Menschenrechte ohne Frauenrechte?

Ungewohnter Empfang für die Ratsherren: Frauenrechtlerinnen demonstrieren am 12. Juni 1969 in der Eingangshalle des Bundeshauses. Foto: Keystone

In der Sommersession 1969 debattierte der Nationalrat über das Kernanliegen des legendären Marsches nach Bern: Keine Unterzeichnung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ohne Frauenstimmrecht! Hatten die Frauen am 1. März vor dem Bundeshaus demonstriert, taten sie es am 12. Juni innerhalb des Gebäudes. In der Eingangshalle zwangen sie die Ratsherren, eine ganze Reihe von Transparenten zu passieren. Und auf der Tribüne kritisierten sie mit demonstrativem Stricken die traditionelle Rollenteilung. Dabei mussten sie erleben, dass ihre Hauptforderung ausgerechnet von der Partei am heftigsten bekämpft wurde, die seit Jahrzehnten am beharrlichsten das Frauenstimmrecht gefordert hatte: von der SP!

Von den vier Hauptsprechern zugunsten einer Unterzeichnung der EMRK mit dem Vorbehalt Frauenstimmrecht waren drei Sozialdemokraten: der Aussenminister Willy Spühler, der Kommissions-Rapporteur Mathias Eggenberger und der Fraktionssprecher Pierre Graber. Der vierte Votant für die Unterzeichnung der Konvention trotz fehlenden Frauenstimmrechts war der katholisch-konservative Ettore Tenchio. Der Freisinn und die BGB waren gespalten in drei Positionen: EMRK mit Vorbehalt, EMRK ohne Vorbehalt und EMRK Nein. Nur der Landesring und die PDA unterstützten die 41 Frauenorganisationen.

«Die Männer negativ beeinflussen»

Als erster Redner betonte der St. Galler Eggenberger, die vorberatende Kommission habe zweimal Delegierte der Frauenverbände begrüsst – «mit aller Konzilianz und Liebenswürdigkeit». Er warnte, «dass eine sture Ablehnung der Ratifikation durch die Frauen die Männer negativ beeinflussen könnte». Der Waadtländer Graber beschwor wie sein Parteikollege zuerst die «Öffnung gegenüber Europa». Dann kritisierte er die Frauenorganisationen, sie seien «Gefangene» ihrer «Einheitsfront» geworden.

Grotesk war Grabers Kritik, die Frauenbewegung würde die Vorbehalte wegen der konfessionellen Ausnahmeartikel weniger gewichten. Die Gleichsetzung des fehlenden Frauenstimmrechts mit dem Kloster- und Jesuitenverbot verfolgte den Zweck, die Unterstützung durch die KK-Fraktion zu honorieren und abzusichern. Bundesrat Spühler warf den Frauen vor, ihre «verzerrte» Kritik übersehe, dass die EMRK nur das Wahl- und nicht das Stimmrecht vorschreibe. Wie wenn in der Schweiz die beiden Rechte voneinander getrennt werden könnten!

«Lismen am falschen Strick»

Noch härter ins Gericht mit den Frauenverbänden gingen drei der vier sozialdemokratischen Einzelredner: der ehemalige Bundesrat Max Weber, der langjährige Parteipräsident Walther Bringolf und der zukünftige Gewerkschaftsführer Walter Renschler. Dieser sah sich als Zentralpräsident der Europäischen Bewegung Schweiz besonders herausgefordert. Da er die «hartnäckige, anhaltende Opposition der Frauenorganisationen nicht mehr verstehen» konnte, «tröstete» er sich mit einem «Wort» von Oscar Wilde: «Frauen sind da, um geliebt, nicht um verstanden zu werden.» Ein eigenes Wort richtete Renschler an die strickenden Frauen: «Diejenigen, die lismen, lismen sowieso am falschen Strick.» Dazu bemerkt das Protokoll: «Heiterkeit».

Der einzige SP-Nationalrat, der das Frauenpostulat EMRK ohne Vorbehalt ernst nahm, war der Linke Max Arnold.

Tags darauf verurteilte die sozialdemokratische «Berner Tagwacht» die Aktion der «strickenden Frauen» als «geschmacklose Demonstration». Zuerst warf der Redaktor den Frauen vor, «jene Männer vor den Kopf zu stossen, die schon bisher in der ersten Frontlinie der Befürworter des Frauenstimmrechts standen». Dann stellte er die Frage: «Bin ich ein Spiessbürger, wenn für mich eine strickende Frau nicht eine Sklavin, sondern viel mehr eine für ihre Kinder sorgende Mutter bedeutet?»

Politikerinnen waren die cleversten Politiker

Schliesslich folgte der Nationalrat dem Bundesrat mit dem knappen Mehr von 88 zu 80 Stimmen. Viele Ratsherren hatten sich durch das entschlossene Auftreten der Frauenverbände am Marsch und im Bundeshaus beeindrucken lassen. Im Ständerat errangen am 7. Oktober die Gegner einer EMRK ohne Frauenstimmrecht zusammen mit den grundsätzlichen Gegnern der EMRK 22 von 42 Stimmen.

Nach dem Absturz der bundesrätlichen Vorlage zeigte sich sehr schnell, dass die Politikerinnen die cleversten Politiker waren. Am 23. Dezember 1969 veröffentlichte die Landesregierung die Botschaft für die Einführung des Frauenstimmrechts. 1970 schlossen sich ihr die beiden Kammern und am 7. Februar 1971 zwei Drittel des Männervolks an. Nur dank des Absturzes der EMRK-Vorlage im Herbst 1969 war es möglich, dass die Frauen zwei Jahre später, am 31. Oktober 1971 an den Nationalratswahlen teilnehmen konnten. Im Dezember 1972 durfte der neue Aussenminister Pierre Graber die EMRK unterzeichnen, ohne einen Vorbehalt bezüglich Frauenstimmrecht anbringen zu müssen.

Wie lässt sich erklären, dass die einzige Grosspartei, die 1959 die Ja-Parole zum Frauenstimmrecht vertreten hatte, kurz vor dessen Einführung in Widerspruch zu den vereinten Frauenverbänden geriet? Die SP hatte die europäische Integration derart verabsolutiert, dass ihre Wahrnehmung anderer wesentlicher Fragen getrübt wurde. Zudem rächte sich ihr mangelnder Respekt gegenüber dem Eigensinn sozialer Bewegungen wie der für das Frauenstimmrecht.

26 Kommentare zu «Menschenrechte ohne Frauenrechte?»

  • Jürg Brechbühl sagt:

    Bemühend, wenn der Ex-Marxist, frühere Mitglied der Revolutionär Marxistischen Liga, über Menschenrechte referiert. Aber item. Die Sowjetunion hatte die besten Menschenrecht in ihrer Verfassung von allen Staaten. Da braucht man die eigenen Vergangenheit nicht zu bewältigen sondern setzt einfach auf das kurze Gedächtnis des staunenden Publikums.

  • Eufemio Bernasconi sagt:

    Menschenrechte ohne Rechte der Väter. Da setzt sich nicht mal die radikal feministische SP dafür ein

  • Maike sagt:

    Wie lautet eigentlich die aktuelle Begründung, das Frauen in gleicher Position wie ein Mann, nicht das gleiche Gehalt beziehen ?
    Man könnte ja auch mal einführen, das Männer in klassischen Frauenberufen nur 80% vom Gehalt einer Frau bekommen. Aber da in den Personalbüros nach wie vor mehr Männer als Frauen sitzen, wird das vermutlich wieder nichts…

    • Eufemio Bernasconi sagt:

      Wie lautet eigentlich die Begründung, dass Frauen im 2019 immer noch keinen obligatorischen Militärdienst leisten. Wie lautet eigentlich die Begründung, dass Männer im 2019 immer noch länger Arbeiten müssen als Frauen. Wie lautet eigentlich die Begründung, dass Frauen in berufen wie Tennis oder Modeling erheblich mehr verdienen als die Männer? Wie lautet eigentlich die Begründung, dass die Witwenrente im 2019 immer noch höher ist als die Witwerrente? Wie lautet eigentlich im 2019 die Begründung, dass Frauen 14 Wochen Urlaub haben können, so oft sie es wollen und Männer niemals? Wie lautet eigentlich die Begründung, dass Frauen nur Quoten wollen für sagen wir mal „interessante“ Berufe, aber nicht für gefährliche und anstrengende Berufe?

      • Heidi Herrmann sagt:

        Dass die Männer länger arbeiten müssen wurde eingeführt zum Ausgleich der Lohnungerechtigkeit und der dadurch folgenden Rentenungerechtigkeit. Nachlesbar in den Ratsprotokollen. Ihre Behauptung zum mehr verdienen im Tennis und Modelberuf ist schlicht falsch, von einzelnen Spitzenverdienerinnen können sie nicht auf den Durchschnittslohn schliessen. Ebenso falsch ist Ihre Behauptung zu den Quoten. Es geht dabei nicht um einzelne Berufe, sondern um die Karrieremöglichkeiten. Und das mit dem Urlaub ist einfach nur peinlich. Dabei geht es nicht um Urlaub, sondern um Mutterschutz. Sobald Männer auch schwanger sind und Kinder auf die Welt stellen werden sie den auch bekommen. Also viel Polemik, etwas Peinlichkeit und etliche Unwahrheiten. Haben Sie auch noch Argumente?

    • Jürg Brechbühl sagt:

      @Maike
      Nennen Sie ein Beispiel dafür!
      Bisher gab es kaum Verfahren vor Arbeitsgericht. Die Frauen haben eine Klagemöglichkeit, wenn sie in „in gleicher Position wie ein Mann, nicht das gleiche Gehalt beziehen“ — offensichtlich tritt dieser Fall aber so gut wie überhaupt gar nie ein. Sonst würde viel häufiger geklagt.
      P.S. „Ein Gehalt beziehen“ tut man in Schwobistan. In der Schweiz bekommt man eine Lohn.

      • Erynno sagt:

        @Brechbühl: wer sich mit arbeitsrechtlichen Streitigkeiten auskennt, wird niemals so salopp auf „Klagemöglichkeiten“ verweisen. Die Realität stellt sich ein wenig komplexer dar. Sogar wenn die Sachlage eindeutig ist, ist ein Rechthändel kein Spaziergang, erst recht nicht, wenn erst noch Usanzen in der Rechtsprechung etabliert werden müssen. Dass die Gründe für die geringe Zahl der angestrebten Verfahren in deren Gegenstandslosigkeit lägen, ist eine haltlose Behauptung, die Relevantes nicht in Betracht zieht.
        Zum Thema Lohnungleichheit sind zahlreiche, empirische Belege vorhanden – ich empfehle Ihnen, sich damit auseinanderzusetzen, um künftig als kompetenter Kommentator aufzufallen.

      • Jürg Brechbühl sagt:

        @Erynno
        Ich weiss, wie schwierig es ist, vor Gericht zu gewinnen. Das können Sie mir glauben. In meiner Lebenssituation als Behinderter war ich gezwungen, während über 20 Jahren min. 4 Gerichtsverfahren pro Jahr gegen Behörden und Versicherungen zu führen.
        Sogar, wenn es sehr schwierig ist, gewinnt man ab und zu. In meinem Fall war die Erfolgsrate über alles gerechnet ungefähr ein Drittel.
        .
        Die Leserin Maike behauptet pauschal, die Frauen würden weniger verdienen als die Männer in der gleichen Position. Wäre das der Fall, würden unsere Gerichte überschwemmt von solchen Klagen.
        Angenommen, solche arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen würden absolut extrem selten nur in 5% der Fälle gewonnen, dann hätten wir nach Maikes Theorie immer noch 100’000 Siege pro Jahr.

      • Heidi Herrmann sagt:

        @ Brechbühl: Manche sind auf ein Einkommen angewiesen und können es sich nicht leisten eine Kündigung zu kassieren wegen einem Lohnstreit. Diese wäre zwar illegal, aber wird in der Schweiz trotzdem nicht aufgehoben. Zudem hat eine Klage nur Aussicht auf Erfolg, wenn man systematische und absichtliche Diskriminierung nachweisen kann. Wenn man also ausnahmsweise sogar die Lohnausweise der Kollegen bekommen würde als Beweismittel gegen den eigenen Chef, muss man auch noch die Absicht und Systematik dahinter beweisen. Wie genau soll frau das anstellen? Schön in der Theorie, nutzlos in der Praxis und als angeblicher Beleg für die fehlende Ungerechtigkeit einfach nur unbrauchbar.

  • Kurt Normann sagt:

    Nur noch ein kleiner Hinweis.
    Männer hatten nur ein Stimm- und Wahlrecht, wenn sie auch Militärdienst geleistet hatten.
    Das Stimm- und Wahlrecht wurde also mit dem Dienst am Vaterland verdient.
    Nachdem Frauen (glücklicherweise) auch endlich dies erlangt hatten, war es nicht mehr nötig sich dies zu „verdienen“.
    Komischerweise aber müssen heute noch ausschliesslich Männer ins Militär, Frauen dürfen. Während also Frauen eine Freiheit erlangt hatten, wurde den Männern die Pflicht nicht erlassen, nein diese Pflicht wird immer noch nur Männern aufgebürgt, bis heute!
    Nur so zur Info.

    • Jack Stoffel sagt:

      Normann: Ihr „kleiner Hinweis“ ist tatsächlich sehr, sehr klein. Sie lassen nämlich den Hauptteil der Wahrheit aus: Männer wie Frauen waren so dumm, die Armee nicht abzuschaffen. Wir haben 1989 darüber abgestimmt. Selber schuld.

      • Hans Petri sagt:

        Stimme Ihnen zwar zu dass das dumm wahr, mit dem Thema hat das aber nichts zu tun..

      • Kurt Normann sagt:

        Lieber Jack Stoffel
        Ähm, danke vielmals für Ihre Antwort.
        War im ersten Moment ein bisschen sprachlos, da Ihr Einwand irgendwie naja, „wenn dann wäre“, also wischiwaschi ist.
        Tatsache bleibt, dass Männer für Ihr Stimm- und Wahlrecht eine Leistung am Staat erbringen mussten. Sie mussten z.B. im 1. und 2. Weltkrieg an der Grenze ihr Leben riskieren.
        Selbst wenn 1989 die Armee abgeschafft worden wäre, hätte das nichts an der von mir beschriebene Tatsache geändert.
        Das einzige was sich geändert hätte, wäre, dass heute eine der grössten Diskriminierungen hier in der Schweiz beseitigt worden wäre.
        Es tut mir echt leid, aber Ihr Einwand ist wirklich nicht relevant und schon gar nicht „den Hauptteil der Wahrheit“!
        Nein komplett falsch sogar, bitte setzten.

    • Josef Lang sagt:

      Sehr geehrter Herr Normann Es gibt zwar einen Zusammenhang zwischen dem alteidgenössischen „wehrhaft gleich ehrhaft“ und der späten Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz. Aber ihr „Hinweis“, dass nur Männer, die Militärdienst leisteten, stimm- und wahlberechtigt waren, ist falsch. PS. Über das oben erwähnte Verhängnis schrieb ich vor einem Jahr einen Blog: https://blog.tagesanzeiger.ch/historyreloaded/index.php/2464/die-macht-der-haarpracht/

      • Kurt Normann sagt:

        Sehr geehrter Herr Lang,
        Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort, sehr freundlich.
        Eine Frage, wenn man keinen Armeedienst leistete, wurde man, meines Wissens, verurteilt.
        Und Verurteilte hatten kein Stimm- und Wahlrecht.
        Sehr ich das falsch?
        Ganz freundliche Grüsse
        Remo

    • doris greuter, 65 sagt:

      aber aber aber… „mit dem Dienst am vater(dg: besser mutter!)land das das stimm- und wahlrecht
      verdienen“ ? dass ich nicht lache! wer hat denn für jeden dummen krieg die Männer geboren? und wer hat während all den blöden kriegen dem kriegsführenden mannevolk die rücken freigehalten und! bescheiden im hintergrund die familie durchgebracht – und noch viel mehr!!
      wenn wir frauen wirklich, ich lohnmässig und familienarbeitsmässig den männern gleichgestellt sind, dann…
      arme männnerwelt!

      ALLE frauen streiken am 12. Juni 2019!!!

    • Darja Rauber sagt:

      Und wer, wenn nicht die Männer damals, haben den bestimmt, dass das angeblich „schwache Geschlecht“ im Militär nichts verloren habe? Frauen hätte damals nicht mal deinen können, wenn die gewollt hätten! Und die Männer damals haben natürlich von dieser Doppelmoral profitiert: Di7e Frauen aus dem Militär fernhalten und Ihnen mit Verweis auf die männliche Wehrpflicht (in von Männern angezettelten Kriegen!) das Stimmrecht verweigern. Und heute lamentieren Männer über die selbstverschuldete Wehrpflicht…

    • V. Lehmann sagt:

      @Norman:Seltsamerweise forderte bis vor ca. 15 J., als ich Studentin war, kein Mann, Frauen sollten ins Militär. Sehr wahrscheinlich weil das Militär mit Networking, Karriere und daher Prestige verbunden war. Seit es aber keine Prestigesache mehr ist, fordern manche Leute nun plötzlich, dass auch Frauen Dienst leisten sollen. Wenn Sie unglücklich sind über die Armee oder den Dienst, dann sollten Sie sich für Abschaffung oder Reformen einsetzen (das würde ich übrigens tun), aber nicht dafür, dass andere ebenso unglücklich werden müssten wie Sie. Das auch nur so zur Info.

      • Kurt Normann sagt:

        Doris Greuter
        Sie meinen also, als Soldat fürs Vaterland (bleibe dabei) zu sterben ist weniger schlimm, als zu Hause zu bleiben? Verwundungen, Verletzungen, Traumas, alles lächerlich gegen das «rücken freigehalten und! bescheiden im hintergrund die familie» durchbringen? Okay, Ihre Meinung, finde ich ziemlich zynisch und menschenverachtend. Sie sagen also, die Soldaten, die sich gegen Hitler gestellt haben, sind «kriegsführenden mannevolk». Erschreckend, ja menschenfeindlich.

      • Kurt Normann sagt:

        Doris Greuter
        Betreffend «lohnmässig und familienarbeitsmässig den männern gleichgestellt» Also gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist gegeben, darum heisst es ja auch neu «Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit». Ausserdem werden beim Lohnunterschied die unbezahlten und bezahlten Überstunden nicht mitgerechnet, die Gefahrenzulagen, die Studienrichtung, die Absenzzeit, …. Untersuchungen, die diese Faktoren einrechnen ergeben keinen Unterschied mehr zwischen Männer und Frauen. Viel Glück beim Streiken, hoffe, es steht in der Zeitung, ansonsten merkt man(n) es nicht mal.

      • Kurt Normann sagt:

        Darja Rauber
        Was sagen Sie dazu, dass heute Frauen ins Militär dürfen aber nicht müssen? Ist das keine Diskriminierung der Männer? Und betreffend «in von Männern angezettelten Kriegen!», Sie sind aber schon froh, dass Männer und ausschliesslich Männer gegen Hitler gekämpft haben, oder?
        Ach ja übrigens: «Frauen hätte damals nicht mal deinen können, wenn die gewollt hätten!»
        Heute können sie, natürlich auf freiwilliger Basis. Gleichberechtigung wie Feministinnen es mögen.

      • Kurt Normann sagt:

        V. Lehmann
        Ja, Sie haben recht, die Zeiten ändern sich, was ja grundsätzlich positiv ist, so unteranderem wegen Frauenstimmrecht und so. Ich sehe die Armee als wichtig an und bin gegen die Abschaffung. Deshalb sehe auch nicht ein, wieso Frauen da nicht ihren Dienst am Staat leisten sollen und zwar nicht dürfen, sondern wie Männer auch müssen. Aber ja, eine Abschaffung wäre auch ein Schritt hin zur Gleichberechtigung.

    • Heidi Herrmann sagt:

      @ Normann: Ihr Hinweis ist falsch. Das mit dem Dienst am Vaterland wurde Jahrhunderte vorher abgeschaft. Jeder Mann, der geistig einigermassen in der Lage war durfte stimmen und wählen, egal mit oder ohne Plattfüsse, egal mit oder ohne Stahlhelm.

  • Mina Peter sagt:

    Vielen dank, ein spannendes Thema. Und dank an all die Frauen, die Spott und Häme der unverbesserlichen in Kauf genommen haben, um für das Frauenstimmrecht zu kämpfen.

  • Eva Schmid sagt:

    Interessanter Artikel von Herrn Lang, der zeigt: Chauvinismus ist keine Frage der parteipolitischen Couleur.

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