Als die Spanische Grippe in der Schweiz wütete

Mitarbeiter des Roten Kreuzes von St. Louis während der Spanische-Grippe-Epidemie im Oktober 1918. (Foto: Getty Images)

Alle sterben. Doch wer stirbt woran? 

Vor hundert Jahren war die Antwort einfach. Die meisten starben an der «Spanischen Grippe», eine der krassesten Epidemien aller Zeiten. Medizinhistoriker schätzen weltweit zwischen 27 und 100 Millionen Tote. Insgesamt steckte sich eine halbe Milliarde Menschen an, ein Drittel der damaligen Weltbevölkerung. 

Unvorstellbare Zahlen! 

Klar ist: Es starben mehr Menschen an der heimtückischen Grippe als im Ersten Weltkrieg, der mit seinem Massensterben damit noch übertroffen wurde.

Die Schweiz traf die Grippeepidemie besonders hart. Zwei bis drei Grippewellen rollten übers Land. Es sollen bis rund anderthalb Millionen Menschen daran erkrankt sein, das wäre mehr als ein Drittel aller Schweizerinnen und Schweizer gewesen. 

Zwischen Juli 1918 und Juni 1919 starben 24’449 Menschen daran – die Spanische Grippe war damit die tödlichste Katastrophe der Schweiz im 20. Jahrhundert. Hätte es schon damals Boulevardmedien gegeben, hätte man sicher vom «Killervirus» lesen können.

Violette Leichen

Die Grippe übertrug sich durch direkte Kontakte oder Tröpfchen. Nach der Ansteckung nahm die Krankheit sehr rasch einen dramatischen Verlauf. Die Fieberkranken bekamen neben üblichen Grippesymptomen Flecken im Gesicht, spuckten Blut, ihre Körper verfärbten sich violett, am Ende erstickten sie elend. Die violett verfärbten Leichen stapelten sich geradezu, eine unglaubliche Tragödie. Der bekannte österreichische Schriftsteller Stefan Zweig notierte im Oktober 1918 in sein Tagebuch, als er in Zürich weilte: «Eine Weltseuche, gegen die die Pest in Florenz oder ähnliche Chronikgeschichten ein Kinderspiel sind. Sie frisst täglich 20’000 bis 40’000 Menschen weg.» 

Das Besondere in der Schweiz: Die Grippe bekam sehr bald eine politische Komponente. Denn die zweite Grippewelle setzte gerade Ende Oktober 1918 ein, zeitgleich wie die Truppenzusammenzüge für den Landesstreik. Daraufhin behaupteten Bürgerliche, die gegen die Streikenden eingesetzten Truppen hätten sich während der ehrenvollen Landesverteidigung mit dem Grippevirus angesteckt. 

Also seien die Bolschewisten schuld, wie man die Linken in Anlehnung an die russischen Revolutionäre nannte. «Ein grimmer Feind mischt sich unter die Reihen der Wackern – die Grippe – und zog mit ihnen nach Hause bei der Demobilisation und Entlassung», schrieb beispielsweise der «Bote der Urschweiz». Soldaten, die an der Grippe starben, galten als Märtyrer. Solche Vorwürfe wies die vereinigte Arbeiterschaft empört zurück und beschuldigte stattdessen die katastrophalen Zustände in den Schweizer Militärunterkünften. 

Tatsächlich war aber bereits vor dem Streik eine erste Seuchenwelle über die Schweiz geschwappt. Zudem erreichte die Seuche ihren Höhepunkt weit abseits der Streikzentren. So war zum Beispiel der Kanton mit den meisten Grippetoten, gemessen an der Bevölkerung, der Kanton Obwalden, gefolgt vom Kanton Uri.

Falscher Name

Ebenso falsch wie die Verknüpfung von Landesstreik und Grippe war der Name: «Spanische Grippe» hiess sie zwar, kam aber nachweislich nicht aus Spanien, sondern wahrscheinlich aus Nordchina, war von dort nach Amerika gekommen und über US-Truppen nach Europa gelangt. Ihren Namen bekam die Spanische Grippe, weil Spanien keinen Hehl aus den vielen Krankheitsfällen und sogar die Infektion seine Königs Alfonso XIII. publik machte. 

Die Medizin war weitgehend ratlos und probierte vieles aus: Grippeimpfungen oder Antibiotika existierten nicht, also versuchte man es mit dem Wundermittel Aspirin, mit Chinin, das schon gegen Malaria gewirkt hatte, mit Arsen, Quecksilber und sogar mit Morphium und Heroin. Als Hausmittel war das ausgiebige Trinken von Hochprozentigem verbreitet, wogegen sich die Fachwelt entschieden stellte. 

Letztlich blieb nur eine Methode, die Grippe einzudämmen: möglichst wenig menschliche Kontakte! Das öffentliche Leben erlahmte komplett: Schulen, Theater, Kinos, Märkte und Kirchen blieben vorübergehend geschlossen. Dagegen boomte der Verkauf von Gesichtsmasken, Desinfektionsmitteln und Särgen. Schulhäuser funktionierte man zu Notspitälern um, die bekannteste Umnutzung betraf die Zürcher Tonhalle, die ebenfalls Grippekranke zu beherbergen hatte.

Prominente Opfer der Grippe waren der Kunstmaler Egon Schiele, der berühmte Soziologe Max Weber, Sigmund Freuds Tochter Sophie oder Frederick Trump, der Grossvater von Donald Trump. Stararchitekt Le Corbusier fand dagegen einen eigenen Weg, um der Krankheit aus dem Weg zu gehen: Er verschanzte sich in seiner Pariser Wohnung, rauchte viel und trank ausgiebig Cognac, bis das Ärgste vorüber war.

Literaturhinweise: 

Der Generalstreik, Die Schweiz im November 1918; Verlag hier + jetzt, Baden 2018.

Koren, Nina Maria: Die Spanische Grippe in Zürich 1918/19, Diss. Zürich 2003.

68 Kommentare zu «Als die Spanische Grippe in der Schweiz wütete»

  • gabi sagt:

    Dasselbe was langfristig immer passiert und passieren muss, wenn Fatima ausschliesslich – egal ob um 15:30 oder irgendwann sonst – verschleiert auf die Strasse geht, um zu demonstrieren: Ich gehöre NICHT zu Euch. Ihr seid unrein.

    (öh… was an dieser Selbst-Desintegration natürlich mit dranhängt – Kindererziehung, Verweigerung der kulturellen Möglichkeiten, Sport oder gar Geselligkeit mit „Eingeborenen“, etc. – , werden andere Leser bestimmt gleich mit assoziieren. Gegen aktive Denkverweigerung bin ich aber machtlos und werde bei diesem Thema nicht einmal mehr schon wieder Zeit und Energie dafür verschwenden, Sie auf etwas hinzuweisen versuchen, bei dem Sie so überzeugend den Dummen spielen wollen)

  • gabi sagt:

    Auch hier:

    – Nein: Die Folgen sollen verhindert werden, die eine Gesinnung nach sich zieht.

    Hey… Sie geben doch den grossen Nazijäger (naja; also „gross“ natürlich mit Vorbehalt. Auch hier sind Sie ja Spezialist darin, Nazis zu solchen zu erklären, um dann von diesen Rechtfertigungen für das zu verlangen, was Sie Ihnen zuvor eigens unterstellt haben). Gilt das dann bei Ihnen etwa nicht als Gesinnungsjagd?

    • gabi sagt:

      Hoppla: Falscher Ort.

    • Anh Toàn sagt:

      Selbstverständlich ist Nazi Gesinnung. Es ist auch nicht verboten, Nazi zu sein.

      (Übrigens ist auch rassistische Gesinnung nicht verboten. Nur in sehr einschränkend definiertem Rahmen von 261bis StGB sind gewisse rassistische Handlungen verboten). Im StGB steht nicht, Rassisten sind verboten oder werden bestraft, auch nicht rassistische Gesinnung wird bestraft. Auch der Hitlergruss nicht verboten.

      https://www.nzz.ch/schweiz/der-hitlergruss-ist-nicht-verboten-1.18306866?reduced=true

    • Anh Toàn sagt:

      Jede Gesinnung ist erlaubt. Die Gedanken sind frei, selbst in Nordkorea. Und wenn ich jemanden einen Nazi nenne, und der hat den Mut, mich wegen Ehrverletzung zu anzuzeigen, ist die erste Frage, ob ein Nickname eine Ehre hat. Ich tippe auf nein. Dann, ob ich eine ehrenrührige Tatsache behaupte oder ein Werturteil fälle. Ich tippe auf Werturteil, denn was ist ein Nazi, oder ein Kommunist, ein Neoliberaler tatsächlich? Grundsätzlich sind Werturteile durch die Meinungsfreiheit geschützt, aber StGB 177 „Beschimpfung“ setzt dem Grenzen. Aber ich glaube nicht, dass Nazi an sich Ehrverletzend ist, (anders Nazisau) und ausserdem haben Sie mich dumm genannt und mich der Unterstellung bezichtigt. Also lesen Sie auch Absatz 2 und 3 und dann verklag mich doch, Du Nazi.
      (Ich bin leicht zu finden)

  • Juerg Stuebi sagt:

    Lieber Herr Michael van Orsouw Sie haben einen speziellen Blog über tragische Stunden der Geschichte geschrieben. Es tut mir Leid dass meinen Mitkommentatoren diese Tragödie zum Anlass nehmen über den Amerikanischen Präsidenten und andere Mitmenschen zu lästern. Ich würde mich freuen weiter von Ihnen über interessante Themen zu lesen. Was mich speziell interessieren würde ist die Finanzierung der Schweizer Linken und Friedensszene durch die Sowjetunion. Wieviele Millionen haben die Genossen Hubacher und Ziegler direkt von Moskau erhalten und wie haben Sie diese transportiert? Oder aus der Zeit nach der Spanischen Grippe; Eine Würdigung des „Wunder an der Wechsel“ und Spekulationen darüber was für Auswirkungen ein Sieg der Sowjets verursacht hätten. Merci.

    • Rolf Zach sagt:

      Wenn Sie die Genossen Hubacher und Ziegler erwähnen, bin ich, obwohl ohne Insider-Kenntnisse ausgestattet, zu 100 % der Ansicht, dass Sie wegen Partei-Finanzierung von Moskau einen völlige Lügengeschichte erzählen.
      Hubacher war ein Chef der Schweizer Sozi gleich in der Folge wie Grimm, Bringolf, Schmidt und andere. Gleich wie die Labour-Partei in England oder die SPD nach Godesberg. Leute nach der Lehre von Keynes mit Sozialstaat-Einschlag.
      Ziegler hat als junger Journalist den Kongo-Konflikt 1960 erlebt und dies ist wirklich eine wahrhaft gruslige Geschichte mit Völkermord um 1900 wegen Gummi durch König Leopold II. Das prägte, obwohl mich sein Kuba-Enthusiasmus auf die Nerven geht. Er hat da ein viel zu positive Ansicht der Dritten Welt und nur die Kapitalisten sind Schuld.

      • Rolf Zach sagt:

        Sie sprechen vom „Wunder an der Weichsel“. Eine politische Dummheit von Lenin, Tukhachevsky und Stalin ohne gleichen. Lenin wollte Polen überrennen und Warschau erobern, trotz der ausdrücklichen Warnung von Trotzki, der bereit war den Vorschlag des britischen Außenministers Curzon als Grenze zwischen Sowjet-Russland und Polen anzunehmen. Die Curzon-Linie folgte ungefähr der Grenze zwischen Polen und Ukrainer und ist die heutige polnische Ostgrenze. Wäre dies zustande gekommen, hätte vielleicht Stalin keinen Pakt mit Hitler geschlossen, da er dann zu wenig bekommen hätte. Den nach dem „Wunder an der Weichsel“ eroberten die Polen weite Gebiete von der Ukraine und Weiß-Russland.

  • Jürg Brechbühl sagt:

    Zum Medizinischen:
    1) Die Spanische Grippe traf weltweit die 25-bis 35- jährigen häufiger als andere Altersklassen.
    2) Sehr viele Überlebende erkrankten später an Parkinson, oft schon in jungen Jahren.
    Zum Politischen
    3) Was soll die Behautpung, von wegen die Spanische Grippe habe nichts mit dem Landesstreik zu tun gehabt???? Im Artikel steht, dass die Epidemie eingedämmt wurde, in dem man Menschenansammlungen auflöste. Was anderes ist ein Landesstreik und dessen militärische Bewachung?
    .
    Realtitätsverweigerung ist wohl auch so ein Spätsymptom. Die Väter assen saure Trauben und deren Söhnen bis ins dritte Glied fielen die Zähne aus. Das gilt namentlich für die Sozialisten und deren Adlaten in der Schweizer Intelligentsija.

  • Rolf Zach sagt:

    Sie wissen ja, dass die orientalische Märchensammlung „Tausend und eine Nacht“ wurde in Saudi-Arabien auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt, gerade wegen der Erotik in all ihren Ausprägungen. Es ist mir durchaus bekannt, dass die Moslems keineswegs vor 500 Jahren so verklemmt und heimlichfeiß waren, wie sie es heute sind und trotzdem von allen Religionen die höchste Netto-Reproduktion haben und die Ehe ab 12 Jahren befürworten. Gleichfalls das gewaltige Getue um die Jungfräulichkeit, wo die Chirurgen deswegen gutes und leichtes Geld verdienen und dies ist überall so, wo Moslems leben.
    Die Gretchenfrage ist ganz einfach! Sie sind der Meinung, unsere Zivilisation ist so stark, dass der Islam keine Rolle bei der Einwanderung von Moslems spielt.

    • Rolf Zach sagt:

      Für Sie ist ein Anteil der Moslems von 25 % in Europa kein Problem und es besteht nach Ihnen keinerlei Gefahr (oder nur für die erste Generation) für eine islamische Parallelgesellschaft. Ebenfalls sind Sie der Überzeugung, man darf nicht nach der Nützlichkeit von Immigranten fragen und obwohl keine wirtschaftliche Nachfrage nach diesen Emigranten besteht, wird bewusst das Asylrecht missbraucht. Diese islamische Parallelgesellschaft, je mehr sie sich vergrößert, ist von wenig volkswirtschaftlichen Nutzen. Dies ist für Sie Habakuk und Rassismus.
      Am brutalsten gegenüber den Moslems (einheimische Uiguren) sind die von der islamischen Welt verehrten Chinesen. Wir sind abscheuliche Ungläubige ohne Moral. Sie, die wahren Gläubigen sind gut. So sagt es der Koran und so bestätigt es sich.

      • Anh Toàn sagt:

        Für Sie sind die muslimischen Immigranten aus Syrien oder Eritrea ein Problem, die sind doof, niemand braucht die, die missbrauchen unserer Sozialsystem, aber die christlichen Migranten aus Syrien oder Eritrea sind kein Problem für Sie, die missbrauchen nicht unser Asylrecht, die helfen unserer Wohlstand aufzubauen: (Das mit den christlichen Immigranten aus Syrien und Eritrea schreiben Sie nicht explixit, aber Sie implizieren es, indem Sie immer nur über die doofen bösen Moslems schreiben.

        Das nenne ich Rassismus, ist das denn falsch?

        Für mich sind die AfD, Le Pen, die SVP-ler, die Trumbos das grössere Problem für unsere Gesellschaft. Die welche in die Verfassungen schreiben wollen:

        Die Karre des Menschen ist unantastbar.
        Die Knarre des Menschen ist unantastbar.

      • Anh Toàn sagt:

        Leute wie Sie, Tibi oder Sarazzin liefern den Nazis von Charlottesville und Chemnitz, der NSU und dem Breivik, die Rechtfertigung für ihre Taten:

        Der Anteil der Muslime in Europa (EU+Norwegen+Schweiz) ist 5%.

        Aber Leute wie Sie hetzen mit 25% Muslimen!

        Aber ja, ich habe auch kein Problem mit 25% Muslimen. Ich habe schon mit 95% Muslimen gelebt, diskutiert, Alkohol getrunken mit manchen und Haschisch geraucht mit anderen, diskutiert, gelacht, auch gestritten wie mit Ihnen, aber ein Problem hatte ich nicht.

        Was wäre Ihr Problem mit 25% Muslimen?

      • Anh Toàn sagt:

        Ich hatte eine Unterhaltung mit dem Iman in Ägypten:

        „Sprichst Du arabisch“?
        „Wenn Gott will, morgen.“ (also heute nicht)
        „Du sprichst arabisch!“

        Soweit ging es ohne Übersetzer, danach mit:

        „Glaubst Du an Gott?“
        „Nein, aber ich weiss, ich bin nicht Gott“
        „Was heisst das“
        „Dass ich nicht alles darf, was ich kann“
        „Ehrst Du Deinen Vater?“
        „Ich habe kein Problem, mein Vater ist ein guter Mann, aber wäre er Goebbels oder würde er meine Mutter hauen, würde ich ihn nicht ehren“
        „Du bist ein guter Mensch, Gott wird dir den Weg zeigen“

        Der Iman war toleranter als Sie Herr Zach!

      • gabi sagt:

        Und dann meinen Sie ernsthaft, Sie kommen mit Ihren üblichen Pennälersprüchen („Leck mich“), die Sie anstelle von ernstzunehmenden Argumenten oder Erklärungen aufzufahren versuchen, davon?

        Ist es nicht schon Witz genug, dass Sie sich ausgerechnet einem, dem Sie ansonsten grad wieder mal Ihren üblichen, abgelutschten Nazi unterstellt haben (natürlich ohne irgend ein Indiz dafür vorbringen zu können, wie immer!), vorstottern müssen, wieso Sie halt dennoch, irgendwie und irgendwo, aber ganz sicher, Recht hätten…

        Während dieser Ihnen ausgerechnet DEUTSCH erklären muss?

        Wären die echten Gegner faschistischen Gedankengutes auf einem derartig infantilen Niveau, hätten mich HitIers Enkel längst in Asche aufgehen lassen können.

    • Rolf Zach sagt:

      Wissen Sie, ich habe auch Moslems physisch erlebt und dies war nicht immer ein Zuckerschlecken.
      Mich können Sie schon einen Rassisten nennen, aber bitte nicht Herr Professor Tibi, der hat dies nun wirklich nicht verdient. Ich bin ein überzeugter Europäer und deshalb auf gegen die AFD, Le Pen und anderes Übles aus dieser Ecke, aber mit Ihrer Befürwortung der Einwanderung quälen Sie nicht mich, ich bin nicht mehr davon betroffen, aber viele Leute mit geringem Einkommen, die mit diesen Leuten zusammenleben müssen. Leute, die von ihren Imame ständig gegen unsere Gesellschaft aufgehetzt werden.
      Sie können mal dem Bürgermeister von Saigon vorschlagen, er soll so eine halbe Million Moslems als Flüchtlinge aufnehmen, es sind ja nur 5 % der Einwohner von Ho-Chi-Minh-Stadt.

      • Anh Toàn sagt:

        Tibi schrieb vor Kurzem in der Baz:

        Rassismus sei nicht, die Menschen in überlegene und in minderwertige Rassen einzuteilen. Rassismus sei erst, wenn man die minderwertige Rasse dehumanisiere.

        Stimmen Sie dem zu?

      • gabi sagt:

        Da ich von Ihnen ja schon mehrmals, 1 : 1, erlebt habe, wie Sie Selbsterfantasiertes und -fabriziertes im nächsten Moment für eine Tatsache hielten, ja sogar noch vom verleumdeten Gegenüber eine Rechtfertigung für das verlangten, was Sie ihm zuvor selber unterstellt hatten, macht mich eine derartige Aussage von IHNEN, Anh Toàn, mehr als nur skeptisch.

        Sind Sie so nett (oder so grausam zu sich selber?) und fügen Sie mir das entsprechende Zitat von Bassam Tibi bei, bitte?!

      • Anh Toàn sagt:

        „Rassismus liegt vor, wenn Menschen als Kollektiv in eine niedriger gestellte Rasse eingeordnet werden und auf dieser Basis nicht nur entwürdigt, sondern auch dehumanisiert werden.“

        https://bazonline.ch/ausland/europa/der-zerfall-der-politischen-kultur-in-deutschland/story/20162025
        08.10.2018

      • gabi sagt:

        Ah… dacht ich mir´s doch.

        Also einmal mehr:

        Nicht das was da tatsächlich steht, sondern das, was Sie erklären, was der von Ihnen Verleumdete damit meine.

        In diesem Zitat steht in keiner Weise etwas von „… Rassismus ist nicht… “

        Das bekannte Prinzip. Nichts ist übler, als der Interpretierende, der zu interpretieren bestreitet, bzw. – dümmer noch – nicht merkt, dass er es tut.

        Wie gewohnt halt.

      • Anh Toàn sagt:

        Leseschwierig?

        In diesem Zitatk, steht was Rassismus ist:

        nicht nur, sondern auch dehumanisiert.

        Im Umkehrschluss ist also Kein Rassismus, wenn nicht dehumanisiert wird:

        So unterstellen SIE, man würde etwas hineinlesen, was nicht da steht.

      • Anh Toàn sagt:

        Für Sie in einfach: Tibi sagt

        Ohne Dehumanisierung nix Rassismus.

        „Als z-B Nigger sind doof und böse“ kategorisiert als niedriger und entwürdigt, aber dehumanisiert nicht, also nix Rassismus.

      • gabi sagt:

        Etwas weit hergeholt, wenn dies im Kontext des gesprochenen Wortes überhaupt nicht so verstanden werden muss.

        Und noch besser: Aus dem Geschriebenen erst Recht nicht.

        Denn da steht dummerweise auch noch die Äusserung „… und auf dieser Basis… “ davor!

        Womit beschrieben wird, dass DIESE BASIS… „nicht nur“, „sondern auch“ etwas bewirkt!

        Aber wer natürlich mit aller Energie was finden will, das er jemandem unterstellen kann (und mit derartigen plumpen Billig-Tricks muss sich ja ein Spezialist auskennen, der gerne mal so hingebungsvoll mit faschistoiden Unterstellungen hantiert), wird natürlich äussert selbstzufrieden über Derartiges hinweg lesen.

        … Oder schlicht zu einfach gestrickt sein, ums zu erfassen.

      • gabi sagt:

        Also wirklich wie erwartet, Anh Toàn… Einmal mehr von Ihnen:

        Selbsterfantasiertes und -fabriziertes im nächsten Moment für eine Tatsache gehalten und dann sogar im Glauben, für IHRE Fantasien müssten sich die Verleumdeten auch noch zu rechtfertigen haben.

        Tragisch, fast.

        Peinlich auf jeden Fall.

      • gabi sagt:

        Um sich ähnliche Peinlichkeiten hinkünftig zu ersparen (falls Sie derartigen Schwachsinn nicht einfach willentlich – in Ermangelung von irgend etwas Handfesterem, das ihre Fantasien irgendwie bestätigen könnte – in ursprünglich gesittete Unterhaltungen streuen), verrate ich Ihnen einen alten Deutschlehrertrick, für derartige Situationen, die einfachen Gemütern ev. etwas knifflig erscheinen:

        – Einfach in die Teilsätze auftrennen und nochmal, am Besten laut, durchlesen.

        Hier also:

        „Rassismus liegt vor, wenn Menschen als Kollektiv in eine niedriger gestellte Rasse eingeordnet werden. Auf dieser Basis werden sie nicht nur entwürdigt, sondern auch dehumanisiert.“

        Na? – Klingelt´s?

        Kriegen meist selbst unterdurchschnittliche Schüler gut hin.

        Nur Mut!

      • Anh Toàn sagt:

        Rassismus liegt vor, wenn

        a) Menschen als Kollektiv in eine niedriger gestellte Rasse eingeordnet werden

        aber dann nicht, sondern nur wenn auf dieser Basis (also wenn a) erfüllt)

        b) auch dehumanisiert werden.

        Wäre die Dehumanisierung nicht notwendig, für Tibische Rassismusdefinition, hätte er das „sondern auch dehumanisert werden“ weglassen können.

      • gabi sagt:

        Pffffh… Ich lach mich scheckig.

        Aber dass Sie´s nicht hinkriegen, ohne den unerlässlichen Spin selber beizufügen („…aber dann nicht, sondern nur wenn… „, was da – zu Ihrem Bedauern – einfach nicht von selbst stehen mag) fliele Ihnen eigentlich schon auch auf, oder?!

        Also ich meine, wenn´s Ihnen nicht dermassen peinlich wäre, sich die Natur ihrer Anti-Nazi-Heldentaten selber eingestehen zu müssen:

        Heisse Luft. Wildes Gesteche in Strohpuppen, die Sie sich zuvor selber gestopft haben.

        Versuchen Sie´s wieder, wenn Sie mit der deutschen Sprache etwas besser klarkommen.

      • Anh Toàn sagt:

        Was ist der Unterschied (gemäss Ihnen) zwischen:

        Rassismus liegt vor, wenn Menschen als Kollektiv in eine niedriger gestellte Rasse eingeordnet werden und auf dieser Basis entwürdigt werden.

        und

        „Rassismus liegt vor, wenn Menschen als Kollektiv in eine niedriger gestellte Rasse eingeordnet werden und auf dieser Basis nicht nur entwürdigt, sondern auch dehumanisiert werden.“

        Gemäss Ihnen kein Unterschied, beides heisst genau das Gleiche in Ihrem Textverständnis.

        Übrigens entspricht die erste Variante (ohne die Dehumanisierung) in etwa den meisten Rassismusdefinitionen die sich finden lassen (Wiki, Duden usw usw.)

      • gabi sagt:

        Ja, also…

        Und!?

        Bassam Tibi hat sich gefälligst an die Vorformulierung von Wiki zu halten? Oder wie?!

        Ein eigener Gedanke, was die kollektive Einordnung einer Menschengruppe in eine niedrigere Rasse zu bedeuten hat, der über die Wiki-Definition hinaus geht („nicht nur“, „sondern auch“) ist nicht gestattet?

        Bloß weil Sie offenbar keinem einzigen ergänzenden Gedanken zu folgen vermögen, den Sie nicht von einer Ihnen genehmen Seite vorgekaut kriegen???

        Wie schräg möchten Sie’s eigentlich noch zu „reflektieren“ versuchen, bis Sie merken, dass Sie liegen?

      • Anh Toàn sagt:

        Sie haben wiederholt behauptet, ich würde Tibi etwas unterstellen, ich verstehe den Text nicht, und jetzt argumentieren Sie auf einmal auf einer ganz anderen Schiene.

        Leck mich!

      • Anh Toàn sagt:

        oder lach Dich tot!

      • gabi sagt:

        Aha?

        Also haben Sie´s doch kapiert, aber wollten es nicht kapieren, weil das kapieren nämlich, … Äh… Hä?!

        Oder wie oder wo oder was?!

        Es wird immer wirrer.

        Bassam Tibi etwas zu unterstellen (also, dass Rassismus für ihn keineswegs schon vorliege, wenn Menschen als Kollektiv in eine niedrige Rasse eingeordnet werden würden) widerspräche meiner Aussagen, dass Sie andernfalls offenkundig den Text nicht verstehen? Oder aber – noch einmal andernfalls, aber nicht minder beschämend – mein Hinweis, dass Sie damit herausposaunen, der Dehumanisierung als ergänzendem Detail nicht folgen zu können, sei eine „andere Schiene“ sein?!

        Wie weit wollen Sie sich eigentlich noch vor mitlesendem Publikum erniedrigen?

        Totlachen?

        – Geht das denn, bei gleichzeitigem Fremdschämen?

      • gabi sagt:

        Oh… Wieder mal: Hierher!

        Und dann meinen Sie ernsthaft, Sie kommen mit Ihren üblichen Pennälersprüchen („Leck mich“), die Sie anstelle von ernstzunehmenden Argumenten oder Erklärungen aufzufahren versuchen, davon?
        Ist es nicht schon Witz genug, dass Sie sich ausgerechnet einem, dem Sie ansonsten grad wieder mal Ihren üblichen, abgelutschten Nazi unterstellt haben (natürlich ohne irgend ein Indiz dafür vorbringen zu können, wie immer!), vorstottern müssen, wieso Sie halt dennoch, irgendwie und irgendwo, aber ganz sicher, Recht hätten…
        Während dieser Ihnen ausgerechnet DEUTSCH erklären muss?
        Wären die echten Gegner faschistischen Gedankengutes auf einem derartig infantilen Niveau, hätten mich HitIers Enkel längst in Asche aufgehen lassen können.

      • gabi sagt:

        Nun ja, Anh Toàn… Belassen wir es bei einem nachsichtigen Kichern:

        Zumindest sehe ich eine überraschende Erklärung, wieso Sie sich mit verlorenen Seelen, die sich im Zufluchtsland der Wahl sprachlich nicht zurecht finden, so nachdrücklich zu identifizieren vermögen.

        Am Besten Sie ziehen sich einfach ins persönliche Echokämmerlein zurück, um zu klagen und sich dort mal so richtig auszuweinen.

        Ich bin mir sicher, dort finden sich Dutzende von Gleichgesinnten, die ihren binären Welterklärungen folgen, dass alle „Abweichler“ nur Nazis sein können…

        Selbst wenn Sie dazu den alten, billigen Faschistentrick benötigen, ihren Gegnern zuerst vollkommen haltlose Aussagen/Absichten/Vorgehensweisen zu unterstellen, um das Unterstellte dann anprangern zu können.

        🙂

  • Bernhard Hochuli sagt:

    Anh Toàn Wer auch immer sie sind; ich schätze ihre Kommentare.

  • Claudio Hammer sagt:

    Schade hat die spanische Grippe Frederick Trump nicht geholt, bevor der Kinder bekam, dann wäre uns heute einiges erspart geblieben.
    Wien: Edith Schiele, im sechsten Monat schwanger, erlag dieser Krankheit am 28. Okt. 1918 in der Wohnung in der Wattmanngasse. Auch Egon Schiele steckte sich an und verstarb, erst 28 Jahre alt, am 31. Oktober 1918
    „Max Webers Gesundheit war durch die für ihn ungewohnten Belastungen aus dem Lehramt, dazu durch eine eklatante, jahrelang betriebene arbeitsmäßige Überlastung so angegriffen, dass er seine Vorlesungen nicht mehr halten konnte. Er erkrankte an der Spanischen Grippe, zog sich eine Lungenentzündung zu und starb an deren Folgen am 14. Juni 1920 in München.“
    Die 3. letalste Welle war schon im Frühjahr 1919, ob Weber wirklich daran starb???
    .

    • gabi sagt:

      Wäre uns da soviel erspart geblieben, C. Hammer?

      Sind Sie sicher?

      Meinen Sie nicht, ein Trump ist vielmehr Ausdruck einer bedenklichen Gesamtbewegung, als bloss eine individuelle Inkarnation des Schwachsinns, der zufälligerweise gut ankommt?

      Ähnliche Überlegungen gibt es zu Stalin oder Hitler.

      Und ohne die wär alles besser geworden?

      Wissen wir nicht!

      Vielleicht wäre einer der von Hitler beim Röhmputsch beseitigten sogar der üblere Hitler gewesen. Oder einer, der dem grossen Terror Stalins zum Opfer fiel, wäre der noch grausamere rote Zar geworden.

      Ich will hoffen, dass wir derartige Phänomene wie Trump heutzutage auf vernünftigem, demokratischen und rechtsstaatlichen Wege überwinden.

      … Und nicht durch die Gunst der allmächtigen „Vorsehung“.

    • Anh Toàn sagt:

      https://www.youtube.com/watch?v=bEME9licodY

      Mercedes erkennt Gefahren, bevor sie entstehen…

  • Rolf Raess sagt:

    Was Herr Orsouw, als Historiker, scheinbar nicht weiss ist die der debile General Wille die erkrankten Wehrmänner beschimpfte. Für ihn waren die an Grippe erkrankten alles Simulanten. Sein Spruch «ein Schweizer Soldat erkrankt nicht», worauf der Oberfeldarzt Hauser aus einer Krankenstation in St.Gallen meldete: «Herr General 78 Simulanten anwesend, 2 davon diese Nacht verstorben…»

    • Claire Deneuve sagt:

      Ziemlich realitätsfremd waren die Vaterländischen scheinbar schon damals bei der schweizer Armee waren. Verwundert mich nicht wirklich bei diesem dilettantischen lächerlichen Haufen!
      .
      Aber gegen die unbewaffnete Demonstranten am Generalstreik, die meist noch im Sonntagsanzug demonstrieren gingen mit einem enormen Truppenaufgebot und dem Schiessbefehl in Grenchen mit drei Toten, zeigt, dass diese Militärköpfe einfach gemeingefährlich waren!
      Und im WK II hätten die Frauen, Alte und Kinder einfach den Nazis überlassen und hätten sich mit den CH-Eliten in die Berge ins Reduit zurückgezogen. Was nützt uns Frauen und Kindern denn eine solche Armee??? Wenig bis nichts!!
      .
      Mein Ja bekommt Monsieur Parmelin dereinst sicher nicht für seinen 8-Mrd Freipass!

      • Rolf Raess sagt:

        Ja, Frau Deneuve, aber Sie schreiben in der Vergangenheit . Da möchte ich Ihren Satz: «dass diese Militärköpfe einfach gemeingefährlich waren…!» Ergänzen mit: «…und sind!».
        Wenn ich z.B. an die Kriegsgefahr die von der USA geführten NATO ausgeht, gegen Europa!

      • Beat Simmen sagt:

        Frau Deneuve,
        natürlich lässt sich hintendrein Vieles zu Recht verurteilen.
        Doch für unzählige Männer und Frauen ging es in den Kriegszeiten doch um die Fragen: Was ist nötig? Wo und wie kann ich helfen? Trotz aller Fehlleistungen haben viele Menschen da ihr Gewissen nicht ausgeschaltet.
        Sie bezeichnen die Armee zwar als „lächerlichen Haufen“ – doch um Frauen und Kinder zu verteidigen, wäre Ihnen der „Haufen“ dann wieder gut genug gewesen.
        Echt?
        Ich gehörte auch zu diesem „lächerlichen Haufen“. Als Soldat, und als Ihr Mitbürger. Gerne dürfen Sie es besser machen.
        Nur Verachtung ist kein Argument.

      • Rolf Zach sagt:

        Man sollte über den 1. Weltkrieg das Buch „Die Welt als Wille & Wahn. Elemente zur Naturgeschichte eines Clans“ betreffend General Wille unbedingt lesen. Es ist erhellend, wie diese beiden Herren Wille und Sprecher für Ansichten hatten. Das schlimmste war aber, mit ihren Handlungen haben sie die öffentliche Meinung der Schweiz vergiftet, ganz im Gegensatz zu dem Carl Spitteler, mit seiner berühmten Rede der „Schweizer Standpunkt“
        Übrigens mein Großvater hat diese beiden als überzeugter Bürgerlicher und Anti-Bolschewist mit ihrem Gebaren gehasst.
        Grimm hat als Gegner von Lenin die SP geführt, er bekämpfte ihn nach Kräften, wie auch später die Nazis, obwohl er der Organisator der Zimmerwald Konferenz der Linken von Europa war, wo gemeinsam der Krieg der Kapitalisten verurteilt wurde.

      • Claire Deneuve sagt:

        Nun Herr Simmen: Uns Frauen, Alte und Kinder hätte unsere CH Armee bei einer Durchführung der Operation Tannenbaum um 1940 durch die Nazis eben genau NICHT verteidigt und geschützt, sondern hätte sich mit wenigen CH Eliten ins Reduit zurückgezogen.
        Gut als abschreckende Wirkung damals kann man der Armee noch einen Nutzen attestieren, aber der Dilettantenhaufen von heutzutage? Zum Glück greift keine Militärmacht seinen eigenen Safe an, das ist unser bester Schutz, dass wir Unmengen an ausländischen Geldern in der CH haben und neutral sind aber sich nicht Parmelins Spasstruppe!

  • Rolf Zach sagt:

    Meine Großmutter ist daran 1918 gestorben, als meine Mutter als Kind noch gar nicht in die Schule ging. Warum sich meine Mutter nicht angesteckt hat, obwohl meine Tante als Schulkind ebenfalls schwer erkrankte, es aber überstand, wird wohl ein Rätsel bleiben. Mein Großvater war damals zum zweiten Mal als Soldat vereidigt worden wie 1914, diesmal aber als Soldat gegen den Landesstreik der Arbeiter. Er selbst ist nach seinen Aussagen nie krank geworden, was ich darauf zurückführe, dass er als hablicher Bauer und Bäcker ständig von meiner Großmutter mit Fresspaketen, die sie ihm in den Dienst geschickt hat, gut ernährt wurde, half auch gegen eine Infektion. Dies war bei den meisten seiner Kameraden nicht üblich. Wille und Sprecher war die Versorgung ihrer Truppen gleichgültig.

    • Jürg Brechbühl sagt:

      @Rolf Zach
      Ich habe grad in der wikipedia nachgelesen. Wie bei allen Infektionskrankheiten spielte die Ernährung und der Gesundheitszustand vor der Erkrankung eine grosse Rolle. Tödlich war die Grippe fast nur, wenn weitere Krankheiten dazukamen. In seltenen Fällen erfasste die Grippe direkt die Lunge und die Lungenentzündung ist ebenfalls oft tödlich.
      Erstaunlich ist auch, dass die Grippe augenscheinlich bei etlichen symptomlos verlief. Es gab demnach eine grosse Zahl von Leuten, die gar nicht merkten, dass sie auch erkrankt waren. Jedoch reagierte das Immunsystem und sie waren nachher immun gegen die Infektion.

      • gabi sagt:

        Es hat ja vor allem die Jungen und Kräftigen erwischt. Das machte die Spanische Grippe derart ungewöhnlich und gefährlich.

  • Anh Toàn sagt:

    „Dagegen boomte der Verkauf von Gesichtsmasken,…“

    Verhüllung hat also Tradition in der Schweiz.

    • Rolf Zach sagt:

      Was ist die Logik dieses Kommentars? Ich bitte um nähere Erläuterung.

      • Anh Toàn sagt:

        Ein allgemeines Verhüllungsverbot (so wie in TI, nicht das von SG) will mir verbieten, mein Gesicht im öffentlichen Raum mit einer chirurgischen Maske zu bedecken.

        „Niemand darf sein Gesicht im öffentlichen Raum und an Orten verhüllen, die öffentlich zugänglich sind oder…“

        soll in der Verfassung stehen.

        Ich habe schon muslimische Touristinnen gesehen, die statt eines Schleiers eine chirurgische Gesichtsmaske trugen. Das soll verboten werden, ich darf dann aber auch nicht, auch nicht aus Angst vor Ansteckungen.

        Masken habe ich schon für den Abstimmungskampf, jetzt fehlt mir noch ein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich verzicht‘ auf Eure Pocken!“

        P.S: Von den Damen auf dem Foto kann man nicht mehr sehen als mit einem Niqab.

      • Anh Toàn sagt:

        In asiatischen Städten trägt die Mehrheit der Bewohner laufend eine solche Maske, um sich vor Ansteckungen zu schützen. So eine Maske schützt so gut wie eine Grippeimpfung. Würden in der Schweiz solche Masken getragen, im ÖV auf der Post und im Migros, überall wo sich viele Leute nahe sind, dazu noch Handschuhe, könnten wir uns eine Menge an Gesundheitskosten und Arbeitsausfall sparen, deutlich mehr als mit einem Helmobligatorium für Radfahrer.

        Eigentlich sollte man im öffentlichen Interesse wenn schon eine Pflicht einführen, solche Masken zu tragen.

      • Anh Toàn sagt:

        Und man kann einwenden, eine normale Maske schütze kaum vor Ansteckungen, aber sie schützt davor, andere anzustecken. Also korrigiere ich mich und verlange, dass zumindest wer Grippe hat, eine Maske tragen muss. Da aber Grippe ansteckend ist, bevor Symptome ausbrechen, also bevor man weiss, dass man sie hat, sollte dennoch jeder zumindest in der Grippesaison eine Maske tragen. Immerhin kann jemand, den er ansteckt, daran sterben.

        Eine Maske vor dem Gesicht in der Öffentlichkeit, tut so not wie ein Kondom bei wechselnden Geschlechtspartnern.

        Und das soll verboten werden: Die spanische Grippe hätte nicht diesen verheerenden Effekt gehabt, wenn man sich dessen schon damals bewusst gewesen wäre.

      • Rolf Zach sagt:

        Beim tragen dieser Gesichtsmasken zum Schutz vor Ansteckung in Ostasien um sich selbst zu schützen oder auch andere mit seinen eigenen Viren nicht anzustecken, ist da ein objektiver diesseitig rationaler Zweck dahinter, obwohl es trotzdem oft nichts nützt. Wir wissen heute, dass oft wegen anderweitig nicht eingehaltener Hygiene in Ostasien solche gefährlichen Infektionskrankheiten ausbrechen. In Japan hat man dies vollständig unter Kontrolle gebracht, auch ohne Gesichtsmaske, in China ist man auf dem Weg dazu.
        Wenn es Ihnen Freude macht, diese Gesichtsmasken mit dem Schleier der Musliminnen zu vergleichen, hat dies rein von der Logik mit diesem Tun in den Zeiten einer Epidemie nichts zu tun. Übrigens der Koran verlangt bei den Frauen keinen Schleier, dass sollten Sie wissen.

      • Anh Toàn sagt:

        Nochmals anders:

        Es ist noch keiner gestorben, weil andere ihr Gesicht verhüllen, aber viele sind gestorben, weil andere ihr Gesicht nicht verhüllt haben.

      • Anh Toàn sagt:

        Der Koran interessiert mich nicht, mich interessiert nur das in Frage stehende Verhüllungsverbot.

      • Anh Toàn sagt:

        In Japan gehört es zum Anstand, wenn man krank ist, eine Maske zu tragen, habe ich gelesen, war noch nie in Japan.

        In Asien tragen viele Frauen auch Masken, um sich den edlen weissen Teint zu erhalten.

        Manchmal werden Masken getragen um sich vor Smog (Feinstaub, Russpartikel aus Dieselmotoren) zu schützen.

        Meine Frau (aus Vietnam) trägt eine Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln und im privaten Auto. Sie sagt, mit Maske würde ihr weniger schlecht.

        Es geht nicht darum, warum jemand sein Gesicht verschleiert, sondern darum, dass dies zu verbieten, generell im öffentlichen Raum, ein Unsinn ist. Es geht ja eigentlich auch nicht um Verbieten von Verhüllung: man will den Muslimen eine reinhauen und haut sich selber auch, damit keiner sagen kann, es ginge gegen Muslime.

      • Anh Toàn sagt:

        Aber apropos Koran und Verhüllung:

        Das wäre mal etwas für den History Blog: Wie kam die Prüderie in den Islam? Passt doch nicht zusammen zu Bauchtanz und der Jahrhundertelangen lebendigen erotischen Kultur in der islamischen Welt.
        War es Victoria?

      • Ralf Schrader sagt:

        Jeder der sich erniedrigt fühlt, braucht einen, den er noch niedriger machen kann. Die Islamfeindlichkeit in der westlichen Welt ist die Rache der von der westlichen Kultur Erniedrigten am scheinbar Schwächsten, der sich gerade bietet. Sich nach oben zu rächen, trauen sich die Islamfeinde nicht, also treten sie nach unten.

        In der christlichen Kultur gibt es immer auch beides, Prüderie und Verherrlichung von Erotik. Grenzenloser Reichtum und Schwur auf Armut und Demut. Warum soll das im Islam anders sein?

        Das einzige, was den Islam vom strengen Katholizismus z.B. der Pius-Bruderschaft unterscheidet ist die Rolle Jesu. Sohn Gottes oder bevorzugter Prophet. Der Rest ist weitgehend identisch. Auch Muhammed hat Jesus als ihm selbst überlegen anerkannt.

      • Martin Frey sagt:

        „So eine Maske schützt so gut wie eine Grippeimpfung. “
        Bleiben Sie bei Ihren Leisten, AT, den vietnamesischen Boatpeople, dem Erleben arabischer Gastfreundschaft in früheren Jahrzehnten, meinetwegen irgendwelcher juristischer Semantik. Aber bitte lassen Sie sich nicht über Dinge aus, wo Sie nicht zuhause sind. Der Wert einer solchen Gesichtsmaske ist sehr relativ, schützt lediglich die direkte Umgebung vor den eigenen Tröpfchenaerosolen und dies bestenfalls wenige Stunden. Ich schätze die damit verbundene ostasiatische Rücksichtnahme, aber man muss realistisch bleiben.
        Eigentlich ist mir schleierhaft, wie man von der aus verschiedenen Gründen hochinteressanten spanischen Grippe auf Dinge wie Burkaverbot oder die (mangelnde) Integration muslimischer Einwanderer kommen kann.

      • Anh Toàn sagt:

        Burkaverbot verlangt niemand, man verlangt ein Verhüllungsverbot. Ich hätte nicht mal etwas gegen ein Burkaverbot, habe selbst in Ägypten ein einziges Mal eine Burka gesehen.

        Mein Jahr in Ägypten war vor neun Jahren, von mir aus ein Jahrzehnt, aber nicht Jahrzehnte.

        Betreffend der Wirksamkeit von Gesichtsmasken: Wenn die nur ein paar Stunden nutzen, muss man diese halt wechseln. Man benutzt ja das gleiche Kondom auch nicht mehrmals.

      • Martin Frey sagt:

        Ich bezweifle etwas, dass das in Ägypten wirklich eine Burka war, deren Gebrauch ja mehrheitlich auf die Talibanstammlande Pakistan und Afghanistan beschränkt ist. Wohl eher ein Niqab der auch nicht ägyptischen Traditionen entspricht.
        Worauf ich hinaus wollte: Gesichtsmasken helfen nur ansatzweise gegen Grippe und sind nie ein Ersatz für eine Impfung, aber vor hundert Jahren gab es nichts anderes. Heute sollten wir weiter sein.

      • gabi sagt:

        Ob ich zur Verhinderung einer Ansteckung einen Mundschutz trage oder ob ich mich zur unverhohlenen Zelebrierung meiner Segregation ( = DESintegration) verhülle, ist dann doch ein Unterschied.

        Den zu marginalisieren ist Schwachsinn.

      • Anh Toàn sagt:

        @gabi: Sie verlangen ein Gesinnungsstrafrecht: Nicht was jemand tut soll bestraft werden, sondern die Motivation dahinter.

        @Martin Frey: Einverstanden. Ich bin kein Impfgegner. Die Wirksamkeit der Grippeimpfung ist hoch, bei den meisten Grippeviren, aber gegen ein neues Virus, eine neue Mutation, ist die logischerweise unbekannt.
        Ein neues Grippevirus ist wohl noch immer, trotz Klimaproblem, die grösste Gefahr für die Menscheit insgesamt.

        Eine einzige Burka habe ich gesehen in Ägypten.

      • gabi sagt:

        Gehört natürlich hierher. Pardon:

        – Nein: Die Folgen sollen verhindert werden, die eine Gesinnung nach sich zieht.

        Hey… Sie geben doch den grossen Nazijäger (naja; also „gross“ natürlich mit Vorbehalt. Auch hier sind Sie ja Spezialist darin, Nazis zu solchen zu erklären, um dann von diesen Rechtfertigungen für das zu verlangen, was Sie Ihnen zuvor eigens unterstellt haben). Gilt das dann bei Ihnen etwa nicht als Gesinnungsjagd?

      • Anh Toàn sagt:

        Welche Folgen hat es, wenn Fatima Tarek heute um 15:30 verschleiert durch Interlaken ging?

        Oder anders gesagt, was wäre nicht geschehen, wenn Fatima Tarek heute nicht verschleiert durch Interlaken gegangen wäre?

      • gabi sagt:

        Also hier:

        Dasselbe was langfristig immer passiert und passieren muss, wenn Fatima ausschliesslich – egal ob um 15:30 oder irgendwann sonst – verschleiert auf die Strasse geht, um zu demonstrieren: Ich gehöre NICHT zu Euch. Ihr seid unrein.
        (öh… was an dieser Selbst-Desintegration natürlich mit dranhängt – Kindererziehung, Verweigerung der kulturellen Möglichkeiten, Sport oder gar Geselligkeit mit „Eingeborenen“, etc. – , werden andere Leser bestimmt gleich mit assoziieren. Gegen aktive Denkverweigerung bin ich aber machtlos und werde bei diesem Thema nicht einmal mehr schon wieder Zeit und Energie dafür verschwenden, Sie auf etwas hinzuweisen versuchen, bei dem Sie so überzeugend den Dummen spielen wollen)

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