Wie Sie günstig auf Dividendenstars setzen

Kontinuität als Markenzeichen: Als Dividenden-Aristokraten werden Firmen wie Nestlé bezeichnet, die ihre Dividendenausschüttung mindestens 20 Jahre in Folge gesteigert haben. Foto: Shutterstock

Ich habe von Dividendenaristokraten gelesen und bin in meiner Recherche auf zwei ETFs gestossen, die meiner Meinung nach interessant sein könnten. Es sind dies ProShares S&P 500 Dividends Aristocrats ETF und SPDR S&P Dividenden ETF. Was ist Ihre Meinung dazu? R.G.

Steigende Dividenden haben den Pluspunkt, dass man als Anleger mit einer Aktie einen schönen Zusatzertrag erwirtschaftet. Sie sind aber auch ein Signal, dass es einem Unternehmen gut geht und es deshalb höhere Dividenden ausschütten kann. Ein Qualitätskriterium bei der Beurteilung von Aktien ist denn auch die Kontinuität der Dividendenausschüttung.

Während die Grossbanken nach der Finanzkrise zeitweise auf eine Dividende verzichten mussten, zeichnet sich etwa der Nahrungsmittelriese Nestlé durch eine lange kontinuierliche Dividendenstrategie aus. Als Dividenden-Aristokraten werden Firmen bezeichnet, die ihre Dividendenausschüttung mindestens 20 Jahre in Folge gesteigert haben.

Da es vor allem in den USA einige solcher Unternehmen gibt, wurde der S&P High Yield Dividend Aristocrats Index gebildet, der US-Firmen umfasst, deren Dividenden in den letzten 20 aufeinanderfolgenden Jahren gestiegen sind.

Nun macht es als Privatanleger wenig Sinn, in all diese Einzelaktien zu investieren. Vielmehr kann man über einen Exchange Traded Fund kostengünstig an der Entwicklung dieser Dividenden-Aristokraten partizipieren.

Der von Ihnen erwähnte SPDR S&P Dividenden ETF wurde von State Street herausgegeben und bildet möglichst genau den S&P High Yield Dividend Aristocrats Index nach. Die Basiswährung ist der US-Dollar, und zu den zehn grössten Positionen zählen die US-Firmen AT&T, Realty Income, Tanger Factory Outlet, IBM, National Retail Properties, Abbvie, Old Republic, Cardinal Health, Kimberly-Clark und Peoples United.

Nach dem gleichen Muster funktioniert der zweite von Ihnen erwähnte ETF, der ProShares S&P 500 Dividends Aristocrats ETF, auch wenn sich die grössten Positionen teilweise unterscheiden. Kostenmässig sind beide Instrumente gleich: Beide verrechnen mit einer Gesamtkostenkennziffer Total Expense Ratio TER von 0,35 Prozent vergleichsweise geringe Gebühren.

Mit diesen ETFs können Sie an erfolgreichen US-Firmen mit kontinuierlich steigenden Dividenden partizipieren. Allerdings schützt Sie das nicht vor Verlusten: Wenn die Aktienmärkte crashen, müssen Sie auch bei den Dividenden-Aristokraten mit deutlichen Rückschlägen rechnen. Auch die steigenden Dividenden bei diesen Unternehmen schützen Sie nicht vor Phasen mit massiven Buchverlusten.

10 Kommentare zu «Wie Sie günstig auf Dividendenstars setzen»

  • Beat Stalder sagt:

    Also bitte!

    „Steigende Dividenden haben den Pluspunkt, dass man als Anleger mit einer Aktie einen schönen Zusatzertrag erwirtschaftet. Sie sind aber auch ein Signal, dass es einem Unternehmen gut geht und es deshalb höhere Dividenden ausschütten kann.“

    Das kann falscher nicht sein.

    1) Wenn eine Dividende ausgeschüttet wird, fällt der Kurs der Aktie dementsprechend. Ausserdem müssen Dividenden als Einkommen versteuert werden.

    2) Es gibt Unternehmen, welche eine Dividendenausschüttung mit Krediten finanzieren. Mit der finanziellen Gesundheit hat das nichts zu tun.

    • Josef Marti sagt:

      Mumpitz. Etwas das keine Dividenden oder generell keine Erträge abwirft hat einen Wert von Null resp. bestenfalls einen Liquidationswert, wobei jedoch niemand eine volle Brieftasche kauft.

      • Andreas Ochsenbein sagt:

        Lieber Josef Marti, und genau aus diesem Grunde hat Amazon den Wert von Null? Also wenn Sie Amazon-Aktien halten, so kaufe ich Sie Ihnen für 100 Franken das Stück ab. Deal?

      • Werner Schubiger sagt:

        Das ist noch viel mehr Mumpitz. Beat Stalder hat Recht. Am Tag der Dividende fällt der Kurs genau um den Betrag der Dividende.
        Warum soll eine Firma, die keine Dividende zahlt, keinen Wert haben? Dann sind für Sie also viele der grössten Firmen wertlos.

  • Silvia Fröhlich sagt:

    und ESG-Kriterien müssen Ihnen irrelevant sein.
    Oel, Minen, Chemie, Pharma, Casinos, Kreuzfahrtschiffe, Gentech, Holzwirtschaft-Urwald, usw. (schlecht oder gut gemacht/geführt)
    Arktis, Weltmeere, Müll, Verschmutzung, Reduzierung der Tierarten zu Luft, Wasser und Boden, chem. Ab-/Grundwasser z.B. in Indien/China, Förderung autokratischer Regime z.B. Kongo, Güter- als Flug- und Schiffsverkehr mit irrer CO2 Produktion, Reduzierung von Urwäldern.
    Gewiss, ein nettes „Umwelt, Sozial- und Unternehmensführung-Papier“ schalten all diese Perlen (Marketing-Auftritt) auf deren Website auf. 🙂
    Ich hoffe Ihnen ist bekömmlich. Sie können Gutes tun. MfG

    • Kurt Seiler sagt:

      Als Mutter Theresa hat man an der Börse nichts zu suchen.
      In Ihrem Universum kostet alles nur – wird aber nie nur einen Heller Gewinn abwerfen.

      • Claude Fontana sagt:

        Falsch es wird ihnen unter Umständen ein jahr länger Nahrung und wasser auf den Tisch bringen, also leben, als reingewinn. Ob sie das schätzen oder nicht, ist ihnen überlassen, aber wenn nicht. Exit bietet auch dabei hilfe. Kostet aber auch.

  • Andreas Ochsenbein sagt:

    Nicht überall von „Ausschüttung“ drauf steht, ist auch „Ausschüttung“ drin. Das heisst, man bekommt nicht immer die volle Ausschüttung der Gesellschaft. Zwar werden die Dividenden tatsächlich ausgeschüttet, nicht aber die viel interessanteren steuerfreien Kapitalrückzahlungen. Diese werden reinvestiert. Trotzdem ist die Performance der ETF nicht besser als jene des Indexes. Wegen der Kommissionen ist sie sogar schlechter.

  • USD nein Danke sagt:

    Werter Herr Spieler
    Sicher interessante Anlagen aber vielleicht sollten sie die Anlager, bei Anlagen in USD, auch mal auf die rechtlichen Implikationen hinweisen (Erbrecht, Offenlegung, Gerichtsstand).

    Übrigens wäre es sicher mal interessant ein Blick und die Investitionsmöglichkeiten auf Länder zu legen, die nicht jeden Tag durch die immer gleichen Kanäle gepusht werden, aber seit Jahren Wachstumsraten jenseits von 5% aufweisen.

    • urs brand sagt:

      Hier hätten Sie doch eine einmalige Gelegenheit dies Länder und Aktien zu listen, welche seit Jahren Wachstumsraten jenseits von 5% aufweisen.
      Wobei noch zu erwähnen wäre, dass Länderwachstumsraten noch keine Garantie für gleichartige Wachstumsraten bei den Aktien bedeuten

Kommentar

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