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Waschen und Bügeln ist weitgehend Frauensache

Von Iwan Städler, 26. Mai 2014 42 Kommentare »
Frauen arbeiten im Haushalt 1,6 Mal so lange wie Männer. Das zeigt eine heute veröffentlichte Statistik des Bundes. Interessant ist, welche Arbeiten die Männer ihren Frauen überlassen - und wo sie selbst anpacken.
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27,5 Stunden arbeiten Frauen durchschnittlich pro Woche im Haushalt. Die Männer begnügen sich dagegen mit 17,3 Stunden, wie den neusten Daten zur Haus- und Familienarbeit zu entnehmen ist, die das Bundesamt für Statistik heute veröffentlicht hat.

Logisch, könnte man denken, es sind ja vor allem die Frauen, die zu den Kindern schauen. Die ungleiche Verteilung gilt aber auch für Paarhaushalte ohne Kinder. Auch dort übernehmen die Frauen einen grösseren Teil der Hausarbeit – 59 Prozent der insgesamt 38 Stunden pro Woche.

Interessant ist, wie die beiden Geschlechter die verschiedenen Arbeiten aufteilen. Das Waschen und Bügeln überlassen die Männer weitgehend den Frauen, die rund 80 Prozent dieser Arbeit übernehmen. Dafür betätigen sich die Männer doppelt so oft als Handwerker wie die Frauen.

Das Bundesamt für Statistik erhebt die Daten alle drei bis vier Jahre in einer Umfrage. Vergleicht man die jüngsten Resultate mit früheren Erhebungen, so fällt auf, dass sich der Einsatz der Geschlechter angeglichen hat. Die Männer kochen fast anderthalb mal mehr als noch vor 16 Jahren. Und sie waschen auch häufiger. Entsprechend wurden die Frauen – wenigstens zum Teil – entlastet.

Kinderlose leisten mehr Freiwilligenarbeit

Im vergangenen Jahr leisteten Frauen in Paarhaushalten mit Kindern unter 15 Jahren durchschnittlich 67 Stunden pro Woche unbezahlte und bezahlte Arbeit. Bei den Vätern waren es 68 Stunden. Sie machten also ihre geringere Hausarbeit durch eine höhere Berufsarbeit wett. Alleinerziehende Mütter kamen ebenfalls auf 68 Stunden.

Weniger streng haben es Paare ohne Kinder. Frauen im erwerbsfähigen Alter, die in solchen Paarhaushalten leben, arbeiten insgesamt (bezahlt und unbezahlt) 47,2 Stunden pro Woche. Bei Männern in derselben Situation sind es 50,4 Stunden. Auch diese Männer machen also ihr Manko bei der Hausarbeit durch mehr Erwerbsarbeit wett.

Für Freiwilligenarbeit investieren Väter und Mütter durchschnittlich rund eine Stunde pro Woche. Bei den Paaren ohne Kindern sind es etwas mehr – 1,4 Stunden bei den Männern, 1,7 Stunden bei den Frauen.

42 Kommentare zu “Waschen und Bügeln ist weitgehend Frauensache”

  1. Dieter sagt:

    Wenn sie die vielen Hemden ihres Mannes bügeln, dann sind sie selber schuld. Ich habe meinem Partner von Anfang an klar gemacht, dass wenn er mit Hemden anfängt, er das Bügeleisen in die Hand nehmen darf, da ich dies nicht machen werde. Wenn ich es danach trotzdem tun würde, wäre ich ja selber bescheuert. Die Frau muss halt auch mal NEIN sagen können. Nicht im Nachhinein herumjammern. Grauenhaft solche Frauen.

  2. Andrea sagt:

    Also ich bügle sehr gerne, weil es mich einfach entspannt und ich kann neben her meine Lieblingsserien anschauen. Und ich finde wie bei allen Dingen greift uns die Technik hier auch stark unter die Arme. Meines neues Bügeleisen von Siemens http://www.siemens-home.de/produktsuche/b%C3%BCgeln.html bügelt ja eig schon fast wie von allein…..und wie gesagt ich komm einfach vom Alltag runter! Nur Hemden bügeln ist nicht so mein Hobby….. 😉

    lg

  3. maja sagt:

    Also da habe ich kein Mitleid mit den Frauen, denn es liegt ja an ihnen, den Söhnen das Waschen und Bügeln beizubringen.
    Es ist auch ein Gebot der Fairness, die Jungs so unabhängig wie möglich zu erziehen, damit sie nicht angewiesen sind auf weiblichen Goodwill.

  4. Reto Widmer sagt:

    Wieder einmal so eine Pippi Langstrumpf-Studie der Frauenfront, ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt. Allein die Fragestellung hat schon Unterhaltungswert, und das “Resultat” ist ESC-Format… Meine Freundin kommt auch schon auf die doppelte Waschzeit, alles Farben getrennt und doppelt so viele Kleidungsstücke. Auch immer wieder orginell ist das Unwort “unbezahlte” Arbeit, welche Frauen angeblich verrichten. Meine These: Gender Studien werden von den einzig echten “Hausfrauen” gemacht, alle anderen Frauen gehen arbeiten und wissen, dass solche Studien mumpitz sind

  5. Sportpapi sagt:

    Was für ein Titel. Wenn man dann weiterliest, sieht man, dass die Aussage auch anders herum lauten könnte: “Familienversorgung ist weiterhin Männersache”. Aber eigentlich zeigen die Statistiken doch einfach, dass die Arbeit in den meisten Beziehungen doch recht fair verteilt wird.

  6. Scrofa sagt:

    Erstaunlich, dass es die Frauen in den Jahrhunderten, in denen ihnen die Bürde der Kindererziehung aufgedrückt wurde, nicht geschafft haben die kleinen Chauvis so umzuerziehen, dass sie die lästige Hausarbeit und das Kinderkriegen übernehmen. Insbesondere die vergangenen 3-4 Jahrzehnte der Emanzipation und des Gender-Mainstreaming haben total versagt.

    • Blanche Wu sagt:

      Das ganze Gender-Mainstreaming ist eine Arbeitsbeschäftigung und wird immer lächerlicher! Frau und Mann sind biologisch unterschiedlich und das wirkt sich sogar au die Psyche aus. Körper und Geist hängen einfach zusammen, da muss mir niemand etwas anderes sagen. Wir als Mensch sind eine Einheit und ein Mann reagiert anders als eine Frau. Das liegt nicht an der Erziehung von bösen Eltern, die ihre Kinder in Geschlechterrollen pressen. Der ganze Trend ist einfach nur gegen die Natur und sehr peinlich. Natürlich sollen Frauen und Männer gleich entlöhnt werden, aber am Schluss ist Frau immer noch Frau und Mann ist Mann. Einige Dinge kann der Mann besser, einige die Frau. Was ist schlecht daran? Warum sollen alle gleich sein? Wie langweilig ist eine Welt, wo es keine Unterschiede mehr gibt? Dann hat man ja gar nichts mehr zu tratschen mit den Kolleginnen und die Männer ebenso…

    • Schadegger sagt:

      …auch schon davon gehört, wie schwer es vielen Frauen fällt, ihre Partner etwas auf ihre Weise machen zu lassen? Sogar Frauen geben zuweilen zu, dass sie Mühe haben, nicht drein zu reden! Und wie demotivierend das ist, liegt wohl auf der Hand… Emanzipation hat auch mit Vertrauen, bzw etwas zutrauen zu tun!!

  7. Felix Huber sagt:

    Die wichtigste Statistik wurde jedoch vergessen, die Stastik über Studien des Bundes zum Thema Gleichberechtigung; Da kommen 100% der Studien zum Schluss, dass Frau immer irgendwie benachteiligt ist.Und wenn alle Studien 100%-ig das selbe Ergebnis ergeben, muss es ja wohl stimmen.

    • Hans sagt:

      Ach Felix du bist ein Frauenversteher.
      Wenn ich um 6.00Uhr zur Arbeit gehe sehe ich fast nur Männer. Offensichtlich liegt ein Grossteil des “benachteiligten” Geschlechts dann noch im Bett. Alle Büros für Gleichstellung müssen schon aus lauter Selbstzweck überall Benachteiligungen hochstillisieren, sonst würden Sie am ende noch überflüssig. Männer Arbeiten dafür in den Betrieben mehr und Teilen dies Wertschöpfung in der Regel mit der Frau.

      • Felix Huber sagt:

        Mein Beitrag war eigentlich Satire, aber wohl zu sehr Realsatire, macht mich jetzt grad nachdenklich. Studien aus dieser politischen Ecke können nur zu diesem Ergebnis kommen, da das Resultat vorgegeben ist…

  8. phil kell sagt:

    Relevant ist nur die Aussage, wie viel Männer und Frauen total arbeiten, also Beruf und Freizeit. Und da liegen die Männer offensichtlich vorne. Wann hört der Tagi endlich mit seiner männerfeindlich tendneziösen Berichterstattung auf? Männer arbeiten mehr als Frauen! Das ist die Headline.

  9. Philipp Rittermann sagt:

    schön. somit ist ja grundsätzlich alles in ordnung und jede/r macht das, was er/sie kann.

  10. Greatsheep sagt:

    Ganz typisch für den tendenziösen Stil: “Männer überlassen den Frauen Waschen und Bügeln …” Völlig falsch, von vielen Männern und auch ich erlebe es folgend: “Auf keinen Fall überlasse ich es dir, du kannst das nicht, zumindest nicht so wie ich es haben will.” DAS ist die Wahrheit. Beim Kochen, Waschen, Putzen werde ich abgewimmelt, dafür “darf” ich dann zuhören wenn sie rumjammert wie “extrem überlastet” sie ist. Und wie gesagt, das erlebe nicht nur ich so 😉
    Und Mithilfe beim Haushalt hat auch einen weiteren unangenehmen Nebeneffekt: Die Kadenz der Arbeiten nimmt zu. Statt z.B. einmal staubsaugen pro Woche wird dann auf zweimal erhöht etc. Wie schon andere das gesagt haben: Es wird vieles von Frauen gemacht, das absolut unnötig ist; oder fast unnötig, man kann wieder rumjammern und sich als Opfer der pösen, pösen Männer-Herrschaft zelebrieren.

    • Katja Winkler sagt:

      Mein Gott in welcher entsetzlichen Partnerschaft leben Sie? Wenn alles doch ach so grauenhaft ist, würde ich tatsächlich einmal über Trennung nachdenken. Dies könnte – trifft es so zu wie Sie es beschreiben – allenfalls eine wirkliche Win-Win-Situation für Sie und Ihre Partnerin sein.

  11. Frank Baum sagt:

    Ich frage mich, wie zuverlässig solche Zahlen sind. Letztlich wird per Umfrage ermittelt, was die Leute glauben, getan zu haben. Dabei verschätzt man sich erfahrungsgemäss massiv: anderswo werden ja auch Umfragen zu “wie lange braucht man für dieses oder jenes” gemacht. Wenn man es tatsächlich misst, sieht die Geschichte dann ganz anders aus. Insofern: man muss die Zahlen mit sehr grosser Vorsicht geniessen. Darüber hinaus erscheinen mir die UNterschiede zwischen Männern und Frauen sehr gering – gerade bei Paaren ohne Kinder mit 59% – 41% scheint mir der Unterschied geringer zu sein als die Ungenauigkeit der Messmethode.

  12. Leo Schmidli sagt:

    Ich lese, dass Männer auf der Arbeit grundsätzlich mehr Zeit aufwenden als Frauen (Beispiel der kinderlosen Paare).
    Was ich nicht verstehe: Wieso arbeiten alleinerziehende Frauen genausolange wie Mütter in einer Beziehung (die nicht arbeiten gehen)???

  13. Markus Schneider sagt:

    Es wäre mal eine Untersuchung zu machen wieviele Prozente der tatsächlich NOTWENDIGEN Haushaltarbeit Frauen und Männer machen. Dass Frauen und Männer andere Vorstellungen von haushalt haben zeigen diese Statistiken ja überdeutlich.

    • patrik mathys sagt:

      Wenn eine Putzneurose als Standart angesehen wird und nicht Hygiene sieht es düster aus. Niemand orientiert sich ernsthaft am Workaholic. 8.4 Stunden sind normal und somit 100% und nicht die 12 Stunden die der andere mit ernstzunehmenden Problemen glaubt leisten zu müssen.

      • Felix Huber sagt:

        Markus Schneider redet ja auch nicht von Putzen sondern genrell von Haushaltarbeit, wenn man nicht richtig lesen kann sieht es düster aus.

        • patrik mathys sagt:

          Lieber Felix Huber
          Ganz ganz ganz Genau genommen schreibt Hr. Schneider von tatsächlich notwendigen Haushaltarbeiten. Im Text steht dann noch, das die Männer wenig putzen, bügeln etc ( Desshalb vielleicht Hr. Schneiders Hinweis auf die unterschiedlichen Vorstellungen ). dafür andere Haushaltarbeiten erledigen. Richtig lesen ist unbestritten super, denken ist aber auch nicht verboten.

  14. Urs Leuenberger sagt:

    Sicher investieren Frauen auch in Single-Haushalten 1.6x mehr Zeit in die Hausarbeit: Sie nehmen’s einfach genauer und haben höhere Ansprüche.

  15. Marcel Zufferey sagt:

    Zweierlei ergänzend: a) Rechnet man Haushalt und bezahlte Erwerbsarbeit zusammen, arbeiten Männer mittlerweile mehr als Frauen und b) Vollzeit ist männlich (genauso wie umgekehrt Teilzeitarbeit weiblich ist). Nicht selten ist Letzteres auch von vielen Frauen genau so gewollt.

  16. Jürg Oberli sagt:

    Wenn man in ein Warenhaus geht, dann ist dort normalerweise 2/3 des Angebots Damenbekleidung. Deshalb gehe ich davon aus, dass der “Kleiderverbrauch” bei Frauen im Allgemeinen höher ist als bei Männern. Da ist es doch auch nur logisch, wenn diese mehr Aufwand in Wartung und Unterhalt stecken.
    Zudem: Bügeln ist beiJeans, schwarzen T-Shirts und Hoodies nun einfach nicht nötig – sorry liebe Damenwelt.

    • lastminutemother sagt:

      Hey, und was ist mit den ganzen Hemden, es arbeiten doch nicht alle Herren im schwarzen T-Shirt Backoffice…

      • Markus Schneider sagt:

        Dafür gibt’s den Bügelservice. Ausserdem kann gegoogelt werden, wie man ein Hemd tiptop in drei Minuten bügelt. Viel arbeiten ist das eine. Effizienz das andere.

      • Blanche Wu sagt:

        Wenn sie die vielen Hemden ihres Mannes bügeln, dann sind sie selber schuld. Ich habe meinem Partner von Anfang an klar gemacht, dass wenn er mit Hemden anfängt, er das Bügeleisen in die Hand nehmen darf, da ich dies nicht machen werde. Wenn ich es danach trotzdem tun würde, wäre ich ja selber bescheuert. Die Frau muss halt auch mal NEIN sagen können. Nicht im Nachhinein herumjammern. Grauenhaft solche Frauen.

    • hyld of helmsby sagt:

      In unserem kinderlosen Paarhaushalt bügle ich normalerweise pro Woche:
      – 3 Hemden für meinen Mann
      – 1 oder 2 Jeans von mir (weil ich nicht in ungebügelten Jeans zur Arbeit gehen kann), evtl. 1 Bluse von mir
      – 1 oder 2 Geschirrtücher (gebügelte Geschirrtücher sind einfach besser im Einsatz!)
      Wenn es an Zeit mangelt, verzichte ich auf’s Blusentragen .. Und es kommt mir seit Jahrzehnten nicht mehr in den Sinn, Bettwäsche und Ähnliches zu bügeln. T-Shirts usw. habe ich noch gar nie gebügelt. Und dass man Socken bügeln kann, weiss ich auch erst, seit eine Kollegin als Au-Pair solcherlei tun musste ..

      • Sepp Manser sagt:

        Genau, ich frage mich auch wie ein kinderloser (!) Haushalt auf 38 Stunden Hausarbeit PRO WOCHE kommt. Schauen diese Leute der Waschmaschine beim Waschen zu?! Und wer Unterwäsche und Socken bügelt hat schon etwas originelle Prioritäten im Leben.

  17. Joerg Hanspeter sagt:

    Ach ja, und wie war das jetzt wieder mit der jahrelang beschworenen Doppelbelastung der Frauen? Finde ich übrigens gut, Waschen und Bügeln ist Frauensache 🙂

    • Lyn sagt:

      Wieso ist bügeln frauensache?

    • Martin Frey sagt:

      Alle nach ihrem Gusto oder mit anderen Worten: Alle sollten das machen was sie am besten können. Oder wieviele Frauen kennen Sie, Lyn, die am Wochenende den Rasen mähen? Meine Hände z.b. sind für das Bügeln gänzlich ungeeignet…

      • Beppie Hermann sagt:

        Wenn Ihre Hände, M. Frey, zum Bügeln ungeeignet sind, heisst das noch gar nichts! Mein Mann beispielsweise nähte gerne, flickte jeweils, dem Himmel sei Dank, den Kindern die Kleider. Ich erledigte in der Zeit mit Traktor und Balkenmäher die Landarbeit und säuberte die Pferdeboxen.

      • Rahel S sagt:

        Also ich maehe gerne den Rasen. Ich bin auch fuer den Garten mehr oder weniger zustaendig. Ja, ich kann auch mit dem Bohrer umgehen und mit einer Saege… ich koennte auch mein Velo selbst reparieren. Aber oft macht es mein Mann. Buegeln und Waesche falten macht er noch weniger gerne als ich- also mache ich das. Ich putze auch nicht sonderlich geren, aber es muss getan sein. Wichtig waere, dass beide etwa gleich viel leisten. Aber bei uns ist es klar auch so, dass ich als Frau/ Mutter mehr leiste- obwohl wir beide 100% ausser Haus arbeiten.

      • Martin Frey sagt:

        Ziehe den Hut vor Ihnen beiden, Beppie und Rahel. Aber Sie gehören wohl etwas zu einer aussterbenden Tierart, wenn ich das so formulieren darf. Landwirte kann man zudem, was ich nicht respektlos sondern respektvoll meine, glücklicherweise in keines dieser Genderschemata reinpressen. Denn in dieser Berufsgattung ist ein Rollenspiel à la carte wie es viele postmoderne Frauen auszuüben pflegen schlicht undenkbar.

  18. Markus Freuler sagt:

    Fakt ist also, in allen untersuchten Gruppen arbeiten Männer mehr als Frauen, sie leisten sogar mehr Freiwilligenarbeit. Wäre doch auch eine Titelzeile wert gewesen….

    • Joseph sagt:

      Das ist allerdings interessant. Aber eine Titelzeile ist dies nicht wert. Sonst würde ja plötzlich ersichtlich, dass a) Doppelbelastung nicht zutrifft b) mehr Arbeitstunden nicht zutrifft c) die Lohndifferenz plötzlich sogar noch erklärbar würde.
      Also GANZ ein schlechter Diesnt an der Propagandamaschninerie “Gleistellung der Frau”.
      Daher wohl auch keine schreibenden Frauen?

      • Beppie Hermann sagt:

        Ach ja, Joseph, dachte es sei ein Männerforum! ;o) Gebe gerne meinen Senf dazu. Halte mich jedoch bei solchen Dingen lieber an das, was ich in meinem Umfeld erlebe, als an Statistiken. Es hat ein Trend stattgefunden, muss ich zugeben. Vor meiner Generation war der Fall in aller Regel klar: Mama die Gebärmaschine hinter dem Herd, Papa auf Brotsuche. Auch in meiner Generation hat sich da nicht viel geändert. Mein Mann und ich bildeten da eine Ausnahme. Wir leisteten beide Dienst bei der Sanität, wobei ich damals allerdings als einzige Henne unter lauter Güggeln nur 10 Jahre diente, denn während und nach den Schwangerschaften hielt ich körperlich nicht mehr mit. Deshalb bin ich auch gegen Frauen-Militärpflicht. Eine ständige Aktualisierung der “anderen Umstände” ist ja schlicht nicht möglich. Wir teilten uns nach Absprache 60/40 Berufsleben, Haus, Hof und Kinderbetreuung, arbeiteten ca.8-10Std./W für den Naturschutz. So stelle ich mir ungefähr eine Gleichberechtigung vor, was nicht heisst, dass dies die Norm sein soll. Wie will man denn eine solche Statistik erstellen, man sieht ja kaum hinter die Kulissen einzelner Paare oder Familien. Die Momente sind so verschieden wie Menschen nur sein können. Jedem Tierchen sein Pläsierchen!

        • Joerg Hanspeter sagt:

          @Beppie Hermann: “Deshalb bin ich auch gegen Frauen-Militärpflicht.” Was bitte, nur weil es anstrengend ist, kann Frau sagen, dass sie gegen die Wehrpflicht ist? Denken Sie, dass es für alle Männer leicht sei? Gleichberechtigte Wehrpflicht solte heutzutage schon gar keine Frage mehr sein. Vielleicht sollten wir wieder zum System zurückkehren, kein Wehrdienst, keine Stimmberechtigung?

          • Beppie Hermann sagt:

            Joerg Hanspeter, wenn Sie dann mal nach einer nicht zwingend angenehmen Schwangerschaft Ihr erstes Kind, vielleicht sogar in Steisslage geboren und wochenlang gestillt haben, dann sind Sie reif für ein Gespräch über Gleichberechtigung auf Augenhöhe! Möglicherweise sollten wir wirklich das System ändern: Keine Schwangerschaften, keine Stimmberechtigung? Oder wollen Sie etwa das bisschen Zeugung mit Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit gleichsetzen?