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Von der Unmöglichkeit, Bevölkerungsentwicklungen vorherzusagen

Von Luca De Carli, 27. Oktober 2014 60 Kommentare »
Lässt sich die langfristige Bevölkerungsentwicklung der Schweiz voraussagen? Ein Blick auf die Prognosen der letzten drei Jahrzehnte weckt erhebliche Zweifel. Der grösste Unsicherheitsfaktor ist immer der gleiche.
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Der Ausländeranteil in der Schweiz werde sich nicht weiter erhöhen, die Ein- wie auch die Auswanderungszahlen stark sinken. Das sind Annahmen, die 1984 vom Bundesamt für Statistik (BFS) für die Zeit bis ins Jahr 2025 getroffen wurden. Vor drei Jahrzehnten veröffentlichte die Behörde erstmals ihre «Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz». Seither wird im Fünfjahresrhythmus nachgelegt. Der jüngste Bericht stammt aus dem Jahr 2010, der nächste soll 2015 folgen.

1984 ging das BFS in seinem Standardszenario von einer Schweiz mit gut 6,8 Millionen Einwohnern im Jahr 2025 aus. In Wirklichkeit wurde dieser Wert bereits 1991 erreicht. Ende 2013 hatte die Schweiz mehr als 8,1 Millionen Einwohner.

Wie kam es zu dieser grossen Differenz?

  • Die Entwicklung der Geburtenziffer wurde überschätzt. Angenommen worden war ein Anstieg von 1,5 auf 1,7 Kinder je Frau, in Realität liegt der Wert 2013 noch immer bei 1,5.
  • Die Entwicklung der Lebenserwartung ab Geburt wurde unterschätzt. Statt der für 2025 vorausgesagten 75,5 Jahre für Männer und 80,1 Jahre für Frauen erreichen die beiden Geschlechter bereits heute 80,5 beziehungsweise 84,8 Jahre.
  • Wirklich daneben lagen die Statistiker aber bei der Zuwanderung. Da die Zahl der Ausländer konstant bleibe, werde die Zunahme der ständigen Wohnbevölkerung «nur durch die Schweizer bewirkt», heisst es im Bericht von 1984.

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Der Wanderungssaldo (Zu- minus Abwanderung) lag schon Ende der 1980er-Jahre um rund 30’000 Personen pro Jahr höher als vorausgesagt. Im Vorwort zu seinem Szenario für die Periode von 1991 bis 2040 gab das BFS diese Fehleinschätzung zu. Und auch in den nachfolgenden Szenarien wird auf die grossen Schwierigkeiten bezüglich einer Prognose zu den Wanderungszahlen hingewiesen.

Das hat auch mit politischen Unsicherheiten zu tun: In den Bericht von 1991 floss die Annahme einer vollständigen Liberalisierung der Zuwanderung infolge eines Beitritts zum EWR ein. Dieser wurde zwar abgelehnt, doch schon bei den Folgeszenarien musste die absehbare Liberalisierung im Rahmen eines bilateralen Abkommens mitberücksichtigt werden. Gemein ist zudem allen Prognosen bis heute, dass sie lediglich von einer kurzfristigen Erhöhung der Zuwanderung durch eine Liberalisierung ausgehen.

Die tabellarische Übersicht zu den einzelnen Prognosen zeigt, dass die Annahmen zur maximalen Bevölkerung der Schweiz steigen und steigen (mit Ausnahme der wirtschaftlich schwierigen Phase Ende der 1990er-Jahre, 1996 war der Wanderungssaldo sogar knapp negativ). Der Anstieg hat primär mit einer stärkeren Zuwanderung zu tun. Auch der Zeitpunkt für das Erreichen des Spitzenwerts schiebt sich so weiter und weiter in die Zukunft. In der obigen Grafik wie auch in der folgenden Tabelle wurden jeweils die mittleren Szenarien der einzelnen Berichte berücksichtigt. Es sind jene Szenarien, deren Eintretenswahrscheinlichkeit zum damaligen Zeitpunkt als am grössten erachtet wurde:

Mit «hoher Wahrscheinlichkeit» werde die Schweiz im Jahr 2060 rund 9 Millionen Einwohner haben, schreibt das BFS in seinem aktuellsten Bericht von 2010. Die Bandbreite der verschiedenen Szenarien liegt zwischen 6,8 und 11,3 Millionen. Zwar spielen hier auch unterschiedliche Geburten- und Sterberaten eine Rolle. Die drei Hauptszenarien unterscheiden sich jedoch vor allem bezüglich des Ausmasses und der Entwicklung der Zuwanderung. Gemäss dem mittleren Szenario sinkt der Wanderungssaldo bis 2030 auf 22’500 Personen pro Jahr und bleibt danach konstant. In der hohen Variante pendelt sich der Wanderungssaldo ab 2030 bei 45’000 Personen ein, in der tiefen Variante bei 0.

Aus aktuellem Anlass wird in der nächsten Grafik zusätzlich die mögliche Entwicklung der Zuwanderung nach einer Annahme der Ecopop-Initiative dargestellt. Die Initiative, über die am 30. November abgestimmt wird, verlangt, dass das zuwanderungsbedingte Bevölkerungswachstum maximal 0,2 Prozent beträgt (aktuell gut 16’000 Personen pro Jahr). In einer Übergangsphase werden im ersten Jahr nach der Annahme noch 0,6 und im zweiten Jahr 0,4 Prozent erlaubt. In der Grafik wurde ein konstantes Wachstum von 0,2 Prozent ab 2017 angenommen. Zu diesem Wachstum hinzu kommt der Geburtenüberschuss der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz. Hier wurden die Werte gemäss dem mittleren Szenario des BFS verwendet. Aktuell liegt der jährliche Geburtenüberschuss bei rund 18’000. Nach dem Jahr 2030 soll er negativ werden.

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Die Grafik zeigt, dass die Entwicklung nach einem Ecopop-Ja ziemlich genau dem mittleren Szenario des BFS entspricht. Allerdings verläuft die Entwicklung seit 2010 eher gemäss dem hohen Szenario der Statistikbehörde. Seit 2007 betrug das Bevölkerungswachstum stets 1 Prozent oder mehr. In seinem hohen Szenario nimmt das BFS zwischen 2010 und 2060 einen Schnitt von 0,7 Prozent pro Jahr an, im mittleren 0,3 und im tiefen minus 0,3 Prozent.

Ein weiterer interessanter Aspekt im Umgang mit den verschiedenen Bevölkerungsszenarien ist, dass selbst innerhalb der Bundesverwaltung unterschiedliche Annahmen getroffen werden. Das BFS hielt wie gesagt 2010 sein mittleres Szenario für am wahrscheinlichsten. Anders das Bundesamt für Raumplanung: Bei den Vorgaben für die künftigen Baulandreserven wird für 2050 eine Schweiz mit mehr als 11 Millionen Einwohnern angenommen. Wie das BFS rechnet das Bundesamt für Energie bei der Umsetzung des Atomausstiegs mit dereinst rund 9 Millionen Einwohnern. Und auch die AHV geht vom mittleren Szenario aus. Allerdings mit einem höheren Zuwanderungssaldo: Statt wie vom BFS vorausgesagt bei 22’500 wird er gemäss der AHV ab 2030 bei 40’000 Personen liegen.

Schliesslich machen sich nicht nur Schweizer Statistiker Gedanken zur hiesigen Bevölkerungsentwicklung. Aktuelle Prognosen gibt es sowohl von der EU-Statistikbehörde Eurostat als auch von der UNO. Beide liegen im Bereich des hohen Szenarios des BFS. Die UNO schaut am weitesten in die Zukunft: Demnach könnte die Schweiz zum Ende dieses Jahrhunderts beinahe 13 Millionen Einwohner haben.

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Die Berichte von 2010, 2005 und 2000 sind online über das statistische Lexikon des BFS abrufbar (Thema: Bevölkerung; Subthema: Zukünftige Bevölkerungsentwicklung). Die älteren Berichte nicht. Sie lagen der Redaktion in gedruckter Form vor. Der nächste Bericht erscheint voraussichtlich 2015.

60 Kommentare zu “Von der Unmöglichkeit, Bevölkerungsentwicklungen vorherzusagen”

  1. André Dünner sagt:

    Eigentlich war vorgesehen einen längeren Text hier erscheinen zu lassen. Wird es nicht werden.

    Ich persönlich bin davon überzeugt, dass der Mensch in der Lage ist sein eigenes Grab zu schaufeln. Es werden auch welche sein die ganz und gar nicht den Weg der grösseren Massen beschreiten. Diese haben die Angewohnheit sehr ruhig zu agieren und in gewählt beherrschter Art und Weise längere Szenarien zu planen als nur diejenigen über eine oder zwei Generationen hinweg.

    Somit kann sich jede Person einmal Gedanken dazu machen was wertschöpfende Verhaltensweise grundsätzlich bedeuten könnte.

    Lesenswerter Ansatz wäre http://www.libinst.ch/?i=die-moralischen-grundlagen-des-kapitalismus

    ECOPOP hin oder her. Verantwortungsvoller Umgang vom kleinen bis hin zum Grossen.

  2. Martin Cesna sagt:

    “Zürich” reicht bis Baden, da erst danach grössere Gebiete sind, wo keine Häuser mehr stehen. “Zürich” hat längst die Gemeinde- und Kantonsgrenze(n) gesprengt. So wird es auch mit der Schweiz sein: Es sprengt jetzt schon die Landesgrenze, berücksichtigt man die ganzen Autokaravanen, die mit “Wanderarbeitern” jeden Morgen ins Land kommen.
    In der Regio Basel fährt die S-Bahn schon mehrfach über die Landesgrenze. Bald wird dies auch für “Zürich” gelten.
    Bei der Betrachtung dieser Dynamik wirken Statistiken, die sich an Landesgrenzen aufhalten, etwas antiquiert.

  3. René Baron sagt:

    Fakt ist, dass an nunmehr seit 20 Jahren das Bevölkerungswachstum PERMANENT und IMMER unterschätzt hat ! DAS sollte zu denken geben, wenn uns wieder mal neue Zahlen aufgetischt werden !

  4. Roger Senn sagt:

    Was auffällt: Die Prognosen sind immer zu tief angesetzt. Das wird wohl auch auf die Prognose 2010 zutreffen, welche für 2060 von 9 Millionen Einwohnern ausgeht. Sollte die Bevölkerung bis 2060 um 1% pro Jahr zunehmen, wie sie das seit der PFZ tut, werden es 2060 rund 12.7 Millionen Einwohner sein. Das Mittlere Szenario für 2060 würde ich sagen ist 10.5Millionen, das Minimum 9.5 Millionen und das Maximum 13.5 Millionen.

  5. Joel Christen sagt:

    Auf diesen Artikel, der der Öffentlichkeit aufzeigt, dass das BfS systematisch die Entwicklung unterschätzt, warte ich seit 15 Jahren. Den Titel des Artikels finde ich allerdings falsch. Der Umstand, dass sich das BfS ständig (politisch motiviert) vertut, rechtfertigt allerdings noch lange nicht die im Titel gemachte Feststellung. Mit der Prognose lineares Wachstum dürfte man der Realität recht nahe kommen…. Vielen Dank für den Artikel.

  6. Markus Schneider sagt:

    Das sind meiner Ansicht nach kindische Spielereien, um bloss keine Grenze nach oben setzen zu müssen. Wenn es hier nur um Geburten- und Sterberate ginge, so würden wir weder über MEI noch über Ecopop abzustimmen haben. Das Hauptproblem ist die seit den 1960er Jahren total aus dem Ruder gelaufene Einwanderungspolitik, wo ständig nur noch mehr und noch mehr Zuwanderer zugelassen wurden. Wenn diese Zuwanderer wirklich so toll und arbeitsam sind, so werden sie ja problemlos überall einen Job finden, oder es findet sich ein Schweizer, der sie im Ausland beschäftigt. Diese völlig überbordenede Zuwanderung muss nun fix gedeckelt werden, die Schweizer Firmen sollen wieder lernen, wie man arbeitet, nicht nur wie man Leute ausnimmt. Das gilt für die Banken über die Hotellerie bis ins Baugewerbe.

    • Eberle Urban sagt:

      Herr Schneider, ich stimme mit Ihnen weitgehend überein. Was ich differenzierter sehe betrifft die Unterschiebung der Schuld an die Firmen. Ueber 80 % der Zuwanderung geht in den öffentlichen Sektor! Dort müsste der Hebel dringenst angesetzt werden. Es handelt sich dabei um Kosten verursachende Tätigkeiten, die völlig aus dem Ruder gelaufen sind. So lange wir das Wachstum im öffentlichen Sektor zum “Wirtschaftswunder Schweiz” zählen wird uns Sand in die Augen gestreut. Wenn wir zu keiner kontrollierten Einwanderungspolitik finden werden auch die höchsten Prognosen der Bevölkerungsentwicklung nicht das Papier wert sein.

  7. Laura Wyss sagt:

    Jede angenommene Initiative wird ohnehin verwässert! Aber die Stossrichtung von Ecopop ist richtig. Seit der PFZ erleben wir eine Bevölkerungsexplosion durch Migration, wie in einem Drittweltstaat. Die Verdrängung und unlautere Konkurrenzierung in fast allen Lebensbereichen wird immer unerträglicher. Ecopop geht von ca. 16000 Neumigranten pro Jahr aus (heute rund 100000!). Wenns dann trotzdem 30000 wären, wird wohl kaum jemand aufmucksen. Also es muss nicht eine fixe Zahl sein, sondern nur ein Richtwert.

  8. Thierry Fenkel sagt:

    meiner Ansicht nach ist alles viel einfacher.Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Arbeitslosenstatistik und der Einwanderung.
    Nehmen die Arbeitslosen zu und die werden deutlich zunehmen ,sinken die Einwanderungen.

    • Marcel Senn sagt:

      Das war ja 1997 schon so, als wir die höchste Arbeitslosigkeit seit den 30er Jahren hatten mit durchschnittlich 5.2% (und Spitzenmonatswert von 5.9%) — und da gab es keine Immigration mehr in jenem Jahr…

  9. Markus Meier sagt:

    Interessant ist, dass sowohl von der EU-Statistikbehörde Eurostat als auch von der UNO höhere Werte prognostiziert werden. Und trotzdem sieht die EU keinen Grund, mit der Schweiz über Lösungen zu verhandeln? Mir scheint, die brauchen selber gar keine Fachkräfte und sind froh, wenn solche in die Schweiz ziehen.

  10. Matthias Meier sagt:

    Um die langfristigen Auswirkungen zu sehen, muss man sich auch anschauen, was für Leute einwandern. Das sind überwiegend junge, gesunde Menschen, die hierher kommen, um zu arbeiten. Das sind Netto-Einzahler in unsere Sozialwerke. Ein Stopp der Einwanderung würde also zuerst einmal eine stärkere Belastung der Sozialwerke bedeuten! Die “Zersiedelung” ist nur dann ein Problem, wenn alle dem (angeblichen?) Traum vom “eigenen Häuschen im Grünen” nachhängen. Es wäre ökologisch und ökonomisch vernünftiger, viel mehr Hochhäuser in den unmittelbaren Aussenbezirken von Städten zu bauen (diese haben auch einen geringeren Pro-Kopf Energieverbrauch als z.B. Einfamilienhäuser) – dann kann man auch wieder mehr Land auszonen und zu Naturschutz- und Naherholungsgebieten umformen. Weiter müssen grosse Infrastrukturprojekte angepackt werden, etwa ein Art neue “Swiss-Metro”, die nicht Geschwindigkeit sondern die Anzahl transportierte Personen maximiert. Dafür braucht es eine starke interkantonale Zusammenarbeit in der Raumplanung und langfristiges Denken.

    • Theo Seiler sagt:

      Herr Meier, besten Dank für Ihren Kommentar. Endlich jemand, der die Situation richtig und logisch einschätzt, Finanzierung der Sozialwerke, in die Höhe bauen, statt in die Breite (mit Wohnkonzepten, die auch für Kinder gut sind), neue Wege in der Verkehrsplanung.
      Es wäre doch schön, wenn von etlichen Schreiberlingen mehr Logik als nur leeres Geschwafel angewandt würde. 😉

    • Roger Walser sagt:

      Man kann die Sozialwerke auch viel einfacher sanieren. Erhöhen wir die Abgaben für die Sozialwerke auf den Kapitalerträgen. Z.B. X% auf den Zinsen der Guthaben und Dividenden. Das könnten die Banken gleich Handhaben wie die Verrechnungssteuer.

    • Walter Bossert sagt:

      Lieber Herr Meier, seit Jahren sprechen wir nun schon von Verdichtung! Warum tut sich nichts? Ich kann Ihnen schon sagen warum Ihr Traum auch ein Traum bleiben wird! Erstens: Um Platz zu schaffen für Ihre Wolkenkratzer müssten die alten Häuser mit günstigen Wohnungen abgerissen werden!? Das geht vielleicht in China einfach, aber nicht in der Schweiz. Zweitens die neuerstellten Wohnungen würden hier in der Schweiz so teuer, dass sie nur von reichen gemietet werden können. Drittens Wohnverdichtung ist nicht gleich Lebensraumverdichtung!

    • Schnellmann Remo sagt:

      Wie und wo ich wohnen will, bestimme ich selber!

  11. Chris sagt:

    “Jetzt nimmt’s noch ein bisschen zu und dann wieder ab”. So klingt’s seit Jahrzehnten… Aber die Zunahme ist eigentlich ziemlich linear. Etwa alle 15 Jahre eine Million mehr, in Zukunft alle 12. Man kann sehr wohl voraussagen, wie es weitergeht. Bern will es einfach nicht offen sagen.

  12. Robert Herz sagt:

    Statistisch gesehen lassen sich die Prognosen des BFS tatsächlich so verstehen, dass sie zuverlässig immer falsch liegen und die Entwicklung so lange linear verläuft (also 9 Mio. schon ca. 2025), bis sie “gegen ein Hindernis” stösst. Und dieses könnte ECOPOP sein. Die Frage ist, ob wir das wollen und die gesamten zusätzlichen Effekte dafür in Kauf nehmen. Ich lehne ECOPOP ab, aber nicht weil ich gern mehr Bevölkerung will – sondern weil ich den insbesondere wirtschaftlichen (aber auch den politischen) Schaden über alle Massen fürchte, den sie mit ziemlicher Sicherheit anrichten würde – den (wirtschaftlichen) Totalschaden.

  13. stephan Weber sagt:

    Als Prognostiker kann ich sagen, dass man Trendes recht zuverlässig schätzen kann, und damit die Bevölkerungsentwicklung recht gut prognostizierbar ist. Die meisten wichtigen Trends wie Geburtenrate und Sterberate sind über recht lange Zeiträume recht konstant. Wanderungsbewegungen sind dagegen politisch motivierte Faktoren, u.a. sehr gewünscht um die sehr geringen Geburtenraten und andere Schiefstände auszugleichen. Man sollte auch bedenken, dass sich Wanderungsströme umkehren können, wenn sich die relative Attraktivität verändert.

    • Margot sagt:

      Die Wanderungsströme verändern sich schon jetzt! Im July in der NZZ “Weniger Deutsche, mehr Südeuropäer” zeigt dies genau aus dem “10. Bericht des Observatoriums zum Freizügigkeitsabkommens Schweiz – EU”.
      Die Südeuropäer sind weniger qualifiziert als die Erwerbstätigen aus den nördlichen EU-Ländern und deshalb vor allem Unterschlupf in für Konjunkturschwankungen anfälligen Branchen finden. Entsprechend liegt die Arbeits- und Erwerbslosenquote dieser Nationalitäten stets deutlich über jenen der Schweizer und Deutschen

      • alessandro roberti sagt:

        Die Annahme, dass junge mobile Südeuropäer schlechter qualifiziert sind als Deutsche und Schweizer grenzt an Rassismus. Bei älteren Menschen, viele Arbeitslose sind über 55 Jahre alt, kann das noch stimmen, in Portugal besipielsweise waren bis zur Nelkenrevolution 1974 nur 4 Schuljahre Pflicht. Aber eben zur Zeit kommen eher junge Menschen in die Schweiz, da hier die Jugendsarbeitslosigkeit viel niedriger ist als in Südeuropa, ganz einfach.

  14. Roger Walser sagt:

    In Deutschland betrug im Jahre 2009 der Medianlohn € 2’626.–/Mt. (CHF 3’345.–). In der Schweiz betrug der Medianlohn im Jahr 2010 CHF 5’979.–. Bei solchen Lohndifferenzen bleibt unser Land für Ausländer extrem attraktiv, was auch nur verständlich ist. Folglich werden wir nicht darum herumkommen die Zuwanderung wieder zu regulieren.

    • Marcel Senn sagt:

      Walser: Sie nehmen einen Medianlohn von 2009 und berechnen ihn mit einem €/CHF Kurs von 2014….also bitte, wenn Sie schon mit Zahlen argumentieren wollen, dann bitte etwas professioneller — wie wäre es wenn schon mit dem PPP-Medianlohn berechnet mit den jeweilige historischen Kursen (Purchase Power Parity)…dann ist der Unterschied nicht mehr so gross und dann bricht ihre Argumentationskette betreffend Zuwanderung (zumindest aus Deutschland) ein.

  15. Heinz Butz sagt:

    Wenn man an die Bevölkerungs-Entwicklungszahlen des BFS ganz einfach ein Lineal ansetzt sehen wir im Jahre 2060 eine Wohnbevölkerung von ca 15 – 16 Millionen Menschen. Da kann ich nur sagen: “Gott sei Dank, leb ich dann nicht mehr”. Aber wie sehen die heute 15 – 20 jährigen diese Perspektive? Da könnte man einmal eine sinnvolle Umfrage machen um den Puls der kommenden Generationen zu spüren, aber das interessiert natürlich unsere heutzutage sehr kurzfristig denkenden Politiker überhaupt nicht, denn sie denken nur an die nächste Wahl!

  16. Markus Sennheiser sagt:

    Das Hauptproblem meiner Meinung nach ist dass wir weder eine Vision oder ein Konzept haben wohin wir das Land steuern wollen. Momentan haben wir eine Wildwuchssituation. Indem schon heute massiv belastete Ballungszentren weiter belastet werden und Lebensräume an qualität verlieren. Einfach üerall dichter bauen ist langfristig keine Lösung. Es braucht überkantonal und Landesweit ein Konzept. Lebensräume definieren sowie Wirtschaftsräume Lanadesweit sinvoll verteilen . Solang dies nicht der Fall ist, muss man diesen Wildwuchs stoppen. Darum für mich auch wenn nicht die optimalste variante,zurzeit die Ecopop.

  17. Alex Kramer sagt:

    Statistik auf der Basis organischen Wachtums ist blanker Unsinn, wenn der importierten Zuwachsrate nicht Einhalt geboten wird. Wir werden, wenn es so weitergeht wie bis anhin, 2020-25 schon 9 Millionen überschritten haben.
    Ich habe in der ganzen Diskussion noch kein persönliches Votum eines Wirtschaftsvertreters vernommen, der objektiv die Veränderung seines Heimatlandes seit seiner Geburt wahrgenommen hat, stattdessen von Wachstum, Wohlstand (für wenige) und Konkurrenzdruck spricht.
    Dem Konkurrenzdruck schöner Lebensräume werden wir sicher nicht standhalten können, wenn hier mal alles zugepflastert ist; da stimme ich denen ausnahmslos zu. Dass dann die Schönen mit ihren Reichen auch nicht mehr hier sein und gerne ihre “Steuern” zahlen werden, eine weitere Tatsache.

  18. Roland K. Moser sagt:

    Die Bevölkerungsentwicklung lässt sich ziemlich genau vorhersagen, wenn man sie steuert
    Die Schweizer Landwirtschaft kann 5 Millionen Menschen ernähren. In der Schweiz leben 8.2 Millionen. D.h. 3,2 Millionen Einwanderer und Eingebürgerte sind überzählig.
    Wenn nun die Einwanderung gestoppt wird und gleichzeitig pro Jahr 160’000 Einwanderer und Eingebürgerte repatriiert werden, leben 2034 ziemlich genau 5 Millionen Menschen in der Schweiz.

    • Hans Huber sagt:

      Was für eine abstruse und dumme Rechnung! Mit solchen Ideen lässt sich nicht mal vordergründig die menschenverachtende Politik rechtfertigen. Wir kann man nur in einer so kurfiristgen und einseitigen Gedankenwelt leben?!

    • Raymond Allaman sagt:

      Meine Frau ist als Griechin in der Schweiz auf die Welt gekommen und hat sich mit 18 Jahren einbürgern lassen. Ihrer Meinung nach müsste sie also wieder repatriiert werden. So weit, so klar. Was ist aber mit unseren beiden Kindern? Dürften die bleiben?

    • Ihr Kommentar ist der einzige, der das Thema pragmatisch angeht. Wir müssten uns eigentlich ganz genau überlegen, warum der Bundesrat alles Mögliche unternimmt, um die Schweiz für die EU erpressbar zu machen!

    • Joel Eberle sagt:

      Ihnen ist schon bewusst, dass man nicht einfach Leute rauswerfen kann die eine Niederlassungsbewilligung haben oder sogar Staatsbürger sind?
      Im Gegensatz zu Ecopop ist Ihre Ansicht der Dinge tatsächlich Menschenverachtend. Die Vision vieler Leute hier in der Schweiz ist es die Schweiz so zu erhalten wie sie jetzt ist und nicht einen ärmlichen Agrarstaat daraus zu machen wie er es vor 100 Jahren mal war.

      • Roland K. Moser sagt:

        Es ist Ihnen schon klar, dass man die Gesetze nur so machen und danach auch durchsetzen muss, damit mein obiger Vorschlag funktioniert?
        Die Schweiz ist überbevölkert – Um 3,2 Millionen Menschen.

        • Oppliger Max sagt:

          Haben Sie ein Auto? Falls ja wurde das in der CH hergestellt? Heizen Sie mit Gas oder Oel? Fakten und logisches Denken sind nicht jedermanns Sache, nicht wahr.

          • Roland K. Moser sagt:

            Genau!
            Die Überbevölkerung einer Volkswirtschaft wird nämlich nicht an den hergestellten Autos pro Kopf gemessen, sondern an den hergestellten Lebensmitteln pro Kopf. In der Schweiz können nur Lebensmittel für max. 5 Millionen Menschen hergestellt werden, d.h. jeden Tag treffen Lebensmittelhilfslieferungen für 3,2 Millionen Menschen in der Schweiz ein, weil diese 3,2 Millionen sonst verhungern würden.

    • Ernst Gabathuler sagt:

      Herr Moser, von der 100prozentigen Selbstversorgung hat sich die Schweiz schon längst verabschiedet. Der Traum von einer autarken Schweiz ist definitiv ausgeträumt, in jeglicher Hinsicht.
      Eingebürgerte können Sie nicht repatriieren, wohin denn auch? Diese Menschen sind Bürger der Schweiz wie Sie und ich. Es gibt keine Zweitklassschweizer, ob Ihnen das nun passt oder nicht.

    • Chris sagt:

      Es gibt auch innerhalb eines Landes Regionen, die sich nicht ernähren können (Städte), die dafür den Agrarregionen nicht essbare technische Erzeugnisse liefern. Das nennt sich Markt. Warum soll das nicht auch zwischen Ländern in Europa der Fall sein? Die Agrar-Länder sind technologisch nicht autark und wir liefern gerne.

  19. Klicki sagt:

    Die Prognosen des BfS sind und waren schon immer von Beschwichtigung und Zweckoptimismus geprägt. Auch die Statistiker und ihre Vorgesetzten sind sich bewusst, dass derart hohe Zuwanderungsraten, wie wir sie zur Zeit erleben, sich auf die Dauer nicht halten lassen. Da man die Konsequenzen daraus nicht ziehen will, redet man die Prognosen klein.

  20. Margot sagt:

    Die letzten Jahre war das Bevölkerungswachstum stets 1%. Die Frage ist, ob die Inländer das auch in Zukunft einfach so hinnehmen wollen! Vor allem auch die Art und Zusammensetzung der Zuwanderer. Denn die Facharbeiter sind nur ca. 15%, der Rest erfolgt im Niedriglohnsektor bei denen es bereits genügend Arbeitslose hat.
    Früher oder später muss eine Begrenzung stattfinden, darauf sollten sich die Zukunftsforscher einstellen.

  21. Patricia Galli sagt:

    Zitat: “Erstaunlich: Die Grafik zeigt, dass die Entwicklung nach einem Ecopop-Ja ziemlich genau dem mittleren Szenario des BFS entspricht.”
    Nein, das ist nicht erstaunlich, die Politiker wissen genau, dass sich die Bevölkerung tendenziell einen solchen “mittleren” Anstieg wünscht, deshalb ist die Prognose so hin gebogen.
    Die Politiker haben nun jedoch für den 30.11. das Problem die Bevölkerung davon abzubringen, dass das mittlere Szenario durch die Ecopop-Initiative fixiert wird, denn die Politiker wollen immer erst hinterher mit Erstauen feststellen, dass die Zuwanderungswelle viel grösser war als angenommen.

  22. Patricia Galli sagt:

    Das Buch “Die Grenzen des Wachstums” von 1970 enthielt die Prognose 6 Milliarden für 2000. Diese Prognose ist 30 Jahre später fast exakt * eingetroffen. Zumindest global sind die (leider düsteren) Prognosen verlässlich. Nationale Migrationsströme sind natürlich etwas schwieriger zu prognostizieren.
    * Quelle Wikipedia “Die Aussagen des Berichts zur Weltbevölkerung im Jahr 2000 sind inzwischen überprüfbar. In diesem Jahr lebten mit sechs Milliarden Menschen annähernd genau soviele Menschen wie im Standardlauf des Weltmodells berücksichtigt wurden.”

  23. Schnellmann Remo sagt:

    Balsam auf die Seelen unserer masslosen Zuwandererfreunde. Nur: Wollen das alle? Ich definitiv nicht.

  24. sepp z. sagt:

    Fact scheint, dass keine Prognose sich getraut, das zu erwartende Wachstum in vollem Ausmass auszusprechen und darzustellen.
    Das Wirtschaftswachstum, die Regeln des Zusammenlebens und die Verteilung des Wohlstands sind menschgemacht, nur das Bevölkerungswachstum soll ein Naturgesetz sein?

  25. Kaegi sagt:

    Weniger stellt sich die Frage der Quantität, sondern entscheidend ist die Qualität der Zuwanderung. Wer bestimmt in Zukunft, die Bürger eines Landes oder die Kapitäne der globalen Wirtschaft, die religiösen Fanatiker oder die Militärbündnisse. Mit den eingewanderten Kulturen habe ich höchste Bedenken, dass unsere Lebensquälität inkl. unserer Kultur den Bach hinuntergeht. Dieses Wachstum ist es mir nicht wert. Da verzichte ich gerne auf einigen (Un)Wohlstand) gerne.

  26. Francis Noel sagt:

    Wenn es unmöglich ist, solche Vorhersagen eingermassen richtig zu prognostizieren, ist die ganze Arbeit dieser Statistiker völlig nutzlos. Warum beschäftigt man noch solche Leute und verschwendet Steuergelder dafür? Sorry, aber mit ECOPOP gäbe es eine genau Zahl, nämlich max. 0.2% der ständigen Wohnbevölkerung. Punkt. Dann kann man die nutzlosen Statistiker abschaffen oder zumindest in eine andere sinnvollere Arbeit “integrieren”.

  27. W.Hürlimann sagt:

    Eine völlige Illusion zu glauben, dass bei 13’000’000 Einwohnern Schluss sein wird, das grenz schon an Esoterik! Einfach nur gutgläubig und dumm! Wenn man jetzt nicht gegensteuert, wird das Wachstum in Schwankungen weitergehen. In der Folge wird die Schere zwischen guten und schlechten Einkommen weiter auseinandergehen (müssen), die Sozialwerke werden noch stärker belastet, die Bodenpreise werden geradezu explodieren, leistbare Mietwohnungen mit durchschnittlichem Komfort werden Mangelware sein, Eigentum kann sich nur noch leisten, wer wirklich überdurchschnittlich verdient. Konflikte, Verschmutzung, Staus und Wartezeiten werden massiv zunehmen, der Schaden für die Wirtschaft ist gross. Der Ausbau der Infrastruktur wird immer eine Generation nachhinken, die Kosten werden nicht mehr tragbar sein.

  28. Adrian E. sagt:

    Wenn man die Zahlen der Vergangenheit anschaut, sieht man, dass es immer wieder grosse Schwankungen gab. Die Vorstellung, mit Ecopop würde die Einwanderung immer etwa bei 0.2% sein (ein Wert, der in einem grossen Teil der letzten Jahrzehnte, auch vor der Einführung der Personenfreizügigkeit meistens überschritten wurde), ist deshalb ziemlich unglaubwürdig. Wenn die Einwanderung so radikal beschränkt wird, dass viele Firmen befürchten müssen, dass sie in Zukunft keine Planungssicherheit haben und benötigte Mitarbeitende nicht finden, kann die Netto-Zuwanderung gut auch zeitweise negativ werden (wie in den 70er Jahren), weil die Firmen dann notgedrungen ihre Kapazitäten vor allem ausserhalb der Schweiz aufbauen. Das könnte aber mit Ecopop nicht mehr ausgeglichen werden, und wenn der Bedarf nach Arbeitskräften grösser würde, müsste vor allem auf GrenzgängerInnen (und eventuell rechtlose Saisonniers, die nicht zur “ständigen Wohnbevölkerung” gezählt würden zurückgegriffen werden.
    Wenn man sieht, wie die Migrationszahlen immer stark schwankten, ist es eher absurd, wenn Ecopop-BefürworterInnen meinen, diese könnten mit Ecopop plötzlich auf einem tiefen Niveau stabil sein.

    • Roger Walser sagt:

      In den letzten 140 Jahren, bis auf das Jahr 1918, hat die Bevölkerung in der Schweiz jedes Jahr zugenommen. Mal mehr mal weniger, aber ende Jahr wohnten immer Mehr Leute in der Schweiz als zu beginn. 1918 grassierte die spanische Grippe die sehr viele Tote forderte, deshalb ist in diesem Jahr der Saldo negativ.

  29. Anton Keller sagt:

    Die bisherige Entwicklung war ziemlich linear, so ist die realistische Annahme dass es so weiter geht.
    Ausser es gibt einen externen Faktor wie ein Ja zu Ecopop. Die bisherigen Prognosen waren immer zu tief, so dass ich einen systematischen Fehler vermute. Es könnte aber auch sein, dass die Prognosen absichtlich verfälscht wurden.

  30. Reto Diem sagt:

    Ecopop mit 0.2% ist also “extrem” und “Abschottung”? Dabei entspricht das doch genau dem moderaten, mittleren Szenario! Die Die ganze Nein-Propoganda ist total unglaubwürdig, gute Argumente dagegen hab ich noch keine gehört. Unbedingt JA zu ECOPOP!

    • Marcel Senn sagt:

      Diem: Mit nur 1.43 Kindern pro Schweizerin (standartisierte Geburtenrate) sterben wir in gut 300 Jahren als Volk aus und schon in 20-30 Jahren werden wir ein Altersheim sein (infolge des Babybooms zw. 1943-1971) — aber das interessiert Euch Ecopop-Betonköpfe vermutlich auch nicht! Ihr denkt einfach nur kurzfristig und kleingeistig in absoluten Bevölkerungszahlen (resp. dem % Zuwachs von 0.2%)
      Es spielt sehr wohl eine Rolle ob eine Bevölkerung hauptsächlich aus Kindern, Erwerbstätigen oder aus Rentnern besteht – aber diesen Fakt ignoriert Ecoflop geflissentlich!
      .
      Daher unbedingt NEIN zu EGOPOP!!

  31. Markus Petersen sagt:

    Es wird ja vor allem eines offenbar: Die Prognosen lagen allesamt immer viel zu tief. Dass das jetztige “mittlere Szenario” ebenfalls Makulatur ist, zeigt, dass Ecopop als massive Abschottung bezeichnet und von allen Seiten bekämpft wird wie noch keine Initiative zuvor. Bei Prognosestellung des BFS stand bestimmt kein Politiker auf und sprach davon, dass dies aber total abschottend sei. Die Prognosen sind vor allem eins: Politisch gewollte Beruhigungspillen.

  32. reto monte sagt:

    Ich habe eine GENAUE Prognose! 0,2% im Jahr Bevölkerungswachstum wenn die ECOPO Initiative angenommen wird.

    • Oh, wir haben hier einen genialen Kommentator.
      Vieleicht sollten sie mal überlegen ob das Bevölkerungswachstum wirklich nur von der Zuwanderung abhängt, und nicht etwa auch von Faktoren wie Geburtenrate und Lebenserwartung. Steht übrigens auch im Artikel, vieleicht sollten sie mal etwas lesen, anstatt wild drauflos zu kommentieren

      • H.J. Illi sagt:

        Die Faktoren Geburtenrate und Lebenserwartung können sie vergessen, die sind bekannt, da können sie nicht gross daneben liegen. Aber ob in den nächsten Jahren die Nettozuwanderung 16’000 oder 80’000 – 150’000 Personen beträgt ist relevant. Gegen oben gibt es ja dann keine Limite.

        • Steht ja grad im Artikel dass wir bei beidem daneben waren. Lebenserwartung ist höher als gedacht, Geburtenrate tiefer.
          Nix da mit bekannt.

          • H.J. Illi sagt:

            Die Annahmen bezüglich Geburtenrate und Lebenserwartung sind nur 5 – 10% daneben. (Für das BFS fast schon eine Superleistung) Aber bei der Zuwanderung liegt das BFS konstant um den Faktor 5 zu tief ! (400% daneben)

    • Hannes Müller sagt:

      Und wie setzt man das durch?

    • Oppliger Max sagt:

      Haben Sie auch gerade noch eine exakte Prognose zum Wirtschaftswachstum und zu den Sozialwerken. Staatsangestellte haben im übrigen automatische Lohnerhöhungen und Teuerungsausgleich. Das zur eindimensionalen Sichtweise zu ECOPOP. Sorry habe die Geburtenkontrolle in der dritten Welt vergessen. Welch kreativer Ansatz.

    • Rolf Raess sagt:

      Ja, Herr Monte, auch ich sehe den Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Spekulationen als Einmischung in die Abstimmung Ecopop…

    • rene weigelt sagt:

      Sie können das also so genau sagen? Und wenn Geburten- und Sterberaten nicht mitspielen helfen wir nach?;-)