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Wenn die Schweiz ihre Grenzen 1981 dichtgemacht hätte

Von Patrice Siegrist, 8. Juni 2015 229 Kommentare »
Im Jahr 2024 sollen über neun Millionen Menschen hier leben. Haupttreiber des Wachstums ist die Zuwanderung. Doch wie würde die Schweiz ohne sie aussehen? Ein Demografie-Experte hat es simuliert.

Bisher hatten die Statistiker vom BFS damit gerechnet, dass die Zahl von 9 Millionen Menschen in der Schweiz erst nach dem Jahr 2060 erreicht wird. Nun soll es bereits 2024 so weit sein, wie letzte Woche bekannt wurde. Der wichtigste Faktor für das Bevölkerungswachstum ist die Zuwanderung.

Sozialwissenschaftler und Demografie-Experte Philippe Wanner von der Universität Genf stellte sich die Frage, wie eine Schweiz ohne Zuwanderung aussehen würde.

«Ohne Migration wäre die Schweiz heute viel älter und hätte seit den 1980er-Jahren nicht diese erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung durchmachen können» Philippe Wanner, Universität Genf

 

Wanner simuliert in seinem kürzlich erschienen Buch «Une Suisse à 10 millions d’habitants» die Bevölkerungsentwicklung ohne Migration von 1981 bis 2012. Diese theoretische Schweiz hat am 1. Januar 1981 beim Stand von rund 6,3 Millionen Einwohnern die Grenzen dichtgemacht und keine internationale Zuwanderung mehr zugelassen. 2012 hätte diese Schweiz lediglich 6,5 Millionen Einwohner gehabt. In der Realität waren es rund 8 Millionen.

Obwohl etwa 19 Prozent weniger Menschen in der Schweiz leben würden, wäre eine Bevölkerungsgruppe gewachsen: die Rentner. Gemäss Wanners Berechnungen würden ohne Migration schätzungsweise 40 über 65-Jährige auf 100 Personen zwischen 20 und 64 Jahren kommen. Die Schweiz wäre viel schneller gealtert. Das Problem der Überalterung und die Konsequenzen für die Sozialsysteme, allen voran die Finanzierung der AHV, wären ohne Migration deutlich akuter, schreibt Wanner in einem Artikel.

Wanner hält fest, dass die Migration auch für die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist. Laut Bevölkerungsstatistik 2012 gab es in der Schweiz rund 4,2 Millionen Erwerbstätige und im europäischen Vergleich eine tiefe Arbeitslosigkeit. Ohne Migration hätten diese Jobs nicht alle vergeben werden können, schreibt der Professor.

Neben der Zuwanderung tragen in der Schweiz nach wie vor auch Geburten zum Bevölkerungswachstum bei – aber nur noch minim. Seit 1861 sind nur 1918, im letzten Jahr des Ersten Weltkrieges und im Jahr des Landesstreiks, mehr Menschen gestorben als geboren. Auch ohne Zuwanderung würde die Schweiz also weiterhin wachsen – 2013 um 17’770 Personen.

Anders als in Deutschland, wo seit mehr als 40 Jahren mehr Personen jährlich sterben als geboren werden, blieben in der Schweiz nach dem Ende des Babybooms Mitte der 1960er-Jahre Geburten häufiger als Todesfälle. Das trifft auch dann zu, wenn man die Bevölkerung nach Ausländern und Schweizern unterscheidet. Eine Zeitperiode ist die Ausnahme: Zwischen 1998 und 2007 sind mehr Schweizer gestorben, als Schweizerinnen Kinder zur Welt brachten.

Für den auffälligen Geburtenüberschuss der Ausländer gibt es drei Gründe:

  • Erstens haben Ausländerinnen im Schnitt mehr Kinder als Schweizerinnen.
  • Zweitens ist der Anteil junger Frauen wesentlich höher als derjenige der Schweizerinnen.
  • Drittens verbringen Ausländer ihren Lebensabend selten in der Schweiz, was zu weniger registrierten Todesfällen führt.

Der erste Grund, die höhere Geburtenziffer, könnte auch einen versteckten Einfluss auf den Geburtenüberschuss der Schweizer haben. In dieser Kategorie sind auch viele Eingebürgerte. Berechnet hat das BFS einen allfälligen Effekt noch nie. Fakt ist aber, dass eine grosse Mehrheit der Eingebürgerten in der Schweiz geboren ist und dass das BFS feststellte, dass alle Frauen, die in der Schweiz geboren sind, eine ähnliche Geburtenziffer haben, unabhängig von ihrem Pass. Signifikante Unterschiede existieren hauptsächlich bei Frauen, die nicht in der Schweiz geboren sind.

Was es bedeutet, wenn ein Land kaum Zuwanderung erfährt und eine tiefe Geburtenziffer hat, zeigt sich in Japan drastisch. Jeder vierte Japaner ist über 65 Jahre alt, in der Schweiz ist es weniger als jeder Fünfte. Ökonomen warnen seit längerem, dass die alternde und schrumpfende Bevölkerung zu einem Mangel an Arbeitskräften führen werde. Prognosen gehen davon aus, dass Japan 2050 nur noch 95 Millionen Einwohner zählen wird – heute sind es rund 127 Millionen.

Ein solches Szenario ist für die Schweiz derzeit nicht wahrscheinlich. Bis 2024 soll die Schweiz auf 9,1 Millionen Einwohner angewachsen sein. Am 22. Juni will das Bundesamt für Statistik die neuen Wachstumsszenarien präsentieren, die bis ins Jahr 2065 reichen. Wobei die Statistiker auch nach dem Jahr 2024 für die Schweizer Bevölkerung mit einem starken Wachstum rechnen.

229 Kommentare zu “Wenn die Schweiz ihre Grenzen 1981 dichtgemacht hätte”

  1. Glen sagt:

    Wie wäre es mit einem Zähler den man überall in der Schweiz aufhängen würde. Und bei 10 Mio in der Schweiz wäre einfach schluss… so einfach, Problem gelöst

  2. Roger sagt:

    Nochmel meine Frage die ich gerne beantwortet hätte: Wo tauchen im Szenario “Tatsächlich” die fast 800’000 im Ausland lebenden AHV Bezüger auf?
    Ich denke diese fehlen hier. Anders ist die Diskrepanz bei den +65 J in den beiden Szenarien nicht zu erklären. Zählt man diese auch dazu, sind es 25% +65 Jährige, nicht 17%.

  3. Roman Meier sagt:

    Wenn wir keine medizinischen Fachkräfte aus Deutschland abwerben würden, müssten die Deutschen keine solchen aus Osteuropa importieren. Was wiederum zur Folge hat, dass in Bulgarien heute schon Menschen sterben, weil sie infolge Aerztemangels zu spät versorgt werden. Soviel zum Arbeitsmigrationswahnsinn!

  4. Hugo Moser sagt:

    Einmal mehr gilt auch hier: Glaube nur Statistiken, die Du selber gefälscht hast…
    Schon die erste Berechnung, dass die Schweiz überaltern würde, wäre widerlegt, wenn man auch Hypothesen annehmen würde wie die folgende:
    Wären ab 1981 keine Ausländer mehr reingekommen, hätte es genug Löhne für Schweizer gegeben, die dafür hätten sorgen können, dass der Wohlstand nach oben schiesst und somit die gebärfähigen Mütter mehr Kinder gebären, weil es sich lohnt und nicht die Zukunft von Ausländern gefährdet wird.

    Gut: Man kann sagen, dass das Phantasie ist: Aber warum soll diese Annahme falsch sein?

    Annehmen kann man alles. Aber man sollte daraus keine Theorie und vor allem keine Politik machen.

    Danke.

    • Jon sagt:

      Dies ist eine gute Hypothese.
      Die Annahme ist jedoch nicht zutreffend, weil die Geburtenrate nicht mit dem individuellen Wohlstand koaliert. Es ist die Regel, dass finaziell schlechter gestellte Paare mehr Kinder bekommen als finanziell abgesicherte Frauen.
      Die Gründe dafür sind vielfältig und können in der Kinderfeindlichkeit des Karriereerfolges liegen oder in der Altersvorsorgeabsicht der Non-Karriere-Menschen.

  5. Reto sagt:

    Ich kann mich der sehr gut fundierten Meinung von Peter Colberg vorbehaltlos anschliessen. Gegenwärtig ist unsere Demografie in einem gewaltigen Umbruch, weil wir die Altersverschiebung aufgrund der sich erhöhenden Lebenserwartung mit Zuwanderung kompensieren. Zusätzlich ist die Zuwanderung Treibstoff für das enorme wirtschaftliche Wachstum. Langfristig führt dies zu einer Wachstumsspirale, die wir bewusst stoppen müssen, sonst wird uns ein Stopp durch die Umstände (limitierende Ressourcen) aufgezwungen. In Anlehnung an die Aussage von Balthasar Glättli „Die Bevölkerungsexplosion ist abgesagt!“ kann ich deshalb mit gutem Gewissen sagen: „Die Ecopop-Initiative ist angenommen!“, die Frage ist nur, wann und wie wir zu deren Umsetzung gezwungen werden.
    Der „Karren des Wachstums“ hält ziemlich sicher einmal an, die Frage ist nur, ob wir ihn kontrolliert abbremsen, oder ob wir ihn früher oder später gegen die Wand fahren. Letzteres wird sehr schmerzhaft; es wird sich in Form von gewaltigen Wirtschaftskrisen, Umweltkrisen und schlimmstenfalls von neuen Kriegen, auch in Zentraleuropa, manifestieren.
    Eine weitere unlimitierte Zulassung von Zuwanderung und Bevölkerungswachstum kann man auch mit der Aufnahme eines sehr grossen Kredits vergleichen. Über einen historisch relativ kurzen Zeitraum von einigen Jahrzehnten gesehen ermöglicht er zwar grossen Wohlstand. Früher oder später werden wir für diesen Kredit aber Zinsen bezahlen und ihn zurückerstatten müssen. Mittelfristig (ca. 20-50 Jahre) opfern wir die überdurchschnittlich hohe Lebensqualität, die unser ländlich–urban gemischtes Land ermöglicht einem kurzfristigen Superboom; wir werden dann dafür in einer Megacity leben, sehr wahrscheinlich mit mehr sozialen Spannungen, höherer Kriminalitätsrate und anderen Problemen. Langfristig (ca. 50- 150 Jahre) werden die Ressourcen für Einwanderung und Wachstum limitierend sein. Dass dieser Tag kommt, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Dann wird man sowieso sowohl in der Schweiz wie auch weltweit mit der Aufgabe konfrontiert sein, ein völlig neues Wirtschaftssystem zu entwickeln, das einigermassen akzeptablen Wohlstand ohne quantitatives Wachstum ermöglicht und stattdessen auf qualitativem Wachstum basiert. Ansätze dazu gibt es vom emeritierten St. Galler Ökonomieprofessor Hans Christoph Binswanger. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass es mich immer wieder sehr erstaunt und irritiert, dass bei der Diskussion um das Thema Wachstum nie zwischen quantitativem und qualitativem Wachstum unterschieden wird. Das Dogma der klassischen Ökonomen „Wohlstand gibt es nur mit (quantitativem) Wachstum“ scheint dermassen tief in unseren Köpfen verankert, dass es kaum jemand zu hinterfragen wagt. Ich vermute, dass die Menschen eines Tages dieses Dogma genauso überwinden werden wie sie das geozentrische Weltbild überwunden haben.

  6. Pal Mueller sagt:

    Viele jammern, dass die schöne Heidi-Schweiz kaputt sei. Aber eigentlich möchten diese Leute nur immer alles haben und keine Abstriche machen: Schön wohnen, schnell am Arbeitsplatz sein, günstige Mieten, tolle Infrastruktur, hohe Löhne. Wer ein bisschen Idylle haben möchte, kann sie auch in der Schweiz finden, muss aber halt den Kanton Argau verlasssen. Das bedeutet halt Umzug, Lohnverzicht, günstigere Mieten, weniger Infrastruktur. Das wäre dann wie in den ach so tollen 80er. Also: Daumen raus, Leben ändern. Ist immer noch besser als sich täglich zu ärgern und ausländerfeindliche Posts zu veröffentlichen!

    • Markus sagt:

      Sie sind es der jammert, über die angeblich ausländerfeindlichen Schweizer, Wenn ihnen kaputte Länder erstrebenswert sind wandern sie doch aus und beweisen, dass sie inländer- und ausländerfreundlich sind. Zum Glück gibt es noch national denkende Schweizer die sich für eine lebenswerte und reiche Schweiz einsetzen. Wir haben schon genug Saboteure in unserem Land. Wir wollen nicht unsere Leben ändern sondern unser Land wieder zum besten der Welt machen. Umzug und Lohnverzicht oder andere Abstriche sind nicht nötig, wenn wir Bürger wie sie los werden.

  7. Gion Saram sagt:

    Bei einen Bevölkerungsrückgang um 25% in Japan bis zum Jahr 2050 wird auch der C02 Ausstoss des Landes um ca. einen Viertel abnehmen. Ebenso der Bedarf an importierter fossiler Energie sowie der Bedarf an neuen gefährlichen AKW’s. Japan wird also zum Vorbild wie man sich umweltfreundlich und klimafreundlich gesund schrumpfen kann. Irgendwann wird es dann in Japan wieder viel günstigen Wohnraum mit einer guten Infrastruktur geben das es sich wieder lohnt für junge Japaner mehr als ein Kind zu haben. Japan ist mein Vorbild für einen kontrollierten und gesunden Schrumpfungsprozess!

    • Pal Mueller sagt:

      Die nicht Zugewanderten brauchen in ihren Heimatländern keine Ressourcen?

    • Mark Keller sagt:

      Um in der Überalterung einen gesunden Schrumpfungsprozess zu sehen, muss man wohl schon sehr weit im Sumpf der Leute, die keine Ausländer in der Schweiz haben wollen, drinstecken. Die Bevölkerungspyramide Japans hat alles andere als eine gesunde Form.

  8. Meyer O. sagt:

    die Schweiz ist das einzige Europäische Land dessen Bevölkerung sich seit dem 2ten Weltkrieg verdoppelt hat

  9. D. Roth sagt:

    Ich hätte es begrüsst, wenn man in der Statistik auch ausgerechnet hätte, wie viel Steuern und Krankenkassenprämien die 1.24 Millionen “Zugewanderten erwerbstätigen” bezahlen. Eindrücklich, dass es jede vierte Firma ohne die Zuwanderung nicht mehr gäbe. Dass man AHV und andere Sozialleistungen schon lange um 1/4 hätte kürzen müssten. Alles hat halt zwei Seiten. Solange die Zuwandere arbeiten, einem im Spital pflegen und noch die Pension bezahlen sind es “Gute Zuwanderer” und sobald sie im Zug den Sitzplatz wegnehmen, die Landwirtschaftszone mit Häuser bebauen und Autobahnen verstopfen sind es die “Bösen Zuwandere”. Wir sitzen alle im gleichen Boot, machen wir das beste draus. Zusammen, ob Jung oder Alt, ob alteingesessen oder zugewandert.

    • tömu sagt:

      D.Roth, das hat schon was, obwohl ich gegen die Zuwanderung bin (s. andere meiner Kommentare). Mir geht es halt gegen den Strich, immer enger leben zu müssen (!), aber unrecht haben Sie nicht. Ich bin auch bereit, auf einen Teil meines Wohlstandes dafür zu verzichten. Dazu kommt, dass m.E.n. ganz wenige extrem davon profitieren, während der Rest mit Propaganda (s. Ecopop) überhäuft wird.Auch das Asylwesen, welches mittlerweile zur “Zuwanderung” gezählt wird, explodiert. Warum jetzt? Warum nicht schon vor 40 Jahren, auch damals gab es Schlauchboote! Was ist der Zweck?

  10. Nannos Fischer sagt:

    Es hat nie ein vernünftiger Mensch «KEINE Zuwanderer» verlangt, bloss «NICHT ZUVIELE Zuwanderer». Die heutige, unhaltbare Situation mit Hilfe der Annahme einer nie auch nur angedachten, da völlig unmöglichen konträren extremen Übertreibung verniedlichen und damit die Gegner lächerlich und mundtot machen zu wollen, deutet auf fehlende intellektuelle Ehrlichkeit hin und ist, wie man hierzulande sagt, ein Bubentrickli, das – obschon seit ein paar Jahtarusenden abgedroschen – immer wieder mit viel Freude und Hoffnung auf Wirksamkeit hervorgeholt wird. Da eine Diskussion schon vom Ansatz her totgeboren ist, erübrigt sie sich.

  11. tömu sagt:

    Ich bin trotzdem gegen diese zügellose “Zuwanderung”, ich selber sehe diese mehr als Einmarsch. Solange bei CH-Arbeitnehmer die Arbeitslosenquote über einem noch zu definierenden Sockelanteil liegt, wird halt nicht mehr zu- sondern abgewandert (aber nicht die CH) und die Unternehmen haben (wieder) aus-/weiterzubilden!

  12. Nik sagt:

    Bei einer Einwohnerzahl von 12 Mio sind noch im besten Fall 50% eigentliche Schweizer. Als noch Lebende oder Nachkommen der Einwohnerschaft vor 1981.
    Ich bezweifle stark, dass der Erfolgsfaktor und die Identität der Schweiz damit aufrechterhalten werden kann. Ich denke vielmehr unser System bricht ein und die Schweiz hört auf zu existieren. Zumindest als eigenständige, solidarische und charaktervolle Willensnation.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Nun ich erlebe viele gutausgebildete Zugewanderte, als bessere Schweizer als die Einheimischen.

      • Portmann sagt:

        Das bestreitet ja niemand, aber sie nehmen uns trotzdem Arbeit, Wohnung und Platz weg und das in immer grösserem Ausmass. In ca. 15 Jahren haben wir mehr Ausländer als Schweizer hier und dann erleben wir noch unser blaues Wunder, denn richtig gut integriert sind nur ca. 30% !!

        • Mark Keller sagt:

          Typisches Stammtischargument der Rechtsnationalisten… Sie, die Ausländer nehmen uns weg…! Die genau gleichen Phrasen werden in England durch die UKIP gedroschen. Auch in Frankreich und Holand wird der selbe Unsinn dem einfachen Volk von den Rechtsnationalisten eingetrichtert.

          Immer schön leugnen bzw. nicht zur Kenntnis nehmen, dass die Schweiz ohne Ausländer NIE geworden wäre was sie heute ist. Die Ausländer haben unsere Infrastrukturen gebaut. Ohne Ausländer wäre das Wunder Schweiz NIE möglich gewesen.

          • Peter Richter sagt:

            War Mark Keller schon einmal in Nordengland?
            War M.K. schom einmal in Rotterdam?
            Duisburg in Deutschland?
            Kennt M.K. Hyperkriminalität mit Kalaschnikows in Marseille
            oder lebt M.K. immer noch seinen egoistischen Multi-Kulti Traum, um primär sich selber wichtig zu machen?
            Sie können doch nicht immer die sich stark akzentuierenden Fehlentwicklungen in Europa ignorieren
            und jeden Kritiker oder jeden besorgten Bürger geradewegs in die Naziecke stellen !?

      • Roman Meier sagt:

        @ Wehrli: Und wie ist es mit den Schlechtausgebildeten und deren überproportional grosser Kriminalität? Wie erleben Sie die? Viele Einwanderer stammen ziemlich offensichtlich aus der unteren sozialen Schicht in ihren Herkunftsländern. Halten Sie diese Leute etwa auch für einen Gewinn für die Schweiz?

      • Peter Richter sagt:

        @ A. Wehrli
        …..wie erleben Sie die Eritreer, welche in der Schweiz zu 90% Sozialhilfe beziehen?
        Diese naive und ignorante Schönrederei von ihnen, unerer Politik und Medien geht mir auf den Keks!
        Sicher gibt es sehr viele erfolgreiche Einwanderer, welche alle auch höchst willkommen sind, aber es gibt eben auch die andere Seite und da braut sich einiges zusammen.

    • Urs sagt:

      Heute haben schon kaum mehr 50% der Leute schweizer Wurzeln. Die meisten Grossfirmen (Banken, Versicherer, Industrie) gehören schon lange den Ausländern und der knappe Boden wird hemmungslos verscherbelt. Die Schweiz WAR EINMAL. Der Schlussverkauf ist im vollen Gang.

      • Nik sagt:

        Und wie sieht es mit den vielen kultur- und bildungsfernen Migranten aus? Ich meinte, eine Kultur kann mit einer Minderheit nicht mehr existieren. Vor 1981 konnte die Anzahl der Migranten und von ihrer Art her problemslos integriert und verschweizerischt werden. Heute ist das mit der Masse und den vielen interkontinentalen Kulturen nicht mehr möglich. Die Schweiz ist in 30 Jahren keine Schweiz mehr!

        • Ostdeutscher sagt:

          Ein Grund für die höhere Geburtenziffer ist, dass Migranten in der CH oftmals mehr Geld zur Verfügung haben, wie gegenüber ihren Herkunftsland. Statistiken zufolge haben Migranten überall auf der Welt mehr Kinder wie Menschen, welche in ihrem Heimatland bleiben. Jeder der weniger Zuwanderung möchte, muss eben mehr Kinder bekommen und da reichen nicht 2-3, sondern eher min. 4-5!

          • Nik sagt:

            Ja klar! Dafür ist die Schweiz aber nicht eingerichtet. Darum werden die vielen Kindern von den Migranten auch zum Problem. Es führt unsere Platzverhältnisse, das Sozialgefüge und die Sozialkosten völlig aus dem Ruder!
            Diese Kinder sind in der Regel keine Leistungsträger! Und dies potenziert sich dramatisch!

  13. Roman Meier sagt:

    Ja, das Beispiel Japan zeigt es drastisch. Durch die fehlende Einwanderung und den Bevölkerungsrückgang ist Japan bekanntlich völlig verarmt und die Menschen leiden Hunger. Nein! In Wirklichkeit kann es kein besseres Argument gegen die unsägliche Panikmache vor der Ueberalterung und gegen die Einwanderung geben! Ein Bevölkerungsrückgang ist im Gegenteil eine riesige Chance (wahrscheinlich die einzige!), dass sich die Natur und Umwelt von den negativen Umwelteinflüssen des Menschen wieder erholen kann.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Japan hat kein Pflegepersonal. Es wird panisch im Bereich Robotik geforscht, aber die Rentner in Japan haben ein Riesenproblem.

      • Roman Meier sagt:

        Japaner forschen nie panisch! Oder haben Sie vielleicht irgendein “panisches” Hightech-Gerät aus Japan? Wir Schweizer würden gescheiter auch in diesem Bereich forschen, statt uns darauf zu verlassen, dass wir dem Ausland für alle Zeit kostengünstig die Arbeitskräfte abwerben können. Irgendwann werden die dann vielleicht eine landschaftlich ruinierte, übervölkerte und von kulturellen und ethnischen Konflikten geprägte Vielvölker-Schweiz als Arbeits- und Wohnort auch nicht mehr so attraktiv finden. Und dann: gute Nacht Schweiz!

      • Peter Richter sagt:

        @ A. Wehrli
        Unsere Rentner werden viel grössere Probleme bekommen, da ein immer grösserer Teil der Einwanderer viel zu wenig
        oder zu wenig lang in unsere Sozialwerke einzahlen.
        Japan wird seine Sozialwerke bezahlen können mit einer Querfinanzierung als weltweit drittgrösste Wirtschaftsmacht,
        bei uns wird je länger je weniger für die Rentner übrig bleiben, da Milliarden für das Asylwesen, Ausbau Sozialwerke, Schul- und Gesundheitswesen, Strafvollzug, Integrationskosten usw. abfliessen.

  14. Reto Meier sagt:

    Die Zuwanderung ist durch die Nachfrage der Wirtschaft gesteuert. Und genau die Gegner der Zuwanderung wählen die wirtschaftsfreundlichen Parteien. Als mit ecopop eine nachhaltige Zuwanderungsbeschränkung zur Verfügung stand, haben alle Mitläufer kalte Füsse gekriegt, und die fremdenfeindlichen Rechtsnationalisten im Regen stehen gelassen.

    • Peter Richter sagt:

      @ Reto Meier
      ….durch die Nachfrage der Wirtschaft gesteuert?

      Nur die Hälfte der Einwanderer sind Arbeitskräfte!
      Wer steuert die andere Hälfte der Einwanderer?

      • Bruno Jägger sagt:

        Peter Richter: ach, das sind doch zum grossen Teil Familienmitglieder der zugewanderten arbeitenden Person! Oder haben in Ihrer Familie zu jeder Zeit jeweils sowohl Frau wie Kinder eine Arbeit gehabt? Ihre Frage ergibt kaum einen Sinn. Diese Menschen werden vom arbeitenden Vater/Mutter oder Paar/Partnerin finanziell abgesichert. Was soll bitte diese Frage?

  15. U. Müller sagt:

    Die Grenzen hätte man tatsächlich vor ein paar Jahren schliessen sollen! Es gibt klar mehr Nachteile mit immer mehr Menschen in der kleinen Schweiz, die dadurch nun mal nicht grösser wird! Aber es gibt immer ein paar Nasen, die die Schweiz mit Singapur oder Hongkong vergleichen.. Wenn schon, dann vergleiche ich sie lieber mit dem näher liegenden Schottland – und da könnte ich fast heulen! Aber nein, ich kann nicht einfach meine Sachen packen, nach Schottland auswandern und sagen “ich will jetzt bei euch bleiben, ihr habt noch mehr Platz und Natur, die für mich lebenswichtig geworden ist.” – Ich habe nur eine Heimat und die ist halt nun mal hier. Es schmerzt und macht Angst, zuzusehen, was aus dieser Heimat geworden ist, resp. noch werden wird.

    • Hans Imhof sagt:

      Ein Land mitten im globalisierten europäischen Festland mit einem Land am Rand des Kontinents zu vergleichen ist ein unschlüssiger Vergleich. Schottland kann eine neue Heimat werden, die Schotten sind froh um jeden der zu ihnen kommt und glauben sie mir, die freuen sich auch über sie als neuen Bürger. Als Schweizer auf die Welt zu kommen und als Schweizer zu sterben ist ein sehr grosses Glück, die Frage ist nur was macht man dazwischen. Zur Zeit poltern einige nur durch die Lande, anstatt sich den Herausforderungen zu stellen und etwas zum Guten zu bewegen.
      Das schlissen der Grenzen führt zu Isolation, ich kenne kein Land der Welt dem das gut bekommen ist. Auch hier halten wir Schweizer die Nase recht weit oben, noch vor 150 Jahren wurden breite Teile des verarmten Landbürgertums vom patrizischen Geldadel ausser Landes gewiesen und in anderen Ländern dankend aufgenommen. Das sollte man nicht vergessen, bevor man wieder einmal die Schließung der Grenzen fordert.

      • Roman Meier sagt:

        @ Imhof: Treffender wäre wohl: als Schweizer auf die Welt zu kommen und zu sterben ist momentan noch ein grosses Glück. Aber glauben Sie allen Ernstes, dass der ewige Weltfrieden ausgebrochen ist und das immer so bleiben wird? Bei einer schweren internationalen Krise – verursacht durch Kriege oder Naturkatastrophen – möchte ich auf jeden Fall nicht in einem dicht besiedelten Vielvölkerstaat leben, der völlig von ausländischem Kapital, Energie- und Nahrungsmittelimporten abhängig ist.

        • Hans Imhof sagt:

          Glauben und Wissen, Herr Meier auch Naturkatastrophen und Kriege sind überlebbar. Ich Glaube nicht an Krieg, Katastrophe oder bevorstehende Apakalypse, auch nicht an die mediale Angstmache und Hetze in den Foren wie hier. Es muss ja noch Menschen geben die an das Gute Glauben und ich weiss sehr wohl das es das gibt. Die paranoiden Ängste sind nun mal Teil der schweizer Bunkermentalität im Reduit und lassen sich aus der Geschichte begründen.

    • Graf Hans-Peter sagt:

      Ja, auch ich vergleiche die Situation der Schweiz nicht mit jener von Singapur oder Hongkong. Aber mir fällt auf, dass Jahr für Jahr Zehntausende von SchweizerInnen grosse europäische Städte besuchen: z. B. Paris, London, Rom, Berlin usw.
      Apropos kleine Schweiz: Die flächenmässig vergleichbare Niederlande hat über 16,5 Mio. EinwohnerInnen (488 Personen/km2, ohne Gewässer). Dabei wohnen klar über 40% der Gesamtbevölkerung in der kleinen Randstad, dem Ballungsraum mit den Städten Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht. Im topografisch vergleichbaren Österreich (mit aber doppelt so grosser Fläche wie die Schweiz; etwa 8,5 Mio. EinwohnerInnen) leben über ein Fünftel der Bevölkerung in der Hauptstadt Wien, darum ist die Bevölkerungsdichte auch nur bei 102 Personen/km2. In der Schweiz konzentrieren sich zwei Drittel der Bevölkerung im Gebiet zwischen Jura und Alpenbogen, das nur einen Drittel der Landesfläche ausmacht. Dort beträgt die Bevölkerungsdichte deshalb 426 Personen/km2.
      2013 betrug in der Schweiz die pro Person in Anspruch genommene Wohnfläche 45 Quadratmeter. Die Grossstädte Genf, Lausanne, Bern, Basel und Zürich klar unter diesem Wert. Die EinwohnerInnen von Küsnacht am Zürichsee nehmen mit 54 m2 am meisten Wohnfläche pro Person in Schweiz in Anspruch.
      U. Müller empfehle ich aufgrund dieser Daten – wenn schon nicht nach Schottland – nach Österreich auszuwandern (exk. Wien). Er möchte ja mehr Platz und Natur zum Leben. Sein Grundsatz – «Die Grenzen hätte man tatsächlich vor ein paar Jahre schliessen sollen – ist nämlich in jeder Beziehung klar abzulehnen, nicht nur weil diese Meinung sehr fremdenfeindlich und abweisend gegenüber «Fremden» geprägt ist. Er formuliert keine Vorschläge, wie die Schweiz mit geschlossenen Grenzen organisiert, wie die wirtschaftliche Ausrichtung werden soll. In diesem Zusammenhang nur zwei «Problemfelder» zur Diskussion: Wer soll in Zukunft in der hoch subventioneirten Landwirtschaft effektiv arbeiten? Auch wenn zukünftig die Schweiz noch mehr Personen im Pflegebereich selbst ausbildet, werden wirklich genug?SchweizerInnen gefunden, damit die hohen Ansprüche im Gesundheitsbereich befriedigt werden können

      • Bruno Jägger sagt:

        Hans Peter-Graf: sehr treffender Kommentar! Ich bin absolut Ihrere Meinung. Mir ist vor kurzem aufgefallen, dass sogar die Australier in der Mehrheit dichter wohnen als wir! Dort wohnen nämlich 66% der Bewohner in eines der 5 grössten Agglomerationen, welche im Durchschnitt eine 50% höhere Dichte aufweist als das Mittelland, in welcher wiederum ca. 65% der Schweizer wohnen. Das sind Fakten. Aber es gibt genügen Leute mit Tomaten auf den Augen, welche die Dichte vom Mittelland mit derjenigen ganzen Ländern vergleichen, ohne dabei zu achten in welchen Verdichtungsräume die Bewohner dieses Landes überhaupt wohnen.

      • Roman Meier sagt:

        @ Graf: Wäre es eigentlich Ihrer Meinung nach auch abweisend gegenüber Fremden, wenn eine ausländische Invasionsarmee an unserer Grenze stünde und wir diese nicht freiwillig hereinliessen? Zur Erinnerung: während des 2. Weltkrieges war die Schweiz den Deutschen gegenüber ziemlich fremdenfeindlich eingestellt, während sich die Oesterreicher grossteils mit Freude dem Nachbarn anschlossen.

      • Peter Richter sagt:

        @ Graf Hans Peter
        Faiererweise müssten Sie auch noch die Arbeitslosenquoten und und das BIP pro Kopf von Australien und den Ballungsräumen von Rotterdam und Wien erwähnen!
        Müssen wir da wirklich nacheifern?

    • Bruno Jägger sagt:

      Müller: die Schweiz wird dann mit Singapur oder Hong Kong verglichen, wenn die Argumentation lautet, man überlebe es kaum bei dieser Dichte, was bekanntlich und nachweislich nicht stimmt. Ansonsten muss man nicht einmal mit solchen Beispielen kommen, sondern man kann beinahe jede Wohlstands- und wirtschaftlich potente Region dieser Welt nehmen (auch in riesigen Ländern wie Australien oder Kanada) und wird feststellen, dass die Mehrheit der Menschen dort in Verdichtungsräumen von 5 bis 35 Mio. Einwohnern leben, welche eine höhere Dichte aufweist als das Mittelland. Bsp Australien: in den 5 grössten Agglomerationen vom Land wohnen ca. 66% der Australier. Im Schnitt liegt die Dichte dieser Räume um ca. 50% höher als die Dichte vom Mittelland. Nun bitte ich Sie mir zu beweisen, dass die Mehrheit der Schweizer nun speziell dicht wohnen sollte? Und Australien ist nur ein Extrembeispiel, welches wohl viele Jonservativen nicht erwarten würden Das gleiche gilt aber für Belgien/Holland/Südengland/Lombardei/Rhein-Ruhr/Main-Neckar also alle vergleichbaren starken Wirtschaftsregionen in Europa: sie weisen alle ähnlich hohe oder dichtere Dichtungsräume auf. Wenn Sie einen Vergleich mit wirtschaftlich schwachen Regionen machen, dann vergleichen Sie bitte mit entsprechenden schwachen Regionen in der Schweiz wie z.B. nur dem Jura. Ich hoffe Sie haben nur verstanden, dass es nicht geht, wirtschaftlich gut zu laufen in einer Region mit schwacher Siedlungsdichte. Das ist so Herr Müller, auch wenn es Ihnen nicht passen sollte. Und entsprechend der Wortschaftsleistung und dem Wohlstand in der CH, ist unsere Dichte nicht besonders hoch, eher umgekehrt.

  16. will williamson sagt:

    Wieso muss man die Entwicklung von 1981 bis 2012 simulieren? Es gibt ja für diesen in der Vergangenheit liegenden Zeitraum Bevölkerungsstatistiken. Wenn man die seitherige Zu- und Abwanderung herausrechnet sieht man wo man gelandet wäre. Einen Vorteil hätten wir mit Sicherheit, wenn man damals die Zuwanderung vernünftig begrenzt hätte: Wir würden an schönen Sommertagen in Seenähe noch einen Parkplatz finden*

    • Pascal sagt:

      Das würde ich dann als Luxusproblem bezeichnen. Parkplatz am See…für mein Velo finde ich übrigens immer einen Parkplatz.

  17. Peter Colberg sagt:

    Zitat:„Ohne Migration wäre die Schweiz heute viel älter und hätte seit den 1980er-Jahren nicht diese erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung durchmachen können»“.

    „Erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung“, vieleicht, jedoch nicht unbedingt für die Mehrheit hiesiger Bürger, von denen viele eher die Erfahrung gemacht haben und alltäglich zusehen müssen wie der persönliche und vertraute Lebensraum angesichts immer höherer Ausgaben für Mieten, übervoller ö.V. Systeme und Strassen, und markanter kultureller Transformation rasant schwindet, und wo immer mehr Ihren Arbeitsplatz an billigere Einwanderer oder Grenzgänger (300,000 pro Tag in der ganzen Schweiz) verlieren – also Ausgrenzung und vorgrammierte Altersarmut für viele ältere hiesige Arbeitnehmer, die keinerlei Unterstützung von Ihrer eigenen Regierung erwarten dürfen: es bleibt oft nur die Flucht ins billigere Ausland um nicht in der Abwärtsspirale der Sozialhilfe zu landen. Wirtschaftsdiskrimination der schlimmsten Sorte.

    Die vernünftigen Grenzen im Sinne einer tragbaren wirtschaftlichen Entwicklung in der Schweiz, die parallel mit der systematischen Anpassung der gesamten Infrastruktur einhergeht und für die eigene Bevölkerung vorteile hat, ist längst nicht mehr gegeben. Die Sorgen einiger, dass sich die Schweiz auf lange Sicht gewissermassen abschaft, sind in diesem von Bern hemmungslos gesteuerten Kontext (der EU zuliebe) absolut verständlich. Die Einstellung des Bundesrats zu jeglichen Äusserungen des Souveräns zum Thema Masseneinwanderung und des klaren Resulats der Volksabstimmung zur MEI ist eine Verneinung der direkten Demokratie: Brüssel hat jetzt schon die obere Hand, wie es scheint, und viel Zeit um diese Tendenz rückgangig zu machen, bleibt dem Souverän anscheinend nicht.

    Abschottung ist nie wünschenswert, jedoch auch nicht übermässige Einwanderung wie sie zur Zeit stattfindet. Qualitative Zuwanderung, um das fehlende natürliche Gleichgewicht punkto Sterberate und Geburtenrate notwendigerweise auszugleichen, ist logisch, notwendig, und auch für viele Bürger verständlich, aber nicht die seit der (leider) 2007 eingeführten Pfz jährlichen Nettoeinwanderung von 80,000 bis 100,000, d.h. einmal die Stadt St.Gallen (Bevölkerung zirka 80,000) pro Jahr – oder anders gesehen, seit 2007 zirka 500,000 Einwanderer aus der EU und anderswo (übertriebene tolerante Asylpolitik).

    Diese neuen Einwohner werden in etwa 20 bis 30 Jahren auch Pensionsansprüche machen werden: das Geld wird auch dann dafür knapp werden, wobei es ja immer heisst man bräuche ein Verhältniss von etwa 3 Arbeitnehmern (besser mehr) um die AHV für eine(n) Pensionierte(n) gut abzudecken. Dies bedeutet auf lange sicht logischerweise noch höhere jährliche Einwanderungszahlen als die gegenwärtigen doch sehr hohen Zahlen. Ein Schneeballeffekt der gefährlichen Sorte, der in der gegenwärtigen Kurzsichtigkeit (zum Schutz eigener Interessen) in Bern kaum wahrgenommen wird.

    Dass dabei unser Land als ganzes politisch, kulturell, und sozial potenziell in die Brüche gehen könnte muss doch jedem mit einem Hauch an Vernunft inzwischen klar sein. Einserseits haben wir eine Wirtschaftselite die sich dank der extrem hohen Einwanderung schnell bereichert (und rechtzeitig vom Boot springen wird), aber anderseits haben wir gewissermassen eine tickende soziale Zeitbombe, da die Arbeitgeber gekonnt Ihren ehemaligen Verpflichtungen entziehen – etwa durch die systematische Entlassung von über 45-Jährigen, bei denen aus arbeitsrechtlichen Gründen die 2. Säule für die Arbeitgeber um einiges teurer ist, und die in späteren Jahren auf staatliche Zusatzleistungen angewiesen sein werden um einigermassen um die Runden zu kommen.

    Kontrollierte qualitative Einwanderung schön und gut, aber nicht das nach dem vom EU Politbüro aus ideologischen und wirtschaftlichen motivierten Gründen aufgezwängten Modell, eines das der Mehrheit der Bevölkerung in der Schweiz und in gewissen EU Ländern (GB) enorm schadet. So wie jetzt geht es einfach nicht weiter, auch wenn noch so schöne Zahlen über Wirtschaftswachstum (hauptsächlich dank Einwanderung geförderten interner Konsum) oder andere ermahnende Statistiken zum forcierten Umdenken präsentiert werden. Die alltägliche Realität und nachteiligen Konsequenzen sieht doch wohl inzwischen jeder Laie.

    • Matthias Meyer sagt:

      Auch wenn ich mit Ihnen in einigen Punkten nicht einig bin, haben Sie eine fundierte, gut aufgebaute Sichtweise.

    • tömu sagt:

      auf den Punkt!
      mir ist es daher ein Rätsel, warum die Linken als “Arbeiterpartei” so dafür sind. Es kann an der Ideologie liegen, der Mist kommt von der EU, also ist es gut.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Seit 1989 haben die Einkommen der Mittelschicht (60% der Bevölkerung) um am meisten zugenommen, nämlich 15%. Die Mentale “das Boot ist voll, das Land überbaut” Hysterie ist ein mediales Spukgespenst, dass von ewiggestrigen Retnern gern als Nörgel-orgel genutzt wird. Natürlich bringt Zuwanderung Probleme, aber auch viele Chancen. Ob Sie aufstehen und mitbauen oder am Stammtisch sitzen und Nörgeln – your choice.

      • Dani Kobler sagt:

        @ Adrian Wehrli: Haben sie den Kommentar von Colberg gelesen? Verstanden?
        Und in ihrer Antwort kommt Hysterie, Nörgel, Ewiggestrige und Stammtisch vor?
        Argument? Fehlanzeige.
        Soso, 60% seit 1989, das war vor 26 Jahren. Wieso 1989 und nicht 1956 und was war die Teuerung seit damals?
        Fail. Try again.

      • Peter Richter sagt:

        @ Wehrli
        Stammtische ?
        Gibt es die überhaupt noch? Wo denn?
        In welcher Zeit leben Sie? Vor-vorgestern?
        Sie haben sicher Mühe es zu begreifen, aber ihre Aussagen können nicht
        mehr als fortschrittlich wahrgenommen werden, war einmal, alles vorbei….

        Ich bin selber ein alter Knochen und habe die Zeiten auch noch miterlebt
        als es so einfach war sich selber mit ein wenig Multi-Kulti Getöse wichtig zu machen.
        Sorry A.W – heutzutage sind Argumente gefragt und die sprechen alle gegen ihre Aussagen
        oder möchten Sie in der CH alles weiter fahren lassen wie bisher ???
        Nennen sie mir 1 Vorteil, wenn jedes Jahr immer wieder 80’000 Personen
        in die Schweiz einwandern?

  18. Heinz sagt:

    Zum Glück gibt es Zuwanderung. Die Zeiten mit verkochten Hörnli, glutamatgeschwängerte Speisen und Sossen, ungeniessbaren Wein sind vorbei. Bei uns in Zürich Nord gab es schon in den 70er oft über 50% Italiener in der Klasse…und wir haben es überlebt. Im Gegenteil ich habe das Fremde schätzen gelernt. Fremdenfeindlichkeit und Dichtestress sind vorallem in den ländlichen Gebieten verbreitet…je mehr Monokultur, desto fremdenfeindlicher die Menschen

    • Roman Meier sagt:

      Ja, und zur Erholung fahren die Städter dann aufs Land hinaus oder besser gesagt fallen in Scharen über die Landschaft her! Wozu eigentlich, wenn’s in der Stadt doch so schön und erholsam ist und keinen Dichtestress gibt?! Oder was sonst suchen sie im Gebiet der Monokultur und der fremdenfeindlichen Menschen?

      • Dani Kobler sagt:

        @ Heinz: Wer 2015 noch in Stadt Land Schema denkt ist wohl bei Gotthelf steckengeblieben.
        In Langnau iE und der Surselva gibt es neuerdings auch Internet, ist nicht so das die mental und konsumtechnisch im Mittelalter leben.
        Ach ja, überlebt haben sie noch ganz andere Sachen, z.B. ohne Sicherheitsgurt und Helm fahren, Raucher im Zug und Asbest.
        Solche Sätze (wir haben es überlebt, hat uns nicht geschadet) kommt eigentlich immer vom gleichen Personal.

    • Bruno Jägger sagt:

      Roman Meier: Ja und zum Geld ausgeben und Spass haben fahren die Ländler in Scharen in die Städte und belasten die Infrastruktur. Sie bilden sich sogar gerne an Unis aus und besuchen gerne den Zoo oder das Kunsthaus. Wozu eigentlich, wenn’s auf dem Land so schön sein soll?

  19. Christoph Stadelmann sagt:

    Ich denke, jede Einwanderung ist eine Investition, die in allen Lebensbereichen Auswirkungen hat. Von den Geburten bis zum Tode.ergeben sich Bedürfnisse, die befriedigt und unterhalten müssen im Positiven wie im Negativen. Ich frage mich nur, wo die Grenzen liegen auch zur Verträglichkeit der Umwelt.

  20. Hüsser Werner sagt:

    Es ist doch schon einigermassen naiv zu glauben, diese mehr oder weniger unkontrollierte Zuwanderung könne die Finanzierungs-Probleme der AHV, der beruflichen Vorsorge oder des Gesundheitswesens lösen. Grosse Teile der Bevölkerung sind ja heute schon aufgrund des Lohndrucks und der hohen Lebenshaltungskosten kaum mehr in der Lage, für ihre alltäglichen Kosten aufzukommen geschweige Altersvorsorge zu betreiben. Was wir konkret erleben und in Zukunft noch verstärkt erfahren werden, ist eine massive Verschlechterung der Lebensqualität und eine breit angelegte Verarmung grosser Bevölkerungsteile. Von intakter Natur oder Biodiversität kann sowieso je länger je mehr keine Rede mehr sein. Aber das ist ja nicht bloss das Schicksal der Schweiz, sondern von ganz Europa bzw. des ganzen Planeten. Vielleicht hätten wir es besser machen können, als nur immer den Wachstumspropheten Glauben zu schenken.

    • Paul Robert sagt:

      Woher wollen sie wissen dass “grosse Teile der Bevoelkerung Muehe hat die alltaeglichen Kosten zu decken, geschweige Altervorsorge zu betreiben?”
      Das ist pure Annahme oder billiger populismus, je nach dem.
      Wir sprechen hier von der Schweiz, in der es allen (materiel) gut bis viel zu gut geht. Kommen sie mal nach Asien, dann sehen sie wie ein grossteil der Bevoelkerung aussieht die Muehe hat.
      Und dann zu postulieren dass eine “breit angelegte Verarmung” passieren wird ist im Grunde genommen eine Frechheit gegnueber denen welche wirklich nicht viel haben. Machen sie mal eine Reise durch Vietnam, oder den Phillipinen, dann sehen sie was arm sein bedeuten kann.
      Und was die Biodiversitaet per se mit Einwanderung zu tun hat erschliesst sich mir auch nicht ganz.

  21. Paule sagt:

    “Prognosen gehen davon aus, dass Japan 2050 nur noch 95 Millionen Einwohner zählen wird”. C’est déja quelque chose. Zuwanderung in Massen bedeutet mehr zwischenmenschliche Vertrautheit und somit mehr Lebensqualität. Dies hat komplexe Auswirkungen. Beispielsweise auf den Glauben an die Zukunft und auf die Bereitschaft, Kinder in die Welt zu setzen. Ohne die demografische Vergewaltigung der letzten Jahre und Jahrzehnte ginge es der Schweizer Bevölkerung im grossen und gantzen besser.

    • will williamson sagt:

      Zuwanderung in Massen? Die haben wir ja schon. Sie meinen aber wohl Zuwanderung mit Mass?

    • Walter Weiherer sagt:

      Als wohlwollend neutral gesinnter Ausländer: Sie haben die Verhältnisse zutreffend formuliert. Vielen Dank!

  22. Erwin Stein sagt:

    In der Grafik, Statistik von 2012 hat es einen granierenden Fehler.
    Bei über 65 Jarhre alten Einwohner kann es in absoluten Zahlen mit Zuwanderung nicht plötzlich 108000 weniger Betagte haben als ohne Zuwanderung.
    Da wurde in der Statistik massiv geschummelt.
    Eigentlich müssten mit der höheren Zuwanderung auch einige Betagte dazu gekommen sein.

    • Roger sagt:

      Das liegt daran, dass beim linken Balken die 107’152 Schweizer BezügerInnen von AHV-Renten die im Ausland leben zugerechnet werden, beim rechten Balken die 107’152 Schweizer und die 684’261 Ausländer die AHV im Ausland beziehen nicht auftauchen. Netto ist die Anzahl Bezüger der AHV im Fall mit Migration höher, werden hier aber einfach ausgeblendet. Auch die Prozentzahlen wären auf beiden Seiten genau gleich, wenn man alle AHV Bezüger, egal wo sie leben, dazurechnet (was meiner Meinung nach Sinn machen würde). Ausserdem kommt das Geld der fast 800’000 AHV Bezüger im Ausland, von denen die überwiegende Mehrheit Ausländer sind, nicht der Schweizer Wirtschaft zugute sondern fliesst aus der Schweiz ab.

      • Roger sagt:

        Korrektur: Zählt man auch die AHV-Bezüger im Ausland sehen die Zahlen noch schlechter aus als im Szenario ohne Migration: 0-19J: 19% 20-64J: 58% 65+: 23%. Tatsächlich (In Klammern die “geschönten” Zahlen aus der Graphik oben): 0-19J: 18.5% (statt 20%) 20-64J: 56.5% (statt 62%) 65+J: 25% (statt 17%).

    • Alessandro Huber sagt:

      Es wurde nicht geschmuggelt. Die Schweiz hat in der Realität eben keine dichten Grenzen, wie die die Simulation es vormacht. Die Grenzen sind durchlässig für Einwanderung wie für Auswanderung. Die Auswanderung ist hier für die geringere Zahl der Betagten verantwortlich. Vergessen die “Gastarbeiter” Generation, wo viele Ausländer/ innen nach der Pensionierung in ihr Ursprungsland zurückgegangen sind? So gab es 1992 eine massive Rückwanderung von älteren Italiener/innen nach Italien, aus Angst, dass sie mit dem EWR nicht mehr das Kapital aus der Pensionskasse sofort beziehen könnten (Italien wäre dann kein wirkliches Ausland mehr gewesen). Dass die Abstimmenden der Schweiz den EWR knapp ablehenen würden, konnten sie ja nicht voraussehen. Später, dank der Sicherheit durch die bilateralen Abkommen mit der EU, gab es 2004 eine massive Rückwanderung von älteren Spanier/innen nach Spanien. Schliessslich wandern auch viele ältere Schweizer/innen nach der Pensionierung aus, zum Beispiel nach Spanien oder Frankreich.

      • Erwin Stein sagt:

        Da wurde aber in der Statistik arggeschummelt!
        Wenn man die AHV-CH Bezüger im Auland dazu nImmt muss man die AHV-Ausländer im Ausland auch dazunehmen oder man lässt beides weg, Da wurde die Statistik bewusst manipuliert.
        Hier wurde also ÄPFEL mit ORANGEN verglichen.

  23. Hans Grob sagt:

    … haetten wir eine hoehere Reproduktionsrate gehabt. Ist doch klar, dass der Mittelstand in Stadt und Agglo einfach nicht genug Wohnraum und natuerliche Umgebung hat fuer mehr als 1 bis 2 Kinder. 3-Kinder- Familien gibt es nur in staedtischer Oberschicht und bei Bauernfamilien. Deshalb: durch mehr Immigration noch mehr Immigration noetig. Warum kuemmert sich eigentlich kein Forscher um die Gebiete im Ausland, die von Ueberalterung UND Emigration betroffen sind????

  24. Viktor sagt:

    Was diese Studie nicht berücksichtigt, ist: Import von sogenannten Fachkräften, Ausverkauf durch die Banken von Grossfirmen (Sulzer, Von Roll, Escherwyss usw) und Übergang zur Immobilienspekulation (Aufweichung der Lex Koller), Bildungsniveau und Abschaffung der Werkseigenen Schulen, Realverlust der Kaufkraft und dadurch Einsparung bei dem Familienzuwachs, also kommende Generationen weil man es sich schlicht und einfach nicht mehr leisten kann!
    Schlicht, der produktive Arbeiter in der Wertschöpfungskette hat im Verhältnis zur Dienstleistung an Wert verloren und das Verhältnis hat sich zum Negativen verschoben.
    Das was einst der Wert der Schweiz ausmachte!
    Ano 1970 waren noch ungefähr 8 Arbeitnehmer auf 10 in der Wertschöpfungskette tätig wie sieht das heute aus??

    • Roger sagt:

      Es liegt daran dass 2012 107’152 Schweizer BezügerInnen von AHV-Renten im Ausland lebten (wieviele davon seit 1981 eingebürgert wurden wird nicht berücksichtigt). Die werden beim ersten Diagramm gezählt, beim zweiten jedoch nicht. Was auch nicht dasteht: 2012 lebten 684’261 Ausländische BezügerInnen von AHV-Renten im Ausland. Würden diese alle in der CH leben, wäre die prozentuale Verteilung im Diagramm mit und ohne “Migration” genau gleich und wir hätten das Szenario 9 Mio. Einwohner bereits heute erreicht.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Seit wann gehören die Grossfirmen denn der Schweiz? Dem Bund? Was wurde ausverkauft? Die “Schweiz” und Ihre PKs besitzt mehr vom Planeten pro Kopf alls alle Anderen, (Ausser Norwegen).

      • Viktor sagt:

        Hat jemand davon geschrieben: Die Groossfrimen gehörten der Schweiz?
        Tatsache ist: Viele Produkte, welche angeblich nicht mehr rentierten, weil ein überhöhter Gewinn in der Medizinaltechnik erzielt wurde, wurden verkauft! Diese Abteilungen rentieren heute noch bei den nicht von Geldgier geplagten Firmen und größenwahnsinnigen Managern
        Der damalige FDP-Filz zusammen mit den damaligen angehenden größenwahnsinnigen Bankenmanagern habe ganze Arbeit geleistet!!

  25. Obrist U sagt:

    Interessante Statistik. Mit der Zuwanderung haben wir jetzt weniger Personen (absolute Zahl) der Gruppe 65+ als ohne. Sind den die Personen 65+ wegen der Zuwanderung am Abwandern? Oder ist die Simulation evtl. falsch?

  26. Peter Gutknecht sagt:

    Die Studie stellt die falsche Frage. Interessanter wäre eine Simulation von “Kontingente mit bedarfsgerechter Einwanderung anstelle freier Einwanderung”.
    Dann das ewig falsch bemühte Argument der AHV-Finanzierung durch Einwanderer: das ist kurzfristig erfolgreiche Pflästerlipolitik. – langfristig ist es ein Lawinensystem à la Amway. Langfristig muss man ein Bevölkerungswachstum von Null anstreben.
    Letzter Punkt: der deutsche Schafhirte, der einwandert, wird die AHV nicht unterstützen, sondern er wird eher Zeit seines Lebens -auch auf Kosten der Rentner- Sozialhilfe beziehen. Der fertig ausgebildete junge portugiesische Softwareentwickler ist hingegen für die Schweizer Volkswirtschaft (auch für die AHV) ein Gewinn.
    Anstelle der Schwarz-Weiss-Malerei sollte also Migration etwas differenziert betrachtet werden.

    • Karl Lager sagt:

      Genau darum sollte man ja die Zuwanderung auch differenziert steuern können und zwar so, dass jede Zuwanderung einer Bewilligung bedarf und so einzeln überprüft wird. Klar ist das ein gewisser Zusatzaufwand, sprich -kosten. Diese kann aber im Sozialbereich wieder einsparen. Völlig absurd ist das oft bemühte AHV-Argument, wie Sie gut ausgeführt haben!

  27. Heinz sagt:

    Unser System basiert auf Wachstum, und der Schweizer Souverän hat eine Schweiz geschaffen, die das ganze Leben den gesamtwirtschaftlichen Interessen unterordnet. Und jetzt kurz vor der Rente oder schon als Rentner, trauern die Verursacher einer Ballenberg-Schweiz nach. Sie haben ihre Schäfchen im Trockenen und können ihre harten Franken in Deutschland gegen Waren tauschen, während sich die jüngere Bevölkerung mit den Kollateralschäden dieser Politik auseinander setzen muss.

  28. Markus Baumann sagt:

    Was weiss die Statistik schon, ob bei weniger Zuwanderung die Anzahl Kinder von Schweizer Müttern nicht höher geworden wäre? Dass sie gleich tief geblieben wäre wie jetzt, ist eine reine Annahme der Statistikersteller. Wer kann schon wissen, was wäre? Oder eben nicht? Der Glaube an Statistiken ist der Glaube an Annahmen von ganz bestimmten Menschen mit ganz bestimmten Glaubenssätzen und ganz bestimmten Interessen.

    • Max Obrist sagt:

      Naja, es gibt ziemlich gut nachvollziehbare Studien, die eine Korrelation zwischen Bildung und Stand der Frau sowie der Geburtenrate zusammenbringen. Kurz gesagt, je besser gestellt und gebildet die Frauen einer Gesellschaft, desto niedriger die Geburtenrate (super beobachtbar in Afrifka, aber auch der Babyboom ging (unter anderem) mit der Besserstellung der Frau zurück).
      Zur Statistik: Die hat ziemlich wenig mit Glaube zu tun, schon aleine deshalb, weil sie keine absoluten Aussagen zulässt, sondern nur Aussagen im Sinne von “bei einer Bevölkerung von x und einer Geburtenrate von y in Bevölkerungsschicht ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau in einem Jahr ein Kind gebärt bei a”.
      Diese Aussage ist soweit korrekt, und lässt auch eine gewisse Interpolation in die Zukunft zu. Wenn man sich nie mit Statistik befasst hat, sind solche Aussagen aber schnell falsch interpretiert, was häufig zu einer Ablehnung von Statistikern führt.
      Wenn man aber weiss, wie solche Resulate zu interpretieren sind, ist es ein äusserst nützliches Instrument.
      Es ist aber tatsächlich so, dass viele sogenannte Statistiker ziemlich krasse Fehler machen…

  29. Goebel, Karl Wilhelm sagt:

    Meine Ansicht nach führt ein einfacher Kopf:Kopf-Vergleich zu verzerrten Ergebnissen. Dem Gesamtnutzen für die Population kommt der Statistiker auf die “Sprünge”, wenn er/sie die Wertschöpfungen der Zugereisten bewertet: Da ist doch stets das Äquivalent für einen einzigen Höchstqualifizierten ein weit Mehrfaches eines Schlichtqualifizierten.
    Da Spitzenkräfte, auch unter den Einheimischen, derselben Normalverteilung folgen, ist gegen “viele” Weniger-Qualifizierte sachlich kaum etwas einzuwenden, weil die vorhandenen Proportionen keinen Unterschied ausmachen.
    Eine Schiefe ergibt sich zwangsläufig, wenn die Gewohnheit, im Alter das Land Richtung Ursprungsheimat wieder zu verlassen, beibehalten wird. Das verjüngt dann scheinbar auf mystische – den Meisten jedoch wohl willkommene – Weise.

  30. Marcel Peyer sagt:

    Die Schweiz wird abgeschafft. Selbst in ländlichen Gebieten hört man immer öfterns nur noch Sprachen, die man oft nicht versteht. Das sind keine Touristen, sondern fest ansässige Personen, die untereinander und mit ihren Kindern so kommunizieren. Man darf gespannt sein, wie die heutige Schweiz im Jahre 2050 sein wird.

  31. Reto Stadelman sagt:

    Die Wirtschaft kann nicht ewig wachsen. Und wenn sie es tut, dann nur qualitativ und nicht quantitativ. Das Argument, man brauche Zuwanderung um genügend “Frischfleisch” für den Arbeitsmarkt zu haben, ist meiner Meinung nach veraltet. Wir müssen uns langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass die Zeit des ungebremsten (Bevölkerungs-)Wachstums vorbei ist und wir auch gewisse Regeln bezüglich der Geburtenrate brauchen. Eine Zwei-Kind-Politik wäre wohl eine Möglichkeit. Und nach diesem Grundsatz wäre dann auch eine Anpassung unserer Sozialsysteme nötig.
    Aber der Mensch war noch nie logisch. Ich würde mich sehr darüber wundern, wenn wir es tatsächlich schaffen, solche Regeln durchzusetzen. In dem Zusammenhang kämen dann auch alte Themen wie die Planwirtschaft wieder auf. Aber eben, das ganze rüttelt an einer ganzen Menge Dogmen.

    • Pal Mueller sagt:

      In Europa liegen die Geburtenquoten deutlich unter zwei Kindern pro Frau. Was Sie fordern, greift ins Leere. Ausser natürlich sie meinen die Dritte Welt. Und allen anderen Vorschriften zu machen, ist ja linke Gutmenschen-Politik.

      Sie brauchen Wachstum in der Schweiz übrigens nicht, um sich einen dritten Fernseher zu kaufen, sondern nur schon, um den immer länger werdenden Ruhestand der Bevölkerung zu finanzieren. Die Leute werden immer älter und fast alle alten Menschen verursachen immer höhere Gesundheitskosten. Ohne weiteres Wachstum wird man dies nicht finanzieren können.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        “Ohne weiteres Wachstum wird man dies nicht finanzieren können.” Der Wachstumswahn aus lauter Denkfaulheit und unreflektierter Gier gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Das Dogma der Besitzstandwahrung nach der Pensionierung muss endlich auf die Schlachtbank geführt werden. Das hochflexible Rentenalter ist überfällig. Die bundesweite Erbschaftssteuer ist unausweichlich und gegen die Krebs, Gefässkrankheiten und Alzheimer verursachende Tierproduktefresserei muss endlich dezidiert Auklärungsarbeit durch die Behörden betrieben werden.

  32. Waldmeier sagt:

    was aber, wenn die Schweiz in naher Zukunft wirklich in die EU beizutreten gezwungen wird? Wenn dies Land völlig aufgelöst zwischen den grossen Nachbarn Deutschland, Frankreich, Italien; ums Überleben kämpft, immer noch mehr Migrantenströme aufnehmen MUSS, und dann sozial kolabiert? Wenn in einem Zukunftszenario die Schweiz an die Nachbarn aufgeteilt würde, Deutschland kriegt den deutschsprachigen Teil, Frankreich die Romandie, Italien den Romantsch Grischun und das Tessin? Bern ade.

  33. Maurer Urs sagt:

    Als ich zur Schule ging, hatten “wir” gut 4 Mio Einwohner. Ohne nostalgisch zu werden, ich empfand meine Kindheit und Jugend schöner, weil einfach mehr “Platz” da war wo wir uns ausleben konnten. Heutige junge Leute haben leider keine Ahnung mehr wie frei wir damals waren. Lange Zeit wollte auch ich nicht “fremdenfeindlich” sein und stemmte mich nicht gegen die unkontrollierte Zuwanderung, fand Schwarzenbach doof.
    Doch heute, wenn sich sehe, was die Baulobby, die Wachstumslobby, die Geldlobby aus auch “meinem” Land gemacht hat, dann finde ich die Betoniisierung eines Lebensraum um des Profites einiger willen, fast kriminell.

    • Hanspeter Tanner sagt:

      Die Betonisierung der Schweiz hat vor allem einen Grund, und der heisst Zersiedelung. Das Häuschen im Grünen führt dazu, dass immer mehr Kulturland zerstört wird, und da tragen die Zugewanderten wohl wenig dazu bei, entweder, weil sie zu wenig Geld haben (Asylanten) oder weil sie zu viel davon haben (Expats), und sich teure Wohnungen in den Zentren leisten können. Auch wollen letztere in der Regel nicht für ihr ganzes Leben hier bleiben, sondern nur solange die finanzielle Seite stimmt.
      Dass die Welt Ihrer Kindheit anders ausgesehen hat als heute, ist wohl normal, dasselbe können Sie ebenso gut auch von Ihren Eltern in bezug auf deren Eltern sagen.
      Dass häufig finanzielle Interessen hinter vielen unschönen Entwicklungen stehen, stimmt hingegen mit Sicherheit, aber auch da gilt: es wirkt vor allem der hausgemachte politische Filz, und mit Abschottung gegen aussen erreicht man gar nichts, im Gegenteil, es werden lediglich unerwünschte Kollateralschäden erzeugt, also keine Zugänge mehr zu zum Beispiel kulturellen, wissenschaftlichen, bildungspolitischen Gremien und Organisationen. Die Probleme sind im Land, nicht ausserhalb.

      • Anita sagt:

        Herr Tanner, das stimmt nicht. Als wir 4 Mio. Einwohner hatten, gab es verhältnismässig mehr “Häuschen im Grünen” und mehr Lebensqualität für jeden Einzlenen, mehr Luft, mehr Grün, mehr Platz, mehr Ruhe! Die sogenannte Verdichtung der Städte wird über kurz oder lang zu einer “Verslumung” führen. Für Menschen in der zweiten Lebenshälfte oder gar im dritten Lebensabschnitt sind die heutigen Städte kaum zu ertragen. Und es soll ja alles noch verdichteter werden. Mehr Menschen, mehr Verkehr (auch öV), mehr Lärm, mehr Beton, mehr Freizeitgestaltung ausserhalb der Städte, überall mehr Leute – im Wald, in den Bergen, an und auf den Seen! Für mich – ehrlich gesagt – ein Schreckensszenario! Unser ehemals wunderbares Land ist bereits zerstört und jeden Tag wird es noch ein bisschen schlimmer!

        • Hanspeter Tanner sagt:

          Liebe Frau Anita, schon mal daran gedacht, dass Ihr Dichtestress, um dieses unnütze Wort hier zu strapazieren, unter Umständen nicht nur davon rühren könnte, dass es mehr Einwohner hat, sondern dass diese eine um ein vielfach grössere Mobilität haben als zu der von Ihnen so hochgelobten guten alten Zeit.
          Dass dank der vielen Zuwanderer die Schweiz ziemlich offener und in mancher Hinsicht lebenswerter geworden ist, scheinen viele Kommentatoren ganz einfach auszublenden. Lieber eine Schweiz mit 10 Millionen Einwohnern, von denen die Hälfte weltoffen ist, als die paar Millionen der Fünfziger- bis hinein in die Neunzigerjahre, als die Schweiz vielen wie ein Gefängnis vorkam (Zitat Dürrenmatt, 22.11.1990).

          • Anita sagt:

            Die “Offenheit” ist eine Frage des Standpunkts. Unsere Multi-Kulti-Gesellschaft hat viele Vorteile: Neue kulinarische Genüsse, gute und interessante Begegnungen mit Menschen aus fremden Ländern, Einblicke in andere Kulturen etc., aber mindestens ebenso viele Nachteile: Hohe Kriminalität, unsorgfältiger Umgang mit der Umwelt (24-Stunden-Gesellschaft, Lärm überall, Menschenmassen überall, übermässige Abfallproduktion, zugebaute Städte), Probleme mit fundamentalen Islamisten, Übervölkerung und dadurch Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Für jüngere Menschen sind diese Probleme bestimmt leichter zu “handeln” als für Menschen im mittleren und höheren Lebensalter. Aber auch die Älteren unter uns haben ein Recht auf eine lebenswerte Umgebung!

          • Bruno Jägger sagt:

            Anita: die Kriminalität nimmt ab, es wurde soeben Zahlen der Polizei publiziert und diese stehen also in ziemlichen Widerspruch mit Ihren Aussagen. Trotz Erhöhung des Ausländeranteils hat die Kriminalität also abgenommen.

          • Anita sagt:

            Nimmt ab? Es kommt immer drauf an, womit man die letzten Zahlen in Relation setzt! Die Anzahl der Gewaltdelikte ist unverhältnismässig hoch! Zu hoch!

          • Bruno Jägger sagt:

            Anita: zu hoch im Vergleich zu welchem Land soll die Kriminalrate in der Schweiz denn bitte sein?

          • Anita sagt:

            Wir haben uns mit niemandem zu vergleichen! Absolut zu hoch! Bei den Einbrüchen z.B. sind wir Spitzenreiter in Europa. Alle 8 Minuten ein Einbruch!

      • Roman Meier sagt:

        Also ich wohne am Stadtrand und dieser frisst sich immer mehr aufs Land hinaus. Zersiedelt wird hier aber nicht mit Häuschen, sondern mit Wohnhäusern und Erschliessungsstrassen, die wohl in erster Linie wegen der Einwanderung erstellt werden. Und Ihre Vorstellung, dass hochqualifizierte Einwanderer, vor allem die mit Familie, vorwiegend in der Stadt wohnen wollen und nicht im Grünen, ist völlig daneben.

        • Bruno Jägger sagt:

          Herr Meier: dass sich der Stadtrand immer mehr ins Land frisst, nennt man grundsätzlich nicht Zersiedlung. Zersiedlung heisst, dass sich Menschen weit weg von den Städten auf dem Land hinaus ansiedeln und eben nicht in unmittelbarer Nähe und deswegen lange Arbeitswege zurücklegen müssen. Ansonsten wären 95% der Länder “zersiedelt”, da die meisten Agglos seit eh und je wachsen. Bsp. australische Grosstädte welche die Fläche vom Kanton ZH aufweisen.

    • Waltern Roth sagt:

      Absolut so war es.

      Auch ich bin auf dem Bauernhof aufgewachsen, eine solche Jugend wünschte ich jedem.
      Damals konnte man im Wald ein Baumhaus bauen und alle fanden es lustig, niemand sagte etwas dagegen.
      Und man katte wirklich viel mehr Platz, störte niemanden wenn man im Wald ein Feuer machte……..

      Heute, ja heute muss mein Enkelkind in einer Gruppe an den Jahrmarkt gehen damit sie in Ruhe gelassen, nicht ständig angemacht wird. Wären nur wir Schweizer, wir hätten ganz andere Zustände. Japan hat weit unter 1% Ausländeranteil…… was ist daran nicht gut….???

      • Anita sagt:

        Ihre Aussagen kann ich zu 100% bestätigen. Auch ich hatte, obwohl in Zürich-Stadt aufgewachsen eine wunderbare Kindheit und Jugend. Das Gefühl von Freiheit und sich bewegen können, ohne dass man sofort jemand störte, das kann einem keiner mehr nehmen. Es hat doch niemand im Quartier die Wohnung geschlossen, wenn man schnell einkaufen war. Alles war offen und frei! Heute schliesse ich die Eingangstüre und alle Fenster meines Hauses, wenn ich hinterm Haus im Garten arbeite! Leider ist es eine Tatsache, dass gegen 70 Prozent der Gefängnisinsassen Ausländer sind. Das ist unverhältnismässig viel! Solche Leute brauchen wir hier nicht! Und dass man dies nicht offen erwähnen darf, obwohl es eine Tatsache ist, und nichts mit Rassismus zu tun hat, finde ich eine Schande! Eine massvolle Zuwanderung aber nicht in Massen wäre richtig.

        • Heinz sagt:

          In Zürich Stadt hatten wir in den 60er 440’000 Einwohner, also 50’000 mehr als heute. In den 70er und 80er waren Überfälle und Einbrüche von Drögeler an der Tagesordnung.Töffli und Velos wurden genauso geklaut wie heute. Wenn Sie ab 22.00 lärmten, wie wir am Fluss, schickte ihnen der Nachbar die Polizei auf die Matte (also nichts mit niemanden stören). Sie trauern einer Schweiz nach, die es gar nie gab.

          • Anita sagt:

            Offenbar bin ich etwas älter – ich rede von den 50er/60er Jahren. Klar wurde auch mal ein Velo geklaut! Das hat man aber dann meist wieder gefunden in der weiteren Nachbarschaft. Und ab 24.00 war Polizeistunde! Und es gab die Sonntagsruhe. Heute ist 24h 7Tage-die-Woche Lärm und Betrieb. Die Ansprüche waren nicht so übertrieben wie heute. Ich trauere überhaupt nichts nach – ich bin nur sehr froh und dankbar, dass ich eine wunderbare Kindheit und Jugend erleben durfte. Die Zeiten haben sich geändert, einiges ist besser geworden – anderes schlechter. Aber mit der masslosen Zuwanderung haben wir uns riesige Probleme ins Land geholt.

    • Markus Eisenring sagt:

      Die Betonisierung unseres Lebensraums hat, wie Sie, Hr. Maurer, richtig erkennen, die Bau-, die Wachstums-, die Geldlobby verursacht. Hunderttausende von Bauern, Bauunternehmern, Architekten, Gemeindepräsidenten, aber auch Arbeitskräfte, Angestellte (eigentlich wir alle!) haben dabei gutes Geld verdient. Das System, das dahinter wirkt, nennt man Kapitalismus und ist dadurch gekennzeichnet, dass man entweder Rendite macht und Geld scheffelt oder aus dem Prozess rausfällt. Die lächerlichste Idee besteht darin, man könne diesen Prozess mit Abschottung gegen Einwanderung unterbrechen. Aber keine Sorge, der Kapitalismus wird sich in den nächsten 40 Jahren selber abschaffen, weil er nicht kompatibel ist mit EINER Erde!

      • Roman Meier sagt:

        @ Eisenring: Ohne Einwanderung gäbe es nicht eine solche Nachfrage und all die meist schweizerischen Geldscheffler, die Sie genannt haben, könnten kein Geschäft mit der Zubetonierung des Landes machen. So einfach ist das!

  34. Pal Mueller sagt:

    Es sollte sich auch bei uns langsam die Erkenntnis durchsetzen, dass Zuwanderung in einer Gesellschaft wie der Schweiz dringend notwendig ist. Für viele Jobs kann man kaum mehr Schweizer motivieren. Und an vielen Orten braucht man die besten Köpfe, um international noch mithalten zu können. Wir müssen im Inland einen Konsens finden, wie wir die Nachteile des freien Personenverkehrs mildern können. Die Kündigung der bilateralen Verträge bringt erhebliche Nachteile. Wer diesen Weg gehen möchte, wird sich vielleicht in zehn Jahren die Augen reiben. Dann nämlich, wenn wir plötzlich die Nachteile des Alleingangs erkennen und beim EWR anklopfen oder weil die Zuwanderung trotzdem nicht gebremst wird. Die MEI fordert nämlich in keinem Wort eine Drosselung, sondern nur, dass die Zuwanderung auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zugeschnitten wird. Das kann alles bedeuten, bis hin zu einer noch stärkeren Zuwanderung (wenn die Wirtschaft mehr Bedarf hat). Schlussendlich wird die Zuwanderung mit oder ohne MEI nur dann gebremst, wenn sich die Wirtschaft im Kriechgang befindet oder der Ausbau unproduktiver Stellen (Gesundheitswesen, Staat) aufhört. Mit der MEI wird der Malermeister einfach um ausländische Mitarbeiter beim Staat betteln müssen. Ob dies auch die mächtige EMS je tun muss, wage ich zu bezweifeln.

    • Karl Lager sagt:

      Darum bin ich auch nach wie vor etwas genervt, dass die gute Initiative (Ecopop) vom Volk so abgestraft wurde und die rassistische aber etwas dümmliche Inititative (MEI), welche aus meiner Sicht gar nichts bringt, angenommen wurde. Wenn die Wirtschaft über flexible Zuwanderungsraten mitbestimmen kann – resp. beantragen (mit einem Nötli im Couvert), wird sich gar nichts ändern. Ich bin nicht gegen vernünftige Freihandelsabkommen, aber gegen die bilateralen Assoziierungsabkommen mit der EU bin ich absolut: Bitte rasch kündigen!

    • Roman Meier sagt:

      Ja, für viele Jobs kann man kaum noch Schweizer oder lange hier lebende Ausländer motivieren, aber nur weil die Löhne dort seit Jahren durch das Reinholen von ausländischen Billigstarbeitskräften gedrückt werden und nicht etwa, weil sich die Einheimischen hierfür zu schade wären.

      • Pal Mueller sagt:

        Wenn jemand einen tollen sauberen Bürojob hat, wird er doch nicht putzen gehen, auch wenn er dafür den gleichen Lohn bekäme. Was Sie schreiben ist Unsinn. Natürlich sind sich viele Schweizer für viele Jobs zu schade.

        • Hanspeter Niederer sagt:

          Es gibt sehr viele Schweizer, die mangels Ausbildung nicht im Büro arbeiten können. Diese würden auch minderqualifizierte Arbeiten machen, wenn der Lohn reichen würde, um am hohlen Konsumtrip teilzunehmen.

  35. Hans-Peter Müller sagt:

    Man soll da von Nachteilen sprechen wenn wir uns theoretisch abeschottet hätten. Mir wäre es recht gewesen! Wir SchweizerInnen unter uns! Eine wahrhaft wunderbare Vorstellung. Uns fehlt nur Meer und Wüste. Darauf könnten wir SchweizerInnen BESTENS verzichten, denn wir hätten dann unsere eigene hehre Identität behalten können, die leider recht weit durch die immigration bachab gegangen ist. Einen wirtschaftlichen Nachteil hätte ich gerne in Kauf genommen!

    • Nuntius sagt:

      Wahrhaft wundervoll ist vor allem die Vorstellung, nur noch von Leuten mit einer Mentalität wie die von Herrn Müller umgeben zu sein. Ich hätte lieber die Zuwanderer hier und die Betonköpfe weg.

      • Herbert Hasler sagt:

        soso…WIR Schweizer unter uns…wer bitte schön sind denn WIR Schweizer?…Was macht jemandem zum Schweizer bzw. Nicht-Schweizer? Ich bin auch “Schweizer”, teile aber ihre Weltanschauung und Werte nicht im geringsten…von gemeinsamer Identität kann also keine Rede sein…hören Sie auf von Utopien zu träumen, die so nicht existieren und nie existiert haben!

        • Roman Meier sagt:

          Nun, immerhin haben WIR Schweizer im 2. Weltkrieg noch wie EIN Volk zusammengestanden. Was in so einer gefährlichen Situation heute auf uns zukäme, möchte ich mir eigentlich gar nicht vorstellen. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es bei einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den inzwischen in der Schweiz lebenden Volksgruppen käme. Da würde garantiert noch manch so ein Multi-Kulti-Träumer brutal auf den Boden der Realität zurückgeholt werden. Das ist absolut sicher!

    • Marc Meier sagt:

      Und wer zahlt Ihre Rente? 2.5 Erwerbstätige je Rentner wären es in ihrem Szenario. 3.5 wie in der Realität sind schon strapaziös genug. Ich arbeite ja schon so fast nur noch für die Rentner… Überproportional viele Sozialleistungen (AHV, …), das Militär wollen auch vor allem diejenigen, die keinen Dienst mehr leisten müssen, Kranken- und Pflegekosten, undundund…

    • Christoph Meyer sagt:

      Das, was Hans-Peter Müller beschreibt, wäre dann quasi eine Form von Nordkorea.
      Ich nehme an, dass Hans-Peter Müller selbstverständlich niemals Pasta, Pizza, chinesisch oder sonst etwas ausländisches isst, seine Ferien natürlich nur in der Schweiz verbringt und niemals ins Ausland einkaufen geht bzw. ausländische Produkte kauft.

      • Zsolt sagt:

        Hatte Herr Mülle vielleicht den Ironie–Modus eingeschaltet?

      • Roman Meier sagt:

        @ Meyer: Warum wählen Sie als Beispiel Nordkorea (kommunistische Diktatur) und nicht Japan (Demokratie wie bei uns!)?

        • Christoph Meyer sagt:

          Nordkorea deshalb statt Japan, weil diejenigen Kreise, welche Meinungen wie Hans-Peter Müller vertreten, unser Land international ins Abseits stellen würden, sprich SVP und ich die Erfahrung schon oft gemacht habe, dass viele SVPler bzw. deren Anhänger sehr rabiat allein schon gegen Freisinnige schiessen, von Menschen welcher Ideen noch etwas weiter links der FDP haben, schon gar nicht zu sprechen.
          Japan schützt zwar die eigenen Lebensweisen auch sehr, auch seine Landwirtschaft, hat aber seit dem Kriegsende doch eine lebendige Demokratie und hat auch schon Zeiten erlebt, wo die Sozialdemokraten an der Macht waren – nicht für lange Zeit, aber eben doch. Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, wie es beispielsweise mit der Meinungsfreiheit aussehen würde, wenn die SVP in der Schweiz die absolute Mehrheit übernehmen würde…

  36. B. Kerzenmacher sagt:

    Im Grunde genommen wird nicht mehr in die CH eingewandert, sondern nur noch zu einer der Gruppierungen der verschiedenen Herkunftsländer. Die Verbindung untereinander wird durch die modernen Medien wie Handy und Internet stark vereinfacht. Die CH ist dabei nur noch Mittel zum Zweck.

  37. Pat Widmer sagt:

    Wenn das Wörtchen wenn nicht wär… Wenn wir nach dem Krieg die Immigration massiv gefördert hätten, und nich zeitweise bloß 200000 Immigranten sonder 400000 Immigranten aufgenommen hätten, so hätten wir heute vielleicht 15 Mio. Einwohner und die Wirtschaft wäre 3x so gross und derWohlstand wäre sicher noch viel grösser als heute… Ach hätten wir doch bloss, damals, …. Alles wäre viel besser!

  38. Hans sagt:

    Das Problem ist nicht die Zuwanderung per se sondern die Unfähigkeit oder der Unwille der Bevölkerungsmehrheit, damit umzugehen. Man will nicht, dass mehr Land überbaut wird, man will aber auch keine Hochhäuser. Neue Strassen will man auch nicht, ja vielerorts wird sogar Strassenkapazität zurückgebaut, etc.

    • Grütter sagt:

      Bravo Hans! Ich bin absolut deiner Meinung. Es wäre sinnvoller, die neuen Menschen und Völker ‘gescheit’ einzubette. Natürlich wollen wir weiterhin Menschen aus anderen Ländern, die gut ausgebildet und etwas vermögend sind. Also nicht nur Unterstützungspflichtige. Aber ansonsten steht einem gesunden Wachstum gar nichts im Weg. Okay, die Rotlichter müsste man abschaffen, weil die den Strassenverkehr unnötig verstopfen. Ohne Ampeln steht die Einwanderung meiner Meinung nach voll auf grün.

      • Roman Meier sagt:

        @ Grütter: Was bitte soll ein gesundes Wachstum denn sein? Im Bereich der Medizin gibt es bei einem erwachsenen, also ausgewachsenen Menschen auch kein gesundes Wachstum mehr, sondern nur noch krankhaftes, also Krebs! Aber eventuell betrachten Sie die Schweiz noch nicht als entwickeltes, reiches Land, sondern als Entwicklungsland, das noch wachsen muss, wohlwissend dass bei uns schon heute die langfristigen Lebensgrundlagen und die Artenvielfalt in keinster Weise mehr gesichert sind. Das Kulturland, das uns ernährt, wächst übrigens auch nicht mehr, sondern schrumpft seit Jahren! Und Sie wollen immer noch weiter wachsen!

  39. Marina Trachsel sagt:

    Erinnert mich ein wenig an das Big Bang Theory Spiel Counter Factuals:
    “In einer Welt, in der die Menschheit regiert wird, von einem riesigen und intelligenten Biber: Welche Speise wird da nicht mehr konsumiert?”
    “Die richtige Antwort lautet natürlich: Kopenhagener Kranz”

  40. Urs sagt:

    Dieser Artikel führt ja zu erstaunlichen Erkenntnissen (1. Grafik). Tatsächlich sollen wir heute 1.398 Millionen Einwohner im Alter 65+ haben, ohne Migration wären es sogar 1.506 Millionen. Die 108’000 älteren Mitbürger sind vermutlich aus Ärger über die grosse Zuwanderung frühzeitig aus dem Leben geschieden, damit sich die Anzahl verkleinern konnte.

    • B. Walter sagt:

      Sie haben recht! Das ergibt doch keinen Sinn. Woher kommen denn im Modell “ohne Migration” plötzlich die 108’000 zusätzlichen 65+?? – Diese Zahl müsste doch im Modell “mit Migration” inbegriffen sein – es sei denn, dass die Migration, so wie Sie sagen, die Auswanderung beflügelt hätte…Kann jemand hier Klarheit schaffen??

      • Roger sagt:

        Möglicherweise kommt die Zahl daher: 2012 lebten 107’152 Schweizer BezügerInnen von AHV-Renten im Ausland.
        Und 684’261 Ausländer bezogen Schweizer AHV-Renten im Ausland. Demgegenüber bezogen 1’372’673 Schweizer und 151’269 Ausländer AHV-Renten in der Schweiz. D.h. auch, der Ausländeranteil bei den AHV-Bazügern liegt be 36%, also deutlich höher als der Ausländeranteil in der Schweiz. Und würden alle diese AHV-Bezüger in der Schweiz leben, hätten wir bereits die 9Mio Einwohner.

  41. Sehr geehrter Herr Prof. Philippe Wanner, Wieso gerät dann die AHV immer mehr in`s Minus, wenn Sie die Zuwanderung über den “Klee” loben?

  42. Stefan W. sagt:

    Das Argument, dass die Zuwanderung die Überalterung verlangsamt, finde ich untauglich. Das Problem wird dadurch ja nicht kleiner, sondern nur verschoben. Und schlägt dann um so härter zu, weil die absolute Zahl der Rentner dann noch höher ist, als sie es ohne Zuwanderung wäre.
    Notwendig ist schlicht die Erkenntnis, dass die Altersvorsorge so wie sie jetzt ist, nicht nachhaltig ausgelegt ist, da sie von dauerndem Bevölkerungswachstum abhängt. Offenbar herrscht hier aber ein strenges Denkverbot. Sonst würde man schon lange über alternative Finanzierungsmodelle nachdenken.

    • Theo sagt:

      Werter Stefan W.

      Treffende Gedanken. Die heutigen Einwanderer werden auch Renter. Sollen diese Rentner durch noch mehr Einwanderung finanziert werden? Und diese Einwanderer, die dann auch mal Rentner werden durch noch noch mehr Einwanderer? Dies Problematik und Alternativen dazu werden faktisch nicht diskutiert. Fast schon so was wie ein Denkverbot.

      • Peter sagt:

        die jetzigen Zuwanderer, beziehungsweise deren AHV, werden über die neue Erbschaftssteuer, somit 13 Prozent der Nachlässe, finanziert. Wenn sie das Ständemeer schafft und durchkommt, die Steuer.

    • Claudio Hammer sagt:

      Sie haben einfach nicht begriffen, dass die standartisierte Geburtenziffer eine massgebliche Rolle spielt und die war z.B. 2000 bei den Eidgenossinnen bei mageren 1.2 und sollte rund 2.10 bis 2.15 sein — der beste Weg für ein Volk schon in wenigen Generationen zuerst zu vergreisen und dann auszusterben
      Und sie beeinflusst das Verhältnis Rentner / arbeitende Bevölkerung massgeblich. Bis 1971 hatten wir viel zu viele Kinder und nachher viel zu wenige — das ist das Problem, aber da muss man sich damit etwas intensiver damit beschäftigen, als Sie das meiner Meinung nach tun, sonst würden Sie nicht so doch ziemlich oberflächliche Kommentare schreiben!

      • Stefan W. sagt:

        Lieber Herr Hammer, Sorry ich wusste nicht, dass wir hier Buzzword-Bingo spielen. Die standardisierte Geburtenziffer ist einfach eine statistische Rechnung, die einen der Parameter des Bevölkerungswachstums darstellt. Weitere Parameter sind Sterbeziffer, Zuwanderung und Abwanderung. All diese Parameter zusammen ergeben das Bevölkerungswachstum. Je niedriger das Bevölkerungswachstum ist, desto höher das Durchschnittsalter (Ausser auf Mallorca, wo das Bevölkerungswachstum und das Durchschnittsalter steigen, weil vorwiegend Rentner einwandern). Je höher das Durchschnittsalter, desto höher der Finanzierungsbedarf der Altersvorsorge.

        Die bisherige Antwort auf diesen steigenden Finanzierungsbedarf war: “Bevölkerungswachstum!” Nur: Diese Antwort ist nicht nachhaltig, da das Bevölkerungswachstum wieder eigene Nachteile hat, die den Vorteil aufwiegen. Zum Beispiel wird der Anteil der Arbeitslosen und Sozialhilfebezüger unter den Zuwanderern in den letzten Jahren immer höher, womit der Finanzierung staatlicher Aufgaben Geld entzogen statt zugeführt wird. Wir brauchen also andere Antworten, als Bevölkerungswachstum. Nur das habe ich oben gesagt.

        • Claudio Hammer sagt:

          Lieber Herr Heimer: Sowohl Einwandern, Auswander, geboren werden und Sterben kann man theoretisch alles innerhalb eines oder weniger Tage hinter sich bringen!
          .
          Aber aufwachsen, Bildung erfahren, erste berufliche Kompetenzen einholen ist ein Prozess von 20+ Jahren – und wenn Sie mal eine altersdemographische Graphik der CH angeschaut haben – (nach Altersklassen und Geschlecht) dann werden Sie feststellen, dass wir 2015 schon eine Urnenform aufweisen, die sich in den nächsten 20 Jahren noch massiv ausprägen wird – das heisst die CH wird zum Altersheim, weil zuwenig Kinder gezeugt werden in der CH – von den Eidgenossinnen eh mit 1.42 K/F und von den Ausländerinnen auch noch leicht mit 1.92!
          Und da ja das Leben nicht sofort nach der Geburt wieder aufhört (meistens zumindest) ist die eben kein statischer Wert, sondern eine dynamischer Wert, der eine Bevölkerungsstruktur über Jahrzehnte hinaus beeinflusst!
          .
          In den Entwicklungsländern haben wir Pyramidenformen (hatten wir ja um 1965 auch mal – wenn auch nicht ganz so ausgeprägt wie in den afrikanischen Ländern).
          Die gesundeste Form ist eine Säulenform – und die müssen wir wieder hinkriegen – entweder mit mehr Geburten oder Einwanderung und ab 2055 kann man dann die Bevölkerungszahl zurückfahren – aber mindestens bis 2036 (wenn der letzte Babyboomerjahrgang 1971 in Rente geht) braucht die CH noch Bevölkerungswachstum, sonst wird die Altersvorsorge und Pflege (z.B. für die stark zunehmenden Demenzfälle) unbezahlbar!
          .
          Ich hoffe Sie sehen jetzt den Punkt!

  43. K. Leutenegger sagt:

    Ich gehe mit dieser Analyse überhaupt nicht einig, die Belastung der arbeitenden Bevölkerung wird immer grösser.
    Die Kinder hätten besser schulisch gefördert werden können, dadurch bessere Berufschachen, dadurch kein Ingenieurenmangel, dadurch Industrie höher automatisiert, dadurch bessere Exportiertchacen. Mehr Familien könnten sich ein Haus leisten der Horizont erweitert sich, die nächste Generation wäre wieder weiter da bessere Vorbilder und Voraussetzungen. Weniger Familien in Wohnblöcken wie Kaninchenställe.
    Wir Schweizer waren immer das Land mit den meisten Patenten und Innovationen. Kurz, die Schweiz hätte sich ohne die grosse Zuwanderung besser entwickelt, die Industrie würde heute konkurrenzlose Produkte von höchster Qualität produzieren, denn Produkte von minderer Qualität hätten wegen fehlendem Lohndruck nicht hergestellt werden können. Keine Arbeitslosen, keine Sozialempfänger, kein überlasteter ÖV, und und und.

    • Waldmeier sagt:

      wenn die automatisierung grösser wird braucht es weniger Arbeiter/-innen, wozu dann noch mehr Menschen in das Land nehmen. Höchste Qualität ist gefährlich, denn damit sinkt die Konkurrenzfähigkeit. Schönen Tag.

    • Philipp Meyer sagt:

      Das ist ja alles Wunschdenken. Sie haben absolut keine Ahnung aber hätten es gerne so und wenden es auf eine hypothetische Realität an. Fakt ist: Ihr Beitrag ist somit nichts als leere Luft. Achja à propos kein überlasteter OeV: ich erinnere mich noch gut an den OeV in den 80er Jahren, als ich in die Schule ging. Wir waren teilweise so stark im Bus zusammengepresst, dass man gar nicht mehr Menschen reingebracht hätte. Dafür hat man heute diese Buslinie durch zwei ersetzt und hat somit allgemein mehr Platz pro Person. Sie sollten uns daher zuerst beweisen, dass die Nachfrage gegenüber dem Angebot grösser sein soll als noch vor 30 Jahren. Ich glaube ganz einfach: das ist Bullshit Herr Leutenegger.

      • Reto Stadelman sagt:

        @Meyer
        Wenn persönliche Meinungen aufeinander treffen… Offen geschrieben, haben sie BEIDE keine fundierten Belge für ihre Annahmen.

    • K. Leutenegger sagt:

      – Waldmeister, mit der Automation kann man Zuwanderung kompensieren. Kapiert.
      – Mayer man hätte ja auch in ihrer Zeit 2 Buse fahren lassen können.

      Mein ehemaliger Chef hatte grosse Freude dass er in den Verwaltungsrat einer bekannten Firme gewählt wurde, bei einem Geschäftsrundgang um Nacht 12h30 rief er mich ins Büro und teilte mir seine Berufung mit. Dabei erklärte er mir dass eine Firma nicht an die Qualität nicht an die Spitze teiben dürfe den die Rendite fahre man nur mit grossen Mengen ein. Die Firma stellte auf Mengen um und ging nach 5 Jahren in Konkurs. Auch wir übernahmen eine konkursite Firma steigerten die Qualität und konnten den Umsatz um 300% steigern. Kapiert. Nur so läut’s nachhaltig.

  44. Peter Krummbuckel sagt:

    Es basiert alles nur auf Wachstum. Die Frage ist nur, wie weit das gehen kann. Bis wir 24`000`000`000 auf 41`000`000 km2 sind, von denen 2/3 Stein und Fels sind?

    • Philipp Meyer sagt:

      41’000’000 Km2 wäre ja 1000x die Fläche der Schweiz. Darauf könnte man durchaus 24 Milliarden Menschen unterbringen. Die Dichte wäre vermutlich geringer als in gewissen asiatischen Grosstädten. Und selbst das funktioniert ja noch. Bis es soweit ist, sind Sie aber schon längstens tot und die Situation wird sich übrigens von alleine regulieren. Wenn der Platz nicht merh ausreicht um sich zu vermehren, wird eine biologische Art automatisch kleiner bzw. investiert seine Energie nicht mehr in die Vermehrung. Und ich kann Ihnen garantieren,d ass dieses Problem auf jeden Fall nicht als Erstes in der Schweiz auftreten wird sondern in Regionen, welche WIRKLICH dicht sind. In der CH dürfte es eher so sein, dass irgendwann mal keine Arbeit gefunden werden kann und dies ein limitierender Faktor sein wird, welches zur Auswanderung führen wird. Sie machen sich Sorgen für nichts Herr Krummbuckel.

    • Beni S. sagt:

      Bis Sie merken, dass Sie 24 Millarden Menschen auf 41 Millionen km2 geschrieben haben. Ich gehe davon aus, dass Sie 24 Millionen auf 41’000 km2 meinten. Also ich kann meinem Vorredner K. Leutenegger nur beipflichten: Die schulische Förderung wäre ohne die Zuwanderung besser…….

      • Peter Krummbuckel sagt:

        Sorry, es sind 41`000 km, ich habe 3 Nullen zuviel gedrückt…..aber die Aussage stehe ich gleichwohl.

  45. Aerni Hans sagt:

    Die eigentliche Fragestellung ist doch diejenige:
    – Was passiert, wenn eine Bevölkerung von 7 Mio. im Gegensatz zu einer Bevölkerung von 9 Mio. überaltert?
    – Gibt es in beiden Fällen eine Möglichkeit, dieses Problem ohne Bevölkerungswachstum, also ohne Schneeballsystem, zu lösen?

  46. beat lauper sagt:

    Guter Blog, der aufzeigt, dass wir auch ohne die Wachstumsobsession leben könnten, wenn vielleicht auch auf einem etwas anderen Niveau, aber mit Sicherheit weniger gestresst, weniger überbaut, weniger globalisiert, weniger kriminell. WENIGER IST MEHR, das sagte schon der Club of Rome. Wenn wir zudem die Sozialversicherungsrechnung genau anschauen und sehen wie viel uns netto die Migration (Asylwesen) gekostet hat mit den Folgekosten dazu, dann könnten wir im Gegensatz zu Japan die AHV locker finanzieren.

    • Hans Brunner sagt:

      Der Blog zeit doch genau das Gegenteil, ich verstehe Ihre Sichtweise daher nicht ganz. Ohne Migration müssten heutzutage 2.5 AHV-Prämienzahlen einen Rentner finanzieren, dank den Migranten sind es 3.5.
      Und ohne Migranten würde dieses Verhältnis stark zunehmen… Bedenken Sie, dass eine durchschnittliche Rente rund CHF 1’700.-/Monat beträgt; Somit fällt ein Betrag von CHF 480.- pro Prämienzahler an (3.5 Prämienzahler), statt CHF 680.- bei nur 2.5 Prämienzahlern…

  47. Reto sagt:

    Die Einwanderung in die Schweiz ist schon seit Jahren stark. Ausser den rezessiven Phase Mitte/Ende der 70er und Mitte/Ende der 90er, war sie höher als heute. Ab 1955 kamen jährlich über 100’000 Zuwanderer in die Schweiz, mit Spitzen von bis 200’000 anfangs 60er. Als wir 1970 zur ersten “Ausländer raus”-Initiative abstimmten, hatten wir eine Zuwanderung von konstant über 100’000 Personen (1955 bis 1970). Die heutigen Zahlen sind auf dem Niveau Anfangs 70er. Nach der Rezession 1973 wurden 200’000 Italiener nach Hause geschickt, die später ab Mitte 80er durch Zuwanderer aus den muslimischen Gebieten Jugoslawiens ersetzt wurden. Die SVP verkauft uns dies als erfolgreiche, mit Kontingenten selbstgesteuerte Zuwanderungspolitik.

    • Annette sagt:

      Vor der Abstimmung zur Personenfreizügigkeit war die Eiwanderung +/ – 40 000 pro Jahr, es wurde prognostiziert, dass mit der PVZ die Einwanderung eher abnehmen würde. In der Tat ist sie explodiert. Für diesen Fall war die Ventilklausel vorgesehen, die aber vom zuständigen BR nicht angerufen wurde.
      So stehen wir vor der Umsetzung der MEI. Schade, wurde die ECOPOP-Initiative nicht angenommen!

  48. Waltern Roth sagt:

    Wäre das ein schönes Land, hä$tten wir damals dichtgemacht.

    Naturschutz kein Problem, ……Überbauung kein Problem, ….Landwirtschaft kein Problem, ….Energiewende kein Problem, …..Kriminalität kein Problem, ……. Masseneinwanderung kein Problem, …..Islamismus kein Problem……..

    Also ich finde nur Vorteile …..hätten wir das damals gemacht, ja hätten wir in den 70-igern die Schwarzenbach Initiativen angenommen.

    Und unsere Alten, also für die zu sorgen sollte doch eine Ehrenpflicht sein.

    • Lea sagt:

      Na ja, wir hätten vorallem keine Sündenböcke mehr. Die Landwirtschaft gäbe es nicht mehr (keine Schweizer Erntehelfer zu finden), überbaut wäre trotzdem alles (die Siedlungspolitik machen nicht die Ausländer und wir Schweizer wollen immer grössere Wohnungen), etc. Aber dann müssten wir mal unsere Politiker zur Verantwortung ziehen, statt nur auf den bösen Ausländern rumzuhacken. Das wäre wohl den meisten “richtigen” Schweizern zu anstrengend, da müssten sie ja ihre ideologischen scheuklappen ablegen…

      • Beni S. sagt:

        Ich kann Ihnen nur beipflichten. Dafür müssten Sie aber als Linke ebenfalls mal die ideologischen Scheuklappen ablegen und die Realität akzeptieren! Auch wenn wir Schweizer immer grössere Wohnungen wollen, könnten diese niemals so gross sein, dass sie die Fläche der Neubauten, bedingt durch die Zuwanderung, aufheben würden. Ach ja: Die Landwirtschaft würde weiterhin vortrefflich funktionieren, weil wir weniger produzieren müssten um all die Mäuler zu stopfen. Ich wohne übrigens auf 50m2. Und das mit 2 Personen. Es kommt eben halt nur darauf an, wo, damit es auch auf kleinem Raum gefällt.

        • Lea sagt:

          Und sie würden für 8 Fr. in der Stunde auf dem Feld Erbeeren und Salat pflücken? Das nehme ich ihnen nicht ab…

        • Waltern Roth sagt:

          @Lea…….
          Statistisch ist es nicht belegt das der Schweizer heute mehr Wohnraum belegt wir vor 20 Jahren.

          Richtig….Beni S.

          Es bräuchte weit weniger und es würde die Schweizer von alleine dazu bringen gewisse Arbeiten selber zu erledigen. Zudem, Saisoniers wären ja auch dann möglich, mit denen sind wir immer gut gefahren.
          Eine 6 oder gar nur 4 Millionen Schweiz, ein Traum für mich.

          • Lea sagt:

            @ Roth Sie wollen also wieder den Fünfer und s Weggli. Billiglohnarbeiter Ja, aber nur wenn diese wieder nach Hause gehen? Tja, das Leben ist eben kein Wunschkonzert…

    • Adrian sagt:

      Mag sein, dass es schöner wäre…
      Wobei, wären wir vielleicht dann nicht doch zum Armenhaus Europas verkommen? Um dies dann abzuwenden (oder wieder herauszukommen) hätten wir wohl noch vor der Jahrtausenwende an die Tür der EU geklopft, wenn nicht gleich gepoltert… Und somit wäre der ganze Zuwanderungsschutz ja wieder Schnee von gestern geworden und wir wären also da, wo wir ja jetzt schon sind, nur einfach aus Brüssel diktiert und nicht eigenständig wie wir das jetzt sind, was ja schlussendlich doch wieder schöner ist, oder?
      Nur eines müssen wir noch lernen; in die HÖHE statt in die Breite zu bauen um der Natur den nötigen Platz zu belassen, damit bei den ständig wilderen Unwettern nicht noch mehr weggeschwemmt wird…

  49. Stauffacher sagt:

    Gem. dieser Theorie beschleunigen geschlossene Grenzen auch den Alterungsprozess. Oder wohin sind die über 100’000 Rentner verschwunden?
    Desweiteren hat das Wachstum durchaus auch negative Auswirkungen auf die Lebensqualität und die Umwelt. Das wird meiner Meinung nach zu wenig berücksichtigt. Ob sich das noch die Waage hält bezweifle ich.

  50. glancy mueller sagt:

    falls wir die grenzen dichtgemacht hätten – was wäre denn so schlimm daran, wenn die wirtschaft nicht so schnell gewachsen wäre? tatsache ist, dass der überwiegende teil der arbeitenden bevölkerung real weniger verdient als vor 30, 20 und 10 jahren. profitiert von der einwanderung hat lediglich eine ganz dünne schicht, denen es schon immer gut gegangen ist. die sahnten ab, die negativen folgen (explodierende wohnkosten, gedränge im öv und auf den strassen, luftverschmutzungszunahme usw.) hat in erster linie die arbeitende bevölkerung und nicht die besitzende klasse zu tragen. zusammengefasst: eine ganz schmale schicht hat in den letzten jahren unheimlich profitiert, während der grossteil der bevölkerung immer weniger hat.

    • Philipp Meyer sagt:

      Was passiert, wenn die Wirtschaft sich im Vergleich zu den anderen Ländern langsamer entwickelt, können Sie z.B. in Griechenland sehen.

  51. Bernhard Piller sagt:

    Ja natürlich, wenn die Zuwanderung von Babys 5% pro Jahr gewesen wäre, hätten wir heute fast keine Rentner. Und wenn die Japaner ein grosses Bevölkerungswachstum gehabt hätten, wäre die Bevölkerung jünger, aber die Japaner würden in noch kleineren Wohnungen leben.
    Diese Studie preist implizit die Vorteile des Wachstums. Der Autor verschweigt jedoch die Tatsache, dass stetiger Wachstum nicht möglich ist. Jede Stabilisierung führt zu mehr Rentnern. Wenn wir dies bei 20 Mio einleiten, wird unsere Lebensqualität nicht besser. Wir haben einfach auf Kosten der nachfolgenden Generationen gelebt.

  52. Christian Hürzeler sagt:

    Das mit der Überalterung mag stimmen. Wir werden jedoch immer älter und sind länger körperlich und geistig fit. Deshalb hätte man das Rentenalter – vor allem für nicht-körperlich-Arbeitende – erhöhen können. Ich kenne viele Pensionierte, die gerne länger gearbeitet hätten, zumindest Teilzeit. Ich habe einfach Mühe, wenn weltweit von künftiger Wasserknappheit und bereits aktueller Überlastung der Verkehrssysteme diskutiert wird. In der Folge versuchen wir immer, die Symptome zu bekämpfen und vergessen dabei, die Ursache zu sehen. Es leben viel zu viele Menschen auf unserer Welt, dasselbe gilt auch für die Schweiz. Die Auswirkungen davon sehen wir täglich, und es wird nur schlimmer. Leider habe ich im Moment auch keine pfannenfertige Lösung des Problems. Das ganz grosse Problem ist und bleibt jedoch die ungebremste globale Bevölkerungsexplosion.

  53. Meier Pirmin sagt:

    “Ohen Migration”- das ist eine Argumentation wie “ohne Wasser”, wenn es um Massnahmen gegen die Ueberschwemmung geht. Das Problem bei Ueberschwemmungen ist nicht das Verdursten, das ist ein ganz anderes Problem. Mit solchen falschen Alternativen hofft man wohl bewusst auf die grenzenlose Dummheit des Volkes, was aber täuschen kann. @Trütsch. “Die gleiche Abneigung, die wir hierzulande den Zuwanderern entgegenbringen.” Die Schweiz ist, nebst Luxemburg, das am letzten Sonntag allerdings ein Zeichen gesetzt hat, das zuwanderungsfreundlichste Land der Welt, ganz massiv zuwanderungsfreundlicher als die USA und Australien. Die Sache wird auch von den Staatsmedien, Kirchen, Schulen, Hochschulen, dem kulturellen Leben entsprechend begleitet, neulich mit einer Begleitsendung von SRF über Einwandererfamilien. Beschimpfungen von Einwanderern werden gesetzlich verfolgt. Pro Jahr kommen ganz legal so viel wie zur Zeit der Völkerwanderung in hundert Jahren. Also, Herr Trütsch, scheinen Sie sich bei Ihrer Einschätzung das falsche Land gewählt zu haben. Natürlich muss man blind sein, um etwa beim gegenwärtigen Bauboom, mehrheitlich hässlich, zunehmend verdichtend, noch an eine Verschönerung des Landes glauben zu können. Dieses Problem hängt jedoch, wie die meisten, nicht nur mit der Zuwanderung zusammen.

  54. maurer sagt:

    9 Millionen, 14 Millionen, 20 Millionen, 30 Millionen, 50 Millionen, es gibt keine Alternative

  55. David Stoop sagt:

    Sorry dass ich das sagen muss, aber der Artikel ist für die politische Diskussion völlig untauglich:
    1.) Es wird nicht die Zuwanderung per se abgelehnt, sondern deren Höhe! Ein Szenario ohne jedwede Zuwanderung übersteigt selbst die Maximalforderungen der SVP massiv. Im Kontext der politischen Diskussion wirkt das ehrlich gesagt manipulativ, dass man solche Maximalszenarien generiert.
    2.) In der Kritik steht die Personenfreizügigkeit, nicht die Zuwanderung vorher! Die Pfz wurde ab 2002 schrittweise eingeführt. Dass man für alle AHV-Angstdiskussionen immer die Zuwanderung der 90er anführt, ist so nicht ganz sauber. Wie gesagt, die Forderungen bisher waren keine Nullzuwanderung, sondern nur die Abschaffung der unkontrollierten Zuwanderung.
    Imo kommt mir das hier doch sehr manipulativ vor, indem man Angstszenarien aufbaut, vor allem mit Blick auf die AHV. Das Problem ist bloss, dass wir irgendwann die Überalterung verdauen müssen, mit Zuwanderung halt einfach etwas später. Es sei denn natürlich, dass man ein ewiges Bevölkerungswachstum anstrebt (nur wohin mit 100 Mio. und mehr Einwohnern?) oder plant, die Zugewanderten bei erreichen des Pensionsalters zu “entsorgen”.

  56. Thomas Schwarz sagt:

    Die Studio mag durchaus Berechtigung haben – bloss steht der Elefant immer noch im Raum und niemand will ihn sehen. Die Frage stellt sich nämlich: Wo ist das obere Limit der Bevölkerungsanzahl in der Schweiz? (und weltweit). Und was macht man, wenn die z.B. 30 Millionen Einwohner erreicht sind? Zwangssterilisation der Bevölkerung? Wäre schön wenn wir die Probleme ernsthaft früher angehen würden.

  57. Georg Hauser sagt:

    Das Szenario ‘Grenzen dicht machen’ ist absurd. Auch Heinrich Nestle, Charles Brown und Walter Boveri waren einmal in die Schweiz eingewandert. Ganz ohne PFZ.

    • Theo Tschudi sagt:

      Hauser: eine sehr aufschlussreiche Auflistung von 3 Persönlichkeiten. Diese drei Pioniere haben eben kollossal viel geleistet, Firmen aufgebaut und Leute beschäftigt. Sie sind eben nicht als Bittsteller aufgetreten, sondern als intelligente, innovativ denkende Persönlichkeiten.
      Wohl ein grolsser Unterschied zur momentanen Situation der PFZ.

  58. Annette Moser sagt:

    Die Personenfreizügigkeit wurde mit falschen Versprechungen dem Volk schmackhaft gemacht. Als es noch möglich war, die Ventilklausel inKraft zu setzten, lehnte dies Doris Leuthard (die damals zuständige BR) ab, ein fataler Entscheid!
    Linke Kreise wollen eine weit offene Schweiz, zudem auch noch die ganze Welt retten, rechte Kreise ihre günstigen Arbeitnehmer und dies alles führte zu diesem rasanten Wachstum, das sich wohl erst bei einer ernsthaften Krise abschwächt.
    Heute würde wohl die PVZ abgelehnt. Ich bin gespannt auf die nächsten Abstimmungen zu diesem Thema.

  59. Man könnte eine Statistik hinzufügen, wie sähe es aus wen die Schweiz so sozial gewesen wäre wie Schweden. Schweden hatte 80 bis 100 % mehr Kinder als die Schweiz weil es mehr Leistung bezahlt wurde an die Familien. Die Frauen arbeiten 50 % mehr wie es einfach war eine Firma zu finden die auch eine Kinderbetreuung hat und viele mehr.

  60. Roger sagt:

    Im Szenario den BFS für das Jahr 2024 ist die Zuwanderung nicht der Haupttreiber des Wachstums, sondern der einzige Treiber. In den Jahren 2011 bis 2013 wurden durchschnittlich 34’500 Personen pro Jahr eingebürgert. Im Szenario des BFS beträgt die Zunahme der Schweizer bis ins Jahr 2024 pro Jahr 37’500, was etwa den Einbürgerungen entspricht. Die Zunahme der Ausländischen Wohnbevölkerung wird für Ende 2015 noch mit 71’705 angegeben aber dann sinkt der Anteil jährlich, und zwar exponentiell! Das heisst das Bundesamt geht davon aus, dass die Zuwanderung sich etwa alle 7-8 Jahre halbiert. 2023 soll es die Ausländische Wohnbevölkerung noch um 30’977 Personen zunehmen. Die Zuwanderung macht in in den nächsten 10 Jahren mindestens 96.6% des Wachstums von 757’376 Personen aus. Mich würde hier vor allem interessieren, warum davon ausgegangen wird, dass die Zuwanderung in den nächsten 10 Jahren exponentiell abnehmen wird?

  61. Roger sagt:

    Dass Ausländer ihren Lebensabend selten in der Schweiz verbringen, heisst auch, dass die Renten nicht der Schweizer Wirtschaft zugute kommen sondern ins Ausland abfliessen. Auch schicken Ausländer viel Geld in ihre Heimat. So betrugen die “Remittances” 2011 5,7 Milliarden Franken. Das ist mehr als doppelt so viel wie die gesamte Entwicklungshilfe. Das ist sicherlich ein Nachteil für die Schweizer Wirtschaft.

  62. peuli sagt:

    Bis ins jahr 2024 wird die komplette weltwirtschaft zusammen gebrochen sein. Es wird zu einer massiven bevölkerungsreduktion kommen. Wenn wir glück haben hat die schweiz danach noch 2’000’000 einwohner.

  63. Markus sagt:

    Sehr erstaunlich, ohne Zuwanderung gäbe es 108000 zusätzliche über 65 Jährige. An was kann das liegen? Sterben die ü65 dank Einwanderung sozialverträglich früher, z.B. auf Grund von Dichtestress, oder wandern sie wegen dem Dichtestress aus? Wer hat hier zu eine andere logische Erklärung.

    • Stipps sagt:

      Dasselbe ist mir auch aufgefallen – die logische Erklärung erschliesst sich mir nicht. Bitte um Erklärung Herr Professor. Wandern die aus wegen Wohlstand oder wie?

  64. Stefan Jost sagt:

    Diese Statistik hier halte ich für sehr mutig bis übermütig. Es ist praktisch unmöglich “Schweizer” und “Ausländer” in einem Diagramm über 100 Jahre adäquat zu separieren.
    Viele Ausländer kamen in jüngeren Jahren als Ausländer in der Schweiz, waren aber nach der Einbürgerung bis zum Lebensende Schweizer. Ohne plausible Erklärung, ob und wie man solche Verzerrungen beheben konnte, halte ich die obigen Diagramme für kaum aussagekräftig.

    • Patrick Meier sagt:

      Das Sie Digrammen offenbar glauben zeugt von ihren Unkenntnissen in Statistik. Alle Angaben im obigen Artkel sind ohne Siginfikanzniveaus, Messfehlern und ähnlichem sowieso nicht interpretierbar. Daher lesen Sie am besten das Buch von Prof. Wanner, da dürfte Ihnen einiges klar werden

      • Stefan Jost sagt:

        @Meier:
        “Das Sie Digrammen …”
        Bei 2 Schreibfehlern in den ersten 3 Worten glaube ich Ihnen mal sicher gar nichts. Und wenn Ihre Lesekompetenz ausreichend gewesen wäre, dann hätten Sie verstanden, dass ich hier einer der wenigen Schreiber bin, welche diese seltsamen Diagramme hinterfragt, statt unstatthafte Schlüsse daraus zu ziehen.

  65. Markus Hegner sagt:

    Das Szenario von Herrn Wanner ist absolut unbrauchbar. Ich meine, man kann es sogar in die Ecke “politische Propaganda” stellen. Keine der Parteien in der Schweiz und auch nicht die überwältigende Mehrheit der Schweizer Bevölkerung möchte die Einwanderung stoppen. Was gewünscht wird, ist eine Reduktion auf ein ökologisch und auch ökonomisch sinnvolles Mass. Ökonomisch sinnvoll, weil inzwischen die Kosten der Einwanderung, berücksichtigt man alle Kosten, also nicht nur die für die Sozialwerke, sondern auch die für den Ausbau und Unterhalt der Infrastruktur, inzwischen sicher negativ sind. Ob das nun bedeuten würde, dass nur noch zwei Drittel oder nur noch die Hälfte der aktuellen Einwanderung erlaubt wird, sei dahingestellt. Absolut sinnvoll wäre eine Untersuchung gewesen, wie die Schweiz dastehen würde, mit nur noch der Hälfte der aktuellen Einwanderung und vor allem mit einer Einwanderung ausschliesslich von “Fachkräften”, wie es die Wirtschaftspropaganda ja seit Jahren behauptet, obwohl inzwischen einfach Einheimische von Migranten verdrängt werden. Ich selber kenne solche Fälle aus meinem persönlichen Umfeld. Ich denke die Bilanz wäre auf allen Gebieten positiver als heute (ausser natürlich für die Bauindustrie).

    • Fred Niederer sagt:

      Diesem Kommentar schliesse ich mich zu 100% an! Die Frage lautet, wollen wir eine kontrollierte Einwanderung, wie sie z.B.Kanada oder Australien kennen, oder wollen wir so weiter machen wie bisher?

  66. Kaspar Tanner sagt:

    Hätte es keine oder eine sehr geringe Migration gegeben, wären Wohnungen für 2 Mio. zusätzliche Menschen hinfällig gewesen.
    Weil ca. 70 % der Migranten im Niedriglohnsektor für weiterhin tiefe Löhne sorgen, wäre ohne Migration das Bauen in der Schweiz weit teurer gewesen, was zu dichterem Bauen (kommt’s einem bekannt vor?) und weit weniger Infrastrukturen geführt hätte. 1000 km Strassen, Wasser- und Gasleitungen etc. wären unnötig gewesen.
    Dies wiederum würde bedeuten, dass der Erdölbedarf massiv tiefer wäre (man könnte sich das EFH auf dem Land nicht leisten und würde in energetisch effizienteren MFHs in oder nahe der Stadt leben) und vermutlich 5 Kernkraftwerke unnötig gewesen wären.
    Der Mangel an Arbeitskräften hätte im Bausektor zu starker Rationalisierung geführt, was ein Exportschlager hätte sein können.
    Im Gesundheitswesen wäre man nicht mit den Folgen der Zersiedelung konfrontiert, die durchschnittliche Spitex-Schwester müsste weniger km fahren, die soziale Kontrolle wäre (dank dichterer Bauweise) grösser und die mumifizierten Rentnerleichen seltener.
    Der wirtschaftliche Strukturwandel hätte sich schneller vollzogen (entweder Rationalisierung oder Aufgabe) ohne dass die Gemeinschaft Zusatzkosten in Form von Integrationsbemühungen hätte gewärtigen müssen.
    Die AHV-Problematik wäre nachhaltig gelöst worden mit der jährlichen Anpassung des Rentenalters statt mit dem hohlen und kriminellen Versprechen, dass man nach 65 10-20 Jahre auf Kosten der Jugend Ferien machen könne.

    Bin selber ein Sohn einer Migrantin. Aber ich glaube schon lange nicht mehr an die Vorteile der Migration.
    Es sind Arbeitgeber, Vermieter, Spekulanten und Etatisten, die von der Migration profitieren.
    Technologisch, ökonomisch und sozial gesehen ist eine starke Migration ein Verlustgeschäft.

  67. Jerem sagt:

    Es ist doch vollkommen abstrus von einem Dichtmachen der Grenzen auszugehen. Klar ist, dass das so nicht geht. Man muss aber heute diskutieren, ob eine Beschränkung der zukünftigen Zuwanderiung nicht sinnvoll wäre. Mir fehtl in dieser ganzen Diskussion der gesunde Menschenverstand. Ein ewiges Wachstum gibt es nicht und der Boden in der Schweiz ist ebenfalls ziemlich beschränkt…

  68. Stef sagt:

    “Wenn die Schweiz ihre Grenzen 1981 dicht gemacht hätte”.
    Nur schon der Titel zeigt, dass gewisse Kreise offenbar nur in Extremen denken können. Kaum einer hierzulande will “die Grenzen dicht machen”, nicht mal die SVP, aber auch nicht die aktuelle unkontrollierte und völlig masslose Masseneinwanderung, welche unser kleines Land ohne grosse Schäden an der Natur und Landschaft nicht aufnehmen kann und die mittelfristig unsere Sozialwerke zusammenbrechen lassen wird.
    Das was die Mehrheit der Bürger anstrebt, ist eine quantitativ UND qualitativ kontrollierte, nachhaltige Einwanderung.

    • Oliver Scherrer sagt:

      Eben genau nicht: Die Sozialwerke brechen zusammen ohne oder mit signifikant weniger Einwanderung! Stef, es wäre eben gut wenn man den Artikel liest, bevor man kommentiert. Sie sind eine dieser Kommentarschreiber, die sowieso zu jedem Artikel aus purer Ideologie das gleiche schreiben um Stimmung zu machen, auch wenn wissenschaftlich das Gegenteil bewiesen wird.

      In all diesen Foren wünsche ich mir mehr Fakten und weniger Ideologie / Dämogogie!

      • Aerni Hans sagt:

        Sie plädieren also für zukünftige praktisch unbeschränkte Einwanderung, damit die Sozialsysteme nicht kollabieren?
        Ich plädiere für eine Lösungsfindung für das Überleben der Sozialwerke ohne Wachstum. Sollte eigentlich möglich sein…

      • Peter Aeschlimann sagt:

        Herr Scherrer, eine eigene Meinung hat doch mit Ideologie/Dämonologie und Stimmung mache, nichts zu tun.
        Ich glaube Sie sind der Typ: Alle mir nach ich bin der letzte.

    • Bruno Huber sagt:

      Die Sozialwerke brechen so oder so zusammen.

    • Andreas sagt:

      Wenn nur die SVP auch eine quantative und qualitative Einwanderung möchte. Leider steht im Initiativtext, dass sich die Einwanderung nach den Bedürfnissen der Wirtschaft zu richten hat und schon im Wahlkampf waren Zahlen von 100’000+ zu hören, halt einfach ohne flankierende Massnahmen oder irgendeinen Schutzmechanismus für den AN. Aber kontrolliert wird, das stimmt. Einfach mit einem riesigen bürokratischen Aufwand…

    • David Stoop sagt:

      Vor allem versucht man so auch gezielt der SVP auszuweichen, denn diese kritisiert in erster Linie die Personenfreizügigkeit, welche ab 2002 schrittweise eingeführt wurde. Man wählt aber immer massiv frühere Zeitpunkte für Gegenargumente. Traurig, dass man dem Thema ausweichen muss, weil man keine Argumente für die Pfz zu haben scheint.
      Ich verachte die SVP, aber es scheint, dass niemand echte Gegenargumente hat, denn solche Extremstudien taugen wenig für eine sachliche politische Diskussion.
      PS: mich würde ja auch das Risiko, welches durch immer mobilere Arbeitnehmer entsteht, interessieren. Man hat z.B. in Irland in der Finanzkrise eine massive Abwanderung der zugewanderten polnischen Arbeitskräfte beobachtet. Dies wurde noch verstärkt durch eine Auswanderungswelle junger Iren. Als Ergebnis explodieren die Staatsschulden pro Kopf/BIP, die Immobilienpreise zerfallen und die Unterhaltskosten der Infrastruktur werden zum Problem.

  69. Hannes Müller sagt:

    Grundsatzfehler der Untersuchung, was sich am Vergleich mit Japan zeigt. Die Steigerung um 80’000 Leute heute ist netto, also Zuwanderung minus Abwanderung. Die Studie geht aber offensichtlich davon aus, dass es keine Zuwanderung gegeben hätte, dabei zählt eben nur die Nettozahl. Es ging ja nie um “die Schotten dicht”, sondern um die Nettozuwanderung, die auch vom Bundesrat auf 8000 versprochen worden war.

    Es hätte also durchaus eine Verjüngung geben können. Auch Rentner können in den Süden ziehen.

  70. Markus Petersen sagt:

    Der wichtige Punkt: “Auch ohne Zuwanderung würde die Schweiz also weiterhin wachsen.”

    Die Schweiz wächst momentan aber um über 1% pro Jahr, das ist ein absoluter Spitzenwert und bedeutet eine Verdoppelung der Bevölkerung innerhalb von 70 Jahren. Dieses Wachstum kann unmöglich nachhaltig sein. Als Begründung für diesen Wahnsinn wird stets auf die gewachsene Wirtschaft verwiesen. Diese ist aber pro Kopf gar nicht gewachsen, sondern stagniert. Es gibt keinen einzigen rationalen Grund für diesen bevölkerungstechnischen Irrsinn, ausser der Profit der WIrtschaftselite sowie die Internationalitis der Linken. Fürwahr eine unheilige Allianz.

  71. Manfred Stierli sagt:

    Die Aussage “Das Problem der Überalterung und die Konsequenzen für die Sozialsysteme, allen voran die Finanzierung der AHV, wären ohne Migration deutlich akuter” mag stimmen. Mit dieser Zuwanderung wurde das Problem aber nicht gelöst, sondern einfach auf unsere Nachkommen verschoben, die dann mit noch heftigeren Folgen leben müssen. Nach mir die Sintflut – Ich finds erbärmlich…

    • beat lauper sagt:

      Bravo Herr Stierli, ganz Ihrer Meinung. Auch eine sogenannt positive Bilanzsumme des Status Quo Szenarios verdrängt die Tatsache, dass die Wachstumskosten (durch unsere eigene Politik verursacht notabene) künftige Generationen tragen werden.

  72. Willi Schweizer sagt:

    Auf den ersten Blick nicht verständlich scheint mir, weshalb es im Szenario “Ohne Migration” in absoluten Zahlen mehr Rentner gäbe (1.51 Millionen) als im Szenario “Tatsächlich” (1.4 Millionen) – wo sind die 110’000 Rentner hingekommen, die heute ohne Migration in der Schweiz leben würden?
    Schliesst das Szenario “Ohne Migration” evtl. auch die Auswanderung aus, und falls dies die Erklärung ist, verbringen tatsächlich soviele Rentner ihren Lebensabend ausserhalb der Schweiz? Ein Ausschluss der Auswanderung im Szenario “Ohne Migration” scheint mir darüber hinaus wenig sinnvoll, da dies (im Gegensatz zur Einwanderung) ausserhalb des Einflussbereiches der Schweizer Politik liegt.

  73. Franz Holzner sagt:

    Eine Variante mit moderater Zuwanderung wurde nicht berechnet? Auch vor 1981 gab es immer eine Zuwanderung.

  74. Daniel Ehrlich sagt:

    Hört doch endlich auf mit dem Märchen, dass die Migration die Finanzierung unserer AHV verbessert. Die Probleme werden lediglich zeitlich etwas verschoben aber dabei zusätzlich verstärkt. Ausländer arbeiten oft im Tieflohnbereich. Im Alter reicht dann die ausbezahlte AHV Rente nicht weit, weil die Zugezogenen zudem oft nicht genug Beitragsjahre haben – dann werden Ergänzungsleistungen bezahlt. Die Probleme verschieben sich von der AHV auf die Ergänzungsleistungen und die Sozialleistungen.

    • Andreas sagt:

      Wenn Sie je eine Bevölkerungszwiebel anschauen, werden Sie sehen, dass sich das Problem mit dem Wegsterben der letzten “starken” Jahrgänge vor dem Pillenknick lösen wird; wir werden in etwa 30 bis 40 Jahren soweit sein, dass die 60iger Jahrgänge wegsterben.
      Und dass Ausländer vor allem im Tieflohnbereich arbeiten ist eine alte Mär, die so nicht stimmt. All die Medizinier, Pflegefachfrauen, Google-Ingenieure etc. sind alles andere als Tieflöhner.

  75. Franz Schuster sagt:

    Frage: Weshalb hätten wir ohne Migration mehr Menschen über 65 Jahren – also nicht in Prozent (das ist klar), sondern effektiv? Verstehe ich nicht …

    • O. Paul sagt:

      Wo steht denn das mit den absoluten Zahlen? Kann ich nicht finden im Artikel.

      • Roger sagt:

        Wenn sie mit der Maus auf die Balken im Diagramm “Die Schweiz mit und ohne Migration im Jahr 2012” gehen steht das in absoluten Zahlen. 65+ Ohne Migration 1.506 Mio., Tatsächlich 1.398 Mio. Differenz 108’000.

      • Peter Fischer sagt:

        gehen Sie mit der Maus auf die Statistik

      • Don D. sagt:

        Steht nicht im Artikel aber wenn Sie mit dem Zeiger über die Türme im Diagramm fahren sehen Sie’s: 1.5 Mio. 65+ ohne Zuwanderung vs. 1.4 Mio. 65+ mit Zuwanderung. Der Demografie-Experte will uns vielleicht sagen, dass Zuwanderung die Lebenserwartung verkürzt…

      • Hans sagt:

        nicht im Artikel, aber in der Grafik 😉

    • Stefan Mathys sagt:

      Das ergibt auch aus meiner Sicht keinen Sinn: wie kann die Gesamtzahl an Rentnern ohne Migrationszuwanderung geringer sein als mit?? – Da steckt wohl der Wurm in den Zahlen, or am I missing something?

  76. Ronnie König sagt:

    Ob die Rentnerzahl bei diesem Modell hier stimmt wage ich zu bezweifeln! Die Saisonniers spielen offenbar keine Rolle. Tatsache ist aber, dass kinderreiche Familien nicht nur Kinder zeugten, sondern mit den Kindern auch die späteren Rentner. Ob nun Zuwanderung oder eigener Nachwuchs, es führt immer dazu, dass in einer hoch entwickelten Welt wie bei uns, die Demographie und ihre Bedürfnisse an Grenzen stossen. Der Grund ist, dass alles auf der endlichen Welt an ein Ende stösst. Einfach logisch. Aber wir haben kein Modell das dem Rechnung trägt nur unvollkommene Ideen für kurze Zeit. Somit kann eine oder zwei Generationen wie die Made im Speck leben. Vorher und nachher gelten dann andere Bedingungen.

  77. Andreas Keller sagt:

    Die “wirtschaftlichen Erfolge” werden hier etwas gar kritiklos gefeiert. Jeden Morgen quetsche ich mich in die S-Bahn und anschliessend ins Tram. Wirklicher “wirtschaftlichen Erfolg” wäre für mich, wenn auch Geld erwirtschaftet worden wäre, um neue Schienen zu legen und den Komfort in den Bahnen zu erhalten.
    Die Zuwanderung mag “wirtschaftlichen Erfolge” erzeugt haben, aber der Profit ist wohl vor allem in die Privatvermögen der Reichen gewandert.

    • Hugo Bosshard sagt:

      Das Geld, um neue Schienen zu legen und den Komfort in den Bahnen zu erhalten, wurde durchaus erwirtschaftet, es wurde nur für anderes ausgegeben. Und wie Sie richtig feststellen, ist der Profit zu einem grossen Teil ins Privatvermögen der Reichen gewandert, weil man diesen die Steuern ständig weiter reduziert. Dass dann irgendwann tatsächlich kein Geld mehr bleiben wird, um neue Schienen zu legen, überrascht nicht.

      • Hannes Müller sagt:

        Wenn Sie Dividendensteuer meinen: Die hat der Staat längst kompensiert, indem er die Bewertung der Firmen hinaufsetzte, was zu drastisch höherer Eigentumssteuer führt.

    • Tom sagt:

      Dieser Effekt bestünde auch ohne die Zuwanderung. Wer glaubt wir hätten so mehr im Portemonaie gehabt träumt. Unser aktuelles Wirtschaftssystem hat nicht zum Ziel uns freier zu machen, uns mehr Zeit für unser persönliches Wohl und Tun zu verschaffen. Als Arbeitnehmer sind sie in der Buchhaltung ein Kostenfaktor. Wieso sollen dann die Lenker dieses Systems in ihrer Zweiteigenschaft als Politiker uns auch im Alltag mehr Komfort verschaffen als gerade so nötig? Erst recht in der Schweiz, wo nur schon ein öffentliches Schwimmbad in den Augen gewisser ‘Hüslischwiizer’ eine sozialistische Einrichtung ist. Wohlstand ja, aber bitte nur im eigenen Vorgarten. Ich war vor kurzem in Osteuropa und war wieder einmal erstaunt, mit wie viel Liebe und Aufwand selbst in ärmeren Regionen Europas öffentliche Erholungsanlagen und Parks erstellt und gepflegt werden. So was findet man bei uns nur als Relikte aus der Gründerzeit in grösseren Städten. Heute streitet man sich hier ja bereits um die Finanzierung von ein paar öffentlichen Bänklis. Komfort und.Wohlfühlen ist bei uns ein privates Privileg und keine öffentliche Selbstverständlichkeit.

  78. Mayer Martin sagt:

    Immer diese völlig hanebüchenen Überlegungen! Da wird quasi suggeriert, dass wir durch das ‘junge Blut’ aus dem Ausland den Tücken der Überalterung entgehen können. Dabei ist dies ein völlig verblödetes Schneeballsystem, denn meines Wissens werden die aktuell jungen Leute in 20-40 Jahren auch ‘alt’ sein und ein unproduktives Dasein fristen, das die Gesellschaft nicht mehr gross ‘vorwärts’ bringt im wirtschaftlichen Sinne… Das Problem wird höchstens in die Zukunft verlagert. Derweil dürfen wir uns bereits Heute mit den Nachteilen der Einwanderung – demographischer Dichtestress – auseinandersetzen.
    Eins ist klar, wenn wir in 10 Jahren bei 9 Mio sind, hau ich ab.

    • Pierbattista sagt:

      Ach, Sie hauen ab. Wohin denn? Sie wandern also in ein anderes Land ein? Erstaunlich…
      Demographischer Dichtestress, ein fantastischer Satzinhalt!

    • Michu sagt:

      “Eins ist klar, wenn wir in 10 Jahren bei 9 Mio sind, hau ich ab.”

      Das selbe bei mir. Kommen keine Innovationen und Ausbauten mehr, bin ich weg.
      Immer mehr Menschen auf dem engen Raum: Ohne mich.
      Die Schweiz mag viele Vorteile haben, aber langsam überwiegen bei mir die Nachteile.

    • Hans Trütsch sagt:

      “Eins ist klar, wenn wir in 10 Jahren bei 9 Mio sind, hau ich ab.”

      Wie kommen Sie darauf, dass sie in 10 Jahren jemand im Ausland haben will oder sie noch das Recht haben, sich in einem anderen Land dauerhaft niederzulassen? Dann sind nämlich sie der Immigrant und sie werden auf die genau gleiche Abneigung stossen, die wir hierzulande den Zuwanderern entgegen bringen. Wenn wir den eingeschlagenen Weg weitergehen und jeder weiteren Zuwanderung den Riegel vorschieben wollen, wieso sollte das Ausland dann anders reagieren und sie freundlicher empfangen? Die Schweiz wird dann wie ein Drittland behandelt und Emigration wird kaum noch möglich sein. Mit für Zuwanderer geschlossenen Grenzen können sie dann dafür das “Schweizer Gefängnis” geniessen. Oder wollen sie in 10 Jahren etwa ein Recht beanspruchen, dass sie heute anderen nicht zugestehen wollen?

      • Stefan Meier sagt:

        Herr Trütsch, Sie sehen das leider nur durch die rosarote Brille. Etwas weiter in die Zukunft denken wäre angebracht. Wie bereits schon von anderen hier erwähnt, kann eine Zuwanderung in einem solchen Ausmass nicht mehr weiter gehen. Nur schon aus ökologischen Gründen und aus Gründen der Nachhaltigkeit muss etwas dagegen unternommen werden. Wir verschieben die Probleme nur in die Zukunft und das ist den folgenden Generationen gegenüber unverantwortlich.

      • Stephan sagt:

        Wer will den “jeder Zuwanderung den Riegel vorschieben?”. Was ich und die Mehrheit der Bevölkerung will ist eine massvolle Zuwanderung, wie sie uns einst versprochen wurde (unter 10’000 Personen pro Jahr) und ein Einwanderungsstopp für Wirtschaftsflüchtlinge.

      • Rolf Rothacher sagt:

        @ Hans Trüsch:
        Reiche Ausländer sind bei uns doch weiterhin hoch willkommen, wie die Abstimmung zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung gezeigt hat. Warum sollte das in Zukunft in der Schweiz oder im Ausland anders sein? Für gute Steuerzahler wird immer und überall auf der Welt das Tor weit geöffnet.
        Was aber haben Herr & Frau Schweizer tatsächlich von der Zuwanderung erhalten? Die sich abzeichnenden Probleme in den Sozialwerken konnten um zehn bis fünfzehn Jahren von der Politik vergessen werden und der Bund nahm viel mehr Steuergelder ein, so dass er wie ein Moloch ständig grösser wurde. Die Arbeitslosenrate liegt 100% höher als früher und Studienabgänger/Lehr-Abgänger finden schwerer einen Job. Das Lohnniveau steigt kaum mehr und wenn, dann wird’s über höhere Wochenstunden kurz darauf wieder extrem gesenkt (45 statt 42 Stunden = 8% weniger Lohn).

      • catrin candreia sagt:

        Sie haben unrecht, Herr Trütsch, denn die Welt funktioniert in einem anderen Sinn ähnlich wie die Schweiz: Wenn jemand genügend zahlungskräftig ist, fragt kaum jemand nach seiner Herkunft. Bei einem Herrn Kamprad oder Chodorkowski stört der Migrantenstatus niemanden, ebensowenig bei einem millionenschweren Sprössling aus einer – sagen wir – afrikanischen Despotenfamilie. Da fühlt sich mancher vielleicht sogar geschmeichelt, wenn sich so jemand in seiner direkten Nachbarschaft niederlässt. Was uns stört, ist die bittere Armut, welche die Flüchtlinge mitbringen. Deswegen müssen sie ja auch tausende Dollar für einen Stehplatz im Unterdeck eines überfüllten Fischerbootes zahlen und ihr Leben riskieren, wenn sie in unser Land wollen. Andere setzen sich für 325 Franken in den Flieger und kommen per Direktflug bequem aus Lagos/Nigeria nach Zürich. Wenn Herr Meyer also genügend gespart hat, stehen seine Chancen gut, dass er sich auch in 10 Jahren noch aussuchen kann, wohin er reisen und wo er sich niederlassen möchte.

      • Moritz sagt:

        Endlich mal ein vernünftiger Kommentar, danke!
        Manche Leute wollen also wegen der angeblich zu vielen Ausländern in der Schweiz selber auswandern und dann als Ausländer wo auch immer leben. Sie denken tatsächlich, sie selber könnten beanspruchen, was sie anderen verwehren. Ehm, dies zeigt doch wohl eher begrenzte Denkfähigkeiten und macht diese Menschen lächerlich, sorry. Man blamiert sich halt immer wieder gern, gell?

    • Thorsten Reitz sagt:

      Falls Dichtestress das einzige wirkliche Problem der Bevölkerungszunahme ist, empfehle ich mal sehr, ein halbes Jahr in Hongkong, New York, London oder Tokyo zu leben.

      Nach dieser Erfahrung kann ich beim besten Willen keinen Dichtestress mehr in Zürich oder anderswo in der Schweiz sehen. Ich finde, die Schweiz managed die Zunahme der Bevölkerung bisher sehr gut, aber wird weiterhin neue Maßnahmen einführen müssen (z.B effizientere Aunutzung von Wohn- und Büroflächen, siehe Verschärfung Lex Koller, Zweitwohnungsthemen, Nachverdichtung etc.)

      • Michu sagt:

        @TR: Warum soll man an noch schlimmere Orte gehen um das Problem zu relativieren?

        Somit könnte man alle, die die Medikamentenpreise anprangern mit Somalia ruhig stellen.
        und alle, welche was gegen X haben, auf Land Y hinweisen.

        Ist kein sinnvolles Konzept. Irgendwo ist es immer schlimmer. Das heisst jedoch im Umkehrschluss nicht, dass es bei uns gut ist.

        • Christoph Bögli sagt:

          Was ist denn an New York oder London “schlimm”, gar vergleichbar mit Somialia? Das sind moderne Grosstädte mit durchaus sehr hoher Lebensqualität, die zeigen, dass man grundsätzlich problemlos mit sehr hoher Bevölkerungsdichte und -grösse leben kann. Respektive man sich in der Schweiz auf sehr hohem Niveau über die daraus entstehenden Herausforderungen beklagt. Theoretisch liesse sich etwa Zürich oder gar das ganze Mittelland problemlos zu einer riesigen Millionenstadt aufblähen, ohne dass dadurch die Welt unterginge. Dass man sich das heute nicht vorstellen kann oder will, ändert daran auch nichts..

          • Michu sagt:

            @CB: Ich war gerade in London.
            Da können Sie und ich ein Leben in der Stadt vergessen.
            Sehr hohe Preise. Die “normalen” Leute wohnen schon lange nicht mehr da, sondern in der Aglo.
            Und die Grünflächen können sie in der City nur noch in den Parks geniessen.
            Die Menschenmassen, welche durch die Strassen drängen, sind auch nicht jedermanns Ding.
            Und warum darf man sich nicht eine 7 Millionen-CH wünschen?
            Ich bin auch für verdichtetes Bauen, nur will ich nie im Leben in so einem Chüngelistall leben.
            Und so geht es eben noch vielen.
            Schlussendlich wägt jeder die Vor- und Nachteile für sich ab.
            Da ich lieber auf dem Land lebe, wird eine Auswanderung daher für mich wahrscheinlicher.
            Dass die Natur am Ende der grösste Verlierer ist, lassen wir mal aussen vor.

          • Leser sagt:

            “In London geht das auch”…ist ein selten dummes Argument.
            London ist eine Megalopolis, London selber ist sogar nicht mal “eine Stadt”, sondern besteht aus mehreren Grossstädten. (City of London, City of Westminster usw.), rundherum gibt es dort noch ein Land, das nennt sich “England”

            Sie wollen aus der Schweiz eine einzige Grossstadt machen? Ist ja in Orndung, aber da müssen sie sich nicht wundern, wenn sie mit solchem Mumpitz nicht auf Begeisterung stossen (und was der tiefere Gedanke und die Planung für die Zukunft dabei sind ausser “Wachstum, Wachstum, Wachstum” müssen sie auch noch erklären ;-))

          • Bruno Jägger sagt:

            Michu: “und warum darf man sich nicht eine 7 Millionen Schweiz wünschen?”. Herr Michu, ich denke so eine Frage kann nur ein überverwöhnter Schweizer stellen. Sie können sich grundsätzlich alles wünschen was Sie wollen. Die Frage ob Ihr Wunsch realistisch ist, ist wiederum eine andere. Apropos London: nicht nur in London sondern im ganzen Süden und südwestlichen Teil Englands bis ca. Manchester lebt die Bevölkerung dichter als auf dem Mittelland, weil die Mehrheit in grossen Agglomerationen grösser als Zürich wohnen. Vielleicht träumen dort die Menschen vermutlich nicht von weniger Menschen aber dafür von so hohen Lebensstandards und schönen Landschaften wie in der Schweiz. Vielleicht gibt es dort ein Herr Michu II der in online Zeitungen fragt: “darf man nicht von einer Lebensqualität wie in der Schweiz träumen?” Sie sehen der Kreis schliesst sicht und die Zusammenhänge sind – so leid es mir auch tut- ein bisschen komplizierter als in Ihren süssen Träumereien.

    • Urs S. sagt:

      Ist das so sicher wie Raucher aufhören zu Rauchen wenn ein Päckli mehr als x Franken kostet?
      Wohin hauen Sie denn ab? Gibt es dort in 10 Jahren noch PLatz für Sie? Hat es dort auch einen Platz für mich?

    • Stefan Jost sagt:

      “Eins ist klar, wenn wir in 10 Jahren bei 9 Mio sind, hau ich ab.”

      Haben Sie einen zweiten Pass von einem EU Staat? Zwei Nationalitäten haben in der Schweiz fast nur die Zuwanderer. Ich, wie die meisten anderen, welche in der Schweiz geborene Eltern haben, habe nur den Schweizer Pass. Deutschland, Frankreich, Kanada, USA, Australien, Neusseeland, wäre schon für das Pensionierten-Leben, aber ich habe (alleine mit dem Schweizer Pass) praktisch keine Möglichkeit dort dauerhaft zu wohnen.
      Eins ist also klar: Auch bei 12 oder 14 Millionen komme ich hier nicht mehr weg.

    • Ueli von Gunten sagt:

      Herr Mayer, ist nur die Frage ob Sie in zehn Jahren jemand im Ausland haben will und selbst wenn, was Ihre neuen Nachbarn dazu sagen. Auf der anderen Seite empfehle ich jedem Bünzler einige Jahre im Ausland zu verbringen, das öffnet den geistigen Horizont enorm.

    • P Schumacher sagt:

      Ich gehe völlig einig mit Ihnen Herr Meyer. Ich kann nicht glauben, dass die politische und wirtschaftliche Führung nicht erkennt, dass wir mit dem Prinzip mehr vom Gleichen (mehr Strassen, mehr Eisenbahnen, mehr Beton, mehr Ausländer) die Spirale bis zum Ersticken der Gesellschaft drehen. Ich vermute dass jeder noch seinen Anteil ins Trockene bringen will und nach ihnen die Sintflut. Unseren Nachfahren wird die heutige Entwicklung noch bitter leid tun. 9, 10, 11 Mio und dann gute Nacht, wenn die Wirtschaft etwas ins Stottern kommen sollte.

    • Bruno Jägger sagt:

      Bei 9 Mio. in der Schweiz sind Sie weg? Wuah….wenn Sie pensioniert sind haben Sie sicher die Qual der Wahl und können sich ein Haus in der Mitte der Wüste Australiens bauen. Allerdings könnten Sie auch in den Jura wohnen gehen, wo Sie kaum Menschen antreffen werden (was spricht eigentlich dagegen?). Aber ich vermute, dass Sie noch arbeiten. Und wenn Sie auswanderen und einer Arbeit nachgehen wollen, werden Sie höchst wahrscheinlich in riesigen Städten/Agglomerationen landen und dort endlich lernen, was das Wort Dichte überhaupt heisst. Ich werde Sie dann gerne in dieser Millionenstadt besuchen kommen und Sie dann fragen, inwiefern Sie denn nun weniger Dichte empfinden.