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Velo-Entwicklungsland Schweiz

Von DB, 9. August 2016 171 Kommentare »
Der Bundesrat will mit einem Gegenvorschlag zur Veloinitiative den Veloverkehr fördern. Eine Auswertung zeigt: Heute hat das Velofahren in der Schweiz ungefähr dieselbe Bedeutung wie in Rumänien und der Slowakei.
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Felix Schindler, Isabella Ballarin (Grafik)

Velofahrer stehen ganz weit oben in der Fördergunst der Politik: Die Städte Zürich und Bern wollen für Dutzende Millionen neue Velowege bauen und die Zahl der Velofahrten verdoppeln. Luzern hat ebenfalls ein Förderprogramm beschlossen. Das Bundesamt für Strassen (Astra) führt derzeit in sechs Städten Tests mit Velorouten durch, auf denen der Rechtsvortritt nicht mehr gilt. Nun will sich auch der Bundesrat für die Velofahrer engagieren. Er arbeitet derzeit an einem Gegenvorschlag zur Veloinitiative, die im März eingereicht wurde.

Doch wie gross ist der Nachholbedarf in der Schweiz? Ein Vergleich mit den 28 EU-Staaten zeigt, dass hierzulande ungefähr so viel Velo gefahren wird wie in der Tschechischen Republik, Litauen, Polen, Rumänien oder der Slowakei. Das zeigt eine Auswertung, die der Datenblog/«Tages-Anzeiger» mithilfe des Statistischen Amts des Kantons Zürich durchgeführt hat. Grundlage dafür sind Daten der EU-Kommission und einer Auswertung des Europäischen Radfahrerverbands (ECF), die erstmals der Schweizer Erhebung «Mikrozensus Mobilität und Verkehr» gegenübergestellt werden.

7 bis 8 Prozent der Schweizer fahren häufig Velo – weniger als im Durchschnitt aller 28 EU-Staaten (8,3 Prozent). Die Bedeutung des Veloverkehrs ist in der Schweiz auch deutlich geringer als in Deutschland (12 Prozent). Die Schweizer Velohochburgen sind Basel-Stadt (19 Prozent) und Winterthur (zirka 16 Prozent). In der Stadt Bern fahren rund 14 Prozent häufig Velo, in der Romandie weniger als vier Prozent und im Tessin rund zwei Prozent.

* Die EU-Staaten und die Schweiz messen den Veloanteil auf unterschiedliche Weise, direkte Vergleiche sind nicht sinnvoll. Die TA-Auswertung ermöglicht nun erstmals eine Gegenüberstellung.

* Die EU-Staaten und die Schweiz messen den Veloanteil auf unterschiedliche Weise, direkte Vergleiche sind nicht sinnvoll. Die TA-Auswertung ermöglicht nun erstmals eine Gegenüberstellung.

Auf Schweizer Strassen starben 2015 39 Velofahrer (14 davon waren auf einem E-Bike unterwegs). Das sind zwar zehnmal weniger als in Deutschland, doch gemessen am Anteil der Vielfahrer ist die Gefahr, auf Schweizer Strassen zu sterben, grösser als in Deutschland. Am besten schneidet in dieser Rangliste des ECF Luxemburg ab, wo 2009 zum letzten Mal ein Mensch bei einem Velounfall starb. In der Schweiz ereignen sich 5 bis 6 Todesfälle pro 100’000 Vielfahrern. Das mit Abstand gefährlichste Land für Velofahrer ist nach dieser Statistik Portugal.

 

 

Der ECF «Cycling Barometer» misst die Bedeutung des Veloverkehrs auch am Konsumverhalten – einem Bereich, in dem Schweizer normalerweise unschlagbar sind. 2015 wurden hierzulande 323’000 Fahrräder verkauft, 20 Prozent davon waren E-Bikes. Pro 1000 Einwohner sind das 39 Velos. In 16 EU-Ländern werden mehr Velos pro Einwohner abgesetzt, in Slowenien ist die Verkaufsrate dreimal, in Dänemark zweimal so hoch. Das dürfte allerdings daran liegen, dass der Markt in der Schweiz einigermassen gesättigt ist. 70 Prozent der Schweizer Haushalte verfügen über mindestens ein Fahrrad.

 

 

Die Schweiz im Mittelfeld: Keine alltägliche Position für das Land, das in allen möglichen Rankings Spitzenpositionen belegt. Die Gründe für den vergleichsweise bescheidenen Veloanteil am Gesamtverkehr gehen aus einer Auswertung des Kantons Zürich aus dem Jahr 2015 hervor. Je bergiger das Terrain, desto weniger wird Velo gefahren. Im Kanton Zürich fahren in flachen Gegenden fast doppelt so viele Personen Velo wie in hügeligen. Allerdings könnte die stark wachsende Zahl der E-Bikes (plus 70 Prozent seit 2010) diesen Trend brechen. Ausserdem sind rund zwei Drittel der Velofahrer Schönwetterfahrer, zumindest lassen sie ihr Velo im Winter im Keller. Hier zeigen Länder wie Finnland und Schweden, dass der Veloanteil trotz harten Wintern höher sein kann als in der Schweiz.

Punkteabzug wegen Velohelm

Umstritten ist der Einfluss von Velohelmen auf die Lust am Radfahren. Laut Helm-Gegnern nützen sie wenig bis nichts, stigmatisieren das Radfahren jedoch als gefährliche Tätigkeit und halten die Menschen davon ab, überhaupt aufs Velo zu steigen. Der populäre dänische Velobotschafter Mikael Colville-Andersen publiziert einen Index der radfahrerfreundlichen Städte (in dem noch nie eine Schweizer Stadt in den Top 20 figurierte). Darin führt eine hohe Helmtragequote zu einem Punkteabzug. Colville-Andersens Logik: Je mehr Velofahrer einen Helm tragen, desto schlechter ist das Sicherheitsempfinden in einer Stadt.

Tatsächlich existieren Studien, die sinkende Velofahrerzahlen bei einer steigenden Helmtragequote nachweisen. Die meistgenannte stammt allerdings aus dem Jahr 1997 und untersuchte die Situation in Grossbritannien.

In der Schweiz trägt fast die Hälfte aller Radfahrer einen Helm – und fühlt sich laut einer Studie von Pro Velo tatsächlich nicht sicher. Insbesondere weil Radwege fehlen oder blockiert sind, Autos mit wenig Abstand überholen, andere Verkehrsteilnehmer den Vortritt verweigern oder Baustellen nur schwer passierbar sind. Nicht ein einziger dieser Aspekte erhielt von den Befragten eine genügende Note.

Laut der Velolobby gibt es vor allem einen Grund für den tiefen Veloanteil: Zwischen Autokolonnen, ÖV-Trassen und Trottoirs bleibt für Radfahrer zu oft schlicht kein Platz.


Methodik

Bis heute existiert keine Untersuchung, die die Bedeutung des Veloverkehrs in der Schweiz mit anderen europäischen Staaten vergleicht. Die EU erfragt im «Eurobarometer», welches Verkehrsmittel die Teilnehmer «an einem typischen Tag am häufigsten» verwenden. Der Europäische Radfahrerverband stellt diese Daten im «Cycling Barometer» den Unfallzahlen aus aller EU-Länder gegenüber. Die Schweiz kommt als Nicht-EU-Land in diesen Auswertungen nicht vor. Hierzulande wird das Verkehrsverhalten der Bevölkerung im«Mikrozensus Mobilität und Verkehr» ermittelt. Gefragt wird nach der Wahl der Verkehrsmittel an einem konkreten Stichtag – nicht an einem «typischen Tag». Das erschwert internationale Vergleiche.

Das Statistische Amt des Kantons Zürich hat für uns den Anteil der Personen ermittelt, die mindestens die Hälfte ihrer Wegetappen mit dem Fahrrad zurückgelegt haben (4,9 Prozent). Die Daten wurden 2010 erhoben, allerdings hat sich der Veloanteil seit 1994 praktisch nicht verändert, im Kanton Zürich ist er gar leicht gesunken. Beim Eurobarometer fällt der Veloanteil aus methodischen Gründen durchschnittlich 1,5-mal höher aus. Das zeigen Vergleiche aus mehreren Ländern, die beide Methoden verwenden. Deshalb wurden für diese Auswertung die Schweizer Zahlen um diesen Faktor korrigiert. Eine neue Studie des Bundes ermittelt den Anteil des Velos am Pendlerverkehr (ohne Freizeit-, Einkaufs- und Dienstverkehr) bei 6 Prozent.


Velo-Initiative

Die Velo-Initiative verlangt, dass der Bund künftig «attraktive und sichere Netze» fördert und koordiniert. Ein ähnlicher Verfassungsartikel existiert bereits für Fuss- und Wanderwege, allerdings ist er unverbindlich formuliert. Dass daraus nun eine Verpflichtung werden soll, geht dem Bundesrat zu weit. Ein stärkeres Engagement im Bereich der Velowege hält er indes «grundsätzlich für sinnvoll und zweckmässig», weshalb er einen Gegenvorschlag erarbeitet. Das Velo eigne sich, um Verkehrsspitzen zu brechen, trage dazu bei, CO2-Ausstoss und Energieverbrauch zu senken und die Gesundheit zu fördern, sagt der Bundesrat.

Laut einer Studie der Universität Zürich brächte eine Verdoppelung des Velofahrens einen volkswirtschaftlichen Nutzen von 2 Milliarden Franken. Laut Christoph Merkli, Geschäftsführer von Pro Velo, würde der Verfassungsartikel ermöglichen, dass sich der Bund grundlegende Überlegungen zur Veloförderung machen kann, wie es etwa in Deutschland und Holland geschieht. «Wir sind überzeugt, dass der Bund Dynamik in den Ausbau der Veloinfrastruktur in den Kantonen bringen wird», sagt Merkli. Hinter der Initiative stehen Verbände wie VCS, WWF Schweiz, der Lehrerverband LCH, Pro Juventute, und Pro Natura. Unterstützt wird sie von SP, Grünen, GLP und EVP. Die Vorarbeiten des Bundesrats und die parlamentarische Beratung müssen erst 2020 abgeschlossen sein. Bis zur Abstimmung wird es also noch dauern.

171 Kommentare zu “Velo-Entwicklungsland Schweiz”

  1. Schwarz Peter sagt:

    Das Velo / E-Bike fahren sollte man fördern, ganz klar. Ich finde es echt doof, dass man dies nicht einfach nüchtern, ohne gehässige Kommentare tun kann. Bin eingefleischter Autofahrer und seit Mai als E-Bike Pendler (1600km) unterwegs. Hab jetzt genug gesehen. Ich wusste, dass es die echt doofen Autofahrer gibt, aber es gibt auch die echt doofen “Biker” und Fussgänger. Das Problem ist nicht die Verkehrsinfrastuktur, welche man verbessern soll, es ist das Verhalten der Menschen! Hey, ein Biker freihändig am fahren, Kopf gesenkt und am Handy rumtippen??? Das selbe bei den Autofahrern??? Keine Rücksicht auf Fussgänger? Sollte man sich da vieleicht mal überlegen, wie man selber unterwegs ist?

  2. Albert Jan Becking sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel, endlich mit ernsthaften Zahlen. Die Schweizer Strasseninfrastruktur wird zwar mit grosser Sorgfalt geplant und gebaut, leider aber hinsichtlich Velos immer noch nicht konsistent durchdacht. Unverändert werden Velos als „Fahrzeuge“ in gewisser Weise den Autos gleichgestellt und (teilweise) auch so behandelt. Velofahrer sind aber ebenso verletzlich wie Fussgänger. Es wäre keine Schande, von Ländern, die es grundsätzlich besser machen, zu lernen! Sehr gerne würde man noch wissen, wie viel die verglichenen Länder (pro Kopf) ausgeben für Velo-Infrastruktur; leicht zu eruieren ist das wohl nicht.

  3. Karl von Bruck sagt:

    Der chinesische Mittelstand steigt von der Rikscha und dem Velotaxi ins Auto auf. Der Schweizer Exmittelstand steigt vom Auto aufs selbstgetrampte (Last)velo ab….

    • Ruedi sagt:

      Wo ist der Aufstieg, wenn man für eine 1km Strecke das Auto nimmt statt das Velo? Jedes Gefährt seinem Zweck.

  4. Roger Riger sagt:

    Dieser Artikel ist so was Einseitiges und vernachlässigt x Sachen. Oh Wunder: In Holland gibt es zB keine Berge und die Bahn ist so schlecht, dass man logischerweise aufs Velo ausweicht! Aber diese Argumente wollen die Hardcore-Velo-Lobby nicht aufzählen und picken sich nur die Rosinen aus, damit sie weiter an Ihrem Ziel arbeiten können das Leben den so bösen Autofahrern in den Schweizer Städten schwerer und schwerer zu machen, statt gemeinsame Lösungen zu finden.

    • Kieper Marianne-Sonja sagt:

      Wohnten Sie schon mal in Holland? Der Wind ist extrem und kommt einer Steigung von gefühlten 10% was den Kraftaufwand betrifft, locker gleich. Und ja, die Vetolobby ist um einiges kleiner als die der Autofahrer, aber um einiges authentischer. Besonders bezüglich Schadstoffemmission in Produktion und Benutzung, Lärmemmission, Platzverbrauch, Sicherheit für andere Verkehrsteilnehmer und Gesundheit für den Fahrer!

    • Reto Müller sagt:

      Gemeinsame Lösungen finden, finde ich gut. Aber machen es sich die Autofahrer vor allem nicht selber schwer und schwerer. Das Gewicht der beliebtesten Autos ist doch in den letzten Jahrzehnten von 900 kg (VW Golf 1) auf über 2 Tonnen gestiegen (üblicher SUV) und die Breite von 1,60 m (besagter Golf) auf 2,2 m (BMW X5 ohne Spiegel!) und es braucht nicht einen ausladenden 4 Plätzer um alleine zur Arbeit zu fahren und es braucht in den Städten auch keine öffentlichen Parkplätze für Autos die nur rumstehen. Aber da greifen wir dann in die Persönliche Freiheit jedes einzelnen ein, denn jeder hat ja ein Recht so lange im Stau zu stehen wie er will.

  5. Daniel Casper Freiherr von Lohenstein sagt:

    Als eingewanderter Deutscher habe ich natürlich einen besseren Überblick. Es ist leider so, und das muss nun mal doch in aller Deutlichkeit festgehalten werden, dass insbesondere die Aargauer und die Solothurner fahren wie die letzten Henker. Die Autofahrer jedenfalls. Ich habe noch nie soviele Wahnsinnige auf öffentlichen Straßen gesehen. Wohingegen die Bernerinnen und Berner, so sie nicht aus dem Oberland kommen bzw. mit demselben nach der Arbeit auf die Autobahn ins Oberland gelangen wollen, mit dem Auto recht rücksichtsvoll unterwegs sind. Ich bewundere täglich zahlreiche Radfahrer, die sich ohne Motor in Bern bewegen, bei diesen Steigungen! Sehr gut. Aber nur in Bern, nicht in SO / AG!

    • Angryandy sagt:

      Seh ich ähnlich..
      Ich finde die Schweizer Autofahrer insgesammt Katastrophal.
      Teilweise erlebte ich schon welche die mich abdrängen wollten weil ich sie überholte..
      Das gleiche beim entgegenkommen auf einer schmalen strasse ..
      Weil sie keinen sinn für einschätzung von strassenbreite,Geschwindigkeit,Fahrzeugbreite ect besitzen und auch null interesse am Autofahren.
      Mit 69 Ausserorts unterwegs und an jeder Kurve auf 40Bremsen aber dann mit 68 in den nächsten Ort fahren .
      Beschleunigen nur wenn jemand überholen will.
      In Stadt Bern überholen sie dich als Velofahrer und stellen sich 10 meter weiter vorne an der Ampel weit Rechts so das sie dich behindern

  6. Branko sagt:

    Solange Velos über kein Nummernschild verfügen, also nicht registriert und nicht kontrollierbar sind(Trottoirfahrten, Rasen) und solange Velofahrer und Velofahrerinnen keine direkten Abgaben an die Verkehrsinfrastruktur bezahlen (Gleichberechtigung), werden sie als Verkehrsteilnehmer nicht wirklich ernst genommen.

    • Anita sagt:

      Gemeindestrassen werden aus allgemeinen Steuermitteln finanziert. Unser städtischer Bekanntenkreis besteht grossteils aus gutverdienenden Ex-Autobesitzern. Wir zahlen sehr wohl etwas an die Strassen, die wir benützen.

  7. Widerspenstige sagt:

    Mein Vorschlag wäre folgender: eine Fahrspur als Einbahnstrasse für Autofahrer, die andere daneben rechts nur für Velofahrer in Quartieren mit 30 km/h Langsamverkehr. Dann bräuchte es schon mal weniger neue Velowege, da schon vorhanden und beide können nebeneinander fahren. Das dürfte doch machbar sein in kürzester Zeit und Kosten sparen. Auch Landstrassen könnten so von Dorf zu Dorf umfunktioniert werden, wo es noch eine andere Strasse gibt zum Dorf Meistens ist das möglich, wenn man nur mal mit dem Planen und der individuellen Einschätzung der Situation bei jeder Gemeinde/Bauamt beginnen würde. Das dauert ja ewig, bis da mal ein Konsens auf nationaler Ebene getroffen wird!

  8. Christian Inäbnit sagt:

    In der Schweiz existiert das Velo nicht wirklich in der Verkehrsplanung: es gilt als Fahrzeug, und ein Fahrzeug ist 2x4m gross, 1,5t schwer und rollt auf 4 Gummiwalzen mind. 50km/h schnell durch die Gegend. Dafür werden die Straßen gebaut. Velokonzepte sind auf das Malen mit gelber Farbe reduziert, wo Platz vorhanden.
    Meine Erfahrung nach 14 entspannten Tagen auf dem Velo in Stockholm zurück in der Schweiz: hierzulande ist Velofahren gefährlich, nur etwas für Mutige. Das bleibt solange so, wie Velos nicht als Verkehrsteilnehmer mit eigenen Bedürfnissen in der Strassenplanung ernst genommen werden.

  9. werner boss sagt:

    Einen schlechteren Vergleich konnte wohl nicht mehr gefunden werden! An diesem Vergleich kann man gut ablesen was für eine Einstellung unsere Medien inklusive Politiker zu unserem Land haben. Rumänien ist im Vergleich zur Schweiz ein Riesenland, vielerorts dünnbesiedelt und hat gerade wegen seiner Armut nicht diesen kaum mehr aus zu haltenden Verkehr mit breiten Lastwagen bis in das hinterste Nest. Bitte in Zukunft wieder das Hirn einschalten bevor solches Zeug abgedruckt wird!

    • Angryandy sagt:

      Typischer Schweizer der einen Horizont von 3 Metern besitzt sind sie..
      Die Schweiz ist dünn besiedelt was viele Schweizer einfach nicht begreifen wollen..
      Nehmen sie zur Abwechslung mal Wikipedia anstatt Facebook und Blick/Blöd
      Die Schweizer sind einfach faul was man auch an der Menge an Ausländern am Bau sieht .
      90% der Leute die ich jeden Tag mit dem Auto sehe sind Bürolisten.
      Frag mich warum man wenn man in Köniz Arbeitet dann von Bern mit dem Auto dorthin fahren muss ..
      Aber wie immer sind für Leute wie sie alle Statistiken Blödsinn..
      Aber ihr Herr Blocher meinte ja auch das die Ausländer Schuld seien das in der Schweiz immer Stau ist und nicht euer sauschlechtes Verkehrskonzept

  10. Fausto Frisella sagt:

    Wir müssen gemeinsam denken und planen, pragmatische Lösungen anstreben. Wir alle wollen dasselbe, wenn wir unterwegs sind: Vorwärtskommen, sicher und fliessend. Haben die Bürgerlichen vom Kanton dem Rechtsabbiegen bei rot für Velofahrer eine Abfuhr verpasst, sind es die städtischen Linken, die Filippo Leuteneggers Pläne verworfen haben. Pha! Ideologische Grabenkämpfe! Das feindselige Klima auf den Strassen löst man so nicht. Ich selber fahre das ganze Jahr mit dem Velo durch die Stadt, für Arbeit und Vergnügen, ohne Helm, und wünsche mir mehr Gelassenheit. Ich werde mit meinen Leuten einen Masterplan erarbeiten und im Parlament diesen Krawattenträgern mal vorstellen, noch dieses Jahr.

  11. Ike Conix sagt:

    Bevor die Berche in die Schweiz kamen, war es genau umgekehrt. Die Holländer stiegen Berg und wir fuhren Draisine.

  12. Hans Grob sagt:

    Due Quote wird auch hier von den meisten lieben Immigranten heruntergedrueckt. Die aus Suedost fahren grundsaetzlich nicht, da ihnen der Besitz und das ‘Fahren’ eines Autos Sinn des Lebens ist. Raetselhaft der tatsaechlich extrem niedrige Gebrauch von Velos in den Mittelmeerstaaten, und dies bei oft idealem Wetter. Einige Hausfrauen fahren in der Kleinstadt 500 m zum Einkauf auf Klappervelos. Dann am Sonntagvormittag einige Rennfahrergruppen. Sonst halt fuer die Jugend ihr ‘ moto’. Die Differenzkosten zum Velo wuerden reichen, um die Staatsfinanhen zu sanieren.

    • Daniel Casper Freiherr von Lohenstein sagt:

      Es geht weniger um die wendigflinke Maserati-Italiener oder die kriechende Griechen, sondern vor allem um Niederländer, die das Oberland krass missverstehen und dabei vernachlässigen, dass Berge Gefälle und Steigungen aufweisen. Es ist eine Schande mit den Immigranten, so sie aus Holland kommen. Was für eine Sauerei schlechthin, 1. überhaupt Frau zu sein und 2. auch noch mit dem Fahrrad einkaufen zu gehen, und das 3. wo doch nur 500m zurückzulegen wären!! So klimaschädlich, allein die weiblichen Ausdünstungen aus der Achselhöhle! Besonders schädlich aber sind weibliche Einkaufskurzstreckenimmigrantinnen aus Palermo!

  13. Hans Grob sagt:

    Auf jeden Fall konnte man waehrend den letzten Hitzetagen sehen, dass etwa die Haelfte aller Fahrzeuge auf Strassen von Dorf zu Dorf Velos waren. Und zwar von einem Variantenreichtum, den man nirgendwo sonst sieht: Renner, Crosser, Tourer, langsame und schnelle Elektros, Damenvelos mit Kinderanhaengern, … Wenn man in irgendeinem verlorenen Kaff der Welt einen Expeditionsvelofahrer kommen sieht, dann ist es meistens ein Schweizer oder sogar eine Schweizerin. Man muesste die Verteilung der pro Tour gefahrenen Kilometer messen. Man kann sicher sein, dass sie kaum irgendwo so grosse Maximalwerte aufweist. Herzchirurg Thierry Carrel faehrt manchmal von Aarau zurueck nach Bern. Nicht auy Armut!

    • Adriano Granello sagt:

      Der von Ihnen genannte “Variantenreichtum” auf den Radwegen ist einer der Gründe, warum sich diese für Rennvelofahrer absolut nicht eignen.

  14. Peter Colberg sagt:

    Velofahren ist sehr gesund, und macht mir vor allem als Sport viel Spass auf ruhigen Strassen und Feldwegen. Zur Arbeit pendeln ist jedoch ein ganz anderes Thema, da dies auch bedeutet, diversen Wetterbedingungen (der nächste Winter kommt bestimmt!) und Gefahren (u.a. rücksichtslose Autofahrer) ausgesetzt zu sein, ganz zu schweigen davon, dass man nicht völlig verschwitzt zur Arbeit erscheinen kann (ein Elektro-Velo ändert hier nicht viel), und zudem das teure Velo ziemlich leicht geklaut wird. Dass Arbeitnehmer nach der Velofahrt erst alle beim Arbeitgeber duschen & sich umziehen müssten, ist ja wohl nicht sehr realistisch – vor alllem im Bergland Schweiz. Lieber doch ein kleines Auto.

    • Helena sagt:

      Ich kenne ja Ihren Arbeitsweg nicht, aber die Mehrheit muss wohl kaum den Mount Everest bezwingen. Und doch, ein E-Bike ändert sehr viel; ich fahre täglich quer durch die Stadt damit ins Büro – Steigungen macht man damit wirklich mit einem Lächeln und der Schweissfaktor ist dann wirklich zu vernachlässigen. Der Grossteil der Schweizer Bevölkerung wohnt ja auch nicht in den Bergen. Es geht ausserdem nicht darum, alle Leute zum Velofahren zu zwingen, aber es würde Strasse und ÖV deutlich entlasten, wenn zumindest die Pendler das Velo/E-Bike nehmen könnten, die auch wollen – aber am Ende doch lieber «ein kleines Auto» kaufen, weil die Strassen «zu gefährlich» sind.

      • Adriano Granello sagt:

        Und an die vom Fahrtwind oder Helm zerstörten Frisuren denken Sie nicht? Ist einer der Hauptgründe, warum viele Frauen (aber auch einige Männer) aufs Zweirad ausserhalb der Freizeit verzichten!

    • Dani Kobler sagt:

      @ Peter Colberg: wenn sie auf einem Ebike ins Schwitzen kommen stimmt was nicht. Schwitzen sie auch beim Treppenlaufen? Falls ja, liegt es an ihrem Körper. Falls nein, liegt es am Velo: Ist der Akku geladen, Ebike eingeschaltet, Pneu gepumt, Kette auf dem Zahnrad?
      Und ja, der nächste Winter kommt bestimmt. Wen er so wird wie der letzte werde ich 4 Tage wegen Schnee und eisglätte aufs Velo verzichten und stattdessen den Bus und Zug nehmen.

      • Pascal M. sagt:

        @Dani Kobler: Auf einem Ebike zu schwitzen ist schon möglich, aber dann fährt man deutlich an oder über der Abriegelungsgrenze (S-Pedelec 45km/h). Ansonsten gebe ich Ihnen zu 100% Recht!

  15. Martin Eggenberger sagt:

    Nur ein Beispiel warum das so ist: vor einigen Tagen wurde in Oberdürnten ein Abschnitt Veloweg eröffnet: ca. 300 Meter. Der wird einseitig neben der Strasse geführt. Fährt man auf der anderen Strassenseite, wird man gezwungen den Gegenverkehr zu kreuzen, dann folgt ca. 300 Meter Veloweg, dann gehts wieder zurück auf die Strasse (nochmals Kreuzen des Verkehrs) und jetzt das Top: nach weiteren 300 Metern wieder kreuzen des Gegenverkehrs, denn dann geht der Veloweg weiter (diesmal wenigstens lohnt es sich: ca. 1.5 km von Hadlikon nach Hinwil). Keine Ahnung was das gekostet hat, aber man hätte das Geld besser gespart. Sicherheitsgewinn: negativ! Behinderung der Velofahrenden: maximal!

    • Dani Kobler sagt:

      Dasselbe Bild in Bern: von Kehrsatz her kommend nach Bern kann ich als Velofahrer auf dem Veloweg neben dem Troittoir fahren, auf dem Velostrreifen auf der Strasse oder der Quartierstrasse parallel dazu. Dann in Wabern verschwindet zuerst der Veloweg und kurz darauf auch der Velostreifen und der Velofahrer muss schauen wo er bleibt.
      Dasgleiche Bild von Zollikofen Richtung Stadt. Zuerst auf der Tiefenaustrasse einen breiten Veloweg. beim Henkerbrünnli ist das fertig und beim Bollwerkt und Bahnhof wird es dann gefährlich.

  16. Richard Dietsch sagt:

    Die Veloinfrastruktur ist zu teuer aber wir können es uns leisten ein weiteres Loch durch den Gotthard zu bohren? Kein Verkehrsmittel kann für sowenig Geld einen so grossen Einfluss auf die Mobilität nehmen wie das Velo. 60 Jahre komplette Bevorzugung des Autos im öffentlichen Raum sind genug. Das Velo war zuerst da und bekommt jetzt endlich einen kleinen Bruchteil des Platzes zurück der ihm gebührt.

    • Kurt Meier sagt:

      Die zweite Gotthardröhre deckt ganz andere und viel wichtigere Bedürfnisse, Und zu “Das Velo war zuerst da” könnte man auch die Pferdekutschen erwähnen. Aber eben es gibt halt Dinge die sind irgendwann überholt und nicht überall mehr zeitgemäss und im Vergleich zum Nutzen viel zu teuer.

      • Dani Kobler sagt:

        @ Kurt Meier: ja die Pferdekutsche ist überholt und ist verschwunden, aber das Velo ist immer noch zeitgemäss.
        Was ist ihre Lösung für diese Aufgabe: 80kg einigermassen gesunden Mensch und 1 Laptoptasche (wahlweise auch Migros Einkaufssack) 5km zu transportieren?
        Mein Lösungsvorschlag: 15kg Stahl und Plastik, genannt Velo, evt mit Elektromotor falls mehr als 50 Höhenmeter.
        Ihr Lösungsvorschlag? Wahrscheinlich 1500kg Stahl und Plastik, 150 Pferdestärken, benötigt bei A und B je 15qm Platz.
        PS: haben sie sich schon gefragt warum ihr Chef nie sie fragt wenn es in der Firma ein Problem zu lösen gibt. evt weil er weiss das sie mit Kanonen auf Spatzen schiessen?

        • Kurt Meier sagt:

          Offenbar sind sie auf ihr Problem festgefahren.Wie wäre es, wenn sie auch an andere Menschen denken würden? Einen behinderten Menschen auf dem Gepäckträger des Velos zum Arzt bringen? Die Umwelt nicht mit täglichen Einkäufen belasten, sondern einen Grosseinkauf für mehrere Tage erledigen, drei Einkaufssäcke, Getränke etc. mit dem Velo transportieren? Es gibt noch viele andere Beispiele. Ihr PS passt so gar nicht zu ihrem Anfang “einigermassen gesunden Menschen”. Zu gesund würde auch der Verstand gehören.

          • Hotel Papa sagt:

            Sonderbarerweise ist aber die durchschnittliche Vierraddose mit genau einer Person besetzt. Die, das könnte ich schwören, IDR auch nicht mehr als eine Laptoptasche dabeihat. Den Wocheneinkauf für einen dreiköpfigen Haushalt schaffe ich zu Fuss mit zwei Einkaufstaschen; wenns etwas mehr wird mit dem Grossmütti-Wägeli (das man sogar ans Velo hängen kann; Kupplung vorhanden.)
            .
            Wenn nur die Behindertentransporter in Blech unterwegs wären, müssten die Autofahrer auch nicht so frustriert sein, dass sie verbal auf alles schiessen was auf zwei Rädern unterwegs ist.

          • Dani Kobler sagt:

            @ Kurt Meier: ernsthaft? All die Autos die tagtäglich unterwegs sind transportieren behinderte Menschen, oder einen neuen Kühlschrank? Wirklich?
            Keine dieser Fahrten ersetzbar mit dem Velo?
            Gehen sie ins Dorfmigros, stellen sie sich vor den Lift in die Einstellhalle. Wer hat einen Rollstuhl, oder einen Kühlschrank, oder 2 Harrass Evian, oder Drillinge bei sich? Und wer 2 Einkaufssäcke?
            Ich bin weder Cancellara noch Supermann, aber den Food für meine 4 köpfige Familie kann ich problemlos per Velo transportieren. Mein Privileg: ich wohne 2km vom Coop entfernt, mit dem Velo 5min. Die meisten Schweizer wohnen hingegen auf dem Berg, ein Tagesmarsch vom Migros oder Coop entfernt. Ironie off.

          • Angryandy sagt:

            Ja genau diese Schweizer liebe ich.
            Gestern war erst eine 120kg Frau im Veloladen.
            Sie kam mit dem E bike und vollmontur.
            Ein neues möchte sie und eine Anhängerkupplung.
            Also braucht sie unbedingt den 600er Akku damit sie genug Energie hat um den Hundeanhänger (kleiner Hund)
            ziehen zu können..
            Immerhin fährt sie velo.
            Aber eigentlich solte sie statt den grösseren Akku einfach mehr Eigenenergie Aufwänden.
            Ich fahre mit Stahlhänger und Cosmos 3gänger zum einkaufen und Grillen (Ohne Akku)
            Aber sie sind sicher Rollstuhlfahrender Vieleinkäufer der so wichtig ist das er jeden Tag ein ganzes Auto voll Akten ins Büro mitnehmen muss …Schönen Abend Herr Blocher ähhm Meier

  17. Martin Cesna sagt:

    Satire:
    Die Schweiz versteht sich immer noch als anziehend für gute Gelder und sehr wohlhabende Menschen, denen durchaus auch nur eine Pauschalsteuer abverlangt wird. Viele Gegenden stehen in Konkurrenz zu solchen potentiellen Bewohnern, die natürlich auch standesgemäss versorgt sein wollen, sprich gute Strassen für die eher edlen Marken und natürlich Verdrängung aller, die eher etwas finanziell beschränkter daher kommen. Von Velofahrern wird oft angenommen, dass sie sich auch kein Auto leisten können, eher unkonventionell sind und so eigentlich schlecht in eine zu den Edleren aufstrebende Gegend passen.
    Frage: Sind Velos & Velofahrer in solchen Gegenden überhaupt erwünscht?

  18. Matthias Weiller sagt:

    Was Statistiken alles nicht sagen. In Deutschland schauen wir neidisch auf die Schweiz – Velomitnahme in allen Postbussen, in allen Schweizer Zügen (die internationalen halten sich nicht dran), mehr Velowege (nicht immer durchdacht – ein Problem aber in allen Ländern). Fahre ich in Nicht-Radweg-Ländern wie Italien und Frankreich, freue ich mich über kleine Straßen mit wenig Verkehr – schöner als teure Radwege. Man soll nicht immer nur die Politik in die Verantwortung nehmen, sondern auch mal das Volk. Es setzt sich wider besseren Wissens in Autos und verfettet an digitalen Spielzeugen. Man frage sich mal selbst statt zu jammern!

    • Angryandy sagt:

      Ich lebe fast 10 Jahre in der Schweiz und ihr Kommentart bezüglich Schweizer Veloinfrastruktur stimmt nicht.
      Hannover ist 3xbesser als Bern für Radfahrer.
      Und der einzige Grund warum Deutsche in die Schweiz schauen ist die Kohle (was auf alle anderen Ausländer auch zutrifft)
      Die Schweizer Hassen alle Ausländer und umgekehrt ist es genauso.
      Und an allem sind immer die Ausländer Schuld ((Auch zu lesen in den Kommentaren weiter oben))
      So lange die Schweizer nicht ihre eigene Ignoranz ablegen wird es eh nicht besser sondern das gegenteil

  19. Stephen Coldwell sagt:

    Lustig, sonst müssen wir uns doch immer mit dem supervorbildlichen Skandinavien vergleichen lassen. Nur…hier ist Schweden am Schluss, während Norwegen und Finnland gar nicht auftauchen.

    • geezer sagt:

      waren sie schon mal im winter in den von ihnen aufgezählten ländern? kennen sie die distanzen zwischen den dörfern in diesen ländern? sind sie schon mal bei eis, matsch und zweistelligen minustemperaturen velo gefahren? ihr kommtenar scheint mir etwas unüberlegt zu sein……

    • Dani Kobler sagt:

      @ Stephen Coldwell: ähm, mit Skandinavien ist im Normalfall Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark gemeint.
      Ja, Norwegen finde ich nirgends auf der Liste, die anderen aber schon, aber nicht am Schluss.
      Ob das lustig ist weiss ich nicht, aber ihre Augen sollten sie kontrollieren lassen.

  20. Angelika Franz sagt:

    Ich radle täglich insgesamt 50km hin und zurück zur Arbeit. Grösstes Problem aus Sicht des Velofahrers ist dass man nicht als gleichwertiger Verkehrsteilnehmer wahrgenommen wird.
    1. Fussgänger -dank des gesetzlich vorgeschriebenen Haltens an Zebrastreifen- glauben dass sie überall ohne Rücksicht auf Velofahrer die Strasse überqueren dürfen
    2. An Baustellen -wenn man auf der Strasse bei Grün losfährt- klebt entweder ein Auto am Hinterreifen oder man wird in die Baugrube gedrägt. Ich bin gerne bereit Baustellen zu vermeiden aber es gibt in und um Zürich fast keine baustellenfreie Strassen…
    3. Auf Anlegerstrassen ist dank Parkplätzen nicht einmal Platz für einen Mini neben einem Velo

  21. Joe Amberg sagt:

    Was für eine ungeheuer gehaltvolle Studie. Kleiner Gratistipp: mal die Topographie der Schweiz mit derjenigen der Spitzenländer vergleichen – vielleicht fällt dann der Groschen von alleine…

    • Dani Kobler sagt:

      @ Joe Amberg: Die Topographie von Will, Solothurn, Sursee, Langenthal, Thun, Genf etc unterscheidet sich nicht gross von der von Amsterdam.
      Gehen sie mal in einer dieser Städtchen unter der Woche vors Migros und schauen wieviele Leute mit dem Auto ihren Einkauf erledigen und wieviele zu Fuss oder per Velo kommen? Wieviele der Autofaher haben mehr als 2 Einkaufssäcke dabei? Wieviele müssen auf dem Weg ins Migros über den Hirzel, Weissenstein oder Bantiger?
      Nein, an der Topographie liegt es nicht, und mit einem 25km/h Ebike für Fr 1000.- aus dem Aldi oder für Fr 300.- aus dem Ricardo fährt auch das Grosi übers Grauholz.
      Gratistipp: faul und bequem, deshalb Auto.

  22. Jo Müller sagt:

    Der rechts-links Krieg führt halt zu einem geistigen Stau.
    Ich selber fahre mit dem Auto zur Arbeit und prgamatisch gesehen, bin ich um jeden froh, der vom Auto aufs Velo umsteigt.
    Bedeutet für mich, ein Auto weniger im morgendlichen Stau und vielleicht ein Parkplatz mehr frei für mich in der Innenstadt.
    Vor ein paar Jahren habe ich in Berlin gearbeitet. Da ging ich mit dem Velo zur Arbeit. Da gab es aber auch einen geschützten Veloweg von zu Hause bis zum Arbeitsplatz. Dasselbe ist mir hier in der Schweiz, wo ich wohne, auf Dauer zu gefährlich.
    Das Beste am Velo in meiner Berlin-Zeit, war natürlich die morgendliche und abendliche halbe Stunde Fitness, so nebenbei.

    • Helena sagt:

      Kann man daraus folgern, dass wenn die Infrastruktur hier gleich wäre wie dort, wo Sie einen geschützten Veloweg vorgefunden haben, eher wieder aufs Velo umsteigen würden?

  23. Urs Albisser sagt:

    Bei den Velounfällen mit Toten ist die Schweiz leider in der Spitzenliga, beim Velofahren aber Entwicklungsland. Was sagt das uns? Die Velofahrer müssen die Strassenverkehrs-Regeln lernen. Die Promillegrenze ist viel zu hoch angesetzt. Die E-Velos sind zu schnell. Daher muss was geschehen. 1. Theoretische Fahrprüfung zumindest für E-Velos. 2. Gleiche Bussen für Velos bei Strassenverkehrs-Verstössen. 3. Promillegrenze max. 0.5. Nur wenn die Velofahrer besser geschult und das Protemonnaie bei Strassenverkehrs-Verstössen blutet, wird wieder Ordnung und Sicherheit auf unseren Stadtstrassen herrschen.

    • geezer sagt:

      @Albisser: wann sind sie das letzte mal velo gefahren? oder sind sie je schon mal mit dem velo zur arbeit gependelt? ihren vorderungen nach scheinen sie nicht viel ahnung zu haben, wie das aus der anderen perspektive aussieht. ich pendle mit dem velo zur arbeit, fahre aber auch regelmässig auto und schweren töff. da sieht man die sache dann schon etwas differenzierter. wenn ich tagtäglich sehe, wer so hinten den steuerrädern in den autos sitzt, wird’s mir auch angst und bange. telefonieren beim fahren, blinken tut sowieso keiner und der schulterblick ist auch zu mühsam. rechtsvortritt ignorieren, kurven schneiden und velofahrer abdrängen etc. probieren sie’s mal aus!

      • Urs Albisser sagt:

        Ich denke sie verkennen die fakten und wollen von einem erheblichen problem ablenken. Warum soll übermässiger alkoholkonsum auf dem velo zur sicherheit auf strassen beitragen? Was haben sie dagegen, dass velofahrer die strassenregeln kennen sollen? Was haben sie gegen eine gleichbehandlung bei gesetzesbrüchen? Sie wollen doch auch mehr sicherheit, ordnung und weniger velotote auf unseren stadtstrassen oder?

  24. Steven sagt:

    ” brächte eine Verdoppelung des Velofahrens einen volkswirtschaftlichen Nutzen von 2 Milliarden Franken” Ja wie denn? Indem jeder Velopendler unterschreiben muss, in der Pendlerzeit nie mehr den ÖV zu benutzen, egal welches Wetter. Damit können Kapazitäten im ÖV abgebaut werden, was zu Kosteneinsparungen führt.
    Das Gegenteil ist der Fall, bei Regen kommen sie MIT den Velos in den Bus/Zug und brauchen noch mehr Platz. Die Kapazität muss also immer erhalten bleiben.
    Wenn man solche Ziele setzt, müsste man sich nicht fragen warum der Nachwuchs in den Städten immer weniger Velos fährt? Augen zu und durch scheint dieser Lobby die Devise.

    • Helena sagt:

      Was ist Ihre Lösung bitte? Dass jeder dieser Pendler – die Leute pendeln ja nicht freiwillig – besser aufs Auto umsattelt, also ganz alleine seine 1,5-Tonnen in die Stadt kutschiert, wo er Stau und Lärm verursacht und einen Parkplatz braucht er auch noch? Wäre die Infrastruktur für Velofahrer so ausgebaut wie für Autofahrer und Fussgänger (letztere haben mit den Trottoirs ihre durchgängige und abgetrennte Infrastruktur an allen Strassen!), würden viel mehr Menschen Velofahren. Während bei uns der Schnee im Winter auf den Radstreifen gepflügt wird, wird der Veloweg in Dänemark und den Niederlanden zuerst gereinigt, noch vor den Strassen.

  25. Theo Sprecher sagt:

    Der Artikel enthält gute Informationen. Teilweise irreführend geschrieben. Die Schweiz ist nicht im Mittelfeld, sondern klar besser als die Mitte. Je nach Sichtweise am “Ende des ersten Drittels” angesiedelt.

  26. Steven sagt:

    Wir waren mal Spitze! Beim Auffinden von gestohlenen Velos. Jedes Velo musste eine Rahmennummer haben und eine Versicherung. Die Rahmennummer wurde auf der Versicherungskarte eingetragen, nach der Datenbank dieser Versicherung konnte jedes Velo dem aktuellen Besitzer zugeordnet werden. Das waren noch Zeiten, 70er Jahre und so!
    So ziemlich das erste was die Grünen im Parlament durchgebracht haben, war die Abschaffung dieser Versicherung. Seitdem findet man die Besitzer nicht mehr, was absolut gewünscht ist. Die Velos werden über Sozial- Arbeitsprojekte weiterverkauft, die brauchen ständig Nachschub.

    • Martin Eggenberger sagt:

      Nicht immer sind “die Grünen” schuld: Die Abschaffung der Velonummer geht auf eine parlamentarische Initiative von Philipp Stähelin (CVP/TG) zurück.

  27. Huber C sagt:

    Velofahrer auf Trottoirs mag für mich ja je nach Umständen akzeptabel sein. Die rasenden Fahrer sind aber als kriminell zu bezeichnen. Rücksichtslos sausen sie mit 30-50 kmh an Fussgänger vorbei, oft von hinten. Das Unfallrisiko ist hoch.

    • Helena sagt:

      Ich als Velofahrerin will nicht auf Trottoirs fahren, diese Mischzonen sind gefährlich und frustrierend für beide Seiten – die wurden nur geschaffen, weil man den Autofahrern keinen Platz wegnehmen wollte. Auf der Strasse ist es eben auch nicht sicher, da wird man bei Engstellen als Fleischbremse missbraucht, mit 30 cm überholt usw. Die einzige Lösung heisst Entflechten – so wie es eben die Spitzenreiter Niederlande und Dänemark machen. Darum fahren dort soviele Leute Velo, weil es nicht nur die schnellste Fortbewegungsmöglichkeit von A nach B ist, sondern die Menschen sich auch sicher fühlen. Dort fahren alle von 8 bis 80 Velo, hier nur die Selbstbewussten, Mutigen, Unerschrockenen…

  28. Meier P. sagt:

    Wir waren gerade in Berlin. Ich bin grundsätzlich positiv gegenüber Velos eingestellt, aber als Fussgänger ist es inakzeptabel, dass die Velowege auf dem Trottoir sind, auch wenn diese breit sind. Als Fussgänger wird man geradezu von schnellfahrenden Fahrern abgeschossen.

  29. Max Bader sagt:

    Ich verstehe nicht, warum hier das Velofahren als rot-grünes Interesse abgetan wird. Ich bin selber rechts-konservativ eingestellt und fahre viel Velo in der Stadt. Es sind ja ausgerechnet die beiden grossen Städte Basel und Winterthur, welche deutlich weiter rechts stehen als die anderen grossen Städte der Schweiz, in denen viel mehr Velo gefahren wird.
    Im Zweifel baut Rot-Grün ja eher gefährliche Tramhaltestellen, wo zwischen dem erhöhten Trottoir und dem Tramgeleise kaum Platz ist. Zudem ist Rot-Grün für möglichst viele Rotlichter, was den Spass am Velofahren auch verdirbt.

    • Steven sagt:

      “…Basel und Winterthur, welche deutlich weiter rechts stehen als die anderen grossen Städte der Schweiz…” Der war gut. Könne Sie uns noch Ihren Optiker verraten? Der aus der Fernsehwerbung? Ist Winti nicht relativ flach? Im Gegensatz zu St. Gallen oder Fribourg z.B.? Thun war auch immer eine Velostadt, ist auch meistens flach dort.

  30. Hotel Papa sagt:

    Meine Interpretation zur negativen Korrelation zwischen Fahrradbenutzung und Helm: Den Helm aufsetzen macht die Benutzung des Fahrrads zu einer Ausnahmesituation. Je normaler es ist, für kurze Wege aufs Velo zu steigen, desto weniger wird man daran denken, sich dazu besonders auszurüsten.
    .
    Und zum täglichen Kleinkrieg auf der Strasse: Etwas Gelassenheit hülfe…

    • geezer sagt:

      sehe ich auch so. der permanente sicherheitswahn nervt nur noch. klar ist es vernünftig, wenn eltern in vorbildfunktion für ihre kinder einen helm anziehen. und wenn ich mit dem töff unterwegs bin, ziehe ich selbstverständlich auch einen an.

      ich möchte mir aber als mündiger bürger nicht vorschreiben lassen, ob ich jetzt zum gemütlichen velobummel in die stadt oder auch auf der etwas zügigeren fahrt ins büro einen helm anziehen muss. ja, das leben ist gefährlich, aber wenn man die augen und ohren offen hat, die wichtigsten verkehrsregeln kennt und beachtet, kann man selbst sehr viel zur unfallprävention beitragen (fahre regelmässig velo, töff, auto).

  31. André Bürgin sagt:

    Jedes Mal, wenn ich aus der Schweiz wegfahre überrascht mich der weite Raum, den es andern Orts doch gibt. Da finde ich es dann auch ganz normal, eine zweispurige Radstrasse anzutreffen. Man sollte mal verschiedene europäische Städte, ihre Bevölkerung und Fläche vergleichen. Wäre wohl schnell ersichtlich, wo s noch Platz genug gibt für anständige Radwege. Und alle, die unseren Schweizer Luxus lieben, müssen sich drein schicken, den knappen Platz mit 8 Millionen andern und deren Vorlieben zu teilen.

    • Helena sagt:

      Städte wie Kopenhagen sind ähnlich gelagert wie Zürich, z.B. mit viel Wasser und in Amsterdam hat es auch ein Tram. Der «viele Platz» für Radfahrer dort wurde den Autofahrern weggenommen. Diese beiden Länder sahen in den 50ern noch so aus, wie unsere Städte heute noch aussehen: alles aufs Auto ausgerichtet (dafür wurden auch dort Häuserzeilen abgerissen). Bei uns sind selbst die 30er-Zonen oft beidseitig voller Parkplätze (Dooring-Zonen!) plus alle paar Meter hohe Schwellen. Veloförderung à la «Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass», also ohne dem MIV «wehzutun», wird nicht funktionieren. Wenn der Platz in den Städten knapp ist, welches Verkehrsmittel gehört dann gefördert?

  32. Flo sagt:

    VelofahrerInnen stehen in der Gunst viele Politikerinnen – und trotzdem jammern sie ständig!
    Zum Teil muss ich, als von VelofahrerInnen ständig bedrängter und gefährdeter Fussgänger, leider gestehen auch zu Recht.
    Lustig dünkt mich der Titel des Artikels:
    Velo-Entwicklungsland Schweiz
    Manchmal könnte man, ihrem Benehmen nach auch denken, dass sie wirklich Bewohner eines Entwicklungslandes sind, von Gesetzen und Umgangsformen keine Ahnung haben und nicht in einem zivilisierten Land leben/fahren!

    • Hotel Papa sagt:

      Jammern (resp. schimpfen) sehe ich in den Kommentarspalten vor allem die “von den VelofahrerInnen bedrängten” anderen Verkehrsteilnehmer.
      .
      Als regelmässiger Benutzer des idealen Verkehrsmittels für mittlere Distanzen in der Stadt muss man sich ständig rechtfertigen. Mein Verzicht aufs Auto erspart der Atmosphäre ca. 1t CO2 pro Jahr, hält mich gesund und reduziert die Staubelastung auf nordwestschweizer Strassen. Ich weigere mich, dafür ein schlechtes Gewissen zu haben.

  33. Adriano Granello sagt:

    Echte VeloFahrende sind hierzulande wohl nur die Öko-Fundies und die Rennrad-Sportler. Alles dazwischen ist Schönwetter-Fun, und da haben längere Steigungen, die in der Schweiz praktisch überall vorkommen, für die meisten eine abschreckende Wirkung. Elektrobikes mögen die Statistik zwar aufprppen, aber eigentlich gehören diese Zweiräder in die gleiche Kategorie wie die Mopeds (Töffli) und haben mit Velos im herkömmlichen Sinne wenig bis nichts zu tun.

    • Hotel Papa sagt:

      Sie vergessen die ganz pragmatisch pendelnden. Davon begegnen mir jeden Morgen und Abend eine Menge, z.T. überschneidend mit Gümmeler, z.T. überschneidend mit Fundi, aber die meisten schlicht aus Vernunft und Stau-Ausweich-Gründen auf dem Velo.
      .
      D A S V E L O I S T P R A K T I S C H

      • Adriano Granello sagt:

        Das mag in der Stadt stimmen, soweit die Strecke kurz und flach ist (ansonsten kein Zeitgewinn gegenüber dem ÖV und völlig verschwitzt will schliesslich niemand zur Arbeit oder Vorlesung erscheinen). Grosser Vorteil des Velos: man kommt weitaus schneller und direkter ans Ziel dank konsequenter Missachtung von Rotlichtern, Fahren auf dem Trottoir und in verbotener Fahrrichtung durch Einbahnstrassen. Bei Regenwetter steigen die meisten allerdings aufs Tram oder den Bus um und erinnern sich daran, dass man sich sogar gänzlich ohne Räder zu Fuss fortbewegen kann…

        • Hotel Papa sagt:

          Sie haben schlicht kein Ahnung, wie wirklich gefahren wird. Ich fahre 20 km und begegne auf dieser Strecke regelmässig einer grösseren Zahl Pendlern, die ähnliche Distanzen fahren. Noch viel mehr, die mindestens ein bis zwei Dörfer weit fahren. Rotlicht ignorieren muss man auch nicht, denn auf der Strecke hat es schlicht keine, abgesehen von einer Tramquerung mit Barriere. Grösstenteils Quartierstrassen und Velowege, und, ja gegenüber ÖV direkter, sonst wäre ich über 20 km nicht konkurrenzfähig.
          Duschen ist allerdings nach so einer Strecke Pflicht, aber dafür kann ich die Morgentoilette zu Hause abkürzen.

    • Hannes Wanner sagt:

      ich sehe nicht ein weshalb ein Schönwetter Velofahrer kein Anrecht auf Sicherheit im Strassenverkehr haben soll. Herr Granello,Autofahrer sind auch verschieden,was die meisten jedoch eint,ist der Blick aufs Handy und schlechter Fahrstil.

  34. Paddy Mostup sagt:

    Ich fahre kein Velo weil ich immer verschwitzt ankomme (ja, auch im Winter). Und das ist doch sehr unangenehm.

    • Andy sagt:

      Das finde ich auch sehr unangenehm. Ein Lösung für den Arbeitsweg ist erst beim Arbeitgeber zu duschen, falls es die Möglichkeit dort gibt und erst dann die Arbeitskleidung anzuziehen. Wenn ich mit dem Fahrrad an ein Ort gehe, bei dem ich nicht verschwitzt sein sollte, dann dusche ich vorher und fahre etwas zu früh hin und ziehe ein neues Oberteil an, nachdem ich etwas abgekühlt bin.

      • Hotel Papa sagt:

        Jup. Dusche am Arbeitsplatz ist nötig. Dann sind aber auch 20 km mit dem Velo machbar (und schneiden gegenüber ÖV in meinem Fall zeitlich immer noch etwa gleich gut ab.)

    • Flo sagt:

      .. da ist ihnen ihr Umfeld sicher dankbar!

      • Helena sagt:

        Sie haben sicher schon davon gehört, dass in der Schweiz bald jedes 3. Velo ein E-Bike ist? Damit schlägt man mehrere Fliegen auf einmal: kaum mehr verschwitzt ankommen, alle Vorteile eines Velos (da wir auch Radwege benützen dürfen) und Steigungen verlieren ihren Schrecken. Probieren Sie es einfach mal aus.

    • rittiner & gomez sagt:

      wieso verschwitz, wenn sie kein velo fahren?

  35. Reto sagt:

    Ich fahre schon seit Jahren nur noch mit dem Velo. Der Grund für den Wechsel war die finanzielle Situation. Neben Steuern, Miete und Krankenkasse bleibt schlichtweg nicht genügend Geld für ein Auto übrig. Machbar ist das ganze natürlich nur weil mein Arbeitsort ca. 10km weit entfernt ist. Wäre er weiter entfernt müsste ich auf den ÖV umsatteln. In der Schweiz wird der Lohn massiv umverteilt und viele Leute können sich auf diese Weise sehr viel leisten. Warum sollte man Velo fahren wenn man sich ein SUV leisten kann. Ich könnte mir gut vorstellen dass im Ausland viele, wie ich, wegen ihrer finanziellen Situation aufs Fahrrad umsteigen.

  36. Ann Leopoldsky sagt:

    Genau, ich glaube jedes Wort zum Velo-Entwicklungsland Schweiz: In Rumaenien werden sicher auch 28 Millionen Franken fuer 550m Radweg ausgegeben wie unlaengst in Basel.
    Oder handelt es sich beim Artikel doch eher bloss um versteckten Lobbyismus?

  37. Robert sagt:

    Wow – ein Absatz spricht mir voll aus der Seele. Alles korrekt. Leider.

    In der Schweiz trägt fast die Hälfte aller Radfahrer einen Helm – und fühlt sich laut einer Studie von Pro Velo tatsächlich nicht sicher. Insbesondere weil Radwege fehlen oder blockiert sind, Autos mit wenig Abstand überholen, andere Verkehrsteilnehmer den Vortritt verweigern oder Baustellen nur schwer passierbar sind. Nicht ein einziger dieser Aspekte erhielt von den Befragten eine genügende Note.

    • Steven sagt:

      Der Absatz mit dem Abzug wegen zu viel Velo Helm tragen spricht Ihnen aus der Seele? Mir bürstet sich der Verstand wenn ich so was lese. Eine solche Argumentation ist ausserhalb der Schweiz nur noch bei den Taliban zu finden.
      Versprechen Sie den Velofahrern auch, dass Sie ins (Velo) Paradies kommen sollten sie mit dem Velo stürzten ohne Helm und sterben?

  38. Cannondale sagt:

    Man sieht eine klare Korrelation – je flacher das Land, desto mehr Velofahrer. Somit kann die Schweiz nicht mit Holland konkurrieren.

    • Helena sagt:

      E-Bikes sind Ihnen ein Begriff? Diese wurden ja sogar im Artikel erwähnt und die Schweiz ist mit Flyer und Stromer federführend. Selbst in Holland werden immer mehr «Pedelecs» verkauft, denn dort haben sie zwar keine Berge, dafür oft sehr viel (Gegen-)Wind.

    • Dani Kobler sagt:

      @ Cannondale: wieviele Höhenmeter müssen sie überwinden von ihrem Wohnort zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkauf oder in die Badi. Ja es gibt die Alpen und den Jura, die meisten Leute wohnen aber im Mittelland, und in jedem grösseren Ort hat es ein Coop oder Migros, trotzdem nehmen die meisten das Auto zum Einkaufen, und nein, die kommen nicht vom Dorf ännet dem Hoger zum Einkaufen weil es im Dorf ännet dem Hoger ja auch wieder ein Migros und Coop hat.
      Die meisten Autofahrten sind weinige km lang, eine Distanz die sich mit Velo mit oder ohne EMotor problemlos erledigen liesse. Aber welches Bild ist üblicher in der Schweiz: VW Touran oder Bakfiets?

  39. Beno Netzer sagt:

    Wie, in aller Welt, kann man gegen Massnahmen sein, welche das Velofahren fördern? Steigen mehr Leute in den Städten aufs Fahrrad gibt es mehr freie Parkplätze und weniger Autos auf den Strassen. Auch für Automobilisten eine gute Entwicklung. Klar, es fragt sich, was die sinnvollsten Massnahmen sind. So bin ich überhaupt kein Fan von Fussgänger / Fahrrad Mischverkehr, wie er in Zürich immer mehr vorkommt. Vom Tempo und Verständnis her gehören Velos auf die Strasse oder auf eigene Fahrbahnen. Aber sicher nicht zu den Fussgänger. Persönlich wünschte ich mir einen Tick mehr Akzeptanz von den Autofahrer und vor allem GENÜGEND ABSTAND beim Überholt werden, das würde mir schon weit reichen.

    • Ann Leopoldsky sagt:

      “Wie, in aller Welt, kann man gegen Massnahmen sein, welche das Velofahren fördern? ”

      Eventuell weil diese Massnahmen viel Geld kosten?

      Eventuell weil diese Massnahmen von der Allgemeinheit bezahlt werden, gemaess dem Artikel aber nur von einer kleinen Gruppe benutzt werden?

      • Bart sagt:

        Diese kleine Gruppe belastet im Gegenzug die Krankenkassen weit weniger als die Autofahrer. Hierzu gibt es übrigens Studien. Ich habe in meinem Leben auch noch nie irgendwelche KK-Leistungen bezogen, noch nie, und dies ist mit Sicherheit auf ausreichende Bewegung zurück zu führen, unter anderem mit dem Fahrrad und bei jedem Wetter.

      • Beno Netzer sagt:

        Massnahmen müssen überhaupt nichts kosten. Strassenbeläge müssen sowieso regelmässig ersetzt werden, dann werden halt ein paar Linien anders gezogen. Ein paar geschickte Änderungen in der Strassenverkehrsordnung würden ebenfalls viel bewirken ohne zu kosten (konsequente Fahrerlaubnis für Velos gegen Einbahnstrassen, Rechtsabbiegen bei Rot erlauben, dafür höhere Strafen für Regelwidrigkeiten beim Fahrradfahren). Abgesehen davon, dass von einer attraktiven Velopolitik alle Verkehrsteilnehmer profitieren. Eben weil es weniger Stau gibt und Fussgänger wieder unbeschwerter auf dem Gehsteig gehen können.

    • Flo sagt:

      So bin ich überhaupt kein Fan von Fussgänger / Fahrrad Mischverkehr, wie er in Zürich immer mehr vorkommt. Vom Tempo und Verständnis her gehören Velos auf die Strasse oder auf eigene Fahrbahnen. Aber sicher nicht zu den Fussgänger- sie sprechen/schreiben mir aus dem Herzen!
      Als Fussgänger (seh- und gehbehindert und trotzdem bin ich in der Stadt unterwegs) habe ich jedes Mal Angst wenn ich an gewissen Stellen in der Stadt Zürich unterwegs sein muss. VelofahrerInnen haben eine starke Lobby, Fussgänger dagegen sind die Leidtragenden gewisser Politikerinnen – die für Fitte und Gesunde alles tun, die anderen aber nur zu gerne vergessen!

      • geezer sagt:

        der mischverkehr zwischen fussgängern und velos ist definitiv etwas vom dümmsten, was verkehrsplanern in dieser stadt je in den sinn gekomen ist. es kann und wird auch nie funktionieren. gerade wenn man mit dem velo zur arbeit pendelt, möchte man nicht im schritttempo unterwegs sein (ansonsten könnte man ja gleich zu fuss gehen).

        also müssen zum schutz beider verkehrsteilnehmer zwangsläufig separate wege vorgesehen werden. in zeiten, in welchen auch viele fussgänger wegen ihrem telefon dem verkehr um sie herum nicht mehr die geringste aufmerksamkeit schenken, ist dies umso wichtiger. ‘luege, lose, laufe’ war einmal….

  40. Michel sagt:

    Oh, ist Velofahren denn plötzlich gesetzlich vorgeschrieben?
    Die Schweiz ist nicht Holland, bei uns hat es BERGE unser Land ist nicht komplett flach wie z.B. Holland.
    Es sollte doch wohl jedem selbst überlassen sein welches Verkehrsmittel oder welches Hobby man sich aussucht.

    • Bart sagt:

      Niemand wird bestreiten können, dass mehr Bewegung zu besserer Gesundheit führt, und bessere Gesundheit führt zu weniger Belastung der Krankenkasse. Folglich muss Bewegung gefördert werden. Die überwältigende Mehrheit der Schweizer lebt im flachen bis leicht hügeligen Mittelland, wo ohne größere Anstrengung Fahrrad gefahren werden kann.
      Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, wie er sich fortbewegen will, aber es darf nicht mehr einseitig das Auto gefördert werden. Jeder Autofahrer beansprucht ungefähr das Zehnfache an Platz für seine Fortbewegung als ein Radfahrer, und die Bevölkerung nimmt überall auf der Welt zu, es gibt schlicht nicht genügend Platz für so viele Autos.

      • Flo sagt:

        Bart; schon einmal daran gedacht das es Menschen gibt, ja die gibt es tatsächlich, die nicht Velofahren können/dürfen?

        • Bart sagt:

          Sind das die, die in und um Zürich jeden Tag sämtliche Straßen verstopfen? Oder jene, die jedes Wochenende mit ihren tiefer gelegten GTI’s ums Seebecken röhren?

        • Helena sagt:

          Niemand will irgendwen zum Velofahren zwingen! Aber diejenigen, welche es möchten, sich aber aus Angst (!) nicht getrauen, würden dazu beitragen, Strasse und ÖV zu entlasten, denn das ist ein riesiges Problem. Und mit den E-Bikes sind Argumente wie «zu steil» oder «will nicht verschwitzt ankommen» auch nicht mehr aktuell. In den Niederlanden fahren Kinder viele Kilometer ganz allein zur Schule, während sie hier zur Schule mit dem Auto gebracht werden – «weil velofahren viel zu gefährlich ist»!

  41. Donalf sagt:

    Es ist immer wieder interessant, was die Velolobby alles fordert, was das alles kosten würde wird vergessen und dazu sollten diejenigen die massiv eingeschränkt werden noch alles bezahlen. Oder täusche ich mich und der Staatsanteil am Benzin und die jährliche Rechnung vom STVA sind Träume? Wo bleibt da die gerechte Belastung aller Verkehrsteilnehmer?

    • Bart sagt:

      Wir Velofahrenden entlasten die Krankenkassen, halten die Luft frei von Feinstaub und belasten niemanden mit Lärm. Es gibt Studien, die belegen, dass Berufspendler, die vom Auto auf das Fahrrad umsteigen, statistisch gesehen rund 2’000 CHF jährlich an Krankheitskosten einsparen. Die Gesellschaft spart also an jedem einzelnen Radfahrer. Aber gegen “gefühlte” Argumente kommen belegbare halt nur selten an.

    • Gian Berger sagt:

      So etwa 90% der Strassen sind kommunale Strassen, und werden aus den regulären Steuereinnahmen bezahlt. Also in Zürich von etwa 50% der Haushälte ohne Auto. Nur bekommen diese nicht-Autofahrer für ihre Steuergelder eine absolut lausige Infrastruktur serviert. Bei gerechte Belastung würden die Autofahrer viel mehr zahlen müssen, die Velofahrer und Fussgänger weniger.

      • Donalf sagt:

        Die Kant. Verkehrsabgaben und ein Teil der Benzinabgaben kommen den Kantonen zugute. Mit den von Ihnen berechneten Steuerabgaben der Nicht-Autofahrer kann keine Infrastruktur erstellt werden die Ihnen vorschwebt.

    • Heinz Beer sagt:

      LIeber Donalf, manchmal geht es mir wie Dir und ich frage mich sogar als Velofahrer, wohin die Velolobby manchmal will. Was die Belastung betrifft, so hatten wir mal die Idee, die Umwelt ein bisschen zu schonen. Deshalb wird verschieden belastet. Über das wie und wann lässt sich immer streiten, aber die Idee kann grundsätzlich nicht falsch sein, wenn wir unser Land nachhaltig führen wollen.

  42. Alberto La Rocca sagt:

    Um die Rate der Velofahrer zu steigern, schlage ich folgendes vor:

    1) Einebnung der Hügel, Sprengung der Berge – und wo nicht möglich: Fahrrad-Basistunnels bohren
    2) Einführung des Sozialismus (dies führt innert 10 Jahren dazu, dass sich niemand mehr ein neues Auto leisten kann – s. Kuba)
    3) Umerziehungslager für renitente Nicht-Velofahrer nach 15 Jahren

    aber das wichtigste haben ich vergessen: Sprengung aller Mobilfunkantennen und Einzug aller Mobiltelefone (weil die Jugend lieber öV als Rad fährt, damit sie auf dem Weg gamen, snapchatten, SiMSen und whatsAppen kann)

    • Peti sagt:

      Sie haben noch etwas vergessen. Das Wetter. Solch ein Aufwand für ca. 6 Monate Velowetter zu treiben ist hirnrissig. Bei Regen und noch besser Schnee fahren intelligente Menschen ÖV oder eben Auto. Alles andere ist zu gefährlich.

      • Remo Peter sagt:

        Alte Velofahrer-Weisheit: Es gibt kein schlechtes Wetteer, nur ungeeeignete Kleidung.

      • Bart sagt:

        Intelligente Menschen fahren bei Schnee mit dem Auto, klar. Und in Kopenhagen und Amsterdam ist das Wetter natürlich auch viel besser als hier. Interessante Ansichten, die Sie da haben.

      • Baslertübli sagt:

        Darum fahren in Basel soviel Velo, weil wir durch unsere günstige Lage locker 9 Monate Velo fahren können

    • Elvira Meister sagt:

      Alberto La Rocca
      SIE gehören auf die nächste Wahlliste – ich wähle Sie sofort, nicht wegen Ihrem Massnahmen Katalog sondern wegen Ihrem Humor !

  43. hans sagt:

    Ein weiterer Punkt ist die dichte Bebauung, welche sich praktisch nicht mehr ändern lässt und an vielen Stellen auch keine Radwege zulässt, weil unsere Städte betreffend Häuserabstand dermassen dicht bebaut sind. Die Trottoirs und Strassen verfügenja praktisch überall nur über das Minimalmass.

    • Rudolf Schweiniger sagt:

      Man könnte einfach ein bisschen weniger Parkplätze in den Strassen haben, dann hätte es an sehr vielen Orten ziemlich viel Platz für Velowege.
      Man könnte sich auch mal überlegen wie der Platz besser genutzt ist: 1 Auto (sprich ca. 1 Person) auf einer Fläche oder ein Radweg, den täglich Hunderte Menschen nutzen können. So gesehen ist ein Parkplatz eine unglaubliche Platzverschwendung.

      • Thomas sagt:

        … oder vielleicht hätten SP/Grüne den Velomasterplan der FDP akzeptieren müssen?

      • Wolf sagt:

        Nur in den Niederlanden sind meistens die Parkplätze am Straßenrand entlang . Die Fahrradwege teilen sich auf dem Land Traktoren, und der Nahverkehr von Dorf zu Dorf erlaubt 60km/h. Hauptstraße 80 km/h und ohne Velo und Traktoren. Die Wege sind für Velo und Auto ausgelegt nicht für Fussgänger, dafür sind sie Wanderwege.
        Ach ja sah mehr Autoverkehr als Fahrradferkeher in den Niederlanden.

  44. STefan Kreis sagt:

    Der Nutzen einer weiteren Förderung des Veloverkehrs ist m.E. zu hinterfragen. Angesichts des miserablen Benehmens vieler zürcher Velofahrer bin ich ganz zufrieden, dass wir Fussgänger nicht von noch mehr Velofahrern (z.B. auf dem Trottoir) belästigt werden. Im Gegensatz dazu sind Autofahrer das viel geringere Ärgernis, die halten sich wenigstens (im grossen und ganzen) an die Verkehrsregeln.

    • Rudolf Schweiniger sagt:

      Naja, die Autos haben im Gegensatz zu den Fussgängern auch Platz auf ihren Strassen. Wenn es anständige Radwege und Velostreifen in Zürich gäbe, glaube ich nicht, dass viele auf dem Trottoir fahren würden. Es ist nicht so, dass es Spass macht, auf dem Trottoir zu fahren, aber es ist immer noch angenehmer als sehr knapp überholt zu werden und dabei fast angefahren zu werden.

    • Bart sagt:

      Die Autofahrer halten sich an die Regeln? Seit wann? Ich sehe täglich Dutzende Autofahrer, die zu schnell fahren, etwa in der Tempo-30-Zone, die einfach überall parken, selbst im Halteverbot, die noch kurz durchfahren, selbst wenn die Ampel längst auf Rot geschaltet hat. Und nicht zuletzt telefonierende Autofahrer, was einfach nur kriminell gefährlich ist. Deshalb bin ich der Meinung, dass der Nutzen einer weiteren Förderung des Autoverkehrs zu hinterfragen ist.

      • Martin sagt:

        Mann kann ja den Veloverkehr fördern, wie man will, die Limitierung kommt von den Randbedingungen.
        Städte sind hügelig und eng, Wetter vom Herbst bis Frühling regnerisch und kalt, und das ist entscheidend.
        Was die Regelverletzung angeht, bin ich auch Velofahrer und muss bestätigen, das die Mehrheit der Velofahrer die Regeln missachtet.Beim Regelverstoss gibt es ein entscheidender Unterschied, die Autofahrer werden massiv gebüsst, die Velofahrer höchst selten.

  45. Ulrich Heimberg sagt:

    Ist ja schon lange bekannt, dass sich die unrühmliche Arbeit der Autolobbys in unserem Land leider mehr als negativ auf eine gemeinsame, vernünftige und UMWELTSCHONENDE Verkehrsentwicklung auswirkt.

    • Flo sagt:

      hier ist immer die Rede von Velofahrer gegen Auto und umgekehrt – schon vergessen, es gibt noch eine dritte Gattung von Verkehrsteilnehmern – die Fussgänger, gibt? Und viele davon gehören manchmal sogar zu der erst- oder zweiterwähnten Gattung!

  46. Martin sagt:

    Super Statistiken, 70% der CH haushalte besitzt ein Velo, nur 7-8% fahren damit??? Kann einfach nicht sein.
    Alle Studien sind politisch gefärbt, Zürich von spät Herbst bis Frühling fast keine Velos, nass, kalt, hügelig. Wird es extra alles manipuliert und verschwiegen??

    • Richard Dietsch sagt:

      Wenn sie richtig lesen müssen sie auch keine Verschwörung wittern: 70% der Haushalte haben mindestens ein Velo, jedoch fahren nur 7-8% der PERSONEN REGELMÄßIG Velo.

      • Lukas Aeschbacher sagt:

        17% der Bevölkerung von Schweden fährt regelmässig Velo? Regelmässig heisst auch im Winter, und im Winter sehe ich (wenn überhaupt) ganz sicher nicht einen Sechstel der Bevölkerung auf dem Velo. Diese Zahlen kann ich nicht ernst nehmen.

      • Martin sagt:

        Was heisst es regelmässig? Können Sie es anhand diese Artikels definieren? Verstehe so einiges von Statistik, mit der gleichen können sie auch Gegenteiliges beweisen, man muss es nur können. Darum glaube ich keiner…

    • Hotel Papa sagt:

      Wenn ich meinen Haushalt ansehe: Drei Velos, zwei davon stehen sich die Reifen platt. Wenn ich den Velokeller im Haus als Ganzes ansehe: Ca. 12 Velos. Davon relgelmässig genutzt: 2. Gelegentlich genutzt, ca. 5.

  47. Andre sagt:

    Wieso benutze ich kein Velo. Meine Fahrräder werden in der Stadt Zürich entweder gestohlen oder kurzerhand von der Polizei entfernt. Diese kann ich dann an der Velobörse wieder zurückkaufen. Es sollte endlich mal ein Nummernsystem geben wie bei den Motorrädern.

    • Manuel Layer sagt:

      Rahmennummern existieren bereits und sind auf jedem Velo zu finden.

    • Flo sagt:

      .. Nummer an Velos: das gab es mal und wurde durch wenn abgeschafft?
      Musste jedes Jahr neu gelöst werden, war auch ein Versicherungsnachweis!

      • Hotel Papa sagt:

        Die Nummer nutzte aber schon damals exakt garnichts. Zum Suchen des rechtmässigen Eigentümers wurde sie jedenfalls nicht benutzt. Vielleicht hinterher zur Identifikation, aber suchen musste man schon selber.

  48. tobias sagt:

    Auch Rotgrün verhindert aktiv eine Velopolitik, da hat die Stadt seit Jahren eine Mehrheit in der Regierung und dann lehnt das Parlament den Vorschlag von Leutenegger ab….

  49. Eduard J. Belser sagt:

    Aus topografischen Gründen wird es schwierig bzw. schlichtweg unmöglich sein, das führende Holland zu topen. Aber mindestens Deutschlands sollten wir doch überholen können. Aber dazu sind endlich grössere Investitionen in die Veloinfrastruktur notwendig um den Anteil des energieefizienten, umweltschonenden und gesundheitsfördernden Verkehrsmittel Velo am Gesamtverkehr zu steigern. Wichtig ist auch, dass die Velos im Kombiverkehr mit dem öV an den Bahnhöfen geschützt vor Wetter, Vandalen und Dieben abgestellt werden können. Da hapert es bei kleineren Bahnhöfen noch gewaltig. Abschliessbare Veloboxen sind kaum zu finden. Die Veloförderung ist auch ein wichtiger Beitrag zur Energiewende.

  50. Max Meier sagt:

    So what? Müssen wir überall an der Spitze liegen? Und soll man die CHer jetzt zum Velofahren wegen dieser Statistik zwingen?
    Die CHer haben laut Statistik rund 33% weniger häufig Sex als die Griechen. Soll jetzt auch hier ein Förderprogramm zur Steigerung der sexuellen Aktivitäten gestartet oder dies gar mit Zwangsmassnahmen verordnet werden?
    Muss man wirklich überall im Durchschnitt oder sogar oberen Ende einer Statistik sein, bzw. berechtigt diese Statistik dazu Massnahmen zu ergreifen, in einer solchen im Ranking weiter nach oben zu steigen?

  51. w grämer sagt:

    Ich vermute das Holland und Dänemark auch mehr in Velowege investiert als die Schweiz.Nur in Zürich ist das katastrophal wenn man durch die ganze Stadt mit dem Velo fahren muss.

    • Thomas sagt:

      … weil SP/Grüne in der Realität gegen Velowege sind?

    • Hans J. Rohrer sagt:

      Nehmen Sie Tram und Bus!

      • Bart sagt:

        Klar, Herr Rohrer, das ist die Lösung. Tram und Bus haben ja uneingeschränkt Kapazität, um noch mehr Passagiere aufzunehmen.

        • Helena sagt:

          Herr Rohrer ist vermutlich Autofahrer und weiss nicht, wie übervoll der ÖV zu Stosszeiten ist. Die vielen Autopendler, die ganz allein im Auto in die Stadt fahren, stehen auch lieber im Stau und sehen nicht den Vorteil von mehr Velofahrern: jeder Velofahrer ist ein Autofahrer weniger im Stau oder einer weniger im ÖV. Warum denn bitteschön soll man das nicht noch mehr fördern? Es hat nur Vorteile!

        • Hans J. Rohrer sagt:

          Für Herrn Grämer hat es sowohl im Tram als auch im Bus zweifellos noch platz.

  52. Hans J. Rohrer sagt:

    Zürcher Velofahrer sind eine Plage. Je weniger, desto besser. Und gottseidank verhindert die Schweizer Topographie flächendeckende Verhältnisse, wie wir sie in Zürich haben.

    • Hannes Wanner sagt:

      danke für das Kompliment,wir werden aber nicht vorbei ziehen,wir bleiben! Viel Spass im Stau.

    • Bart sagt:

      Sie sähen es also lieber, wenn wir auch mit dem Auto sämtliche Straßen mit blockierten, damit Sie NOCH langsamer voran kämen, als Sie es ohnehin schon tun? Ziemlich verquaste Logik. Und ja, wir werden bleiben und Euch den Weg frei halten, sind wir nicht nett?

  53. Ulrike Huber sagt:

    Ich fahre täglich Rad und frage mich immer wieder, was der Velobeauftragte der Stadt Zürich überhaupt macht. Dem Radwegnetz in Zürich wird nicht umsonst ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Aber der Mangel liegt nicht nur am Radwegnetz. Auch bauliche Massnahmen, welche sehr leicht umzusetzen wären, sind mangelhaft. Einmündungen von Nebenstrassen und Grundstückszufahrten benötigen Rad- und Gehwegüberfahrten – in der Stadt Zürich scheint man davon noch nichts gehört zu haben. Erhöhte Übergänge sind gefährlich und behindern die Fahrt mit dem Velo.

  54. Otto Müller sagt:

    Könnte nicht auch guter ÖV ein wichtiger Grund für wenig Velo sein?

    • Markus Schneider sagt:

      Ich würde sagen es sind eher zuviele und rücksichtlose Autofahrer, die den Velofahrern ihre Abgase ins Gesicht blasen, die Türen auf die Strasse öffnen, mit Minimalabstand vorbeibrausen, den Vortritt nehmen, Velofahrer bei Unfällen sogar töten usw.

      • Helena sagt:

        Der gute ÖV ist längst an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt – nicht umsonst war ja vom Mobility Pricing die Rede. Ein Arbeitsweg von bis zu 10 km könnte man sehr gut mit Velo oder E-Bike sowieso zurücklegen – wenn denn die Infrastruktur stimmt! Es gibt sicher viele, die das machen würden, aber wer Angst hat, weil er auf der Strasse von einem LKW mit 30 cm überholt wird, lässt das wohl bleiben – und bringt auch seine Kinder mit dem Auto zur Schule. Jeder Velofahrer entlastet die Strasse und den ÖV und hält sich selber noch gesund, wie kann man da dagegen sein?

        • Markus Schneider sagt:

          Würde man den unsinnigen Individual- und Güterverkehr endlich drastisch reduzieren, so wäre massenhaft Platz, um den ÖV für alle sinnvoll auszubauen. Es geht nicht nhur darum, den motorisierten Verkehr teurer zu machen – es geht vor allem darum ihn zu reduzieren, auch wenn das den Steuereintreibern weniger gut passt.

  55. Marcel Bart sagt:

    Wie auf der Statistik ersichtlich sind nördliche Länder mit flachen Städten vorne. Die Temperatur und Flachheit wird der Hauptgrund fürs Radfahren sein.
    Bei den Verkauften Fahrrädern müsste auch der Kaufpreis mitangesehen werden. Nehme mal an, dass in der Schweiz eher höherpreisige Räder verkauft werden, die auch länger halten.

    • Bart sagt:

      Wenn die Temperatur ausschlaggebend wäre auf die Wahl des Verkehrsmittel, dann würde Kopenhagen sicherlich nicht an erster Stelle fungieren. Da fährt nämlich fast jeder Zweite mit dem Rad, und zwar auch bei zweistelligen Minustemperaturen, was da nicht selten vorkommt. Für mich ist im Übrigen an ungefähr 350 Tagen im Jahr Fahrradwetter, und die paar Hügel in der Stadt bezwinge ich ohne größere Anstrengung, denn regelmäßige Bewegung hält fit.

      • Helena sagt:

        Ansonsten gibts übrigens auch noch E-Bikes – Hügel sind bloss eine Ausrede, um nicht in die Infrastruktur zu investieren. In Holland und Dänemark fahren sie bei jedem Wetter Velo, u.a. weil dort die Radwege noch vor den Strassen vom Schnee befreit werden. Hierzulande wird der Schnee ja auf den Radstreifen gekippt. Ich fahre übrigens auch das ganze Jahr mit dem E-Bike ins Büro – nur eben bei eisigen Strassen und Salzmatsch nicht, aber das sind vielleicht so 2 Wochen in Zürich…

      • Peter Hinnen sagt:

        Eben, wir Marcel schreibt. Wenn es kälter und flächer ist, fahren mehr Rad. Zudem hat Kopenhagen nur rund die Hälfte der Niederschläge wie Zürich.

        Unserer Hippsterbiker in Zürich sind meist wahre Schönwetterbiker. Vom November bis März sind die nicht mehr gesehen.

        • Helena sagt:

          Ach höred Sie doch uf mit «Hippsterbiker». Wenn ich jetzt am Morgen zur Arbeit radle, begegnen mir Menschen aller Couleur von jung bis alt mit allen möglichen Velos, erfreulicherweise sogar immer mehr Cargobikes mit Kindern drin. Das sind alles Menschen, die von einer besseren Infrastruktur profitieren würden und die paar Tage in Zürich, wo man wegen zuviel Schnee oder Eisglätte besser nicht mit 2 Rädern unterwegs ist, lassen sich fast immer an zwei Händen abzählen. Der Rest ist nur eine Frage der Einstellung und der richtigen Kleidung.

  56. Claus Koch sagt:

    Es hat einen weiteren guten Grund, wieso hierzulande nicht so viel Velo gefahren wird: Der hohe Anteil der arbeitstätigen Bevölkerung, die typisch schweizerische Zuverlässigkeit und die Launen des Wetters. Das Fahrrad wurde vom Auto abgelöst, weil man nicht wettergeschützt ist. Niemand kann sich leisten, völlig durchnässt, verschwitzt oder verdreckt am Arbeitsplatz aufzutauchen oder am Morgen feststellen, dass der Drahtesel schon wieder geklaut wurde und man es deshalb nicht pünktlich ins Geschäft schafft. Auch für grössere Einkaufen ist das Velo völlig ungeeignet. Wieso gewisse Kreise ein völlig veraltetes und unpraktisches Verkehrsmittel über Gebühr verklären, ist einfach unverständlich.

    • Stephan75 sagt:

      Ich mache fast alle Einkäufe für unsere 4 köpfige Famile mit meinem Fahrrad und einem Anhänger. Geht super! Zugegebenermassen wohne ich in einer ganz flachen Gemeinde.

    • geezer sagt:

      @Koch: ich empfehle ihnen mal eine reise nach Kopenhagen. dort fahren ganze heerscharen jeden tag mit dem velo zur arbeit. sommer wie winter, männlein wie weiblein. die ziehen sich einfach ‘wetterfest’ an (ich kenne die stadt ziemlich gut, da ich mit einer kopenhagenerin verheiratet bin).

      die topographie kann in schweizer städten mit ein grund sein, warum man lieber öv oder auto fährt; alle anderen gründe sind ‘frei erfunden’ und somit reine bequemlichkeit. ich bin in Zürich mit dem velo schneller im büro, als wenn ich das tram benütze. es ist ein äusserst praktisches verkehrsmittel. und der lebensmitteleinkauf klappt bestens! und nein, ich bin definitiv kein velofundi.

  57. Chribo sagt:

    Es fehlt der Vergleich mit der Benutzung des öffentlichen Verkehrs. Als Schüler, Lehrling und Student war ich ständig (unfreiwillig) mit dem Velo unterwegs. Das hat sich mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs geändert.

  58. Stephan Meier sagt:

    Ich bin gespannt, wie lange es geht, bis in den Kommentaren die folgenden Sätze auftauchen:
    – Velofahrer sind alles Rowdies
    – Velofahrer zahlen eh nichts an die Strassen
    – Velofahrer sind eine Gefahr für die Fussgänger.

    • Martin Schwizer sagt:

      Stimmt ja auch, bis auf das “alles” in der Position ihrer Selbsterkenntnis. Ich würde dieses “alles” mit “zu viele” ersetzen.

    • Thomas sagt:

      Es ist politisch nicht gewollt, zumal nicht in der Stadt Zürich. Selber haben weder SP/Grüne Vorschläge für ein Velonetz gemacht, aber das aus der FDP-Ecke (von Leutenegger) abgewiesen (wahrscheinlich weil es aus der falschen Ecke kam). Zürich ist sowohl zu Fuss, mit dem Velo/Roller/Motorrad/Auto ein Graus. Nur mit dem ÖV ist die Stadt super.

  59. Bob Lomax sagt:

    Ich verstehe nicht warum die wirtschaftliche Aspekten hier erwähnt werden. Wenn man von Fuss- und Wanderwege spricht werden die Verkaufszahlen der Wanderschuhe auch nicht aufgelistet. Sowieso, finanziell gesehen ist das Fahrrad in der Schweiz seit fast 20 Jahren uninteressant. Ich wohne neuerdings in Ungarn und sehe jetzt im Sommer sehr oft Fahrer auf der Strasse, ähnlich wie in den 80er Jahren in der Schweiz. Aber, hier auf der Strassen ist weniger Wettbewerb, also wenig Verkehr. Allerdings keine Velowege, kein Velobudget, kein Velolobby usw. Die Leute in der Schweiz sind bequem, die Strassen sind gefährlich, und angeblich niemand hat Zeit. Darum ist Veloland Schweiz endgültig gestorben!

  60. Dani Kobler sagt:

    Ich komme gerade aus Holland zurück, was mir dabei im Unterschied zur Schweiz am meisten aufgefallen ist:
    Das entspanntere Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmer. Hier in der Schweiz ist es immer ein Kampf.
    Beweise? Einfach abwarten was hier gleich in der Kommentarspalte los sein wird: alle Velofahrer sind farbenblinde Rowdies,
    alle Autofahrer Egoisten und potenzielle Mörder und die Fussgänger hühnern sowieso überall rum.
    Das ist genau diese Art von Diskussion die niemanden weiterbring, ausser das jeder sein Quäntchen Frust abbauen konnte.
    Ich wünsche allen eine gute Fahrt.

    • Helena sagt:

      In Holland muss aber kein Radfahrer auf der Strasse fahren (ausser 30er-Zonen oder Velostrassen, wo Autofahrer keinen Vortritt haben) – die haben alle ihre eigenen Velowege. Das haben Sie ja sicher beobachtet. Darum muss Velofahrern dort so entspannend sein, die müssen nie Angst haben, im Kreisel drin z.B. abgeschossen zu werden, da ihre eigene Spur separat drumherumführt (meistens vortrittsberechtigt!) oder sogar ein separater Kreisel vorhanden ist. Es macht auch ein grosser Unterschied, weil dort praktisch ausnahmslos JEDER Autofahrer auch Velofahrer ist. Auf Youtube gibt es diverse Videos, z.B. «bicycleDutch».

  61. Mia sagt:

    Wir fuhren diesen Sommer mit den Kindern 1 Monat durch Frankreich und problemlos durch die Städte Lyon und Bordeaux. Wir wurden auf Velowegen quer durch die beide Städte bis ins Zentrum geführt. Ja, da kann die Schweiz noch lernen!

    • Michael sagt:

      Kann ich mit meinen Erfahrungen aus Paris toppen ! Dort gibt es überall Leihvelos und im Strassenverkehr lässt jeder jeden gewähren. Von aussen sieht es sehr chaotisch aus, aber da niemand auf sein Recht pocht wie in der Schweiz oder in Deutschalnd, kommen alle sehr gut miteinander aus.

    • Bart sagt:

      Dasselbe gilt für London und New York. Ich fahre im Urlaub überall mit dem Fahrrad, und bislang habe ich nur sehr wenige Städte erlebt, wo die Zustände ähnlich desaströs sind wie hier.

  62. Dario Wullschleger sagt:

    “Heute hat das Velofahren in der Schweiz ungefähr dieselbe Bedeutung wie in Rumänien und der Slowakei.” Nicht nur das Velofahren… auch die Korruption und die Vetternwirtschaft.

  63. D. Keller sagt:

    Die Datenbasis steht auf wackligen Füssen, was im Kasten Methodik thematisiert wird. Daraus dann “Velo Entwicklungsland Schweiz” als Titel zu formulieren ist eher abenteuerlich.
    Aber selbst wenn die Aussage stimmen würde, gibts 3 einfache Gründe dafür: sehr gut ausgebauter ÖV, schlechtes Wetter (häufig Regen, Winter kalt) und Topographie (kann heute mit ebike teilweise kompensiert werden). Mit politischer Aktivität (sprich Geld) kann darauf wenig Einfluss genommen werden.

  64. Joe sagt:

    Die Schweiz ist gut aufgestellt. Es ist zu beachten, dass die Länder vor der Schweiz allesamt topgraphisch einfache Länder sind = flach. Dies hat einen grossen Einfluss auf die Verwendung des Fahrrades. Also braucht sich die Schweiz nicht zu verstecken.

    • Bart sagt:

      Das Schweizer Mittelland, wo die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung lebt, ist es flach oder nur leicht hügelig, das Radfahren also problemlos machbar.

  65. Pascal Schneider sagt:

    Daten können Sie – Text nicht. Was sagt dem Leser “wie in Rumänien und der Slowakei”? Rumänien könnte ja DAS Veloland sein?!
    Nur weil ein ärmeres Land im Osten in vielen Statistiken am Schluss ist, muss dies ja nicht für das Velo gelten. Könnte gerade weil arm ein Veloland sein, weil keine Autos verfügbar?!?

  66. Thomas sagt:

    Nun, die linke Stadtregierung in Zürich ist halt seit 20 Jahren gegen Velowege (zumindest in der Umsetzung derselben) und das Parlament hat den Kompromisvorschlag eines bekannten FDP Stadtrat abgelehnt. Da darf man sich halt nicht wundern…

  67. marsel sagt:

    Um dem Velo mehr Sicherheit zu geben muss man ihm mehr (geschützten) Platz geben. Diesen Platz muss man jemandem wegnehmen. Die Fussgänger sollen nicht darunter leiden. Das Auto hat sowohl die grösste Fangemeinde als auch die grösste Lobby, plus das rechteste Parlament seit langem auf seiner Seite. Deshalb lässt sich in den Städten nur wenig bewegen. Und auf dem Land fehlt das Interesse.
    Ergenbis: Wenige Verbesserungen für viel Geld.