15 kuriose Fehlprognosen

«Gitarrenmusik ist auf dem absteigenden Ast» sagte die Plattenfirma Decca Records zur Bewerbung der Beatles. Foto: Michael Ochs Archives (Getty Images)

Eigentlich wollte ich hier einfach ein paar spektakuläre Falschprognosen aus der Vergangenheit präsentieren. Denn gerade die können lehrreich sein: Zu sehen, wie sich der Mensch täuscht, wenn er in die Zukunft blickt, schärft unsere eigene Analysefähigkeit. Vielleicht bringt es uns auch ein bisschen Demut bei.

Es gibt ja auch sehr viele erhellende Fälle, wo jemand kreuzfalsch lag beim Blick in die Zukunft. Gern werden besonders unterhaltsame Irrprognosen in Vorträgen oder Management-Seminaren zitiert, zum Beispiel diese da:

  • «Ich denke, es gibt einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer.»Thomas J. Watson, Präsident von IBM, 1943.

Da kann man herzhaft lächeln über die Naivität der Älteren oder die Arroganz des Multi-Managers. Doch in diesem Fall zeigt schon der Blick in Wikipedia, dass wir es mit einem Fake zu tun haben: Quellen für dieses Zitat gibt es nicht, und die frühesten Hinweise auf den Satz tauchen Mitte der Achtzigerjahre auf, also lange nach Watsons Tod …

Und so muss uns die nächste, ebenso gern zitierte Falschprognose, gar nicht weiter überraschen: 

  • «Das weltweite Potenzial für Kopiermaschinen liegt bei höchstens 5000 Stück.» – Antwort von IBM an die Gründer von Xerox, 1959.

Auch hier sei erwähnt, dass sich nichts Entsprechendes in der offiziellen Firmengeschichte von Xerox findet. Jedenfalls war das Kopierprinzip im Jahr 1959 bereits so weit, dass Xerox ohnehin schon einen eigenen Markt – grösser als 5000 Geräte – zu bauen begonnen hatte.

Beliebt werden solche Zitate wohl dadurch, dass sie unser Bild bestätigen vom Grosskonzern, der in seiner Arroganz und Blindheit die Zukunft verpasst – ein offenbar befriedigendes Gefühl. Ein weiteres, gern vorgetragenes Beispiel aus dieser Kategorie:

  • «Wir mögen ihre Musik nicht, und Gitarrenmusik ist auf dem absteigenden Ast.» – Antwort der Plattenfirma Decca Records an den Manager der Beatles, 1962.

Allerdings: Dieser Fall ist verbürgt. Wir wissen en detail, wie die Beatles bei Decca vorspielten, und die Absage mit dem Verweis auf die altmodischen Gitarren wird von den drei überlebenden Pilzköpfen in der «Beatles Anthology» erzählt.

In dieselbe Kategorie – tumber Grosskonzern-Manager – gehört eine spektakuläre Fehlprognose aus den Siebzigerjahren:

  • «Es gibt keinen Grund, weshalb irgendjemand zu Hause einen Computer haben will.» – Ken Olsen, Gründer und Präsident von Digital Equipment, 1977.

Olsen bestätigte später, so etwas gesagt zu haben. Nur: Er habe mit dem Wort Computer eher ein Steuerungsgerät gemeint als an einen PC. Dies aber würde bedeuten, dass der DEC-Manager tatsächlich weit vorausgeblickt hatte; erst im heutigen Zeitalter des Internet of Things wird er langsam überholt.

Wir ahnen also langsam: Selbst solide Analysen können aus der Ferne als Fehlprognosen missverstanden werden – man muss sie nur passend aus dem Zusammenhang reissen. Ein Beispiel:

  • «Dieses ‹Telephon› hat zu viele Mängel, um ernsthaft als Kommunikationsmittel betrachtet zu werden. Das Gerät ist grundsätzlich wertlos für uns.» — Internes Memo von Western Union, 1876.

Das Zitat ist offenbar korrekt, vermittelt aber ein falsches Bild: Western Union nutzte die Telegrafentechnik für Geldüberweisungen, und für diese Aufgaben taugte das Telefon wirklich nicht – zumindest nicht bis ins 21. Jahrhundert. Zweites Beispiel:

  • «Da bereits über 50 ausländische Autohersteller auf dem Markt sind, wird es die japanische Autoindustrie schwer haben, eine grosse Scheibe des amerikanischen Marktes für sich abzuschneiden.» — Das Wirtschaftsmagazin «Business Week» in einem Artikel über die Autobranche 1958.

Das Zitat ist korrekt, allerdings wird es heute im Internet meistens mit einem späteren Erscheinungsjahr zitiert – zum Beispiel 1968. Vergessen geht also, dass die «Business Week»-Analyse nach 1958 noch über ein Jahrzehnt lang viel Gültigkeit hatte.

Setzt man ein Zitat oder eine Voraussage wirklich in ihre Zeit, so ist es oft um einiges plausibler als aus der diffusen Ferne. Nehmen wir diese schöne Fehleinschätzung des Fernsehgeräts – sie stammt aus dem Jahr 1939. Damals schrieb die «New York Times» über die neuen Flimmerkisten:

  • «Die Menschen müssen dasitzen und ihre Augen auf einen Bildschirm fixieren. Die durchschnittliche amerikanische Familie hat keine Zeit für so etwas. Deshalb sind sich die Aussteller einig, dass das Fernsehen keine ernsthafte Konkurrenz für das Radio darstellt.»

Das lässt uns heute schmunzeln. Aber im Grunde ist es ein durchaus seriöser Bericht über eine der ersten Präsentationen des TV-Geräts an einer Messe in New York.

  • «Es besteht keine Gefahr, dass die Titanic sinkt. Das Schiff ist unsinkbar, und die Passagiere werden höchstens gewisse Unannehmlichkeiten verspüren.»

Der Satz stammt von Philip Albright Small Franklin, dem Präsidenten der International Mercantile Marine Co., zu der auch White Star Line der «Titanic» gehörte. Klar, man kann jetzt wunderbar darüber spotten. Aber nicht, wenn man die Umstände überprüft. Denn dabei erfährt man, dass dies eine erste Stellungnahme des Reeders war, nachdem in der Nacht des 15. April 1912 Meldungen über einen Zwischenfall im Atlantik eingelaufen waren: Franklin ging es schlicht darum, bis zur Klärung der Lage die Angehörigen zu beruhigen. Was hätten Sie gesagt?

Die Bluffs der Politik

Fundamentaler erscheinen andererseits die oft gigantischen Fehlprognosen aus dem soziologischen oder politischen Bereich: Sie konnten nun wirklich eine unheimliche Macht gewinnen – bis hin zum mörderischen Irrwitz marxistischer oder nationalsozialistischer Prognosemodelle.

Bis heute verfolgt uns beispielsweise die Grundidee, dass unsere Subsistenz-Möglichkeiten gewisse Grenzen haben: Irgendeinmal reicht die Erde nicht mehr für die Menschen. Zu den ersten Warnern – und Fehlprognostikern – zählte Robert Malthus. Der englische Kleriker wies die Menschheit schon vor zwei Jahrhunderten darauf hin, dass es eng wird:

  • «Die Macht des Bevölkerungswachstums ist der Kraft der Erde, für den Menschen den Lebensunterhalt zu produzieren, so überlegen, dass das menschliche Geschlecht auf irgendeine Weise den frühen Tod finden muss.» — Robert Malthus, 1798.

Oder anders:

  • «Die Bevölkerung hat die dauernde Neigung, sich über das Mass der vorhandenen Nahrungsmittel hinaus zu vermehren.»

Malthus’ Warnungen ängstigten die Zeitgenossen, ihre Nachfahren, deren Kinder und deren Kindeskinder – das Denkmodell dahinter taucht seither ständig auf: Wir steuern in die Ernährungskatastrophe. Dazu ein ganz ähnliches Zitat, einfach zwei Jahrhunderte später geäussert:

  • «Die Bevölkerung wird unvermeidlich die kleinen Fortschritte, die wir bei der Nahrungsmittelversorgung machen, komplett übertreffen. Die Sterberaten werden steigen, bis in den nächsten zehn Jahren mindestens 100 bis 200 Millionen Menschen jährlich verhungern.» — Paul Ehrlich, Biologieprofessor an der Stanford University, 1970

Seither ist die Zahl der Hungernden global deutlich gesunken, trotz eines massiven Bevölkerungswachstums. Gewiss, das Potenzial unserer Erde kann endlich sein – Fehlprognosen können sich in einer Zukunft als präzise Warnungen entpuppen. Aber die Katastrophe bleibt so lange aus, als die Grenzen dieser Endlichkeit noch weiter draussen liegen, als wir heute glauben. Oder solange die Menschheit Alternativen findet, um knapp werdende Güter zu ersetzen.

Typische Fehlprognosen aus dem engeren politischen Bereich entstehen aus einer notorischen Fehlüberschätzung – ein Wesenszug, der bekanntlich vielen Staatslenkern eigen ist.

  • «Das wird ein Frühstück.» – «Ce sera l’affaire d’un dejeuner.» – Napoleon am Abend vor der Schlacht bei Waterloo, 1815. Die Aussage wird von mehreren Anwesenden überliefert, wobei der Kaiser auch angefügt haben soll: «Meine Herren, wenn meine Befehle richtig ausgeführt werden, werden wir morgen in Brüssel dinieren.»
  • «Ihr werdet wieder zu Hause sein, ehe noch das Laub von den Bäumen fällt.» – Adresse des deutschen Kaisers Wilhelm II. an die ersten Soldaten, die nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 Richtung Belgien ausrückten.
  • «Nach Hitler – wir!» – Motto der Kommunistischen Partei Deutschlands unmittelbar vor und nach Hitlers Machtübernahme.
  • «Die Mauer wird in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben. Das ist schon erforderlich, um unsere Republik vor Räubern zu schützen.» – DDR-Staatschef Erich Honecker 1989, neun Monate vor dem Fall der Berliner Mauer. 
  • «Ich denke, das ist der Frieden für unsere Zeit» – «I believe it is peace for our time.»Englands Premierminister Neville Chamberlain nach dem Münchner Abkommen von 1938. Genau ein Jahr später brach der Zweite Weltkrieg aus.

Falsch! Falsch? Auch hier geben viele Historiker dem britischen Premier mehr Kredit: Chamberlain habe genau gewusst, dass der Vertrag von München – bei dem die Engländer Hitler den Weg freimachten zur Besetzung der Tschechoslowakei – keine definitive Lösung sei. Aber er verschaffte ihm Zeit. Und ohne solche beruhigenden Sätze wäre die ganze Glaubwürdigkeit dahin gewesen.

Womit wir auf der nächsten Ebene wären: Fehlprognosen als Mittel der Tarnung. Ein vielzitiertes Beispiel:

  • «Es wird Jahre dauern – und nicht in meiner Lebenszeit –, bevor eine Frau die Partei führen oder Premierministerin wird.» – Margaret Thatcher in einer Rede vor der Tory-Partei, 1974.

Fünf Jahre später wurde dieselbe Frau erste Premierministerin Grossbritanniens. Das Zitat ist unbestritten, doch eine Fehlprognose war es kaum: Es war vielmehr ein Ablenkungsmanöver, um diskreter den eigenen Aufstieg einzufädeln.

Kurz: Was heute als Irrtum erscheint, war zur Entstehungszeit öfter eine Aussage mit sehr politischer Absicht. Ein gern belächeltes Schweizer Beispiel wäre:

  • «Zürich ist gebaut» — Ursula Koch, Zürcher Bauamts-Vorsteherin, 1988.

Auch diese Bemerkung wirkt heute grandios falsch. Liest man sie aber im Original, so wird sie zum politischen Positionsbezug. Der Satz ist eine Absage an grosse städtebauliche Gesamtlösungen – ein Veto. Genau besehen argumentierte die SP-Stadträtin ohnehin differenzierter: «Die Zeit des schnellen Machens ist vorbei. Wir werden in Zürich in den nächsten Jahren kein quantitatives Wachstum, sondern grosse qualitative Verbesserungen benötigen. Die Stadt ist gebaut. Sie muss nicht neu-, sondern umgebaut werden. Umgebaut zu einem lebenswerteren Zürich, mit hohen urbanen Qualitäten.»

Insgesamt sehen wir: Wer etwas wagt, riskiert auch, mit einer erheiternden Fehlprognose in die Geschichte einzugehen – zu Unrecht.

Und so geben wir hier noch einen sehr mutigen Satz weiter, mit dem vagen Gefühl, dass ihn künftige Generationen dereinst wonnig zitieren werden. Und zwar vermutlich so:

  • «In unserem Leben werden wir keine Finanzkrise mehr erleben» – Janet Yellen, Präsidentin der US-Notenbank, Juni 2017.

Tatsächlich zitierten die Nachrichtenagenturen die amerikanische Fed-Chefin Janet Yellen mit solch einer Aussage. Konkret sagte Janet Yellen bei einer Diskussion in London: «Würde ich sagen, dass es niemals mehr eine Finanzkrise gibt? Sie wissen, dass das wohl zu weit gehen würde. Aber ich denke, wir sind viel sicherer, und ich hoffe, dass es in unserer Lebenszeit keine mehr geben wird, und ich glaube auch nicht, dass es geschehen wird.»

Inzwischen wissen wir ja alle: Das ist vielleicht gar keine Prognose. Sondern eine Erklärung mit einer ganz bestimmten doppelten Absicht …

***

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67 Kommentare zu «15 kuriose Fehlprognosen»

  • Roland K. Moser sagt:

    „Die Hölle“ ist eine Fehlprognose der 3 Psycho-Seuchen Abraham’s, dem Judentum, dem Christentum und dem Islam. Und die natürlich ausschliesslich dazu dient, die grosse Masse unterwürfig zu halten.

  • Peter Keller sagt:

    Napoleon: «Das wird ein Frühstück.» – «Ce sera l’affaire d’un dejeuner.»
    Richtig: „Das wird ein Mittagessen.“
    Frühstück wäre in Frankreich „petit déjeuner“.
    CH-Romandie: Déjeuner – dîner – souper
    Frankreich: Petit déjeuner – déjeuner – dîner.

  • Ronnie sagt:

    In den 60ern schwadronierte mal einer, dass Biel bald eine Million Einwohner haben werde, die Schweiz gar 10! Nun, auf dem Weg dazu sind wir. Die Prognose damals war aber für die nächsten 10 oder 20 Jahre gedacht. Relativ lag der Zeitgenosse richtig, absolut nicht. Also Vorsicht was man da meint verstanden zu haben. Ich sagte 1985-1988 voraus, dass ich als alter Mann (50? oder 90?, nannte kein Alter!) mein Brot von der Bäckerei unter Lebensgefahr und bewaffnet vom Beck nach hause bringen muss. Ich sagte der Kapitalismus funktioniert vorerst, aber nicht ewig, es kommt zur Krise und grosse Veränderungen sind dann angesagt. Die Krise kam, die Veränderungen sind langsam im Gang. So gab es einige Voraussagen. Ich nannte nie eine konkrete Zahl, so schlau war ich dann schon, aber den Trend erkann

  • F. Graf sagt:

    Eine persoenliche Erinnerung betreffend Fehprognosen. Als die ersten Computer in der Firma, fuer welche ich arbeitete, eingefuehrt wurden (damals ein Stueck pro Stockwerk, und einigen fanden es schon zu viel), wurden wir informiert, das Zeug haette eine Festplatte von 5 MB. Auf meine naive Frage, was das wohl bedeutete, bekam ich als herablassende Antwort : es ist mehr, als Sie je in Ihrem Leben werdet brauchen koennen.

    • Ronnie sagt:

      War recht modern! Sie mussten also nicht zum richtigen Zeitpunkt Kupferplatinen während der Rechenoperation aus wechseln, damit der Compi die Arbeit überhaupt beenden konnte? So gesehen, zu jener Zeit, hatte der Computer tatsächlich wenig Brot, aber man gab sich bekanntlich nicht geschlagen. Bald verschwinden die PCs, dann wären andere Aussagen einfach mit Verspätung doch richtig. Wearables und Cloud machen das möglich, aber auch das komplette Desaster.

  • Röschu sagt:

    Die Frage ist doch: Wo genau liegt die Grenze zwischen Fehlprognose und Belügen des Volkes?
    – „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“ – DDR-Regierung 2 Monate vor dem Bau der Berliner Mauer
    – „Die Krankenkassenprämien werden nicht steigen“ – Im Abstimmungskampf um das Bundesgesetz über die Krankenversicherung
    – „Es wandern nicht mehr als 8000 bis 10000 Leute zu“ – Bundesrat im Abstimmungskampf um die bilateralen Verträge

    und bald wohl auch:
    – „Die Umstellung auf erneuerbare Energie kostet nicht mehr als CHF 80.00 pro Haushalt“ – Abstimmungskampf um das Energiegesetz

    • Paul Levi sagt:

      Und wo liegt die Grenze der Lüge im Kommentar?
      Die Aussagen 2 + 3 wurden so nie vom BR gesagt. Das sind quasi moderne Märchen. Nur weil die SVP die Aussagen ständig wiederholen, werden diese nicht plötzlich wahr.

    • Ronnie sagt:

      Nirgends steht ein Datum und so kann man es als Wahrheit betrachten, wenn es für eine sehr kurze Zeitspanne gemeint war! Rückblickend, oben angedeutet, ist alles anders und man ist schlauer, auch bei Lüge oder Irrtum oder was auch immer.

    • Lori Ott sagt:

      Und vor langer Zeit (anno 1936) liess Bundespräsident und Finanzminister Albert Meyer verlauten „Ein Franken bleibt ein Franken“, leugnete also die Existenz der Inflation bzw. die Wirkung der erfolgten Abwertung zu einer Zeit, als dieser Mechanismus längst nicht allen sonnenklar war.
      Schamlose Lügen als falsche Prognosen zu verkaufen hat also bei uns hier in der Schweiz eine beachtlich lange Tradition.

  • Raphael Huber sagt:

    Hier noch eine Prognose:
    Ein SRF in einem statisch ausgestrahlten Format für das jeder gleich viel zahlen muss wird in der Zukunft als absurd angesehen.

  • Rolf Bombach sagt:

    «Ich denke, es gibt einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer.» Schade, dass das ein Fake ist, da es so ungefähr die einzige Prognose war, die etwa hinkommt. Natürlich waren mit „Computer“ damals nicht die zu hunderttausenden vorhandenen Bürorechenmaschinen (heute PC) gemeint, sondern die Mainframes.
    Es gibt zur Zeit etwa 160 Supercomputer (in dem Sinn, dass Nummer 160 etwa 1% der Rechenleistung des schnellsten hat). Es sind fast ausschliesslich Unikate, mit Ausnahme von ca. 35 Cray XC40.
    Die Prognose wurde, fake oder nicht, nicht ernstgenommen, und so ist es zu Massenpleiten bekannter Supercomputer-Bauer gekommen. Cray gehört auch dazu, auch wenn der Name weitergereicht wurde. (FPS, Convex, MasPar, nCUBE, Kendall S R, Thinking Machines, Meiko, ….)

  • Martin sagt:

    Was das Honecker-Zitat bezügl. der Mauer betrifft, war auch ich Anfang 1989 noch felsenfest davon überzeugt, daß sowohl diese wie auch die deutsche Teilung für immer unverrückbar ist. Jahrgang 1966, ich kannte es gar nicht anders, und die Propaganda trug ihren Teil dazu bei. Jedesmal, wenn man (ab 1972) zwecks Besuch der östlichen Verwandten diese am schärfsten bewachte Grenze der Welt überquerte und die monströsen und bedrohlichen Befestigungsanlagen sah sowie der Willkür der DDR-Grenzorgane ausgeliefert war, festigte sich dieser Eindruck nur noch weiter. Niemand konnte sich vorstellen, daß ein simpler Versprecher eines Politbüromitglieds bei einer Pressekonferenz zum Zusammenbruch der Mauer führen würde.

    • Paul Levi sagt:

      Auch ohne diesen Versprecher wäre die Mauer zusammengebrochen. Die DDR und die beschützende Sowjetunion waren finanziell bankrott.
      Es war nur erstaunlich, dass der Zusammenbruch friedlich verlief.

      • Martin sagt:

        Die Gründe für den Zusammenbruch waren vielfältig, und sie waren in Gorbatschows Glasnost, der angespannten Finanzlage, der Perspektivlosigkeit in der DDR, unzureichenden Reformen und vielem mehr zu suchen. Aber die eigentliche Maueröffnung war sehr wohl von Schabowski ausgelöst, als nach seinem Versprecher die Ost-Berliner zu Tausenden an die Übergänge pilgerten, um sich selbst zu überzeugen. Ich weiß noch, wie wir gebannt vor dem Fernseher saßen, weil wir es nicht glauben konnten. Und der Honecker mit seiner „Prognose“ glaubte es ja bis zum Schluß nicht.

  • Rémy sagt:

    Herr Pöhner, die Prognose von Malthus hat sich effektiv nicht bewahrheitet. Zumindest bis heute nicht. In wenigen Jahren überschreiten wir die 10 milliarden Menschen Grenze, und eine Ende des Wachstums, solange Sex gratis sein wird, jedoch Kondome kostenpflichtig, ist nicht in Sicht.
    Woher wollen Sie wissen, ob jetzt in diesem Falle nicht Sie eine Prognose als Fehl-Prognostizieren (sozusagen eine Fehl-Fehlprognose), nur weil sie NOCH nicht eingetroffen ist?
    Unsere Enkelkinder werden die Antwort dann mal kennen! Wenn Malthus recht hatte, werden sie uns hassen.

  • Amerigo sagt:

    Ursula Koch hat aber schon nicht vorausgesehen, dass man das gesamte ehemalige Industriequartier mit Luxuswohnungen, Ausgangstempeln und dem zweithöchsten Hochhaus vollstellt. Von Zürich Nord war auch nie die Rede. Sie war da nicht besonders weitsichtig.

    • Hans Iseli sagt:

      …und meiner Firma an der Hardstrasse hat die Dame jahrelang verboten, etwas anderes als Gewerberaum zu schaffen.
      Geballte Links-Intelligenz.

  • Ottmar Riesen sagt:

    Meine Lieblingsprognose: Ende des 19. Jahrhunderts sagte der Direktor des US-amerikanischen Patentamtes, dass 90 % aller Erfindungen bereits getätigt worden seien.

    • Roland K. Moser sagt:

      Kenne ich so ähnlich:
      „Wenn das ginge, hätte es schon längst einer gemacht“. Habe ich zig-male zu hören bekommen.
      🙂
      Und immer wieder kommen neue Sachen, die bisher noch keiner gemacht hat 🙂

  • Walter Boshalter sagt:

    Na da fehlen doch glatt zwei Klassiker auf der Liste:

    „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“
    – Kaiser WIlhelm II.

    „Diesel bleibt auf absehbare Zeit unverzichtbar“
    – Dr. Friedrich Eichler, Chef der Aggregateentwicklung bei VW, 38. Wiener Motorensymposium 2017

  • Diana Hilker sagt:

    Eine tolle Fehlprognose von mitte-links Politikern und ideologischen Oekonomen war ja auch die Zahl der Einwanderung in die CH durch die PFZ. Die wurde ja bekanntermassen viel zu tief angesetzt. Oder war das gar keine Fehlprognose sondern eine knallharte Lüge von Politikern und Wirtschaftsvertretern, die genau wussten, dass für sie ein güldenes Jahrzehnt ansteht in dem man sich schamlos auf Kosten der Einheimischen bereichern kann? Wir wissen es nicht, aber ich vermute es.

    • Roland K. Moser sagt:

      Es war eine Lüge!
      Der Bundesrat lügt konsequent, um das Stimm- und Wahlvieh zu manipulieren. Und es funktioniert.

  • Bebbi Fässler sagt:

    „«Wir mögen ihre Musik nicht, und Gitarrenmusik ist auf dem absteigenden Ast.» – Antwort der Plattenfirma Decca Records an den Manager der Beatles, 1962.“
    .
    Bei diesen „Gitarren“ braucht man nur den Stecker zu ziehen und schon ist aus mit der Musik.
    .
    Da bleibe ich lieber bei meiner geliebten Laute, laute Töne sind nicht unbedingt ihre Stärke. Aber für ein Tet-a-Tet zu zweit, da genügt mir die stilvolle Laute.

    • Ronnie sagt:

      Gibt es eine elektrische Sitar? Vielleicht einmal. Es gibt Dinge die sich länger halten, weil keine bessere und billigere Alternative, mitunter ein Grund für Fehleinschätzungen. Auch den Stecker ziehen ist im Moment wahr, aber man könnte das schnell beheben ohne Strom, siehe ihre akustische Klampfe. Resonanzkörper sind eben wandelbar wenn man so will. Vielleicht müssen die in Zukunft nicht einmal mehr sichtbar sein? Auch hochtemperierte Supraleiter soll es nicht geben, man kennt sie nun. Die welt, sie ist voller Wunder.

  • Martin Senn sagt:

    Die Aussage «Ihr werdet wieder zu Hause sein, ehe noch das Laub von den Bäumen fällt.» stammt von Kaiser Wilhelm dem II.!

    • Ralph Pöhner sagt:

      Natürlich! Danke für den Hinweis, das zweite I ist bereits eingefügt.

      • Ronnie sagt:

        Es stimmte ja auch! Entweder tot, auf Urlaub etc. , nur auf diesen Satz bezogen. Aber was sagten die Leute sonst noch? Und an den anderen Tagen? Da ist ja nicht alles immer ständig notiert worden wie beim ollen Kim.

  • Peter Lienhardt sagt:

    ……wenn wir unsere Umweltsünden nicht rigoros einstellen, gibt es um die Jahrhundertwende keine Bäume mehr………(Zitat aus den frühen Achtziger Jahren). Ein Grund mehr, warum kein Grüner in den Bundesrat gehört.

    • Beat sagt:

      Wer hat das gesagt? Quelle? Wann genau und zu welcher Gelegenheit?
      Und wie kommen Sie zu der merkwürdigen Schlussfolgerung, dass deshalb kein Grüner in den Bundesrat gehört? Zuerst müssten Sie nämlich erst mal belegen, ob das ein „Grüner“ gesagt hat. Dann müssten Sie einfach mal ganz kurz überlegen, was seit den frühen Achtziger Jahren an Umweltmassnahmen getätigt wurde. Und die Zusammenhänge mit den Bäumen betrachten…
      Sie haben das „Spiel“ hier völlig falsch verstanden. Zurück auf Feld 1!

    • Markus Rotkopf sagt:

      @Lienhardt: Haben sie es immer noch nicht verstanden?
      Dank Luftreinhalteverordnung (LRV), eingeführt 1985 – und in der Folge Katalysator im Auto, Filter für Industrieschlote usw. – hat sich der Ausstoss von diversen Schadstoffen um bis zu >90% reduziert.
      Es gab ein Problem, die Politik hat eine wirksame Lösung präsentiert. Wo liegt hier die Fehlprognose?

      • Ronnie sagt:

        Nun, es war am 1.Januar 2000 tatsächlich so! Jener sagte das so allgemein, da hat man Beweise dafür, oder alles Quatsch, denn auch unter den schlimmsten Bedingungen wäre der Wald auf Papua Neuguinea der letzte Wald gewesen, den wir noch gehabt hätten aus jener Sicht. Das ist übrigens auch verbrieft aus diesem Jahr und war glaub ich im PM geschrieben.

      • Richard Müller sagt:

        Wegen der LRV gibt es den Wald noch? Dann hätte China schon lange keinen Wald mehr, die Verschmutzung ist da ein Vielfaches, und das schon über Jahrzehnte. Aber das kommt davon, wenn Ideologie Wissenschaft ersetzt. Auch die CO2-gestützte Erwärmung Ist widerlegt und heute ist Konsens – auch beim IPCC – mit hoher Wahrscheinlichkeit beeinflusst die Sonne (wär hätte das gedacht) maßgeblich die Erdtemperatur.

    • Hans Iseli sagt:

      Ich bin ja auch den Grünen nicht ganz grün, aber unbestritten sind ihre Verdienste trotzdem. Die von ihnen erzwungenen Fortschritte sind gewaltig, und ohne diese wären wir wohl nahe am Lichterlöschen.
      Was hat man ihnen damals um die Ohren gehauen? Geht nach Moskau!
      Solchen Mist hat damals die Rechte verzapft. Heute sind halt die Linken dran mit Quatsch verbreiten.

  • Stephan Fehlmann sagt:

    Und die allergroesste Fehlprognose kommt ausgerechnet noch von unseren Siebengescheiten aus Bern……, durch die Personenfreizuegigkeit wandern hoechstens 5000 Personen pro Jahr in unser Land ein. Eine damals herrliche Prognose……..oder.

  • Astrid Meier sagt:

    Wie alt ist Janet Yellen?

  • beni sagt:

    waterloo, 1815

  • Roland K. Moser sagt:

    Zu Malthus:
    Natürlich hatte er Recht. Das Problem ist, dass seine Aussage kurz vor massiven technischen Veränderungen erfolgt ist, welche auch die Landwirtschaft verändert haben.

    Heute in der Schweiz:
    Aus den Böden kaum mehr zusätzliche Erträge heraus zu holen 🙂 Das dürfte auch für den Resten Europa’s gelten.
    Im globalen Schnitt wird pro Hektare Landwirtschaftsland 1,7 Personen ernährt. In der Schweiz 5.

    Malthus hat Recht, aber „wir“ sind erst dort, wenn das letzte Stückchen grün entweder Landwirtschaftsland oder Beton ist 🙂
    Die Schweiz ist schon dort: Sie kann selbst nur 5 Millionen Menschen ernähren, in der Schweiz leben aber 9 Millionen Menschen. Und weil in den Herkunftsländern der Lebensmittel die Bevölkerung auch wächst, verhungert sie in der CH über kurz oder lang.

    • Paul Levi sagt:

      Und schon gibt es eine Fehlprognose mehr. Nur ist sie weder kurios noch ist der Schreiber berühmt. Er ist nur ein Fremdenfeind, der sein Fremdenhass mit Versorgungssicherheit und Umweltschutz deckt.
      Es tönt wie eine Platte mit einem Sprung. Zum Glück beachtet das niemand.

      • Regina Bischof sagt:

        @Paul Levi. – Einmal mehr disqualifizieren Sie sich selber mit Ihrem Kommentar. – Herr Moser hat einen wahren Sachverhalt dargestellt, welcher den Fakten entspricht. – Und Sie wissen einmal mehr nichts besseres zu schreiben, als Herrn Moser persönlich zu beleidigen und Ihre linke Ideologie herunterzubeten. – Ich begrüsse es, dass Ihre Ergüsse veröffentlich werden, damit sich jeder seine eigene Meinung über Paul Levi bilden kann.

      • Paul Levi sagt:

        @Regina Bischof: Wahrer Sachverhalt? Verschonen Sie uns mit diesem Quatsch. Sie wissen aber schon, was die Ziele von Herr Moser sind? Er will alle Ausländer und alle eingebürgerte Schweizer aus dem Land werfen, um angeblich sich selbst ernähren zu können. Das Problem ist aber, dass diese Leute sich nicht in Luft auflösen, also werden diese global gesehen, nicht weniger Essen oder Verbrauchen. Das entlarvt die Idee, dass es keineswegs um Umweltschutz geht, sondern einzig und allein um Fremdenhass. Es gibt sehr viele Kommentare von Hr. Moser die das bestätigen.
        Wollen Sie auch 4 Mio Menschen aus der Schweiz schmeissen? Wann ja, dann nur zu, unterstützen Sie die menschenfeindliche Ideologie von Hr. Moser.
        Ich finde es sogar gut, wenn meine „Ergüsse“ veröffentlicht werden.

      • Roland K. Moser sagt:

        Danke Frau Bischof.
        Ich stelle tatsächlich nur Fakten dar 🙂 Ideologie-zerfressene Gestalten reagieren darauf mit Hass! 🙂

      • Roland K. Moser sagt:

        Sie verstehen meinen obigen Kommentar intellektuell?

        Die Durchschnittszahlen stimmen fast, ich habe nochmals nachgesehen: Global 1,4 Menschen pro Hektare, in der Schweiz 5 pro Hektare. Ausgerechnet habe ich es mit Zahlen aus Wikipedia.

        Dass die Erdoberfläche endlich ist, stimmt nicht nur fast, sondern 100 %. Somit auch die Menge der zu erzeugenden Lebensmittel endlich ist. Oder wollen sie behaupten, es sei nicht so?

        Und ja: Ich bin der Meinung, dass die Menschen dort leben sollen, wo ihre Lebensmittel wachsen.

        Die Erde ist eine Kugel und kreist um die Sonne 🙂

        Es gibt keinen Gott oder es gibt unzählige, weil sonst nur genau 1 Religion recht hätte. Und welche wäre das dann? Gemäss ihnen natürlich die ihrige. Oder irre ich mich?

      • Paul Levi sagt:

        @Roland K. Moser: Ihr Satz „Ich bin der Meinung, dass die Menschen dort leben sollen, wo ihre Lebensmittel wachsen“ entlarvt Ihre wahren Absichten. Denn es geht gar nicht um die globale Überbevölkerung, die man ja nur mit Entwicklungshilfe lösen könnte. Im Gegenteil würden Sie die Entwicklungshilfe sogar streichen und 4 Mio Einwohner ausschaffen. Wie genau stellen Sie sich das denn vor? Kommt die Polizei oder gar das Militär und führt ausländische Familien oder Schweizer mit Migrationshintergrund ab und stellt sie an die Grenze? Damit niemand wieder zurückkommt würde man eine Mauer um die ganze Schweiz bauen?
        Auch ich begrüsse, dass die Ergüsse von Hr. Moser veröffentlicht werden, damit jeder sieht welche menschenverachtende Ideologie dahinter steckt.

      • Roland K. Moser sagt:

        @ Levi
        sie gehen schon wieder nicht auf meine Fakten ein.

      • Paul Levi sagt:

        @Roland K. Moser: Ich gehe sehr wohl darauf ein. Ich sehe nämlich die Konsequenzen daraus. Wenn Sie sagen, dass es zu viele Menschen gibt, dann gibt es ja nur eine Lösung, die Menschen müssen reduziert werden. Wieso gehen Sie nicht auf meine Fragen ein? Ich habe die schon mehrmals gestellt. Also, wie wollen Sie 4 Mio Einwohner in der Schweiz haben? Und was würde das am globalen Überbevölkerungsproblem ändern?

      • Hans Iseli sagt:

        Njet.
        Blicken Sie zurück ins Jahr 1815, da ist der Vulkan Temboro ausgebrochen. Die Ernten waren mies, und kein Land hat mehr Lebensmittel exportiert. In der Schweiz sind sie 1816 zu Zehntausenden verreckt. Wer sich nicht selber versorgen kann, wird bei solchen unausweichlichen Natureireignissen wieder verhungern.
        Sie sollten weniger in Polemik machen und vielleicht auch auf Beschimpfungen verzichten.

      • Roland K. Moser sagt:

        Danke Herr Iseli 🙂
        Ideologie-zerfressene Geister verstehen das nicht.

        Auch nicht, dass dort, wo wir die Lebensmittel aktuell stehlen, die Bevölkerung auch wächst, und es über kurz oder lang da nichts mehr zu stehlen geben wird, weil sich die Bevölkerung dagegen wehren wird, dass ihre Lebensmittel ins Ausland verkauft werden.

    • Thomas Hartl sagt:

      Herr Moser, ihre Sorge um unsere Ernährungssicherheit ist rührend, aber das Problem liegt nicht an einem Mangel an Nahrungsmittel, sondern an den finanziellen Möglichkeiten vieler Menschen, sie zu erwerben. Hier wird ein hoher Prozentsatz der Nahrungsmittel weggeworfen, schlicht weil wir es uns leisten können. Weltweit wird ein noch grösserer Anteil an Nahrungsmittel als Biotreibstoff verbrannt. Wenn sie etwas Gutes tun wollen, dann werfen sie keine Nahrung weg, und minimieren sie ihre Mobilität. Die Schweiz und der Planet danken es ihnen.

      • Roland K. Moser sagt:

        Natürlich nicht!
        Malthus hat recht, weil er erkannt hat, dass die Oberfläche der Erde endlich ist und somit auch die Menge der herstellbaren Lebensmittel endlich ist. Wollen Sie behaupten, es sei nicht so?

      • Leo Schmidli sagt:

        @Moser: Malthus hat aber nicht weitergedacht. Technischer Fortschritt von Maschinen, Düngern, Züchtungen etc. Das berücksichtigen Sie ebenfalls nicht. Was ist mit Substitutionsgütern? Und auch die Anbauflächen sind nur theoretisch endlich: Wieso kann nicht einige Meter über dem Acker eine zweite Anbauschicht angelegt werden? Ergänzend zu mehrgeschossigen Hochhäusern gibt es dann mehrgeschossige Felder. Warum nicht? Wenn die Not gross genug ist, werden wir Lösungen finden (müssen)!

      • Thomas Hartl sagt:

        Herr Moser, die Bevölkerung wächst primär in Ländern mit hoher Kindersterblichkeit und schlechtem Sozialsystem. In Europa sinkt die Bevölkerung sogar, wenn die Zuwanderung vernachlässigt wird. Mit anderen Worten: Jeder Einwanderer in die Schweiz stellt weniger Kinder auf die Welt, als wenn er in seiner Heimat bleiben würde. Noch sinnvoller wäre natürlich, unsere Gesundheitsversorgung und unser Sozialsystem in die armen Länder zu bringen, aber leider lehnen genau jene Kreise Entwicklungshilfe ab, welche sich vor Überbevölkerung fürchtet. Absurd aber wahr.

    • Jon Caduff sagt:

      Ob Malthus recht hat oder nicht, ist nicht klar.
      Erstens geht er von der – möglicherweise – irrigen Annahme aus, dass sich die Menschheit zwangsläufig exponentiell vermehren muss. Wie wir heute wissen, nimmt die Geburtsrate rapide ab, wenn ein gewisses Wohlstandsniveau erreicht ist. Es ist also zumindest denkbar, dass die Menschheit zu schrumpfen beginnt, noch bevor die Grenze der Nahrungsmittelproduktion erreicht wird. Sie selbst gehen von der – wahrscheinlich – irrigen Annahme aus, dass Nahrung zwingend durch die Landwirtschaft erzeugt wird und aus heute nutzbaren Böden stammen muss. Wer sagt, denn, dass wir in hundert Jahren nicht in der Lage sein werden, unser Steak im Labor wachsen zu lassen, oder unser Salat nicht z. Bsp. auf dem Meeresgrund gezogen werden kann?

    • Roland K. Moser sagt:

      Selbst mit den abenteurlichsten Würgereien ist aber nur eine begrenzte Anzahl von Menschen durchfütterbar.

      • Ronnie sagt:

        Herr Moser, sie irren, weil die Menschheit sich gar nicht derart vermehren kann in der Praxis! Trotzdem wird es Nahrungsmittelknappheit geben, weil es Menschen wie sie gibt! Tönt wie eine Beleidigung, das ist nicht das ziel hier, sondern sie müssen sich selber mal wie im Spiegel betrachten, dann sehen sie warum. Weltweit zB ist die Geburtenrate rückläufig, aber nicht an jedem Ort auf der Welt, nur insgesamt. Bis also alles sich so eingependelt hätte, dass ich recht habe, so müssten wir bis weit ins nächste Jahrhundert warten, aber es wird vorher geschehen. Nicht weil wir zu wenig Nahrung pflanzen können oder die schlecht wäre, es werden andere Gründe sein. Und das meinte ich mit „ihnen“. Sie verstehen also, die Unzulänglichkeit Mensch und wir wissen nicht was noch kommt.

      • Roland K. Moser sagt:

        Lieber Ronnie
        Wenn wir das Prinzip anwenden, dass jede Volkswirtschaft sich selbst ernähren können muss, wird es keine Probleme betreffend den Hunger mehr geben 🙂

  • Roland K. Moser sagt:

    Zu IBM und Xerox:
    ich glaube sofort, dass sich IBM derart rückwärts-orientiert verhalten hat. Sinngemäss hat IBM gesagt: „Man wird nie mehr als 640 kB Arbeitsspeicher brauchen.“ Weshalb die Architektur des IBM-PCs, also des PCs allgemein, nur 640 kB Arbeitsspeicher zugelassen hat, und oberhalb des Arbeitsspeichers die Treiber geladen wurden. (Apple hat es dann genau umgekehrt gemacht 🙂
    Ob die PCs heute immer noch so gebaut werden, vermute ich stark. Das was uns als Arbeitsspeicher verkauft wird, ist oberhalb von 1 MB angesiedelt und ist lediglich eine Speichererweiterung im Sinne eines Anbaus und nicht eines grösseren Baus.
    Ergänzungen/Korrekturen von Lesern erwünscht.
    Xerox hat übrigens die Fenstertechnik erfunden, welche dann von Apple und später von Microsoft übernommen wurde.

    • Stefan W. sagt:

      @Moser: Das war nicht IBM. sondern Bill Gates 1981 („640 kB ought to be enough for anybody“). Allerdings dementierte er sellber, das gesagt zu haben.

      Und nein, heutige PCs und Betriebssysteme adressieren den Speicher über 1 MB nicht mehr als „expanded“ oder „extended“ Memory, sondern einfach als Arbeitspeicher. Natürlich gibt es immer noch Maximalgrenzen des adressierbaren Arbeitsspeichers, die von Prozezessorarchitektur, Chipsatz und Betriebssystem abhängen, aber die sind heute deutlich höher, als 1 MB (so im Bereich 4-64 GB)

      • Roland K. Moser sagt:

        Oh! Das war Bill Gates.
        Die Architektur des PC ist aber nach wie vor dieselbe?

      • Stefan W. sagt:

        @Moser: Nein, die 1 MB Grenze kam daher, dass der Prozessor des ersten IBM PC nur 1MB adressieren konnte. Der Fehler von Microsoft war, die oberen 384KB fürs System zu reservieren, weil man glaubte, die nie zu brauchen (Ein Durchschnittscomputer hatte damals 8-32KB) . Schon mit dem Nachfolgeprozessor 80286 wäre die Grenze eigentlich weggefallen, aber inzwischen war der IBM PC mit MS-DOS ein Quasi-Standard, dem sich nicht einmal Intel entziehen konnte, und darum bekamen 80286, 386 und 486 eigens einen Modus („Real Mode“), in dem sie so taten, als könnten sie ebenfalls nur 1MB adressieren, obwohl sie längst viel mehr konnten. Den überzähligen Speicher konnte man nur mit Tricks (extended Memory) erreichen. Windows ab NT und Linux haben den Prozessor aber nicht mehr im Real Mode betrieben.

    • Hans Liant sagt:

      Der 640 KB Kommentar ist ebenfalls Fake 🙂 (und wird übrigens Bill Gates und nicht IBM zugeschrieben).

      Zu Xerox: Die haben nicht die ‚Fenstertechnik‘ erfunden, sondern den ersten Computer mit einer graphischen Benutzeroberfläche der mittels einer Maus steuerbar war.

    • Matthias sagt:

      @Moser: Ihre Vermutung ist aber falsch. Das 640-KiB-Limit hat seit wohl 20 Jahren keinerlei Bedeutung mehr. Aktuelle PC-Hardware mit einem aktuellen Linux kann (zumindest theoretisch und wenn Sie es sich leisten können 😉 ) viele Terabytes RAM nutzen (bei Windows wird es ähnlich sein), und dabei ist das alles einfach „Speicher“, ohne dass die untersten 640 KiB oder das unterste Megabyte irgendeine besondere Bedeutung hätte.

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