich hätte einen Ferrari und eine Villa mit Hallenbad und Whirlpool oder eben wie Sie ein Schloss am Genfersee und einen Maserati. Wer hätte das kontrollieren wollen? Dann könnten Sie mir Ihre Vorwürfe berechtigterweise machen – noch Fragen?

  47. Nada sagt:

    @Olive: Oder vertrauen Sie eher einem darum, weil er keinen Arzttitel hat? Weil er mit Sicherheit weniger versteht, Ihnen aber besser den Schmus bringt?
    Ist es ein Problem mit Autorität?

    Ich habe seit Jahren den gleichen Hausarzt, war noch nie in meinem Leben bei einem Naturheiler und besitze auch keine homöopathische Taschenapotheke. Einmal habe ich meinen Ältesten von einer ausgebildeten Fachärztin (Hals/Nasen/Ohren) homöopathisch behandeln lassen. Das war als letzter Versuch gedacht um eine Mandeloperation zu vermeiden. Hat komischerweise sogar geholfen (und der Krankenkasse somit Geld gespart). Mit Skepsis meine ich nicht, dass man nicht zum Arzt geht, wenn man krank ist. Ich halte schlicht blindes Vertrauen in Menschen für falsch. Ich habe z.B. mal die Kinderärztin gewechselt, weil sie mir keinen seriösen Eindruck machte. Nachdem, was ich später von anderen Müttern erfuhr, lag ich mit meiner Einschätzung richtig.

  48. Morgenstern sagt:

    Anna-Paula: “…hätte ich schreiben können, ich hätte einen Ferrari und eine Villa mit Hallenbad und Whirlpool …

    Hätten Sie es geschrieben, wären Sie ja die Kandidatin für das Neujahrsfest. So am 1.1. wird wohl mancher Stammit den Whirlpool gut gebrauchen können. Hallenbad tönt auch gut, der Speck, den wir bei Pufendorf an Weihnachten anfressen, muss ja auch wieder runter.

    Aber so vom Verbalabschlag mit Pufendorf her hätte ich Ihnen dann doch eher die Testa Rossa zugetraut als so eine schnöde Ferrari.

  49. Morgenstern sagt:

    Nada: “Einmal habe ich meinen Ältesten von einer ausgebildeten Fachärztin (Hals/Nasen/Ohren) homöopathisch behandeln lassen.

    Das muss jetzt für den Rabbi aber ganz schlimm sein. Da zeigen sich Niveaus, die er nie sehen wollte.