Kurzer Anlagehorizont bedeutet hohes Risiko

Wer kurz vor der Pensionierung in Vorsorgefonds investiert, läuft Gefahr, dass er happig Geld verliert.

Eine sorgfältige Pensionsplanung ist wichtig – am besten zusammen mit der Bank. Foto: iStock

Da ich jahrelang in die 3. Säule einbezahlt habe, ist eine beachtliche Summe zusammengekommen. Nun bin ich zwei Jahre vor der Pensionierung und in der komfortablen Lage, dass ich das 3.-Säule-Geld längerfristig nicht brauche. Meine Frage: Macht es Sinn und ist es überhaupt zeitlich noch möglich, das Geld in einem Fonds anzulegen? Was würden Sie tun? K.B.

Grundsätzlich können Sie Ihr 3.-Säule-Geld bis zum Bezug problemlos in Vorsorgefonds investieren. Falls Sie nach Erreichen Ihres ordentlichen Rentenalters in zwei Jahren nicht weiterarbeiten, müssen Sie das 3.-Säule-Geld beziehen. Das bedeutet, dass Ihr Anlagehorizont auf zwei Jahre beschränkt wäre. Sie wären bei der Wahl der Anlageklassen ziemlich eingeschränkt.

Wenn Sie jetzt einen Vorsorgefonds mit einem hohen Aktienanteil kaufen, was an sich die höchsten Renditechancen verspricht, gehen Sie das Risiko ein, dass dieser Fonds im Rahmen einer breiten Marktkorrektur ausgerechnet dann tief im Keller notiert, wenn Sie Ihre Säule 3a bei der Pensionierung beziehen und Sie deshalb die Fondsanteile verkaufen müssen.

Wer kurz vor der Pensionierung in Vorsorgefonds investiert, läuft Gefahr, dass er diese zu einem schlechten Zeitpunkt abstossen muss. Sie könnten daher nur Fonds nutzen, die sehr geringe Kursschwankungen aufweisen. Das heisst aber auch, dass Ihre Renditemöglichkeiten bescheiden wären.

Es gibt aber auch Anbieter, deren Vorsorgefonds Sie auch nach einem Bezug der Säule 3a im Rahmen der Pensionierung in Ihr Wertschriftendepot überführen können. Dann hätten Sie einen deutlich längeren Anlagehorizont und könnten die Papiere auch fünf bis zehn Jahre liegen lassen, da Sie das Geld vorderhand nicht brauchen.

Solange Sie noch arbeiten, dürfen Sie in die steuerbegünstigte Säule 3a einzahlen und den Betrag dann im Folgejahr in der Steuererklärung in Abzug bringen. Je nach Ihrer persönlichen Situation könnte es sich allenfalls aber auch lohnen, die Säule 3a noch vor der ordentlichen Pensionierung zu beziehen. Falls Sie mehrere Säule-3a-Konten besitzen, was ich empfehle, können Sie die 3. Säule gestaffelt beziehen. Damit sparen Sie in den meisten Kantonen beim Bezug Steuern.

Wichtig wäre ein vorzeitiger Bezug vor allem dann, wenn Sie Ihr Pensionskassenkapital nicht als Rente, sondern als Kapital beziehen. Wenn Sie das PK-Geld und das Kapital aus der Säule 3a im gleichen Jahr – etwa bei der Pensionierung – beziehen, liefern Sie mehr Geld an den Fiskus ab. Durch einen gestaffelten Bezug kann man die Steuerlast reduzieren.

Ebenso wie man noch im Erwerbsleben frühzeitig eine Vorsorgeplanung machen sollte, empfehle ich Ihnen, auch eine Pensionsplanung zusammen mit Ihrer Bank oder Versicherung zu machen. Im Rahmen einer solchen Pensionsplanung werden anhand Ihrer persönlichen finanziellen Verhältnisse Ihre Optionen ausgelotet und die optimalen steuerlichen Vorgehensweisen aufgezeigt.

Aus meiner Sicht lohnt sich eine solche Beratung. Sprechen Sie diesbezüglich direkt mit Ihrer Bank oder Versicherung. Dann haben Sie in Hinsicht auf Ihre Pensionierung Klarheit und können die Weichen für allfällige weitere Anlagen stellen.

37 Kommentare zu «Kurzer Anlagehorizont bedeutet hohes Risiko»

  • Lucas Wyrsch sagt:

    Man sollte immer von den besten lernen, ausnahmslos, weil die Besten nicht nur über explizites Wissen verfügen, sondern auch über implizites Wissen.
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    Warren Buffett investiert nur noch in Immobilien, sein letzter grosser Kauf hiess STORE Capital (STOR).
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    STORE Capital heisst ausgeschrieben Single Tenant Operational Real Estate und begann das Jahr am 2. Januar 2019 mit einem Schlusskurs von US$27.46 und beendete die Woche am 8. November 2019 bei US$38.82 mit einem Plus von US$11.36 oder 41.4% und einer Dividendenrendite von 3.6% käme man auf eine Performance von 45%.
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    Und das hat auch die Schweizerische Nationalbank gesehen und kaufte STORE Capital!
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    Wer ein ETN mit 25 mREIT Bestandteile kaufen will, kann auch über UBS MORL oder Credit Suisse REML sich beteiligen!

    • Julian H. sagt:

      Bei allem Respekt vor Ihrem Mut bei der Vermögensanlage, Herr Wyrsch. Eine solche Investition ist doch für jemand kurz vor der Pensionierung nicht empfehlenswert. Zumindest nicht für ein Grossteil des 3a Vermögens, höchstens für eine kleine Zock-Beimischung.
      Persönlich würde ich 3a Gelder bis zur gestaffelten Auszahlung vollständig in günstigen Welt-Fonds (ETF) halten und bei Auszahlung, falls eben nicht Cash benötigt, wie beim Fragesteller, weiterhin in ähnlichen Produkten halten.

    • Christoph Bögli sagt:

      @Wyrsch: STOR hat seit 2014 gerade mal 94% zugelegt. Das ist ordentlich, aber in der steilen Bullenbörse der vergangenen Jahre nichts besonderes. Und da das Produkt keine längere Geschichte hat, hat man auch keinerlei Indikation, wie stark es abwärts geht, wenn in näherer Zukunft mehr Gegendwind aufkommen sollte.

      Kommt hinzu, dass man hellhörig werden muss, wenn Marktschreier wie Sie etwas in Foren und Kommentarspalten, auf Parties und Werbeseiten, etc. penetrant anpreisen. Denn wirklich gute Anlagen behält man eigentlich für sich und selbst wenn nicht, wer der Herde hinterher läuft, der kommt immer zu spät. Buffet ist u.a. auch darum reich geworden, weil er längst wieder aussteigt und Kasse macht wenn die Spätzügler ihm endlich nacheifern..

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Ich bin nicht besonders fokussiert auf STOR, Christoph Bögli und erwähnte es nur, weil Warren Buffett seit zwei Jahren in keine Aktien mehr investiert und eben seine letzte grosse Anlage von 10% die STOR betraf!
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        STOR ist bei meinen 25 besten US REITs nur an 18. Stelle!
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        Hier haben Sie die Rangliste der 25 besten US REIT Ticker:
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        1 UHT
        2 CHCT
        3 SNR
        4 REXR
        5 SUI
        6 CTT
        7 EQIX
        8 UBP
        9 BRX
        10 PLD
        11 HASI
        12 IRET
        13 QTS
        14 EGP
        15 KIM
        16 MAA
        17 FR
        18 STOR
        19 OUT
        20 ELS
        21 SBAC
        22 DEA
        23 CORR
        24 BRT
        25 WPC
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        Diese 25 besten US REITs generierten eine eine durchschnittliche Wertsteigerung seit Anfang Jahr und bis zum 31. Oktober 2019 von 56.82% und kamen mit einer Dividendenrendite von 3.66% auf eine Performance von 60.48% in nur 10 Monaten!

  • Lucas Wyrsch sagt:

    Globale Immobilien sind mit US$228 Billionen eine wertvollere Anlageklasse als alle Aktien, Wertschriften und Anleihen kombiniert, die zusammen im Jahr 2016 lediglich US$170 Billionen betrugen, Julian H.
    Quelle: „Global Real Estate: Trends in the world’s largest asset class“ der HSBC
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    Das globale BIP des CIA Factbooks 2016 belief sich auf US$123.3 Billionen.
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    Der globale Immobilienerstellungswert ist nur 1.8 Mal höher als das globale BIP.
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    In der Schweiz gab es 2011 rund 2.5 Millionen Immobilien mit einem Erstellungswert von CHF 2.5 Billionen und einem BIP von CHF 621.3 Milliarden war dies 4 Mal mehr in der Schweiz!
    Quelle: Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Immobilienwirtschaft, Staub und Rütter
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    Fazit: US REIT sind weltweit die beste und sicherste Anlageklasse!

    • Thomas Hartl sagt:

      Meist kommen solche Empfehlungen kurz bevor die Immobilienblase platzt. Das war in den USA schon vor 10 Jahren so.

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Hypotheken sind Schulden, welche durch Immobilien gedeckt sind, Immobilien jedoch waren, falls schuldenfrei, kaum von der US Subprime Krise vor 10 Jahren in Mitleidenschaft gezogen worden.
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        Die bestperformende US REITs ist UHT oder Universal Health Realty Income Trust und besitzt Spitaler, die sie an Verwaltungen vermietet!
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        Die US REIT mit dem grössten Marktwert ist AMT oder American Tower und besitzt über 171,000 Sendetürme in 15 Ländern.
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        Mit US REITs verwirklicht jeder Schweizer den Traum, Hausbesitzer zu werden, zwar nicht als Eigenheim, sondern als Besitzer von Immobilien Anlagestiftungen und die gehören zur sichersten, profitabelsten und grössten Anlageklasse der Welt!
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        Immobilien gelten auch in der Schweiz als eine sichere Anlage!

      • Christoph Bögli sagt:

        @Wyrsch: UHT hat sich über 5 Jahre gerade mal etwas mehr als verdoppelt und damit ca. im gleichen Bereich performt wie etliche Standardaktien wie Apple und Co. Kann man also ins Depot nehmen, muss man aber nicht. Der Laie bzw. Fragesteller dürfte mit ein paar schlichten Indexfonds entsprechend besser fahren, selbst wenn kurzfristig mal etwas weniger Rendite herausschauen dürfte, die breite Sicherheit ist das allemal wert.

      • Lucas Wyrsch sagt:

        UHT kennt in der Schweiz niemand, Apple hingegen jeder, Christoph Bögli!
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        Apple ist nicht mit Immobilien abgesichert, UHT hingegen schon und das macht die Sicherheit aus in Zeiten eines Handelskrieges.
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        Es gibt auch ETNs der UBS wie MORL und MRRL, welche in 25 mREIT Bestandteile oder Credit Suisse REML, welche in 35 mREIT Bestandteile investiert sind!
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        MORL schloss am Freitag bei US$13.48 mit einer Dividendenrendite von 24.61% und begann das Jahr bei US$12.92 mit einem Plus von US$0.56 oder 4.3%, was eine Performance von 28.91% ausmacht!
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        MRRL ist eine Kopie von MORL mit einer Dividendenrendite von 19.24% und
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        REML von der Credit Suisse ist mit seiner Dividendenrendite von 22.01% ebenfalls gut positioniert!
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        REITs bieten Abischerung durch Immobilien an!

    • Peter Rohner sagt:

      @Lucas
      Ich weiss nicht, warum Sie hier seit einiger Zeit so die REITs propagieren. Wer nur in REITs investiert, geht sicher ein Klumpenrisiko ein.

      Da es keine CH-REITs gibt (sondern nur US- oder DE-REITs), sind diese für Börsenneulinge eher ungeeignet. Der Fortgeschrittene oder Profi kann natürlich tun, was er für richtig hält.

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Es gibt REITs in 37 Ländern, Peter Rohner, unter anderem auch in Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich.
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        REITs sind einkommenssteuerfrei, müssen aber mindestens 90% des Gewinns an Aktionäre in Form von Dividenden, Zinsen oder Kapitalrückzahlungen weitergegeben werden und da alle REITs logischerweise Immobilien besitzen gehören sie nicht nur zur sichersten Anlage der Weltwirtschaft, sondern auch zur schnellstwachsenden und profitabelsten Anlageform überhaupt!
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        REITs sind immer die idealste Form der Absicherung, da sie weniger volatil, aber viel profitabler als Aktien sind und im Gegensatz zu Staats- und Unternehmensanleihen, Hypotheken und Darlehen hoch profitabel sind!
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        REITs sind sicher, profitabel und die grösste Anlageklasse!

      • Pan Flöte sagt:

        Hallo @Lucas, REITs werden auch nicht ewig in den Himmel wachsen. Eines Tages wird das Ende der Fahnenstange erreicht sein.

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Pan Flöte vergisst das Wesentlich, REITs bezahlen hohe Dividenden und werden deshalb weiter steigen!
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        Da die durchschnittliche Dividendenrendite des S&P 500 nur bei 1.9% liegt, die durchschnittliche Dividendenrendite aller 172 REITs, welche ich tracke aber 5.8% ausmacht, also drei Mal höher als beim S&P 500 und alle unsere Zinsen weiterhin eine sinkende Tendenz aufweisen, werden die REITs noch relativ lange an Wert zulegen!
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        Der Erstellungswert der globalen Immobilien ist 2016 laut einer HSBC Studie um 5% gewachsen, während das globale Brutto Inlandprodukt, laut World Factbook 2016 nur 3.2% gewachsen ist, womit Immobilien 56% stärker gewachsen sind als das BIP!
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        Jeder Mensch will in einem Haus wohnen und jede Firma braucht eine Firmenadresse!

    • Hansli sagt:

      Was steil steigt, kann auch entsprechend fallen. Insbesondere wie hier, wenn das ganze gehebelt ist.

      Ein Reit wird schneller liquidiert als sie denken können. Fällt der Wert der Immobilien nur um 20-30%, ist es aus.

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Und wieviele REITs wurden in den letzten 59 Jahren liquidiert Hansli?
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        Die Schweizerische Nationalbank wird die Zinsen schon bald wieder senken, lieber Hansli!
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        SNB zu weiterer Zinssenkung bereit
        Quelle: schweizerbauer.ch – sda
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        REITs sind börsengehandelte Immobilienanlagen!
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        Wenn man langfristig Vermögen aufbauen möchte, sollte man in den Aktienmarkt und in Immobilien investieren.
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        Beide Anlageklassen bringen langfristig hohe Renditen und ergänzen sich gut.
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        Bei Immobilien wird es kniffliger.
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        Wenn man eine Immobilien als Kapitalanlage vermiet holt man sich ein zünftiges Klumpenrisiko ins Portfolio.
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        Die Lösung könnte eine REIT Anlage sein, doch gibt es die in der Schweiz nicht!
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        Am 31. AUGUST 2006 schrieb n-tv in
        Daten und Fakten: REITs in anderen Ländern

  • Thomas Hartl sagt:

    Wenn das Geld aus der 3. Säule nach der Pensionierung nicht sofort benötigt wird, spricht ja nichts dagegen, es gleich wieder in einer ähnlichen Risikoklasse zu investieren. Damit würde man langfristig kein Geld verlieren, auch wenn die Kurse zum Zeitpunkt der Pensionierung im Keller sind. Das Problem ist dann eher, die Nerven zu haben, seine langfristige Strategie auch wirklich durchzuziehen.

  • andy sagt:

    Der grösste Denkfehler aller Anlage willigen ist folgendes:

    Ihr wollt Euer Geld irgendjemandem Anvertrauen, um durch die zu mehr Geld zu kommen. Gut, kann sein, dass Euch dies entspricht.

    Nachhaltige Investoren gehen da ganz anders vor.
    Sie gründen Anlage Dienstleistungen & Produkte und bieten diese der oben genannten Gruppen an und erwirtschaften so genug Rendite um die eigenen Kosten gut zu decken sowie einen allfälligen kleinen Überschuss den passiven Anlegern auszubezahlen.

    Schönes Wochenende, liebe Kleinsparer.

  • Lucas Wyrsch sagt:

    In der Schweiz bezahlen Steuerzahler die Gebäude von Spitälern, Akutkrankenhäuser, Notfallstationen, Rehabilitationskliniken, Alterssiedlungen und Kinderhorte!
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    In den USA werden solche Immobilien über REITs finanziert wie die Universal Health Realty Income Trust, (NYSE: UHT).
    .
    Universal Health Realty Income Trust investiert in Einrichtungen des Gesundheitswesens und des menschlichen Dienstes, einschließlich Akutkrankenhäuser, Rehabilitationskliniken, Einrichtungen der subakuten Versorgung, medizinische Gebäuden, Notfalleinrichtungen und Kinderhorte.
    .
    UHT kostete am 2. Januar 2019 US$60.69 und schloss am Freitag, den 9. November 2019 bei US$115.28 mit einem Plus von US$54.59 oder 90% und einer Dividendenrendite von 2.4%!

    • Anh Toàn sagt:

      „In der Schweiz bezahlen Steuerzahler die Gebäude von Spitälern, Akutkrankenhäuser, Notfallstationen, Rehabilitationskliniken, Alterssiedlungen und Kinderhorte!“

      Die Amis haben das Zeugs gratis, der Wyrsch kauft es Ihnen mit Reits.

      • Lucas Wyrsch sagt:

        In der Schweiz kennt fast niemand REITs, Anh Toàn, mit der Folge, dass alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer viel zu hohe Beiträge bezahlen und alle Rentner der beruflichen Vorsorge viel zu wenig Renten erhalten, weil Schweizerische Immobilien mindestens fünf Mal weniger Renditen abwerfen als REITs!
        .
        Bahrain, Brasilien, Costa Rica, Bulgarien, Griechenland, Ungarn, Indien, Israel, Kenia, Pakistan, Philippinen, Saudi Arabien, Taiwan, Thailand, Vietnam, Finnland, Irland, Italien, Malaysia, Mexiko, Südafrika, Südkorea, Spanien, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Australien, Belgien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Hong Kong, Japan, Niederlande, Neuseeland, Singapur, Großbritannien und die Vereinigten Staaten nutzen REITs erfolgreich!
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        Die Schweiz nicht!

      • Hansli sagt:

        Was steil steigt, kann auch entsprechend fallen. Insbesondere wie hier, wenn das ganze gehebelt ist.

        Ein Reit wird schneller liquidiert als sie denken können. Fällt der Wert der Immobilien nur um 20-30%, ist es aus.

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Lieber Hansli, Du wiederholst Dich und damit wird Dein Beitrag nicht glaubwürdiger!
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        Seit langem streitet die Politik in Deutschland über die Einführung börsennotierter Immobilienfonds (REITs).
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        Die sogenannten Real Estate Investment Trusts wurden erstmals in den USA 1960 eingeführt, andere Länder haben nachgezogen. Großbritannien plant den Start 2007.
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        REITs sollen es großen Immobilieneigentümern ermöglichen, ihre Objekte an den Kapitalmarkt zu bringen.
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        Investoren erhalten dadurch eine liquide und marktorientierte Anlagemöglichkeit, weil REIT-Aktien an der Börse gehandelt und bewertet werden.
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        Der Wert offener Immobilienfonds ist hingegen abhängig von der Einschätzung der Gutachtern.
        Quelle: Daten und Fakten: REITs in anderen Ländern, n-tv.de, 31. August 2006

      • Anh Toàn sagt:

        „In der Schweiz kennt fast niemand REITs, …“ Das ist doch kompletter Quatsch: Die CH-Banken sind zu doof, sich mit Reits dumm und dämlich zu verdienen und zahlen darum der Nati Negativzinsen. Die Amis zumindest kennen Reits und die wissen schon, warum die nicht mehr dafür bezahlen, also hat das Zeugs ein angemessenes Chancen / Risikoverhältnis.

        Was wissen Sie Herr Wyrsch, das der Markt nicht weiss? Nicht der Markt in der Schweiz oder Mali, der in den USA?

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Selbst in den USA kennen höchstens 5% der Bevölkerung REITs als Anlageklasse, Anh Toàn!
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        REITs sind in den USA vor allem bei Lebensversicherungsgesellschaften, Pensionskassen und Roth 401(k) beliebt, weil sie viel bessere Dividendenrenditen ausschütten als die S&P500 Aktien.
        .
        In der Schweiz kennt fast niemand REITs und das interessante ist, wenn Sie einen UBS Vermögensverwalter über MORL fragen, hat der keine Ahnung davon, obschon MORL ein UBS Index mREIT ETN ist und fragen Sie einen Vermögensverwalter der Credit Suisse über REML, hat auch der keine Ahnung von diesem hauseigenen Index mREIT ETN!
        .
        Liegt es daran, dass die Weisungen haben, den eigenen Markt nicht mit ausgezeichneten Produkten zu kanibalisieren oder fehlt denen wirklich das implizite Wissen?

      • Hansli sagt:

        @Wyrsch reits haben diese Renditen, weil das gehebelte Investments sind. Bei der nächsten Immokrise werden sie sehen was das ist.

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Nein Hansli, REITs sind keine gehebelten Anlagen!
        .
        Gehebelte Anlagen sind jedoch die UBS MORL und MRRL, sowie die Credit Suisse REML, welche mREIT Index ETNs sind.
        .
        Eine Dividendenrendite von über 20% erzielt, wer in die ETRACS Monthly Pay 2xLeveraged Mortgage REIT ETN investiert, welche zweimal gehebelt sind.
        .
        Hierbei handelt es sich um eine Exchange Traded Note (ETN) der Schweizer Großbank UBS.
        .
        ETNs sind Zertifikaten sehr ähnlich und letztlich Schuldverschreibungen der ausgebenden Bank.
        .
        Die ETN der UBS bildet die Entwicklung von 25 mREITs ab, der zur Hälfte mit Fremdkapital gehebelt ist.
        .
        Die Ticker Symbole von UBS MORL sind:
        HASI
        ABR
        STWD
        WMC
        PMT
        BXMT
        CMO
        MFA
        CIM
        LADR
        NRZ
        ARI
        RWT
        IVR
        TWO
        NYMT
        TRTX
        GPMT
        KREF
        MITT
        AGNC
        NLY
        RC
        CLNC
        ARR

      • Hansli sagt:

        @Wyrsch Ein REIT ist ein gehebeltes Investment. Ein stark vereinfachtes Beispiel. Der REIT investiert und bringt 20% der Summe eine. Die Bank steuert als Kredit 80% bei. Lassen wir zur Vereinfachung die Verwaltungskosten und die Kreditzinses weg. Steigt die Immobilie um 20% auf 120%, so steigt der Wert des REIT um 100%. Verringert sich der Wert des Immobile um 20% auf 80%, wird die Bank die Immobile Zwangsverkaufen, der Wert des REIT ist dann bei null.

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Viele REITs arbeiten, wie fast alle Immobilienbesitzer weltweit, mit Hypothekarkrediten, Hansli!
        .
        Immobilienblasen werden immer durch steigende Zinsen ausgelöst!
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        Vor rund zehn Jahren begannen die Zinsen in den USA zu steigen und stiegen kontinuierlich bis vor ein paar Monaten!
        .
        In der Zwischenzeit hat das FED dieses Jahr die Zinsen schon zum dritten Mal gesenkt!
        .
        Somit verringert sich auch das Risiko einer Immobilienblase wieder.
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        Es gibt ältere REITs, die schuldenfrei sind, weil sie alle Hypothekarkredite zurückbezahlt haben.
        .
        Wenn Zinsen sinken, was im Moment der Fall ist, wird auch das von Ihnen erwähnte Risiko eines Verzugs verringert.
        .
        Zudem dürften auch die meisten Schweizerischen Immobilien durch einen Hypothekarkredit finanziert sein!

      • Anh Toàn sagt:

        „Nein Hansli, REITs sind keine gehebelten Anlagen!“

        „Viele REITs arbeiten, wie fast alle Immobilienbesitzer weltweit, mit Hypothekarkrediten, Hansli!“

        Ein Hypothekarkredit ist ein Hebel auf eine Immobilienanlage.

  • Pan Flöte sagt:

    Ich würde das 3a-Konto per sofort auflösen und das Geld in einen ETF „MSCI ACWI“ oder „FTSE All-World“ stecken. Ein Pensionierter hat ja noch durchschnittlich 25 Jahre Lebenserwartung, also Zeit genug, um Krisen auszusitzen (Aktien-ETFs sollte man mind. 10 Jahre halten können, bevor man das Geld braucht).

    Unbedingt neues 3a-Konto eröffnen, in das noch bis zur Pensionierung eingezahlt werden kann. Im Jahr der Pensionierung kann man noch den vollen 3a-Betrag einzahlen, selbst dann, wenn man z.B. nur noch einen einzigen Monat arbeitet. Die Einzahlung muss einfach vor der Pensionierung erfolgen.

  • andy sagt:

    Dieser unendliche Optimismus in Aktien Anlagen auf steigende Kurse erinnert an sehr naives Denken. Gerade ETF’s gibt es wie Sand am Meer und Blackrock allein verwaltet sicher schon die Hälfte davon. Auch wenn die ETF’s relativ sichere Anlagen sind, bleiben gewaltige Korrekturen nicht ausgeschlossen. Zudem ist mehr als fraglich ob die Weltwitschaft eine Einbahnstrasse nach oben ist oder doch nur Einbildung.

    • Pan Flöte sagt:

      Es kann natürlich schon sein, dass die Weltwirtschaft zusammenbricht und alles vor die Hunde geht (dem vom Menschen verursachten Klimawandel sei „gedankt“). Wenn alles vor die Hunde geht, dann wirklich alles. Aktien, Obligationen, REITs, ETFs, aktive Fonds, AHV- und PK-Renten, Liegenschaften, Firmen, Menschen, Natur.

      Bis es aber so weit ist, wird es immer irgendwie auf- und abwärts gehen. — Oder aber: Die Klimarettungsindustrie wird aufblühen, die Roboter werden für die Menschheit arbeiten, und wir werden uns mit Netflix-Serien köstlich unterhalten.

      • andy sagt:

        Der Klimakolapps ist eine Gefahr die irgendwann kommen wird. Es gibt aber noch weit gravierendere Fakten. Rohstoffe sind längst nicht alle benötigten endlos und in bester Qualität verfügbar. KI wird sicher einige Konsumenten den Job kosten und zu guter Letzt gibt es unaufhaltsame Gefahren vom Universum (Asteroiden, Kometen, interstellare Objekte). Der übliche psychologische Herdentrieb an den Börsen wird logischerweise auch bleiben. Einzelne Grösstinvestoren haben praktisch die Macht die Herde samt den Werten zu steuern, bis auf weiteres. Siehe erste Sätze.

  • Anh Toàn sagt:

    @Lucas Wirsch Für gewisse Schweizer Anleger kann ein Investment im US Immobilienmarkt durchaus eine interessante Beimischung sein im Depot, Reits vielleicht ein geeignetes Instrument, aber dann doch wohl ein ETF auf einen repräsentativen Index, allenfalls Unterindeces (Wohnungen, Gewerbe (Wer will schon Shopping Centers in den USA?)). Und dann sind Investitionen im Immobilienmarkt grundsätzlich risikoarm, wenn man einen noch längeren Atem hat als bei Aktien. So über 2-3 Generationen begrenzt sich das Risiko, 10 Jahre reichen nicht.

    Aber Sie kommen hier daher mit Reits sind s’Bescht wos gits“ und wer’s nicht glaubt ist doof. Da bin ich lieber doof als Ihnen zu glauben.

    • Anh Toàn sagt:

      Die grosse Mehrheit der Schweizer mit Geld zum anlegen hat aber bereits Wohneigentum, was wiederum ein ziemlich grosser Anteil am Gesamtvermögen ist. Ob da mehr Immobilien wirklich Sinn machen? Und warum unbedingt in den USA? Ich habe Freunde, die haben in Brasilien viel Geld verdient mit Immobilien, da gibt es vielleicht auch Instrumente. Ich habe eine Hütte in SaiGon, die ist vielleicht noch viel besser als Ihre Reits. Aber ich habe die nicht gekauft, um Geld anzulegen, sondern weil ich darin wohnte, und jetzt wohnt Familie meiner Frau darin und ich komme „heim“, nicht in ein Hotel, wenn wir da sind: Das ist Gewinn.

    • Lucas Wyrsch sagt:

      Lieber Anh Toàn, ich erwähnte, dass es REITs in 37 Ländern gibt, Vietnam und Brasilien eingeschlossen.
      .
      Das besondere an REITs ist, dass diese Anlagen steuerfrei sind, wenn mindestens 90% des Gewinns in Form von Dividenden, Zinsen oder Kapitalrückzahlungen an Aktionäre zurückbezahlt werden!
      .
      Und wenn Sie vietnamesische REITs als ETF kaufen wollen, können Sie
      1. VanEck Vectors Vietnam ETF (VNM)
      2. Invesco Frontier Markets ETF (FRN)
      3. Columbia Beyond BRICs ETF (BBRC)
      4. iShares MSCI Frontier 100 (FM)
      und haben statt US REITs, welche von Vietnam.
      .
      Immobilien sind eine ideale Absicherung gegen den Handelskrieg mit tiefer Volatilität und hoher Rendite

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