schliessen
  • Kann uns eigentlich egal sein? Der Gurten – in der Gemeinde Köniz.

Neue Mauern für die Stadt

Man kann aus vielen Gründen für oder gegen das Projekt von Tram Region Bern sein. Es gibt aber Argumente, die sollte man nicht vorbringen.

Vielleicht müsste man den Stadt-Land-Graben neu ziehen. Bisher glaubte man ja eigentlich, der verlaufe irgendwo in den Schratten des Emmentals, auf den Gipfeln ob Meiringen, vielleicht auf den Ebenen des Belpberges. Aber mitten über die Schwarzenburgstrasse? Knapp an den Hängen des Schosshaldenwaldes vorbei? Eher nicht.

Oder doch? Einzelne Tramgegner jedenfalls scheinen die alten Stadtmauern Berns zu vermissen: «Was haben wir Stadtberner von diesem Tram? Ostermundigen und Köniz kann uns ja eigentlich egal sein.» Sagte ein «älterer Herr» an der Parteiversammlung der FDP von vergangenem Montag. Ob das die Linie der Stadtberner FDP ist? Hoffentlich nicht.

Vielleicht war das aber auch ein fortschrittliches Plädoyer zur Stadtentwicklung: Regionalisierung statt Zentralisierung! Wiederbelebung der Quartiere, Aufbau der Agglo! Bolo’bolo statt Ryfflihof, Westside und Shoppyland. Aber: Eher nicht.

Man kann aus verschiedenen Gründen für oder gegen das Tram sein. Aber weil es kühnerweise in die Agglomeration fährt und nicht an der Stadtgrenze halt macht? Sicher nicht.

Christian Zellweger

Christian Zellweger geht seit 2010 unter den Lauben Berns und schaut, wer auch schaut.


Publiziert am 27. August 2014

Schlagworte

2 Kommentare

Alle Kommentare zeigen

Verbleibende Anzahl Zeichen:

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.