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Töte den Tyrannosaurier, aber zieh dein Baby gross!

Constantin Seibt am Montag den 4. Juni 2012

Das Ekelhafte am Schreiben ist, dass es dauernd Entscheidungen verlangt. Jedes Wort, jeder Satz könnte anders sein. Alles verdrängt, sobald hingeschrieben, Tausende von Möglichkeiten.

Bei einem Zeitungsartikel hat man zusätzlich noch Platznot. Man muss sich entscheiden: Diese Information – oder die andere? Oder: Diese Anekdote – aber dafür streicht man noch mehr Information? Und dieser hübsche Schnörkel, diese interessante Tatsache, dieses kluge Zitat – wie viel kosten sie?

Das Schreiben eines Textes ist ein Massaker an all seinen Varianten. Kein Wunder, brauchen viele Journalisten den Redaktionsschluss. Und die Drohungen des Abschlussredakteurs. Denn mit der Pistole im Nacken wird man selbst grausam. Und tut, was man zum Überleben tun muss: seinen Artikel fertig schreiben.

Nur: Worin investiert man seinen Platz, worin nicht?

In zwei früheren Posts über amüsante Einsprengsel, die den Leser am Laufen halten  (Hier die Theorie der Ratteninsel, da die Praxis der Ratteninsel) – wurde ein wichtiges Problem ignoriert. Es wurde nur gesagt, dass die Ratteninsel «schlank» sein sollte, «damit man nicht an Schwung und Tempo verliert».

In der Praxis funktioniert das längst nicht immer. Denn Anekdoten, Beschreibungen, Einfälle und Schnörkel bleiben nicht alle schlank. Einige fangen an zu wuchern. Sie fressen plötzlich Platz. Oder dominieren durch ihren zu fremden Ton den Rest.

Was tun? Faulkners berühmter Tipp dazu heisst: «Kill your darlings!» Also: Streich deine Lieblingsstellen!

Keine Frage, das ist oft ein guter Rat. Nur gilt manchmal auch das Gegenteil: «Kill all the others!»

Nehmen wir zwei Fälle von aus dem Ruder laufenden Ratteninseln. Einer, bei dem es schief lief. Und einer, bei dem das Gegenteil passierte.

Fall 1: Der marodierende  Saurier

Im Herbst 2010 eskalierte ein weiteres Mal die Eurokrise. Die Zinsen für Staatsanleihen stiegen mörderisch und hetzten die Regierungschefs von Gipfel zu Gipfel. Mein Aufrag war, eine Anlyse zum Thema zu schreiben: Was tun?  Meine Hauptthese war: Die Finanzmärkte hetzten die Politik deshalb, weil diese dauernd versuchte, sie zu beruhigen. Sie brauchten nicht kleine Pflaster, sondern grosse Pläne. Politiker und Notenbanken würden die Märkte nur beruhigen, wenn sie noch verrückter aufträten als diese selbst.

Um die Ausgangslage der Amok laufender Börsen zu zeigen, hatte ich – wie ich fand – eine nette Startidee. Es gibt ein altes Bonmot des Börsenprofis André Kostolany. Dieser verglich das Verhältnis von Wirtschaft und Börse mit dem Spaziergang eines Mannes mit seinem Hund. Das hatte ich vor zu aktualisieren: als Spaziergang eines Mannes mit seinem Tyrannosaurus Rex.

Nun, die Idee war erfreulich; nur die Umsetzung nicht. Denn es stellte sich heraus, dass für einen Leser, der weder Kostolany, noch seinen Vergleich kannte, die Sache ziemlich schwierig zu erklären war. Ich feilte dann Stunden am ersten Absatz. Und kam auf nichts Kürzeres als das:

Der Spekulant André Kostolany verglich vor Jahren Wirtschaft und Börse mit einem Mann und seinem Hund. Während die Wirtschaft, also der Mann, ruhig dahingeht, tollt der Hund herum. Mal prescht er vor, mal bleibt er zurück, doch am Ende macht er den gleichen Weg wie der Mann.

Heute gleicht das Verhältnis eher dem Spaziergang eines Mannes mit einem Tyrannosaurus Rex. Während der Mann dahingeht, beisst der Saurier ihm ein Bein ab und macht sich dann auf Richtung Stadt, um dort das Regierungsviertel zu verwüsten.

Das Verheerende an diesem Anfang war, dass er weitere Erklärungen verlangte: Warum war der Finanzmarkt so mutiert?

Das zwang mich, die Ursprünge der Finanzkrise noch einmal kurz zu rekapitulieren. Und richtig kurz ging das nicht. Es frass enorm Platz. Am Ende hatte ich wegen des Anfangs vier Fünftel meiner Zeit und mehr als die Hälfte meines Platzes verbraucht. Und konnte mich erst dann an mein eigentliches Thema machen: Was war zu tun?

Dazu waren dann weder Zeit, noch Nerven, noch Platz übrig. All das Zeug, was ich zu Eurobonds, Finanztransaktionssteuer, Rettungsschirmen, Fiskalunion, Währungspolitik sagen wollte, liess sich nur noch aufzählend unterbringen: Es blieb ein blasser Brei.

Die Reaktion der Leser nach dem Artikel war dann erstaunlicherweise positiv: «Der Dinosaurier – cool», sagten sie.

Während ich das verdammte Vieh zum Teufel wünschte. Es hatte das Zentrum des Artikels gekillt: alle Vorschläge für die Staatschefs der Eurozone.

Kein Wunder, dass die Krise bis heute andauert. Ich hätte den Saurier streichen sollen.

Fall 2: Das Baby aus der Mittelklasse

Der zweite Fall lag fast gleich. Wieder ein Artikel zur Krise. Diesmal die Krise des westlichen Mittelstands. Wieder hatte ich mich durch Statistiken, Artikel, Aufsätze gewühlt. Wieder hatte ich nach einem eher atmosphärischen Anfang gesucht – eine Notwendigkeit bei einem eher trockenen Thema.

Und wieder war ich auf eine Idee gestossen. Die Grundthese des Artikels war: Seit 30 Jahren verliert die westliche Mittelklasse in Sachen Einkommen und Vermögen zunehmend Anteile im Vergleich zu Konzernen und Superreichen. Und damit verliert sie auch an politischer Macht. Und damit auch an finanzieller Kraft: Ihr Anteil an der Steuerbelastung steigt. Kurz: Der Westen driftet Richtung Oligarchie.

Was war das radikalste Bild für schwindenden gesellschaftlichen Einfluss? Nach etwas Überlegung kam ich auf das Baby – Symbol der Zukunft an sich. Würde ein Kind in der Mittelklasse noch so viel verdienen und politisch so viel zu sagen haben wie einst seine Eltern? Und noch böser: Würden die Eltern in Zukunft noch dem Baby etwas zu sagen haben? Angenommen, die Mittelklasse steigt ab – nützen dann die Erfahrungen der Eltern noch etwas, die doch in einer Welt des Wohlstands aufgewachsen sind?

Dann feilte ich an dem ersten Absatz. Wie der Tyrannosaurus Rex war auch die Story vom Baby und der Entwertung seiner Eltern nicht leicht auf die Reihe zu bringen. Und dann biss sich das Baby-Thema vom Stil her mit dem geplanten Ton: Ursprünglich wollte ich eine kühle Analyse rund um recherchierte Statistiken schreiben. Und dann fiel mir bei der Beschreibung des Babys viel zu viel ein. Kein Wunder, ich hatte seit mehr als einem Jahr eins zu Haus.

Schliesslich wurde mir klar: Das Baby und die Hilflosigkeit der Eltern in einer geänderten Welt interessierten mich mehr als die Einkommensscheren-Statistiken in den USA und Europa. Sie waren auch frischer, origineller, direkter. Also beschloss ich, meine Statistiken zum Teufel zu schicken. (Oder genauer: auf den Archivstapel. Denn darüber könnte man auch später schreiben.)

Das Baby musste ins Zentrum. Und zwar nicht nur platzmässig, sondern auch konsequenterweise in Stil und Form. Also einfache Sätze, wie an der Wiege gesprochen. Und die böse Botschaft brauchte nun einen warmen Ton. (Babys halten wenig von kühler Analyse.) Und – wenn man schon dabei war – warum nicht gleich die ganze Analyse als Ansprache ans Baby schreiben?

Die Folge: Im gesamten ersten Drittel des Artikels über den Untergang der Mittelklasse kam – ausser im Übertitel – das Wort Mittelklasse nicht einmal vor. Das sah dann so aus:

Memorandum an mein Baby über die Zukunft der Mittelklasse

Kleinkind und Macht

Mein Kleines,

noch hast du mehr Macht als später je in deinem Leben. Wie alle Babys hast du etwas Imperiales. Die Gnade, mit der du den Plüschbär oder den Löffel Brei entgegennimmst. Den Zorn, mit dem du sie von dir weist. Dann deine beiden privaten Leibdiener, die dich speisen, kleiden und putzen wie einen König.

Und schliesslich der Zuspruch aus der Bevölkerung! Auf deinen Spazierfahrten am Fluss oder in der Migros neigen sich wildfremde Herren und Damen vor dir und warten gierig auf dein Lächeln. Niemand, der nicht Bewunderung äussert. Noch wirst du verehrt und geliebt, einfach, weil du da bist. Das Willkommen gilt deiner puren Existenz.

In deiner gehobenen Position hast du über Monate nur ein einziges Wort gesprochen: «Nein.» Keine bescheidene Wahl – das Machtwort an sich.

Aber, Kleines, wird deine Herrschaft anhalten? Ich fürchte: nein. Zunächst, weil du gerade den Fehler aller Kinder begehst. Du fängst an, mehr als ein Wort zu sprechen. Wohl nicht zuletzt, damit deine Wünsche etwas schneller ausgeführt werden. Doch das ist ein Irrtum. Denn wer spricht, bekommt auch etwas zu hören: erst von den Eltern, dann der Schule, dann im Büro. Immanuel Kant wusste das, als er schrieb: «Paviane könnten sprechen, wenn sie nur wollten; sie tun es aber nicht, weil sie ansonsten zur Arbeit herangezogen werden.»

Kühn ist dein «Nein» aber auch, weil es nicht deinem Stand entspricht. Denn, wenn nicht alles täuscht, wirst du in eine Welt hineinwachsen, in der Leute wie du nicht mehr oft «Nein» zu sagen haben werden.

So – und erst hier wurde dann die Kurve zur Mittelstandsproblematik gedreht. Sieht man sich obige Ansprache genau an, fällt einem auf, dass man den langen Absatz mit dem Sprechenlernen oder Immanuel Kant hätte streichen können. Denn das Scharnier, um vom Baby auf  das Thema Mittelklasse zu schwenken, ist das Wort «Nein». Das Wort, das im Fall der Entmachtung nicht mehr gesagt werden kann.

Ich überlegte lange herum, ob ich den Absatz streichen sollte, und tat es nicht. Aus drei Gründen: Erstens, weil das Thema des Artikels – eine Machtverschiebung – im Absatz stark drin ist. Zweitens: Er machte mir Spass. Drittens: Wenn man schon in ein Motiv auf Kosten aller anderen investiert, dann soll man nicht kleckern, sondern klotzen.

Der Rest des Artikels war dann einfach zu schreiben. Der Aufstieg der Superreichen wurde nur knapp und nebenbei skizziert: die immer grösseren Gehälter, Villen, Jachten, Steuergeschenke. Dafür investierte ich den Rest des Platzes in die Sorgen des Vaters, dem Kleinen später nichts mehr zu sagen zu haben. Weil die Welt, in der er seine Erfahrungen gemacht hat, nicht mehr existiert.

Der Schluss des Artikels geht dann konsequenterweise zum Baby zurück. Zu seiner Zukunft in einer oligarchischen Welt, zu seiner Gegenwart in der Wiege:

Also, Kleines, was also soll ich dir einmal raten? In irgendwelche Dienste zu treten? Es nicht zu tun? Nun, ich weiss es nicht. Sicher sind dir nur die Liebe aller, der Plüschbär und der Schlaf. Und dass niemand vorhersagen kann, was kommt.

Was mir – wenn ich schon mal beim Selbstlob bin – bei diesem Schluss sehr gut gefällt, ist der kleine Disclaimer am Schluss. Da der Artikel sich um das Baby und seinen Vater dreht, sind die ökonomischen Analysen nur sehr grob gezeichnet. Und Prognosen sind immer kühn. Und sobald man vergröbert, auf Zeitungspapier, ist zumindest ein kleiner Zweifel am Ende oft die bessere Lösung als ein Donnerwort. Denn, wer weiss, hoffentlich hat man nicht recht.

Jedenfalls ging ich nach diesem Artikel nach Hause mit dem Gefühl, ein paar verdammt richtige Entscheidungen getroffen zu haben.

Ideen – welche töten, welche wachsen lassen?

Bleibt die Frage, welche aus dem Ruder laufenden Einfälle bösartige Echsen und welche legitime Kinder sind. Die Entscheidung ist manchmal Glücksache. Man merkt es teils erst viel zu spät, ob man richtig lag.

Aber eine grobe Checkliste lässt sich machen:

  • Läuft die wuchernde Idee beim Schreiben flüssig, fühlt man sich (trotz aller Sorge, dass man gar nicht mehr das unterbringen kann, was man geplant hat) wohl und erfrischt-> DRINLASSEN UND DEN PLAN DES ARTIKELS ÄNDERN
  • Tut sie es nicht, harzt jeder zweite Satz-> ERST DIE IDEE KLEINFEILEN. UND WENN DAS NICHT SCHNELL KLAPPT: STREICHEN.
  • Führt die Idee vom Zentrum des Artikels weg und muss man in den Absätzen danach Spitzkehren machen, um irgendwie zum Thema zu kommen -> STREICHEN.
  • Ist die Probleme machende Idee nur ein Gag (auch wenn ein gelungener) -> UNBEDINGT STREICHEN.
  • Ist die Probleme machende Idee im emotionalen Zentrum des Artikels -> DRINLASSEN. DAFÜR SOFORT ALLES, WAS SIE BEHINDERT, STREICHEN.
  • Führt einen eine inhaltliche Idee zu einer ästhetischen Idee, wie man den Artikel in einer ungewöhnlichen Form (etwa ein Brief, eine Liste, ein Gedicht, ein Notizbuch, ein Dialog, was auch immer) schreiben könnte -> SOFORT ALLES BISHERIGE WEGWERFEN UND ALLES AUF DIE IDEE SETZEN. DENN HIER HABEN SIE DIE SELTENE CHANCE, DEN JACKPOT ZU KNACKEN. EINE UNGEWÖHNLICHE FORMIDEE IM JOURNALISMUS ZU HABEN, HEISST IMMER: SIE HABEN DIE CHANCE, ETWAS WIRKLICH UNGEWÖHNLICHES IN DIE WELT ZU SETZEN.
  • Im Zweifelsfall -> WERFEN SIE EINE MÜNZE. UND FOLGEN SIE DEREN WEISHEIT. ABER TUN SIE ES KONSEQUENT. ZAHL: KOMPLETT STREICHEN. KOPF: GNADENLOS AUSBAUEN.

Zur Nachprüfung: Hier finden sie den misslungenen Saurier-Artikel; und hier das wohlgenährte klassenkämpferische Baby.

Huh. Und damit wünsche ich Ihnen, Ihren Kindern und all Ihren schlechten Ideen einen guten Montagmorgen!


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15 Kommentare zu “Töte den Tyrannosaurier, aber zieh dein Baby gross!”

  1. Daniel Küttel sagt:

    Interessanter Artikel für all die Schreiberlinge da draussen :o) Mein grösstes Problem zu Beginn waren stets die Adjektive und die Füllwörter. Sätze im Partizip sind auch nicht der Renner. Zudem sollte man sich auf die Satzlänge beschränken: Mehr als 18 Wörter machen Sätze unleserlich. Satzumstellungen helfen oftmals das Wichtige an den Anfang zu setzen, den Rest kann man oftmals streichen. Ich habe gute Erfahrungen gemacht, indem ich versuche über jeden Artikel eine Kurzform zu schreiben: Ein Pitch.

  2. Susanne sagt:

    Ja, ja, die Last des Schreibens. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, jeden Text zehn oder 20 Zeilen kürzer anzukündigen, als er ist. Das zwingt zum strengen Überarbeiten des Textes und zum Streichen, was wiederum der Lesbarkeit und der Klarheit der Gedanken zugute kommt. Außerdem: Je sperriger das Thema, desto schwieriger, es in einen ansprechenden Text zu verpacken. Da kommen Dinosaurier – richtig eingestzt – und Babys gut zupass.

  3. Hans Kernhaus sagt:

    Sehr geehrter Herr Seibt

    Hier einmal etwas einfältig Schlichtes. Ich meine das ganz ohne jede Ironie: Ganz herzlichen Dank! Wer beruflich schreibt, weiss, wie viel Ihre Tipps wert sind. Sie verteilen hier einen Schatz, den Sie sich bestimmt mit viel Mühe angelegt haben, ganz gratis unter die Menschen.

    Das ist derart unglaublich grosszügig, dass ich geneigt bin, Ihnen sogar Ihre politische Haltung als authentisch abzunehmen, denn ich habe es mit Ihnen wein wenig wie mit Meienberg: Mit offenem Mund staune ich, wie jemand eine derart falsche Meinung so brilliant formulieren kann.

    • Constantin Seibt sagt:

      Thanx, das ist doch mal ein Kompliment. Normalerweise heisst es: ganz meine Meinung, klasse Artikel. Nicht meine Meinung, der Tiefpunkt des Journalismus.

  4. Markus Schneider sagt:

    Kostolany gut und schön – das Hauptproblem der Wirtschaftsjournalisten sind doch aber die unsinnigen Vergleiche der Wirtschaft mit “Hunden” oder “Dinosauriern” – in der absolut irrigen Meinung, damit würde irgendetwas erklärt oder verständlich gemacht. Wirtschaft hat sowenig mit Hunden und Dinosauriern zu tun wie etwa mit irgendwelchen Gegebenheiten des Fussballs. Wirtschaftsjournalisten sollten endlich mal echtes Fachwissen beweisen und fundierte Artikel schreiben. Das ganze übrige Geschwätz ist doch bloss Effekthascherei.

  5. Marton Pal sagt:

    Herr Seibt, Der Artikel ist super, wie mein Vorposter, Herr Kernhaus, muss ich dem zustimmen, dass Sie hier einen wahren Schatz für Schreiber gratis unter die Leute bringen. An so einem Artikel werden hoffentlich auch viele Schulklassen gute Verwendung finden.

    Ich für meinen Teil werde diese Checkliste auf jeden Fall im Hinterkopf behalten und in meinen zukünftigen Blogeinträgen konsequent umsetzen (ich werde mir jedenfalls die Mühe geben, es zu tun). Leider ist der Artikel mit dem Baby nicht verlinkt, aber der kommt sicher noch.

    Nochmals herzlichen Dank für die Mühe, die Sie gemacht haben.

  6. Martha Meister sagt:

    Für meine Begriffe ist dieser Text zu lang.Die Ausführungen erinnern mich an die Beschreibung der Planetenbahnen, als man noch glaubte, die Erde stehe im Zentrum des Universums. Als man herausfand, dass es die Sonne ist, wurde alles wesentlich einfacher. Und von meinem Standpunkt aus gesehen, muss man herausfinden, wo der relative Fixpunkt, also die Sonne ist, und dann wirds einfacher.

  7. Martha Meister sagt:

    Herr Seibt hat ja vor einigen Tagen ein Bild von Cézanne in den Blog reingestellt. Cézanne hatte sich die Aufgabe gestellt, die Natur naturgetreu darzustellen, stellte aber fest, dass sich diese von Augenblick zu Augenblick veränderte. Er ist schier verzweifelt an seinem Bestreben, die Landschaft trotzdem naturgetreu abzubilden, herausgekommen sind abstrakte Bilder. Wenn man soviel wie möglich an Realität in einen Text packen will, wie sieht er dann aus, was für einen Weg muss man wählen, welche Sprache.

  8. Martin Kallmann sagt:

    Mein Erfahrung ist die: Je weniger jemand zu sagen hat, desto blumiger ist er im Ausdruck. Daher gilt, weniger ist mehr oder wie im Design: Form follows function.

  9. mp sagt:

    Wo bleibt der Link zum Babytext?

  10. Marcel Zufferey sagt:

    Ich werde Ihre Blogbeiträge meiner Tochter zum Lesen geben, Herr Seibt.

    Sie will nämlich Journalistin werden.

    Ihre Texte illustrieren die Verfassung Ihrer Branche sehr gut. Und ich weiss nicht, wie ich ihr, nun ja, beibringen soll, dass sie sich zur Zeit in einer etwas angespannten Gemütsverfassung befindet. Beginnen werde ich mit Ihrem ersten Beitrag hier.

    P.S. Warum schreiben Sie eigentlich nicht einmal einen Beitrag für Jugendliche? Ja genau, für junge Leser, die Zukunft Ihrer Branche?

  11. Alex sagt:

    @Markus Schneider
    Mir ist ein eindringliches und gut beschriebenes Bild, das mich zum Nachdenken und damit Verstehen anregt deutlich lieber, als fundiert vorgekautes und meist einseitig präsentiertes Fachwissen.

    Muss jeder für sich selbst wissen.

  12. Stephan Michel sagt:

    Die Herren Kernhaus und Pal haben recht mit ihrem Lob für den gratis verteilten Schatz, und Herr Seibt macht’s richtig: Wie Paul Arden («Give away everything you know») bin ich der Meinung, man solle sein bisschen Wissen teilen; vielleicht kommt es gelegentlich jemand anderem zupass. Weniger wird es dadurch ja nicht, sondern im besten Fall wie bei der Speisung der 5000 (Markus 6,35–44) soviel mehr, dass von den Resten «zwölf Körbe voll» werden.

  13. M.H. sagt:

    Gibt es den Artikel mit dem “klassenkämpferischen Baby” eigentlich noch? Der Dropbox-Link führt mittlerweile leider ins Leere…