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Mit Jenseitskontakt auf Mördersuche

Hugo Stamm am Montag den 18. Juni 2012
Jennifer Love Hewitt.

Die Hamburger Polizei befragte mithilfe eines Mediums gleich das Mordopfer selbst: Jennifer Love Hewitt (r.), Hauptdarstellerin der Serie «Ghost Whisperer», hört Stimmen aus dem Jenseits. (Bild: CBS)

Jahrelang tappte die deutsche Polizei bei der Aufklärung einer Mordserie an acht Türken und einem Griechen im Dunkeln. In ihrem Dilemma griff die Hamburger Polizei auf die Hilfe eines iranischen Geisterbeschwörers zurück, der sich Metaphysiker nennt, wie Polizeidokumente zeigen.

Der Iraner bot den Polizisten 2008 an, über ein geistiges Medium Jenseitskontakt mit dem 2001 ermordeten Türken Süleyman T. aufzunehmen und auf diesem Weg Informationen über dessen Mörder zu erhalten. Die Beamten gingen auf den Deal ein, wollten aber kein Honorar zahlen. Immerhin stellten sie ihm die Belohnung von 300’000 Euro in Aussicht, falls seine Hinweise zur Verhaftung der Täter führten. «Versuch macht klug, und verlieren können wir letztlich nichts», notierte ein Polizist, wie «Spiegel online» berichtet.

Über drei Monate präsentierte der Iraner seine übersinnlichen Ermittlungsergebnisse der Polizei. Er habe 15 Minuten lang geistigen Kontakt mit dem Ermordeten aufbauen können, sagte er. Der Mord sei nicht geplant gewesen, Drogen hätten ein Rolle gespielt, und Süleyman T. habe Kontakt mit einer Rockerbande gehabt. Sogar Namen lieferte der Iraner. Ein Bandenmitglied heisse Amin oder Armin, ein anderes Mustafa. Der «Metaphysiker» präsentiert auch ein Signalement des Täters. Dunkler Teint, braune Augen, schwarze Haare. Der Mörder sei sehr jung, vermutlich ein Türke. Die Angaben schienen den Polizisten plausibel, sie glichen die Angaben mit ihrem Informationssystem ab.

Seit der kürzlichen Verhaftung der Mörder aus dem Umfeld des «Nationalsozialistischen Untergrunds» ist klar, dass der Iraner eine kapitale Fehlprognose lieferte und die Hamburger Polizei sich mit ihren Voodoo-Methoden grandios blamierte. Der Spur in die rechtsextreme Szene sei die Polizei nicht nachgegangen, ärgert sich der zuständige Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy, dafür habe sie sich auf Angaben eines Geisterbeschwörers gestützt.

Soweit die absurde Geschichte. Sie ist ein Beispiel, wie leichtgläubig viele Menschen sind, sogar hochrangige Polizisten. Bei Vorträgen oder bei der Aufklärungsarbeit höre ich immer wieder den Spruch: Es ist unglaublich, wie doof manche Leute sind. Und rasch schieben diese Personen nach: Mir könnte so etwas nie passieren, ich würde mich nicht erwischen lassen.

Die Erfahrungen zeigen aber ein anderes Bild. Viele Menschen sind erstaunlich leicht beeinflussbar. Wer hat nicht schon Dinge gekauft, die er nicht brauchen konnte, nur weil der Verkäufer oder «Hausierer» mit seinem Mundwerk uns geschickt beeinflusste und ein Bedürfnis weckte, das in Wirklichkeit gar nicht existierte?

Viele Glaubensgemeinschaften und Sekten sind wahre Meister in dieser windigen Disziplin. Ihre Missionsbestrebungen zielen darauf ab, uns einzulullen, zu verwirren, unser Koordinatennetz auszuradieren, so dass wir in unserer Verunsicherung Dinge und Glaubensinhalte akzeptieren, die wir in einer ruhigen Minute nicht annehmen würden.

Tatsächlich macht Aberglaube vor kaum etwas oder jemandem Halt. Nur wenn wir uns bewusst sind, wie leicht die meisten verführbar und beeinflussbar sind, können wir Abwehrstrategien zum Voraus entwickeln, um die Missionstechnik rasch zu erkennen und reflexartig abzuwehren. Wer vorbereitet ist und die Gefahren intuitiv erkennt, kann die Vereinnahmungsversuche am besten durchschauen und sich rechtzeitig wappnen.

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456 Kommentare zu “Mit Jenseitskontakt auf Mördersuche”

  1. Lisa sagt:

    @ jedermann hier

    DAS POSTING VOM 28.6.2012, 15.57 IST EIN FAKE, SO ETWAS WÜRDE ICH NIE SCHREIBEN.

  2. Rabbi Jussuf sagt:

    Lisa
    “DAS POSTING VOM 28.6.2012, 15.57 IST EIN FAKE, SO ETWAS WÜRDE ICH NIE SCHREIBEN.”
    Das war klar. Nicht Ihr Stil. (Von mir war’s auch nicht, nicht mein Stil.)

    Dafür schreiben Sie anderes Zeugs, das nicht stubenrein ist.

    Immerhin wissen Sie jetzt, wie das so ist, wenn man jemandem etwas unterstellt – so wie Sie das bei mir gemacht haben.

  3. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Ich verbitte mir inskünftig Ihren schnoddrigen Ton mir gegenüber.

    @ wen’s interessiert

    Ich habe was gefunden, das als Kurzfassung dienen kann zu dem, was ich mit den 12 Stämmen gemeint habe:

    “Exodus 17
    Und bringe an ihr einen Besatz von Steinen in vier Reihen an: eine mit Karneol, Chrysolith und Malachit, die erste Reihe;
    18
    die zweite Reihe mit Jade, Lapislazuli und Jaspis;
    19
    die dritte Reihe mit Feuerstein, Achat und Amethyst;
    20
    und die vierte Reihe mit Topas, Smaragd und Chalzedon. In Golg sollen sie gefasst sein, wenn man sie anbringt.
    21
    Die Steine sollen auf die Namen der Söhne Israels laufen, zwölf an der Zahl, auf ihre Namen. Siegelgravierungen, jede auf einen der Namen lautend, sollen es sein für zwölf Stämme. …….”

  4. Rabbi Jussuf sagt:

    Lisa
    Wie wär’s jetzt mit einer Entschuldigung?

  5. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Meine Haltung gegenüber Ihnen ist die, wie ich Sie beschrieben habe. Ich wiederhole mich nicht.

  6. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Fakes waren eine zeitlang fast Standard und ich habe mich immer in gleicher Weise bemerkbar gemacht.

  7. Rabbi Jussuf sagt:

    Ach Lisa
    Wieder eine Antwort auf eine Frage, die nicht gestellt wurde.
    Es ging wenn schon um die Frage, ob sich heutige Juden mit den 12 Stämmen identifizieren würden und wenn ja, mit welchen 12 Stämmen. Es gibt nämlich verschiedene 12 Stämme. So komisch das jetzt tönt.

    Entschuldigung oder Beleg für Ihre Verleumdung?

  8. Ex-Brüderfrau sagt:

    noch ein Nachtrag

    Romney….kein Christ? = Beispiel für menschenfeindliche Ideologien

    am Beispiel des Nachbarschaftsverhaltens von wiedergeborenen Freikirchlern scheint mir, dass sie ihre eigenen “christlichen” Prinzipien verraten. So verhalten sich keine entspannten, großherzigen, gütigen “Erlösten”. So verhalten sich ängstliche, verbissene, missgünstige, kleingeistige, penetrante Nörgler.

    Es ist eben das hierzulande typische Gruppenverhalten. Die “Eigenen”.

    @ Luana
    habe schon mehrmals berücksichtigt haben wollen, dass Sie und ich in zwei verschiedenen “Sicherungssystemen” leben. (Und meine dänischen Nachbarn in noch wiederum anderen)
    So können SIe die Schweizer Verhältnisse kaum 1:1 mit den unseren vergleichen. Ein Prof. verdient in CH >14.000Euro. Hier die Hälfte.

    was ich Luana geschrieben habe, war schon mein Stil…es ist ein TEIL, eine Rolle, eine Montage, den/die ich mir im Falle von wiederholter oder ungerechtfertigter Provokationen angelegt habe. Das Internet hat vieles offen gelegt, was man mit früherer Information sicher umgangenhätte. Und ich bin noch immer – für diesen geringen und kaum noch bedeutenden Teil – involviert. Während ich im RL überhaupt nichts mehr mit Freikirchlern zu tun habe und auch kaum diese Gesellschaft suchte.

    Aber es ist eben zunehmend schwerer (Gruppen!!) nach einem fehlenden Unterbau wieder seinen Bekanntenkreis aufzufrischen, da viele der jetzt so frei laufenden Menschen offenbar allgemein immer unverträglicher, brüchiger, unzuverlässiger, wählerischer, unkompatibler, sektiererischer, polarisierter, gehässiger und sonstwas werden.

    Frage mich gerade, wie “teamfähig” ich selbst eigentlich noch bin? Las gestern in Zeit über die neuen Chefs und die alte Garde (Schrempp, Ackermann…) Was wird da ideologisch gerade wieder versucht und reingedrückt? In den Studenten-und Lerngruppen zählen offenbar nur noch Gemeinschaftsarbeiten. Die Leistung des Einzelnen ist nicht mehr erkennbar. Und faule Säue können sich prima durchmogeln…Während das Ergebnis von denen, die bereit sind, etwas zu geben, noch in den Schlamm runter gezogen wird durch mannigfaltige Verhinderungen.

  9. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Prophetische Segensworte für Jakobs Söhne

    → 5Mo 33
    49
    1 Und Jakob rief seine Söhne zu sich und sprach: Kommt zusammen, damit ich euch verkünde, was euch in künftigen Tagen begegnen wird! 2 Versammelt euch und horcht auf, ihr Söhne Jakobs, hört auf Israel, euren Vater!
    3 Ruben: du bist mein erstgeborener Sohn, meine Kraft und der Erstling meiner Stärke, von hervorragender Würde und vorzüglicher Kraft. 4 Du warst wie brodelndes Wasser,[1] du sollst nicht den Vorzug haben! Denn du bist auf das Bett deines Vaters gestiegen, du hast es dort entweiht; er stieg auf mein Lager!
    5 Simeon und Levi sind Brüder, Waffen der Gewalt sind ihre Schwerter! 6 Meine Seele komme nicht in ihren geheimen Rat, und meine Ehre[2] vereine sich nicht mit ihrer Versammlung! Denn sie haben Männer gemordet in ihrem Zorn und Stiere verstümmelt in ihrer Willkür. 7 Verflucht sei ihr Zorn, weil er so heftig, und ihr Grimm, weil er so hart ist! Ich will sie verteilen unter Jakob und zerstreuen unter Israel.
    8 Dich, Juda, werden deine Brüder preisen[3]! Deine Hand wird auf dem Nacken deiner Feinde sein; vor dir werden sich die Söhne deines Vaters beugen. 9 Juda ist ein junger Löwe; mit Beute beladen steigst du, mein Sohn, empor! Er hat sich gekauert und gelagert wie ein Löwe, wie eine Löwin; wer darf ihn aufwecken? 10 Es wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der Schilo[4] kommt, und ihm werden die Völker gehorsam sein.[5] 11 Er wird sein Füllen an den Weinstock binden und das Junge seiner Eselin an die Edelrebe; er wird sein Kleid im Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut; 12 seine Augen sind dunkler als Wein und seine Zähne weißer als Milch.
    13 Sebulon wird an der Küste des Meeres wohnen, am Anlegeplatz der Schiffe, und er lehnt sich an Zidon an.
    14 Issaschar ist ein knochiger Esel, der zwischen den Hürden[6] liegt; 15 und weil er sieht, daß die Ruhe gut und das Land lieblich ist, so neigt er seine Schultern zum Tragen und wird ein fronpflichtiger Knecht.
    16 Dan wird sein Volk richten als einer der Stämme Israels. 17 Dan wird eine Schlange am Weg sein, eine Otter auf dem Pfad, die das Roß in die Fersen beißt, so daß der Reiter rückwärts stürzt. 18 – O Herr, ich warte auf dein Heil!
    19 Den Gad drängt eine Schar; aber er drängt sie zurück.
    20 Von Asser: Fettes ist sein Brot; und er gibt königliche Leckerbissen.
    21 Naphtali ist eine losgelassene Hirschkuh; er kann schöne Worte machen.
    22 Joseph ist ein junger Fruchtbaum, ein junger Fruchtbaum an der Quelle; seine Zweige klettern über die Mauer hinaus. 23 Zwar reizen ihn die Bogenschützen und beschießen und bekämpfen ihn; 24 aber sein Bogen bleibt unerschütterlich, und gelenkig sind die Arme seiner Hände, von den Händen des Mächtigen Jakobs, von dort her, wo der Hirte, der Fels Israels, ist; 25 von dem Gott deines Vaters – er wird dir beistehen; von dem Allmächtigen – er wird dich segnen mit Segnungen vom Himmel herab, mit Segnungen der Tiefe, die unten liegt, mit Segnungen der Brüste und des Mutterschoßes! 26 Die Segnungen deines Vaters übertreffen die Segnungen meiner Voreltern, sie reichen bis an die Köstlichkeit der ewigen Hügel. Sie sollen auf das Haupt Josephs kommen, auf den Scheitel des Geweihten[7] unter seinen Brüdern!
    27 Benjamin ist ein reißender Wolf; am Morgen verzehrt er Raub, und bis zum Abend verteilt er Beute.
    28 Diese alle sind die zwölf Stämme Israels; und das ist es, was ihr Vater zu ihnen geredet und womit er sie gesegnet hat; und zwar segnete er jeden mit einem besonderen Segen.
    Jakobs Tod
    29 Und er gebot ihnen und sprach zu ihnen: Ich werde zu meinem Volk versammelt werden; begrabt mich bei meinen Vätern in der Höhle auf dem Acker Ephrons, des Hetiters, 30 in der Höhle auf dem Acker Machpelah, Mamre gegenüber, im Land Kanaan, wo Abraham den Acker als Erbbegräbnis gekauft hat von Ephron, dem Hetiter. 31 Dort hat man Abraham und seine Frau Sarah begraben, dort hat man Isaak begraben und seine Frau Rebekka, und dort habe ich auch Lea begraben; 32 der Acker und seine Höhle wurde den Hetitern abgekauft.
    33 Als aber Jakob seine Befehle an seine Söhne vollendet hatte, zog er seine Füße aufs Bett zurück, verschied und wurde zu seinem Volk versammelt.

    Bitte nachlesen: unter 28

    Diese alle sind die zwölf Stämme Israels; und das ist es, was ihr Vater zu ihnen geredet und womit er sie gesegnet hat; und zwar segnete er jeden mit einem besonderen Segen.

  10. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Quelle: Altes Testament, 1. Buch Moses, Kapitel 29.

    Zu mehr reichts im Moment nicht.

  11. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Haben Sie Thomas Mann “Josef und seine Brüder” auch gelesen. Wenn nicht, empfehle ich Ihnen das nachzuholen.

  12. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Zur Quelle noch ergänzend und wichtig: DIE BIBEL

  13. Rabbi Jussuf sagt:

    Lisa
    das war NICHT die Frage.
    Sie haben behauptet, dass sich die Juden nach den 12 Stämmen identifizieren würden.
    Das habe ich abgelehnt (weil es nicht stimmt).

    Wenn Sie schon etwas antworten wollen, dann bitte nicht irgendeine Bibelstelle. Daraus geht nicht hervor, ob sich heutige Juden überhaupt darauf berufen.
    Sie hätten genausogut ein Kochrezept einstellen können.

    Das war mal wieder eine typisch lisaeske Antwort auf Fragen, die nie gestellt wurden.

    Wo bleibt die Entschuldigung?
    Danach können Sie ja weiter fortfahren mit Unterstellungen.

  14. Steinlaus sagt:

    @ Ex-Brüderfrau

    Seien Sie sich bewusst, dass ich Ihre Beiträge lese. Ohne dass es mir möglich wäre, wirklich darauf einzugehen.

    Und dennoch möchte ich mich wieder einmal melden – in der Hoffnung, Ihnen so viel wie möglich von meiner Kraft und meiner ungebrochenen Lebenslust abzugeben.

    Mir fällt auf, dass Sie sich sehr stark über Ihre Erfahrungen in der Brüdergemeinde definieren. Verständlich! Dennoch sehe ich viel anderes in Ihnen, liebe b. Bitte vergessen Sie nicht all das Ungebrochene! Ich sehe eine engagierte Frau voller Leben. Aber ich erlebe auch ein Mensch im zähen Widerstand. Und aus eigener Erfahrung weiss ich, wieviel Kraft dieser Widerstand kostet.

    Sehen Sie, von den äusseren Umständen her schöpfe ich – wie Sie – nicht aus dem Vollen. Finanziell bewege ich mich trotz meines Knochenjobs am Rande des Abgrundes. Ich koche mit Gas und kämpfe mit Schimmel in einer sanierungsbedürftigen Altbauwohnung. Mit dem Lärm der Mazedonier von oben und den Gerüchen der Vietnamesen von unten muss ich Tag für Tag leben.

    Vogel friss oder stirb. Aber ich denke nicht im Traum daran, zu sterben! So breitet der Vogel unerschütterlich seine Flügel aus und fliegt dem Leben und immer neuen Weiten entgegen…

    Eine von vielen möglichen Überlebensstrategien. Eine, die sich für mich bewährt, mich trägt, mich für des Lebens Herausforderungen stark macht. Es muss nicht die Ihre sein, liebe b, keinesfalls. Dennoch hoffe ich, Ihnen ein wenig Mut zu machen und Ihnen damit wenigstens ein Fünklein von meinem Lebenslicht abgeben zu können.

    Der bei Ihnen festgestellte Widerstand ist mir nicht fremd, keineswegs. Vor einiger Zeit begann er wieder einmal an mir zu nagen. Ich hatte unbestritten schwere Zeiten. Dann aber, vor etwa 3 Monaten, kam der Tag, an welchem neben vielen anderen Problemen das Leben meiner Tochter an einem seidenen Faden hing und sie mir fast verlorenging. Aber sie lebt! in ihrer ganzen Kraft! Einmal mehr war da wieder dieses starke Gefühl der Relativität und die ermutigende Einsicht, dass alles davon abhängt, wie man die Dinge betrachtet und viel weniger davon, wie die äusserne Umstände sich uns zeigen – wie klein und unbedeutend erschienen mir in diesem Moment all die Probleme, die mich kurze Zeit davor noch zu überwältigen drohten!

    Trotz anhaltender, fast unlösbarer Herausforderungen machte sich Frieden breit in meinem Innern. Ein Frieden, der mich mit allem, was war und ist, versöhnte. Ohne, dass sich äusserlich viel geändert hätte. Es war eine Art geistige Neuausrichtung, die eine neue Weite, eine bedingungslose Akzeptanz und unglaubliche Kräfte mobilisierten. Dies, obwohl ich gegen den Rest der Welt mit einer grossen Verantwortung fast alleine dastand.

    Was ich damit sagen möchte: In unserem Mensch-Sein liegen ungeahnte Möglichkeiten, die entgegen jeder Unmögilchkeit und in völliger Unabhängigkeit von den äusseren Umständen aus der Tiefe des Seins heraus sich uns als tagtäglich Chance anbieten. Wie heisst es so schön: Carpe diem!

    Oh, wie wünschte ich mir für Sie, dass Sie aus dem Gefängnis einer unbestritten schweren Vergangenheit ausbrechen und in eine neue Leichtigkeit eintreten könnten! Wie sehr ersehne ich den Tag, an dem Ihre lebenshungrige Seele das volle Leben im Jetzt auskosten und trotz mickriger Finanzlage im Reichtum des Seins baden und sich erfrischen möge!

    Namaste – Ihre Steinlaus, welche das Zappeln im irdischen Netz…ähm…Dasein als bewegenden, leidenschaftlichen Tanz mit dem Sein und als Reifen, hin zu einem noch farbenfroheren Blühen, begreift

    Mit herzlichem Gruss auch an alle anderen und gute Nacht!

  15. . sagt:

    Liebe Steinlaus,

    Guten Morgen, Steinlaus :- )

    von meiner Tochter, die selber nun (im fortgeschrittenen Alter) einen therapeutischen Beruf ergreift (nach Abbruch der ersten Ausbildung), den sie über Umwege zunächst erlangen wollte und nun (über Finanzierung) eine Abkürzung gefunden hat, habe ich vernommen,

    dass nicht jeder Mensch in gleicher Weise mit Chancen umgehen kann.

    Sie sagt von sich…ja sicher, ich hatte immer wieder Chancen..aber trotzdem eiere ich seit über acht Jahren herum und fand keinen Boden mehr unter den Füssen (das ist jene, die mit 12 aus ihrem “Honigtopf” (Freundinnen, “Heimat”, Superschule, Garten, Haus) heraus gerissen worden ist und in der “Weltstadt” im Lichtermeer am ersten Abend nur auf die Straße kotzen konnte, es nicht realisiert hatte, DASS ETWAS VORBEI WAR…von da an Abbrüche, fast Messiezeiten, Suizidversuch, Schwänzen, Eßstörungen. Geschichten z.B. von Russen, die hierher kamen, mit 12 noch nicht die Sprache beherrschten und ein Superabi hinlegten, neben Studium sich selbst Auto und Co verdienten und noch ein Kind durchbringen, beeindrucken sie überhaupt nicht. Sie hat inzwischen in Psychiatrien und Behinderten-und “Loser”-Territorien vile Einblicke, wie es mit unterschiedlichen Menschen da so unterschiedlich “tickt”….und dass es keine Rezepte gibt.

    Die anderen, älteren Geschwister “haken” ebenfalls an einer bestimmten BRUCHSTELLE, haben aber Möglichkeiten gefunden, dies besser zu verdrängen, bewältigen. Aber auch ihre “Platten” haben einen Sprung. Und erst allmählich werfen sie einen Blick darauf und sehen “Probleme” im familiensystemeischen Zusammenhang, finden vermutlich wegen des SCHMERZES erst viel später ein Interesse sich mit Famlien”geheimnissen” und ihrer Ahnengeschichte zu befassen. Vor allem aber, welche ZENTRALE ROLLE jenes Zwangsreligionssystem doch immerhin spielen konnte, mit dem sie kaum noch Berührung hatten. (Wenn man so vergleicht, dass 24Jahres alte Diplompsychologen da bereits ihre Arbeit machen…wovon ich persönlich nichts halten) Ich selber war dort unter den Verhältnissen einsam und abgeschnitten. Und habe das Beste und meine Kraft ausschliesslich für das Wohl der Kinder rausgeholt. EIN UNERMÜDLICHER K R A F T A K T!!
    Ja, nur selten bringt mal jemand zur SPRACHE, wie Gerhard Sennlaub, welche Auswirkungen die Statuten von Religionsgemeinschaften generieren und hinterlassen. (Wer sich nicht taufen lässt, kommt nicht in den Himmel. Wer sich nicht beschneiden lässt, kommt nicht in den Himmel.) Ja, na klar, könnte ich nun meinen provokativen und polemisierenden “Teil” aussenden und hier im Blog (eher im neuen) ein “Gedicht” schalten:
    Himmel
    Schimmel
    Fimmel
    _immel

    Aber vielleicht sind SIE eine der Ausnahmen, die darüber hinweg lesen und wahrnehmen, dass ich “nicht so bin” :- )

    Nein, ich habe meine volle Kraft nicht zur Vefügung. Nicht mein lang verschollenes Lebensgefühl. (Ich musste mich auch einst – das waren schon die 60er Jahre – über das alte Chargensystem von bundesrepublikanischem Ständedenken hinweg setzen und kam erst über den ZWEITEN BW an meine Ziele. Trotzdem gab es mehr Wohlwollen und man konnte trotz allem “was aus sich machen”)
    Bei dem Jüngsten und Schwächsten hakt die Platte nun allerdings ganz besonders. Und da stoßen alle Bweteiligten an Grenzen und an OHNMACHT. (Da ist kein Wohlwollen der kosmischen Wirkkräfte und Güte zu verzeichnen, wenn Sie es mal so interpretieren) Da ist auch kein einsichtiges Herangehen von Fachkräften, von Ausgebildeten, die auf der Schiene des neoliberalen Zeitalters gleich hirnmitgekürzt scheinen und nur den Normen entsprechend verkürzt denken können, ihre Schablonen anwenden können. Was sich “Inklusion “nennt, will nur messbare Maßstäbe anlegen und in Münze umsetzen. Ein Proband muss eben FUNKTIONIEREN können, sonst ist er nicht gesellschaftsfähig.
    Ein Kind noch, anfang 20, was unbestritten viele Fähigkeiten hatte (und hätte) aber unter diesen Umständen keine entsprechende Förderung und Hilfe bekommt. (Man kann auch nicht das ganze Familiensystem wieder durch die Republik schicken und umverpflanzen…Die Schweiz passt ein paar Mal in dieses Land. Das sind eben Dimensionen, die erst mal lebenspraktisch bewältigt werden müssen) Ich war immer sehr nordlichtbezogen, heimatverbunden. Das ist weggebrochen ohne Ersatz. Eine Position, von der man “operieren” musste. Mein “Neid” oder Blick richtete sich auf jene, die OHNE Jesussystem, ein verbundenes, viel bezogeners und im Umfeld VERWURZELTERES Leben leben konnten. DAS hat mir jene BRÜDERGEMEINDE und SIPPE für die wesentlichen Jahre wegmissioniert und genommen und auch darüber hinaus. Auch heute ist da keine Anbindung mehr. Deshalb suche ich auch nicht mehr sowas wie “Heimat”…Im “Himmel” habe ich sie jedenfalls nicht.

    Ja, “Lebensgefühl” war früher Mitschwingen mit Freundinnen, Studenten, Kollegen, Verwandtschaft…(Ev. Kirche spielte für mich zu der Zeit keine Rolle) Einfach IM FLUSS SEIN.
    Gemeinde machte dann einen SCHNITT. Später, in den Familienjahren, kam nur ganz selten noch eine neue (aussergemeindliche) Freundin, eine Auffrischung hinzu… und ging auch wieder…Tod, Auswanderung….( In der Gemeinde hatte man keine Freunde! Das waren eben die GESCHWISTER. Hätten sie sein sollen….Und draußen schon gar nicht)

    Ja, ich bin mir bewusst, dass ich einige, die meisten? , langweile. aber das nehme ich doch teflonmäßig in Kauf! Jede Predigt ist Wiederholung. Forum IST Wiederholung. Niemand ist gezwungen, zu lesen. Meine Absicht ist es nicht, hier die persönlichen Bloganimositäten zu befeuern. Luana , die selbst gern Leute, die ihr nicht passen, attackiert und aus dem Blog ekeln würde, wird es nicht unterscheiden, was ich als meine Intention ansehe. Erstaunlicherweise haben mich christliche “Instanzen” sogar ermuntert. Sicher gefeit, wann man instrumentalisiert ist.
    So ein LEIT-ARTIKEL wie vom ERF (Professor Reimer) über die Rolle der Frau animiert mich halt. Waren gestern noch die Leithammel auf anderem Kurs und haben die Gehirnwäsche von Evas und und Gold-Maria massiv betrieben, so weichen sie heute gekonnt mit den gleichen Bibelsprüchen davon ab und das Schäflein ist nur ein gutes Schäflein, wenn es 180° umgedreht gehorcht. Ein Heer von Unternehmensberatern und Wohlstandstheologen hat zudem die Szene überzogen.

    So ein “Gefängnis” erhält plötzlich noch zusätzliche Dimensionen und Verstärkung. Und ich spüre nun auch (auch durch die Statikgeschichten, Op’s und Folgen) dass JEDES JAHR ZÄHLT. Eben och ein Tausendsassa, und schon fragt man sich: wo sind die letzten zehn, fünf, ja drei Jahre hin? Steinlaus, mit 48 sieht das Leben noch anders aus 🙂
    Mit 48 war ich noch voll im Betrieb und am Funktionieren ohne darüber nachzudenken, was mit 60 wird…

    Ja,( zum dritten Mal), ich bin heute “gezeichnet” :- (
    Gezeichnet, weil isoliert und abgesondert. Isoliert nicht freiwillig. Hat überwiegend strukturelle Gründe…Umgeben von nicht freiwilig Isolierten. wenn man sie denn gewahr nimmt…die vielen,die “out” sind (dabei haben wie wahren Mafiosi immer ihre Gemeinschaft, ihr Rudel)

    Ich würde – ganz sicher nicht – einen Schritt zur Bekehrungsumpolung tun, nur um einen Zustand der “Zugehörigkeit” zu erlangen.
    Bin mal mehr, mal weniger an meiner (kindlichen) Schöpferkraft dran. Aus Einsamkeit habe ich als Kind das Malen und Zeichnen begonnen. Meine Kontaktfreudigkeit war die Beweglichkeit (die Überbeweglichkeit..sich zu den uralten Erwachsenen zu strecken oder zu beugen und biegen…) Ich wundere mich, wie Leute urplötzlich im Alter loslegen können und z.B. noch 30 Jahre kreativ sind…
    Mühlsteine, aber manchmal lassen sie sich wegräumen…das ist dann wieder so ein flow….
    aber dessen ist man nicht Dauerpächter…nicht mit diesen problematischen Familienfesseln. Da will man Hüh und hat diesen immensen Widerstand innerhalb des Systemes…
    So eine “geistige Neuausrichtung” bekommt immer wieder in die (sorry) Fresse!
    Steinlaus,aber ich versuch mein Bestes. Das Bilanzieren nicht aus den Augen verlierend.

    Es ist unbestritten bewundernswert, wie Sie sich nicht unterkriegen lassen..

    (Was jetzt hinzu kommt, ist das politische Chaos. Hier werden POTENTIALE verschleudert! Menschliche Kraft und Potentiale….)

    Nehmen Sie es nicht so tragisch, wenn ich hier schreibe. Ich habe mir diese Rolle an Land gezogen UND VIELE FEINDE GEMACHT. Aber ich bin auch immer wieder auf dem Sprung hinaus, weil sie erfüllt ist. Erfüllt der Ausstieg, abgeschlossen das Sektenthema. Ausgestiegener geht nicht. Dass dieses Zweit-Thema – Rolle als Mutter/ Hausfrau? Erwerbstätige? vergesellschaftete Kinderbetreuung? – nun die gesellschaftliche Debatte erreicht und sich dort in die Länge zieht (weil Geizkragendeutschland und jahrzehntelange Unterbewertung des “Familiengedöns”) und nun bumeranghaft auf die Evangelikalenebene zurück trifft, ist “Schicksal” :- ), hat mich verlängert heraus gefordert.

    Oh nein, jenem pietistisch-calvinistisch-darbystisch…was auch immer….IST NICHT ZU TRAUEN!

    Sie wissen, was ich Ihnen wünsche!
    (davon abgesehen, geht es mir materiell “luxus”!)

    Mögen die Glaubenskonsense einmal dafür sensibel werden, was sie Menschen auferlegen…

    diese aufgefahrene Schlacht im TV, diese Wiederholungen von Kursen und Rezepten, von Seligungen und Heiligungen, Heilungen und von Prophezeiungen, ja von Überbraten und Hypes…. und Events mit der Peitsche….wiederlich für sich genug!

    nicht meins

  16. . sagt:

    ok, ich gebe zu, schwer verständlich…
    auch wegen orthografischer Fehler
    keine Zeit für Überarbeitung
    hoffe, ein wenig des “Geistes” und Sinnes kommt trotzdem rüber

  17. EX-Brüderfrau sagt:

    Nachtrag at Steinlaus

    Die einheitlich-fundamentalistische Argumentationsschiene war doch: “Du hast doch die Liebe deiner Kinder! “…Was brauchst du Karriere, Anerkennung, Lohn, Lob, Ruhm, Außenwirkung, Macht, Teilhabe, Selbstverwirklichung….?

    Sie waren die Ersten, die (doppelzüngig-moralisch) ihre Chancen nutzten und sich einen Kehricht um ihre Worthülsen von gestern scherten


    Naja….die Liebe meiner Kinder….? Hoffen wir’s

    aber

    kein Mensch kann OHNE ANERKENNUNG leben. Oder?

  18. ff sagt:

    (Steinlaus)

    meine Kinder befanden sich allesamt an der Grenze, sind dem Tod mehrmals von der Schippe gesprungen..ich denke nicht, dass das (mit dem Motorrad am Baum kleben oder paradoxe Narkoseverhalten, versehentliches Tablettenschlucken, die vielen anderen hypothetischen Mlöglichkeiten) zu den Alltäglichkeiten einer ” normaler” Klein-Familien gehört. Da ich aber seinerzeit prozeßorientiert psychologisch mitseminart habe, habe ich ein wenig darüber hinaus gerochen.
    Als verwaiste Eltern/Mutter würde ich nun nicht mich daraus getrieben sehen, etwa in der Hospizbewegung mitzumischen, z.B. Sterbebegleitung anzubieten. Ich KÖNNTE es nicht. Wahrscheinlich müsste ich mich vor meinem eigenen Altruismus selber schützen, vor dem Strahl die Welt retten zu wollen. Das kann man nur mit eigener Härte verhindern. Ich fühle mich auch nciht gedrängt, der Welt nun etwas “zurück geben zu sollen/wollen”. Nicht weil ich meinen eigenen versagten Ausgleich erwartete…Die Welt leidet weit größere Not wahrlich genug.
    Aber vielleicht kommt ja noch der Moment der “richtigen” Zuordnung :- ) ?

    Die Begegnungen der Jetztzeit haben neuere “Qualitäten”..(Qualitäten von Reiseweltmeistern z.B.) und sind meistens Eintagsfliegen..

  19. . sagt:

    In der Tat, liebe Steinlaus, gibt mir Ihre Gegenwart doch positiven Rückhalt und Relativierung….
    und beim zweiten Mal Lesen geht es in die tieferen Schichten.
    Allemal ein herzliches Danke für die Einlassung.

  20. Steinlaus sagt:

    @ b

    hoffe, ein wenig des “Geistes” und Sinnes kommt trotzdem rüber

    Es kommt eine ganze Menge rüber – keine Sorge! Ich danke Ihnen! Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde, es war ein langer Arbeitstag heute. Ein guter! 🙂

    Ihr Ringen und das jenige Ihrer Kinder geht unter die Haut. Wie Recht Sie doch haben, dass Sie immer wieder die Auswirkungen destruktiver Systemen hinweisen! So gesehen ist jede persönliche Geschichte auch eine kollektive. Erst wenn sie als eine solche bewusst wahr-genommen und gewürdigt wird, kann etwas bewegt werden. Das Leben eines jeden geht uns ALLE an, ist ein Puzzleteil in einem viel grösseren Ganzen. Einem Ganzen, dessen Balance eine labile und äusserst wichtige Sache ist. Einem Ganzen auch, dem wir unbestritten in grossen Teilen ausgeliefert sind. Oh ja, und dies vermag sehr wohl Ohnmacht zu hinterlassen.

    Ohnmacht. Ohne Macht. Und dennoch ist da eine entschiedene Weigerung in meinem Innersten, mich entmächtigen zu lassen. So liegt es in meiner Macht, der Ohnmacht nicht machtlos entgegenzutreten, sondern meinen Geist zu bevollmächtigen und mit machtvollen Schritten mein Schicksal selbstbestimmt mitzuformen. So niederträchtig mir das Leben auch begegnen mag (und das tut es ab und an).

    Meine Weigerung, mich der Ohnmacht hinzugeben, befähigt mich über weite Strecken dazu, loszulassen. Mich in einem gewissen Sinne von meinem Los zu lösen, mich von destruktiven Umständen los-zu-lösen. Sie verlieren damit nicht ihr Gewicht. Oh nein. Aber ich bin es, die sich trotz aller Schwere beflügelt darüber hinweghebt, sich einem Neuen zu-wendet. Und genau damit kann oft eine heilsame Wende eingeleitet werden. So auch kann “Versöhnung mit dem Schicksal” geschehen und Frieden einkehren.

    So erlebe ich es. Einfach so. Geschenkt. Zutiefst dankbar dafür. Und auch etwas beschämt, weil es mir in einer solch unverschämten Selbstverständlichkeit geschieht.

    Es ist so wahr, liebe b, was Ihre Tochter sagt: Es gibt keine Rezepte und nicht jeder Mensch kann in gleicher Weise mit Chancen umgehen. Ich fühle mit allen. Nichts macht mich glücklicher, als mein Geschenk mit anderen zu teilen, mich darin selbst ganz und gar zu verschenken. Bedingungslos.

    Sie sprechen auch den Schmerz an, ausgelöst durch die zentrale Rolle eines äusserst destruktiven Zwangsreligionssystems. Wurden einem die Flügel gestutzt, ist der Schmerz allgegenwärtig. So, als würde er sich undurchdringlich über ALLES legen und jeden Funken neuen Lebens im Keim ersticken und hinter dicken Nebelwänden verbergen. Und das macht einsam, entfremdet einem zusätzlich von der Welt und von einem selbst. Gefangen in einem Land ohne Brücken.

    Und doch, liebe b, höre ich durch alle Empörung, durch allen Widerstand, durch jeden Schmerz hindurch eine zärtliche Melodie, welche von einer Leidensfähigkeit erzählt, die Tag um Tag unerschütterlich neues Leben aus Ihnen heraus gebiert. Einem Lied gleich, das jedes Leid durchdringt. Oh ja, ich nehme sehr wohl WAHR, dass Sie “nicht so” sind! Seien Sie sich gewiss, dass ich Ihnen sehr verbunden bin. Tiefer, als Worte beschreiben könnten. Und im Wissen darum, dass ich mich Ihrer eigenen Erfahrung nur in kleinen Schritten annähern und mich davor verneigen (mich Ihnen zu-neigen) kann.

    Steinlaus, mit 48 sieht das Leben noch anders aus

    Aber natürlich! Wer weiss, wo ich mit 60 stehe! Nur: Mit 20 habe ich mich etwa dreimal so alt gefühlt wie jetzt mit bald 49. Da steckt eine solch leidenschaftliche Lebendigkeit in mir, liebe b, obwohl ich mich fast andauernd mit letzter Kraft irgendwie durch die Tage manövriere, dass ich dennoch und gerade erst recht davon träume, als gereifte Frau zu meiner eigentlichen Schönheit hin zu erblühen…(und träumen wird frau ja wohl noch dürfen, oder etwa nicht?)

    Ja,( zum dritten Mal), ich bin heute “gezeichnet” :-

    Unbestritten. Ich fühle mit Ihnen. Und ich stehe an Ihrer Seite, betrachte dieses Gezeichnet-Sein gleichermassen wie auch die tiefe Schönheit Ihrer Lebendigkeit, Ihres So-Seins. Ich reiche Ihnen meine Hand und tanze mit Ihnen den Tanz des Seins. Trotz aller Schwere leicht und froh, weil da neben allem anderen Ihre Ungebrochenheit durch alles hindurchstrahlt. Sie verleiht der Zeichnung, dem Gezeichnet-Sein, in aller Unvollkommenheit ein Stück Vollkommenheit. Und damit schliesst sich ein Kreis unseres Austausches: Wir sind beim Zeichnen und Malen angelangt, bei Ihrer kindlichen Schöpferkraft…

    Steinlaus,aber ich versuch mein Bestes

    Ich weiss. Ihr ungebrochener Kraftakt berührt mich. Seien Sie bitte gut zu sich! Ihr Bestes ist gut genug. Mehr als genug.

    Mögen die Glaubenskonsense einmal dafür sensibel werden, was sie Menschen auferlegen…

    Das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben. Wer das Kreuz im Genick trägt, geht gebückt und orientiert sich an den eigenen Schritten.

    Naja….die Liebe meiner Kinder….? Hoffen wir’s

    Bestimmt. Ich lieb(t)e meine Eltern sehr. Trotz und mit allem. Oder gerade wegen allem.

    kein Mensch kann OHNE ANERKENNUNG leben. Oder?

    Nein, keiner. Nun ja, eigentlich kann ich nur von mir sprechen: Ich kann es nicht. Am Schwersten ist es dann, wenn ich mir selber die Anerkennung vorenthalte. Ich arbeite daran… 😉

    Zu Ihrem 11:42: Absolut einverstanden!

    Zu Ihrem 13:55: Ich danke Ihnen sehr! Sie machen mich sehr reich. Ihr Geschenk weitet mein Herz.

  21. . sagt:

    Steinlaus,
    würde Ihnen gern noch viel mehr ‘schenken’! Und FREUDE machen! Auch ein Stück LAST abnehmen! …Oder eine Pause schenken.
    Ganz sicher!
    Und so bleibt ein Mitschwingen, ein Mitgefühl und eine Woge reiner-positiver Gedanken…und Anerkennung, was Sie zu sagen haben und zu sehen, was Sie immer wieder meistern

    während hohle “Wünsche” nichts wirk-lich be-wirken (wie übrigens die -meisten- ‘Gebete’ nicht)

    zu “Ohnmacht”:
    …gewiss fühle ich mich nur in einem bestimmten Sinne OHNE Macht…in einem anderen (und das ist meine Anwesenheit hier oder die Autarkie über Instrumentalisierungen zu schreiben und Fundamentalisten zu verurteilen und ihnen GEGEN ihren Willen eine Welle des Zorns? der Empörung, zumindest der RÜCKMELDUNG zurück zu leiten, da sie es persönlich niemals annehmen würden…diaglogverweigernd ) geradewegs nicht! Nein, 100% ohnmächtig bin ich keineswegs..

    ##| Und dennoch ist da eine entschiedene Weigerung in meinem Innersten, mich entmächtigen zu lassen. So liegt es in meiner Macht, der Ohnmacht nicht machtlos entgegenzutreten, sondern meinen Geist zu bevollmächtigen und mit machtvollen Schritten mein Schicksal selbstbestimmt mitzuformen. So niederträchtig mir das Leben auch begegnen mag (und das tut es ab und an).##

    Habe gestern nach “7 Wochen ohne”, eigentlich mehr 7 Wochen “mit” meine Gehstöcke und den Walker beiseite geräumt. Mir blieb gar nichts anderes übrig als nach 3 Tagen nach Gelenkversteifung voll zu belasten…(grandioser Operateur allerdings!!) als auf dem Fahrrad (mit “Gipsbein”) und den mit Klebeband auf dem Gepäckträger verzurrten Krücken die Erledigungen zu tätigen…
    VERSPROCHEN! ICH WERDE WIEDER TANZEN!! ENDLICH erstmalig im Leben einen Tenniskurs belegen und Joggen, dass die Schwarte kracht.

    Eine gleichalte Bekannte “macht nichts mehr”. Die große Erschöpfung. (die hatte ich bereits, in den schwersten Kinderjahren) Der Körper gebietet es. Eine Frage der “Macht”? 3 Jahrzehnte Schule und und…und jetzt heißt es: Schlafen, Ausruhen, keine äußeren Diktaturen und Termine mehr…KEINE Gesetze, KEINE Regeln…

    Womit hat man seine Energie “verplempert”?
    mit 49, da hatten wir gerade das B-Land gewechselt, unser nächstes Haus gebaut und nach Provisorien neu besiedelt. Ein paar Jahre verliefen sodann im Trott. Die Freitags-Aura-Migräne nach dem letzten wöchentlichen Therapietermin mit xy kam garantiert. Das in “Angst” erwartete “chaotische” Wochenende mit 4 weiteren Pubertierenden ebenso :- )
    Sukzessive zogen 80% aus….Dann folgte auch der letzte Rausschmiss: Mutter und Kind, Haus verkauft…
    Ich selber bin dann durch die Republik getourt. Hier und da mitgewohnt. Wohnungen gemietet. Hausstand eingelagert. Geld zum Fenster raus geschmissen, was sonst?…Habe einen festen Ort gesucht mit einem Dach für rückkehrende Kinder und gefunden. Und eben wieder eines – ein altes Haus – diesmal renoviert und bezogen.

    Die Heimat der Mutter ist nicht die Heimat der Kinder. Eine Erkenntnis…Aber die Kinder an den Ort ihrer Kindheit, ihrer “Heimat” zurück zu führen, war leider ein Ohnmachtthema. Und nun ist es, wie es ist. SO VIELE Umzüge (Teilumzüge, auch der Studentenkinder) wie wir insgesamt in den letzten 14 Jahren (und ich allein in den letzten 4 Jahren) hingelegt haben!!! Eben aus ursächlichen (*Sennlaub) S P A L T U N G S GRÜNDEN und Missionierungs-und Macht-Gezerre jener insistierenden Freikrichenüberstülpung.NICHT BEREIT, ZU INTEGRIEREN , ZU TOLERIEREN, ANDERES ANZUERKENNEN UND EIN MITEINANDER ZU LEBNEN. Es ging diesen elenden Brüdern nur darum, ihr eigens loszuwerden.
    Das bringt e i n m a l aus dem Tritt….und der Wurm ist drinnen. Wohl denen, denen das erspart bleibt und die ihre Wurzeln tief gründen können, die ortsverbunden sind, die Heimvorteile genießen, die in Verbundenheit altern, nicht dauernd die Kisten packen müssen und das Vitrmain B einstreichen! Und die verdiente ERNTE einfahren.

    Ein weiteres Muster wird sichtbar: dass frau eigentlich schon immer allein stand (mit den Entscheidungen, später mit der Erziehung…), sich überforderte und es offenbar immer noch tut? (allein z.B. einen Garten bestellen, den Nachbarn nur zu zweit beackern…Mein Garten = mein Fitness-Center? Das kann’s nicht sein…nicht dauerhaft
    Aber WUNDERBAR!!, dass sich die Natur doch noch durchsetzt, und es wächst und wächst….und wuchert.
    Im dieses Jahr nicht besiedelten Gewächshaus die sich selbst gesäten Tomaten…und die Zuluprinzen vom Vorjahr
    -haben sich einfach im Freiland ausgesät- :- ) Ich lass die Klee-Inseln für die VIELEN!!! Bienen stehen..Göttin sei Dank, es gibt noch Bienen)

    Anerkennnung ist biblisch ungleich verteilt, da Männer sich das Anerkennungsrecht gesichert haben. D E N Mann möchte ich mal sehen, der ohne FREMDE Anerkennung bereit ist, auszukommen!
    Und wie die Bibelprediger buhlten und suhlten…und sülzten!
    ( weder ein Gott noch die Gesellschaft sind bereit, weiblicher Fürsorge (bisher war Fürsorge weiblich) eine Anerkennung zukommen zu lassen, die über Jenseitsvertröstung hinaus geht…)

    Was bleibt uns anders übrig, als weiter zu machen?..seine Patientenverfügung und einen Friedwaldplatz zu bestellen?

  22. ff sagt:

    manche Nachkriegsväter (eine erst jetzt in den Fokus geratende Generation) – Söhne von Kriegsvätern also – waren eben überwiegend pragmatisch.
    Wurden zu Gefühlstechnokraten. Und manche Kollektive unterstützten darin, zu delegieren, abzuspalten…
    Ich finde, dass mit diesem Link mindestens so viel beschreiben wird (eine Seite), wie mit Norwood die andere
    http://www.derwesten.de/panorama/partnerschaften/wenn-menschen-ueberhaupt-keine-gefuehle-zeigen-koennen-id169485.html

  23. EX-Brüderfrau sagt:

    die Formel ist einfach: wenn man viele Leute kennt, ergeben sich viele Dinge;
    wenn man diesen Zustand erst wieder herstellen muß, ist es eine Frage der persönlichen Kraft und der materiellen Ressourchen, ob man sich diesen Stress noch zumuten kann

  24. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Als NAchtrag noch eine kleine Rückmeldung zu Ihrem Thema

    Wenn die zwölf Söhne Jakob die zwölf Stämme Israels waren, dann sind ihre Nachkommen das heute Volk der Juden.
    Dass das wichtig war bezeugt z.B. auch der Text aus Bibel, Exodus, den ich hier angetönt haben. Zur Bekleidung des Hohe Priesters gehörte eine Brusttasche für das Los mit jenen zwölf Steinen bestückt symbolisch für die Stämme die sich fortpflanzen und das Volk der Juden oder eben Israel sein werden.

  25. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Um der Verständlichkeit Willen Korrektur:

    “Wenn die zwölf Söhne Jakobs die zwölf Stämme Israels waren, dann sind ihre Nachkommen das heutige Volk der Juden……”

  26. Steinlaus sagt:

    @ b

    Oh, wie ich Ihnen nur danke!

    Zur Ohnmacht: Genau so, wie Sie es beschreiben, nehme ich es WAHR und verstehe ich Sie in Ihrer Motivation, hier zu schreiben.

    Zu gerne hätte ich gesehen, wie Sie mit dem Fahhrad unterwegs waren! Zu schön, wie Sie Ihre Beweglichkeit zurückerlangen! Ich freue mich mit Ihnen über jeden kleinen Schritt…

    Die Beschreibung Ihres turbulenten und oft auch ver-rückten Lebens erinnert so sehr an meines. Vielen Dank für all die wertvollen Einblicke, die mich oft gleichzeitig lachen und weinen lassen. Ihre Lebendigkeit ist umwerfend. Und Ihre Unbestechlichkeit und Integrität überwältigt und beglückt mich.

    Ach ja, und die Kinder – mögen die unsrigen nach vielen Hürden und Umwegen endlich ihren Weg (und ihr Glück) finden, bei sich selbst und im Leben ankommen. Mögen ihre Beine und das Leben sie tragen!

    Zu Ihrem 10:07: Sehr interessant! Erschreckend auch, dass jeder 10. davon betroffen sein soll – wundert mich allerdings überhaupt nicht. Und ja, die andere Seite wird über Norwood treffend abgedeckt.

    Zu Ihrem 14:21: Absolut einverstanden! Kein Zuckerschlecken, wenn frau darauf nicht zurückgreifen kann…

    Wohl denen, denen das erspart bleibt und die ihre Wurzeln tief gründen können, die ortsverbunden sind, die Heimvorteile genießen, die in Verbundenheit altern, nicht dauernd die Kisten packen müssen und das Vitrmain B einstreichen! Und die verdiente ERNTE einfahren.

    Zu denen gehören wir beide ganz bestimmt nicht. Manchmal bin ich müde, wünschte mir, ein wenig davon leben zu dürfen. Dennoch schätze ich mich überaus reich, lass meine Wurzeln anders, aber ebenso tief gründen (ich verstehe schon, wie Sie es meinen, erfahre an Leib und Seele die Auswirkungen folgenschwerer Entwurzelungen), wachse selbst in dürren Zeiten auf ein Blühen hin. Es ist, wie es ist. Und es ist unbestritten ANDERS. In einigen Teilen aber auch FREIER.

    Was bleibt uns anders übrig, als weiter zu machen?..seine Patientenverfügung und einen Friedwaldplatz zu bestellen?

    Tja… Hier eine kleine Anekdote aus dem Steinlaus’schen Leben: Nebst Patientenverfügung kümmerte ich mich vor ein paar Jahren darum, wie ich dereinst verabschiedet und begraben werden soll. Ausgetreten aus der Landeskirche oblag mir das Abklären, wo und zu welchen Bedingungen glaubensfreie beerdigt werden können. Eine “Sonderbehandlung” schwebte mir eh nicht vor. So telefonierte ich dem Einwohneramt der Gemeinde und fragte, ob die Möglichkeit bestehen würde, in einem Massengrab (war wohl nicht ganz der richtige Ausdruck dafür, was ich meinte…) beerdigt zu werden. Es war seeeeehr lange ruhig am anderen Ende und die Dame klärte mich dann darüber auf, dass mir ein Gemeinschaftsgrab zur Verfügung stehen würde.

    Soviel für heute und einen schönen Abend!

  27. . sagt:

    habe gestern Abend noch einen Vogel unter der Linde beerdigt….eine Amsel; sie war in vollem Flug gegen die Fensterscheibe geprallt; ich sah hilflos zu, wie – auf dem Rücken liegend – das letzte Leben auszuckte. Genick gebrochen….der Wind strich durch die Federn
    anschließend zog ein Unwetter-Gewitter durch…bisher immer glimpflich; man unterstellt, an der Küste wär es wilder. Ist aber nicht. Im Süden ist es schlimmer.
    fern von mir, fern von hier
    fern von heute
    leben die Menschen mehr im Einklang mit der Natur
    ?
    Für mich weiß ich: die “gemütlichen Jahre” sind vorbei.
    (dadaistisch?)

    Freiheit durch kultur-religiöse und demokratische Beschneidung…das ist ein gewollter Akt. Von meinen Eltern habe ich erworben, wär ich ein Junge geworden, und sie in der Pflicht ihres Systems: sie hätten mich nicht als Kind beschneiden lassen oder beschnitten.

  28. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Aus der Bibel, altes Testament, Das zweite Buch Mose, Exodus, 34-38 (also abschliessend)

    Da bedeckte die Wolke das heilige Zelt, und die Herrlichkeit erfüllte die Wohnung. Und Mose konnte nicht in das heilige Zelt hineingehen, weil die Wolke darauf lagerte und die Herrlichkeit des Herrn die Wohnung erfüllte. Und wenn die Wolke sich vor der Wohnung hinweghob, brachen die ISRAELITEN auf, solange sie auf der Wanderung waren. Wenn sich die Wolke aber nicht erhob, brachen sie nicht auf, bis sie sich erhob. Denn die Wolke des Herrn war bei Tage über der Wohnung; des Nachts aber wurde sie feurig vor den Augen des ganzen Hauses ISRAEL, solange sie auf der Wanderung waren.

    Holen Sie bitte ein bisschen biblische Geschichte nach, das Volk Israel wird da ziemlich am Anfang des alten Testaments so bezeichnet, wirklich sehr lange ehe der heutige Staat gegründet wurde. Damit hatte das nichts zu tun.

    Ich persönlich bin überzeugt, dass in Bezug auf Sie, mein Problem Ihre Emotionalität ist nebst Anderem.

  29. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Was Sie mit horrendem Blödsinn bezeichnet haben ist nämlich genau da in der Bibel nachzulesen. In jeder Bibel. Manchmal sind die Formulierungen ein bisschen anders, am Text ändert sich nichts. Die Israeliten waren ursprünglich die Leute aus Judäa.
    Es gibt Bibeln in denen ein Kartenwerk u.A. das veranschaulichen, diese Anschaffung lohnt sich, weil darin ein Stück Geschichte geschildert wird und geografische Situationen erläutert sind die Bezug zum heutigen Staat Israel schaffen.

    Man versteht dann das eine oder andere besser oder vielleicht nur anders, weniger einseitig möglicherweise.

  30. nongrata sagt:

    angenommen, ich würde mich in einem Konstrukt mit einem solchen Gott befinden, der von seiner Anhängerschaft verlangt, sich einen Teil seiner Körperlichkeit abzuschneiden (so vom hintern Busch her…nicht mal von Angesicht zu Angesicht.) Ich würde mich vor ihn hinstellen und sagen: Piep,piep, lieber Gott. Hätt’ste mal deine Hardware besser überdacht!

  31. Lisa sagt:

    @ nongrata

    Ich will wahrlich nicht missionieren, das wäre die letzte meiner Absichten, aber vielleicht haben auch Sie das alte Testament noch nie gelesen. Darin liest man wie die Menschen gelebt haben und wo. Wie ich anderswo schrieb gibt es z.B. genaue Kleidervorschriften für den Hohe Priester und detaillierte Anleitungen wie und was er opfern soll. Da wir nur das wenige was niedergeschrieben wurde wissen und etwa ddas, was durch Archäologen an den Tag gebracht wurde, können wir wenig beurteilen wie der Alltag der Menschen verlaufen ist. Es ist doch möglich, dass Alltagserfahrungen zu verschiedenen Schlüssen geführt haben. Wenn Krankheiten irgendwie verhindert werden konnten etwa dachte man sich vielleicht, dass, wenn man sich so verhalte würde man Gott gnädig für einen stimmen.

    Ich empfehle einmal mehr Bibel+ Orient die grade in dem Zusammenhang einiges Interessantes leisten was sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen suchen.

  32. Rabbi Jussuf sagt:

    Lisa
    Sie kapieren es einfach nicht.
    Ich habe doch nicht bestritten, dass irgendwas in der Bibel nachzulesen wäre.
    Ich habe nur gefragt, ob ein Jude sich heute über einen der (12?) Stämme identifizieren würde. (Das steht sicher nicht in der Bibel!)

    Aber Sie bringen es fertig, seitenlange Texte zu schreiben, ohne mit einem einzigen Wort auf den Einwand oder die Frage einzugehen. Und das dann auch noch mit einer äusserst fragwürdigen Grammatik!

    Sie hätten genau so gut ein Rezept für Spagetthisuppe mit Sauce Hollandaise aufschreiben können. Der Effekt wäre der selbe.

  33. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Ich werde nicht scrollen um Ihre Texte hierher zu verlinken. Und ich werde das hier nicht weiter ausbauen. Auf den gegebenen Fakten beruhen meine Aussagen. Ich gehe davon aus, dass sich das jüdische Volk auf seine Gründerväter beruft von denen es abstammt.

    Sollte Ihnen das nicht genügen, gehe ich weiterhin davon aus, dass Sie’s aufs provozieren angelegt haben und nicht aufs Kommunizieren und das, mag ich einfach nicht erwidern. Sie dürfen denken was Sie wollen, Sie dürfen jener Sicht der Dinge anhängen, die Ihnen entspricht. Lisa aber, mag sich nicht provozieren lassen, es ist ihr zu mühsam.

  34. Rabbi Jussuf sagt:


    die Lisa mag sich nicht provozieren lassen. Aber selber jeden nur denkbaren Unsinn posten und meinen, das ginge einfach so ungestraft.
    Und gar die Verleumdungen!
    Ich warte immer noch auf die Entschuldigung.
    Bis dahin werde ich nicht nur jeden hundertsten Blödsinn korrigieren, den Sie geschrieben haben (und ich überhaupt gelesen habe), sondern gar jeden zehnten.

  35. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Zionistische Organisation
    Theodor Herzl, 1901 auf dem Balkon des Hotels „Drei Könige“ in Basel; Aufnahme von Ephraim Moses Lilien

    Theodor Herzl organisierte mit Oskar Marmorek und Max Nordau den ersten Zionistischen Weltkongress (29. bis 31. August 1897) in Basel und wurde zum Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation gewählt. Das dort verabschiedete „Basler Programm“ bildete die Grundlage für zahlreiche Verhandlungen (u.a. mit Kaiser Wilhelm II. während seiner Palästinareise vor dem Jaffator in Jerusalem[9] und dem türkischen Sultan Abdülhamid II.) mit dem Ziel, eine „Heimstätte des jüdischen Volkes“ in Palästina zu schaffen. Obwohl seinerzeit ohne greifbaren Erfolg, schuf Herzls Tätigkeit wesentliche Voraussetzungen für die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948. Ebenfalls im Jahre 1897 veröffentlichte Herzl das Theaterstück Das neue Ghetto und gründete in Wien Die Welt als monatlich erscheinende Informationsschrift der zionistischen Bewegung.

    1899 gründete Herzl in London den „Jewish Colonial Trust“, dessen Aufgabe die Bereitstellung finanzieller Mittel zum Ankauf von Land in Palästina war, das damals noch Teil des Osmanischen Reiches war. Am 27. Februar 1902 wurde von Herzl und Zalman David Levontin als Zweigunternehmen die „Anglo-Palestine Company“ (APC) gegründet, aus der später die Bank Leumi hervorging. Beiden Organisationen gehörte Herzls Freund und Gefolgsmann Jacob Moser an, der zu den wichtigsten finanziellen Unterstützern des frühen Zionismus zählte. Von Seiten Großbritanniens wurde Herzl, als dem Vertreter der Zionistischen Weltorganisation, ein Gebiet in Ostafrika angeboten. Das Uganda-Programm scheiterte aber einerseits daran, dass die meisten Zionisten nur Palästina als mögliches jüdisches Siedlungsgebiet ansahen, und andererseits an der mangelhaften Eignung des Gebiets, das den Zionisten vom britischen Kolonialminister Joseph Chamberlain angeboten worden war.

    1900 publizierte Herzl die Philosophischen Erzählungen. In seinem utopischen Roman Altneuland (1902) entwarf Herzl sein idealistisches Bild eines künftigen Judenstaates, unter dem Motto Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen. Er formulierte darin einen Entwurf für eine politische und gesellschaftliche Ordnung eines jüdischen Staates in Palästina und vertrat auch die Auffassung, die in Palästina lebenden Araber würden die neuen jüdischen Siedler freudig begrüßen. In der hebräischen Übersetzung von Nachum Sokolow hieß der Roman Tel Aviv (Frühlingshügel); die Benennung der Stadt Tel Aviv wurde von Herzls Roman inspiriert.

    Und aus einem Brief an Baron Hirsch:

    Hochgeehrter Herr!
    Mein letzter Brief erfordert einen Abschluss. Da haben Sie ihn: Ich habe die Sache aufgegeben…
    Den Juden ist vorläufig noch nicht zu helfen. Wenn Einer ihnen das gelobte Land zeigte, würden sie ihn verhöhnen. Denn sie sind verkommen.
    Dennoch weiss ich, wo es liegt: in uns. In unserem Kapital, in unserer Arbeit und in der eigenthümlichen Verbindung Beider, die ich ersonnen habe. Aber wir müssen noch tiefer herunterkommen, noch mehr beschimpft, angespuckt, verhöhnt, geprügelt, geplündert und erschlagen werden, bis wir für diese Idee reif sind.“

    – Theodor Herzl: [8]

    Herzl war der Begründer des politischen Zionismus. Er machte aus einem jahrtausendealten, mystisch aufgeladenen Traum einen weltpolitischen Faktor. Die Bewegung, die er ins Leben rief, wurde zur lebendigsten Kraft in der modernen jüdischen Geschichte. Er gründete ihr Presseorgan Die Welt, den Jewish Colonial Trust als finanzielle Basis und die Institution des Zionistenkongresses als Verkörperung des Parlamentarismus dieser weltumspannenden Bewegung. Seine Vorhersagen wurden Wirklichkeit: Die jüdische Katastrophe erfüllte sich im Holocaust, und ziemlich genau 50 Jahre nach seiner Ankündigung wurde der Staat Israel gegründet.[12]

    Quelle: Wikipedia

    Wenn also jene Bewegung den Jahrtausende alten Traum der Heimkehr ins gelobte Land heute umsetzen, so muss das damit zu tun haben, dass sie sich mit Ihren Gründervätern identifizieren. Ich kann mir nichts anderes vorstellen.

  36. Rabbi Jussuf sagt:

    Lisa
    wie die alte Fasnacht hinterher.
    das habe ich Ihnen schon in einem halben Satz geschrieben: …bis Ende des 19.Jh..
    Steht irgendwo ganz am Anfang meiner Antworten auf Sie.
    Aber eben, wer nicht lesen kann…..

    Wie aus dem von Ihnen zitierten Text auch deutlich wird: Es ging nicht so sehr um Palästina, sondern um einen eigenen Staat. Wo der sein sollte, war anfangs offen.
    Das ist IHREM Zitat zu entnehmen. … so man denn lesen kann – und verstehen.

    Viel lieber als ellenlange Zitate aus der Bibel und irgendwelchen Briefen hätte ich einen Beleg, oder nur schon einen deutlichen Hinweis (man wird mit der Zeit genügsam), wo Kommentare oder Rezensionen von mir geschtrichen worden sein sollten.
    Welches Buch? Welche Kommentare?

    Oder die fällige Entschuldigung!

  37. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    ohne Kommentar, weils nun dümmlich geworden ist

    “…Von Seiten Großbritanniens wurde Herzl, als dem Vertreter der Zionistischen Weltorganisation, ein Gebiet in Ostafrika angeboten. Das Uganda-Programm scheiterte aber einerseits daran, dass die meisten Zionisten NUR PALÄSTINA als mögliches jüdisches Siedlungsgebiet ansahen, und andererseits an der mangelhaften Eignung des Gebiets, das den Zionisten vom britischen Kolonialminister Joseph Chamberlain angeboten worden war….”

    im obigen Text bereits nachzulesen.

  38. Lisa sagt:

    @ rabbi jussuf

    Da Sie in der Fragenfolge wie ein vergesslicher Greis auf mich wirken empfehle ich Ihnen hinzugehen und sich das Wissen, das ich offenbar habe und Ihnen felhlt anzueignen. Den ganzen Rest sparen Sie sich bitte, das ist nachgerade einfach nur blöde.

  39. Horst sagt:

    Es tut sich im CERN gar nichts grosses Bamberger. Es werden Milliarden verbraten mit dieser Nonsens. Es ist religion.

  40. Horst sagt:

    Ich verstehe nicht das man in unsere Gesellschaft auf diese Art
    und weise derart wahrnehmungsgestört gehalten wird.
    Das Geld was dringendst für die grösste Probleme der Menschheit verwendet werden sollte wir unter zustimmung von der Masse ,verwendet für Hobbys von einige völlig von der Realität entfernte Wissenschaftler.
    Allen stimmen somit zu das in diesem Moment Kinder irgendwo auf dieser Erde einfach verrecken.Es ist halt nicht direkt vor der Haustür so was solls…

    Und hier darf man sich übers Beschneiden aufregen,geschickte ablenkung von den wirklichen Probleme.

    . So krumm kann es laufen.
    Ich weiss nicht ob ich der Einzige bin der es so wahrnimmt,es wird wohl so sein.

    Zeit für deine Zensur Hugo…. Feige bist du.

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