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Der Wasser-Test

Diese Frage beschäftigt Bern: Soll man nun Leitungs- oder Mineralwasser trinken? Der Hauptstädter bemüht sich um Antworten.

Die Hauptstädter-Redaktion stellt sich in die Dienste der Wissenschaft. In einem gewagten Selbstversuch will sie endlich Klarheit über die Unterschiede zwischen Wasser aus dem Hahn und Wasser aus der Flasche schaffen. Die Zeit drängt. Denn so wie es aussieht, wird die Stadt Bern bald eine Art Prohibition auf Mineralwasser einführen. Deshalb hat sich die Redaktion ein paar der vermutlich letzten Flaschen, die es über die Stadtgrenze geschafft haben, gesichert, um sie mit Hahnenwasser zu vergleichen.

Das Experiment scheint nicht ganz ungefährlich. Schliesslich enthält Leitungswasser mehr Kalk als Mineralwasser. Werden die Körper der Testpersonen zugunsten der Wissenschaft bleibende Schäden erleiden? Dazu kommt, dass Nationalrat Christophe Darbellay davor warnt, dass Leitungswasser «mitunter chemisch und physikalisch mit Chlor, Ozon und UV-Strahlen aufbereitet». Das klingt angsteinflössend. Dennoch wurde darauf verzichtet, den Selbstversuch unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen.

Getestet wurden fünf verschiedene Wasser, wovon eines aus dem Wasserhahn kommt. Lesen Sie am Textende, ob das Wasser aus der Flasche oder aus der Leitung kam.

Wasser 1:

Redaktorin Jordi: «Der erste Schluck hinterlässt eine leichte Patina auf der Zunge. Ist das nun der Kalk? Ganz klar, dieses Wasser hat eine längere Reise durch verkrustete Leitungsrohre hinter sich. Es tut seinen Zweck, ist aber reichlich sperrig. Mein Tipp: Das Hahnenwasser.»

Redaktorin Richter: «Ein leicht bekömmliches Wasser. Könnte in Kleinkinderkrippen zum Konsum angeboten werden und erreicht im Ranking der Testperson Platz 2.»

Redaktor Erdmann: «Sehr frisch. Etwas kühler als die Wasser 1, 4, 5. Etwas wärmer als Wasser 2. Wird wohl jenes sein, dass ich vor ein paar Stunden für diese Studie aus dem gekühlten Getränkeautomat geholt habe. »

Wasser 2:

Redaktorin Jordi: «Ein weiches, gaumenschmeichelndes Trinkerlebnis. Böse Zungen würden bemängeln: fast schon zu gefällig, dieses Wasser. Nichts für komplexe Geister. Ein Allerwelts-Tafelwasser.»

Redaktorin Richter: «Die Probandin konstatiert einen unangenehmen Nachgeschmack. Ein Wasser wie Wein im Tetrapack. Doch das Leitungswasser-Verdikt wird hier nicht gefällt.»

Redaktor Erdmann: «Sehr wässrig, sehr fad. Ich schmecke weder Ozon noch UV-Strahlen. Definitiv aus der Flasche.»

Wasser 3:

Redaktorin Jordi: «Hier baut sich im Abgang eine gewisse Süsse auf. Werbebilder von glücklichen, bidonleerenden Menschen bei ausschweifenden Wald- und Wiesenwanderungen drängeln sich ins Bewusstsein. Ein schon fast ranschmeisserischer Durstlöscher. Bestimmt kein Hahnenwasser.»

Redaktorin Richter: «Der Kalk scheint sich beim Trinken in der Mundregion festzusetzen. Die Probandin fürchtet einen frühen Tod und erkennt den unheilvollen Geschmack des hundsprofanen Leitungswassers.»

Redaktor Erdmann: «Ganz klar das Leitungswasser. Etwas chlorig im Abgang. Vergleichbar mit einem Schluck aus dem Hallenbadbecken.»

Wasser 4:

Redaktorin Jordi: «Ein anonymes Wasser, fast steril. Führe ich mir soeben einen hochgesunden Mineraliencocktail zu? Ich vermag es nicht zu sagen. Eher tippe ich auf den Wasserspender, der im Gang der Redaktion steht. Besteht hier nicht eine erhöhte Bakteriengefahr, wie bei Brackwasser üblich? Unguter Gedanke. Nächste Probe.»

Redaktorin Richter: «Der Sieger unter den getesteten Wassersorten: Angenehme Temperatur, ein Wasser mit Quellwasser-Allüren. Die Testperson tippt auf die Tamedia-Wassermaschine.»

Redaktor Erdmann: «Ist ganz sicher nicht das Leitungswasser. Denn es ist viel zu kühl und stammt deshalb aus dem Wasserspender neben dem Lift.»

Wasser 5:

Redaktorin Jordi: «Längst sind die Geschmacksknospen heillos überfordert mit all diesen Eindrücken. Eine gewisse Trinkmüdigkeit stellt sich ein, ähnlich wie bei satten Säuglingen. Nichts Kloakiges, nichts Chloriges macht sich bemerkbar. Das hier ist kostenpflichtiges Mineralwasser.»

Redaktorin Richter: «Das Wasser ist pelzig und leicht bitter im Abgang und wäre das zweite Hahnenwasser – wenn es zwei gäbe.»

Redaktor Erdmann: «Grossartiges Wasser. Leichte Andeutung eines Geschmacks. Ökobilanz hin oder her – diese Flaschen würde ich auch aus Übersee einschiffen lassen.»

Fazit:

Die Hauptstädter-Redaktion deckt Unglaubliches auf: Anscheinend gibt es, zumindest geschmacklich, keine Unterschiede zwischen Leitungs- und Flaschenwasser. Diese Erkenntnis könnte jedoch auch nur davon ablenken, dass sämtliche Testpersonen mit ihren Analysen völlig falsch gelegen haben. Renommierte Wissenschaftsinstitute könnten zudem die angewandte Methodik der Hauptstädter-Redaktion in Frage stellen.

Erkenntnisse:

Redaktorin Jordi: «Die Fallhöhe bei der Wasserdegustation ist unerwartet gross. Schleunigst mit dem Rauchen aufhören.»

Redaktorin Richter: «Unser Leitungswasser ist halt der Tamedia-Wasserspender. Dürfen wir den dann trotz Mineralwasser-Prohibition behalten, Herr Tschäppät?!»

Redaktor Erdmann: «Wasser – was für ein undurchsichtiges Getränk!»

Wasser 1: Cristalp Wasser 2: Vittel Wasser 3: Tamedia-Wasserspender 4:Leitungswasser Wasser 5: Aproz

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 25. Oktober 2013

24 Kommentare

    • Hans Stucki says:

      Noch ein Tipp: Wasser, wie alle anderen Getränke, sind Gewohnheitssache. Wer eine Woche lang täglich Pepsi trinkt, kann Coca-Cola ersetzen; wer dasselbe mit Leitungswasser macht, kann Mineralwasser ersetzen.
      Wer das Gegenteil behauptet, kennt sich selber schlecht!

  1. Alois Meier says:

    Ich beherzige, was Brabek sagt: Trinken Sie Wasser, um Wasser zu sparen. Will heissen: für 1L Cola wird schon wieder mehr Wasser benötigt als für 1L Leitungswasser. Ferner ist das Winterthurer Leitungswasser allerbeste qualität. Ohne Hormonähnliche Weichmacher aus der Flasche.

  2. Seppl says:

    Schon der Versuch aus der Temperatur Rückschlüsse zu ziehen, zeigt die Verzweiflung der Tester

  3. Heiner Christen says:

    Wer in der Schweiz abgefülltes Wasser kauft und zuhause trinkt, ist ein armes Opfer der Marketingbemühungen grosser Konzerne. Andere nennen es dumm:-) Ich finde es gut, dass Bern hier einen neuen Weg beschreitet. Und interessant, wer hier wieder nach dem Staat im Staat ruft… Seien wir doch stolz auf unser gutes Wasser;-)

  4. Marcel Edoaurd says:

    Totasl unseriös, diese Testmethode. Mir hätte keines der Wasser geschmeckt aus diesen Plasticbechern!

  5. Christoph Fluri-Heckenbuecker says:

    Cooler Artikel! Wir können gerne Eure Egebnisse mit meinen Testergebnissen bei der Wasser-Info in Bern am 12. November abgleichen. Jeder ist willkommen. Mineralwasser und Leitungswasser einpacken und wir testen das gerne durch. Egal welche “Fallhöhe” 🙂 Anmelden könnt Ihr Euch hier: http://bit.ly/18nbazu Die Teilnahme ist natürlich kostenlos und macht Spaß!-)

    PS: Ich finde es gut, dass Bern von Mineralwasser auf Leitungswasser umsteigt!-)

    • Christoph Fluri-Heckenbuecker says:

      Vielen Dank an alle Teilnehmer an unserer Wasser-Info in Bern. Wir haben jetzt die meisten der oben genannten Wasser richtig getestet und wird in erstaunt über die Werte. HIer die Ergebnisse:

      In Gasel 483 ms / Aproz ohne 1700 / Aproz mit 1650 (Migros) / Cristalp (Coop) 947 / Vittel 633 / Evian 588

      Der Grenzwert für die Leitfähigkeit für den in den letzten Jahrzehnten systematisch angehoben. In Deutschland von 135Ms auf 1.000Ms im Jahr 1990 über 2.500Ms in 2001 bis schließlich auf 2.790MS im Jahr 2011.

  6. Albi Gmür says:

    So ein Quatsch. Geht ja nicht drum ob eines der Wasser “feiner” ist als das andere. Mineralwasser kommt von der Quelle und ist daher sauberer als das Hahnenwasser, das über hunderte Kilometer in alten Leitungen geführt wird und je nachdem auch ungenügend aufbereitet wird. Die Bieler zum Beispiel, die in den letzten Jahren Hahnenwasser getrunken haben, könnten es noch bereuen, da bekannt wurde, dass das AKW Mühleberg radioaktives Cäsium und Plutonium in den Bielersee abliess, wovon beim Bieler Hahnenwasser das Wasser zur Aufbereitung kommt (diese Element wurden natürlich nicht gefiltert!).

  7. Sacha says:

    Zur Herstellung von einem Liter Mineralwasser als kommerzielles Produkt werden mehrere Liter an Hahnwasser benötigt und zudem grosse Mengen von (typischerweise: fossiler) Energie (zur Herstellung, Säuberung und Transport der Behälter, Werbekampagnen etc..) Halt Profitlogik. Und wir haben hierzulande das Glück, dass unser Hahnwasser sauber und gesund ist.

  8. MannohneSchatten says:

    Nun wisst Ihr, wie sich die Feuerwehrmänner, die nach Fukushima geschickt wurden, gefühlt haben müssen. Ich danke Euch im Namen der Berner Stadt- und Agglomerationsbevölkerung für diese Pionierarbeit. Und denkt daran, nicht nur das Wasser ist ‘ne heikle Sache, mit Eurem Test müsst Ihr Euch wohl auch an bleihaltige Luft gewöhnen… mit freundlichen Grüssen des gefürchteten Verbandes der Schweizer Mineralwasser-Produzenten. Doch das Denkmal für die Nachwelt ist gesetzt. Ergebenst, gez. Mann ohne Schatten

  9. Peter Müller says:

    1. Leitungswasser: Kalkig, metallisch, ggf. süsslich bei trockenem Mund. Schmeckt nicht direkt ausgewogen, aber löscht durchaus gut den Durst.
    2. Schweizer Mineralwasser: Kalk- und Sulfidbomben (Aproz, Eptinger, Farmer sind die schlimmsten). Schmecken bitterlich und sehr trocken und löschen sehr schlecht den Durst. Selbst ein trockener Wein hat wohl weniger Sulfide.
    3. Französisches/Italienisches Mineralwasser: Meist sehr wenig Mineralstoffe und sehr günstig im Einkauf. Schmeckt säuerlich-bitter bis neutral.

    Persönlich trinke ich am meisten Nr.3, aber es gibt noch viel Potential nach oben.

  10. Peter Jauslin says:

    Das Wasser in der Schweiz und auch Östereich wie Norditalien und dem Tiorol sind bedenkenlos und in 99% der Fälle ab dem Hahnen geniesbar. Wenn man uns bei bringen will, dass Flaschen Mineralwasser gesünder oder gar das einzige Wasser ist das sauber ist haben wir einen Punkt erreicht, bei dem wir das Grundrecht Wasser für alle schon an private Firmen verschenkt haben.

  11. Peter Müller says:

    Das Referenz-Leitungswasser fehlt: Hahnenwasser aus Schlieren. 80% Grundwasser, 20% Quellwasser. Entkeimung im stadteigenen Reservoir durch UV-Bestrahlung (absolut harmlos und 100% geschmacksneutral) als einzige Behandlung. Hinweis: Das Hahnenwasser in der Stadt Zürich besteht zum allergrössten Teil aus Seewasser und durchläuft 13 Reinigungsstufen und beinhaltet eine Chlorzugabe. Ist aber absolut ok aber sicher nicht so gut wie das Wasser aus Schlieren. Soviel zum Thema “Züriwasser”.

  12. Geri says:

    Zwischen den Antworten der Testpers. und dem Fazit fehlt mir die detaillierte Auswertung, welche mir erlauben würde, ein eigenes Bild zu machen und das Fazit zu verifizieren. Ich denke da an ein morphologisches Kästlein/Tabelle.
    Die Temperatur ist in die Bewertung mit eingeflossen und scheint einen wesentlichen Einfluss auf den Geschmack zu haben? Beim empfinden des Kalks kann ich mir dies gut vorstellen. Vorschlag: Von jedem Wasser jeweils 2 Proben mit unterschiedlicher Temperaturen anbieten.
    Leitungswasser aus dem Wasserspender fände ich auch noch eine spannende Probe. Bietet der WS 2 Temp.?

  13. Hans J. Dresel says:

    Warum nur die Alternativen Leitungswasser oder Mineralwasser. Filopur stellt einen sehr guten Wasserfilter her, der das Leitungswasser in gesundes Quellwasser umwandelt. Ich habe diesen schon seit etwa zwei Jahren in Neuseeland in Gebrauch. Es ist eine sehr oekonomische Alternative.

  14. Peter says:

    Amüsanter Test, doch nimmt es mich schon wunder wie es z.B. um die Hormonbelastung des Flaschenwassers vs Hahnenwasser steht…
    Gewisse (seriöse?) Stimmen behaupen ja, dass die Inzidenz der Myome (und andere hormonsensible Tumoren bei Frauen) , resp. die Gynäkomastie und unfruchtbarkeit bei Männer zusammenhängend mit den weiblichen Hormonen (Oralecontrazeption) und hormonähnlichen Stoffen (Kusntstoff-Weichmacher wie gewissen Phthalaten) im Leitungswasser angestiegen seien.

    Wäre ja schon noch gut zu wissen vorallem für unsere Kinder…

  15. Willy Schwarz says:

    Seit 75 Jahren drinke ich Leitungswasser mit recht hohem Kalkgehalt hier im Ostteil des Kantons Zurich und habe noch nichts Schädliches dabei entdeckt.

  16. MARTIN FlCZA says:

    Die Umstellung auf Hahnenburger ist sicher ein vernünftiger Entscheid aus verschiedenen Gründen.

    Allerdings sollte man auch die Qualität des Trinkwassers unter die Lupe nehmen, da gibt es grosse Unterschiede und z.T. sehr unschöne Resultate.

    Die Liste der möglichen Verunreinigungen im Flaschen- wie im Hahnenwasser ist heute dermassen lang, dass es sich lohnt, sich mal ausführlich über das Wasser zu informieren, das man die nächsten Jahrzente trinken wird!

    Diese Gelegenheit gibt es in Bern am 12. Nov. um 19 Uhr.

    Anmelden unter “Termine” http://sauberes-wasser.net

    Wasser MITBRINGEN!

  17. Hans Schmid says:

    Hahnenwasser ist auch in der Schweiz nicht gleich Hahnenwasser. Die Qualitätsunterschiede zeigen sich spätestens dann, wenn man das Wasser für unterwegs in eine Flasche füllt. Das Wasser meines Bündner Wohnortes schmeckt auch nach 24 Stunden in der Flasche noch frisch. Wenn ich dasselbe mit Stadtzürcher Hahnenwasser mache, dann stellt sich nach einigen Stunden ein unangenehm abgestandener Geschmack ein.

  18. Eva Honegger says:

    ich trinke schon mein ganzes Leben lang nur Leitungswasser und bin 83 Jahre alt, also kann das nicht so schlecht sein.

  19. Happyinoban says:

    Sinnvoller Vorschlag der Berner Regierung – Hahnenwasser erfordert viel weniger CO2-Äquivalent als Hahnenwasser!
    Als Exilbernerin vermisse ich hier DAS Berner Wasser vom Glasbrunnen. Alle Wässer sollten für den Test die genau gleiche Temperatur haben. Ein paar Kommentare erwähnen Phthalate und andere hormonwirksame Stoffe, die in kleinsten Mengen aus den Plasticflaschen ins Wasser übergehen. Angaben zu sämtlichen Inhaltsstoffen wären daher ebenfalls angezeigt.
    Kalkhaltiges Wasser muss übrigens durchaus nicht schlecht sein: mehr Geschmack, kann zur Osteoporose-Prophylaxe beitragen.

  20. Happyinoban says:

    Sorry, erste Zeile in Kommentar sollte natürlich wie folgt lauten: Hahnenwasser erfordert viel weniger CO2-Äquivalent als abgefülltes Wasser.

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    • Hans Stucki says:

      Noch ein Tipp: Wasser, wie alle anderen Getränke, sind Gewohnheitssache. Wer eine Woche lang täglich Pepsi trinkt, kann Coca-Cola ersetzen; wer dasselbe mit Leitungswasser macht, kann Mineralwasser ersetzen.
      Wer das Gegenteil behauptet, kennt sich selber schlecht!

  1. Alois Meier says:

    Ich beherzige, was Brabek sagt: Trinken Sie Wasser, um Wasser zu sparen. Will heissen: für 1L Cola wird schon wieder mehr Wasser benötigt als für 1L Leitungswasser. Ferner ist das Winterthurer Leitungswasser allerbeste qualität. Ohne Hormonähnliche Weichmacher aus der Flasche.

  2. Seppl says:

    Schon der Versuch aus der Temperatur Rückschlüsse zu ziehen, zeigt die Verzweiflung der Tester

  3. Heiner Christen says:

    Wer in der Schweiz abgefülltes Wasser kauft und zuhause trinkt, ist ein armes Opfer der Marketingbemühungen grosser Konzerne. Andere nennen es dumm:-) Ich finde es gut, dass Bern hier einen neuen Weg beschreitet. Und interessant, wer hier wieder nach dem Staat im Staat ruft… Seien wir doch stolz auf unser gutes Wasser;-)

  4. Marcel Edoaurd says:

    Totasl unseriös, diese Testmethode. Mir hätte keines der Wasser geschmeckt aus diesen Plasticbechern!

  5. Christoph Fluri-Heckenbuecker says:

    Cooler Artikel! Wir können gerne Eure Egebnisse mit meinen Testergebnissen bei der Wasser-Info in Bern am 12. November abgleichen. Jeder ist willkommen. Mineralwasser und Leitungswasser einpacken und wir testen das gerne durch. Egal welche “Fallhöhe” 🙂 Anmelden könnt Ihr Euch hier: http://bit.ly/18nbazu Die Teilnahme ist natürlich kostenlos und macht Spaß!-)

    PS: Ich finde es gut, dass Bern von Mineralwasser auf Leitungswasser umsteigt!-)

    • Christoph Fluri-Heckenbuecker says:

      Vielen Dank an alle Teilnehmer an unserer Wasser-Info in Bern. Wir haben jetzt die meisten der oben genannten Wasser richtig getestet und wird in erstaunt über die Werte. HIer die Ergebnisse:

      In Gasel 483 ms / Aproz ohne 1700 / Aproz mit 1650 (Migros) / Cristalp (Coop) 947 / Vittel 633 / Evian 588

      Der Grenzwert für die Leitfähigkeit für den in den letzten Jahrzehnten systematisch angehoben. In Deutschland von 135Ms auf 1.000Ms im Jahr 1990 über 2.500Ms in 2001 bis schließlich auf 2.790MS im Jahr 2011.

  6. Albi Gmür says:

    So ein Quatsch. Geht ja nicht drum ob eines der Wasser “feiner” ist als das andere. Mineralwasser kommt von der Quelle und ist daher sauberer als das Hahnenwasser, das über hunderte Kilometer in alten Leitungen geführt wird und je nachdem auch ungenügend aufbereitet wird. Die Bieler zum Beispiel, die in den letzten Jahren Hahnenwasser getrunken haben, könnten es noch bereuen, da bekannt wurde, dass das AKW Mühleberg radioaktives Cäsium und Plutonium in den Bielersee abliess, wovon beim Bieler Hahnenwasser das Wasser zur Aufbereitung kommt (diese Element wurden natürlich nicht gefiltert!).

  7. Sacha says:

    Zur Herstellung von einem Liter Mineralwasser als kommerzielles Produkt werden mehrere Liter an Hahnwasser benötigt und zudem grosse Mengen von (typischerweise: fossiler) Energie (zur Herstellung, Säuberung und Transport der Behälter, Werbekampagnen etc..) Halt Profitlogik. Und wir haben hierzulande das Glück, dass unser Hahnwasser sauber und gesund ist.

  8. MannohneSchatten says:

    Nun wisst Ihr, wie sich die Feuerwehrmänner, die nach Fukushima geschickt wurden, gefühlt haben müssen. Ich danke Euch im Namen der Berner Stadt- und Agglomerationsbevölkerung für diese Pionierarbeit. Und denkt daran, nicht nur das Wasser ist ‘ne heikle Sache, mit Eurem Test müsst Ihr Euch wohl auch an bleihaltige Luft gewöhnen… mit freundlichen Grüssen des gefürchteten Verbandes der Schweizer Mineralwasser-Produzenten. Doch das Denkmal für die Nachwelt ist gesetzt. Ergebenst, gez. Mann ohne Schatten

  9. Peter Müller says:

    1. Leitungswasser: Kalkig, metallisch, ggf. süsslich bei trockenem Mund. Schmeckt nicht direkt ausgewogen, aber löscht durchaus gut den Durst.
    2. Schweizer Mineralwasser: Kalk- und Sulfidbomben (Aproz, Eptinger, Farmer sind die schlimmsten). Schmecken bitterlich und sehr trocken und löschen sehr schlecht den Durst. Selbst ein trockener Wein hat wohl weniger Sulfide.
    3. Französisches/Italienisches Mineralwasser: Meist sehr wenig Mineralstoffe und sehr günstig im Einkauf. Schmeckt säuerlich-bitter bis neutral.

    Persönlich trinke ich am meisten Nr.3, aber es gibt noch viel Potential nach oben.

  10. Peter Jauslin says:

    Das Wasser in der Schweiz und auch Östereich wie Norditalien und dem Tiorol sind bedenkenlos und in 99% der Fälle ab dem Hahnen geniesbar. Wenn man uns bei bringen will, dass Flaschen Mineralwasser gesünder oder gar das einzige Wasser ist das sauber ist haben wir einen Punkt erreicht, bei dem wir das Grundrecht Wasser für alle schon an private Firmen verschenkt haben.

  11. Peter Müller says:

    Das Referenz-Leitungswasser fehlt: Hahnenwasser aus Schlieren. 80% Grundwasser, 20% Quellwasser. Entkeimung im stadteigenen Reservoir durch UV-Bestrahlung (absolut harmlos und 100% geschmacksneutral) als einzige Behandlung. Hinweis: Das Hahnenwasser in der Stadt Zürich besteht zum allergrössten Teil aus Seewasser und durchläuft 13 Reinigungsstufen und beinhaltet eine Chlorzugabe. Ist aber absolut ok aber sicher nicht so gut wie das Wasser aus Schlieren. Soviel zum Thema “Züriwasser”.

  12. Geri says:

    Zwischen den Antworten der Testpers. und dem Fazit fehlt mir die detaillierte Auswertung, welche mir erlauben würde, ein eigenes Bild zu machen und das Fazit zu verifizieren. Ich denke da an ein morphologisches Kästlein/Tabelle.
    Die Temperatur ist in die Bewertung mit eingeflossen und scheint einen wesentlichen Einfluss auf den Geschmack zu haben? Beim empfinden des Kalks kann ich mir dies gut vorstellen. Vorschlag: Von jedem Wasser jeweils 2 Proben mit unterschiedlicher Temperaturen anbieten.
    Leitungswasser aus dem Wasserspender fände ich auch noch eine spannende Probe. Bietet der WS 2 Temp.?

  13. Hans J. Dresel says:

    Warum nur die Alternativen Leitungswasser oder Mineralwasser. Filopur stellt einen sehr guten Wasserfilter her, der das Leitungswasser in gesundes Quellwasser umwandelt. Ich habe diesen schon seit etwa zwei Jahren in Neuseeland in Gebrauch. Es ist eine sehr oekonomische Alternative.

  14. Peter says:

    Amüsanter Test, doch nimmt es mich schon wunder wie es z.B. um die Hormonbelastung des Flaschenwassers vs Hahnenwasser steht…
    Gewisse (seriöse?) Stimmen behaupen ja, dass die Inzidenz der Myome (und andere hormonsensible Tumoren bei Frauen) , resp. die Gynäkomastie und unfruchtbarkeit bei Männer zusammenhängend mit den weiblichen Hormonen (Oralecontrazeption) und hormonähnlichen Stoffen (Kusntstoff-Weichmacher wie gewissen Phthalaten) im Leitungswasser angestiegen seien.

    Wäre ja schon noch gut zu wissen vorallem für unsere Kinder…

  15. Willy Schwarz says:

    Seit 75 Jahren drinke ich Leitungswasser mit recht hohem Kalkgehalt hier im Ostteil des Kantons Zurich und habe noch nichts Schädliches dabei entdeckt.

  16. MARTIN FlCZA says:

    Die Umstellung auf Hahnenburger ist sicher ein vernünftiger Entscheid aus verschiedenen Gründen.

    Allerdings sollte man auch die Qualität des Trinkwassers unter die Lupe nehmen, da gibt es grosse Unterschiede und z.T. sehr unschöne Resultate.

    Die Liste der möglichen Verunreinigungen im Flaschen- wie im Hahnenwasser ist heute dermassen lang, dass es sich lohnt, sich mal ausführlich über das Wasser zu informieren, das man die nächsten Jahrzente trinken wird!

    Diese Gelegenheit gibt es in Bern am 12. Nov. um 19 Uhr.

    Anmelden unter “Termine” http://sauberes-wasser.net

    Wasser MITBRINGEN!

  17. Hans Schmid says:

    Hahnenwasser ist auch in der Schweiz nicht gleich Hahnenwasser. Die Qualitätsunterschiede zeigen sich spätestens dann, wenn man das Wasser für unterwegs in eine Flasche füllt. Das Wasser meines Bündner Wohnortes schmeckt auch nach 24 Stunden in der Flasche noch frisch. Wenn ich dasselbe mit Stadtzürcher Hahnenwasser mache, dann stellt sich nach einigen Stunden ein unangenehm abgestandener Geschmack ein.

  18. Eva Honegger says:

    ich trinke schon mein ganzes Leben lang nur Leitungswasser und bin 83 Jahre alt, also kann das nicht so schlecht sein.

  19. Happyinoban says:

    Sinnvoller Vorschlag der Berner Regierung – Hahnenwasser erfordert viel weniger CO2-Äquivalent als Hahnenwasser!
    Als Exilbernerin vermisse ich hier DAS Berner Wasser vom Glasbrunnen. Alle Wässer sollten für den Test die genau gleiche Temperatur haben. Ein paar Kommentare erwähnen Phthalate und andere hormonwirksame Stoffe, die in kleinsten Mengen aus den Plasticflaschen ins Wasser übergehen. Angaben zu sämtlichen Inhaltsstoffen wären daher ebenfalls angezeigt.
    Kalkhaltiges Wasser muss übrigens durchaus nicht schlecht sein: mehr Geschmack, kann zur Osteoporose-Prophylaxe beitragen.

  20. Happyinoban says:

    Sorry, erste Zeile in Kommentar sollte natürlich wie folgt lauten: Hahnenwasser erfordert viel weniger CO2-Äquivalent als abgefülltes Wasser.

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