Hypothek abzahlen statt Geld anlegen

Auf die Pensionierung hin sollte man die Hypothek möglichst weit abtragen. Foto: Getty Images

Auf die Pensionierung hin sollte man die Hypothek möglichst weit abtragen. Foto: Getty Images

Ich, Jahrgang 1960, habe eine Hypothek von 560’000 Franken, welche erneuert werden muss. Auf dem Privatkonto besitze ich 125’000 Franken, auf dem Sparkonto 130’000 Franken und ein Wertschriftendepot von 145’000 Franken. Ich habe Offerten von mehreren Banken, welche mir neben der Hypothek auch empfehlen, für mein Geld ein Vermögensverwaltungsmandat zu erteilen. Ich bin ziemlich überfordert. Was soll ich tun? K. B.

Ich würde in Ihrem Fall keiner Bank ein Vermögensverwaltungsmandat erteilen, sondern einen Grossteil des Geldes nutzen, um Ihre Hypothek zu amortisieren. In wenigen Jahren sind Sie im Pensionsalter. Dann besteht eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass die Bank ohnehin zumindest eine teilweise Amortisation von Ihnen verlangt. Wenn Sie dann alles Geld in Wertschriften parkiert haben und die Kurse im Keller sind, haben Sie ein Problem.

Dazu kommt, dass Ihnen bei der Anlage des Geldes niemand eine Renditegarantie gibt. Und wenn Sie eine sehr konservative Strategie wählen, sind die Renditechancen gering. Darum würde ich nur einen Teil des Wertschriftendepots behalten und das so freigesetzte Kapital sowie die liquiden Mittel vom Privatkonto und dem Sparkonto grösstenteils nutzen, um die Hypothek teilweise zu amortisieren. Auf den liquiden Mitteln bekommen Sie ohnehin praktisch keinen Zins. Da fahren Sie besser, wenn Sie die Hypothek abbauen. So bezahlen Sie wenigstens weniger Zins an die Bank.

Das so eingesparte Geld würde ich auf den Maximalbetrag aufrunden und jedes Jahr in die 3. Säule einzahlen. So sparen Sie zusätzlich Steuern und stärken Ihre Altersvorsorge. Dieses Geld könnten Sie ja in spezielle Vorsorgefonds investieren und so mehr Rendite erzielen. Natürlich hat die Bank mehr Interesse, wenn Sie sowohl eine Hypothek abschliessen als auch ein Vermögensverwaltungsmandat erteilen. Denn damit verdient sie doppelt Geld mit Ihnen. Für Sie erachte ich das indes nicht als vorteilhaft. Denn Sie zahlen deutlich mehr Gebühren, haben aber keine Sicherheit, dass Sie wirklich mehr Rendite erwirtschaften, als Sie Zinsen zahlen.

Dazu kommt, dass Sie Geld anlegen, während Sie auf der anderen Seite wegen der Hypothek Schulden haben. Faktisch gehört Ihnen dieses Geld nicht. Darum wäre ich erst recht vorsichtig. Die Bank wird Ihnen sagen, dass Sie wegen der Hypotheken-Amortisation weniger Schuldzinsen bei den Steuern abziehen können. Das stimmt. Allerdings stelle ich fest, dass der Steuereffekt von Schuldzinsen oft überschätzt wird. Man muss es immer im Einzelfall berechnen. Oft aber ist die Steuerersparnis weit geringer als die Zinsen, welche man der Bank abliefert.

Wenn Sie eine saubere Rechnung machen, stellen Sie wahrscheinlich fest, dass Sie mit Ihrem Teilzeitlohn selbst nach Steuern besser fahren, wenn Sie amortisieren und so die Bankzinsen einsparen. Vor allem aber erhöhen Sie mit diesem Weg Ihre Sicherheit im Hinblick auf Ihr Alter und werden punkto Wohnen unabhängiger von der Fremdfinanzierung.

42 Kommentare zu «Hypothek abzahlen statt Geld anlegen»

  • Peter Meister sagt:

    Der dümmste Ratschlag seit langem! Wenn dann im Alter das Geld knapp wird zwingt einem die Bank zum Hausverkauf. Kommt nicht in Frage, die Hypo bleibt damit Cash vorhanden ist.

    • Stefan W. sagt:

      Wie kann einen die Bank zum Hausverkauf zwingen, wenn man die Hypothek abgezahlt hat? Der Anfragende kann sie ja bereits jetzt bis auf 160000 abtragen und hat dann noch 10-15 produktive Jahre, um den Rest abzuzahlen und ein Altersguthaben aufzubauen. Dann wohnt er nach der Pensionierung unschlagbar günstig, und wenn es knapp wird, kann er immer noch das Haus verkaufen.

    • A. Adler sagt:

      Lieber Meister, und Ihr Comment ist der dümmste seit langem. Ätsch reingefallen, es dämmert immer mehr Leuten, dass viel HypoSchulden zu haben nicht ganz so clever ist. Die Zinsen an die Bank sind verloren – und im Alter verlangt sie sowieso eine Amortisation.
      Ob Sie wirklich so naiv sind, dass Sie mit dem Ca$h durchbrennen und das Haus samt Hypothek zurücklassen können?
      Gehe mit Hr Spieler d’accord: Vermögen mit Hyposchulden ist halt nur „Scheinvermögen“.

      • Chris Stoffer sagt:

        Das stimmt natürlich auch nicht. Es kommt aufs Alter an. Abzahlen macht nicht immer Sinn. Wenn die Hypothek 1% ist und ich auf dem Aktien/Fondsmarkt 5% im Schnitt mache über 20 -30 Jahre, dann ist abzahlen einfach kontraproduktiv. Mann muss dann aber natürlich rechtzeitig den Aktienanteil runterfahren, damit man zu Pension das Geld hat und nicht nach einem Börsencrash verkaufen muss. Und selbst wenn es nicht 5% sind, 2% schaffen Sie locker. Dieses Jahr sind eher so 10% üblich…

      • Renata Rubina Rolischo sagt:

        Das funktioniert, dann, wenn Sie die Geduld (und den Mut) haben, 100% der Hypothekarsumme, die Sie zurückzahlen könnten, in Aktien zu halten. Der ‚typische‘ Schweizer Anleger ist dann aber doch lieber ein wenig vorsichtig, wählt einen gebührenbehafteten Strategiefonds mit 80% Obligationen und glaub auch noch, die Empfehlung des Bänkers sei super gewesen – schliesslich zieht er jedes Jahr Schuldzinsen vom steuerbaren Einkommen ab…

    • Urs Forster sagt:

      Lieber Herr Meister, Ihr Kommentar ist völlig unbedacht. Zuerst muss man schauen, dass man im Alter mit dem Renteneinkommen die Tragbarkeitsrechnung der Bank besteht, bzw. dass die Hypothek auf mindestens 50-60% des von der Bank ermittelten Verkehrswertes reduziert ist. Klar muss man auch Rücklagen für grössere Ersatzinvestitionen haben. Aber aus Gesamtsicht ist die Amortisation einer Hypothek immer das Beste, weil man dann immer mehr Geld hat, weil die Zinszahlungen, welche nicht mehr anfallen nicht vollständig von der Steuer gefressen werden, sondern höchstens zu 30%, somit bleiben unter dem Strich 70% der Zinszahlungen im eigenen Portemonnaie.

    • Michael Görlitz sagt:

      Ein meisterlicher Kommentar

  • Dominique Jacques Ackermann sagt:

    Grundsätzlich ist bei allen Immobilienfinanzierungen, bei denen die Kreditnehmer 50 oder älter sind, die Tragbarkeit bei Pensionierung so gut wie möglich frühzeitig zu prüfen. Dabei geht es darum festzustellen, ob die Hypothek bei Pensionierung mit dem normalerweise reduzierten Renteneinkommen noch tragbar ist. In der Regel sollten die Finanzierungsanbieter bei einem Kunden mit Jg. 1960 diese Berechnung gemäss der Standesregeln von sich aus machen. Nach der erfolgten Tragbarkeitsberechnung besteht eine bessere Basis für die Festlegung der neuen Finanzierungsstrategie: Amortisationen ja/nein. Höhe der Amortisation, Betrag und Art der Hypothek, Zinssatz, etc.. Eine Beratung aufgrund der bisher verfügbaren Infos ist nicht nachhaltig. Wollen Sie mehr wissen, dann http://www.hypoconsultplus.ch

  • U.N. sagt:

    Endlich hat es jemand klar gesagt! Die alte Rechnung von wegen Steuern sparen mit einer Hypothek, geht schon lange nicht mehr so klar auf mit den tiefen Zinsen. Nur ist dies bei den meisten hypothekar Schuldner nicht angekommen. Gut beraten Herr Spieler!

    • Karl von Bruck sagt:

      Bingo! Die guten alten Zeiten mit den Inhabersparbuechlein fuer den kleinen Kapitalisten ohne Lust auf zuviel Steuerprogression auf dem zu grossen Fleiss sind leider passe. Der Lohn- und Rentenabhaengige steht im Slip da, und der EL- oder Sozialhilfebezueger muss auch den runterlassen. Nur internationale Konzerne und gewiefte Speckulanten koennen noch ihre Steuern bis (fast) auf 0 „optimieren“ oder gar Staaten auspluendern. Der Eigentumer selbstbewohnten Wohnraums oder Mieter wird gnadenlos ruiniert. Und wenn er ein wenig von den horrenden Steuern spart, rahmt die Bank oder der Renovationshandwerker garantiert viel mehr ab, als an Steuern „gespart“ wird.

  • Bernd Kersten sagt:

    Tatsächlich ein dummer Ratschlag
    Herr Meister und Herr Ackermann (mit Ausnahme dessen Werbung) haben Recht: Auf jeden Fall weiterhin liquide bleiben und zusätzlich die Gesamtsituation beachten (z.B. Tragbarkeit nach Pension; Säule 3a-Maximaleinzahlung, falls möglich (Steuerreduktion!); Erbe? Partnerbeziehung? etc.)

  • Dieter Widmer sagt:

    Wenn man die Pläne des Bundesrates für den erhöhten Vermögensverzehr bei einem EL-Bezug und die entsprechenden Regeln ansieht, die man getrost als Bevormundung ansehen kann, sollte man einen Teil des Vermögens tunlichst verschwinden lassen.
    Das Risiko eines notwendigen Pflegeheimaufenthaltes im höheren Alter und der entsprechenden hohen Kosten ist für jeden und alle da. Auch an das sollte man denken.

    • Pjotr Müller sagt:

      Vielleicht haben Sie noch Tipps, wie man Vermögen verschwinden lässt, ohne dass der Steuersekretär Fragen stellt.

    • Urs Forster sagt:

      Herr Widmer, ich sehe keinen Grund, dass die Allgemeinheit mittels EL Besitzer von Wohneigentum und anderem Vermögen unterstützen soll. Meines Erachtens sollte jeder zuerst sein Erspartes aufbrauchen. Dies aber ganz sicher, wenn er mittels Pensionskassenvorbezug sich selber das tiefere Einkommen verschuldet hat. Ganz zu schweigen von denen, die einen Kapitalbezug des PK-Guthabens gemacht haben bei der Pensionierung.
      Man darf nicht vergessen, dass die EL über die Steuern finanziert werden.

  • Beppie Hermann sagt:

    Ich finde den Ratschlag richtig. Ein abbezahltes Haus ist eine Riesenerleichterung. Keine Schulden, keine Abhängigkeit, keine Hypozinsen mehr, dafür ein Haus, das im Alter notfalls mit Gewinn verkauft werden könnte. Geldanlagen sind heutzutage eigentlich nur noch risikovolle Belastung und Zeitverschwendung, man lebt in ständiger Angst und Sparkonti bringen eh nichts ein. Wir haben unser Haus mit einigem Verzicht, dafür umso schneller abbezahlt, die Steuern sind dabei zwar ein wenig gestiegen, aber dafür ist es uns nun rundum wohl ums Herz.

  • Christoph Surber sagt:

    Fast genau mein Fall! Die Banken wollen meine Hypothek nicht übernehmen – „… ich verdiene zu wenig und sei überdies selbständig“ (=Unsicherheitsfaktor). Dabei habe ich seit 20 Jahren die Zinsen immer pünktlich bezahlt und auch immer etwa dasselbe Einkommen. So hab ich jetzt halt Geldanlagen aufgelöst und die Hypothek grossenteils amortisiert – für den Rest suche ich nun private Kreditgeber. Ohne Banken geht’s besser!

  • Peter Mayer sagt:

    Die Hypothek im Alter freiwillig zu amortisieren ist ein ganz schlechter Vorschlag. Angenommen es besteht eine Hypothek von 250’000.- und ein Vermögen von 250’000.-: Eine Person muss ins Heim, mit dem Vermögen kann der Heimaufenthalt für 3 – 4 Jahre bezahlt werden. Gleiche Situation mit dem Vermögen wird die Hypothek auf 0.- abbezahlt. Der Heimaufenthalt kann nicht beglichen werden, da kein Vermögen, somit muss das Wohneigentum sofort verkauft werden, um an Geld zu kommen.

    • Urs Forster sagt:

      Lieber Herr Peter Mayer, was Sie hier schreiben stimmt so nicht. Die Amortisation lohnt sich immer, auch im Alter. Bei einem Heimaufenthalt spielen die Banken für eine Erhöhung der Hypothek meist mit und man kann den Verkauf des Wohneigentums besser abwickeln.
      Was im Alter auch noch Sinn machen kann, ist die Wohnliegenschaft mit einem lebenslangen Wohnrecht an die Kinder zu übertragen. Dies muss jedoch frühzeitig in Angriff genommen werden, da ansonsten die Schenkung zu einer Unterhaltsplicht der Beschenkten führen kann.

      • Peter Mayer sagt:

        Die Bank gewährt zur Finanzierung eines Heimaufenthalts eine neue Hypothek? Das finde ich interessant. Bisher dachte ich, bei einem solchen Anliegen wird man von der Bank ausgelacht? Gibt es dafür „Beweise“, dass dies wirklich möglich ist? Trotzdem finde ich das Vermögen „flüssig“ halten sinnvoller, als alles abzahlen. Klar kostet das etwas in Form von Zinsen, aber dieser quasi Risikozuschlag ist doch sehr preiswert, im Vergleich zu dem, was man so für Versicherungen etc. alles jährlich zahlt und auch nicht unbedingt braucht.

    • A. Adler sagt:

      Seltsam – denken Sie das Wohneigentum wird nicht verkauft werden müssen wenn eine Hypothek drauf ist? Man hat vielleicht etwas mehr Flexibilität beim Zeitpunkt – das ist alles. Aber die hat man auch nur dann, wenn man das Geld auf dem Konto und eben nicht in jedwede Investments steckt wie à la Vermögensverwaltung (was dem Fragesteller von seiner Bank ja empfohlen wurde…)

    • Christoph Surber sagt:

      Lieber Herr Mayer – etwas „Unvorhergesehenes“ (Unfall, Krankheit, Scheidung…) ist immer blöd – auch für Wohneigentum. Je höher Sie bei der Bank verschuldet sind, desto mehr haben die Sie „am Wickel“. Mein Fall liegt ganz ähnlich wie der Beschriebene – die Banken wollen meine Hypothek nicht übernehmen. Jetzt amortisiere ich die Hypothek bis auf einen Rest von ca 100’000 Cash – die 3a ist auch noch da – das reicht für Eventualitäten. Den Rest an Hyposchulden versuche ich privat aufzutreiben (zu Tranchen unter 100’000) – so bin ich von den Banken und ihrer Willkür unabhängig. Das erachte ich grad im Alter als sehr wichtig. Hab‘ ja auch noch ein paar Jahre vor mir – und da selbständig – so lange ich will und kann.

  • Michael Schwendener sagt:

    So ein Bericht ohne ein Wort über den Eigenenmietwert? Die Rechnung geht sowieso nur auf, wenn dann auch wirklich ‚gratis‘ gewohnt werden darf.

    • Till sagt:

      Der Eigenmietwert bleibt ohnehin gleich gross. Und steuerlich lohnt sich das Schuldenmachen höchstens, wenn Sie mit 3a und Co mehr sparen können. Das bedeutet allerdings auch, dass Sie ohnehin am Rande der Tragbarkeit operieren.

    • Markus Meier sagt:

      Auch wenn man komplett amortisiert hat, heisst das noch lange nicht, dass man gratis wohnen kann. Der Unterhalt ist im Prinzip teuer als die Zinskosten bei dem heutigen Zinssatz.

  • Anh Toàn sagt:

    „Hypothek und Wertschriften“

    Mit Zinspapieren, ausser mit Junk Bonds oder Währungsrisiken, kann man die Hypozinsen nicht schlagenund die Zinsen sind steuerbar, der Steuervorteil fällt weg. Unter dem Strich Verlustgeschäft.

    In Frage kommen fast nur Aktien. Diese sind mindestens teilweise fremdfinanziert. (Aufteilung der Hyposchulden auf die Assets, also ca 70% auf der Liegenschaft, 30 Prozent auf die Aktien). Fremdfinanziert Aktien kaufen ist Spekulation. Spekulieren muss, wer arm ist und darf, wer reich ist, die Mitte darf nicht: Dem anfragenden Leser und vielen in ähnlichen finanziellen Verhältnissen lebenden Schweizern geht es zu gut und zu schlecht, um zu spekulieren.

    Wer keine Hypo auf dem Eigenheim hat, und dann noch Geld auf der Bank hat, kann Aktien kaufen.

  • Thomas Hanhart sagt:

    Ich hatte vor dem eigenen Eigentumserwerb beruflich mit Finanzierungsberechnungen für Immobilien zu tun und kann mich Herrn Spieler nur anschliessen. Dass das fragwürdige Konstrukt Eigenmietwert/Zinsabzug gegen eine Amortisation spricht, ist ja eine der grossen und wie ich finde ziemlich abstrusen Widersprüche in der aktuellen politischen Diskussion um die schweizweite Gesamtverschuldung in diesem Bereich. Aber bei Hypotheken um 500TFr. spielt das unterm Strich kaum mehr eine Rolle. Wenn man da 50% amortisiert, zahlt man gerade bei niedrigeren Steuerklassen nur ein-, zweihundert Fr. mehr Steuern. Dafür hat man niedrigere Wohnkosten (günstige Resthypothek in Libor machen!) und kann allfälligen Zinserhöhungen im nächsten Jahrzehnt gelassenen entgegen sehen.

    • Chris Stoffer sagt:

      Libor bis 5 Jahre-Fest gibts alles deutlich unter 1%. Wie macht es da Sinn, abzuzahlen? Ich lege das Geld lieber in Aktienfonds an. Da macht man über Jahrzehnte immer am meisten Gewinn und immer über 1%. Salopp gesagt bei Jährlich 5% gehen 1% an die Bank und 4 % kassiere ich. Also besser als abzahlen und 1% oder weniger zu sparen.

      • A. Adler sagt:

        Ja schön für Sie wenn Sie Ihre Anlagestrategie toll finden. Niemand sonst den ich kenne machte imn den vergangenen 5 Jahren im Schnitt 5% Rendite mit 100% sicheren Anlagen. Die aber braucht der Anfragesteller dieser Kolumne, da er in 10 Jahren oder so pensioniert wird. Seit dem letzten Borsencrash im 2008 dauerte es bis 2014 oder so, bis die Kurse sich wieder auf dieses Niveau erholt hatten. Bei Ihren 30 Jahren Horizont können Sie ja auch zu den aktuellen Höchstkursen kaufen und warten, aber das kann nicht jeder…

      • Urs Forster sagt:

        Solange man auf einer Hypothek Zinsen bezahlen muss, macht es immer Sinn die Hypothek abzubezahlen, denn steuerlich machen Schulden nie Sinn, ausser man hat eine höhere Rendite auf den Anlagen, welche man weiss, dass man die in den nächsten 10-15 Jahren nicht anzapfen muss. Wer jedoch über 65 ist, sollte immer die Hypotekarschuld reduzieren.

  • Thomas Hanhart sagt:

    Korrekterweise muss es heissen: bei Objekten um 500TFr. …
    Massgebend bei der Eigenmietwertberechnung ist der Verkehrswert des Objekts.

  • Mody Bühler sagt:

    Vor einigen Jahren machte ich die Vollkostenrechnung mit gleichem Ergebnis: Hypo abzahlen kommt günstiger als miserable- oder Risikorendite auf Kapital.

    • Michael Görlitz sagt:

      Ein Bänkler in Nadelstreif und Krawatte wird ihnen etwas von Steuern sparen etc erzählen. Hypothek unbedingt stehen lassen, unbedingt bankeigene Fonds kaufen. Toplösung, natürlich für die Bank.

  • Hunziker sagt:

    Es liegt auf der Hand, dass es hier nicht richtig oder falsch gibt. Da muss jeder Fall einzeln betrachtet werden. Bei mir sieht es so aus: EW mit 1/3 Hypozinsen (fest) 2/3 Nebenkosten (seit Jahren gleich). Mit meinen Ersparnissen zahle ich diese laufenden Kosten und es bleibt noch etwas übrig. Kapitalverzehr bis 90 ohne dafür die Rente anzutasten. Wenn ich aber die Hypo amortisiere muss ich die Nebenkosten aus der Rente tätigen und das Geld fehlt mir zum Leben.

  • Heinrich Blatti sagt:

    Absolut falsch. Mit einer 10jährigen Hypothek zahlt man etwas mehr als 1% pro Jahr. Auch mit einer ausgewogenen, ja sogar konservativen Strategie ist die Chance riesig – wenn auch nicht 100 %ig – eine durchschnittliche jährliche Rendite zu erwirtschaften, die über dem Hypothekarsatz liegt.
    Gebühren sind sicher ein nicht vernachlässigbarer Aspekt, aber Herr Spieler ist das bei jedem Finanzthema das Hauptthema und hackt dauernd darauf herum. Wenn die 560’000 nur 1. Hypothek sind, würde ich garantiert nicht amortisieren!
    Ich bin übrigens mit Jahrgang 63 in der gleichen Situation und habe gerade eine Tranche für 10 Jahre verlängert, und werde das in 2 Jahren bei einer weiteren Tranche machen und 2 Jahre später wieder.

    • Betschart Thomas sagt:

      Richtig Herr Blatti
      Ich stimme Ihnen zu und glaube dass Herr Spieler auch eher die Bankenseite vertritt.

    • Urs Forster sagt:

      Herr Blatti, genau mit Ihrem Jahrgang sollten Sie nun schauen, wie es mit der Tragbarkeit bei der Pensionierung sein wird. Genügt Ihr Einkommen aus AHV und Rente um die Tragbarkeitsrechnung der Bank mit einem Hypothekarzinssatz von 5% und den Nebenkosten von 1% des Anlagewerts nicht mehr als 33% des Einkommens ausmacht. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass Banken vielfach nur noch eine Belastung von 50% oder 60% des von Ihnen ermittelten Verkehrswertes zulassen.
      Wenn Sie auf das Geld, welches Sie angelegt haben nicht innerhalb der nächsten 10-15 Jahre angewiesen sind und noch genügend Geld auf einem Bankkonto haben, macht Ihre Strategie unter den oben genannten Voraussetzungen Sinn. Ansonsten sollten Sie alles nochmals überdenken.

  • Betschart Thomas sagt:

    Hypothek abzahlen ist doch nicht Richtig, der Druck der Finma auf die Banken ist das Problem. Banken sollten für Hausbesitzer im Pensionsalter alternative Berechnungen betreffend Tragbarkeit anwenden können.
    Nachdem ich Jahrelang Hypthekkarznes bezahlt habe und diese auch weiterhin bezahlen könnte, verlangt die Bank die Rückzahlung der Hypothek und zwingt mich im schlimmsten Fall, das Haus zu verkaufen. Noch vor wenigen Jahren hat die gleiche Bank gesagt Geld in ein Eigenheim zu investieren ist auch eine Altersvorsorge. Liebe Finma liebe Banken Hier müsstest Ihr mal über die Bücher gehen und krative Produkte anbieten. Einmal etwas anbieten das auch dem Kunden etwas bringt nicht immer nur an Euren Provit denken.

  • Leondina Di Marco sagt:

    Es gibt eben viele Rezepte, um zu versuchen ein optimales Verhältnis zu schaffen. Hypotheken im angemessenen Rahmen, Anlagen entsprechend der eigenen Risikobereitschaft und -Fähigkeit, Liquidität für Vermögensverzehr unvorhergesehenes und Notfall im Alter für die Versorgung. Auch hier gilt es das gesamte Bild zu betrachten. Allenfalls können auch Einzahlungen in die eigene Pensionskasse dazu beitragen Steuern zu sparen und die eigene Vorsorge noch besser zu stützen. Es gibt viele Wege die zum Ziel führen und nicht immer ist es einfach den richtigen zu finden.

    Mit einem fairen Berater kommt’s gut.. wer ist fair und wer nicht? Wichtig bleibt, nichts machen, was Ihnen nicht logisch erscheint. Lösungen selber auch hinterfragen und begründen lassen…

    • Urs Forster sagt:

      Libe Frau Di Marco, Sie sehen es vollkommen richtig. Zuerst sollte bei einem PK-Bezug die Lücke geschlossen werden. Dann sollte man beginnen die Säule3a auf verschiedenen Konten aufzubauen und die 2. Hypothek abbezahlen. Danach schauen, ob man Einkäufe in die PK überhaupt machen kann. Und dann beginnen Hypotheken zu amortisieren. Aus steuerlicher Sicht macht es immer Sinn Einkäufe in die PK und Säule 3a einzahlen, weil dies Auswirkungen auf die Progression und die Steuerzahllast hat. Auch bei der Rückzahlung von Schulden merkt jeder der gut rechnet, dass man die Zinszahlungen und Steuerzahlungen zusammenzählen sollte. Macht man dies, merkt man, dass weniger Schuldzinsen nicht zu mehr Steuern im gleichen Umfang führt.

  • Paulino sagt:

    Guten Abend Heimat-Miteigentümer.
    Ein riesiges Kunterbunt an Lösungsvarianten. Die Beziehung Finma-Hypobank entspricht nicht der heutigen Kapitalstruktur mit Zeithorizont ca. 10 Jahre. Für Hypothekarnehmer inPension sind die aktuellen Finma-Leitlinien respektlos. Für die Finanzberater ein tolles Geschäft. Was es vermehrt braucht sind Finanzpools,
    mit realistischen Zinsvereinbarungen, so 1% über konventionellem Zinsmarkt. Dadurch sind einige Probleme berechenbar. Die Finma hat dieses Problem noch nicht angegangen, sind ja nicht in Rente.
    LG Paul

    • Urs Forster sagt:

      Lieber Paul, ich gebe Ihnen zum Teil recht. Die Banken sollten die Freiheit haben schauen zu dürfen, wie das Eigenheim finanziert wurde und welche Art von Hypothek der Kunde abschliessen möchte. Bei Festhypotheken sollte man sich auf den aktuellen Zins +1% stützen dürfen. Wer jedoch eine Liborhypothek abschliesst, sollte jedoch bei der Tragbarkeit den 10jährigen Festhypothekarzinssatz +2% gelten. Nur wer eine variable Hypothek abschliesst sollte mit 5% rechnen müssen.
      Wenn jedoch für die Finanzierung Pensionskassengelder bezogen wurden, müsste man schauen, ob zurückbezahlt wurde. Ist dies nicht der Fall muss mindestens die Hypothek amortisiert worden sein. Säule 3a muss zwingend zur Amortisation hinzugezogen werden.

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