Die schlechtesten US-Präsidenten

Schlechtester Präsident bisher: James Buchanan (1791–1868), 15. Präsident der USA, Ölporträt, gemalt von George Peter Alexander Healy, 1859.

Für viele Leute ist es schon lange klar: Donald Trump ist der bisher schlechteste Präsident der USA. Doch das ist «extrem unfair», wie Trump wohl selbst twittern würde. Erstens hat Trump noch mindestens dreieinhalb Jahre Zeit, um Amerika wieder zu gross zu machen. Und zweitens wird es erst in einigen Jahrzehnten möglich sein, das Wirken des 45. US-Präsidenten angemessen zu beurteilen.

Die 44 Vorgänger von Trump lassen sich jedoch bewerten. Im Ranking-verliebten Amerika gibt es eine Tradition der Präsidentenbeurteilung, obwohl es sehr schwierig ist, unterschiedliche Epochen zu vergleichen. Zudem ist Geschichtsschreibung immer politisch. Es gibt republikanische Listen und demokratische Listen. Auch der Forschungsstand und der Zeitgeist spielen eine Rolle. Trotzdem hat sich ein Konsens etabliert bei der Frage nach den Tops und den Flops. Das spiegelt sich etwa in der «Presidential Historians Survey 2017» des TV-Senders C-SPAN.

«Mein Gott, dieser Job ist die Hölle»

91 Historiker bewerteten die US-Präsidenten anhand von zehn Kriterien, wie etwa Leadership in Krisen, Wirtschaftskompetenz, moralische Autorität, Visionen/Agendasetting oder auch Einsatz für Rechtsgleichheit für alle Menschen – immer unter Berücksichtigung des historischen Kontextes.

Das Präsidentenranking 2017 des TV-Senders C-SPAN. (Quelle: Youtube/C-SPAN)

Als schlechtester Präsident in den letzten hundert Jahren gilt Warren G. Harding (1865–1923). Der Republikaner war 1921 ins Weisse Haus gezogen, zweieinhalb Jahre später verstarb er an den Folgen eines Herzinfarkts. Harding stand für eine isolationistische Aussenpolitik als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg und für eine wirtschaftspolitische «Laissez faire»-Haltung. «Zurück zur Normalität», hatte der einflussreiche Zeitungsverleger aus Ohio im Wahlkampf versprochen. Normalität in seiner kurzen Amtszeit waren vor allem Skandale. Seinen Freunden hatte der Präsident lukrative Posten zugeschanzt. In den Medien war bald von der Ohio-Gang die Rede. Hardings engster Beraterstab, Justiz- und Innenminister, hohe Beamte – sie alle waren in Korruptionsaffären verwickelt. Angeblich wusste er nichts von den Gaunereien seiner Leute. Harding selbst zeigte wenig Lust am Regieren. Vielmehr widmete er sich nächtelangem Zechen und Pokern oder seinen ausserehelichen Liebschaften. «Mein Gott, dieser Job ist die Hölle», wird Harding, der 29. US-Präsident, in Biografien zitiert.

Scheitern auf ganzer Linie

Versprach «Zurück zur Normalität», und das wars dann: Warren G. Harding (1865–1923), 29. Präsident der USA.

Für viele Historiker gilt Harding als der Schlechteste in der US-Präsidentengeschichte, die 1789 mit George Washington begonnen hatte. Die «Presidential Historians Survey 2017» nennt aber drei noch miesere Präsidenten: Franklin Pierce, Präsident 1853–1857, Andrew Johnson, Präsident 1865–1869, sowie James Buchanan, Präsident 1857–1861. Johnson entging haarscharf einem Amtsenthebungsverfahren, er liegt aber noch vor Buchanan, der als schlechtester US-Präsident aller Zeiten gilt.

James Buchanan (1791–1868) hatte als Diplomat, Kongressabgeordneter und Aussenminister Karriere gemacht, bevor er 1857 ins Weisse Haus zog. Der demokratische Politiker hatte das Pech, dass seine Präsidentschaft in die Zeit stark zunehmender Spannungen zwischen den Nord- und den Südstaaten fiel. Buchanan scheiterte als Krisenmanager und Integrationsfigur. Die tiefe soziale und politische Spaltung zwischen den beiden Lagern, insbesondere in der Sklavenfrage, sollte schliesslich zum Sezessionskrieg (1861–1865) führen. Bei seiner Antrittsrede hatte Buchanan die Sklaverei noch als ein Thema «von wenig praktischer Bedeutung» bezeichnet, dabei hatten schon zwei Jahre zuvor in Kansas bürgerkriegsähnliche Konflikte zwischen Befürwortern und Gegnern der Sklaverei begonnen. Wenig Glück und Geschick hatte der US-Präsident auch bei der Bewältigung einer schweren Wirtschaftskrise. Zudem lieferte er sich einen Streit mit den Mormonen in Utah.

Nach dem schlechtesten kam der beste

Buchanan, zermürbt und verbittert, verzichtete auf die Kandidatur für eine zweite Amtszeit. Bei der Amtsübergabe im März 1861 sagte Buchanan einen denkwürdigen Satz zu seinem Nachfolger: «Wenn Sie so glücklich sind, das Präsidentenamt anzutreten, wie ich es bin, dass ich es verlassen kann, dann sind Sie ein wirklich glücklicher Mann.» Buchanans Nachfolger war der Republikaner Abraham Lincoln, der in allen Rankings als bester US-Präsident der Geschichte gilt. Im Bürgerkrieg führte Lincoln den Norden zum Sieg über den Süden, und er stellte die Einheit der Nation wieder her. Lincolns Politik führte 1865 auch zur Abschaffung der Sklaverei. Buchanan hatte sich längst aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen. Der 15. Präsident starb einsam im Alter von 77 Jahren. Der US-Journalist Robert Strauss hat letztes Jahr ein Buch über Buchanan veröffentlicht. Der Titel: «Worst. President. Ever.».

***

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56 Kommentare zu «Die schlechtesten US-Präsidenten»

  • Alain Burky sagt:

    Warren G. Harding wurde gleich alt, wie ein eh. franz. Präsident, nämlich 58. Er ist aber nicht so heldenhaft gestorben, wie Felix Faure …

  • Rolf Rothacher sagt:

    Die USA ist seit langem die militärisch mächtigste Nation der Erde und damit auch die einflussreichste. Ich messe den „Erfolg“ der US-Präsidenten deshalb an der Anzahl der Kriegsflüchtlinge weltweit.
    Während den 8 Jahren George W. Bush verdoppelte sich deren Zahl von etwa 5 auf rund 11 Millionen. Während den 8 Jahren Obama versechs-fachte sich die Zahl beinahe auf 65 Millionen (gemäss UNO). Obama gehört für mich deshalb zu den schlechtesten Präsidenten überhaupt. Er ist direkt für die heutige Lage in Afghanistan, dem Iran, Libyen und Syrien, sowie Jemen verantwortlich, hat auch nichts erreicht in Süd-Sudan oder in Somalia.
    Eine „lame duck“ gegenüber früheren Problemen, ein Brandstifter für neue, noch weit grössere. Dass bleibt von 8 Jahren Obama übrig.

    • Rolf Rothacher sagt:

      IraK selbstverständlich, nicht IraN.

    • Roland K. Moser sagt:

      Die USA belieben Kriege zu führen, um die eigene Konjunktur ein wenig anzukurbeln.
      Je grösser der Krieg, um so besser.
      Genau deshalb wollen die meisten auch Trump nicht, denn er will diesem Spiel ein Ende bereiten.

  • Bebbi Fässler sagt:

    Den Salzburger Stier gibt es Tatsächlich, als Kabarettpreis!
    .
    Aber gibt es auch den Tagi-Forums-Trollpreis? Und wo kann kann würdige Kandidaten anmelden? Einen melde ich sicher an!

    • Karl von Bruck sagt:

      Solche nettiquettenwidrigen miese persoenliche Angriffe auf Mitkommentatoren, die unliebsame Wahrheiten verkuenden, gehoeren – wenn der Maulkorb schon zur Nachzensur zwingt – gekaerchert….

  • Richard Scholl sagt:

    Richtig, es liegt an uns Nicht-US-Bürgern die US-.Präsidenten zu benoten, zu bewerten, denn wir haben sie ja gewählt.
    Genau so taten wir es mit den Präsidenten des Kongo, Nordkoreas und Portugals. Diese haben wir ja auch gewählt.
    Der jetzige US-Präsident ist tief beeindruckt ob dieses Tagesnazeiger- Artikelts. Er wird nun erst recht einsehen, dass er zurücktreten sollte. Pence wird es besser machen.

    • Hermann sagt:

      Die deutsche Kanzlerin wird hier doch auch andauern bewertet, oder auch Herr Macron oder Frau May. Keiner von ihnen wurde von den Schweizern gewählt. Warum also sollte es Trump besser ergehen?

  • Marcel Senn sagt:

    Die Jungs von libertären Van Mises Institute sind auf jeden Fall ganz entzückt von Harding:
    Zur: The forgotten Depression of 1920 schreiben sie:
    „Instead of „fiscal stimulus,“ Harding cut the government’s budget nearly in half between 1920 and 1922. The rest of Harding’s approach was equally laissez-faire. Tax rates were slashed for all income groups. The national debt was reduced by one-third.“
    .
    Also quasi ein Anti-Keynes und tatsächlich kamen die USA dann wieder aus der kleinen Depression von 1920 raus, auch infolge des tech. Entwicklungen und wurden dann so euphorisch, dass sie 1929 die Börse richtig ins Bodenlose krachen liessen.

  • Klaus Zapfer sagt:

    Also wenn Reagan in den Top 10 ist, kann ich die Liste nicht ernst nehmen. Ein Schauspieler, der dank der Mafia als Präsidentenmarionette eingesetzt wurde und hauptsächlich für die Finanzindustrie politisiert hat, mehr war er nicht. Schlussendlich hat er die Politik in die Wege geleitet, die nach einer Aera der wirtschaftlichen Stabilität eine Finanzkrise nach der anderen produziert hat und dazu geführt hat, dass der Reichtum von unten nach oben verteilt wurde. Somit könnte man sogar sagen, dass ohne Reagan die Katastrophe Trump vielleicht nie passiert wäre. Für mich war Reagan einer der schlechtesten Präsidenten.

  • Rolf Zach sagt:

    Wir sollten bei US-Präsidenten immer bedenken, dass ihre historische Bedeutung in erster Linie davon abhängig ist, ob sie der USA als Staat und dem amerikanischen Volk Macht und Wohlstand gebracht haben. Ob die Deutschen mit Wilson im Ersten Weltkrieg oder mit Roosevelt im Zweiten Weltkrieg nach deren Amtszeit glücklich waren oder nicht, ist gleichgültig.
    Die deutsche Elite hätte gut getan, wenn sie den Schnauzbart und seine Spießgesellen spätestens 1944 eliminiert hätten. Mit Ausnahmen von ein paar wenigen, waren sie elende Memmen und dies musste ein ganzes Volk büßen. Auch ihr Kaiser und noch mehr diese grässliche Hindenburg Verehrung war eine Dummheit erster Güte. Hindenburg war verantwortlich für die miserablen Bedingungen des Waffenstillstands 1918 und nicht Wilson.

  • Toni Müller sagt:

    Micky, Donald & Goofy sind die Besten! Reihenfolge kann variieren.

  • Roland K. Moser sagt:

    Für mich ist Franklin D. Rosenfeld die Vorzeige-Pfeife:
    Anstatt auf die mindestens 2 Friedens-Angebote von Nazi-Deutschland einzugehen, hat er es vorgezogen, zwecks Konjunktur-Ankurbelung Krieg zu spielen und damit die sozialistische Sowjetunion nach Europa zu holen. Daraus ist dann der kalte Krieg und ein von den Sozialisten besetztes Ost-Europa geworden. Natürlich haben sich die Sozialisten nicht auf das Morden in der Sowjetunion beschränkt, sondern auch in Ost-Europa massig Menschen in die Vernichtungslager der Sowjetunion verfrachtet. Netterweise heissen die Vernichtungslager der Sozial-Demokraten „Umerziehungslager“.
    Vielleicht war er auch gar keine Pfeife: Er hat es absichtlich gemacht, weil der kalte Krieg eben auch ein Konjunktur-Programm für die USA war 🙂

    • Röschu sagt:

      @Roland K. Moser
      Ihre politische Weltanschauung ist aufgrund Ihrer diversen Kommentare in den Blogs hier ja mittlerweile hinlänglich bekannt. Das gerade Sie der Meinung sind, dass die USA mit Nazi-Deutschland Frieden schliessen (und somit deren Gräueltaten dulden) hätte sollen, erstaunt daher kaum.

    • Urban Zuercher sagt:

      Aso, nur damit ich Ihren Neusprech richtig verstehe:

      Stalin=Sozial-Demokrat
      Jositsch, Badran etc.= Sozis, Sozialisten, linke Ratten, Landesverräter, was auch immer…
      Roosevelt=Rosenfeld

      und noch kurz was aus der nzz:
      „Der Staatsmann, den Hitler in seinen Hassattacken als Büttel der «Wall-Street-Juden», als geisteskranken Paraplegiker (auf Roosevelts Kinderlähmung anspielend) oder gar als «der Jude Rosenfeld» angiftete…“
      Sagt glaub mehr über Ihr verworrenes Nazi-Weltbild aus als über die Sozialdemokraten und Roosevelt.
      Als SVPler hats man schon nicht einfach….

      • Roland K. Moser sagt:

        Stalin war Sozialist. Oder eben Sozialdemokrat. Auf keinen Fall war er Kommunist, denn Kommunismus bedingt Demokratie.
        Das Weltbild der Sozialistischen Partei der Schweiz SP ist auch interessant. Die Adressen:
        Sozialdemokratische Partei der Schweiz
        Zentralsekretariat
        Spitalgasse 34
        Postfach
        3001 Bern

        Partito Socialista, Sezione ticinese del PSS
        Piazza Governo 4
        6500 Bellinzona

        So gesehen sind Sozialisten und Sozial-Demokraten dasselbe.

        Roosevelt stammt meines Wissens von deutschen Invasoren (Die Einheimische Bevölkerung beider amerikanischen Kontinente wurde von den Einwanderern in Reservate verdrängt) ab, und die hiesssen Rosenfeld.

      • Roland K. Moser sagt:

        Mit der SVP habe ich es nicht so, die sind mir zu feudalistisch, eben rechts.
        Die National-Sozialisten sind auch Linke, die braunen Linken, und keinesfalls Rechte.
        Dass National-Sozialisten Rechte seien, haben die pink-rot-grünen Linken in die Welt gesetzt 🙂 Stimmen tut es deswegen trotzdem nicht.

      • Urban Zuercher sagt:

        Mhm….
        Ich glaub, Ihre Worte sprechen für sich. Da brauchts nicht mal mehr ne Entgegnung…

      • Martin sagt:

        @Moser: Stalin war nicht Sozialist, der war Kommunist. Und was Sie da schreiben „Kommunismus bedingt Demokratie“ ist ja wohl der grösste Schwachsinn, den ich je gelesen habe! Oder wie viele Parteien gab es denn in Kommunisten Ländern? Kommunismus ist Diktatur, Freiluftgefängnis oder wie Sie es auch immer nennen mögen. Polizeistaat wie im Bilderbuch! Oder steht das etwa so auf der SP Webseite? Demokratie und Kommunismus sind wie Feuer und Wasser. Der Sozialismus ist wieder etwas anderes als der Kommunismus. Sozusagen sein „kleiner Bruder“. Aber nur in einer Demokratie kann jeder seine Meinung frei äussern, sofern die Medien sie nicht zensurieren oder verfälschen.

      • Roland K. Moser sagt:

        @ Martin
        Demokratie ist Grundvoraussetzung für Kommunismus. „Alles wird gemeinsam entschieden“. Ohne Demokratie kein Kommunismus.
        Sie meinen die sozialistischen Paradiese, welche behauptet haben, sie seien kommunistisch. 🙂

        Sozialismus und Demokratie geht nicht.

      • Marius sagt:

        @Moser, Der Kommunismus bedingt Demokratie, absolut richtig! Aber in der Theorie nach Marx. In der Realität hat das nie existiert. Der Kommunismus musste bisher immer aufgezwungen werden. Der gelebte Kommunismus hat mit Demokratie nichts zu tun. National-Sozialisten sind nicht Sozialdemokraten. Der politische Inhalt ist massgebend und nicht der Name der Partei. Ein Nationalsozialist der den Namen lebt, widerspricht sich doch selber, wenn er eine Rassentrennung am eigenen Volk vornimmt. Sie lebten ganz klar stark rechtsextreme Werte, das müsste ihnen sonnenklar sein.

      • Roland K. Moser sagt:

        @ Marius
        Der Kommunismus wurde noch niemandem aufgewzungen. Sie verwechseln Kommunismus und Sozialismus und fallen auf das Geschnorr der Sozialisten/Sozial-Demokraten herein, welche der Welt sozialistische Müllhalden als Kommunsimus verkaufen, dabei kann es gar kein kommunistisches Regime geben, weil Kommunismus eben Demokratie bedingt.

        National-Sozialisten sind Linke. Rassismus hin oder her. Lesen Sie Adolf Hitler’s mein Kampf, dann sehen sie es.
        Im übrigen lässt sich die Rassismus- und Antisemitismus-Komponente problemlos aus dem National-Sozialismus herauslösen und er ist immer noch ein National-Sozialismus. Ich behaupte sogar, er ist er dann ein richtiger National-Sozialismus.
        Betreffend Links und Rechts: Rechts Feudalisten/Kapitalisten – Links (National)-Sozialisten.

      • Marius sagt:

        @Moser
        Der Kommunismus ist lediglich eine stark ausgeprägte Form des Sozialismus. Beides gründet auf einer Demokratie. Der National-Sozialismus war hingegen eine Dikatur. Rassentrennung und Sozialismus ist vollkommen inkompatibel.
        Hitler warf 1930 seinem damals wichtigsten Kontrahenten Otto Strasser vor, die Idee höher zu setzen als den Führer. Hitler erteilte allen Bestrebungen, innerhalb der Partei demokratische Prinzipien zu verwirklichen, eine klare Absage. Führer und Idee seien eins, und jeder Parteigenosse hätte das zu tun, was der Führer befahl. Hitler hat durch diese Betonung des Führerprinzips deutlich gemacht, dass er die NSDAP als faschistische und nicht als sozialistische Organisation verstanden wissen wollte.

    • Marcel Schmid sagt:

      @moser… wenn schon hätten die Nazis diese Franklin D. Roosevelt und nicht Rosenfels gemacht Und Sorry 1… mir wäre nicht bekannt, dass Hitler (nur der zählt) irgendwann irgendjemandem ein Friedensangebot gemacht hätte… geschweige den zwei! Und Sorry 2… der kalte Krieg ist aus dem Angriff der Nazis auf Russland und dem Kriegseintritt Russland gegen die Nazis entstanden! Die restlichen Alliierten sind nach dem Ende wieder abgezogen… die Russen sind geblieben! Hatten Sie in Geschichte einen Fensterplatz?

      • Roland K. Moser sagt:

        Es waren mindestens 2 Friedensangebote. Das erste wurde vom Nuntius in Paris den Alliierten überbracht.
        Beim 2. weiss ich es nicht mehr.
        Heinrich Himmler hat um 1944/45 es auch nochmals versucht. Ob dies das 2. oder 3. Angebot war, weiss ich nicht.

        Roosevelt ist meines Wissens Nachfahre deutscher Einwanderer namens Rosenfeld. Natürlich habe ich Rosenfeld geschrieben, um zu sehen, was passiert 🙂

        Zum kalten Krieg: Der hat sich zwischen der sozialistischen Sowjet-Union und ihren Sateliten-Staaten und den USA/Europa abgespielt. Und der kalte Krieg hat nach dem 2. WK begonnen. Mit den National-Sozialisten hat er insofern einen Zusammenhang, als dass diese den Einmarsch der roten Armee nach Europa eben verhindern wollten, es aber wegen der West-Front nicht konnten.

      • Martin sagt:

        @Schmid: Was Sie da schreiben, ist so nicht ganz richtig. 1. Es gab angeblich wirklich Friedensangebote von Nazi Deutschland an die Alliierten und 2. sind de Alliierten nicht einfach „abgezogen“. Haben Sie schon mal vom Marshall Plan gehört? 3. Der kalte Krieg hatte etwas mit der Ausbreitung des Kommunismus zu tun (China, Korea, Vietnam usw.) und mit dem Wettrüsten. Der kalte Krieg war eine Wettlauf „Kapitalismus/ freie Welt vs. Kommunismus/ nicht so freie Welt“. Sie sollten doch noch etwas über die Geschichtsbücher.

    • Thomas Hartl sagt:

      Ich verstehe ihr Anliegen, Herr Moser. Hätte Franklin D. Roosevelt Europa den Nazis überlassen, so müsste die Pnos und die Identitären heute nicht in mühsamer Kleinarbeit das Werk des Führers zu Ende führen. Und vor allem müssten sie dann nicht solchen Querulanten wie uns die Blut und Boden Politik des 3. Reiches beibringen.

      • Beatrice Lafargue sagt:

        @ Röschu: Sie haben recht. Dafür hat man aber die Gräueltaten der Soviets (Stalins!) am russischen Volk und vielen anderen Volksgruppen billigend in Kauf genommen.
        Ich will die Taten der Nazis keinesfalls verharmlosen, möchte aber darauf aufmerksam machen, dass Stalin mehr Menschen auf dem Gewissen hatte als Hitler, unter anderem auch weil er mehr zeit zur verfügung hatte.
        Dass die Allierten mit Stalin an einen Tisch sassen, kann man durchaus als Packt mit dem Teufel sehen.

      • Roland K. Moser sagt:

        Es ist natürlich ganz anders, als sie hier rumschreiben: In den Friedensangeboten waren bedingungsloser Rückzug der deutschen Truppen und vollumfängliche Reparationszahlungen mit enthalten 🙂

        Roosevelt wollte den Krieg weiterführen, weil es eben ein Konjunktur-Programm für die USA war. Ob er den künfitgen globalen und 50-järhigen Konflikt mit den Sozialisten vorausgeahnt oder vermutet hat, weiss ich nicht, sehe es aber als möglich an.

    • Roland K. Moser sagt:

      Noch einer:
      So schlecht war Roosevelt nicht, denn dank des 2. Weltkriegs als Rüstungsprogramm (Auf Pump natürlich) fanden die USA aus der Rezession raus. Ohne den 2. WK wären die USA noch bis in die 50er oder frühen 60er in der Rezession stecken geblieben.
      Roosevelt hatte also allen Grund, den Krieg gegen die National-SOZIALISTEN ein wenig am Köcheln zu halten.

      Die Soldaten der Alliierten sind für die US-Wirtschaft und deren Abzocker gestorben. Oder sieht jemand demokratische Verhältnisse in Europa? Ich nicht.

    • Karl von Bruck sagt:

      Bingo!

      Wie sagte doch schon der olle Naeppi: „Geschichte ist, worauf man sich einigt; die Wahrheit intressiert dabei nicht mehr!“

      Wenn man den Feind vernichtet, statt „nur“ besiegt, wird die Geschichte von den Siegern allein geschrieben; und geklittert. Von den Nazis haetten nur einige eigenmaechtig politkriminelle gehaengt gehoert. Kleine Befehlsnotstaender nur fuer eigenmaechtige Exzesse. Und neben die Nazis haetten mindestens ebensoviele Sowjets gehaengt gehoert, und gar einige Amis. Aber nicht nur die Geschichtsschreibung, sondern auch die Juxtiz von vernichtenden statt nur besiegenden Siegern ist nur selektiv….

  • Peter Mair sagt:

    Das man über so einen Blödsinn überhaupt schreibt, verwundert am meisten.

    • Karl von Bruck sagt:

      Sehr interessant bleibt, wie tendenzioes darueber geschrieben wird. Anheizer und Profiteure von Buerger- und Weltkriegen werden gelobt. Foerderer der gemeinsamen Wohlfahrt (samt eigener) in sicheren Grenzen und Zollmauern gegen Lohndoemper und Lohndoempingwaren in der Luft zerrissen. Immerhin sind in diesem Blog die traefen Kommentare mit unliebsamen Wahrheiten ausnahmsweise nicht – wie im Mamablog – immer zensuriert….

  • Pedro Riengger sagt:

    Wie wäre es mal mit einem Ranking der schlechtesten Bundesräte? Wenigstens sind die Amerikaner für die Wahl Ihres Präsidenten selbst verantwortlich. In der Schweiz wird von der Bundesversammlung, die selbst aus nicht wenigen fragwürdigen Personen besteht, einfach immer wieder irgendeine Kompromisslösung auf einen Bundesratssitz gehoben … Bitte nicht fortwährend so tun, als wären unsere Politiker (Ex Tagesschausprecher, Banker etc.) so viel besser als die in den USA.

    • Magi sagt:

      sehe ich auch so…. vor der eigenen Türe wischen ist nie schlecht…. also Bundesbern, auf zu vorbildlichen Taten und weg vom Beamtenwischiwaschi… wählt den oder die Beste und nicht nach Frauenquote und ähnlichen dummen Argumenten!

    • Jack Stoffel sagt:

      Schlechtester Bundesrat? Da kommt mir ein noch lebender Zürcher Milliardär in den Sinn. 2007 gelang es dem Parlament gerade noch rechtzeitig, bevor er noch grösseren Schaden anrichten konnte, ihn wegen Unfähigkeit notfallmässig und handstreichartig zu entlassen.

      • Karl von Bruck sagt:

        Der war – wie Trump – nur selektiv schlecht. Er verwechselte die Bundesverwaltung mit einer AG, und sich selber mit einem Sonnenkoenigverschnitt, der Hoechste Beamte und Offiziere an Heiligsten Feiertagen wegen Bagatellen auf seine privaten Schloesser zitierte. Gut war seine Idee des Buerokratieabbruchs. Aber er zeumte wie Trump den Esel am Schwanz auf. Gut war auch, dass er eine Quotenfemokratiedirektorin ohne Portefeuille von ihrer arbeitslosen Sinekure schasste. Katastrofal war, dass er schwerst arbeitende Beamte mit Kaputtsparuebungen belastete und gosste, statt zuerst die verwaltungsaufwaendigen Privilegien der Zollbeguenstigungsprofiteure aus Industrie und Religion sowie anderer privilegierter Kasten abschaffte und die frei werdenen Beamten fuer das gemeinsame Wohl von Buerger, Vo

  • romeo sagt:

    Lincoln war ein Manipulator ersten Ranges (plus Verweis auf den Kommentar von Herrn Sprecher), Roosevelt’s New Deal wurde durch den Kriegseintritt der USA „gerettet“, JFK war ein medikamentenabhängiger Frauenheld mit seinem eigenen Bruder als Justizminister (Tochter und Schwiegersohn als Berater zu haben ist viel schlimmer, gell?) und Reagan hat den Anstoss zur Schuldenwirtschaft gegeben, mit der heute alle so glücklich sind… soviel zu den „besten“ Präsidenten….

    • Karl von Bruck sagt:

      Der Sklaven“freund“ Lincoln schaffte die Sklaverei in den feindlichen Suedstaaten schon 1863 ab, aber noch nicht in den sklavenhaltenden Unionsstaaten. Im Sezesslionskrieg gings nicht um Sklavenbefreier gegen Sklavenhalter, sondern – und das erst noch nur selektiv – um Lohnsklavenhalter gegen Petischensklavenhalter. Rosenfeld wollte eigentlich die privilegierten Kasten mit Cash and Carry fetten, statt mit Lend und Lease die Staatskasse leeren. Und er haette lieber die Japaner und Sowiets aufeinandergehetzt, und das Inselspringen hoechstens gegen schwache zweitklassige japanische Einheiten gefuehrt. Nur deshalb ruestete er die Sowjets so viel zu hoch, dass die in ihrem Einfrontenkrieg ohne verlustreiche Landung in der Normandie bis zum Atlantikwall haetten durchbrechen koennen….

  • Theo Sprecher sagt:

    Abraham Lincoln soll der beste Präsident sein? War das nicht der Typ, der das Land für „den Erhalt der Union“ in einen Bürgerkrieg gestürzt hat in dem Millionen umkamen?

    Für mich waren Georg Washington und Ronal Reagan die zwei besten Präsidenten. Washington hat aktiv mitgewirkt, die Nation zu gründen und Reagan hat – zusammen mit Michail Gorbatschow – den kalten Krieg beendet. Und die zwei schlechtesten? Vermutlich Nixon oder Clinton. Nixon hat den Watergate Skandal verursacht und von Clintons Amtszeit ist nichts übrig geblieben (sagte Hillary Clinton) ausser vielleicht die Erinnerung an den Lewinsky Skandal.

    • Thomas Hartl sagt:

      Abraham Lincoln mag nicht perfekt gewesen sein, bevor sie ihn verurteilen, sollten sie sich aber schon über die Gründe des Amerikanische Bürgerkriegs informieren. Der erste Schuss wurde übrigens von den Südstaaten abgefeuert. Interessant sind auch die Parallelen dieses Krieges zum Sonderbundskrieg in der Schweiz.

      • Roland K. Moser sagt:

        Aus der Erinnerung und somit ohne nachzuschauen:
        Ursache des Sezessions-Kriegs war, dass die „Südstaaten“ wegen anderer Vorstellungen nicht mehr mit den „Nordstaaten“ im selben Boot hocken wollten. Ob die Vorstellungen auch religiöser Natur waren wie beim Sonderbundskrieg, kann ich aber nicht sagen.
        Lincoln wird immer zugeschrieben, er habe die Sklaven befreit. Das war aber nur ein Neben-Effekt. Zudem wurden die Sklaven nach deren Entlassung in die „Freiheit“ vom feudalistischen Norden ausgebeutet. Etwa so wie die Ausländer in der Schweiz von der Wirtschaft ausgebeutet werden.

      • Thomas Hartl sagt:

        Der ideologische Faktor spielte im Sonderbundskrieg die Religion, im Sezessionskrieg die Sklavenfrage. Wesentlicher war aber in beiden Kriegen der Bruch zwischen einem liberalen, wirtschaftlich modernen Teil und konservativen, wirtschaftlich rückständigen Gebieten, die sich abspalten wollten. Die militärische Intervention ging in beiden Konflikten von der Sezessionsseite aus: Der Angriff des Sonderbundes im Tessin und Aargau, beziehungsweise die Eroberung von Fort Sumter durch die Südstaaten. In beiden Konflikten blieb der liberalen Seite danach keine Alternative zu einer militärischen Antwort.

      • Roland K. Moser sagt:

        Meines Wissen spielte im Sezessionskrieg die Sklavenfrage keine Rolle bzw. war 1 Frage von vielen, in denen Unstimmigkeit herrschte.

        Dass es um die Sklavenbefreiung ging, ist Geschichtsklitterung erster Güte.

      • Thomas Hartl sagt:

        Ähnlich wie in der Schweiz die Freischarenzüge, heizten in den USA Aktionen der Abolitionisten zur Befreiung von Sklaven die Stimmung auf. So dürfte die Sklavenfrage in etwa dieselbe Rolle gespielt haben, wie bei uns die Jesuitenfrage. Geschichtsklitterung ist allerdings, dass Abraham Lincoln die Sklaven im Süden befreien wollte, und deshalb den Krieg auslöste.

      • Martin sagt:

        @Moser: Die Sklaverei war doch ein relativ zentraler Punkt. Wo gab es denn die grossen Baumwollfelder? Die Sklaven waren billige Arbeiter und für diese Art der Industrie von Bedeutung. Ist ungefähr das gleiche, wie wenn man heute die AKW’s durch Windräder ersetzen möchte. Die Windräderfreunde finden die Gegner rückständig und die Windradgegner brauchen aber den Strom für ihre Produktion.

      • Roland K. Moser sagt:

        @ martin
        In einem gewissen sinn war die Sklaverei natürlich „zentral“ aber eben nur eine Frage von vielen.
        Die kulturellen Unterschiede sind auch sonst so gross, oder waren es, dass das Zeug nicht zusammenpasste.
        Beim Sezessionskrieg ging es nicht um die Sklavenbefreiung, sondern darum, die Union mit Gewalt zusammen zu halten. Die Sklavenbefreiung war ein netter Effekt, welcher den Sklaven nichts brachte, denn die überschwemmten anschliessend lediglich den Arbeitsmarkt.

      • Karl von Bruck sagt:

        @Moser (13h22): Das war einer der seltenen (Buerger-)Kriege, die im Grunde nicht auf Religionsdifferenzen fussten. Die eindringenden Indianergenozider und Sklavenpeitscher waren im Norden wie im Sueden zu einem Teil aus ihrer Heimat vertriebene lebensfeindliche Bigotte, deren Zivil“recht“ und selektives Zoelibat von der Bibel und gesetzlosen Juxitzurteilen statt von einem saekularen Staat bestimmt war, andererseits aus fluechtigen Verbrechern. Nebst trotzdem anstaendig gebliebenen oder gewordenen Buergern gibt es noch heute zuviele Bigotte, Verbrecher, und bigotte Verbrecher. Die USA hat – in Konkurrenz nur mit der Multikulti-RSA – prozentual die hoechste Rate an Gefangenen. Vor China, Nordkorea und Kuba…..

    • Tom Lips sagt:

      Auf Seiten der Union waren etwa 350’000 Todesopfer zu beklagen, auf Seiten den Konföderierten ca. 200’000. Schrecklich genug, aber weit entfernt von Millionen. Es sind die offiziellen Zahlen aus der US-Kongressbibliothek und sie umfassen Soldaten und Zivilisten. Wer dramatische Zahlen erfindet, um seiner persönlichen Meinung noch mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, erreicht das Gegenteil.

      • Theo Sprecher sagt:

        @ Tom Lips:
        Okay, der Ausdruck „Millionen“ war evtl. etwas zu hoch gegriffen. Und trotzdem, der Sezessionskrieg forderte mehr amerikanische Todesopfer als jeder andere Krieg, an dem die USA im Laufe ihrer Geschichte beteiligt waren. Die „offiziellen Schätzungen der Kongressbibliothek“ basierten auf der Quellensammlung zweier Veteranen und gelten heute als veraltet. Aktuelle (akkuratere) Schätzungen (von J. David Hacker) kommen zum Schluss dass mindestens 750’000 Tote zu beklagen waren, dazu kommen aber noch die indirekten Opfer, welche ein Krieg immer fordert.
        Sie können es drehen und wenden wie sie wollen, Herr Lips, sehr viele Menschen starben aufgrund einer politischen Idee (Erhalt der Union), die Abraham Lincoln durchsetzen wollte.

      • Karl von Bruck sagt:

        Zu beruecksichtigen ist, dass die Bevoelkerung damals erst auf 30, und noch nicht auf 300 Millionen explodiert war. Beide Seiten pressten Wehrpflichtige zum Kriegsdienst; und von der Wehrpflicht konnte man sich auf beiden Seiten fuer ein paar hundert Dollar feudal legalisiert freikaufen. In Kontinentaleuropa grassierte der das Gleichheitsgebot krass verletzende offizielle Kauf von Privilegien und der Freikauf von Pflichten einerseits, sowie der Klau von Grundrechten (zB auf Niederlassung sowie Ehe und Famlie) von zu kleinen Loehnen und Renten Abhaengigen erst unter dem Einfluss der USA nach dem zweiten Weltkrieg. Zuerst langsam schleichend, und nach 1970 immer frechoffener bis hin zur Keulung des sofortigen Rechtes auf eine gemeinsame Heimat und gar auch nur Niederlassungsrecht 1990

  • Ralf Schrader sagt:

    Rankings bilden nichts ausser sich selbst ab. Glaskugellesen ist genau so exakt, aber viel amüsanter.

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