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Wochenrückblick (1)

Es gibt Wochen, in denen so viele Dinge von Relevanz passieren, dass es schwierig ist, Schritt zu halten. Wir fassen für Sie zusammen.

Alles nur geklaut: Bei der Meldung dürfte dem geneigten Kunstconnaiseur beinahe der Monokel aus dem Augenlid gefallen sein: Der bekannte Kunstsammler und Stubenhocker Cornelius Gurlitt hat all seine Gemälde dem Kunstmuseum Bern vermacht. Wieso hat er das getan? Vermutlich weil ihm zu Ohren gekommen ist, dass man es in Bern mit Anspruch auf Besitz nicht so eng nimmt. So bunkert zum Beispiel das Historische Museum immer noch die beliebte Bolivianische Gottheit Ekeko, obwohl nicht wirklich klar ist, ob diese denn auch hinter Berner Vitrinen gehört. Nun soll also auch Gurlitts Sammlung nach Bern verlegt werden, an welcher der bittere Geschmack von Raubkunst haftet. Wird Bern langsam zur Räuberhöhle?

Guter Stoff: Auf Drängen der GB/JA!-Fraktion soll die Stadt prüfen, ob es möglich ist in «Cannabis Social Clubs» legal Gras zu verticken. Was beim lesen des Motiotextes auffällt: Schon seit sieben Jahren schiebe der Gemeinderat das Thema vor sich hin und wehre sich vehement dagegen, aktiv zu werden. Aus diesem Verhalten entsteht die Vermutung, dass der Gemeinderat in seinen Sitzungen dann und wann auch mal etwas social clubbing betreibt. Er sollte die Angelegenheit nicht so eng sehen. Denn schliesslich gibt es in Bern bereits mehrere Clubs für den Kokainkonsum.

Aufsteller der Woche: Diese Meldung toppte sogar den Gurlitt-Coup. Die Young Boys sind wieder auf Meisterkurs, dank dem glorreichen Unentschieden gegen die Übermannschaft aus Aarau. Wir gratulieren.

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 9. Mai 2014

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