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So viele iPhones verkauft Apple in 5 Sekunden

Von Marc Brupbacher, 28. Januar 2015 22 Kommentare »
Was Apple im Weihnachtsquartal 2014 schaffte, gelang bisher noch keinem Unternehmen. Sehen Sie bei uns in Echtzeit, wie viele iPhones Apple verkauft und wie viel der Konzern dabei verdient.
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Animation: Ruedi Lüthi

Apple kann das beste Quartalsergebnis der Geschichte feiern, und zwar nicht nur der Firmengeschichte, sondern der gesamten Wirtschaftsgeschichte. Der Techkonzern machte vom 1. Oktober 2014 bis zum 27. Dezember 2014 sage und schreibe 18 Milliarden Dollar Nettogewinn. In den nachfolgenden Animationen wollen wir die nackten, gigantischen Zahlen erfassbar machen. Die Echtzeitzähler basieren auf den Daten des Weihnachtsquartals 2014. (Mobil-User: Falls die animierten Zahlen nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte auf diesen Link.)

 

Weitere Fakten zum unglaublichen Quartalsergebnis:

  • Apple hat mittlerweile über 178 Milliarden US-Dollar an Cash-Reserven angehäuft. Damit könnte Apple folgende Firmen kaufen und hätte immer noch 20 Milliarden auf der Seite: Uber, Tesla, Twitter, Netflix, Dropbox, Snap Chat, Airbnb, Space X. (Quelle: @ValaAfshar)
  • Ein zentraler Baustein für das Rekordquartal ist der Erfolg in China gewesen. Das iPhone war dort im vergangenen Quartal das bestverkaufte Smartphone. Ein Grund für den Erfolg Apples in China ist die Partnerschaft mit China Mobile, dem grössten Mobilfunkanbieter der Welt.
  • Abschliessend ein Liniendiagramm, das den iPhone-Verkaufssprung im letzten Quartal 2014 eindrücklich zeigt.

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Quelle: Horace Dediu

22 Kommentare zu “So viele iPhones verkauft Apple in 5 Sekunden”

  1. Albert Wegmann sagt:

    Es gibt heute Alternativen genug um nicht dem Apple Mainstream zu folgen. Alle wollen Einzigartig sein, folgen aber einem Hype der Massen. Es gibt noch Hersteller welche Innovationen realisieren und eine Synchronisation mit Outlook ohne Wolke erlauben. Meine Daten bleiben auf meinem PC und werden nicht in einer Cloud in den USA Verwaltet.

    • Stefan sagt:

      “USA” eher Gruselkabinett of Amerika

    • Karl Müller sagt:

      Sie schreiben von “Apple Mainstream” und einen Satz später erwähnen Sie Microsoft Outlook? Wenn Sie schon das Unwort “Mainstream” brauchen, dann sicher für den de facto Monopolisten Microsoft. Der Anteil von Apple Computern ist dagegen lächerlich klein. Und wahrscheinlich haben Sie auch noch ein Google-Android Handy – gerade Google ist die grösste Datenkrake dieser Welt. Und noch Wikipedia: Der Mainstream (englisch für Hauptstrom) bzw. Massengeschmack spiegelt den kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wider.

  2. Daniel Wigger sagt:

    Wieso nur kreiert Apple und iPhone immer solche grosse Medienmeldungen? In der gleichen Zeit wurden doppelt so viele Samsung-Smartphones verkauft, und beide zusammen machen nur ungefähr einen Viertel aller Smartphone-Verkäufe aus. Die meisten Smartphones werden übrigens von Chinesischen Marken hergestellt, die die meisten Leser noch gar nie gehört haben: Huawei, Meizu, Xiamoi, THL, ZTE, Zopo, Cubot…

    • SrdjanM sagt:

      Weil 18Mia Gewinn in 3 Monaten (und davon einen grösseren Teil mit nur einem Produkt) halt schon etwas noch nie Dagewesenes darstellen.

      Es geht also nicht um die Produkte, es geht um das Geld.

  3. SrdjanM sagt:

    Wenn der Markt mitmacht, steht es dem Unternehmen natürlich selbstverständlich auch zu überrissene Preise zu verlangen.
    Das Kerngeschäft JEDER Firma ist das Geldverdienen, und nichts anderes!
    Und soooo schlecht scheinen die Produkte ja nicht zu sein, wenn man 75Mio in 3 Monaten absetzen kann, auch wenn ich es persönlich nicht nachvollziehen kann.

    Bei den Rechnern ist eine andere Sache, da stimmt das Preisleistungsverhältnis noch recht gut.
    Das liegt eben auch an der Software und dem Zusammenspiel mit der von Apple ausgewählten Hardwarekomponenten und der Verarbeitung.

  4. Erich Kaufmann sagt:

    Ich arbeite seit über 20 Jahren beruflich wie privat mit Apple Produkten, doch seit dem iPhone 3 Hype wird diese Firma immer mehr zu dem was sie nie sein wollten, graue Mäuse die alles tun für Geld. Die ganzen ausspioniererei, iCloud und Apple ID geht mir so auf den Wecker, dazu werden die Geräte Qualitativ auch nicht wirklich besser. Es geht doch nur noch darum, schnell am neuen Gerät freude zu haben aber bitte ja nicht zu lange, auch wenn die Hardware noch laufen würde macht einem die Software oder die obsoloszenz einen Strich durch die Rechnung. Es werden so Ressourcen in unmengen verschleudert und glücklicher machen uns diese Teile auch nicht. Freiheiten gehen verlohren mit der Begründung der Sicherheit doch ist die Welt dadurch nicht besser oder sicherer geworden. Im Gegenteil, Ich bin heute schon so weit, dass wenn ich ein neues Handy brauche stattdessen den Russen ihr Yotaphone kaufe werde und mit der anderen Hardware verfahre ich in Zukunft gleich.

  5. Ralph Schehle sagt:

    Als Aktionär freut mich dieser fantastische Geschäftsgang von Apple. Seit Jahren besitze ich nur Apple Geräte und halte auch Aktien der Firma. Nicht umsonst ist Apple die Firma, mit dem höchsten Quartalsgewinn weltweit und nicht umsonst kaufe ich mir immer die neuesten Produkte, obwohl die Alten noch lange halten würden. Das Design und die neuen Features der Gadgets halten mich auf Trab, was das eigentliche Geheimnis des Erfolges von Apple ist.

  6. Bernhard Piller sagt:

    Das Prinzip von Apple ist : 95 % der Wertschöpfung für mich, die Brosamen für die anderen. Der Zulieferer Maxim hat heute angekündigt, keine Produkte mehr in den Consumermarkt – worunter Apple – zu verkaufen. Der Preisdruck sei so hoch, dass die Zulieferer kaum etwas verdienen und wegen den hohen Volumen grosse Risiken eingehen müssen. Wenn dann der nächste Auftrag ausbleibt, weil ein anderer Zulieferer noch günstiger war, ist die Firma in ihrer Existenz bedroht. Irgendwann werden dies die anderen Zulieferer auch kapieren.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Bernhard Piller:
      immer feste auf Apple einschlagen und dabei vergessen, dass 99% der Unternehmen ihre Gewinne in die eigene Tasche stecken…!

  7. Michael sagt:

    VHS-Video wurde auch zig millionen mal verkauf obwohl es nicht das beste bewesen ist. Schlau ist, wer sich nicht von diesen Verkaufszahlen blenden lässt und sich ein vernünftiges Smartphone kauft.

    • Mario Monaro sagt:

      VHS war eben – unter Berücksichtigung aller Faktoren – doch das beste System. Nicht technisch, aber es gab die grösste Markenvielfalt und Geräteauswahl, die meiste Auswahl an Software (bespielte Kassetten) und im Gegensatz zu Philips mit Video 2000 hatte man keine Qualitätsprobleme mit den Geräten. Nach 1-2 Jahren, waren die, die auf Betamax oder Video 2000 gesetzt hatten, die einsamen, frustrieren Verlierer. Ich weiss es sehr genau, weil ich auch einer derjenigen war, privat und beruflich…

  8. Max sagt:

    Was soll das? Die Einen rufen Rezession aus, andere Kurzarbeit, an anderen Orten gehen Menschen in den Krieg und ihr veröffentlicht Zahlen eines Konzerns der sich geschickt Steuerzahlungen entzieht?! Relevanz?! Wert der Information?

  9. Elisabeth Heimlicher sagt:

    obwohl ich auch gerne apple produkte benutze, weil ich sie gut finde, überkommt mich ein schlechtes gefühl bei diesem gewinnanstieg. eine soziale firma müsste sich was einfallen lassen, zb. billigere preise, bessere löhne für die arbeiter, umweltfreundlicher (akku austauschbar), nicht jedes jahr ein neues modell etc… ist apple eine soziale firma? davon würde ich gerne lesen.

  10. Guido Mahler sagt:

    Interessant wäre noch zu erfahren, wie viel von den 18 Milliarden Gewinn als Steuern an die Allgemeinheit fliessen. Apple ist ja bekannt dafür, dass sie dank Firmen-Konstrukten so gut wie keine Steuern zahlen.

  11. Beat Weissbrot sagt:

    So weit so gut, ich habe auch ein iPhone. Aber ob sich mein Kauf auf diese Statistik ausgewirkt hat – ich weiss es nicht.

  12. marcel sagt:

    Was kann man aus den gigantischen Gewinnzahlen rauslesen? In erster Linie doch, dass die Marge unverschämt hoch ist. Hoffentlich gibt’s für Sklaven, die das Teil produzieren, auch mal einen kleinen Bonus.

  13. Fritz Weber sagt:

    Es feheln noch die Daten wieviel “Slavenarbeiter”, Minderjährige, krank geworden und sepbstmord gemacht haben, für diese 18 Milliarden Dollar Nettogewinn aber da wird sicher lieber geschwiegen.

  14. Eugen Allemann sagt:

    Schon interessant. Geht man von ca. 125 Mio. verkauften Apple Geräten aus und verteilt die 18 Mia., so kommt man auf einen Reingewinn(!) von ca 140$ pro Gerät, wobei das nach Produkt schwankt. Noch interessanter ist, dass sich die Apple Kunden darauf was einbilden und das Vorgehen ihres persönlichen Abzockers noch verteidigen…

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Eugen Allemann:
      aha, alle Firmen welche Gewinn machen sind Abzocker?

      • Fritz Weber sagt:

        Nein, nur solche die mit Margen wie Apple arbeiten.

        • Lenin sagt:

          Das nennt man Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Wenn das Angebot (relativ) tief und die Nachfrage hoch ist, resultiert das in einem höheren Preis. Da die Herstellungskosten trotz hoher Nachfrage gleich bleiben wirft das halt mehr Gewinn ab. So funktioniert jede Firma. Sowohl ihr Arbeitgeber als auch Apple. Wenn wir das nicht gut finden, die Alternative ist Planwirtschaft… ob das dann besser ist?!