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Wenn wir eng zusammenrücken, könnte die ganze Weltbevölkerung in der Schweiz leben

Von DB, 30. Juli 2015 59 Kommentare »
Was, wenn die gesamte Weltbevölkerung in Zürich leben würde? Finden Sie es mit unserer interaktiven Grafik heraus.

Die Menschheit wächst schneller als angenommen: Aus den derzeit 7,3 Milliarden Menschen sollen in 15 Jahren 8,5 Milliarden werden. Gemäss aktuellen Prognosen des Weltbevölkerungsfonds der Vereinten Nationen könnten im Jahr 2100 sogar 11,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben – davon 11,2 Millionen in der Schweiz.

Wie viele Menschen sollen hier leben? Mit Annahme der Masseneinwanderungsinitiative und Ablehnung der Ecopop-Initiative haben die Stimmberechtigten diese Frage vage beantwortet: Ein wenig mehr dürfen es sein, aber bitte nicht allzu viele mehr.

Wie viele Menschen aber hätten überhaupt Platz in der Schweiz? Die plakativste Antwort lautet: Wenn wir eng genug zusammenrücken, bringen wir die ganze Weltbevölkerung unter. Das ist natürlich Unsinn. Gleichzeitig aber auch eine unterhaltsame Spielerei. Wie gross wäre diese eine Stadt, in der die ganze Weltbevölkerung leben würde?

Die Frage hat den amerikanischen Wissenschaftsjournalisten Tim De Chant dazu gebracht, die Fläche zu visualisieren, die diese eine Stadt einnehmen würde. Die Frage ist, wie dicht diese Stadt besiedelt wäre. So dicht wie New York? Dann brächte man die Weltbevölkerung im US-Bundesstaat Texas unter. So dicht wie Houston? Dann erstreckte sie sich über mehr als die halbe Fläche der USA.

Wir haben De Chants Idee aufgenommen und in eine interaktive Grafik umgemünzt. Mit dieser lässt sich vergleichen, wie unterschiedlich dicht verschiedene Metropolen der Welt besiedelt sind – und wie sich Schweizer Städte und Dörfer im Vergleich dazu ausnehmen.

 

Für die Vollbildansicht bitte auf diesen Link klicken.

 

Der Vergleich hat allerdings auch seine Tücken. Die verfügbaren statistischen Daten richten sich in der Regel nach den politischen Grenzen. Das heisst: London erscheint mit 5200 Einwohnern pro Quadratkilometer ähnlich dicht besiedelt wie Zürich mit 4348. Wer sich in der Londoner Innenstadt befindet, wird sich aber eher in einer ähnlich dicht besiedelten Gegend wie in Paris fühlen. Die französische Hauptstadt jedoch weist mit 21’347 Einwohnern pro Quadratkilometer eine viel höhere Bevölkerungsdichte auf, weil ihre Vororte nicht eingemeindet sind.

Noch viel extremer in dieser Hinsicht ist Manila. Die philippinische Hauptstadt Manila ist nur eine von offiziell sechzehn aneinandergewachsenen Städten, die insgesamt über 11 Millionen Menschen beherbergen. In Manila selber leben nur 1,6 Millionen davon – aber auf einer Fläche von 38,5 Quadratkilometern, was weniger als halb so viel wie die Fläche der Stadt Zürich ist.

Schwierig ist es auch, die Bevölkerungsdichte von Siedlungsgebieten zu schätzen. Wer denkt bei der Frage nach der am dichtesten besiedelten Stadt der USA nicht an New York? Tatsächlich aber ist Los Angeles dichter besiedelt als New York, wie die Statistikbehörde berechnete. Trotzdem drängt sich das Bild der Wolkenkratzer von Manhattan auf.

Wenn die Welt übrigens ein Dorf wäre, dann brächte man sie in Europa unter. So dicht besiedelt wie das zürcherische Bonstetten, böte unser Kontinent Platz für die ganze Weltbevölkerung.

Hier noch die in der Visualisierung verwendeten Zahlen:

59 Kommentare zu “Wenn wir eng zusammenrücken, könnte die ganze Weltbevölkerung in der Schweiz leben”

  1. Franz sagt:

    Die Kowloon Walled City in Hongkong hatte 1,3 Mio Einwohner auf den km2. Dazu gibts auch eine tolle deutschsprachige Doku auf youtube.
    Die Weltbevölkerung würde so auf 5600 km2 Platz haben. Das wäre dann etwa der Kanton Wallis 🙂

  2. Rico Hofmann sagt:

    Ähhmm, ich war schon in der Primarschule schlecht im Kopfrechnen, deshalb frage ich hier mal gaaaanz vorsichtig nach:
    Die Welt hat 7,3 Mia. Einwohner, und Paris laut dem Artikel eine Bevölkerungsdichte von 21’347 Einwohnern pro Quadratkilometern. 7’300’000’000 E dividiert durch 21’347 E/km2 ergibt doch nach Adam Riese eine Fläche von 341’968km2. Das entspricht nicht der Fläche der Schweiz, sondern vielmehr der eines Landes wie z.B. Finnland, Kongo oder Deutschland (je nachdem ob Wasserflächen mitgerechnet werden).
    Habe nun ich in dieser Rechnung einen Knopf in der Leitung, oder vielmehr die Tagi Blogger…?

    • Martino sagt:

      Nein, ich komme aufs Gleiche =) und 340k km2 sind schon ein kleines Bisschen mehr als “etwas grösser als die Schweiz” mit ihren 41k km2, auch bei noch so lockerer Auslegung. Aber eben, reine Wortklauberei. Es geht hier ums Grosse.

      Mir kam ein anderer Gedanke, und weil der Taschenrechner schon auf dem Tisch lag… Laut UNHCR sind 2015 51,2 Millionen Menschen auf der Flucht. Würde man – zum Beispiel – den Kanton Waadt mit seinen 3200 km2 zu drei Vierteln mit einer Bevölkerungsdichte wie derjenigen von Paris besiedeln, hätten alle diese Flüchtlinge Platz (2400 km2), für die angestammte Waadtländer Bevölkerung von 760k Einwohner bliebe mehr als genug Restraum (würden sie sich anschliessen bei den ‘Pariser Verhältnissen’, benötigte sie lediglich 36 km2), die Bau- und unzählige weitere Branchen hätten Jahrzehnte lang Hochkonjunktur, die Schweiz auf einen Schlag die grösste Stadt der Welt und eine blütenweisse Weste obendrauf. Na??

  3. Marlene Zelger sagt:

    Das ist reines SVP-Bashing! Nicht das die ganze Welt nicht bei uns leben möchte,so ist es nicht. Wir Schweizer sind mit unserer direckten Demokratie(in der als einziger Schönheitsfleck nur die Links orientierten Parteien wie SP,Grüne,BDP,GLP und CVP stören…) halt einfach der Nabel der Welt!

    • tschanz sagt:

      fr.zelger,was verstehen sie unter Demokratie?

      vielen dank für ihre antwort.

      • Claudio Hammer sagt:

        Tschanz Diese nur 641’000 SVP Wähler (NR Wahlen 2011) haben wirklich langsam den Grössenwahn – es ist langsam unerträglich, was sich diese Minderheit angeführt aus Herrliberg sich alles erlaubt, wie man aus dem Kommentar von Zelger ersieht – hoffentlich bekommen die am 18.10. dann auch ihr langersehntes Marignano und werden vernünftig und verabschieden sich endlich von ihren Grossmachtsansprüchen wie die Eidgenossen 1515!

    • Max Herre sagt:

      Sehr geehrte Frau Zelger, bitte klären Sie uns auf, inwiefern es sich hier um SVP-Bashing handelt. Nenne Sie uns doch eine konkrete Stelle, ich konnte keine finden. Und falls Sie dabei sind, gibt es eine Partei die Sie nicht als Schönheitsfleck betrachten (mal abgesehen von der SVP).

      Vielen Dank für Ihre Antwort

    • Niklaus Vogler sagt:

      Frau Zelger: Wie verstehen Sie Demokratie? Gilt nur was die SVP sagt? Ich denke Sie sind Nidwaldnerin. Wie war das damals beim Franzosenüberfall? Unter Demokratie verstehe ich, dass jeder das sagen darf was er will. Oder sehen Sie die Freiheit anders? Haben die Reichen mehr Rechte als die Armen? Was verstehen Sie unter links orientierten Parteien. Wollen Sie die sozialen Errungenschaften wie die AHV, die Krankenkassen abschaffen? Freundlich grüsst ein Obwaldner.

  4. beni sagt:

    Kompliment, eine sehr schöne Visualisierung

  5. Peter Eugster sagt:

    Mein Gott, wie kann man auf eine so spielerische Grafik so verbissen reagieren. Ich finde sie echt spannend und dies auch dann, wenn die Referenzzahlen nicht nach den höchsten wissenschaftlichen Kriterien gewählt wurden. .

  6. henry miller sagt:

    Was Mir am meisten gefällt an der ganzen Diskutierei ist und bleibt, dass Dornach im Kt. Solothurn ist. Warum bloss gibts nur ein Dornach?!

  7. Marcel Senn sagt:

    Das Matthäus Quartier in Basel hat auch fast 27’000 EW pro km2 — fast wie in Manhattan, allerdings hat es in Basel längst nicht so hohe Gebäude wie in NYC.
    .
    Dagegen kann man bei uns in Gran Buenos Aires mit rund 15 Mio EW auf 3880 km2 mit 3’865 EW/km2 ja fast schon wieder von einem relativ dünnbesiedelten urbanen Gebiet sprechen…

  8. Roman Meier sagt:

    Wenn die ganze Weltbevölkerung in der Schweiz zusammengedrängt wäre, würden sich darüber sicher am meisten die Viren und Bakterien “freuen”. SARS, Ebola, Tuberkolose und Co hätten dann geradezu phantastische Entfaltungsmöglichkeiten!

    • Kaspar Tanner sagt:

      Ich sehe keinen Zusammenhang.
      Tödliche Krankheiten können sich nur ausbreiten, wenn das (Ab-)Wassermanagement und das Gesundheitswesen marode sind.
      Wenn Ihr Beitrag korrekt wäre, müssten sich in Manhattan, Hong Kong und im Basler Matthäusquartier alle zwei Wochen neue Seuchen ausbreiten.
      Tun sie aber nicht.
      Seuchen breiten sich dort aus, wo es kein Gesundheitswesen gibt – das ist meistens in schwach besiedelten und vom Staat vernachlässigten Gebieten.

      • Roman Meier sagt:

        Was Sie nicht sagen! Dann dürfte es ja bei uns gar keine Grippe geben, an der in der Schweiz auch jedes Jahr Leute sterben. Ebola hat übrigens rein gar nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Und wo ist wohl die Wahrscheinlichkeit grösser sich einen gefährlichen Virus, irgendeine Geschlechtskrankheit zu holen? In Manhattan oder im menschleeren Sibirien? Mit der Anzahl Menschen steigt die Zahl der Krankheitsträger! Und je enger zusammengedrängt man lebt, desto schneller verbreiten sich solche Krankheiten. So einfach ist das.

        • Mark Keller sagt:

          Ist es wirklich so einfach, Roman Meier? Beweisen die Metropolen dieser Welt nicht das Gegenteil? Dass es eben nicht so einfach ist.

        • Dieter Neth sagt:

          Doch doch, das stimmt schon. Nur hat man in der Stadt eher die Möglichkeit, sich behandeln zu lassen, sodass es nicht zu gefährlichen Epidemien kommt. Grippewellen sind dagegen in den Städten viel häufiger als auf dem Land. An besonders isolierten Orten sind Infektionskrankheiten so unbekannt, dass die Leute dort gar keine Immunität dagegen haben.Ich hab mir diese Rechnung auch schon mal gemacht, bin aber zum Resultat gelangt, dass man die gesamte Erdbevölkerung in lauter Einfamilienhäusern zu Viert oder fünft unterbringen kann und dazu nur Texas brauchen würde. Das wäre doch was für die SVP, oder? Strassen, Parkplätze etc gibt es natürlich dort keine mehr, kann man unterirdisch lösen, ebenso alle Arbeitsplätze, von welchen es viel weniger brauchen würde, weil ja die meiste “Arbeit” welche heutzutage geleistet wird, ohnehin überflüssig ist. Da kann man geradezu alle zum Urban Gardening anhalten. Den Rest der Erde kann man dann aufteilen in Landwirtschaft (weniger, weil weniger verloren geht) und einen gigantischen Nationalpark. Doof nur, wenn ein Meteorit über Texas niedergehen sollte!

  9. Basel hat nicht 110’908 Einwohner sondern 174’491, der Kanton BS 190’500 (Ende 2014)
    Wer schreibt denn so vollkommen inkompente Statistiken?

    • Peter Gross sagt:

      Genau – Basel muss Nabel der Welt bleiben! Voll das Kernthema des Artikels.

      Absolut sehenswert ist übrigens Professor Hans Rosling Vortrag “Don’t Panic”. Findet man auf Youtube. Der kriegt auch die Statistiken und Hochrechnungen hin…

      • Kaspar Tanner sagt:

        Herr Pflüger hat schon recht.
        Wenn jemand selbst die Fakten über eine Schweizer Stadt nicht richtig zusammenkriegt – wie soll man ihm vertrauen?

        Ich schätze diesen erhellenden Datenblog sehr – meinen Dank an die Autoren – aber solche Fehler dürfen nicht vorkommen, sie untergraben die Glaubwürdigkeit.

        • Marcel Senn sagt:

          Tanner stimmt: Basel-Stadt hat eine Einwohnerdichte von 7’670 EW/km2 — ist ein bisschen peinlich dieser Fehler, hätte man mit einem kurzen Plausibilitätscheck merken können, sofern man die Städtegrössen der CH einigermassen kennt.
          .
          In der Nähe der erwähnten Zahl ist höchsten Winterthur mit knapp 106’000 EW

  10. Urs Maurer sagt:

    Ich hoffe, die ganze Welt zieht wirklich nach Zürich. Dann werde ich mich klammheimlich wegschleichen, nach Sizilien und werde einzig dort sein. Ich stell mir das wundervoll vor.

  11. Die Grösste Stadt von allen geht meist vergessen. Es ist Choongqing in China mit fast 29 Millionen Einwohnern und dem Stadtteil Yuzhong (die City) über 28’000 Einwohner/km2.

    • j.Meijer sagt:

      In Indonesien gibt es heutzutage auch wolkenkraetzer in Jakarta und Surabaya.Diese Staedte haben 3 bis 8 millionen Einwohner.Es gibt auch gute,moderne Hotels.

    • Marcel Stierli sagt:

      Choongqing ist meines Wissens eine Verwaltungseinheit. Die Kernstadt ist um einiges kleiner. Die ganze Einheit umfasst ein Gebiet doppelt so gross wie die Schweiz. Aber von einer homogenen Stadt kann hier keine Rede sein. Lasse mich aber gerne belehren.

  12. Markus Demarmels sagt:

    Bitte machen Sie den Kanton Solothurn nicht kleiner, als er ohnehin schon ist: Dornach liegt im Kanton Solothurn und nicht im Kanton Baselland.

  13. Richard Scholl sagt:

    Als ich geboren wurde, lebten in der Schweiz 4,2 Millionen Menschen. Jetzt, 8.3 Millionen (inklusive Illegale). Noch nie verdoppelte sich die Einwohnerzahl der Schweiz in einer Generation, in meiner.
    James Schwarzenbach, 1975, war ein Visionär.
    Nach uns die Sintflut, sprich HongKong Europas. Oekologisch ist der Fussabdruck der Einwohner das 2.7 fache des Ertragbaren. Siehe Bautätigkeit; pro Jahr 50,000 mehr Automobile. 80.000 mehr Einwohner pro Jahr. Sind
    Fakten politisch unkorrekt?

    • Theodor Rickli sagt:

      Sich auf Schwarzenbach beziehen und ihn sogar als Visionär dazustellen, ist schon mutig. Der Altersaufbau der Bevölkerung hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts massiv verändert. Der Anteil der Jugendlichen (unter 20 Jahren) sank von 40,7% (1900) auf 20,3% (2013); bei den älteren Personen (über 64 Jahre) stieg er von 5,8% auf 17,6%,bei den Betagten (80-jährig und mehr) ist der Anstieg besonders ausgeprägt (von 0,5% auf 4,9%). Wenn es nach Blocher und Schwarzenbach und all diese Genies ginge, hätten wir heute eine totale Ueberalterung. Wir müssten dann ins Ausland in die Pizzeria, weil hier alle zu alt wären, um zu Kochen und zu bedienen. Warum können wir nicht einfach mit unserem Leben so zufrieden sein, wie es ist. In den Unternehmungen wird immer von Wandel/Change gesprochen – nur in der SVP nicht. Wo ein Willi isch sollte auch ein Weg sein.

      • Roman Meier sagt:

        @ Rickli: Ueberall, wo es eine Bevölkerungsexplosion gegeben hat, gibt es irgendwann auch ein Ende davon und nachfolgend eine Ueberalterung. Wo wollen Sie denn, die Einwanderer herholen, wenn das Bevölkerungswachstum auf der Erde sein Ende erreicht hat? Vom Mars vielleicht? Aber wahrscheinlich denken Sie einfach, dass sie das sowieso nicht mehr erleben werden und sich deswegen auch keine Gedanken darüber machen müssen.

    • Jörg Suter sagt:

      Lieber Herr Scholl: wenn Sie die Leute nicht mehr in die Schweiz reinlassen, sinkt deswegen unser ökologischer Fussabdruck noch lange nicht! Im Gegenteil: Sie würden vermutlich noch viel mehr mit noch grösseren Drecksschleudern rumfahren, wenn es weniger Autos auf der Strasse hätte! Irgendwie komische Logik, die Sie hier anwenden! Das weltweite Bevölkerungswachstum lässt sich nicht aufhalten, wenn wir die Grenzen schliessen! In diesem Sinne war Herr Schwarzenbach kein Visionär, sondern schlicht und einfach ein Rassist

      • Richard Scholl sagt:

        Herr Suter, ja ich bin ein Rassist, habe kein Auto, nur zwei Kinder, keine Haustiere, rauche nicht usw. Lebe nicht auf Kosten der Nettosteuerzahler. Müssen wir Schweizer das unverantwortliche Zeugen von Kindern in die Armut, in Afrika genüsslich praktiziert, absorbieren? Dichtestress kennen Sie nicht, denn Sie finden chinesische Verhältnisse für die Schweizer zumutbar.

      • Roman Meier sagt:

        @ Suter: Sie irren! Da unser Wachstum hauptsächlich auf der Zuwanderung beruht, wird bei einem Ende davon, der materielle Wohlstand zurückgehen und es wird weniger grosse Autos auf den Strassen geben. Allerdings wird es auch bei gleichbleibender Zuwanderung irgendwann zu einem Wohlstandsrückgang kommen, insbesondere wenn – wie heute – immer mehr Leute zuwandern, deren Hauptziel es ist von unserem Wohlstand zu profitieren. Die Einwanderung von Kulturfolgern hat in der Geschichte noch in jeder Hochkultur immer zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Niedergang geführt.

        • Mark Keller sagt:

          Es ist nicht das Ziel der Armutsflüchtlinge von unserem Wohlstand zu profitieren. Sie wollen Arbeit finden, aber wir lassen sie ja nicht arbeiten, wir lassen sie sich ja nicht integrieren. Dabei könnten diese Menschen unser riesiges Demographieproblem lösen.

          • Roman Meier sagt:

            Es gibt kein Demographieproblem! Das ist reinste Propaganda der Wachstumsgläubigen. Jedes Bevölkerungswachstum ist einmal zu Ende und dann gibt es demographische Aenderungen. Das ist völlig natürlich und unausweichlich. Anstatt es hinauszuzögern sollten wir den Bevölkerungsrückgang als eine Chance betrachten, bei der sich unsere Umwelt von den menschlichen Einflüssen wieder erholen kann. Permanentes Wachstum ist zerstörerisch.

          • Mark Keller sagt:

            Dann habe ich es wohl nur geträumt, dass die Schweizer Bevölkerung überaltert. Es geht nicht um Wachstum. Es geht um Reproduktion, damit eine Population überleben kann. Das Verhältnis von Alt zu Jung passt nicht mehr. Da wir älter werden, ist nur soviel Wachstum erforderlich, wie es braucht um die Balance zu erhalten.

    • Roger Fankhauser sagt:

      Ich dachte gerade, zuerst müssen die Mitte-Links-Wähler verschwinden, bevor dieser ‘Traum’ realisiert werden kann. 😉

      • Roger Fankhauser sagt:

        Nein, natürlich die Mitte-Rechts-Wähler. Das war wohl ein freudscher Verschreiber. Ich entschuldige mich förmlich und nehme alle lästernden Kommentare auf mich.

  14. Werder Ueli sagt:

    Falsche Zahlen:. laut Wikipedia

    Die Stadt Basel (Gemeinde) zählt ohne die Landgemeinden 174’491 Einwohner und belegt damit hinter Zürich und Genf den dritten Platz in der Schweiz. Der Kanton Basel-Stadt hat 196’668 Einwohner.
    Fläche: 22.75 km²
    Einwohner: 174’491 (28. Februar 2015)[1]
    Einwohnerdichte: 7670 Einw. pro km²

  15. patrick sagt:

    Nette spielerei…aber seid wann hatt basel nur 110000 einwohner ? Im kanton bs leben knapp 196000 menschen (20000 in riehen , 5000in bettingen) , wo also sind die 61000 fehlenden menschen in eurer statistik hin ?

  16. Häberli sagt:

    Der an sich nützliche Vergleich ist völlig falsch aufgezogen: Die Schweiz ist eine Stadt, und diese Stadt vermöchte ohne weiteres 15-20 Millionen Einwohner höchste Lebensqualität zu bieten. Die Alpen wären dann unser Central Park, das Matterhorn könnte dann den Uetliberg bzw. Gurten ersetzen. Dabei wäre die Aussage wichtig, dass nur so überhaupt der jetzige Lebensstandard hier in der Schweiz in den nächsten 15 Jahren gehalten werden kann (vgl. nur schon die AHV!, aber auch der Mangel an Fachkräften usw. als Stichworte), wir also auf eine möglichst andauernd anhaltende Migration in unser Land angewiesen sind, was dank unserer jetzigen Attraktivität noch möglich ist. Den SVP Mannen sei noch ins Stammbuch geschrieben, dass echte kriminelle Migration sich selten vor der Einreise in die Schweiz um die nötigen Einreisepapier bemüht (Visa u.ä.), sondern das restriktive Einreisebestimmung gerade die abhält, die man eigentlich in unserem Land haben möchte, während die anderen auch ohne Papiere über die grüne Grenze kommen.

    • Hirz sagt:

      Was heisst eigentlich “Lebensstandard” in diesem Zusammenhang? Dass wir jeden Tag in überflüssigen H&M-, Mango-, Apple- und Esprit-Filialen shoppen gehen können? Ich erinnere mich an eine Zeit, als die Schweizer auch zufrieden und glücklich waren, wir aber nur 6 Millionen Einwohner hatten und der “Lebensstandard” nicht ganz so ausufernd war. Der sogenannte ökologische Fussabdruck des Homo oeconomicus war damals wohl auch einiges kleiner. “Heutiger Lebensstandard” ist ein von der Wirtschaft kreierter Begriff, der uns einreden soll, dass wir sofort stürben, wenn wir nicht mehr im gleichen Ausmass konsumieren könnten bzw. wenn sich der Konsum nicht stetig steigern würde.

    • Reginald Steffen sagt:

      Und um die AHV-Zeitbombe sollen sich gefälligst die Nachkommen kümmern, gell. Wie um alle anderen anstehenden Probleme auch, hehehe. Schneeballsystem hin oder her.

      • Hirz sagt:

        Die “AHV-Zeitbombe”…wenn wir klug wären, würden wir uns darauf einstellen, den Gürtel enger schnallen zu müssen als Kollektiv und mit viel weniger Menschen diese Zeitbombenexplosion durchzustehen, denn sie ginge auch natürlicherweise wieder mal vorbei.
        Denn was ist denn der alternative Vorschlag? Ständig noch mehr Millionen Menschen importieren, weil ja auch die jeweils grad Hereingelassenen einmal alt werden? Exponentielles Bevölkerungswachstum zur Sicherung von Luxusbedürfnissen?
        Und wo ist da die vielgepriesene Moral und Menschlichkeit eigentlich, wenn die Suppe, die wir uns selbst durch den Altersgraben eingebrockt haben, von Menschen ausgelöffelt werden soll, die eigentlich als Arbeits- und teilweise auch Kampfkräfte in ihren Ländern gebraucht würden, indem wir unrealistische Anreize für diese Menschen setzen?

    • Roman Meier sagt:

      @ Häberli: Nur schon bei 10 Millionen werden zahllose bedrohte Tierarten in der Schweiz verschwinden. Riesige Menschenmassen würden in ihrer Freizeit über die Natur herfallen und immensen Schaden darin anrichten. Um die letzten Reste Natur zu schützen, müsste man dann immer mehr verbieten und die Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken. Ich behaupte, dass in einem solchen “Utopia” viele der intelligentesten und gesellschaftlich wertvollsten Mitglieder unserer Gesellschaft nicht mehr würden leben wollen und auswanderten. Und das würde unweigerlich zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Niedergang führen.

  17. Urs Jans sagt:

    Ich habe das Gefuehl die Zahlen fuer LA sind nicht korrekt. Is das nicht die Bewohnerzahl der ganzen Agglomeration aber nur die Flaeche der Stadt?
    PS: Und Dornach ist in SO

    • Philipp Meyer sagt:

      Absolute korrekte Feststellung, welche ich ebenfalls gerade einbringen wollte. Die Stadt L.A. hat “nur” ca. 3 Mio. das ergibt die viel zu hohe Dichte. Sogar dichter als Singapur, das ist lustig 🙂 L.A. ist für seine schwache Einwohner-Dichte bekannt. Eindeutig ein Fehler.

  18. Martin Tanner sagt:

    Interaktive Grafiken sind immer lustig und unterhaltsam! Sie sollten in den Medien viel, viel häufiger Verwendung finden!
    Hier wird dies für einmal m.M.n. für eine sehr interessante Frage verwendet: Die Siedlungsdichte.
    Was mir allerdings fehlt, sind die Schlussfolgerungen aus den Illustrationen. Bedeutet eine dichtere Besiedlung von, sagen wir: Zürich à-la Manhattan, automatisch schlechtere Lebensqualität? Ich glaube nicht. Den New Yorkern gefällt es ja auch, wie es ist, sonst würden sie es anders machen. Aber trotzdem wäre es interessant, diese Dinge vertiefter zu erörtern. Was uns schliesslich fehlt, ist günstiger Platz um uns weiter auszubreiten. Also muss es in die Höhe gehen und diese Entwicklungsperspektiven gilt es letztlich abzuwägen.

  19. Chris sagt:

    Dornach liegt im Kanton Solothurn.

  20. Flo sagt:

    Was, wenn die gesamte Weltbevölkerung in Zürich leben würde?
    Na ich weiss nicht was das soll!
    Ich frage mich ernsthaft ob es Sinn macht solche Studien in Auftrag zu geben – aber offenbar gibt es genügend Geld um solchen Unsinn zu finanzieren und genügend Personen die sich damit befassen ollen

    • chocolate sagt:

      Das ist keine teure Studie, sondern eine Statistik-Spielerei, die an einem halben Nachmittag erstellt werden kann.
      Ihr Vorwand kann also nur auf die zu ziehenden Schlussfolgerungen zielen, nämlich dass das Gejammer über Dichtestress und zu viele Ausländer/Menschen etc. völlig masslos, übertrieben und lachhaft ist.

  21. Stefan Rosenthal sagt:

    wenn der sinn und zweck dieser Rechnerei eine Reduktion der empfundenen Intensität der negativen Implikationen von Dichtestress sein soll, so ist das ein sinnfreier Fehlschlag. Man stelle sich mal einen Slum vor mit der Grösse der Schweiz und Dichte von New York. Die “Welt” würde wortwörtlich in Kriminalität ertrinken. Wie würde der Verkehr aussehen? Wo würde Essen angebaut? Wie würden Arbeiter pendeln? Wieviel Realitätsbezug haben solche Rechnereien – und wer bezahlt die Macher dieser Studien?

    • chocolate sagt:

      Warum ein Slum? Man könnte doch auch davon ausgehen, dass der Lebensstandard so ist wie im wohlhabenderen Teil von Manhattan? Oder sind Sie der Meinung, dass es immer Reiche und Arme geben muss?
      Natürlich ist es eine Spielerei, aber nicht sinnfrei. Sondern es zeigt, dass das ewige Gejammer über Dichtestress, zu viele Menschen etc. einfach nur übertrieben und lachhaft ist. Und kosten tut diese Spielerei auch nicht viel – ein paar Stunden am Computer mit einem Statistikprogramm…

  22. Bernhard sagt:

    Basel hat nur 110’908 Einwohner? Ist auch sonst einiges falsch in dieser Aufstellung?

  23. Egger Gottfried sagt:

    Würden immer vier Menschen auf einem Quadratmeter stehen, dann hätte die gesamte Menschheit auf dem Bodensee platz. Irgendwie erstaunlich oder nicht?

    • Stefan Jost sagt:

      @Egger: Der Bodensee hat 536 km2 = 536 Millionen Quadratmeter. Die Weltbevölkerung beträgt 8200 Millionen Menschen. Pro Quadratmeter müssten sich also 15 Menschen drängen.
      Sie haben das mit den 4 Personen vermutlich schon vor einiger Zeit gehört, inzwischen hat sich die Weltbevölkerung aber 2 x verdoppelt. Irgendwie bedenklich oder nicht?

  24. Matti Brunner sagt:

    Zitat: “Das ist natürlich Unsinn.”
    Genau, mehr braucht man dazu nicht sagen.

  25. Mario Monaro sagt:

    Während meiner Schulzeit erzählte uns der Lehrer eine Kästner-Anekdote, der zufolge man die ganze Menschheit in einen Würfel mit einem Kilometer Kantenlänge packen könnte (wir hatten’s damals nachgerechnet und es kam in etwa hin). Diesen könnte man dann irgendwo in den Pyrenäen in ein Tal werfen und dort vergessen. Der Erde ginge es dann bedeutend besser – hiess es. Wir hatten noch andere Rechenspiele angestellt. Damals reichte die anderthalbfache Fläche des Bodensees um die Weltbevölkerung unterzubringen (4 Personen pro Quadratmeter). Wenig komfortabel, aber mal interessant um die Grössenverhältnisse zu sehen.

  26. Mac Müller sagt:

    Danke für die Zahlen und die Einordnung. Interessant zu sehen, dass sich bei den Städten mit hoher Einwohnerdichte Orte mit überaus hoher Lebensqualität finden lassen. Das sollte dem einen oder anderen Dichtestressgeplagten zu denken geben.

  27. Nayra Ugalde sagt:

    Dornach gehört zum Kanton Solothurn… Nur so…