Wie Sie Ihr Auto günstiger versichern

Wenig Spielraum bei der obligatorischen Motorfahrzeughaftpflichtversicherung: Prämien sparen kann man bei den Kasko- und bei weiteren Zusatzversicherungen. Foto: iStock

Ich bin mit meiner Autoversicherung unzufrieden und musste feststellen, dass ich mehr zahle als mein gleichaltriger Arbeitskollege. Wie kann ich meine Versicherung wechseln? V.L.

Eine einfache Möglichkeit, um die Autoversicherung rasch zu wechseln, bietet ein Fahrzeugwechsel. Wenn Sie ein neues Auto erwerben – egal ob neu oder als Occasion – können Sie unkompliziert aus dem bestehenden Vertragsverhältnis aussteigen. Der bezahlte Prämienanteil, der in der Zukunft liegt, muss Ihnen vom bisherigen Versicherer vergütet werden.

Zu einem allenfalls günstigeren Konkurrenten wechseln können Sie auch, falls Ihre bisherige Versicherung die Prämie für Ihre Autoversicherung auf das kommende Jahr hin anhebt. Eine Prämienerhöhung gibt Ihnen das Recht zu kündigen – ebenso ein Schadenfall. Voraussetzung dafür ist, dass der Versicherer eine Zahlung für den Schaden auslöst.

Ein Wechsel ist natürlich auch möglich, wenn Ihr bestehender Vertrag abläuft, allerdings müssen Sie Ihre schriftliche Vertragskündigung mindestens drei Monate vor dem offiziellen Vertragsablauf an die Gesellschaft schicken.

Bevor Sie wechseln, sollten Sie jedoch die Konditionen der verschiedenen Anbieter genau vergleichen. Dabei stellen Sie fest, dass es sowohl bei den Prämien, als auch bei den Leistungen erhebliche Unterschiede gibt.

Wenig Spielraum zum Prämiensparen besteht bei der obligatorischen Motorfahrzeughaftpflichtversicherung. Einiges Sparpotenzial hat man indes bei der Teilkasko- und der Vollkaskoversicherung sowie bei weiteren Zusatzversicherungen. Hier muss man selbst abwägen, welche Risiken man selber tragen will und welche nicht. Wenn man einen Teil der Risiken übernimmt, fällt die Prämie entsprechend tiefer aus. Man sollte aber nicht naiv sein und sich gut überlegen, ob man die nötigen Mittel hat, um im Schadenfall die anfallenden Kosten wirklich zu bezahlen.

Bei einem Wechsel würde ich daher nicht nur auf die Prämie allein achten. Vor allem sollten Sie auch den Umfang der gebotenen Leistungen im Detail vergleichen. Sind etwa Parkschäden oder Marderschäden eingeschlossen? Wenn man dann später mit einem Schaden konfrontiert ist und merkt, dass einige Schadenereignisse bei der billigeren Police ausgeschlossen wurden, ist der Ärger gross und man hat unter dem Strich kein Geld gespart.

Beim Vergleich der Prämien von Motorfahrzeugversicherungen muss man darauf achten, dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht und sich nicht nur allein auf die Prämie fokussiert. Sonst kann es vorkommen, dass man kurzfristig zwar etwas weniger Prämie bezahlt, im Schadenfall aber wesentlich tiefer ins eigene Portemonnaie greifen muss, weil der neue Anbieter mit der günstigeren Prämie einige Leistungen ausgeschlossen hat.

10 Kommentare zu «Wie Sie Ihr Auto günstiger versichern»

  • Peter Grossenbacher sagt:

    Muss nicht unbedingt ein Fahrzeugwechsel sein. Bei den allermeisten Versicherungen genügt es, das Auto für 1 Tag abzumelden und dann wieder einzulösen (mit neuer Versicherung).

  • Mark Keller sagt:

    Viel geschrieben, ohne wirklich was Relevantes und Nützliches gesagt zu haben!

  • Anh Toàn sagt:

    Versicherungen braucht man für Risiken, die man selber nicht tragen kann. Bei Haftpflichtrisiken (Auto ist obligatorisch, Privathaftpflicht nicht) kann der Schaden weit über den eigenen finanziellen Möglichkeiten liegen: Ein Student fährt mit seinem alten Mitsubishi Colt (1’900 ab MFK) einen Oldtimer Porsche (1 Mio) zu Schrott.

    Kann man sich sein Auto leisten, also könnte man sich auch ein anderes wieder kaufen, braucht man es nicht Kasko (ob voll- oder Teil-) zu versichern. Das Gleiche gilt für Hausratversicherungen.

    Über das ganze Leben und die gesamten Verlustrisiken (Auto, Hausrat, Computerversicherungen gibt es auch, Rechsschutz- usw.) betrachtet zahlen fast alle mehr, wenn sie sich versichern. Die anderen zahlen halt einmal viel, aber insgesamt weniger.

    • Werner Wenger sagt:

      Schade, dass Sie im Bereich der gesetzlichen Grundlagen nicht auskennen und deshalb falsche Aussagen machen. Teilkasko für Auto ist obligatorisch. Fast in allen Kantonen ist Hausratversicherung obligatorisch.

      • Anh Toàn sagt:

        Quelle? Für einen einzigen Kanton?

        Obligatorisch ist die Gebäudeversicherung inkl der Haftpflicht für Schäden aus dem Gebäude (Ziegel fällt jemandem auf den Kopf z.B.)

        Weder Hausratversicherung noch Teilkasko fürs Auto sind irgendwo in der Schweiz obligatorisch.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich habe schon in BS und in VS gewohnt, jetzt wohne ich in BE, und hatte nie im Leben weder eine Teilkasko aufs Auto oder Motorrad noch eine Hausratversicherung.

      • Thomas sagt:

        Sie schreiben Bockmist Herr Wenger !!!
        Sind sie ein Versicherungsheini ?

  • Güvi Bulgur sagt:

    Wenger@ Ich würde eher sagen Sie kennen sich nicht aus, Teilkasko ist überhaupt nicht Obligatorisch sondern nur Haftpflicht.

    Lediglich die Kantone Freiburg, Glarus, Jura, Nidwalden und Waadt kennen ein Versicherungsobligatorium für Feuer und Elementarschäden.

    Hausrat: In Jura und Freiburg kann der Abschluss über einer Versicherungsgesellschaft abgeschlossen. In Waadt und Nidwalden muss die Hausratversicherung oder Haushaltversicherung über die kantonale Feuerversicherung abgeschlossen werden. In allen übrigen Kantonen gibt es kein Obligatorium für die Hausratversicherung.

    • Anh Toàn sagt:

      @Güvi Bulgur

      Zumindest wissen Sie deutlich besser Bescheid als @Wenger, aber

      Feuer- und Elementarschäden muss der Hauseigentümer versichern. Es geht um die Gebäudeversicherung, nicht um den Hausrat:

      „Gustavo Kantone“ auf Wiki, erster Satz:

      „Als GUSTAVO-Kantone werden die Schweizer Kantone bezeichnet, in welchen die GEBÄUDEVERSICHERUNG gegen Feuer- und Elementarschäden anstelle einer kantonalen Versicherung bei einer privaten Versicherung abgeschlossen werden kann oder muss.“

      Die Versicherungsgesellschaften verkaufen dies gerne dem EFH Eigentümer als Paket mit der Hausratversicherung, ganz im Sinn von „darf’s ä bitzeli meh sii?“

      Aber ich würde mir bei einem Fehler hier nicht die Hand abhacken lassen, uind lasse mich fundiert gerne eines Besseren belehren.

  • Marcel Fürst sagt:

    Darf ich vermitteln?

    „Es ist besser, eine Versicherung zu haben und sie nicht zu brauchen, als eine zu brauchen und sie nicht zu haben“.

Kommentar

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