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Wo sind sie hin?

Von Julian Schmidli, 15. März 2014 35 Kommentare »
Seit drei Jahren tobt in Syrien der Bürgerkrieg. 2,5 Millionen Menschen sind seither geflohen. Wohin? Was tut die Schweiz? Eine Übersicht in Zahlen.

Der 12-jährige syrische Flüchtling Wahli in der Nähe von Mafraq, Jordanien.
Bild: Harry Chun/Care/Keystone

Seit den Anfängen des Bürgerkriegs im März 2011 wurden in Syrien mehr als 130’000 Menschen getötet. 6,5 Millionen mussten ihre Häuser verlassen, ohne in ein anderes Land flüchten zu können. Das heisst: 40 Prozent aller Syrer wurden von ihrem Zuhause vertrieben. Dies besagen die neusten Zahlen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinigten Nationen (UNHCR).

Inzwischen wurden mehr als 2,5 Millionen Syrer registriert, die ins Ausland flüchteten. Der Grossteil davon lebt inzwischen in den Nachbarländern. Alleine in Libanon leben bald mehr als eine Million. In Jordanien sind es 600’000, von denen rund ein Viertel in den Flüchtlingscamps Unterkunft finden. Und wie hilft die Schweiz? Mit Hilfe der Agentur Journalism++ hat der Datenblog versucht, die Zahlen ins Verhältnis zu setzen.

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Gemäss dem UNHCR suchen rund vier Prozent aller syrischen Flüchtlinge Obdach in Europa. Die Länder nehmen diese nur sehr zögerlich auf. Im September 2013 haben viele europäische Länder Kontingente für Schutzbedürftige festgelegt, darunter auch die Schweiz.

Mit dem Projekt für die gruppenweise Aufnahme der 500 syrischen Flüchtlinge wird eine langjährige Tradition der Schweiz wiederbelebt. 1956 wurden 13’000 ungarischen Flüchtlingen Schutz zugesprochen. Während der Jugoslawien-Kriegen in den 1990er Jahren nahm die Schweiz jährlich 500 Flüchtlinge auf, bevor die Kontingente 1998 abgeschafft wurden. Ob die Wiederaufnahme nicht bloss ein Tropfen auf den heissen Stein ist – das ist eine andere Frage. Gemäss Bundesamt für Migration befanden sich Ende Februar knapp 5000 Syrer im Asylprozess.

35 Kommentare zu “Wo sind sie hin?”

  1. Frank Baum sagt:

    Tja, diesen Schlammassel haben wir unseren linken Sozialromantikern zu verdanken, die immer in die Hände klatschen, wenn irgendwo ein Aufstand statt findet und ein Bürgerkrieg angezettelt wird – egal ob in Tunesien, Lybien, Ägypten, Syrien oder in der Ukraine. Hauptsache, es gibt ein Spektakel und man kann gross reden von “Demokratie” und dem “Sturz der Tyrannen”. Da werden dann die Bürgerkriegsparteien gleich mit Waffen ausgestattet, damit es so richtig los gehen kann. Man lernt aber nie, dass Demokratie an Urnen und nicht bei Aufständen statt findet. Langweilig aber eben friedlich und jeder kann mitmachen.

    Die traurige Tatsache ist leider, dass nichts schlimmer ist als ein Bürgerkrieg. Es wird auch nie eine demokratische Regierung geben, die aus diesem Elend heraus führt – egal ob sich Assad noch lange hält oder nicht.

    • Phips Nesseler sagt:

      Lieber Herr Baum

      Ich habe keine Ahnung ob Sie wissen wie die Situation in Syrien vor dem Bürgerkrieg war oder wie sie jetzt ist.
      Man konnte dort keinen Moment von Demokratie, bzw. Wahlen sprechen. Diese “Bürgerkriegsparteien”, wie Sie sie nennen, mussten sich, ihre Familien und ihr Zuhause vor der eigenen Regierung, bzw. dem Regierenden, beschützen und verteidigen. Deshalb finde ich es ein wenig zu einfach, wenn Sie hier von “Spektakel” und ” Sturz der Tyrannen” reden.

      Ausserdem finde ich es absolut fehl am Platz und sehr ignorant darüber zu sprechen, wer hierfür verantwortlich ist oder ob die Schweiz hier gut dargestellt wird oder nicht.
      Sprechen und diskutieren wir doch lieber darüber wie wir diesen Menschen helfen und ihre Situation verbessern können anstatt mal wieder aufzuregen!

      Ich würde allen diesen Film hier ans Herz legen, die sich für das Geschehen in Syrien interessieren : http://www.arte.tv/guide/de/047963-000/homs-ein-zerstoerter-traum

      Peace!

  2. Hugo Reichmuth sagt:

    Zieht man in Betracht, dass die Schweiz 10-mal kleiner als Deutschland ist, sieht die Sache weit besser aus: In relativen Zahlen nimmt die Schweiz gleich viele Flüchtlinge wie Deutschland auf und nimmt damit einen Spitzenplatz in Europa ein.
    Nice try!

    Ich staune, dass ein solcher Anfängerfehler noch einem Journalisten passiert, Mit der selben Logik wäre die VR China “reicher” als die Schweiz. Aber eben: Die Pro-Kopf-Zahl ist massgebend für den Reichtum, nicht die Gesamtleistung eines Landes!
    Ein Maturand, der sich solche Schnitzer leisten würde, flöge vermutlich durch die Abschlussprüfung…
    Aber mittlerweilen kriegt man ja die Matur geschenkt.
    Ist wohl ein Denkfehler von mir zu glauben, dass eine Matur etwas mit Bildung zu tun habe…

  3. Roland sagt:

    Verstehe ich das richtig: Die Infografik spottet über die Schweiz, dass sie m Vergleich zu anderen Ländern gewillt ist, nur so wenig Flüchtlinge aufzunehmen?

    • Joe sagt:

      Tja, das ist dann wohl eine «subjektive» Auswirkung der Grafik auf SIE. Für mich ist es erschütternd zu sehen, wieviele Menschen auch da wieder vor Kriegswirren flüchten mussten. Wie z.B. die ca. 300’000 PalästinenserInnen, die bereits in Syrien lebten, seit 1947… und jetzt bestimmt auch wieder fliehen müssen. Es ist doch auch konsternierend, zu sehen, WIEVIELE Flüchtlinge in Entwicklungsländer geflüchtet sind. Und dort z.T. unter erbärmlichen Bedingungen vor sich hin vegetieren müssen. Es sind dies ca. 80% der weltweit geschätzten ca. 50 Mio. Flüchtlinge, weltweit.

  4. Rolf Schumacher sagt:

    Nachtrag. Abdullah II (König von Jordanien) nimmt für sich in Anspruch direkter Nachkomme Mohammeds zu sein! Uebersetzt heisst sein Name Knecht Allahs (Gottesknecht!). Assads Name heisst übersetzt Löwe (hat mit Religion nichts zu tun). Seine Baath Partei trat für ein säkulares, sozialistisches Politsystem ein. Bizarr, dass der Gotteskrieger in Jordanien (Militärakademie in UK studiert (Sandhurst/Oxford) von den USA hoffiert wird und Assad attackiert wird. Genauso wurden in Afghanistan, Irak, Libanon etc. Extremisten bewusst von USA/UK/F unterstützt, um Unruhen zu stiften!

    • Martha sagt:

      Die Unterstützung dieser “Freiheitskämpfer” hat mir von Anfang an nicht gefallen. Und trotzdem Assad hat
      – Kurden unterdrückt, viele konnten nicht an Universtitäten, viele hatten keine Ausweispapiere
      – Terrororganisationen wie Hizbollah finanziert und mit Raketen beliefert
      – via Hizbollah massiven Einfluss auf den Libanon ausgeübt, ja zeitweise sogar Einsitz von Pro-Syrerern im Parlament verlangt
      Die Situation war recht vertrakt, man hätte von Anfang von Assad und den Demonstranten auf Gewaltverzicht fordern müssen.

  5. Hauser Kurt sagt:

    Wieviele wurden von den Glaubensbrüdern in den reichen Oelstaaten aufgenommen?

  6. Florian Egger sagt:

    500 von 2,5 Mio.? Ganz grosses Flüchtlings-Kino…

    Gute Nacht Schweiz…und viel Glück!

  7. Claudine Arriste sagt:

    Ich gschpür Di, Du ach so menschenliebende Botschaft eines linksgedrifteten Journalisten. Und wenn die Krise in der Schweiz stattfinden würde – würdest Du auch Ghana anprangern, dass es nicht am meisten Flüchtlinge aufnimmt? Oder vielleicht doch eher Deutschland, Frankreich, Italien? Alleine die Botschaft, dass lediglich 4% aller syrischen Flüchtlinge Obdach in Europa suchen, könnte dem ach so überlegenen Herrn Schmidli die Augen öffnen: Die Flüchtlinge WOLLEN grossmehrheitlich gar nicht zu uns. Genau so wenig, wie ein Schweizer im Krisenfall als Erstes nach Kasachstan flüchten würde.

    • tststs sagt:

      Ja gälled Sie, es wäre so einfach, in Aleppo einfach den nächsten Swiss-Linienflug nach Zürich nehmen… Wahrscheinlich WOLLEN die Flüchtlinge nirgendwo HIN, sie MÜSSEN WEG.

  8. Koni Graber sagt:

    Gibt es denn sowas wie einen Wettbewerb, welches Land am meisten Syrer aufnimmt? Dann sollte man schauen, dass möglichst lange in Syrien weitergekriegt wird, so dass alle Länder möglichst viele Syrer aufnehmen können. Und man sollte den anderen Ländern möglichst viele Flüchtlinge abjagen.

    Vom 1. Preis bei diesem Wettbewerb hat dann leider nur die heimische Asylindustrie etwas, Herr und Frau Steuerzahler werden sich bestimmt nicht darüber freuen.

    Wie es Dieter Bachmann weiter oben bereits geschrieben hat: Das Einzige, das wirklich sinnvoll wäre, wäre den Krieg zu beenden. Notfalls mit Gewalt. Dann aber eine echte, direkte Demokratie in Syrien einführen, inklusive Beteiligung der Islamisten.

    • Stef Burgmüller sagt:

      Glauben sie immer noch an das Märchen der Demokratie-Einführung werter Graber?? Wo hat das je funktioniert? Vom Irak angefangen bis
      Algerien ein schlag ins Wasser, sonst nichts!

  9. Ursula Jungo sagt:

    Die Schweiz ist voll und mehr Land haben wir nicht! Also bleibt nur Hilfe dort,wo sie gebraucht wird und nicht die Flüchtlinge in die Schweiz bringen!!!

  10. Ronnie König sagt:

    Wir behaupten das Boot sei voll, aber der Libanon!, was soll die dort sagen? Hilfe wir sinken? Selber durch die Geschehnisse versuchen dort, noch, die Mehrheit der Libanesen zu helfen, wenige die unglaublich am Elend sich bereichern, so wie in anderen Nachbarsländer. Der Irak fast am Boden nimmt auch Menschen auf! Jordanien hat zu wenig Wasser ohne die Flüchtlinge, aber nimmt auf. So viel zur Realität wohin die meisten gehen. Und hier gibts doch tatsächlich egoistische Typen die Jammern etwas zusammen, aber Waffen will man vermehrt exportieren wegen tausend Arbeitsplätzen, die dann tausende von Flüchtlingen erzeugen können. Unter dem Strich haben wir als Volk draufgezahlt, wenige dick verdient, und die mutieren dann beim Elend zu Scharfmachern und Verhetzern. Das sehe ich nebst obigen Graphiken und Text, denke weiter und sorge mich um den humanitären Geist. Syrisches Leben ist kostbarer als eine ganze Cervelat für mich. Auch hier ist der hässliche Russe wieder das liebe Kind von vielen Stammtischlern, die so indirekt Elend fördern und Jihadisten legitimieren. Leider:

  11. @HScheuber sagt:

    Syrien ist das Land im mittleren Osten; Haupt-Nachbar = Israel mit den annektierten Golan-Höhen !
    Syriens kolonialistischer “Götti” = GB; nächster Nachbar = Libanon (mit (Syrisch?)ermordetem Premier.
    Syriens bester nördlicher Nachbar = Türkei.
    Syriens östlicheNachbarn = Irak – Iran
    Syriens südliche Nachbarn = das kleine Jordanien – das grosse Saudiarabien.
    Im syrischen Petra wird von der Schweiz archäologisch gegraben.
    Im z.T. syrischen Film “Lorenz of Arabia” hat ein Basler die Hauptrolle
    Etliche Alewiten aus Syrien sind bereits Schweizer.
    Das GrössenVerhältnis Deutschland/Schweiz = 10/1 = 5000/500 stimmt sogar.
    von der Kleinheit der Schweiz kann nicht mehr erwartet werden.

    • F. Gross sagt:

      Zwar ist mir sowieso schleirhaft, was Sie mit Ihrer hübschen kleinen Auflistung aussagen möchten. Meiner Meinung nach sagt das nämlich nichts aus, ausser dass Sie einer der “Das Boot ist voll”-Bürger dieses Landes sind und Israel gegenüber nicht sehr wohl gesinnt sind.
      Wie dem auch sei – ich möchte ich Sie gerne noch darauf aufmerksam machen, dass der Iran und Saudiarabien keine Nachbaren Syriens sind und v.a. dass Petra bitteschön in Jordanien liegt.

      • Rolf Schumacher sagt:

        Petra gehört zu Syrien attabiya (natürliches Syrien). Von Damaskus aus wurden Irak, Jordanien, Libanon, Palästina und Kuwait regiert. Erst die Aufteilung nach dem 1. WK durch unter den Konolialisten FR/UK hat den Frieden in der Region nachhaltig gestört. Fakt ist: Dass Syrien im Irakkrieg u. Libanonkrieg MILLIONEN Flüchtlinge (Brüdervölker) aufgenommen hat! Unter Assad in Syrien Frieden herrschte. Und Syrien die Golan (WASSSER)-höhen von Israel verständlicherweise zurückfordert. Jordaniens König (US-Vasalle wie Mubarak auch) ist nicht der Hüter von Petra, sondern die Historiker in Damaskus! Das Leid und die Kulturzerstörung welche US-F-UK-ISR Söldner in der Levante (von Bagdhad bis Kairo) sind unermesslich gross.

    • Markus Schneider sagt:

      Wo waren Sie im Geographie und Geschichtsunterricht, gefehlt oder gar nicht soweit gekommen?

      Hauptnachbarn sind klar die Türkei und der Irak. Israel hat die kürzeste aller Grenzen zu Syrien (und zwar im Süden).

      Kolonialistischer “Götti” ist im übrigen Frankreich, das nach dem ersten Weltkrieg das Völkerbundsmandat für Syrtien innehatte. Heutige Schutzmacht Syriens ist Russland.

      Alles übrige was Sie erzählen ist nichtmal falsch, sondern blosses Geschwafel ohne Sinn.

      • Martha sagt:

        Syrien hat Israel mehrmals angegriffen und vom Golan aus bis an den See Genezareth beschossen. Die “Annektion”, wie sie es nennen, ist zum Schutz der jüdischen und arabischen Bevölkerung nötig. Darüber hinaus, weigerte sich Syrien bisher mit Israel Frieden zu schliessen, die beiden Länder haben lediglich einen Waffenstillstandsvertrag.
        Trotzdem leisten Israelis Hilfe: auf geheimen Kanälen, ganz diskret, werden medizinische und andere Hilfsgüter nach Syrien gebracht. Schwerverwundete Syrer werden in Israels Spitälern behandelt.
        Sehr eindrücklich ist diese Video: http://www.tagesschau.de/videoblog/zwischen_mittelmeer_und_jordan/israelblog126.html

  12. Hefti sagt:

    Muslime sind in Architektur und Städtebau, zur Zeit, ungeschlagene Weltmeister. Hoffentlich können sie im Fach Krisenbewältigung schnellstens das Gleiche werden.

  13. Dieter Bachmann sagt:

    Die ergodische Verteilung der Syrer (Somalier, Eritreer, Tamilen, Kosovaren …) in aller Herren Länder ist eine Bankrotterklärung, dahingehend, dass eine Heimkehr mittelfristig nicht lösbar sein wird. Auch dient sie weniger dem unmittelbaren Schutz von Leib und Leben der Flüchtlige sondern v.a. der Entlastung der Nachbarländer (Jordanien, Türkei). Und führt zur Bildung von “Diaspora” Gemeinschaften, die aus sicherer Distanz die Weiterführung des Kriegs finanziell und materiell sicherstellen.
    Materielle Hilfe vor Ort gepaart mit aggresiverem politischem und diplomatischem Eingreifen, so dass die Krise wieder unter Kontrolle kommt, würde in jeder Hinsicht mehr bringen.

    • Bearice M. sagt:

      Gut und informativ geschrieben. Vermutlich ist dies so oder ähnlich bei Tamilen in Europa so geschehen. Geld wird im Asylland verdient, erworben etc. und “nach Hause” geschickt zur Weiterführung des Krieges und der Hoffnung, dass sie Krieg gewinnen.

  14. Mike Milten sagt:

    Was ich nicht verstehe ist Folgendes: Sie schreiben, dass die Schweiz während der Jugoslawien-Kriegen in den 1990er Jahren jährlich 500 Flüchtlinge aufgenommen hat. Heute leben gemäss Bundesamt für Statistik aber alleine aus dem Kosovo über 200’000 Menschen in der Schweiz?

    • Astrid Meier sagt:

      Es muss Ihnen entgangen sein, dass die meisten Albaner lange vor den Balkan-Kriegen als Gastarbeiter in die Schweiz gekommen sind. Sie arbeiteten auf dem Bau und in Fabriken. Während und nach den Kriegen war dann der übliche Familiennachzug möglich und machte auch Sinn. Das führte dazu, dass viele Kinder und Jugendliche in die Schweiz kamen, die mittlerweile auch schon erwachsen sind.Die Flüchtlinge von damals sind zum grössten Teil längst ausgereist.

  15. Martha sagt:

    Und wie helfen die reichen arabischen Nachbarländer? Wie hilft Asien? Russland?

    • Bonifatius Unkenruf sagt:

      Immerhin: Saudiarabien wird helfen – durch Lieferung von schweizerischen Präzisionswaffen an die Freiheitskämpfer (der Nationalrat hat vergangene Woche mit CVP-Stichentscheid den Weg dazu freigemacht) …

      • Martha sagt:

        Ansichtssache!
        Freiheitskämpfer?
        Aufständische?
        Terroristen?
        Islamisten?
        Nicht denen ist zu helfen, sondern echten Flüchtlingen!

      • Markus Schneider sagt:

        Das ist auch richtig so – wenn die Syrer nicht selber (kämpfend!) für Ordnung im eigenen Land sorgen können, wer soll es dann tun? Die USA? Die EU? Sie oder ich?

    • Ronnie König sagt:

      Die helfen den ihnen genehmen Gruppen! Das ist eigentlich das grosse Problem im Nahen Osten. Was einst die Kriege der Christen in Europa, ist nun der Krieg der Muslime dort. Viele einfache Leute helfen so gut sie können, man lese Berichte darüber, nicht die Propaganda. Russland hilft gar nicht, denkt vor allem strategisch für sich, aber Asien sonst? Gute Frage, da gibts einige Meinungen, nur dazu gibts hier gar keine Berichte, denn wir halten uns eh für wichtiger und daher lesen sie nicht was Burma, Indien, Brunei etc. denkt, sofern sie nicht gerade mit eigenen Problemen kämpfen. Und zurück zu den eichen Nachbarn, es gibt dort keine reiche Nachbarn, aber in der Region sind welche, klar, nur fürchten die selber solche Aufstände, denn sie haben ihren Reichtum falsch investiert und sich bis dato noch zu wenig entwickelt, was aber durchaus bald und sehr heftig geschehen könnte. Hier wird aber darüber ebenfalls nicht berichtet. Uns kämen die Feinde abhanden und unsere Halunken wären nackt in den Medien, man würde eine Wahrheit sehen die sehr viel verändern würde. Das Problem aller Reichen und Mächtigen letztlich.

  16. Beat Thalmann sagt:

    Ich gebe Ihnen recht: die Schweiz müsste mehr Syrer aufnehmen, besonders Kinder, Familien und Frauen. Und theoretisch nimmt Deutschland absolut am meisten Syrische Flüchtlinge auf. Hingegen vermisse ich die Darstellung des relativen Vermögens zur Aufnahme von Flüchtlinge (eben, ohne die Schweiz in Schutz zu nehmen). Gemessen an der besidelten Fläche, der Einwohnerzahl oder des BIPs sollten weitere Graphen dargestellt werden. Dann hat Finnland plötzlich den ersten Platz und Deutschland eher im Mittelfeld (mit der Schweiz) und sogar trotzdem vor Schweden (!). Nichtsdestotrotz sind das die theoretischen Kontigente, welche in keinster Weise ausgeschöpft sind. Und hier muss ich die Schweiz in Schutz nehmen: Sie hat Flüchtlinge mit Familienangehörige in der Schweiz eine erleichterte Einreise unabhängig dieser Kontingente ermöglicht – zeitlich begrenzt aber immerhin. Abschliessend nochmal: Wie dargestellt müsste man die junge Generation helfen. die Kinder leiden am meisten und den Folgen des Konfliktes. Die humanitäre Schweiz sollte Vorbild sein und mehr für sie tun.

    • Hans Müller sagt:

      Zeitlich begrenzt? Seit wann reisen Flüchtlinge je wieder aus, wenn sie dann mal da sind? Das war noch nie der Fall, also lassen wir doch diese Farce mit der “zeitlichen Begrenzung” und nennen das Kind beim Namen.

      • Adrian Pietari sagt:

        Natürlich wollen viele Flüchtlinge im Asylland länger bleiben, aber die Sache ist, dass viele von ihnen wieder vom Staat “rausgeworfen” werden sobald die Lage sich im Heimatland, anscheinend, gebessert hat.
        Ich finde es auch überhaup nicht gerecht, dass man aus einem egoistischen handeln heraus keine Menschen ins eigene Land lässt, nur weil sie Ausländer sind?. Wenn ich mal, aus irgendeinem Grund ein Bürgerkriegsflüchtling werde, ich würde mich richtig freuen wenn ich die Möglichkeit bekäme in ein Land wie z.B die Schweiz oder Deutschland einreisen zu können. Darum kann ich es einfach nicht einsehen, dass viele Menschen keine Notbedürftigen ins Land lassen wollen, um ihren “Reichtum und Luxus” nicht teilen zu müssen.
        Nur mal zum Nachdenken.

      • Beat Thalmann sagt:

        @Hans Müller
        Ich muss sie leider verbessern, da ich mit der zeitlichen Begrenzung nicht die in Ihrem Sinne baldig nahende “Wiederausfuhr” der Asylsuchenden meinte, sondern dass das vom Bundesrat eingesetzte Programm zur erleichterten Einreise von Familienangehörigen gemeint habe. Dieses wurde noch einiger zeit ja gestoppt, weil die schweiz so ca. 3000 Syrer aufgenommen hatte. Mir geht es hier primär um Kinder und die Einheit der Familie. Da sollte die Schweiz keine hemmungen haben, soviele Existenzen zu sichern, um die nachfolgende Generation nicht zu ideologisieren. Dann ist der nächste Konflikt vorgeplant.