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2,5 Millionen Schweizer sind zu dick

Von Michèle Widmer, 17. Juni 2014 77 Kommentare »
Fast jeder dritte Schweizer ist gemessen am BMI zu schwer. Am meisten bringen die Jurassier auf die Waage. Bei der Fettleibigkeit sorgt Basel-Stadt für eine Überraschung.

Die Zahl der Übergewichtigen in der Schweiz nimmt stetig zu: Im Jahr 2012 brachten über 31,6 Prozent der Bevölkerung zu viel auf die Waage. Dies zeigen Zahlen des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan), die heute veröffentlicht werden. In der Schweiz sind somit über 2,5 Millionen Menschen zu schwer. Blickt man zwei Jahrzehnte zurück, waren es deutlich weniger: Im Jahr 1992 war bloss jeder Vierte übergewichtig.

Noch stärker ist die Zunahme bei der Fettleibigkeit, auch Adipositas genannt. Hier hat sich die Zahl in den letzten zwanzig Jahren fast verdoppelt. Lebten 1992 erst 5,6 Prozent Fettleibige in der Schweiz, waren es 2012 bereits 10,6 Prozent.

Marion Wäfler von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) begründet die Entwicklung mit einer einfachen Rechnung: «Zu wenig Bewegung plus zu viel Essen ergibt eine positive Energiebilanz.» Für fast jede Tätigkeit stünden heutzutage Maschinen und Geräte zur Verfügung, welche die körperliche Arbeit erleichterten oder ganz abnähmen. Wer sich bewegen wolle, müsse bewusst handeln; zum Beispiel zu Fuss zum Bahnhof gehen, während der Bus an einem vorbeifahre.

Als Berechnungsgrundlage dient dem Obsan der Body-Mass-Index (BMI). Er berechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergrösse in Metern zum Quadrat. Liegt der Wert über 25 kg/m2 gilt man als übergewichtig, bei einem BMI über 30 leidet man an Adipositas.

Verhältnismässig am meisten Übergewichtige leben im Kanton Uri und im Kanton Schwyz. Etwas darunter liegen der Jura (35,6 Prozent) sowie Bern und das Wallis mit 34,6 Prozent.

Unter dem nationalen Durchschnitt liegen die städtischen Regionen sowie die Westschweiz – allen voran der Kanton Waadt. Hier leben lediglich 27,8 Prozent mit Übergewicht. Knapp ein Prozent mehr sind es in Neuenburg und Freiburg. Im Kanton Zürich sind 29,6 Prozent der Bevölkerung zu schwer.

Überdurchschnittlich viele Fettleibige in Basel-Stadt

Vergleicht man die Kantone auf ihre fettleibigen Bewohner hin, schert Basel-Stadt aus. Im städtischen Kanton sind 11,8 Prozent adipös. Mehr sind es lediglich im Jura (12,4 Prozent). Mit einem Bevölkerungsanteil von 7,5 Prozent leben im Kanton Appenzell Ausserrhoden die wenigsten Fettleibigen.

Die Gründe für die regionalen Unterschiede sind laut SGE vielseitig und ohne Mutmassungen schwer zu benennen. Laut Wäfler liesse sich die hohe Adipositas-Dichte in Basel-Stadt vielleicht mit den vielen Grenzgängern erklären. In Deutschland waren im Jahr 2008 laut der dortigen Adipositas Gesellschaft 20,8 Prozent der Bevölkerung adipös. In Frankreich waren es 2009 14,5 Prozent.

Dass Städter ansonsten tendenziell eher weniger übergewichtig sind, ist womöglich auf den grösseren gesellschaftlichen Druck zurückzuführen. In urbanen Regionen ist man durch Werbung, Modegeschäfte und herausgeputzte Menschen auf der Strasse stärker mit dem «Ideal» konfrontiert.

Ähnlich könnten die Gründe übrigens beim Vergleich Mann und Frau sein: Während rund 40 Prozent des männlichen Geschlechts an Übergewicht leiden, sind es beim weiblichen nur rund 23 Prozent. «Frauen legen mehr Wert auf ihr Äusseres und achten darauf, was sie essen und wie sie sich bewegen», sagt Wäfler.

Dass Männer häufiger als übergewichtig gelten, liegt in vielen Fällen aber auch an der Berechnungsmethode des Body-Mass-Index. Diese wird schon lange als unzuverlässig und fehlerhaft kritisiert.

Denn der Index unterscheidet nicht zwischen Fett- und Muskelmasse. Da Letzteres schwerer ist, werden grosse und athletische Menschen oft als übergewichtig eingestuft. Beim SGE teilt man die Kritik, findet aber auch positive Worte für den BMI. «Die Berechnung des BMI ist in der Tat etwas einseitig», sagt Wäfler. Dennoch sei der Index nach wie vor ein weitverbreitetes und einfaches Mittel, um das eigene Gewicht einzuschätzen. Teilweise werde zudem der Bauchumfang gemessen, um ein genaueres Resultat zu erhalten. «Eine bessere Alternative ist bisher nicht gefunden worden», sagt sie.

Ein Kandidat für die Ablösung des BMI ist der Smart BMI. Der neuere Index berücksichtigt neben Grösse und Gewicht auch Alter und Geschlecht. Entwickelt hat ihn der Biologe Christian Bachmann aus Frauenfeld. Seiner Meinung nach bewertet der BMI rund ein Drittel der Menschen falsch.

Andere Studie, anderes Resultat

Eine Ende Mai veröffentlichte Studie zeichnete ein weitaus düstereres Bild von Übergewicht in der Schweiz. 56,6 Prozent der Männer und 39,9 Prozent der Frauen hierzulande haben laut dem Bericht der Universität Washington einen zu hohen BMI. Bei den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sei etwa jeder Fünfte übergewichtig, rund jeder Fünfzehnte sei sogar fettleibig.

 

77 Kommentare zu “2,5 Millionen Schweizer sind zu dick”

  1. Heidi Reiff sagt:

    ja eine altbekannte Leier – der Mensch ist was er isst, aus welcher Ecke kommt der Schlankeitswahn, item meine Grossmutter war etwa 90 kg schwer, sie hatte vier Kinder, trug einen langen dunkelblauen Rock und schwarze Schuhe, sie kochte die beste Fleischsuppe, auf einem Holzherd, sie wurde 86 Jahre alt, Gender Bender ich kanns nicht mehr hören, auch zwei Tanten von mir wurden uralt. Bodybuilding nein danke, Arno Schwarzenegger nein Danke

  2. Richard G. sagt:

    Ich finde die gesamte Diskussion hier krass, als ob in ein Wespennest gestochen wurde. Der grösste Teil der – vermutlich – übergewichtigen Kommentatoren verlagert sich auf den Nebenschauplatz, wie “valide” nun der BMI als statistischer Wert sei. Dazu kommen noch ein paar eitle Bodybuilder, die gerne darauf hinweisen, wie viele Muskeln sie doch haben. Hut ab vor so viel Narzissmus. – Dass dieser BMI schon die letzten zwanzig Jahre denselben Einschränkungen unterlag und damit aber als Vergleichswert über die Zeit sehr gut funktioniert, wird brav ausgeklammert. Könnten all diese Übergewichtigen (Ja, eindeutig!) sich vielleicht mal über die Ursachen / Massnahmen äussern, anstatt nur über den Messwert zu motzen? Diese Selbstlügen scheinen wirklich erfolgreich zu sein. Wem damit aber geholfen werden soll, ist mir schleierhaft. Es braucht nur einen aufmerksamen Blick im öffentlichen Raum, um sofort zu erkennen wie viele einfach eindeutig zu schwer sind. Viel zu schwer.

  3. Muna Al-Jabaji sagt:

    Für mich interessanter wäre mal zu lesen, in welchem Verhältnis Untergewicht (Unterernährung) zu Übergewicht (Überernährung) weltweit steht. Alle paar Wochen eine neue Studie welche die selben Thesen bestätigt, scheint mir kontraproduktiv. Bei jungen Menschen steigt die Angst vor zu viel Gewicht, was nicht selten zu Bulimie und/Aneroxie führt während es bei Erwachsenen entweder in Gleichgültigkeit oder einer Vorwurfshaltung mündet. Auch Worte können krank machen.

  4. Jutta Maier sagt:

    Das ganze Gejammere über die stetig zunehmenden Schweizer langweilt langsam. Als ich Kind war, entsetzte man sich über die monströsen Amerikaner und gab dem Fast Food die Schuld. Nun haben wir an jeder Ecke Fast Food Ketten und ich sehe immer öfter ebensolche monströsen Menschen hier herumlaufen. Eine logische Konsequenz wäre, diese Volkskrankmacher aus dem Land zu jagen, und den Kindern in der Schule eine Scheibe Schwarzbrot und Äpfel in der Pause anzubieten, statt überall Snackautomaten aufzustellen.
    Im übrigen ist es nicht weiter tragisch, übergewichtig zu sein. Erst wer adipose Zustände erreicht hat, ist ein Schandfleck. Denn es ist doch so, dass Fettleibige nur zu einem sehr kleinen Prozentsatz an einer Krankheit leiden, die diese verursacht. Der Rest hat seine Körperfülle einer nicht vorhandenen Selbstdisziplin zu verdanken.

  5. Blacky sagt:

    SmartBMICalculator meint:
    “Sie sind bereits in Ihrem optimalen Gewichtsbereich. Abnehmen wäre kein Vorteil für Ihre Gesundheit.”

    Ist mir egal ob mein Fettarsch gesund ist, er sieht hässlich aus und das ist der Grund, warum ich abnehmen will!

  6. Peter Walcher sagt:

    Es sind nicht die Kalorien, die Fett machen. Es ist primär die de-naturierte Nahrung die krank und nebenbei auch noch Fett macht. Statt mehr und mehr Zucker (überall), Weiss-Brot/Reis/Teigwaren und Fertiggerichte zurück zu Salat, Vollkornbrot und Flöckli zum Zmorge. Die Kilos werden nur so purzeln.

  7. Jack Bandy sagt:

    BMI ist schon ein wenig überholt und, lasst uns doch ehrlich sein, unrealistisch.
    Es wurde im Internet eine Menge über diese Thema geschrieben, und die allgemeine Tenor, ist dass es gibt bessere, verlässlichere, realistischere Methoden. z.B.
    http://www.gesundheit.ch/whtr/

  8. Luschi Mecker sagt:

    Äh, ist der BMI wirklich, wie oben beschrieben “Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergrösse in Metern zum Quadrat” oder doch eher “(Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergrösse in Metern) zum Quadrat”. Also in meinem Fall 80/177 hoch 2 oder (80/177) hoch 2?

    • Jasi sagt:

      (Gewicht in kg) / (Grösse in m hoch 2) -> in Ihrem Fall: 80 / 1.77^2 = 25.54

    • Daniel Adler sagt:

      Nein. 80 kg : ((1.77 m)2) = 25.54. Gemäss Ihrem BMI sind Sie an der Grenze zum Übergewicht. Es kann sein, dass Sie schwere Knochen und/oder viel Muskeln haben. Falls beides nicht zu trifft, dann müssen Sie auf Ihr Gewicht achten und wohl ein paar Kilos abnehmen.

  9. Fritz sagt:

    Ich verstehe echt nicht was daran so schwer sein soll. Gesund Essen und ordentlich Bewegung und gut ist. Aber Bier und Chips vor dem Fernseher geht auf die Dauer halt nicht ohne Schäden davonzutragen. Und sorry ob jetzt der BMI das beste Mittel ist Dicke von Dünnen zu unterscheiden sei dahingestellt jeder weiss schliesslich was er für seinen Körper tun sollte.

    • Jasi sagt:

      Schön, wenn es für Sie so einfach ist. Es gibt aber unterschiedliche Menschen. Die einen verwerten sogar Bier und Chips besser, als andere Fisch und Gemüse. Diese Verurteilungen bringen auf Dauer bloss einen noch grösseren Frust der Dicken, so, dass sie letztendlich noch dicker werden. Umgekehrt funktioniert das übrigens auch. Die Dünnen, die gerne zunehmen möchten und als magersüchtig abgestempelt werden, sind nicht glücklicher darüber, dass sie nicht zunehmen.

  10. Roger Senn sagt:

    Die am Ende des Artikels zitierte Ende Mai veröffentlichte Studie sagt immerhin aus, dass die Schweizer Bevölkerung die am wenigsten übergewichtige im Vergleich zu allen EU Ländern und nach Weissrussland die am zweit-wenigsten übergewichtige auf dem gesamten europäischen Kontinenten ist.

  11. Dani Meier sagt:

    Die Folgekosten nachgewiesener Risiken ( zu fett, Raucher etc) sollten endlich diesen Leuten verrechnet werden. Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit einfach nur zahlt. Man sieht es ja an den Kommentaren hier, die Leute machen sich noch über ihre Laster lustig und haben überhaupt keine Einsicht! Fett, na und – ist deren Motto!

    • Dieter Neth sagt:

      Einverstanden, solange sämtliche Sportverletzungen den Sportlern verrechnet werden. Uebergewicht ist nicht gleich krank. Zudem gleichen sich die erhöhten Kosten beim Krankwerden durch geringere AHV Kosten wieder aus, obschon ein Dicker, der an einem Herzinfarkt stirbt wahrscheinlich günstiger kommt als ein Sportler mit 2 -3 orthopädischen Behandlungen und einer Alterskrebstherapie gefolgt von Pflegeheim wegen Demenz, verursacht durch zuviele Kopfbälle, oder beim Boxen. Wie man sieht ist die ganz Sache nur am Stammtisch einfach. Einfach Gebühren verlangen ist Schweizers Lösung für alles, vor allem wenn es andere betrifft.

    • Werner Mäder sagt:

      Herr Meier. Ihr Fazit kommt gar etwas eindimensional daher. Nicht selten werden Menschen aufgrund psychologischer Erkrankung wie zB. Depressionen dick. Das Eine hängt mit dem Anderen zusammen. Der Druck in der heutigen Arbeitswelt sowie in der allgemeinen Gesellschat tut seinen Anteil daran. Die derzeitigen Umstände heutzutage machen offenbar krank. Sollten Sie das Glück haben weder an psychischer noch an physischer Erkrankung zu leiden, dann gratulliere ich Ihnen und wünsche dass Sie noch lange Ihre Gesundheit haltne können. :

  12. Frank Baum sagt:

    Der BMI ist wohl das beste Messmittel, um den Trend zu analysieren. Ich bevorzuge ein Mass, das nicht perfekt aber messbar ist als ein Mass das keiner kennt. Grösse und Gewicht lassen sich flächendeckend eher in Erfahrung bringen als Bauchumfang. Insofern halte ich den BMI für eine Flächendeckende Analyse als geeignet genug, um eine Aussage zu machen. Ich wäre aber vorsichtig, den BMI für den Einzelfall anzuwenden. Das kann zu blödsinnigem Verhalten führen.

    • Jutta Maier sagt:

      Genau. Der BMI ist gut geeignet, Verläufe aufzuzeigen. Mag sein, dass grosse und muskulöse Athleten als übergewichtig eingestuft werden, aber bei denen sieht man ja auf den ersten Blick, ob das stimmt. Bei Frauen ist er ziemlich sicher zu 99% zutreffend. Jede Kritik an diesem einfachen Mittel ist einfach nur peinlich und kommt meist von Menschen, die einen BMI über 25 haben.

  13. Louis Renard sagt:

    Als ich noch jung war, und flink wie ein Wiesel, hätte ich nach BMI leicht Untergewicht gehabt. So ein bisschen dahingealtert bin ich noch ganz rüstig, aber nicht mehr so flink. Dafür schlau wie ein Fuchs, und habe nach BMI leicht Uebergewicht. Am Rauchen kann es ja nicht liegen, vielleicht an einer schwereren Gehirnmasse…

  14. Marcus Ballmer sagt:

    Es gibt keine zu dicken Schweizer. Es gibt nur solche, die besser sichtbar sind.

  15. Lehner, Markus sagt:

    Natürlich sind Fressen und Faulheit die Hauptgründe für diese beschämende Tendenz. WIr werden in absehbarer Zeit in unserer fortschreitenden Konsum-Dekadenz untergehen. Denn die Hirnsubstanz verfettet und verfault parallel zum Körper. Jede/r Einzelne müsste doch ab und zu in den Spiegel schauen und sich fragen: Trage ich meinem Körper Sorge? Achte und liebe ich ihn? Gehe ich respektvoll mit ihm um? WIr sind angesichts unserer konsumwütigen Lebensweise bereits so blind geworden, dass wir nicht einmal mehr spüren, wie tief wir bereits gesunken sind.

    • Louis Renard sagt:

      Das nennt man nicht Dekadenz (lat. von cadere; fallen); weil es ist kein Abstieg, sondern dient eher der eisernen Reserve.
      Siehe auch: “Der diskrete Charme der Bourgeoisie” (Luis Buñuel).

    • Frank Baum sagt:

      So tief sind wir schon gesunken und keiner hat’s gemerkt? Kommt jetzt endlich die gerechte Strafe für unsere Konsumwut? Na dass die mal nicht zu knapp ausfällt! Vielen Dank für IHre Sorgen, Herr Lehner, aber wir können getrost unserer Konsumwut weiter frönen, ohne dass wir alle der Fettleibigkeit erliegen. Die Amis haben gezeigt, dass man bei der Konsumwut keine Abstriche machen muss und trotzdem eine Trendwende bei der Problematik mit dem Übergewicht erreicht. Man muss nur die Prioritäten anders setzen und das wird bei uns auch passieren – ohne dass irgendwer etwas dazu tut. Weil parallel dazu, dass sich immer mehr falsch ernähren und zu wenig bewegen, steigt auch die Eitelkeit. Dick sein ist kein Spass. Das regelt sich von alleine.

      • Louis Renard sagt:

        Eitelkeit tut auch gut. Früher war ich eher Sportler; heute eher Denker. Aber wie der “blinde Wille der Natur” (Schopenhauer) unsere Gene, auch in Bezug auf das Steuerungsorgan (Gehirn – mit den Hormonen Serotonin, Noradranalin, Dopamin, u.a.) so eingerichtet hat, die auch Sympathicus/Parasympathicus-Funktionen steuern (veg. Nerven-System); wissen wir wirklich nicht so genau. Selbst Buddha wusste das nicht, auch wenn er noch viel auf seinen dicken bauch starrte. Unter Internisten gibt es auch eine Art Thermostat-Theorie. Bei 36.6 verbrennt man weniger – als bei 36.8. Und das zählt sich – jeden Tag.

  16. Lia sagt:

    wieso verlassen sich diese sogenannten “Experten” auf etwas wie den BMI, der nun aber null und keine Aussagekraft hat? Menschen mit hohem Fettanteil können einen normalen BMI haben, wenn sie kaum Muskelmasse besitzen, solche mit hohem Muskelanteil und tiefem Fettanteil einen hohen BMI, zudem lässt er sich bei sehr kleinen und sehr grossen Menschen ebenfalls nicht anwenden (ich mit 1.80m hätte zwischen BMI 20 und 25 eine Bandbreite von 20 kg, innerhalb der ich noch im Normalbereich wäre, und dass das Quatsch ist, sieht man auf den ersten Blick). Messt lieber den Fettanteil und Bauchumfang, das wäre aussagekräftiger.

    • Pat Geering sagt:

      Absolut korrekt. Ist unterdessen im medizinischen Umfeld auch meist anerkannt, dass BMI wenig aussagekräftig ist. Da kann es einer duchtrainierten Person mit Muskelmasse leicht mal geschehen dass sie gemäss BMI als übergewichtig gilt.
      Deshalb wird der WHR (Waiste-to-Hip Ratio) als viel aussagekräftigerer Wert anerkannt, sogar unterdessen von der WHO, welche ja nicht gerade als superflexibel gilt. Nur unsere Bundesbeamten in Bern sind noch etwas träger als selbst die WHO und haben das immer noch nicht begriffen.
      Warum ich mich so darüber enerviere? Ganz einfach deshalb, weil unsere Versicherungen nach wie vor mit dem vom BAG propagierten System arbeiten, und ich da mit einem BMI von 28.3 als stark übergewichtig und hohes Gesundheitsrisiko gelte (obwohl sehr sportlich) wobei ich beim WHR mit 0.91 ein Moderate (0.1 Punkte über low) Gesundheitsrisiko ausweise. Aber wenn man bei der Versicherung eine Police abschliessen will wird man gemäss BMI eingestuft: toll gemacht, ihr Herren im BAG!

      • Alex Kramer sagt:

        Danke, das musste mal gesagt werden!
        Ich bin selbst mit 1.92 / 136kg sicher übergewichtig, mein Bruder mit 1.95 /110kg und einem Athletenbody ohne eine Spur von Fett aber auch, wenn es nach dem BMI geht. Und das ist ja wohl der Scherz am Ganzen, wo man diese Art Schubladisierung einfach vergessen kann, denn es werden diverse stark beeinflussende Faktoren wie Körperbau, Fettanteil etc.einfach nicht taxiert.
        Es geht halt auch da um eine Lobby, welche seit Jahren in eine gewisse Richtung arbeitet (?), welche Bauarbeiter mit einem Body eines Supermodels ohne Muskelmasse heranzüchten wird. Ob das Bestand haben wird, wage ich zu bezweifeln, so wie die Beamtenschaft in Bern auch an ihrer Kompetenz bezweifelt wird…Skandale gibt es derzeit ja genug, welche einem zu solchen Annahmen verleiten lassen.

      • Jutta Maier sagt:

        Ich weiss ja nicht, bei welcher Versicherung Sie sind, aber ich wurde noch nie nach meinem BMI gefragt. Desweiteren sagt der auch nicht viel über den Gesundheitszustand einer Person aus, sondern nur Wahrscheinlichkeiten. Meine Grossmutter war nach drei Kindern geformt wie ein Fass und wog in meinen Augen eine Tonne. Trotzdem wurde sie 93. Ein testosterongetränkter Muskelprotz mag sportlich aussehen in seinen Augen, hat aber mit Sicherheit eher Herzprobleme als ich mit meinem moderaten Leben und einem BMI von 27.

  17. Annelis Carrupt sagt:

    BMI richtig oder falsch ist unwichtig. Es reicht sich schon nur auf der Strasse umzusehen, um festellen zu können, dass wir Schweizer dicker geworden sind. Ein guter Hinweise dafür sind auch die Kleidergrössen in den Geschäften. Grössen die früher Spezialanfertigungen brauchten, gibt es heute ab der Stange.

  18. Regula sagt:

    Mich stört an solchen Artikeln hauptsächlich eines: sie berichten NIE davon, was Ärzte mit falsch verschriebenen Medikamenten so alles anrichten können bzw. welchen Schaden die Einnahme von solchen Medikamenten auslösen kann. Ich bin seit mittlerweile 16 Jahre auf 68 kg. Davor war ich aber 48 kg und fühlte mich pudelwohl. Die Ärzt befanden jedoch, dass mein Asthma nun endlich behandelt werden müsse. Also verschrieb man mir 2 Medikamente. Endeffekt: Asthma wurde dadurch direkt ausgelöst. Also kam ein weiteres Medikament dazu: Cortison in 4-facher Tagesdosis während 8 Wochen. Resultat: +20kg auf der Waage, Problem nicht gelöst!
    Seit Jahr und Tag habe ich ein Sport- und BewegungsVERBOT! Frage: wie kann man mit einem Sport- und Bewegungsverbot sich mehr bewegen und abnehmen? Diese Frage konnte mir bis heute niemand beantworten. Und dies mittlerweile seit 16 Jahren! Und wo sind da die Philosophen, welche über Dicke herfahren? Nirgends. Sie haben lediglich eine einseitige Sichtweise und schieben alles auf eine Karte. Gedanken darüber, dass gesunde Menschen krank gemacht werden, gibt es nicht. Schade.

    • Jack Bandy sagt:

      Es kommt so vor als ob das moderne Medizin sehr wenig Interesse hat, Krankheitsprävention zu betreiben, als vielmehr Kunden für Pharma-Hersteller zu gewinnen. Zuerst sorgt Big-Agro dafür, dass ihre billige, ungesunde Produkte das Segen der Gesundheits-Establishment bekommt (wissen Sie wer Studien und Forschung bezahlt?). Dann, wenn die Leute unweigerlich chronische Krankheiten aus diese schlechte Nahrung (Zucker, Stärke, Pflanzenöle) entwickeln, dann kommt die grosse Gelegenheit von die Symptom-Behandler (Big-Pharma), welche verteilt wird durch ihre willige “Dealer”, bin ich versucht zu sagen. End-Effekt: Du bist dein Geld und dein Gesundheit los; die Reichen werden reicher, und du verreckst.

    • Sehr viele dieser Betroffenen sind wegen Medikamenten übergewichtig. Auch viele Psychopharmaka, die breit gestreut konsumiert werden, und viele anderen Medikamente führen zu Übergewicht.
      Jetzt nur nicht noch ein Medi zum Abnehmen benutzen, sonst sucht sich die ursprüngliche Krankheit ein weiteres Ventil, schlimmer als das Übergewicht.

  19. hefti rolf sagt:

    Für mich wäre hilfreich, wenn in Einkaufszentren die Schockoladenriegelgebirge nicht vor der Kasse aufgebaut wären. Natürlich ist das so genau geplant, gewollt und errechnet aus Kundenverhalten. Von Dünnen geplante Vorbeugungsplakate hatte ich nie verstanden, ich hatte, wenn ich sie gesehen hatte immer an Hafenkräne, also an Kunst, gedacht. Von Linken, welche ich schätze, wurde mir glaubhaft erklärt, dass Dicksein heute ein Unterschichtsmakel sei. Also mehr Lohn und Freizeit für die Aermsten. Ist leider Abgelehnt! Ganz schlecht habe ich immer befohlenen Sport empfunden. Bewegung mit anderen Dicken zusammen ohne Leistungszwang wäre ein Segen weil mit Normalsportlern zusammen funktioniert das nie. Hatte mal eine Laufveranstaltung vom Tagi besucht, verlange von keinem Sportler den Knigge, wenn er einen Dicken sieht. Problem daher wohl unlösbar!

    • M. Müller sagt:

      “Für mich wäre hilfreich, wenn in Einkaufszentren die Schockoladenriegelgebirge nicht vor der Kasse aufgebaut wären”
      … Ja, schlimm schlimm, hat es doch tatsächlich Schockoriegel an der Kasse! Da kann man ja gar nichts mehr machen, sowas von fies, aber wirklich auch!

      Keinenfalls könnte man hier an Selbstdisziplin denken!

      Für diesjenigen, welche das komische Wort noch nie gehört haben, hier ein Link dazu:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstdisziplin

  20. Margot sagt:

    Man kann an der Brechnung vom BMI (Muskeln / Fett) diskutieren wie man will, man sieht täglich das die Fettleibigkeit rasant zunimmt. Vor allem schon bei Kindern und Jugenlichen hat es beängsitgende Ausmasse, da kommen in wenigen Jahren noch mehr Folgekosten für die Gesellschaft als jetzt schon. Laut Bundesamt haben sich die Krankheitskosten von Übergewicht und Adipositas seit der letzten Untersuchung im 2004 von 2648 Mio. auf 5755 Mio. Franken pro Jahr verdoppelt.
    Bei den Diäten wird immer Fett und Zucker thematisiert, aber Roggen und Weizen sind mindestens genauso Fettverursacher.
    Das sind relativ neue Getreidesorten, der Mensch ist aber immer noch wie vor 100 000 jahren konzipiert.
    Seit ich darauf verzichte und möglichst Dinkel konsumiere, ist mein kleiner Frauenbauch von alleine verschwunden und habe einen BMI von 20.

    • Jack Bandy sagt:

      Wie sind Sie darauf gekommen auf Getreide zu verzichten? Hat ein Arzt oder ein Bundesamt es empfohlen? Wahrscheinlich nicht. Die Punkt welche ich hier machen will, ist, dass in solche Fragen, gute Rat sehr teuer ist – am Ende müssest du selber entdecken was funktioniert und was nicht. Politisch-korrekte Ernährung ist eine Alibi-Übung von und für die Ernährungs-/Gesundheits-Establishment (siehe USDA-Food Pyramid – gedanken- und kritiklos von die schweizerische Behörden übernommen). Und es ist zugleich die Ursache für die ironische Kombination welche wir heute sehen: Fettleibigkeit zusammen mit Mangelernährung – und das in einzelne Personen vereint!

  21. Simon sagt:

    Es stimmt eben nicht, dass die Daten irrelevant sind. Es ist zwar allgemein bekannt, dass der BMI nicht perfekt ist, aber immer noch besser zu verstehen, als der Bauchumfang. Wenn jemand viel Sport macht, viel Muskelmasse hat, ist derjenige logischerweise nicht zwingend übergewichtig, auch wenn der BMI über 25 liegt. Für den “Durchschnittsmensch” (nicht negativ gemeint) ist der BMI aber nachwievor ein guter Anhaltspunkt. Und um Tendenzen zu sehen, eben auch. Und da sagt die Entwicklung des BMIs, dass die Bevölkerung schwerer, bzw. übergewichtiger wird. Ich nehme nicht an, dass in den letzten 20 Jahren die Leute viel mer Krafttraining machen und deshalb der BMI im Durchschnitt steigt. Also, BMI individuell im Kontext anschauen aber über die Gesellschaft sagt er eben auch dann etwas aus, wenn ein paar “falsche Positive” dabei sind.

    • andrea müller sagt:

      jaein, die generelle körperstruktur wird ja auch nicht angeschaut. daher ich werde, ausser ich würde magersüchtig werden, nie in den normbereich kommen, anhand des BMI angeschaut. Dies hat mir vor Jahren schon en Arzt gesagt dass es utopisch wäre wenn ich den normbereich anstreben würde.

    • Danny sagt:

      BMI mag ja so beim Durchschnitt der Bevölkerung einigermassen hinhauen. Aber wer sagt denn eigentlich dass es stimmt dass man ab BMI soundso übergewichtig, bzw fettleibig ist? Der Lobby-Laden WHO? Das US Militär von dem der BMI ursprünglich stammt? Ich denke da könnte vielleicht mal mit der Diskussion angefangen werden. Heisst nicht dass nicht viele, inkl. mir selber, zu fett sind. Aber es scheint in etwa wie beim Blutdruck zu sein, den empfohlenen Wert ein paar Sistölchen nach unten und schon schanzt man den Ärzten und Pharmaunternehmen ein paar Millionen Patienten/Kunden zu. Genau so bei den Zucker- und anderen Werten. Deshalb sind generell derartige, über den Kamm gescherte, Werte zu hinterfragen ohne dabei etwaige Tendenzen ausser acht zu lassen.

  22. Jean M Weber sagt:

    Der BMI ist ein alter Hut und schon lange als zu wenig aussagekräftig entlarvt. Was aber sicher stimmt ist, dass viel Männer 40+ übergewichtig sind, zum Teil sogar massiv. Zu sehen tagtäglich anhand der Bäuche, welche zur Schau stehen….

    • marusca sagt:

      @ JMW: Und die Frauen mittleren Alterc (und auch die noch viel jüngeren) etwa nicht? Da sind es nicht nur die Bäuche, sondern auch sehr oft die viel zu dicken Hintern, die ausladenden Oberschenkel und Vorbauten. Das alles zeugt von schlechter, billiger, wertloser Ernährung von zu wenig Bewegung und nicht zuletzt vom “Sicheinfachgehenlassen” nach dem Motto: Ist die Figur erst ruiniert, lebt sich’s völlig ungeniert; ist mir doch egal, wenn ich aussehe wie ein Druckfass, ich fühle mich wohl wie ich bin…..

  23. Robert Garner sagt:

    Heikel ist vor allem das Bauchfett (=Viszerales Fett). Man kann durchaus fit und fett sein, was auch kein grosses Problem ist. Aber: die WHO hat gerade zum Tag des Übergewichtes geblasen (http://bit.ly/1kZNoVm), das BAG ebenfalls bereits dabei. Rauchen tut heute fast keiner mehr, weshalb es dringend ein neues Feindbild braucht…

  24. Hugo Graf sagt:

    Der BMI mit seiner Ober- und Untergrenze ist sehr breit gefasst und kann daher nicht nur auf den Durchschnittsmenschen angewendet werden. Wahrscheinlich ist der BMI für mehr als 95% der Menschen ohne Einschränkungen anwendbar. Die Zweifler des BMI haben entweder keine Ahnung von Statistik oder liegen mit ihrem BMI über 25 und sind dabei keine Kraftsportler.

    • ferdi sagt:

      sorry, meiner ist über 25, ich bin kein kraftsportler fahre aber 2-3 bikemaratons pro sommer und etliche halbmaratons zum training. ich bin nicht dick (nach meiner frau), nach bmi aber schon… 😉

    • Lia sagt:

      lieber Herr Graf, ich bin 1.80 gross und 72kg schwer – gemäss BMI düfte ich 10 kg abnehmen und wäre immer noch bei einem Wert von 20. Jetzt erzählen Sie mir mal, dass es gesund sei, mit 1.80m Körpergrösse nur gerade 62 kg schwer zu sein. Der BMI lässt sich eben NICHT auf 95% der Bevölkerung bedingungslos anwenden, bei jedem Mann mit Durchschnittsgrösse versagt er, genauso bei eher kleineren Frauen, die schnell mal als zu dick gewertet werden.

      • dani sagt:

        62 kg bei 1.80 m gibt bei mir einen BMI von 19.1. Für 20 ergibt sich eine Masse von knapp 65 kg (64.8). Das ist sicher dünn, deshalb ja auch im unteren Bereich des Normalgewichts. Zu dick wäre gemäss BMI ein Gewicht von 81 kg.

  25. markus sagt:

    Hätte unser Roger Feder nur 86 kg anstelle der berichteten 85kg auf seine 185 cm, sein BMI wäre 25.01 => üBERGEWICHT!!
    (Vielleicht klappts deshalb nicht mehr so?)

  26. Eric sagt:

    Ich bin auch 1.86m gross habe aber 88.2 Kg – und übergewichtig. Das ist doch Blödsinn!

    • Robert sagt:

      Nein, Ihr BMI ist leicht ueber 25 und somit sind Sie uebergewichtig. Langfristig waere ein Gewicht um die 80 kg fuer Sie gesuender. Weniger Belastung auf Ihre Organe und Gelenke. Versuchen Sie mal 8kg abzunehmen. Glauben Sie mir Sie wuerden sich bei 80 kg um einiges besser und fitter fuehlen.

    • Lia sagt:

      auf keinen Fall – sofern das Gewicht nicht von einem Bierbauch herrührt sondern von etwas Muskelmasse, ist das doch ideal. Das Auge erkennt besser als irgend ein Wert, ob jemand übergewichtig ist.

      • Robert sagt:

        stimmt Muskelmasse ist weniger schlimm als Fettmasse. Aber auch Muskelmasse belastet den Koerper, die Organe und die Gelenke. Sie koennen es drehen wie Sie es wollen, bei 186cm Groesse ist ein Gewicht von 80kg gesuender als 88kg.

        • Fabian Frei sagt:

          Ob ein BMI von 26, bei 8% Körperfett und polysportiver Bewegung nun wirklich ungesünder sind, als Muskeln abzubauen (die ja nicht nur Gelenke belasten sonder auch stützende Funktionen besitzen) vermag meines WIssens keine Studie zu beantworten. Robert, Ihr Beitrag ist Schwachsinn eines vermutlich ausgemergelten Veganers. Der BMI taugt für kleinere Frauen und kräftigere Männer einfach nicht.

    • Stefan Jost sagt:

      @Eric: Historisch gesehen ist der BMI eine Faustformel. Statistiker und Journalisten mit mangelhaften naturwisschenschaftlichen Kenntnissen haben jedoch die BMI-Faustformel zum Präzisions-Steckenpferd gemacht.
      a) wird durch die Grösse im Quadrat geteilt, die Körpermasse wächst aber mit der dritten Potenz, also wird die Faustformel umso schlechter, je mehr die Grösse vom Durchschnitt abweicht.
      b) Für 20 Jährige müsste man tiefere für Normal/Übergewicht festlegen als z.B. für 50 Jährige, der anzustrebende BMI Bereich schwankt im Lauf des Lebens.

  27. pedro haldemann sagt:

    Wo ist der Kt. SO?

  28. Peter Lustinger sagt:

    Jeder gut trainierte und muskulöse Mann fällt automatisch in die “fett” Kategorie von diesem elendigen BMI.

    Fangt an den Bauchumfang zu messen, das ist eine gute Referenz für übergewicht.

    • Hans Kühni sagt:

      Viele sind zu dick, aber sich selber gegenüber halt nicht ehrlich. Spätestens wenn der Bauch beim Binden der Schuhsenkel hinderlich ist, ist es Zeit, etwas an der Ernährung zu ändern. Dort liegt ein Teil des Problems…. Fettarm, keine vorbereiteten Fertigprodukte, Ausgleich zwischen basischer und saurer Ernährung. Aber der Mensch liebt es bequem und rennt dann zum Arzt, der es auch bequem mag und Medis verschreibt…

    • Markus G. sagt:

      Stimmt, Herr Lustinger. Das Gegenteil kann aber auch der Fall sein, wie bei mir. Ich habe gut sichtbar einen Bauch, bin aber bei 180cm Körpergrösse nur 67kg schwer, nicht muskulös und schmal gebaut. Würde ich dem BMI glauben, müsste ich gar nichts gegen meine Reserven unternehmen.

  29. Jack Bandy sagt:

    Diese Aussage: «Zu wenig Bewegung plus zu viel Essen ergibt eine positive Energiebilanz.» zeigt genau das was nicht stimmt mit die hiesige Ernährungsberatung. Sie – und die meisten Menschen – sind immer noch gefangen in diese falsche Paradigma von Kalorienzählen steckengeblieben, dessen Kernaussage, “Ein Kalorie ist ein Kalorie” sehr irreführend ist. Dies suggeriert, dass Kalorien von ein Lebensmittel können beliebig durch Kalorien von ein andere Lebensmittel ersetzt werden. Das sind die gute Leute welche dannzumal Butter durch Margarine und Fleisch durch “herzgesunde” Getreideprodukte ersetzen wollte. Die “Low-Fat” Wahn (natürliches Fett durch Zucker ersetzen) stammt auch von diese Genien. Und die Folgen? zuerst in die USA, und später auch hier (wo die US-Richtlinien gedankenlos übernommen wurden) ein Fettleibigkeitsepidemie. WAS man isst ist viel wichtiger als Kalorienzählen, denn die physiologische Auswirkungen (besonders auf unsere Hormonen – besonders Insulin) von verschiedene Lebensmitteln differieren sehr stark. Wenn man besonders stark auf Kohlenhydrate setzt – Zucker und Stärke (welche auch zu Zucker umwandelt) – zwingt man das Körper Insulin auszuschütten um das Blutzucker zu stabilisieren. Die eingenommene Kalorien landen im adipöse Gewebe, und langfristig sammeln sich die Kilos. Bewegung ist selbstverständlich sehr wichtig. Aber ein generationelle Wandlung von traditionelle Ernährung zu das von “Experten” empfohlene “moderne” Ernährung, mit übermässig viel Kohlenhydrate plus diese sehr ungesunde, Inflammation-verursachende mehrfach-ungesättigte Pflanzenöle (z.B. Rapsöl), stellt eigentlich eine Riesen-Experiment auf das Bevölkerung dar. Das Volksgesundheit wird quasi-geopfert auf das Altar von Lebensmittel-politisches Korrektheit. Und dann kommen die Veganer noch …

    • Monika Grieder sagt:

      DANKE! Sie haben das sehr schön erklärt, jetzt müsste nur noch die SGE mal ein bisschen Weiterbildung betreiben. Könnten Sie denen mal auf die Sprünge helfen? 🙂 Es würde ja reichen ein paar Bücher zum Thema zu lesen, es ist nämlich nicht so schwierig zu verstehen. Danke Dr. Davis für die Weizenwampe, Dr. Worm für Syndrom X oder ein Mammut auf dem Teller oder Dr. Eenfeldt für die Köstliche Revolution. Und dass sich Ancel Keys, der den Low-Fat-Boom auslöste, seine Studien schöngefälscht hat, ist mittlerweile auch bekannt. Einen interessanten Artikel zum Thema gibt es übrigens im neuesten Time Magazine.

    • Peter Meier sagt:

      Rapsöl soll ungesund sein? Mit dieser Meinung stehen Sie ziemlich alleine da… Und was Veganer hier jetzt wieder zu suchen haben, wissen wohl auch nur Sie. Bei der veganen Ernährung geht es häufig vor allem um ethische und ökologische Aspekte, nicht unbedingt um gesundheitliche.

      • Jack Bandy sagt:

        Rapsöl – ich stehe auf keinen Fall alleine da. z.B.
        Ist Rapsöl gesund? Ist es ungesund? Rapsöl hat keine besonderen, gesundheitsförderlichen Eigenschaften. Es verleiht keine Superkräfte. Kaltgepresstes Rapsöl scheint auch keine außergewöhnlichen Gesundheitsrisiken zu bergen – instabile, leicht oxidierende Öle gibt es viele. Industriell hergestelltes Rapsöl, das den oben genannten, vielfältigen Herstellungsprozess durchlaufen hat, birgt durch die potentiell enthaltenen trans-Fettsäuren und mit größerer Wahrscheinlichkeit längst ranzigen Fettsäuren tatsächlich ein nennenswertes Gesundheitsrisiko.
        Um die natürliche Rapspflanze in ein genießbares Öl zu verwandeln, ist ein großer Aufwand in praktisch allen Produktionsstufen nötig. Das alles für ein empfindliches Öl, das keinen besonderen Geschmack bietet. Warum sollte man Rapsöl verwenden, wenn es so viele schmackhafte Alternativen gibt? Olivenöl lässt sich leichter gewinnen, es ist stabiler und in vielen Geschmacksvarianten erhältlich. Und es bringt im Normalfall praktisch keine Risiken mit sich. Wenn es höher erhitzbar sein soll, hilft Schmalz oder Kokosfett. Für die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren eignen sich Fisch, Eier aus Weidehaltung und auch Fleisch aus Weidehaltung. Alternativen gibt es also genügend.
        Der Grund, warum Pflanzenfette wie Rapsöl heute so weit verbreitet sind, ist eine ungerechtfertigte Tierfett-Phobie vor über 60 Jahren. Das war das letzte Jahrtausend. Die Menschheit weiß heute mehr. Dementsprechend sollte auch die Wahl des Verbrauchers auf nützliche, naheliegende Fette fallen.
        http://www.urgeschmack.de/ist-rapsol-gesund/

    • Zock sagt:

      Eigentlich die beste Analyse bisher. Nur: was genau ist so schlecht am Rapsöl?

  30. Robert sagt:

    Hmmm…. in der Regel benützen die meisten Fachkräfte den BMI Index. Was schlagen Sie vor?

  31. Peter M. sagt:

    @ Ben, Arber, Baumann

    BMI hin oder her: Muskeln sind nun mal schwerer wie Fett und das hat Einfluss auf den BMI. Sind wir ehrlich, ein 5 Sekunden Blick in den Spiegel reicht um festzustellen ob jemand zu viele Fett-Polster hat und trainiert ist, oder eben nicht!

  32. Peter M. sagt:

    In den letzten Tagen war ich mehrmals in der Seebadi (Pfäffikersee und Lützelsee). Ich war echt irritiert, wie viele Menschen offensichtlich leicht bis stärker übergewichtig sind. Ich sah kaum noch wirklich schlanke oder gar trainierte Mitmenschen. Insbesondere auch jüngere Frauen habe bereits ordentlich Speck an den Hüften und am Bauch. Es liegt augenscheinlich an der Ernährung oder/und an mangelnder Bewegung.

    Im Fitnesscenter (Fitnessplus) treffe ich vor allem fitte und ordentlich sportliche Männer; abends eher jüngere und am morgen auch ältere. Frauen sind die Minderheit, jedoch ebenfalls trainiert und die meisten einigermassen schlank resp. normal gewichtig.

    Dabei braucht es gar nicht allzu viel: Leicht negative Energiebilanz plus etwas Bewegung sowie Wille.

  33. Chriesimuffin sagt:

    Dass der BMI kein zuverlässiger Indikator für Über- oder Untergewicht ist, kann man ziemlich klar auf dieser Flickr-Seite sehen:
    Viel Spass beim raten, wer von diesen Leuten laut BMI en gesundes Gewicht hat oder nicht!
    https://www.flickr.com/photos/77367764@N00/sets/72157602199008819/

    • Robert sagt:

      Habe mir diese Fotos angeschaut und in den meisten Fällen sieht die Person in etwa auch so aus wie sie gem BMI Index eingestuft werden. Es gibt halt gewisse Frauen, die die Fettablagerungen unter Kleider etwas verstecken können. Aber das ändert am Gewicht und der daraus folgenden Belastung der Organe und Gelenke nichts.

  34. Ben sagt:

    Ich bin 1.86m gross und wiege 87 kg. Also bin ich übergewichtig…(aber fit wie Anton und fühle mich prächtig). Da stimmt doch was nicht…

    • Robert sagt:

      Ihr BMI ist nur knapp über 25. Machen Sie sich keine Sorgen. Aber ein Gewicht um die 80kg wäre gesünder für Sie. Weniger Belastung auf die wichtigsten Organe, wenigerBeBelastung auf Gelenke etc. Versuchen Sie mal etwas Gewicht zu verlieren, bin überzeugt Sie fühlen sich besser!

    • Tylwyth sagt:

      Weder ich als Untergewichtige noch Sie als knapp-übergewichtiger Bürger müssen sich Sorgen machen. So schnell wird man nicht krank. Immer diese Hysteriker, was heisst schon “Über” oder “Unter”gewichtig? Man kann sich dann Sorgen machen wenn man oft Traurig, Müde, Krank, Verängstigt, Aggressiv ist oder Herzprobleme, Haarausfall, Mensausfall hat (evt zu dünn?) oder träge, sehr unsportlich ist oder schnell schwitzt, Herz und Atemprobleme,Zyklusstörungen, Rückenschmerzen hat (evt zu dick?)
      ist man aber glücklich, froh, munter, fit und hat gute Blut/Hormonwerte, dann ist man egal bei welchem BMI halt eben einfach GESUND!

    • Hans Kühni sagt:

      Viele sind zu dick, aber sich selber gegenüber halt nicht ehrlich. Spätestens wenn der Bauch beim Binden der Schuhsenkel hinderlich ist, ist es Zeit, etwas an der Ernährung zu ändern. Dort liegt ein Teil des Problems…. Fettarm, keine vorbereiteten Fertigprodukte, Ausgleich zwischen basischer und saurer Ernährung. Aber der Mensch liebt es bequem und rennt dann zum Arzt, der es auch bequem mag und Medis verschreibt…

    • Hans Ueli sagt:

      Ich bin 1,83 gross und 79,5 kg und immer noch mit Bauch. Sie sind 3 cm grösser und 87 kg. Somit sind Sie wohl mit vielen trainierten Muskeln gesegnet, gratuliere. Früher hat mir ein Arzt mal gesagt, dass man mit 1,83 m genau 83 kg wiegen dürfe, mit 1,86 also 86 kg.

  35. Arber sagt:

    BMI ist nicht gerade aussagekräftig. Wer Muskeln aufbaut wird früher oder später laut BMI auch übergewichtig sein. Wen man das Studie nennen kann?!

    • Robert sagt:

      Stimmt Muskelgewicht ist besser als reine Fettablagerungen. Aber auch Muskelgewicht belastet Organe und Gelenke. Insgesamt ist es immer noch gesünder einen BMI unter 25 zu haben.

      • Fabian Frei sagt:

        Sie vergessen die stützenden/ positiven Aspekte der Muskeln. Abgesehen davon, dass es durchaus Studien gibt, die einen BMI von 25-27 bei über 60 Jährigen mit der höchstens Lebenserwartung verbinden. Und bereits vor 25 Jahren wurde der alterbereinigte BMI vorgeschlagen, der bei Älteren einen BMI bis 29 als normal sieht.

        Absolutisten wie Robert schaden dem gesunden Selbstbild vieler Menschen.

  36. Stefan Baumann sagt:

    Da man den BMI sowieso nicht alleine zur Beurteilung von Übergewicht nehmen kann, sind die ganzen Zahlen irrelevant.