Logo

Christliche Fanatiker provozieren Islamisten

Hugo Stamm am Freitag den 14. September 2012
Demonstranten vor den US-Botschaft in Kairo. (Foto: Keystone)

Religion birgt grosses Gewaltpotenzial: Demonstranten vor den US-Botschaft in Kairo, 12. September 2012. (Foto: Keystone)

Der Film «Die Unschuld der Muslime» ist ein dümmliches, demagogisches Machwerk. Er ist einzig und allein darauf angelegt, die islamische Welt zu provozieren und das Blut der Islamisten in Wallung zu bringen. Der plumpe Trick hat funktioniert: Das Attentat in Benghazi, die Angriffe auf die US-Botschaften in Jemen und Ägypten, die Demonstrationen in der islamischen Welt demonstrieren es. Die Filmemacher haben also ihr schäbiges Ziel erreicht. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht zu einem Flächenbrand kommt.

Islamkritik in Ehren, doch der Film transportiert primitivste Metaphern. Der junge Mohamed wird von den Dienern konsequent als Bastard bezeichnet. Er wird gezwungen, eine Frau zwischen den Beinen zu lecken. Einen Esel tauft er zum «ersten muslimischen Adam». Als er den Koran in Auftrag gibt, verlangt er einen Aufguss aus der jüdischen Thora und dem Neuen Testament. Was bedeutet: Der Islam ist ein dürftiges Plagiat der jüdischen und christlichen Heilslehre. Im Film steht die Forderung im Raum, der Koran soll Sex mit Kindern erlauben und die Pädophilie dulden.

Wer sind die Brandstifter? Regisseur Sam Bacile behauptet, er sei israelischer Jude und habe von 100 jüdischen Spendern 5 Millionen Dollar erhalten. Doch so genau weiss das niemand, denn ein Regisseur mit diesem Namen gibt es nicht. Höchstwahrscheinlich versteckt sich dahinter der koptische Christ und vorbestrafte Checkbetrüger Nakoula Basseley. Eine wichtige Rolle bei der Filmproduktion spielt auch Steve Klein, ein evangelikaler Freikirchler. Zu den Anschlägen sagte dieser: «Es hätte nicht besser laufen können, um der Welt zu zeigen, wie gefährlich Muslime sind.» Übrigens: Der Film hat höchstens 100’000 Dollar gekostet.

Hier sind fanatische Christen auf dem modernen Kreuzzug. Wieder einmal zeigt sich: Religion birgt ein grosses Gewaltpotenzial. Deshalb muss der Glaube domestiziert und zivilisiert werden. Sonst besteht die Gefahr, dass er Unheil anrichtet. Vor allem muss sich die Gesellschaft säkularisieren, was bei uns mit der Trennung von Kirche und Staat ein Stück weit erreicht worden ist.

Zivilisieren muss sich aber besonders der Islam. Während in der westlichen Welt die meisten Leute gelassen auf religiöse Provokationen reagieren und lediglich christliche Fundamentalisten als Hardliner auftreten, steckt in der islamischen Welt die Säkularisierung noch in den Anfängen.

Wir verdanken den Fortschritt in der westlichen Welt vor allem der Aufklärung und den Geisteswissenschaften, die sich kritisch mit allen Lebensbereichen auseinandersetzen und die geistige Emanzipation förderten. Die islamischen Gesellschaften haben bis heute die Aufklärung verpasst. Deshalb kann sich die Politik nicht von den religiösen Einflüssen befreien. Die Wahlerfolge der Muslimbrüder in verschiedenen arabischen Ländern zeigen es. Aber auch die fanatischen Reaktionen auf einen plumpen Film christlicher Fundamentalisten.

document.write(““);

« Zur Übersicht

1.763 Kommentare zu “Christliche Fanatiker provozieren Islamisten”

  1. @ Lisa sagt:

    noch zu Mathias Rohe (aus: wiki, ders.):
    “Er vertritt die Auffassung, dass auch die rechtlichen Teile der islamischen Scharia Recht sei in dem Sinne, dass sie im Grundsatz dieselben Funktionen erfülle wie die Rechtsordnungen westlicher Gesellschaften. So solle auch die Scharia eine gesellschaftliche Friedensordnung durchsetzen und einen Interessenausgleich zwischen den Menschen herstellen. Aus westlicher Sicht bereite deshalb das Rechtsverständnis der Scharia keine größeren Probleme[6]. Erhebliche inhaltliche Kollisionen ergäben sich allerdings aus menschenrechtswidrigen Teilaspekten traditioneller und extremistischer Auffassungen (insbesondere Körperstrafrecht und Ungleichbehandlung der Geschlechter und Religionen).”

    Kenner und Könner? Sachlich und abgewogen?
    Nun, Rohe meint ja damit nicht, dass deswegen das tamilische Gewohnheitsrecht für Tamilen und mit ihnen Verwandte und Verschwägerte zuzulassen sei, oder das kanonische Recht für Kleriker, oder das alemannische Stammesrecht für Alemannen, aber ist er nicht einen Schritt zu liberal?

  2. Lisa sagt:

    @ dieterli

    Bücher dienen der Unhterhaltung (Belletristik), der Bildung und Weiterbildung. Irgendwo muss man sich einen Grundstock anlesen um für eine Situation oder Sache überhautp Verständnis entwickeln zu können. Aus meiner Sicht sind es sogar die Leute die lesen die es schaffen eine sozialverträgliche Atmosphäre herzustellen, die dem Wandel der Zeit zu folgen in der Lage sind, weil sie eine Ahnung davon haben woraus dieser Wandel resultiert.

    @ N. Kadi

    Aha, Eroberung durch Vermehrung. Haben Sie auch schon mal drüber nachgedacht, dass wenn der Islam Europa übernehmen würde er dies täte indem er jene Situation geschaffen hat wegen der Sie aus ihrem Heimatland weggezogen sind.
    Sowas passiert, das ist mir klar. Durch Vermehrung wurden auch anderswo und vor ein oder zweihundert Jahren Gebiete übernommen. Nur kehren solche Übernahmen sich in aller Regel gegen die “Eroberer” selbst. Was für sie einst Begründung war ist dann verschwunden.

  3. Filo sagt:

    Diese Ereignisse und die nachfolgenden Diskussionen lassen mich folgenden Schluss ziehen: “Beleidigt sein” ist eine sehr machtvolles Instrument, um seine Interessen durchzusetzen.

  4. hm sagt:

    @ Lisa

    noch zu Mathias Rohe (aus: wiki, ders.):
    “Er vertritt die Auffassung, dass auch die rechtlichen Teile der islamischen Scharia Recht sei in dem Sinne, dass sie im Grundsatz dieselben Funktionen erfülle wie die Rechtsordnungen westlicher Gesellschaften. So solle auch die Scharia eine gesellschaftliche Friedensordnung durchsetzen und einen Interessenausgleich zwischen den Menschen herstellen. Aus westlicher Sicht bereite deshalb das Rechtsverständnis der Scharia keine größeren Probleme[6]. Erhebliche inhaltliche Kollisionen ergäben sich allerdings aus menschenrechtswidrigen Teilaspekten traditioneller und extremistischer Auffassungen (insbesondere Körperstrafrecht und Ungleichbehandlung der Geschlechter und Religionen).”

    Kenner und Könner? Sachlich und abgewogen?
    Nun, Rohe meint ja damit nicht, dass deswegen das tamilische Gewohnheitsrecht für Tamilen und mit ihnen Verwandte und Verschwägerte zuzulassen sei, oder das kanonische Recht für Kleriker, oder das alemannische Stammesrecht für Alemannen, aber ist er nicht einen Schritt zu liberal?

  5. Rabbi Jussuf sagt:

    Tanisha
    “ Welche Strömungen sich im Islam, aber auch im Westen (die Entwicklung in Ungarn ist besorgniserrregend) durchsetzen werden, weiss niemand von uns. Wir können aber entscheiden, welche Seite wir unterstützen und ermutigen wollen, in diesem Sinne ist es eben nicht hilfreich, wenn man reformbereiten Menschen immer wieder mitteilt, was ihr wollt, ist eh unmöglich.“
    Ganz einverstanden!
    Dazu braucht es aber auch das Aufdecken kontraproduktiver Denkmuster, die zum grössten Teil unbewusst weiter wirken, wie alte Gewohnheiten.
    Wenn die nicht reformiert werden, nützt die ganze Aufklärung nichts.
    Das zeigt sich doch grade jetzt an dem fundamentalen Missverstehen(wollen) der Meinungsfreiheit und der Religionsfreiheit auch seitens der moderaten Muslime.
    Darum geht es mir. Darum mache ich keinen Unterschied mehr zwischen Extremisten und vielen anderen Muslimen. (Kadi bezeichnet sich garantiert als moderat, hat aber die gleiche Denke wie irgend ein Salafist). Dahinter stecken immer noch dieselben Denkmuster, selbstredend mit vielen Ausnahmen, sogar mehr als ich gedacht habe.

  6. hm sagt:

    Die Zensur bzw. die verzögerte Aufschaltung behindert unnötigerweise die Diskussion.

  7. Pasionaria sagt:

    > Aysha’s direkte tiefe Betroffenheit und ihre unterdessen etwas abgeschwächte objektive Betrachtungsweise kann ich nur bedingt nachvollziehen.
    Trotzdem > Rabbi, Edi, rg u.a., mich eingeschlossen, – müssen wir nicht langsam aufpassen, nicht zu glauben, dass wir tatsächlich WISSEN, was Islam bedeutet. Auch befürchte ich, selbst viele Muslime wissen das immer weniger…..
    Was mich an der Islamkritik sehr missfällt, ist die Tatsache, dass Islam-Kritik dem rechten Gedankengut entgegenkommt, ja verbindet, in der Schweiz wie gesamthaft in/Europa > Islamophobie fördert.
    Nochmals nicht zu vergessen – die grosse Mehrheit der muslimischen Weltbevölkerung hat auf das amerikanische Hassvideo NICHT mit Gewalt reagiert.
    In einem Artikel wurde zurecht darauf hingewiesen: was als „die islamische Welt“ benannt wird, nach Belieben zurecht gelegt wird, genauso wie den westlichen Freiheitsbegriff. Müsse z.B. ein Jemenite verstehen, warum die US-Regierung jemenitische Hassprediger per Drohne exekutieren darf, während amerikanische Hassprediger die Freiheit der Kunst genießen?
    Auch wurde darauf hingewiesen, dass es nicht EINE muslimische Gesellschaft gibt, sie sind komplex und in einigen Weltgegenden verändern sie sich gerade rasant – dies sei die einzig zulässige Verallgemeinerung, wenn es um mehr als 1,6 Milliarden Menschen geht, ein Viertel der Weltbevölkerung > 80 Prozent der Muslime sprechen kein Arabisch!

    Wie Christen über die Bibel, Juden über die Thorah etc. sollten sich auch Muslime ‚stichhaltige’ Kritik über den Inhalt des Korans gefallen lassen. Im Urteil über Mosleme jedoch sollten wir besonders zur Zeit wieder vermehrt um Zurückhaltung und Differenziertheit bemüht sein.

    Swisswulf > Du bist derart authentisch, dass es gut tut!

  8. dieterli sagt:

    Und ich weiss nicht ob ihr es bemerkt habt aber in griechenland und spanien geht es leider schon los. Niemand versteht das dieses bewusstwerden auch gewaltlos verlaufen kann deswegen werden jetz die sündeböcke an den pranger gestellt. Diese werden sich verteidigen mit polizeigewalt..

    Es ist so einfach zu sehen ob jemand in liebe oder hass handelt.. Das problem ist,das wenn dieses bewusstsein nicht zu uns durchdringt wir immer wieder die gleiche situationen kreieren.

    wieso hilft die schweiz griechenland und spanien nicht aus ihre schuldenmisère raus?

  9. kadi sagt:

    @ Rabbi Jussuf

    Genauso wie sie Denkmuster von Breivik 1:1 übernommen haben!

    Juckt mich überhaupt nicht was so ein Fanatik wie Sie denkt!

  10. Lisa sagt:

    @ hm

    Ich habe swisswulf dieses Buch als Ergänzung zu anderer Lektüre empfohlen. Es ist ja auch nicht das einzige Buch, das der Autor verfasst und herausgegeben hat. Mir geht es bei solcher Lektüre darum einen Einblick zu erhalten was ich unter den aktuell soviel zitierten Begriffen wie eben Scharia, islamisches Recht, Dschihad (erläutert er z.B ausgzeichnet aus meiner Sicht) zu verstehen habe. Mir liegt nicht daran etwas vorzuverurteilen was ich nicht mal im Ansatz verstehe und ev. Ressentiments produziere die aus reinem Unverständnis resultieren. Wissen hilft eben sehr oft schon weiter.
    Für mich ist es so, dass diese Wissensgebiete auch umfassende Lektüre brauche obwohl ich sie bewusst auch einschränke.
    Immerhin gibt es Rechtsgelehrte die einen Teil ihrer akademischen Ausbildung damit verbracht haben dieses Verständnis nicht nur zu verstehen sondern auch weitervermitteln zu können.

  11. kadi sagt:

    Da anscheinend hier wieder der supreme Islamhetzer Rabbi die Ruder übernommen hat werde ich mich endgültig verabschieden.

    Seinen Mist muss ich mir nicht anhören. Ueber 1 Woche haben gereicht!

    Ich Danke allen anderen für die Komunikation.

  12. Lisa sagt:

    @ hm

    Vermutlich ist nicht gemeint, dass man das Teilgebiet “islamisches Recht” der Scharia dem europäischen Kontient überstülpen könne sondern, dass das eben in Herkunftsländer der Rechtssprechung diene wie bei uns in Europa unsere Gesetze. So habe ich das verstanden. Ich würde allerdings nicht ausgerechnet mit diesem Buch anfangen als Ergänzung aber eignet es sich – aus meiner Sicht – ausgezeichnet.

    @ Dieterli

    Nicht-Wissen macht allzu abhängig. Wer sich eine Meinung bildet und die so weitergibt muss einstecken können, das ist so ganz normal. Man muss Zugeständnisse an andere machen, erkennen dass man etwas anders oder sogar falsch verstanden hat, was man nur auf dem Weg überhaupt herausfinden kann. Es ist immer eine Frage wie man seine Meinung äussert, sie sollen ja nicht einfach verletzen, aber es ist doch eines unserer Rechte zu vertreten was unser eigenes Weltbild ausmacht. Immer lieb und still sein bringt Ihnen höchstens Magengeschwüre oder so, das ist nicht besonders gesund. Lieber mal eine schöne Wut und dann wieder frei sein in seinen Gefühlen. Wer dies in vertretbarem Rahmen zu leben versteht wird nie eskalieren weil er sich dann äussern kann wenns wichtig und richtig ist. Und eben, lernen manchmal verbal “aufs Dach zu bekommen” gehört selbstverständlich auch dazu.

  13. dieterli sagt:

    kadi ich reiche dir meiner hand als mitmensch. Sorry.

  14. aysha sagt:

    “Auch nach dem Zweiten Weltkrieg hat der Westen die Araber oft als Untermenschen „auf der Stufe eines höheren Affen“ behandelt (Jean-Paul Sartre). Dies gilt für die Entkolonisierungskriege, für die Interventionen zur Sicherung der Rohstoffwege, für die Palästinafrage wie für die von den USA und Großbritannien erzwungenen Irak-Sanktionen. Allein durch diese laut Vatikan „perversen“ Strafmaßnahmen gegen den Irak starben nach UNICEF-Angaben über 1,5 Millionen Zivilisten, darunter rund 500 000 Kinder.”

    was hast du gegen die 10 punkte? das sage nicht ich, sondern einer aus europa und er zitiert europäer!

    wieso verteidigst du dich denn? wieso darf ich mich nicht verteidigen?

    wann hörst du mit deiner rechthaberei auf?

    wann kommen wir zu der erkenntnis, dass alle von einander abhängig sind und man nicht einfach die ganze schuld 1.5 millarden menschen aufbürden kann ( du erwähnst zwischendurch ausnahmen, was ja die regel bestätigt ) und beharrst drauf, dass ich verblendet bin?

    du bist sehr erfolgreich und ich sehe schon, deine bewunderer fahren auch mit grossem geschütz auf. sogar ein einfaches ‘danke rabbi’ sagt sehr viel aus. sogar die hypatia! wowww! eindrücklich.

    womit bewiesen wäre: muslime sind, sogar mehr als du gedacht und mehrmals unterstrichen hast, nicht von extremisten zu unterscheiden.

    das meinte ich mit hetzen! das was jetzt passiert.

  15. hm sagt:

    @ Lisa
    Sehe ich auch so, bei Rohe geht es u.A. um die Frage, den Islam als Glaubensgemeinschaft anderen Glaubensgemeinschaften gleichzustellen, juristisch über die Frage, ob der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland als Körperschaft des öffentlichen Rechts anzuerkennen sei. http://www.welt.de/politik/article836172/Wir-muessen-den-Islam-gleichstellen.html
    Das sind aber deutsche Verhältnisse. Hier in der Schweiz ist die Frage nach dem Debakel der Anit-Minarett-Initiative wohl sowieso vom Tisch.

  16. swisswulf sagt:

    Kadi schrieb: @ swisswulf

    “(Un)verhältnismässigkeit dafür Unschuldige zu töten”

    In welchem Verhältnis steht es das immer noch (nicht in der Vergangenheit) täglich unzählige Muslime in Irak/Afganistan getötet werden?
    Aber euch interessiert nur der getötete US-Botschafter!

    Ich meine sowas Tanisha

    Kadi schrieb weiter:

    Wir drehen uns im Kreis mit Ihnen. Ein Austausch bringt nichts!

    Sag ich ja…

    Apropos “Weg der Vernunft”
    Einzigster Weg der Vernunft ist es die Muslime in Ruhe zu lassen!

    Nicht solange sie hier leben und ihre Kultur inkl. Zwangsverheiratungen und die Unterdrückung der Frauen hierher transferieren wollen. Nicht wenn sie hier leben und von uns verlangen unsere Meinungsfreiheit einzuschränken.

    KEINE PROVOKATION KEINE REAKTION!

    … keine Provokation, kein Hinterfragen, keine Veränderung, keine Verbesserung, kein eigenständiges Denken. So ist’s Recht gell?!

  17. um musad sagt:

    Jussuf

    Ach ja, ich wollte schon schreiben, dass ihr Muslime jetzt von mir so beleidigt seid und so böse auf mich, dass ihr mich kaum mehr vom Filmemacher unterscheiden könnt.

    Und warum erwähnst Du m i r das überhaupt? Habe ich Dich nicht d i r e k t angesprochen ! Und ja ich habe noch Swisswulf und weitere Angesprochen für die Deine Meinung auch mehr oder weniger das A und O zu sein scheint. 

    Pauschalisiere ich tatsächlich in meinen Postings ?

    Was ich an Deinem Posting kritisiert habe,dass du Dir oft erlaubst mit aller Bestimmtheit zu schreiben, es i s t so, obwohl mit Deinen Aussagen noch lange nichts bewiesen ist! 

    Ich kritisiere,dass Du die Handlungen Mohammeds in Deinem Posting 
    aus dem h e u t g e n Verständnis  beurteilst. Das verträgt sich m.E. nicht mit jemandem der sich mit Geschichte auseinander setzt.

    nochmals mein Zitat dazu:

    “Unter den Begriff Mord fällt also nicht: 1. die unabsichtliche, zufällige oder fahrlässige Tötung (Totschlag); 2. die befugte, aus Notwehr oder im offenen Kriege erfolgte Tötung; ”

    Aus:Aus:Friedrich Kirchner,Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe (1907)

    …. galt also auch 1907 Kriegfuehren  n i c h t als Mord.

    Und ja das Bespiel Bush war wohl nicht geeignet für das worauf ich hinweisen wollte. Also nimm Dir  Napoleon als Beispiel ? Darf man 
    ihn als Mörder bezeichnen weil er Krieg geführt hat ?

    “ Wenn Du weiterhin in dieser Art hier rüber kommst, kann ich auf einen Dialog oder Diskussion mit Dir verzichten.“
    Aha, die andere Variante wäre, alles über den Islam so hinzunehmen, wie es gerade kommt? Also Deine Meinung und die anderer Muslime ja bloss nicht hinterfragen. Welche Meinung eigentlich? Die in Koranschulen gelehrt wird? Oder gibt es noch andere Meinungen?

    Fals du das noch nicht erkannt hast es gibt auf der Welt ganz viele Meinungen über den Islam und das von der Vergangenheit bis heute und es wird wohl auch in der Zukunft noch so sein. Darum ist DEINE Meinung darüber nicht einfach richtig …und Du darfst schreiben es i s t so. Das war’s ungefähr was ich an Deinem Posting auszusetzen habe. Wir können argumentieren darüber und aufzeigen auf welchen wackliger Argumentation die andere Meinung steht.

    Nein und ich bin nicht beleidigt, da kannst du noch viel mehr von aufgeblasenem Zeug schreiben. Solche Argumentation spricht aber nicht für dich. — Aber dass Du mir langsam auch etwas aufgeblasen rüberkommst,das wage ich halt auch zu sagen. Meinungsfreiheit halt. –

    U.M.

  18. swisswulf sagt:

    kadi sagt: 26.09.2012 um 12:17

    @ Rabbi Jussuf

    Genauso wie sie Denkmuster von Breivik 1:1 übernommen haben!

    Juckt mich überhaupt nicht was so ein Fanatik wie Sie denkt!

    Rabbi Jussuf mit Breivik zu vergleichen ist wohl allerunterste Schublade. Auf so ein Niveau gesunken zu sein steht Ihnen ganz schlecht. Sie machen die beste Werbung für moderate Moslems… so langsam versteh ich auch Rabbi’s Aussagen.

    @kadi sagt: 26.09.2012 um 12:22

    Da anscheinend hier wieder der supreme Islamhetzer Rabbi die Ruder übernommen hat werde ich mich endgültig verabschieden.

    Seinen Mist muss ich mir nicht anhören. Ueber 1 Woche haben gereicht!

    Ich Danke allen anderen für die Komunikation.

    1. Hören ist immer schwierig in einem Blog in welchem ausschliesslich schriftzlich verkehrt wird.
    2. Sie haben nicht mal 1/3 von dem wirklich kapiert was Rabbi Jussuf geschrieben hat
    3. Sie haben einen westophobischen Filter installiert. Nehmen den mal weg und probieren Sie mal “ohne” zu lesen.

  19. Tanisha sagt:

    @Kadi: Ich Danke allen anderen für die Komunikation.

    Ich danke Ihnen, dass Sie sich die Mühe genommen haben, ihren Standpunkt in einem Forum darzulegen, dass Religion skeptisch bis heftig ablehnend gegenüber steht. Das war sicher sehr nervenaufreibend. Hoffentlich haben Sie von dieser Diskussion mitbekommen, dass es den Westen als Einheit nicht gibt, sondern Menschen mit sehr unterschiedlichen Standpunkt, viele von uns sind durchaus zur Selbstkritik fähig, aber vielleicht nicht gerade unmittelbar nachdem unbeteiligte Menschen wegen eines (zugegebenermassen hetzerischen) Videos umgebracht wurden.

  20. Tanisha sagt:

    @hm: Die Zensur bzw. die verzögerte Aufschaltung behindert unnötigerweise die Diskussion.

    Die verzögerte Aufschaltung behindert tatsächlich die Diskussion. Herr Stamm setzt diese Technik aber nicht unnötigerweise ein, sondern versucht zu verhindern, dass wieder jemand einen Nick “klaut”, um jemandem hässliche Statements zu unterjubeln und die Stimmung gegen den “beklauten” Blogger anzuheizen.

  21. swisswulf sagt:

    @Pasionaria

    Ich weiss nicht ob es immer gut st authentsch zu sein, aber danke

    Deine Einwände sind berechtigt:

    In einem Artikel wurde zurecht darauf hingewiesen: was als „die islamische Welt“ benannt wird, nach Belieben zurecht gelegt wird, genauso wie den westlichen Freiheitsbegriff. Müsse z.B. ein Jemenite verstehen, warum die US-Regierung jemenitische Hassprediger per Drohne exekutieren darf, während amerikanische Hassprediger die Freiheit der Kunst genießen?

    Die Ellen sind immer noch höchst ungleich. Aber das sind sie nicht nur in dem von Dir gebschriebenen Falle.. auch gegenüber der Schweiz ist Amerika vorwiegend auf seine Interessen aus. Aber die Zeit der Weltpolizei dürfte bald mal abgelaufen sein. Keine Kohle, kleinere Armee, weniger Konflikte?!! Mal schauen was die Zukunft bringt.

    Das es extrem unterschiedliche moslemische Gesellschaften gibt war mir bereits bekannt.. das führt bis hin zur (von unserem kadi so viel gerügte) Matriarchat bei einigen Beduinen Stämmen. Nix Kopftuch und Frau bestimmt wos lang geht. Und sie fahren anscheinened so gut damit, das sich die Männer nicht mal emanzipieren wollen…

  22. hm sagt:

    Was wird in der Zukunft das Problem sein?
    Entweder es wird die Frage nach dem Verhältnis von Staat und Kirche wieder aufgegriffen, wobei sich die Frage nach dem Verhältnis von Staat und Kirche erweitern wird auf die Frage nach dem geordneten Zusammenleben von Staat, Kirchen und weiteren Religions- oder Glaubensgemeinschaften, samt den dazugehörigen Fragen, z.B. wie rechtlich selbständig diese Religionsverbände zu sein haben. Da wird der Islam dazuzurechnen sein, und es lässt sich heute ja schon die ketzerisch anmutende Frage stellen, was denn z.B. die Gründe für die rechtliche Privilegierung der Christkatholiken (bzw. deren Status als Landeskirche) gegenüber den Moslems sind.
    Oder es wird voll auf die Karte Trennung von Kirche und Staat bzw. Laizismus gesetzt, insbesondere, was den öffentlichen Raum anbelangt.

  23. hm sagt:

    @ Tanisha
    Die verzögerte Aufschaltung wird ja vielleicht auch zur Folge haben, dass jeder Blogger seine Statements ein wenig mehr reflektiert, wenn er gezwungenermassen mehr Zeit dazu hat.

  24. oder so sagt:

    WAS? Hugo Stamms Nick wurde geklaut??

  25. me sagt:

    Tschüss Kadi! Vergessen Sie nicht: Sie sind auch Europäer, Sie gehören dazu.
    Alles Gute Ihnen und Ihrer Familie.

  26. swisswulf sagt:

    aysha sagt:
    26.09.2012 um 12:32

    Keiner der hier Schreibenden hat heute, oder in den letzten Tagen seine Ansichten über Moslems geändert.. zumindest ich ganz gewiss nicht. Musste aber feststellen das der Dialog dann schwierig wird, wenn man anfängt mit gegenseitigen Schuldzuweisungen. Deine erneuten Beispiele sind allesamt korrekt. Un des ist aber keineswegs so, das alles was der Westen verbockt hat und auch noch verbockt von den meisten von uns einfach nicht zur Kenntnis genommen würde.. oh nein.

    Am liebsten wäre mir wenn alle westlichen Einflüsse auf den Ländern im nahen Osten unvermittelt aufhören würden. Sollen sie ihre Gesetze machen wie sie wollen. Sollen sie ihre Sharia einführen. Was auch immer nötig ist um ihre Kultur so leben zu können wie gewünscht.

    Was denkst Du wie lange es dauern würde bis die ersten Hilferufe kämen weil Minderheiten unterdrückt, Frauen gefoltert und anderdenkende getötet würden?!

    Nicht alles was der Westen anteigt ist schlecht, genau so wenig wie alles was der Westen anteigt gut ist. Es gibt viel zu viele die richtig fette Kohle aus diesem ganzen Schlamassel machen. Und das ist zum Kotzen.

  27. Lisa sagt:

    @ hm

    Lesen heisst für mich nicht, dass ich mir unmittelbar das Gedankengut eines Autors zu eigen mache. Darum lese ich von unterschiedlichen Autoren um so etwas wie einen Überblick zu bekommen. Ich bin Laie, auch auf dem Gebiet, und masse mir keine Entscheidungen an. Ich habe als Laie aber eine Meinung die ich nur dann vertreten kann wenn ich ansatzweise wenigstens weiss wovon ich rede. Auch dann werden von anderer Seite möglicherweise noch Einsprüche kommen weil es “die Wahrheit” wie wir hier schon öfter festgestellt haben, nicht gibt.
    Juristisch wird bereits islamisches resp. herkömmliches Recht in die Rechtssprechung einbezogen, leider manchmal in einer wenig wünschenswerter Form (grade wenns um Frauen geht). Man zieht die muslimischen Vermittler in Verhandlungen mit ein, respektiert ihre Aussagen durchaus. Problematisch scheint mir nach wie vor, wie wenig darüber bekannt ist. Und hier wiederhole ich mich hätten Kulturvereine und religiöse Exponenten eine Aufgabe die viel zum einvernehmlichen Miteinander beitragen könnte. Darin schliesse ich diejenigen Repräsentanten der europäischen Länder nicht aus, meine, dass da einiges läuft was aber zuwenig bekannt ist und deshalb nicht genutzt wird.
    Für mich scheint aber klar, dass die bestehenden Rechte Vorrang haben zumal herkömmliches Recht (aus dem Balkan, aus arabischen und afrikanischen Ländern) wenig sinnvoll ist weil es eben hier, unter den aktuellen Zuständen, sein Ziel verfehlt.

    Na ja, ich möchte da nicht verantwortlich sein und grade jetzt – aber auch schon früher nicht – nicht in Politik verlinkt.

  28. Tanisha sagt:

    @Swisswulf

    “(Un)verhältnismässigkeit dafür Unschuldige zu töten”
    In welchem Verhältnis steht es das immer noch (nicht in der Vergangenheit) täglich unzählige Muslime in Irak/Afganistan getötet werden?
    Aber euch interessiert nur der getötete US-Botschafter! (Aussage Kadi)

    Ich meine sowas Tanisha

    Verstehst du denn nicht, dass es Muslime schmerzt, dass man all diese Opfer hier im Westen nicht zur Kenntnis zu nehmen scheint? Ich schreibt “scheint”, weil das Ganze nicht so einfach ist. Sicher war es nicht der richtige Moment, das Thema der Opfer westlicher Feldzüge für “Freiheit und Demokratie” jetzt anzusprechen, weil es den Eindruck hinterlassen könnte, als wolle man von den Gewalttätigkeiten ablenken, die jetzt gerade in einigen muslimischen Ländern passiert sind. Aber Hand aufs Herz Swisswulf war irgendwann schon mal der richtige Moment, wo wir Westler aufmerksam zugehört haben und Schmerz/Wut über die Opfer auf der anderen Seite zur Kenntnis genommen haben?

    Nicht solange sie hier leben und ihre Kultur inkl. Zwangsverheiratungen und die Unterdrückung der Frauen hierher transferieren wollen.

    Ich habe mich auch über vieles geärgert, was Kadi geschrieben hat, trotzdem halte ich ihn einfach für einen sehr wertkonservativen Menschen, dem eine intakte Familie äusserst wichtig ist, und nicht für jemanden der Zwangsverheiratungen befürwortet. Zwangsverheiratungen sind im Prinzip unislamisch, obwohl sie in vielen islamischen Ländern praktiziert werden. Aysha oder Um Musad können dir sicher die genauen Schriftstellen angeben, die meine Aussage stützen.

  29. aysha sagt:

    @ pasionaria

    dein text von heute 12.11, danke! danke! danke!

    aysha

  30. Rabbi Jussuf sagt:

    Aysha
    “ was hast du gegen die 10 punkte? das sage nicht ich, sondern einer aus europa und er zitiert europäer!“
    Ich habe zweimal deutlich geschrieben, was ich gegen dieses Papier habe. Muss ich es noch einmal wiederholen?

    “ wieso verteidigst du dich denn? wieso darf ich mich nicht verteidigen?“
    Wieso solltest Du Dich nicht verteidigen dürfen? Wo habe ich das gefordert????

    Ist mir manchmal schon ein Rätsel, wo Du solche Sachen herausgelesen haben willst.

    “ wann kommen wir zu der erkenntnis, dass alle von einander abhängig sind und man nicht einfach die ganze schuld 1.5 millarden menschen aufbürden kann ( du erwähnst zwischendurch ausnahmen, was ja die regel bestätigt ) und beharrst drauf, dass ich verblendet bin?“

    Häää???
    Dass wir alle voneinander abhängig sind, ist doch wohl eine Banalität.
    Wo schiebe ich die ganze Schuld auf 1,5 mia Menschen ab? Welche Schuld eigentlich?
    Wenn man sich dagegen wehrt, dass die Schuld (für die Unruhen) auf „den Westen“ geschoben wird (so wie das der ach so moderate Kadi macht), wird jetzt daraus, ich würde die ganze Schuld auf die Muslime wälzen?
    Das ist mir mal wieder eine Taktik!

  31. Lisa sagt:

    @ swisswulf

    Es ist eben nicht einfach nur der Westen, das Chaos, das aktuell am Entstehen zu sein scheint wurzelt viel tiefer, ist viel komplexer und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren die Menschheit lerne ihre Lektion nicht. Es wiederhole sich ungefähr alle 100 Jahre etwas Ähnliches und trotzdem passiert im besten Fall Schadensbegrenzung. Darüber darf man – ich – nicht allzu sehr grübeln, weil es einem schon sehr tief betroffen machen kann.Wie mutig sind Politiker wirklich oder wie abhängig und wovon?

  32. Lisa sagt:

    @ swisswulf

    Ich könnte ein paar Texte ohne Datum kopieren und bin gar nicht sicher ob alle blogger sie zuordnen könnten oder sie einfach auf die aktuelle Situation übertragen würden. So ähnlich lauten sie. Die Frage nach den Schuldigen scheint mir die falsche Frage. Es müsste eine Frage danach sein wie man die Zukunft gestalten kann und will. So ganz ohne Kriege und ohne Tote wird das nicht abgehen aber darüber nachdenken sollte man doch.

  33. hm sagt:

    @ Lisa
    Ihre Vorsicht ist angebracht. Googeln Sie bspw. nach „Sonderrecht“ und „Muslim“ und Sie landen dann auch schon mal auf Sites wie diesen:
    http://michael-mannheimer.info/2011/12/22/sonderrechte-fur-muslime-vom-arbeitsplatz-bis-zur-witwenrente/

    Nun zu Ihrem: “Juristisch wird bereits islamisches resp. herkömmliches Recht in die Rechtssprechung einbezogen.” Das kann so wohl nicht stimmen (sonst belegen Sie es mir bitte), ausser es sei gemeint, dass in der Urteilsbegründung oder im Bemessen des Strafmasses auf die kulturellen Hintergründe Rücksicht genommen werden kann. Den Einbezug “islamischen resp. herkömmlichen Rechts” oder x-eines anderen Rechts – über unser Recht hinaus, halte ich für ausgeschlossen.

  34. Lisa sagt:

    @ hm

    Ich werde in meinen Unterlagen graben, vielleicht finde ich noch einige gut dokumentierte Beispiele.
    Dokumentiert ist das z.B. in “Richter ohne Gesetz” von Joachim Wagner, hier der link

    http://www.amazon.de/Richter-ohne-Gesetz-Paralleljustiz-Rechtsstaat/dp/3430201276/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1348664058&sr=1-1

    Es gab aber auch Medienmitteilungen des Inhalts, dass in bestimmten Fällen herkömmliches Recht berücksichtigt wurde was im Speziellen Frauen hätten wissen müssen und in ihre Überlegungen einbeziehen. Irgend einmal las ich so einen Text in dem gar die Koransure zitiert war die besagt, dass der Ehemann seine Frau unter bestimmten Bedingungen schlagen dürfe.

  35. Lisa sagt:

    @ hm

    Der Titel des Buches mag polemisch klingen, an und für sich aber bringt der Autor etwas auf den Punkt. Es gibt muslimisches Recht und ihre Vertreter, die u.U. vor Gerichten berücksichtigt werden. Man bezieht herkömmliches Recht ein, steht da aber irgendwo zwischen Tür und Angel, weil wir es nicht übernehmen können und wollen aber manche Straftaten doch vor jenem Hintergrund gesehen werden sollten. In Anbetracht der Vielfalt der Herkunftsländer der Menschen die in erster Generation in Westeuropa leben scheint mit das als eigentliche Überforderung, da sich unsere Kultur an und für sich mit der jener Herkunftsländer nicht deckt. Man könnte sagen, die Infrastruktur für die Umsetzung des fremden Rechts fehle hier und sei andern Orts nicht zuständig.
    Ich kann mich darin wohl nur wiederholen, was im Alltag oft einfach scheint ist es nicht wirklich. Da sind hohe Anforderungen an Einzelne gestellt die ihnen mit wirklich wenig Information – die man sich auch selbst zusammensuchen muss – gerecht werden sollten.
    Wir leben mit Parallelgesellschaften die wir nur zu oft aus Unwissen nicht oder falsch verstehen. Jene Kommunikation die so gut wie gar nicht stattfindet macht die Sache nicht besser.
    Nur der “Sollte”, “Würde”, “Müsste”, “Täte”, tun eben meistens nichts resp. überlassen dem Zufall wie sich’s in Zukunft entwickelt.

  36. aysha sagt:

    @ rabbi jussuf

    ” Das zeigt sich doch grade jetzt an dem fundamentalen Missverstehen(wollen) der Meinungsfreiheit und der Religionsfreiheit auch seitens der moderaten Muslime.
    Darum geht es mir. Darum mache ich keinen Unterschied mehr zwischen Extremisten und vielen anderen Muslimen. (Kadi bezeichnet sich garantiert als moderat, hat aber die gleiche Denke wie irgend ein Salafist). Dahinter stecken immer noch dieselben Denkmuster, selbstredend mit vielen Ausnahmen, sogar mehr als ich gedacht habe.

    ….Hat ja im Christentum auch lange gedauert, obwohl es das Christentum, rein von seiner Anlage her, wesentlich einfacher hatte.

    Und da sage mir noch einer Islamismus sei scharf vom Islam zu trennen!

    Ausschliesslich die islamisch dominierten Gebiete benehmen sich so, dass wir heute darüber dikutieren müssen.

    Augen auf, Aysha, es sind praktisch nur die islamischen ehemaligen Kolonien, die auf diese merkwürdige Art reagieren, sich immer mit dem Kolonialismus entschuldigen, usw. Alle anderen haben sich selber weiter entwickelt, mehr oder weniger. Als Beispiel mag Indien gelten. Ist immerhin fast so gross wie die gesamte islamische Welt. Wer das nicht sehen kann, muss ziemlich blind sein.

    Wer sich davon betroffen zeigt, der offenbart vielmehr seine eigene Niveaulosigkeit, ganz dem Filmchen entsprechend.
    Oder handelt es sich um die eher als Gleichgültigkeit empfundene Untätigkeit des „Westens“,
    die Euch betroffen macht?
    Selbst das zeigt, wie gefährlich diese ‚Betroffenheit’ ist. In ihrer Wut kann sie nicht mehr unterscheiden, zwischen dem Macher des Filmchens und dem ‚Westen’ und blendet gänzlich die freiheitlichen Grundsätze aus, die den Westen ausmachen und den die Muslime im Westen in vollen Zügen nützen und, wie man jetzt sieht, auch ausnützen.

    Sollen wir die Betroffenheit aushalten, die uns Nichtmoslems hier demnächst noch vorschreiben will, wie wir mit solchen Leuten umzugehen haben, wie diesem Filmemacher, oder dem Karikaturist?

    leider sind die Salafisten und sonstigen Islamisten nicht merh gut von sonstigen Muslimen zu trennen . wenn man das überhaupt je konnte, dann heute nicht mehr. Da sind die Übergänge reichlich fliessend geworden.Das sieht man ja schän an Kadis Haltung.

    “ Alle Religionen sind im Wesen gut und führen die Menschen zum richtigen Weg. Als Muslim glaube ich dass der Islam der beste von allen Wegen ist.“
    Grad auch noch, angesichts der Gewalttätigkeiten heutzutage!
    Dass der Islam der beste dieser Wege sei, damit dürften Sie heute einen schweren Stand haben, angesichts all der krass widersprechenden Fakten.

    “ Als Moslem glaube ich dass das Ur-christentum eine wahre und gutmütige Religion war verbreitet vom geliebten Propheten Jesus den auch alle Muslime stark verehren.“
    Und wieder ein Verwirrspiel des Islam, wie auch alle Ihre Texte genau auf dieser Linie rüber kommen. Sie sagen etwas, meinen aber etwas ganz anderes, nämlich dass der Islam viel besser sei, als das Christentum. Ein Grundprinzip fast jeder Religion, aber insbesondere des Islam. Das beste Beispiel dazu liefern Sie gleich selber: Jesus, der islamische Prophet.
    Alles, wenn’s grade nützt wird vom Islam vereinnahmt und in Besitz genommen, so auch Jesus.
    Der Jesus des Islam, des Korans hat keinerlei Ähnlichkeit mit dem christlichen Jesus, egal welcher Richtung.
    Belustigend finde ich auch noch die quasi internen Diskussionen vieler Muslime, ob Jesus auch ein Muslim sei, Solche Gespräche enden regelmässig damit, dass Jesus selbstverständlich ein Muslim sei.
    Dabei haben die meisten Muslime keine Ahnung, wer Jesus war, oder was er gesagt haben könnte, Diese Art zu denken findet sich bei Konvertiten, bei geborenen Muslimen, ob Mann oder Frau, ob hier im Westen oder in den Heimatländern des Islam.
    Anhand solcher Denkweisen ist ein Muslim ziemlich schnell zu erkennen, auch wenn er selber nicht zeigt, dass er dem Islam zugetan ist.
    Da liegt der Verdacht auf wenigstens eine partielle Gehirnwäsche äusserst nahe. (Nicht dass andere Religionen nicht auch ähnliche Verhaltensmuster generieren würden, aber hier ist die Rede von den islamtypischen Verhaltensmustern)
    Kein Wunder sind später solche Leute wie Schafe leicht zu führen und zu verführen. Sie haben kaum mehr eine Chance über ihren Tellerrand hinauszusehen, geschweige denn, ihre eigenes Verhalten zu reflektieren. (Dazu bräuchte es nämlich einen neutralen Standpunkt)
    Tanisha, mit der Diagnose von der Suche nach dem Sündenbock gehe ich einig. Man mache die Augen auf und es ist offensichtlich. Jeder einzelne Text von Kadi belegt das.( Ausnahmen gibt es immer, keine Frage. Wird es aber ernst, dann entpuppen sich auch einige der Ausnahmen als Ausnahmen.)

    Vielleicht ist es jemandem aufgefallen, dass ich nicht von Islamisten spreche. Der Grund liegt darin, dass ich denke, dass die Islamisten nur die Spitze des Eisberges sind, der grösste Teil der Muslime aber das ganze System dieser Geisteshaltung und Denkweise stützen. Eine Denkweise, die man ablehnen muss – insbesondere wenn sie nur noch fähig ist, sich in Gewalt zu äussern.

    Nur die Muslime haben gehandelt. Der „Westen“ hat überhaupt nichts getan – musste auch nichts tun. Und wenn der „Westen“ etwas getan hat, dann als Reaktion auf die Gewaltausbrüche. Er hat beschwichtigt, hat das Filmchen verurteilt usw. obwohl einer ihrer Botschafter ermordet wurde hat er nicht zur Gewalt gegriffen!

    nicht alle sehen natürlich die subtile suggestion und empfinden das als fakt, was rabbi schreibt. vielleicht merkt er es ja selbst nicht. er scheint nur meine verblendung zu erkennen und seine eigene nicht!

  37. hm sagt:

    @ Lisa
    Tönt für mich etwas polemisch, à la: “Muslimische Schattenjustiz im Rahmen der Schiedsgerichtsbarkeit!”
    Auf den ersten Blick erscheint mir die private Konfliktregulierung zwischen „kulturfremden“ Muslims z.B. oder anderen Einwohnergruppen im Gegenteil sinnvoll. Aber Sie haben Recht, ich müsste mich zuerst ins Thema einlesen. In der Schweiz ist das Friedensrichteramt übrigens kantonal geregelt. Die angesprochene Problematik, dürfte zudem, wenn überhaupt die kleinen und engen schweizer Verhältnisse nicht widerspiegeln.

  38. hm sagt:

    Heterogenen Verhältnisse, möchte ich ergänzen. Aber der Hinweis auf die private Schiedgerichtsbarkeit ist gut.

  39. hm sagt:

    Die Heterogenität der schweizerischen Verhältnisse ist m.E. auch der Integration dienlich: Sie sorgt für eine gute Durchmischung der verschiedenen Zuwandergruppen und wirkt gegen die Bildung von “Inseln”, d.h. Türken- oder Albanerquartieren. Diese Durchmischung führt dann auch dazu, dass Konfliktparteien eher bereit sind, einheimisches Recht als gemeinsames und geltendes Recht zu akzeptieren. Heute ist bereits darauf hingewiesen worden: Die Rechtsvorstellungen oder gar das Gerechtigkeitsempfinden eines Albaners z.B. dürften sich erheblich von denjenigen eines Arabers oder eines Türken unterscheiden.

  40. aysha sagt:

    dass ich auch noch seine unhaltbaren aussagen ständig wiederhole und damit zur verbreitung beitrage, bin ich mir schmerzlich bewusst!!!

    das ist aber genau die, von euch als fakt und harmlos bezeichneten gedanken, denen ich ständig begegne. an unerwarteten orten und von ganz unerwarteten menschen in belanglosen situationen. viele menschen, junge und ältere,, nehmen diese aussagen, die nicht in einem rechtskonservativen forum, sondern auf einer unabhängigen seite geäussert werden zur basis und bauen noch ihre eigenen vorurteile, ihre wut darauf auf! diese menschen schreiben dann auf fb, dass sie die muslime am liebsten töten würden und vieles mehr, die ich wirklich nicht wiederholen möchte, und das sind ‘nur’ die in die öffentlichkeit hinaus gesagten sachen. was im kleinen und privaten läuft, ist die spitze des eisbergs, um rabbis bild auch noch zu benutzen.

    das meine ich mit verantwortungslos.

    dass hugo stamm oder die redaktion, die texte nicht mehr frei erscheinen lassen, sollte auch nachdenklich stimmen.

    aysha

  41. Lisa sagt:

    @ hm

    Ausser, dass manche Kantone den Titel Friedensrichter gar nicht kennen. Der Kanton Bern z.B. hat keine solche Einrichtung.

    Falls es Sie interessieren sollte, habe ich ja die Version verlinkt in deren Inhaltsverzeichnis man schauen kann und über ein paar Seiten Text blättern.
    Es geht eben nicht um kleine Streitigkeiten sondern um grössere Delikte, was ich hier aber ganz absichtlich nicht thematisiere.
    Schlagen Sie nach oder lesen Sie sich in einer Bibliothek ins Thema ein, immer vorausgesetzt, es interessiere Sie. Eine ganze Anzahl von Autoren haben darüber geschrieben. Da es sich um Sachbücher handelt zu denen man ergänzende Literatur braucht nimmt das ein wenig Zeit in Anspruch, aus meiner Sicht, gut investierte Zeit. Auch wenn man danach nicht mehr tun kann als über ein wenig mehr Wissen verfügen.

  42. Lisa sagt:

    @ aysha

    Hier hat niemand sowas geschrieben!

  43. Karl von Bruk sagt:

    Filo sagt 26.09.2012 um 12:06:

    ….nicht nur bei Milliarden-Weltreligionen, sonder auch bei Sekten und einer sich in Bibeltheokratien pseudomajestaetische Privilegien anmassenden Minireligion….

  44. hm sagt:

    @ Lisa
    Beim von Ihnen verlinkten Buch handelt es sich um eine Widergabe und Interpretation deutscher Verhältnisse.Es wird sich nichts finden lassen zur Tätigkeit von schweizerischen Friedensrichtern oder Vermittlern. Insofern werde ich weder Zeit noch Mühe investieren.
    Sollten übrigens “grössere Delikte” durch die private Schiedsgerichtsbarkeit betrofffen sein, bzw. “geregelt” werden, also Strafsachen und Antragsdelikte, dann wäre dies ja sicher klar widerrechtlich bzw. ja Sache der Staatsanwaltschaft. Sowas kann nicht delegiert oder ge-out-sourcet werden, schon klar, denn sonst wären wir ja wohl bald im Bereich der Schattenjustiz oder gar im Bereich eines mafiösen Faust- oder Femerechts.
    Wie gesagt: ich kann mir nicht vorstellen, dass deutsches Recht oder die deutsche Justiz dies anders sieht.

  45. hm sagt:

    einen schönen Abend noch

  46. hugostamm sagt:

    @aysha

    dass die Kommentare nicht mehr direkt aufgeschaltet werden, hat nichts mit dem Thema zu tun, sondern mit dem Abwehren von Spam-Kommentaren.

  47. Ghostwriter sagt:

    Wenn einer sich getraut den Islam, den Koran und die darin enthaltenen Dogmen sowie rebellierende Muslime zu kritisieren, so wird dieser Mensch als Islamhasser oder als islamophober Ungläubiger tituliert. Die Beispiele in diesem Blog sind unzählig.

    Aber die Muslime haben erkannt, dass sie mit dieser Masche Erfolg haben und die westlichen Länder damit gängeln können und zu Eingeständnisse und Entschuldigungen zwingen können.

    Noch eine vielleicht nicht unwesentliche Beobachtung : Ihr erinnert Euch sicher, dass im Vorfeld der Minarett-Abstimmung von Politikern bis zu christlichen Kirchenvertretern gewarnt wurde, dass es Unruhen geben wird in der muslimischen Welt und wir Ziel von Terroranschlägen werden könnten. Und wisst Ihr, wieso all dies nicht eingetreten ist. Die Muslime waren so konsterniert über den Mut der Schweizer Stimmbürger, die sich getraut haben, ihnen die Stirn zu bieten, und nicht wie die anderen westlichen Länder sich für Karikaturen, geschmacklose Filme, etc sofort entschuldigt haben. Wenn der Westen ständig einknickt gegenüber dem muslimischen Mob, dann zeigen sie natürlich keinen Respekt mehr gegenüber diesen Regierungen und fackeln deren Flaggen und Botschaften ab, im Bewusstsein, dass es keine Konsequenzen hat.

  48. Lisa sagt:

    @ hm

    Darum habe ich die Version zum drinn blättern verlinkt, das wäre das eine und das andere ist, dass durchaus auch so schon ersichtlich ist, dass es sich nicht darum handelt Kleinigkeiten zu regeln. Darum gehe ich – und auch der Autor – von Rechtssprechung aus in die Rechtsvertreter des Islam u.U. einbzogen werden. Dabei kommt es auf ihre Seriosität und auf ihre Anerkennung an, also ob sie überhaupt etwas bewirken können. Islamisches Recht weicht massgeblich von unserem ab. Wenn ihm zunächst der Vorzug gegeben wird wäre das illegal. Dabei geht es nicht ums Verbieten von kulturinterner Mediation sondern darum, Straftaten zu vertuschen oder / und die Geschädigten durch eine Geldsumme zum Stillschweigen darüber zu verpflichten. Das ist in den Herkunftsländern eine Regelung die funktioniert hier kann sie nur den Umständen angepasst berücksichtigt werden, was man aber offensichtlich tut.
    In Europäischen Ländern tritt in erster Linie das geltende Recht des jeweiligen Landes in Kraft wobei es bisher einige Fälle (insgesamt wohl eher viele Fälle) gibt, bei denen Herkunft und Kultur von Opfer und Delinquenten in die Verhandlungen einbezogen wurden und werden. Natürlich schrieb ich nicht von Kleinigkeiten die im Gespräch geregelt werden können sondern von Vergehen grösseren Ausmasses. Details bitte ich Sie höflich selbst nachzulesen.
    Dass jenes Buch aus deutscher Sicht geschrieben ist scheint mir eigentlich klar gewesen zu sein im Umfeld europäischer Länder.