In fremden Küchen

Hiltebrand in Bern

Quelle: zvg/Facebook Schweizerhof

Gute Köchinnen sind leider rar gesät, aber das Hotel Schweizerhof am Berner Bahnhof hat sie alle: Im Feburar hatte hier Tanja Grandits aus Basel einen erfolgreichen Auftritt in der Jack’s Brasserie, die zum Schweizerhof dazugehört. Nun geht es am Freitag weiter, denn dann kommt hoher kulinarischer Besuch aus Zürich: Meta Hiltebrand vom Restaurant Le Chef wird in der Jack-Küche zaubern. Die 34-Jährige kennt man aus der Vox-Show Kitchen Impossible, Kochen.tv von Telezüri und «Küchenschlacht» vom ZDF. Die Köchin, der neue Rezepte im Traum einfallen, will erfüllte und glückliche Gäste. Das will sie weniger mit marinierten Miniportiönchen als mit einem 5-Gang-Menü erreichen. Das Menü inklusive Willkommensaperitif, Wasser und Kaffee kostet 145 Franken, hier gibt es noch Plätze.

Engel auf der Alp

Foto: Claudia Salzmann

Vom Rebberg auf die Alp: Marc Joshua Engel und Cynthia Lauper sind seit anderthalb Jahren im Restaurant Aux Trois Amis in Ligerz am Start. Nun wechseln sie für die Wintersaison auf die Tschentenalp oberhalb von Adelboden. Eines haben beide Orte gemeinsam: Wiederum bringt ein Bähnchen die Gäste auf die richtige Höhe. Engel, der in der Berner Länggasse im «& Söhne» kochte, hätte in Ligerz im Winter sowieso Pause gemacht. Gerade wurde der gebürtige Deutsche mit 14 «Gault Millau»-Punkten ausgezeichnet. Das Team in Adelboden ist auch noch nicht ganz komplett, Engel sucht noch einen Koch oder eine Köchin. «Wir wollen in Adelboden kein 0815-Skirestaurant sein, sondern streben das Gleiche an, was wir im Aux Trois Amis geschaffen haben», sagt Engel. Und verspricht damit einen gastfreundlichen Rückzugsort aus dem Alltagsstress mit auserlesenen Weinen und einer Küche, die begeistert.

Punkteköche in fremder Küche

Zu viele Köche verderben den Brei? Daran glauben diese vier Berner Köche nicht. Gemeinsam haben sie 63 «GaultMillau»-Punkte und zwei «Michelin»-Sterne inne. Nun machen Domingo S. Domingo (Mille Sens, Bern), Simon Sommer (Schöngrün, Bern), Simon Apothéloz (Eisblume, Worb) und Fabian Raffainer (Meridano, Bern) gemeinsame Sache respektive gemeinsames Abendessen. Unter dem Namen «8 Häng – 8 Gäng» hat jeder zwei Gänge kreiert, und fertig ist ein Achtgänger der besonderen Art. Das erste Menü dreht sich um das Thema Pro Specie Rara, der Auftakt findet im Restaurant Schöngrün statt. Initiiert hat die Eventreihe der Verein Gustus. «Wir wollen den Erfahrungsaustausch unter den Köchen fördern und die Kulinarikinteressierten mit den Akteuren verbinden», erklärt Dave Wälti vom Verein. Für die Gäste sei dies mehr als ein spannendes Experiment: «Wer kann schon behaupten, er habe an einem Abend bei vier Spitzenköchen gegessen?», so Wälti weiter. Wohl wahr. Reservationen direkt bei den Restaurants (siehe Links oben), 250 Franken inklusive Getränkebegleitung.

 

 

1 Kommentar zu «In fremden Küchen»

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.