Verhätschelt und vergessen: Als Schweizer Rechtsextreme zuschlugen

 

Die Ku-Klux-Klan-Symbolik hat in der Schweiz Tradition: Rechstextreme in Schwyz, 2019. Foto: Leserreporrer 20minuten

Selbst ernannte Fasnächtler verkleiden sich als Mitglieder des Ku-Klux-Klan, lassen sich beim Biertrinken mit Hitlergruss fotografieren und ziehen mit Fackeln durch die nächtlichen Gassen vor das Rathaus. Die Bilder und Videos zirkulieren rasch und führen zu empörten Reaktionen. Von der FDP-Präsidentin wird der Auftritt als «Missbrauch unserer Fasnacht» charakterisiert. Die Debatte konzentriert sich, auch aufgrund der Vorfälle an der Basler Fasnacht, in der Frage, ob solche Auftritte während der «schönsten Tage des Jahres» opportun seien – «geschmacklos» zwar, aber nicht weiter zu hinterfragen.

Rechtsextreme marschieren in KKK-Kluft am 4. März 2019 in Schwyz. Foto: Leserreporter 20 Minuten

Die Debatte zeigt beispielhaft: Die Geschichte schwerwiegender rassistischer Vorfälle und ihres symbolischen Kontexts ist im kollektiven Gedächtnis der Schweiz kaum verankert. Rasch ist man bereit, die rassistische Symbolik der weissen Spitzmützen, der Klan-Gewänder, der brennenden Fackeln, als leere Zeichen einer kontextlosen fremdenfeindlichen Haltung zu deuten, die mit hiesigen Geschehnissen nichts zu tun hat. Ein Blick in die Chronologie rassistischer Gewaltakte belehrt eines Besseren.

80er-Jahre: Der Frontenfrühling

Ende der 80er-Jahre nutzten junge Neonazis die KKK-Symbolik, um sich ins Gespräch zu bringen. In weissen Gewändern suchten sie Asyl-Unterkünfte heim und brachten den Bewohnern Angst und Schrecken. Anschläge mit Brennmaterial, Schüsse auf erhellte Fenster und brennende Holzkreuze bildeten damals die Selbstvergewisserung von Neonazis, die sich unter dem Banner der KKK-Symbolik zusammenfanden. Medienpräsenz steigerte ihr Selbstvertrauen so stark, dass sie sich zusammen mit Altfaschisten und Holocaustleugnern 1989 erstmals in Luzern zu einer Kundgebung versammelten.

Dieser Aufschwung von Schweizer Rassisten, gewalttätigen Neonazis und Skinheads – der «Frontenfrühling» (nach dem Journalisten Jürg Frischknecht) – nahm seinen Anfang mit den bewaffneten Überfällen auf Unterkünfte von Asylsuchenden in Zug und Uri 1987. Ein Jahr später wurde eine sechsköpfige Gruppe verhaftet, bei der man Gewehre und Munition fand. Nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft posierten die Rädelsführer wieder in weissen Gewändern und Spitzkapuzen mit aufgenähtem Schweiz-Emblem vor einem brennenden Kreuz.

Das hatten wir doch schon mal: Schweizer in Ku-Klux-Klan-Gewand, 1988. Foto: Limmatverlag, PD

Im November 1988 überfiel eine Gruppe von 30 Leuten eine Asylunterkunft im Kanton Zug und entzündete danach wiederum ein sogenanntes Mahnfeuer. Die informierte Polizei schaute tatenlos zu; später wurden die kantonalen Unterkünfte mit Stacheldraht vor weiteren Überfällen der Neonazis «gesichert». Danach posierten die Neonazis für den «Blick» mit einem brennenden Holzkreuz auf der Rütliwiese. Die Gewalttäter formierten sich zur sogenannten «Patriotischen Front», die beabsichtigte, eine «schlagkräftige Truppe» von 100 Mann zusammenzustellen, um «einmal unsere Städte zu durchkämmen oder vor einer Asylantenunterkunft aufzufahren». Die Front pflegte rege Kontakte mit der Überfremdungspartei «Nationale Aktion» (die sich später in «Schweizer Demokraten» umtaufte).

Inszenierung als Opfer einer Meinungsdiktatur

Fortan und bis Mitte der 90er-Jahre sorgte der Terror von rechts für Schlagzeilen: rassistische Schmierereien, anonyme Flugblätter mit Gewaltdrohungen, Beschimpfungen, Prügelattacken, Schüsse und insbesondere Brandanschläge auf Asylunterkünfte fanden praktisch im Wochentakt statt. Mehrere Menschen verloren dabei ihr Leben. Einige Vorfälle wurden nie restlos aufgeklärt. Viele Asylsuchende wurden eingeschüchtert und verängstigt, ebenso wie solidarische Unterstützer*innen. In vielen Gemeinden wurde durch eingeäscherte Asylunterkünfte ein Klima der Abwehr erst richtig materialisiert, das sich anderswo, wo es zu Austausch und gegenseitigem Kennenlernen kam, verflüchtigen konnte.

Hitlergruss vor brennendem Holzkreuz: Neonazis auf dem Rütli, 4. November 1989. Foto: Limmatverlag, PD

Die Rechtsradikalen, die sich heute unter Spitzkapuzen verstecken und sich danach als Opfer einer Meinungsdiktatur inszenieren, wissen es also besser, wenn sie den KKK-Code bespielen: Das ist kein leeres Zeichen einer allgemeinen rassistischen Einstellung, das auf die USA des 19. Jahrhunderts verweist. Es ist ein Zeichen manifester Gewaltakte, die hier geschehen und rasch vergessen worden sind.

Der kleingeredete Terror von rechts

Diese Ereignisse, kaum dreissig Jahre her, sind trotz der stetigen Dokumentations- und Aufklärungsarbeit verschiedener Gruppen nicht im kollektiven Gedächtnis verankert. Der Ku-Klux-Klan-Auftritt in Schwyz ist nicht vom Himmel gefallen. Ihn bloss als «geschmacklosen Angriff» auf die Fasnacht zu verharmlosen, heisst, das latente Gewaltpotenzial der mit dieser Symbolik operierenden Kräfte auszublenden.

Je mehr sich die Rechtsradikalen durch ein Klima des Wegschauens oder Kleinredens bemächtigt fühlen, desto offensiver treten sie auf. Weit effektiver als die staatliche Repression ist deshalb die gesellschaftliche Ausgrenzung rechtsextremistischer Überzeugungen. Umso entscheidender ist die Mobilisierung der Zivilgesellschaft, die, wie in Schwyz, nun zu einer bunten Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit aufruft.

47 Kommentare zu «Verhätschelt und vergessen: Als Schweizer Rechtsextreme zuschlugen»

  • Olivia Brunne sagt:

    Die Angst vor dem Rechtsextremismus zu schüren, bringt Leser. Das hat die deutsche Presse vorgezeigt. In der Schweiz war die Zahl der unterbelichteten Nazis immer sehr überblickbar. Ich will deren Gewalttaten nicht kleinreden. Aber es ist etwa wie, wenn die WHO sich auf eine seltene Erbkrankheit fokussiert und Krebs, Massern, Malaria etc. wuchern lassen würde.

  • Martin Frey sagt:

    Grundsätzlich ist es richtig, die KKK Märsche an der Fasnacht in einem grösseren rechtsextremen Kontext zu interpretieren. Ein paar Fragen stellen sich dennoch.
    „rassistische Schmierereien, …. Schüsse und insbesondere Brandanschläge auf Asylunterkünfte fanden praktisch im Wochentakt statt. Mehrere Menschen verloren dabei ihr Leben.“
    Das tönt alles dramatisch (Wochtentakt, Schüsse, Brandanschläge). Zudem sollen Menschen rechtsextremer Gewalt geworden sein.
    Natürlich muss weder der Extremismus von links noch der von rechts seine Gefährlichkeit mehr unter Beweis stellen. Aber dass gleich mehrere Menschen durch rechtsextreme Gewalt zu Tode kamen, wäre mir in der Schweiz doch neu. Ganz im Ggs. zu D, wo die Opferzahlen wohl in die Hunderte gehen.
    Lässt sich das irgendwie belegen?

    • Fabian Saner sagt:

      Sehr geehrter Herr Frey
      Es gibt viele Quellen, die die Gewalttaten belegen und auch zeigen, wie oft Ende der 1980er und in den frühen 1990er Jahren Rechtsradikale und SKinheads zugeschlagen haben. 1988 wurde etwa ein Brasilianer in einem Zürcher Jugendzentrum von Neonazis die Treppe hinuntergestossen und ist nie mehr aus dem Koma erwacht. 1990 wurde in Regensdorf ein junger Tamile von einem Schweizer niedergeschlagen und liegengelassen, er starb später an den Verletzungen. Bei einem Brand in Chur, bei dem alles auf Brandstiftung und rechtsradikale Täterschaft hindeutete, starben vier tamilische Asylsuchende. Wenn sie sich für die Zusammenhänge weiter interessieren, empfehle ich Ihnen das Buch des verstorbenen Journalisten Jürg Frischknecht: „Schweiz wir kommen“, Zürich 1991.

  • Lars Graf sagt:

    Richtig, beim Kuckuksklan handelt es sich um eine Rassitische Organisation und auch Neo Nazis sind Rassitisch. Links sehen wird Tettor Antisemitischer Terror. Beides muss bekämpft werden genau so wie der ISlam. Lässt man eine Gruppe gewähren entsteht ein gegenpopl der Auch radikal ist.

    • Anh Toàn sagt:

      Muslime sind auch Semiten. Die eine Defintion bezieht sich auf die Kinder Abrahams, also Juden Christen und Muslime. Sprachwissenschaftlich ist z.B. Arabisch genauso eine semitische Sprache wie Hebräisch und Maltesisch übrigens auch. Ist Ihnen mal die Ähnlichkeit zwischen Salam und Shalom aufgefallen?

      Es gibt keinen Unterscheid zwischen denen, welche den Islam bekämpfen und denen, welche das Judentum bekämpfen, beide betrachten die Semiten als minderwertige Rasse, sind also Rassisten.

      • Anh Toàn sagt:

        Bekämpfen muss man Radikalität, egal von welcher Seite.

      • Anh Toàn sagt:

        Die minderwertige Rasse der 80er waren die Tamilen.

        Und auch da gab es welche, die deren Unterkünfte anzündeten, sie verprügelten aber die wenigstens waren Rassisten sondern besorgte Bürger. Weil diese Tamilen waren Drogenhändler oder lebten von unserem Sozialsystem, aber sie trugen Lederjacken fuhren BMW. Flash Back, oder eben: „History reloaded.“

  • Anh Toàn sagt:

    Züri West 1989 „Senne“

    „…baanhofsunderfüerig i’re vorschtadt – irgendwo im land
    e gruppe kaursierti chöpf u jede hett e baseballbat i dr hand
    e bleiche typ schteit bi de schliessfächer u wartet – är hett abgmacht für ne deal
    jitz nume cool cool – dänkt är – hütt git’s gratiszucker – sie delaer isch tamil
    mir senne hei’s luschtig
    mir senne hei’s guet
    mir ehi chääs u anke
    das git üs guets bluet
    wonigsbrand bim ne emigrant – irgendwo ir schwiz
    u a dr wand schteit KKK u vor em huus brönnt es wiisses chrüz
    u dr meier u dr müller u dr moser hei di wiissi maske wieder under ds chüssi gleit
    u am nächschte morge gö si ga bügle u fröie sech schtiu – we öppis i dr zitig schteit
    mir senne hei’s luschtig
    mir senne hei’s guet
    mir ehi chääs u anke
    das git üs guets bluet

  • Tim Meier sagt:

    „Der kleingeredete Terror von rechts“ – Ablenkungsmanöver? Die Saubannerzüge der letzten Jahre gingen allesamt auf das Konto der Antifa.

  • Kurt Häring sagt:

    Ich sehe auch die Medien in der Verantwortung. Jedesmal, wenn die Rechtsextremen wieder zuschlagen und auf Ausländer, Randständige, Homosexuelle und Andersdenkende losgehen, folgt postwendend: aber die Linken haben auch…. Ich sehe das straff organisierte gezielte Vorgehen der Neonazis als wesentlich gefährlicher an als die oft sehr chaotischen Aktionen der Linksradikalen, die ebenfalls zu verurteilen sind. Warum kann man also diesen rechtsradikalen Mob nicht einfach als solchen anprangern und immer wieder auf die Gefährlichkeit dieser Szene hinweisen.

  • Mike sagt:

    Ich kann mich noch bestens erinnern, wie man bis weit in die 90er-Jahre hinein in der Zürcher Altstadt aufpassen musste, nicht von besoffenen Skinheads verprügelt zu werden. Und damals wie heute wurde das von konservativen Politikern verharmlost und behauptet, die „Gewalt gegen Sachen“ von Links sei viel schlimmer.

    Man darf bei der Gelegenheit auch wieder mal daran erinnern, dass der erste europäische Ableger der international aktiven Hammerskins in Luzern war. Der aus den USA importierte Rassismus hat also in der Schweiz sogar noch mehr Tradition.

  • Bebbi Fässler sagt:

    Es gab Zeiten, da waren „Fröntler“ anständige Zeitgenossen, da begab sich der verurteilte Adolf S, Freunde durften ihn Wolf nennen, auf Spendergeldsuche ans rechte Zürichseeufer.

    Sein Wille für die Spendergeldsuche war angeblich erfolgreich. Allerdings wurde ein Mitglied der Spenderfreudigen Familie nicht zum General gewählt. General sein, wie der Vater es war, daraus wurde nix!

    • Peter Beutler sagt:

      Aber immerhin war Ulrich Willi Korpskommandant. Sein etwas weniger schlimme Kamerad, Enri Guisan, wurde dann zum General gewählt. Auch er hatte eine faschistische Schlagseite. Er schwärmte für Mussolini und solle ihn auch zu seinem Freundeskreis gezählt haben – oder umgekehrt. Noch rechtzeitig, vor seiner Wahl 1939 zum Oberkommandierenden der Schweizer Armee, legte er sein braunes Mäntelchen ab …

      • Otto Guldenschuh sagt:

        Beutler: Na ja der Militärdepartements Vorsteher von 1929-1940 BR Rudolf Minger (BGB, später ab 1971 dann in SVP umbenannt) hatte als BR immer ein paar kernige Sprüche zu den Nazis auf Lager wie:
        Der Nationalsozialismus in Deutschland sei eine «naheliegende, ihm sympathische Entwicklung» (1933)
        Er bediente sich in zahlreichen Reden der faschistischen Rhetorik von «Volksgemeinschaft», «Blut» und «Rasse»
        Und noch 1940 bewirtete er einen SS-General als Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes auf seinem Bauernhof!
        Und am 1.9.1939 bei Ausbruch des 2. WK war er im ganzen Bundeshaus unauffindbar. Man fand ihn bei sich zuhause am Akten ordnen um seinen Abgang aus dem BR vorzubereiten. So von wegen „Verantwortung übernehmen“, solche Typen schleichen dann einfach ab…

  • Beat sagt:

    Stimmt Ende der 80er Jahre zogen in Zürich regelmässig kleinere Gruppen von Skinheads durch die Stadt um in Clubs und Bars regelmässig grundlos Stunk zu machen und Leute zu provozieren und die wurden auch des öfteren mal handgreiflich.
    Ein echt übles Pack!

  • C. Schneider sagt:

    Das Phänomen shifting baseline“ beschreibt, was gerade passiert: Antidemokratische und rassistische Kräfte konnten sich so stark positionieren, dass heute vieles als gegeben hingenommen wird, was früher noch Gegenwehr ausgelöste. Es muss von einem alltäglichen Rassismus gesprochen werden, der gesellschaftlich als konfkon gilt, früher aber geächtet wurde. Weder in der Politik noch in der Gesellschaft wird heute auf diese verschobene Linie nachhaltig reagiert und wenn doch, bzw. wird das belächelt und als Phänomen „Reaktion von weltfremden Gutmenschen“ bagatellisiert.
    Kurz gesagt: es ist salonfähig geworden.
    Diese Erosion wird uns teuer zu stehen bekommen.

  • Domenik Platter sagt:

    Immerhin kann man diese Dummköpfe schon am Auftritt erkennen. Das sind nur Symptome. Wirklich fürchterlich ist die Bösartigkeit Derjenigen, welche ihre extremistische Geisteshaltung verborgen in den Alltag einbringen, mit Häme, Polemik, Abwertung und Ausgrenzung. Gesichtslos aber frei entfaltet sich diese Gewalt gegenüber Schwachen, Verleumdeten und Stigmatisierten, welche auf Solidarität und korrekte Gesetzesanwendung angewiesen wären.

    • Claude Fontana sagt:

      Danke @ Domenik Platter. Sie bringen es auf den Punkt.

    • Fredi Wildi sagt:

      Extrem links wie rechts hat bei uns nichts zu suchen
      Nur werden linke Chaoten noch in die Regierung gewählt. Scheint mir wenn zwei das selbe tun ist das für die Linken normal !!

      • Domenik Platter sagt:

        @FW: Die Linksextremen rechtfertigen Gewalt mit dem Kampf gegen konstruierte Ungerechtigkeiten. Das ist hinterhältig: Linksextrem missbraucht echte Opferanliegen, überhöht sich als Opfer, verleumdet pauschal, grenzt den Gegner moralisch aus: Feminismus wurde zu Männerhass, #metoo (Tarana Burke) zu einer Hetze. Das spielt auf einer anderen Ebene als rechte Brachialgewalt: Die ständige linksextreme Anklage provoziert Rechtfertigung, die als Geständnis unterstellt wird. Der sich Rechtfertigende lässt sich verführen und höhlt sich selber aus, weil es Linksextremen auch nie um die Sache geht. Rechts- und Linksextreme wollen alleine die Macht, da sind sie gleich, mit verschiedenen Mitteln. Beharrlicher sachlicher Widerstand kann die Polarisierung beenden, so dass Demokratie wieder funktioniert.

  • Joseph Hillström sagt:

    „Der Tag wird kommen, an dem alle Herzen wie eine Flamme auflodern und den Faschismus ausbrennen werden“ -M. Gorki

  • John Stratton sagt:

    Auch wenn wir Meinungsfreiheit haben, trotzdem: Es besteht sehr wohl Grund genug, dass man die Rechtsextremisten in Psychiatriegefängnisse wegsperren und lebenslänglich verwahren muss. Das ganze rechtsextreme Gedankengut muss endlich vollständig bis in die kleinsten Verästelungen ausgerottet werden. Es wird höchste Zeit, dass die ganze Menschheit weltweit aus der geschichtlichen Vergangenheit, die gerade durch den Rechtsextremismus sehr negativ geprägt wurde, endlich dazu lernt, damit sich solches nie mehr wiederholen kann und darf. Demokratie muss auch ohne solche rechtsextreme Auswüchse funktionieren können. Und sie würde dann ohne sogar noch viel besser funktionieren.

    • M. Seiler sagt:

      Immer wieder schön zu sehen, wie sich die Sprache vermeintlicher Gegner angleicht.
      Wie rottet man Gedankengut aus ? Mittels Sonderbehandlung oder anderer Euphemismen ?

  • Martin Braun sagt:

    Danke ein sehr guter Artikel, genau diese Erfahrungen habe ich in den letzten 30 Jahren auch gemacht. Und trotzdem oder eher wegen dem wird hier im TA von einem grossen Teil Leserbriefschreiber dieses Thema verharmlost oder bewusst geleugnet. Und meistens mit dem Hinweis auf die Gewalt von Antifa und Konsorten die ja viel schlimmer sei. Auch dass sich Neonazis regelmässig auf Einladung der hiesigen Szene allen voran der Pnos hier zu Konzerten treffen. Und was dort abgeht weis man spätestens seit einem Dok-Film der Rundschau vom 29.09.2008. Ein dritter Versuch vielleicht klappt es ja doch noch?!

  • Martin sagt:

    Interessant, habe ich gar nicht gewusst. Haben Sie solche Geschichten auch über die Linken zu berichten, schon nur um es ausgeglichen zu gestalten? Wo zum Beispiel hat der schwarze Block seinen Ursprung? Das wäre auch mal interessant zu erfahren.

    • L. Feldmann sagt:

      @Martin: Es gibt eine extreme Linke, und darüber findet sich genug seriöse Info im Internet. Aber was wollen Sie eigentlich mit Ihrer Frage sagen? Nur weil es linksextreme Gruppen gibt, sind die rechtsextremen noch lange nicht harmlos. Im Gegenteil, Rechtsextreme haben ein inhumanes und abscheuliches Weltbild, und das ist keinesfalls entschuldbar, wenn man „Aber die anderen auch“ sagt.

    • Markus Moreno sagt:

      @Martin: weil es einen schwarzen Block gibt, dürfen die Rechtsextremene das alles? Ist das Ihre Logik? Wobei klar, die Rechtspopulisten waren mit Logik nie besonders gesegnet.

    • Pjotr Müller sagt:

      Ich habe beim schwarzen Block meine liebe Mühe, irgend etwas Linkes zu erkennen.

      • Egger sagt:

        Pjotr Müller, genau aus diesem Grund wäre es interessant viel mehr über diese dunklen Gestalten zu erfahren. Und dass Sachschaden fast bei jeder linker Demo entsteht ist wahrscheinlich Zufall?

  • Martin sagt:

    Danke ein sehr guter Artikel, genau diese Erfahrungen habe ich in den letzten 30 Jahren auch gemacht. Und trotzdem oder eher wegen dem wird hier im TA von einem grossen Teil Leserbriefschreiber dieses Thema verharmlost oder bewusst geleugnet. Und meistens mit dem Hinweis auf die Gewalt von Antifa und Konsorten die ja viel schlimmer sei. Auch dass sich Neonazis regelmässig auf Einladung der hiesigen Szene allen voran der Pnos hier zu Konzerten treffen. Und was dort abgeht weis man spätestens seit einem Dok-Film der Rundschau vom 29.09.2008. Auch die Politik schaut einfach weg nicht nur in der Schweiz. Österreichs Politik auch gross in den Schlagzeilen wegen Verbindungen zu der FPÖ zu den Identitären.

  • J. Huber sagt:

    Soso, Rechtsextreme verhätschelt…. Die grösste Gefahr für die Zivilgeselschaft ist wohl die Verschiebung der Mitte in eine ideologische Richtung durch das konstante Framing von Medien und ideologischen geisteswissenschaftlichen Akademikern („Experten“).
    In allen schweizer Stadten treffen sich selbsterklärte Staatsfeinde und Antidemokraten in öffentlich alimentierten Einrichtungen und Vereinen. Ich frage mich, wer da verhätschelt wird.

    • Claire sagt:

      Huber: Wer also nicht wie scheinbr Sie stramm nationalistisch und rechts steht, wird dann einfach vom Huber zum Staatsfeind und Antidemokraten reklassifiziert.
      Das zeigt mir doch wie Leute wie Sie ticken, ihr seid primär die Antidemokraten, die die Mehrheit die euch nicht passt nicht akzeptieren wollt. Ueberhaupt habe ich längs wie mehr Mühe mit diesem verlogenen Demokratiegeheuchel, welches Ihre Kreise immer wieder auffällig oft betonen.

  • herbert meier sagt:

    huch, noch kein verharmlosender kommentar… dabei sind die schweizgetümmler doch sonst immer so schnell.

    • Rolf Rothacher sagt:

      Was soll man zu diesem Pamphlet schreiben? Es ist Wahlkampf und deshalb spitzen alle Linken ihre Bleistifte und schreiben ihre Pamphelte gegen Rechts, die sie mit Hilfe der mehrheitlich linken Medien auch verbreiten können.
      Es gibt etwa 1’200 Rechts-Extreme in der Schweiz, aber weit mehr Links-Extreme. Deshalb zählt die CH-Polizei in der Regel 3x mehr Gewalttagen von Links wie von Rechts.
      Doch warum Tatsachen anerkennen, wenn man in seiner Schwarz-Weiss, Bös-Gut-Welt so schön schwelgen kann?

      • Emil Eugster sagt:

        „Deshalb zählt die CH-Polizei in der Regel 3x mehr Gewalttagen von Links wie von Rechts.“
        Drei Farbbeutel werden gegen das Gebäude einer Bank geschleudert – drei linke Straftaten.
        Eine Gruppe von 20 Rechtsnationalen mit ketten und Baseballschlägern bewaffnet überfallen eine Party der Juso und schlagen alles kurz und klein. – eine rechte Straftat.
        So in etwa wurde das gezählt.
        Allein die Drohungen gegen jüdische, muslimische und linke Einrichtungen und Menschen von Rechten in einem Monat überschreiten die Zahl von 1’200. Drohungen sind Straftaten werden aber nicht gezählt und schon oft nicht einmal angezeigt.

      • herbert meier sagt:

        da ist er ja schon, der erste verharmloser. und dass es der rothacher ist, ist auch nicht verwunderlich.
        der rothacher vergleicht tote mit steinwürfen und findet steinwürfe sind viel schlimmer, weil deren anzahl die toten überwiegt.
        aber nein, Sie liegen falsch. ob wahlkampf oder nicht, rechtsausleger mag ich nie. nicht mal das haben Sie verstanden.

      • Marcel Meier sagt:

        Erstens sind es bei den Linken in 80% der Fälle Verurteilungen wegen Landfriedensbruch also der Beteiligung an einer unbewilligten Demo bei der andere Demoteilnehmer, schwarzer Block, mit Sachbeschädigungen für Straftaten sorgten.

        Wenn man sich nur die Gewalttaten ansieht, Brandstiftung, Körperverletzung, Mord, versuchter Mord etc. sieht die Sachen auf einmal ganz anders aus.

      • C. Schneider sagt:

        Ralf Rothacher, ihre Kommentarflut Flut mit immer gleichen Argumenten, erinnert mich an das Phänomen „fehlende Ambiguitätstoleranz“:
        Selber spüren, wie menschenfeindlich seine Ideologie eigentlich ist, zu ahnen, dass die Leader dieser Ideologie damit bezwecken, sie und uns alle auszunutzen, aber dieser pol. Strömung unbeirrt folgend, sie brauchend, da in einer unsicheren, konfusen, gar beängstigenden Welt eben Gut-Böse-Schematas helfen.
        Von daher haben sie schon nicht ganz unrecht: den Linken ist es ungenügend gelungen, die Schwächeren zu stützen und den Möchtegern-Starken, die auf Schwächeren herumtrampeln, bessere Lösungen anzubieten, als das . Sie kennen den Spruch von die dümmsten Kälber, wählen selber ihren Metzger? Sie halte ich aber gescheidt genug, das zu merken.

  • Emil Eugster sagt:

    Diese Gruppen haben doch längst die freundliche Aufnahme in die grösste Partei der Schweiz vollzogen. Genau so wie es der Parteibesitzer gewünscht hat. Anfangs 1990 Jahre hat er doch gesagt «Rechts von der SVP darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben».
    Der Der Ku-Klux-Klan ist Mainstream in der Schweiz. Wird als normal empfunden …

    • Rolf Rothacher sagt:

      Lustiger Hinweis. Und all die Links-Extremen sind also der SP anzulasten? Oder den Grünen, falls sie Ferienhäuser von Pharma-CEO’s anzünden?
      Mit Schuldzuweisungen wie die Ihren kommen wir bestimmt gesellschaftlich weiter.

      • Emil Eugster sagt:

        Ablenkungsmanöver Herr Rothacher. Sie werden schon einen Grund dafür haben gleich in die Verteidigungshaltung zu gehen.
        Blocher hat aber tatsächlich oft diese Aussage gemacht und ganz genau damit gemeint, dass er die Rassisten und die Faschisten in seiner Partei wolle. Sie würden dann weniger Schaden anrichten hat er gemeint. Sie würden gezähmt. Aber solange Walter Wobmann und Konsorten als Muslimische Frauen getarnt mit Bombenattrappen auf dem Bundesplatz posieren können und diese diffamierende False Flag Aktion von den Anhängern der Partei mit schenkelklopfendem Gelächter bis Gleichgültigkeit angenommen wird, wird klar welches Gedankenschlecht dort die Oberhand hat.
        Welcher linke Parteipräsident wollte denn die RAF in seine Partei integrieren?

      • Heidi Herrmann sagt:

        Hat denn irgend einer der linken Parteipräsidenten gesagt, dass die Linksextremen zur Partei gehören wie Blocher das von den Rechtsextremen gesagt hat? Nein, hat kein einziger. Und die SVP hat nicht nur sich nicht abgegrenzt, sondern hat Mitglieder der Parteiführung, die offen mit Nazi-Symbolen auftreten. Und noch wenn Ihre Behauptung stimmen würde – gibt es irgend eine Rechtfertigung mit Rechtsextremen zu sympathisieren? „Der andere aber auch“ ist eine Ausrede, keine Entschuldigung.

    • Yosh Eden sagt:

      So ein Quatsch! Dies ist nicht einmal einer argumentativ unterlegten Antwort bedürftig. Einfach populistischer Nonsense

      • M. Seiler sagt:

        Herr Blocher kann doch nichts dafür…
        Sein Grossvater, ein eingewanderter Pfarrer, lief doch auch mit einer gewissen Armbinde umher ; und doch ist aus dem Christoph etwas rechtes geworden…

      • Otto Guldenschuh sagt:

        Eingewandert nach Schattenhalb BE
        Nomen est omen!

  • werner Broger sagt:

    Absolut wichtig solche Informationen zu publizieren .es ist eine Potenz.gefahr der Rechtsextremismus.

  • Klaus Peter sagt:

    Danke Fabian Saner!

Kommentar

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