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Das Weltkulturerbe geht baden

Von Joachim Laukenmann, 6. April 2014 27 Kommentare »
Durch die Erderwärmung schwellen die Weltmeere an und verschlucken zahlreiche Meisterwerke der menschlichen Kultur. Alle bedrohten Orte auf einer Karte.
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Freiheitsstatue, New York, USA: Teiluntergang bei Erwärmung um 1,9 °C (Ungenauigkeit: ±0,6 °C). (Getty Images)

Wasserknappheit, Ernteeinbussen, Ozeanversauerung, Gesundheitsrisiken und Extremniederschläge – das sind nur einige der Folgen, die der Klimawandel gemäss dem diese Woche vorgestellten Weltklimabericht mit sich bringt. Während einige Konsequenzen wie etwa das Artensterben und drohende Klimakriege noch sehr vage sind, hat der Weltklimarat in einem Punkt sehr grosses Vertrauen in die Prognosen: beim Meeresspiegelanstieg.

Abschmelzende Gletscher, ein Rückgang der Eisschilde Grönlands und der Antarktis sowie die wärmebedingte Ausdehnung des Meerwassers lassen die Ozeane anschwellen. Das erodiert die Küsten und birgt ein beachtliches Risiko für Überflutungen. Hunderte Millionen Küstenbewohner könnten noch in diesem Jahrhundert ihre Heimat verlieren.

Auch einem Teil des Weltkulturerbes droht der Untergang. Wie Klimaforscher in den Environmental Research Letters schreiben, sind langfristig 150 der aktuell 759 Unesco-Kulturdenkmäler vom Meeresspiegelanstieg bedroht – von der Freiheitsstatue in New York über den Tower of London bis zur Oper in Sydney.

Bei ihren Berechnungen blickten die Forscher weiter in die Zukunft als gemeinhin üblich. Denn die schützenswerten Meisterwerke der menschlichen Kultur sind oft Hunderte, wenn nicht Tausende Jahre alt und könnten meist noch weitere Jahrtausende überdauern. Ben Marzeion von der Universität Innsbruck und Anders Levermann vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung bestimmten daher für verschiedene Grade der Erderwärmung den zugehörigen Meeresspiegelanstieg im Lauf der nächsten 2000 Jahre.

Es mag anmassend erscheinen, den Anstieg des Meeresspiegels über einen so langen Zeitraum vorherzusagen. Doch die Forscher machen keine Klimaprognose. Die würde stark davon abhängen, wie viele Treibhausgase die Menschheit noch in die Atmosphäre bläst. Und wer weiss das schon. Vielmehr setzen die Forscher eine Erwärmung zwischen null und fünf Grad gegenüber vorindustrieller Zeit als gegeben voraus und berechneten, welcher Meeresspiegelanstieg damit verknüpft ist.

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Piazza Del Duomo in Pisa, Italien: Teiluntergang bei Erwärmung um 0,5 °C (Ungenauigkeit: ±0,6 °C). (Getty Images)

Dabei kommt ihnen die lange Zeitskala sogar entgegen. Denn bis in 2000 Jahren haben sich ­diverse Prozesse wie das Abschmelzen des Eisschilds von Grönland an die neue Erdtemperatur angepasst. Schwierig vorherzusagen ist in erster Linie der Übergang vom heutigen Klima in eines, das zwei, drei oder vier Grad wärmer ist. Ein Klima, das schon viele Jahrhunderte auf ­einem höheren Temperatur­niveau verharrt, befindet sich hingegen in einem Gleichgewicht, und der zugehörige Ozeanpegel lässt sich dann viel besser abschätzen. Der grösste Unsicherheitsfaktor in den Prognosen ist dann die genaue Eismenge von Grönland und der Antarktis, die bei der jeweiligen Erwärmung langfristig schmilzt.

Bereits bei der gegenwärtig erreichten Erderwärmung von rund 0,8 Grad gegenüber vorindustrieller Zeit, so das Resultat der Studie, sind langfristig 40 Kulturstätten vom teilweisen Untergang bedroht. Dazu gehören Venedig, die Piazza del Duomo in Pisa und die Altstadt von Dubrovnik in Kroatien.

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Sydney Opera House, Australien: Teiluntergang bei Erwärmung um 2,1 °C (Ungenauigkeit: ±0,5 °C). (Getty Images)

Dass diese Stätten heute noch nicht unter dem Meeresspiegel liegen, hat mit der Trägheit des Klimasystems zu tun: Der Meeresspiegelanstieg hinkt der globalen Erwärmung Jahrhunderte hinterher. Schliesslich braucht es seine Zeit, bis die Eismassen schmelzen. Auch vergehen Jahrhunderte, bis das Meerwasser die Wärme aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Das bedeutet, dass der Meeresspiegel selbst dann noch ansteigen wird, wenn sich die Atmosphäre nicht mehr nennenswert erwärmt.

Steigt die globale Temperatur um drei Grad, ist langfristig rund ein Fünftel des Kulturerbes betroffen: 136  Standorte würden unter dem Meeresspiegel liegen. Erwärmt sich die Erde gar um etwas mehr als vier Grad, was beim gegenwärtigen CO2-Ausstoss durchaus realistisch ist, sind 150 Stätten des Weltkulturerbes vom Teiluntergang bedroht. Bei einer globalen Erwärmung um rund fünf Grad würden 109 dieser Zeugnisse der menschlichen Kultur mehr als fünf Meter unter den Meeresspiegel abtauchen. Dabei haben die Forscher Gebiete gar nicht berücksichtigt, die heute schon unter null Meter liegen. Und es kommt hinzu, dass Gezeitenschwankungen und Sturmfluten Welterbestätten bereits beschädigen können, lange bevor diese im Meer versinken.

Weitere Informationen zum Thema in der aktuellen SonntagsZeitung.

Damit die Prognosen zuverlässig sind, berücksichtigten die Forscher auch regionale Unterschiede beim Meeresspiegelanstieg. Schmilzt zum Beispiel die Eismasse auf Grönland ab, hebt sich einerseits die Landmasse in der Region wegen der Entlastung etwas an. Andererseits kommt wie bei Ebbe und Flut die Gravitation zum Tragen. So wie der Mond mal mehr mal weniger stark am Meer zupft, tut das auch die Eismasse. Taut diese von Grönland ab, wird das Meerwasser von Grönland weniger stark angezogen und weicht ein wenig zurück. Das Meerwasser wird also rund um den Planeten verschoben. Den auf diese Weise für jede Weltregion und für verschiedene globale Temperaturen ermittelten Meeresspiegelanstieg verglichen die Forscher mit den Standorten des Weltkulturerbes.

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Historisches Zentrum von Brügge, Belgien: Teiluntergang bei Erwärmung um 1,8 °C (Ungenauigkeit: ±0,6 °C). (Getty Images)

Natürlich geht es den Forschern nicht nur um das kulturelle Erbe der Menschheit, sondern auch um die betroffenen Menschen. Bei einer Erwärmung um drei Grad, so ein Resultat der Studie, könnten bis zu zwölf Länder mehr als die Hälfte ihrer derzeitigen Landfläche verlieren. Sieben Prozent der heutigen Weltbevölkerung lebt derzeit in Regionen, die bei einer Erwärmung um drei Grad langfristig unter dem Meeresspiegel liegen werden.

Wird der Klimawandel also nicht begrenzt, müssen Archäologen und Touristen einen erheblichen Teil unseres kulturellen Erbes künftig mit Taucherbrille und Druckluftflasche besuchen.

27 Kommentare zu “Das Weltkulturerbe geht baden”

  1. Fritz Schär sagt:

    Jaja, und dann fliegen alle Regierungsvertreter, Wissenschaftler, Journalisten und sonstige Interessierte mit dem Regierungs-jet (je grösser, umso imposanter) nach weiss nicht wohin an eine Umwelt- oder Klimakonferenz, um dort für einige Tage in Saus und Braus über Horrorszenarien und deren Ursachen und Lösungen zu diskutieren, fliegen wieder mit ihren Luxus-vögeln nach Hause und werden dafür gelobt. Ob das wohl unter “Nachhaltig” bezeichnet werden kann, sei dahingestellt….

  2. Margrit Gerber sagt:

    Die Natur kann sich nicht selber zerstören oder krank machen. Sie ist der Schatten der Menschheit. Ist das Verhalten der Menschheit krank, so wird der Schatten auch krank. Geht man lange nicht zum Arzt bzw. tut nichts gegen Krankheit, kann sie dann mal nicht mehr geheilt werden. Das Leugnen der verseuchten Luft, Böden und Gewässer ist leider Realität, die Realität der Respektlosigkeit gegenüber dem Leben.

  3. Margot sagt:

    Aufgrund der immer häufiger erscheinenden Beiträge in allen Medien zur “Klimaerwärmung und deren Folgen”, habe ich das Gefühl das immer mehr Menschen dieser Klimahysterie keinen Glauben schenken können. Ein gutes Zeichen!
    Wenn es erwiesen wäre das der Meeresspiegel ansteigt, dann sind die Araber aber ziemlich blöd:
    Momentan entsteht in Dubai das wohl spektakulärste Projekt das jemals von den Scheichs verwirklicht worden ist. Zwei künstliche Inseln Namens The Palm Jumeirah und Jebel Ali werden für mehrere Milliarden Dollar erbaut. Die erste Insel The Palm Jumeirah Dubai ist fast fertiggestellt. Die geplanten 2000 Villen, 40 Luxushotels, Shoppingzentren und Jachthäfen samt 120 Kilometer Sandstrand auf der ersten Palme, der “Palm Jumeirah”, sollen demnächst fertig sein. Die Interessenten für die noch geplanten Inselnwelten stehen Schlange. Ein weiteres, noch gigantischeres Inselprojekt mit Namen “Die Welt”, das den gehobenen Wohn- und Urlaubsmarkt ansprechen soll, wird gerade begonnen.

  4. Silvia Müller sagt:

    Dazu noch: Immer, wenn es auf der Erde wärmer geworden ist, sind bessere und auch wirtschaftlich interessante Zeiten angebrochen. Immerhin sitze ich hier auf einer ehemaligen Gletscherstrasse. Vor einigen Tausend Jahren war dieses Gebiet hier Gletscher, wie andere grosse Teile der Schweiz auch. Bin froh, ist es nicht mehr so, sonst wäre ich nicht hier. Die Erde und ihr Klima haben sich verändert, seit es sie gibt. Mit oder ohne uns. Und es wird die Erde sicher noch lange nach der Ära “Mensch” geben. Sie wird sich weitere Millionen Jahre verändern und sich erneuern. Oder Milliarden Jahre, oder eine Unendlichkeit, wer weiss das schon so genau. In der Finanzwelt wurden ja auch – man konnte es kaum mitverfolgen, aus Millionen in kurzer Zeit Milliarden und noch kürzerer Zeit Billionenschulden. Und wer kann sich das schon vorstellen? Die wenigsten.

  5. Im Jahre 2005 habe ich bei meinem Besuch in Venedig als “Architekt” nachgedacht, wie könnte man dieses wertvolle Kulturgut retten: Das seinerzeitige MOSE-Dammprojekt konnte es nicht sein. Technisch kann es auch nicht funktionieren- bei ansteigendem Meeresspiegel müssten zu oft die Schleusen hochgehen. Zudem wird der notwendige Wasseraustausch zwischen der Adria und der Lagune dermaßen verhindert, dass eine Kloake entstehen kann. Damals ging es um ein Infrastrukturprojekt von Silvio Berlusconim möglichst viel Geld und Arbeitsplätze in die Lagunenstadt Venedig zu pumpen. Es wäre sinnvoller mit einem ca. 14 km kurzen Damm die Meerenge mit einem geregelten “Durchströmungsdamm” soweit zu regulieren, dass der heutige Stand des Meeresspiegel auf plus-minus Null eingestellt bleibt- damit können ca. 55.000km Küstenlänge damit geschützt werden. Das bereits jetzt gefährdete Nildelta, Pisa und Dubrovnik bzw. sämtliche Küstenbauten werden dadurch geschützt.Ebenso bleibt der Grundwasserstand erhalten und das Salzwasser greift nicht weiter in die landwirtschaftlichen Böden hinein. Es wurde das Projekt mehrfach präsentiert und bei der Mittelmeerunion eingereicht. Die kriegerischen Unruhen um das Mittelmeer, haben die Koordinierungen unmöglich gemacht. Es muss wahrscheinlich, allen das Wasser bis zum “Halse” stehen, bis etwas unternommen wird – Nur das Mittelmeer hat diese einmalige Chance, dies wirtschaftlich umzusetzen- mit der geringen Wasserhöhendifferenz Mittelmeer zum ansteigenden Atlantik lässt sich zudem Strom erzeugen. Das ehemalige Urprojekt “Atlantropa” von Herman Sörgel in den 30er Jahren hat das Mittelmeer bis zu 100m bis 300m für enorme Landgewinnung abgesenkt – das wäre ein ökologischer Wahnsinn…also die Technik soll sich der Ökologie unterstellen – daran muss noch intensiv gearbeitet werden. (siehe unter google: Rettet Venedig, rettet das Mittelmeer)

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    • Markus Schneider sagt:

      Mit Verlaub, das ist ein furchtbares Geschwafel ohne wirklichen bezug zum Artikel. Es geht hier nicht darum, möglichst viele Woirte hinzuschreiben.

  6. John J Feller, SCV sagt:

    reine Panikmache ! Bei der Karte muss man wohl davon ausgehen, dass Meereshoehe, dann eben nicht mehr universelle Meereshoehe sein wird. Surfen wird dann zum neuen Sport, man geht mit einem Heli an den hoechsten Punkt im Meer und kann dann auf alle Seiten hinuntersurfen. Die Stadt Montreal ist rund 35 MueM. war aber schon nachweislich rund 120 Meter unter dem Meerespiegel, wo ist das viele Wassern hingegangen? Wohl in den Kopf der Pseudowissenschaftler (a la Al Gore’s “die unangenehme Wahrheit”) die mit vielen neuen Steuern die globale Waermung ueber ihr eigenen Bankkonto abkuehlen wollen..

    • Emil Mützenberg sagt:

      Seit wann ist Montreal flach? Die tiefsten Teile liegen eben auf 8m ü M sind also sehr wohl gefährdet.
      Aber Hauptsache von nix ne Ahnung, dafür Leute als Pseudowissenschafter beschimpfen…

      • John J Feller, SCV sagt:

        @Muetzenberg: ich wohne in Montreal seit fast 50 Jahren. Fliege jede Woche ab dem ehem. Militaerflugplatz St Hubert, ein paar Meter ueber dem St Lorenzlevel (rund 3 km davon entfernt, vor dem Abflug einstellen der Hoehe: 27M. Der Mont Royal ist der hoechste Punkt in Montreal, der Rest der Insel Montreal ist nur wenig ueber dem St-Lorenzlevel.
        Aber es geht ja gar nicht um den gegenwaertigen Wasserstand, sondern um den Verbleib das Wassers, welches rund 120 m hoeher war und bis in die grossen Seen ein Meer bildetet und nun “verschwunden” ist aber ev. – wenn es nach den “Wissenschaftlern” geht – zurueckkommn koennte. Wo ist es hingeflossen in der Zwischenzeit?

  7. Leider, leider, leider ist die Wahrheit, dass niemand weiss, ob der Meeresspiegel überhaupt steigt.

    Die berechnete Zahl von 3.1mm/jahr für den aktuellen Anstieg ist nichts als ein Schätzwert. Dieser ist wertlos, wenn dazu keine Angaben über die Messfehler der verwendeten Messgeräte und die natürliche Variabilität gegeben werden.

    Vergleiche auch die Schlussfolgerungen in:
    wattsupwiththat.com/2013/09/20/sea-level-rise-climate-change-and-an-ocean-of-natural-variability/

    <iVClearly, the official three millimeter sea level rise number is a product of scientific “group think.” Not only is this number far below what can be accurately measured, but all leading organizations support this nonsense number.

  8. Viktor sagt:

    Dass die Gletscher schmelzen ist eine Tatsache und wie weit dies auf unser Wasserhaushalt einen Einfluss haben wird, wird sich zeigen und sicher einige sehr negative Folgen haben.
    Jedoch, dass diese Karte ein absoluter Blödsinn ist, entnehme ich dem Beispiel Olinda in Brasilien!
    Das Zentrum von Olinda ist auf eine Hügel gelegen wie dies so oft in diesen Jahren der Entstehung angewandt wurde, wie die Kirchen auf den höchsten Punkt des Zentrums.
    Wenn Olinda untergehen wird, verschwindet auch New York von der Landkarte, dann muss der Meeresspiegel im Minimum 100m anwachsen, wenn nicht mehr!

  9. Phil Jutzi sagt:

    Ich gehe seit 25 Jahre reisen. Immer hier und da wieder an Orte wo ich schon früher war. Ich kann kein Anstieg von Meerespiegel oder verschwunden Stränden ausmachen.

    Das ganze gehört zur Agenda der UNO. Hier und da hört man das Stichwort Agenda 21.

    Was auch immer das Ziel der ganzen Sache ist, der Hauptgrund ist Geld und Kontrolle.

    Wenn der Weltklimarat was bewegen will, soll er zuerst mal nach Indien und China gehen – und in diesen Länder das heilige Evangelium der Welterwärmung predigen.

    Sollte irgendwo ein Vulkan ausbrechen, und den Himmel verdunkeln, nimmt mich dann wunder was der WKR dann zu sagen hat.

  10. Andreas Müller sagt:

    Die Welt geht unter, ach? In etwa 6 Milliarden Jahren wird sich unsere Sonne bis zur Umlaufbahn des Merkurs ausdehnen und die Erste auf grosser Flamme rösten, spätestens dann sie alle Weltkulturerben, das Ozonloch und die Grünen Klimahysteriker Geschichte. Man wird sie nicht nur vergessen habe, nein mal wird vergessen haben, dass man sie vergessen hat. Aber wahrscheinlich Endet unser Sonnensystem von etwas eher. In 4 Milliarden Jahre beginnen sich die Andromeda Galaxie und die Milchstrass zu durchdringen (ja wir rasen aufeinander zu und können gar nichts dagegen machen!). Don’t Panik!

    • Hans Maag sagt:

      Da sich die Sonnenstrahlung kontinuierlich verstärkt, wird schon lange vor den angekündigten 6 Mia Jahren unsere Atmosphäre ind All verschwinden sein. Etwa später wird auch das Wasser der Meere verdampft sein. Für die Menschheit wird das kein Problem mehr sein wenn sie so weitermacht. Sie wird schon lange vorher verschwunden sein.

  11. Gerhard Mersmann sagt:

    Die Weltkultur geht durch ganz andere Prozesse “baden”: durch die Verschandelung und Asphaltierung, durch die Versteppung und Zunahme der Wüstengebiete, durch Kriege, durch die Vergiftung von Wasser, Land und Luft, durch überrissenen Konsum und Verschwendung etc. pp.
    Überschwemmungen infolge Meeresspiegelerhöhung oder Landabsenkung hat es immer wieder einmal gegeben.
    Alle versunkenen Kulturen wurden durch andere, neue und höherstehende (?) Kulturen abgelöst.
    Das steht in den nächsten 300 Jahren wieder an, und das ist auch gut so, denn so geht’s ja doch nicht weiter.

  12. Maettu sagt:

    Berechnungen auf der Basis von Modellen. Da werden Annahmen getroffen, Parameter ein-, respektive ausgeschlossen, alles auf Grund von Entscheiden, die weder kommuniziert noch begründet werden. Die Aussage- und Vorhersagekraft ist gleich null. Es bleiben Modelle. Bitte, liebe Klimaforscher, macht eure Spiele. Aber finanziert sie aus eurem privaten Portemonnaie.

    Das wesentlichste Klima, das sich die letzten Jahre ganz offensichtlich (und antropogen!) sehr stark verändert hat, ist das Zwischenmenschliche. Hier sind dringend Korrekturen nötig. Aber diese Korrekturen kann man nicht verordnen, noch besteuern. Jeder Einzelne muss sie vollziehen, im Einverständnis und auf Grund seiner Erkenntnis. Sonst droht uns als Menschheit der Untergang im stinkenden Morast unserer rücksichtslosen Selbstgerechtigkeit.

    Wenn wir DIESE Kurve gekriegt haben (Zuversicht ist Programm), können wir allen Klimaforschern der Welt riesige Spielwiesen zur Verfügung stellen, wo sie mit ihren Modellen tun und lassen können, was ihr Herz begehrt.

  13. Katharina sagt:

    Statt von einem ambivalenten ‘Teiluntergang’ reden sollten Sie, gerade in einem Datenblog, das wesentliche Faktum erwähnen, so wie es in der Quelle (Environmental Research Letters) schon in der Zusammenfassung steht: Der mittlere Anstieg des Meeresspiegels aus den 6 Modellsimulationen ist 0,42 m pro Grad mittlerer Temperaturanstieg.

    Das Worst Case Modell geht von einem Anstieg des Meeresspiegels von 2,3 m pro Grad aus.

    Das bedeutet, dass heute, wo ein mittlerer Temperaturanstieg von 0,8 Grad gegenüber vorindustriellen Zeiten angenommen wird, der Meeresspiegel schon 0,34 m , bzw worst case 1.84 m angestiegen sein müsste. Die zweite Zahl ist nicht beobachtet worden.

    Wenn wir die Freiheitsstatue als Beispiel nehmen und Teiluntergang als 50% der Bauhöhe annehmen, dann ergäbe dies einen Meeresspiegelanstieg von 46,5 m (Die Freiheitsstatue hat eine Bauhöhe von 93m) und somit einen Temperaturanstieg von 20 Grad, bzw. bei 0,34 m/K 137 Grad, was den Planeten weit jenseits der Habitable Zone bringen würde.

  14. Die anscheinend vom Weltklimarat prognostizierte Wasserknappheit passt nicht zum ebenfalls von diesem Gremium vorhergesagten – und zum Teil schon bemerkbaren – Abschmelzen des Eises. Aus schmelzendem Eise entsteht Wasser, also kann es höchstens zu einer Wasserzunahme kommen, was wiederum einen Anstieg der Meeresspiegel zur Folge hat – oder hätte. Falls es hienieden etwas wärmer werden sollte, muss das nicht in Dürren ausarten. Wüsten entstehen und bleiben es nicht, weil es dort warm ist, sondern weil die regelmässigen Niederschläge fehlen. In den Tropen ist es noch wärmer; aber weil es dort regelmässig regnet, sind sie nicht dürr. Im Gegenteil. Eine Wasserknappheit lässt sich viel besser mit einer Abkühlung verbinden. In einer Kaltzeit wachsen die Gletscher und binden eine Menge Wasser, das dann eben fehlt. Hierzulande kann man das in jedem Winter beobachten: Die Flüsse und Bäche führen weniger Wasser als im Sommer, und die Stauseen schrumpfen.

  15. Egolf Schuchig sagt:

    Tja, das sind deutliche Aussagen für ein sofortiges Umdenken und – Umlenken! Ein Marshallplan – Umwelt und Energie gehört mit aller Vehemenz auf die Agenden der politischen Organisationen. Damit kann man zunächst nur wenig Wählerstimmen fangen – im Gegenteil vielleicht sogar einige verlieren, doch muss hier die Politik richtungsweisend sein, denn die Folgen von Passivität, Negierens und Fatalismus werden die künftigen Generationen im wahrsten Sinne des Wortes ausbaden müssen.
    Und alle die heute noch hartnäckig jeden Einfluss leugnen sind dann auch nicht mehr eines besseren zu belehren.
    Wer Augen hat, der sehe.

  16. Marc Schmid sagt:

    …und einmal mehr dieser Grössenwahn, dass der Mensch den Klimawandel “begrenzen” könne.
    Schon mal was davon gehört, dass auch die Temperatur anderer Planeten in unserem Sonnensystem in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat? Ein sehr starkes Indiz dafür, dass die Erwärmung kosmisch bedingt und somit durch den Menschen nicht wesentlich beeinflussbar ist.
    Somit bleibt uns einzig die Anpassung an das Klima, so wie es die Menschheit schon immer getan hat. Darauf sollten wir uns konzentrieren – wenn sich das Klima nicht bis dahin wieder in die Gegenrichtung ändert!

  17. Noldi Schwarz sagt:

    Dass aber in den letzten 15’000 Jahren unsere gletscherbedeckte Schweiz weggeschmolzen ist und damit die Höhlenmenschen verschwunden sind, wird nicht erwähnt.

    Sandstürme und grosse Vulkanerruptionen haben einen grösseren Einfluss auf das Klima als das menschgemachte CO2. Und beide lassen sich nicht steuern. Denn unser Planet macht was er will. Die letzten Tage haben es deutlich gezeigt, egal wieviele Klimamodelle die Wissenschafter durchrechnen.

    • edwilla sagt:

      Tolle Ansicht, bin ich aber froh… dann kann ich ja ungebremst so weiter machen! Wir Menschen sind nicht Schuld – ach ja! Danke, vielen Dank für diese tolle Entschuldigung.

      • Markus Schneider sagt:

        Nichts zu danken – die Klimaretter halten vorher schon die hohle Hand auf, um uns ihre aufgezwungenen Rettungsrezepte zu verkaufen. Das ist doch der Hauptgrund für die “Klimakatastrophe” – ich kennen die Rettung und ihr sollt sie bezahlen, dabei darf ruhig etwas Geld in meine Tasche fliessen.

    • Dani Kobler sagt:

      Ich hatte auch schon immer die Vermutung das der Regenwald und der Aralsee wegen dem Sand aus den Vulkanen kleiner werden.
      Diese 7 Mrd Menschen haben sicher keinen Einfluss, egal ob sie jetzt grad binnen weniger hundert Jahre alles Öl, Gas, Kohle verheizen oder nicht.

  18. Eric Schmid sagt:

    Was wäre wenn…? Dies fragt mich mein Sohn jeden Tag x-mal zu all möglichen Themen. Meistens muss ich mit “ich weiss es nicht” antworten. Nun hat der Weltklimarat ( bei dem notabene keine kritischen Wissenschaftler und Skeptiker dabei sind), wieder einmal für die nächsten zig-Jahren ihren Marschplan betr. Klimawandel angegeben, indem eine Abkühlung per se schon ausgeschlossen ist. Dies erinnert mich eher an die Inquisition, als an Wissenschaft. Das einzige was sicher sein wird ist, dass wir wieder höhere Steuern für alle möglichen Weltrettungen bezahlen müssen und dass all die beteiligten Wissenschaftler gutes Geld damit verdienen.

    • Sabine Schuster sagt:

      Ja, das stimmt. Das schlimmste an allem ueberhaupt ist, dass es Geld kostet.

      Und die Wissenschaftler in ihren goldenen Palaesten sind das groesste Problem unserer Zeit. Schlimm, wenn Menschen ihre vom Steuerzahler finanzierte Ausbildung nur danach auswaehlen, wo am meisten Stutz zu machen ist, und der Gesellschaft nichts zurueckgeben wollen.