Logo

Dougans Kurve

Von Marc Fehr, 10. März 2015 12 Kommentare »
Minus 80 Prozent: So verlief der Aktienkurs der Credit Suisse seit Brady Dougans Antritt als Chef im Mai 2007.
Stichworte:, ,


12 Kommentare zu “Dougans Kurve”

  1. Clerk sagt:

    @Moser Bei einer Regentschaftsdauer von 8 Jahren von “zufälliger Koinzidenz” zu sprechen, war für mich der Lacher des Tages! Es wäre zu hoffen, dass das hohe Kader nicht nur fürs Produzieren von “Zufällen” mit Millionensalären und -boni überschüttet wird. Ich muss allerdings gestehen, dass ich zumindest beim “Zusammenhang” zwischen Managemententlöhnung und Aktienperformance auch eine gewisse “Koinzidenz”, um nicht zu sagen “Willkür”, vermute.

  2. Hannes Müller sagt:

    Heiss finde ich, dass er für den sinkenden Aktienkurs so grossartig entschädigt wurde. Das verdeutlicht den Unterschied zwischen Manager und Unternehmer: Der Gewinn des Unternehmers ist praktisch identisch mit dem Gewinn des Unternehmens, der Manager räumt ab, solange ihn keiner hindert.

  3. Urban Zuercher sagt:

    Weder eine Korrelation geschweige denn einen kausalen Zusammenhang sehe ich zwischen der Performance und einem Jahreslohn von 90’000’000 Fr.

  4. Martin Stutz sagt:

    Die Kursentwicklung zwischen 2007 bis 2009 hängt wohl mit dem Platzen der US-Immobilienblase zusammen. Diese hat sich während 20 und mehr Jahren aufgeblasen. Nun dem antretenden CEO die Schuld des Kurstauchers zu unterstellen ist, wie Obama die Schuld an der explodierenden Arbeitslosigkeit nach seinem Amtsantritt zu unterstellen. Ebenso verhält es sich mit dem Steuerstreit.

  5. E. Küng sagt:

    Eine Kurve fehlt hier noch: seine Gehaltskurve. Mit grosser Wahrscheinlichkeit stieg diese kontinuierlich! Dougan war einer der grössten Missgriffe der CS. Und ob der neue besser ist?! Niemand weiss es, doch auch er wird es nicht ohne weisse Weste in diese Position geschafft haben.

  6. Kuno sagt:

    Zum Gluck verhält sch die Entlöhnung invers zum Aktienkurs. Tja, das sind die Patrioten, Unternehmer, Leader etc, die sich halt noch wahrhaft um “Ihr” Unternehmen kümmern, v.a. mit nebligen Konstrukten, mit denen sich die eigenen Taschen füllen lassen. D. z.B. erwirtschaftete so in seinem besten Jahr nebst einem Salär von Mio SFr 15 einen “Bonus” von 85 Mio SFr. Zum K*!!! Und wir Schweizer finden’s noch toll.

  7. Otte Homan sagt:

    Ganz fair ist das aber nicht – der Kurs von UBSN sieht uber die gleiche Zeit ziemlich genau gleich miserabel aus, etwa -75% …
    Die Ursache liegt wohl bei beiden in der Subprime Krise, kombiniert mit den Folgen der IRS Geschichte. Beide waren so um Mitte 2007 herum auf einem Hoch, sind kurz darauf deutlich “korrigiert” worden, und haben sich bisher nicht erholt. Vielleicht waren beide ja auch einfach schwer ueberbewertet, und sind nun auf eher realistischerem Niveau ….

  8. Jürg Bühler sagt:

    Die Kurve ist natürlich sehr gemein erstellt worden. Der SMI kann nicht der Benchmark sein, wenn schon müsste man den Vergleich zu UBS ziehen. Anfänglich ist dort CS viel besser, weil Dougan die Bank viel besser durch die Finanzkrise steuerte. In letzter Zeit hat die UBS besser performt, weil die meisten Investoren offenbar gar nicht wissen, was Investmentbanking ist und die CS deshalb abstrafen. Ich denke Dougan hat einen guten Job gemacht aber vielleicht kann der Neue dem Markt besser erzählen, was dieser hören will.

    • Peter Moser sagt:

      Noch besser als Dougan ? Dougan war der Ober-Schönredner. Seine Townhalls und Pressekonferenzen waren nicht zum Aushalten und er hatte alle möglichen Tricks angewandt (not strategic units, …) um sich ins bestmögliche Licht zu rücken

  9. Besteht ein kausaler Zusammenhang oder ist es eine zufällige Koinzidenz?

    • adlerauge sagt:

      Die Antwort auf diese Frage wird je nach Interessenslage des Beantwortenden ausfallen. Am besten, Sie versuchen, sich selbst ein Bild zu machen. Leider werden Sie nicht ungefiltert auf alle Grundlagendaten und Informationen zugreifen können für einen subjektiven Entscheid, was dies natürlich erschwert oder gar verunmöglicht.

    • Tom Bass sagt:

      Kausaler Zusammenhang zwischen eigentlicher Leistung, Verscherbelung Tafelsilber, krimineller Energie und eigener Entlöhnung sowie auf der anderen Seite Lug und Betrug an Aktionären und Gesellschaft. Sie können es auch kausalen Zusammenhang im Kontext nennen, wonach Gewinne schamlos privatisiert und Verluste (insbesondere auch auf Seiten ‘Humankapital’) ohne weitere Skrupel sozialisiert werden.