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Schweizer Renten sind nur Durchschnitt

Von Luca De Carli, 19. November 2014 27 Kommentare »
Wer erhält am meisten? Wer arbeitet am längsten? Antworten, anlässlich der vom Bundesrat verabschiedeten Reform der Altersvorsorge.
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Rentenreformen sind derzeit in den meisten Industriestaaten ein grosses Thema. Die Probleme, die gelöst werden müssen, sind überall die gleichen: Die Bevölkerung wird immer älter, und die Jahrgänge, die vor der Pensionierung stehen, sind grösser als die nachfolgenden.

In der Schweiz ist gemäss den Plänen von Bundesrat Alain Berset langfristig ein Rentenalter für Mann und Frau von je 65 Jahren vorgesehen. Wie Zahlen der OECD zu den bereits laufenden oder angedachten Reformen im übrigen Europa zeigen, plant die Schweiz mit einem vergleichsweise tiefen Rentenalter. Eine Reihe von Staaten strebt 67 oder gar 68 Jahre an:

In Grossbritannien zum Beispiel hat der Anstieg des Rentenalters bereits begonnen. 2020 soll es für Männer und Frauen bei 66 Jahren liegen, ab 2044 ist ein Anstieg auf 68 Jahre geplant. In Deutschland wird die Altersgrenze bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Im Vergleich dazu ist der Anstieg in der Schweiz moderat: Lediglich die Frauen sollen ein Jahr länger arbeiten – statt bis 64 neu bis 65.

Wann endet das Arbeitsleben wirklich?

Wie Zahlen der OECD aus dem Jahr 2013 zeigen, unterscheidet sich das eigentlich vorgesehene Renteneintrittsalter in vielen Ländern deutlich von der Realität. In Mexiko zum Beispiel scheiden Männer heute im Schnitt mit 72,3 Jahren aus dem Erwerbsleben aus. Das vorgesehene Rentenalter liegt bei 65 Jahren. Am anderen Ende der Skala liegen Länder wie Frankreich, Belgien oder Luxemburg. In Frankreich hört der durchschnittliche Mann heute mit 59,7 Jahren auf zu arbeiten. Gemäss OECD ist in Frankreich vorgesehen, dass das Rentenalter langfristig auf 67 Jahre steigt.

(Für Mobile-User: Hier finden Sie die Grafik in vergrösserter Ansicht)

Der Zeitpunkt des effektiven Ausscheidens aus dem Erwerbsleben unterscheidet sich in vielen OECD-Staaten deutlich zwischen Mann und Frau. Tendenziell arbeiten Frauen aber in den gleichen Ländern länger, in denen dies auch die Männer tun.

(Für Mobile-User: Hier finden Sie die Grafik in vergrösserter Ansicht)

In der Schweiz arbeiten Männer heute im Schnitt 1,1 Jahre länger, als sie müssten. Das effektive Rentenalter der Frauen liegt bei 63,9 Jahren und ist damit praktisch identisch mit dem vorgesehenen Rentenalter (64). Sowohl die Schweizer Männer als auch die Frauen arbeiten aber länger als der OECD-Durchschnitt. Bei den Männern in der OECD findet das Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt mit 64,2 Jahren, bei den Frauen mit 63,1 Jahren statt.

Wie hoch ist die Rente?

Trotz der im Verhältnis längeren Arbeitszeit erhalten Schweizer Rentner keine sehr üppige Rente. Die OECD hat ausgewertet, welcher Anteil des früheren Erwerbseinkommens mit der obligatorischen staatlichen und privaten Altersvorsorge erreicht wird. In der Schweiz wurden die erste und die zweite Säule berücksichtigt. Der Medianverdiener (die eine Hälfte der Bevölkerung verdient mehr, die andere weniger) erhält gemäss OECD in der Schweiz eine Rente, die 58,4 Prozent des Einkommens entspricht. Das ist ziemlich genau OECD-Durchschnitt.

Die Werte in der Tabelle wurden von der OECD für einen jungen Arbeitnehmer berechnet, der die Folgen der neusten Reformen in den einzelnen Ländern voll zu spüren bekommt. Die heute ausbezahlten Renten in einem Land oder die künftigen Renten älterer Arbeitnehmer können davon abweichen:

Am tiefsten ist die sogenannte Bruttoersatzquote in Japan mit nur 37,5 Prozent. Am besten fahren die Rentner der Niederlande mit der obligatorischen Vorsorge. Sie erreichen über 90 Prozent ihres früheren Einkommens. Für alle Rentensysteme in der OECD gilt: Je höher der Verdienst während des Erwerbslebens war, desto tiefer ist die Bruttoersatzquote (beziehungsweise desto tiefer der Anteil des früheren Einkommens, der im jeweiligen Land mit der Rente erreicht wird). Die Differenzen zwischen den Einkommensklassen sind aber je nach System unterschiedlich stark ausgeprägt.

Auf einem Spitzenplatz

Als sehr gut beurteilen Spezialisten dafür die Verlässlichkeit der Schweizer Altersvorsorge. Das Beratungsunternehmen Mercer veröffentlicht jährlich seinen Global Pension Index. Die Ausgabe 2014 erschien Mitte Oktober. In 25 Ländern wurde das Rentensystem auf die Kriterien Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität geprüft. Das Vorgehen ist für Aussenstehende nicht im Detail nachvollziehbar, doch das Fazit von Mercer ist eindeutig. Die Schweizer Altersvorsorge erreichte 2014 den fünften Rang. Besser schnitten nur Dänemark, Australien, die Niederlande und Finnland ab.

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(Quelle: Mercer Global Pension Index 2014)

27 Kommentare zu “Schweizer Renten sind nur Durchschnitt”

  1. fritz peter friedli sagt:

    Ja leider alles nur Durchschnitt Herr BR Berset, jetzt arbeite ich schon das fünfte Jahr über 65. Was darf ich erwarten für diese soziale Solidarität am Vater/Mutterland Schweiz?, nichts sondern noch mehr Steuern zahlen weil ende Monat ein paar Franken zum überleben dazu gekommen sind. Habe jetzt Frau Steuersparerin Margret Kiener Nellen (SP) angefragt ob sie mir helfen würde. Sie ist optimierter als gedacht. Seit Jahren hält sie ihr Einkommen tief. Auch beim Vermögen wird gespart. Leider hat sie abgelehnt, da ich SVP- Büezer bin! Für mich? Weiter geht’s jetzt mit der Mexiko- Version zum Beispiel scheiden Männer heute im Schnitt mit 72,3 Jahren aus dem Erwerbsleben aus. Das vorgesehene Rentenalter liegt bei 65 Jahren. Am anderen Ende der Skala liegen Länder wie Frankreich, Belgien oder Luxemburg. In Frankreich hört der durchschnittliche Mann heute mit 59,7 auf, noch Fragen. Ich kann jetzt nur noch toppen mit arbeiten bis zur Einäscherung.

  2. Fabienne sagt:

    Diese Frauen wieder arbeiten sie doch weniger als die Männer… Ihr Haupthobby in diese freie Zeit? Kinder betreuen. Na ja ist ja in der Statistik keine Arbeit. Die Alleinziehende Mütter, die dann gezwungener Masse Teilzeit arbeiten. Oftmals für tiefe Stundenlöhne und die dann keine Pensionskasse fürs Alter einzahlen können. Alleinziehende Mütter, die keine grosse Ausbildung haben, arbeiten in Betriebe, die diese Mütter immer in den Stunden so halten, damit sie für sie keine Pensionskasse zahlen müssen. Sie haben harte Jobs , kümmern sich um die Erziehung der Kinder, haben immer diese Doppelbelastung. Als Belohnung ohne viele Pensionskassen haben sie eine Minimale Rente und jetzt sollen sie doch noch länger arbeiten. Wer einen grossen Lohn hatte, kann dann mit ein wenig Einschränkung früher aufhören. Es ist mir schon bewusst , dass wir das Rentenalter erhöhen müssen. Aber soviel Einzahlungen in die Pensionskassen gehen verloren weil viele grosse Firmen nur bewusst mit Teilzeit Mitarbeiter funktionieren um diese Zahlungen zu umgehen. Hier muss angesetzt werden. Zum Beispiel: gibt es einen Mitarbeiter der Vollzeit arbeiten möchte in dem Betrieb, darf kein 2. Teilzeit Mitarbeiter eingestellt werden, wenn der erster Mitarbeiter dieses Pensum übernehmen könnte. Auf diese Weise würde mehr in die Pensionskassen einbezahlt.

  3. Georg sagt:

    Das gilt wohl nur für Angestellte und Arbeiter. Funktionäre kommen spielend auf 70% und mehr. Am schlechtesten sind die Chefs, die andern die AHV finanzieren aber selbst auf weniger als 50% kommen.

    • GR sagt:

      Wie kommen Sie auf 50%? Wenn die “Chefs” in der zweiten Säule ihren ganzen Verdienst bei der Einzahlung immer berücksichtigen, kommen sie sogar höher als der Durchschnitt, da im Vergleich zum Maximum der AHV ihr Verdienst überdurchschnittlich viel höher ist, und somit den Schnitt erhöht!

  4. eggu sagt:

    Ich anerkenne, dass die Schweiz in Sachen Altersversorgung einen guten Platz einnimmt. Insbesondere dann, wenn man die Leistungen der EL (Ergänzungsleistungen) berücksichtigt. Was mich stört, ist die Intransparenz auf Seiten der Pensionskassen. Soll man den Pensionskassenverantwortlichen und den Versicherern glauben? So wie wir bis vor einiger Zeit den Banken geglaubt und vertraut haben? Schon nur die Tatsache, dass die Aufsicht die völlig willkürliche Auslegung des Anteils der Versicherer am Gewinn duldet, ist ein Skandal. Von den Schöpfern des Pensionskassengesetzes war gemeint, dass die Versicherer einen bestimmten Teil des Gewinns einbehalten dürfen. Die Versicherer sagen aber, dass sie den gleich hohen, bestimmten Anteil am Umsatz behalten dürfen, und die behalten das einfach ein. Und die “Aufsicht” schaut zu und duldet diese willkürliche, einseitige Auslegung? Ich denk’, ich bin im falschen Film! Und was die jeweiligen Bilanzen der PK’s anbetrifft: Bilanzen können manipuliert werden, Reserven bewusst zu hoch angesetzt werden, Risiken bewusst zu hoch eingeschätzt werden. Wer soll das merken von den Beamten der Aufsicht, die bestimmt nicht so geschult sind in Bilanzkenntnissen wie die, die sie beaufsichtigen sollten? Seit den unglaublichen und verabscheuungswürdigen Vergehen unserer grossen, früher als seriös bekannten Banken habe ich auch gegenüber Versicherern und Pensionskassen so meine Bedenken und Befürchtungen. Wer will mir das verargen?

  5. kunz rudolf sagt:

    ein sehr wichtiger Punkt wurde in dieser Studie vergessen: die Steuer, denn in jedem Land werden die Renten verschiedentlich besteuert, Wichtig ist doch, was nach dem Steuerabzug noch übrig bleibt.

    • Marco Zela sagt:

      Richtig, aber auch die Lebenshaltungkosten sind nicht berücksichtigt

    • GR sagt:

      Es ist noch viel schlimmer! In vielen Ländern ist der Lohn IMMER netto (sogar inkl. Krankenkasse!), was einen riesigen Unterschied in der Beurteilung des Prozentsatzes macht. In der Schweiz muss ich selber Steuern und Krankenkasse bezahlen, AUCH ALS PENSIONIERTER! In vielen Ländern nicht! Zudem haben in vielen Ländern die Pensionierten zusätzliche finanzielle Vorteile wie z.B. kostenloser öffentlicher Verkehr, kostenloser Museen etc. Besuch. Wenn man das alles Berücksichtigt, sieht die Schweiz sehr viel schlechter aus. Allerdings muss ein riesiger Vorteil hervorgehoben werden: Mit den Zusatzleistungen hat die Schweiz einen enormen Vorteil gegenüber vielen Ländern: Niemand muss hungern, frieren, auf Behandlung bei Krankheit verzichten, oder ohne Wohnung leben! DAS IST EIN SOZIALER MEILENSTEIN!! Bravo!!

  6. Georg Stamm sagt:

    In der Schweiz dürfte die AHV ruhig etwas höher sein und die 2. Säule sollte obligatorisch die Inflation kompensieren. Leute, die vor etlichen Jahren pensioniert wurden leiden unter der leider bis 1995 fehlenden Freizügigkeit in der 2. Säule bei einem Stellenwechsel. Sie haben, wenn sie die Stelle einige Male wechselten, eine empfindliche Einbusse beim Freizügigkeitskapital erlitten. Das schmälert die heutigen Renten solcher Menschen und muss als sehr asozial bezeichnet werden. Leider ist das nicht mehr zu ändern.

    • Stalder M. sagt:

      Zum diesem Zeitpunkt bis 1995 war doch die FDP noch die Partei, die von ihrer damaligen Grösse her vieles bestimmen konnte. Da meine 2. Säule auch durch Stellenwechsel klein ist, nehme ich heute bei Wahlen immer zuerst die Liste der FDP in die Hand und zack in den Rundordner

      • Georg Stamm sagt:

        Meines Wissens war es damals (um 1990 bis 1994) vor allem der jetzt nicht mehr existierende Landesring der Unabhängigen mit der damaligen ZH-Ständerätin, der als Motor für die Aufhebung dieser asozialen Sache wirkte. Diese fehlende PK-Freizügigkeit war ja so grotesk und ungerecht, dass wahrscheinlich NR + StR über alle Parteien für die Aufhebung votierten. Ich erinnere mich aber nicht mehr an die Details.

  7. Margot sagt:

    Was in dem Bericht nicht berücksichtigt werden sind die Jahresarbeitsstunden . Vor kurzem gab es dazu eine OECD Studie:
    http://bazonline.ch/wirtschaft/Hier-wird-nicht-gestreikt/story/16604143
    In der Schweiz sind es 1’894 Stunden, in Frankreich1575; der Unterschied ist immerhin mehr als 300 Stunden! Das relativiert die Studie ganz erheblich, denn so sind die CH Renten noch tiefer im int. Vergleich.

  8. Geisseler C. sagt:

    Die Frage ist ob das Brutto- oder das Netto-Einkommen als Basis für die Berechnung dient. Je nach dem ist der effektive Betrag auch bei 70 oder mehr % Rente im Verhältnis zum Lohn sehr tief und reicht nicht zum Leben im entsprechenden Land.

  9. Guntram Rehsche sagt:

    Skepsis ist nicht nur gegenüber den Zahlen angebracht – vielmehr scheint mir der Text bei der Interpretation ebendieser mitunter gewaltig daneben zu liegen. So heisst es etwa «Für alle Rentensysteme in der OECD gilt: Je höher der Verdienst während des Erwerbslebens war, desto tiefer ist die Bruttoersatzquote.». Dabei stehen die Niederlande an der Spitze der Bruttoerwerbsersatzquote – und dürften ja mitnichten zu den Niedrigverdienern gehören. Aber auch die Verfasser der Zuschriften liegen insofern falsch, als beim Einkommen nur das Verhältnis der Renten zum Medianverdienst in Prozenten wiedergegeben wird. Über die absolute Höhe der Renten in Franken ist damit nichts gesagt Entsprechend ist eine Aussage, wonach es einem Renter / einer Rentnerin mit tieferem Einkommen wegen höherer Kaufkraft besser als in der Schweiz geht, allzu gewagt – und ich würde sie auch persönlich bezweifeln.

    • Vollenweider sagt:

      Leseverständnis wäre gefragt: “Für alle Rentensysteme der OECD gilt: Je höher der Verdienst während des Erwerbslebens war, desto tiefer ist die Bruttoersatzquote”, bezieht sich nicht mehr auf einen Vergleich der Länder untereinander sondern auf die verschiedenen Rentenbezüger in den jeweiligen Rentensystemen. Anders ausgedrückt: Für jedes Land gilt: Wer viel verdient hat, hat eine tiefere Bruttoerwerbsersatzquote, als wer wenig verdient hat.

      • Meierhofer sagt:

        Interessant finde ich auch den Titel: Schweizer Renten sind NUR Durchschnitt. Warum “NUR”?

        Immerhin! Weltweit betrachtet sind die Schweizer Renten somit überdurchschnittlich!

        Es ist ja nicht so das alle Rentner nichts erspartes haben, was durch die tiefen Steuern (global betrachtet) auch möglich ist. Diese “Freiheit” das Geld auszugeben oder anzusparen ist jedem selbst überlassen.

        Ich spreche nicht von Randgruppen (Wenigverdiener) oder Spezialfälle, einfach von einem Durchschnitt.

        Ich finde es zum Beispiel auch gut dass ich mein Geld in Tabak investieren kann und hoffentlich vor Rente durch Lungenkrebs einen Abgang mache. Jedem das seine – diese Flexibilität wird nicht betrachtet.

    • Milena sagt:

      Bin mir nicht sicher, aber ich glaube mit der tiefen Ersatzquote ist gemeint, dass eine Person A, die 8000.- im Monat verdient hat die Quote tiefer liegt als bei einer Person B, die 4000.- verdient hat. Dh bei der Person A sind es vielleicht noch 85% und bei Person B 91%, die sie als Rente bekommen.

  10. Marcel Zufferey sagt:

    “In der Schweiz arbeiten Männer heute im Schnitt 1,1 Jahre länger, als sie müssten. Das effektive Rentenalter der Frauen liegt bei 63,9 Jahren und ist damit praktisch identisch mit dem vorgesehenen Rentenalter (64).” Bemerkenswert! Männer arbeiten also durchwegs länger, als Frauen, sowohl was die jährliche Normalarbeitszeit gem. BfS (m 1’898 / w 1’883 Stunden p. a.) als auch die jährlich geleisteten Überstunden (Vollzeitarbeitnehmende, m 53 / w 30) anbelangt! Daraus ergibt sich theoretisch einen ganze Reihe von Fragen- auch und vor allem was den Widerstand gegen das von Alain Berset vorgesehene, höhere Rentenalter für Frauen anbelangt!

  11. Beat sagt:

    Die Daten insb. was D betrifft stimmen leider überhaupt nicht. 42% vom letzten Lohn gibt es irgendwann nach 2030, geplant ist erstmal 44% ab 2030.

  12. Bruno Bänninger sagt:

    Es gehört auch zur Lebensklugheit, sich nicht ständig mit Anderen zu vergleichen die scheinbar oder nach Statistiken glücklicher sind als wir.
    Ein flexibles Renteneintrittsalter mit vernünftigen Ober- und Untergrenzen würde die Mehrheit glücklich machen.
    Ganz ohne Vergleiche.

  13. Ursula Jungo sagt:

    In der Schweiz tönt die Höhe der Rente gut,aber weil alles bis fünfmal so teuer ist wie ennet der Grenze,ist ein Misston dabei! Mietzinse sind sowieso bald unbezahlbar und die Lebensmittel werden auch immer teurer. Die Schweiz ist für Normalorentner kein Paradies,besser ist es auszuwandern nach Spanien an die Wärme und wo der CHFR.noch Wert hat,auf alle Fälle mehr als zu Hause in der Schweiz!

    • Bruno Froehlich sagt:

      Erhalte im Schnitt 1270 Euro AHV, lebe seit 4 Jahren in Spanien koeniglich. War vorher 20 Jahre in GR, das Geld wuerde noch knapp reichen. Einzig die tiefe Miete mit Spanien vergleichbar, sonst alle Preise doppelt. Nun zu meiner Rentnersituation in der Schweiz. Mit der AHV koennte ich mir nicht einmal eine Wohnung leisten, war fast ganze Berufszeit selbstaendig erwerbend, also keine Pension. Bedeutet, mit der Ergaenzungsleistung waere ich etwas gleichgestellt wie ein Sozialhilfeempfaenger, heisst jeden Rappen umdrehen, ein Buch kaufen bedeutet kein Schnitzel sondern Cervelat essen. Ja, Spanien bietet mir (noch) ungeahnten Luxus. Miete moeblierte Wg. 450 plus ca. 120 NK, man rechne was mir bleibt! Espresso 1 Euro, Serveza 1.50, Kilo Trauben 2.-, 1 Huhn vom Bauernhof 3.50, 1 Forelle 2.- oder Dorade Kilo 6.- Euro, usw. Bloss, Frau Jungo, es sind nicht alle bereit auszuwandern, es bedeutet viel Veraenderung, auch Sprache lernen ! Da haben viele Probleme. Ist also keine Allgemeinloesung. CH muss andern Weg finden.

    • Hans Abbühl sagt:

      “..und die Lebensmittel werden auch immer teurer.” Das stimmt wohl kaum. Lebensmittel machten noch nie einen kleineren Anteil an einem “mittleren” Einkommen aus wie heute (um die 7%). Was uns erschlägt sind die horrenden Kosten des Gesundheitsunwesens, aber kein Wunder, wenn jede(r) neunte Erwerbstätige hier seine guten Batzeli verdient, bezahlt durch den gesetzlichen Umverteilungszwang von Steuern und KKPrämien.

  14. Javier López sagt:

    Wie üblich traue keine Statistik, die man nicht selber gefälscht hat. Die Zahle können stimmen, aber sagen nichts über die Realität aus. Man muss die Kaufkraft der Renten und Löhne vergleichen. In Spanien kann ein Rentner mit einer bedeutend absolut tieferen Rente als ein Schweizer Rentner besser leben als ein Schweizer Rentner in der Schweiz. Dazu muss folgendes erfüllt sein: eine abbezahlte Eigentumswohnung (was meistens die Regel ist, in der Zukunft wahrscheinlich nicht mehr). Als Rentner muss man keinen KK-Prämie bezahlen und hat viele Vergünstigungen (was in der Schweiz Utopie ist). Der Staat organisiert ausserhalb der Hauptsaison sogar Ferien für die Rentner. Mit ca. 3000 Franken Rente kann man in Spanien sehr gut leben und dazu noch sparen. Mit einer abbezahlten Eigentumswohnung ist man im Spanien mit einer Rente von 2000 Franken auf der sicheren Seite. Dazu kommt noch Sonne, Meer und eine grössere Auswahl an Lebensmitteln. Das Gesundheitswesen ist nicht schlechter als in der Schweiz. Die Lebenserwartung ist (OECD 2013) für Frauen in Spanien 4 Monate höher als in der Schweiz. Schweizer Männer leben 1.2 Jahre länger als die Spanier.
    Die Schwäche des Schweizer System ist, dass der Grossteil der Leute bei 65 mittello sind. Wer kann seine Wohnung als Eigentum bezeichnen. Wer er eine hat, dann wird er mit dem Eigenmietwert knallhart bestraft. Ausländer, die bei der Pensionierung in ihre Heimat zurück kehren, können lachen. Den Preis den sie hin und wieder bezahlen ist die Einsamkeit. Die Kinder sind in der Schweiz, und vielleicht sind sie unbemerkt in der Schweiz mentalmässig Schweizer geworden.

    • Chloé sagt:

      Sehr gute Argumentation und zeigt wohl ein genaueres Bild der “Rentnerrealität”. Nichtsdestotrotz verstehe ich Ihren letzten Gedankeanstoss nicht ganz. Was ist daran so negativ, wenn die Kinder “schweizerisch” werden, wenn Sie nunmal in dieser Kultur aufgewachsen sind. Eigentlich lobenswert auch aus Sicht der Eltern. Oder haben diese die Schweiz “nur” aus wirtschaftlichen Gründen gewählt? Dann ist es schade. Würde bei der Wahl eines Landes auch schauen, ob mir die Kultur des jeweiligen Staates sympathisch ist oder nicht. Anyway…

  15. Peter Hirschi sagt:

    Ich lebe in Australien. Nimmt mich schon wunder wo de Superrenten fuer Australien herkommen. 60.2% des letzten Lohnes, ja aber nur fuer vielleicht fuer 30% der Rentner – wenns hoch kommt. Der Rest lebt von der kleinen Regierungsrente, im Monent $427 per Woche fuer Einzelpersonen und $644 fuer Paare, egal was du vorher verdient hast, ist fuer alle gleich….mit Mieten von ueber $400 die Woche.in den meisten Staedten. Voellig unhabhaengig von der Regierung bis zum Tod leben nur die wenigsten.

    • Hans Abbühl sagt:

      Ja nähme mich auch wunder, wie gut die Zahlen stimmen. Fehler beginnen schon im Titel einer Grafik: Verhältnis letzter Lohn zur Rente, dabei ist es ja genau umgekehrt, aber das ist wohl eine Kleinigkeit. Diese relativen Zahlen… Ich sähe noch gerne einen absoluten Rentendurchschnitt (oder – Median), ergänzt mit einem “Kaufkraft-Bezug”.