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Wo die Bevölkerung in Europa wächst und schrumpft

Von Patrice Siegrist, 12. Juni 2015 Kommentarfunktion geschlossen
Eine neue Analyse zeigt, wie gross die Unterschiede der Bevölkerungsentwicklung zwischen den Gemeinden in 43 europäischen Ländern sind.
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Eine neue Analyse des Deutschen Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt erstmals die Bevölkerungsentwicklung auf Gemeindeebene in 43 europäischen Staaten auf. Drei zentrale Erkenntnisse gehen hervor:

  • In Ost- und Südeuropa ist die Bevölkerungszahl deutlich zurückgegangen. Zwischen 2001 und 2011 sind Albanien, Bulgarien, Kroatien, Ungarn, Litauen, Lettland und Rumänien, aber auch Spanien und Italien besonders geschrumpft. Dafür hat die Bevölkerungszahl in vielen Gebieten in Westeuropa zugelegt – insbesondere in Frankreich.
  • Doch auch in den wachsenden westeuropäischen Ländern wie Deutschland wanderte die Bevölkerung aus weiten Teilen des Landes ab – vor allem aus bereits dünn besiedelten Regionen. Das BBSR hat festgestellt, dass wachsende und schrumpfende Gemeinden teils in unmittelbarer Nachbarschaft liegen, beispielsweise im deutsch-polnischen Grenzraum.

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bevoelkerungsentwicklung

 

  • Quer durch Europa wachsen die Städte und oder ihre umliegenden Gemeinden. In Westeuropa wächst beides, doch beispielsweise in Polen schrumpfen die Städte, dafür haben die stadtnahen Gemeinden ein sehr hohes Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Das BBSR stützt seine Analyse auf die neuesten für alle 43 Staaten verfügbaren Zahlen. Die Daten sind nicht öffentlich zugänglich.