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Jede 50. Frau in der Schweiz heisst Maria

Von Marc Brupbacher, 2. September 2014 18 Kommentare »
Welcher Vorname kommt in der Schweiz am häufigsten vor? Und wie beliebt ist der eigene Name im Vergleich dazu? Ein interaktives Tool hat Antworten.
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Maria ist mit grossem Abstand der verbreitetste Vorname in der Schweiz. Ende 2013 trugen 87’404 Frauen diesen Namen – also mehr als jede fünfzigste Frau. Wie dominant der Name in der Schweiz ist, verdeutlicht auch der Vorsprung auf den zweitbeliebtesten Namen: 43’846 Frauen heissen Anna.

Und wie sieht es bei den Männern aus? Dort liefern sich Peter, Daniel und Hans ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Mit dem interaktiven Vornamen-Tool des Bundesamtes für Statistik (BFS) kann jeder seinen eigenen Vornamen analysieren. Wie verbreitet ist er in der Schweiz? In welcher Sprachregion am beliebtesten? Und in welchem Jahrgang besonders gefragt? Berücksichtigt werden alle Vornamen der heute lebenden Wohnbevölkerung bis zum Geburtsjahrgang 1902.

Den Vornamen in den obigen Top 20 ist gemein, dass ihre Blütezeit längst vorbei ist. So gab es beispielsweise bei den Jahrgängen 2010 bis 2013 in der Schweiz insgesamt nur noch 54 Peter. Drei Viertel aller Personen mit diesem Namen wurden vor 1970 geboren. Das gleiche Bild bei Maria.

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Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die beliebtesten Vornamen pro Jahrgang-Dekade. Was auffällt: Die heute populärsten Vornamen sind viel weniger verbreitet als die beliebtesten Namen vor 10, 20 oder 30 Jahren. Ein Indiz, dass die Eltern bei der Namensgebung kreativer geworden sind.

(bru/sda)

18 Kommentare zu “Jede 50. Frau in der Schweiz heisst Maria”

  1. Hans Meister sagt:

    Lena, Lara, Lia, Lulu, Luca, Luan, Liam, Lias, Lamlam, Lala, Trallala… mir scheint, alle Kinder heissen gleich. Es geht nicht um einen schönen Namen für das Kind, sondern darum, dass die Eltern mit einem IN-Namen Ihr Accessoire Kind als Form ihres Lifestyle sehen – Es geht nicht um das Kind oder die Freude darüber, es geht um das Geltungsbedürfnis der Eltern. Immer wieder schön an den riesigen Babyschildern an den Häusern oder Aufklebern an den Autos zu sehen.

  2. Mir gefällt Frauke, aber Dagmar ist edel. Männernamen sollten kurz sein. Etwa Kurt, Rolf, Karl , Max, Gerd, Mark. Gediegen: Eitel.

  3. Ugo Kappenberger sagt:

    Haben unsere Statistiker/Informatiker in Bern nichts wichtigeres zu tun? Diese Spielerei ist ja ganz lustig, aber wenn man bedenkt, dass dies mit unseren Steuergeldern finanziert ist—-ich weiss nicht so recht….

  4. zu beachten gilt, dass “Marie” separat gerechnet wird. Könnte man auch mit Maria zusammennehmen.

  5. d.mercier sagt:

    @daddy, sehr interessant und wichtig ihre aussage. aber schön freuen sie sich über den einfallsreichen namen “laya” der – so vermute ich – aus dem sanskrit kommt

    • Yves sagt:

      Ja, es gibt Quellen die sagen der Ursprung sei aus dem Sanskrit. Aber der Ursprung war uns nicht so wichtig. Die Bedeutung des Namen war uns da viel wichtiger und Laya steht für “das Geschenk” und das fanden wir dann doch sehr passend.

  6. Maria 1963 sagt:

    Maria war allerdings in den 60er-Jahren für Mädchen aus deutschsprachigen Schweizer Familien schon ein Auslaufmodell. Nur wenige können sich mit dem Namen identifizieren und waren wirklich glücklich damit, weil sehr viel mit dem Namen verbunden wird. Ich selbst werde ausserhalb der Familie “Mary” genannt und das passt mir ganz gut so. Und ich kenne einige Jahrgängerinnen, die ihren Vornamen Maria mit dem Zweitnamen kombinieren, z.B. Maria Helen nennt sich Marlen und Maria Nathalie nennt sich nur Nathalie. Ich glaube, die Häufigkeit des Namens Maria in den 60er-Jahren hängt auch mit der Zuwanderung von italienischen und spanischen, in der Regel katholischen Familien zusammen, die mindestens eines ihrer weiblichen Kinder auf den Namen Maria getauft haben.

  7. Martin Uhr sagt:

    Da wäre Jesus wohl erfreut…

  8. Hans Schweizer sagt:

    Wenn man im Suchtool Moha eingibt, kommen 15 Varianten von Mohammed, bei Muha sind es nochmals 5 Varianten. Wäre schön, wenn jemand diese Varianten mal zusammenzählen würde, evtl. noch beschränkt nur auf die Jahre ab 1990 oder 2000, das ergäbe wohl ein bisschen ein anderes Bild.

    • Urs Sempacher sagt:

      bei jedem noch so dümmlichen Thema findet sich ein Schweizer, der seinen Fremdenhass irgendwie teilen darf

    • Klaus Peters sagt:

      Wegen den ganzen Ausländern und Moslems, gellen Sie? Jetzt besitzen die auch noch die Frechheit, ihre Kindern nicht Hans oder Fritz zu nennen! Hilfe, wir werden alle sterben!!!

  9. Daddy sagt:

    Unsere Tochter heisst Laya und liegt auf Rang 6032 und da bin ich sehr froh drumm. In den letzten 110 Jahren wurden lediglich 27 Laya’s in der Schweiz geboren. Lara, Luca & Co. finde ich halt nicht sehr einfallsreiche Vornamen.

    • Adrian Hess sagt:

      Toll, dass Ihnen das gelungen ist. Respekt.

    • Sandro sagt:

      Ich habe mich immer gefragt, warum Eltern krampfhaft nach einem “einfallsreichen”, seltenen Namen suchen. Ich habe das Gefühl dass solche Eltern um jeden Preis, und sei es zum Nachteil des Kindes, einen ausgefallenen Namen suchen müssen. Wollen Sie damit besonders auffallen? Viele Kinder haben es schwer, z.B. in der Schule, wenn sie einen Namen haben, welcher nicht in unsere Kultur passt. Ich hatte mal einen Kollegen, der hiess Donald zum Vornamen (in den USA üblich). Wir alle Schüler kannten jedoch nur Donald Duck und so lachten wir über seinen Namen. Manchmal ist halt Peter, Barbara oder Elisabeth einfacher für das Kind.

      • Kay sagt:

        Sandro ist aber auch ein ziemlich beschissener Name

      • Yves sagt:

        Es ging uns nicht um Einfallsreichtum beim Vornamen. Da habe ich eine unglückliche Wortwahl getroffen. Auffallen wollen wir auf keinen Fall. Aber ich verstehe was Sie meinen. Ich stelle auch fest, dass viele Eltern eine möglichst auffälligen Namen wählen. Wichtig war uns vorallem, dass der Namen so kurz ist, dass er nicht mehr abgekürzt werden kann. Wir haben einfach eine Unmenge an Namenslisten geprüft und so unsere Favoriten ausgesucht. Wäre es ein Junge gewesen, stand Nico und Gian zur Auswahl. Wich

    • Mommy sagt:

      Freuen Sie sich nicht zu früh – vielleicht wird Laya ja zur neuen Maria im nächsten Jahrzehnt.