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Karma und Erbsünde

Hugo Stamm am Sonntag den 15. Juni 2008

Im Hinduismus und Buddhismus sind Wiedergeburts- und Karmatheorie zentrale Aspekte der Heilsvorstellung. Mit der Idee der Reinkarnation kann ich leben. Es ist verständlich, dass wir Menschen hoffen, dass nach dem Tod nicht alles vorbei ist. Es gibt dem Leiden einen Sinn. (Ob dieser Sinn sehr sinnvoll ist, ist eine andere Frage.) Auf jeden Fall ist die Vorstellung, dass das Leben im Diesseits in irgend einer Form eine Fortsetzung findet, für viele ermutigend.

Mehr Mühe habe ich mit der Karmatheorie. Bei näherer Betrachtung erscheint sie – zumindest in Indien – eher ein weltliches Herrschaftsinstrument denn ein religiöses Dogma zu sein. Konkret: Ein Unberührbarer bleibt laut hinduistischer Lehre sein Leben lang ein Unberührbarer. Ein Aufstieg in eine höhere Kaste  wird nicht erlaubt. Er muss als Unberührbarer leiden, um die karmische Belastung aus einem früheren Leben abbauen zu können und im nächsten Leben allenfalls aufzusteigen. (Heute ist das Kastensystem per Gesetz verboten, in ländlichen Gegenden wird es aber immer noch gelebt.) Der politische Effekt ist klar: Die Unterdrückten begehren nicht auf, sondern ertragen das Schicksal fatalistisch. So kann die politische Elite ungestört regieren und ihre Interessen durchsetzen.

Und der religiöse Effekt? Den kann ich nicht erkennen. Wieso soll ich für etwas büssen, was mein angeblicher Vorgänger verbrochen hat. Ich soll zwar seine Seele geerbt haben, doch das Bewusstsein ist mir abhanden gekommen.

Kurz: Ich büsse für etwas, das mir nicht bekannt ist. Ich werde für schlechte Taten bestraft, die ein Fremder begangen hat. Ich kann nur Verantwortung für meine Taten übernehmen, wenn ich Einsicht in mein Unrecht habe. Doch diese Einsicht ist mir verwehrt, weil ich keine Erinnerung an die angeblichen Verbrechen habe.

Ähnlich verhält es sich beim Christentum. Hier gibt es auch eine Art Karma: die Erbsünde . Wir Nachgeborenen werden bestraft, weil Adam und Eva der Versuchung nicht widerstehen konnten, in einen Apfel zu beissen, den Apfel der Erkenntnis. Sie wurden aus dem Paradies vertrieben – und wir, angeblich, mit ihnen.

Dieser Akt tangiert mein Gerechtigkeitsempfinden. Was ums Himmels Willen hat der Sündenfall von Adam und Eva mit mir zu tun? Warum werde ich für etwas verantwortlich gemacht, das zwei Wesen vor mehreren Jahrtausenden verbrochen haben?

So lang Glaubensgemeinschaften solche kruden Glaubensinhalte pflegen, haben sie ein Glaubwürdigkeitsproblem.

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769 Kommentare zu “Karma und Erbsünde”

  1. M. Linden sagt:

    NARMER gewidmet
    cc Heubauch

    Wirre Gedanken
    Heller Schatten spricht gleich
    Was im weißen Nebel schwebt
    Und Sternenschweif steht still
    Mit den Jahrtausenden im Bunde.
    Alte Geschichten steigen auf
    Mit Flügeln des Pegasus im Nu`
    Zum Himmelsmeer durch Wäldertal.
    Flüsse klar und ohne Sicht,
    Im Nebel steht der Stern im Schatten
    Durch die Jahrtausende verbunden.
    Der Geist steht auch im Bunde
    Durch religiöse Gedanken in Fabeln verschlungen,
    Ohne Pfad ins leere führt
    Was nicht geglaubt und doch zu glauben war.
    Fantasie des Narmer ist zu wirr
    Um in einem Blog gleich darzustellen,
    Solche Gedanken nicht zum greifen nah
    Wie die wirren Gedanken in seinem Kopf.

  2. W. Heiz sagt:

    Karma?
    Schicksal, Zufall oder Willensakt, diese Fragen beschäftigen uns Menschen. Wenn ich hier in der Schweiz in einer Mittelstandfamilie geboren werde, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich auch ein Mittelstandsdasein führe werde, hoch. Dass eine Seele nicht stirbt, ist für mich natürlich. Wo sollte sie auch hin? Erbsünde ist Humbug. Das alte Testament strotzt vor aggressivem Nonsense. Da hat Jesus tüchtig damit aufgeräumt.
    Adam und Eva: Adam und Eva lebten im Paradies. Sie spielten miteinander zärtlich, lachend. fröhlich und unbeschwert. Sie schnurrten, gurrten und knurrten, umkosten sich im Liebesrausch, wussten nicht, hatten nicht die Kenntnis, nicht die ERKENNTNIS…

    Und zu Eva kam die Schlange, die Listige, die Erdgebundene, Betörende, mit hypnotischen Kulleraugen mit Spiralblick glotzte sie, lispelte sie zwischen den Zähnen freundliche Worte: hör mir zu, Eva, ich sage dir, wie es ist. Du kannst reich werden, du kannst wissend werden… So sprach die Schlange Serpenta zu Eva in ihrem Liebestaumelschlummertraum. Und: Beiß in den Apfel, sprach sie, beiss hinein und iss, es ist Deine Frucht. Warum erwachte Eva nass vor Schweiß, heiß von der Begegnung mit der Langen Grünen Schlange?

    Und Eva traf Adam wieder, der gerade von einem Paradiesbummel aus den Wunderfruchtwäldern zurückkehrte, herbeitaumelte mit Lust in den Augen. Und sie lockte ihn, umgaukelte ihn, der bewegungslos starr vor Begierde vor ihr stand. Gerade als er erneut mit und bei ihr ins Paradiesgärtlein eindringen wollte, hielt sie ihm erneut einen Apfel hin, die Frucht der Erkenntnis. “Beiß nun auch hinein, mein Süßer, dann wirst du wissen… Schau ihn an, den Apfel, rund ist er und prall. Fällt dir dazu etwas ein, mein Lieb?”

    Und in Adam setzte sich etwas fest. Soeben hatte er in den Apfel gebissen, eigentlich noch ohne zu begreifen, ihr, Eva zuliebe, denn es schien ihr wichtig zu sein. Und sie sprach vom Mond, der sich runden würde, der voll würde und prall. Der süße Saft der Frucht zerlief in seinem Mund, und eine Ahnung packte ihn, fast wie ein Traum noch, eine Ahnung, die bitter auch sich anfühlte und schwer, eine Ahnung von: Verantwortung, er schuldete ihr eine Antwort oder mehr.

    Und Eva strich sich über den runden Bauch und lachte. Sie lachte ihn an, sie lachte ihn aus, sie neckte ihn: verstehst du noch nicht, Dummerchen? Später wurde sie präziser, fordernder: Bring dies und bring das. Nahrung für uns beide, ich kann jetzt nicht aufstehen.

    Ende des Paradieses war es zur Hauptsache für Adam, den Mann. Ende der Freiheitsphase, des Nichtwissens, des verantwortungslosen Zustands der freien Liebe. Im Schweiße seines Angesichts, mit harter Arbeit mußte er abgelten die Stunden der Freude und Lust. Lohn aber ward ihm durch die jungen Menschlein, durch deren Lachen und Freude, deren unverbrauchte Gefühlswelt und kindliche Zärtlichkeit. Ein reicher Lohn, wenn Adam ihn wollte.

    Das Ende des Paradieses lag für Eva schon weit zurück in der Vergangenheit, am Ende ihrer Kindheit. Es hatte sich angekündigt in jenen Tagen, als ihr Leib rundlicher, ihre Brüste voll geworden waren, als der Mond sie milde bestrahlt hatte mit seinem süßen Licht von Verheißung und Entsagung, als die Schlange sie gelockt in ihren Träumen: willst du es wissen, das Geheimnis des Lebens, es liegt in deinem Schoß… Darum konnte sie lächeln so wissend, darum hatte sie einen Vorsprung vor Adam; darum haben Frauen einen Vorsprung des Wissens vor Männern; und sie lächeln wohlwollend, weise und verzeihend ( so sie lieben können ). Sie wissen es schon lange.
    Und im Schweisse ihres Angesichts müssen Männer ihr Brot essen; sie müssen Food herbeitragen für die Brut, wie die Vogelmännchen.
    Nicht so schlimm…
    Herzlich grüsst
    HZ

  3. H.v.Doderer sagt:

    Manchmal schreibt das Leben schon Realsatire.

    Benedikt der 16. lässt Berlusconi nicht zum Abendmahl zu, weil er (Berlusconi, nicht Benedikt) mit Sünde befleckt ist. Ja denkt man, das ist vernünftig, der Mann soll sich erst einmal von der Maffia lösen, bevor er sich in der Kommunion reinwäscht. taten, nicht einfach fromme Worte zählen. Weit gefehlt. Pinochet wurde nie exkommuniziert, die Sünde von Berlusconi, die ihn befleckt, besteht darin, dass er in zweiter Ehe verheiratet ist (nicht etwa, dass er trotz zweiter Ehe noch jedem Jupe nachrennt).

    Jeder hat eben seine eigene Wertehierarchie.

    Gruss an alle befleckten Mitsünder

  4. Alge, Bruno sagt:

    Erbsuende ist fuer uns, ober wir es wollen oder nicht, so real wie Sklaverei fuer ein Sklavenkind. Wir sind in eine Situation geboren worden ohne dazu eine Wahl zu haben.
    Wir muessen individuell unsere Freiheit erringen. Zum Glueck gibt’s den garantierten Befreier, Jesus Christus, der in seiner Wiederauferstehung ein fuer all mal den Tod und damit auch die Angst vor dem Tod besiegt hat.
    Er ist der erste dem dies gelungen ist und jeder der an ihn, den wiederauferstanden Sohn Gottes, glaubt wird Ihm folgen.
    Alle anderen Propheten liegen noch in ihren Graebern…

  5. ungläubiger Katechet sagt:

    Narmer schreibt an Erwinio

    Die Wissenschaftler wissen zwar, dass es Gott gibt. Aber sie scheitern kläglich daran, ihn zu beweisen. Deshalb wettern diese auch so gegen die Religionen.
    Das ist der wahre Grund, weshalb es zum Streit Wissenschaft gegen Metaphysik kommt.

    Das hat Kant damals schon erkannt. Er hat aber dieses Dilemma auch nicht lösen können.
    Das Dilemma liegt also bei der Wissenschaft, und nicht bei der Religion. Natürlich versucht man den Spiess immer umzudrehen. Aber es gelang bis jetzt niemandem, dies wirklich erfolgreich zu tun.
    ****************

    Für obige Aussagen sollte Narmer den Nobelpreis für höheren Blödsinn erhalten.

    Widersprüchlicher kann wohl kaum argumentiert werden. Wieso sollen Wissenschaftler, die überzeugt sind, dass es Gott gibt, gegen die Religionen wettern ? Nach der Meinung von Narmer tun sie dies aus purer Lust, die Gläubigen zu ärgern.

    Was jedoch richtig ist, ist die Tatsache, dass es noch niemandem (weder der Wissenschaft noch der Metaphysik) gelungen ist, Gott zu beweisen noch dessen Existenz zweifelsfrei zu widerlegen.
    Bei der objektiven Beurteilung der sogenannt „heiligen“ Schriften wird klar, dass der dort beschriebene liebe Gott eine reine Erfindung der Menschen ist. Habe Tausende unwiderlegbare Beweise für diese Aussage.
    Lade Narmer gerne zu einem entsprechenden Streitgespräch ein. Er soll aber bitte gleich einen versierten Psychotherapeuten mitbringen, der ihn betreuen kann, nach der Demaskierung seiner religiösen Verblendung.

  6. Markus sagt:

    Endlich werden die Dinge beim Namen genannt. Für die Freikirchen und Sekten ist es lebenswichtig dass ihre Mitliegder permanent ein schlechtes Gewissen haben und bereit sind für etwas zu büssen. Wie sonst könnten Sie ihren Zehnten einbtreiben. Die Vermutung liegt nahe dass es schon vor 2000 Jahren nur um die Kohle ging.

  7. Nils sagt:

    hallo menschen !

    glaubt was ihr wollt und lasst anders gläubige in ruhe. hört doch endlich auf irgendwelche glaubensmärchen zu erklären
    und andere menschen zu bekehren.

    nur eins hat unsere geschichte gezeigt;
    der real existierende glaube, egal welcher,
    bringt krieg,folter,armut und verderben.

  8. Atalaia sagt:

    @ Markus

    Sie scheinen ja ein richtiger Spezialist in Sachen Freikirchen zu sein. Ausser Clichés und Unwahrheiten haben Sie wohl nichts zu bieten. Also ich lebe absolut ohne Schuldgefühle und ich kenne auch keinen Gläubigen, welcher mit Schuldgefühlen lebt. Dann schon eher Leute wie Sie, welche es einfach nicht ertragen, dass andere Menschen andere Weltbilder haben. Fühlen Sie sich schuldig am Zustand der heutigen Gesellschaft ? Auch das mit dem Zehnten ist so ein dümmliches Cliché. Sagen Sie mir doch mal, wie sich eine Glaubensgemeinschaft finanzieren soll, wenn nicht aus den Beiträgen der Mitglieder ? Wenn Sie in einem Verein sind und dort ihren Mitgliedsbeitrag zahlen, ist das genau so freiwillig, wie wenn ein Gläubiger Geld für das Werk Gottes spendet. Rufen Sie doch aus, dass so viele Leute Kirchensteuer zahlen. Oder ist Ihnen dieses System lieber ? Ich weiss ja, warum ich nicht in der Landeskirche bin. Aber Leuten wie Ihnen, welche von pauschalen Unwahrheiten leben, kann man es eh nie recht machen. Hauptsache Sie können Ihr Feindbild pflegen. Noch ganz nebenbei…..ich zahle den Zehnten nicht aber wenn jemand das tut, ist das völlig in Ordnung. Schliesslich dürfen auch Gläubige mit ihrem Geld tun, was Sie wollen. Für Sie ist es natürlich positiver, wenn solches Geld auf Ihrer Seite in Alkohol, Tabak, Parties und noch zweifelhaftere Sachen gesteckt wird. Hauptsache die Wirtschaft floriert……bis zum bitteren Ende.

  9. Ein Freund sagt:

    Atalaia, zum Abschied gewidmet

    “Niemals gab es eine Partei oder Sekte, worin die Unwissenden nicht zugleich die Heftigsten waren.”

    Alexander Pope, (1688 – 1744), englischer Dichter, Essayist, Satiriker und Übersetzer der Epen Homers

  10. Atalaia sagt:

    @ Nils

    Ich glaube, Sie verdrehen die Dinge. Wer lässt den wen nicht in Ruhe ? Die Beiträge von H.S. sind ja immer gegen Gläubige gerichtet. Diese wollen ganz sicher niemanden bekehren aber es muss ja schon erlaubt sein, sich gegen Clichés und Unwahrheiten zur Wehr zu setzen. WIR lassen ja jeden glauben, was er will….aber uns wird das partout abgesprochen. Gerade Ihre Behauptung, dass Glauben etwas mit Kriegen, Elend etc. zu tun habe ist das typische Vorgehen von Leuten wie Ihnen. Ich behaupte mal, dass alles Elend auf der Welt viel mehr mit Leuten wie Ihnen zu tun hat, als mit Gläubigen. Auch der Ausdruck “Glaubensmärchen” ist genau die Intoleranz, von der Sie leben. Es zeigt eben genau, dass Sie uns NICHT respektieren. Aber genau Leute wie Sie wollen dann in Ruhe gelassen werden und fordern Respekt ein. Sie kommen mir wie jemand vor, der zuerst irgendeinem Menschen auf der Strasse einen Tritt in den Hintern gibt und sich dann lautstark beklagt, dass diese Person wütend wird und sich lautstark beklagt.

  11. Atalaia sagt:

    einem Freund, zum Abschied gewidmet

    “Der Gottlosen Weg aber ist wie das Dunkel. Sie wissen nicht, wodurch sie zu Fall kommen werden”

    (Sprüche, 4:19)

  12. Freigeist sagt:

    @Atalaia

    Sie gehören also zu den Zeugen Jehovas, wenn ich Ihr Schweigen zu dieser Frage richtig deute. Schauen wir uns doch gemeinsam einmal Ihren kleinen Verein etwas näher an:

    Quelle: http://www.jesus.ch

    Die Zeugen Jehovas sind eine weltweit aktive endzeitlich ausgerichtete Glaubensgemeinschaft. Sie sind für ihre ausgeprägte Laien-Missionstätigkeit, den häufigen Gebrauch von Bibel-Zitaten sowie ihre Veröffentlichungen „Der Wachtturm“ und „Erwachet!“ bekannt.

    Entstehung und Entwicklung
    Die Zeugen Jehovas wurden im 19. Jahrhundert von Charles Taze Russell in den Vereinigten Staaten begründet.

    Organisation
    Den Namen „Jehovas Zeugen“ benutzt die zuvor als „Bibelforscher“, „Ernste Bibelforscher“ oder „Internationale Bibelforschervereinigung“ bekannte Religionsgemeinschaft seit 1931. Zu Beginn der 30er Jahre wurde der Name „Zeugen Jehovas“ angenommen, dies mit Bezug auf das Wort des Propheten Jesaja: „Ihr seid meine Zeugen, spricht Jehova.“ Im Jahr 2004 gab es ca. 6,5 Millionen aktive Zeugen Jehovas weltweit, davon 18’500 in der Schweiz, wo sie in Thun ihre Schweizer Zentrale haben.

    Lehre
    Gott, Jesus Christus: Die Besonderheit der Zeugen Jehovas ist ihre Fixierung auf den Gottesnamen „Jehova“. Allein mit diesem Namen richtet man sich nach Auffassung der Zeugen Jehovas an den wahren Gott. Die Dreieinigkeit wird abgelehnt. Jesus sei der Sohn Gottes und die einzige direkte Schöpfung. Er kam auf die Erde und wurde dort als vollkommener Mensch geboren, indem sein Leben durch Gottes Geist in seine irdische Mutter Maria verpflanzt worden sei. Hauptzweck seines Kommens auf die Erde sei es gewesen, sein vollkommenes menschliches Leben zur Erlösung von Sünde und Tod zu opfern; er ersetzte den Verlust des vollkommenen Menschen Adam als ausgleichenden Wert. Dieses Opfers gedenken Zeugen Jehovas jährlich einmal durch das „Abendmahl des Herrn“.

    Wiederkunft Christi: Nach der Lehre der Zeugen Jehovas hat Jesus 1914 die Herrschaft über das „Königreich Gottes“ im Himmel übernommen. Er verbannte als erste Amtshandlung Satan und seine Dämonen aus dem Himmel in die Nähe der Erde (Offenbarung 12,7-9). Mit diesem Jahr begannen in den Augen der Zeugen Jehovas die von Jesus vorhergesagten „letzten Tage“. Mehrmals haben Zeugen Jehovas versucht, den Termin der Wiederkunft Jesu zu errechnen. Das bekannteste Jahr war 1975. Seitdem machen sie keine konkreten Zeitangaben mehr.

    1000-jähriges Reich: Nach der Schlacht bei Harmagedon beginne das Tausendjährige Reich, in dem Christus und 144.000 Auserwählte vom Himmel aus regieren würden (Offenbarung 7,2-8). Die übrigen Menschen hätten dann die Möglichkeit, für immer in Frieden auf der Erde zu leben. Die Verstorbenen würden dazu auferstehen, da sie mit dem Tod für ihre Sünden bezahlt hätten (Römer 6,7). Damit wäre das verloren gegangene Paradies wieder hergestellt.

    Rettung: Um diese Zukunft erleben zu können, müsse jeder Mensch eine bewusste persönliche Entscheidung treffen (Römer 9,9-10), Jehova anrufen und an Jesus Christus und dessen Opfer glauben, sowie sich den Zeugen Jehovas anschliessen. Das beinhaltet eine Lebensführung nach biblischen Grundsätzen, wie es die Jehovas Zeugen verstehen. Aus dieser Überzeugung heraus führen Zeugen Jehovas ein ausgedehntes Predigt- und Lehrwerk durch und versuchen, die Menschen überall zu erreichen

    Himmel und Paradies: Aus dem Gleichnis Jesu in Johannes 10,16 und anderen Bibelstellen erkennen Zeugen Jehovas zwei wesentliche Gruppen von Dienern Gottes: die kleine Herde mit einer himmlischen Auferstehung und die anderen Schafe als künftig auf der Erde lebend. Somit beziehen sich gemäss dieser Unterscheidung die meisten Aussagen des NT auf die kleine Herde. Demnach zählen nur Mitglieder der kleinen Herde zu den Kindern Gottes und Brüdern Christi. Daher nehmen auch nur Personen der kleinen Herde beim Abendmahl von den Symbolen. Da der heilige Geist im wesentlichen mit der kleinen Herde wirkt, werden diese auch „Geistgesalbte“ genannt.

    Hölle: Die übrigen Menschen die sich für Jesus entschieden haben und Jehova anrufen, leben auf der paradiesischen Erde weiter. Eine Hölle gibt es nicht. Die Ungeretteten erleben den endgültigen Tod als Nichtexistenz. Es gibt daher nach Überzeugung der Zeugen Jehovas auch keine unsterbliche Seele.

    Blut: Seit Jahrzehnten vertreten Zeugen Jehovas die Ablehnung von jeder Art des sog. „Blutgebrauchs“, weil die Bibel die Verwendung nur für heilige Handlungen erlaube, daher käme ein Essen oder anderweitiger Gebrauch des Blutes nicht in Frage. Insbesondere durch das von Jesus vergossene Blut hätte es eine besondere Bedeutung für Christen. Zeugen Jehovas lehnen deshalb die Blutspende sowie Bluttransfusionen ab, auch wenn dies den Tod bedeuten kann.

    Kreuz: Zeugen Jehovas glauben, dass Jesus an einem Pfahl, nicht am Kreuz, starb. Sie berufen sich dabei in erster Linie auf die Grundbedeutung der im Bibeltext verwendeten Wörter. Sie lehnen deshalb auch das Kreuzsymbol ab.

    Bibel: Die Zeugen Jehovas verwenden in den Landessprachen, in der sie vorhanden ist, eine eigene Bibelübersetzung, die Neue-Welt-Übersetzung.

    Gottesdienst: Die Zusammenkünfte haben keinen rituellen gottesdienstlichen Charakter im kirchlichen Sinn. Vielmehr werden Vorträge auf der Grundlage der Bibel und Literatur der „Wachtturm-Gesellschaft“ gehalten, Situationen bei der Bekehrung anderer demonstriert, Interviews geführt und der Lehrstoff gemeinsam besprochen.

    Taufe: Die Zeugen Jehovas praktizieren die Erwachsenentaufe. Sie ist nach einem gründlichen Studium der Lehre möglich und beinhaltet das Bekenntnis, ein Zeuge Jehovas sein zu wollen. Bekannt sind die Massentaufen der Zeugen Jehovas.

    Das Abendmahl: Der einzige religiöse Feiertag der Zeugen Jehovas ist das Abendmahl des Herrn, das auch Gedächtnismahl oder Feier zum Gedenken an den Tod Christi genannt wird. Dieses Fest wird einmal jährlich am 14. Nisan, dem Tag des alt-jüdischen Passahs, nach Sonnenuntergang gefeiert. Während der Feier wird eine Ansprache gehalten. Anschliessend werden die Symbole ungesäuertes Brot und Rotwein herum gereicht. Nur eine Minderheit mit himmlischer Hoffnung (144.000) nimmt von den Symbolen, dem ungesäuerten Brot und Wein. Die anderen geben die Symbole weiter, ohne davon zu nehmen.

    Praxis
    Jeder Zeuge Jehovas, der dazu gesundheitlich in der Lage ist, beteiligt sich am „Predigtwerk“. Gemäss eigenen Statistiken wenden die Zeugen Jehovas dafür je nach Land durchschnittlich 100 bis 500 Stunden jährlich auf. Sie sprechen Menschen an Haustüren oder auf öffentlichen Plätzen mit Themen aus der Bibel an und hinterlassen bei Interesse kostenfrei Zeitschriften, Broschüren, Traktate oder bei besonderem Interesse Bücher und Bibeln. Dabei sind auch Geldspenden erwünscht.

    Über diese Hausbesuche und Gespräche fertigt sich gewöhnlich der Zeuge private Notizen an, die er für Nachfolgebesuche verwenden kann. Angeboten wird ein Heimbibelkurs (meist Heimbibelstudium genannt). Das Material dafür ist in erster Linie ein Buch oder eine Broschüre mit thematisch geordneten Bibelzitaten und -kommentaren, die jeder Teilnehmer erhält und anhand konkreter Fragen durcharbeiten soll, die dann mit dem Verkündiger besprochen werden. Freiwillige können vereinbaren, mehr Zeit im Predigtwerk einzusetzen, entweder zeitlich begrenzt („Hilfspionier“) oder zeitlich unbestimmt („Allgemeiner Pionier“). Allgemeine Pioniere werden nach einem Jahr zu einer zehntägigen „Pionierdienstschule“ eingeladen, in der sie Predigtwerk, biblische Lehre und Organisation vertieft kennen lernen.

    Feste: Die Zeugen Jehovas lehnen die allgemein anerkannten Feste wie Weihnachten und Ostern ab, weil sie nicht biblisch seien. Auch Geburtstagsfeiern werden abgelehnt. „Der Brauch, Geburtstag zu feiern, entstammt der falschen Religion des Altertums“, heisst es auf einer Website der Zeugen Jehovas. Um Nachteile für die Entwicklung ihrer Kinder zu vermeiden, suchen viele Zeugen Jehovas nach gesellschaftlichem Ausgleich zu anderen Zeiten und Gelegenheiten. Dazu gehören Hochzeiten, Sommerfeste, Kinder-Partys, Sporttreffs wie Fussballspiele, Kaffeekränzchen, gemeinsame Kinobesuche usw.

    Gemeindezucht: Bei einem schwerwiegenden Fehlverhalten, wozu zum Beispiel das Ausleben der Sexualität ausserhalb der Ehe, Homosexualität, Häresie, Kriminalität oder Drogenmissbrauch gerechnet wird, prüfen Älteste bei Bekanntwerden, ob die Voraussetzungen für ein „Rechtskomitee“ erfüllt sind, das aus Ältesten der Versammlung besteht. Korrigiert der Missetäter sein Verhalten, wird er „still zurechtgewiesen“, bei allgemeinem Bekanntwerden vor der Versammlung ohne Angabe der Gründe durch eine kurze Mitteilung. Zeigt er keine Reue, wird er aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Er soll fortan von den treuen Zeugen Jehovas gemieden werden. Ausgeschlossene haben die Möglichkeit, durch schriftlichen Antrag wieder in die Gemeinschaft zurück zu kehren, wenn sie Reue zeigen.

    Verhältnis zum Staat: Zeugen Jehovas betrachten die staatlichen Organe zwar als von Gott geduldet und mit Autorität ausgestattet (vgl. Römer 13, 1-7). Gott hat für sie die höchste Autorität, und das führt zu Konflikten mit dem Staat. So verweigern die meisten Zeugen Jehovas den Militärdienst. Darüber hinaus lehnen sie alle Handlungen ab, die einer ‘Verehrung’ des Staates oder seiner Repräsentanten gleich kommen, zum Beispiel den Fahnengruss oder das Singens der Nationalhymne. Die Zeugen Jehovas beteiligen sich auch nicht an politischen Wahlen. Sie erklären dazu, dass ihr politisch passives Verhalten ihrem Verständnis der Worte Jesu entspricht, „kein Teil der Welt“ (Johannes 17, 16) zu sein.

    Soziales Verhalten: Die Zentren des Kennenlernens zwischen Zeugen Jehovas sind vorwiegend ihre Zusammenkunftsorte, die Königreichssäle und Kongressstätten. In der Lehrverkündung werden Nicht-Zeugen-Jehovas verschiedentlich als „Weltmenschen“ bezeichnet und angeraten, im Kontakt mit ihnen für sich selbst auf biblische Massstäbe zu achten und notfalls Grenzen zu ziehen.

    Ehe und Familie: Grundsätzlich gilt das Gebot, nur innerhalb der Zeugen Jehovas zu heiraten. Bei Nichtbeachtung kann die Person gewöhnlich nicht mehr in Vorbild-Funktionen dienen. Scheidung mit der Erlaubnis zur Wiederheirat ist nur aus dem Grund der sexuellen Untreue erlaubt.

    Bewertung
    Schon der Name „Zeugen Jehovas“ beruht auf einem Missverständnis. Der Mose am Dornbusch geoffenbarte Gottesname enthält im Hebräischen die vier Konsonanten „JHWH“. Die Vokale in der hebräischen Bibel wurden erst später als Hilfe für diejenigen eingeführt, welche mit der Sprache weniger vertraut sind, also insbesondere für die Christen. Weil der gläubige Jude den Gottesnamen aber nicht ausspricht, sondern stattdessen „der Herr“ (hebr. Adonai) liest, wurden zum Gottesnamen JHWH die Vokale für „Adonai“ hinzugefügt. Daraus wird dann „Jehovah“. Unter den alttestamentlichen Wissenschaftern gilt aber die Überzeugung, dass JHWH mit „Jahwe“ ausgesprochen werden muss. Doch gerade auf diese fehlgedeutete Aussprache des Gottesnamens setzen die Zeugen Jehovas ihre Identität. Nur mit „Jehova“ soll angeblich Gott richtig angesprochen werden. Eine tragische Verirrung.

    Der Zürcher Sektenkenner Pfr. Dr. Oswald Eggenberger schreibt in seinem Handbuch von 1994: „Jehovas Zeugen verfälschen das biblische Evangelium mit ihrem eigenen Evangelium von der Thronbesteigung Jesu Christi im Jahre 1914. Des Herrn Ruf zur Umkehr, die tiefe Barmherzigkeit Gottes allen Menschen gegenüber, die Vergebung im Kreuz Christi und die Osterbotschaft von der Überwindung des Todes mussten der Behauptung weichen, die 1914 begonnene Herrschaft Christi sei mit und in der Vereinigung von Jehovas Zeugen zu erkennen und zu verkündigen. Die durch die Zeugen Jehovas geübte Bibelauslegungs-Methode wird dem Gesamtzeugnis der Heiligen Schrift nicht gerecht.“

    Den Zeugen Jehovas, die sich in ihrer Entstehungsgeschichte zuerst „Ernste Bibelforscher“ nannten, kann zugestanden werden, dass sie es mit der Bibel ernst meinen. Sie lesen die Bibel aber durch einen Raster, der ihnen von der Leitung vorgegeben wird, und der zahlreiche biblische Grundwahrheiten verfälscht. Die Lehre vom irdischen Paradies für die Gläubigen, die kleine Schar der Erwählten im Himmel, welche über sie herrscht, die Ablehnung des ewigen Gerichts, die Ablehnung der göttlichen Dreieinigkeit, vor allem aber die Lehre von der himmlischen Thronbesteigung Christi 1914 trennen die Zeugen Jehovas von der Christenheit. Die Mitglieder werden davon überzeugt, nur in dieser „Theokratischen Organisation“ wirklich Rettung zu finden. Sie werden unter den Leistungsdruck des Verkündigungswesens gestellt. Aussteiger berichten von einem „geistlichen Totalitarismus“ innerhalb der Organisation. Die Intoleranz, mit der mit den „Abtrünnigen“ umgegangen wird, muss zu denken geben. Gerade dies macht auch einen Ausstieg aus der Sekte schwierig, da „Abtrünnige“ leicht zu einsamen Menschen werden.

    Die Tragik des einzelnen Zeugen Jehovas liegt darin, dass er überzeugt ist, die Bibel allein richtig auszulegen. Er ist dafür auch gut geschult und merkt nicht, dass man ihm ein dogmatisches Gewand überzogen hat, das erst dann Risse bekommt, wenn er sich kritischen Fragen von Christen wirklich stellt. Oft genügt allein der Hinweis auf den direkten Zusammenhang, um die falsche Anwendung von Bibelstellen gegenüber den Zeugen deutlich zu machen. Die Zeugen Jehovas sind Opfer einer biblizistischen Auslegungsmethode, welche den Gesamtzusammenhang ausser Acht lässt. Die eigene Bibelübersetzung spiegelt in Ausdrücken und Erklärungen die eigene Lehre. Die Konzentration auf die grosse bevorstehende Schlacht von Harmagedon mit der weltweiten Katastrophe verfälscht den Blick auf reale Nöte und Bedürfnisse in der Welt, wie es oft auch bei andern einseitig endzeitlich ausgerichteten Gemeinschaften zu beobachten ist.

    Worauf aber bauen die Zeugen Jehovas ihre Heilsgewissheit? Gerade wenn sie auf ihr ganz persönliches Gottes- und Christusverhältnis angesprochen werden, geraten sie oft in Unsicherheit. Bauen sie ihre Heilssicherheit nicht letztlich auf die Zusicherung, in der einzig wahren göttlichen Organisation zu sein und sich hier nach Kräften einzusetzen? Fühlen sie sich solange sicher, als keine Fragen zugelassen werden? So lange aber bleiben sie in einem theologischen Korsett gefangen.

    Interessant Fragen und Aussagen, nicht wahr? Denken Sie einmal darüber nach.

  13. Rabbi Jussuf sagt:

    @John Rambo
    Ich gebe klein bei. Sie Allwissender haben es mir mal gehörig gezeigt.
    Ich neige mein Haupt in Demut.

    Ich Halbwissender habe eben erst entdeckt, dass die Arche Noah ja schon gefunden worden ist! Siehe Link.

    Den Link hab ich das letzte mal vergessen.

  14. Huckabee sagt:

    @Atalaia

    Was mir persönlich noch nicht ganz klar geworden ist: Sind Sie nun Baptist oder Pfingstler? Besten Dank für Ihre Antwort.

  15. Atalaia sagt:

    @ Freigeist

    Sie scheinen mir eher ein unfreier Geist zu sein. Um es kurz zu machen….Nein, ich bin nicht bei den Zeugen Jehovas und habe mit diesen auch nichts am Hut. Den langen, kopierten Beitrag (welchen ich mir natürlich nicht angetan habe), hätten Sie sich also sparen können.
    Wenn Ihr Geist sich mal etwas befreit hat, können wir gerne mal miteinander reden. Ihre kläglichen Versuche, mich in irgendwelche imaginären Ecken zu stellen, scheitern eins ums andere Mal. Hauptsache, Sie können den Tag irgendwie “sinnvoll” gestalten.

    “Wo der Freigeist blüht, da ist die Anarchie nicht fern !!”

  16. Die Freikirchen der Schweiz beziehen Position sagt:

    Was ist eine Freikirche?

    Eine Freikirche ist eine vom Staat unabhängige christliche Kirche. Sie ist gewöhnlich als Freiwilligkeitskirche organisiert und erwartet in der Regel eine persönliche Entscheidung für die Mitgliedschaft im religionsmündigen Alter. Sie wird durch freiwillige Beiträge ihrer Mitglieder finanziert.

    Zum Wesensmerkmal einer Freikirche gehört auch, dass sie keinen Absolutheitsanspruch erhebt, sondern das Gespräch und Kontakte zu andern Kirchen und Freikirchen pflegt und auf verschiedenen Ebenen die Zusammenarbeit sucht, in der Schweiz zum Beispiel mit der Evangelischen Allianz oder dem Verband Evangelischer Freikirchen und Gemeinden (VFG).

    Der Kirchenbegriff der Reformation
    Die Reformation übernahm ihren Staats- und Kirchenbegriff aus dem Altertum und dem Mittelalter. Sie kannte deshalb nur einen Kirchentyp, nämlich das Staatskirchentum. Dieses ging davon aus, dass es nur eine absolute religiöse Wahrheit gibt, die das Leben der Herrscher und aller Untertanen bestimmt. Für dieses Verständnis war es logisch, dass Staat und Kirche sich verbinden, um alle Staatsangehörigen in dieser absoluten Wahrheit zu erziehen. Allerdings gab es schon im Mittelalter trotz dieser Anschauung häufig Konflikte zwischen Staat und Kirche.

    Andere religiöse Überzeugungen, welche zur Abtrennung von der Staatskirche geführt hätten, konnten damals weder vom Staat noch von der Kirche geduldet werden. Dies war auch die Haltung der Reformatoren. Zwar weichte die Reformation diesen Grundkonsens ein wenig auf, indem sie neben der bisherigen, alleinseligmachenden Kirche eine zweite Kirchenfamilie begründete. In dieser Kirche – so die Überzeugung der Reformatoren – war die göttliche Wahrheit endlich wieder von menschlich-geschichtlichen Zusätzen befreit, wie sie die römisch-katholischen Kirche belastete. Dennoch hielt die Reformation am Grundsatz fest, dass es in einem Staat nur eine Kirche geben kann. Dies führte schliesslich zu dem bekannten Kompromiss „cuius regio, ejus religio“ (wer regiert, bestimmt auch die Religion) des Augsburger Religionsfriedens von 1555. Damit wurde die Kirche sogar dem Staat unterstellt. Dies prägte die kommenden Jahrhunderte.

    Das Prinzip des Staatskirchentums wurde im europäischen Raum erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts allmählich durchbrochen – bedingt durch den Wandel des Staatsbegriffs und der Demokratisierung der Gesellschaft.

    Die freikirchliche Alternative
    Insofern waren die Freikirchen, deren tiefste Wurzeln vorreformatorisch (zum Beispiel: Waldenser) sind, eine avantgardistische Bewegung. Die freikirchlichen Bewegungen orientierten sich an der Gemeinde des Neuen Testaments, einer Gemeinschaft der Gläubigen, die „Gott mehr gehorchen wollte als den Menschen“ und „dem Kaiser“ nur das zu geben bereit war, was ihm aufgrund der Bibel zustand. Diese Auffassungen brachten die jungen freikirchlichen Bewegungen natürlich in einen starken Gegensatz zum Staat und seiner Kirche. Viele Freikirchler – man denke zum Beispiel an die ersten Täufer in Zürich – bezahlten ihre Überzeugungen mit Verfolgung und dem Märtyrertod.

    Amerika und Russland wurden daher für viele Freikirchler des 17. und 18. Jahrhunderts zu einer neuen Heimat, in der sie gemäss ihrer Glaubensüberzeugungen leben konnten. Während ihnen im zaristischen und orthodoxen Russland nur sehr eingeschränkte Religionsfreiheit gewährt wurde, erlebten sie Amerika als das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Hier wirkten sie massgeblich am Aufbau der jungen Staaten mit. So entwarf der Baptist Roger Williams um 1643 eine Verfassung für Rhode Island, in der zum ersten Mal in der Geschichte die völlige Trennung von Staat und Kirche verankert war. Diese Verfassung wurde später zur Grundlage der Verfassung der Vereinigten Staaten.

    Aus den USA zurück nach Europa
    Erst im 19. Jahrhundert kehrte die freikirchliche Bewegung nach Kontinentaleuropa zurück. Einer der Pioniere dieser Bewegung war Johann Gerhard Oncken, der 1834 in Hamburg die erste deutsche Baptistengemeinde begründete, die in der Folgezeit zur Keimzelle der meisten europäischen Baptistenkirchen wurde. Die Spannung zwischen Freikirchen und den Landeskirchen sind zum Teil bis heute spürbar, insbesondere bei jüngeren Freikirchen, die sich oftmals von den Landeskirchen bedrängt fühlen. Umgekehrt fühlen sich Vertreter von Landeskirchen von den Freikirchen konkurrenziert. Während sich Freikirchen wie die Evangelisch-methodistischen Kirche oder die Heilsarmee diesbezüglich leichter tun, ist die Distanz zwischen Landes- und Freikirche zum Beispiel bei den Freien Missionsgemeinden und den Freien Evangelischen Gemeinden grösser.

    Ablehnung der Kirchensteuer
    Ein Kritikpunkt an den Amtskirchen (evangelische und katholische) ist deren Finanzierung über die vom Staat eingezogene Kirchensteuer. Freikirchliche Gemeinden fordern eine strikte Trennung von Kirche und Staat und lehnen den Einzug von Kirchensteuern durch staatliche Organe ab. Sie finanzieren sich aus Beiträgen und Spenden und erwarten in der Regel von ihren Mitgliedern den „Biblischen Zehnten“ (10 % ihres persönlichen Einkommens). Sofern die Gemeinden nicht durch ehrenamtliche Laienpastoren betreut werden werden die Pastoren von der Gemeinde oder dem Gemeindeverband finanziert.

  17. john rambo sagt:

    @ atalaia / aysha

    lieber atalaia, bevor sie sich schon wieder blamieren, informieren sie sich wie die menschen in der wüste angezogen sind und warum ein schwarze ganzkörperbekleidung nicht unbedingt wärmer gibt als ein kurzes tshirt.

    btw: haben sie die ‘arme frau’ denn nach ihrem befinden gefragt, dass sie hier schreiben dürfen, dass diese gelitten hat?

    @rabbi jussuf

    link?

    @narmer
    ihr synthetische wissenschaaft ist leider von hinter dem mond. sie entstammen ganz klar dem zeitalter des kalten krieges, wo man fälschlicherweise die wahrheit in einer polaritätsbeziehung suchte. heute ist man jedoch schon einiges weiter fortgeschritten und kann erkenntnis klar anhand einer sogenannten gottes-skala messen.

    sie, lieber herr narmer, sollten sich endlich mal einen tüchtigen ruck geben. streiffen sie ihren anzug des unwissens ab und schreiten sie wohlgemut in ein besseres subatomares zeitalter. ihre genetik würde sich freuen!

  18. Narmer sagt:

    @ungläubiger Katechet

    Das was Sie einzig als Beweis anerkennen, sind die einfachsten Herleitungen für die einfachst-analytischen Wissenschaften.

    Beispiel für einfach denkende Leute, welche es nicht begreifen wollen:

    1.) Erklären Sie mir ein Atom.
    –> Antwort: Es besteht aus Neutronen, Protonen und Elektronen. Wow, Bombe! Das war analytisch-wissenschaftlich richtig.

    2.) Erklären Sie mir die Gesellschaft.
    –> Antwort: Ähhhh, Ähhhh, Ähhhhh. Das ist nicht so einfach. Wo soll ich anfangen?

    Verstehen Sie den fundamentalen Unterschied nun endlich? Ich könnte unedlich verschiedene Beispiele nennen, um ihr Konzept in sich zusammenfallen zu lassen. Aber Sie können es gerne versuchen. Ich bin bereit Ihnen Ihren Aberglauben auszutreiben, dass die analytischen Wissenschaften alles erklären können. Und ich kann Ihnen auch Ihren Aberglauben austreiben, dass es nicht vernünftig sei anzunehmen, dass es eine Schöpfung, und mit ihr einen Schöpfer gäbe. Die Herleitung ist von Ihrem Prinzip her genauso Wissenschaftlich, wie es die einfachsten Annahmen in der einfach-analytischen Wissenschaft sind.

    Nur zu, versuchen Sie es. Sie werden bald merken, dass Sie komplett scheitern. Sie haben nicht den geringsten Ansatz eine vernünftige Herleitung zu bringen, weshalb es keinen Schöpfer (Gott) geben soll. Es ist absolut vernünftig das anzunehmen. Und diese Botschaft auch an alle anderen Verneiner und Verweigerer der Wahrheit, der übergeordneten Wahrheit, nach der sich alles richten muss.

    Durch die analytischen Wissenschaften Gott ins Gesicht sehen können? So ein Blödsinn. Wann soll es denn soweit sein, wenn wir die Higgs-Teilchen im Cern nachweisen können. Hihi… zum totlachen. 🙂

  19. Der Drache sagt:

    Atalaia schreibt an aysha: Ich warte immer noch auf Ihre Antwort .. So schwierig ist doch die Frage nicht!

    Genau! Ich warte auch auf Ihre Antwort. Zur Erinnerung: Durch welches Ereignis würden Sie sich umstimmen lassen? Was müsste geschehen, dass Sie einsehen sich in Ihrem Glauben getäuscht zu haben?

  20. Rabbi Jussuf sagt:

    http://www.diewunderseite.de/
    @drache
    vielleicht kann ich Ihnen das Warten auf ein Wunder ein wenig verkürzen…

  21. john rambo sagt:

    @rabbi jussuf

    meine güte, wo haben sie denn diese website her? lol, ist ja super :))

    mein lieblingsspruch:
    “Sie sehen also, daß das Rosenkranzgebet stärker ist als die Atombombe oder jede andere Bombe!”

    dummheit kennt keine grenzen…

  22. Markus sagt:

    @ Atalaia

    Besten Dank dass Sie meinen Beitrag kommentieren.
    Ich kann sehr wohl mit Leuten leben die ein anderes Weltbild haben. Z.b. mit Muslimen, Hindus, Buddhisten ……
    Was ich ablehne ist jede Form von Intoleranz, Fundamentalismus und Missionstätigkeit. Dann ist mir schon lieber die Wirtschaft floriert und die Leute sind ab und zu betrunken. Die andere Seite bedeutet meistens Krieg und Leid.
    Die Freiwilligkeit, die Sie ansprechen hört auf, sobald man aus der “Gemeinschaft” austreten will. Welch enormer psychischer Druck dann ausgeübt wird habe ich im Bekanntenkreis schon miterleben dürfen.
    Feindbild? In der Heftigkeit wie Sie meinen Beitrag kommentieren entpreche anscheinend exakt IHREM Feindbild. Soviel zur Intoleranz.

  23. Rabbi Jussuf sagt:

    @John Rambo

    Ja, es gibt noch Wunder und Zeichen in der bösen Welt.

  24. individuum sagt:

    @ attalaia der bhaupti zum x-ten

    wie kommen sie darauf das ich atheist bin? und inwiefern zeige ich ihnen wie die welt unter fundi-atheisten aussehen würde? ich dachte immer nach ihrer lesart sei die welt schon unter fundi-atheisten?

  25. Zaro sagt:

    @ H.v. Doderer

    “Ein Gott, den man durch gute Taten, Beichten und Ablässe manipulieren kann, ist eine Marionette, kein Gott” (Ihr @ Logos)

    Beichten und Ablässe einverstanden, aber was haben Sie gegen gute Taten? Meinen Sie damit gute Taten, die nicht spontan aus dem Herzen kommen, sondern nur aus Berechnung gemacht werden? Ist eine gute Tat nicht immer eine gute Tat auch wenn die guten Taten vielleicht unterschiedlich bewertet werden müssen?

    Für jeden frommen Juden oder Muslim sind gute Taten im Leben eine Pflicht, nicht aber für einen Christen, für ihn genügt der Glaube an Jesus Christus. Hat da etwa das Christentum den beiden andern Buchreligionen etwas voraus, oder ist das nicht vielmehr eine Arroganz des Glaubens?

    Sind da Paulus und Johannes nicht etwas ausgerutscht? Oder wollten sie es den “Heiden” wieder einmal mehr nur einfacher machen, Christen zu werden, die Hürden senken zur Aufnahme in die neue Religionsgemeinschaft ? wie beim Verzicht auf die männliche Beschneidung?

    Nun war ich aber der Ansicht, dass gerade Calvin mit seinem Arbeitsethos die paulinischen Aussagen wieder etwas relativiert hat, und gehören nicht gerade Calvinisten zu den bedeutendsten Spendern für gute Zwecke? Ohne manipulatorische Hintergedanken nehme ich jetzt mal an.

  26. Freigeist sagt:

    @Atalaia

    Ok. Dann gehe ich wie Huckabee davon aus, dass Sie Baptist oder Pfingstler sind. Liege ich damit richtig?

  27. Der Drache sagt:

    @Wunderonline

    Ein atombombenresistenter Rosenkranz mag ja ganz praktisch sein, aber wer zum Teufel braucht eine Milch trinkende Statue? (Die Zeit der EU-Milchseen ist vorbei)
    Bei der Fensterscheibe, die Licht an die gegenüber liegende Fassade reflektiert, habe ich den Wundercharakter nicht ganz verstanden. Aber mit einer Erkenntnis hat die Seite sicherlich Recht: Wer nach Zeichen sucht, wird welche finden.

  28. Gönner sagt:

    Sehr geehrter Herr Corcovado

    Ihr gesunder Fundamentalismus, ohne den ein solcher Blog gar nicht denkbar wäre, hat mich dazu gebracht, Ihrer Kirche eine höhere Spende überweisen zu wollen. Bitte posten Sie die Bankverbindung Ihrer Kirche, damit ich den Betrag (einen Zehntel meines Taschengeldes) umgehend überweisen kann.

    Respektvoll
    Ihr anonymer Gönner

  29. john rambo sagt:

    @ narmer

    1.) Erklären Sie mir ein Atom.

    Antwort: Es besteht aus Neutronen, Protonen und Elektronen.

    2.) Erklären Sie mir die Gesellschaft.

    sie besteht aus einzelnen menschen. diese gruppieren sich in familien, gemeinden, kantonen, staaten, staatenbünden usw.

    kapiert?

  30. Atalaia sagt:

    @ Huckabee

    Macht es für Sie einen Unterschied, was ich bin ? Schreiben Sie mal wieder unter Ihrem normalen Namen….dann schauen wir weiter. Alles andere ist Kindergarten.

    @ john rambo

    Der Einzige, der sich nonstop blamiert hier, sind wohl Sie. Sie merken es nicht mal, was die Sache noch schlimmer macht. Und wenn Sie schon auf dem Muslimen-Verteidigungs-Trip sind…..der von mir beschriebene Göttergatte lief sicher auch so herum, wie man das in der Wüste tut, gelle ? Leute wie Sie merken nicht mal, wie unglaubwürdig sie sind. Auf der einen Seite auf alles eindreschen, was nach “christlich” riecht….auf der anderen Seite Streicheleinheiten für eine Religion, in deren Namen tausende ermordet werden. Bemühen Sie sich nicht ums Ping-Pong Spielchen. Ich werde Ihre total einseitigen Beiträge mal wieder für eine Weile überspringen. Sie sind es echt nicht wert.

    @ Markus

    Genau…..ist doch toll, wenn sich die Leute freiwillig betrinken und zugrunde richten. Mensch…..mich erstaunt der Zustand der heutigen Welt nicht, wenn ich Beiträge, wie den Ihren lese. Wie schon gesagt…..es ist dieser Geist welcher die Welt ins Verderben stürzt. Und Sie werden noch jubeln, wenn es soweit ist. Hauptsache jeder konnte vorher noch die Sau rauslassen.

  31. aysha sagt:

    @ atalaia

    ich habe ihnen die antwort schon gegeben! sowohl im koran wie auch in den hadithen kommen die von ihnen erwähnten begriffe nicht vor! die schweiz ist für mich und alle muslime, die ich kenne, ein besonders schönes, friedliches, ehrliches land. sie ist mein zu hause, meine heimat.

    wenn die scharia hier in der schweiz zum thema werden sollte, können sie gift drauf nehmen, dass zuerst die muslime dagegen sein werden. das war ja auch mal eine frage von ihnen.

    zu dem spektakel bei 30 c hitze: der mann dieser frau ist ein idiot, wenn er für sich und für seine frau verschiedene regeln gelten lässt.

    es gibt keinen zwang zur verschleierung!

    das sind meine letzten zeilen an sie. so lange sie nicht mit einem respektvollen ton mit mir kommunizieren, und wirklich lesen, was ich schreibe, werde ich auf ihre beiträge nicht mehr eingehen!

    @ drache

    ich danke ihnen für ihre antwort. diese information kannte ich schon. aber aus ihrer feder tönt sie besonders schön. jetzt habe ich mit ihnen geflööörtet….:-)

    was die theologen denken und verstehen ist etwas anderes, als was die gewöhnlichen gläubigen verstehen und glauben. das ist im islam nicht viel anders.

    ich erlebe immer wieder, dass mit gott=jesus gemeint ist. weil das in meiner religion anders beschrieben wird, stolpere ich darüber und verstehe nicht. da ist für mich sogar der hinduismus, mit den vielen göttern, einfacher und mit verstand und gefühl nachvollziehbar, so dass eine saite in meinem herzen zum klingen kommt. ich meine zu verstehen, wie was gemeint ist.
    mit dem zentralen glaubensinhalt des christentums ( vater-sohn-heiliger geist- opferung jesu, nur durch jesus kommt man zum vater ), kommt bei mir keine saite zum klingen. ich verstehe und ahne nichts. möchte aber verstehen, ahnen!

    warum sind sie nicht gläubig? halten sie mich für dumm, wenn ich an gott glaube? schwingt bei ihnen keine saite mit, wenn ich ihnen erzählen würde, wie ich glaube?

    @ john rambo

    sie sind sicher ein nachbar von mir! so gross ist winti ja nicht  sind wir zwei -hier im blog- per du oder per sie?

    aysha

  32. ungläubiger Katechet sagt:

    Narmer schreibt :
    Verstehen Sie den fundamentalen Unterschied nun endlich? Ich könnte unendlich verschiedene Beispiele nennen, um ihr Konzept in sich zusammenfallen zu lassen. Aber Sie können es gerne versuchen. Ich bin bereit Ihnen Ihren Aberglauben auszutreiben, dass die analytischen Wissenschaften alles erklären können. Und ich kann Ihnen auch Ihren Aberglauben austreiben, dass es nicht vernünftig sei anzunehmen, dass es eine Schöpfung, und mit ihr einen Schöpfer gäbe. Die Herleitung ist von Ihrem Prinzip her genauso Wissenschaftlich, wie es die einfachsten Annahmen in der einfach-analytischen Wissenschaft sind.

    Nur zu, versuchen Sie es. Sie werden bald merken, dass Sie komplett scheitern. Sie haben nicht den geringsten Ansatz eine vernünftige Herleitung zu bringen, weshalb es keinen Schöpfer (Gott) geben soll. Es ist absolut vernünftig das anzunehmen. Und diese Botschaft auch an alle anderen Verneiner und Verweigerer der Wahrheit, der übergeordneten Wahrheit, nach der sich alles richten muss.
    *************************

    Toll, Sie wollen mir meinen Aberglauben austreiben. Welchen Glauben bitte ?
    Ich glaube an keine Märchen und Legenden besonders nicht derjenigen der „heiligen“ Schriften, darum können Sie mir auch keinen (Aber)glauben austreiben. Sie sind in ihrem religiösen Wahn so verfangen, dass Sie die Realitäten nicht mehr erkennen können. Zudem outen Sie sich als Exorzisten, da Sie mir meinen Unglauben austreiben wollen. Nochmals ein dreifaches Toll auf ihre religiöse Verblendung.

    Hier ein Beispiel, der jedem Primarschüler einleuchten muss.

    Ich weiss nicht, ob Sie ein Auto fahren. Aber egal, ich gehe mal von der Annahme aus, dass Sie in irgend einer solchen Dreckschleuder herumfahren.
    Vielleicht ist es ein Opel oder eher ein VW oder Toyota. Ebenfalls egal.
    Wenn es ein Opel ist, gehört diese Automarke zu GM, einem globalen Konzern.
    Nehmen wir zudem an, Sie haben ein Problem mit ihrem Opel und schreiben deswegen einen Brief an den CEO oder den Verwaltungsrat von GM. Was glauben Sie wird geschehen ? Nichts, da dies die Konzernleitung nicht interessiert und ihr Brief daher im Rundeimer landen wird. Im günstigsten Falle werden Sie an einen lokalen Vertreter verwiesen.

    Nehmen wir mal an, dass hinter dem (unendlichen) Universum eine höhere Instanz, nennen wir es Schöpfergeist, steht, dann ist dieses unbeschreiblich Grosses verantwortlich für die Entstehung aller Materie und allen Lebens im Universum. Und es ist anzunehmen, dass es nicht nur auf unserem „blauen Planeten“ in der Galaxie der Milchstrasse Leben gibt, sondern noch auf Milliarden von anderen Planeten, die wiederum um Milliarden von anderen Sonnen kreisen. Ob es noch auf anderen Planeten Lebewesen mit gleicher Intelligenz wie hier auf Erden gibt, werden wir wohl nie wissen, da diese Welten zu entfernt sind, um diese je erreichen zu können. Jedoch auf Grund der Wahrscheinlichkeit, ist es durchaus möglich, dass wir nicht die einzigen Lebewesen mit hoher Intelligenz im Universum sind.

    Nun zurück zum Vergleich mit einer global tätigen Firma zum Schöpfergeist des Universums.
    Der Schöpfergeist muss sich zuerst mal um sein Universum kümmern, wie sein irdischer CEO um seine Firma. Mit Sicherheit wird er sich nicht um die kläglichen Belange eines Narmer auf einem unbedeutenden Planeten in einem seiner Milliarden Sonnensysteme kümmern. Und schon gar nicht wird er den Zimmermanns Sohn aus einem unbedeutenden Ort wie Nazareth zu seinem eigenen Sohn küren. Solche abstrusen Hirngespinste können nur bei Menschen entstehen, die nicht akzeptieren können, dass wir gewöhnlich sterbliche Säugetiere sind.

    DER SINN DES LEBENS BESTEHT DAHER IN DER EINZIG UND ALLEINIGEN WAHRHEIT – ZU LEBEN !

    In Ewigkeit AMEN

  33. Atalaia sagt:

    @ Aysha

    Wenn ich Sie was frage, hat das weder was mit respektlos noch mit respektvoll zu tun.
    Ihre Kollegin um musad scheint ja von der Scharia überzeugt zu sein. Zum Thema passt gut, dass das Oberhaupt der anglikanischen Kirche Erzbischof Williams sich vor kurzem für die Einführung der Scharia in Grossbritannien ausgesprochen hat. Er hält die Einführung einiger Teile des islamischen Rechtssystems für “unvermeidlich”. Das Vereinigte Königreich müsse der Tatsache ins Auge blicken, dass sich einige der Bürger nicht mit britischem Recht identifizierten. Einige Aspekte der Scharia zu übernehmen könne helfen, soziale Spannungen zu vermeiden.
    Steter Tropfen höhlt den Stein. Je mehr Muslime in einer Gesellschaft leben, desto grösser werden die Forderungen und Begehrlichkeiten. Sie können ganz beruhigt sein. Wenn auch wir hier mal soweit sind, dass die Scharia ein Thema wird, dann werden die Radikalen soweit an Macht gewonnen haben, dass die von Ihnen zitieren Muslime nichts mehr zu wollen haben.
    Nun noch zum Haus des Krieges:

    Welt des Islam = “dâr al-islâm” oder Welt des Krieges” = “dâr al-harb”
    Im 11. Jahrhundert n. Chr. erarbeitete der sunnitische Rechtsgelehrte al-Mâwardî eine Theorie, die
    noch heute besonders im Bereich des Islamismus Gültigkeit besitzt. Er unterteilte die Welt in zwei Bereiche,
    das “Haus des Islam” (arab. dâr al-islâm), in dem das islamische Gesetz aufgerichtet ist und das
    “Haus des Krieges” (arab. dâr al-harb), in dem der Islam noch nicht regiert. In der Theorie führt das
    „Haus des Islam“ beständig gegen das „Haus des Krieges“ einen Eroberungskrieg – den „jihâd“ – und
    zwar so lange, bis auch das „Haus des Krieges“ zum „Haus des Islam“ wird. Es kann auch Waffenstillstand
    herrschen gemäß des Vorbilds Muhammads, der 628 mit seinen Gegnern den Waffenstillstand
    von Hudaibiya ausgehandelt hatte. Ferner kann der Kampf unterbrochen werden, wenn der Feind in der
    Übermacht ist. Der erneute Kampf kann beginnen, nachdem an die Ungläubigen der Aufruf zur Bekehrung
    ergangen ist und sie sich nicht dem Islam zuwenden.Hierbei ist nach überwiegender
    Auffassung nicht jeder einzelne Muslim unbedingt zum Kampf verpflichtet, sondern nur die muslimische
    Gemeinschaft als Ganze, die ihre fähigen Mitglieder zum Kampf beauftragt.
    Andere Theologen gehen heute davon aus, daß es neben dem „Haus des Krieges“ und dem „Haus des
    Islam“ auch ein „Haus des Vertrages“ (arab. dâr al-’ahd) gibt, also Länder, in denen Muslime ihren
    Glauben frei leben und ausüben dürfen. Dieses „Haus des Vertrages“ nimmt damit gewissermaßen eine
    Mittelposition ein, kann jedoch erneut zum „Haus des Krieges“ werden, wenn es der freien, ungehinderten
    Religionsausübung der Muslime Grenzen setzen würde.“
    Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Radikalen die Ungläubigen mit Gewalt bekehren wollen, wie das schon in anderen Teilen der Welt passiert. Da werden auch Ihre Worte nichts daran ändern.

    Immerhin auch ein positiver Punkt. Dass Sie den erwähnten Ehemann auch daneben finden, rechne ich Ihnen hoch an.

  34. Anna sagt:

    @ der elefant
    Klar, die böseste (oder die am wenigsten liebe) aller Religion ist natürlich diejenige, die an wehrlosen Neugeborenen herumschnippselt. So was von daneben! Dieser archaische, brutale Brauch ist ja sogar eine noch grössere Zumutung, ein noch grösserer Affront, als die politisch inkorrekte, weil diskrimierende, christliche Lehre, wonach nicht jeder Joggel automatisch in den Himmel kommt.
    Allerdings: Da die Muslime ja auch beschneiden bzw. beschnitten werden (ist auch im Koran so vorgesehen), müssen wir (wir wollen ja fair sein, oder?) dem Islam hier auch ein paar Punkte abziehen.
    Mal sehen, wie sich das auf den Spielstand im Spiel “Welche Religion ist die böseste?” auswirkt.

    @ Frage
    Lach mal wieder.

    @ john rambo
    Ihnen habe ich ja noch eine Antwort versprochen. Sind Sie noch daran interessiert? Falls ja, würde ich gerne versuchen, den für eine Antwort nötigen Ernst aufzubringen.

  35. Anna sagt:

    @ der elefant
    Klar, die böseste (oder die am wenigsten liebe) Religion ist natürlich diejenige, die an wehrlosen Neugeborenen herumschnippselt. So was von daneben! Dieser archaische, brutale Brauch ist ja sogar eine noch grössere Zumutung, ein noch grösserer Affront, als die politisch inkorrekte, weil diskrimierende, christliche Lehre, wonach nicht jeder Joggel automatisch in den Himmel kommt.
    Allerdings: Da die Muslime ja auch beschneiden bzw. beschnitten werden (ist auch im Koran so vorgesehen), müssen wir (wir wollen ja fair sein, oder?) dem Islam hier auch ein paar Punkte abziehen.
    Mal sehen, wie sich das auf den Spielstand im Spiel “Welche Religion ist die böseste?” auswirkt.

    @ Frage
    Lach mal wieder.

    @ john rambo
    Ihnen habe ich ja noch eine Antwort versprochen. Sind Sie noch daran interessiert? Falls ja, würde ich gerne versuchen, den für eine Antwort nötigen Ernst aufzubringen.

  36. Der Drache sagt:

    aysha fragt: halten sie mich für dumm, wenn ich an gott glaube? schwingt bei ihnen keine saite mit, wenn ich ihnen erzählen würde, wie ich glaube?

    Wenn man ein paar Ihrer Beiträge gelesen hat, kann man das mit dumm getrost ausschliessen. Dass bei mir etwas mitschwingt, wenn aysha erzählt, kommt durchaus vor. Es ist einer der Gründe, warum ich mich hier im blog herum treibe, ist, dass ich hier Leute mit ganz anderen Erfahrungen und Weltbildern treffe.

    Mindestens bei den Christen sind die Theologen keineswegs vernünftiger als die Normalgläubigen. Die bauen ungeniert Paradoxien und Widersprüche in ihre Gebäude ein und verpacken das Ganze in hochtrabender Rhetorik.

  37. Kindergärtner sagt:

    @Atalaia

    Sind Sie nun Baptist oder Pfingstler?

  38. Narmer sagt:

    @ungläubiger Katechet

    Sie verstehen nicht, dass Gott allgegenwärtig ist. Sie können sich ihm nicht entziehen durch Ihre eigene Willensfreiheit. Und schon gar nicht durch eine Definition seiner.

    Ihr Bild über die Schöpfung könnte deshalb falscher nicht sein.

  39. Narmer sagt:

    @ungläubiger Katechet
    ——————————————–
    Nun zurück zum Vergleich mit einer global tätigen Firma zum Schöpfergeist des Universums.
    Der Schöpfergeist muss sich zuerst mal um sein Universum kümmern, wie sein irdischer CEO um seine Firma. Mit Sicherheit wird er sich nicht um die kläglichen Belange eines Narmer auf einem unbedeutenden Planeten in einem seiner Milliarden Sonnensysteme kümmern.
    ——————————————–

    Ich habe doch immer gewusst, dass Sie nicht verstehen, was für die Gläubigen Gott ist.

    Ihre Einstellung ist, milde ausgedrückt, naiver als diejenige von Sektenanhängern in einer christlichen Sekte.

  40. @M.M. in W. sagt:

    “Der Sinn des Lebens besteht (…) in der einzig und alleinigen Wahrheit zu leben.”
    Tja, ich denke kaum, dass eine solche Formulierung auch den Sinn macht, dass der Sinn des Lebens aus Wahrheit besteht, nicht?

  41. Kopftuch sagt:

    Das Kopftuch
    Pressemitteilung vom 20. Oktober 2003
    Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.
    […]

    A. Theologische Begründungen:

    Die Regeln für die Bekleidung für Männer und Frauen sind Bestandteil der islamischen Lehre. Ihre Befolgung gehört somit zum islamischen Glauben und zur islamischen Lebensweise. Das Tragen des “Kopftuchs” ist Teil der Glaubensausübung. Zusammengenommen belegen das die Rechtsquellen (Koran, Sunna und Konsens) im Islam:

    1. Der Koran: Der Koran erhob die zur Zeit der Offenbarung allgemein geltende Sitte der Kopfbedeckung zur Vorschrift und präzisierte dieses mit den Worten: “… sie [die Frauen] sollen ihre Kopftücher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen…” (Koran 24/31, Übersetzung Bubenheim/Elyas) Der Koran machte es somit zur Pflicht, die Kopfbedeckung nach vorne zu schlagen und damit Hals, Ausschnitt und Brust zu bedecken. Andere Einzelheiten, die zu den Kleidervorschriften für beide Geschlechter gehören, sind dem vollständigen Text des bereits oben aufgeführten Verses zu entnehmen (Koran 24/30-31).

    2. Die Sunna: Von der Befolgung dieser Vorschriften, insbesondere der der Kopfbedeckung für Frauen, wird ohne Ausnahme in der Sunna, der Lebensweise des Propheten, berichtet: A´isha, die Frau des Propheten, berichtet, dass der Prophet seinen Blick von ihrer Schwester Asmaa abwandte, als diese einmal mit durchsichtiger Kleidung zu ihm kam. Er sagte zu ihr: “Asmaa, wenn eine Frau ihre erste Regelblutung hatte, soll man nichts von ihr sehen, außer diesem und diesem.” Und er zeigte dabei auf sein Gesicht und seine Hände (Hadith-Sammlung von Abu-Dawud)

    3. Der Konsens: Bei allen sunnitischen und schiitischen Rechtsschulen besteht Konsens darin, dass die Kopfbedeckung für Frauen zu den Kleidungsvorschriften gehört, die verpflichtenden Charakter haben. Bei den sunnitischen Rechtsschulen – der hanafitischen, der hanbalitischen, der shafiitischen und der malikitischen -, sowie bei der Rechtsschule der schiitischen Zwölfer Imame gilt die Kopfbedeckung unumstritten als Pflicht (arabisch: Wadschib) für muslimische Frauen.

    B. Weitere gesellschaftliche Aspekte

    1. Die Vollverschleierung (die Gesichtsbedeckung) galt laut koranischer Aussage als Pflicht nur für die Frauen des Propheten, nicht aber als allgemeine Pflicht für andere muslimische Frauen. Nur in einigen besonderen Fällen sehen einige Gelehrte die Pflicht der Vollverschleierung für einzelne Frauen gegeben.

    2. Die Kleidervorschriften gelten ab dem Zeitpunkt der Geschlechtsreife als Pflicht. Auch vor dem Erreichen dieses Alters sollen bestimmte Teile dieser Vorschriften, z.B. Bedeckung der Geschlechtsteile, aus erzieherischen und gesellschaftlichen Gründen beachtet werden. Schamhaftigkeit gehört zur Glaubensausübung.

    3. Gebote und Vorschriften des Islam sollen bewusst befolgt werden. Die Befolgung soll aus Überzeugung und freiem Willen erfolgen, weshalb der Koran und die Prophetensprüche immer wieder den Sinn dieser Vorschriften, die negativen Folgen für die Gesellschaft durch ihre Missachtung und die Belohnung im Jenseits für ihre Beachtung erläutern.

    4. Das Nichttragen des Kopftuches bedeutet nicht die Abkehr vom Islam und gilt islamisch gesehen für sich allein nicht als Maßstab für die Frömmigkeit der Einzelnen.

    Quelle: ZMD Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.: Das Kopftuch. Auf: http://www.islam.de, Stand 28.6.2005.

    28. Juni 2005

  42. der elefant wird auch nicht rot sagt:

    @ atalaia

    du schreibst an ayhsa (vermutlich ohne zu erröten):

    “Ich warte immer noch auf Ihre Antwort: Sind wir in der Schweiz um Haus des Krieges oder im Haus des Friedens ?”

    es wäre genug, würde ich dir dieses zitat kommentarlos retour senden. es kommentiert sich ja selbst, angesichts deines umgangs mit der antwort, auf die du angeblich noch wartest.

    jedoch drängt es mich -du kennst mich ja- zu einer erklärung.

    da aysha dich unter ihrer faserpelzburka wohl kaum versteht, wenn nur noch die augen aus den schlitzen schauen, will ich an ihrer stelle antworten.

    wir befinden uns in der schweiz im haus des krieges, atalaia! du hast es vielleicht noch nicht mitbekommen, aber auch dich wird die erkenntnis eines tages überfallen: sie sind unter uns. sie leben.

    und sie kennen dich!

    ist dir unwohl, wenn im tram ein mann neben dir steht (die sitzplätze haben ja seine eingewickelte und ihre 14 kinder besetzt), der nach moslem aussieht? ZU RECHT! er spürt deine angst, und nur, weil er weiss, dass du jeden morgen in dieses tram steigst und im inneren bibberst, lässt er den sicherungsknopf seines sprengsatzes nicht los. er wartet auf den nächsten tag. er wartet, bis du vielleicht genau so abgestumpft bist wie die anderen um dich, und die GEFAHR nicht mehr wahrnimmst: dann erst lässt er dich, das ganze tram, seine frau und die mittlerweile bestimmt 15 goofen in die luft gehen.

    na gut, bis DU keine angst mehr hast, kann die frau vermutlich das 37. kind nicht mehr zur welt bringen, aus rein biologischen gründen… (siehe auch: koran, 197. sure, 3. vers)

    du siehst, wie behende der osmane am dürüm-stand das messer wetzt? und nur du verstehst den fiesen unterton der frage “mit schaf und alles”? ZU RECHT! denn das messer wetzt er für den tag der grossen abrechnung. an diesem tage werden flugzeuge in die ubs- und cs-sitze am paradeplatz donnern (“und gott sandte schwärme von vögeln gegen sie”!!!), und horden von homosexuellen muselmanen werden aus den darkrooms strömen und eine sieben tage währende streetparade abhalten und dem satan huldigen (koran, 354, 3). und dem bamberger auch (koran, 354, 4 ff.).

    für diesen tag, der NICHT MEHR FERN ist, wetzt der anatole das messer, und wenn er dich fragt, ob du deinen dürüm “mit schaf und alles” willst: du liegst goldrichtig. er meint nicht “schaf”, sondern “lamm”. DAS LAMM GOTTES!

    am tag der grossen abrechnung wird der verschlagene osmane dieses lamm auf seinem drehgrill knusprig braun brutzeln, und sei wachsam, atalaia, denn die versuchung ist gross und überall, auch hier: KNUSPRIG BRAUN! knusprig braun ist es zum beispiel, die UNO als “schwatzbude” zu bezeichnen, und der kleinasiate weiss dies von dir. er weiss, dass er dich umgarnen und bezirzen kann, wie einst die schlange den appel.

    und während du DAS LAMM GOTTES isst, mit joghurt- oder cocktail-sauce… oh, atalaia, siehst du jetzt ihren perfiden kriegsplan??? die muselmanischen homos haben uns alle schon längst in der hand: COCK – TAIL – SAUCE!!!!!! muss ich dir das etwa erklären? was ein cock ist? was tail heisst? was da für sauce rauskommt? schlag doch selbst nach: koran, 266, 4; 344, 2f., 199, 8!!!!

    während sie dich also für achteinhalb silberlinge zum verrat am herrn verführen (und du zahlst erst noch, judas war cleverer!), während du schmatzend und mampfend durch das “haus der wohnungen mit waschmaschine, tumbler, geschirrspüler, spannteppich, balkon und gedecktem sitzplatz” flanierst, steigen wilde horden von siegestrunkenen (was anderes dürfen die ja nicht saufen) teppichanbetern in deine wohnung und in die deines bruders und deines bruders bruders undsoweiter und ENTFÜHREN deine frau, deine schwester, deine nichte, deine cousine fünften nachweisbaren grades, deine mutter, deine oma, deine tochter, deine trächtige katze – nur um sie ebenfalls in teppiche zu wickeln, ihnen auf höhe der augen einen sehschlitz zu schneiden und sie bei 48°C in der sommersonne herumzuschleppen, während sie selber, siegessicher und dadurch unantastbar, splitterfasernackt vorneweg schreiten, mit einem batteriebetriebenen ventilator, den sie sich zur kühlung ihrer allzeit zeugungswilligen genitalien (koran 361, 4) um die hüfte geschnallt haben.

    keine polizei wird dagegen einschreiten, denn denen wurde schon lang das rechte auge ausgestochen, die linke hand abgehackt und beide beine zusammengenäht (härtere strafen: koran 401, 3 bis 401, 7). statt der freundlichen und vertrauenswürdigen polizisten schweizer städte werden bis an die zähne bewaffnete taliban darüber wachen, dass kein schulmädchen mehr den fahrplan des trams liest: erstens mal haben mädchen nicht zu lesen, und zweitens sind sowieso alle trams gesprengt.

    eine bartpolizei wird darauf achten, dass alle männer ab dem 6. lebensjahr ( “ein wüstenaraber kam zum propheten und fragte: “rasiert ihr eure knaben?” “nö, wir verkaufen die messer als vorlage für wahlkampfplakate in der schweiz.”) sich innert drei tagen einen halbmetrigen vollbart wachsen lassen.

    dies und noch schlimmeres wird unser schicksal sein, wenn wir nicht dem EWIGEN MUSELMANEN einhalt gebieten.

    DU hast noch glück: wie @rg geschrieben hat, achten die mamelucken einen christen höher als einen gottlosen, und so wirst du wohl nicht gesteinigt, sondern musst einfach in einer burka rumlaufen.

    natürlich bin ich mir bei den genannten suren nicht ganz sicher betreffend die numerierung, aber notfalls frag doch einfach aysha, die kennt sich damit etwas besser aus. und ihr mann erlaubt ihr bestimmt zu antworten, wenn du ihn drum bittest und ihm drei deiner töchter versprichst.

    aber frag ausnahmsweise höflich!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    @ aysha

    ich glaube, ich komme denn bald mal wieder nach winti. liegen wir dann eins in der sonne, hm?

    @ john rambo

    du auch, hm?

  43. Narmer sagt:

    @Aysha

    Wissen Sie, Aysha, es geht ja nicht darum was Sie über den Islam denken. Sondern es geht darum, wie die Fundamentalisten den Islam leben. Da liegt der Hase im Pfeffer. Und darin hat Atalaia schon recht.

    Ich finde es schön, dass Sie das verurteilen, was der Mann gemacht hat. Aber ich finde auch, dass daran nichts werden ändern können, wenn Sie selbst solch traditionellem Aberglauben anhängen. Der Glaube an Gott ist vermutlich noch das einzige, was uns verbindet. Alles andere finde ich von der Interpretation her falsch und gefährlich.

    Ich lese übrigens regelmässig im Koran. Und ich muss sagen, es macht mich einfach nicht so an. Ab und zu hat es gute Stellen, interessante Stellen, welche wirklich etwas hergeben. Aber dieser Koran hatte auch so viele schlechte Schreiber, dass einem schlecht werden könnte. Natürlich muss man erkennen, dass es vorallem um den Reim gegangen ist. Aber der Inhalt selber kommt EBEN GERADE in einer Übersetzung voll zur Geltung. Und dieser Inhalt ist zum Teil einfach wahre Gotteslästerung. Da wird Gott als dies und als jenes dargestellt, was er mit Bestimmtheit nicht ist. Aber fragen Sie mich jetzt nicht nach diesen Stellen. Meistens lese ich zwischen den Zeilen und versuche den tieferen Sinn, welcher sich dahinter verbirgt, zu erfassen. Vielfach gelingt mir dies aber nicht, und die Wut und der Hass des Schreibers springen mir an den Kopf. Irgendwie muss das hitzige Blut in den Genen der Araber liegen. Soviel kondensierte geistige Gewalt ist unter den heiligen Büchern sicherlich eine berühmte Ausnahme. Manchmal kommt es mir vor wie ein billiger Jerry Cotton, obschon ich natürlich noch keinen gelesen habe. 🙂

  44. Narmer sagt:

    @Rambo
    ——————————————–
    1.) Erklären Sie mir ein Atom.

    Antwort: Es besteht aus Neutronen, Protonen und Elektronen.

    2.) Erklären Sie mir die Gesellschaft.

    sie besteht aus einzelnen menschen. diese gruppieren sich in familien, gemeinden, kantonen, staaten, staatenbünden usw.
    ——————————————–

    Schöne, einfache Welt, in der Sie leben. Alles einfach und klar strukturiert. Kann es sein, dass Sie ein paar Jahre bei den Scientologen zu Gast waren?

  45. Moria sagt:

    John Rambo
    danke, dass Sie gewisse Bildungsluecken auszumerzen helfen – so wegen dunkler Bekleidung in der Hitze….
    Leider landeten die bleu-blanc-rouge Shirts in der Waesche, Schongang bei 30 Grad!

    GWUNDERNASE
    where are you Down Under?

    Unglaeubiger Katechet
    cc Narmer – Sie Armer

    …. so ist es, danke!

    Der Natur und dem Kosmos ist es voellig egal, ob es uns gibt oder nicht, sowie jede andere Spezies werden auch wir eines Tages aussterben. Ich glaube, dass das menschliche Gehirn (das religioese erst recht nicht) die Tragweite dieser Tatsache ueberhaupt nicht begreifen kann (ich schliesse mich da nicht aus!). Unser Gehirn ist nicht dafuer gebastelt, in so weiten Dimensionen raeumlich und zeitlich ueberhaupt denken zu koennen.
    Ein Virus ist mindestens genauso bedeutend wie der Mensch, denn eine Virusform kann die gesamte Menschheitsgeschichte umschreiben….
    ‘Zum Glueck’ haben wir die monotheistischen Religionen mit ihrem geo- resp. egozentrischen Weltbild, in dem die Entfernung von Himmel und Erde durch himmlische und gar irdische Vertreter ueberbrueckt wird.
    Im Gegensatz zu den polytheistischen Religionen der Naturvoelker, denen immerhin ein heliozentrisches Weltbild eigen ist. Hier findet sich eine mystische Verwobenheit von Erde und Himmel. Die Bedeutung des Ego ist eher kleiner gegenueber den natuerlichen Maechten und Naturgewalten.

    Wie Sie richtig sagen:
    DER MENSCH IST ZUR FREIHEIT VERURTEILT….

    Aysha
    weisst Du, dass es neben der Freundschaft auf den ersten Blick, auch eine Freundschaft auf die erste Beruehrung gibt? Und die geht vielleicht noch tiefer…..
    Du beruehrst – danke!

  46. Atalaia sagt:

    @ der elefant

    Bemühen Sie sich nicht, mich anzutrompeten. Ich lese es eh nicht. Wenn ich Aysha was frage, handle ich das mit ihr ab und nicht mit der selbsternannten Schutztruppe, welche von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Tröröööö….trörööööö

  47. Narmer sagt:

    @Moria

    So, liebe Moria, machen Sie noch immer auf Gruppendynamik? Wie üblich, was man sich von Ihnen gewohnt ist. Und was Man sich auch am Arbeitsplatz gewohnt ist. Immer ein wenig Gruppenbildung machen und dann gegen andere wettern. Sich ein bisschen anschmiegen an die eigenen Leute, damit man Unterstützung hat im Kampf gegen seine Widersacher.

    Sehr einfach gestrickt und schnell durchschaubar. Wie gesagt ist das auch der Grund, weshalb Frau nicht als Vorgesetzte taugt. Die Gerechtigkeit wird gebogen und instrumentalisiert. Das heisst für jedes Team Terror und Unstetigkeit. Man muss es einfach mal offen sagen.

  48. Dorli sagt:

    @Atalaia
    ihr Beitrag vom 24. Juni, geschrieben um 19:45:33, stammt nicht aus ihrer Feder. Auch wenn es sich hier “nur” um einen Blog handelt, so bitte ich doch um eine korrekte Quellenangabe.

    Weiterhin bete ich für sie. Gott möge Ihnen ihre Gehässigkeiten verzeihen. Ich versuche es auch, aber es fällt mir schwer.

  49. erwinio sagt:

    @Elefant:
    Noch nie so gelacht über einen Beitrag; was für ein humorvolles Feuerwerk:-)

    Ich bin sicher, das nächste Mal in der Kebab-Bude wird jeder Blogleser mit dem grossen Kebab-Spiess einen Elefanten-Rüssel assozieren.

    Das ist dann Deiner Elefanten-Apokalypse zu verdanken.

    Dürüm mit wenig Schaf, viel Rüssel,

    Erwinio

  50. individuum sagt:

    @atalaia – the blind

    **haus des friedens und haus des krieges auf freikirchlich**

    vor langer langer zeit (jedenfalls lange vor der aufklärung) erfanden ein paar christenleute das prinzip: “die welt vs. die gemeinde”.

    “die welt” steht für alles böse. für die humanisten, die atheisten, ungläubige aller art und natürlich die andersgläubigen. dort herrscht der satan. die ungläubigen werden spätestens nach ihrem tod für ihren unglauben bezahlen und im ewigen höllenfeuer braten.

    “die gemeinde” andererseits steht für die gläubigen, die guten, welche ein kindlicher einfalt an die bibel und gott glauben. sie leben sittlich und sind von ihren sünden reingewaschen. sie werden nach ihrem tod in den himmel kommen und von dort aus dabei zusehen wie die verlorenen auf ewig gequält werden.

    damit sind die gemeinsamkeiten von fundi-islam und fundi-christentum noch nicht zu ende:

    es begab sich nämlich, dass es immer mehr freikirchler gab. vor allem in amerika, aber auch in europa. je mehr ihre zahl wuchs, desto grösser wurden auch ihre “forderungen und begehrlichkeiten”. so gründeten sie parteien wie die edu und versuchten “der welt” ihre moralvorstellungen aufzudrücken….. to be continued.