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«Früher reichte ein Abfallsack pro Woche»

Von Michèle Widmer, 19. Juli 2014 77 Kommentare »
Schweizer produzieren pro Kopf europaweit am meisten Abfall. Christoph Hugi, Experte für Ressourcenmanagement, sieht einen zentralen Treiber hinter dem gigantischen Müllberg.

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Meret Schneider, Junge Grüne, holt noch brauchbares Essen aus Containern von Grossmärkten. (Bild: Sophie Stieger)

694 Kilogramm Abfall fielen im Jahr 2012 auf jeden Einwohner in der Schweiz an. Damit steht die Schweiz europaweit an der Spitze. Ähnlich hoch sind die Zahlen nur in Dänemark (668 kg), Zypern (663 kg) und Luxemburg (662 kg). Der EU-Schnitt liegt deutlich tiefer; jeder Einwohner sorgt dort für 492 Kilogramm Abfall im Jahr.

Mit 279 Kilogramm pro Kopf produziert Estland am wenigsten Abfall. Ein bisschen mehr ist es bei den Letten mit 301 Kilogramm. Danach folgen Tschechien (308 kg) und Polen (314 kg). In der Studie nicht berücksichtigt werden Abfälle aus der Landwirtschaft und der Industrie.

In den Kommentarspalten sorgte der Titel Abfall-Europameister Schweiz für rege Diskussionen. Während die einen die Wegwerfgesellschaft kritisieren, fragen sich andere, ob die Zahlen überhaupt stimmen. «In der Schweiz wird alles legal entsorgt. In anderen Ländern ein Bruchteil», schreibt ein Leser dazu.

Laut Christoph Hugi, Professor an der Fachhochschule Nordwestschweiz im Bereich Ressourcenmanagement, müssen bei der Einschätzung der Ergebnisse beide Aspekte berücksichtigt werden. «In Osteuroopa haben kleine Dörfer häufig eigene illegale Mülldeponien», sagt er – und zieht den Vergleich zur Schweiz. «Noch vor nicht allzu langer Zeit wurde dies auf dem Land gleich gehandhabt.» Noch heute finden sich hierzulande in Wäldern vergrabene Fahrräder, Kühlschränke oder sogar Autos.

Auch die detaillierte Erfassung der Ressourcen spielt der Schweiz eine Rolle. «Für die EU ist es nicht einfach, von ihren Mitgliedstaaten saubere Zahlen zu bekommen», sagt Hugi. Die Schweiz sei da sicher vorbildlich.

Trotzdem: Dass die Schweiz die Liste der Abfallproduzenten anführt, überrascht den Experten nicht. «Der hohe Wohlstand und der einfache Zugang zu Konsumkrediten gestatten es uns, nahezu jedes Bedürfnis jenseits vom Elementaren zu befriedigen», sagt er. Hauptsächlich befeuert werde der Konsum durch die Werbung.

Analog zum wachsenden Konsum hat sich in der Schweiz die Abfallmenge von 1980 bis 2008 auf 5,7 Millionen Tonnen verdoppelt. «Früher hatten wir als Familie einen Abfallsack pro Woche, heute zu zweit zwei», kommentiert ein anderer Leser. Der zentrale Treiber dafür sind laut Hugi die strengen Hygieneregeln für Lebensmittelverpackungen. Auch die Präsentation der Produkte und die Anforderungen an Verpackungen beim steigenden Versandgeschäft spielen eine wichtige Rolle.

So negativ sich die Schweiz bei der Abfallmenge präsentiert, umso positiver zeigt sie sich im Umgang damit. Die Hälfte der Ressourcen hierzulande wird rezykliert (35 Prozent) oder kompostiert (15 Prozent). Nur in Deutschland (65 Prozent), in Österreich (62 Prozent) und in Belgien (57 Prozent) wird Abfall häufiger wiederverwertet oder biologisch abgebaut.

Blickt man Richtung Osten, zeigt sich diesbezüglich ein düsteres Bild: Lettland rezykliert bloss 16 Prozent der Ressourcen. 84 Prozent der Abfälle landen dort auf einer Deponie. In Bosnien-Herzegowina, Serbien und Mazedonien werden sogar alle Abfälle deponiert.

Die EU versucht, die Abfallbehandlung anhand neuer Rahmenbedingungen zu harmonisieren, und zielt dabei klar auf eine drastische Reduktion der deponierten Abfälle ab.

Doch für Hugi ist Rezyklieren nur ein Teil der Lösung. «Vermeidung ist das oberste Gebot.» Produkte müssten wieder langlebiger und reparierfähig werden. Neue Konzepte seien das gemeinsame Nutzen von Produkten, wie zum Beispiel Bohrmaschinen und Autos, oder Reparaturbörsen.

77 Kommentare zu “«Früher reichte ein Abfallsack pro Woche»”

  1. Hobby-Vegetarier sagt:

    Das Thema Verpackung wird wieder mal zu heiss gegessen als es ist. Viel wichtiger ist wie immer der Inhalt, d.h. wer auf Fleisch verzichtet, kann noch so viel Abfall produzieren wie er will (etwas überspitzt ausgedrückt)

  2. michael sagt:

    Als ob der Privatmensch den Abfall produziert. Er wirft nur das weg, was er mit dem Erwerb eines Gegenstandes zusätzlich als Verpackung aufgedrückt bekommt. Ist doch kein Wunder, wenn beispielsweise geschätzte 80% der Wurstwaren bei Migros, Coop etc. in Plastik eingeschweisst sind. Die Verpackungsindustrie muss in die Pflicht genommen werden, nicht der Bürger.

  3. hugentobler erika sagt:

    die menge der verbrauchten abfallsäcke kann kaum als kriterium dienen: auch getrennter abfall ist erst einmal abfall. wieviel davon wirklich recycliert wird, darauf hat der einzelne (leider) wenig einfluss. vor allem profitiert die verpackungsindustrie, und ich höre schon deren aufschrei…
    bei mir wird alles getrennt, ausser bioabfall, denn das ist für eine einzelperson in der stadtwohnung ohne balkon ein aussichtsloses unterfangen… und dann wäre da noch der “graue abfall” (adäquat zur grauen energie). plastikbehälter und poschtisäck werden mehrfach wiederverwendet und nehmen gleichwohl zuweilen überhand. brockenhäuser sind dankbare abnehmer für letztere…

  4. Luisa sagt:

    Seit ich bei mir eine Busse von 1.– Franken für jedes Stück Lebensmittel, das ich wegwerfe(n muss), eingeführt habe, reicht bei mir auf einmal ein Sack pro 2 Wochen… Die Sau, die ich mit den Fränklern fülle, wird jährlich geleert und an eine Organisation überwiesen, die in Hungergebieten hilft.
    Seit dem Syrien-Krieg habe ich die Busse auf 2.– erhöht.

  5. aron sagt:

    Wohlstand und Müllerzeugung in kg/Kopf pro Jahr gehen einher mit der Recourcen Verschwendung der Erde die Reichsten der Welt produzieren am meisten Unrat und Müll auf Kosten der Armen der 3. Welt die Logische Perversion des Kapitalismus was den einen fehlt vergeuden ein paar wenige Reiche Staaten Fazit Müll ohne Ende Diese Staten wenden Unsumen an Steuergeldern auf um nicht im Müll zu Ersticken Schwachsin ohne Ende!

  6. Steve Kirschbaum sagt:

    Es reicht auch heute noch ein Abfallsack pro Woche! Hätten wir die grüne Tonne und den gelben Sack, dann würden noch mehr
    Rohstoffe wiederverwertet! Die Schweiz scheint ja immer alles neu erfinden zu wollen was schon längst gut funktioniert…einfach mal etwas mehr nach Norden kucken und nicht nur über Deutsche schimpfen!!

  7. mensch sagt:

    eine etwas tiefgreifendere analyse der journalistin wäre wünschenswert gewesen. 694 kg abfall der schweiz bei einer recycling quote von 35% macht 451 kg nicht verwertbarer abfall. so eine liste von ländern hätte man einfach erstellen können und wäre aussagekräftiger gewesen. einfach besserer journalismus.

  8. Luzia Osterwalder sagt:

    Etwas Bewusstsein für die Problematich recht eigentlich schon weit 🙂 Wir nutzen einen Kompost, es gibt sehr viele Kompostmöglichkeiten und in St. Gallen z.B. auch Unterstützung von der Stadt, wenn man einen Quartierkompost einrichten will. Wir kaufen möglichst Bio-Produkte direkt beim Bauern, resp. behalten allfällige Plastik/Papiersäcke auf, um sie das nächste Mal wiederzuverwenden. Papier und Karton werden abgeholt. Überrascht war ich dann allerdings doch, als wir die Wohnung eines Bekannten räumten und in jener Gemeinde viel lockerer mit dem Trennen von Papier/Karton umgegangen wurde. Wenn ich einkaufen gehe, bin ich meist zu Fuss unterwegs, so kann ich locker Altglas usw. auf dem Weg entsorgen.
    Ich finde es wichtig den Fussabdruck zu verringern uns sich mit diesen Theman auseinanderzusetzen. Neu gibts hier die Gemeinwohl-Ökonomie welche auch Individualbilanzen möglich macht. Sehr interessante Projekte…
    Viel Spass beim bewussteren Konsumieren.

  9. marek jager sagt:

    ‘die strengen Hygieneregeln für Lebensmittelverpackungen’: waren die regeln denn früher so schlecht? wurden wir deswegen mehr krank? wirklich SEHR ärgerlich diese verpackungsflut, sollte geändert werden. ich wäge gemüse&obst einzeln ab und tue alles in die gleiche plastiktüte, mit vielen preisklebern. manchmal reagiert die person an der kasse sauer.

  10. Jutta Maier sagt:

    Einerseits wurde das Depot für PET-Flaschen aufgehoben, was natürlich dazu führt, dass die Flaschen wieder im Müll landen. Zum anderen hat die Schweiz, ebenso wie die anderen aufgeführten Länder mit hohen Müllraten, mehr Kleinfamilien oder Singlehaushalte. Die Packungen für Fertigprodukte sind klein, nicht Supersized (wie in D), und somit fällt mehr Abfall an. Und zuletzt wurde zumindest in meiner Wohngegend vor gut 20 Jahren der zweimal jährlich durchgeführte Sperrmüll aufgehoben: nun müssen die Bewohner solchen Abfall zum regulären Müll dazustellen.
    Und auch wenn man diese Aussage als rassistisch betrachten könnte: viele Einwohner mit Migrationshintergrund recyklen nicht, sondern schmeissen alles in den Müll. Bei offiziellen 1/3 der Gesamtbevölkerung macht das spürbar was aus.

  11. Thomas Jobs sagt:

    Also ich war zuerst auch überrascht über die Zahlen! Aber de Statistik definiert nur die nakten Zahlen, nicht aber die genaue Sammlung der Abfälle. Als Beispiel: von viele KMU wir der Abfall mit dem Hauskericht mitgenommen. Wie sieht das in den anderen Ländern aus? Viel sind auch ob der Menge erschreckt, überlesen aber, dass der Müll der KMU eben auch mitgezählt wurde! Wenn man in einer Gemeinde sieht, was KMU an Säcken bereitstellen, dann relativiert sich die effektive Menge des Privathauses sehr schnell!
    Die Schweiz könnte aber sehr einfach mehr für das Recycling tun! Verpackungskunststoffe welche sich nahezu sortenrein sammeln und recyclieren lassen, wandern in der Verbrennung; ein riesen Unding!
    Din grosses Plus: es wird kein Kommunalmüll mehr in den Boden vergraben!
    ABER: die Verpackungen von Fleisch und Fisch schlagen unheimlich zu Buche! Da könnte die Verpackung locker zu 1/3 gespart werden.
    Ich bin aber auch über Leute erstaunt, welche ein Blumenkohl in ein Plasticksäckchen stecken und mich dann entsetzt anschauen, wenn ich den Kohl direkt mit der Preisetikette beklebe! Waschen die den Blumenkohl nicht vor den Kochen, welches ja die Keime sowieso abtötet?!?!

  12. Wiesner Felix sagt:

    Ein Abfallsack pro Woche reicht immer noch! Bedingung: Packmaterial und Gebinde in den Laden zurück, Garten- und Küchenabfälle auf den Kompost, Glas, Papier und Karton in die Sammlung und vor allem beim Einkaufen denken!

  13. Hunziker Peter sagt:

    Wir brauchen normalerweise einen 35 l Sack pro Woche. Dafür müssen wir manchmal in den Werkhof fahren, um Metall, Büchsen, Batterien usw. zu entsorgen und dazu braucht man das Auto! (Einen Veloanhänger habe ich in meinem Alter (76) nicht!

  14. Leider wird viel Ware von schlechter Quailtät über billige Schnäppchenpreise verkauft. Viele Konsumenten lassen sich übereilt zu Käufen verleiten von Dingen, welche dann schnell defekt oder kaum gebraucht zu Abfall werden. Wir bemühen uns vor allem beim Einkaufen sehr gut zu überlegen, ob wir das wirklich brauchen. In jedem gekauften Produkt stecken viele Rohstoffe und Energie, den Abfall zu recyclen ist nur noch Schadensbegrenzung, aber keine wirkliche Lösung.

  15. Wyssmann sagt:

    In der Schweiz wird aller Abfall statistisch erfasst. Wenn man im übrigen Europa (zB Italien) auch den illegal entsorgten Abfall einbeziehen würde, sähe die Statistik mit Bestimmtheit aders aus! Wir werden wieder einmal dafür bestraft, dass wir konsequent sind und den Abfall legal entsorgen!

  16. Roland Matter sagt:

    Ich mache das ganz anders und brauche knapp nur 2 Säcke pro Monat. Kürzlich gabs in der MIGROS eine Aktion für Plastikgeschirr, habe wieder aufgerüstet. Packe alles im Laden aus, lege es in die Geschirre und werfe die Verpackung im Laden in den Kübel (Verpackungen darf man ja im Laden lassen). Spare so ca. 500 Franken im Jahr an Abfallgebühren. Diese Variante ist für mich ideal.

  17. Ilka sagt:

    Ich habe angefangen alle Verpackung, Flaschen und Dosen vom Haushaltkehricht separat zu entsorgen am Container oder bei Migros. Der Rest füllt noch 1 Kehrichtsack pro Woche / inkl. Katzensand. Man kann auch in der Schweiz den Kehricht trennen!

  18. werner portmann sagt:

    Ich bin auch allein. Habe eine Grosse Schere gekauft und zerschneide alles, sack reicht für einen Monat.

  19. Reto sagt:

    Kann es sein dass seit der pfz der Müll grösser geworden ist wenn wunderst.. Keine Worte mehr dazu ecopop ja und dass Müll übel verschwindet von alleine wetten ?

  20. Patric Hurschler sagt:

    Das Problem sind die Hersteller und Läden. Wenn Sie den Hersteller zwingen würden nicht alles zig 100-fach zu verpacken würde aus auch anders ausehen. Aber so leben wir halt in einer Welt in der Verpackt und verpackt und verpackt wird admit möglichst viele Rohstoffe verbraucht werden bevor das eigentliche Lebensmittel zum Vorschien kommt. MIGROS, COOPP, ALDI und CO. haben es in der Hand.

  21. May sagt:

    Das Problem bei grösserer Langlebigkeit ist einfach, dass somit auch der Umsatz geschmälert wird. Ergo allenfalls auch nicht so viel Geld verdient wird, was Arbeitsplätze kosten könnte. Denn die Aktionäre und die oberen Etagen werden wohl kaum eine Ausschüttung Minderung oder 1000.- weniger Lohn von Ihren Mio. in Kauf nehmen. Denn der Massstab ist immer das vorhergegangene Quartal egal ob sich die Umstände verändert haben, ein Verlust ist nach diesem Massstab zu kompensieren. Auf dem Rücken der Arbeiter damit weiter Ge-Chef-elt werden kann.

  22. marc schiesser sagt:

    Es wird aber nicht erwähnt, dass heute die Füllmengen immer kleiner werden(quasi immer mehr Verpackung aber weniger Inhalt) Bei COOP habe ich neulich 450 gr. und 900 gr. Brote gesehen!!! Preise steigen und Mengen werden kleiner! Frucht-Joghurt wird auch bei Detailhändlern immer kleiner und es gibt mehr Plastik und Luft als Joghurt.. Es gibt immer farbigere Verpackungen mit weniger Inhalt (wobei bei einigen Produckten wie z.B. Chips nun die Füllmengen fast zu 40% aus Luft bestehen). diverse Zahnpasta-Tuben sing gegenüber früher um fast 30% geschrumpft..

  23. Leonhard sagt:

    Als 4-köpfige, konsumfreudige Familie brauchen wir immer nur eine 35l Kehrichtsack pro Woche, was übrig bleibt wird recycelt.

  24. Peter Fuchs sagt:

    Die Grosshändler müssen wieder mehr den Verpackungsmühl noch im Verkaufsraum annehmen. Andererseits wird unter dem Diebstahlverdacht alles verschweisst, dass es ältere Leute zu Hause nicht einmal öffnen können. Riesenverursacher sind die Versandhändler die 1 Tintenpatrone in einer übergrossen Schachtel versenden – übrig bleibt der Karton und Verpackungsmaterial wie Styropor usw. Angepasster Versand würde 1/3 der Mühlmengen verhindern.

  25. Jürg Ingold sagt:

    Gegen zuviel Luft im Abfall (durch Verpackungen, die wieder “aufgehen”) hilft ein Roller mit Paketklebeband. Leere Packungen flach zusammenknautschen, notfalls mit dem Fuss, und so zusammenkleben. Schafft Raum ffür die zehnfache Abfallmenge, ein 35 l- Sack reicht uns zu zweit etwa 3… 4 Wochen. Wichtig: Abfall, der stinken könnte, landet in aufbewahrten stabilen Säcken von Waschmitteln, Kaffee u. ä. ebenfalls sicher zugeklebt. Trotz diesen Verdichtungsmassnahmen wird der Sack selten die erlaubten 5 kg schwer….

  26. Urs Maurer sagt:

    Frauenfeld lässt grüssen. Es bringt nichts wieder einmal lustige oder höhnische oder zynische Meinungen zu verfassen. Wir stehen einer gigantischen Maschinerie gegenüber, die uns zwingt total verbödet zu handeln. In jedem Lebensbereich. Die Verpackungsindustrie und ihre hörigen Politiker sind nur ein Teil davon. Intelligente Wesen wehren sich eben und machen nicht mehr mit. Braucht halt ein wenig Mut und Hirn.

  27. Aengenheister George sagt:

    kürzlich an der Müllsammelstelle beim Alteisen: Ich seufze zu dem Pensionierten neben mir: Wieso bloss haben wir so
    viel Müll? Die Antwort kommt sofort: Weil wir soviel Geld haben….

  28. Fredy sagt:

    ich verstehe diesen Bericht überhaupt nicht. Wie kommt man auf ein so hohes Gewicht? Wird das Gewicht gemessen an den Kehrrichtsäcken welche wir entsorgen? Ich kann doch fast alles an Recycling Stationen entsorgen. (Pet Flaschen, Glas, Konservendose) Altpapier und Karton wird 1x im Monat abgeholt. Seit neuestem kann man in der Migros Kunststoffverpackungen (Spülmittel, Oelflaschen, Duschcremeverpackungen) entsorgen. Hätten wir die gelben Säcke wie in Deutschland dann würde bei mir gar nix mehr im Kehrrichtsack landen, denn dort werden Joghurtbecher, Milchtüten, Plastikschalen von Früchte/Gemüse usw in den Gelben Sack gestopft. Dies landet leider bei mir im Kehrricht.
    ich bin Single und mir langt ein 17Lt Sack gut 3 Wochen bis er voll ist. Ich press bei Milchverpackungen die Luft raus und falte den Karton. Joghurtbecher staple ich in einander genauso mit Plastikschalen von Früchte und Gemüse wird in einander gestapelt.

  29. Daniel sagt:

    Gerade beim Recycling liegt der meiner Meinung nach zu keine Anteil wohl an der nicht mehr Zeitgemäßen Vorgehensweise. Alles trennen ist (mit Ausnahmen von Gartenabfällen) kaum der richtige Weg. Heutzutage wäre es doch möglich vor der Verbrennung den Abfall automatisch zu sortieren. Das hätte den Vorteil das es für den Konsumenten bequemer wäre, er könnte einfach alles in den Müll werfen, und der Abfall nicht separat eingesammelt werden müsste. Vom Finanziellen wäre es wohl ein Nullsummenspiel, da das separate einsammeln auch einiges kostet…

  30. Dani sagt:

    Verpackungsmüll könnte vermieden werden, macht aber niemand etwas dagegen. Dafür hätten wir überbezahlte Politiker um entsprechende Gesetze einzuführen, macht aber keiner was! Sind ja alles Lobbyisten der Industrie! Nicht einmal diese Gratis-Lokal-Zeitungen lassen sich abbestellen! Also who care’s?

  31. wespe josef sagt:

    buenas Dias

    Bei uns auf der Finca habenwir bedeutend weniger Abfaelle

    1.Wir haben sehr viel eigene Gemuese angepflanzt.. Alle Resten fressen die Stiere.
    2. Wir kaufen gezielt jeden Woche ein und gehen noch mit Taschen wie frueher.. Dasist das grosse Problem in ganz Latino amerikca der Plastik…es gibt ja bei uns keine Verbrennungen und die Abfallberge sind sehr hoch…
    3. Zu uns kommt kein Kehrichtwagen , weil wie in der Pama wohnen an sehr steilen Strassen. Den wenigenAbfall verbrennen wir selber.
    4. Gruenabfuhr Schweiz: Ist fuer mich ein Horror.. Alles was wir hier schneiden oder abhauen an Baumen oder vom Blitz gefaellten Baemen lassen wir liegen und es verpuddert sich von selber und gibt Erde natuerliche Rohstoffe.
    5.in den 9 jahren in meiner Finca leben haben meine Frau und ich in 8 Hektaren rund 3500 Baeume gepflanzt.

    Der Verbraucher und die Politik kann die Abfallmengen anderen oder eine Zeit wie im zweiten Weltkrieg und Danach

    Sepp wespe de Costa Rica

  32. Nic sagt:

    kürzlich im tagi: läden mit produkten zum abfüllen kommen vielleicht wieder: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Der-Quartierladen-wird-in-Zuerich-neu-erfunden/story/20549480

    • Blanche Wu sagt:

      Darauf warte ich schon! Bsp. im Manor Laden in Rapperswil konnte man für Gemüse einen Sack kriegen, anstatt für jede Sorte ein Plastiksack zum abfüllen, da dort das Gemüse eingepackt wurde von einem Angestellten. Am Schluss ein Kleber wie viel alles Gemüse im Sack kostet. Man hat dann oft bis zu 5 Plastiksäckli gespart. Oder die Toni Joghurt Rückgabestationen oder vor dem PET die Glasflaschen…
      Mich stört es extrem, wenn alles im Laden mit Plastik verpackt ist. Auch das Fleisch. Man sollte wieder mehr auf lokale Produkte umsteigen und diese frisch beziehen und Nachfüllverpackungen entwicklen…Ich verursache nicht gerne viel Müll, aber oft hat man keine Wahl. Auch die TakeAway Läden sind für mich ein Dorn im Auge. Bsp. das neue Yojiis an der Bahnhofstrasse. Fürchterlich ist das!!!

  33. Peter Fröhlich sagt:

    Kein Wunder , wundere mich schon seitjeher über das Steinzeitabfallsystem in der schweiz. In Deutschland wurde vor 20 Jahren schon alles getrennt., grüner Punkt, duales System Deutschland. In italien wird auch seit ein paar Jahren jeder Abfall getrennt und Plastik, Papier, dosen wöchentlich von daheim abgeholt. In der schweiz fährt man vieles weg, oder schmeisst einfach alles in den kerichtsack, so wie ich es mache. Kostet zwar ein paar franken, aber was Solls, wir sind doch alle reich.

    • Max Muster sagt:

      Das stimmt, die Schweiz hinkt hinter der EU hinterher. Zumindest bei diesem Thema. Dafür sind sackgebühren auch niedrig genug!

    • Gerhard Engler sagt:

      Ich zweifle aber immer noch am grünen Punkt. Vor ein paar Jahren wollte das “grüne Punkt”-System tonnenweise Abfall in alten Bergwerken deponieren. Glücklicherweise wurde das gerichtlich verboten. Ich weiss aber nicht, was heute mit diesen gesammelten Abfällen tatsächlich passiert.

    • Don Max sagt:

      Auch was in Deutschland zum grünen Punkt kommt ist: Abfall.
      Ich brauch alle 10 Tage einen 17 Liter Bebbisack.

    • Roland K. Moser sagt:

      In der Schweiz wird auch alles schon lange getrennt. Ich sehe das Problem nicht.

    • Luzia Osterwalder sagt:

      Etwas Bewusstsein für die Problematich recht eigentlich schon 🙂 Wir nutzen einen Kompost, es gibt sehr viele Kompostmöglichkeiten und in St. Gallen z.B. auch Unterstützung von der Stadt, wenn man einen Quartierkompost einrichten will. Wir kaufen möglichst Bio-Produkte, resp. behalten allfällige Plastiksäcke auf, um sie das nächste Mal wiederzuverwenden. Papier und Karton werden abgeholt. Überrascht war ich dann allerdings doch, als wir die Wohnung eines Bekannten räumten und in jener Gemeinde viel lockerer mit dem Trennen von Papier/Karton umgegangen wurde. Wenn ich einkaufen gehe, bin ich meist zu Fuss unterwegs, so kann ich locker Altglas usw. auf dem Weg entsorgen.

    • Hotel Papa sagt:

      Der Grüne Punkt ist ein Riesen-Bschiss. Viele der so gekennzeichneten Verpackungen sind gar nicht vernünftig zu rezyklieren; ausserdem kommt Kraut und Rüben in den gelben Sack und muss nachher sortiert werden. Z.T. auch zur “Wiederverwertung” ins Ausland. Yeah, right! Jeder weiss, wie diese Wiederverwertung aussieht.
      Die Abfalltrennerei liegt hier in der Eigenverantwortung, und das wird zu einem schönen Teil auch gemacht. Glas, Alu, Pet, Grünabfall, Papier, Karton, Batterien… Alles mit guten Rücklaufquoten. Es wird einfach nicht mit der normalen Abfalltour geholt.

  34. Eddy Dreier sagt:

    Ich kaufe regelmässig nur mit dem Rucksack ein und bin dann Zuhause schockiert, nur Luft herum getragen zu haben. Zuerst eine Plastikfolie um das Karton herum. Und der Inhalt dann ist auch jedes einzelne Güezi einzeln verpackt. Und die halbe Verpackung ist leer. Man geht in den Laden und kauft sich heute eine leere Verpackung. Das ist doch das Problem. Für die Hersteller ist es Gewinnmaximierung, für die Gesellschaft hingegen die absolute Dekadenz.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Gewinnmaximierung? Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Darin steht deutsch, deutlich und gut verständlich: “Der zentrale Treiber dafür sind die strengen Hygieneregeln für Lebensmittelverpackungen.” Aber Hauptsache, wieder mal ein bisschen Wirtschaftsbashing betrieben. Verstehen Sie jetzt, warum man Leute wie Sie schon gar nicht mehr ernst nimmt?

    • Jeanclaude sagt:

      Wenn Sie schon mit dem Rucksack einkaufen gehen, empfehle ich Ihnen, sich der überflüssigen Verpackungen bereits an der Kass zu entledigen. Dann wird mehr Brauchbares im Rucksack liegen und die Verkaufsstelle muss sich Gedanken machen, welchen Druck sie bezüglich Verpackungsidiotie auf den Lieferanten ausüben kann. Das Übel muss an der Wurzel angepackt werden.

    • Richi Marti sagt:

      Abfallvermeidung fangt immer schon beim Einkauf an. Wenn Sie Güter die so verpackt sind einkaufen, dann ind vor allem Sie selber schuld und erst in zweiter Linie der Hersteller oder die Gesellschaft, nicht Herr Dreier?

  35. Ulrich Schweizer sagt:

    Ich brauche ca einen 35l Sack alle 3 Monate. Küchenabfälle werden kompostiert. Grünzeug wird gehäckselt oder kompostiert. Vom Rest kann man fast alles (inkl. alle Plastik und Elektrogeräte) in den sammelhof.ch Sursee bringen, da ich ja ein Haus dort besitze,

    • alfredo borlotti sagt:

      Das freut mich aber, dass ich nicht der einzige bin, der mit 4 Säcken im Jahr auskommt. Küchenabfälle kompostieren und Karton/Papier, Glas und PET separat entsorgen, ist ja klar.

      Aber ein Sack kostet mich (inkl Jahresgrundgebühr) um die Fr 25.-, das nennt man, glaub ich, “Verursacherprinzip” oder verstehe ich da etwas nicht ganz?

    • Jumbo sagt:

      Sehr gut, Ulrich Schweizer. Das machen viele Schweizer auch so. Das Problem liegt wie im Artikel gezeigt, bei den grossen Mengen aus Lebensmittelgeschäften (alle). Hier muss man den Anreiz setzen, noch gute, einwandfreie Lebensmittel in einem separaten Gestell in den Läden anzubieten (Gratis oder zu Niedrigstpreisen)

  36. eyeknow sagt:

    ….kein Wunder, hier in der Recyclinstelle Uster ist Wieder-, resp. Weiterverwendung von Geräten und Materialien aller Art *strengstens* verboten! Einzige Ausnahme: Bücher, Geschirr und Blumentöpfe!
    So ist der Titel Energiestadt nun wirklich ein Hohn!

  37. eva honegger sagt:

    ich habe angefangen die Verpackungen im Geschäft zu lassen. Ist aber mühsam, da man dann die Tasche voll Gefässe zum Transport mitschleppen muss.

  38. eva honegger sagt:

    leider brauche ich als Single auch pro Woche einen Abfallsack a 35 Liter. mir wäre es lieber man würde die Waren nur einmal verpacken , und das mehr mit Papier, als alles dreimal in Plastik. Z.B. da sind 10 Güetzies in einer Schachtel aus Papier u. Plastik. jede Zahnbürste in Plastikhüllen U.S.W.? das ginge doch sicher auch anders?

    • Jänu sagt:

      Wir brauchen ca eineinhalb 17l-Sack pro Woche. 2 Erwachsene, 2Kinder und sind keine speziellen Ökos.

    • Ruedi sagt:

      Ich brauche als Single einen Sack pro 3 oder 4 Wochen!!

    • Bruno Menzi sagt:

      Bei solch ernormer Abfallmenge (für einen Single-Haushalt ?!) sind Sie vermutlich auf dem besten Weg zum ewigen Leben…weil sie mit solchen Produkten vermutlich fast mehr Konservierungsstoffe und -mittel konsumieren statt der eigentlichen Lebensmittel. Kaufen sie z.B. Guetzli beim lokalen Bäcker, die schmecken nämlich frisch sowieso viel besser als solche, welche schon seit Wochen in Plastik etc. eingesperrt rumliegen mussten. Dasselbe bei Obst etc., es muss nicht alles immer in Karton + Plastik eingesperrt werden damit es geniessbar ist. Und Mikrowellen-Fertigfrass in ebenso übertriebener Verpackung hat noch nie den Weg in meinen Haushalt gefunden…und so dauert es bei mir im Schnitt etwa 3 Wochen, bis ich die gleiche Menge Kehrichtverbrennungsmüll produziert habe wie Sie, und ich esse und trinke vermutlich qualitativ nicht schlechter. Und trenne aber auch abfallmässig, was in der CH zur Zeit möglich ist.

    • Rosanna Carbone sagt:

      Seltsam, ich bin auch Single und fülle pro Woche grad mal einen 17-Liter-Sack. Aber ja: Glas kommt in die Glassammelstelle, Pet wird zurückgebracht, Küchenabfälle zum Grünkompost getragen und der befindet sich ein paar Blocks weiter, nicht gerade vor der Haustür, Leichtkarton wie von Guetsliverpackungen und dergleichen falte ich flach und tue sie zum Altpapier … . Ich habe fast immer eine eigene Einkaufstasche dabei und beim offenen Obsteinkauf zum selbst abpacken kommt das Obst in einen Sack mit mehreren Preisetiketten anstatt jedes Mal vier bis sechs dieser Knistersäcke zu verbrauchen, die zuhause dann sowieso grad in den Müll wandern. So könnte man einiges tun, um seinen Abfall zu vermindern. Aber natürlich, der Verpackungswahn in den Supermärkten ist nicht gerade förderlich.

  39. R. Merten sagt:

    Moderne Wohlstandsverwahrlosung ! Die Erziehung fängt zu Hause an !

  40. H. Hoch sagt:

    Vor noch nicht allzu langer Zeit haben wir uns über die Kartonschachtel um die Zahnpasta aufgeregt und sie ist verschwunden. Wenn man heute Bio Produkte kaufen will sind diese (wegen den Betrügern) oft verpackt. Meist liegen sie in einer Plastikwanne mit einen Plastikbeutel drum. Auch nimmt man für jede Frucht und jedes Gemüse von der Frischetheke einen eigenen Beutel. Auch der gewaschene Salat über Mittag oder das Sandwich ist nicht mehr in einem Papier versorgt, sondern in solidem Kunststoff… Danach geniesst man einen gekapselten Kaffee und, nicht wie Roger, einen ohne die masslose Verpackung…
    Aber das IWB ist froh: Zuerst bezahlen wir den Abfall und dann bezahlen wir die Fernwärme…

  41. eva honegger sagt:

    das abfallproblem muss man bei den Verkaufsgeschäften anpacken, der Kunde bekommt ja nur noch abgepackte waren warum muss alles dreimal eingepackt werden in Plastik? auch beim Offenverkauf sehe ich nirgends Papiertüten? wir Kunden müssen ja nehmen was wir bekommen.

  42. tststs sagt:

    Dazu noch zwei, drei weitere Stichworte:
    – geplante Obsoleszenz
    – mehr Singelhaushalte -> zu grosse Menge pro gekaufte Einheit
    – Mobilität -> Verpflegung “to go”

  43. Roland K. Moser sagt:

    Ich gehören zu den Skeptikern, was die 692 kg pro Kopf betrifft. Das wären 2 kg pro Tag und Kopf.

    Da stimmt bei der Erhebung etwas nicht.
    Was ist in diesen 692 kg enthalten, was bei anderen europäischen Ländern nicht enthalten ist?

    • tststs sagt:

      Nehmen Sie nur einmal die tägliche Menge an Tageszeitungen und verteilen dann das Altpapier pro Kopf…

    • Fabian Berger sagt:

      Machen Sie sich schlau und sehen Sie nach, wie die statistische Kennziffer Abfallmenge pro Jahr pro Kopf berechnet wird, anstatt bloss ihre skeptische Meinung äussern zu müssen. Beides kostet gleich viel Zeit…

      • Roland K. Moser sagt:

        Schreiben Sie einen Blog-Beitrag darüber. Dann können es alle nachlesen. Danke.

      • H. Gruening sagt:

        @Fabian Berger:
        Ja, so wie Sie kann man reagieren – und gleich noch den Fragenden nieder machen. Gratulation!
        Es geht aber auch anders. So kann man die Frage z.B. sehr ernst nehmen. Dann merkt man vielleicht, dass sie nicht nur den Fragenden angeht, sondern alle Leser. Und plötzlich hat die Frage echt etwas.
        2kg pro Kopf und Tag ist wirklich unglaublich viel. Schon vor Wochen angesichts eines anderen Artikels bin ich drauf gestossen, und ich erinnere mich, dass da auch Grünzeug aus dem Garten mit dabei war.
        Tja: Wir hier in der Schweiz führen recht viel davon jede Woche ab. Da kommen dann leicht viele Kilos zusammen.
        In anderen Ländern verbrennt man das Zeug einfach – oder man wirft es auf den grossen Haufen, der dann vielleicht mal als Kompost dienen kann. Ist es da ein Wunder, dass bei uns die Abfall-Kennziffer so hoch ist?
        … Aber bitte verstehen Sie mich nicht falsch: In Sachen Verpackung, Trennen und Wiederverwerten kann hierzulande sicher noch einiges mehr passieren. Nur sollten wir den Fokus darauf halten, uns jeweils erst einmal selbst bei der eigenen Nase fassen (z.B. einfach die Finger lassen von diesen schwachen gefüllten Verpackungen) und vor allem auch bedenken, dass die Abfuhr von jeder Art Getrenntem auch wieder eine Menge Sprit frist.

      • Bruno Betschart sagt:

        Zitat:
        Dieser Indikator zeigt die Gesamtmenge anfallender Siedlungsabfälle, unterteilt in separat gesammelten und dem Recycling zugeführten sowie nicht-verwertbaren, sprich verbrannten bzw. deponierten Siedlungsabfällen (seit 2004 ohne importierte Abfälle). Bei den rezyklierbaren oder separat gesammelten Abfällen handelt es sich um Haushalts- und Gewerbeabfälle, die für eine Wiederverwendung bzw. Verwertung bestimmt sind und getrennt vom Hauskehricht gesammelt werden. Dazu gehören Altglas, Papier und Karton, PET, Aludosen, Haushalt-Aluminium, Weissblech, Batterien, Grünabfälle (Kompost), Textilien und elektrische und elektronische Geräte (seit 2001). Die Daten werden vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) veröffentlicht und stammen von privaten Stellen, welche im Recyclinggeschäft tätig sind. Teils handelt es sich um Erhebungen, teils um Extrapolationen auf der Basis von Stichproben. In gewissen Fällen sind darin auch die Produktionsabfälle enthalten (z. B. beim Glas).

        Alles klar,kein Kommentar !

    • Erich sagt:

      @Roland K. Moser: die 692 kg entsprechen den Siedlungsabfällen. “Bei den Siedlungsabfällen handelt es sich um Kehricht aus Haushalten, um separat gesammelte, verwertbare Haushaltsabfälle sowie um vergleichbare Abfälle aus dem Gewerbe und dem Dienstleistungssektor.” Quelle: http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/33597.pdf

      In den 692 kg befinden sich also nicht nur der Kehrichtsack, den Sie vors Haus stellen, sondern auch Papier/Karton und Gartenabfälle, die separat abgeholt werden, sowie Glas und Metall die Sie vor dem Supermarkt einwerfen. Dazu kommt noch der Abfall, den Sie in der Mittagspause in den Kübel am Arbeitsplatz werfen.

      Was in Europa enthalten ist oder nicht kann ich nicht sagen, allerdings gebe ich Ihnen Recht, wenn Sie sagen dass (knappe) 2 Kg/Tag/Kopf viel ist. Zu viel nach meinem Gusto, deshalb bemühe ich mich aktiv, so wenig Abfall wie möglich zu produzieren.

    • Roland K. Moser sagt:

      2 kg pro Kopf und Tag macht 60 kg im Monat pro Person. Das ist schlichtweg nicht möglich.

      Und der Unterschied zu den anderen Ländern ist auch schlichtweg nicht möglich. Die Erhebungen der Zahlen sind völlig anders, weshalb diese Statistiken nicht miteinander verglichen werden können.

  44. Peter sagt:

    Hahnebüchend hohles Geschwätz. Natürlich bringt sinnfreier Konsum Müll (jedwelcher Art), aber wie sonst soll der Geldumlauf, für das angebetete Wachstum, generiert werden? Abgesehen von den Grundbedürfnissen. Wissenschaftlich belegt, ist, dass die ersten 20’000 Dollar einkommen am meisten glücklich machen. Den Rest muss jeder selber wissen. In der Schweiz wurde halt auch der Müll zum Geschäft gemacht. Je mehr, je besser also?

    • Hansi Lebrecht sagt:

      super satz: … wie sonst soll der geldumlauf für das angebetete wachstum generiert werden.
      besser kann man den irrsinn dem die menschheit verfallen ist nicht beschreiben!! 🙂

  45. alfmar sagt:

    Wir brauchen für zwei Personen njur einen Sack in zwei Wochen.

    • alias sagt:

      Das ist glaubwürdig, wenn man am Mittag auswärts isst und konsequent recycelt. Ich brauche allein einen Sack im Monat.

    • Roland K. Moser sagt:

      Ich brauche alle 4 Monate 1 110 Liter-Sack. Der wiegt dann um die 4 bis 5 kg. Gemäss der Statistik wären es aber 240 kg. Da wurden Zahlen gefälscht, um uns wieder einmal ein schlechtes Gewissen einzureden.

    • Maja sagt:

      Dann wäre noch interessant, ob ein 17, 35 oder 110-Liter-Sack 😉 Wir haben das Glück Küchenabfälle kompostieren zu können, so brauchen wir ca. einen 17l-Sack in 1.5 Wochen. Aber in der Stadt ist z.B. das Nichtvorhandensein einer Kompostiermöglichkeit ein Punkt, wo Verbesserungsmöglichkeit besteht. Auch das Recycling von Plastik sollte verbessert werden: Hier in Bern wurden entsprechende Sammelstellen nach einigen Monaten wieder aufgehoben (!!!).

  46. alias sagt:

    Der Löwenanteil des Mülls sind Verpackungen, aus Polyäthylen vor allem und aus PET. Glasverpackungen sind auch häufig, sowie Kartonumhüllungen und Altpapier. Wenn hier angepackt werden könnte, wäre viel gewonnen. Elektrogeräte gehören nicht zu den wirklich riesigen Kontributoren, meines Erachtens.

    • Gerda sagt:

      @alias: da teile ich Ihre Meinung. Ich kaufe Frischprodukte nur noch auf dem Wochenmarkt. Die Produkte die ich in den Supermärkte kaufe, entledige ich im oder vor dem Supermarkt von deren überflüssigen Verpackungsmaterials. Welches ich dann in den Abfallcontainern vom Supermarkt werfe. In der Hoffnung, dass dies mehr Leute tun und die Supermärkte bei deren Zuliefern auf weniger Verpackungen drängen. Umweltschonung braucht halt Zeit und Anstrengung.