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Wo überall wühlt Scientology?

Hugo Stamm am Samstag den 19. September 2009

In Frankreich ereignen sich in diesen Tagen wunderliche Geschichten. Einerseits engagiert sich unser westlicher Nachbar im Kampf gegen Sekten wie kein anderes Land in Europa, gleichzeitig änderte das Justizministerium ein Gesetz, sodass Scientology vor der Zwangsauflösung geschützt ist.

Seither verstehen die Franzosen die Welt nicht mehr, die Spekulationen schiessen ins Kraut. Hat Scientology etwa Kanäle bis ins Justizministerium? Spielt gar Präsident Nicolas Sarkozy bei den rätselhaften Vorgängen eine Rolle? Sicher ist nur, dass Frankreich den Verschwörungstheoretikern handfeste Argumente liefert.

Angeheizt werden die Spekulationen von einem Video auf Youtube. Es zeigt den französischen Staatspräsidenten bei einem privaten Besuch von Tom Cruise im Jahr 2004.

Der Hollywoodstar ist das Aushängeschild der Sekte, aber auch ein hochrangiger Funktionär von Scientology und deren wertvollster Botschafter. So hat Cruise schon manche Präsidentenhand geschüttelt. Ausserdem nutzt der Schauspieler jede Gelegenheit, für Scientology zu werben. Nun rätselt Frankreich, ob sein Präsident auch in dieser Angelegenheit eine Rolle spielt. Regierungssprecher sagen, das Treffen mit Cruise habe nichts mit Scientology zu tun gehabt.

Bandenmässiger Betrug?
Konkret geht es um einen Prozess gegen sechs Führungskräfte der Sekte in Paris. Ihnen wird vorgeworfen, Anhänger betrogen, übervorteilt und psychisch unter Druck gesetzt zu haben. Als die Staatsanwältin Mitte Juni dieses Jahres den Antrag stellte, Scientology wegen bandenmässig organisierten Betrugs zu verbieten, waren die Angeklagten geschockt. Sie sprachen von einem Ketzerverfahren und befürchteten das Ende ihrer Organisation in Frankreich. Das Urteil wird am 27. Oktober erwartet. Zu einem Verbot der Sekte wird es allerdings nicht kommen. Das Justizministerium ist der Sekte kurz vor Prozessbeginn zu Hilfe geeilt, wie erst in diesen Tagen bekannt wurde.

Seither wird in Frankreich spekuliert, ob es ein absichtlicher oder fahrlässiger Akt der Regierung war. Um Strafverfahren zu vereinfachen, hatte sie ein Gesetz gestrichen, das die Auflösung von Firmen und Vereinigungen forderte, die wegen Betrug verurteilt worden sind.

Erstaunlich ist, dass die Gesetzesänderung Mitte Mai Senat und Nationalversammlung diskussionslos passiert hat. Die Konsequenzen der Revision wurden erst jetzt im Zusammenhang mit dem Scientology -Prozess bewusst.

Lücke schliessen
Heute reiben sich Ministerium und Abgeordnete verwundert die Augen. Es ist nicht einmal klar, wer die Änderung veranlasst hat. Verschiedene Abgeordnete zeigten sich bestürzt. Der Sprecher der kommunistischen Fraktion ist überzeugt, dass Scientology ins Justizministerium infiltrierte, und verlangt eine Untersuchung.

Die neue Justizministerin Michèle Alliot-Marie hat inzwischen versprochen, die Gesetzeslücke rasch zu schliessen. Doch die Sekte wird durch die Maschen schlüpfen, denn das geplante neue Gesetz wird nicht rückwirkend gelten.

Die Vorfälle in Frankreich erinnern in fataler Weise an Vorgänge in den USA. In den 1990-er Jahren legten sich Hubbards Kolonnen mit den Steuerbehörden IRS der USA an, um die Steuerfreiheit zu erzwingen. Dabei wendete die Sekte erstaunliche Methoden an. Der Slogan: „Wir widmen uns dem wahren Krieg.“ Mit in den „Krieg“ einbezogen wurde auch Interpol. Scientology führte jahrelang eine Schmutzkampagne, welche selbst die mächtigen Organisationen in die Knie zwang. „Interpol diente schon im Dritten Reich als gnadenloser Helfershelfer in der Verfolgung von Juden, Zigeunern und Regimegegner“, schrieb Scientology in einer ihrer Zeitschriften.

Scientology hatte den damaligen Interpolchef Raymond Kendall unter Druck gesetzt. Die Sekte veröffentlichte ein Bild, auf dem Kendall dem ehemaligen Panama-Regierungschef Noriega die höchste Interpol-Auszeichnung im Kampf gegen den Drogenhandel überreichte. Peinlich dabei: Noriega wurde später wegen Drogendelikten ins Gefängnis geschickt.

Scientology gewann auch den Krieg gegen IRS. Jahrelang sammelten die Sektenanhänger persönliche Daten und Unterlagen über IRS-Beamte. In grossen Inseraten forderte Scientology die Bürger auf, ihre negative Erfahrungen mit den Behörden zu melden. Anschliessend publizierten die Scientologen die Sünden der Beamten in grossen Zeitungen und nannten sie namentlich. Und siehe da: Scientology erhielt die Steuerfreiheit und spart seither Millionen.

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550 Kommentare zu “Wo überall wühlt Scientology?”

  1. Anna sagt:

    @ tier in mir
    Sie geben dieser Sache mit dem Nick (und dem ph – worum geht es da?) viel zu viel Bedeutung, glauben Sie mir. Chill out.

  2. Anna sagt:

    @ tier in mir
    Ein paar (vermeintliche) (vermeintlich) ganz böse Feinde zu haben, ist ganz praktisch, nicht wahr.

  3. Basta sagt:

    @Jeanette (ehemals Tourette); @Hugo Stamm. Sie sagen: “…dass Streik und Demonstration weder in den verstaubten Estricht noch in den feuchten Keller der Geschichte gehören…” Nun, nachdem ich Ihnen gerade aufgezeigt habe, was für ein Pyhrrus-Sieg da errungen wurde, zu behaupten, Streik und Demonstrationen seinen notwendig und gut, zeugt von Unbelehrbarkeit und Unflexibilität. Ein typisches Merkmal einer Sektenanhängerin. Wobei Gewerkschaften in vielem wie Sekten funktionieren. Nur dass Sekten das Heil versprechen, während die Gewerkschafte den Hass auf die wirtschaftlichen Partner schüren. Betrachte ich als viel schlimmer, als Heilsversprechungen von Sekten. Wer immer Hass auf einen Partner schürt, handelt falsch. Gewerkschaften wird man aber wohl gewähren lassen müssen, da sie vom Gesetz besser geschützt sind als Sekten.

    Sie sagen: “Es ging im Prinzip um Ihre Haltung, dass man heutzutage nur als Gewinner dastehen könne, wenn man Arbeitgeber werde. Dagegen habe ich die Ihnen die Initiative des Arbeitnehmer gegenübergestellt.” Nun, so habe ich das nicht gesagt. Ich habe gesagt, dass man, um ein Gewinner zu sein, die Verantwortung für sein Leben selber übernehmen muss. Die Verantwortung für sein eigenes Leben hat man übernommen, wenn nicht mehr andere am eigenen Elend schuld sind, wenn man keine Ausreden mehr benützt. Und diese Art von Menschen trifft man nun bei den Arbeitgebern häufiger an, als bei den Arbeitnehmern. Das ist ein überprüfbarer Fakt. Aber es lohnt sich so oder so, das eingene Leben in die eigenen Hände zu nehmen!
    Sie sagen: “…mutiert zum von Ihnen eigenmächtig missbrauchten Sexobjekt Jeanette. Was hat diese Diskussion mit Sex zu tun? Was soll diese Unterstellung? Jetzt wird das Ganze aber äusserst primitiv. Ich bitte Hugo Stamm, diesen Absatz im Posting von Jeanette zu löschen.

  4. Rabbi Jussuf sagt:

    @das tier in mir

    Könnte sein, dass Du richtig liegst.
    😉

  5. Jeanette sagt:

    Stiller Beo

    Ganz speziell für Sie:

    “Pájaro de Esperanza”

    Schlafen Sie gut, ich lese nur ein Buch.

  6. vietcong sagt:

    @ Basta:

    “Nun, cleverer zu arbeiten hat mit Glück herzlich wenig zu tun. Es gibt nur eine Sorte von Glück: Das Glück des Tüchtigen. So wie Sie in Ihrem Beitrag schreiben, so argumentieren die Getriebenen und die Verlierer.”
    warum gibt es dann so etwas wie working-poor? mir ist schon bewusst, was sie aussagen wollen. aber es sind die wenigsten die in dieses profil passen. die mehrzahl der menschen (mindestens in der schweiz) arbeiten viel oder sehr viel und sehen im vergleich zu den top-verdienern nicht mal ein bruchteil derer vermögen. dieses system ist pyramidenförmig aufgebaut. es ist also unmöglich dass alle oben mitmischen, auch wenn sie noch so viel oder clever arbeiten. es kann nicht jeder unternehmer und chef sein. das ganze funktioniert nur, wenn die mehrzahl arbeiter sind. wenn jeder so ‘clever’ wäre wie die top-verdiener, würde die gesellschaft auseinanderbrechen, da alles nur noch vom egoismus diktiert wird. ellbogen, egoismus, gier, machtstreben usw. sind für mich nun mal keine sehr cleveren charakterzüge.

    “es wird immer Menschen leben, die lieber für andere Arbeiten. Und die vor lauter Arbeiten keine Zeit zum Geld verdienen haben.”
    und das soll die rechtfertigung dafür sein, dass man die ‘uncleveren’ ausbeuten darf? dass sie (die arbeiter) es im grunde sogar wollen? also bitte! nochmal: es ist gar nicht möglich, dass alle für ihre arbeit gerecht bezahlt werden (gerecht in bezug auf die geleistete arbeit und im verhältnis zum unternehmensgewinn) solange nicht, bis die gierigen 10000 bereit dazu sind zu teilen. das dies nicht möglich ist, liegt wohl schon an der tatsache dass man es gar nicht so weit bringen würde, wenn man, ich sage mal, eine moralische und gerechte grundeinstellung pflegt. einzelfälle ausgenommen. noch ein punkt hierzu in bezug auf die wirtschaftskrise: da wurden von bankern milliarden in den sand gesetzt und bezahlen müssen das wieder die kleinen. diesen gaunern steckt man sogar noch rettungsmilliarden in den rachen. gewinne also privatisiert, verluste sozialisiert. ist so etwas vielleicht clever?

    “Nun, es muss ein Kläger da sein. Das ist in einem Rechtsstaat so. Sonst könnte ja irgeindeiner kommen, und sagen, warum läuft der vietcong noch frei rum, der gehört ins Gefängnis. Und weg ist der vietcong. Das wird Ihnen aber in der Schweiz nicht passieren, weil die Schweiz ein Rechtsstaat ist und Rechtssicherheit bietet. Davon profitieren auch Sie persönlich.”
    richtig. und jetzt war amerika der kläger und es wurde bezahlt. resp. daten herausgegeben, was zu vermögensverlust führt. wäre alles mit rechten dingen gelaufen, wäre das nicht passiert. schauen sie, für mich existiert ein elementares gesetz im universum, das für alle dinge gilt. man kann es in einem kurzen satz beschreiben: man kann keinen berg aufschütten ohne irgenwo ein loch zu graben. will heissen: von allen dingen existiert nur eine bestimmte menge die niemals grösser oder kleiner wird, sondern höchstens durch umwandlungsprozesse seine form verändert. also: ein mensch kann nicht reich werden ohne irgendwo geld her zu nehmen. dieses geld fehlt nachher der allgemeinheit. klar es wird wieder investiert und noch mehr daran verdient (das ist der überhaupt der grund, warum es investiert wird.. letztlich gehört das meiste den wenigsten und umgekehrt. das ganze kann nur bis zu einem gewissen grad funktionieren.

    “Würden sich die Reichen nicht anstrengen, ihr Vermögen zusammenzuhalten, so würden sie verarmen, und mit Ihnen der Staat. Diese Steuerhinterziehung ist letztlich sogar im Interesse des Staates. Es ist ja nicht so, dass die Reichen einfach ihr Geld verprassen. Nein, sie inverstieren und schaffen Arbeitsplätze”
    das steuerhinterziehung letztlich im interesse des staates liegt ist völliger blödsinn. entschuldigung. zu ende gedacht würde das heissen: je mehr geld man dem staat entzieht, desto besser geht es ihm. wissen sie, im grund bin ich sogar ein stück weit mit ihnen einverstanden. wobei es mir jedoch geht ist, dass sich das ganze in einem gewissen rahmen bewegt. wird dieser rahmen irgendwann zu sehr strapaziert – und dies ist je länger je mehr der fall – wird dies zum zusammenbruch dieses systems führen. und ich spreche nicht mal von revolution. ich spreche davon, dass sich dieses system zusehends selber auffrisst. ganz einfach: je mehr geld bei den oberen landet, desto mehr fehlt es den unteren. die oberen können aber nur verdienen, wenn die unteren ihre produkte kaufen, an deren herstellung die oberen verdienen. auch die arbeitsplätze sind damit gemeint. wenn ein unternehmer einen arbeiter einstellt, muss dieser in der lage sein mit seinem verdienst leben zu können. leben indem er die produkte kauft die er selber herstellt. an denen der unternehmer verdient. also an der mehrarbeit die er dem arbeiter abpresst. das funktioniert. so lange bis der arbeiter zu wenig verdient oder zu viel arbeitet um noch leben zu können. wenn sich also heute immer mehr leute verschulden, die arbeitslosigkeit wächst und familiengründung zum finanziellen hindernis führt, kann das nicht mehr lange gut gehen. ich widerhole mich: in gewissem masse funktioniert es. der reiche darf reicht sein. aber er darf nicht hundert, tausend, zehntausen mal mehr verdienen. das ist einfach durch nichts zu rechtfertigen.

    “Warum schreiben Sie dann so, dass man meinen könnte Gysi oder Lafontaine hätten Ihre Beiträge geschrieben? Sie schreiben ganz eindeutig extrem links. So kann ich Sie doch nicht der Mitte zuordnen oder zu den Freidenkern zählen. Das sehen Sie hoffentlich ein.”
    🙂
    gysi oder lafontaine kenne ich zu wenig, als dass ich deren parolen schreiben könnte. nein ich bemühe mich wirklich um ausgewogenheit. ich sage ja nicht: reich sein ist verwerflich. ich benenne auch die vorteile: die investitionen, der antrieb zum mehr, der dem kapitalismus zugrunde liegt und nicht verkehrt ist – ansporn ist wichtig! (mit ausrufezeichen!) genauso wichtig ist aber solidarität! ebenfalls mit ausrufezeichen.

    “Aber Zwang funktioniert auch nicht. Sozialen Ausgleich durch Zwang herbeiführen, so einen Unsinn können nur ganz, ganz Linke fordern.”
    sozialer ausgleich bedarf des zwangs – mehr geld zu verdienen scheint mir andererseits zwang genug um zur arbeit zu verleiten.

    “Da ist es doch produktiver, sich damit auseinander zu setzen, wie wir den Klassenkampf überwinden können und Verhältnisse entstehen lassen, die bei den Oberen die Motivation schaffen,
    um den sozialen Ausgleich herzustellen. Friedlich und ohne Zwang. Und da sind Sie sicher damit einverstanden, dass es produktiver ist, sich mit der Zukuft auseinander zu setzen, als antiquierte linke Ideen zu verteidigen.”
    jetzt muss ich ihnen aber mal vorwerfen, nicht genau zu lesen. ich bin nicht so links wie sie gerne hätten. wie schon oben erwähnt, braucht sogar der kapitalismus ein mass an sozialer gerechtigkeit, damit er funktionieren kann.

    mittig genug nun?

  7. vietcong sagt:

    @ Der inverse Goliath:

    “Dem Bürger wird zugehalten, dass er generell ehrlich ist und die Steuererklärung richtig und vollständig ausfüllt. Deswegen”
    warum ist es denn nötig, neben den geschwindigkeitsbegrenzungen auf der autobahn, auch radarkontrollen aufzustellen und bussen auszustellen? nein mein lieber, da bin ich jetzt aber gar nicht mit dir einverstanden! die gesellschaft funktioniert nur mit einem gewissen zwang. der mensch ist beileibe nicht gerecht genug, um ihn seinem eigenen verständnis von gerechtigkeit zu überlassen. die voten von basta unterstreichen dies mit dicker linie.

  8. Jeanette sagt:

    Vollendung des Kreisganges

    “Als die Frau ihn sah, schlang sie die Arme um ihn und hielt ihn fest. Ich freue mich so, dich zu sehen, sagte sie. Manchmal sprach sie mit ihm über Gott. Er versuchte, mit Gott zu reden, aber am besten war es, mit seinem Vater zu reden, und er redete tatsächlich mit ihm und vergass nichts.”
    ….
    “Karten und Labyrinthe. Von etwas, das sich nicht rückgängig machen liess. Nicht wieder ins Lot gebracht werden konnte.”

    aus: Cormac McCarthy, die strasse.

  9. vietcong sagt:

    @ Fix:

    “1. Das Layout der Website, die verwendeten Grafiken sowie die Texte sind urheberrechtlich geschützt. Eine Vervielfältigung oder Verwendung solcher Grafiken und Texte in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist, abgesehen von einer Verwendung zum privaten Gebrauch, ohne ausdrückliche Zustimmung durch BerlinOnline nicht gestattet.”

    nun, ich bin kein jurist. aber von quellenangaben steht hier nichts. ausserdem weiss ich nicht inwieweit dies schweizer recht betrifft.
    grauzone? ok. aber dann ists ja irgendwie noch ein kavaliersdelikt – ist im übrigen ja auch werbung die der zeitung zugute kommt.
    😉

    “Nein. Nur ein wenig langweilig.”
    korrekt.

  10. vietcong sagt:

    @ Basta:

    “Es ist nun ganz alleine Ihr Entscheid, ob Sie zu diesen 5% gehören wollen oder zur breiten Masse.”
    noch mal: es können nicht alle zu den oberen 5% gehören. weil 95% nicht rein passen. mathematik!

    “Es ist keineswegs so, dass dieses Geld nur den Reichen selber zu gute kommt. Durch Investition in Firmen und in viele Projekte kommt der grösste Teil dieses Reichtums auch wieder allen zu gute.”
    nicht allen! und lange nicht alles! auf jeden fall zu wenig um von gerechtigkeit zu sprechen.

  11. Die Kraft sagt:

    Hallo Basta,
    vielen Dank, dass Sie sich noch mit mir “abgeben”…Das spricht für Sie. Und läßt doch manchen konstruktiven kleinen Schritt zu. Andersrum nehmen auch Sie Impulse auf…Wenn ich von mir einen Selbstentwurf an dieser Stelle fertigen sollte, so stell ich wieder mit Genugtuung fest, nach Phasen der Regression, des Festgefahrenseins, der langen Patts…dass ich “nicht fertig” bin….das heißt, dass immer ODER WIEDER Veränderung und Bewegung möglich ist! Ja, dass sogar der Pfeil in eine neue Richtung fliegen kann…soll heißen: Kursänderung durch welche Einflüsse auch immer.

    Beim Betrachten der Parteienlandschaft in D. halte ich mich von den etablierten Partien allerdings ferner bis ganz fern.. Eine Alternative zu Grünen wäre eine “mittige” Partei: die orangene ÖDP(Ökologisch-demokratische Partei), denn, wie “Die Linke” richtig feststellt, sind Erstere allesamt Neoliberale. Leider zählt sich Die LInke/PDS selber nicht dazu. Wie ich schon sagte, wähle ich sie nicht mal aus strategischen Gründen…sondern halte sie selbst für ein Problem.
    Sehr wohl im Auge behaltend, was aus ehemaligen Jesuitenschülern geworden ist: die Reihe ist bunt: Lafontaine, Friedhelm Hengsbach, Heiner Geißler…Rainer Barzel (die gute alte Markt-(Miss-)Wirtschaft)

    (ich fege nicht mehr total vom Tisch, was von ehemaligen Dominikaner-Patern geschrieben steht:The Hidden Spirituality of Men/
    matthewfox.org/sys-tmpl/door/
    matthewfox.org/sys-tmpl/htmlpage9/

    d.h. sobald ich meine Kisten ausgepackt habe, werde ich mir den links liegen gelassenen Bach nochmals vornehmen. (Allerdings kaum, um “reich” zu werden)
    .Bücher nach einer Zeit von einer anderen Warte aus wieder in die Hand nehmen….die alten Schinken, die alten ESOTERIK-RATGEBER! 🙂
    Die” tollen Erkenntnisse” eines Kirschners über Egoismus zähle ich ebenso dazu. Am meisten “gebracht” haben mir seine Aussagen zu “Freundschaft” und Freunden…und meine Einsicht, dass es gut ist, wie es ist…gar nicht involviert zu sein in Vit.”B” und die Verpflichungen einer “schlechten Gesellschaft”…Ich bin mir selbst genug wie Heidi…und eben doch kein Tänzer auf der Linie….wie Heiri)

    Der Name “Die Kraft” paßt besser zu mir..

    .Laß die Bankrotten ihre Sekte sein…laß die Kapitalisten sich zusammen rotten…Am Ende beißt sich das Patriarchat immer selber in den Schw…Pardon. Der internationale Kapitalismus ist ziemlich am Ringen. Das chinesische Unrechtssystem sieht sich vor doppeltem Rechtfertigungszwang. Wir stehen erst am Anfang…soziale Unruhen sind kaum erkennbar, solange die Leute an fremdgeschriebenen Guttenberg-Parolen hängen und zu ihrer Forelle-Müllerin mit Bildzeitung und Häkel-Klorolle ins Blaue fahren…Man hat sie allseits verarscht! Die Bildung abgebaut bis zur Massenverdummung. Und nun rühren sie sich vollgestopft nicht mehr…liegen wie auf Breughel-Bildern tumb dampfend verdauend…vor dem Fernseher
    .wsws.org/de/2009/sep2009/link-s26.shtml

    Die Kraft hatte ich bisher. Die Kraft werde ich weiterhin haben und bekommen. Schon um die bevorstehenden Zeiten als Mutter eines behinderten und hilfebdürfiten Menschen zu deixeln…dem “die große Koalition” -durchaus im doppeldeutigem Sinne, geführt vom “C” den Boden unter den Füssen kürzt: die willkommene “Ambulatisierung”….
    Mit freundlichen Grüßen
    Die Kraft
    funDementi

  12. Die Kraft sagt:

    leider zählt auch die Linke selbst dazu

  13. Die Kraft sagt:

    Nachtrag
    als in den 50ern Geborene, waren die traumhaften 70er schnell vorbei. Die deutsche Elefanten-Riege hat sodann eine beschissene Sozial-Politik hingelegt. Als kinderreiche Mutter habe ich inzwischen andere Prioritäten, als recih zu werden! Diese Politik hat es SEIT JAHREN nicht vollbracht, die Urteile des Bundesverfassungsgerichtes bezgl. Familie/Frauen (also längst bestätigte demokratische Rechtsauffassung) UMZUSETZEN!!

    und den Schweden hauen wieder die Individuen ab…wie schon mal…obwohl ihr Staat beheizte Fußwege im Winter vorweisen kann….

    die Ausgewogenheit zwischen Autonomie und Bezogenheit, zwischen Individualität und Gesellschaft …wäre die Lebenskunst

    verstehe nicht, dass Sie, Basta, die Verschiebung nicht wahrhaben wollen, welche stattgefunden hat.

  14. B sagt:

    @ halbstiller Beobachter
    re: private Blogtreffen

    vieleicht gelten seit dem interne Sektendoktrinen, hier nicht mehr schreiben zu dürfen? 🙂

    (für mich gilt: KEINE Privatkontakte über I-net)

  15. Jeanette sagt:

    Basta

    Ich finde auch, dass eine Ausdrucksweise wie eben “liebe süsse Tourette” ganz eindeutig sexistisch ist. Das übrige Geschreibsel können Sie sich an Ihren Allerwertesten hängen.

  16. Olive sagt:

    @Beobachter

    “Das Erkennen dieser Bedürfnisse und die bedürftigen Leute in einem anderen Gefäss aufzufangen, darin sehe ich eher die Lösung als im Verteufeln, das verhärtet nur die Fronten und der Dialog kommt zum Erliegen.”

    Da gibt es ganz bestimmt geeignetere “Gefässe” als eine geldgierige Sekte.

    “Trotzdem nimmt Dobra diese Gelegenheit wahr, über Atalaia in dieser niedrigen Art und Weise herzuziehen”

    Ob Atalaia oder nicht Atalaia

    elefantenland nimmt die Gelegenheit wahr, über Reiff herzuziehen.

  17. Dobra sagt:

    @Anna
    Sie sind mit Ihrer Interpretieren über meinen Beitrag zum atalaiischen Trampelpfad ziemlich weit von meiner Absicht entfernt. Ich war nicht empört. Ich spielte nicht einmal Empörung, wie Sie vermuten. Sie sollten mich Mal erleben, wenn ich wirklich den Empörten spiele…ui ui ui! Wo denken Sie hin, Empörung lieg mir fern, das ist ein banales Gefühl. Ich habe das vom intellelktuellen Gesichtspuntk betrachtet, irgendwelche oberfächlichen Empörungsgefühle fühlte ich schlichtwegs nicht (Sollte ich?). Ich habe auf die darin enthaltene Doppelmoral (Liebe predigen und Schwert führen) und der Zusammenhang zwischen argumentatitven Belanglsosikeit und infantiler-aggressiver Rhetorik hingewiesen. Und ich wolllte vor allem eins: Heidi Reiff Mut zusprechen. Atlalaialand ist mir schnurz, das isf für mich ein Land für einen B-Movie Trash. Und das liegt mir fern, dort meine Zeit zu verdümpeln.
    Und Unrecht tun Sie mir gleich doppelt, bei Tourette war ich einer der ersten der deutlich Stellung genommen haben. Aber da waren Sie in die sehr wichtige Diskussion über Hundeernährnung verwickelt, wirkten dabei ziemlich empört, dass andere Blogger Ihnen wiedersprochen haben. Daher muss ich vermuten, dass Sie meine Stellungsnahmen zu den Beiträgen von Tourette im Hundediskurs überlesen haben müssen. Aber das macht ja nichts.

  18. Jeanette sagt:

    Vietkong

    Vor allem, wenn man über den Tellerrand der Schweiz oder Europa schaut, gehören wir Schweizer sowieso zu jenen 5%, selbst die Verkäuferin mit ihren 3500.- brutto.

    Dennoch meine ich, dass soziale Ungerechtigkeit weder nur individuell noch politisch überwunden werden kann. Es braucht beides, individuelle Initiative und politischer Spielraum, und das alles in einer familiär ausgewogenen Umgebung.

  19. Logine sagt:

    Dobra, Beobachter: Der “herzensgute” Papst reitet einen vehementen Angriff gegen die Moderne:

    http://hpd.de/node/7729

  20. Dobra sagt:

    @Logine
    Danke für den Buchhinweis. Der herzensgute Hardliner… Auch hier:

    http://www.sueddeutsche.de/85r38h/3064005/Vatikan-wusste-Bescheid.html

  21. heidi reiff sagt:

    @ Elefantland

    Ich habe mich eingelassen in Therapien auch Gruppentherapien, ein MUTIGER THERAPEUT HAT UNS MIT GETEILT, WERFT DIE VORLOGENE MORAL ZUM FENSTER RAUS, DIE IST VERSTUNKEN UND VERLOGEN. Ich möchte Ihnen da nichts unterstellen, wenn Sie den Verfolgungswahn haben empfehle ich Ihnen dringenst eine Therpie hoffe Sie bleiben kritisch, Scyontologen sind Abzocker, an MENSCHENWUERDE haben die Null Interesse. Ist traurig und wahr Geld und Sadismus regiert die Welt. Atalaia hat mir mal mitgeteilt er möchte nicht für eine Million mein Therapeut sein, der hat noch eine gute Entscheidung getroffen : – ), ich lasse mich einfach nicht ein auf Seelenfänger, schützen wir unsere Kinder auch vor Dogmen, religiösen Dogmen das ist fatal und destruktiv, ich gehe nicht mehr in Sack und Asche, probiers auf “normal”, guter Weg…

  22. Anna sagt:

    @ Dobra
    Mit den Verletzungen der Netikette durch Tourette meine ich nicht den Inhalt seiner Beiträge, dieser hat mich nicht gestört, ausser die Szenen mit den Tieren. Ich meine damit, dass Tourette nicht nur den Nick gewechselt hat, sondern sich eine Parallelidentiät aufbaute, wohl in täuscherischer Absicht. Ich vermutete, wer Tourette ist, nachdem er für Dona Moria gegenüber seine Griechischkenntnisse offenbarte, und wusste, wer er ist, als er sich als alter Freund ayshas zeigte und aysha mit “die Lebendige” ansprach.
    Nun ist mir das alles herzlich egal, von mir aus können sowohl elephantland und Tourette schreiben und machen, was sie wollen, aber was nicht geht ist, dass Sie dem elephantland Vorwürfe machen, neue möglicherweise verleumnderische Unterstellungen in den Blog bringen, und gleichzeitig den Tourette grosszügig übersehen, weil er ein Kumpel von Ihnen ist.
    Das Thema ist ja im weitestens Sinne Korruption, das ist auch eine Form davon, und deshalb protestiere ich.
    Ich hoffe, Sie denken darüber nach.

  23. Anna sagt:

    @ Dobra
    Auch wenn Sie Atalaia (bzw. die Vorstellung, die Sie von ihm haben), sowie das Gedankengut, das er für Sie repräsentiert (fanatische, homophobe, reaktionäre Fischlichristen, die unsere Schulkinder mit der Kreationslehrer indoktrinieren wollen) nicht mögen, sollten Sie m.E. zumindest versuchen, ihn nicht allzu anders zu behandeln als diejenigen Blogfiguren, die Ihnen näherstehen. Im richtigen Leben würden Sie das doch auch tun, warum nicht auch im Blog? Ist es im Blog schwieriger als im richtigen Leben? Eine interessante Frage, eigentlich.

  24. Jeanette sagt:

    Donna Anna

    Sind Sie hier die Anstandsdame? 😉

  25. Logine sagt:

    Dobra – ja, bei Herrn Ratzinger scheint sich “Peter’s Principle” eindrücklich zu bestätigen 😉
    Wie kommt überhaupt jemand auf die Idee, den ehemaligen Chefinquisator (d.h. Vorsteher der Glaubenskongregation) mit mütterlicher Wärme in Verbindung zu bringen?

  26. Anna sagt:

    @ Jeanette
    Nope, ich denke, ich habe klar geschrieben, worum es mir geht.

    @ Dobra
    Ein PS zu Ihrem Satz “Aber da waren Sie in die sehr wichtige Diskussion über Hundeernährnung verwickelt, wirkten dabei ziemlich empört, dass andere Blogger Ihnen wiedersprochen haben.”, damit wir auch das noch klären können.
    Ich war nicht “empört”, dass Sie, Moria, zoe, Rabbi und der inverse Goliath mir mitteilten, dass Sie dieses Thema nicht wichtig finden. Das ist Ihre Meinung (die mich nicht überrascht). Nur ist die Frage, was wichtiger ist: Hundeernährung, der Unterschied zwischen Geist und Gehirn, oder Steuerhinterziehung und Steuerbetrug, oder dass/warum sich der elefant und das elephantenland über Frau Reiff ärgern….. eine Wertungsfrage und eine Frage des Standpunktes. Deshalb ist es ganz einfach mühsam, wenn ein Grüppchen von Blogfiguren einer anderen Blogfigur vorschreiben wollen, was wichtig ist und was nicht.
    Auch genervt hat mich der klassische Versuch, das Tierwohl gegen das Menschenwohl auszuspielen (“spenden Sie das Geld für das Hundefutter lieber dem Roten Kreuz”), das ist wohl etwas eine binäre und beschränkte Betrachtungsweise. Bloss weil ich versuche, meinem Hund ein gesundes Leben zu ermöglichen, heisst das nicht, dass ich nicht auch um das Wohl der Mitmenschen besorgt wäre und versuche etwas Positives beitragen (vielleicht tue ich das sogar auch, quizás, quizás, und hänge es einfach nicht an die grosse Glocke).

  27. Moria sagt:

    Wo bleibt eigentlich bei soviel Hund der Labber??

  28. Dobra sagt:

    @Anna
    Zu den Hunden und ihrer Ernährung habe ich mich nie geäussert. Sie wissen was ich von Hunden halte. Und Sie wissen auch was ich von religiösen Fundamentalisten halte. Wie ich mich im richtigen Leben diesen gegenüber verhalte? Unterschiedlich. Aber gegen gewissen Aussagen reagiere ich auch privat und auch im Beruf.
    Im Falle von Toruette bin ich vermutlich auf der gleichen Spur wie Sie, ich ahne wer er ist und ich goutiere das keineswegs. Sie haben recht, da habe ich mit ungleichen Ellen gemessen. Ich finde es schlichtwegs daneben was er macht. Insbesonder da seine letzte Episode unter dem uns bekannten Nick recht dramatisch war.

  29. Dobra sagt:

    @Moria
    Gott bewahre der Labber. Beten wir, dass er sich ruhig verhält der räudige Köter 😉

  30. Steinlaus sagt:

    @ Tourette

    Falls du identisch bist mit Felix Brunschwiler / feelX: Dein Verhalten macht mich betroffen.

    Vor einiger Zeit äusserst du hier, im Stammblog, deine Verzweiflung (“erbärmlicher Mensch”), mutetest uns deine Tränen zu, verbliebst mit einem abgründigen “ich kann nicht mehr”.

    Viele von uns haben sich grosse Sorgen um dich gemacht. Wir waren in Gedanken und mit tiefempfundenen Worten bei dir. Wir haben die Welt in Bewegung gesetzt, um persönlich mit dir in Kontakt zu kommen, um für dich da zu sein.

    Und jetzt das, Tourette?

    Ich fühle mich verschissen beschissen.

    Solltest du nicht identisch sein mit Felix Brunschwiler haben meine Worte keine Bedeutung.

  31. Halbstiller Beobachter sagt:

    @ Steinlaus

    Im Grunde genommen ist es irrelevant ob Tourette feelix ist oder nicht.
    Warum Sie sich verschissen beschissen fühlen kann ich mir offengestanden nicht erklären.

    Wenn Tourette feelix ist, warum zweifeln Sie daran, dass Ihre ursprüngliche Reaktion falsch war.
    In einigen Tagen, in einigen Stunden, ja in einigen Minuten kann sich viel verändern.
    Was erwarten Sie für eine Dienstleistung, welche Niemand von Ihnen verlangt hat, kadavergehorsam ?

    Und wenn Tourette nicht feelix ist, warum begeben Sie sich gleich vorsorglich in einen Zustand des sich verschissen fühlens.

    Wer immer Tourette sein mag, Sie haben keinen Grund, sich beschissen zu fühlen.
    Sie haben sich richtig verhalten, wenn Ihre Reaktion auf feelix aus dem Innersten gekommen ist.
    In diesem Fall gibt es absolut keinen Grund, sich beschissen zu fühlen.

    Ihnen fehlt es einfach an Demut.

    Das Leben ist voller Geheimnisse. Wir sollten auch bereit sein der Stimme unseres Herzens zu folgen, ohne eine Reaktion zu erhalten, welche nach dem Gusto ist von unserem Verstand.

    Die Wege des Herrrn sind unergründlich.

  32. Halbstiller Beobachter sagt:

    @ Tourette

    Wenn Sie wirklich feelix sind, würde ich mir an ihrer Stelle mal ernsthaft Gedanken machen,
    mit was für Kläusen – nein Steinlaus, damit meine ich nicht Sie- Sie sich hier im Blog verbrüdert und verschwestert haben.
    Bei solchen Freunden braucht man keine Feinde.
    Diese Kommentar kommt auch aus dem Innersten und ist deshalb heilig.

  33. Basta sagt:

    @Jeanette, die die Tourette ist. Sie sagen: “Ich finde auch, dass eine Ausdrucksweise wie eben “liebe süsse Tourette” ganz eindeutig sexistisch ist.” Ja sehen Sie, ich wollte schauen, wie zutreffend auf Sie die spassige Bezeichnung „linke Gucci-Tussis“, die Christoph Mörgeli den linken Parteifrauen angehängt hat, tatsächlich ist. Wie Tussi-haft und zickig und überempfindlich linke Frauen, inkl. Sie selbst, tatsächlich sind. Und das gerade deshalb, weil Sie sich selbst als sehr links geoutet haben mit Sätzen wie
    WER DAS ABER WILL, ORGANISIERT SICH UND GEHT AUF DIE STRASSE UND DEMONSTRIERT FÜR MEHR LOHN UND BESSERE ARBEITSBEDINGUNGEN! Alles klar, Sie neunmalkluger Freisinn?
    oder
    Der Staat ist in der Tag gefordert, das Geld, das er eintreibt, nicht zu versenken, sondern den Leuten zurückzugeben, die FÜR DIESEN STAAT EINE NICHT ZU UNTERSCHÄTZENDE ROLLE SPIELEN. ” Offensichtilich sind mit “Leute” in diesem Satz linke Parteikader gemeint. Anders kann ich mir diese Wortwahl nicht erklären.
    oder
    Dazu ist das demokratisch verbriefte Recht des Streiks und der Demonstration ein Mittel unter vielen.
    Wenn ich Sie also zu den linken Frauen zähle, geschieht das ganz alleine aufgrund Ihrer eigenen Aussagen. Und wie Sie nun auf die „liebe süsse Tourette“ überreagieren, einfach köstlich. Wegen dieser harmlosen Neckerei soll ich Sie gleich zum Sexojekt gemacht haben? Na also bitte schön, auf meine harmlose kleine Bemerkung schreit Frau Tourette schon lauthals „Vergewaltigung, Vergewaltigung!“. Sehen Sie Tourette/Jeanette, schöner kann man nun das böse Intrigenspiel, das die Frauen mit uns Männern spielen, kaum mehr demonstrieren. Danke, dass Sie sich dazu hinreissen liessen.

  34. Basta sagt:

    @Jeanette: Sie sagen: “Dennoch meine ich, dass soziale Ungerechtigkeit weder nur individuell noch politisch überwunden werden kann. Es braucht beides, individuelle Initiative und politischer Spielraum, und das alles in einer familiär ausgewogenen Umgebung.” Warum kämpfen Sie dann gegen mich? Das ist ja genau das Resultat, das meine Lösung produzieren soll. Wäre schön, wenn Sie am selben Strick in die gleiche Richtung mit mir ziehen würden.

  35. Basta sagt:

    @vietcong sagt: “Basta: “Nun, cleverer zu arbeiten hat mit Glück herzlich wenig zu tun. Es gibt nur eine Sorte von Glück: Das Glück des Tüchtigen. So wie Sie in Ihrem Beitrag schreiben, so argumentieren die Getriebenen und die Verlierer.”
    vietcongs antwort: warum gibt es dann so etwas wie working-poor? mir ist schon bewusst, was sie aussagen wollen. aber es sind die wenigsten die in dieses profil passen. die mehrzahl der menschen (mindestens in der schweiz) arbeiten viel oder sehr viel und sehen im vergleich zu den top-verdienern nicht mal ein bruchteil derer vermögen. dieses system ist pyramidenförmig aufgebaut. es ist also unmöglich dass alle oben mitmischen, auch wenn sie noch so viel oder clever arbeiten. es kann nicht jeder unternehmer und chef sein. das ganze funktioniert nur, wenn die mehrzahl arbeiter sind. ” Ich gebe Ihnen in jedem Punkt recht, so funktioniert das Leben. Wo man hinschaut, es sind immer die Top 5%, die 80% des Vermögens besitzen.
    Basta sagt: “es wird immer Menschen leben, die lieber für andere Arbeiten. Und die vor lauter Arbeiten keine Zeit zum Geld verdienen haben.”
    vietcong sagt: “und das soll die rechtfertigung dafür sein, dass man die ‘uncleveren’ ausbeuten darf? dass sie (die arbeiter) es im grunde sogar wollen? also bitte! nochmal: es ist gar nicht möglich, dass alle für ihre arbeit gerecht bezahlt werden (gerecht in bezug auf die geleistete arbeit und im verhältnis zum unternehmensgewinn) solange nicht, bis die gierigen 10000 bereit dazu sind zu teilen. das dies nicht möglich ist, liegt wohl schon an der tatsache dass man es gar nicht so weit bringen würde, wenn man, ich sage mal, eine moralische und gerechte grundeinstellung pflegt. einzelfälle ausgenommen. ist so etwas vielleicht clever?” Nein, das ist überhaupt nicht clever. Aber Sie sind clever, denn das was Sie beschreiben, das ist ja genau das Manko der heutigen Wirtschaftsordnung. Wer kann, steigt in die Top-5% auf. Der Rest der Menscheit wird zu den 95% anderen gehören. Was immer eine Gesellschaft auch unternimmt, es wird immer diese 5% : 95% – Verteilung geben. Es ist wichtig, dass wir nun nicht den Sozialismus einführen und die 5% nicht beindern, die für die Leistungserstellung die Verantwortung tragen. Deren Initiative ist es, die letztlich zu Mehrwert führt. Auch wenn dieser Mehrwert durch fleissige Arbeiter produziert wird. Ohne die treibende Kraft der Unternehmer gäbe es nichts zu verteilen. Es ist deshalb richtig, dass diese aktiven und cleveren Menschen auch mehr verdienen, als normale Arbeiter. Es war schon immer so, dass diese Unternehmer sogar sehr viel mehr verdienten, als der Durchschnitt. Das hat die Bevölkerung in den 50er-, 60er-, 70er- und 80er-Jahre offenbar gar nicht gekümmert. Es war kein Thema von wirklichem Interesse. Dass dieser Unterschied in den letzten zwei Jahren plötzlich politisch brisant wird, hat zwei Ursachen: Es geht den Ärmsten und Armen heute viel, viel schlechter als noch vor zehn Jahren. Und es ist die extrem gut verdienende Schicht der Söldner-Manager in der Finanzbranche, die diese extreme Krise losgetreten hat. Aber das zeigt doch, dass es für stabile Verhältnisse in einem Staat Einkommensunterschiede geben muss, dass die Topgehälter sogar nach oben offen sein dürfen, sofern die unteren Schichten in sozial guten Verhältnissen leben und sich glücklich fühlen. Wer seinen Reichtum geniessen will, kommt deshalb nicht darum herum, in seinem Einflussgebiet gute soziale Verhältnisse zu schaffen. So wie das im letzten Jahrhundert während dem Wettbewerb zwischen Kommunismus und sozialer Marktwirtschaft annähernd erreicht wurde. Die soziale Marktwirtschaft hat sich, bei allen Fehlern, die die Politik gemacht hat, äusserst gut bewährt. Und zwar wurde zwischen den Blöcken als Massstab genommen, wie gut es den Ärmsten in den jeweiligen politischen Systemen geht. Und dieser Wettbewerb wurde klar von der sozialen Marktwirtschaft gewonnen. Das ist ein historischer Fakt, den man nicht wegdiskutieren kann. Nachdem in unserer heutigen Gesellschaft, die nicht mehr viel Ähnlichkeit mit derjeinigen zur Zeit des Kalten Krieges hat, kein Defizit hat bei der Motivation für Leistung, ist ein solches aber in Bezug auf den sozialen Ausgleich festzustellen. Das sehen durchaus richtig. Und deshalb kommt mein Vorschlag, die Steuerlast des Staates massiv zu reduzieren und den Politikern Macht wegzunehmen, indem man Ihnen die Umverteilung wegnimmt. Die Umverteilung wir neu durch eine spezielle Sozialausgleichssteuer finanziert. Und zwar derart, dass sich die Steuer verringert, wenn die Armut abnimmt. Nur so kann erreicht werden, dass die Wirtschaftskapitäne das sozial richtige tun. Weil es Ihnen selber eben auch nützt. Vorbei die Zeiten, wo man sich, scheinbar gegen sein gutes und weiches Inneres, zu harten Massnahmen durchringt. Weil es das eigene Portemonnaie als Privatperson trifft.Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt. Ich hoffe sehr, dass Sie den Ansatz erkennen, mit dem man die heutige unbefriedigende Situation überwinden kann. Der Preis ist gar nicht so hoch. Nur die Politker schneiden schlechter ab: Sie müssen Macht abgeben. Für alle anderen verbessert sich die Situation.
    Sie sagen: “richtig. und jetzt war amerika der kläger und es wurde bezahlt. resp. daten herausgegeben, was zu vermögensverlust führt. wäre alles mit rechten dingen gelaufen, wäre das nicht passiert. ” Richtig. Das, was in Amerika durch die UBS (Schweiz) AG gemacht wurde, nämlich Mitarbeiter nach Amerika senden, damit diese in Amerika amerikanische Gesetze brechen, das war kriminell. Die UBS gehört dafür geschlossen. Ich verstehe nicht, warum man diese Bank nicht geschlossen hat. Zudem hat die Finanzmarktaufsicht bei der Kontrolle der UBS AG die immensen Risiken mit den Immobilien-Zertifikaten nicht erkannt. Mein Vertrauen in die Finanzmarktaufsicht ist schwer erschüttert und es hat keine personellen Konsequenzen gegeben. Im übrigen ist es so, dass der Bund an seiner Milliardenhilfe an die UBS AG einen ganz schönen Haufen Geld verdient hat. BR Merz ist in Finanzangelegenheiten halt schon äusserst begabt. Er hat die Bank so richtig über den Tisch gezogen und die Bundeskassen gefüllt.
    Sie sagen: “schauen sie, für mich existiert ein elementares gesetz im universum, das für alle dinge gilt. man kann es in einem kurzen satz beschreiben: man kann keinen berg aufschütten ohne irgenwo ein loch zu graben. will heissen: von allen dingen existiert nur eine bestimmte menge die niemals grösser oder kleiner wird, sondern höchstens durch umwandlungsprozesse seine form verändert. also: ein mensch kann nicht reich werden ohne irgendwo geld her zu nehmen. dieses geld fehlt nachher der allgemeinheit. klar es wird wieder investiert und noch mehr daran verdient (das ist der überhaupt der grund, warum es investiert wird.. letztlich gehört das meiste den wenigsten und umgekehrt. das ganze kann nur bis zu einem gewissen grad funktionieren.
    Nun, ein schönes Modell. Aber beim Bezug auf Fianzen funktionieren gewisse Parameter anders, als in Ihrem Modell beschrieben. So ist die Geldmenge z.B. nicht fix, sondern kann durch die Notenbank variiert werden. Und es ist richtig, Geld wird investiert, um einen Gewinn zu machen. Wenn keine Gewinnabsicht dahinter steht, spricht man von einem Hobby oder von Sponsoring. Und da ist doch nichts schlechtes daran, oder? Ihre Behauptung, dass das Ganze nur bis zu einem gewissen Grad funktonieren kann, stimmt so nicht. Sonst könnten doch in Boomphasen Volkswirtschaften nicht so zulegen und der Lebensstandard der Bevölkerung steigen. Und dass in Krisenzeiten halt die Meisten am sinkenden Lebensstandard teilhaben, verwundert Sie hoffentlich auch nicht sonderlich.
    Sie sagen: “wissen sie, im grund bin ich sogar ein stück weit mit ihnen einverstanden. wobei es mir jedoch geht ist, dass sich das ganze in einem gewissen rahmen bewegt. wird dieser rahmen irgendwann zu sehr strapaziert – und dies ist je länger je mehr der fall – wird dies zum zusammenbruch dieses systems führen. und ich spreche nicht mal von revolution. ich spreche davon, dass sich dieses system zusehends selber auffrisst. ganz einfach: je mehr geld bei den oberen landet, desto mehr fehlt es den unteren. die oberen können aber nur verdienen, wenn die unteren ihre produkte kaufen, an deren herstellung die oberen verdienen. auch die arbeitsplätze sind damit gemeint. wenn ein unternehmer einen arbeiter einstellt, muss dieser in der lage sein mit seinem verdienst leben zu können. leben indem er die produkte kauft die er selber herstellt. an denen der unternehmer verdient. also an der mehrarbeit die er dem arbeiter abpresst. das funktioniert. so lange bis der arbeiter zu wenig verdient oder zu viel arbeitet um noch leben zu können. wenn sich also heute immer mehr leute verschulden, die arbeitslosigkeit wächst und familiengründung zum finanziellen hindernis führt, kann das nicht mehr lange gut gehen. ich widerhole mich: in gewissem masse funktioniert es. der reiche darf reicht sein. aber er darf nicht hundert, tausend, zehntausen mal mehr verdienen. das ist einfach durch nichts zu rechtfertigen.” Sie greifen in diesem Abschitt zwei zentrale Themen auf:
    1.Warum werden die Löhne immer kleiner.
    2.Der Zusammenbruch des Systems, weil den Unteren die Kaufkraft fehlt.
    Nun, Doris Leuthard ist eine der treibenden Kräfte in der Schweiz, deren Politik scheinheilig nur immer tiefere Preise propagiert. Wir müssen aber erkennen, dass die Margen heute bereits so klein sind, dass der Preisdruck vermehrt die Löhne unter Druck bringt. Wir haben es einerseits mit den Chinesen zu tun, die für beinahe nichts arbeiten. Zudem gibt es seit rund drei Jahrzehnten ein Kartellverbot. Ich hatte das Vergnügen, als junger Mensch in Firmen zu arbeiten, die durch Kartelle ihre Preise hoch hielten und dadurch gute Gewinne erzielten. Diese Firmen schwammen im Geld und zahlten gute Löhne. Wir müssen uns bewusst sein, dass wenn wir billge Sachen kaufen, diesen Druck auf die Preise und dadurch auf unsere Löhne selber erzeugen. Für eine Verbesserung der Situation der Armen und der Working Poor ist es in allererster Linie wichtig, auf dem Markt wieder gute Margen erzielen zu können. Wenn wir alles billig kaufen wollen, werden auch wir selbst letztlich billig. Wollen wir das wirklich?
    Ob das System zusammenbricht, ist noch nicht sicher. Ich sehe als grösstes Systemrisiko die Pensionen. Weil die Profis von den Pensionskassen sich reich mit Boni bedient haben und das Gld so professionell investiert hatten, dass bei einzelnen Pensionskassen 50% der Geldes und mehr verspekuliert wurde. Die Rentenzahlungen sind nicht mehr gesichert. Da wird auf der Strasse der Teufel los sein, wenn sich dieser Zustand der Pensionskassen in Rentenkürzungen und Zahlungsunfähigkeiten manifestiert. Das ist echter Zündstoff. Sonst glaube ich an die selbstregulierenden Kräfte der Marktwirtschaft. Es ist nicht sinnvoll, wenn die Politik in jeder Phase des Konjunkturzyklus neue Gesetze erlässt. Es würde genügen, wenn die Finanzmarktaufsicht Ihren Job tatsächlich machen würde. Und mehr Eigenkapital für die Banken ist ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. Aber es ist wichtig, dass der Gedanke des sozialen Ausgleichs sein Gewicht im Gesamtsystem wieder bekommt. Und zwar so, dass mit der Lenkungsabgabe Sozialausgleichssteuer die Verhältnisse der Armen und Ärmsten kontinuierlich verbessert werden, weil in den Unternehmen selber die entsprechenden sozialverträglichen Entscheide gefällt werden. Um als Privatmann weniger Sozialausgleichsabgabe bezahlen zu müssen. Ein soganannter Regelkreis.
    Sie sagen: “nein ich bemühe mich wirklich um ausgewogenheit. ich sage ja nicht: reich sein ist verwerflich. ich benenne auch die vorteile: die investitionen, der antrieb zum mehr, der dem kapitalismus zugrunde liegt und nicht verkehrt ist – ansporn ist wichtig! (mit ausrufezeichen!) genauso wichtig ist aber solidarität! ebenfalls mit ausrufezeichen.” Das ist ja genau das, was ich will. Das kapitalistische Prizip und das Soziale Prinzip sind keine Gegensätze, sondern zum grössten Erfolg, wenn sie in einem Wirtschaftssytem einer gesunden Balance zueinander stehen. Und zwar so, dass durch monetären Anreiz der soziale Ausgleich durch die Unternehmen unterstützt und aktiv gefördert wird. Aus egoistischen Gründen.
    Sie sagen: “sozialer ausgleich bedarf des zwangs” Nun, wenn Sie wollen, ist in meinem System die durch die Reichen zu bezahlende Abgabe für sozialen Ausgleich der Zwang.
    Ich fühle, dass sich unsere Positionen langsam annähern. Das freut mich.
    Sie sagen: “auf jeden fall zu wenig um von gerechtigkeit zu sprechen.” Wir werden es nie allen recht machen können. Aber versuchen, eine Art Schwerpunkt zu finden, an dem jeder Einzelne am wenigsten unzufrieden ist.

  36. Basta sagt:

    @Die Kraft, weiblich, ca. 50, die vorher Die Bank-Rotten war. (Und welche Nicks benutzten Sie früher? Ich komme ohne Nachhilfe nicht drauf.)
    Sie sagen: “Andersrum nehmen auch Sie Impulse auf…” Aber das hoffe ich doch, dass ich noch lernfähig bin.
    Sie sagen: “Beim Betrachten der Parteienlandschaft in D… ” Ich werde mir als Schweizer nicht anmassen, den Deutschen eine Wahlempfehlung abzugeben. Ich würde eine solche Einmischung in innere Angelegenheiten im umgekehrten Fall auch nicht gutieren. Kann man durch „Leer“ einlegen das absolute Mehr in Deutschland auch höher legen? Würde ich machen, wenn es eine zulässige Variante wäre.
    Sie sagen: “…laß die Kapitalisten sich zusammen rotten…” Die Kapitalisten rotten sich nicht zusammen. Die bilden tragfähige Netzwerke. Zusammenrotten tun sich die Gewerkschafter. Mit mässigem Erfolg. Wenn eine nicht mehr rentierende, kaputte Fabrik für einen Tag bestreikt wird, kümmert das doch keine Sau.
    Sie sagen: “Und nun rühren sie sich vollgestopft nicht mehr…liegen wie auf Breughel-Bildern tumb dampfend verdauend…vor dem Fernseher” Ich weiss nicht, wie Sie das gemeint haben. Vor dem Fernseher liegen aber vor allem Arbeitslose, sicher nicht die Unternehmer. Weil die ja etwas uternehmen. Und nicht unterlassen. Sonst würden sie ja „Unterlasser“ heissen und nicht „Unternehmer“.
    Sie sagen: “Schon um die bevorstehenden Zeiten als Mutter eines behinderten und hilfebdürfiten Menschen zu deixeln…” Danke, so verstehe ich auch Ihren Standpunkt besser.
    Sie sagen: “verstehe nicht, dass Sie, Basta, die Verschiebung nicht wahrhaben wollen, welche stattgefunden hat.” Ich verstehe nicht, von welcher Verschiebung Sie sprechen. Es hat in den letzten 50 Jahren sehr viele Verschiebungen gegeben.

  37. Die Kraft sagt:

    @ Basta
    unternehmen – unterlassen

    das Breughel-Bild: EINE Auswirkung..es erstarren eben viele im Phlegma (die es unterlassen zu demonstrieren und rebellieren) und viele Trittbrettfahrer und Müßiggänger, die es sich “gutgehen” lassen..die neuen Spiränzchen der Reichen im Überdruß, mit dem Privatjet zum Shoppen in die Hundeboutique in Dubai…

    eine der anderen Auswirkungen der “Unternehmer”: 1-Euro-Jobber-ARBEITSSKLAVEN..Solche Verschiebung ZUM BEISPIEL!

  38. Die Kraft sagt:

    Basta
    (Und welche Nicks benutzten Sie früher? Ich komme ohne Nachhilfe nicht drauf.)

    “Erziehungslektion”

    Sie müssen ja nicht wissen, wer ich bin! Was tut das in diesem Medium zur Sache? (Vielleicht bin ich Goethe? :)) Wen ich mich über Strecken rar mache, kann ich nicht beanspruchen, nach Wochen noch auf dem Laufenden zu sein. Das habe ich mittlerweile selbst kapiert. Und noch so manches andere.
    So die Mechanismen des menschlichen Austausches (von Geben und Nehmen)…was wir “füreinander tun können”

    Die “Spielregeln” sind eben BRUTAL, hier wie da! Und erst recht im Internet des kapitalistischen Systems!

  39. Tourette sagt:

    @ Steinlaus

    Ich bin wirklich nicht feelX.
    Möge Ihnen diese Information Frieden bringen.

  40. Steinlaus sagt:

    @ Tourette

    Danke.

  41. Moria sagt:

    Tourette ….
    ….. Unverwechselbare (!)
    habe Ihnen einen ‘bendisposto’ Kommentar im neuen Blog gewidmet….. mit der Frage, was bedeutet Neurojargon?

  42. Die Kraft sagt:

    Basta
    Ich wähle nicht, denn das ist die einzige Möglichkeit um der “Demokratie” zu signalisieren: Was du im Moment betreibst ist Mogelpackungen zur Wahl stellen. Nicht einmal eine Opposition anbieten! Selbstverständlich müßte ich die Wahl haben zur Nichtwahl dieser “Möglichkeiten” . Und deshalb nehme ich sie mir. Die Wahl zwischen ausschließlich schlechten Angeboten und dem Verweigern? Ich darf wohl in Anspruch für mich nehmen, ein politisierter? Mensch zu sein? Aber nicht die gegenwäteige Parteipoliktiszene zu unterstützen….das behaupten von sich Christen: Dass sie “Gläubige” sind, aber keine Buchstabengehorsame

  43. Basta sagt:

    @Kraft. Sie sagen: “eine der anderen Auswirkungen der “Unternehmer”: 1-Euro-Jobber-ARBEITSSKLAVEN..Solche Verschiebung ZUM BEISPIEL!” Nun, ein 1-Euro-Job hat nichts mit Marktwirtschaft zu tun, sondern ist eine Therapiemassnahme. Unter http://www.sozialhilfe24.de/hartz-iv-4-alg-ii-2/1-ein-euro-job.html ist zu lesen: „Ein “Ein Euro Job” oder “1 Euro Job”ist eine Arbeitsgelegenheit, mit deren Hilfe der Gesetzgeber vor allem Langzeitarbeitslose wieder in den ersten Arbeitsmarkt integrieren will. Sie haben den Zweck, die Arbeitsfähigkeit aufrecht zu erhalten und sollen den ALG 2 Empfänger an regelmäßige Arbeit und einen strukturierten Tagesablauf gewöhnen. Sie können nicht erwarten, dass einer, der eine wirtschaftlich nicht sinnvolle Tätigkeit ausübt, mehr verdient, als einer der auch nichts zu tun und in einem Entwicklungsland lebt. Der 1-Euro-Jobber bekommt immerhin zusätzlich auch noch sein Arbeitslosengeld. Und steht damit weltweit gesehen doch relativ gut da. Aber man kann natürlich an allem rum stänkern. Vielleicht wäre etwas mehr Dankbarkeit manchmal doch angebracht. Aber woher sollen Menschen, die die Kirche meiden, noch wissen, was Dankbarkeit und Demut sind?“
    Sie sagen: “…es erstarren eben viele im Phlegma (die es unterlassen zu demonstrieren und rebellieren) und viele Trittbrettfahrer und Müßiggänger, die es sich “gutgehen” lassen
    Wieder dumme Neid-Argumente. Die einer genaueren Prüfung nicht standhalten. Es gibt zur Zeit eigentlich gar keinen Grund, um demonstrieren zu gehen. Wenn tatsächlich Leidensdruck vorhanden wäre, würden die Menschen schon demonstrieren. Und bessere Zustände führt man nicht mit demonstrieren herbei, auch nicht indem man die Reichen aus Neid verteufelt. Verbesserte Zustände erfordern Verstand und resultatorientiertes Vorgehen. Mit der Fortsetzung des Klassenkampfes, wie Sie ihn hier fordern, laufen wir in ausgetretenen Pfaden nach nirgendwo. Diese uralte kommunistische Tradition ist ausgelutscht, veraltet, verstaubt. Mit der Trillerpfeife unnütz herumstehen, den Arbeitgeber mit Neid-Sprüchen blöd anmachen, trotzen. Was soll das? Wie soll man vor Menschen, die sich so in Gruppen „organisieren“ und die Leistung verweigern, noch Respekt haben? Demonstrationen bringen keine Lösungen. Dieses Gegeneinander kann insbesondere nicht helfen, die Krise zu überwinden. Seit über 80 Jahren steht die Dialektik beim Klassenkampf still, entwickelt sich nicht mehr weiter. Was sollen wir 2009 mit Rezepten aus den 1920er-Jahren? Sind doch alle von gestern, die diesen Stuss heute noch propagieren. Die Wahlen in Deutschland haben klar gezeigt, dass die Bundesbürger in ihrer Mehrheit den veralteten Denkansätzen den Rücken zugekehrt haben. Rezepte, die in den letzten 80 Jahren keinen wesentlichen und nachhaltigen Fortschritt gebracht haben, werden auch in den nächsten 80 Jahren untauglich sein. Wir brauchen endlich einen Fortschritt in der Dialektik. Hin zum Miteinander und weg von Gegeneinander.
    Sie sagen: “Basta. Ich wähle nicht, denn das ist die einzige Möglichkeit um der “Demokratie” zu signalisieren: Was du im Moment betreibst ist Mogelpackungen zur Wahl stellen. Nicht einmal eine Opposition anbieten! Selbstverständlich müßte ich die Wahl haben zur Nichtwahl dieser “Möglichkeiten” . Und deshalb nehme ich sie mir. Die Wahl zwischen ausschließlich schlechten Angeboten und dem Verweigern? Ich darf wohl in Anspruch für mich nehmen, ein politisierter? Mensch zu sein? Aber nicht die gegenwäteige Parteipoliktiszene zu unterstützen….das behaupten von sich Christen: Dass sie “Gläubige” sind, aber keine Buchstabengehorsame” Ja, grossartig! Wir nehmen Ihren Protest als Protest zur Kenntnis. Oder war es gar kein Protest, sondern einfach eine im Phlegma erstarrte Bequemlichkeit?

  44. Die Kraft sagt:

    Oder ist es etwa das größere Phlegma, wenn jemand sein Kreuzchen bei Schwarz-Gelb macht? Und nicht aus der Kirche austritt?

  45. vietcong sagt:

    @ Jeanette

    “Vor allem, wenn man über den Tellerrand der Schweiz oder Europa schaut, gehören wir Schweizer sowieso zu jenen 5%,”
    völlig richtig. vielleicht sogar zu den 1%.

    @ basta

    “Ich gebe Ihnen in jedem Punkt recht, so funktioniert das Leben. Wo man hinschaut, es sind immer die Top 5%, die 80% des Vermögens besitzen.”
    eben und ich will eigentlich nicht mehr aussagen, als dass dies nicht sonderlich gerecht ist. ich bin im übrigen völlig mit ihren ausführungen einverstanden, dass es reiche und erfolgreiche braucht und das diese auch garant für ein würdiges leben der unteren sein können.
    wo ich nicht einverstanden bin, ist dass man die kontrolle abbauen muss. denn das system das sie beschreiben funktioniert nur in einem bestimmten rahmen. es gibt einen punkt, wo die kontrolle zu wenig wird und die ausbrüche des egoismus zu viel. der mensch braucht ein bestimmtes mass an kontrolle. also braucht auch die wirtschaft ein bestimmtes mass an kontrolle. in den letzten jahren ist die kontrolle der politik über die wirtschaft stehts zurückgegangen. dies hat einerseits die von ihnen beschriebenen effekte erzeugt, hat aber mittlerweile einen grad erreicht, wo es ungesund wird. ihr system mit der steuer haben wir ja schon einmal diskutiert und ich finde es im grunde ein sehr gutes system, wenn man es durchsetzen kann und es tatsächlich funktioniert. es tönt für mich, wie gesagt interessant. jedoch: auch ein solches system bedarf der kontrolle durch den staat.
    “Das, was in Amerika durch die UBS (Schweiz) AG gemacht wurde, nämlich Mitarbeiter nach Amerika senden, damit diese in Amerika amerikanische Gesetze brechen, das war kriminell. Die UBS gehört dafür geschlossen.”
    einverstanden.
    “Nun, ein schönes Modell. Aber beim Bezug auf Fianzen funktionieren gewisse Parameter anders, als in Ihrem Modell beschrieben. So ist die Geldmenge z.B. nicht fix, sondern kann durch die Notenbank variiert werden.”
    – was direkt zu einer wertminderung oder wertvermehrung des geldes führt. also funktioniert mein modell auch hier.

    “Ihre Behauptung, dass das Ganze nur bis zu einem gewissen Grad funktonieren kann, stimmt so nicht. Sonst könnten doch in Boomphasen Volkswirtschaften nicht so zulegen und der Lebensstandard der Bevölkerung steigen. Und dass in Krisenzeiten halt die Meisten am sinkenden Lebensstandard teilhaben, verwundert Sie hoffentlich auch nicht sonderlich.”
    verwundert mich nicht. aber das ganze kann nur bis zu einem gwissen grad funktionieren. warum? erstens ist man von ressourcen abhängig die ausgehen können und zweitens, ich widerhole mich, gibt es oben und unten an der skala einen strich der das system kollabieren lässt. kein system ist davon frei, gefahr zu laufen sich selbst zu vernichten.

    “Für eine Verbesserung der Situation der Armen und der Working Poor ist es in allererster Linie wichtig, auf dem Markt wieder gute Margen erzielen zu können. Wenn wir alles billig kaufen wollen, werden auch wir selbst letztlich billig. Wollen wir das wirklich?”
    das wollen wir nicht! 🙂 was wir aber auch nicht wollen, ist das ständig alles teuer wird und wir im vergleich dazu nicht auch mehr verdienen. das ist heute der fall. ich kann ehrlich gesagt auch nicht verstehen wie man darauf kommt in billigländern zu produzieren und damit in kauf zu nehmen dass die heimat dabei drauf geht. eben dort sehe ich die grenzen einer freien, sich selbst steuernden marktwirtschaft.
    “Es ist nicht sinnvoll, wenn die Politik in jeder Phase des Konjunkturzyklus neue Gesetze erlässt. Es würde genügen, wenn die Finanzmarktaufsicht Ihren Job tatsächlich machen würde.”
    das sehe ich auch so.

    abschliessen kann ich nur mit ihrer aussage:
    “Das kapitalistische Prizip und das Soziale Prinzip sind keine Gegensätze, sondern führen zum grössten Erfolg, wenn sie in einem Wirtschaftssytem einer gesunden Balance zueinander stehen.”
    es ist also elementar wichtig, dass in der politik rechts und links und in der wirtschaft soziales und kapitales sich ständig gegenüberstehen.

    wir waren ja schon mal so weit in der diskussion. ich werfe von links sie von rechts und jetzt sind wir in grössten teilen miteinander einverstanden. so ists recht!
    🙂

  46. heidi reiff sagt:

    Ich hab eigentlich nichts gegen Tiere bin froh habe ich keinen Hund, Hunde brauchen ja Auslauf da wäre ich überfordert, ich hatte Katzen die auch freien Auslauf hatten, ^geht auch noch gut ohne Verpflichtung, mag diese Ueberforderung nicht mehr, habê da zum glück einfach êigene Grenzen¨ gesetzt, ist einfach mein Weg, ob es mir gut oder schlecht geht entscheide ich selbst, bin etwas allergisch aufdas Wort “Gott macht alles “so wie ich das im Blog wahrnehme werden eher Atheisten und kritsche Menschen diffammiert , auch Menschen ohne Glauben an Gott haben ein RECHT ZUM LEBEN KAPITO.

  47. Trends sagt:

    “working Poor”? Aussenminister mit Schmiss ohne Englisch? 🙂

    taz.de/1/leben/internet/artikel/1/mr-westerwaves-entgleisung/

    freitag.de/politik/0940-atomkraftwerke-laufzeit-protest-energiekonzerne

  48. Anton Althaus sagt:

    Eine tolle Firma, diese Scientology, ihre Methode funktioniert wirklich überall. Zum glück bauen die keine Minarette sonst wären sie womöglich noch gefährlich.

  49. privatkontakte…

    Manch einer Fantasie scheinen ja wirklich keine Grenzen gesetzt. Habe darueber wirklich schon die tollsten Dinger gelesen. Lohnt aber nicht wirklich darueber zu lamentieren. Die Ausfuehrunge hier sind dafuer umso erfreulicher, weil man sich hier mit de…